Spiel- und Sportverein Vorsfelde von 1921 (U19) |
0 : 2 (0:0) |
Turn- und Sportverein Hehlingen 1959 (I. Mannschaft) |
- Datum: Sonntag, 18. Januar 2026 – Beginn: 13.00 - Tore: 0-1 56. Mennenga, 0-2 89. Bergsträsser - Gelbe Karten: Mhamdi (SSV); Biller (TuS) - Rote Karten: keine - Austragungsort: Drömlingstadion, B-Platz (Kap. 1.200 Stehplätze) |
Photos with English commentary: |
Am Sonntag dann erstmals seit meiner Marokkotour wieder Fußball draußen. Niedrige einstellige Temperaturen, aber sonnig. Meine Freundin musste zur Schicht, ich konnte mir ein Testspiel auf dem Kunstrasenplatz des SSV Vorsfelde anschauen. Immerhin zwei Stehstufen und ein Wall, jeweils getrennt durch den Durchgang zum Feld. Hab schon schlechtere Nebenplätze gesehen. Insgesamt eine schöne Anlage dort. Die Eintrittspreise sind trotzdem der reinste Wucher, in der Landesliga der teuerste Verein neben den Göttingern. Aber heute spielte ja kostenfrei deren A-Jugend, die ebenfalls Landesliga - in ihrer Altersklasse halt - ist. Diese hielt über 90 Minuten gut mit trotz klarer körperlicher Unterlegenheit gegen einen Bezirksligisten der Männer, TuS Hehlingen. Die Gäste müssen sich da schon fragen, auch wenn sie nach der Pause das 0:1 über die Linie gegen die Bewegung des Torwarts brachten und kurz vorm Ende der Partie noch das 0:2 erzielten, wie das in ihrer Liga gegen den Abstieg weitergehen soll. Wirklich dürftig trotz des Sieges, was da von Hehlingen gezeigt wurde! |
Trotz starkem Gegenwind war ich mit dem Rad noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück, sodass ich diesen Bericht soweit schreiben konnte, bevor der Abend dem AFCON gehörte. Bis zur Nachspielzeit war das Finale von Marokko gegen Senegal übrigens ausgeglichen, intensiv, sehr hohes Niveau, packend wie erwartet und beide Seiten aber im Abschluss zu ungenau, insbesondere Marokko. Dann wurde es typisch AFCON: Offensivfoul Senegal, strenge Regelauslegung, Tor aberkannt. Es droht schon zu eskalieren. Gänzlich eskalierte es, als ein über 1,90 Meter großer Senegalese den nur etwa 1,70 kleinen Brahim Diaz klar vor einem Kopfballduell nach hinten umriss. Das bis dahin schon mehrfach unsicher, aber noch ordentlich pfeifende Schiedsrichtergespann brauchte den Hinweis vom VAR, danach wurde auf Elfer entschieden und Senegaltrainer Thiaw beorderte die Mannschaft in die Kabine. Mane klärte das Chaos nach einigen Minuten. Ein absolut fairer und großartiger Spieler, nicht nur, weil er hier als einer der wenigen seines Teams vernünftig blieb. Das Verhalten von Trainer und Torwart hätte gegen beide Feldverweise zur Folge haben müssen, es gab aber nur Gelb gegen den Torwart und unberechtigt gegen einen Marokkaner, der von TW Mendy angemacht wurde. Völlig idiotischerweise ließ sich Diaz von En-Nesyri den Ball aushändigen und lupfte ihm dem regelwidrig vor der Linie hüpfenden Torwart Mendy in die Arme. Keine Wiederholung wie es zwingend hätte geben müssen, viel zu früh danach Abpfiff zur Verlängerung. Dann ein herausragendes Tor von P. Gueye, eingeleitet durch Mane. Er ist der einzige, dem ich diesen Titel gönne. Nicht, weil mir Marokko so nahe steht, dass es mich ausgesprochen ärgert, dass die A-Nationalmannschaft ständig super spielt, aber keine Titel holt, wie die U23, U20 usw. - es ist einfach asozial, wie Senegal hier ungestraft auf den Spielverlauf einwirken kann, weil die Schiedsrichter dem für diesen Wettbewerb typischen Chaos nicht Herr werden! Aber was wäre der Afrikacup ohne Chaos, Skandale und irre Spielverläufe? Auch bei jedem AFCON: Presse in allen Ländern auf dem Kontinent und bei uns schreibt einen Müll, der kaum auszuhalten ist. Es mangelt einfach vielen, die sich äußern, an Regelkenntnis. 95 % der Presseartikel, auch in Deutschland, sind ohnehin abgeschrieben, belanglos und austauschbar - in allen Resorts. Aber die Sportjournalisten könnten einfach mal das Regelwerk online einsehen. Und sich hinsichtlich des angeblich regulären ersten Treffers Senegals und des vermeintlichen Kann-Elfers, denn man so laut unterbelichteter Kommentatoren in einem internationalen Finale nicht hätte geben dürfen (es gibt übrigens ein einziges allgemein gültiges Regelwerk; vom Amateurtestkick zum WM-Finale gilt das Gleiche!) vom südafrikanischen und entsprechend neutralen Sportfernsehen erklären lassen, warum da die SR-Entscheidungen korrekt waren: Victor Hlungwani, ehemaliger FIFA-Schiri auf SABC… Woran sich Schwachköpfe in der internationalen Presse hinterher aufgeilten, waren übrigens Raufereien um Handtücher des senegalesischen Torhüters. Wie auch in der Premier League, sind Handtücher nicht mehr im Tor erlaubt - erfährt man von den Presse-Schmierfinken nur nicht. Klar, man hat dann nicht ein Spiel daraus zu machen, wenn sich Senegal und Nigeria mal wieder nicht an die Vorgaben halten und sich um die Handtücher zu kabbeln, das ist einfach unprofessionell. Und von mehreren Verbänden war auch wieder albern, dass Handtücher mit Schriftzügen und Symbolen mit Zauberei/Voodoo usw. in Verbindung gebracht wurden - braucht man sich halt in Afrika nicht zu beschweren, wenn man in Europa ausgelacht wird. Aber die Presse wird immer schlechter damit fertig, nie dagewesene Mengen an frei verfügbaren korrekten Informationen für ihre Leser aufzubereiten… Erfreut war ich übrigens, dass ich auf marokkanischen Seiten kaum Anfeindungen - v.a. so gut wie keine rassistischen - gegen Brahim Diaz (Mutter Marokkanerin, Vater Spanier) lesen musste. Wenn ein nicht-arischer deutscher Nationalspieler so einen Fehlschuss fabriziert, dann ist bei den teutonischen Fans aber Polen offen und in Oświęcim schon das Gas aufgedreht… Vor Mannschaften wie Marokko, Senegal, Nigeria und vllt. Ägypten, müssen sich sich die historisch stärksten Nationen in Europa und Südamerika jedenfalls immer mehr hüten - die Professionalisierung schreitet nämlich auch in den Ländern selber voran, man profitiert nicht nur von in Europa ausgebildeten Landsleuten (Ägypten hat bspw. fast nur in der ägyptischen Liga spielende Nationalspieler) und mindestens Marokko nähert sich im Profifußball immer mehr europäischem Spitzenniveau. Mittlerweile ist die Infrastrukturentwicklung klar erkennbar auf Dauer angelegt - von Marokko und so manch anderem Team aus dem Verband CAF wird man auch in den nächsten WMs noch etwas hören, aus den Bereichen AFC und CONCACAF sehe ich keine Konkurrenz für UEFA und CONMEBOL erwachen (über OFC brauchen wir gar nicht erst zu reden). Für die Afrikameisterschaft 2027 ist bereits jetzt Urlaub eingeplant, auch wenn ich damit rechne, dass bis zum AFCON in Kenia, Tansania und Uganda noch mindestens Uganda oder Tansania einen Putsch erleben, Spielorte und Termine geändert und ein oder zwei Verbände disqualifiziert werden... Vielleicht ist es mir ja möglich und ich bin beim Finale in vermutlich Nairobi mal live vor Ort und sehe dann einen Sieg Marokkos über z. B. Kamerun mit 15:14 im Elfmeterschießen (da ja das 9:8 von 2015 nicht ewig Bestand haben soll), nachdem beide Teams je 3 Rote und 8 Gelbe erhalten und je 2 Tore fadenscheinig aberkannt bekamen und es nach 45+5 und 45+20 sowie 30 Minuten Verlängerung zzgl. 15 Minuten Nachspielzeit torlos blieb. Halte ich beim AFCON jedenfalls nicht für zu wild fantasiert, so einen Spielverlauf… |
Statistik: - Grounds: 3.936 (1; diese Saison: 94 neue) - Sportveranstaltungen: 5.563 (1; diese Saison: 138) - Tourkilometer: 50 (50km Rad) - Saisonkilometer: 46.260 (27.100 Flugzeug / 17.290 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.870 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 264 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Dienstag, 20. Januar 2026
W3.0264II: Erstes Fußballspiel im neuen Jahr und letztes Wort zum Afrika-Cup
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