Posts mit dem Label Kaiserslautern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kaiserslautern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. November 2019

W695III: Via Bingen nach Kaiserslautern zum Hansa-Auswärtsdebakel

1. FC Kaiserslautern .......................................... 2
F.C. Hansa Rostock ............................................ 0
- Datum: Sonntag, 24. November 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. deutsche Profifußballliag)
- Ergebnis: 2-0 nach 93 (45/48) Minuten – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 24. Kühlwetter, 2-0 41. Pick
- Gelbe Karten: Pepic, Sonnenberg, Neidhart, Öztürk (alle Hansa)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Fritz-Walter-Stadion (Kap. 49.780, davon 40.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20.000 (davon 18.009 zahlende und ca. 2.500 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10

HSG Rhein-Nahe Bingen-Büdesheim II ......... 24
Handball-Club Mainz-Gonsenheim ................ 24
- Datum: Sonntag, 24. November 2019 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Rheinhessenliga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 24-24 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 9-9
- Komplette Statistik: http://spo.handball4all.de/misc/sboPublicReports.php?sGID=1034229
- Austragungsort: Rundsporthalle Büdesheim (Kapazität: 500, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 1.FC Kaiserslautern 2:0 F.C. Hansa Rostock Photos with English commentary:
a) Football: Kaiserslautern vs. Hansa Rostock
b) Handball: Bingen Res. vs. Gonsenheim
c) Rhine Hessia: Bingen, Ippesheim 

Auf dem Hin- und Rückweg nach und von Kaiserslautern lag Bingen. Zuerst stand am Morgen Sightseeing an. Die Stadt natürlich sehr ausgestorben, außer einer ganz netten Burganlage und dem auf einer Insel gelegenen und unzugänglichen Zollturm (Mäuseturm) gab es überraschenderweise so gut wie gar keine historischen Gebäude. Die übliche hässliche Stadt im Rheinland also, hier nur landschaftlich schön gelegen und durch eine ganz ansehnliche Burg aufgebessert. Sehenswerter als das pfälzische Kaiserslautern ist Bingen aber allemal... 1.FC Kaiserslautern 2:0 F.C. Hansa Rostock In Lautern angekommen parkte ich kostenfrei weniger als 1km vom Fritz-Walter-Stadion entfernt im Cusanus-Weg. An den Sportanlagen Erbsenberg und Kniebrech (1 bzw. 1,5km entfernt) kann man auch kostenfrei parken. Ansonsten wird überall in Stadionnähe abgezockt mit Parkschein.

Die Eintrittspreise sind dafür niedriger als bei Hansa. Es stellte sich aber heraus, dass die Sicht im Gästeblock durch das Fangnetz generell schlecht ist. Egal ob man die günstigen Stehplätze oder die deutlich teureren Sitzplätze nimmt. Fotos waren nur sehr eingeschränkt möglich. Die meiste Zeit war ich eh am Anfeuern. Die Lust daran vergeht einen aber bei der unterirdischen Leistung der Rostocker Mannschaft. Lautern von Beginn an besser, aber auf dürftigem Niveau. Nach 15 Minuten hätte es auch Elfer geben können für den Gastgeber, gab der Badenser aus dem Raum Rastatt aber nicht. Ab diesem Moment pfiff er aber nur noch einseitig gegen Hansa – gelbe Karten, teils völlig überzogen oder unberechtigt, gab es im gesamten Spiel nur gegen die Rostocker. Eine schlechte Schiedsrichterleistung alles in allem. Schlechter war aber die Leistung der Rostocker Spieler. Die nicht wirklich guten Lauterer gingen kurz nach einer verletzungsbedingten Auswechslung von Nartey (war wohl ohne Gegnerschuld umgeknickt) durch einen durch die Beine gesprungenen Schuss aus Kurzdistanz in Führung. Einige Minuten später ein toller Schuss von der Strafraumgrenze in den Winkel zum 2:0. Von Hansa kam in den gesamten 90 Minuten und v.a. in der schwachen zweiten Hälfte so gut wie gar nichts. Nur von den Rängen kam einiges, wobei das nur zu einem Drittel gefüllte Stadion auf der Heimseite recht wenig zeigte. Eigentlich erschreckend, wie schwach offenbar die Lauterer Fanszene geworden ist. Der Betze brennt nicht mehr wirklich – vielleicht gegen Mannheim und so was noch... HSG Rhein-Nahe Bingen II 24:24 HC Gonsenheim Nach diesem sehr ärgerlichen Spielverlauf ging es wieder zurück nach Bingen. Ein Essenszwischenstopp bei einem Döner-/ Pizzaimbiss in Ippesheim – da in Bingen selber kaum ein Imbiss sonntags geöffnet hat – und dann auf zum Handball in den Bingener Vorort Büdesheim. In der 5. von 9 Ligen spielte für 4€ Eintritt die Zweite Mannschaft der HSG Rhein-Nahe gegen den Mainzer HC Gonsenheim. Sehenswert ist die Halle, da sie zum Rundsporthallentyp zählt: Allerdings zu dem kleinen, etwas beengten Typ mit nur einer siebenreihigen Sitztribüne auf einer Längsseite. Zwei so gut wie baugleiche Hallen stehen auch in Troisdorf und Hagen. Alle drei sind bei weitem nicht so spektakulär wie die große Rundsporthalle in Baunatal - spektakulärer ist auch Bochum hinterm Stadion. Wie auch in Bochum liegt die Rundsporthalle in Bingen direkt zum Fußball benachbart: Beim Spielbesuch bei den Fußballern von Hassia Bingen (Stadion am Hessenhaus) hatte ich die Halle auch schon mal während eines Handballtrainings betreten (siehe Bilder im aktuellen Album).

Heute also auch ein Spielbesuch in dieser ganz interessanten Halle. Vor nur gut 50 Zuschauern, die immer mal mit lautem Gekreische auf den Spielverlauf (v.a. vergebene Chancen) reagierten, lieferten sich Bingen und Gonsenheim ein sehr ausgeglichenes Spiel. Bingen setzte sich immer mal etwas ab, aber der Gast kam stets zurück. Durch schwache Würfe stand es bei Pause nur 9:9. Die zweite Hälfte ging aber 15:15 aus. Am Ende also 24:24 dank einer packenden Schlussphase nach einigen auch längeren Durchhängern in dieser recht ansehnlichen Partie. HSG Rhein-Nahe Bingen II 24:24 HC Gonsenheim Statistik:
- Grounds: 2.539 (1; diese Saison: 96 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.778 (2; diese Saison: 129)
- Tourkilometer: 400 (400km Auto)
- Saisonkilometer: 72.740 (56.340 Flugzeug/ 14.940 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.420 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 695

Montag, 17. August 2015

W472VI-VII: Groundhopping ganz ungewöhnlich: Kopfballtischtennis, deutsch-niederländische Motoball-Bundesliga und Schweizer Ringkampf mit Folklore

100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest in Ormalingen
- Datum: Sonntag, 16. August 2015 – Beginn: 8.15
- Wettbewerb: Kantonaler Wettkampf im Schwingen mit internationalem Teilnehmerfeld
- Ergebnisse: Sieger = Räbmatter Patrick (Aargau)
- Wettkampfort: Turn- und Schwingplatz Ormalingen (Kap. 2.000, davon 1.500 temporäre Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.200
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehenswerte Sportart mit interessantem volkstümlichen Drumherum)

MSC Philippsburg ............................................... 4
Motoballvereniging Budel ................................... 4
- Datum: Samstag, 15. August 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Motoballbundesliga, Süd-Gruppe (1. Spielklasse im deutschen Motoball)
- Ergebnis: 4-4 nach 80 Minuten (4x20); Viertelstände: 0-3, 1-1, 1-0, 2-0
- Tore: 0-1 1. Miel Looymans, 0-2 16. Miel Looymans, 0-3 17. Miel Looymans, 0-4 22. Miel Looymans, 1-4 37. Jan Zoll, 2-4 46. Jörg Leipert, 3-4 72. Jan Zoll, 4-4 78. Jan Zoll
- Grüne Karten (2 Minuten): Nr. 10 (Budel), Jan Zoll (Philippsburg)
- Gelbe Karten (5 Minuten): keine
- Rote Karten (Platzverweis): keine
- Spielort: MSC Arena (Kap. 1.300 Stehplätze und 36 gesperrte Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon Gästefans: 0?)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutes und sehr spannendes Spiel)

Headis World Championship 2015
- Datum: Samstag, 15. August 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Internationales Turnier im Headis
- Ergebnisse: siehe Website Headis
- Spielort: Freibad Waschmühle, Kaiserslautern (Kap. der Sportwiese: je ca. 50 Stehplätze pro Platte, Kap. der Schwimmsportanlagen: 400 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50-100 (spielfreie Aktive, Fans, Badegäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr originelle und auch unterhaltsame Sportart!) Schwingfest Ormalingen 2015 (100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest) Photos with English Commentary:
a) Headis: World Cup in Kaiserslautern
b) Motoball: MSC Philippsburg v MBV Budel
c) Schwingen: Traditional Swiss Wrestling in Ormalingen
d) Switzerland, Basel County: Farnsburg, Bischofstein, Fluematten, Augst

Beim Spiel der deutschen Australian Football Liga zwischen Köln und München unterm Kölner Fernsehturm hatte ich zwei junge Frauen gesehen, die „Tischtennis“ mit einem handballgroßen Gummiball, den sie mit dem Kopf auf die andere Seite der Platte beförderten, spielten. Irgendwie hatte ich auch schon mal etwas von einer neuen Sportart wie „Kopfballtischtennis“ gehört. Einmal gegoogelt und schon war ich auf der Website für „Headis“, wie sich diese 2006 erfundene Sportart nennt. Die beiden Frauen waren wohl eher die Ausnahme im Headis, denn es gibt nur 60-70 aktive Spielerinnen gegenüber weit mehr als 300 aktiven Männern. Und an diesem Wochenende trafen sich anlässlich der Weltmeisterschaft, dem wichtigsten Turnier des Jahres, diese zumeist jungen Sportler, im Freibad Waschmühle in Kaiserslautern, wo dieser Sport erfunden wurde. Ein Sportstudent der Uni Saarbrücken hatte nämlich den Bolzplatz auf der Sportwiese des Schwimmbads belegt vorgefunden, sodass er mit seinen Kumpels auf die Idee kam, den Ball über die nicht belegten Tischtennisplatten zu köpfen. So schnell kann man einen Sport erfinden: eine originelle Idee und als Sportstudent auch noch die Möglichkeit sie etwas zu institutionalisieren! Es gibt nun ein festes aber überschaubares Regelwerk und offizielle Bälle (leichte, aufpumpbare Gummibälle), die über Standard-Tischtennisplatten geköpft werden.

Die Zählweise entspricht jener beim Tischtennis, nur fand ich diese Headis-WM erheblich unterhaltsamer als Tischtennis. Im Gegensatz zu den Pingpongfritzen haben die Headis-Sportler kein Problem mit Lärm, nahe an der Platte rumlaufenden Zuschauern und andere lächerliche Allüren. Durch den Körpereinsatz scheint Headis auch athletisch anspruchsvoller als Tischtennis zu sein, denn vor allem etliche männliche Sportler hechteten sich wild nach dem Ball, stützten sich auf der Platte ab um geschickte Kopfbälle zu präsentieren oder retteten einen Kantenball noch mit einem Sprung auf den Boden wo sie den Ball in 30cm Höhe noch einmal zurückbeförderten. Manche schafften es übrigens auch beim Anwurf durch geschicktes Drehen des Balles beim Abwurf ihn mit Spin zu köpfen. Und das bei Dauerbeschallung von Dancehall, Rap und Rock durch den DJ... Das schnelle und dynamische Spiel hat zwar einen Wettkampfcharakter, aber der Spaß steht klar im Vordergrund. Ich hätte auch noch länger als drei Stunden bei dieser sympathischen Veranstaltung bleiben können, aber ich machte mich für einen noch erheblich spektakuläreren Sport nach Philippsburg, zwischen Speyer und Karlsruhe in Baden gelegen, auf... Headis World Championship 2015 Wirtschaftlich ist Philippsburg Vielen wegen des Atomkraftwerkes ein Begriff, dessen Kühltürme man auch vom Motoballplatz sieht. Der Motoballplatz liegt in einer Sackgasse auf einer per Deich vom Altrhein-Zufluss getrennten Wiese. Die Platzanlage an sich ist sehr schlecht: offensichtlich wurde eine Wiese mit einer Schicht grauem, feinen Schotter oder Kies bedeckt – hier drückt offenbar stets Grundwasser auf den Platz hoch, sodass hier häufiger als anderswo Spiele abgesetzt werden müssen da der Platz unbefahr- bzw. unbespielbar ist. Zu diesem miesen, dem Standort geschuldeten Platzbelag (eine Modernisierung wie in Kuppenheim oder Ubstadt mit Verbundpflaster dürfte unmöglich sein aufgrund des unsteten Untergrunds) passt auch die Tribüne, die wohl „Bob The Cowboy Builder“ oder sein deutscher Kollege „Bob der Pfuscher“ höchstpersönlich errichtet hat: drei Reihen, sechsunddreißig Plätze, ordentliche Lehnen, gutes Stahlgerüst – aber dann in die Brombeerhecken zwischen einen Container und dem ordentlichen Vereinsheim gestellt, sodass keine freie Sicht aufs Spielfeld möglich ist... Die Tribüne war gesperrt – für die in der Südgruppe üblichen 6€ Eintritt (hier auch Ermäßigungen für Studenten: 4,50€) konnte man aber sehr schön vom Deich aus zugucken oder an der Bande stehen. Auf einigen Plätzen hat man Sicht auf die Bahnstrecke, den Turm der barocken Kirche oder das Atomkraftwerk.

Das Hinspiel hatte ich gesehen: Philippsburg und Budel lieferten sich in den Niederlanden ein hervorragendes Match, das mit einem sehr torreichen aber knappen Sieg der Niederländer endete. Heute ging es mehr denn je für den Gast aus Budel um die Play-offs. Man merkte es ihnen auch an: Budel hatte Anstoß, trug souverän seinen Angriff vor und schoss nach 20 Sekunden das 0:1. Bis zur ersten Pause hatten sie die Gastgeber soweit im Griff, dass sie mit sparsamer Chancenverwertung und souveräner Abwehrarbeit 0:3 in Führung gingen. Im zweiten Viertel legten sie schnell zum 0:4 nach und Philippsburg schien kein Mittel gegen die gute Abwehr und den starken Torwart zu finden. Das disziplinierte und faire Spiel wurde von beiden Teams trotz dünner Personaldecke (8 gegen 7 Spieler, d.h. nur drei bzw. zwei Auswechsler und Philippsburg türkischer Spieler packte sich ziemlich heftig kurz vor dem 0:3, sodass er erst zum Ende der Partie noch mal auf dem Platz war bzw. erst am darauffolgenden Tag, wo das Nachholspiel gegen MSC Mörsch mit 17:0 gewonnen wurde, wieder richtig per Treffer in Erscheinung trat) gemeistert. Also eigentlich hatten sie somit nur 2 Wechsler pro Team die meiste Zeit über. Jedenfalls erzielte Philippsburg kurz vorm Seitenwechsel endlich den Treffer zum 1:4. Nach dem Seitenwechsel verkürzten sie auf 2:4, doch wenn man beachtete, dass sie die fahrerisch schwächere Mannschaft waren, erwartete man immer noch nicht, dass sie das Spiel noch drehen würden. Doch im letzten Drittel ließ Budel etwas nach und der MSC gab nun alles, sodass sie nach zwei Toren ihres besten Spielers den überraschenden, aber dennoch verdienten Ausgleichstreffer zum 4:4 schafften! MSC Philippsburg 4:4 MBV Budel (Motoball Bundesliga) Nach dieser tollen Motoballpartie fuhr ich zwei Stunden nach Süden, nach Mulhouse. Im F1 kann man für weniger als 30€ pro Zimmer übernachten – in der benachbarten Schweiz bekommt man dafür gerade mal ein normales Mittagessen und Hotels kosten locker 100€ die Nacht. Im Übrigen ist mir dieses korrupte, überhebliche und völlig überbewerte Land absolut unsympathisch. Das Einzige was mich an der Schweiz interessiert, ist ihre Sportszene. Burgruinen in grüner Berglandschaft gibt es in Österreich und Teilen Frankreichs und Deutschlands mehr und schönere und städtebaulich ist die Schweiz unansehnlich. Ohnehin weiß ich nicht, was die Scheiße soll, in die Schweiz zu fahren, um die Alpen zu besuchen: in Deutschland und Österreich sind Preis-Leistungs-Verhältnis schon nicht gut, in Frankreich und Italien noch schlechter: aber Schweiz und Lichtenstein sind einfach total überteuert und bieten dazu nur Dürftiges. Aber wenn man in Frankreich (je nach Ziel Mulhouse, Montbeliard etc.) günstig übernachtet oder in Süddeutschland campt und in jedem Fall vorher in Deutschland günstig einkauft, kann man einen Tagesausflug in die Schweiz machen. Dann noch mit der Visa von z.B. der DKB ohne Gebühren und mit Belastung in Schweizer Franken (nicht in Euro) Geld abheben und dieses nur für Eintrittskarten ausgeben und man hat dem korrupten Staat, der mit zweifelhaften Banking-Machenschaften von einer ärmlichen Bauernrepublik zu einem der reichsten Länder der Welt wurde, das aus unerfindlichen Gründen auch noch angesehen ist – von wegen Neutralität aus Weisheit: Feigheit und Ignoranz sind es, weswegen man sich aus allem raushält, denn Neutralität heißt auch, niemanden zu unterstützen und zu helfen – so wenig wie möglich Geld dagelassen. Da die Schweiz wie Nachbar Lichtenstein ein Geldlagerplatz für Bankenkriminelle und Schwer- sowie Kriegsverbrecher aus allen Teilen der Welt ist, gelten ein paar abstruse Bestimmungen. OK, die Schweiz ist das Land der abstrusen Bestimmungen: immerhin wurden die Fahrradnummernschilder nach einer Regeländerung bei der Haftpflichtversicherung abgeschafft, aber wenn man meint, in Deutschland sei jede Scheiße reglementiert, hat man von den Regeln zur Meerschweinchenhaltung oder Papiertellerverbote in Crèperien in der Schweiz noch nichts gehört. Aber wenn man an Geldautomaten genötigt wird, mindestens 100 Franken (95€) abzuheben, hört der Spaß irgendwo auf. Denn viele ausländische Besucher sind Tagestouristen aus Deutschland und Frankreich, die wissen, dass sie beim Bargeldtausch abgezockt werden und deshalb UBS und Konsorten aufsuchen – die sind allerdings eher auf schwerreiche Touristen, die wochenlang in der Schweiz bleiben, und diverse Diktatoren samt Anhang, die nicht unter 1.000 Franken pro Tag zurechtkommen, eingestellt... Hab dann später schwarz die Franken an einen Kumpel weiter getauscht, der demnächst ebenfalls von Frankreich aus die Schweiz besuchen will und mir entsprechend Euros bar gegeben hat...

Vor dem Besuch meines Tagesziels machte ich eine erste Besichtigung: die recht ansehnliche Burgruine Farnsburg steht zwischen Buus und Rickenbach, einige Kilometer südlich von Rheinstetten wo ich die Grenze passierte, frei zugänglich im Wald. Als Wanderzeit sind 20 Minuten auf einem Schild angegeben: eine Lachnummer für sportliche Eidgenossen und Touristen; in 7 Minuten stand ich auf der Zugbrücke, nach Besichtigung und Abstieg war ich 25 Minuten später wieder am Auto. Leider war es sehr neblig und regnerisch, sodass die Besichtigung nicht so toll war. Nach dem Schwingfest in Ormalingen, das Wetter war mittlerweile ganz angenehm, besuchte ich noch eine Burgruine bei Sissach, die Bischofstein, die noch abgelegener liegt (die laut Schild 40 Minuten Wanderzeit waren aber in 25 geschafft) und durch die Kammlage und den Turmstumpf des Bergfrieds, der mit einer steilen, 5m hohen Metalltreppe bezwungen werden kann, zu gefallen weiß. Weniger zu sehen gibt es im benachbarten Fluematten, wo sich außer den Wehrmauern vom mittelalterlichen Dorf nichts mehr erhalten hat. Sehenswert ist aber noch Augst (Basel Landschaft), das auf seinem Stadtgelände etliche römische Ruinen u.a. auch ein kleines Amphitheater, einen Tempel und ein gut rekonstruiertes und ziemlich stattliches Theater zu bieten hat. Alles ist frei zugänglich 24 Stunden lang – nur das Museum kostet Eintritt. Bischofstein castle ruin Der Grund für meinen Schweiz-Ausflug war dann aber das oben erwähnte Schwingfest in Ormalingen, genauer gesagt das 100. Kantonale von Basel Landschaft, bei dem man für 18 Franken Eintritt um die 10 Stunden unterhalten wurde. Schwingen ist eine historische Variante des Ringkampfes, die in der Schweiz seit etwa 200 Jahren wettkampfmäßige Strukturen hat. Der Kampfstil ist natürlich sehr ähnlich dem Olympischen Ringen, ein paar Judo-Elemente kann man vielleicht auch ausmachen, aber eine Besonderheit ist der Griff an die Seite der Überhose des Gegners, an der auch ein Griff freigelassen ist. Wegen dieser Technik wird das Schwingen auch als „Hose(n)lupf“ bezeichnet. Die Hose ist eine Art Überhose oder Shorts aus Zwilch, darunter tragen die Athleten lange Hosen, die mehr oder weniger traditionell sind. Auch die langen Oberhemden kommen altmodisch daher, wie auch das gesamte Ambiente beim Schwingen. Aber das ist nicht nur ein ganz wichtiger Bestandteil dieser Sportart, schweizer Traditionen und Werte zu betonen, Folklore zu präsentieren usw. sondern das macht diese Sportart auch so interessant für einen Nicht-Schweizer, selbst einem der generell eine schlechte Meinung von Land und Leute hat.

Die Wettkampfkleidung der Athleten ist in jedem Fall ansehnlicher als die Wettkampfkleidung der olympischen Ringer. Noch schöner sind die klassischen Klamotten der Ringrichter, die überwachen, ob einer der Kämpfer mit Rücken oder Schulter auf dem Ringboden gelandet ist. Eine Besonderheit: der Ring, der etwas kleiner als eine Ringermatte scheint, ist mit ca. 10cm Sägemehl ausgelegt. Das Zeug ist schön weich, aber immer wieder holt der Ringrichter auch mal lange Holzstücke bis 15cm, die nicht richtig zermahlen wurden, heraus. Beim Schwingen steht der Schultersieg viel mehr im Mittelpunkt als beim Ringen. Schafft man nach 6 Minuten keinen solchen Sieg, wird der Kampf meist als Unentschieden gewertet (Schweizer-Deutsch: „gestellt“).

Bei diesem Schwingfest traten nur erwachsene Männer an. Es gibt offensichtlich kein Nachwuchsproblem beim Schwingen, sodass es auch etliche Schwingfeste für Junioren gibt. Sehr dünn ist es jedoch ums Wyberschwinget (offiziell wohl eher Frauen-Schwingen) bestellt: lange war in der konservativen Schweiz den Frauen ein Gesellschaftsstand, der keineswegs besser als in der Golfregion oder teilweise Schwarzafrika heute noch ist, zugedacht. Bei einer konservativen Sportart wie dem Schwingen hielt sich eine Anti-Haltung gegen Frauen im Sport noch länger als z.B. im Fußball. Aber seit den 90ern gibt es auch Frauen-Schwingen und mittlerweile auch 6 Schwingfeste pro Jahr. Dass es nicht so viele Frauen sind, die an diesen Wettkämpfen teilnehmen, ist aber auch klar: eine körperlich zierliche Frau, die z.B. einen Kampfsport oder Kampfkunst zur Selbstverteidigung sucht ist beim Schwingen auch so falsch wie beim Ringen, denn in erster Linie braucht man Kraft und Körpermasse und das beim Schwingen noch mehr als beim Ringen oder Judo, denn es gibt keine Gewichtsklassen und besonders viele Techniken, die wie beim Judo und Jujitsu auch körperlich unterlegenen Gegnern eine heftige und mitunter kampfbeendende Attacke gegen einen körperlich Überlegenen lehren, gibt es nicht. So sind auch die Frauen beim Schwingen überdurchschnittlich groß und schwer. Die Männer sind im Allgemeinen enorm stark gebaut und über 1,80m groß und mehr als 100kg schwer. Manche schaffen es auf über 150kg und um die 2m.

Je nach Art des Wettkampfes (Schwingfestes) muss ein Kämpfer 6 bis 8 Mal ins Sägemehl steigen um das Turnier zu gewinnen. Bei diesem Kantonalen waren es wie üblich 6, wobei es am Ende zu Platzierungskämpfen kam, wo erst der dritte Platz ausgekämpft wurde und dann der Gesamtsieger. Das besondere am Kampf um Platz 3 war, dass ein 38jähriger Athlet vorher angekündigt hatte, nach diesem Schwingfest seine Ringerschuhe an den Nagel zu hängen. Er gewann nach einer knappen Minute mit Schultersieg. Das Finale dauerte dann nur sechs Sekunden: dann war der 153kg schwere und ca. 1,95m große Aarauer Patrick Räbmatter (normalerweise wird die Reihenfolge Räbmatter Patrick genommen) auf seinem kleineren und leichteren, aber bis zu diesem 6. Kampf („6. Gang“) auch gegen derlei Kolosse heute unbesiegte Gegner, der mit dem Rücken im Sägemehl lag. Viele Kämpfe endeten vorzeitig, teilweise schon nach wenigen Sekunden. Es gab aber auch 6minütige Unentschieden, sodass alles was man im Ringkampfsport braucht, zu sehen war. Zwei Knieverletzungen gab es leider auch und mindestens zwei weitere Kämpfer bluteten nach versehentlichen Schlägen im Bodenkampf aus Wunden oder der Nase, aber ansonsten nahm niemand Schaden. Schwingfest Ormalingen 2015 (100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest) Wie es sich für Amateursport gehört, ist Sponsoring beim Schwingen nicht im Mittelpunkt des Geschehens: von Kommerz keine Spur, Namenssponsoring tabu! Sehr originell ist der Fakt, dass nach wie vor die Schwinger mit Lebendpreisen und Sachpreise belohnt werden. Die ersten drei bekamen lebende Tiere, die auch mehrfach mit Blumen geschmückt präsentiert wurden. Platz 3 eine junge Kuh, Platz 2 ein junges Pferd und Platz 1 ein Bulle. Die sind sicherlich nicht als Haustiere gedacht, aber geschlachtet wurden die natürlich auch nicht gleich. Wenn man bedenkt, dass viele Schwinger (sofern sie nicht Handwerker oder Bauarbeiter sind) in der Landwirtschaft arbeiten, können sie solche Viecher wahrscheinlich direkt auf den Anhänger packen und in ihren privaten Stall stellen. Der Präsident des nächsten großen Eidgenössischen Schwingfestes gab ja auch an, hauptberuflich in der Landwirtschaft zu arbeiten und hobbymäßig Viehzucht zu betreiben. Natürlich waren im Interview auch noch erwähnt, dass er am liebsten Eglifilet isst und kalte Ovomaltine trinkt sowie volkstümliche schweizer Musik hört...

Apropos Volksmusik: so ein Schwingerfest ist voller Folklore! Nicht nur, dass immer wieder von Schweizer Werten und Traditionen die Rede ist: diese werden auch gelebt und das finde ich trotz Anti-Haltung zur Schweiz auch gut, denn wichtig ist für jede Gesellschaft und jeden Staat, wenn die eigenen Tradition gepflegt und andere, auch komplett fremde, akzeptiert werden im jeweiligen Rahmen (z.B. in Zuwandererfamilien oder in Orten, in denen Minderheiten siedeln). Letzteres ist in der Schweiz eher unbekannt, aber die eigene Kultur wird dafür umso mehr gepflegt. Natürlich ist die Fairness im Ring und auf den Tribünen (hier waren temporäre Holz- und Stahlrohrtribünen auf dem Grasplatz errichtet, die rund 1.500 Zuschauer fassten – am Ende waren aber auch die Stehplätze knallvoll, sodass 2.200 Zuschauer nur gerade so Platz fanden) kein besonderer schweizer Wert: in allen Kampfsportarten, v.a. den asiatischen, hat man Gesten wie den Handschlag und das Sägemehl vom Rücken des Verlierers Abwischen (Handschläge sind z.B. in Japan unhöflich, sodass sich verbeugt wird) und Randale gibt es nur ab und an beim MMA (z.B. bei manchen Events, die auf diesen ansonsten ebenso fairen Sport ein schlechtes Licht werfen, gibt es Schlägereien außerhalb des Rings, da Hooligans, Neonazis und Co. mit MMA-Lizenz, Freunde ohne Lizenz einladen, die es nicht lassen können, sich am Kampfabend auch zu versuchen), Boxen (an sich auch stets faire Kämpfe, hab aber bei jedem Bundes- und Oberligawettkampf wüste Beschimpfungen gehört, was auch kein Wunder ist, wenn man beim Profibox solchen Abschaum wie Mayweather jr. mit seinem Geprolle und Manuel Charr, einen Kriminellen der zu gewaltverherrlichender Musik in den Ring kommt, usw. sich austoben lässt) und Ringen (Mattenrichter aufs Maul hauen, siehe Greiz-Molsdorf...) – aber auch nur wenn ein bestimmtes asoziales Klientel vor Ort ist.

Wirklich schweizerisch ist natürlich die musikalische Untermalung. Während der Kämpfe kommt Volksmusik aus den Boxen, immer wieder gibt es auch Liveauftritte, z.B. von Alphornbläsern und Jodlern. Ich finde die Musik der Alpenregion generell, mit Ausnahme mancher Blaskapellen und Ziehharmonika-Darbietungen, einfach grauenhaft – aber das muss man sich mal geben, genauso wie das alberne Fahnenschwenken, das auch beim Festakt des Schwingfestes eine Rolle spielt. So etwas gehört einfach dazu: ob man es nun außerhalb des Schwingfestes auch mag, oder wie jeder normale Nicht-Schweizer überhaupt nicht – solche Darbietungen muss man einfach auch beachten und würdigen beim Schwingen! Wenn mal wieder einer meiner früheren Mitschüler in meinen Blog geschaut hat: erinnert ihr euch noch an die Musiklehrerin, die immer wenig musikalisch rumgeschrien hat, wenn wir die Hände in den Taschen hatten beim Singen? Von wegen: „da kommt doch keine Körperspannung auf!“ Jodler haben die Hände immer in den Taschen (schweizerisch: „Hosensack“ mit hartem ck, nicht zu verwechseln mit dem danebenliegenden Sack), Frauen im Kleidersaum oder so – und der Schweizer Rundfunk erklärt warum (einfach den Pfeil beim Audiobeitrag anklicken)...

In jedem Falle kann ich den Besuch eines Schwingfestes empfehlen: wenigstens einmal sollte jeder mit Interesse an Kampfsport mal so etwas erlebt haben! Ich werde mir so etwas vielleicht auch noch ein zweites Mal reinziehen: wenn Zeit und Finanzen passen nämlich in genau einem Jahr in Estavayer-le-Lac, wenn das größte Schwingfest und das größte Sportevent der Schweiz überhaupt mit über 50.000 Zuschauern steigt! Schwingfest Ormalingen 2015 (100. Basellandschaftliches Kantonalschwingfest) Statistik:
- Grounds: 1.440 (3 neue; diese Saison: 25 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.458 (3; diese Saison: 24)
- Tageskilometer: 1.070 (Samstag 540km, Sonntag 530km Auto)
- Saisonkilometer: 4.210 (3.690 Auto/ 330 Fahrrad/ 190 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

Montag, 17. November 2014

W433IV: Bei einem ehemaligen Zweitligisten in der Pfalz...

SV 1919 Alsenborn .......................................................... 5
DJK SG Eintracht Kaiserslautern ................................. 4
- Datum: Sonntag, 16. November 2014 – Anstoß: 14.45
- Wettbewerb: A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-4 nach 99 Min. (47/52) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 2. Christian Rössling, 0-2 25. Mike Schlagbauer, 1-2 44. Alexander Meier, 2-2 47. Tim Zusann, 3-2 71. Alexander Meier, 3-3 77. Dennis Grad, 4-3 87. Jonas Bilan, 5-3 91. Philipp Baust, 5-4 96. Patrick Sobetzke
- Verwarnungen: Marc Sarvas, Dominik Trumm, Isa Osmani, Philipp Baust (Alsenborn); Andreas Zwally, Patric Sobetzke (K’lautern)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Kinderlehre (Alsenborn; Kap. 5.000, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes Spiel das mit vollem Einsatz geführt wurde)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: SV Alsenborn v Eintracht Kaiserslautern at Stadion Kinderlehre
b) Rhineland-Palatinate: Bad Dürkheim’s Castle and Monastery Ruins, Frankenstein Castle, Football Player’s and Elephant’s Statues in Alsenborn

Für den Sonntag hatten mein Vater und ich hin und her geplant, was wir unternehmen, bevor er wieder gen Osten aufbricht – am Ende fiel die Wahl auf eine Kreisligapartie in Rheinland-Pfalz in Kombination mit den typischen Sehenswürdigkeiten dieser Region.

In etwas mehr als zwei Stunden waren wir in Dürkheim, wo es ein bisschen dauerte, ehe wir zur Burgruine Hardenberg hochgefunden hatten. Diese ist eine der mächtigsten und größten des burgenreichen Bundeslandes Rheinland-Pfalz und – noch viel wichtiger – eine der authentischsten. Manche der Ecktürme sind zwar etwas legohaft wiederhergestellt worden – ein großes Problem in RPL sind zweifelhafte Rekonstruktionen und Romantisierungen an den Burganlagen – aber schon allein die Lage auf dem Fels und die verschachtelte Bauweise mit mehreren schönen Rundtürmen machen diese Burg besuchenswert. Der Eintritt ist auch mit 3€ (ermäßigt 2,10€) recht anständig.

In Sichtweite auf einem anderen Bergrücken in der tollen Pfälzer Landschaft befindet sich die Klosterruine Limburg. Die Klosterkirche war gewaltig und ist im selben roten Sandstein errichtet wie die Burg. Kostenlos kann man im dachlosen Kirchenschiff herumlaufen. Die Ruinen der Klosteranlage sind abgesperrt. Selbst hier wurde übrigens eine Fressbude hineingebaut – das ist in der Pfalz echt eine Seuche: fast jede Burg oder andere Ruine hat eine Gastwirtschaft, die fast immer maßlos überteuerte deutsche Küche anbietet und oft mit ihren gastronomischen Einrichtungen die Anlage architektonisch verschandelt...

In Frankenstein schien es das nicht zu geben, doch die Burgruine guckten wir nur von unten an, da dann die Zeit zu knapp wurde.  
In Enkenbach-Alsenborn gibt es zwei kleine Kuriositäten zu sehen. Erstens, einen Kreisverkehr mit einer Statue eines Bauern, der den Kreisverkehr mit einem Pflug pflügt, der von einem Elefanten gezogen wird. Das geht auf eine vermutlich wahre Begebenheit von 1917 in diesem Dorf zurück, als während des Krieges nur die Elefanten eines früher dort auftretenden Zirkus‘ zum Pflügen verfügbar waren http://www.kreiselkunst.com/2011/09/enkenbach-alsenborn/ und zweitens, ein Museum zum berühmten kaiserslauterer Fußballer Fritz Walter, das in einem Haus, dass er einmal für einige Zeit bewohnte, untergebracht ist.

Kurios ist auch der Name des örtlichen Stadions: Stadion Kinderlehre. Dass es kurios anzusehen ist, muss man auch sagen. Hinter einem großen Vereinsheim mit italienischem Restaurant (vor dem Gebäude erinnert ein Stein an Fritz Walter) geht es rein. Der Rasenplatz ist eng und hoch umzäunt. Hinter dem einen Tor steigt wie bei einer Pyramide abgestuft eine zehnreihige Stehtribüne an. Daran grenzt auf der Längsseite eine 15 Reihen zählende Stehtribüne mit einem herrlichen rechteckigen Sprecherturm an, die hinter dem anderen Tor wieder etwas niedriger wird und sich im rechten Drittel der Hauptseite bis zur Sitztribüne fortsetzt. Die Sitztribüne hat unregelmäßige Holzbänke, einen schönen Fachwerk-Look und ein undichtes Dach. Zudem sind Kopien alter Ansetzungsplakate (Aufstiegsspiele von 1963 gegen Hertha BSC und so was) aufgehängt worden. Dass hier früher einmal ein Zweitligist gespielt hat, der in den 1960ern aufgrund der Zuschauermassen auch mal ins Südweststadion in Ludwigshafen ausweichen musste, muss natürlich auch erwähnt werden!

Doch der SV 1919 Alsenborn ist seit dem finanziellen und sportlichen Absturz in den 1970er Jahren völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwunden und schwankt zwischen der 8. und der 10. Liga hin und her. In dieser Saison stehen sie in der 9. Liga auf einem Abstiegsplatz (15. und Vorletzer). Der punktlose Tabellenletzte war an diesem Sonntag allerdings zu Gast. Wie üblich im überteuerten RPL musste man trotzdem noch 3€ entrichten: für Not gegen Elend in der 9. Liga! Erfreulicherweise war das Spiel viel besser als erwartet...  
Es ging furios los: ein Schuss aus 20m halbhoch ins Eck und plötzlich lag der Tabellenletzte in Führung. Nachdem Alsenborn mehr Chancen hatte aber diese nicht nutzte (ganz genial: nach einer Flanke vors Tor einen Kopfball aus 1m Entfernung versuchen aber gleichzeitig die Hände vors Gesicht reißen und dann den Ball ins Netz schlagen), verzogen wir uns aufgrund des einsetzenden Regens unter den herrlich wetterschutzgebenden Sprecherturm und konnten von da prima beobachten, wie ein Lauterer den Ball aus spitzen Winkel am Torwart und zwei Verteidigern vorbei im Kasten unterbrachte. Nach dem 0:2 wurde die Partie noch ruppiger: voll angegrätscht bei nassem Rasen, dann noch rumpöbeln wenn der Schiri angeblich was nicht gesehen hat...

Vor der Pause verkürzte der Gastgeber auf 1:2 und gleich nach dem Seitenwechsel erzielten sie den Ausgleich. Als nach einer Stunde ein weiterer Treffer für die Hausherren fiel, schien das Spiel entschieden. Lautern wurde nervös und suchte jetzt vermehrt Streit – ist eh schon Klasse, wie die in der Pfalz Fußball spielen: die Pfälzer Spießer (also fast alle Pfälzer), denunzieren ja immer gerne „de Oriendale un Oschteurobäer“ als aggressive Asis; und genau dieselben Pfälzer sind es, die da auf den Fußballplätze gelbe und rote Karten wegen ihres bäuerlichen Getrete und ständigen Vollmaulen des Schiris sammeln... Nur dadurch dass der Schiri sehr zurückhaltend pfiff, spielten diese fast nur aus Deutschen (also Pfälzern) bestehenden Mannschaften überhaupt in voller Stärke zu Ende...

Mit dem ganzen Elan, den die Jungs da an den Tag legten, entwickelte sich aber auch ein schönes Offensivspiel. Im Nachschuss gelang den Gästen noch der Ausgleich, bevor sie in der Schlussphase zwei Dinger kassierten: ein toller Knaller unter die Latte und ein starker Kampftreffer; der Stürmer wurde voll umgeholzt - zum Glück verletzte sich dabei nur der Verteidiger der das Foul beging - doch anstatt einen Elfmeterpfiff abzuwarten, spielte der Stürmer weiter und netzte zum 5:3 ein. Erst in der Nachspielzeit, die aufgrund der vielen Foulunterbrechungen so lange war, traf Eintracht Kaiserslautern noch mal. Aber mit diesem 5:4 müssen die Eintrachtler immer noch auf den ersten Punkt in der Saison 2014/2015 warten!  
Statistik:
- Grounds: 1.231 (heute 1 neuer; diese Saison: 77 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.224 (heute 1; diese Saison: 112)
- Tageskilometer: 500 (500km Auto)
- Saisonkilometer: 21.370 (16.340 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.130 Fahrrad/ 330 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 433

Dienstag, 3. September 2013

W370VI-371I: Erbsenberg und Betzenberg – die Grounds Nr. 999 und 1000

1. Fußball-Club Kaiserslautern --------------------------- 2
FC Energie Cottbus ------------------------------------------ 2
- Datum: Montag, 2. September 2013 – Anstoß: 20.15
- Wettbewerb: 2. Fußball-Bundesliga (2. Profifußballliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 8. Ivica Banovic (Foulelfmeter), 1-1 22. Markus Karl, 1-2 45. Marco Stiepermann, 2-2 57. Simon Zoller
- Verwarnungen: Uwe Möhrle, Andre Fomitschow, Julian Börner (alle Cottbus)
- Platzverweise: Florian Dick von K’lautern (8. wg. Notbremse)
- Spielort: Fritz-Walter-Stadion (Kap. 49.780, davon 40.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 26.000 (davon 25.416 zahlende und ca. 250 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Spannendes und kämpferisch gutes Spiel)

Verein für Rasenspiele 1906 Kaiserslautern II --------- 1
Sport Club Siegelbach --------------------------------------- 1
- Datum: Sonntag, 1. September 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 10. Benedikt Botasow, 1-1 60. Kaan Akten
- Verwarnungen: 2x Marco Lenz, Sebastian Tokarczyk (VfR); Pascal Busche, Benedikt Botasow, Steffen Mannweiler (SCS)
- Platzverweise: Marco Lenz vom VfR (85. wg. wiederholtem Foulspiel)
- Spielort: Waldstadion am Erbsenberg (Kap. 5.350, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon 40 zahlende und ca. 20 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich unterhaltsames Spiel) VfR Kaiserslautern II v SC Siegelbach at Waldstadion Erbsenberg Photos with English Commentary:
a) Regional Amateur Football at one of the Most Beautiful Stadiums all over Germany: VfR Kaiserslautern II v SC Siegelbach at Waldstadion am Erbsenberg
b) Bundesliga 2nd Level, Monday Night Match: 1. FC Kaiserslautern v FC Energie Cottbus
c) Sightseeing: Esthal Monastery, Wolfsburg Castle Ruin, Nanstein Castle, Old Town of Neustadt/ W. & Kaiserslautern  

Die schon länger stehende Einladung von Kollege Becker aus Kaiserslautern zu einem Heimspiel des 1.FCK konnten wir an den ersten beiden Septembertagen wahrnehmen. Wir kamen erst problemlos durch, mussten dann aber erst einmal den Schlüssel für das Gästezimmer im Kloster Esthal (die billigste kommerzielle Übernachtung im Raum Kaiserslautern: 39€ für DZ und Frühstück) abholen und etwas essen, verzichteten also auf eine Partie vom ESC Kaiserslautern, die eh beschissen angesetzt war. So kamen wir rechtzeitig am Erbsenberg an. Der Erbsenberg ist eine bewaldete Anhöhe neben dem berühmten Betzenberg, wo sich dutzende Sportanlagen die sich in die Sportstätten Erbsenberg und Kniebrech aufteilen, befinden.

Die meisten der Sportanlagen sind ausbautenlose aber landschaftlich schön gelegene Hartplätze, ansonsten Rasenplätze für die das gleiche gilt. Es gibt auch eine Schießanlage, eine Judohalle, eine Anlage für Boule (die Nachbarn aus Frankreich und Luxemburg lassen grüßen), Tennisplätze und diverse Hundesportanlagen. Landschaftlich am spektakulärsten liegt die verfallene und aufgegebene (aber freizugängliche und bespielbare) Anlage des bankrotten ASV am Ende des Kniebrech. Das einzige richtige Stadion hat es dann aber richtig in sich: das Waldstadion am Erbsenberg ist eines der schönsten in ganz Deutschland! Die überdachte Tribüne ist weitestgehend aus Holz, mit dem schicken dunklen Vereinswappen verziert und mit Kunststoff beschlagenen Bänken versehen. Rechts und links befinden sich Stehränge die in ausbautenlose Hintertorwälle übergehen. Letztere sind enorm zugewuchert. Die Gegenseite ist sehr dicht von Bäumen beschattet und hat 14 Reihen auf bewachsenen und unebenen Steinstufen zu bieten. Auf dem Gelände befinden sich auch ein Kriegsgefallenendenkmal, ein Baseballplatz und ein Rasen-Nebenplatz. Ob die Gaststätte noch in Betrieb ist, erschien fraglich. Dass man 2,50€ (ermäßigt 1,00€) für ein Spiel der 10. und somit zweituntersten Liga will, ist schon mehr als fragwürdig. Aber bei dem Umstand, dass Kollege Becker Vereinsmitglied ist und bei dem genialen Stadion legt man sich mal nicht mit dem Kassenwart an…

Wir legten uns auch nicht mit den etwas nervigen Vereinsangehörigen vom VfL am Kniebrech oder dem VfR am Erbsenberg an, die eigentlich die Typen wie uns, die die Sportanlage fotografieren, längst kennen müssten. Sind halt typische Pfälzer Spießer – sehen die ein fremdes Auto auf dem Stadionparkplatz stehen, wird erstmal die Nummer angegafft: „Boah, `SK´ steht da drauf! Wo ist denn das? Schlesisch-Kattowitz vielleicht?!“ Dann die Ausstattung im Heck: „TSV-Leuna-Wimpel? Nie gehört den Verein – ist wohl in Ostpreußen oder so!“ Und schließlich muss man nach ausführlichem Anglotzen fragen, was man hier macht, obwohl es eigentlich klar ist, da hier jedes Wochenende Groundhopper sind. Aber ab da ist dann der Punkt erreicht, wo man in der Pfalz schneller als anderswo mit den Vereinsspießern ins Gespräch kommt. Und wenn man deren Stadion auch noch lobt, bekommt man was vom Vereinsleben erzählt und Sehenswürdigkeiten wie Burgen und Kirchen empfohlen.

Das Spiel wurden von einem weitestgehend souveränen Schiedsrichter geleitet, der mit völlig deplazierten vereinseigenen Linienrichtern und zunehmend genervten Gästen auskommen musste. Beim favorisierten Gast aus Siegelbach lief nämlich nach der stark herausgespielten Führung nicht mehr so viel zusammen, wie man sich dort erhofft hatte. Im zweiten Teil der ersten Spielhälfte kam der VfR besser ins Spiel und vergab guten Chancen (u.a. ein Lattentreffer). Nach der Pause hatte Siegelbach trotz mehrerer guter Attacken weniger Spielanteile und Torgelegenheiten zu verzeichnen und bekam sogar einen herrlichen Weitschuss zum 1:1 in den Winkel eingeschenkt. In der etwas hektischen Schlussphase setzte es für beide Seiten einige Verwarnungen, durch Gelb-Rot musste ein VfRler auch früher zum Duschen, doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr. 1:1 war auch nicht ungerecht und wenn auch etwas torarm, war die Partie doch gut und v.a. spannend.

Nach dem Abpfiff wurde es noch lustig, da der 9er von Siegelbach zu uns hochkam und nach handschläglicher Begrüßung nicht etwa fragte, ob wir seinen Treffer zum 0:1 auch gut gesehen hätten, sondern wo wir Hopper eigentlich her seien und was wir noch für Pläne hätten. Also dass man andere Groundhopper auf der Tribüne trifft kommt ja schon mal vor, aber dass einer der Spieler zur Szene gehört hat man deutlich seltener… Nach längerer Unterhaltung kamen wir jedenfalls auf die Essenseinladung von Herrn Becker zurück und fuhren nach einem unterhaltsamen Abend nach Esthal zurück. 1. FC Kaiserslautern v Energie Cottbus, Bundesliga 2nd Div. at Fritz-Walter-Stadion Am nächsten Morgen wurden wir erstmal von einer der sehr freundlichen Schwestern durchs Kloster Esthal geführt. Dann besichtigten wir die Burgruine Wolfsburg bei Neustadt/ Weinstraße, die nicht so kitschig aufgemauert und rekonstruiert ist wie die meisten anderen Burgen in der Pfalz. Neustadt/ Weinstraße ist dann wieder typisch für RPL: ein paar schöne Fachwerkhäuser und romanische Kirchen sind von minderwertigen Betonbauten halb zugebaut. Städtebaulich die letzte Scheiße, aber wenigstens einzelne schöne Gebäude dabei. Wir fuhren noch am Schloss Hambach vorbei und auf den Kalmit, danach hielten wir kurz an der Kirchenruine von Appenthal.

Dann griffen wir auf Kollege Becker als Reiseleiter zurück, der uns die Altstadt und Simultankirche von Otterberg, die Burgruine Nanstein bei Landstuhl und die Innenstadt von Kaiserslautern zeigte. Lautern ist natürlich auch völlig durchsetzt und nur einzelne Gebäude stechen als architektonisch wertvoll hervor. Der Rest ist bestenfalls praktisch aber hässlich, vieles ist aber nicht mal praktisch sondern einfach städtebaulicher Mist. Erschreckend ist übrigens auch das Preiniveau in KL: wie wenig man von der immerhin qualitativ hochwertigen pfälzer Küche für viel Geld auf den Teller bekommt ist schlimm!

Beim 1. FC Kaiserslautern ist man auf der Längsseite dann erst ab 33€ dabei. Hätten wir die Karten nicht geschenkt bekommen, wären wir auf den Stehplätzen der Westtribüne ganz am Rand des Blocks zu finden gewesen… Aber erfreulicherweise konnten wir das Spiel dann ganz bequem in der dritten Reihe neben zwei echten Lautrer Fans – Becker Senior und Junior – erleben. Das Stadion ist ja definitiv eines der architektonisch besten und eines der landschaftlich interessanter gelegenen der Bundesliga. Von der Berglage sieht man von innen aber nichts, zudem kann man das Stadion nur aufgrund der erhöhten Lage von Weitem sehen da das nicht sonderlich starke Flutlicht nicht an Masten sondern in der Dachkonstruktion hängt, doch die steilen Ränge, die rot-bunte Verglasung und die Metallrohr-Dachkonstruktion sind hervorzuheben.

Stimmungsmäßig hält der Betzenberg durch die Westtribüne weitestgehend was er verspricht: dauerndes Anfeuern, alles aber bekannte und wenig einfallsreiche Melodien und Texte. Allerdings habe ich schon lange nicht mehr das klassische „AWH“ gehört, auf das so schön „deine Mutter hat´ ich schon“ gereimt wird. Beim Vereinslied wurde gut mitgegangen, doch mal abgesehen davon, dass es musikalisch regionaltypisch ist, ist das Lied grauenhaft und eines der schlechtesten des deutschen Fußballs. Aber halt regional passend… Den optischen Support kann man bei einem Montagsspiel nicht so erwarten, akustisch war der ja gut. Und was Auswärtsanhang angeht, muss man sagen, dass es topp war, da mit locker 250 Mann aufzukreuzen und dann sogar noch ab und an leicht zu hören sein – stark!

Spielerisch konnten beide die Erwartungen übertreffen, da es sich um ein von Anfang an offensiv und kämpferisch geführtes und packendes Montagsspiel handelte. Kaiserslautern geriet früh unter Druck und der nach der Kurzform einer Zwergantilope benannte Lautrer Kapitän zog die Notbremse im Strafraum. Das Di(c)kdi(c)k musste dann runter und der Elfer ging rein. Lautern fand aber wieder ins Spiel zurück und konnte per Kopf ausgleichen. Cottbus spielte zwar nicht überragend oder gar attraktiv, aber dafür effizient. Mit der dritten Torchance machten sie das zweite Tor vor dem Pausenpfiff ins lange Eck. Nach dem Seitenwechsel war Lautern stark am Drücker und konnte erneut ausgleichen. Den Punktgewinn hielten sie bis zum Schluss gegen einen Mann mehr durch, da Cottbus mit zunehmender Spielzeit an Effizienz verlor und keinen Treffer mehr erzielen konnte.

Wir verabschiedeten uns von unseren freundlichen und freigiebigen Gastgebern, machten ein paar U-Turns um an das am wenigstens teure Benzin zu kommen und dann durch die Nacht nach Merseburg zu brettern: kurz nach 3 Uhr hatten wir dann auch in Merseburg noch eine Tankstelle gefunden, die die anderen um 10 Cent unterbot (Agip hinterm Stadion der IMO am Ottoweg) aber nur mit verbotenen U-Turns ohne Umweg erreichbar war. Um 3.15 waren wir Heeme, aber gegen 9 mussten wir dann auch schon wieder aufstehen wegen beruflicher und ärztlicher Termine… 1. FC Kaiserslautern v Energie Cottbus, Bundesliga 2nd Div. at Fritz-Walter-Stadion Statistik:
- Grounds: 1.000 (2 neue; diese Saison: 29 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.893 (2, diese Saison: 37)
- Tageskilometer: 1.180 (490km + 690km Auto)
- Saisonkilometer: 8.360 (7.440 Auto/ 720 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 163 [letzte Serie: 6, Rekordserie: diese; davor 141, 106 und 101]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 371