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Mittwoch, 14. August 2013

W367IV-V: 250km und zwei Tage mit dem Fahrrad unterwegs für ein Freundschaftsspiel vom TSV Leuna...

Blankenburger FV 1921 -------------------------------------- 6
TSV Leuna 1919 ------------------------------------------------ 0
- Datum: Samstag, 10. August 2013 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel (Landesklasse Staffel 3 gegen Landesklasse Staffel 6; jeweils 8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 6-0 nach 88 Min. (45/43) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 25. (10), 2-0 55. (15), 3-0 62. (11), 4-0 63. (15), 5-0 76. (8), 6-0 87. (12)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportforum der Stadt Blankenburg (Kap. 4.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Bei einem Wochenendausflug mit 9 spielfähigen Spielern und dem Trainer kann man keine wettbewerbsfähige Leistung erwarten)

Arbeiter Sport Verein Eisleben 1992 AH ---------- o.W.
FSV Grün-Weiß Wimmelburg 1920 AH ----------- o.W.
- Datum: Freitag, 9. August 2013 – Anstoß: 18.35
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: ohne Ergebniswertung da Resultat unklar, weil nach regulärem Tor der sogenannte Schiedsrichter das Spiel regelwidrig mit Ecke weiterführte
- Tore: 0-1 62. (12); fällt aus der Wertung
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Karl-Fischer-Sportplatz, ASV Eisleben (Kap. 1.560, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 0,0/10 (Eigentlich braucht man zu dieser Scheiße, die inklusive Schiri-Leistung in keiner Phase etwas mit Fußball zu tun hatte, nur sagen: kein Wunder, dass MSH als dümmster Landkreis Deutschlands gilt) DSC02656 Sportforum Blankenburg Photos with English Commentary:
1) Pre-Season: TSV Leuna visiting Blankenburger FV at Sportforum Blankenburg 
2) Veterans: ASV Eisleben v Grün-Weiß Wimmelburg at Karl-Fischer-Sportplatz

a) Eisleben Old Town 
b) Sylda/ Arnstein Castle 
c) Ballenstedt Old Town 
d) Meisdorf Palace
e) Thale Rock Formations 
f) Castle Ruins Lauenburg  and Stecklenburg
g) Ermsleben Konradsburg Castle 
h) Falkenstein Castle
i) Rock Fortress Regenstein 
j) QUEDLINBURG: Album I ; Album II
k) Winter in Blankenburg 

l) BLANKENBURG, GERNRODE, HARZBURG, HOYM  DSC02706 Blankenburger FV v TSV Leuna 1919 Beim Testspiel in Burgwerben - von Merseburg aus hin und zurück 40km - meinte Gisbert, dass er ein besonders interessantes Testspiel für uns hätte. Die Lenzens fragten nach unserer Zusage, ob wir da auch mit dem Rad hinfahren würden: Blankenburg/ Harz ist von Merseburg aus hin und zurück 230km. Nach ein bisschen Routenplanung wirkte das Ganze gar nicht mehr so abwegig – dass wir das in einem Tag machen sollen, hat ja keiner erwähnt...

Also brachen wir am Freitag um 15 Uhr mit den Rädern in Richtung Harz auf. Wir fuhren über Eisleben, da wir kein anderes Altherrenspiel auf dem Weg finden konnten. Die Fußballer im Harzkreis müssen alle Analphabeten sein, da kein Verein eine aktuelle Website hat oder gar eine Seite, auf der sie ihre Alten Herren (die aber fast jeder Club hat) vorstellen. Also blieben wir Freitag noch in Mansfeld-Südharz, da Wimmelburg samt ihrer Alten Herren eine hervorragend aktuelle Website hat, auf der ein Spiel beim ASV Eisleben angesetzt war.

Die Wimmelburger haben übrigens auch einen tollen Sportplatz und einen interessanten Nebenplatz.  Der Sportplatz des ASV Eisleben ist aber auch nicht schlecht: eine enge und etwas zugewuchert Einfahrt, primitive Containerbauten als Unkleiden und ein großer, von Graswällen auf drei Seiten umgebener Dorfacker. Einige Holzbänke auf der Wallkrone, Bäume und Gestrüpp drumherum, etwas Industriebrache... Benannt ist der Sportplatz – wie auch die angrenzende Straße, von der aus man den Platz betritt – nach einem Eisleber Arbeiter, der sich auch als Autor betätigte: Karl (auch: Carl) Fischer. Ich dachte daher, dass ASV – eine Abkürzung, die nirgendwo erklärt wird – für Arbeiter Sport Verein steht. Zu meiner Überraschung gab es aber Vereinsangehörige, die wirklich wussten, wofür das „A“ steht. Im Spaß meinte eine, die es wahrscheinlich auch war, „Arbeitslosen Sport Verein“ – aber im Ernst erklärte einer meinem Vater, dass es der „Allgemeine Sport Verein 1992“ ist.

Ich hatte in Wimmelburg einmal ein wirklich gutes Spiel der Grün-Weißen Altherren gesehen, doch was der Gast dort heute bot, hatte mit Fußball nichts zu tun. Keinerlei Laufarbeit, im Stand Fehlpässe ohne Ende und Schüsse die das Tor um 10 Meter verfehlten oder als Kullerbälle auf den unsicheren Schlussmann gingen. Auf der Gegenseite genau so eine Scheiße: der ASV bemühte sich wenigstens, konnte aber keinen Ball annehmen geschweige denn aufs Tor bringen. Eine einzige gute Chance hatten sie: nach einem Stürmerfoul gab es ein Foul im Strafraum am ASV-Angreifer, das der „Schiedsrichter“ auf Drängen der Gäste mit Freistoß vorm Strafraum ahndete – dieser wurde ganz gut hereingebracht und per Kopf an die Latte gesetzt.

Und da wären wir auch schon beim eigentlichen Hauptakteur dieses Spiels, dem sogenannten Schiedsrichter: der 15jährige kannte die Regeln höchstens ansatzweise, pfiff immer so, wie es ihm gesagt wurde und selbst dann nicht richtig. Nach einer normalen Zurechtweisung durch einen völlig zu Recht genervten Wimmelburger rastete seine auf der Trainerbank sitzende Mutter, die genauso unterbelichtet war wie er, fast aus und pöbelte lächerlich herum. Den Vogel schoss der Junge, der wahrscheinlich noch nie im Verein Fußball gespielt hat, dann allerdings erst ab, als er nach dem regulären Wimmelburger Tor auf die Abseitsforderungen der Eisleber mit einem Eckstoß reagierte. Der Ball war im Tor und er gibt Ecke, da Abseits gerufen wird! Dadurch wusste niemand so recht, wie das Spiel eigentlich ausging und ich entschied mich einfach dazu, es nicht zu werten. Es zählt nicht in die Spiele-ohne-0:0-Statistik, nicht in die Trefferstatistik und auch nicht in die Ergebnisliste. Ein Sportgericht hätte ein Pflichtspiel mit einer solchen Szene schließlich neu angesetzt, da der Schiedsrichter das Spiel nach einer entscheidenden Szene nicht regelkonform fortführte.

Natürlich, klar. Der Spacko war ja erst 15, wahrscheinlich zum ersten Mal an der Pfeife und bei so einer Mutter kann man auch keinen vernünftigen Bildungsstand beim Jungen erwarten – aber so etwas ist eigentlich nicht mehr lustig. Nicht nur, dass das Spiel eines der schlechtesten war, das ich je gesehen habe. Wenn ich sehe, wie der Nachwuchs drauf ist – dieser lächerliche Schiri und diese nervig neugierigen und unglaublich doofen Dorfkinder die um uns herum tobten – weiß ich nur zu gut, warum Mansfeld-Südharz als der dümmste Landkreis Deutschlands gilt. Eine der stärksten, reichsten und wichtigsten Regionen Deutschlands – das Mansfelder Land – ist seit Jahrzehnten völlig auf dem Müll. Dass hier nur wenig mehr als 80% der Schüler einen Abschluss erreichen,  konnte man sich lebhaft denken, bei so dummen Wänstern wie dort auf dem Fußballplatz. Ich fang jetzt nicht an, noch die Statistiken zu verlinken, die auf die extremen Arbeitslosenquoten, die wahnsinnigen Bildungsdefizite und die extremen Krankheitstage der arbeitenden Bevölkerung eingehen... Das Mansfelder Land ist in vielen Punkten einfach heruntergekommen, was man nicht nur beim Sport als Spiegelbild der Gesellschaft dauernd gezeigt bekommt, sondern auch wirklich traurig ist!

Wir hatten noch bei Hotel Rammelburgblick angerufen, dass wir nach der Eincheckzeit erscheinen und fuhren dann in etwas mehr als einer Stunde bis Saurasen hoch. Auf Höhe der auf dem gegenüberliegenden Berggipfel liegenden Rammelburger Schlossruine liegt zwischen Mansfeld und Harzgerode ein bekanntes Gasthaus mit Hotel an der Harzhochstraße. Der Blick ist herrlich, die Zimmer ganz gut, das Frühstück für 5€ auch in Ordnung (könnte aber auch früher als um 8 beginnen) – doch für 55€ pro Doppelzimmer (33€ das Einzelzimmer) kann man noch etwas mehr erwarten bzw. bei dem Niveau dann einen niedrigeren Preis. Das Restaurant scheint auch überteuert zu sein. Immerhin ist der aus dem Ort stammende Besitzer ausgesprochen freundlich und sein Personal (derzeit türkische Praktikanten: der Chef aus Gernrode ärgert sich nämlich über die unfähigen Leute aus MSH, die in seinem Betrieb nur Mist bauen) macht ebenfalls einen positiven Eindruck. DSC02504 Karl-Fischer-Sportplatz, home of ASV Eisleben Nach dem Frühstück gelangten wir am nächsten Morgen über Bundesstraßen und Nebenstraßen und über Harzgerode mit seinem mickrigen Schloss, Alexisbad mit Architektur aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert sowie Mägdesprung mit dem Obelisken nach Gernrode. Hauptsehenswürdigkeit ist die romanische Basilika: sehr authentisch, sehr schön ausgestaltet, aber mit 1€ und 5€ Fotogebühr sehr touristisch ausgelegt. Es gibt auch einige schöne Fachwerkbauten und enge Gassen im Ort. An den architektonisch ansehnlichen Neinstedter Anstalten und dem extrem hässlichen Thale vorbei, kamen wir in Blankenburg an. Die Schlossanlagen mit Gärten und der Kern der Altstadt mit Rathaus, Kirche und Fachwerkgebäuden ist sehr sehenswert. Schlecht steht es aber um die Gastronomie: in der Innenstadt hat die Hälfte der Lokale dicht gemacht und das scheiß Sportlerheim im Sportforum hat unmögliche Öffnungszeiten.

Wie auch immer, im Sportforum sorgten wir bei den Leunaern für gute Laune: waren die Groundhopper also wirklich so bekloppt, hier mit dem Rad hinzufahren...

Das Stadion ist sehr schön gelegen: Schlossblick und in die offene Harzlandschaft schaut man hinein. Architektonisch ist es nicht uninteressant. Alles etwas neu und steril, Ausbau auf den Längsseiten, ziemliche Höhenunterschiede – aber alles im Sportforum drin: ein Nebenplatz mit Ausbauten, eine Sporthalle und ein Sporthotel. Dort machten halt die neun spielfähigen Leunaer zusammen mit dem Trainer und mehreren verletzten Spielern einen Wochenendurlaub...

Nun ja, anders kann man halt nicht beschreiben, was da auf dem Platz los war. Der Blankenburger FV nahm nicht mal Eintritt. Dabei waren sie starker Dritter in Staffel 3 und Leuna holte wenigstens einen 9. Platz in Staffel 6 der Landesklasse. Auch Blankenburg schien nicht mit voller Kapelle angetreten zu sein, doch gegen 7 Landesklasse-, 2 Nachwuchsspieler, den Trainer und einen Gastspieler der Blankenburger reichte es zu einem billigen 6:0 Sieg. Zwei der Treffer wurden aus Abseitsposition erzielt. Alle Treffer waren Konter. Bis kurz nach der Halbzeit hatte Leuna auch noch sehr gut mithalten können und sich mehrere Chancen erspielen können. Dass dieses Ergebnis nichts über die Erwartungen, die man nächsten Samstag in Hohenmölsen-Großgrimma an Leuna stellen kann, zu tun hat, dürfte klar sein! DSC02666 Sportforum Blankenburg Auf der Rückfahrt passierten wir etliche interessante und äußerst sehenswerte Orte, die wir fast alle schon kannten. In Sichtweite fuhren wir an Falkenstein und Konradsburg vorbei. In Quedlinburg fuhren wir am Rand der riesigen historischen Altstadt vorbei. Hoym lohnt einen kurzen Zwischenstopp, da es dort eine Kirche und ein Schloss gibt. Als wir Merseburg gegen 23.15 erreicht hatten, hatten wir über 245km in den beiden Tagen zurück gelegt. DSC02616 Gernrode basilica Statistik:
- Grounds: 983 (Freitag und Samstag je 1 neuer; diese Saison: 12 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.867 (Freitag und Samstag je 1, diese Saison: 11)
- Tageskilometer: 250 Fahrrad (Freitag: 80km, Samstag: 170km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 2.370 (1.980 Auto/ 390 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 139 [letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 367

Sonntag, 3. Juni 2012

W305IV: Frauenfußballsonntag – dieselbe Liga, dasselbe Ergebnis; doch eine andere Staffel und ein völlig anderes Niveau

SV Rothenschirmbach 1920 FR 1:0 ASV Eisleben 92 FR
Datum: Sonntag, 3. Juni 2012 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: Frauen Kreisklasse Mansfeld-Südharz (6. und unterste Frauenfußballliga)
Ergebnis: 1-0 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 0-0
Tor: 1-0 37. Nr. 10
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Waldsportplatz Rothenschirmbach (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 4 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Frauenfußballspiel, gerade für die Kleinfeldkreisklasse wirklich stark!)

TSV Leuna 1919 FR 0:1 SG Motor Halle FR
Datum: Sonntag, 3. Juni 2012 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Frauen Kreisklasse Saalekreis/ Halle, Staffel 2 (6. und unterste Frauenfußballliga)
Ergebnis: 0-1 nach 60(!) Min. (32/28) – Halbzeit: 0-1
Tor: 0-1 20. Nr. 3
Vergebener Strafstoß: 37. Nr. 7 (Leuna) scheitert an Nr. 1 (Motor)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: 58. Nr. 13 (Leuna, Schiedsrichterbeleidigung)
Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 4 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Ganz grauenhaftes Spiel!)

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Photos with English Commentary:
b) Women’s Football: TSV Leuna v Motor Halle

Am „sommerlichen“ ersten Junisonntag waren wir bei zwei Frauenfußballspielen. Beides waren Spiele der Kreisklasse, beide Spiele gingen 1:0 aus – doch zwischen den beiden Spielen lag nicht nur eine geographische Einteilung (Staffel Mansfeld-Südharz und Staffel Saalekreis/ Halle), sondern es lagen mehrere Klassen im spielerischen Niveau!

Rothenschirmbach erreichten wir sehr schnell über die Autobahn. Das Dorf an der südlichen Kreisgrenze von MSH macht auch bei der Aktion „Autobahnkirchen“ mit. Ihre etwas über 100 Jahre alte neoromanische Kirche ist auch vor allem Innen ganz ansehnlich. Im Nachbardorf Holzzelle gibt es ein idyllisches aber recht wild gewuchertes Waldstück, in dem sich die Reste eines Klosters befinden. Man muss der Beschilderung zum Reiterhof folgen und dann statt rechts in den Hof geradeaus und die nächste rechts (unbefestigter Waldweg) rein. Nach etwa 500m ragen dann rechts die beiden Mauerreste – wahrscheinlich der Glockenstuhl der Klosterkirche – aus dem Gestrüpp. In einem schneefreien Winter ist die Besichtigung der Ruine natürlich am günstigsten...

Man könnte auch vor der Kreuzung der Bundesstraße links in den gesperrten Asphaltweg fahren um über die Brücke auf den Hauptparkplatz des Waldsportplatzes Rothenschirmbach zu gelangen, doch viel stilvoller ist es den Waldweg, der hinter gleich der Kreuzung links von der Straße nach Bischofrode abzweigt, zu nehmen. Der führt einen knappen Kilometer lang unbefestigt zum idyllischen und mehr als einen halben Kilometer von jeglicher Bebauung entfernten Fußballplatz. Bäume stehen auf allen Seiten mehr oder weniger dicht um den ausbautenlosen Platz herum. Die eine Längsseite ist sehr eng an eine kleine Schlucht gebaut. Immer wieder schön, wenn man Jemanden die Treppe in die Waldschlucht runter scheuchen muss, um einen verunglückten Ball zu holen...

Der SV Rothenschirmbach 1920 hat im Männerspielbetrieb nur noch eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbardorf Osterhausen. Diese Spielgemeinschaft spielt auf dem wenig sehenswerten Platz in Osterhausen. Die Alten Herren des SV 1920 nutzen nach wie vor das gesamte Feld und die Frauenmannschaft, die eine der am längsten existierenden in der Region ist, immerhin die vordere Hälfte. Rothenschirmbachs Frauen sind in der Kreisklasse Mansfeld-Südharz (die Kleinfeldliga wird von zwei nicht-mansfelder Teams (Farnstädt aus dem Saalekreis und Karsdorf aus dem Burgenland) verstärkt) diesmal nur 10. Heute war der ASV Eisleben – diese sind 12. und damit Letzter: 4 Punkte, 21:105 Tore – zugast. Leider ließ sich nicht herausfinden, wofür das „A“ in „ASV“ nun steht. Vielleicht „Arbeiter-Sportverein“ oder „Athletik Sportverein“. „Assyrischer Sportverein“ wird es wohl nicht sein in einer Kleinstadt mit so wenigen Ausländern. Und wie ein „Arschloch-Sportverein“ haben sie sich auch nicht benommen...

Das Spiel war erstaunlich gut: es gab enorm viele Torszenen, die Spielerinnen gingen mit viel Elan in jeden Zweikampf, die Abwehrreihen standen ziemlich sicher, der Sturm erkämpfte sich immer wieder Gelegenheiten, Missgeschicke (wie z.B. über den Ball semmeln) gab es nicht viele und auch die Fehlpassquote war im Rahmen. Zur Pause stand es aufgrund der guten Leistungen der Defensivreihen und weil die Stürmerinnen auch einfach immer mal Pech hatten, 0:0. Nach dem Seitenwechsel gelang Rothenschirmbach glücklicherweise mit einem Schuss der aus 12 Metern hoch ins Eck segelte der hochverdiente Führungstreffer. Dass Rothenschirmbach 15 Punkte mehr als ASV holen konnte, merkte man bei allen guten Szenen der Eisleberinnen dann doch. In der zweiten Hälfte nahm die Anzahl der vergebenen Torchancen für die Heimmannschaft noch zu. Es blieb trotzdem gerade einmal beim für diese Liga sehr niedrigen und torarmen Resultat von 1:0. Mit unsichereren Abwehrreihen oder auch etwas stärkeren Stürmerinnen, wäre das locker 4:2 oder 6:3 ausgegangen!

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Von einem richtig guten Spiel in Rothenschirmbach ging es zu einem Grottenkick nach Leuna. Die TSV-Damen hatten die Chance gegen den Vizemeister vom letzten Tabellenplatz wegzukommen, doch sie bekamen es nicht hin, auch mal über zwei Stationen einen Ball zu spielen, Konter bei eins gegen eins abzuschließen oder auch mal einen Handstrafstoß zu verwandeln. So schwach habe ich die Frauenmannschaft des TSV Leuna noch nie gesehen! In den anderen Spielen waren sie ja auch nie auf dem Niveau von Rothenschirmbach oder Eisleben – gut, dass sie nicht in der MSH-Liga mitspielen müssen: da hätten sie keine 8 Punkte geholt! – aber zeigten immerhin doch ansehnlichen Fußball. Viel schlimmer als die schwache Leistung des TSV war allerdings das Gekicke dieser Mannschaft aus Halle: Motor ist aus unerfindlichen Gründen Zweiter und hat eine einzige gute Aktion im Spiel gezeigt – den Schuss ins Eck zum 0:1 Siegtreffer! Das größte Highlight nach dem Tor war dann die völlig hirnlose Foulserie einer Leunaer Spielerin, die erst eine durchgebrochene Hallenserin am Trikot zerrte (Notbremse: rot, doch in der Liga ist gelb auch völlig OK), dann über den Freistoß des Schiedsrichters meckerte (eigentlich noch mal gelb bzw. gelb-rot) und dann noch irgendwelche Beleidigungen gegenüber den etwa 16jährigen machte. Daraufhin zog der ansonsten nur mit der Zeitnahme überforderte Unparteiische auch endlich die rote Karte. Man muss sich schon sehr fragen, warum eine Spielerin, die ein paar Jahre älter als der Schiri ist, aber nicht annähernd die Fußballerfahrung wie er – selbst ein 16jähriger Schiri hat fünf Mal so lange Erfahrung wie eine Spielerin die mit Anfang 20 zum ersten Mal mit kicken anfängt – hat, sich so aufspielt.

Das Spiel heute war ein besonders schlechtes des TSV. Als Saisonfazit kann man aber sagen, dass man mit 8 Punkten aus 16 Spielen doch ein eher besseres Resultat als erwartet erzielen konnte. Dass die Mannschaft mit einem Punkt hinter Hohenthurm auf dem letzten Platz gelandet ist, tut nichts zur Sache. Es wurden immerhin zwei Siege und zwei Unentschieden eingefahren. Viel eher ist es erschreckend, dass nur 6 Tore in der ganzen Spielzeit erzielt wurden. Da nach meiner Einschätzung die Leistung zum Saisonende hin immer mieser wurde, ist schwer zu hoffen, dass die Mannschaft zusammenbleibt und in der neuen Saison ein besseres Resultat anpeilt. Nicht, dass die Leunaer Frauenmannschaft das bleibt, was Einige (und auch nachvollziehbarerweise bei dem sportlichen Hintergrund der Mannschaft) befürchtet hatten: eine Mode-Erscheinung für ein, zwei Spielzeiten, in denen Fußball mal gerade „in“ ist bei den Damen. Ich hoffe aber, dass die Mannschaft am Ball bleibt und sich steigern kann, was ich auch nicht für unwahrscheinlich halte!

Schließlich muss man noch sagen, dass ein Vergleich der Kreisklasse Saalekreis mit jener von Mansfeld-Südharz bei den Frauen erschreckenderweise zugunsten von MSH ausfallen muss. Jede Jugendklasse in MSH ist schlechter als im Saalekreis, der Männerspielbetrieb ist qualitativ wie quantitativ schwächer in MSH im Vergleich zum ziemlich starken Saalekreis. Doch bei den Frauen sieht das anders aus: die wenigen Mannschaften die da spielen, sind wohl alle durchweg besser als die „stärksten“ in der Unionsklasse Halle/ Saalkreis. Da wurde der Ball viel besser behandelt, die Pässe gingen auch mal über zwei, drei Stationen, Schüsse hatten eine ganz andere Präzision und Härte... Von Leuna, Motor, ESV oder Hohenthurm kann doch keine den Ball als Verteidigerin von einem Strafraum zum anderen klären, wie z.B. die Nr. 14 von Rothenschirmbach. OK, die ist auch körperlich allen Spielerinnen, die ich in der Saalekreisklasse gesehen habe, überlegen gewesen – aber das erklärt nicht, warum die Spiele in MSH so viel besser sind!
Zum einen liegt die Überlegenheit an der höheren Erfahrung – in einem Ort wie Rothenschirmbach, wo seit Jahrzehnten auch die Frauen kicken, ist der Frauenfußball ganz anders im Verein und im Dorf verankert, als in Leuna oder Dölbau, wo es mehr eine Modeerscheinung ist: „der Freund spielt, spiel ich halt auch...“ – doch zum anderen waren auffälligerweise selbst die Zierlichsten auf dem Platz in Rothenschirmbach läuferisch, konditionell und in Sachen Kampfgeist viel fitter (also schlicht und ergreifend sportlicher) als die Besten der Saalekreis-/ Hallemannschaften. Und viel höheres Tempo bedeutet nicht nur viel mehr Tore und Torszenen, sondern einfach auch bessere und attraktivere Spiele. Man braucht sich ja nur mal den Torschnitt und die Ergebnisse anschauen: der heutige Spieltag im SK hatte zwar einen ungewöhnlich hohen Torschnitt (15 Treffer in 4 Partien), doch jedes Spiel endete zu Null. In MSH gab’s in 5 meist ausgeglicheneren Spielen 21 Treffer. In der gesamten Saison war es in MSH ein Torschnitt von 5,2 pro Spiel – im SK ein erbärmlicher 3,0-Schnitt in Staffel 2 und 3,5 in Staffel 1.
Natürlich haben die Frauen in MSH auch keinen ganz großen Sport geboten, doch eben sehr soliden und sehenswerten Amateurfußball – und davon ist man bei der Liga Halle/ Saalekreis weit entfernt!

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Statistik:
Grounds: 742 (heute 1 neuer; diese Saison: 149 neue)
Sportveranstaltungen: 1.533 (heute 2, diese Saison: 219)
Tageskilometer: 100 (100 Auto, 10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 58.020 (29.050 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.010 Bahn, Bus, Tram/ 2.820 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 81
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 305