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Sonntag, 17. Juni 2012

W307IV: Größtenteils sehenswerte Spiele in 10 Stunden Leunaer Stadionfest

F-Junioren-Turnier zum Leunaer Stadionfest
Datum: Samstag, 16. Juni 2012 – Anstoß: 9.00
Wettbewerb: F-Junioren-Turnier für Mannschaften der 1. Kreisklasse Saalekreis (U9; 1x15 Min., 7 gegen 7, Kleinfeld)
Sieger: JSG Brachstedt/ Oppin/ Niemberg
Trefferzahl: 25 in 10 Spielen (2,5 pro Spiel)
Torreichste Spiele: JSG BON 5:0 Beuna, IMO Merseburg 5:0 Beuna
Torärmste Spiele: Elster-Aue 0:1 IMO Merseburg, Beuna 0:1 Leuna, Beuna 1:0 Elster-Aue, Leuna 0:1 IMO Merseburg
Beste Spiele: IMO Merseburg 0:1 Leuna, IMO Merseburg 0:3 JSG BON (je 7,5/10)
Schwächstes Spiel: Beuna 1:0 Elster-Aue (2,5/10)
Strafen: keine
Spielort: Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 30 Leunaer)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Überwiegend gute Spiele in einem Turnier mit sinnvollem Modus aber unsinnigem Austragungsort)

Damen-Turnier zum Leunaer Stadionfest
Datum: Samstag, 16. Juni 2012 – Anstoß: 11.30
Wettbewerb: Frauenfußballturnier für Mannschaften der Kreisklasse Saalekreis/ Halle und Freizeitmannschaften (2x15 Min., 8 gegen 8, Kleinfeld)
Sieger: SV Uichteritz 1960
Trefferzahl: 3 in 3 Spielen (1,0 pro Spiel)
Torreichstes Spiel: Leuna 0:2 Uichteritz
Torärmstes Spiel: Uichteritz 0:0 Goseck
Bestes Spiel: Leuna 0:2 Uichteritz (1,0/10)
Schwächste Spiele: Uichteritz 0:0 Goseck, Leuna 0:1 Goseck (je 0,5/10)
Strafen: keine
Spielort: Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 30 Leunaer)
Unterhaltungswert: 0,5/10 (Was soll man zu so einem Turnier eigentlich schreiben?)

TSV Leuna 1919 II 2:1 BSV Borussia Blösien
Datum: Samstag, 16. Juni 2012 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel 1. Kreisklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 1 gegen Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga [Absteiger aus 10. Liga] gegen 10. Liga, 5. Amateurliga [Aufsteiger aus 11. Liga])
Ergebnis: 2-1 nach 88 Min. (45/43) – Halbzeit: 1-0
Tore: 1-0 37. Rene Lorber, 1-1 48. Nr. 10, 2-1 88. Franz Motz
Verwarnungen: Nr. 9 (Blösien)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes und unterhaltsames Spiel)

TSV Leuna 1919 4:1 FC Rot-Weiß Weißenfels
Datum: Samstag, 16. Juni 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 4-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-1
Tore: 0-1 20. Nicky Lorber (Eigentor), 1-1 43. Nino Hammerschmidt, 2-1 44. Toni Feist, 3-1 50. Nino Hammerschmidt, 4-1 65. Nino Hammerschmidt
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Zum Ende hin war die Luft zwar draußen, aber über eine Stunde lang war das ein richtig gutes Spiel dank des starken TSV!)

TSV Leuna 1919 AH 3:5 Hallescher FC AH
Datum: Samstag, 16. Juni 2012 – Anstoß: 17.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 3-5 nach 71 Min. (35/36) – Halbzeit: 1-2
Tore: 0-1 3. Nr. 5, 1-1 17. Mario Melchior, 1-2 31. Nr. 5, 2-2 43. Mario Melchior, 2-3 46. Nr. 5 (?), 3-3 48. Ingo Witzel, 3-4 58. Nr. 15, 3-5 60. Nr. 15 (?)
Verwarnungen: 1x TSV (?)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 90 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und ausgeglichenes Altherrenspiel, bei dem die abgezocktere Truppe gewann)
IMG_0183 Photos with English Commentary:

Von morgens bis abends gab es am letzten Spieltag der Saison Fußball im Areal des Leunaer Stadions des Friedens. Neben dem letzten Ligaspiel der Männer 2011/2012, machte die II. Mannschaft ein Testspiel, die F-Junioren ein Fünfer-Turnier, die Frauen ein Dreier-Turnier und die Alten Herren ein Freundschaftsspiel – und das gegen die „Oldies“ des Halleschen FC!

Man durfte also einige gute Spiele erwarten und mit dem Kleinfeldturnier der F-Jugend begann der Tag auch mit einigen sehenswerten Turnierkicks. Einziger Nachteil bei der F-Jugend-Veranstaltung war, dass sie genau wie die Frauen den beschissenen Kunstrasenplatz benutzen mussten. Insbesondere gegenüber der F-Jugend ist ein Kunstrasenplatz – bei dem die Verletzungsgefahr gerade auch für die motorisch noch nicht so geschickten Grundschulkinder deutlich höher als auf einem Rasenplatz ist – eine Frechheit. Auch dem Frauenturnier, das aufgrund der Vielzahl parallel laufender Turniere sehr schwach besetzt war, tat der Belag nicht gerade gut.
IMG_0110 Fangen wir also mit dem F-Jugend-Turnier an.
Die Tabelle las sich nach den 10 Spielen so:
1. JSG Brachstedt/ Oppin/ Niemberg ....... 13:1 + 12
2. VfB IMO Merseburg ................................ 7:3 + 9
3. TSV Leuna 1919 ...................................... 4:4 + 6
4. SV Beuna 1916 ....................................... 1:11 + 3
5. JSG Raßnitz/ Ermlitz/ Döllnitz Elster-Aue 0:6 + 0

Die Spiele waren im Einzelnen folgende:
(1) RED Elster-Aue 0:1 VfB IMO Merseburg
- Eines der schwächeren Spiele des Turniers
- Highlights waren ein gehaltener Neunmeter des IMO-Torwarts gegen einen Döllnitzer, sowie natürlich das goldene Tor

(2) TSV Leuna 1:3 JSG BON
- Leuna geriet ganz schnell gegen die JSG, die in der Staffel 2 einen Platz vor Leuna die Saison beendete, in Rückstand
- Im weiteren Verlauf der guten Partie konnte der TSV mit einem schönen Schuss unters Tordach verkürzen: es sollte übrigens der einzige Gegentreffer von BON bleiben
- Tore: 0-1 1., 0-2 3., 0-3 10. Jonas Mangelsdorf, 1-3 14. Yasin Cislik

(3) JSG BON 2:0 RED Elster-Aue
- Auch hier zeigte sich BON überlegen, doch das Ergebnis hätte deutlicher ausfallen müssen; insgesamt war es noch der schwächste Auftritt der JSG BON

(4) IMO Merseburg 5:0 SV Beuna
- Beunas Abwehr war doch sehr überfordert mit den flinken IMO-Kickern: der beste Treffer war eine hoch hereingebrachte Ecke, die ein Spieler mit der Brust ins kurze Eck drückte

(5) TSV Leuna 1:0 SV Beuna
- Leunas Chancenverwertung war nicht besonders, doch spielbestimmend waren sie immerhin die ganze Zeit über
- Tor: 10. Yasin Cislik

(6) IMO Merseburg 0:3 JSG BON
- Hier kam die JSG richtig in Fahrt: der Neunmeter saß zwar erst im Wiederholungsschuss, doch die beiden Treffer von Mangelsdorf waren ganz stark gemacht!

(7) SV Beuna 1:0 RED Elster-Aue
- Hier spielten die beiden schwächsten Teams gegeneinander und Beuna siegt verdient mit 1:0

(8) TSV Leuna 0:1 IMO Merseburg
- Ausgeglichenes Spiel, das Leuna mit ziemlich viel Pech verlor; es hätte auch 1:1 oder 1:0 ausgehen können

(9) JSG BON 5:0 SV Beuna
- Brachstedt/ Oppin/ Niemberg traf hier im dichten Takt und nach Belieben
- So sicherte sich die JSG den verdienten Turniersieg!

(10) RED Elster-Aue 0:2 TSV Leuna
- Hart umkämpftes aber klar von Leuna bestimmtes Spiel
- Die Treffer fielen recht kurz vor Schluss, als die RED-Abwehr begann müde zu werden
- Kritisch anmerken muss ich leider, dass ich seit Langem keinen derart unsauber spielenden F-Jugendlichen wie den 8er von RED gesehen habe: einer, der dauernd mit Armen und Beinen gegen den Gegner arbeitet, kann man auch bei so einem Turnier mal für ein paar Minuten hinausstellen oder dauerhaft auswechseln lassen
- Tore: 0-1 10. Yasin Cislik, 0-2 14. Kevin Werner

Auch wenn ich die F-Jugend schon besser habe spielen sehen – was ihr Trainer auch mal wieder überzogen deutlich anmerkte – muss ich doch sagen, dass die Leistung ansprechend und sehenswert war. Hinter zwei starken und spielerisch erfahreneren Gegnern den dritten von fünf Turnierplätzen zu belegen ist doch eine echt beachtenswerte Leistung!
IMG_0181 Beim Frauenturnier gab es wie gesagt nur drei Teilnehmer, die sich am Ende folgendermaßen platzierten:
1. SV Uichteritz 1960 ...... 2:0 4
2. LSG Goseck ................ 1:0 4
3. TSV Leuna 1919 ......... 0:3 0

(1) TSV Leuna 0:2 SV Uichteritz
- Dass Leuna diese Saison im Ligenbetrieb mitspielte und 8 Punkte aus 16 Partien holte, während Uichteritz im Freizeitbetrieb nur eine sehr schwache Bilanz vorweisen konnte, war in keiner Phase des Spiels zu merken
- Der Führungstreffer war die sehenswerteste Aktion im gesamten Turnier und das 0:2 ein unglücklich weitergeleiteter Kopfball, den man kaum als Eigentor bezeichnen kann, da der Freistoß so wie so im Tor gelandet wäre
- Tore: 0-1 20. Sandra Conrad, 0-2 30. Freistoß oder Eigentor

(2) SV Uichteritz 0:0 LSG Goseck
- Die erste Halbzeit war noch der am wenigsten schlechte Spielabschnitt des Turniers
- Tore fielen allerdings auch in der schwachen zweiten Hälfte keine
- Gut, dass keine offizielle Spielzeit von 2x20 oder mehr gespielt wurde: dieser Dreckskick hätte meine mittlerweile wieder extrem lange Serie von Spielen ohne 0:0 zerbrochen

(3) TSV Leuna 0:1 LSG Goseck
- Die weniger schlechte Mannschaft, die übrigens auch nicht am Ligenbetrieb teilnimmt und im Kreispokalwettbewerb 11/12 mit einem 10:1 in Zorbau ausschied, gewann das ganz schlechte Spiel mit einem sehr einfachen Treffer
- Tor: 0-1 23. Lisa Reim

Der Verlauf des Turniers zeigte übrigens nur zu deutlich, dass ich mit meinem treffenden und nirgends überzogenen Bericht vom letzten Saisonspiel der Leunaer Frauenmannschaft gegen Motor Halle nur zu richtig lag. Wenn man gegen Mannschaften, die nicht mal im Ligenspielbetrieb mitmischen, nicht ein einziges Tor erzielt und zwei Niederlagen erleidet, ist das die Bestätigung für meine Einschätzung, dass die Luft im Moment völlig draußen ist. Wer sich wieder an irgendwelchen Formulierungen stören sollte, dem sei gesagt: auf diesem Blog wird ehrlicher und wenigstens halbwegs ernsthafter Sportjournalismus gemacht und kein weichgespültes, schönredendes Geschreibsel was einem auf vielen Vereinswebseiten (bei Leuna aber weder in der Männer-, noch der B-Jugend-Sektion) angeboten wird. Wenn man ein ernstzunehmender Sportler sein will, muss man zur Selbstkritik fähig sein. Das trifft nicht nur auf mich selbst zu (wie ein Bericht vom 28.6. dann sicher beweisen wird), sondern auch auf die Spieler der Leunaer Männerteams, die B-Junioren-Spielgemeinschaft usw. – und ich hoffe, dass die Frauenmannschaft auch dazu fähig ist, da andernfalls keine Verbesserung in der kommenden Saison möglich ist. Dass der Spaß am Spiel in Vordergrund steht ist zwar klar und genau richtig, aber dauernde und vermeidbare Zu-Null-Niederlagen ärgern nicht nur die Zuschauer, sondern machen auch den Spielern keinen Spaß!

An dieser Stelle übrigens Danke an den Sprecher Nino Hammerschmidt, der leider nur die beiden Turniere kommentieren konnte. Mit seinen deutlichen Ansagen der Torschützen und Moderationshighlights wie den Gruß an den Schiedsrichter – „den Zweitschönsten einer wunderbaren Familie“ – oder das ganz besonders beim Damenturnier sehr wichtige „Das Abbrennen von Pyrotechnik ist verboten“, war er auch außerhalb des Feldes eine echte Bereicherung. Der reguläre Sprecher moderierte leider fehlerhaft bei der Ersten Mannschaft: nicht alle Auswechslungen und kein Hinweis auf das Altherrenspiel sondern – völlig sinnfrei – auf die EM am Abend.
IMG_0215 Die Zweite Mannschaft des TSV lieferte ein wirklich gutes Spiel gegen Borussia Blösien – die beiden Mannschaften tauschen quasi die Liga nach dieser Saison, da Leuna ab- und Blösien aufstieg – ab! Mit zunehmender Spielzeit verstand man aber, warum die Zweite leider abgestiegen ist: Pech und Unvermögen wechselten sich beim Reigen vergebener Chancen ab. Den einzigen Treffer in der klar vom TSV bestimmten ersten Hälfte, die allerdings auch drei große Chancen der Gäste erlebte, erzielte auch ein Spieler, der mehr in der I. Mannschaft aufläuft: zwei Leunaer hebelten die Abwehr aus und Rene Lorber vollendete präzise.

In Hälfte zwei konterte Blösien einmal sicher wie auch erfolgreich zum 1:1 und musste sich ansonsten der dauernden Angriffe des TSV erwehren. In der 88. erlöste Franz Motz schließlich die Leunaer Reserve mit einem schön abgeschlossenen Angriff zum 2:1. Der Zweitschönste in einer wunderbaren Familie pfiff dann ganz frech einfach ab, sodass der völlig verdiente Sieg auch nicht mehr in Gefahr kam.
IMG_0309 Auch beim Punktspiel der Ersten war die Heimelf die klar bessere Mannschaft. Hier war der Unterschied sogar noch deutlicher. Während Blösien im Vorspiel ja eine ganz gute Leistung brachte, spielte RW Weißenfels unterirdisch und nicht Landesklasse reif. Völlig unglücklich geriet der TSV trotzdem in Rückstand. Vorne wurden gute Gelegenheiten liegengelassen, hinten dann eine Kopfball-Rückgabe ins eigene Tor gelenkt. Nicky Lorber und seine Abwehr fingen sich jedoch in der Folgezeit und der Sturm um Nino Hammerschmidt und Toni Feist spielte nun sehr ansprechend auf. Ein Doppelschlag, der durch einen direkt verwandelten 23m-Freistoß von Nino eingeleitet wurde, drehte das Spiel.

In Hälfte zwei lief es richtig gut für den TSV, auch wenn das schwache Schiedsrichtergespann, das bei klaren Eckstößen für den TSV oft Abstoß gab und völlig hanebüchene Abseitsentscheidungen (manchmal auch gegen RW) traf, weiter nervte. Zwei weitere Treffer für Nino – und Rot-Weiß war deutlich besiegt. Es hätte noch höher ausfallen müssen, aber es war nicht notwendig Weißenfels mit 7:1 oder 8:1 vorzuführen. Die letzten 25 Minuten fielen deutlich hinter die ersten 65 zurück. Die Luft war einfach etwas draußen; allerdings war sie immerhin auf hohem Niveau draußen. Leuna I schloss die Saison mit einem souveränen Sieg und richtig starken zweiten Platz ab! Glückwunsch zu dieser prima Leistung!
IMG_0335 Auch eine prima Leistung erbrachte die Altherrenmannschaft zum Abschluss diesen extrem fußballreichen Tages. Zwar gerieten sie gegen den Halleschen FC schnell in Rückstand – ein ganz starker Flachschuss aus spitzem Winkel! – hielten jedoch absolut mit. Melchior glich nach einer Viertelstunde mit seiner fünften Chance, in einer Phase, in der der TSV sogar die bessere Mannschaft war, aus. Vor der Pause ein weiterer starker HFC-Treffer. Für eine Mannschaft mit dem Hintergrund war die Leistung aber nicht gerade überzeugend.

Ein starker Kopfball nach einer knappen Viertelstunde in Hälfte zwei – wieder von Mario Melchior – sorgte für den erneuten Ausgleich. Dann ging es ganz schnell: ein herrlicher Schuss in den langen Winkel zum 2:3 und wenige Minuten darauf ein klasse Weitschuss von Ingo Witzel zum dritten Ausgleich. Zwischen der 58. und 60. Minute zeigte der HFC dann seine Abgezocktheit. Ein Treffer aus Nahdistanz und ein irreguläres Freistoßtor (aber der Fehler lag beim Unparteiischen: der Freistoß war nicht freigegeben, der billige Treffer zählte trotzdem) führten zum sehr, sehr glücklichen 3:5 für den Halleschen FC. Alles von 4:4 bis 6:5 war drin für den TSV, der ein wirklich starkes Spiel ablieferte!
IMG_0371 Statistik:
Grounds: 745 (heute kein neuer; diese Saison: 152 neue)
Sportveranstaltungen: 1.547 (heute 5, diese Saison: 233)
Tageskilometer: 10 (10 Auto)
Saisonkilometer: 58.830 (29.590 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.070 Fahrrad/ 3.030 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 94
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 307

Montag, 11. Juni 2012

W306III: B-Junioren siegen zweistellig zum Saisonabschluss + Groundhopping in Spremberg: Kurioses in der brandenburgischen Provinz

SG Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna B: 10
JSG Elster-Aue (Raßnitz / Ermlitz / Döllnitz) B: 0
Datum: Sonntag, 10. Juni 2012 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Saalekreis/ Halle (5. und unterste Spielklasse der 14-16jährigen)
Ergebnis: 10-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 4-0
Tore: 1-0 7. Blerand Shoshi, 2-0 10. Benjamin Henze, 3-0 23. Blerand Shoshi, 4-0 33. Bledar Shoshi, 5-0 43. Martin Kokot, 6-0 45. Bledar Shoshi, 7-0 56. Kevin Hartwig, 8-0 57. Bledar Shoshi, 9-0 62. Nr. 2, 10-0 67. Robert Renn
Verwarnungen: Martin Kokot (Eintr./TSV); Nr. 7, Nr. 8 (JSG RED)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens, Leuna (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Bad Dürrenberg/ Leuna krönte die tolle Saisonleistung mit einem souveränen Auftritt!)
IMG_9567Photos with English Commentary I:

Die schon feststehenden Aufsteiger aus Bad Dürrenberg und Leuna spielten zur Feier des Tages bzw. Saisonabschlusses im Leunaer Stadion des Friedens. Sogar Sprecher, Banner und funktionierende Anzeigetafel konnte da – im Gegensatz zu den Spielen in Bad Dürrenberg – geboten werden!

Die Anzeigetafel hatte auch einiges anzuzeigen, bzw. der Sprecher etliches zu sagen: Bad Dürrenberg/ Leuna war von Beginn an klar besser und drückend überlegen. Elster-Aue kam kaum in die Nähe des gegnerischen Strafraums und konnte hinten gegen die schnelleren und technisch weit überlegenen Hausherren oft nicht viel ausrichten. Nach 7 Minuten eröffnete Blerand Shoshi den Torreigen. Bis zur Pause schafften er und sein Bruder je einen weiteren Treffer, Benjamin Henze konnte ebenfalls treffen.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Elster-Aue immer überforderter mit der Situation und kassierte Tor um Tor. Bis zur 62. war bereits das 9:0 gefallen, danach gab es ein Lattenkracher und zwei knapp am Pfosten vorbei fliegende Bälle zu sehen. Dass er gegen die schnellen Gastgeber zu langsam war, passte dem Siebener von RED nicht sonderlich, sodass er Bledar Shoshi rotwürdig umtrat. Bledar musste verletzt raus, das Arschloch mit der 7 blieb mit einer gelben Karte drin. Dass man sich nach so einer asozialen Aktion zu entschuldigen hat, mussten ihm andere Spieler sagen, da sich der nicht nur in dieser Aktion schwache Schiedsrichter nicht drum kümmerte.

Robert Renn bekam den Freistoß dann im zweiten Nachschuss rein, sodass es ein auch in der Höhe verdienter 10:0 Sieg wurde. Elster-Aue blieb ein noch höherer Sieg der SG erspart: in Überzahl kamen die Elsterauenkicker auch mal zu ihren ersten Torschüssen – nach über 70 Minuten!

Insgesamt muss man zur SG Bad Dürrenberg/ Leuna sagen: Ganz, ganz großes Lob für die tolle Leistung heute und die fantastische Saisonleistung mit Pokalsiegen in der Halle, auf dem Feld und – am allerwichtigsten – dem Aufstieg in die Landesliga! Nächste Saison werde ich auch wieder regelmäßig zugucken, denn so eine klasse Mannschaft sieht man doch immer wieder gerne spielen!
IMG_9596Spremberger SV 1862 2:0 SV Eiche Branitz
Datum: Sonntag, 10. Juni 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Kreisliga Niederlausitz (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
Tore: 1-0 4. David Werner, 2-0 48. Nr. 6 (Eigentor)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Hauptplatz Spremberger SV 1862 (Kap. 1.600, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Insgesamt durchschnittliches Spiel mit prima Anfangsphase)

SSV Schwarze Pumpe/ Terpe 1995
1:2 SV Blau-Weiß Spremberg II
Datum: Sonntag, 10. Juni 2012 – Anstoß: 17.00
Wettbewerb: 2. Kreisklasse Niederlausitz, Staffel Süd (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 1-2 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 1-2
Tore: 0-1 12. (Nr. 6?), 0-2 28. (Nr. 6), 1-2 40. (Nr. 7?)
Verwarnungen: Nr. 3, 17 (Blau-Weiß)
Platzverweise: keine
Spielort: Schulsportplatz Schwarze Pumpe (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz gutes Spiel, das allerdings von der weniger aktiven Mannschaft gewonnen wurde)
IMG_9624Photos with English Commentary II:

Wir fuhren zur Feier des Tages gleich nach Brandenburg weiter: in Spremberg stieg ein Spiel der Kreisliga, bei dem es leider um nichts mehr ging: der Spremberg SV 1862 hat den Aufstieg längst vergeigt, Eiche Branitz ist bereits abgestiegen. Wir kamen gerade zum Anstoß am Hauptplatz an. Dieser hat eine dreistufige Stehtribüne vor der sich auch einige Holzsitzbänke befinden. Eine große manuelle Anzeigetafel mit Vereinswappen gibt es dahinter. Gegenüber sind noch ein paar Bänke angebracht, dahinter befinden sich etliche Bäume und das Vereinsheim mit Gaststätte, Geschäftsstelle, Umkleiden usw. Das Gebäude ist von der modernen Architektur her schon ein Hingucker!

Wir waren übrigens auch ein Hingucker: dass man als Vereinsfremder so blöd angeglotzt wird, wenn man in einer Stadt – ja, Stadt: Spremberg (sorbisch: Grodk) hat schließlich immerhin 24.000 Einwohner – beim Fußball fotografiert, ist schon sehr selten. Aber die Stadt hat auch allein 4 Vereine (und noch weitere Clubs in den eingemeindeten Orten) für Fußball, was extrem viel ist. Vielleicht ist der SSV 1862 der mit dem dörflichsten Umfeld... Im positiven Sinne dörflich war ja der Stadionsprecher, der richtig Spaß an seinem Posten hatte: Auswechslungen und Treffer wurden sofort und gut hörbar durchgesagt, vor Spielbeginn zünftige Rockmusik gespielt und in der Halbzeitpause die dümmlichen Schlagersongs (die wohl von Fans gewünscht wurden) mit Kommentaren wie: „Der hier ist nur für Mandy... mit ihrem beschissenen Musikgeschmack“ garniert.

Wenn wir schon bei Hinguckern sind: der größte Hingucker beim SSV war die heutige Anfangsphase der Partie! In den rasanten ersten 20 Minuten war richtig was los: vor allen Dingen erzielte der Gastgeber mit einem klasse Freistoß unters Tordach die schnelle Führung. Bis zur Pause pendelte sich das Spiel dann auf einem mittelmäßigen aber keinesfalls schlechten Niveau ein. Als die Seiten gewechselt waren, schlug es auch schon auf der anderen Seite ein: ein unglückliches Eigentor zum 2:0. Die Eichen waren gefällt, kamen kaum noch vors gegnerische Tor. Aber auch der Gastgeber hatte jetzt nicht mehr so viel Zwingendes wie in der ersten Halbzeit. Ein Abseitstor in der 90. (das nicht zählte) und dann war Schluss. Ein verdienter Sieg, aber insgesamt dann doch nicht so mitreißend wie sich in den ersten 20 Minuten hoffen ließ.
IMG_9711Auch im benachbarten Schwarze Pumpe, einem Ortsteil Sprembergs der wohl seinen Namen von einem Gasthaus „Zur Schwarzen Pumpe“ erhielt und für sein modernes Kohlekraftwerk bekannt ist, ging es zwei Klassen tiefer um nichts mehr. Und auch beim Besuch dieses Duells der zweiten Tabellenhälfte fiel unangenehm auf, wie die Dörfler glotzten ohne mal die Gusche aufzukriegen. So was wie Grüßen kennt man da wohl nicht so, lieber belegt man sich untereinander, so wie die Kinder und Wechsler rechts von uns.

Rechts von uns hieß in diesem Fall neben der Mehrzwecktribüne. So einen kuriosen Platz wie den Schulsportplatz oder Sportplatz Siedlerweg in Schwarze Pumpe findet man übrigens auch nicht in jedem Dorf: wenn man ein unbeschriftetes Foto von dem Platz beim Stadionraten einstellt, werden als erste Tipps, wo diese Sportanlage zu finden sei, „Georgien“ und „Serbien“ kommen. Die Mehrzwecktribüne ist nämlich ein Wellblechverschlag von einer Kegelbahn. Die dicht dran stehenden Bäume sprengen schon den Betonboden. Ein Kassenhäuschen oder so was verfällt dahinter vor sich hin. Gegenüber ist ein kleinerer Wellblechverschlag als Stehtribüne vor dem verrotteten Vereinsheim erkennbar. Die Toiletten sind das derbste, was ich in Deutschland bisher gesehen habe: es ist der Boden einer leerstehende Steinhütte neben dem Vereinsheim, die wohl mal eine Sanitäreinrichtung sehen sollte, aber einfach nur leer ist. Um das ganze osteuropäische Idyll herum stehen schöne hohe Bäume verschiedener Gattungen.

Trotz der eher unsympathischen Atmosphäre: bei so einer schönen Sportanlage, so einem netten Ortsnamen und so viel Aktivität vorm Tor hätte ich mir schon sehr gewünscht, dass Schwarze Pumpe in der zweiten Hälfte das Spiel gedreht hätte! Den Beginn hatten sie etwas verpennt. Schnell hieß es 0:2, doch danach waren sie die aktivere und bessere Mannschaft. Vor dem Seitenwechsel gelang noch ein Schuss ins lange Eck zum 1:2. Gute Schüsse der Art wurden in der zweiten Spielhälfte noch etliche abgegeben, doch es fehlte Schwarze Pumpe an Durchschlagskraft und Genauigkeit. Das ist absolut normal für die Spielklasse und kein Kritikpunkt, aber es war dann Pech, dass die Abwehr und der Torwart von Blau-Weiß Spremberg II so sicher spielten. Der 1:2-Sieg war sehr schmeichelhaft für die Gäste.
IMG_9810 Nach dem ganz guten Kreisklassespiel fuhren wir in die Stadt Spremberg zurück. Außer Plattenbauten gibt es nämlich noch eine ganz ansehnliche Altstadt. Man muss übrigens auch festhalten, dass viele der Plattenbauten in einem ordentlichen Zustand sind, also die Lebensqualität von Spremberg nicht so schlecht zu seien scheint. Überraschend ist, mit welcher architektonischen Qualität moderne Bebauung in die Altstadt, die in der DDR-Zeit schwer verfallen sein muss, eingepasst wurde: bunte Formen und Farben, teilweise recht gewagte Muster und Schnitte – aber alles auf einem sehr ansehnlichen Niveau! So was habe ich in keiner anderen deutschen Stadt bisher so gesehen – schon gar nicht in den Alten Bundesländern. Vergleichbar ist nur der Marktbereich im polnischen Głogów. Historische Bebauung gibt es übrigens auch in Spremberg: das Schloss (netter Park und schöner Innenhof), das alte Rathaus am Markt und die backsteingotische Hauptkirche, neben der sich außerdem noch eine recht kuriose von Friedrich Schinkel entworfene Saalkirche befindet.

Seltsam war, wie viele hochpreisige und ausgefallene Läden sich in der Sonntagabend natürlich völlig toten Innenstadt befanden. Gleich zwei Weinläden, ein Teegeschäft, polnische Spezialitäten, Bubble-Tea... Auch Backwerk muss man in so einer Kleinstadt nicht erwarten. Das vergleichbare Staßfurt hat z.B. nichts von alldem! Auch die Gastronomie ist (für Brandenburg zumindest) sehr hochpreisig. Kein Vergleich zum nahen Cottbus, wo man auch Sonntagabend zu Preisen essen kann, die hier nur in wenigen Gaststätten werktags zur Mittagszeit gelten! Nichts mit „Schnitzel mit Beilage und Salat“ für 3,60€ am Sonntag – hier landeten wir dann beim Griechen mit 10€-Bifteki, was aber auch richtig gut war!

Über das sächsischen Bluno und das brandenburgische Lieske mit ihren schönen Fachwerk-Dorfkirchen mit Holzturm, sowie das brandenburgische Freienhufen mit seiner von Bauernhäusern gesäumten Hauptstraße (dieser Häuserbaustil hat auch noch einen bestimmten Namen, den ich aber nicht weiß), ging es bis 23.30 Uhr nach Hause.

Der Spielbesuch in Schwarze Pumpe war übrigens der Anlass für die Fahrt ins südöstliche Brandenburg. Viele müssen denken: „Dass die Sportanlage so interessant ist, wusstest du vorher ja nicht, also wieso biste für ein mäßiges Team der untersten Liga nur für den lustigen Namen hingefahren?“ Aber wer sich im DDR-Fußball auch nur ein bisschen auskennt, wird sofort richtig assoziieren: es ist einfach die Heimat eines der bekanntesten Fußballvereine der DDR! Die BSG Aktivist Schwarze Pumpe wurde 1956 in diesem Spremberger Ortsteil gegründet und zog im nächsten Jahr ins Spreetalstadion Spremberg um. Als die BSG richtig erfolgreich wurde, musste man ins Jahnstadion Hoyerswerda. Da man dort jahrelang 2. Liga spielte, etablierte man sich so fest in der Stadt, dass man nach der Wende als FSV Hoyerswerda weitermachte. So sehen sich auch die Hoyerswerdaer als Nachfolgeverein der BSG Schwarze Pumpe. Hoyerswerda werde ich sicher auch mal einen Besuch abstatten, doch erstmal musste ein Spielbesuch in der eigentlichen Heimat dieses Vereins, dessen lustiger Name Inhalt mehrerer Quizfragen ist, erfolgen. Die bekannteste Version dieser Quizfragen ist übrigens folgende:
„Welchen Verein gab es wirklich?
a) Juventus Urin
b) Vorwärts Rückwärts Frankfurt, Oder?
c) Aktivist Schwarze Pumpe...“
IMG_9703Statistik:
Grounds: 745 (heute 2 neue; diese Saison: 152 neue)
Sportveranstaltungen: 1.537 (heute 2, diese Saison: 223)
Tageskilometer: 530 (530 Auto)
Saisonkilometer: 58.700 (29.580 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.010 Bahn, Bus, Tram/ 2.970 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 306

Montag, 12. Dezember 2011

W280III: Ein wirklich erfolgreiches Wochenende für den TSV Leuna!

JSG Elsteraue (Raßnitz/ Döllnitz) B 0:7
Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna B
Datum: Sonntag, 11. Dezember 2011 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: Kreisklasse B-Junioren Saalekreis/ Halle (5. und unterste Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 0:7 nach 82 Min. (41/41) – Halbzeit: 0:3
Tore: 0-1 5. Etienne Stöbe, 0-2 9. Blerand Shoshi, 0-3 19. Blerand Shoshi, 0-4 46. Kai Müller, 0-5 48. Robert Renn, 0-6 71. Blerand Shoshi, 0-7 74. Haris Hajdarpasić
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Döllnitz (Kap. 2.000, davon 40 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Bis in die zweite Hälfte hinein extremst einseitig, aber durchweg gut durch Bad Dürrenberg/ Leuna)

SV Allstedt 30:36 TSV Leuna 1919
Datum: Sonntag, 11. Dezember 2011 – Anwurf: 16.30
Wettbewerb: Bezirksklasse Süd (8. Spielklasse, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 30:36 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 14:17
Tore: k.A. (SVA); 12x Nr. 22, 11x Sven, 7x Schmidtn, 5x Fünfer, 1x Di Di Dieter, 1x Holchi (TSV)
Gelbe Karten: 2 (SVA); Fünfer (TSV)
Zeitstrafen: 2, 3, 12 (SVA = 6 Minuten); Fünfer, Nr. 22, Rudi (TSV = 6 Minuten)
Disqualifikationen: keine
Spielort: Sporthalle der Berufsbildenden Schule Sangerhausen (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 12 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Leuna war in der zweiten Hälfte eines guten Spiels klar besser, der Beginn war allerdings ziemlich lahm)
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Photos and English Version:

Tief im Dezember bei knapp über Null Grad noch Fußball – und das in Deutschland! Und sogar noch Jugendfußball! Erstaunlich, dass diese Saison so wenige Spiele bisher ausfielen. Natürlich ist der Winter diesmal nicht so hart, aber all die letzten Jahre waren schon ein paar Matschpfützen auf dem Platz oder gefrorener Boden ein „Grund“ für Ausfälle. Schön, dass man da anscheinend vernünftiger geworden ist und die wenigen Zuschauer in Döllnitz heute ein Spiel der B-Junioren auf vom Frost hartem Boden zu sehen bekamen.

Am Rande des mehr oder weniger idyllischen Platzes – nach Süden hin ein schilfbestandener See und das kleine Dorf, nach Norden hin ohne Graswälle, Umgehungsstraße, Mülldeponie und riesige Strommasten – fanden sich ganze 15 Zuschauer ein. Der Mehrheit sogar für die Gastmannschaft! Dass die Mehrheit der Döllnitz/ Raßnitzer Eltern keine Zeit hatte, können die mir nicht erzählen: denen war’s nur zu kalt!

So verpassten sie, dass ihre Jungs in 40 Minuten nicht eine einzige Torchance hatten und nicht einmal in den Strafraum eindrangen. Bad Dürrenberg/ Leuna machte es besser, griff sofort an und erzielte bereits in der fünften Minute den ersten Treffer. Der Ball auf den kurzen Pfosten rutschte dem ansonsten gut haltenden Torwart ganz peinlich im Stand durch die Arme. Bis zur Pause legten die Gäste zwei Mal nach.
In der zweiten Hälfte gelang der Heimmannschaft der ein oder andere Angriff aufs Tor, doch ein Ehrentreffer war bei den schwachen Schüssen und dem unsicheren Passspiel gegen die starke Abwehr nicht drin. Bad Dürrenberg/ Leuna legte nur noch mehr nach und kam noch zu vier weiteren Toren.
Eine souveräne und wirklich gute Leistung des Tabellenführers! Weiter so!

Der wie immer lesenswerte und – für einen Trainer wie’s sich gehört auch sachlich-kompetente – Bericht von Ebbo ist wieder auf der Leuna Kickers - Seite zu lesen: http://www.leuna-kickers.de/#C-Junioren%20Spielbericht
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Die Handball-Männer des TSV Leuna waren dann unser nächstes Ziel. Nachdem wir die Strecke nach Döllnitz und zurück locker mit dem Fahrrad gefahren waren, ging es per Auto nach Sangerhausen. Dort wurde in der Sporthalle der Berufsschule gespielt. Die Sporthalle ist in der Karl-Liebknecht-Straße, die eine Arbeitersiedlung durchzieht, in der teilweise bester sozialer Wohnungsbau zu sehen ist. Es gibt eine ganze Reihe von Wandbildern, die vor allem bergmännische Themen aufgreifen, und auch ein Fahnenmonument. Die Sporthalle selbst ist leider alles andere als ein DDR-Relikt: ein moderner Bau, der außen viel verspricht und innen nichts hält – eine Obertribüne mit drei Reihen Holzbänke und schlechter Sicht.

Außer dem HSV Sangerhausen spielt auch der SV Allstedt seine Spiele dort, da es im nahegelegenen Dorf keine geeignete Halle gibt. In der Bezirksklasse sind die Allstedter 5. und Leuna ist 4. und hat noch ein Spiel in der Hinterhand. Der Beginn war leider recht lahm und für Leunaer Verhältnisse sehr fehlerbehaftet. Bis zur 10. Minute lagen die Leunaer nach einer 1:0-Führung regelmäßig hinten oder es stand Unentschieden. Doch zwei Torwartfehler des über weite Strecken schwachen Allstedter Keepers und sehenswerte Würfe der Leunaer Angreifer brachten die Gäste in Front. Bis zur 40. konnten die Allstedter aber gut mithalten – dann zeichnete sich ein Sieg für den Gast aus der Industrie- und Gartenstadt ab. Mit bis zu 11 Toren lagen die besseren und sicherer und sauberer spielenden Leunaer in Front. In den letzten 80 Sekunden ließen sie noch mal alles schleifen, wodurch sie fünf völlig unnötige Gegentreffer kassierten. So klang das Ergebnis aber auch immer noch gut: 30-36.

Für Leuna war das ein wirklich erfolgreiches Wochenende: Die Fußball-Männer bei einem starken Gegner immerhin 1-1, die II. Mannschaft gewann 2:1 gegen Nempitz, die B-Jugend 7:0 in Döllnitz, die Handballer 36:30 in Sangerhausen und die Handball D-Jugend 33:14 in Querfurt. Nur die Frauenfußballerinnen verloren 0:3 im Pokal gegen Beesenstedt. Aber egal: wie gesagt ein wirklich erfolgreiches Wochenende!
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Statistik:
Grounds: 678 (heute 1 neuer; diese Saison: 84 neue)
Sportveranstaltungen: 1.428 (heute 2, diese Saison: 114)
Tageskilometer: 140 (120 Auto, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 14.570 (12.650 Auto/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 280