Tresenwalder HC Machern |
8 : 3 (2:2) |
TSV Leuna 1919 |
- Datum: Sonntag, 25. Januar 2026 – Beginn: 12.00 - Tore: 1-0 2. Linus Nelleßen, 1-1 12. Nils Poczatek, 2-1 15. Frieder Loer (Kurze Ecke), 2-2 21. Christian Zeiger, 3-2 36. Paul L. Ondrej (Kurze Ecke), 4-2 37. Jakob Höer, 5-2 48. Frieder Loer, 5-3 52. Christoph Ruttkies, 6-3 52. Tom Muschiol, 7-3 57. Eddy Bolze (Kurze Ecke), 8-3 59. Daniel Hanschmann - Grüne Karten: Finn Kollner (THC); Tom Schaffernicht, Willy Klauß (TSV) - Gelbe Karten: keine - Rote Karten: keine - Austragungsort: Sporthalle im Sportpark Tresenwald (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Den Sonntagsausflug machten wir diesmal nach Machern und Leipzig. Beryl wollte auch diese bekannte Großstadt mal kennenlernen. Bei winterlichem Scheißwetter sieht die Innenstadt aber noch kahler und dreckiger aus, als bei Sonnenschein. Im Gegensatz zu Halle, Magdeburg und Erfurt gefiel ihr Leipzig nicht. Wir müssen aber das nächste Mal statt Leipzig-Mitte zum Gohliser Schlösschen usw. - die Stadtmitte begeistert auch mich nicht. Auch die berüchtigte Eisenbahnstraße ist nicht schön, aber am Nachmittag kann man dort sicher und gut Essen gehen. Im türkischen Grillhaus (Ocakbaşı) war richtig viel los, aber Essen topp und Bedienung gut. Nachdem wir in der Eisenbahnstraße waren und ich die Hintergründe erklärte, will sie auch mal Connewitz sehen, nachdem ich ihr ein Video einer Demo asozialer linker deutscher Palästina-Fans, gegen die wiederum asoziale linke deutsche Israel-Fans protestieren, welche sich gegenseitig Rassismus bzw. Antisemitismus vorwarfen, gezeigt hatte. Schon eine sehr spezielle Stadt, dieses Leipzig… Machern gefiel ihr hingegen auch im Winter, denn der Park mit Pyramide, Tempeln, Scheinruinen und dem Schloss ist immer sehenswert. Zwischen den Besichtigungen von Machern und Leipzig-Mitte ging es zum Hallenhockey - für mich der Hauptgrund der Tour heute. |
Bei Machern liegt der Tresenwald, nach dem sich der Tresenwalder Hockeyclub Machern benannt hat. Am westlichen Rande von Machern liegt der moderne Sportpark, der u.a. einen Fußballrasen, einen Kunstrasen für Fußball und Feldhockey und eine Sporthalle umfasst. Letztere hat eine dreireihige Obertribüne mit weiteren Stehmöglichkeiten und ist ganz ansprechend gestaltet. Bei wie üblich freiem Eintritt stieg vor nur 15 Zuschauern - zwischendurch schauten noch mal so viele Spielerinnen der im Anschluss aktiven Frauenteams zu - ein in den ersten drei Vierteln von beiden Seiten gutes und spannendes Spiel der Oberliga. Leuna im Mittelfeld, Machern gleich auf mit Torgau an der Tabellenspitze. Die mit uns fünf Gästefans konnten nach schnellem Rückstand bald jubeln, da Nils Poczatek den Ausgleich erzielte. Ganz blöd lief es aber in der 15. Minute, als Leunas Urgestein Christian Zeiger eine Kurze Ecke nicht annehmen kann und dann dem durchgerutschten Ball hintergeht, ein Mitspieler foult und Tresenwald daraufhin eine Kurze Ecke bekommt, die perfekt zum 2:1 verwandelt wird. Aber eben jener Christian Zeiger glich im zweiten Viertel spektakulär aus vollem Lauf, mit dem Torwart fast zusammenprallend, aus. Nach dem Seitenwechsel Leuna leider zu inkonsequent und THC zeigte seine Klasse mit zwei nun richtungsweisenden Treffern. Das 5:2 im Schlussviertel schien die Entscheidung, doch Christoph Ruttkies ließ zwischenzeitlich noch mal Hoffnung aufkommen. Am Ende aber völlig hilflos gegen THC, auch mit unsinnigen Versuchen ohne Torwart Druck auszuüben. 8:3 am Ende viel zu hoch, aber von Leuna halt auch ein schwaches Schlussviertel. THC - wie ich betonen musste: Tresenwalder Hockey Club, nicht Tetrahydrocannabinol; für Englischsprecher aber in der Tat eine seltsame Abkürzung, die im Hockey in Deutschland ganz normal ist, da sie sonst oft für Tennis- und Hockeyclub steht - ist somit weiter Tabellenführer. Sehr schwach ist da übrigens der Zuschauerzuspruch - peinlich nur 10 Leute mobilisieren zu können! |
Statistik: - Grounds: 3.938 (1; diese Saison: 96 neue) - Sportveranstaltungen: 5.566 (1; diese Saison: 141) - Tourkilometer: 440km Auto - Saisonkilometer: 46.740 (27.100 Flugzeug / 17.730 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.910 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 265 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Dienstag, 27. Januar 2026
Dienstag, 16. September 2025
W3.0246IV: Buntes Sportprogramm in Merseburg und Leipzig, aber leider keine Punkte für Leuna Hockey
Allgemeiner Turnverein zu Leipzig von 1845 |
3 : 1 (0:1) |
TSV Leuna 1919 |
-
Datum: Samstag, 13. September 2025 – Beginn: 16.00 -
Tore: 0-1 28. Jörn Jördens, 1-1 37. Niklas Wieczorek, 2-1 47. Yann Kloth, 3-1
60. Arthur Felix Bauer -
Grüne Karten: Lennard Ehrenpford (Leuna) - Gelbe
Karten: keine - Rote
Karten: keine -
Austragungsort: ATV Sportanlage, Hockeyplatz (Kap. 1.100, davon 100
Sitzplätze) |
SV Liebertwolkwitz 1958 II |
3 : 0 (2:0) |
SG Leipziger Verkehrsbetriebe II |
-
Datum: Samstag, 13. September 2025 – Beginn: 13.00 -
Tore: 1-0 24. Wessel, 2-0 37. Kochuthara Dheesmar, 3-0 78. Anonymer
Fuffzehner - Verwarnungen:
Simon (Lwwitz) - Platzverweise:
keine -
Austragungsort: Sportanlage Liebertwolkwitz, Kunstrasenplatz (Kap. 200 Stehplätze
zzgl. 800 Stehplätze außerhalb des Zauns) |
Voltigierturnier beim Reiterverein Sankt Hubertus Merseburg |
-
Datum: Samstag, 13. September 2025 – Beginn: 10.00 -
Austragungsort: Reithalle RV St. Hubertus (Kap. 150, davon 75 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: a)
Field Hockey: ATV Leipzig 1845 vs. TSV Leuna 1919 (3rd Division) b) Equestrian vaulting: a group session at the tournament of RV St. Hubertus Merseburg c) 10th Division Football:
Liebertwolkwitz Reserves vs. SG LVB Reserves |
Den Samstag gab es viel Auswahl in meiner alten Heimat. Drei
Sportveranstaltungen, drei Sportarten. Zuerst im Merseburger
Fliegerstädtchen, vorbei an der Radrennbahn, die vom Verein seit wenigen
Jahren wieder nutzbar gemacht wurde und heute offenes Training anbot, ging es
zur Reitsportanlage. Die Außenanlage ist schön gelegen, aber unspektakulär. Teilweise
grasen kleine Pferde auf einem alten Hangar oder Bunker. Die Halle ist
solide, auf einer Kurzseite werden Stühle und Bänke aufgestellt, wenn mal ein
Wettkampf ist. Dass ich in Merseburg mal noch einen neuen Ground mache,
dachte ich gar nicht... Besuchenswert war das Reiterfest beim sehr freundlichen RV St.
Hubertus, da es ein Voltigierturnier gab. Das war allerdings kein
Ranglistenturnier oder Meisterschaft. Aber Voltigieren ist immer schön
anzusehen, und v.a. die Session der Gruppe M vom Gastgeber war sehr gut.
Danach ging ich allerdings schon wieder, um zum Fußball nach Leipzig zu
kommen... |
In Liebertwolkwitz hielt ich mich an die Parkverbote auf der Zufahrt
und fand noch einen Platz auf dem Vereinsparkplatz. Das Ordnungsamt schleicht
dort offenbar regelmäßig rum, um Spielbesucher abzuzocken. Selbst bei
doppelseitigem Parken ist die Zufahrt eines Krankenwagens immer noch
gewährleistet – von daher hilft das nur der Stadtkasse. Gar nichts in die Kasse geben musste ich beim Spiel der II.
Mannschaft vom SV Liebertwolkwitz gegen die Reserve der SG LVB. Die Gäste
spielten so wie die Verkehrsbetriebe mitunter fahren und verloren trotz drei
(teils fadenscheinig) aberkannter Treffer der Gastgeber mit 3:0. Der Schiri
war schon etwas auffällig und das nicht nur aufgrund seines
Erscheinungsbildes... Auffällig war aber auch eine Gästefännin, die immer
furchtbar aufjaulte, wenn ihre Mannschaft wieder nicht traf oder wieder einen
Treffer kassierte. |
In Hörweite des Regionalligaspiels von Lok schaute ich mir den
Dorfanger von Probstheida an und lief von dort zum Hockeyplatz des ATV. Der
Dorfanger mit den angrenzenden historischen Gebäuden ist sehr schön und zeigt
natürlich auch, wie sich die Stadt Leipzig über die Jahrhunderte ausgebreitet
hat. |
Beim bereits 1845 gegründeten Allgemeinen Turnverein hatte ich
auf dem Rasenplatz mal Leipziger Volkssportliga im Fußball geschaut. Nun ging
es weiter hinten auf die Anlage, wo ein sehr schöner neuer Kunstrasenbelag
auf den Platz mit zwei Reihen Schalensitzen, überdachten Straf- und
Zeitnehmerbänken und kleinem Presseturm liegt. Besonders der Blick zum
Völkerschlachtdenkmal ist schön, insgesamt gesehen ist die ATV Anlage auch
eine der schönerem im (ost-)deutschen Hockey. Die Regionalligapartie bei freiem Eintritt und einem Drittel
Gästefans von Leuna, wurde vom favorisierten ATV weitestgehend bestimmt. Doch
der TSV 1919 hielt super mit und konnte vor der Pause eine Strafecke zum 0:1
verwandeln. Erst in Hälfte zwei konnten die Leipziger die Partie drehen.
Dabei hielt Leunas Ersatztorwart noch einen Siebenmeter und der Sturm vergab
mehrere Großchancen, von denen eine von einem Leipziger Feldspieler erst auf
der Linie abgewehrt wurde. Insgesamt aber leider doch eine verdiente 3:1
Niederlage für Leuna. |
Statistik: - Grounds: 3.879 (3; diese Saison: 39 neue) - Sportveranstaltungen: 5.427 (3; diese Saison: 51) - Tourkilometer: 380 km Auto - Saisonkilometer: 28.920 (21.500 Flugzeug / 6.600 Auto, davon
1.320 Mietwagen/ 920 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie:
57, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 246 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020] |
Mittwoch, 22. Januar 2025
W3.0212I: Kunstrasen-Doppler in Leipzig – Schlechter Leunaer Start in die Rückrundenvorbereitung
SV Lindenau 1848 |
6 : 2 (4:1) |
TSV Leuna 1919 |
-
Datum: Samstag, 18. Januar 2025 – Beginn: 14.00 -
Tore: 0-1 18. Gaudig, 1-1 33. Stämpfli, 2-1 39. Schlatt, 3-1 43. Ratzlaff,
4-1 45. Awasom, 5-1 77. Winderlich, 5-2 83. Murke, 6-2 86. Wiltzsch - Verwarnungen:
keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportanlage Charlottenhof, Kunstrasenplatz (Kap. 250 Stehplätze) |
SSV Markranstädt (B-Jugend) |
3 : 1 (2:1) |
SV Panitzsch/
Borsdorf 1920 (B-Jugend) |
-
Datum: Samstag, 18. Januar 2025 – Beginn: 11.00 -
Tore: 0-1 9. Grundmann, 1-1 25. Druk, 2-1 28. Druk, 3-1 76. Zache
(Foulelfmeter) - Verwarnungen:
keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Stadion am Bad, Kunstrasenplatz (Kap. 250 Stehplätze + 500
Stehplätze außerhalb) |
Photos with English commentary: a) Friendly Match in Leipzig: Lindenau vs. Leuna |
Zum ersten Spiel der Rückrundenvorbereitung vom TSV Leuna, fuhr
ich am Samstag nach Leipzig. Gespielt wurde auf dem mir noch unbekannten Kunstrasen
vom SV Lindenau. Der Turnverein wurde 1848 gegründet und ist somit einer der
ältesten in Deutschland. Auch Fußball gibt es schon seit mehr als 100 Jahren
dort. Der Kunstrasen ist recht beengt, bietet nur auf einer Seite
Zuschauerplätze, ist aber aufgrund der Jugendstilhäuser im Hintergrund
sehenswert. Auch die Partie war sehenswert, wobei Leuna erst leichte Vorteile
und mehr Chancen hatte und nach einer halben Stunde in Führung ging, doch in
den letzten 10 Minuten der ersten Hälfte leider völlig einbrach. Lindenau
spielte sich plötzlich locker durch die Abwehr und ging mit 4:1 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel stand Leuna besser, kassierte dennoch
einen fünften Gegentreffer. Nach ordentlichem Schlagabtausch stand es am Ende
6:2. Viel zu hoch, jedoch eine verdiente Niederlage. Erfreulich war, dass die
Mannschaft nun einen sehr positiven Umgang untereinander zeigt – auch während
bzw. nach solchen Niederlagen. Aber spielerisch muss sich das echt bessern,
bevor es in die Rückrunde geht! |
Nach dem Spiel lief ich noch etwas durch die
Jugendstil-Straßenzüge, vor dem Spiel hatte ich im trostlosen und versifften
Markranstädt ein paar Fotos gemacht. Ganz zu Beginn der Tagesfahrt hatte ich
mir in Markranstädt auch noch ein B-Jugend-Testspiel angeschaut. Die spielten
auf dem Plasteplatz neben dem Stadion am Bad. Man kann vor dem Kabinengebäude
auf einer Längsseite stehen oder von außen durch den Zaun gucken, was ein
paar Rowdys, die den Heimtorwart sexuell anzüglich besangen, auch taten...
Neben mir philosophierte ein Zuschauer, ob sich ein wegen („angeblicher“)
Krankheit fehlender Spieler beim Computerspielen den Finger gezerrt habe – die
Partie war auch ganz unterhaltsam... Panitzsch-Borsdorf ging früh in Führung,
der Klassenhöhere aus Markranstädt drehte die Partie jedoch schnell. 3:1 vom
Punkt in der zweiten Hälfte – das war auch der Endstand. |
Statistik: - Grounds: 3.759 (2; diese Saison: 99 neue) - Sportveranstaltungen: 5.277 (2; diese Saison: 152) - Tourkilometer: 350 km Auto - Saisonkilometer: 49.760 (25.060 Flugzeug/ 22.960 Auto, davon 8.350
Mietwagen/ 1.600 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie:
82, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 212 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
Mittwoch, 6. November 2019
W692II: Eishockey und anderes in Leipzig
Krefelder Eislauf-Verein 1981 ............................ 2
- Datum: Freitag, 1. November 2019 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Eishockey Oberliga Nord (3. Eishockeyliga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 9-2 nach 60 (3x20) Minuten – Drittel: 3-0, 3-2, 3-0
- Tore: 1-0 2. Pantic, 2-0 3. Berger, 3-0 13. Albrecht, 4-0 24. Albrecht, 5-0 30. Eichelkraut, 5-1 31. Jamieson, 6-1 36. Velecky, 6-2 38. Luedtke, 7-2 44. Albrecht, 8-2 58. Paavalainen, 9-2 58. Pantic
- Strafminuten: Langer 2, Lilik 2, Israel 2, Eichelkraut 2 (Leipzig = 8 Minuten); Onckels 4, Vogt 2, Luedtke 2 (KEV = 8 Minuten)
- Austragungsort: Eisarena Kohlrabizirkus (Kapazität: 3.000, davon 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.000 (davon 1.402 zahlende und ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10
Photos with English commentary:a) Ice-Hockey: IceFighters Leipzig def. Krefelder EV at Kohlrabizirkus
b) Halle: sports ground Wolfgang-Borchert-Straße, new stand and artificial turf football grounds am Kinderdorf, Regattastrecke (rowing canal)
d) Leipzig: Zoological Garden
e) Leipzig: Palace Gohlis (Gohliser Schlößchen) and Jugendstil villas in Gohlis
A gestrigen Reformationstag war nicht frei, aber ich bin abends schon mal nach Sachsen-Anhalt aufgebrochen. Am Freitag (Allerheiligen in NRW) ging es dann mit einem kleinen Abstecher zu drei Sportanlagen in Halle-Neustadt, die ich vor Jahren mal besucht hatte, ohne gute oder überhaupt Bilder gemacht zu haben, nach Leipzig. Die Sportanlagen waren übrigens der nicht mehr für Rugby genutzte und nun sehr versiffte Sportplatz Wolfgang-Borchert-Straße (Rugby wird seit Jahren in Frohe Zukunft gespielt), die Regattastrecke mit der markanten Brücke über den Kanal (weiß nicht, ob da noch gerudert wird) und die Sportanlagen am Kinderdorf vom FSV 67 Halle (der Kunstrasen ist neu, die Sitzplätze am Hauptplatz auch).
In Leipzig gab es noch besseres zu sehen: spektakuläre Jugendstilvillen, das Schillerhaus und das Gohliser Schlößchen. Danach wurde ich noch freundlicherweise in den Zoo eingeladen. Da war ich vor 7 Jahren das letzten Mal – es hat sich da mal wieder etwas getan, es ist nach wie vor einer der sehenswertesten Zoos Deutschlands – aber leider ist derzeit das Aquarium im Umbau begriffen und daher dicht. Nach einem ganz guten Essen im Paunsdorf Center ging es zum Hauptanlass für die Fahrt nach Leipzig: dem Kohlrabizirkus.
Bei so einem beknackten Namen wie „Kohlrabizirkus“ wird der Sportfan vielleicht hellhörig, was ich mir da wieder für einen Scheiß angeguckt habe, aber der Eishockeykenner weiß: seit wenigen Jahren finden die Spiele der in der Oberliga (3. Liga) aktiven Icefighters Leipzig in der ehemaligen Großmarkthalle, die aufgrund ihrer Bauform und (Um-)Nutzung mittlerweile auch offiziell als Kohlrabizirkus tituliert wird, statt. Einen guten Artikel zum Austragungsort gibt es hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fmarkthalle_Leipzig Wenn man die völlig überzogenen Kartenpreise von 12-15€ im Vorraum geblecht hat, kann man den sehr interessanten, innen runden und oben in eine symmetrische Kuppel mündenden Bau betreten. Die Tribünen sind eher primitiv gebaut (Stahlgerüste, Holzbänke plus Billig-Sitzschalen bzw. nur Stahlgerüste mit Holzplatten zum Stehen) aber auf allen vier Seiten vorhanden und in den unterhalb der Kuppel ja nicht wie bei einer Rundsporthalle runden sondern eben quadratischen bzw. rechteckigen Bau eingepasst.
Die Stimmung war wirklich nicht schlecht, obwohl ein ganz schwacher und nur (aber immerhin!) von 20-30 Leuten begleiteter Gegner kam. Der Krefelder EV ist ein Farmteam oder U23-Team von den Profis aus der DEL (Krefeld Pinguine) und ziert das Tabellenende. Leipzig erzielte nach etwas mehr als einer Minute das 1:0. Bald sah es nach zweistellig aus, aber in dem sehr flüssigen und fairen Spiel hatte auch der Gast mal etwas stärkere Phasen, sodass es am Ende „nur“ 9:2 für Leipzig hieß.
Statistik:- Grounds: 2.522 (1; diese Saison: 79 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.756 (1; diese Saison: 107)
- Tourkilometer: 220 (220km Auto + 440km Auto am Donnerstag 31.10.)
- Saisonkilometer: 71.050 (56.340 Flugzeug/ 13.610 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.060 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 31 [letzte Serie: 72, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 692
Dienstag, 18. September 2018
W633IIb: Hitziges Altherrenspiel in Leipzig
Knautkleeberger SC 1864 Leipzig Ü35 ............... 1
- Datum: Samstag, 15. September 2018 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Altherren-Stadtliga Leipzig (1. Ü35-Liga)
- Ergebnis: 0-1 nach 101 (47/54) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tor: 0-1 47. Selzer
- Gelbe Karten: NN (Rotation); TW Walter, Peinke, Kössling, NN (KSC)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Rotation 1950, Rasenplatz II (Kapazität: 250 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10
Photos with English Commentary :Veterans League 1, Leipzig: Rotation vs. Knautkleeberg
Da Leunas II. Mannschaft nicht spielte, machte ich diesen Abstecher nach Leipzig. Auf dem Gelände von Rotation gibt es neben dem schönen Hauptplatz auch einen unsinnigen Kunstrasen (ca. 35x80m) und einen von Gestrüpp und Wällen begrenzten Rasenplatz (ca. 45x85m). Auf letzterem spielten die Alten Herren in der höchsten Ü35-Spielklasse, von der ich hohes Niveau und große Emotionen gewöhnt bin. Zumindest letzteres gab es, das Spiel an sich war für diese Spielklasse erbärmlich und der Knautkleeberger SC gewann mit einem Kopfball 0:1, wobei ihnen ein weiteres Tor wegen angeblichen Abseits aberkannt wurde. Ansonsten war das Spiel nur unterhaltsam wegen der Rudelbildungen und Beleidigungen, die oft auf dem Niveau abliefen:
[Rotation-Spieler latscht einem KSC-Kicker im Mittelfeld auf die Hacken und rempelt ihn in den Rücken]
KSC-Spieler: Oooaaaaaa, eyyyyyyy, boaah, duu!
Rotation-Spieler: Körpereinsatz
KSC: Ey na saache ma, hast du eenen? Görboreensatz?! Dich latsch ich ooch gleech e mal so um, du Voochel!
[Schubserei fängt an...] Am besten war natürlich, als ein Rotation-Stürmer den KSC-Torwart gegen den Rücken tritt um noch an den Ball zu kommen:
Statistik:- Grounds: 2.253 (2; diese Saison: 41 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.431 (4; diese Saison: 46)
- Tourkilometer: 590 (590km Auto,)
- Saisonkilometer: 7.350 (6.780 Auto, davon 0 Mietwagen/ 570 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 49 [letzte Serie: 35, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 633 Wochen.
Freitag, 5. September 2014
W423I: Ersatzderby für Gehirnamputierte
1. FC Lokomotive Leipzig C ............................................ 3
- Datum: Dienstag, 2. September 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen, C-Junioren (2. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-3 nach 77 Min. (37/40) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 1-0 5. Fabrice Hartmann, 1-1 20. Moritz Griesbach, 1-2 31. Alexander Müller, 1-3 33. Moritz Griesbach, 2-3 46. Fabrice Hartmann
- Verwarnungen: Jacob Ruhner (RBL); Alexander Müller ? und TW Max Mende (Lok)
- Platzverweise: keine
- Spielort: RB-Trainingszentrum Cottaweg, Kunstrasenplatz 4 (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 75 Lokisten)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Mittelmäßiges Spiel, interessante Atmosphäre)
Photos with English Commentary:
Saxonian Under-15 League 1: RB Leipzig Reserves v Lok Leipzig
Irgendwie war abends doch noch etwas Zeit für eine Radtour nach Leipzig. Nachdem wir in den letzten Wochen so viel mit dem Auto unterwegs waren, fiel es etwas schwer bei dem Dreckwetter aufs Rad zu gehen, musste aber auch mal wieder sein. Das Spiel musste nicht unbedingt sein, aber immerhin ein neuer Ground und ein Zusatzpunkt für den vor Jahren bereits komplettierten Spielkreis Leipzig. Im Cottaweg zwischen Motodrom (Speedway auf einem Niveau, das dem polnischen klar nachsteht) und Zentralstadion (Kommerzfußball, der entweder 2:0 oder 0:0 ausgeht) hat sich der österreichische Plörrekonzernmilliardärsverein ein gesichtsloses und hässliches, aber immerhin von den Anlagen für Sportler her sehr qualitätsvolles Fußballzentrum hingestellt. Es soll ja nach Nachhaltigkeit aussehen und als ob Spieler aus Leipzig in naher Zukunft eine Chance hätten, Bundesliga (oder für die Eltern der Kleinen auch Champions League, wenn sie in 10 Jahren so weit sind) zu spielen...
Wir kamen etwas verspätet am Trainingszentrum, das teils noch eine Baustelle ist, an und suchten uns zwischen RBL-Eltern und Lok-Mob einen Platz. Der Kunstrasenplatz 4 sieht genauso hässlich aus wie die Plätze 1-3. Immerhin kann man innerhalb des Käfigs auf der einen Längsseite stehen. Das taten auch etwa 75 Angehörige der RBL-Spieler, sowie 60 Angehörige der Lok-Spieler und 15 Geisteskranke, die sich wohl Lok-Ultras nennen, obwohl sie noch keine 18 sind und keiner aktiven Gruppe zugehören, aber - da sie nur auf die Hilfsschule gehen - ein Ersatzderby brauchten. Typischerweise stellten sich die Lok-Eltern, die keineswegs unangenehmer als jene von RB sind, so weit weg vom Abschaum wie möglich. Und was den Derbycharakter angeht: die RBL-Ochsen haben sich halt im Erwachsenbereich außer Reichweite gekauft und gespielt, sodass die C-Jugend herhalten muss. Und selbst bei der C-Jugend ist es leider nur noch die Reserve von RBL. Wahrscheinlich wäre das Projekt RB nirgendwo in Deutschland so erfolgreich gewesen, wie im sportlich in allen Bereichen herabgewirtschafteten Leipzig, dessen großstädtische Bevölkerung in ihrer typischen Arroganz in einem profilierungsträchtigen Bereich im deutschen Vergleich hervorragend sein zu müssen, blindwütig jeder Scheiße hinterherrennt, die zwar kaum lokalen Bezug hat und dauernd beschissene 0:0-Spiele abliefert, aber nach Spitzenklasse klingt.
Wir kamen zu diesem U15-Kick beim Stand von 1:1 und schon kurz nach unserer Ankunft ging Lok mit einem Doppelschlag in Führung. In einem guten Spiel gelang RBL nicht viel bis zur Pause und beide Teams kamen entsprechend motiviert nach 10 Minuten zurück aufs Feld. In der zweiten Hälfte ging es nicht mehr so rasant zu und passenderweise gewann RBL etwas die Oberhand. Außer einem Treffer unter die Latte war aber nichts zählbares drin und trotz unangemessen langer Nachspielzeit und etlicher Fehlentscheidungen zugunsten der Roten Hornochsen vom mäßigen Schiedsrichtergespann – die waren wohl aus Markranstädt, oder was? – siegte Lok somit mit 2:3. Die haben noch recht großspurig gefeiert, während die Jung-Ochsen auf den Kunstrasen sanken und die immer wieder dreist über den Schiedsrichter meckernden Betreuer und Trainer (was wollten die eigentlich noch: unberechtigte Elfmeter?) nichts mehr sagten...
Bei allem Unverständnis für die Pöbeleien und Provokationen der 15 Jugendliche bei einem U15-Spiel – auch gerade die anderen Anhänger von Lok waren damit nicht einverstanden – muss man sagen: es hob immerhin den Unterhaltungswert! Auch nach dem Kick war noch lange nicht Schluss: ein besoffenes halbes Hemd hatte dauernd die Ordner belöffelt und dem stiernackigen Athleten in Security-Jacke reichte es langsam, dass der Westentaschen-Nazi vor seiner Nuttenfreundin angeben wollte. Also den Spasti mal nach kurzer Schubserei freundlich aber bestimmt am Arm gepackt und zu den vor dem Tor wartenden Polizisten geführt. Geschrei und Personalienaufnahme... Also dass da überhaupt bei einem C-Jugendspiel Polizei herbeigeholt werden musste – unglaublich! Verhältnisse wie in NRW...
Statistik:
- Grounds: 1.176 (heute 1 neuer; diese Saison: 22 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.144 (heute 1; diese Saison: 32)
- Tageskilometer: 80 (80km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 10.120 (5.990 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 430 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 124 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 423
Donnerstag, 4. September 2014
W422VII (Baltikum 9/10): Das beste Stadion zum Abschluss der Tour
Saue JK Laagri 1998 .......................................................... 1
- Datum: Sonntag, 31. August 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: II. liga lõuna/lääs (4. estnische Fußballliga, 2. Amateurliga, South/ West)
- Ergebnis: 3-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 25. Argo Alaväli, 1-1 38. Mario Stern, 2-1 55. Maarek Suursaar, 3-1 59. Mario Stern
- Verwarnungen: Mario Stern (Sõrve); Kristjan Suurjärv (Saue)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Salme Spordiklubi staadion (Kap. 1.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)
Photos with English Commentary:
a) Estonia: Saaremaa Island; Kuressare Old Bridge, Anijala Windmill, Mustjala Church, Tagaranna Cliffs, Kihelkonna Church, Loona Manor, Lümanda Church, Pilguse Manor, Valjala Church, KARJA CHURCH, Angla Windmills. Muhu Island; Rinsi Church, Üügu Cliffs, Hellamaa Church and Football Ground. Mainland; Karuse Church, Kirbla Church, Silla Church Ruin, Kolluvere Palace and Tallinn Old Town at Night
b) Estonian 4th Division: SÖRVE JK DEFEAT SAUE JK LAAGRI (AT SALME STADIUM)
Am letzten Tag des Aufenthaltes hatten wir noch einiges vor: zuerst fuhren wir von unserer Herberge in Kuressaare nach Norden, an der mittelalterlichen Bogenbrücke vorbei. In Anijala fiel uns am Wegesrand eine sehr schöne Holländerwindmühle auf. In Mustjala steht eine ganz ansehnliche Kirche: die Rentner des kleinen Dorfes und ein einziger junger Mann versammelten sich zum Gottesdienst. Im benachbarten Tagaranna stehen schöne Klippen und ein Denkmal für die weit über 800 Todesopfer der Estonia-Fährkatastrophe. Wie sehr das Unbehagen gegenüber Russland nach der über 100 Jahre dauernden Besetzung durch Zaren und Sowjets ist, kann man an der Diskussion des Unglücks sehen: da schwedische Militärs zugegeben hatten, mit der zivilen Fährlinie auch Waffen und Militärmaterial u.a. aus Russland unangemeldet verschifft zu haben, wird der KGB (alternativ aber auch die CIA) in einer auch in Schweden (wo die meisten Opfer des Unglücks herstammten) salonfähigen Verschwöruungstheorie der Sprengung der Estonia beschuldigt...
Wir fuhren dann den Westen der Insel ab, der die geringste Dichte an Sehenswürdigkeiten hat. In Kihelkonna lohnt aber die Kirche; vor allem deshalb, da ein Glockenturm im Stile eines Burgturms meterweit weg steht. Der Gutshof von Loona ist sehr gepflegt aber architektonisch eher unspektakulär. Die orthodoxe Kirche von Lümanda unterscheidet sich etwas durch ihre langgestreckte und nicht kreuzförmige Form von den anderen Russenkirchen der Insel. Schließlich besuchten wir noch den Gutshof Pilguse, der mehrere tolle Toreinfahrten zu den teils sehr verfallenen Gebäuden zu bieten hat.
Eigentlich wollten wir dann ein Juniorenspiel vom FC Kuressaare sehen, doch das wurde nicht wie angesetzt vorm Gymnasium in der Garnisoni ausgetragen, sondern in Nasva, wo wir gestern schon waren. Wir fuhren also nach Salme weiter, wo ich erstmal selber den Ball rausholte und nach Eintreffen der ersten Spieler den beiden Teams von Sörve (d.h. die Auswahl der Südwestdörfer von Saaremaa, bzw. das Farmteam vom FC Kuressaare) und Saue aus Laagri bei Tallinn, das Feld überließ.
Ich hatte es im gestrigen Bericht schon geschrieben: das Stadion von Salme ist das beste Stadion auf der ganzen Insel! Erreicht man den Ort von Kuressaare aus, dann passiert man zuerst die Schule mit dem Bolzplatz (in der Schule ziehen sich die Mannschaften um). Man fährt dem Schild „Spordikompleksi“ nach in einen geschotterten Weg, der an den Ruinen einer LPG vorbei auf eine Waldwiese führt, wo sich das weite Rund erhebt: ein ordentlicher Graswall läuft ringsherum, auf zwei Seiten steht dichter Nadelwald schon auf der Wallkrone und vor dem Wald auf der Längsseite auch eine schöne Tribüne (sechs Reihen mit modrigen Holzbänken) und direkt anschließend ein toller dreistöckiger und holzverkleideter Sprecherturm mit Spitzdach. Dort befinden sich auch Abstellräume für Sportgeräte und ein Klubraum drin. Auf dieser Tour war das Stadion in Salme trotz Levadia-Stadion und Salacgriva-Stadion die beste Sportanlage!
Das beste Spiel war es dann allerdings leider nicht und zudem auch das schlechtbesuchteste. Nur ein paar Kinder, Spielerfreundinnen und -kumpels wollten die Viertligapartie sehen. Das mittelmäßige Spiel wurde anfangs vom Gast aus Laagri bestimmt, der auch mit einem tollen Freistoß aus 30m gegen die Unterkante der Latte (knapp links vom Winkel und dann hinter der Linie aufgesprungen) in Führung ging. Erst kurz vor der Pause setzte Sörve mit einem erfolgreichen Konter den ersten Ball ins gegnerische Netz. Die zweite Halbzeit wurde von den Kickern von der Insel bestimmt, wobei sie wieder zwei Konter brauchten (Standards oder aus dem Spiel heraus aufbauen konnten sie nicht besonders gut) um den Torwart zu überwinden. Alle drei Treffer von Sörve wurden irgendwie genau gleich erzielt...
Nach diesem verdienten Sieg für Sörve in diesem tollen Ground, besuchten wir noch die letzten uns fehlenden wichtigen Sehenswürdigkeiten der Insel. Die Kirche von Valjala hat eine schöne gotische Fassade, sowie ebenfalls gotische Eingangssäulen und ist auch innen ansehenswert. Die sehenswerteste Kirche auf Saaremaa oder vielleicht auch in ganz Estland, ist jedoch jene in Karja, die innen spektakuläre gotische Fresken und Fratzen an den Wänden und Säulen zu bieten hat. Der Baukörper an sich ist aber leider nicht annähernd so spektakulär wie die Steinmetz- und Künstlerarbeiten im Inneren.
Interressant sind die an der Straße aufgereihten Windmühlen von Angla, die auf dem Gelände eines Museums stehen. Von Angla aus fuhren wir über den Damm nach Muhu. Dort drehten wir eine Runde durch den Norden der Insel: die orthodoxe Kirche in Rinsi sieht auch nicht anders aus, als die in Saaremaa und die Klippen von Üügu sind nicht so spektakulär wie die im Norden von Saaremaa. In Hellamaa steht der einzige Fußballplatz der Insel Muhu genau vor der Kirche.
Wir erreichten die 18.45-Fähre und setzten aufs Festland über. Auf dem Weg nach Tallinn besichtigten wir noch die Kirche von Karuse die ein auffälliges Baptisterium und Radkreuzgrabsteine hat, die Kirche von Kirbla mit ihrem alten Friedhof, die Kirchenruine von Silla (eine von mehreren dutzend orthodoxen Kirchen Estlands, die nach dem Abzug der russischen Besatzer ungenutzt zerfallen), und das Schloss von Koluvere, das so ziemlich das größte in ganz Estland ist. Allerdings sind insbesondere die Brücken in den barocken Bau mit den massiven Türmen eine einzige Baustelle.
Von Tallinn bis Kuressaare auf Saaremaa zieht sich ein Gürtel von Schloss-, Festungs- und Burgbauten durch Estland. In anderen Regionen sieht es hingegen sehr öde aus. Aber insgesamt sollte sich auch diese Reise wieder gelohnt haben und ihren schönen Abschluss fand sie in einem einstündigen Rundgang durch die erleuchtete Altstadt von Tallinn.
Es zeigte sich dann allerdings auch, dass Tallinn sehr provinziell ist, da selbst Fastfoodketten schon um 21.30 zumachten. Nur in einem großen Supermarkt bekamen wir noch was zu essen – zum Glück gibt es hier keinen Sonntagsladenschluss...
Wir kamen dann gegen Mitternacht am Flughafen an. Der ist zwar auch etwas provinziell, aber es stört keinen wenn man dort sechs Stunden bis zu seinem Abflug rumlungert, weil man nicht noch ein Hotel beziehen will, das man um 4 Uhr verlassen müsste. Es schleicht immer mal ein unfreundlich guckender Russe in Uniform herum um mustert rumgammelnde Reisende, aber sagen tut er nichts. Die bei der Abfertigungskontrolle sagen auch nicht viel, maulen aber großkotzig rum, wenn einer noch Wasser mit ins Flugzeug nehmen will oder zu langsam bei der Abfertigung ist, was v.a. bei alten Menschen echt asozial ist. Aber die meisten Kontrolleure schienen auch wieder Russen zu sein. Mit den US-amerikanischen Reisenden kam man hingegen angenehm ins Gespräch: zwei Rentner waren auf dem Weg zurück von Estland, der Heimat ihrer Vorfahren, nach Florida bzw. Kalifornien. Also wenn Amis mal verreisen (also die 5% die das tun) fallen sie selten so negativ auf, wie in ihrem eigenen Land oder andere Touristen wie Engländer, Deutsche oder Russen...
Die Flüge waren absolut pünktlich, sodass wir gegen 14.45 am Bahnhof des Flughafens Leipzig-Halle standen. Ob es dann Kürzungen bei der Bahn in Sachsen-Anhalt oder doch eher Absprachen mit den Taxifirmen geschuldet ist, aber von dort bis Merseburg brauchten wir über Halle mit Wartezeiten von je 30 Minuten auf die Bahnen insgesamt anderthalb Stunden. Mit dem Taxi wäre das kaum eine halbe gewesen, aber auch fünf Mal so teuer (zwei Tickets für je 5€ gegen gut 50€ Taxigebühr)...
Statistik:
- Grounds: 1.175 (heute 1 neuer; diese Saison: 21 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.143 (heute 1; diese Saison: 31)
- Tageskilometer: 2.300 (Sonntag: 450km Auto, 10km Fähre, Montag: 1.800km Flugzeug, 40km Bahn)
- Saisonkilometer: 10.040 (5.990 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 350 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 123 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 422











