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Montag, 26. Dezember 2016

W544I: Weihnachten

VfL Bad Schwartau ..................................... 28
ASV Hamm-Westfalen ................................ 23
- Datum: Montag, 26. Dezember 2016 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: 2. Handballbundesliga (2. professionelle deutsche Handballliga)
- Ergebnis: 28-23 nach 60 Min. (2x30) – Halbzeit: 16-9
- Tore: Milde 7, Schult 6, Hansen 5, Damm 5, Fuchs 2, Bruhn 2, Waschul 1 (Bad Schwartau); Neuhold 7, Eggert 7, Brosch 3, Huesmann 2, Blohme 1, Macke 1, Ritterbach 1 (Hamm)
- Gelbe Karten: Hansen, Waschul, Bruhn (Bad Schwartau); Fuchs, Fridgeirsson, Macke (Hamm)
- Zeitstrafen: 2x Waschul, 1x Akermann (Bad Schwartau = 6 Minuten); 2x Brosch, 2x Huesmann, 1x Blohme, 1x Ritterbach (Hamm = 12 Minuten) - Rote Karten: keine
- Austragungsort: Hansehalle Lübeck (Kap. 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.950 (davon angeblich nur 2.051 zahlende, ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel) VfL Bad Schwartau 28:23 ASV Hamm-Westfalen Photos with English Commentary:
a) Handball 2nd Division: Bad Schwartau v Hamm
b) Rostock: Christmas in Warnemünde

Nächstes Weihnachten müssen wir endlich mal wieder Fußball gucken, Marokko oder so... Der Gottesdienst in Warnemünde war ja mal nicht so langweilig gemacht wie woanders in den Vorjahren mit den grauenhaften Predigten in Bad Doberan und Atzendorf – aber nichts geht über Fußball zu Heiligabend! Warnemünde church Hier in Deutschland hatten wir erst am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder Sport. Über den Landstraßenweg ging es nach Lübeck. Dort findet man gleich neben dem schönen Loheide-Stadion die ebenfalls besuchenswerte Hansehalle. Die ist zwar etwas beengt für 3.000 Zuschauer, aber die Holzbänke machen echt was daher. Gegner im Zweitligaspiel des VfL Bad Schwartau war der Allgemeine Sport Verein Hamm-Westfalen. Die brachten 40 stimmungsgewaltige Fans mit, die auch immer wieder gegen die gut 2.900 Heimfans zu hören waren. Die Bad Schwartauer legten aber auch gut los. Das Spiel war ganz gut, wurde lange von den Gastgebern bestimmt, die teils 7 Tore voraus waren. Zum Ende des Spiels hin wurde es noch mal knapp, teils nur 2 Tore, aber der Endstand lautete 28:23. Kurios: Hamm spielte immer wieder ohne Torwart und kassierte so fünf Tore – durch diese Art von Offensive erzielten sie aber anscheinend nur einen Treffer. Keine Ahnung, was dieser Unsinn soll: hab das bisher auch nur in Deutschland und erst in den letzten beiden Saisons gesehen. Weder in Topphandballnationen wie Schweden und Frankreich, noch in Amateurhandballnationen wie Jordanien oder Luxemburg habe ich gesehen, dass der Torwart vom Feld genommen würde. Und jedes Mal wenn ich das in Deutschland sehe, funktioniert das nicht und ist eine tolle Einladung für den Gegner, einfache Tore zu werfen! VfL Bad Schwartau 28:23 ASV Hamm-Westfalen Statistik:
- Grounds: 1.816 (1; diese Saison: 137 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.918 (1; diese Saison: 178)
- Tourkilometer: 240 (240 Auto)
- Saisonkilometer: 34.420 (32.250 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.210 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 544 Wochen.

Montag, 7. November 2016

W536VI: Altherren-Knaller bei Buntekuh und die Holztribüne vom FC Phönix

1. FC Phönix Lübeck ....................................... 5
SC Elmenhorst von 1948 ................................. 1
- Datum: Sonntag, 6. November 2016 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Schleswig-Holstein, Süd-Ost (6. Liga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-3 nach 84 Min. (42/42) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 10. Gerlach, 2-0 19. Saar, 3-0 47. Gerlach, 4-0 67. Gerlach, 4-1 80. Jobmann, 5-1 90. Muhamet Zeka
- Verwarnungen: Wenzel, Strusch (Elmenhorst)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stadion Flugplatz (Kap. 3.500, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 75 zahlende und ca. 5 Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel mit ein paar Durchhängern)

SC Buntekuh Lübeck AH ............................... 7
TSV Schlutup von 1903 AH ............................ 3
- Datum: Sonntag, 6. November 2016 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Kreisliga Lübeck, Alte Herren (1. Spielklasse der Ü35)
- Ergebnis: 7-3 nach 84 Min. (42/42) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 0-1 2. Behnke, 1-1 17. Heyer, 2-1 35. Senger (Foulelfmeter), 3-1 37. Vahl (Foulelfmeter), 4-1 47. Henc, 5-1 50. Vahl, 5-2 54. Mank, 5-3 59. Zabithas, 6-3 72. Henk, 7-3 76. Krause
- Verwarnungen: Zabithas (Schlutup)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Buntekuh, Rasen (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Hervorragendes Altherrenspiel mit schönen Toren und einer erfrischenden Ruppigkeit) Phönix Lübeck 5:1 SC Elmenhorst Photos with English Commentary:
a) Veterans Football: Buntekuh v Schlutup
b) Amateur Football: Phönix v SC Elmenhorst

Sonntagabend war ich in Heide/ Schleswig-Holstein bei meiner georgischen Bekannten Shorena eingeladen, sodass ich mir auf dem Weg in Lübeck zwei Spiele aussuchte. Das erste suchte ich nur wegen des Namens und mangels interessanterer Alternativen aus. Im Stadtteil mit dem schönen Namen Buntekuh – unklar ist, ob wirklich bunte Kühe damit gemeint sind – wurde im Koggenweg, der drei ausbautenlose Plätze hat, ein Altherrenspiel ausgetragen. Höchste der drei Ü35-Ligen, Mittelfeld. Aber wie der SC Buntekuh und der TSV Schlutup da abgingen, war wirklich enorm: ein richtig gutes und schnelles Spiel mit vielen, teils sehr schönen Toren. Gleich ein Knaller zum 0:1 nach zwei Minuten, dann riss Buntekuh das Spiel an sich und traf u.a. durch zwei Elfmeter zum 3:1, nach der Pause schnell sogar zum 5:1. Sie ließen die Partie schleifen, Schlutup kam auf 5:3 heran, doch ein Weitschuss und ein Heber über den Torwart stellten den 7:3 Endstand her. Sehr unterhaltsam war, dass beide Teams ständig foulten und meckerten. Wie überfordert der sehr alte Sportfreund an der Pfeife war, sah man daran, dass er irgendwann mal für ein Allerweltsfoul eine gelbe Karte zückte, aber Pöbeleien, Schubsereien und Meckern ungestraft lies: selbst der folgende Dialog blieb ungestraft: Buntekuh-Spieler: „Ey, na das is n Foul!“, Schiri: „Ähm, Ball gespielt“, Buntekuh-Spieler: „Ey ich hab doch den Ball gespielt, du Knaller!“ SC Buntekuh Alte Herren 7:3 TSV Schlutup Alte Herren Sehr viel sehenswerter als die Wiese in Buntekuh ist das Stadion Flugplatz am nördlichen Stadtrand in der Travemünder Allee. Dort spielt Phönix Lübeck Verbandsliga (unter der Schleswig-Holstein-Liga als 2. Amateurliga angesiedelt). Das Stadion wurde schon 1920 auf einem zerstörten Flugplatz angelegt, im Zweiten Weltkrieg zerstört und dann in den 1950ern in die heutige Form gebracht. Seitdem wurde wohl nichts mehr daran gemacht, außer mal neue Sanitärkeramik in den Klos anzubringen – die Kassenhäuschen, wo es Karten mit D-Mark-Preisen gibt, sind jedenfalls bemoost, die niedrigen Stehränge auf der einen Längs- und den Hintertorseiten überwuchern teils meterhoch mit Büschen und die überdachte Sitz- und Stehtribüne ist der Knaller: architektonisch sehr interessant durch die vielen dünnen Träger, hölzernen Bänke und Treppen und davor angebrachten Stehstufen, aber eben abgeblättert, brüchig, teils ebenfalls bewachsen (also hätte der nicht das Schild „Kein Durchgang“ am dritten Aufgang gestanden, wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen, die Tribüne durch die Rankenpflanzen zu betreten), in der letzten Reihe offen nach unten und mit einem nicht gerade vertrauenerweckenden Blechdach versehen.

Das Spiel war ganz gut, aber sehr einseitig zugunsten der Gastgeber. Phönix ging schnell 2:0 in Führung, in der zweiten Hälfte 4:0, dann ein Torwartfehler (er rannte unnötig raus und wurde überspielt) zum 4:1 und in der Schlussminute nach einer Ecke das 5:1. Der Gast vom SC Elmenhorst (bei Bargteheide im Landkreis Stormarn, nicht mit der SIG Elmenhorst südlich von Mölln im Herzogtum Lauenburg oder der LSG Elmenhorst bei Rostock oder gar einem der kleinen Elmenhorste ohne Vereine – den Ortsnamen gibt es 6 Mal in (Nord-)Deutschland – verwechseln) hatte kaum eine Chance und rutscht dadurch weiter gen Tabellenende. Phönix Lübeck 5:1 SC Elmenhorst Statistik:
- Grounds: 1.769 (2; diese Saison: 90 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.867 (2; diese Saison: 127)
- Tourkilometer: 520 (520 Auto)
- Saisonkilometer: 26.820 (25.090 Auto, davon 650 Mietwagen/ 770 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 37 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 536 Wochen.

Montag, 23. Februar 2009

WE134II: Karlsruhe oder Mannheim, Halle gegen Lübeck und die Handballer meiner Uni

Hallescher FC 0:0 VfB Lübeck
Sonntag, 22. Februar 2009 - Anstoßzeit 13.30
Regionalliga Nord (4. Liga, halbprofessionelle Liga)
Ergebnis: 0:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:0
Tore: na keine natürlich
Verwarnungen: 2-4 (Schubert, Görke - Henning, Gebers, Lipke, Helmke)
Platzverweise: keine
Stadion: Kurt-Wabbel-Stadion (Kap. 13.322, davon 4.072 Sitzplätze)
Zuschauer: 2.062 (ca. 150 Gästefans)
Spielqualität: 1,0/10 (richtig scheiße)

USV Halle D 20:17 Landsberger HV D
Samstag, 22. Februar 2009 - Anstoßzeit 15.30
D-Jugend Bezirksliga (1. Liga D-Jugend)
Ergebnis: 20:17 nach 40 Min. - Halbzeit ?:?
Tore: ?
Verwarnungen: ?
Platzverweise: ?
Halle: Universitätssporthalle (Kap. 450, davon 350 Sitzplätze)
Zuschauer: 55 (15 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (richtig gut - v.a. für D-Jugend)

USV Halle II 26:24 Saaletal Reichardtswerben/ Prittitz III
Samstag, 22. Februar 2009 - Anstoßzeit 16.45
Kreisliga (8. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 26:24 nach 60 Min. - Halbzeit 14:14
Tore: ?
Verwarnungen: 2 Minuten gegen USV und 4 Minuten gegen Saaletal
Platzverweise: Rot für Nr. 10 USV (48. Min.)
Halle: Universitätssporthalle (Kap. 450, davon 350 Sitzplätze)
Zuschauer: 40 (keine Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (richtig gut)

Wir fuhren schon kurz vor 11 Uhr von Merseburg nach Halle/ Saale und klapperten dann alle drei Sporthallen an der Karlsruher Straße ab. Dass sie alle verschlossen waren, ließ uns auf eine Spielverlegung der Handballspiele von Askania Nietleben und Einheit Halle V schließen. Verärgert fuhren wir zum Bahnhof und packten Sachen, gegen die die Ordner des HFC etwas haben könnten, in eines der 2€-Schließfächer. Der HFC spielte nämlich um 13.30 gegen VfB Lübeck. Auf dem Weg zum Bahnhof hatten wir uns noch vergewissert, ob die Rot-Weißen wirklich das Regionalligaspiel bestreiten würden.
Am Abend klärte ein Blick auf www.sis-handball.de die Situation auf: die Spiele wurden keineswegs verlegt, doch wurde sie nicht in der Karlsruher Straße, sondern gut 1,5km weg in der Mannheimer Straße ausgetragen. Da hat mein Vater doch glatt diese beiden Großstädte verwechselt. Wobei ja auch beide nah beieinander in Baden-Württemberg liegen und zudem die Gemeinsamkeit haben, einige historische Sehenswürdigkeiten zu besitzen, die aber leider von einer abstoßenden Betonwüste umrahmt werden.
Nun also wieder zurück zum Stadion und eine Dreiviertelstunde vorher rein. Ich alleine wurde ganze drei Minuten kontrolliert, aber niemand der Ordner war unhöflich.
Wir trafen noch zwei Bekannte nachdem wir am Essensstand die hervorragenden Buletten gegessen hatten und nahmen dann wie üblich einen Stehplatz gegenüber der Fankurve ein.

Zum Spiel:
Nach 15 Minuten bequemten sich diese beiden völlig unterbelichteten Truppen einmal Alarm vor den Toren zu machen, doch es zeichnete sich ab, dass keines fallen sollten. Versager des Spiels war Thomas Neubart. Wie der drei Riesenchance verstolperte, war eine Katastrophe! Ohnehin war die Ballbehandlung des HFC Scheiße hoch drei, vor Eins-gegen-Eins-Situation fürchteten sich die rot-weißen Gurken auch noch.
VfB Lübeck war allerdings noch schlechter. Zudem war deren weicheirisches Gehabe nach jedem Foul höchst störend.
Es war ein typisches HFC-Spiel: im Schnitt fallen bei dieser Mannschaft 1,3 Tore pro Spiel. Halbwegs erfolgreich, aber unattraktiv spielend, technisch unterbelichtet und keineswegs große Kämpfer, wie auf der ansonsten höchstlobenswerten HFC-Website nach diesem Spiel behauptet.
Wenn ich bedenke, wie der hoch Unterhaltungswert des letzten von mir im Stadion erlebten 0:0-Spiels, dem Spiel zwischen Al-Mustaqbal Al-Marsa und Gawafel Gafsa - das waren echte Kämpfer, die Pech hatten, das Tor nicht getroffen zu haben -, war, und es mit dem Dreckskick des HFC vergleiche, wollte ich auf der Stelle nach Tunesien auswandern...

Schiedsrichtergespann:
Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus, Assistenten: Dirk Wijnen, Harm Osmers.
Ich hatte Bibiana Steinhaus bis zu diesem Spiel für eine gute Schiedsrichterin gehalten, aber was sie da verzapft hat, war dem Spiel entsprechend: Scheiße. Die Sprechchöre der Saalefront-Ultras waren somit berechtigt, wobei „Alle Bullen sind Schweine!“ ein echter Insider war.
Kleinliches Gepfeife jedenfalls ist bei zwei so schwachen Mannschaften nun wirklich fehl am Platze. Teilweise waren sogar klare Fehlentscheidungen dabei: Ball ins Aus gegrätscht, ballführender Spieler nicht einmal gestrauchelt, keineswegs gefährliches Spiel vorliegend, und dann Foul zugunsten den Ballführenden gepfiffen. Das war leider auch nur das Niveau der Quotenfrauen, die man von Zeit zu Zeit in Männer-Ober- und -Verbandsliga ertragen muss. Am Schlimmsten hatte ich ja das Problem Quotenfrau-Schiedsrichterin letzten Sommer in Schwerin erlebt. Aber sonst ist die Polizistin sicherlich besser an der Pfeife!

Fans und Drumherum:
Zum Drumherum gehört auch der Stadionsprecher, der an dieser Stelle unbedingt lobend erwähnt werden muss. Er brachte das Zitat des Tages (HFC-Fans hatten zuvor einen Böller gezündet): „Liebe Fans, jetzt kommt sie: die obligatorische Durchsage; das Abbrennen von Feuerwerkskörper ist im Stadioninnenraum strengstens und striktens untersagt!“ - Er scheint kein Freund dieser Reglementierungen zu sein, was man auch am Tonfall dieser Durchsage vermuten konnte...
Außer diesem einen Böller war leider nicht viel los. Die Kurve zeigte eine ungewöhnliche und eine ultratypische Spruchbandchoreo - letztere gegen Verbands-, Vereins- und Polizeiwillkür (Gerechtigkeit für die Erfordia Ultras, die alle Stadionverbot haben, obwohl nachweislich nicht alle Gruppenmitglieder bei dem Spiel dabei war, wo einige Gruppenmitglieder etwas gezündelt hatten (zu Zeiten Nazideutschlands nannte man diese Vorgehensweise des Vereins Rot-Weiß Erfurt übrigens „Sippenhaft“)) - erstere war ein Inserat, dass man eine Malhalle, also eine Halle zum Herstellen von Choreographien braucht. Akustisch waren zwar klare Bemühungen der Heimfans und auch teilweise der Lübecker Gäste zu hören, aber eindrucksvoll ist was anderes.

Nach diesem beschissenen Spiel - ich hoffe, dass nur Fußballfans und keine, die es mal werden wollen, anwesend waren, denn so kann man (werdende) Fans vergraulen - fuhren wir gen Neustadt.
Das Jugendhandballspiel:
Wir kamen kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit eines wirklich flotten und erstaunlich unterhaltsamen D-Jugendspiels - die 10-12jährigen packten sogar schon richtig an am Kreis (inklusive an den Hals des Angreifers greifen) und zimmerten aus 15 Metern aufs Tor - in die schöne Universitätssporthalle. Die Halle ist übrigens auf demselben DDR-Standard wie die Halle in Weißenfels-West, die wir wenige Wochen zuvor besucht hatte. Die D-Jugend des USV Halle siegte gegen die D-Jugend vom Landsberger HV 20:17, wobei es lange Unentschieden stand.
Der Support war übrigens auch gar nicht so schlecht. Einige Eltern nahmen das Spiel des Sohnes doch recht ernst...

Beim Männerhandball:
Auch hier in der Kreisliga wurde kein Eintritt verlangt, nur die Frau am Essensstand brachte also Geld in die Vereinskasse. Ich kaufte noch mal eine Bulette im Brötchen.
Das Spiel war für die Spiel- und Altersklasse (Altersklasse soll heißen, dass etliche ältere Semester auf der Platte standen, vllt. um den Jahrgang 1960 herum) der Spieler wirklich stark. Es gab zwar immer wieder Fehler bis hin zum einfachen Ball aus der Hand rutschen lassen, aber auch tolle Würfe, teils eingesprungen, und starke Arbeit am Kreis. Am Ende hatte knapp aber verdient der Universitätssportverein die Nase vorn.
Die Schiedsrichter waren für Handball auch ganz gut, wobei sie einen völlig überzogenen Platzverweis aussprachen und zwei weitere Male nur auf Zuruf der Gästespieler einen Heimspieler bestraften. Diese Szenen brachten die 40 Zuschauer natürlich in Wallung, die ansonsten auch ganz gut hinter ihrer Mannschaft standen.
Alles in allem war die dritte Sportveranstaltung die beste des Tages.

Auf dem Rückweg - kein Wunder bei diesem verdreckten Nest, das da Halle/ Saale heißt - ging mein Hinterrad kaputt, was uns ganze 20 Minuten aufhielt. Schon vor dieser Panne huckte aber schon der Dynamo. Aber an diesem Ärger trägt nicht der Teil der halleschen Bevölkerung Schuld, der so asozial ist, überall Bierflaschen zu zertrümmert, sondern unser Fahrradhändler. Also der Hajek kann sich Montag was anhören: mir so einen billigen scheiß Asi-Dynamo ans Rad zu montieren!
Statistik:
Ground Nr. 280 (ein neuer Ground; diese Saison: 50 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 755-757 (diese Saison: 124)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 17.825, genauer 9.270 Auto/ 2.960 Flugzeug/ 2.855 Fahrrad/ 2.740 Bahn, Anmerkung: Der Vorsprung der Fahrradkilometer auf die Bahnkilometer wächst!
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 134

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090222a%20Hallescher%20FC%200-0%20VfB%20Luebeck/

http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090222b%20USV%20Halle%20II%2026-24%20Reichardtswerben-Pr%20III/