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Montag, 23. Juni 2014

W412III-V: Debüt bei Leunas Alten Herren mit 24 Jahren...

SV Nahetal Hinternah AH ............................................ 1
TSV Leuna 1919 AH ...................................................... 1
- Datum: Samstag, 21. Juni 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 1-1 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 15. Teichmann, 1-1 59. Rene Schmidt
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage an der Nahe, Platz 1 (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon 6 Leuna-Fans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr gutes Spiel zweier gleichermaßen starker Mannschaften)

SG FSV Kali-Werra Tiefenort/ SV 1930 Frauensee ... 3
SV Blau-Weiß Dermbach 1991 ..................................... 0
- Datum: Sonntag, 22. Juni 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga Westthüringen, Staffel 2 (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 20. Philipp Wolmerstedt, 2-0 63. Philipp Wolmerstedt, 3-0 89. Georg Pfaff (Eigentor)
- Verwarnungen: Peter Böhm, Michael Denner, Daniel Lubahn (alle Dermbach)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Kaffeetälchen (Kap. 5.500, davon 1.800 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 300 (davon 250 zahlende und vllt. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Lahmes Gekicke mit einzelnen Highlights, die ausnahmslos Tiefenort zu verdanken waren)

SG SV Dippach 1926/ SV Grün-Weiß Gospenroda D 2
FSV Kali-Werra Tiefenort D ....................................... 4
- Datum: Sonntag, 22. Juni 2014 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: D-Junioren Kreisliga Westthüringen, Staffel 3 (3. und unterste Spielklasse der U13)
- Ergebnis: 2-4 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 28. (4), 0-2 40. (4), 1-2 42. (Nr. 8), 1-3 45. (6), 1-4 47. (10), 2-4 56. (Nr. 11)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Dippach (Kap. 400, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Unterhaltsames Spiel zweier gleichwertiger Teams)

SG SV 08 Steinach/ 1. FC Sonneberg E ................... 10
FSV 1906 Eintracht Hildburghausen E ...................... 3
- Datum: Samstag, 21. Juni 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: E-Junioren Verbandsliga Thüringen, Staffel 2 (1. Spielklasse der U11)
- Ergebnis: 10-3 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 7-0
- Tore: 1-0 1. Philipp Heinz, 2-0 5. Robert Müller, 3-0 7. Robert Müller, 4-0 11. Bilal Barth, 5-0 13. Lance Hertel, 6-0 18. Felix Rothenberger, 7-0 19. Robert Müller, 7-1 27. Marten Löhnert, 8-1 32. Robert Müller, 8-2 37. Leandro Florschütz, 9-2 45. Robert Müller, 9-3 48. Marten Löhnert, 10-3 50. Philipp Heinz
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Städtisches Stadion Sonneberg (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Sehr gute erste Hälfte der Sonneberger: in der zweiten Halbzeit schlief das Spiel ein)  
Photos with English Commentary:
a) TSV Leuna Veterans playing a friendly match at Hinternah: SV Nahetal Hinternah 1:1 TSV Leuna 1919
b) Under-11: SG Sonneberg/ Steinach 10:3 FSV Hildburghausen (new stadium: Städtisches Stadion)
c) Under-13: SG Dippach/ Gospenroda 2:4 Kali-Werra Tiefenort (at the football ground of Dippach)
d) WESTERN THURINGIA AMATEUR LEAGUE 2: KALI WERRA TIEFENORT GAINS PROMOTION WITH 3:0 OVER BW DERMBACH

xy) Leuna Veterans’ 2013 Trip to Hinternah: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157634435692124

I) Central Thuringia: Rieseneck Hunting Reserve
II) Thüringer Wald Region: Elgersburg castle, Gehlberg, Sonneberg, Rauenstein castle ruin, Schalkau castle ruin, Eisfeld old town 
III) Western Thuringia: Berka/ Werra, Dippach, Gospenroda, Krayenburg, Dietlas, Stadtlengsfeld, Dermbach, Tiefenort, Frauensee, Oberellen, Unterellen   
Jetzt ging es mal weiter weg für die Alten Herren: der traditionelle Wochenendausflug zum Freundschaftsspiel beim SV Hinternah stand an! Die Aufforderung einiger gestandener Fußballrecken, auch ich solle meine Fußballschuhe mitnehmen, hatte ich nicht ganz ernst genommen, da ich nicht dachte, dass die Spielerdecke des TSV so dünn ist und ich deshalb die Bodden außerhalb eines Bolzplatzes brauchen würde. Ich hatte aber alles dabei und dass man auch mal mit 24 Jahren sein Debüt für eine Altherrenmannschaft geben kann, haben schon andere vorgemacht…

Freitag kamen wir später als geplant los und fuhren aufgrund von Sperrungen auf den Autobahnen den etwas kürzeren, aber deutlich langsameren Weg über Bundes- und Nebenstraßen nach Gehlberg. Da uns zwei recht bekannte Sehenswürdigkeiten Mittelthüringens noch fehlten, fuhren wir auch kleine Umwege: zuerst zur historischen Jagdanlage Rieseneck bei Rudolstadt, die in schöner bergiger Waldlandschaft liegt und mehrere barocke Jagdhäuser sowie die eigentliche Anlage – ein besserer Schießplatz mit unterirdischen Gängen zum Heranpirschen an die Hirsche und anderen Jagdtiere – umfasst. Dann fuhren wir noch nach Elgersburg, wo es am Rande eines ersten markanten Höhenzuges des Thüringer Waldes eine historistisch überformte aber daher sehr geschlossene Burganlage gibt. Im Moment kann man meist nur drumherum gehen, da das Restaurant (temporär?) geschlossen ist und der Innenhof deshalb abgesperrt ist.

In Gehlberg drängelten wir uns durch die eigentlich gesperrte Hauptstraße zur Skihütte des TSV Leuna, die wie letztes Jahr schon einmal für ein langes Wochenende von den Alten Herren angemietet wurde. Man kann es Trainingslager nennen oder Ausflug unter Freunden – jedenfalls nahmen uns die 13 mitgereisten Spieler und ihre 3 Fans und Mannschaftsbetreuer herzlichst auf und es war sehr schön zu sehen, wie junggeblieben die Altherrenmannschaft noch ist, dass sie bis spät in die Nacht so ein schönes Grillfest feierte…  
Samstag wollten mein Vater und ich noch ein Vorspiel zum Altherrenmatch haben und fuhren deshalb nach Sonneberg, wo die im Mittelfeld der Thüringenliga/ Süd stehende E-Jugend Spielgemeinschaft vom 1. FC Sonneberg und dem SV Steinach (das Männerderby hatten wir vor zwei Wochen erst in Steinach gesehen) auf die bereits abgestiegene Mannschaft von Hildburghausen traf. Zusätzlicher Anreiz war die Eröffnung des neuen Stadions bzw. ganz neu ist es ja nicht, sondern nur saniert. Wirklich alt ist an der Anlage nur noch das Stadiontor mit Kassen und Vereinseinrichtungen, dahinter befinden sich dann Tennisplätze und die beiden Großfeldfußballanlagen. Der Nebenplatz (Oberer Sportplatz) hat auf einer Seite zwei Stehstufen, der Hauptplatz mittlerweile ganz frische, weiße Steinstufen (10 Reihen) auf einer Längsseite) sowie zwei überdachte Stehtribünen (4 Reihen) auf der anderen. Toppmoderne Leichtathletikanlagen und ein Basketballfeld runden das Ganze noch ab. Allerdings wäre ohne die drumherum liegende Berglandschaft, das ganze Stadion etwas zu funktional-steril…

Das E-Junioren Spiel wurde erwartet einseitig: schon nach 15 Sekunden traf die Nummer 16 zur Sonneberger Führung. Danach ging es einseitig weiter immer in Richtung Hildburghausener Tor, dass die Heimmannschaft auch immerhin sechs weitere Mal bis zum Seitenwechsel traf. Nach der Pause brach der Gastgeber etwas ein, hatte wohl auch mit dem starken Gegenwind zu kämpfen und konnte erst in der Schlussminute ein zweistelliges Ergebnis erzielen. Erfreulicherweise gelang auch Hildburghausen der ein oder andere Torerfolg, sodass ein 10:3 zu Buche stand.

Sonneberg selbst ist eine sehr hässliche Stadt, aber Sehenswürdigkeiten gibt es nördlich davon in Richtung Hinternah: z.B. die Burgruine und das derzeit in Sanierung befindliche Neue Schloss in Rauenstein und der Marktplatz sowie die Burgruine von Schalkau. Auch Eisfeld lohnt aufgrund des Markplatzes mit Schloss einen Besuch. Dort steht übrigens auch noch der Rest einer Gasolin Leuna-Typen-Tankstelle.  
Das Altherrenspiel der Leunaer fand wieder in Nahetal-Hinternah auf dem sehr gepflegten Hauptplatz statt. Leider habe ich vergessen zu fragen, welche Namensversion (es gibt wohl keine zwei Vereine, sondern nur einen einzigen der (früher?) als Spielgemeinschaft antrat) aktuell ist: ich habe jetzt mal den auf dem Schuppen lesbaren Namen SV Nahetal Hinternah genommen, auch wenn im Internet oft noch FC Hinternah-Schönbrunn steht.

Da für Leuna nur 13 Mann spielfähig waren und alle, naja, sagen wir mal: nicht völlig fit aufgrund des vorangegangenen Grillfestes waren, wurde mir gleich das Trikot mit der 16 überreicht. Die erste Halbzeit saß ich aber nur fotografierend auf der Wechselbank und beobachtete das wirklich gute, aber aufgrund der Gleichwertigkeit beider Teams nicht allzu chancenreiche Spiel. Nach einer Viertelstunde nahm ein Hinternaher eine Hereingabe direkt aus Nahdistanz ab und bugsierte den Ball unter die Latte. 10 Minuten später bekam der TSV einen lächerlichen Elfmeter zu gesprochen, den Rene mit Staubwolke und voller Fairplay-Absicht gekonnt wenige Dutzend Millimeter am rechten Lattenkreuz vorbeischoss.

Nach meiner Einwechslung zur Pause bekam Hinternah mehr Torgelegenheiten und traf auch zwei Mal das Gebälk. Andererseits ließen auch meine Kollegen im Sturm vieles liegen und ich kam zu wenig zum Zuge, da Hinternah hervorragend verteidigte. Richtig zum Zuge kam nur Rene Schmidt, der nach einer guten Stunde mit einem herrlichen Schuss aus fast 20m den Winkel traf. Beim 1:1 sollte es bis zum Abpfiff bleiben, sodass dieses Freundschaftsspiel ein gerechtes Resultat fand und in aller Ruhe im schönen Sportlerheim des SV Hinternah gegessen und WM geguckt werden konnte. Bei diesem hervorragenden Spiel zwischen Deutschland und Ghana gab es am Ende auch nur ein gerechtes Unentschieden…  
Sonntag fuhren wir etwas früher los als die verbliebenen 14 Sportkameraden vom TSV. Ein weiteres herausragendes thüringer Stadion rief… Nach kurzem Sightseeing-Abstecher in Berka/ Werra – viel Fachwerk und eine ansehnliche Kirche – besuchten wir Dippach mit einer interessanten, kleinen Dorfkirche und guckten dort die D- Jugend von Dippach/ Gospenroda gegen Kali-Werra Tiefenort. Die Spielgemeinschaft spielt im Männerbereich in Gospenroda, in der Jugend jedoch in Dippach. Wie fast alle Sportanlagen in Thüringen hat der Sportplatz von Dippach einen Graswall. Denn aufgrund der Topographie muss zum Anlegen von Sportplätzen in Thüringen meist viel Erde bewegt werden. Der Graswall zieht sich hier am teils bebauten Berghang die gesamte obere Längsseite in zwei Metern Höhe entlang und ist mit Holzbänken bestückt. Gegenüber ist der Platz etwas abschüssig und von der Hauptstraße begrenzt, die noch mal einen Meter tiefer liegt. Hinter den Toren ist auch gleich aufgrund von Gebäuden Schluss, sodass nur die Mindestmaße von 90x45 genutzt werden können und ein Kleinfeldjugendplatz somit die quadratischen Abmessungen von 45x45 hat.

Solche Abmessungen können förderlich sein für ein Jugendspiel oder auch nicht – bei so gleichwertigen Teams wie hier, eher nicht. Die zwei Mal acht Akteure standen sich dauernd auf den Füßen… Es dauerte ewig, ehe die etwas bessere Mannschaft aus Tiefenort in Führung ging. Nach der Pause sollten aber mehr Tore fallen. Kali Werra entschied das Spiel bald für sich, Dippach kämpfte sich aber noch etwas heran und erzielte zwei Treffer, sodass es 2:4 hieß. Die grauenhafte Schiedsrichterleistung hatte übrigens zum Glück keinen Einfluss auf den Spielverlauf: bei dem Sportkameraden an der Pfeife war aber wirklich jede zweite Entscheidung falsch...

Nach diesem ganz ansehnlichen Match gab es ein ordentliches Besichtigungsprogramm: in Gospenroda guckten wir nicht nur den weit außerhalb des Dorfes gelegenen, sehr idyllischen Sportplatz an, sondern auch die Dorfkirche mit der alten Schule (alles Fachwerk- und Schieferbauten). In Kieselbach geht es zur Krayenburg hoch, wobei die Anfahrt sehr interessant ist, da in Kieselbach viele bergan führende Wege nur geschottert sind. Die Krayenburg selbst hat einen spektakulären historistischen und einen kleineren, verfallenen mittelalterlichen Teil. In Dietlas gibt es ein eher unspektakuläres Schloss. Stadtlengsfeld hat einen größeren, allerdings als Klinik genutzten Schlosskomplex mit einer angrenzenden, kleinen Burgruine.

Dann hieß es zuerst nach Dermbach – dort steht ein interessantes Ensemble aus zwei Kirchen und einem symmetrischen Schlosskomplex – und dann nach Tiefenort, wo es außer einer Kirche nur das Stadion zu sehen gibt, wo dann Tiefenort und Dermbach aufeinander trafen.  
Den besten Ground des Wochenendes gab es ebendort in Tiefenort zu sehen: der Tabellenführer Kali Werra Tiefenort/ Frauensee (früher BSG Aktivist) spielte um den Aufstieg in die Kreisoberliga. Das Stadion war trotzdem nur zu 5,5% gefüllt. Bei einem 5.500 Zuschauer fassenden Platz auch kein Wunder…
Wieso die Gemarkung Kaffeetälchen heißt, weiß ich zwar nicht, aber es ist eine herrliche Talsenke mit stark von Nadelbäumen bewachsenen Hügeln drumherum. Oberhalb befinden sich auch noch Felder und der Nebenplatz (ein Hartplatz zum Training). Das eigentliche Stadion kann man durch ein Tor mit zwei symmetrisch angeordneten Torhäuschen betreten, das noch den Schriftzug BSG Aktivist trägt. Die kleinere Sitztribüne bietet Platz für 1.500 Leute auf Kunststoffbänken. Gegenüber liegen Sportlerheim mit Anzeigetafel und Uhr, sowie die große Tribüne, die mit bis zu 15 steilen Reihen in den Hang gebaut wurde. Mittig und zum Sportlerheim hin sind noch ein paar Bänke übrig geblieben, ansonsten lösen sich auch die teils mit Wellenbrechern versehenen Steinstufen langsam auf oder drohen den 10-12m hohen Hang hinunterzurutschen.

Nachdem schon die D-Jugend in Dippach siegte, gewannen auch die Männer ihr Spiel und stiegen damit in die Kreisoberliga auf. Trotzdem war die Atmosphäre unter den 250 bis 300 Zuschauer das gesamte Spiel über verhalten und auch das Spiel an sich war zwischen verhalten und langweilig. Wenige Torraumszenen und ein völlig unterlegener Gast aus Dermbach. Immerhin erzielte Tiefenort zwei schöne Treffer, ehe ein verlängerter Flankenschlag einem Dermbach zum Verhängnis wurde, der mit einem Eigentor noch einen drauf setzte. Nach dem 3:0 wurde ohne Platzsturm, aber dafür mit Abfeiern vor den beiden Tribünen und mehreren Leuchtfeuern auf der Sitztribüne gefeiert.

Nach diesem eher lahmen aber in einem tollen Stadion ausgetragenen Spiel guckten wir uns noch Frauensee an, ein Dorf dessen Fußballmannschaft mit ebendiesem Kali Werra Tiefenort fusioniert hat und ansonsten immerhin ein kleines Schloss und eine Kirche zu bieten hat. Wir fuhren in Herleshausen auf die Autobahn auf, wobei wir vorher noch die beiden thüringischen Orte Oberellen und Unterellen – beide haben kleine und umgenutzte Schlösser zu bieten – besichtigten.
Als Fazit bleibt, dass das wieder einmal eine geniale Fahrt mit dem TSV Leuna war! Diese Skihütte in der wundervollen thüringischen Landschaft ist auch wirklich eine geniale Anschaffung der Skianteilung des TSV gewesen!!  
Statistik:
- Grounds: 1.134 (Samstag: 1 neuer, Sonntag: 2 neue; diese Saison: 163 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.084 (Samstag: 1 + 1 Einsatz, Sonntag: 2; diese Saison: 228 + 2)
- Tageskilometer: 800km Auto (Freitag: 240km Auto, Samstag: 150km Auto, Sonntag: 410km Auto)
- Saisonkilometer: 63.040 (60.700 Auto/ 2.070 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 77 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 412

Dienstag, 2. Juli 2013

W361I: Das weiteste Auswärtsspiel der Alten Herren

FC Hinternah-Schönbrunn AH ------------------------------ 2
TSV Leuna 1919 AH ------------------------------------------- 1
- Datum: Freitag, 28. Juni 2013 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 2-1 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 7. Heun, 2-0 38. S. Beyhl, 2-1 49. Rene Schmidt
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage An der Nahe, Platz 1 (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: 9 (davon 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Sehr gutes Altherrenspiel mit vielen Torszenen und starker Balltechnik) DSC08417 FC Hinternah-Schöbrunn v TSV Leuna (Veterans Football) Photos with English Commentary:
a) Veterans Football: FC Hinternah v TSV Leuna, at Football Ground An der Nahe
b) Sightseeing in Thüringer Wald Region: Schmücke Mountain Pass, Veßra Monastery Museum, Hildburghausen, Gehlberg, Schleusingen, Plaue and Liebenstein Castle Ruins

Das weiteste Auswärtsspiel der Alten Herren führte in dieser Saison zu befreundeten Altherrenspielern aus dem Thüringer Wald: fast 500km hin und zurück, für die Leunaer Mannschaft auf einen Wochenendausflug zur Ferienhütte der Abteilung Ski ausgelegt, für die Groundhopper und Edelfans nur ein Tagesausflug mit Besichtigungsprogramm, auf das ich unten noch eingehe, und eben diesem Spielbesuch.

In der Gemeinde Hinternah gibt es in drei Ortsteilen vier Vereine und fünf Großfeldsportplätze. Allein in Hinternah stehen drei zur Auswahl, wobei der am besten gelegene nicht umsonst „Alter Sportplatz“ heißt: eine verrottete Wiese mit sandigem Boden, einer langen alten Holzbank die in den hohen Graswall eingelassen ist und alten Eisentoren und -geländern. Immerhin kann der Platz nicht überschwemmt werden wie die mit zwei Großspielfeldern ausgestattete Anlage an der Nahe: diese beiden Wiesen, von denen die bessere einen Graswall auf einer Seite zu bieten hat, liegen landschaftlich aber auch schön. Mit einem Sportlerheim und mehr Parkplätzen ist die Infrastruktur auch besser als da oben auf dem Alten Sportplatz.

Die Atmosphäre zwischen den beiden Teams war natürlich topp. Vor dem Spiel wurden noch Mannschaftsfotos – die beiden Merseburger Groundhopper waren auch mit drauf – gemacht. Nach dem Spiel wurde natürlich noch gemeinsam gegrillt, ehe die Leunaer zur Übernachtung nach Gehlberg weiterfuhren.

Das Spiel selber war auch absolut lohnend, da von beiden Teams auf hohem technischem wie spielerischem Niveau geführt. Schade, dass da kaum einmal 10 Zuschauer zusahen. Mehr Gästefans will ich ja nicht verlangen – es ist halt nicht für jeden der Anreiz auf ein ungewöhnliches Spiel in einer unbekannten Sportanlage so groß, dass man da mehrere Hundert Kilometer fährt – aber mehr Heimfans hätten es schon sein können...

Anfangs war der Gastgeber drückend überlegen, ließ Leuna kaum über die Mittellinie kommen. Nach drei kleineren Torchancen ging Hinternah in der siebten Minute durch einen langen Ball aufs Tor in Führung. Torwart Hähnel bekam nur noch die Fingerspitzen dran und Mahlberg konnte die Pille nicht vor der Linie wegschlagen. Einem anderen Leunaer Verteidiger gelang dies in einer ähnlichen Situation sechs Minuten später glücklicherweise noch 10cm vor der Linie. Dass uns der eine ältere Zuschauer aus Schleusingerneundorf erzählte, dass auch Hinternah nur Freundschaftsspiele (und keinen Spielbetrieb) absolviert, wunderte uns bei dem Auftreten in den ersten 15 Minuten.

Erst Mitte der ersten Hälfte gelang es dem Gast Druck aufzubauen. Nun folgten aber mehrere hochkarätige Chancen, von denen wenigstens eine hätte versenkt werden müssen. Doch wie gut die Mannschaft aus Hinternah ist, zeigten sie kurz vor dem Halbzeitpfiff: nachdem sie minutenlang abgemeldet waren, konterten sie durch die Mitte und vollendeten den Konter auch souverän zum 2:0.

Nach einer kurzen Halbzeitpause gab es ein ausgeglichenes Spiel zu sehen, das beide Mannschaften nach wie vor auf wirklich hohem Niveau absolvierten. Ein sehr langer Pass wurde von Rene Schmidt kurz vor der Torauslinie noch erwischt, ehe der Heimkeeper den Ball wegfangen konnte. Der Ball drohte verloren zu gehen, doch Schmidt setzte sich gegen den Torwart und zwei Verteidiger durch und netzte das Leder unter die Latte durch die zum rotwürdigen Handspiel ansetzenden Arme eines Verteidigers ein.

In den folgenden Minuten war Hinternah wieder etwas aktiver als Leuna, doch kam zu keinem weiteren Torerfolg. Aus einfacherer Position als beim 2:1 vergab Schmidt eine der besten Chancen der Gäste. Die letzte Chance für Hinternah in der Schlussminute war allerdings viel krasser vergeigt. Den Ausgleich hätte Leuna bei den Bemühungen v.a. in den jeweiligen zweiten Abschnitten der Spielhälften verdient gehabt, aber sie waren dann doch nicht konsequent genug wie Hinternah beim 2:0 vor der Pause.
Im Endeffekt ist das aber zweitrangig, da bei den Alten Herren hier noch mehr als bei anderen Mannschaften des Vereins der Spaß im Fordergrund steht. Gut so! DSC08467 FC Hinternah-Schöbrunn v TSV Leuna (Veterans Football) Auch den beiden Groundhoppern hat die ganze Tour enorm viel Spaß gemacht. Ich muss sogar sagen, dass das die beste Auswärtsfahrt war, die wir je mit einer Mannschaft des TSV gemacht haben. Und das hat nicht nur damit zutun, dass es die weiteste war!

Die Region Thüringer Wald hat nämlich auch einiges in Sachen Sightseeing zu bieten. Vor dem Spiel in Hinternah fuhren wir erstmal bis Hildburghausen durch. Die Reste der Stadtmauer, das Renaissance-Rathaus und eine innen sehr spektakuläre Kirche sind hier die Sehenswürdigkeiten. Vom Schloss steht leider nichts mehr, da die Amerikaner es 1945 völlig zerschossen weil die Nazis es als Kaserne mit Flugabwehrgeschützen missbrauchten.

Das Kloster Veßra ist ein besonderes Highlight. Ich habe mich erstmal über den hohen Eintritt gewundert – 4€, weitreichende Ermäßigung 2,50€ – doch für das Gebotene ist das angemessen. Das Kloster ist nämlich ein Freilichtmuseum, das als Henneberger Museum bekannt ist. Schon zu DDR-Zeiten wurden historische Gebäude hierhin umgesetzt. So befinden sich innerhalb der Klostermauern museal aufbereitete Gebäude, von der Fachwerkscheune von 1600 über die Dorfkirche von 1800 bis zum Neubauernhaus von 1948. Das eigentliche Kloster hat außer dem Torturm mit angrenzender Kapelle v.a. noch die eindrucksvolle Ruine der Hauptkirche zu bieten.

In Schleusingen guckten wir noch die wuchtige Burg am Rande der wenig sehenswerten Altstadt an, tankten für einen ungewöhnlich niedrigen Preis und fuhren dann nach Hinternah weiter. Der Ort selbst liegt landschaftlich klasse und hat immerhin neben den charakteristischen aber ansonsten unspektakulären, schieferverkleideten Privathäusern wenigstens ein auffälliges Fachwerkhaus (Brandköppshaus) und eine hoch am Berg liegende Kirche mit spitzem Turm zu bieten.

Nach dem Spiel in Hinternah schafften wir es noch mit dem letzten Licht des teilweise trüben Tages die Landschaft um die Schmücke herum zu fotografieren, in Gehlberg an der Leunaer Hütte und dem spektakulären Sportplatz des Freizeitvereins SV Schneekopf Gehlberg vorbeizuschauen, die 24h offene Burgruine in Liebenstein zu besichtigen und noch schließlich dem komischen Typen, der neben und in der Burg von Plaue wohnt aufs Grundstück zu fahren: das Tor stand ja offen und sinnigerweise ist die Infotafel für die Burg innerhalb des Privatgeländes...
23 Uhr waren wir dann zurück von der besten TSV-Leuna-Auswärtsfahrt aller Zeiten.
Juni/ Juli 2014 bitte wieder so was – am besten dann in Gehlberg selbst spielen! DSC08510 Gehlberg Statistik:
- Grounds: 954 (heute 1 neuer; diese Saison: 186 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.833 (heute 1, diese Saison: 256)
- Tageskilometer: 490 (490km Auto)
- Saisonkilometer: 56.320 (45.690 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.770 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 113 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 361