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Freitag, 8. August 2014

W419IV: 19 Tore in 3 Spielen und Leunas Siege werden immer höher...

SV Germania Schafstädt AH ............................................ 2
TSV Leuna 1919 AH .......................................................... 8
- Datum: Freitag, 8. August 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: Spielabbruch wegen sportlicher Überlegenheit beim Stande von 2-8 nach 63 Min. (36/27) – Halbzeit: 2-3
- Tore: 1-0 10. Nr. 17, 1-1 19. Mario Melchior, 1-2 22. Ingo Witzel, 1-3 25. Ingo Witzel, 2-3 29. Nr. 7, 2-4 39. Ingo Witzel, 2-5 48. Mario Melchior, 2-6 53. Mario Melchior, 2-7 59. Carsten Franke, 2-8 63. Rene Schmidt
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Germania Stadion (Kap. 2.000 davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Tolles Spiel der Leunaer!)  
Photos and English Commentary:
Veterans Friendly Match: Germania Schafstädt lost to TSV Leuna 1919

Die Leunaer Alten Herren traten diesen Freitag in Schafstädt an. Die gastgebende Germania schien nicht in Bestbesetzung angetreten zu sein, doch hatte einen guten und offensiven Start. Nach 8 Minuten hatten sie allerdings die Hilfe des eher mäßigen Schiedsrichters auf ihrer Seite, als ein durch einen katastrophalen Torwartfehler hinter der Linie gelandeter Freistoß von ihm völlig zu Unrecht aberkannt wurde. Kurz darauf ging Schafstädt in Führung, als eine Flanke in die Spitze aus 15m Entfernung gegen die Laufrichtung von Thomas Hähnel im Leunaer Tor verwandelt wurde.

Nach einer Viertelstunde riss Leuna dann aber das Spiel an sich und Mario Melchior konnte nach weniger als 20 Minuten mit seiner erst zweiten Chance den Ausgleich markieren. Innerhalb von drei Minuten hatte Ingo Witzel dann mit starken Sturmläufen und souveränen Abschlüssen die Vorentscheidung erzielt. Mit einem Schuss aus 14m gegen den Innenpfosten verkürzte Schafstädt dann noch einmal, ehe es eine derbe Klatsche in Hälfte zwei gab.

Nach dem Seitenwechsel war von den Gastgebern kaum noch etwas zu sehen, während Ingo Witzel und Mario Melchior ihre hervorragenden Einzelleistungen mit den Toren zu ihren beiden Hattricks krönten. Carsten Franke sorgte dann innerhalb einer einzigen Minute für zwei geniale Szenen: erst wurde er im Fünfmeterraum vom Spielball gefoult, dann hämmerte er die Kugel mit dem nächsten Anlauf unter die Latte zum 2:7.

Den Torschützen des letzten Treffers des Tages habe ich nicht so genau gesehen, aber ich glaube, das war schon wieder der, der mich vor dem Spiel auf einen tatsächlichen und einen vermeintlichen Fehler in meinem Bericht vom letzten Freitag hinwies. Der Torschütze im Bericht vom 1.8. wurde jedenfalls jetzt korrigiert, aber den Endstand habe ich schon vorher richtig wiedergegeben: es war ein 6:1 für Leuna. In der Vorwoche war es übrigens ein 5:1 und nach diesem 8:2 heute, kann man nur sagen: mit 19 Toren in drei Spielen gut eingeschossen für den starken Kontrahenten, der am 15.8. auf die Leunaer wartet; den BSV Ammendorf!  
Statistik:
- Grounds: 1.158 (heute kein neuer; diese Saison: 5 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.121 (heute 1; diese Saison: 9)
- Tageskilometer: 40 (40km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 1.840 (1.720 Auto/ 120 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 103 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 419

Sonntag, 21. November 2010

W225III: 52 Tore, 52 Strafminuten und 5 Platzverweise – was eine Statistik!

SG Germania Zwenkau 30:22 Sächsischer HC Meerane
Sonntag 21. November 2010 – Anwurf 17.00
Liga: Verbandsliga Sachsen, Staffel West (6. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 30:22 nach 60 Min. – Halbzeit: 13:11
Tore: Balrich 6, Böttger 6, Radwan 5, Thamm 4, Rother 4, Niese 4, Buschmann 1 (Zwenkau); über Spielernamen vom SHC liegen mir leider keine Informationen vor
Gelbe Karten: Zwenkau 4, SHC 2
Zeitstrafen: in etwa: Rother 6, Balrich 4, Böttger 2, Buschmann 2 + Bankstrafe 2 + Standfuß (Rot) 2 (Zwenkau); Nr. 7 SHC 8, Nr. 5 SHC 6, Nr. 8 SHC 2 + (Rot) 2, Nr. 9 SHC 4, Nr. 79 SHC 4, Nr. 6 SHC 4 + Nr. 23 SHC und Nr. 8 SHC (Rot) je 2 + Nr. 14 SHC (Rot nach Spielschluss)
Platzverweise: Nr. 23 SHC (9:45 „grobes“ Foulspiel), Nr. 8 SHC (36:40 grobes Foul), Nr. 7 SHC (42:12 dritte Zeitstrafe für verschiedene Vergehen + weitere zwei Minuten für Meckern), Rother (Zwenkau, 53:31 dritte Zeitstrafe für verschiedene Fouls), 59:44 Standfuß (Zwenkau, 59:44 angeblich grobes Foul oder so was), Nr. 14? SHC? (60:00 wegen Beleidigung/ Foul oder so)
Sportanlage: Stadthalle Zwenkau (Kap. 300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Außer einigen Geistesblitzen von manchen Spielern beider Seiten hatte zwar nichts in diesem fehlerbehafteten Spiel mit gutem Handball zu tun, aber allein die Undiszipliniertheiten der Gäste waren das Kommen wert)
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Photos and English version:
http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157625441026796/

Auch am Sonntag beließen wir es bei Handball. Die wenigen Fußballspiele, die in Leipzig stattfanden, waren mit den ebenso wenigen Handballspielen zeitlich nicht kombinierbar, und das Fußballspiel, was ich mir ausgeguckt hatte, war als Spiel der 2. Stadtklasse pauschal abgesagt worden. Der Stadtverband gab halt einfach aus, dass nur Spiele ab 1. Stadtklasse stattfinden können. Echt intelligent. Aber das ist Leipzig. Fußball gibt es nur von März bis Oktober, immer mal wieder unterbrochen. Spielt doch endlich die erste Halbserie der Saison von Mitte März bis Juni und nach den Sommerferien August bis Mitte November die Rückrunde aus, wenn ihr weggetretenes Gras und schlammige Trikots verhindern wollt, ihr Flachzangen! Das Foto von dem Spiel in Syrien, das ich zum Samstagsbericht gepackt habe, führe ich hier nicht noch mal an...

Das Einzige, was ich am Leipziger Sport hier jetzt loben kann, ist dass am Sonntag überhaupt gespielt wird. Die Bescheuerten in Sachsen-Anhalt spielen wegen Totensonntag gar nicht. Sind zwar fast alles Atheisten, aber dann Sportverbot verhängen – einfach bescheuert! Ich würde auch an Heiligabend Sport machen oder dabei zugucken...

Ich hab jetzt oben was von Leipzig geschrieben, aber genauer wäre es, wenn ich Handball mit Leipziger Land in Verbindung bringen würde. Gespielt wurde nämlich in Zwenkau, einer Kleinstadt im Bezirk Leipzig, wenige Kilometer südlich der eigentlichen Stadt. Die 8.500 Einwohner wohnen in einer vom Tagebau flankierten, nicht besonders sehenswerten Stadt. Allerdings sind die Kirche gegenüber vom Rathaus und letztgenannter Bau schon einen Blick wert. Es gibt auch noch zwei weitere Kirchen (eine davon aber ruinös) und einen auffälligen Wasserturm. Die Halle ist von außen auch recht auffällig, da es ein geschmackvollerer Neubau ist. Innen ist nur eine Längsseite zum Zuschauen geeignet, wobei sich auf dieser vier Holz beschlagene Reihen Kunststoffbänke und dahinter eine Reihe blau bespannter Stühle befinden. Das Ganze ist in zwei Blöcke – rechts und links vom klobigen Sprecherturm – aufgeteilt und bietet 300 Leuten Platz. Es kamen auch gut 250, wobei diese bis auf langweiliges Getrommel, das von Kindern kam, die sich aber wenigstens reinhängten, kaum etwas zum Spiel beitrugen. Ein paar Zwischenrufe und etwas Klatschen noch – wie bei jedem normalen Handballverein halt auch.

Das Spiel der Männer-Verbandsliga war fehlerbehaftet – da es eine höhere Amateurliga ist, habe ich da wenig Verständnis für – und hektisch. Dass Meerane Tabellenletzter mit 3 und Zwenkau 8. von 12 mit 7 Pluspunkten waren, war oft nicht so recht zu merken, da bis zur 20. die Gäste gleichwertig waren. In der zweiten Halbzeit wurde der SHC aber immer undisziplinierter und schlampiger, sodass Zwenkau davon ziehen und verdient mit acht Toren siegen konnte. Einige der Tore waren sehr sehenswert – so z.B. ein mit Spin aus spitzem Winkel auf den Hallenboden geworfener Ball, der ins Meeraner Tor drehte oder Würfe in den Winkel nach Zuspiel über das halbe Feld – doch ansonsten lebte das Spiel nur von Disziplinlosigkeiten beider Mannschaften, wobei den Zwenkauern nicht viel vorzuwerfen ist, Meerane aber einiges mehr.
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Der Reigen von Platzverweisen wurde auch von Meerane eröffnet, wobei man nach so kurzer Spielzeit niemanden, der einem aufs Tor zulaufenden Gegenspieler beim Versuch den Wurf ab zu blocken, augenscheinlich versehentlich auf den Kopf ditscht, eine direkt-rote Karte zeigen muss. Zwei Minuten wären da völlig angemessen gewesen, aber die kleinlichen und bei Entscheidungen wie ‚Abstehen beim Torwurf’ unsicheren Schiedsrichter trugen auch mit dazu bei, dass es so eine Flut an Strafen gab. In erster Linie lag es aber nicht am schlechtesten Schiedsrichtergespann, dass ich je in einer sächsischen Halle habe pfeifen sehen, sondern daran, dass es ihnen die Spieler auch richtig schwer machten. Insbesondere lag es am Verhalten der größten Hornochsen die ich je übers Parkett habe traben sehen. Unglaublich auch, wie sich die vom Feld verwiesenen Meeraner Spieler – nach 42 Minuten schon drei! – von der Tribüne aus aufregten, wenn es für ein klares Foul zwei Minuten gegen Meerane und für ein normales Foul gegen sie nur zwei Minuten oder angemessene Verwarnungen für Zwenkau gab. Also da muss man den Arsch schon ziemlich weit offen haben, so dumme Bemerkungen am Fließband zu produzieren, wenn man einfach nicht gut spielt und dann auch noch extrem undiszipliniert ist. Wahrscheinlich fühlten die sich betrogen oder als die Besseren. Als neutraler Zuschauer konnte mir das eigentlich egal sein, aber wenn so was wie Meerane zum TSV Leuna oder SC Magdeburg zum Handball kommt, halte ich mich nicht mit beleidigenden Zurufen zurück, wie das lahme Publikum in Zwenkau.

Weitere Platzverweise waren eine direkt rote Karte gegen einen vorbelasteten Gästespieler, der grob im eigenen Kreis foulte (den Wurfarm heruntergerissen), dann eine Disqualifikation für drei + eine Zeitstrafe für verschiedene Fouls (darunter ein 2+2 Minuten Foul, das zur Herausstellung führte) für einen Meeraner und drei Mal zwei Minuten für einen Zwenkauer. Den vorletzten Platzverweis – den dritten direkt Roten – gab es dann gegen Zwenkau, da ein Meeraner in den 15er rein gerannt ist, der sich auch mutwillig in den Weg gestellt hat. Der Gästespieler klatschte zwar zünftig aufs Parkett, aber mehr als eine Zweiminutenstrafe gegen den nicht vorbelasteten Zwenkauer forderten nur die Gäste, sodass die zweite ungerechtfertigte rote Karte ausgesprochen wurde. Den letzten roten Karton gab es erst nach Abpfiff zu sehen, wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob der überhaupt für Meerane war, da es eh ein gutes Wortgefecht da unten gab. Und ob das der einzige Platzverweis nach Spielschluss war, weiß ich eigentlich auch nicht so sicher: Zwenkau schreibt auf ihrer Website was von 7 Platzverweisen, wobei sie in dem Artikel auch etwas zu sehr auf die Leistung der Schiedsrichter eingehen, anstatt fair aber spitz Bemerkungen gegen Meerane loszulassen - und ob der Zwenkauer Statistiker alles richtig aufgenommen hat, wage ich bei dem Chaos genauso zu bezweifeln, wie das meine eigene Statistik 100%ig stimmt.

Alles in Allem ein sehenswertes, aber kein gutes Spiel. Zudem also auch das undisziplinierteste Handballspiel – auch wenn es keine einzige richtig üble Aktion gab, d.h. keine rote Karte wegen einer Tätlichkeit ausgesprochen werden musste – dass ich je gesehen habe (und ich habe schon knapp 100 in Deutschland - von der ersten bis zur untersten Liga - und eines in der 1. tschechischen Liga gesehen), sodass ich dem Trainer von Meerane nur raten kann, mal seine Jungs in der Hinsicht kräftig anzuscheißen. Hätte er dem 23er, der zuerst runter geschickt wurde, mal den Mund verboten, wären wohl auch weniger Platzverweise zu verzeichnen gewesen. Der 23er heizte nämlich von der Tribüne noch kräftig auf. Und zwar nicht nur mit Geschrei um einen ausgetauschten Ball – wie man sich darüber aufregen kann, dass der Ball in einer Auszeit gewechselt wurde, frage ich mich aber auch: meint der, dass die Zwenkauer da einen Funksender im Ball versteckt haben, dass er nur ins Meeraner Tor fliegt, oder was?! – sondern auch mit ständigem Schiedsrichterbeeinflussen (v.a. durch Kartenfordern) und Gegenspieler voll meckern. Zusammenfassend gesagt, ist es aber schon lustig, wenn man eine Mannschaft erlebt, über die man sich schön aufregen kann...
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Den Hinweg hatten wir noch per Straßenbahn von Merseburg nach Bad Dürrenberg und Eisenbahn von Bad Dürrenberg nach Markranstädt und dann von dort per Rad nach Zwenkau gemacht. Übrigens war es typisch, was in Bad Dürrenberg so abging: 15 Minuten Verspätung wegen dieser scheiß ICEs die leider vorgelassen werden müssen und dann spielen da ca. 10jährige Kinder auf den Gleisen, denen man erst mit freundlichen Worten wie „verpisst euch ihr Dreckwänster, sonst mach ich euch platt“ beikommen muss, ehe sie vom Gleiskörper, auf dem sie Flaschen herumwarfen, verschwanden. Natürlich war mein Vater der Erste und Einzige, der sich um die Wänster kümmerte: die anderen Fahrgäste glotzten nur blöde oder ignorierten die Kinder und dachten gar nicht daran, dass sie heute nicht mehr Zug fahren können, wenn diese Hosenscheißer überfahren werden. Denen, die sich da nur mitleidig wundern, wo denn die Eltern der „lieben Kleinen“ sind, kann ich auch eine Antwort geben: die Eltern liegen sicher besoffen heeme herum und gucken fern. Nun ja. So Dinger blieben uns auf dem Rückweg erspart, denn den fuhren wir komplett per Rad nach Merseburg zurück, wobei wir die 44 Kilometer in 118 Minuten schafften.

Statistik:
Ground Nr. 499 (ein neuer Ground; diese Saison: 49 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.179 (diese Saison: 66)
Tageskilometer: 90 (70 Fahrrad, 10 Straßenbahn, 10 Eisenbahn)
Saisonkilometer: 12.120 (8.170 Auto/ 2.040 Fahrrad/ 1.110 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 225

Montag, 30. August 2010

W213III: 3. Kreisklasse und 3. Fight Night

TSV Germania Salzmünde II 3:5 SV Eintracht Gröbers II
Sonntag, 29. August 2010 – Anstoß 12.00
3. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 3 (13. und unterste Liga, 8. Amateurliga)
Ergebnis: 3:5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 1:3
Tore: 1:0 5. / 1:1 14. / 1:2 21. (Elfmeter) / 1:3 24. / 2:3 47. / 2:4 62. / 2:5 68. (Elfmeter) / 3:5 89.
Verwarnungen: je 1x Gelb für Salzmünde & Gröbers
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Salzmünde (Kap. 1.200, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gerade für diese Spielklasse viel Bewegung und ausreichend Torraumszenen, die zu vielen Treffern führten)

3. Merseburger Fight Night
Sonntag, 29. August 2010 – Beginn 16.30
Internationaler Kampfabend im Boxen, K1, MMA, Kickboxen und Muay Thai
Bester Kampf: Mahmut Yesilat (TR) – Sascha Poppendieck (DE) im K1
Schwächster Kampf: Maik Stumbries (DE) – Thomas Friedrich (DE) im MMA
Bester Kämpfer: Sascha Poppendieck (DE) im K1
Schlechtester Kämpfer: Sander Duyvers (NL) im MMA
Austragungsort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.550; 1.400 Tribünenplätze + 150 Bestuhlung)
Zuschauer: ca. 1.000
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Insgesamt nicht so gut wie die 1. Fight Night, aber v.a. durch hervorragendes K1 immer noch sehr sehenswert)
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Photos and English version:
Salzmünde: An Interesting Village and a Nice Football Match
Merseburg Fight Night: Boxing, K1, Kickboxing, Mixed Martial Arts and Thai Boxing

Dieser Sonntag stand von 12 bis 22 Uhr völlig im Zeichen verschiedener Sportarten. Ein bisschen Dorf-Sightseeing musste natürlich noch sein, bevor wir mit dem Fußballspiel der 3. Kreisklasse in Salzmünde bei Halle/ Saale begannen, da ich nicht nur die Sportstätten des Saalekreises, sondern auch die dazugehörigen Orte dokumentieren will. Das 7 km westlich von Halle gelegene und mehr als 2.000 Einwohner zählende Salzmünde hat auch als eines der wenigen Dörfer überhaupt das Prädikat „sehenswert“ verdient: Von Süden kommend rechts im Ort befindet sich eine ungewöhnlich geformte, aber natürlich sehr moderne Kirche, dahinter geht es eine Treppe hinab zum östlichen Ortsende, wo sich das Highlight – die im 20. oder 19. Jhdt. errichtete, aber mittelalterliche Formen aufgreifende, hervorragend hergerichtete Fachwerksiedlung, die man durch zwei Stadttore betritt und verlässt, wobei sich neben dem einen Tor auch das sehenswerte Gebäude des Standesamts befindet – befindet, schließlich gibt es am anderen Ende des Ortes auch noch ein abgewracktes und verbautes Herrenhaus sowie das ein oder andere ältere Fachwerkhaus, so z.B. ein Gasthof mit auffälligem Portal und eine Villa, die auf dem Berg oberhalb der Saale thront.

Der Fußballplatz befindet sich rechterhand von besagtem Gasthof, hinter Speichern und anderen Industrieruinen, neben einem weiteren Lokal, das sich im selben sanierten Gebäude befindet, wie die Umkleiden der Spieler, und auch der Saale. Der Fluss liegt sogar direkt hinter dem Platz und nur ein niedriger Graswall kann Überschwemmungen verhindern. Der Wall ist aber sicher völlig ausreichend und sorgt auch für zusätzliche Stehplätze. Ein paar Bänke sind auch angebracht worden – dasselbe auch gegenüber, wo die Bänke von hohen, dicht stehenden Eichen beschattet werden. Auf jeden Fall handelt es sich beim Salzmünder Sportplatz um einen der schönsten des Landkreises Saalekreis, auch wenn er nicht an die Sportanlagen in Farnstädt, Merseburg, Leuna oder Teutschenthal-Bahnhof herankommt.

Vor nur etwa 15 Zuschauern trafen die mit einem 11:0 gegen Oppin II gestartete Salzmünder Reservemannschaft und die mit zwei knappen Niederlagen gestartete Zweitvertretung von Gröbers aufeinander. Salmünde legte gleich kräftig los und erzielte nach einem schönen Sturmlauf das 1:0 in der fünften Minuten. Danach kam Gröbers besser ins Spiel und erzielte innerhalb von 10 Minuten drei Tore. Nach der Pause wieder ein schnelles Tor von Salzmünde. Einer der Germania-Spieler wollte kurz nach dem Treffer scherzhaft einen Freistoß mit beiden im Spiel befindlichen Bällen (einer sollte eigentlich nur gegen den anderen ausgetauscht werden) ausführen. Gröbers erzielte dann mit zwei weiteren Treffern – einen durch den mittlerweile zweiten Elfmeter, den der sichere Schiedsrichter verhängte – die Entscheidung. Kurz vor Abpfiff noch ein schöner Schuss unters Tordach zum 3:5 Endstand.
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Nach diesem doch sehr ansehnlichen Spiel ging es für uns weiter nach Spergau, was mit den Rädern gut zu bewältigen war. Wir hatten uns schon längst im Vorverkauf Karten für das alljährliche Kampfsportspektakel der Merseburger Fight Academy besorgt, die sich vor allem dem Thaiboxen (Muay Thai) und dem ans griechische Pankration erinnernde Ultimate Fighting – wo die Unterschiede zwischen UFC, MMA und Freefight liegen weiß ich nicht (UFC scheint aber eher ein Markenname zu sein) aber das Zugucken ist auf jeden Fall bei allen Dreien meist sehr unterhaltsam! – verschrieben hat. In der Spergauer Jahrhunderthalle hatten sich dazu auch etwa 1.000 Zuschauer eingefunden.

Die Kämpfe und Ergebnisse im Einzelnen (meine übliche Unterhaltungswert-Wertung folgt nach der Beschreibung):
Dennis Maurer (DE) Unentschieden gegen Martin Lemke (DE)
Boxen
Der erste Kampf des Abends war erwartungsgemäß einer der schwachen, da hier zwei Profis der unteren Kategorie gegeneinander boxten und einen unattraktiven Kampf mit viel Bewegung aber kaum Treffern und mangelhafter Technik zeigten. Ein gerechtes Unentschieden, da einer schlechter als der andere war, aber sich beide wenigstens sichtlich anstrengten. Beste Szene des Kampfes: einer wird vom Ringarzt in Runde 2 kontrolliert, der andere kommuniziert von der neutralen Ecke aus mit Zuschauern, der Ringrichter gibt den Kampf wieder frei, der andere Boxer lehnt noch in der Ecke mit Gesicht zum Publikum und sein Trainer muss zwei mal rufen, dass es weiter geht. [3,0]

Plamena Dimova (BUL) besiegt n. P. Ulrike Kroll (DE)
Kickboxen
Zwei junge und nach der Statistik unerfahrene Kämpferinnen zeigten einen guten Kampf, den die als Belgierin aufgerufene Bulgarin klar nach Punkten gewann. Gerade Dimova machte einen richtig guten Eindruck und dürfte mit mehr Kampferfahrung auch ein paar mehr Erfolge feiern können. [6,5]
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Mahmut Yesilat (TR) besiegt T.K.O. Rd.1 Thomas Neugebauer (DE)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Für eine hohe Wertung zu kurz und einseitig: der Erfurter war dem in Deutschland lebenden Türken völlig unterlegen. Yesilat konnte mit starker Technik, Schnelligkeit und Schlagkraft überzeugen und der Deutsche musste schon nach anderthalb Minuten aufgeben. [6,0]

Sascha Poppendieck (DE) besiegt n. P. Alban Ahmeti (KOS)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Einer der besten Kämpfe des Turniers: über die vollen drei Runden mussten der von einigen Mitgliedern seiner „La Onda“ Kampfsportschule und auch anderen Zuschauern lautstark unterstützte Magdeburger Poppendieck, sowie der ebenfalls gut unterstützte Kosovo-Albaner Ahmeti gehen. Beide zeigten hochklassiges K1 – wer sich nicht ganz genau auskennt, kann K1 natürlich leicht mit Kickboxen verwechseln, da die Kampfstile trotz allen Unterschieden im Regelwerk sehr ähnlich sind – und der Magdeburger traf insgesamt öfter, weswegen er verdient gewann. [9,0]

Dardan Morina (KOS) besiegt n. P. Daniel Zeuner (DE)
K1 (Reservekampf)
Falls einer der Halbfinalkämpfer vor seinem Semifinalfight ausfallen sollte, springt der Gewinner des Reservefights ein. Der Reservekampf hieß nicht umsonst Reservekampf: zwischen Poppendieck und Morina sind halt Niveauunterschiede, wie zwischen Bayern München (1. Bundesliga) und Bayern München Reserve, d.h. U-23 (3. Bundesliga). Zeuner war richtig schwach, wobei die Experten vor mir meinten, dass er heute neben sich stünde. Die drei Tieftritte waren der Anzahl wegen eigentlich schon disqualifikationswürdig und sprechen eher für schlecht ausgebildete Kickboxerische Technik, als für stark ausgebildete weibliche Seiten. [3,0]

Boy Boy Martin (NL) besiegt n. P./ V. Dimitar Iliev (BUL)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Ein ausgeglichener und technisch sehr sauberer, aber etwas ruhig geführter Kampf zwischen dem schwarzen Niederländer mit dem klangvollen Namen und dem Bulgaren mit einem ganz landestypischen Namen. Beide mussten in die Verlängerungsrunde (4. Runde), wo der Niederländer leicht überlegen war und verdient gewann. [7,0]

Daniel Reimann (DE) besiegt n. P. Priest West (USA)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Ein weiterer wirklich guter und ausgeglichener Kampf. Der Markranstädter Reimann war höchstens knapp besser, als der in Deutschland lebende US-Amerikaner West, der sich dann doch etwas über das Urteil der Punktrichter beschwerte. Dafür, dass er favorisiert war, muss er aber halt mehr zeigen – auch wenn Reimann natürlich wirklich kein unbeschriebenes Blatt ist, da er Europameister im Vollkontakt-Kickboxen (oder so was) ist. [7,0]

Jerry Otto (DE) besiegt R.S.C. Rd. 1 Sander Duyvers (NL)
Mixed Martial Arts
Der lahmste MMA-Kampf, den ich je gesehen habe. Wenigstens hat der Magdeburger mit Sinn für Humor (gibt in der Fightcard an, er sei Tanzlehrer mit Spezialisierung auf Cha-Cha-Cha – bei seinen weit über 100kg und den extrem seriös wirkenden Tattoos am ganzen Rücken und Schultern – und kommt zu dem wohl beklopptesten Liedmix aller Zeiten zum Ring) gewonnen. Aber die beiden drückten sich nur gegenseitig in immer die selbe Ringecke, bis Otto nach knapp vier Minuten endlich den völlig unbedarften und unbeweglichen Niederländer mit den Fäusten in die gegenüberliegende Ecke prügelte, der Koloss zu Boden ging und der Ringrichter abbrechen musste, da Otto zu überlegen war. [2,0]

Sergio Vartanov (GEO?) besiegt Aufg. Rd. 3 Andree Staffen (DE)
Boxen
Wahnsinn! Es gibt mal gutes Boxen bei der Fight Night in Merseburg! Das hatten wir noch gar nicht, dass da ein mittelmäßiger bis guter und ein sehr guter Kämpfer im Ring standen. Sonst waren die Boxkämpfe immer die einzigen schlechten Fights, doch hier zeigte der angebliche Georgier, der mit einer Armenien-Trainingsjacke herumlief, eine russischen Nachnamen hat und in Halle wohnt, wirklich gutes Boxen. Der Erfurter Staffen ging schon nach 15 Sekunden oder so zu Boden, doch kam dann besser in den Kampf. Trotzdem war Vartanov klar überlegen und siegte dann nach einem Treffer auf die Nase, der den Kampf kurz vorm eigentlichen Ende vorzeitig beendete. [7,0]
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Sascha Poppendieck (DE) besiegt n. P. Mahmut Yesilat (TR)
K1 (Turnier Halbfinale)
Der beste Kampf der gesamten Veranstaltung. Vom das ansonst recht lahmen Publikum wurde auch etwas mehr angefeuert, da die La Onda Ecke, die stets gut drauf war, die Stimmung hob. Das Kampfniveau war auch herausragend und Poppendieck über die gesamte Kampfzeit leicht überlegen. Beide Kämpfer zeigten besonders sehenswerte Sprungtritte und andere spektakuläre Aktionen, die schnell zu einem K.O. hätten führen können, aber zum Glück nicht zu einem vorzeitigen Ende führten. [9,5]

Boy Boy Martin (NL) besiegt T.K.O. Rd. 1 Jan Reimann (DE)
K1 (Turnier Halbfinale)
Leider dauerte der Kampf nur drei Minuten, da Reimann dann das Handtuch werfen musste, aber bis dahin zeigten beide einen starken Kampf, den Martin zu Ende hin völlig an sich riss. [5,0]

Wowa Beller (DE) besiegt T.K.O. Rd. 1 Toni Thomas (DE)
Muay Thai (Titelkampf Deutsche Meisterschaft, bis 71kg)
Ein guter Kampf im Thaiboxen, den der Kehlheimer in der dritten Runde völlig dominierte, sodass der Kampfrichter zuungunsten des Merseburger Lokalmatadors den Kampf abbrechen musste: Beller hatte da Thomas gerade eine Minute lang in die Seile gebälzt. [8,0]

Mike Stumbries (DE) besiegt d. DQ Thomas Friedrich (DE)
Mixed Martial Arts
Eigentlich muss man diesen Mist aus der Wertung nehmen, denn mehr als die Mindestwertung von 0,0-Punkten kann man da nicht geben: nach 25 Sekunden wird der Merseburger disqualifiziert, denn in den Nacken schlagen darf man selbst beim Freefight nicht. Diese Technik ist zwar in der Selbstverteidigung natürlich völlig legitim, wie alles andere bis zum wildesten Tiefschlag auch, aber Freefight ist kein ernster Kampf auf der Straße und kann auch nur im Training eine Vorbereitung darauf sein, sondern ein Sport mit Regeln – auch wenn einige Vollidioten das Gegenteil behaupten; aber die besagten Vollidioten sind zu sehr von ihrem bevorzugten Kampfstil vereinnahmt, als dass sie sachlich urteilen könnten oder haben generell keinen Plan vom Kampfsport – und da war die Disqualifikation natürlich berechtigt. Aber so ein Fehler darf eigentlich nicht passieren. [0,0]

Daniel Weichel (DE) besiegt R.S.C. Rd. 1 Avtandil Shoshiashvili (GEO)
Mixed Martial Arts (Super Fight)
Jetzt gab es zur Abwechslung mal Freefight auf höherer Qualität: ein Hallenser besiegte in einem durch Jiu-Jitsu-Bodenkampf geprägten Fight einen Georgier nach vier Minuten Kampfzeit. Die spektakulärsten Aktionen waren mehrere Powerbombs (O.K: heißt im MMA irgendwie anders, aber egal) des Georgiers. Bei einer solchen, v.a. im Wrestling typischen Technik, packt man seinen in Rückenlage befindlichen Gegner, zieht ihn am eigenen Körper hoch und lässt ihn aus mindestens einem Meter (wie in diesem Kampf), manchmal aber auch aus Schulterhöhe, auf den Rücken fallen. Ein Würgegriff des Deutschen führte schließlich zum Aufgabesieg. [6,5]

Nikolaj Falin (DE) besiegt n. P. Michal Andrade (NL)
K1 (Super Fight)
Zum Abschluss gab es doch noch mal K1 zu sehen, wobei es sich um einen Superfight eines Russlanddeutschen und eines Niederländers handelte. Beide Kämpfer bewegten sich auf sehr hohem Niveau, Falin – dessen Ecke die lauteste im ganzen Turnier war – traf jedoch häufiger als Andrade und gewann auch somit verdient. [9,0]

Boy Boy Martin (NL) besiegt kampflos Sascha Poppendieck (DE)
K1 (Turnier Finale)
Der Höhepunkt des Turniers musste leider durch die Verletzung des Magdeburgers ausfallen. Poppendieck verabschiedete sich sichtlich enttäuscht darüber, dass er den Kampfsportfans keinen Finalkampf zeigen konnte, per Rede vom Publikum. Boy Boy freute sich dann etwas alben über seinen kampflosen Sieg - völlig unnötig da noch durch den Ring zu hopsen. [keine Wertung]
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Fazit:
War zwar alles in allem nicht so gut wie die erste Fight Night, doch immer noch auf hohem Niveau. Enttäuschend war diesmal nur das sonst unterhaltsamere und bei der 1. Fight Night auch sehr gute Freefight, da erstens nur drei Kämpfe stattfanden und zweitens die beiden ersten mies bzw. unmöglich waren. Für 13€ Eintritt – Parkett und Abendkasse sowie deutschlandweiter Vorverkauf mehrere Euro teurer – trotz der schlechten Organisation drum herum immer wieder das Kommen wert. Aber den nächsten Kampfabend der Art werde ich mal zum Vergleich in Halle oder Magdeburg oder so angucken. Was ich mit der schlechten Organisation meine, ist die unmögliche Ringbeleuchtung (da kann man selbst mit einer guten Kamera kaum gute Bilder machen), teils unsaubere Scheißhäuser (und zwar schon vor Beginn des Abends unsauber!) und schlechtes und teueres Catering vor der Hall. Das war mal wieder ein schlechter Privatcaterer, während die angestammte Sportlerheimbetreiberin in der Klause in der Halle zu niedrigen Preisen – Getränke halb so teuer und Würstchen 50% billiger als bei den Drecksläden vor der Halle – und besserer Qualität ihre Sachen anbot.

Diesmal war wenigstens der Hallensprecher besser – war derselbe wie bei der 1. Nacht, aber hat diesmal besser moderiert. Nur der, der die ersten beiden Kämpfe moderiert hat (war anscheinend ein Ersatzmann), laberte Mist, verwechselte Belgien und Bulgarien und brachte die geniale Kampfstatistik des einen Boxers von „11 Kämpfe[n], davon 6 gewonnen – einer durch K.O. – und 6 Unentschieden“. Wie kann man nur vergessen, die drei Niederlagen aufzuzählen...

Etwas anders war auch das Publikum im Vergleich zum ersten Kampfabend: diesmal dominierten kahlköpfige, breitschultrige junge Männer – nur ganz vereinzelt mit Neonazi-Kleidung, sondern fast nur Kampsportlabel und teilweise sogar seriös im Anzug – in Begleitung derartig übertrieben aufgetakelter Tussis, die durch zu viel Schminke und völlig bescheuerter Bekleidung nicht attraktiv sondern albern daher kamen, das Bild. Aber selbst Opas mit Sandalen und Shorts und junge Alternative mit Hütchen waren vereinzelt zu sehen.

Der Wertungsdurchschnitt meinerseits lag jedenfalls bei 6,0. Den Zusatzpunkt gab es für die Atmosphäre. Mal sehen, wann der nächste Besuch bei einer solchen Veranstaltung ist. Dieses Turnier war jedenfalls ein gelungener Abschluss eines gelungenen Wochenendes.
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Statistik:
Ground Nr. 463 (ein neuer Ground; diese Saison: 13 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.054 und 1.055 (diese Saison: 17)
Tageskilometer: 80 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 3.360 (2.150 Auto/ 830 Fahrrad/ 380 Bahn, Bus, Tram/ weniger als 10 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 44
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 213

Donnerstag, 22. Juli 2010

W208II: Testspiel VIII; Windeck gegen HFC in Leuna

TSV Germania Windeck 1:3 Hallescher FC
Mittwoch, 21. Juli 2010 – Anstoß 18.00
Testspiel („NRW-Liga“, 5. Liga, 2. Halbprofiliga gegen Regionalliga Nord, 4. Liga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 1:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 29. Müller (Foulelfmeter), 0:2 62. Aydemir, 0:3 67. David, 1:3 75. Thomassen
Verwarnungen: Mouaya (HFC)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens, Leuna (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: offiziell 305 (davon vllt. 5 Windeck-Fans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Ordentliches Testspiel)
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Photos and English version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624554156124/detail/

Ab und an nutzt der Hallesche FC das Leunaer Stadion des Friedens für die Saisonvorbereitung. Die Verbindungen zwischen dem HFC und dem TSV Leuna sind ja auch gut. Bei diesem Spiel war Halles Gegner Germania Windeck. Aus der Sammelgemeinde Windeck in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz – gar nicht so weit östlich von Köln gelegen – kommt der TSV Germania Windeck, der bis vor Kurzem noch nach dem Gemeindeteil Windecks, aus dem sie stammen, hießen: TSV Germania Dattenfeld. Die Burgruine Windeck ist so ziemlich die einzige Sehenswürdigkeit in dieser 20.000 Einwohner zählenden Ansammlung von Landstädten und Dörfern und zugleich auch Namensgeberin der Gemeinde.

Der Fußballverein zieht im DFB-Pokal irgendwie immer das große Los: diese Saison kommt Bayern München, letzte Saison war Schalke 04 da. Jetzt testeten sie gegen den eine Klasse höher spielenden Halleschen FC im Stadion des Friedens in Leuna schon mal das Verlieren. Nach nur drei Minuten traf jedoch Windeck ins Tor des HFC – nur warf ein Spieler den Ball vom Einwurf direkt aufs Tor und der Schiri meinte, es sei niemand mehr dran gewesen, weswegen das Tor aberkannt wurde. Nach einer knappen halben Stunde dann – der HFC mittlerweile richtig offensiv und aktiv –, foulte ein Windecker im eigenen Strafraum, Müller nahm sich des Elfmeters an und knallte ihn unten ins Eck, dass der Ball das Netz hoch rollte und über dem Torwart aus dem Winkel wieder heraus flog. Keine fünf Minuten später hatte der HFC wieder Glück, dass die Unparteiischen eine Abseitsposition gesehen hatten, als der Ball nun schon zum zweiten Mal die Torlinie der Hallenser überschritten hatte.

Nach dem 1:0 Halbzeitstand, tat der HFC mit starkem Offensivfußball und für Regionalligaverhältnisse erstaunlich sicherer Technik etwas fürs Ergebnis und das Vergnügen der Zuschauer und erzielte zwei weitere Tore durch Selim Aydemir und Pavel David. Das Spielniveau ließ zwar bald ziemlich nach, aber immerhin trafen die Wess... äh, ich meine: traf die aus den Alten Bundesländern stammende Gästemannschaft diesmal regulär: ein Lattenknaller (war wohl sogar schon hinter der Linie) wurde mit einem Kopfball im Nachsetzen zum 1:3 Ehrentor ins Netz gebracht.

Alles in Allem war das Testspiel sehenswert und die 4€ Eintritt auch angemessen. Ich kenne Vereine, die da 7€ verlangen... Nächsten Freitag gibt es dann noch einen Bericht von einem Testspiel der Saisonvorbereitung 2010/11, danach können sich die Leser auf Sachsenpokalspiele und eine Tour nach Polen – wird ziemlich viel Sightseeing, aber auch wenigstens ein Fußballspiel in Schlesien und ein Speedwayvergleich: und dieser heißt auch noch Leszno gegen Gorzów! – freuen.
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Statistik:
Ground Nr. 447 (kein neuer Ground; diese Saison: 116 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.035 (diese Saison: 178)
Tageskilometer: 10 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 36.540 (22.580 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 4.310 Fahrrad/ 3.650 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 208

Samstag, 29. August 2009

WE161I: Die Zweite kann doch noch gewinnen - oder: wie in Wengelsdorf vor 10 Jahren

SV Germania Schafstädt 1:3 TSV Leuna 1919 II
Samstag, 29. August 2009 - Anstoßzeit 15.00
Kreisoberliga Saalekreis (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:3 nach 93 Min. (47/46) - Halbzeit 1:1
Tore: 1-0 13. Nr. 5, 1-1 20. Schmidt, 1-2 52. Schmidt, 1-3 83. Grunenberg
Verwarnungen: Nr. 9 (Germania), Melzer, Patzer (?), Schmidt (TSV)
Platzverweise: keine
Spielort: Germania Stadion (Kap. 2.000, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: 100 (12 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gut!)

Die Ausgangssituation vor diesem Spiel war für beide Teams nicht gut. Leuna hatte noch keinen Punkt geholt, Schafstädt erst einen. In der Vorwoche hatte Leuna unglücklich und vor allem durch miserable Chancenverwertung 0:1 gegen SV Braunsbedra II verloren (ich berichtete), Schafstädt eine spektakuläre 6:1 Niederlage in Sennewitz einstecken müssen. Diese kam allerdings nur zustande, da Sennewitz nach u. a. einem Freistoß direkt an der Strafraumgrenze und einem Elfmeter mit 3:1 in Führung gegangen war, in der zweiten Hälfte dann 10 Minuten vorm Ende einen Elfmeter zugesprochen bekam, in dessen Folge auch der Schafstädter Torwart vom Feld flog, und diesen zum 4:1 verwandelte und schließlich noch kurz vor Schluss doppelt traf. Auch diese Niederlage schien (zumindest in der Höhe) recht unglücklich passiert zu sein. Unglücklich für den Schafstädter Kassenwart war dann der Umstand, dass mein Vater mitgehört hatte, dass es für Rentner, zu denen mein Vater noch nicht gehört, Ermäßigung gab und er fragte: „Ermäßigung gibt’s für Rentner, oder? Und für Studenten?“ Der Kassenwart: „Also ein Rentner. Aber Studenten ist nichts weiter. Also 2€. 3,50€.“ Da haben wir mal lieber nichts gesagt, zumal 2€ vor wenigen Jahren kein Verein dieser Spielklasse pro Person verlangt hätte und der Nachlass auch noch lächerlich niedrig war. Man kann statt hoher Eintrittspreise zu verlangen, auch mal im Vereinsheim die Speisekarte, die nur Bier verzeichnet, erweitern: da gibt’s mehr Einnahmen.

Beide Teams wollten von Beginn an Tore erzielen, gefährliche Torszenen gab es anfangs aber kaum. Die erste große Aktion von Schafstädt führte auch gleich zum 1:0 – es war ein schöner Knaller unter die Latte in der 13. Minute. Leuna machte von da an mehr Druck, wenn auch Schafstädt sich keineswegs zurückfallen ließen. Ein dummes Foul eines Schafstädters führte zu einem Freistoß, der keine 10 Meter von Toraus- wie Seitenlinie entfernt, rechts vom Torwart aus gesehen, auszuführen war. Wie immer trat René Schmidt an und zeigte, dass die Leistung in der Vorwoche nicht seinem sonstigen Spielniveau entsprach. Standards waren schließlich immer seine Stärke und landeten selten so kläglich in der Mauer oder neben dem Tor wie gegen Braunsbedra. Hier schaffte er es sogar den Torwart mit einem tollen Schuss zu übertrumpfen: er hob den Ball geschickt in den langen Winkel, sodass der Torhüter ihn nur noch mit den Fingerspitzen berühren konnte. Das reichte nicht, um den Ball vor der Linie zu stoppen: 1-1!

In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel auf dem gleichen respektablen Niveau, wobei Leuna zulegte und Schafstädt abbaute. Letzteres tat allerdings auch das Schiedsrichtergespann. Nicht alle Leunaer Beschwerden mögen richtig gewesen sein, doch einige Entscheidungen des Unparteiischen waren kleinlich, lächerlich oder ungerechtfertigt zugunsten der Heimmannschaft ausgelegt. Schon alleine der Punkt, dass der Schiri stets auf den Germania-3er hereinfiel, der bei jeder geringfügigen Berührung schreiend zu Boden ging. Das waren zwar nie Schwalben, aber der machte mehrmals wegen normalen Zweikämpfen einen Riesen-Aufstand. Zum Glück gab es keine gravierenden Fehlentscheidungen, wobei selbst diese von Leuna wohl ausgeglichen worden wären.
Genial war dann die Aktion von René Schmidt, der erst eine Ecke von links (Torwartblickwinkel) gefährlich nah ans Schafstädter Tor brachte, sodass ein Germane den Ball ins Toraus köpfte, und dann von der rechten Seite den Ball aufs kurze Eck zirkelte, sodass der Torwart der Germania den Ball ins eigene Netz klatschte. Ein grober Torwartfehler zwar, aber ein Torwartfehler muss erst einmal von einem anderen Spieler provoziert werden. Dieser wurde auf wirklich spektakuläre Art provoziert. Das 1:2 also erneut durch einen traumhaften Standard. Zum Glück hatte ich vorher die Eingebung, dass dies eine direkt verwandelte Ecke werden könnte, sodass ich auf die Videofunktion umschaltete (Video siehe unter dem nächsten Bild).
Eine weitere tolle Aktion war dann die Spielentscheidung: Leunas Grunenberg setzte sich geschickt durch und überlupfte überlegt den Torwart. Der Ball sprang ins Tor, was für großen Jubel ob diesem weiteren Geniestreich, der den Gästen hier geglückt war, sorgte.

Am Ende glückten auch die ersten drei Punkte der Saison. Doch nicht nur das war erfreulich, sondern auch die Art und Weise des Punktgewinns. Seit Monaten und somit etwa 10 von mir gesehenen Spielen war dies die beste Leistung, die ich von der II.-Mannschaft erlebt habe: vor allem in der zweiten Halbzeit waren sie Schafstädt in allen Belangen überlegen. Drei wirklich tolle Tore und immer wieder starker Einsatz von Leuna führten zu diesem verdienten Sieg. Da kann ich nur sagen: Glückwunsch und weiter so!

Parallel verlor leider die I.-Mannschaft mit 4:3 in Zorbau, aber die vielen Tore sagen mir, dass es eine Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel gegen Zeitz gegeben haben muss. Nächste Woche bei der Eisenbahner SG Halle muss endlich ein Sieg her, den ich der Ersten auch zutraue. Also: Auf geht’s Leuna!

Statistik:
Ground Nr. 343 (ein neuer Ground; diese Saison: 12 neue)
Sportveranstaltung Nr. 874 (diese Saison: 16)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.040 (6.680 Auto, 360 Fahrrad, 0 Bahn, 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 161

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090829%20GERMANIA%20SCHAFSTAEDT%201-3%20TSV%20LEUNA%20II/

Video unter:
http://www.youtube.com/watch?v=zuXlk7x1SGk

Freitag, 15. Mai 2009

WE146II: Auf dem Fußballplatz der SG Döllnitz - zwischen Dorfteich und Müllhalde

SG Döllnitz C 4:0 SpG Schafstädt/ Delitz/ Dornstedt
Freitag, 15. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.00
C-Jugend Kreisklasse (5. und unterste Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 4:0 nach 75 Min. (46/49) - Halbzeit 4:0
Tore: 1:0 10. / 2:0 27. / 3:0 29. / 4:0 35.
Verwarnungen: 1 Gelbe für Döllnitz
Platzverweise: keine
Sportplatz: Döllnitz (Kap. 2.500)
Zuschauer: 20 (keine Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (begrenzt unterhaltsam)
Am Freitag sollte eigentlich mal wieder ein Besuch bei den Alten Herren erfolgen, doch das Spiel zwischen SG Döllnitz und ESV/ PNVG Merseburg wurde getauscht ausgetragen, das heißt die Eisenbahner waren die Gastgeber. Der Döllnitzer Sportplatz wurde nämlich von der C-Jugend okkupiert, die ein Spiel gegen die Spielgemeinschaft von Germania Schafstädt, Eintracht Delitz am Berge und SV Dornstedt nachzuholen hatten. Ich fuhr durch die Aue zwischen Merseburg und Halle, bog bei Kollenbey einmal falsch ab, sodass ich das Rad durch eine feuchte, mit kniehohem Gras bewachsene Wiese schieben musste und nahm eine Abkürzung über eine Eisenbahnbrücke. Kam ja kein Zug...
Nach ein bisschen herum fahren in Döllnitz - dort gibt es zwar eigentlich wenig zu sehen, außer viel zu vielen Einbahnstraßen- und Einfahrtverbotenschildern, aber für Freunde von Gebäuden aus der Industrialisierung gibt es einiges (Verfallenes) zu sehen - kam ich dann am Sportplatz an. Dieser zeichnet sich durch einen dreistufigen und enorm hohen Graswall, der sich halb um den Platz legt, aus.
Die 12- bis 14jährigen fingen etwa 5 Minuten früher an und nach 10 Minuten fiel das erste Tor. Das Spiel war ganz ordentlich und Döllnitz erhöhte auf 2:0 nach 27 Minuten. Gerade einmal 2 Minuten später hämmerte ein Döllnitzer den Ball mit einem Freistoß zum 3:0 unter die Latte. Das 4:0 fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff.
Leider stürzte das Niveau der Begegnung nach der Pause deutlich ab. Auch der Schiedsrichter nervte jetzt teilweise mit kleinlichem Gepfeife. Das zur gelben Karte führende Foul war jedenfalls nicht der Rede wert. Die Chancenverwertung der Döllnitzer war grauenhaft. Grauenhaft war auch die Spielweise der Gäste, die sich immer wieder den Ball erkämpften um ihn dann dem Gegner auf Strafraumhöhe in die Beine zu Spielen. Chancen hatten die Schafstädter jedenfalls beinahe Keine. Für einen Tabellenvorletzten auch nicht weiter verwunderlich. 4:0 der Endstand. Steigerungsfähig, was die Jungs da zeigten, aber deutlich besser als z.B. das vorletzte A-Jugendspiel was ich sah.
Statistik:
Ground Nr. 309 (kein neuer Ground; diese Saison: 79 neue)
Sportveranstaltung Nr. 804 (diese Saison: 171)
Tageskilometer: 25 Fahrrad
Saisonkilometer: 23.750 (12.810 Auto/ 4.070 Fahrrad/ 4.010 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 146

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090515DOELLNITZ%204-0%20Schafstaedt-Delitz-Dornstedt%20C/

Sonntag, 10. Mai 2009

WE145II: Abschlussturnier der 2. Radballbundesliga

Turnier der 2. Radballbundesliga in Mücheln
Samstag, 9. Mai 2009 - Beginn 14.00
2. Radballbundesliga
Tore gesamt/ pro Partie: 73/6.64
Verwarnungen: 1 für Lostau
Platzverweise: 0
Sporthalle: Eptinger Rain (Kap. 80 Sitzplätze)
Zuschauer: 30
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)
Ergebnisse des Turniers:
KSC Leipzig 1 - RCG Hahndorf 1 6:1
VfH Mücheln 1 - RSV Zscherben 2 3:2
RC Lostau 1 - RSV Zscherben 3 1:7
RCG Hahndorf 1 - VfH Mücheln 1 3:7
KSC Leipzig 1 - RSV Zscherben 3 3:3
RC Lostau 1 - RSV Zscherben 2 1:6
RCG Hahndorf 1 - RSV Zscherben 3 2:9
KSC Leipzig 1 - RSV Zscherben 2 2:5
RC Lostau 1 - VfH Mücheln 1 2:5
RCG Hahndorf 1 - RSV Zscherben 2 3:5
KSC Leipzig 1 - VfH Mücheln 1 5:2

Tabelle (Endstand):
Der Erste steigt direkt auf, der Zweite und Dritte kommen in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga, die letzten drei steigen in die Oberliga ab. Der Dank für die Tabelle geht an den mal wieder schnellen und fleißigen Webmaster von
www.vfh-muecheln.de!
An einem bewölkten Samstagmittag ging es für uns diesmal nach Mücheln, wo wir natürlich als erstes unsere Freunde vom VfH begrüßten. Diesmal sollten nicht nur Rödger und Pischl spielen, sondern überraschenderweise auch Heimbach jr.
Bevor wir einmal Spiel für Spiel durchgehen, kurz zu den Zuschauern: Leute 30, Stimmung 0. Es ist halt leider nicht jedes Mal Weltpokalstimmung, wobei es wirklich schade ist, dass zur Bundesliga Keiner kommt, außer immer denselben wenigen Leuten.
Nun denn: im ersten der 11 Spiele standen sich Leipzig und Hahndorf - die Leipziger kommen aus dem Stadtteil Knautkleeberg, deshalb KSC Leipzig, Hahndorf ist ein Stadtteil von Goslar in Niedersachsen, der nicht mit dem gleichnamigen Ort in Südaustralien verwechselt werden sollte - gegenüber, was auf dem Papier und auch auf dem Parkett eine klare Angelegenheit war.
Das Spiel unserer Müchelner gegen Zscherben 2 war keineswegs eine klare Angelegenheit, wobei Zscherben lange führte und der VfH technisch wie taktisch so geschickt agierte, dass sie dem Spiel erst in der Schlussminute (also der 14. Minute) noch die Wende gaben. Dieses Spiel sollte übrigens das torärmste des Turniers sein (Endstand: 3-2).
Bei Lostau gegen Zscherben 3 waren dann Papier und Parkett wieder einmal eindeutig.
Das Gleiche galt für Hahndorf und Mücheln, wobei letztere eindeutig überlegen waren und dieses Spiel sich damit rühmen kann, immerhin 10 Treffer und somit die zweitmeisten in diesem Turnier, gesehen zu haben.
Einen etwas überraschenden Punktgewinn schaffte Zscherben 3 dann gegen den Knautkleeberger Sport Club Leipzig mit einem wirklich guten 3:3, in dessen Pause wir das allenfalls mittelmäßige Catering - aber ich will mal nicht meckern: es ist doch klar, dass man beim Weltpokal alles aufbietet und auch von weitaus besserer Qualität und bei den schlecht besuchten Bundesligaspielen nur Bockwurst und Fischbrötchen hat - ausprobierten.
Zscherben 2 schoss dann Lostau mit 6:1 ab und Zscherben 3 danach die Hahndorfer mit einem ganz klaren 9:2, was 1. der höchste Sieg des Turniers und 2. das torreichste Spiel sein sollte.
Danach siegte Zscherben 2 etwas überraschend gegen KSC Leipzig und Mücheln erwartungsgemäß gegen Lostau mit jeweils 5:2, wobei sich ein Lostauer negativ mit einem Foul gegen den ohnehin angeschlagenen Rödger hervortat. Dafür, dass er Mike über den Lenker eingerollt auf die Bande fliegen ließ, gab es die einzige gelbe Karte des Turniers.
Zscherben 2 mühte sich dann erbärmlich ab gegen Hahndorf und siegte 5:3 und Mücheln verabschiedete sich mit Ersatzmann Heimbach jr. mit einer achtbaren 2:5 Niederlage aus dem so ziemlich schwächsten Radball-Turnier, was ich bisher gesehen habe. Wirklich schlecht war es ja nicht, aber packende Radballaction ist was anderes, und nein: mir haben keineswegs Vollpfostenduos von der Sorte Ginsheim-Gustavsburg gefehlt, nur habe ich mich in den letzten Bundes- und Oberligaturnieren klar besser unterhalten gefühlt - vom genialen Weltpokal in Mücheln, der in ein paar Monaten in Magdeburg steigen und hoffentlich genauso genial werden wird, mal ganz zu schweigen.
In einiger Zeit steht dann ja auch das Aufstiegs-play-off ins Haus. Viel Erfolg natürlich dem VfH Mücheln bei dieser spannenden Angelegenheit und Respekt, dass ihr wieder so weit gekommen seid!

Was auch eine spannende Angelegenheit ist, ist die arabische Meisterliga, in dessen Finale Espérance de Tunis (Taraji Tunis) bei Wydad Casablanca antrat. Gleich nach dem Radballturnier sahen wir per Livestream besagtes Spiel, was auf hohem Niveau und vor beeindruckender Kulisse im ausverkauften, auch etwas überfüllt wirkenden Stadion Mohammed V. stattfand. Wydad verlor trotz Heimvorteil durch ein Tor von Mikael Eneramo mit 0:1. Das Rückspiel findet am 22. in Tunis statt. ِAuf jeden Fall:

!ألف مبروك يا ترجيStatistik:
Ground Nr. 307 (neuer Ground; diese Saison: 77 neue)
Sportveranstaltung Nr. 800 (diese Saison: 167)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 23.665 (12.810 Auto/ 4.000 Bahn/ 3.995 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 145

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090509%202%20Radball-Bundesliga%20-%20Turnier%20in%20Muecheln/

Samstag, 28. Februar 2009

WE135I: A Friday Evening Floodlight Match in Köthen

CFC Germania 03 4:1 TSV Elbe Aken
Friday, 27th February 2008 - kick-off time 19.00
Landesklasse Staffel 5 (8th level, 4th amateur division)
Result: 4:1 after 96 min. (47/49) - Halftime 2:0
Goals: 1-0 22nd Müller, 2-0 37th Bouzbouz, 2-1 49th Günçer, 3-1 82nd Lorentz, 4-1 91st Lorentz
Bookings: Köthen; Trybus, Müller, Frinze - Aken; Hädicke
Sent-offs: Aken’s Voigt due to repeatedly playing foul
Stadium: Stadion an der Rüsternbreite (cap. 4,000)
Attendance: 224 (about 30 away fans)
Match quality: 6.0/10 (slightly above average)

After a meeting in the morning in the Institute for Oriental Studies of the University of Halle-Wittenberg, I had enough time to watch a more or less legal live-stream of a Syrian first division football game (Al-Ittihad Halab 0:1 Al-Karameh Homs) and then returned to Halle. This time for moving on to Köthen, a small city 30km north of Halle, were an interesting amateur football match was to be played.

When we arrived at the stadium 90 minutes prior the game, we went to the club’s restaurant first. We ordered an excellent Schnitzel with fried eggs, roasted potatoes and a small salad for just 3.85€. The interior of the restaurant is very elegant.

Some minutes before the kick-off, we went to the ticket office and bought a ticket for 3€ and a match programme for 0.50€, each. The stadium named after the bordering street “An der Rüsternbreite” is an average amateur stadium that can hold about 4,000 fans on even ground around the pitch or on the paved terraces. Vis-á-vis the stadium, there is a sports hall that is the home of HG 85 Köthen, a quite successful handball club. Strangely enough, they played their Regionalliga match at 19.30 - since the clubs usually work together, some fans at the football ground complained about that kick-off time, saying that those guys that make the official fixtures must have been stoned.

The rain did not stop and the floodlight was weak, so I did not take many photos. Even weaker than the floodlight was the support of both sides. 224 visitors and neither enthusiasm, nor aggro. Just some intelligent remarks as “Du Vogel!” - literally “you bird!”, but in the sense of “you idiot!” or “Junge, Junge, Junge, doooo! Was der widder für ne Scheiße pfeift, doo!” - a typical complaint about the referee. All in all we can say that the visitors were at off-time, or as we Germans call it: “Es war tote Hose - it was dead trousers.”

Some of the abovementioned complaints of the fans against the referee were even justified, especially when the match official from Halle showed a Köthen player the yellow card because he stated that the player just dived, although it was absolutely obvious that a player from Aken pulled him to the ground with full force. The linesmen corrected the referee then, so that the yellow card for the player from Köthen was erased and that one from Aken got a yellow card instead. Due to it was his second card, he had to leave the pitch.

Within the first 15 minutes, Köthen did not have a single chance although ranked 3rd, while Aken was just ranked 13th. Elbe Aken missed the target a few times, and after Köthen had their first two chances, too, they went in front by an easy but clean goal by Müller.
Ten minutes before half time, the Moroccan Othmane Bouzbouz, voted most valuable player of the first half (15 matches) of the season by the fans of Germania Köthen, distributed another goal.
In the second half, Elbe Aken had the better start once again and therefore was able to score the goal which left the scoring side only one down.
No doubt, the host awoke after that goal, although they needed a lot of time, until minute 82, to score on their own. But within 10 minutes, Lorentz decided the match.
Most of the match, Köthen showed that they are better skilled than Aken and they were the more active team, so the victory was justified.

After the match I took some photos in the city of Köthen, because the market square and the neighbouring streets are illuminated quite well and we had a lot of time until the train that brought us to Halle arrived. Changing the train in Halle, we were in Merseburg few minutes before 11 p.m.
Although the weather was shit, the day was good. The floodlight sucked, but the players were OK. The fans were boring, but the meal in the club’s restaurant great. And nonetheless a visit to Köthen can be recommended as a stop-over of one or two hours for tourists, because there are several interesting churches and other impressive buildings, especially around the market square, and the nice castle holds an interesting exhibition of stuffed birds.

Statistics
Ground No. 281 (new ground; this season: 51)
Sporting event No. 758 (this season: 125)
Kilometres that day: 115 (100 by train, 15 by bike)
Km this season: 17,940 (9,270 car/ 2,960 plane/ 2,870 bike/ 2,840 public transport)
Number of football matches since the last goalless draw: 1
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 135

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090227CFC%20Germania%204-1%20Elbe%20Aken_Koethen%20bei%20Nacht/

Sonntag, 9. November 2008

WE119III: Spielemarathon an der Geschwister-Scholl-Straße; 5 Spiele in 4 verschiedenen Altersklassen

VfL Halle 96 B 4:3 Germania Halberstadt B
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 10.00
B-Junioren Verbandsliga (3. Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 4:3 nach 81 Min. (40/41) - Halbzeit 2:1
Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1; 2:2, 2:3, 3:3, 4:3
Verwarnungen: 5:3
Platzverweise: 1 Betreuer vom VfL 96 und der Gästetrainer
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 3 (Kap. 500)
Zuschauer: 40 (10 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Überdurchschnittlich)

Während mein Vater mit dem Mietwagen erst um kurz vor halb zehn los fuhr, da er sofort nach dem B-Jugendspiel weiter musste, fuhr ich um neun voraus. Wir kamen beide um 9.45 - genau gleichzeititg - in der Geschwister-Scholl-Straße an.
Freier Eintritt, kein Catering oder so etwas aber immerhin ein Spiel, das schon nach wenigen Minuten mit einem schönen Schuss nicht mehr torlos war.
Die etwas aktiveren Hallenser kassierten Mitte der ersten Hälfte den Ausgleich, gingen aber mit einem zweifelhaften Elfmeter erneut in Führung. Der VfL 96er trat dem Torwart einfach in die Hand, als dieser auf dem Boden, den Ball verpassend, entlang rutschte und ließ sich fallen.
In der Pause gingen wir zum unten beschriebenen Spiel VfL Halle 96 F II gegen Spielgemeinschaft Reideburg/ Dautzsch.
Die ersten paar Minuten der zweiten Hälfte des B-Jugendspiels verpassten wir, nicht jedoch den Ausgleich und schon gar nicht die Gästeführung die mit einem schönen langen Ball in den Winkel entstand. Ab diesem Moment läutete Halle eine Schlussoffensive ein. Die letzten 20 Minuten sollten ihnen gehören. Ab dem 2:3 bahnte sich dann übrigens auch die Fehde zwischen dem halleschen Torwart und den 10 mitgereisten Eltern der Gästespieler an. Nach dem 3:3 jubelte der Torwart in Richtung der Eltern mit den Worten ,,Jaaaa! Ihr Schweine!’’ und zeigte auch noch den Mittelfinger. In den darauf folgenden Minuten gab es dann tolle Dialoge wie: (Torwart): Ey seid ihr nur scheiße da draußen? (ein Vater): Halt’s Maul du Rotzlöffel! (Torwart): Ey ihr seid doch so bescheuert ey!
Der Höhepunkt bahnte sich an, als Halle 96 noch einmal einen Elfmeter - der war eher vertretbar - zugesprochen bekam. Dem Schiedsrichter konnte man übrigens keineswegs vorwerfen, dass er ein Heimschiedsrichter gewesen sei, doch er war streckenweise ziemlich kleinlich und dann auch nicht immer korrekt in seinen Entscheidungen. Der Elfmeter jedenfalls wurde sicher verwandelt und die Halberstädter Eltern tobten. Die kann man allerdings nicht so gut verweisen, wie das mit dem Kotzbrocken von Gästetrainer in der zweiten Hälfte und dem Schreihals von Heimbetreuer schon in der ersten passierte.
So war der Höhepunkt der Schlussphase ein Foul eines Halberstädters, für das er Gelb bekam. In Anbetracht der Tatsache, dass er billigend eine Verletzung des Gegners in Kauf nahm, in dem er ihn mit Wucht über die Eckfahne in die Aluminiumabsperrung stieß und sich zudem auch noch über die gelbe Karte beschwerte, hätte man ihm auch Rot zeigen und die Rechnung der zerknickten Eckfahne mitgeben können.
Aber der Knaller war dann auch noch eine der Mütter, die den Schiedsrichter als ,,Vogel’’, ,,Arschloch’’ und ,,Penner’’ beschimpfte und nach Abpfiff auch noch bedrohte. Die meisten vom VfL 96 waren allerdings so froh über diesen Sieg, dass sie keine zünftige Streiterei vom Zaun brachen, doch die Szene hatte sich immer noch nicht beruhigt, als ich mich auf den Weg zum zweiten Kleinfeldspiel machte. Als die Frau dann auch noch einen Vater eines Heimspieler beschimpfte gab ich ihr noch mit, dass sie sich verpissen solle. Eindeutige Gesten inklusive. Als ich mich dem Kleinfeld näherte hörte ich aber immer noch Geschrei, denn nun hatten sich doch noch mehr Leute in den Haaren...

VfL Halle 96 F II 0:2 Spg Reideburg/ Dautzsch F
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 10.00
F-Junioren Kreisklasse (2. Liga der 6-8jährigen)
Ergebnis: 0:2 nach 40 Min. (20/20) - Halbzeit 0:1
Neunmeterschießen: 1:4 nach je 11 Schützen
Tore: ?
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 4 KF (Kap. 300)
Zuschauer: 50 (20 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

In der Pause der B-Jugend waren die letzten Minuten dieser Partie sowie das anschließende Freundschafts-Neunmeterschießen drin. Schon im Spiel fiel die Schussschwäche auf, doch beim Neunmeterschießen noch mehr. Viele Spieler schossen so derartig schlecht, dass man sich selbst in der F-Jugend Gedanken machen muss, wie das besser werden soll. Bei Halle 96 schaffte es gerade einmal ein einziger Spieler zu treffen. Bei Reideburg/ Dautzsch nicht einmal die Hälfte.

VfL Halle 96 F 1:0 BSV Halle-Ammendorf F
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 11.00
F-Junioren Kreisliga (1. Liga der 6-8jährigen)
Ergebnis: 1:0 nach 40 Min. (20/20) - Halbzeit 0:0
Tor: 25. (Eigentor)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 4 (Kap. 300)
Zuschauer: 40 (5Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Dieses Spiel bekam mein Vater dann nicht mehr mit, verpasst hat er allerdings nicht wirklich etwas. Kaum hatte ich mich in die Pöbelei eingemischt, schon fiel auch das erste und einzige Tor der Partie. Der Ball prallte von der Latte ab, der Torwart faustete in ins eigene Netz und gleich darauf ging das Mittelfeldgeplänkel weiter.
Erschreckend wenig Torraumszenen und Schüsse. Selbst oder gerade für F-Jugend.
Ich schenkte mir das Neumeterschießen und ging wieder zum anderen Platz, wo die A-Jugend gerade anfing.

VfL Halle 96 A 2:0 Germania Halberstadt A
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 12.00
A-Junioren Verbandsliga (3. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 2:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:0
Tore: 1:0 13. (Elfmeter), 2:0 29.
Verwarnungen: 3:2
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 3 (Kap. 500)
Zuschauer: 20 (1 Gästefan)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Für den ersten Knaller der Partie sorgte wieder einmal der Schiedsrichter, der für einen Halberstädter Tritt gegen den Ball im Strafraum, der zwischen Halberstädter und Hallenser klemmte, einen Elfmeter gab. Der wurde sicher verwandelt, ebenso wie die nächste riesige Torchance für Halle.
Die Gäste waren über die gesamte Partie betrachtet die bessere Mannschaft, der Trainer war auch viel vernünftiger als der von der B-Jugend und der einzige mitgereiste Vater benahm sich viel zu ruhig. So kann es ja nichts werden mit einem Sieg...
So mussten für die Unsportlichkeiten die Spieler sorgen. Neben etlichen härteren Fouls war es auch ein Dialog zwischen dem durch mangelnde Disziplin und Leistung auffallenden 10er des VfL, der einen Fan der eigenen Mannschaft nach einem enttäuschten ,,Oohhhh ne... zu langer Pass!’’ mit ,,Ey halt doch mal de Fresse da draußene! Ey immer ah, oh, eh... Vogel!’’ Das hätte der Mal mit mir machen sollen...
In der zweiten Hälfte bekam dann keiner mehr einen Treffer auf die Reihe. Einzelaktionen, wenige technische Feinheiten und einige Fouls sollten die Highlight sein.

Rotation Halle 2:2 Grün-Weiß Wolfen II
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 14.00
Landesklasse (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 94 Min. (47/47) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 40. - 1:1 53. - 1:2 87. - 2:2 90. (Elfmeter)
Verwarnungen: je eine
Platzverweise: keine
Sportanklage: Sportplatz Rotation (Kap. 1.100)
Zuschauer: 60 (5 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Nach Abpfiff des A-Jugendspiels brauchte ich nur die Straßenseite zu wechseln und schon war ich bei Rotation. Die fingen sehr verhalten an für die 2,50€ Eintritt. Erst nach 40 Minuten fiel mal ein Tor für die klar bessere Heimmannschaft.
In der zweiten Halbzeit ging Wolfen nach dem Ausgleich in der 53. in der 87. völlig unverdient mit 1:2 in Führung, doch der Schiedsrichter sprach Rotation einen fragwürdigen Elfmeter in der 90. zu, was den Ausgleich, das Mindeste für die klar überlegenen Hausherren, bescherte.
Durch Gegenwind hielt ich den Schnitt von 25 km/h, den ich auf dem Hinweg gefahren war leider bei weitem nicht und brauchte 17 Minuten länger als hin zu.

Statistik:
Grounds Nr. 263 und 264 (2 neue Grounds; diese Saison: 34 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 695-699 (diese Saison: 66)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 8.850 (5.360 Auto, 1.760 Bahn, 1.730 Rad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 119

Mehr Fotos unter:
Die Jugendspiele:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081109a%20Jugendfussball%20beim%20VfL%20Halle%2096/
Rotation - Wolfen II: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081109b%20Rotation%20Halle%202-2%20Gruen-Weiss%20Wolfen%20II/

Samstag, 25. Oktober 2008

WE117II: Fußball auf dem Dorf; Roßbach und Gröst.

VfL Roßbach II 1:2 Germania Kötzschau II
Samstag, 25.Oktober 2008 - Anstoßzeit 13.00
2. Kreisklasse (12. Liga, 8. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 89 Min. (43/46) - Halbzeit 1:1
Tore: 0:1 8. (?), 1:1 14. (?), 1:2 68. (?)
Verwarnungen: Roßbach 2, Kötzschau 1
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportkomplex Roßbach (Kap. 1.000)
Zuschauer: 20 (5 Gästefans)
Spielqualität: 4,5/10 (Etwas unterm Durchschnitt)

SV Gröst 2:2 Eintracht Bad Dürrenberg II
Samstag, 26.Oktober 2008 - Anstoßzeit 15.00
3. Kreisklasse (13. Liga, 9. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 93 Min. (47/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 8. (?), 1:1 80. (?), 2:1 (87.), 2:2 (90.)
Verwarnungen: je 1 gelbe Karte für beide Teams
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportplatz Gröst (Kap. 1.000)
Zuschauer: 30 (Keine Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Ground Nr. 259 (1 neuer Ground; diese Saison: 29 neue)
Sportveranstaltung Nr. 687 (diese Saison: 54)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 8.090 (4.810 Auto, 1.760 Bahn, 1.520 Rad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 97
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 117

Vorm Spiel:
Wir kamen schneller als zuvor erwartet nach Roßbach, sodass wir mehr als eine Dreiviertelstunde vor Anpfiff auf dem wenig interessanten Platz im Braunsbedraer Ortsteil ankamen.

Das erste Spiel:
Man musste wirklich von einem furiosen Beginn sprechen. Schon nach wenigen Minuten musste ein Kötzschauer verletzt ausgewechselt werden, sofort darauf fiel jedoch die Führung für die Gäste, dann nur wenige Minuten später musste ein Gästespieler minutenlang behandelt, da er von einem Roßbacher ins Gesicht getreten wurde, als dieser zu einem Fallrückzieher ansetzte. Gleich darauf erzielte Roßbach mit einem billigen Kullertor den Ausgleich.
Bis zur Pause blieb das Spiel zumindest ansehenswert, doch nach der Pause sah es anders aus. Beide Mannschaft bolzten viel zu unpräzise umher und schafften es nicht, beste Chancen im Tor unterzubringen. Nach 68 Minuten tunnelte allerdings ein Kötzschauer den Torwart der Heimmannschaft, was den letzten Treffer der Partie markieren sollte.

Eintritt, Zuschauer, Catering, Schiedsrichter:
Der Eintritt war wie gewohnt frei, die Zuschauer langweilig (ab und an heizte der unsympathische Genosse auf der Roßbacher Trainerbank jedoch die Gästefans an), Catering gab es keins und der Schiedsrichter übersah einige Fouls und Abseitspositionen, die man unbedingt hätte pfeifen müssen.

Zwischen den Spielen:
Die nicht einmal fünf Kilometer wurden schnell zurückgelegt. Knapp vorm Anstoß kamen wir im Müchelner Ortsteil Gröst an.

Das zweite Spiel:
Noch eine Liga tiefer ging es nun, doch das Spiel war sogar einen Tick besser und schon alleine das 1:0 für Gröst das Kommen wert. Ein schöner Schuss aus einiger Entfernung direkt ins Eck ganz knapp neben den Pfosten führte zum ersten und bis zur 80. Minute auch einzigen Treffer der Partie.
In besagter 80. erzielte Bad Dürrenberg nach einer ihrer Druckphasen den Ausgleich, der allerdings nur sieben Minuten bestand hatte. Dann konterte Gröst wirklich hervorragend zur erneuten Führung. Doch nur drei Minuten später trafen wieder die Gäste.

Schiedsrichter:
Von einer völlig souveränen Leistung konnte man auch hier nicht sprechen, da der ältere, schräg laufende Herr doch immer wieder sehr seltsam die Regeln - besonders (und übertrieben streng) die Abseitsregel - auslegte.

Eintritt und Zuschauer:
Der Eintritt war frei und die Zuschauer erwartungsgemäß gar nicht so uninteressant. Mal wieder einige verschrobene Rentner und auch eine Horde Jugendliche, die sich fleißig bepöbelte, was so auf dem Niveau ,,Ey Digga! Wenn isch deine Fresse seh, Alda! - Ey halt’s Maul, du Votze!’’ ablief. Da gab es auch ca. 14jährige, die eine Rauchten oder Alkohol tranken.

Catering:
Der Grillmeister legte 20 Bratwürste auf den Grill, die von wirklich herausragender Qualität waren. Wahrscheinlich von einer guten Landfleischerei gesponsert und für 1,50€ verkauft.

Nach dem Spiel:
Zügig und ohne Nennenswertes ging es nach Merseburg zurück.

Mehr Fotos unter:
Roßbach:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081025a%20VfL%20Rossbach%20II%201-2%20Germania%20Koetzschau%20II/
Gröst: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081025b%20SV%20Groest%202-2%20Eintracht%20Bad%20Duerrenberg%20II/

Sonntag, 31. August 2008

Stecklenberger Burgen, Teufelsmauer, Thale und Stahl Thale - Germania Wernigerode

WE109 II: Ruined castles, spectacular landscape, dismal small towns and weak amateur football in the Harz Mountains.

SV Stahl Thale 1:3 Germania Wernigerode

Saturday, 30th August 2008 - kick-off time 15.00
Landesliga Mitte (7th level, 3rd amateur division)
Result: 1:3 after 95 min. (45+2/45+3) - Halftime 0:2
Goals: 0-1 8th Preuß, 0-2 36th Fredl, 1-2 89th Otto, 1-3 90th + 2 Preuß.
Bookings: Thale 6 yellow cards (+1 leading to an expulsion), Wernigerode 3.
Sent-offs: Kaye (Thale) due to repeated foul play (67th).
Stadium: Sportpark Thale (cap. 5,000; 800 seated)
Attendance: approx. 150 (25 away fans)
Match quality: 1.5/10 (poor)

Ground No. 243 (new ground; this season: 13)
Sporting event No. 650 (this season: 17)
Kilometres that day: 290 (260 by train, 30 by bike)
Km this season: 6,480 (4,810 car/ 1,210 public transport/ 460 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 69
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 109

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Although we went to bed at 1 a.m. my dad and I started with the 7.22 train to Halle. That train arrived 15 minutes too late, but nonetheless we managed to catch the train to Halberstadt. Then we took the train to Thale there, but jumped off one station before Thale in Neinstedt, another dirty train station. The village was not so interesting but riding about three kilometres by bike you will come to the village of Stecklenberg. Then you have to ride two kilometres right atop of the steep hill and you will find a small keep of a medieval castle. You can only enter that keep which is not so well preserved through a window hole which is 1.5m above the ground. The interior of the keep is empty despite a small tree climbing up the stones and some Neo-Nazi graffiti on the walls, among them a Black Sun and swastikas. Another example for the unpleasant fact that the Harz region is notorious for being a central spot for rightwing radicals in Germany. The other part of the castle is even less preserved - no comment on the former bridge which is a path now - so the second keep can’t be entered at all, there are several chambers filled with rubble under the ceiling and few remaining walls as well as one well preserved archway. The highlight is an old linden tree that has large aerial roots suspended over a cellar.
Not even one kilometre away from that once great castle - have a look at the reconstruction model in the village! - is another ruined castle. That one is called Stecklenburg - don’t confuse with the village called Stecklenberg - and its only remnants are few walls, but partially up to a height of six or seven metres.
To sum it up: these two ruins are only interesting to persons who are very interested in medieval history or like to climb up difficult castle destinations. These are really no castles for a typical family trip with ‘medieval romance’!
We went on by bike via Weddersleben where the Teufelsmauer - a spectacular rock formation - is situated, to Thale which is very close to these castles. Our first stop was at the stadium. No meal available. Doesn’t matter: we found a tiny Italian restaurant run by a German and an Albanian serving excellent Italian dishes for fair prices.
After that we came back to the stadium with its characteristic mountainous scene and the plastic benches on the main stand. About 150 fans who should remain silent despite swearing and complaining about the players and the match officials the whole match. Quote of the day: after a player of Thale shouted at one from Wernigerode after being fouled by him, a fan of Thale shouted: ‘Let him in peace! Go away! We will beat him up after the match!’
The match was characterised by poor performances: the players from Thale played very weak and boring, that lazy and arrogant guys from Wernigerode did almost nothing and the referees took the biscuit - especially in the second half - with being fussy and arrogant and deciding arbitrarily and unjustified. That was not only the weakest match I saw for months but also the weakest referee action - including his linesmen - since a Verbandsliga match in Berlin. But that referee was even more disturbing and out of place.
Germania Wernigerode did as much as they had to do to beat the weak team from Thale, so the match became weak after 8 minutes when the first goal was scored and really poor after 36 minutes when Wernigerode scored another goal. Thale needed 89 minutes and about five chances - and countless weak shots 20 metres beside or 10 metres over the goal - until scoring their first and only goal. After that goal Germania countered and scored their third goal by running over the goalkeeper that was out of his goal when trying to score after a corner kick.
After the final whistle we went to the town centre which is occupied by ugly super market buildings - never saw such an ugly town square as in Thale! If you leave for Hexentanzplatz - there was not enough time for that rock formation and celebration spot - you will see the two most interesting buildings of the town: two churches.
After that we went to the train station and arrived via Halberstadt and Halle in Merseburg.
The costs on the train ticket were at 27€ (13.50€ for each person) - comparing it to the costs on petrol for 260km (10l/100km, 1.43€/l) which are at 37.18€ (18.59€/ person) it is a good deal to use the train on that track, although you should always take your bike with you because the two castles for example, are 5km away from the next train stop and the stadium of Thale 3km. The entrance fee to the stadium was 3.00€ for each of us.

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For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080830a%20Ruine%20Lauenburg%20im%20Harz/ (Castle Ruin Lauenburg)
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080830b%20Ruine%20Stecklenburg%20im%20Harz/ (Castle Ruin Stecklenburg)
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080830c%20Teufelsmauer%20in%20Weddersleben%20im%20Harz/ (Rock Formation Devil’s Wall)
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080830d%20SV%20Stahl%20Thale%201-3%20Germania%20Wernigerode/ (Stahl Thale vs Germania Wernigerode)
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080830e%20Thale%20im%20Harz/ (Ugly Small Town Thale)