FSV Optik Rathenow |
0 : 2 (0:0) |
F.C. Hansa Rostock II |
-
Datum: Samstag, 20. Mai 2023 – Beginn: 13.00 -
Tore: 0-1 51. Mahir Huber, 0-2 66. Louis Köster -
Gelbe Karten: je 2x -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Stadion Vogelgesang (Kap. 3.300, davon 300 Sitzplätze) |
Photos with English commentary (FLICKR): |
Das Stadion Vogelgesang vom FSV Optik Rathenow war schon länger
auf meiner To-Do-Liste. Vor dem drohenden Abstieg in die Brandenburgliga
schaffte ich es, die Partie gegen Hansa Rostocks U23 abzupassen. Von
Braunschweig aus ist das ja auch ein lässiger Tagesausflug mit dem Auto:
150km, fast nur Landstraßen, via Wolfsburg und vorbei an sehenswerten
Altmarkorten wie Gardelegen, Stendal und Tangermünde. Ganz am Rande von Rathenow unweit eines typisch brandenburgischen
Sees sehr idyllisch gelegen, passt der dörfliche Name für die Sportstätte
sehr gut. Genial die Zufahrtswege: staubige Sand- und Schotterpisten – aber breit
und geschoben, also problemlos auch mit Kleinwagen oder Bussen fahrbar.
Unpassend waren jedoch die Eintrittspreise: 10€ und für Sitzplätze im
Heimbereich noch mal Aufpreis. Ganz am oberen Ende der Preise in der Liga –
dabei stehen die weit hinten in der Tabelle. Nur ein einziges Dixiklo für den
Gästeblock ist auch irgendwie der letzte Scheiß. Die Gäste bekommen dafür die
ganze Gegengerade: fünf Betonstufen auf einem Wall, die Mitte überdacht.
Gegenüber sind zwei überdachte dreireihige Tribünen, dazwischen ein schönes
Vereinsheim. Hinter den Toren gibt es teils befestigte Wälle. Drumherum der Brandenburg-typische
Wald. Die Partie war in der ersten Halbzeit keine 10 Cent wert; Hansa
II zeigte leider wieder einmal nicht, warum sie souverän Meister geworden
sind. Doch die Ansprache des Trainers nach der torlosen ersten Hälfte mit den
besseren Chancen für Optik muss heftig gewesen sein. Nach dem Seitenwechsel
riss Hansa nämlich die Partie an sich und ging früh durch Huber in Führung.
Köster legte nach über einer Stunde zum 0:2 Endstand nach. Die zweite Hälfte
sorgte v. a. bei den Kindern im Gästeblock für Begeisterung – da mussten die
Grundschüler auch mal zurechtgewiesen werden, nicht auf den Zaun zu klettern
um mit Schals zu schwenken und mit Beleidigungen um sich zu werfen. Ich sag nur:
früh übt sich... |
Rathenow, die 25.000-Einwohner-Stadt an der Havel, ist ein
Standort der Optikindustrie – wie am Vereinsnamen unschwer erkennbar ist. Das
Stadtzentrum hatte ich vor Jahren auf der Durchreise schon mal angeguckt.
2015 fand in Rathenow die Bundesgartenschau statt, sodass man heute einen
kostenlos zu besuchenden und sehr schön gestalteten Park vorfindet. Dieser
greift einen historischen Park auf, an einem Ende ein Friedhof mit großer
Kirche, an einem anderen Ende die tief eingeschnittene Havel, die von einer
geschwungenen Brücke spektakulär überspannt wird und am anderen Ende ein
gewaltiger Bismarckturm. Dieser war leider außerplanmäßig geschlossen: Der
Einzige, der aufschließt und beaufsichtigt, war krank... Nach einem größeren Spaziergang kehrte ich noch in einem gut
sortierten türkischen Imbiss ein. Der liegt unweit des waldreichen Parks und
nennt sich passenderweise Deliorman; Beklopptenwald. Der Imbissname könnte
sich aber auch auf die gleichnamige Region in Bulgarien beziehen, denn da
leben viele Türken – warum auch immer die Landschaft Ludogorie bzw. Deliorman
so genannt wird... |
Statistik: - Grounds: 3.381 (1; diese Saison: 251 neue) - Sportveranstaltungen: 4.777 (1; diese Saison: 296) - Tourkilometer: 300km (300km Auto) - Saisonkilometer: 58.320 (40.080 Auto, davon 9.030 Mietwagen/ 15.060
Flugzeug/ 3.120 Fahrrad/ 60 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 20
[letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 125 Wochen in
Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen
von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
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Sonntag, 21. Mai 2023
W3.0125III: Glanzloser Auswärtssieg am Vogelgesang
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Rathenow
Montag, 29. Juli 2013
W365V: Favoritensieg der Optiker beim Brandenburgpokal in der Pferdestadt
SV Schwarz-Rot Neustadt (Dosse) ----------------------- 0
FSV Optik Rathenow --------------------------------------- 6
- Datum: Samstag, 27. Juli 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 1. Runde Landespokal Brandenburg, sogenannter „Krombacher Pokal Brandenburg“ (Landesliga Nord = 7. Liga, 2. Amateurliga gegen Regionalliga Nordost, 4. Liga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-6 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-5
- Tore: 0-1 19. Leon Hellwig, 0-2 31. Hakan Cankaya (Foulelfmeter), 0-3 35. Hakan Cankaya, 0-4 41. Sebastian Huke, 0-5 43. Damir Coric, 0-6 58. Sebastian Huke
- Verwarnungen: Christoph Schmidt, Marty Müller, Patrick Mann (alle Neustadt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Neustadt, Hauptplatz (Kap. 2.250, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 175 (davon 130 zahlende und ca. 45 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ganz gute erste Halbzeit, danach zeigte der klar überlegene Gastverein leider nur noch wenig)
Photos with English Commentary:
a) Brandenburg Football Cup: Optik Rathenow defeat Neustadt/ Dosse
b) Elbe-Havel-Region, Saxony-Anhalt and Brandenburg: Jerichow, Havelberg, Rathenow, Neustadt/ Dosse, Wassersuppe, Kotzen
c) Central and South-Western Brandenburg: Wusterhausen/ Dosse and more & Brandenburg/ Havel Old Town and other sights
Für den letzten Samstag im Juli (und somit dem letzten Tag in meiner Groundhopping-Saison 2012/13, die aus organisatorischen Gründen nicht genau deckungsgleich mit der regulären Fußballsaison ist) war es nicht so einfach, ein vernünftiges Spiel zu finden. Irgendwie bin ich auf die vorgezogene Partie der ersten Runde des Brandenburgpokals gekommen. Vorgezogen wurde sie wohl, da der hochklassige Gast als Pokalverteidiger am ersten Augustwochenende im DFB-Pokal anzutreten hat. Warum man die Profi- und Halbprofiteams der Ober- und Regionalligen und gar der 3. Liga in den Landespokal ihr Unwesen treiben lässt, kann ich zwar nicht nachvollziehen – aber Hauptsache heute gab es eine ordentliche Partie in Brandenburg zu sehen!
Wir mussten dazu nach einem Umweg über Staßfurt wo wir Anja einsackten lange über die Landstraßen nach Neustadt/ Dosse, welches als Pferdestadt bekannt ist da sich dort das Landesgestüt befindet, fahren. Wir legten zwei Besichtigungsstopps auf sachsen-anhaltischem Gebiet ein.
Zuerst die Klosterkirche in Jerichow, die mit 4,50€ (ermäßigt 3€) Eintritt und 2€ Fotogebühr unverhältnismäßig hoch zu Buche schlägt. Die Kirche wird zwar gerne als „lupenrein romanisch“ abgefeiert, aber das heißt in erster Linie, dass sie ein reichlich unspektakulärer Backsteinbau ist. Alt aber nicht unbedingt schön und die Restaurierungen – na ja, die Steine sind derart aufpoliert, dass jeder Blinde sieht, dass so gut wie kein Teil der Kirche noch aus dem 13. Jahrhundert erhalten geblieben ist. Außerdem war noch die Dämlichkeit und Aufdringlichkeit des Personals auffällig: in der Kirche wird man noch mal vom Pfarrer kontrolliert, ob man auch ordnungsgemäß mit gültigen Karten durch den Haupteingang gekommen ist oder sich kostenlos durch die Hintertür geschlichen hat. Bei den Eintrittspreisen könnte man letzteres aber keinem verdenken...
In Havelberg ist der Dom sehenswerter, nicht nur da er spektakulär oberhalb der etwas verfallenen Altstadt liegt – Havelberg halt: ein Berg oberhalb der Havel... Auch das Interieur ist durch die zurückhaltende Einbringung neueren Stilrichtungen und die gekonnte romanische Deckengestaltung die in Jerichow überhaupt nicht vorhanden ist, deutlich sehenswerter. Der Eintritt ist kostenfrei, 1,50€ kostet das Fotografieren.
Von Havelberg nach Neustadt/ Dosse sollte man unbedingt nach Karte fahren und die Abkürzung über Neuendorf nehmen. Was diese asozialen Schweine da ausschildern ist extrem dreist: die wollten uns außen rum fast über Kyritz lenken, was 23 statt 16km gewesen wären. Die auffällige Kirche und das schicke Gestüt gegenüber dem Industriedenkmal schauten wir uns nach dem Spiel an. Erstmal betraten wir das ebenfalls recht schicke (aber ebenfalls beschissen ausgeschilderte) Stadion. Der Eintritt von 4€ (weitreichende Ermäßigungen 3€) war noch im unteren Bereich des Rahmens. Bei einem Ligaspiel dürfte der 6. der vergangenen Landesliga-Saison einen Euro weniger verlangen – aber heute kam ja immerhin der 11. der Regionalliga aus dem nur 35km entfernten Rathenow.
Das Stadion, genannt Sportplatz Neustadt, ist klein aber hat immerhin einen Graswall mit kleiner Tribüne samt Sprecherturm. Die Stufen sind mit Holzbänken bestückt. Hätten die nicht voll in der Sonne gestanden, hätten wir uns dahin gesetzt. Aber so hockten wir uns wie die meisten anderen auch auf die zweistufige Stehtribüne rechts und links der Anzeigetafel, die die Gastmannschaft übrigens vorne anführt. Da ein bisschen Stimmung von den Gästefans gemacht wurde, platzierten wir uns am Rande des Gästesektors. Als nach dem 0:6 die vier lustigsten Sprücheklopfer langsam das Stadion verließen, wurde es übrigens nicht nur auffällig ruhig, sondern fiel auch kein Treffer mehr...
Bis zu dieser 60. Minute hatte Rathenow allerdings das Spiel schon standesgemäß entschieden: nach klar dominantem Beginn mit Pfostentreffer aber ohne Torerfolg, dauerte es knapp 20 Minuten bis zur Führung. Nach einem Foulelfmeter ging es dann aber Schlag auf Schlag: die Abwehr wurde im Minutentakt ausgehebelt und bei Pause führte Optik mit 5:0.
Nach der Pause kam Neustadt gar nicht mehr vors gegnerische Tor, wobei auch Rathenow nun mit dem Druck nachließ. Für das 6:0 reichte es noch, danach reichte die Luft nur noch fürs dumme Sprüche raus hauen. Das waren zwar nur drei, vier Spieler, aber insbesondere so Typen wie den 6er hab ich gefressen: hält sich für den Größten, weil er bei einer minderbemittelten Pseudo-Profi-Truppe aus der tiefsten Regionalliga-Provinz einen Vertrag ergattern konnte, zeigt wenig, erläuft kaum einen Pass, schlägt beschissene Standards, aber reißt dann (auch noch ungestraft vom Schiri) dauernd die Fresse auf, wenn ein Amateurspieler ihn mal völlig normal foult oder auch nur fair den Weg zum Ball abschneidet.
Nach diesem schon überzeugenden aber nicht besonders sehenswerten 6:0 Favoritensieg von Rathenow fuhren wir gleich mal in deren Richtung. Ein Abstecher ins kleine Dorf Wassersuppe das ohne Sehenswürdigkeiten an einem See liegt, dann nach Rathenow, wo es ein bisschen Altstadt gibt – unter anderem ein historisches Schleusenwärterhaus, eine Kirche, ein Platz mit einem spektakulären Adligen-Denkmal – und schließlich in einen Ort mit besonders klangvollem Namen: nach Kotzen! Dort gibt es einen noch besseren Sportplatz als im Nachbardorf Rhinsmühlen – was bei beiden Plätzen nur zum Kotzen ist, ist dass sie völlig braun-gelb verbrannt sind – und außerdem eine alte Kirche. Mehrere Zollingerhäuser fallen an der Hauptstraße ins Auge. Die Landschaft um den ganz ordentlich aussehenden Ort herum ist auch ganz nett: hügelig, Felder und Wälder wechseln sich ab. Also sieht es gar nicht mal zum Kotzen aus dort in Kotzen...
Statistik:
- Grounds: 970 (heute 1 neuer; diese Saison: 202 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.854 (heute 1, diese Saison: 277)
- Tageskilometer: 580 (580km Auto)
- Saisonkilometer: 61.590 (50.400 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 4.360 Fahrrad/ 240 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 128 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 365
FSV Optik Rathenow --------------------------------------- 6
- Datum: Samstag, 27. Juli 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 1. Runde Landespokal Brandenburg, sogenannter „Krombacher Pokal Brandenburg“ (Landesliga Nord = 7. Liga, 2. Amateurliga gegen Regionalliga Nordost, 4. Liga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-6 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-5
- Tore: 0-1 19. Leon Hellwig, 0-2 31. Hakan Cankaya (Foulelfmeter), 0-3 35. Hakan Cankaya, 0-4 41. Sebastian Huke, 0-5 43. Damir Coric, 0-6 58. Sebastian Huke
- Verwarnungen: Christoph Schmidt, Marty Müller, Patrick Mann (alle Neustadt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Neustadt, Hauptplatz (Kap. 2.250, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 175 (davon 130 zahlende und ca. 45 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ganz gute erste Halbzeit, danach zeigte der klar überlegene Gastverein leider nur noch wenig)
Photos with English Commentary:a) Brandenburg Football Cup: Optik Rathenow defeat Neustadt/ Dosse
b) Elbe-Havel-Region, Saxony-Anhalt and Brandenburg: Jerichow, Havelberg, Rathenow, Neustadt/ Dosse, Wassersuppe, Kotzen
c) Central and South-Western Brandenburg: Wusterhausen/ Dosse and more & Brandenburg/ Havel Old Town and other sights
Für den letzten Samstag im Juli (und somit dem letzten Tag in meiner Groundhopping-Saison 2012/13, die aus organisatorischen Gründen nicht genau deckungsgleich mit der regulären Fußballsaison ist) war es nicht so einfach, ein vernünftiges Spiel zu finden. Irgendwie bin ich auf die vorgezogene Partie der ersten Runde des Brandenburgpokals gekommen. Vorgezogen wurde sie wohl, da der hochklassige Gast als Pokalverteidiger am ersten Augustwochenende im DFB-Pokal anzutreten hat. Warum man die Profi- und Halbprofiteams der Ober- und Regionalligen und gar der 3. Liga in den Landespokal ihr Unwesen treiben lässt, kann ich zwar nicht nachvollziehen – aber Hauptsache heute gab es eine ordentliche Partie in Brandenburg zu sehen!
Wir mussten dazu nach einem Umweg über Staßfurt wo wir Anja einsackten lange über die Landstraßen nach Neustadt/ Dosse, welches als Pferdestadt bekannt ist da sich dort das Landesgestüt befindet, fahren. Wir legten zwei Besichtigungsstopps auf sachsen-anhaltischem Gebiet ein.
Zuerst die Klosterkirche in Jerichow, die mit 4,50€ (ermäßigt 3€) Eintritt und 2€ Fotogebühr unverhältnismäßig hoch zu Buche schlägt. Die Kirche wird zwar gerne als „lupenrein romanisch“ abgefeiert, aber das heißt in erster Linie, dass sie ein reichlich unspektakulärer Backsteinbau ist. Alt aber nicht unbedingt schön und die Restaurierungen – na ja, die Steine sind derart aufpoliert, dass jeder Blinde sieht, dass so gut wie kein Teil der Kirche noch aus dem 13. Jahrhundert erhalten geblieben ist. Außerdem war noch die Dämlichkeit und Aufdringlichkeit des Personals auffällig: in der Kirche wird man noch mal vom Pfarrer kontrolliert, ob man auch ordnungsgemäß mit gültigen Karten durch den Haupteingang gekommen ist oder sich kostenlos durch die Hintertür geschlichen hat. Bei den Eintrittspreisen könnte man letzteres aber keinem verdenken...
In Havelberg ist der Dom sehenswerter, nicht nur da er spektakulär oberhalb der etwas verfallenen Altstadt liegt – Havelberg halt: ein Berg oberhalb der Havel... Auch das Interieur ist durch die zurückhaltende Einbringung neueren Stilrichtungen und die gekonnte romanische Deckengestaltung die in Jerichow überhaupt nicht vorhanden ist, deutlich sehenswerter. Der Eintritt ist kostenfrei, 1,50€ kostet das Fotografieren.
Von Havelberg nach Neustadt/ Dosse sollte man unbedingt nach Karte fahren und die Abkürzung über Neuendorf nehmen. Was diese asozialen Schweine da ausschildern ist extrem dreist: die wollten uns außen rum fast über Kyritz lenken, was 23 statt 16km gewesen wären. Die auffällige Kirche und das schicke Gestüt gegenüber dem Industriedenkmal schauten wir uns nach dem Spiel an. Erstmal betraten wir das ebenfalls recht schicke (aber ebenfalls beschissen ausgeschilderte) Stadion. Der Eintritt von 4€ (weitreichende Ermäßigungen 3€) war noch im unteren Bereich des Rahmens. Bei einem Ligaspiel dürfte der 6. der vergangenen Landesliga-Saison einen Euro weniger verlangen – aber heute kam ja immerhin der 11. der Regionalliga aus dem nur 35km entfernten Rathenow.Das Stadion, genannt Sportplatz Neustadt, ist klein aber hat immerhin einen Graswall mit kleiner Tribüne samt Sprecherturm. Die Stufen sind mit Holzbänken bestückt. Hätten die nicht voll in der Sonne gestanden, hätten wir uns dahin gesetzt. Aber so hockten wir uns wie die meisten anderen auch auf die zweistufige Stehtribüne rechts und links der Anzeigetafel, die die Gastmannschaft übrigens vorne anführt. Da ein bisschen Stimmung von den Gästefans gemacht wurde, platzierten wir uns am Rande des Gästesektors. Als nach dem 0:6 die vier lustigsten Sprücheklopfer langsam das Stadion verließen, wurde es übrigens nicht nur auffällig ruhig, sondern fiel auch kein Treffer mehr...
Bis zu dieser 60. Minute hatte Rathenow allerdings das Spiel schon standesgemäß entschieden: nach klar dominantem Beginn mit Pfostentreffer aber ohne Torerfolg, dauerte es knapp 20 Minuten bis zur Führung. Nach einem Foulelfmeter ging es dann aber Schlag auf Schlag: die Abwehr wurde im Minutentakt ausgehebelt und bei Pause führte Optik mit 5:0.
Nach der Pause kam Neustadt gar nicht mehr vors gegnerische Tor, wobei auch Rathenow nun mit dem Druck nachließ. Für das 6:0 reichte es noch, danach reichte die Luft nur noch fürs dumme Sprüche raus hauen. Das waren zwar nur drei, vier Spieler, aber insbesondere so Typen wie den 6er hab ich gefressen: hält sich für den Größten, weil er bei einer minderbemittelten Pseudo-Profi-Truppe aus der tiefsten Regionalliga-Provinz einen Vertrag ergattern konnte, zeigt wenig, erläuft kaum einen Pass, schlägt beschissene Standards, aber reißt dann (auch noch ungestraft vom Schiri) dauernd die Fresse auf, wenn ein Amateurspieler ihn mal völlig normal foult oder auch nur fair den Weg zum Ball abschneidet.
Nach diesem schon überzeugenden aber nicht besonders sehenswerten 6:0 Favoritensieg von Rathenow fuhren wir gleich mal in deren Richtung. Ein Abstecher ins kleine Dorf Wassersuppe das ohne Sehenswürdigkeiten an einem See liegt, dann nach Rathenow, wo es ein bisschen Altstadt gibt – unter anderem ein historisches Schleusenwärterhaus, eine Kirche, ein Platz mit einem spektakulären Adligen-Denkmal – und schließlich in einen Ort mit besonders klangvollem Namen: nach Kotzen! Dort gibt es einen noch besseren Sportplatz als im Nachbardorf Rhinsmühlen – was bei beiden Plätzen nur zum Kotzen ist, ist dass sie völlig braun-gelb verbrannt sind – und außerdem eine alte Kirche. Mehrere Zollingerhäuser fallen an der Hauptstraße ins Auge. Die Landschaft um den ganz ordentlich aussehenden Ort herum ist auch ganz nett: hügelig, Felder und Wälder wechseln sich ab. Also sieht es gar nicht mal zum Kotzen aus dort in Kotzen...
Statistik:- Grounds: 970 (heute 1 neuer; diese Saison: 202 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.854 (heute 1, diese Saison: 277)
- Tageskilometer: 580 (580km Auto)
- Saisonkilometer: 61.590 (50.400 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 4.360 Fahrrad/ 240 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 128 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 365
Sonntag, 29. Juli 2012
W313V: 10 Tore und 2 Rote Karten in den beiden Brandenburger Testspielen
Ludwigsfelder FC 1:8 FSV Optik Rathenow
Datum: Samstag, 28. Juli 2012 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: Testspiel Brandenburgliga (6. Liga, 1. Amateurliga) gegen Regionalliga Nordost (4. Liga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 1-8 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-1
Tore: 0-1 30. Turhan, 1-1 39. Kolat, 1-2 48. Turhan („Foul“-Elfmeter), 1-3 57. Turhan, 1-4 62. Owczarek, 1-5 73. Turhan, 1-6 75. Coric, 1-7 84. Tsiatauchas, 1-8 87. Turhan
Verwarnungen: 2x Nr. 2; 1x Nr. 12, Nr. 13 (alle LFC)
Platzverweise: Nr. 2 LFC (80. wg. Foulspiel + Meckern)
Spielort: Waldstadion, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (LFC brach in Hälfte zwei völlig ein, was für viele Tore sorgte)
FSV Union Fürstenwalde 0:1 Berliner Athletik Klub 07
Datum: Samstag, 28. Juli 2012 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Testspiel NOFV-Oberliga Nord (5. Liga, 2. Halbprofiliga) gegen Regionalliga Nordost (4. Liga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 0-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-1
Tor: 0-1 41. Kruschke (?)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: Teichmann (BAK: 90. wg. grobem Foulspiels)
Spielort: Karl-Friedrich-Friesen-Stadion (Kap. 5.000, davon 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Viel Bewegung zwischen den Strafraumgrenzen, glücklicher Sieg für den Höherklassigen)
a) Pre-Season: Ludwigsfelder FC – Optik Rathenow
b) Pre-Season: Union Fürstenwalde – Berliner AK
c) Sightseeing: From Königswusterhausen to Fürstenwalde
Am Samstag hatten wir uns zwei Testspiele in Brandenburg, die zu recht ungewöhnlichen Zeiten angesetzt waren, ausgesucht. Schon um 11 Uhr vormittags spielten der Brandenburgligist Ludwigsfelder FC und der Regionalligist Optik Rathenow gegeneinander. 4€ und ermäßigt 2€ sind zwar für Brandenburgliga angemessen, aber nicht für ein Testspiel, das auf dem Nebenplatz mit unzulänglichen Zuschauerplätzen (nur eine Stehstufe, trotz zwei Seiten echt brandenburgische Nadelbaumreihen nirgendwo Schatten) stattfindet. Aber das ist die übliche Seuche bei kleinen Kackvereinen: Wenn es kalt ist wird der Hauptplatz geschont, wenn es regnet wird der Hauptplatz geschont, wenn es heiß ist (wie heute) wird der Hauptplatz auch geschont... Zum Kotzen mit solchen Vereinen!
Wenigstens lieferten beide Teams – vor allem der Gast aus Rathenow – ein sehenswertes Spiel ab. Für einen Regionalligisten versemmelten die Optiker aber unheimlich viele Chancen. Nach einer halben Stunde hatte sich Turhan –der Beste von dieser Regionalligamannschaft, die eigentlich niemals hätte Regionalliga spielen dürfen, da eigentlich Hansa II weit vor ihnen war, doch nicht aufsteigen durfte, sodass Optik als Drittplatzierter nachrückte – warm geschossen. Recht kurz darauf gelang dem LFC aber ein schöner Kopfballtreffer ins lange Eck zum aufgrund der gar nicht so wenigen Offensivaktionen ab der 15. Minute nicht völlig unverdienten Ausgleich.
Nach der Pause brach der LFC aber völlig ein, kam kaum noch über die Mittellinie und kassierte Tor um Tor, da sie hinten kein Land mehr sahen. Das 1:2 war allerdings ein unberechtigter Foulelfmeter, der sicher verwandelt wurde, aber natürlich so einige Beschimpfungen nach sich zog, die hauptsächlich von den Neonazis rechts von uns ausgingen. In der ersten Hälfte hatten wir noch neben zwei sachkundigen, älteren, seriösen Männern gehockt – nun standen wir neben Bier saufenden, pöbelnden Dorfglatzen. Sehr durchmischtes Publikum beim LFC...
LFC spielte nun halt so beschissen, wie ein Teil seines Anhangs und auch sein Nebenplatz sind und Optik zeigte, dass sie ein zumindest halb-professionelles Team sind: 1-8 hieß es am Ende, wobei drei Treffer von weit durchgebrochene Stürmer erzielt wurden und die letzten beiden in Überzahl, da sich der eine ältere LFCer völlig zu unrecht über eine gelbe Karte aufregte.
Wir aßen noch in einer ganz netten Kneipe im gesichtslosen Ludwigsfelde zu Mittag und guckten uns ein paar Sehenswürdigkeiten auf dem Weg nach Fürstenwalde an. Klein Machnow hat eine massive Backsteinkirche und einen renovierten und modernisierten Gutshof zu bieten. In Mittenwalde gibt es ein interessantes Stadttor mit Turm, das ebenso backsteingotisch ist, wie die in späteren Zeiten überarbeitete Kirche. Die meisten anderen Gebäude sind in Mittenwalde und seinem Nachbarort Ragow neueren Datums und ganz nett gemacht, wenn auch natürlich sehr kleinstädtisch. Mehr daher macht natürlich das Schloss Königswusterhausen. Es ist auch erheblich schöner gestaltet als die beiden bei Fürstenwalde liegenden Schlösser Alt Madlitz – ein einfacher Gutshof mit ganz hübschem aber Mückenverseuchten Landschaftspark – und Steinhöfel – ein teures Restaurant ist in einem klotzigen Barockbau mit sehr gepflegten Landschaftspark untergebracht. Fürstenwalde selbst hat außer einem backsteingotischem Dom nicht sonderlich viel zu bieten, doch macht einen ganz gepflegten Eindruck. Dem an einigen Ecken zu sehenden Verfall wird auch entgegengewirkt: So wird z.B. das alte Rathaus restauriert.
Beim FSV Union Fürstenwalde im Friesenstadion war es ganz nett. Die Oberligaeintrittspreise wurden halbiert für dieses Testspiel, obwohl es – wie es sich gehört – auf dem Hauptplatz ausgetragen wurde und eine klassenhöhere Mannschaft zugast war. Die Ordner übten schon mal für die Oberliga mit recht strengen Kontrollen, waren aber ganz nett. Auffällig war nur, dass sie uns gleich danach fragten, wo wir her sind. Das ließ darauf schließen, dass Union keine besonders großen Zuschauerzahlen vorweisen kann. Von den kaum mehr als 100 Fans, die sich im 5.000 Zuschauer fassenden und nach dem Turner, Pädagogen und nationalen Freiheitskämpfer Karl Friedrich Friesen benannten Stadion, waren auch etwa 15 Angehörige der Spieler aus Berlin angereist – und neben uns dreien aus Merseburg waren wohl noch zwei Fans oder Groundhopper aus Rostock erschienen. Entsprechend wenig war auf den hufeisenförmig angeordneten Rängen los: Hinter dem einen Tor sind nur Bäume, hinter dem anderen und auf der einen Längsseite sind hohe und enge Stehtraversen. Oben stehen auch ein paar Holzbänke. Auf der anderen Längsseiten sind 500 grüne Schalensitze angebracht.
Das Spiel war jetzt nicht so herausragend, da trotz der geringen Spielfeldabmessungen wenig vor den Toren passierte. Beide Teams waren gleichwertig, mit nur ganz leichten Vorteilen für den Berliner AK. Zwei Mal verpasste Union ganz knapp den Kasten und drei Mal BAK, ehe sie das 0:1 durch einen Stellungsfehler des ansonsten wirklich starken Torhüters von Fürstenwalde – die Kopfballbogenlampe war absolut haltbar, wenn man nicht 10 Meter vor seinem Kasten herumhampelt – erzielten.
Nach der Pause das gleiche Bild, eher noch ausgeglichener und noch mehr starke Zweikämpfe. Ein Tor fiel leider nicht mehr, doch die Schiedsrichterin, die versuchte ohne Karten auszukommen, musste dann noch in der 90. Minute eine Karte zeigen. Und das war gleich die rote, da der ohnehin mit seiner Tuntenfrisur am bescheuertsten aussehenden BAK-Spieler völlig unprovoziert den zugegebenermaßen vorher am unsaubersten spielenden Fürstenwalder brutal im Mittelkreis umholzte. Da regten sich sogar die eigenen Fans auf: „Da wichst der dem in de Beene, innem Testspiel! Dat isn Idiot!“ Dem bescheuerten Teichmann ist wahrscheinlich die Wärme nicht bekommen – man muss den Arsch schon sperrangelweit offen haben, in so einem Spiel so eine Aktion zu bringen.
Leider gelang Fürstenwalde nicht noch der Ausgleich, da die gute Schiedsrichterin – die von zwei guten männlichen Linienrichtern assistiert wurde – ziemlich pünktlich abpfiff. Ich hätte als Schiri noch mal die volle Hand hochgehalten und darauf gehofft, das ein Fürstenwalder einem Berliner am oder im Strafraum an den Oberkörper schießt, damit ich Elfer für Union geben kann...
Grounds: 767 (heute 2 neue; diese Saison: 172 neue)
Sportveranstaltungen: 1.576 (heute 2, diese Saison: 262)
Tageskilometer: 540 (540 Auto)
Saisonkilometer: 63.910 (34.000 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.630 Fahrrad/ 3.130 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 114
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 313
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