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Freitag, 15. Juli 2016

W520IV: Kreisligatestkick in der Kampfbahn Klingerhuf

SV Neukirchen 1921 ................................ 0
Krefelder TSV Preußen 1855 .................. 3
- Datum: Donnerstag, 14. Juli 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga A Moers; 8. Liga, 4. Amateurliga gegen Kreisliga A Krefeld; 8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 11. Christian van de Mötter oder Philipp Alker, 0-2 49. Philipp Alker, 0-3 76. Philipp Alker
- Verwarnungen: Mohammad Nawwar Yousef (Neukirchen); Marvin Franzes (KTSV)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Kampfbahn Klingerhuf (Kap. 6.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Über weite Strecken dürftiges Gekicke, aber einige Highlights gab es schon) SV Neukirchen 21 0:3 Krefelder TSV Preußen (Pre-Season) Photos with English Commentary:
PRE-SEASON: SV NEUKIRCHEN VS KTSV PREUSSEN AT STADION KLINGERHUF

Durch Europlan bin ich auf dieses Testspiel aufmerksam geworden. OK, Kreisliga A-Aufsteiger gegen Kreisliga A-Fast-Absteiger, irgendwo in der niederrheinischen Provinz wo es nicht mal einen Bahnanschluss gibt und man sich mit dem Auto durch den Stau quälen muss – allein zwischen Bonn und Köln zwei Auffahrunfälle gesehen… – aber bei dem Stadion musste der Besuch sein!

Die Kampfbahn Klingerhuf in Neukirchen-Vluyn (gesprochen, laut Internet „Flühn“, hab’s vor Ort nie ausgesprochen gehört) ist eine tolle Gesamtanlage mit zwei Fußballstadien. Der Hartplatz hat massive Steinstufen auf drei Seiten, die außer auf der Hauptseite massiv zugewuchert sind. Im Gestrüpp steht auch noch ein Steinpodest (olympisches Feuer?). Die Hauptseite schließt mit einigen Holzbänken zwischen Bäumen auch an die Gegenseite des Rasenplatzes an. Dessen Hauptseite wiederum hat bis zu 15 Stehstufen und einige Holzbänke, sowie einen markanten Tunnel unter der Tribüne durch, zu bieten. Hinter den Toren sind schön geformte Stehtribünen zu finden, von denen eine aber völlig zugewuchert ist. Das Hauptportal war auch verrammelt.

Auf dieser wirklich tollen Anlage wurde kein besonders tolles Spiel geboten. Erst der Gastgeber vom SV Neukirchen aktiver und mit einem Pfostentreffer, dann ein Konter zum 0:1 für Preußen Krefeld. Danach viel Leerlauf und v.a. dummes Gesabbel von den Krefeldern – wie immer wenn ich die sehe: nur am rumlabern… – aber erst nach der Pause ein erneuter Treffer: glücklicher Abpraller zum 0:2. Danach der Gastgeber völlig abgemeldet: Elfmeter für Preußen, aber schlecht geschossen und gut gehalten. Ein Heber sorgte schließlich für das 0:3. Ein Tor in der 90. Minute zählte wegen angeblich passiven Abseits mit Torwartbehinderung nicht mehr, aber eigentlich war das das 0:4 – der Schiri pfiff v.a. in Hälfte zwei nur Schrott und ständig Abseits wo man hätte laufen lassen sollen!

Interessantes personelles Detail bei den Gastgebern: ein neuer Spieler ist der Syrer Mohammad Nawwar Yousef, ehemals bei Nady Jablah (Jableh SC) in der 1. und 2. Liga unter Vertrag. Sagten jedenfalls welche rechts neben mir und in den Listen bei kooora.com taucht er auch immer wieder auf. Gezeigt hat der nichts Professionelles – verwundert aber nicht, da es Syrien leider nie geschafft hat, Weltklassespieler oder auch nur durchschnittlich gute Profis hervorzubringen, da das ganze versiffte Baath-System keine brauchbare Sportförderung hat. Die Jugendförderung setzt viel zu spät an, da die Jugend erstmal politisch-religiös indoktriniert werden soll, der verpflichtende dreijährige Militärdienst für junge Männer ist auf dem Niveau einer DDR-Betriebskampfgruppe und ermöglicht kein professionelles Leistungssporttraining – und so darf es auch nicht wundern, wenn ein ehemaliger syrischer Erstligaspieler nach der Flucht nach Deutschland in Liga 8 antritt. Also Flucht wird’s ja wohl gewesen sein und auch wenn ich seinen persönlichen Fall nicht kenne, nur um mal deutlich zu machen wie es vielen seiner Landsleute geht: huldigt man in Jablah unweit der russischen Besatzungskräfte in Humaymin nicht dem Führer Assad, wird man ganz schnell ermordet und die Familie – wenn die nicht von Assad-Milizen komplett ausgelöscht wird – kann einen dann in einem Militärkrankenhaus abholen kommen: 20 Einschusslöcher von drei Waffen und abgetrennte Arme, aber Todesursache laut Gutachten des Regime-Arztes „Suizid durch eigene Handfeuerwaffe“… Und solange das Assad-Regime mit Hilfe der Mullahs und Russen an der Macht bleibt, wird sich nicht nur die Bevölkerung dezimieren und entzweien, sondern auch das Land nicht wieder aufbauen und befrieden lassen und der syrische Leistungssport wird auch nie auf internationales Niveau kommen! SV Neukirchen 21 0:3 Krefelder TSV Preußen (Pre-Season) Statistik:
- Grounds: 1.670 (heute 1; diese Saison: 255 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.728 (1; diese Saison: 292)
- Tageskilometer: 210 (210km Auto)
- Saisonkilometer: 63.190 (40.680 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.800 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.190 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 65 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 520 Wochen.

Sonntag, 29. Mai 2016

W513V: 4 Tore, 3 Platzverweise in der Hubert-Houben-Kampfbahn

Krefelder TSV Preussen 1855 ........................ 1
TSV Kaldenkirchen 1885/1907 ....................... 3
- Datum: Sonntag, 29. Mai 2016 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga A, Kempen-Krefeld (8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 0-1 46. Jendrik Norbert Schwanitz, 0-2 59. Noel Müllers, 0-3 61. Yannik Gurrath, 1-3 91. Roman Wutke (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: 2x Maximilian Wolters, 2x Dennis Förster, Fabian Kempkens, Stefan Hanrath (KTSV); Roy Schneider, NN (Kaldenkirchen)
- Platzverweise: Maximilian Wolters in der 64. Gelb-Rot wegen Foul und später angeblichen Reklamierens, Dennis Förster in der 75. Gelb-Rot wegen Fouls und später angeblichen Meckerns (KTSV); Yannick Gurrath in der 87. Rot wohl wegen Schiedsrichterbeleidigung (Kaldenkirchen)
- Austragungsort: Hubert-Houben-Kampfbahn (Kap. 2.550, davon 550 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 50 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Kein besonders gutes, aber ein unterhaltsames Spiel) Krefelder TSV Preußen 1:3 TSV Kaldenkirchen (Kreisliga A) Photos with English Commentary:
Amateur Football: Preussen Krefeld v TSV Kaldenkirchen

Neben Marathon Krefelds Edelstahlkampfbahn gibt es mit der Hubert Houben Kampfbahn ein zweites spektakuläres 20er-Jahre-Stadion in Krefeld. Besonders das als Vereinsheim genutzte Platzwarthaus in einem renaissancemäßig angehauchten Backsteinstil und die Tribüne mit den Holzbänken mit Lehnen und der Überdachung sind ästhetische und zugleich architektonisch hochwertige Gebäude. Die drei anderen Seiten sind ausbautenlos und nur von ein paar Parkbänken und Bäumen flankiert. Interessant sind noch die für Stadien aus den 1920ern typische Bronzefiguren – Sportler, die wie im antiken Griechenland nackt und sehr plakativ dargestellt werden – rechts und links zwischen Eingang und Spielfeld. Dass eine Infotafel zur Historie der Anlage am Sportlerheim angebracht wurde, ist nur konsequent und richtig!

Der Gastgeber ist einer der älteste Sportvereine in Deutschland – der älteste ist ja aus Friedland in Mecklenburg – und wurde 1855 neugegründet (ein Vorläufer von 1851 wegen revolutionärer Tendenzen aufgelöst). Seit wann der Krefelder Turn- und Sportverein Preussen 1855 auch Fußball betreibt, weiß ich nicht – vor 1900 aber bestimmt nicht… Die aktuelle Erste Mannschaft betreibt ihren Sport in der Kreisliga A, hat dort das Problem, gewinnen zu müssen, um vom Abstiegsplatz weg zu kommen. Für den Gast aus Nettetal, den TSV Kaldenkirchen, geht es um nichts mehr.

So verlief auch das Spiel: der Vierte lies den Viertzehnten kommen und konterte nur ab und an mal. Es gab je einen Lattentreffer für jede Seite und ansonsten v.a. von den Gästen viele Fouls zu sehen. Sofort nach der Pause nahmen die Kaldenkirchener aber das Heft in die Hand und erzielten das 0:1. Nach einer Stunde folgte ein Doppelschlag. Nach dem 0:3 ebbte die Stimmung, die die Zweite Mannschaft (?) und eine Handvoll anderer Krefelder verbreitet, auch merklich ab. Gepöbelt wurde aber weiterhin, v.a. als der mitunter sehr zweifelhaft agierende Schiedsrichter eine fragwürdige gelb-rote Karte gegen Preussen verhängte. Ab der 75. war Preussen dann nach einem genauso zweifelhaften Gelb-Rot nur noch zu neunt, ehe 12 Minuten später auch ein Kaldenkirchener – war wohl Schiedsrichterbeleidung, hab es aber nicht gehört – vom Feld geschickt wurde. Kurz vor Abpfiff bekam Preussen noch einen eindeutigen Elfer zugesprochen, den sie mit Glück (Torwart war mit der Hand am Ball) verwandelten.

Für akzeptable 3€ (mit Ermäßigung 2€) bekam man also ein nicht uninteressantes Spiel geboten. Preussen hat am letzten Spieltag noch mal ein Heimspiel und kann die Klasse trotzdem noch halten – der 13. darf aber nicht gewinnen. Direkt hinter dem Stadion befindet sich übrigens – ebenfalls seit 1925 – ein Freibad. Da dort Mittwoch 2. Wasserballliga gespielt wird, bin ich eventuell noch mal dort… Krefelder TSV Preußen 1:3 TSV Kaldenkirchen (Kreisliga A) Statistik:
- Grounds: 1.640 (1 neuer; diese Saison: 225 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.692 (1; diese Saison: 256)
- Tageskilometer: 210 (200km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 57.310 (37.330 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 7.810 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.650 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 513 Wochen.