SV Rot-Weiß Kyritz 1990 |
2 : 5 (0:2) |
SV Prignitz
Maulbeerwalde 1949 |
-
Datum: Sonntag, 20. Oktober 2024 – Beginn: 14.00 - Tore: 0-1 11. Elsässer, 0-2 42. Link, 0-3 49. Schulz, 0-4 52.
Klein, 1-4 58. Mouazen, 2-4 64. Erlemann, 2-5 85. Schulz - Verwarnungen: 2x Kyritz, 1x Maulbeerwalde - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Friedrich Ludwig Jahn Sportplatz Kyritz an der Knatter (Kap. 2.000,
davon 500 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 6,5/10 |
Sportverein Rogeez |
9 : 0 (6:0) |
TSV Goldberg
1902 |
-
Datum: Sonntag, 20. Oktober 2024 – Beginn: 11.00 - Tore: 1-0 17. Tomaske, 2-0 36. T. E. Riemer, 3-0 38. Kallmeier,
4-0 43. T. E. Riemer, 5-0 43. T. E. Riemer, 6-0 45.+1 M. Riemer, 7-0 48.
Ponto, 8-0 65. Ponto, 9-0 77. Ponto - Verwarnungen: 2x Goldberg - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Rogeez (Kap. 500, davon 150 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 7,0/10 |
Photos with English commentary: a) 8th division: Rogeez vs.
Goldberg b) 9th division: Kyritz vs. Maulbeerwalde |
Auf dem Rückweg nach Weferlingen ging es in die idyllische
Provinz der mecklenburgischen Seenplatte und brandenburgischen Prignitz. Der
zweite Spielort Kyritz war uns schon bekannt und meine Eltern mussten auch in
Wittenberge abgesetzt werden um mit Bus und Bahn nach Rostock zurückzukommen.
Daher gab es kaum Besichtigungsprogramm: Nur Rogeez (nicht zu verwechseln mit
Rogätz an der Elbe, Landkreis Börde) schauten wir vorm ersten Spiel an. Der
kleine Ort besteht überwiegend aus einfachen Katen und hat ein saniertes
Gutshaus, aber keine Kirche oder andere Sehenswürdigkeiten. |
In Rogeez stieg eine Partie zwischen Aufstiegs- und
Abstiegskandidat. Goldberg von Beginn an hinten reingedrängt, Rogeez brauchte
aber eine Weile, ehe sie mal einnetzten. Nach dem 2:0 schossen sie aber im
Minutentakt die Goldberger kaputt, sodass es schon 6:0 bei Pause stand. Nach
dem Seitenwechsel blieb es noch knapp einstellig, da „nur“ noch drei weitere
Treffer hinzukamen. Die Stimmung unter den über 200 Zuschauern war richtig
gut. Hier war ja das ganze Dorf da und ging auch zur Moderation des Sprechers
bei jedem Tor ab! 3€ Eintritt sind für Landesliga auch recht günstig – die Sitzplätze
auf dem beengten und kleinen Platz reichten aber nicht für alle und überdacht
kann eh kaum jemand zuschauen. |
Das fast 100 Jahre alte Stadion in Kyritz an der Knatter ist
erheblich größer, allein drei lange Reihen Holzbänke auf einer Steintribüne –
aber gähnende Leere mit gerade einmal rund 75 Zuschauern. Rot-Weiß Kyritz ist
nur im Mittelfeld, der Gast vom SV Prignitz Maulbeerwalde ist hingegen noch
an der Spitzengruppe dran. Sie ergriffen auch gleich die Initiative und gingen
früh in Führung. Vor der Pause noch im Nachsetzen das 0:2. Auch nach der
Pause wieder die Kyritzer Abwehr zu langsam, außerdem noch ein Weitschuss und
schnell stand es 0:4. Danach drehte Kyritz aber plötzlich auf und kam noch
auf 2:4 heran. Den Schlusspunkt setzte Maulbeerwalde jedoch mit dem 2:5. Nun
habe ich die Mannschaft aus Maulbeerwalde in acht Jahren drei Mal gesehen –
also jedes Mal, wenn ich mal in die Prignitz gefahren bin – und jedes Mal
haben die gewonnen; schon echt nicht schlecht und ich kann den Verein
empfehlen zu besuchen! Rot-Weiß Kyritz allerdings auch! |
Statistik: - Grounds: 3.720 (2 neue; diese Saison:
60 neue) - Sportveranstaltungen: 5.222 (2; diese Saison: 97) - Tourkilometer: 330 (330km Auto) - Saisonkilometer: 12.250 (11.100 Auto, davon 0 Mietwagen/ 1.150
Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie:
82, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 199 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
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Mittwoch, 23. Oktober 2024
W3.0199III: Torreiche Spiele in Fünfseen und der Prignitz
Dienstag, 13. Juli 2021
W3.0027VI: Test in der Nossentiner Hütte und Pokalspiel in Pankow
Pankower SV Rot-Weiß II ....................................... 2
SV Prignitz Maulbeerwalde ..................................... 4
- Datum: Sonntag, 11. Juli 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Viertelfinale des Unteren Kreispokals Prignitz-Neuruppin 2020/21 (Kreisklasse Prignitz-Ruppin Mitte; 11. und unterste Spielklasse; 6. Amateurliga gegen Kreisliga Prignitz-Ruppin West; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 94 Minuten (47/47) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 25. Reiche, 1-1 44. Menzel, 2-1 60. Preuß, 2-2 70. Elsner, 2-3 72. Günther, 2-4 85. Dittrich
- Gelbe Karten: nur 1x Pankow, aber 4x (überwiegend ungerechtfertigt) Maulbeerwalde
- Rote Karten: hatte der Schiri wohl in der Kabine liegen lassen...
- Austragungsort: Panke-Stadion, Nebenplatz (Groß Pankow in der Prignitz; Kap.: 800 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 61 gemeldet und ca. 25 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10
SFV Nossentiner Hütte ............................................. 9
Klein Lukoer SV 1959 .............................................. 1
- Datum: Sonntag, 11. Juli 2021 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (Landesliga Mecklenburg-Vorpommern West; 7. Spielklasse; 2. Amateurliga gegen Kreisoberliga Mecklenburgische Seenplatte II; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 9-1 nach 97 Minuten (51/46) – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 3. Meyer, 2-0 12. Meyer, 3-0 21. Achtenhagen, 4-0 42. Voss, 5-0 43. Meyer, 6-0 54. Voss, 7-0 59. Ponto, 8-0 66. Gaulke, 8-1 70. Kucel, 9-1 89. Gaulke
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportpark Hütte, Platz 1 (Kap.: 650, davon 150 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10
Photos with English Commentary:
a) Pre-Season: Nossentiner Hütte vs. Klein Lukow
b) District Cup: Groß Pankow Res. vs. Prignitz Maulbeerwalde
c) Prignitz: Groß Pankow, Kuhsdorf, Bullendorf, Giesensdorf
Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder raus. Um 11 Uhr gab es ein Testspiel in Nossentiner Hütte. Diese ehemalige Teer- und Glashütten-Ansiedlung unweit von Alt-Schwerin ist über kilometerlange enge Waldwege, die allerdings seit einigen Jahren wegen des Tourismus in der Mecklenburgischen Seenplatte asphaltiert sind, erreichbar. Vor allem wenn man von Norden aus anfährt, kommt da erst nach 10km Fahrt durch den Wald wieder eine Ansiedlung. Am Rande der Ansiedlung im Wald befindet sich dann die herrliche Sportanlage mit den zwei Fußballplätzen. Viele Picknickbänke, ein Sportlerheim, ein Festhaus u.a. drumherum. Rundherum Nadelbäume. Eine überdachte doppelreihige symmetrische Tribüne mittig zwischen beiden Plätzen und eine originelle Tribüne mit ein paar Schalensitzen und freistehenden Holzstühlen sowie Dach.
Auf dieser idyllischen Anlage wird mittlerweile Landesliga gespielt. Der Gegner in diesem Test, SV Klein Lukow, spielt nur Kreisoberliga. Bei beiden Vereinen übrigens sehr freundliche Leute, die einen grüßen und sehr umgänglich sind. Der Klassenunterschied auf dem Platz dann mehr als deutlich. Der Gast hielt dagegen, lag aber schon 5:0 bei Pause hinten und traf nur aus abseitsverdächtiger Position einmal. Am Ende hieß es in einem wirklich guten Spiel 9:1 für Nossentiner Hütte. Die Leitung durch den seltsamen Schiri, der offenbar die Uhr nicht ordentlich ablesen konnte (nach 50 Minuten in Hälfte eins, fragte der Nossentiner Trainer laut: „wir spielen heute die 90 Minuten durch, ja?!“), war mitunter kurios, aber nie problematisch.
Durch das Gebummel kamen wir aber nur kurz vor Anstoß in Groß Pankow an. 60 Kilometer Landstraße bis in die kleine Ortschaft in der Prignitz im benachbarten Brandenburg. Das Panke-Stadion liegt idyllisch, ist aber nichts Besonderes da ausbautenlos. Gespielt wurde dann auch noch auf dem Nebenplatz. Achtes Spiel diese Saison und zum achten Mal nichts gezahlt, obwohl man ja wieder auf die Anlagen darf...
Diesmal war es sogar das Viertelfinale des unterbrochenen Kreispokals für die unteren Klassen (Kreisliga und Kreisklasse) in Prignitz-Ruppin. Die II. Mannschaft vom Pankower SV Rot-Weiß traf auf den SV Prignitz Maulbeerwalde. Ein schönes Dorf mit tollem Namen und interessanter Geschichte sowie schönem Fußballplatz. Wir unterstützten daher den Gast. Der Tat sich zwar schwer, schauspielerte und pöbelte aber auch nicht so wie etliche der Gastgeber. Führung für den Kreisklasse-Gastgeber Mitte der ersten Hälfte, Ausgleich für den Kreisliga-Gast kurz vor der Pause. Nach einer Stunde wieder Führung für Groß Pankow, doch Maulbeerwalde drehte dann richtig auf und drehte das Spiel binnen 15 Minuten auf 2:4. Dazwischen umringte Pankow das Schiedsrichtergespann wegen angeblichem Foul vor dem 2:3 (Foul war von Pankow selber gewesen, der Treter von Pankow verletzte sich halt nur selber und es lief Vorteil weiter), der Torwart der Gastgeber wurde zweimal leicht von einem Stürmer getroffen, der sich zwar sofort entschuldigte aber dennoch gleich angepöbelt wurde, zwischen Torwart und Gästefans gab es auch noch Austausch von Freundlichkeiten wie „Asi“ und „Klappskopp“ und als Höhepunkt dieser Art gab es einen Tumult nach einer Schauspieleinlage eines Pankowers der in einen zuvor foulenden Maulbeerwälder hineinlief und sich fallen ließ. Der eine ganz schwache Linienrichter forderte vom kartenschonenden und nicht immer überzeugenden Schiri eine gelbe Karte. Das war die vierte (die zweite oder dritte unberechtigte) gegen den Gast, bei nur einer gelben für Pankow. Dennoch pöbelte ein Pankower gegen diesen ohnehin schon tendenziell für sein Team entscheidenden Linienrichter. Ein Gästefans rief daraufhin laut rein: „Eyyyyy! Der hat zum Linienrichter Eierkopp gesagt, das lässt ihr euch wohl gefallen?!“ – Spieler: „Ey Alter, ich hab gar nich Eierkopp gesagt!“ – Fan: „Na klar hast du das!“ In der Tat hat er übrigens nur „du Eierk... ähh“ gesagt – sollte aber für mindestens Gelb reichen, was Gelb-Rot gewesen wäre... Die Vermutung des einen Gästefans, dass das Gespann etwas Schiss vor den Aggressionen der Pankower hätte – die sind wohl öfter negativ auffällig – erschien logisch.
Sehr schöne Szene aber nach dem Spiel. Zwei Fans von Maulbeerwalde und der Pankower Torwart klatschten sich ab und entschuldigten sich, dass sie sich im Spiel angepöbelten hatten und wünschten sich einen guten Saisonverlauf für das jeweilig andere Team. Sehr fair dann noch am Ende!
Wir schauten noch das ausgedehnte Gut mit dem sehr schönen Haupthaus in Groß Pankow sowie die Kirche (ein typischer Bau für die Prignitz mit Holzturm und Feldsteinschiff) an. Das Gut ist wohl seit Anfang des Jahres keine medizinische Einrichtung mehr, was ein herber Verlust für den Ort sein dürfte. Interessant waren übrigens auch einige ältere Privathäuser. Der Ort ist insgesamt sehr gepflegt. Wir besuchten noch zwei Nachbarorte wegen der originellen Namen – Kuhsdorf und Bullendorf, in ersterem gibt es auch eine schöne Kirche – und hielten auch noch an der Kirche in Giesensdorf, wo es drumherum auch einen klassischen Anger mit unbefestigten Straßen und den üblichen eingeschossigen Häusern mit Spitzdach gibt.
Wir machten eine Pause im Imbiss gegenüber der Kirche in Kavelsdorf. Gut wie immer, Preis-Leistung topp, nur der Zustand des Gebäudes wird immer schlechter.
Am Abend dann EM-Finale. Nicht zu ertragende Propaganda durch die ZDF-Kommentatoren und den Schwachkopf Mertesacker – eine Schande für den Sport, diese Aussagen – im Einklang mit der merkelschen Corona-Hysterie-Propaganda. Als endlich im vollen Wembley gespielt wurde, wurde es natürlich maximal spannend mit Elfmeterschießen. Wie zu befürchten war, gewann die Squadra Spaghetti – spielerisch auch nicht unverdient...
Statistik:
- Grounds: 2.818 (2; diese Saison: 4 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.108 (2; diese Saison: 8)
- Tourkilometer: 310 km (310km Auto)
- Saisonkilometer: 1.350 (1.270 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 80 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 55 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 27 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].
SV Prignitz Maulbeerwalde ..................................... 4
- Datum: Sonntag, 11. Juli 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Viertelfinale des Unteren Kreispokals Prignitz-Neuruppin 2020/21 (Kreisklasse Prignitz-Ruppin Mitte; 11. und unterste Spielklasse; 6. Amateurliga gegen Kreisliga Prignitz-Ruppin West; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 94 Minuten (47/47) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 25. Reiche, 1-1 44. Menzel, 2-1 60. Preuß, 2-2 70. Elsner, 2-3 72. Günther, 2-4 85. Dittrich
- Gelbe Karten: nur 1x Pankow, aber 4x (überwiegend ungerechtfertigt) Maulbeerwalde
- Rote Karten: hatte der Schiri wohl in der Kabine liegen lassen...
- Austragungsort: Panke-Stadion, Nebenplatz (Groß Pankow in der Prignitz; Kap.: 800 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 61 gemeldet und ca. 25 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10
SFV Nossentiner Hütte ............................................. 9
Klein Lukoer SV 1959 .............................................. 1
- Datum: Sonntag, 11. Juli 2021 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (Landesliga Mecklenburg-Vorpommern West; 7. Spielklasse; 2. Amateurliga gegen Kreisoberliga Mecklenburgische Seenplatte II; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 9-1 nach 97 Minuten (51/46) – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 3. Meyer, 2-0 12. Meyer, 3-0 21. Achtenhagen, 4-0 42. Voss, 5-0 43. Meyer, 6-0 54. Voss, 7-0 59. Ponto, 8-0 66. Gaulke, 8-1 70. Kucel, 9-1 89. Gaulke
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportpark Hütte, Platz 1 (Kap.: 650, davon 150 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10
Photos with English Commentary:a) Pre-Season: Nossentiner Hütte vs. Klein Lukow
b) District Cup: Groß Pankow Res. vs. Prignitz Maulbeerwalde
c) Prignitz: Groß Pankow, Kuhsdorf, Bullendorf, Giesensdorf
Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder raus. Um 11 Uhr gab es ein Testspiel in Nossentiner Hütte. Diese ehemalige Teer- und Glashütten-Ansiedlung unweit von Alt-Schwerin ist über kilometerlange enge Waldwege, die allerdings seit einigen Jahren wegen des Tourismus in der Mecklenburgischen Seenplatte asphaltiert sind, erreichbar. Vor allem wenn man von Norden aus anfährt, kommt da erst nach 10km Fahrt durch den Wald wieder eine Ansiedlung. Am Rande der Ansiedlung im Wald befindet sich dann die herrliche Sportanlage mit den zwei Fußballplätzen. Viele Picknickbänke, ein Sportlerheim, ein Festhaus u.a. drumherum. Rundherum Nadelbäume. Eine überdachte doppelreihige symmetrische Tribüne mittig zwischen beiden Plätzen und eine originelle Tribüne mit ein paar Schalensitzen und freistehenden Holzstühlen sowie Dach.
Auf dieser idyllischen Anlage wird mittlerweile Landesliga gespielt. Der Gegner in diesem Test, SV Klein Lukow, spielt nur Kreisoberliga. Bei beiden Vereinen übrigens sehr freundliche Leute, die einen grüßen und sehr umgänglich sind. Der Klassenunterschied auf dem Platz dann mehr als deutlich. Der Gast hielt dagegen, lag aber schon 5:0 bei Pause hinten und traf nur aus abseitsverdächtiger Position einmal. Am Ende hieß es in einem wirklich guten Spiel 9:1 für Nossentiner Hütte. Die Leitung durch den seltsamen Schiri, der offenbar die Uhr nicht ordentlich ablesen konnte (nach 50 Minuten in Hälfte eins, fragte der Nossentiner Trainer laut: „wir spielen heute die 90 Minuten durch, ja?!“), war mitunter kurios, aber nie problematisch.
Durch das Gebummel kamen wir aber nur kurz vor Anstoß in Groß Pankow an. 60 Kilometer Landstraße bis in die kleine Ortschaft in der Prignitz im benachbarten Brandenburg. Das Panke-Stadion liegt idyllisch, ist aber nichts Besonderes da ausbautenlos. Gespielt wurde dann auch noch auf dem Nebenplatz. Achtes Spiel diese Saison und zum achten Mal nichts gezahlt, obwohl man ja wieder auf die Anlagen darf...Diesmal war es sogar das Viertelfinale des unterbrochenen Kreispokals für die unteren Klassen (Kreisliga und Kreisklasse) in Prignitz-Ruppin. Die II. Mannschaft vom Pankower SV Rot-Weiß traf auf den SV Prignitz Maulbeerwalde. Ein schönes Dorf mit tollem Namen und interessanter Geschichte sowie schönem Fußballplatz. Wir unterstützten daher den Gast. Der Tat sich zwar schwer, schauspielerte und pöbelte aber auch nicht so wie etliche der Gastgeber. Führung für den Kreisklasse-Gastgeber Mitte der ersten Hälfte, Ausgleich für den Kreisliga-Gast kurz vor der Pause. Nach einer Stunde wieder Führung für Groß Pankow, doch Maulbeerwalde drehte dann richtig auf und drehte das Spiel binnen 15 Minuten auf 2:4. Dazwischen umringte Pankow das Schiedsrichtergespann wegen angeblichem Foul vor dem 2:3 (Foul war von Pankow selber gewesen, der Treter von Pankow verletzte sich halt nur selber und es lief Vorteil weiter), der Torwart der Gastgeber wurde zweimal leicht von einem Stürmer getroffen, der sich zwar sofort entschuldigte aber dennoch gleich angepöbelt wurde, zwischen Torwart und Gästefans gab es auch noch Austausch von Freundlichkeiten wie „Asi“ und „Klappskopp“ und als Höhepunkt dieser Art gab es einen Tumult nach einer Schauspieleinlage eines Pankowers der in einen zuvor foulenden Maulbeerwälder hineinlief und sich fallen ließ. Der eine ganz schwache Linienrichter forderte vom kartenschonenden und nicht immer überzeugenden Schiri eine gelbe Karte. Das war die vierte (die zweite oder dritte unberechtigte) gegen den Gast, bei nur einer gelben für Pankow. Dennoch pöbelte ein Pankower gegen diesen ohnehin schon tendenziell für sein Team entscheidenden Linienrichter. Ein Gästefans rief daraufhin laut rein: „Eyyyyy! Der hat zum Linienrichter Eierkopp gesagt, das lässt ihr euch wohl gefallen?!“ – Spieler: „Ey Alter, ich hab gar nich Eierkopp gesagt!“ – Fan: „Na klar hast du das!“ In der Tat hat er übrigens nur „du Eierk... ähh“ gesagt – sollte aber für mindestens Gelb reichen, was Gelb-Rot gewesen wäre... Die Vermutung des einen Gästefans, dass das Gespann etwas Schiss vor den Aggressionen der Pankower hätte – die sind wohl öfter negativ auffällig – erschien logisch.
Sehr schöne Szene aber nach dem Spiel. Zwei Fans von Maulbeerwalde und der Pankower Torwart klatschten sich ab und entschuldigten sich, dass sie sich im Spiel angepöbelten hatten und wünschten sich einen guten Saisonverlauf für das jeweilig andere Team. Sehr fair dann noch am Ende!
Wir schauten noch das ausgedehnte Gut mit dem sehr schönen Haupthaus in Groß Pankow sowie die Kirche (ein typischer Bau für die Prignitz mit Holzturm und Feldsteinschiff) an. Das Gut ist wohl seit Anfang des Jahres keine medizinische Einrichtung mehr, was ein herber Verlust für den Ort sein dürfte. Interessant waren übrigens auch einige ältere Privathäuser. Der Ort ist insgesamt sehr gepflegt. Wir besuchten noch zwei Nachbarorte wegen der originellen Namen – Kuhsdorf und Bullendorf, in ersterem gibt es auch eine schöne Kirche – und hielten auch noch an der Kirche in Giesensdorf, wo es drumherum auch einen klassischen Anger mit unbefestigten Straßen und den üblichen eingeschossigen Häusern mit Spitzdach gibt.Wir machten eine Pause im Imbiss gegenüber der Kirche in Kavelsdorf. Gut wie immer, Preis-Leistung topp, nur der Zustand des Gebäudes wird immer schlechter.
Am Abend dann EM-Finale. Nicht zu ertragende Propaganda durch die ZDF-Kommentatoren und den Schwachkopf Mertesacker – eine Schande für den Sport, diese Aussagen – im Einklang mit der merkelschen Corona-Hysterie-Propaganda. Als endlich im vollen Wembley gespielt wurde, wurde es natürlich maximal spannend mit Elfmeterschießen. Wie zu befürchten war, gewann die Squadra Spaghetti – spielerisch auch nicht unverdient...
Statistik:- Grounds: 2.818 (2; diese Saison: 4 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.108 (2; diese Saison: 8)
- Tourkilometer: 310 km (310km Auto)
- Saisonkilometer: 1.350 (1.270 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 80 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 55 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 27 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].
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