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Dienstag, 17. Dezember 2013

W385I: Immer wieder Derbyzeit in Kénitra

---- Kénitra Athlétic Club (النادي الرياضي القنيطري) ----
................................... 1:1 (0:0) ...................................
Association Sportive de Salé (السلاوية الرياضية الجمعية)
- Datum: Freitag, 13. Dezember 2013 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: GNF Botola 1 [لبطولة الوطنية الاحترافية] (d.h. 1. Marokkanische Liga; Profifußballiga)
- Ergebnis: 1-1 nach 96 Min. (47/49) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 71. Rafik El-Mimouni, 1-1 89. Alpa Sow (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: mind. Nr. 18 von ASS
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade Municipal de Kénitra [الملعب البلدي بقنيطرة] (Kap. 8.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 7.500 (darunter ca. 750 Gäste-Fans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel) نادي القنيطري و جميعة سلا Photos with English and Arabic Commentary:
a) KÉNITRA ATHLÉTIC CLUB – ASSOCIATION SPORTIVE SALÉ
b) Kénitra Town Centre and Roman Ruins of Banasa

Am Mittwoch hat die Club-WM in Marokko (also Agadir und Marrakech) begonnen. Die FIFA kann mich aber mal am Arsch lecken: billige Karten nur für Marokkaner, im Stadion dann dadurch eine entsprechende Trennung der Nationalitäten, die Karten nur über Internet bestellbar was nach weniger Aufwand klingt, aber mit meiner VISA-Karte der DKB verweigert wurde und mit der Maestro der Sparkasse genauso wenig ging (wahrscheinlich, da ich von Marokko aus zugegriffen habe), TV-Übertragungen gibt es nur im Bezahlfernsehen und nicht auf einem einzigen marokkanischen Kanal oder den normalen Jazeera-Sport-Kanälen und die Live-Streams im Netz werden von der FIFA-Mafia immer wieder sabotiert.

Also dieses Touristenevent Club-WM ist wirklich die letzte Scheiße: sicherlich wird kein Groundhopper so bescheuert sein wie viele normale Fans die für Bayern oder wen auch immer anreisen und nach dem Besuch der Club-WM (auch wenn sie Raja gesehen haben sollten) behaupten: „Ich habe marokkanischen Fußball gesehen“. Den Idioten, die meinen sie hätten mit der Club-WM marokkanischen Fußball erlebt, kann ich nur sagen: Netter Länderpunkt, aber wenn ihr diesen Länderpunkt richtig machen wollt (also was von der einheimischen Fußballkultur mitkriegen wollt und nicht nur die internationale Kommerzkacke auf marokkanischem Boden) dann guckt erst mal ein Erstligaspiel in Casablanca und danach 4. Liga in Sidi Slimane oder so. Das ist Fußball und nicht nur reiner Kommerz!

Es muss aber nicht immer Casablanca oder Sidi Slimane sein, es geht auch wie dieses Wochenende mit Kénitra und Kasbah Tadla sowie Jorf Melha und Sidi Kacem. Da kann man auch einige interessante Dinge erleben! مدينة اثارية بناصة Durch den derzeit nur morgens stattfindenden Arabischunterricht konnte ich mir erlauben, noch mal nach Kénitra zu fahren. Dort gab es mal wieder ein Derby, was diesmal zum Freitagabendspiel der 1. Liga erklärt wurde. Den Freitag den 13. wiederum haben die Kénitra-Fans auf ihrer Facebookseite zum „ACAB DAY“ erklärt, aber so wild war es dann auch wieder nicht…

Bevor ich das Stadion oder überhaupt erstmal Kénitra ansteuerte, machte ich einen Umweg: über Sidi Kacem ging es gen Ben Ksiri nach Banasa. Erstaunlicherweise steht dort sogar ein Schild zur archäologischen Stätte. Die Ruinen einer römischen Veteranen-Kolonie von ca. 30 v. Chr. sind auch sehr gut erschlossen. Die Anlage wird als Iulia Valentia Banasa bezeichnet und hat neben einem eindrucksvollen Forum auch noch mehrere Thermen, Grundmauern von Privathäusern und einen Tempel zu bieten. Man wird von zwei Aufsehern, die wirklich gut Bescheid wissen, für zusammen 20 Dh. herumgeführt. Einer der beiden spricht prima Hocharabisch – und dem machte es richtig Spaß mal jemandem die Ruinenstadt so zu erklären: denn meistens kommen nur Marokkaner vorbei und die wenigen Touristen die sich hierher verirren brauchen eine französischsprachige Führung. Interessanterweise bat mich der langbärtige Aufseher namens Mohammed bevor ich mich verabschiedete, dass ich wenn immer möglich mit mindestens einem meiner marokkanischen Freunde herumreise: „Dir als Deutschem wird noch mehr Respekt als einem Ami oder Franzosen oder Spanier entgegengebracht, aber es gibt einfach zu viele aggressive und unehrliche Idioten in Marokko, die kein anständiges Benehmen gegenüber Ausländern an den Tag legen.“

So schlimm ist es allerdings zumindest in der Küstenregion um Kénitra dann doch nicht: zwei Wänster bettelten mich vorm Stadion wegen Karten an, aber einmal deutlich „Safi“ (Schluss jetzt) reichte schon und auch der Schwarzmarkthändler dem ich nur wenig mehr als den regulären Kartenpreis (an der Kasse gab es Tumulte, deshalb holte ich einige Meter entfernt unter der Hand die Pelouse-Tickets) bezahlte, gab sofort Ruhe mit seinem „gib mir 50“ als ich knapp und wenig höflich meinte „da steht 20 Dirham drauf, nur 20! Ich gab dir 30, also lass mich!“ نادي القنيطري و جميعة سلا Nicht nur an der Kasse gab es etwas Stress, die Fans neben mir warnten mich schon zu recht, hier immer wieder nach rechts zu den Helala Boys zu schauen, ob die grade mit Pyro hantieren. Aber wegen denen war der Anreiz überhaupt erst da, zu diesem Spiel zu fahren, obwohl ich dieses Stadion bereits besucht hatte. Im November hatte ich ein anderes Derby – und zwar das wichtigere gegen FAR Rabat – in Kénitra gesehen. Stimmungsmäßig standen v.a. die Helala Boys deutlich hinter dem größeren Derby zurück, da die Gesangspausen ziemlich lange waren. Die Banner die vom Dach baumeln sind mittlerweile auch bekannt. Nur die Pyroshow mit Bengalos und sofort darauf Handfackeln wusste zu überzeugen. Durch Gedränge auf der Treppe mussten mehrere Jugendliche aus dem Block humpeln und von der Ambulanz behandelt werden: auch die Krankenwagenbesatzung wurde daraufhin angefeuert und gefeiert… Der Gegner aus Salé bot optisch nicht viel, aber akustisch dafür umso mehr. Einige neue Melodien und sehr ausdauernder Gesang.

Das Spiel selbst lohnte dann erfreulicherweise auch das Kommen, denn hier wurde ganz schön offensiv gespielt. Salé war in der ersten Hälfte die klar bessere Mannschaft und ließ die Heimelf nur zu wenigen Torgelegenheiten kommen. Diese wenigen versiebten sie auch. Salé ging allerdings noch schlechter mit ihren Chancen um: vom kläglich versemmelten Distanzschuss bis zum Pfostentreffer und vom aus Nahdistanz über den Querbalken gelupften Schuss bis zum Fallrückzieher in die Arme des Torwarts war da alles dabei. Nach der Pause waren die Chancen besser verteilt und endlich fiel auch mal ein Treffer: mit erstaunlich gutem Kombinationsspiel nahm der Tabellenletzte die KAC-Abwehr auseinander und traf mit einer Grätsche aus vier Metern. Dann wurde Kénitra wach, riss das Spiel an sich, lief aber beinahe in alles entscheidende Konter. Dann ein Foul im Strafraum von Salé in der 89. und der fällige Strafstoß wird souverän verwandelt. Mal wieder ein Unentschieden, mal wieder 1:1, mal wieder ist außer mir als neutralem Fan keiner zufrieden…

Nach dem Spiel wieder das übliche Theater in Kénitra: Rennereien, Pöbeleien und einzelne Wurfgeschosse im Stadionbereich, völlig verstopfte Straßen und Umleitungen auf dem Weg zur Autobahn. Durch den ganzen Mist kam ich erst Mitternacht in Fès an. Der eine Polizist erschreckte mich leicht, als er mich an der sonst immer so lässigen Kontrolle vorm Rondpoint Ain Sman unerwartet herauswinkte – aber er wollte keine Bestechung, sondern nur wissen wofür meine SK-Nummer steht (bei der Beschreibung dass Merseburg im Saalekreis in Ostdeutschland liegt, dachte er immerhin gleich an Dresden) und ob ich in Fès arbeite. Für so Fragen lass ich mich dann doch gerne mal anhalten – das hat ein ganz anderes Niveau als bei den Gaunern an der N6 Douyet-Fès, die mir schon zwei Mal was anhängen wollten…
Meine späte Rückkunft nach Hause bewegte Mohammed dann zu der Frage: „Sag mal willst du morgen immer noch um 7.30 Uhr aufstehen und um 9 nach Jorf El-Melha zu dem Kick auf dem Dorf?“ Da konnte ich als echter Groundhopper natürlich nur antworten: „Mitternacht ist doch nicht so spät, natürlich geht es morgen früh los!“ نادي القنيطري و جميعة سلا Statistik:
- Grounds: 1.044 (kein neuer; diese Saison: 73 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.952 (heute 1, diese Saison: 96)
- Tageskilometer: 470 (470km Auto)
- Saisonkilometer: 26.540 (25.500 Auto/ 990 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 385

Montag, 18. November 2013

W381III: Keine Tore im Derby zwischen Hauptstadt und Hafenstadt

----- Kénitra Athlétic Club (النادي الرياضي القنيطري) ----
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Forces Armeés Royales de Rabat (الجيش الملكي الرباطي)
- Datum: Sonntag, 17. November 2013 – Anstoß: 17.00
- Wettbewerb: GNF Botola 1 [لبطولة الوطنية الاحترافية] (1. Marokkanische Liga; Profifußballiga)
- Ergebnis: 0-0 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: keine
- Verwarnungen: 7, 36 (KAC); 24, NN (FAR)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade Municipal de Kénitra [الملعب البلدي بقنيطرة] (Kap. 8.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 8.000 (darunter ca. 1.500 Gäste-Fans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Spielerisch gar nicht schlecht, aber zu schwacher Abschluss: Stimmung durchgängig spitze!) بطولة المغربية - نادي القنيطري و الجيش الملكي الرباطي Photos with English and Arabic Commentary:
a) Moroccan Pro League: Kénitra Athletic Club v Royal Army Rabat
b) Kénitra Town Centra, Mehdia Kasbah (Fort), Thamusida Roman Ruins

Video on MyVideo.De:
Kénitra Support during the match with FAR de Rabat

Von Casablanca aus ging es zuerst nach Verlassen der Autobahn in Kénitra Nord rechts ab und die Straße nach Tanger entlang. Im ersten Dorf (kein Ortsschild) weisen Bauschilder (Eisenbahnprojekt) links in unbefestigte Wege. Dort fragt man sich dann durch, die Bauern, die hier unter armseligen Bedingungen hausen und ihrer Arbeit nachgehen, sind freundlich und wissen Bescheid, dass auf dem Hügel hinter den Feldern am Fluss römische Ruinen ausgegraben werden. Die Anlage heißt Thamusida und ist noch nicht gut erschlossen. Der Erhaltungszustand ist auch ziemlich dürftig, aber man kann einen Tempel oder Forum erkennen sowie Wasserleitungen und Stadtmauern. Oberhalb der Anlage thront ein islamischer Heiligenschrein (Zawiya, Marabout).

Im westlich an Kénitra angrenzenden Mehdia befindet sich eine große Festung aus portugiesischer Zeit (16. Jh.) die von Moulay Ismail (18. Jh.) verändert wurde. Hauptsächlich der obere Teil mit dem eindrucksvollen Portal geht auf Moulay Ismail zurück. Der untere Teil der Festung, durch den auch die Küstenstraße nach Mehdia Plage führt, ist eher Französisch.

Kénitra heißt wie das syrische Qunaytra auch übersetzt „Brücklein“, wobei die normale Form Qantara (Kantara) lautet und eine Brücke mit mindestens einem Ponton oder Pfeiler bezeichnet, während eine Brücke, die ohne Pfeiler von einem Ufer zum anderen geht als jisr (dschisr) bezeichnet wird. Der Ort wuchert gewaltig, ist extrem unübersichtlich und vor allem an den Rändern (von einzelnen reicheren Vororten abgesehen) sehr heruntergekommen (teilweise heftige Slumbildung). Die Innenstadt liegt direkt am Industriehafen, ist durchsetzt und hat einige Gebäude aus französischer Zeit, die aber oft verfallen sind, zu bieten. قصبة المهدية في قنيطرة Auch das Stadion wirkt recht französisch, da es viel mit Betonhalbschalen arbeitet: Die Eingangsbereiche sind entsprechend „schwungvoll“ überdacht und vor allem oberhalb der 20-reihigen Gegentribüne wurden solche Betonhalbschalen angebracht. Ungewöhnlich auch die Haupttribüne mit ihren 13 Reihen Holzbänke und Betonüberdachung. Hinter den Toren befindet sich allerdings kein Ausbau, was bei Spielen wie diesem schon problematisch sein kann. Über das Stadtstadion hat sich übrigens kürzlich die Sportzeitung Mountakhab ausgelassen, denn der Vereinspräsident ließ die zu groß angelegte Pressetribüne kurzerhand zu Scheißhäusern umbauen, da der Verein aufgrund der hohen Besucherzahlen eher Sanitäreinrichtungen als Presseeinrichtungen braucht…

Die Besucherzahl war heute natürlich wieder besonders gut, da ein bekannter Gegner kam. Die brachten auch feiernde Fans (etwa 1.500) mit, die den Gästesektor (für 1.200 ausgelegt) aus allen Nähten platzen ließen. Da ich schon zwei Stunden vorher da war, war ich zwar bei weitem nicht der erste, aber bekam noch einen sehr guten Platz auf den Holzbänken der Haupttribüne. Eine Stunde vorher wurde es nämlich eng, es wurden die Gänge zugestellt und die Treppen besetzt. Kurz nach Beginn des Spiels wurden dann die Türen der Kassenhäuschen geöffnet, da diese die einzige Verbindung zwischen den beiden Tribünen darstellen (wenn man nicht raus aus dem Stadion und wieder rein laufen kann) und auf der Gegentribüne noch Platz war. Die Karten waren übrigens mit 20 und 40 Dh. ziemlich günstig.

Das Spiel war gar nicht schlecht, aber es fehlten die Tore. Beide bemühten sich offensiv zu spielen und erspielten sich einige Torchancen, doch der Abschluss war schlecht. Zweikämpfe gab es auch einige gute, aber nicht sonderlich viele Fouls. Auf der Gegentribüne gab es schon vor der Pause von den dauersingenden Helala Boys Kénitra und auch den Ultras Askari FAR Pyro mit Bengalos und Leuchtfeuern. Nach der Pause wurde die Stimmung unruhiger, da man Tore sehen wollte. Irgendein Bekloppter schoss dann mal aus dem Bereich links der Helala Boys eine Leuchtrakete gegen das Dach der Haupttribüne oberhalb der Ultras Askari. Aber selbst das zog keine Durchsage nach sich und auch der Platzsturm zweier Jugendlicher – wobei einer davon noch mal der Festnahme entkam und ein zweites Mal auf dem Platz herumlief – sorgte nicht für Entrüstung. 
بطولة المغربية - نادي القنيطري و الجيش الملكي الرباطي
Das ist ja eigentlich auch normal für Marokko, aber der Stadionsprecher wirkte hier recht professionell: Aufstellungen durchgegeben, Wechsel angesagt, vor dem Spiel und in der Halbzeit eigenproduzierte Musik eingespielt – wobei die Musik sich grundlegend von der Stadionmucke in Deutschland unterschied: „Ma nesma7 fik“ (Link: Youtube)  soll wohl „was ich dir erlaube“ heißen, verherrlicht das Ultratum („m3ak fidelli vida ultras na3ichouha“: Mit den Fidellis leben wir das Ultraleben) und Hooliganismus („Nostra parcour tarikh fl hool“: Auf dem Weg zum Hooligan-Sein) und ist provokativ politisch: „ACAB wmankhafo ghir rabbi“ (All Cops Are Bastards, wir fürchten nur den Herrn) oder „Ya l ministre jinak b9adiya“ (Hey Minister, wir kommen zu dir als dein Schicksal *= deutliche Drohung)…

Nach dem Spiel bekam ich einen Anruf von Khadija, die das Match mit den anderen in der Glotze gesehen hatte, ob alles in Ordnung sei und die Rakete jemanden getroffen hätte. War aber keinem was passiert und ich sparte mir durchzugeben, dass sich gerade 10m vor mir eine Schlägerei auf offener Straße entwickelte. Etliche Jugendliche waren nämlich ziemlich geladen nach dem 0:0 und selbst die Bessersituierten, sehr europäisch wirkenden Leute die auf der Haupttribüne gesessen hatten, waren teilweise auf Stress aus. Bei KAC waren auch überdurchschnittlich viele Mädchen und Frauen zugegen und eine davon erkämpfte sich im wahrsten Sinne des Wortes Respekt: die etwa 15jährige wurde von einem Gleichaltrigen beleidigt und geschubst und schlug dem daraufhin voll ins Gesicht. Als der nochmal was in Richtung „Nutte“ meinte, rastete die eher harmlos aussehende Jugendliche richtig aus, stieß den Jungen zu Boden und prügelte auf ihn ein, bis sie von einem anderen Mädchen und einem Jungen weggezogen wurde. Völlig unvermittelt mischten sich ein paar kleinere Jungs ein und traten leicht auf den am Boden liegenden ein, was ein Kumpel des Jungen so nicht hinnehmen konnte und auf die beiden kleinen Scheißer losging und einen volle Bude über einen Handkarren stieß. Schnell beteiligten sich etwa 20 Jugendliche an der Keilerei, was sogar mehrere Polizisten auf den Plan rief. Und plötzlich waren sich alle 20 einig: „yallah, sirr, l-bolis“ (los weg, die Bullen)…

Die Rückfahrt gestaltete sich bis zur Autobahn eher zäh, doch dann kam ich enorm schnell durch. In Fès angekommen fiel dort übrigens der erste Regen – nicht nur der erste seit Beginn meines Aufenthaltes, sondern der erste seit Mai in dieser Region, sodass er schon lange herbeigesehnt wurde. بطولة المغربية - نادي القنيطري و الجيش الملكي الرباطي Statistik:
- Grounds: 1.035 (1 neuer; diese Saison: 64 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.941 (heute 1, diese Saison: 85)
- Tageskilometer: 470 (470km Auto)
- Saisonkilometer: 23.210 (22.170 Auto/ 990 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 381