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Montag, 23. März 2026

W3.0273III: Ein 3:1-Sieg und eine 1:3-Niederlage für die Fußballer & Rekordsieg für die Handballer

TSV Leuna 1919

44 : 6 (21:3)

SG Spergau III / TSV 1893 Großkorbetha I

- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Bezirksoberliga Sachsen-Anhalt Süd (7. und unterste Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 44-6 nach 60 (2x30) Minuten - Halbzeit: 21-3

- Statistiken: siehe nu-liga!

- Austragungsort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,5/10

TSV Leuna 1919

1 : 3 (0:1)

SG Blau-Weiß Brachstedt 1921

- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 98 (47/51) Minuten - Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 17. Heydenhauß, 1-1 55. O. Zorn, 1-2 69. R. Fritsche, 1-3 85. V. Anschütz

- Verwarnungen: R. Ahlert, J. Gumbrecht (Leuna); 2x T. Jonietz, A. Dahlmann, R. Röthling, NN (Brachstedt)

- Platzverweise: J. Gumbrecht von Leuna (89. Rot wg. Ellbogenschlags); T. Jonitz (52. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels)

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 102 Zahlende, Gästefans: ca. 20)
- Spielbewertung: 6,5/10

TSV Leuna 1919 II

3 : 1 (2:0)

TSV 1990 Schochwitz

- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 94 (47/47) Minuten - Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 14. K. Strutz, 2-0 45. M. Böttcher, 2-1 74. S. Lenhard, 3-1 80. A Siefke

- Verwarnungen: NN

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon Gästefans: ca. 20)
- Spielbewertung: 6,5/10

Dörstewitz

Photos with English commentary: 

  1. Football in Leuna: Reserves vs. Schochwitz, First XI vs. Brachstedt

  2. Handball in Leuna: Record Win over Spergau III / Großkorbetha I

  3. Buildings in Leuna: former post office, health care centre etc.

  4. Saalekreis Sightseeing: Delitz am Berge, Dörstewitz villages

Wenn ich, wie diesen Samstag, alleine zu einem TSV-Leuna-Spiel fahre, nehme ich jetzt immer das Rad im Auto mit und fahre das letzte Stück. Ich versuche nun auch, immer eine andere Route zu nehmen. Zuletzt startete ich in Gimritz, dieses Mal in Salzmünde. Auf dem Rückweg nahm ich zwar den schnelleren und etwas kürzeren Weg durch Halle und querte die Autobahnbaustelle über eine eindrucksvolle Behelfsbrücke - seit Jahrzehnten überfällig, dass diese Umfahrung um Halle herum fertig wird! - doch auf dem Hinweg fuhr ich über Bennstedt und diverse Nebenstrecken mit ein paar Fotostopps in Delitz am Berge (beim Fußball damals keine Zeit gehabt, die auf dem Berg bzw. Hügel liegende Kirche zu fotografieren; dort stehen auch interessante alte Grabmale) und Dörstewitz (mir war mal aufgefallen, dass ich diesen Schkopauer Ortsteil im Schatten der Bunawerke noch nie besucht hatte, obwohl es da recht gepflegt aussieht und eine Kirche gibt).

TSV Leuna 1919 II 3:1 TSV Schochwitz 1990

Es gab auch natürlich nicht nur ein Leuna-Spiel, sondern gleich drei. Den Anfang machte die Zweete, die den TSV Schochwitz zu Gast hatte. Diese baute früh Druck auf, wusste worum es hier ging und erzielte mit einem Schuss unters Tordach die frühe Führung. Viele vergebene Chancen und wenige erfolglose Konter der Gäste später, ging es auf die Halbzeit zu - taktisch günstig erhöhte Leuna II per Kopf ins lange Eck zum 2:0. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer gelang einem in dieser Saison bisher erfolglos gebliebenen Leunaer mit einem 16-Meter-Volleyschuss gegen den Innenpfosten der dritte und letzte TSV-Treffer am heutigen Tage. Mit diesem 3:1 ist Leuna II nun vom Abstiegsplatz weg. Hochverdient, gerade nach der unglücklichen Niederlage in Löbejün. Schön, dass auch Sportfreunde Betge die Partie unfallfrei überstand - wieder einige zweifelhafte Entscheidungen dabei, diesmal aber keine groben Fehler wie in Löbejün…

TSV Leuna 1919 1:3 SG Blau-Weiß Brachstedt

Auch beim Hauptspiel nicht immer nachvollziehbare Entscheidungen, aber dann doch eine weit überwiegend sichere und gute Leistung des Gespanns aus Sangerhausen. Leider nicht zu verstehen war hier, wie sich Leuna von Brachstedt abkochen ließ. Brachstedt ist eine unsympathische Tretertruppe, aber man muss anerkennen, dass sie mit tollem Einsatz und vielen guten Schüssen - auch in Unterzahl nach einer Gelb-Roten kurz nach der Pause - hier einen verdienten 1:3-Sieg einfuhren. Hätte Leuna gewonnen, hätten die Brachstedter wahrscheinlich eh wieder versucht, am Grünen Tisch die Punkte zu stehlen…

TSV Leuna 1919 44:6 SG Spergau III / Großkorbetha I

Schnell zum Handball rübergehetzt. Diesmal kein Eintritt, dafür sahen 50 Zuschauer, von denen etwa 44 Leunaer waren, 50 Tore, wovon wiederum 44 von Leuna erzielt wurden. Eine irre Partie! Die SG Spergau III, die mit ihren Großkorbetha-Trikots auf die Spielgemeinschaft aufmerksam machte, war mit einer Rumpftruppe erschienen. Nach einem knappen Sieg im Hinspiel, wurden sie hier nun abgeschossen wie keine andere Mannschaft diese Saison. Nach 12:20 Minuten und einem Spielstand von 11:0 nahm der Gast eine Auszeit. Nach 15:45 Minuten gelang mit dem 13:1 der erste Treffer. 21:3 bei Halbzeit! 34:4 nach 46:12 Minuten erst der nächste Gästetreffer. Das 44:6 am Ende eine Demontage, die man so schnell sicher nicht wieder erleben wird. Einfach auch eine starke Leunaer Leistung und ein toller Abschluss des Tages!

Leuna

Statistik:

- Grounds: 3.956 (0; diese Saison: 113 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.595 (3; diese Saison: 169) 

- Tourkilometer: 250 km Auto, 80 km Fahrrad

- Saisonkilometer: 49.810 (27.100 Flugzeug / 20.500 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 2.210 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 73, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 273 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Freitag, 14. Oktober 2011

W272I: Hattrick in drei Minuten und drei Elfmeter von denen nur einer zählte

SV 1884 Delitz am Berge AH 1:4 SG Stahl Merseburg
Datum: Freitag, 14. Oktober 2011 – Anstoß: 18.40
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 1:4 nach 68 Min. (28/40) – Halbzeit: 1:0
Tore: 1-0 1. (6), 1-1 31. (13), 1-2 32. (13), 1-3 33. (13), 1-4 65. (15, Handelfmeter)
Vergebene Elfmeter: 20. Nr. 13 (IMO) verschießt absichtlich unberechtigten Foulelfmeter
Wiederholte Elfmeter: 65. Nr. 15 (IMO) muss erfolgreichen Handelfmeter wiederholen da noch nicht freigegeben
Besondere Vorkommnisse: 22. Auswechslung des Schiedsrichters wegen mangelhafter Motivation und unterirdischer Leistung
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Delitz am Berge (Kap. 1.220, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 18 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ordentliches Spielniveau, einige kuriose Szenen)
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Photos and English version:

Nachdem wir wegen mangelhaften organisatorischen Könnens des SV Delitz a. B. bereits zweimal vergeblich aufgekreuzt waren, spielten zu diesem dritten Anlauf dann endlich die Alten Herren. Beide Altenherrenmannschaften – die Heimelf sowohl als auch die Gastmannschaft aus Merseburg – zeigten gute Leistungen, doch wenn man sich so das Umfeld ansah, dann konnte man sich doch denken, warum es drei Anläufe brauchte, ehe wir am Fuße des Berges (oder vielmehr Hügels) von Delitz mal endlich ein Spiel sahen. Dieser ganz nette Platz war dann auch der letzte, den es im Saalekreis für uns zu besuchen galt.

Es gab nur zwei Gruppen von Zuschauern: Kinder und Leute mittleren Alters, die beim Feierabendbierchen dem Spiel gelassen zuschauten. Selbst bei dem schönen Führungstreffer für Delitz, der bereits nach weniger als 60 Sekunden im Nachschuss unter die Latte gesetzt wurde, kam da keine Stimmung auf. Ähnlich weggetreten war auch der erste Schiedsrichter. Der hatte wohl auch mehr als nur EIN Feierabendbierchen intus. Die Spieler korrigierten dauernd seine schwachsinnigen Entscheidungen. Als er nach 20 Minuten einen völlig bescheuerten Elfmeter verhängte, schoss der 13er der Gäste (der noch anderweitig positiv auffallen sollte), dem Delitzer Torwart locker in die Arme. Dieser bedankte sich für die faire Geste. Daraufhin wurde der Schiri kurzerhand ausgewechselt. Leider geht so was nur bei den Alten Herren...

Sein Ersatzmann war gut und sicher und in der zweiten Hälfte wurde der Merseburger Stahlarbeiterverein auch seiner Favoritenrolle gerecht. Der vorhin erwähnte 13er erzielte innerhalb von drei Minuten einen Hattrick. Der dritte Treffer war ein klasse Heber aus dem Lauf heraus über den herauseilenden Torwart. Entfernung: mindestens 20m. Das 1:4 war ein Handstrafstoß, der erst im zweiten Anlauf zählte. Der Schiedsrichter hatte noch gar nicht gepfiffen als der 15er zum ersten Mal einnetzte.

Nun gut: da hat es also endlich geklappt, auch mal in Delitz a. B. ein Spiel zu sehen. Es war auch ein sehenswertes Spiel. Aber was die bei dem Verein als Flutlicht bezeichnen, sieht man ja auf den Bildern: zwölf Baustrahler, die kaum ausreichen um ein reguläres Spiel durchzuführen.
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Statistik:
Grounds: 650 (heute 1 neuer; diese Saison: 56 neue)
Sportveranstaltungen: 1.382 (heute 1, diese Saison: 68)
Tageskilometer: 30 (30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.890 (9.420 Auto/ 1.470 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 97
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 272

Freitag, 8. Juli 2011

W258I: Sinnlos nach Delitz

SV 1884 Delitz am Berge AH --:-- TSG Wörmlitz-Böllberg AH
Datum: Freitag, 8. Juli 2011 – abgesagt

Photos and English version:

Seit Mitte Mai können die Delitzer Fußballer laut MZ wieder auf ihrer angestammten Spielstätte, dem Fußballplatz im 900 Einwohner zählenden und zu Bad Lauchstädt gehörenden Dorf, der am Ortsrand am Fuße des Berges – na ja, eher des Hügels – liegt, spielen. Einige Monate zuvor war ein Wasserschaden im Sportlerheim (Umkleidekabinen, Duschen usw. alles betroffen) passiert, sodass sie nach Bad Lauchstädt ausweichen mussten.

Bad Lauchstädt besuchten wir auch noch, da meine Freundin das Kurdorf noch nicht kannte, nachdem wir am Sportplatz in Delitz und an der entsprechenden Sportanlage in Bad Lauchstädt feststellen mussten, dass wohl mal wieder jemand nicht angetreten ist. Dann gucken wir halt man Männer oder Jugend in Delitz, mal schauen wie viele Versuche es braucht, auf diesem Platz, der erst nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs relevant für meine Liste geworden ist, mal ein Spiel zu sehen. Also Altherrenfußballspiele, an denen nicht der TSV Leuna beteiligt ist, fallen doch ohnehin zu 50% aus. Bis auf Leuna und ESV, IMO und Stahl Merseburg kicke die alle nur ab und an mal. So was kotzt einen natürlich an! 

Aber zu solchen Spielverlegungen, die einen neuen Groundpunkt vereiteln, zitiere ich mal einen Kollegen, der so passend gesagt hat: „Figgfingor zeischn und nochema gommen!“

Statistik:
Grounds: 587 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 136 neue)
Sportveranstaltungen: 1.307 (heute keine, diese Saison: 195)
Tageskilometer: 30 (30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 43.590 (21.990 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.660 Bahn, Bus, Tram/ 4.930 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 38
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 257

Samstag, 13. November 2010

W224I: Torerfolg gegen den Wind und blamable Leistung des Tabellenführers

SC Obhausen 1929 II 0:2 SV 1884 Delitz am Berge
Samstag 13. November 2010 – Anstoß 12.00
Liga: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 0:2 nach 90 (45/45) Min. – Halbzeit: 0:0
Tore: 0:1 52. Nr. 8, 0:2 60. Nr. 7
Verwarnungen: 3x SCO, 3x Delitz
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportplatz Obhausen (Kap. 2.000, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (davon vielleicht 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Trotz widriger äußerer Bedingungen lieferte Delitz in einem harten wie auch unterhaltsamen Spiel eine gute Leistung ab)

SV 47 Esperstedt 1:1 SV Blau-Weiß Günthersdorf II
Samstag 13. November 2010 – Anstoß 14.00
Liga: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 90 (45/45) Min. – Halbzeit: 1:0
Tore: 1:0 33. Nr. 11?, 1:1 88. Nr. 8?
Verwarnungen: 1x Esperstedt, 1x Günthersdorf
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportplatz und Freizeitzentrum, Esperstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 25 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Ziemlich lahmer Kick, der von ganz O.K. spielenden Esperstedtern hätte gewonnen werden müssen: völlig unverdienter Punkt des Tabellenführers)
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Photos and English version:
a)
OBHAUSEN: SCO II 0:2 DELITZ AM BERGE
b)
Esperstedt: SV 47 1:1 BW Günthersdorf II (+ Kuckenburg)

Mitte der Woche habe ich mein Tourenrad wieder fit für Fahrten wie diese gemacht. Die Bremsbelege waren runter, die Kette verschlissen und das Vorderlicht machte seit zwei Wochen Mucken. Zu letzterem Problem muss ich an dieser Stelle mal zwei Radläden – der eine im Steinweg, der andere gegenüber vom Eselsbrunnen – vergleichen. Beim Laden im Steinweg hab ich früher wegen Bekannten dort immer dort gekauft und selten Reinfälle gehabt, nur in den letzten Monaten wurde der Laden enorm unzuverlässig. Trotzdem bin ich noch mal wegen der Funsel vorn gekommen. Wenn man dort um 10 Uhr – also bei angekündigter Ladenöffnung – erscheint, kann man erstmal noch 10 bis 15 Minuten rum stehen, bis sich der Chef und sein wichtigster Mechaniker zu ihren Laden bequemen. Nicht groß durchgucken, sondern einfach eine neue Glühbirne rein, 5€ abdrücken, raus. Das Licht hielt ein paar Kilometer – wieder vorne kaputt. Noch mal hin, kostenlos ne neue Birne reingemacht, weg, nach kurzer Fahrt wieder im Arsch. Dritter Anlauf, Überspannungsschutz rein, 10€ dafür, weitergefahren, nach kurzer Zeit wieder kein Licht vorne. Dem Mechaniker mal etwas ungehalten die Lage erklärt, meinte er beim vierten Reparaturversuch, er könne auch nichts machen, als neuen Überspannungsschutz und neue Glühbirne rein. Wieder kostenlos reparieren lassen – immerhin versucht niemand im Steinweg eine Abzockmasche: sie wollen dort wirklich nicht die Kunden betrügen, sondern sind nur schlecht ausgebildet oder unfähig – und wieder defekt nach kurzer Fahrt (das war dann am Samstag nach dem Spiel in Klobikau). Also wieder zu dem Laden am Eselbrunnen, den ich bisher nur für den Kauf eines neuen Tourenrades (also das, was ich jetzt auch noch fahre) und zwei Mal wegen der Durchsicht von selbigen, aufgesucht habe. Dort war ich 9.50 Uhr vor der Tür und obwohl „10-19 Uhr geöffnet“ an der Tür stand, waren die Mitarbeiter schon zugange. Das Rad wird dann hintergeschoben, sodass der Kunde nur beim Klären von Fragen etwas mit den Mechanikern zu tun bekommt. Mit denen will man im Steinweg auch nichts zu tun haben; außer einem schon länger dort angestellten jungen Mann sind die Hilfsmechaniker dort wirklich nicht sozialfähig: können weder vernünftig mit Kunden reden, noch ein Rad reparieren und besitzen z.B. die Frechheit in hörweite des Chefs einem Kumpel, der am Laden vorbeigeht, etwas wie „bring nachher [bei der Party] noch Alk mit, du Voochel“ zuzurufen. Beim Laden am Eselsbrunnen gibt offensichtliche keine solchen Gestalten und wenn, dann werden sie geschickt von der Kundschaft ferngehalten. Der Mechaniker am Eselsbrunnen fand dann auch den Beleuchtungsfehler vorn: die Kabel waren auszutauschen. Wenn noch mal Fehler auftreten sollte, wollte der Chef noch mal die gesamte Beleuchtungsanlage kostenfrei auseinandernehmen. Scheint aber nicht nötig zu werden. Hydraulische Bremsklötze und neue Kette sind natürlich auch ordentlich montiert worden. So viel dazu, warum ich nur noch den Laden am Eselsbrunnen nutzen und empfehlen werde und nicht den im Steinweg.
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Da das nun geklärt ist, konnte es am Samstagmorgen nach Obhausen gehen. Für die 35km brauchten wir 125 Minuten, da der Wind aus West/ Süd-West extrem ungünstig kam. Und das war kein laues Lüftchen, sondern ein strammer, schneller, teils böiger Wind. Auf der Kuppe vor Obhausen bremste der uns plötzlich von 15km/h auf 5km/h schlagartig runter. Obhausen ist ein Ort mit knapp 1.500 Einwohnern – durch Eingemeindungen kommt man auf knapp 2.500 – der rund 5km östlich von Querfurt, der (nach Merseburg) zweitgrößten Stadt des Saalekreises, liegt. Neben einem gut sanierten Gutshaus und drei Kirchen – einer schönen romanischen im Osten, einer ganz ansehnlichen des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Mitte und einer Ruine mit völlig verfallenem Schiff und langsam zusammenfallenden Turm im Westen des Ortes – gibt es auch einen Fußballverein, der eine Mannschaft in der Kreisliga, die dort als 4. kaum noch Aufstiegschancen hat, und eine Mannschaft in der 2. Kreisklasse, sowie eine F-Jugend hat. Der SC Obhausen hat übrigens eine aktuelle, gute Website – nur die Karte mit der Anfahrt zum Platz müsste mal optimiert werden, da Obhausen wirklich nicht zwischen Barnstädt und Niederschmon liegt.

Hinter dem recht groß geratenen und hervorragend sanierten Kulturhaus befindet sich das kleine Stadion, das einen rundherum geschlossenen Graswall hat, der nur vom großen Eingangsschild und einem kleinen Containerbau unterbrochen ist, und auf dem sich zur Linken vom Eingang neben zwei Stehstufen auch eine mit Wellblech überdachte Stein-Tribüne befindet. Die 100 Sitzplätze werden durch hölzerne Bänke erreicht. Der Graswall ist von Pappeln bewachsen.

Die oben erwähnte Reservemannschaft empfing mit ihren 2 Siegen und 10 Niederlagen – sie sind Tabellenletzter – den 8. aus Delitz am Berge. Der Wind fegte quer von einem Ende des Platzes zum anderen, sodass Delitz mit dem Wind im Rücken das Tor der Obhausener belagerte. Die waren reichlich überfordert, konnten aber – Dank muss da vor allem dem Torwart gelten – einen Rückstand bis zum Pausenpfiff verhindern. Besonders packend war das Spiel zwischen der 25. und der 40. Minute, als neben den vielen Chancen der Gäste auch mal zwei Bälle von Obhausen aufs gegnerische Tor kamen und sich einige Spieler beider Teams und die Obhausener Bank, die bis auf den sachlichen Trainer mit dem Anheizen des recht harten Spiels glänzte, mehrfach stritten. Da wurde geholzt, gepöbelt und geschubst. All das blieb aber im Rahmen, sodass nur ein paar gelbe Karten gezeigt werden mussten.

In Hälfte zwei war das Spiel langsamer, was dadurch kam, dass Delitz nun gegen den Wind spielte und Obhausen selbst mit dem Wind im Rücken in allen Belangen unterlegen war. Delitz schaffte nun auch mit präziseren Pässen die Abwehr auszuhebeln, sodass sie erst aus Nahdistanz einschoben und dann einen geschickten, halbhohen Schuss ins lange Eck platzieren konnten. Diese beiden Tore waren die einzigen und aufgrund der anderen Ergebnisse und eines Spielausfalls schaffte Delitz so den Sprung auf den zweiten Aufstiegsplatz. So eng ist die Tabelle zusammen zwischen 2 und 8!
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Gleiche Liga, gleiche Staffel, nur anderer Spielort. In einem 5km weiter nördlich gelegenen Ortsteil der Gemeinde Obhausen, der 600 Einwohner hat und den Namen Esperstedt trägt, ging es auf dem Sportplatz und Freizeitzentrum, einem ausbautenlosen Platz oberhalb des Dorfes, zwischen Kleingärten und Feldern, umrahmt mit Pappeln und Birken, weiter. Mit Seiten- und Rückenwind, der uns auf einem flachen Stück auf locker 40km/h brachte, schafften wir es noch rechtzeitig zum Anstoß. Der 7. von 14 empfing den souveränen Tabellenführer, der von 36 möglichen 31 Punkte holte und somit 11 Punkte auf den zweiten (und ebenfalls aufstiegsberechtigten) SV Farnstädt III und 12 auf den dritten (der erste Nicht-Aufstiegsplatz) Fortuna Steigra Vorsprung hat.

Nach zwei guten Aktionen in den ersten beiden Minuten war dann aber vom Tabellenführer nichts mehr zu sehen. Das Spiel war viel langsamer und unbeholfener als jenes in genau derselben Liga kurz zuvor. Mit reichlich trägen Angriffen brachten die Esperstedter den Spitzenreiter ab und an in Schwierigkeiten, eine richtige Torchance gab es kaum. Der Gästetorwart zeigte nach 25 Minuten mit einer starken Parade sein Können, machte es jedoch mit einer Ungeschicktheit, die zum 1:0 per Aufsetzer führte, nach 33 Minuten wieder zunichte. Die Führung war aber auch verdient.

In der zweiten Spielhälfte war von Günthersdorf weiterhin kaum etwas zu sehen, doch Esperstedt kam jetzt wenigstens öfter mal vors Tor. Die Chancen hätten für eine 3:0- oder 4:0-Führung gereicht, doch die Gastgeber trafen einfach nicht mehr. Der mit Sonnenbrille die Partie fehlerfrei leitende Schiri konnte dann leider keinen Grund finden, den völlig unverdienten Ausgleich in der 88. Minuten für irregulär zu erklären. Schade. So eine Leistung ist eines Spitzenreiters nicht würdig – und wenn es auch nur der Spitzenplatz in der 2. Kreisklasse ist.

Ganz lustig drauf waren viele der Heimfans natürlich trotzdem. Besonders aber der Grillmeister, der für nur 1€ wirklich gute Bratwürste – wer hat denn hier dauernd was von versalzen gesagt; die Anderen wollten den wohl nur ärgern?! – machte. Ein anderer Anhänger erklärte uns dann auch den Weg nach Kuckenburg, was uns sehr gelegen kam. Nach Abpfiff fuhren wir aber erst noch nach Esperstedt rein: dort findet sich eine ganz nette romanische Kirche, die etwas seltsam angeordnete Fenster besitzt. Ansonsten weiß nur die Tal-Lage – ist sogar teils felsig dort – zu überzeugen, denn Esperstedt ist ansonsten so ein Kaff wie es gerade in der Querfurter/ Mansfelder Ecke im Buche steht: unebene Straßen mit Mansfelder Schlacke, viele verfallene Häuser und versiffte Gehöfte, der Bahnhof existiert nur als Ruine, die bewohnten Häuser sind alle sehr einfach. Auch Kuckenburg sieht so aus, nur ist der Ort wirklich winzig. Entsprechend winzig ist auch die Kirche, aber genauso schön gelegen. Wir fuhren noch für ein paar Fotos im dämmrigen Licht nach Obhausen zurück und von dort wieder heeme.
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Statistik:
Grounds Nr. 496 und 497 (zwei neue Grounds; diese Saison: 47 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.175 und Nr. 1.176 (diese Saison: 63)
Tageskilometer: 80 (Rad)
Saisonkilometer: 11.890 (8.170 Auto/ 1.920 Fahrrad/ 1.000 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 82
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 224

Samstag, 9. Oktober 2010

W219I: Schlamperei bei den Ansetzungen, doch immerhin ein spannendes Alternativspiel mit überraschendem Sieger

SV Zöschen 1912 1:0 SG Eisdorf 1918
Samstag 9. Oktober 2010 – Anstoß 14.00
Kreispokal Saalekreis, Runde 3 (1. Kreisklasse = 11. Liga, 6. Amateurliga gegen Kreisliga = 10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:0 nach 96 Min. (48/48) – Halbzeit 0:0
Tor: 1:0 69. Nr. 10
Verwarnungen: 4x Zöschen, 3x Eisdorf
Platzverweise: 74. Gelb-Rot Nr. 9 Zöschen (wdh. Foulsp.)
Spielort: Sportplatz Zöschen (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 65 (davon mind. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannend, viele Torszenen, viele Zweikämpfe)
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Photos and English version:
Football District Cup:
Zöschen defeats Eisdorf
Older Pictures from Zöschen:
Zöschen Village

Dass der Kreispokal bei den Verantwortlichen auf fussball.de und sogar bei den Kreisverbänden wie ein ungeliebtes Stiefkind im Vergleich zum Wunschkind Liga behandelt wird, ist dem Amateurfußballspieler und -fan schon bekannt. Manchmal werden die Informationen zur ersten Runde erst Tage nach den ausgetragenen Spielen bekanntgegeben, sodass nur vereinsintern die Ansetzungen bekannt sind. Da ich nur vom TSV Leuna entsprechende Infos erhalte, wäre der Samstagsausflug beinahe in die Hose gegangen; denn wer beim TSV Leuna soll mir denn bitte folgendes Schwachsinnsszenario erklären: Delitz am Berge (2. Kreisklasse) gewinnt in der 1. Runde 2:3 in Gatterstädt (3. KK) und in der 2. Runde 1:3 in Knapendorf (3. KK). Nach dem zweiten Spiel wurde einem Einspruch von Gatterstädt stattgegeben, der bei fussball.de kommentarlos als 3:0 Wertung für Gatterstädt in Runde 1 eingetragen wird. Beim Kreisverband hat man eine Verlinkung zu der falschen Ansetzung von fussball.de, die immer noch die Paarung „Delitz am Berge gegen SSV Neutz“ in Runde 3 – die ich eigentlich besuchen wollte – angibt. Zum Glück bin ich durch den weiterhin guten Regionalsportteil der Mitteldeutschen Zeitung darauf gekommen, der die richtige Paarung (Gatterstädter SV vs. SSV Neutz) angab, die Websiten der beteiligten Clubs abzuklappern: Delitz ist völlig veraltet, SSV Neutz seit Wochen in Überarbeitung und nicht erreichbar, aber wenigstens der Gatterstädter SV hat eine gute, informative und aktuelle Seite. Danke also an MZ und www.gatterstaedtersv.de – und der Verantwortliche bei fussball.de und der Kreisverband haben die Beschwerdemail schon erhalten. Wirklich, fussball.de und KFV Saalekreis: das war wieder ein Armutszeugnis in Sachen Kreispokal-Informationen!

So mussten wir den Besuch in Delitz am Berge auf einen anderen Termin verlegen und fuhren stattdessen nach Zöschen, wo der Zweitplatzierte der 1. Kreisklasse (d.h. derzeitig Aufsteiger in die Kreisliga) gegen den Drittplatzierten der Kreisliga, SG Eisdorf spielte. Die Gäste sind übrigens wohl immer für Überraschungen gut: verlieren 6:2 bei der abstiegsgefährdeten Zweiten Mannschaft unseres TSV Leuna und gleich darauf gewinnen sie 4:0 beim Aufstiegskandidaten Nummer 1, MSV Buna Schkopau.

Auch in diesem Spiel sorgten sie für eine Überraschung, wobei sie sich diese Art von Überraschung selbst gerne erspart hätten. Beim Klassentieferen hieß es nämlich nach 90 Minuten plus Nachspielzeit 1:0 für Zöschen. Zu Beginn des Spiels zeichnete sich das noch gar nicht ab, obwohl Zöschen bis zur 25. die höhere Anzahl Chancen und Spielanteile hatte. Aber der Gast hatte auch seine Möglichkeiten, die ab der 30. Minute auch deutlich zunahmen. Bis zur Pause hätten die Gäste auch 1:3 führen können, doch immer wieder parierte der starke Zöschener Torwart. Den letzten Angriff aufs Tor holte dann der Eisdorfer mit einer tollen Parade aus dem Winkel.

Nach der Pause hätten die meisten der 65 Zuschauer eine Leistungssteigerung der Eisdorfer erwartet, doch das einzige, was die steigerten, war die Häufigkeit der Fouls und Meckereinlagen. Der Außenseiter ging nun mal recht hart – aber meistens fair – zum Ball und Eisdorf hätte sich gar nicht über den souveränen Schiri beschweren müssen. Schon gar nicht beschweren brauchen sich die Gäste über das goldene Tor, das ein Zöschener per Freistoß in den kurzen Winkel zimmerte. Ein herrlicher Treffer, der eine spannende Schlussphase einleitete. Die Schlussphase sah noch eine gelb-rote Karte für Zöschen und versiebte Chancen der 11 Eisdorfer und 10 Zöschener. Hier zeichneten sich auch wieder beide Schlussmänner aus.

Über das gesamte Spiel gesehen war Zöschen auch der verdiente Sieger, denn vor allem als Klassenhöherer muss man mehr zeigen, als die SG Eisdorf. Bei bestem Herbstwetter (zwar ziemlicher Wind aber Sonne und fast 20 Grad) bekamen die Zuschauer auch ein wirklich gutes Spiel der Zöschener auf dem ausbautenlosen und von ein paar Bäumen umgebenen, ziemlich karg am südlichen Ortsrand an der Bundesstraße gelegenen, Fußballplatz zu sehen. Die Alternative zum schönen Delitzer Sportplatz war im spielerischen Bereich wirklich keine schlechte!
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Statistik:
Ground Nr. 481 (ein neuer Ground; diese Saison: 31 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.153 (diese Saison: 41)
Tageskilometer: 30 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.190 (7.170 Auto/ 1.370 Fahrrad/ 850 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 219

Freitag, 15. Mai 2009

WE146II: Auf dem Fußballplatz der SG Döllnitz - zwischen Dorfteich und Müllhalde

SG Döllnitz C 4:0 SpG Schafstädt/ Delitz/ Dornstedt
Freitag, 15. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.00
C-Jugend Kreisklasse (5. und unterste Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 4:0 nach 75 Min. (46/49) - Halbzeit 4:0
Tore: 1:0 10. / 2:0 27. / 3:0 29. / 4:0 35.
Verwarnungen: 1 Gelbe für Döllnitz
Platzverweise: keine
Sportplatz: Döllnitz (Kap. 2.500)
Zuschauer: 20 (keine Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (begrenzt unterhaltsam)
Am Freitag sollte eigentlich mal wieder ein Besuch bei den Alten Herren erfolgen, doch das Spiel zwischen SG Döllnitz und ESV/ PNVG Merseburg wurde getauscht ausgetragen, das heißt die Eisenbahner waren die Gastgeber. Der Döllnitzer Sportplatz wurde nämlich von der C-Jugend okkupiert, die ein Spiel gegen die Spielgemeinschaft von Germania Schafstädt, Eintracht Delitz am Berge und SV Dornstedt nachzuholen hatten. Ich fuhr durch die Aue zwischen Merseburg und Halle, bog bei Kollenbey einmal falsch ab, sodass ich das Rad durch eine feuchte, mit kniehohem Gras bewachsene Wiese schieben musste und nahm eine Abkürzung über eine Eisenbahnbrücke. Kam ja kein Zug...
Nach ein bisschen herum fahren in Döllnitz - dort gibt es zwar eigentlich wenig zu sehen, außer viel zu vielen Einbahnstraßen- und Einfahrtverbotenschildern, aber für Freunde von Gebäuden aus der Industrialisierung gibt es einiges (Verfallenes) zu sehen - kam ich dann am Sportplatz an. Dieser zeichnet sich durch einen dreistufigen und enorm hohen Graswall, der sich halb um den Platz legt, aus.
Die 12- bis 14jährigen fingen etwa 5 Minuten früher an und nach 10 Minuten fiel das erste Tor. Das Spiel war ganz ordentlich und Döllnitz erhöhte auf 2:0 nach 27 Minuten. Gerade einmal 2 Minuten später hämmerte ein Döllnitzer den Ball mit einem Freistoß zum 3:0 unter die Latte. Das 4:0 fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff.
Leider stürzte das Niveau der Begegnung nach der Pause deutlich ab. Auch der Schiedsrichter nervte jetzt teilweise mit kleinlichem Gepfeife. Das zur gelben Karte führende Foul war jedenfalls nicht der Rede wert. Die Chancenverwertung der Döllnitzer war grauenhaft. Grauenhaft war auch die Spielweise der Gäste, die sich immer wieder den Ball erkämpften um ihn dann dem Gegner auf Strafraumhöhe in die Beine zu Spielen. Chancen hatten die Schafstädter jedenfalls beinahe Keine. Für einen Tabellenvorletzten auch nicht weiter verwunderlich. 4:0 der Endstand. Steigerungsfähig, was die Jungs da zeigten, aber deutlich besser als z.B. das vorletzte A-Jugendspiel was ich sah.
Statistik:
Ground Nr. 309 (kein neuer Ground; diese Saison: 79 neue)
Sportveranstaltung Nr. 804 (diese Saison: 171)
Tageskilometer: 25 Fahrrad
Saisonkilometer: 23.750 (12.810 Auto/ 4.070 Fahrrad/ 4.010 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 146

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090515DOELLNITZ%204-0%20Schafstaedt-Delitz-Dornstedt%20C/

Samstag, 4. Oktober 2008

WE114I: Drei Spiele an einem Freitag

Vorspiel vorm Vorspiel:
SV Merseburg 99 E 4:5 SV Delitz am Berge
Freitag, 3. Oktober 2008 - Anstoßzeit 10.30
1. Kreisklasse E-Junioren (2. Liga)
Ergebnis: 4:5 nach 62 Min. (31/31) - Halbzeit 3:1
Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 3:1, 3:2, 3:3, 3:4, 4:4, 4:5
Verwarnungen: Keine
Platzverweise: Keine
Stadion: Radrennbahn Merseburg (Kap. 3.000)
Zuschauer: 50 (15 Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (Lässt sich schwer bewerten, war aber gut für ein E-Jugendspiel)

Vor dem Spiel:
Die seltsamen Anstoßzeiten waren dem Feiertag geschuldet. Doch was heißt hier Schuld? Danken wir dem Tag der Deutschen Einheit doch lieber für das Fallen auf den Freitag, denn wann bekommt man einmal freitags drei Spiele geboten? Wenn, dann ja nur in einigen muslimischen Länder, doch kann man ja schlecht mal eben zum Freitags-Drippel nach Amman, Djidda oder Algier reisen... Also fuhren wir in die Merseburger Radrennbahn.

Das Spiel:
Für ein E-Jugendspiel (9-11jährige) war das Spiel wirklich ansehenswert. Im Vorfeld hätte ich einfach mehr kopfloses Herumgebolze befürchtet. Doch auch wenn alle sieben Feldspieler versuchten ein Tor zu erzielen, was einem Delitzer gleich fünfmal gelang, zeigten die Kleinen doch ein wirklich gutes Spiel. So mancher Torwartabschlag landete zwar sofort beim Gegner oder auch einen Fehlpass im eigenen Strafraum gab es öfter zu bewundern, doch auch immer wieder schöne schnelle Angriffe aufs gegnerische Tor. 9 dieser Angriffe landeten auch im Netz, mehrere an Pfosten und Latte.

Eintritt, Zuschauer, Catering:
Der Eintritt war natürlich frei, Catering gab es keins und die Zuschauer waren ausschließlich Eltern und Geschwister der Spieler bzw. der Spieler und der einen Spielerin, wenn man das mal ganz korrekt ausdrücken will - Mädchen dürfen beim Kleinfeldfußball ja bei den Jungen mitspielen. Negativerscheinungen blieben unter den Zuschauern aus. Auch wenn alle nah am Spielfeldrand herumstanden und ab und an aufschrieen und den Nachwuchs mit ,,Auf geht’s! Das machst du!’’ anfeuerten, schimpfte oder pöbelte keiner, was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Zitat eines (aber nicht meines) Vaters aus meiner Jugendspielzeit, nachdem ein Schiedsrichter völlig unnachvollziehbar Freistoß gegen meinen TSV Leuna gab: ,,Ey sag mal Schiri bist du blind oder was? Hast wohl Tomaten auf den Augen du Penner! So ein scheiß Heimschiedsrichter!’’ Ein Mitspieler von mir (10 Jahre) daraufhin: ,,Echt mal, du fette Sau!’’ Der (wirklich übergewichtige) Schiri: ,,Was war das eben? Ich glaub du spinnst wohl n bisschen! Dafür kannste dich gleich an die Seite setzen!’’ Ohne die ,,fette Sau’’ hätten wir zwar sicher auch verloren, doch niemals 6:1.

Der Schiedsrichter:
Der Schiri bei diesem Spiel war nun keine fette Sau und auch kein Heimschiedsrichter. Man mag zwar meinen, dass ein E-Jugendspiel leicht zu pfeifen sei, aber es ist noch leichter zu zerpfeifen. Also kann man den Herrn Schiedsrichter nur loben.

Nach dem Spiel:
Wir fuhren, getrieben von Rückenwind, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23km/h nach Hohenthurm, einer kleinen Gemeinde östlich von Halle.

Vorspiel:
Blau-Weiß Hohenthurm II 3:3 SG Krosigk
Freitag, 3. Oktober 2008 - Anstoßzeit 13.00
3. Kreisklasse Staffel 2 (13. Liga, 9. Amateurliga)
Ergebnis: 3:3 nach 93 Min. (47/46) - Halbzeit 0:2
Tore: 0:1 3. (?), 0:2 45. (?) - Elfmeter, 1:2 52. (?), 2:2 59. (?), 3:2 61. (?), 3:3 63. (?)
Verwarnungen: 2 gelbe Karten für Krosigk
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Hohenthurm (Kap. 1.100)
Zuschauer: 20 (Keine Gästefans)
Spielqualität: 4,5/10 (Leicht unterm Durchschnitt)

Das Spiel:
Die Partie der untersten Spielklasse begann flott, sodass man schon nach drei Minuten das erste Tor bejubeln konnte. Danach blieb das Spiel noch 20 Minuten auf hohem tempomäßigen und spielerischen Niveau und ließ dann schwer nach. Ein lächerlicher Elfmeter brachte die Gäste kurz vor Pausenpfiff noch weiter in Führung.
In der zweiten Halbzeit schaffte es Hohenthurm innerhalb von 9 Minuten das Spiel auf 3:2 zu drehen. Doch nur kurz darauf traf Krosigk, ein Ortsteil der Gemeinde Peterberg, abgelegen im Norden von Halle, erneut.
3:3 war auch der gerechte Endstand einer höchsten mittelmäßigen Partie.

Eintritt, Zuschauer, Catering:
Von den 20 Zuschauer bekam keiner die Gusche auf, Eintritt wollte niemand und das Catering wurde erst beim Hauptspiel betrieben.

Der Schiedsrichter:
Ziemlich kleinlich leitete er ohne Linienrichter das Spiel. Er hat zwar stets korrekt, aber immer wieder überzogen und unnütz gepfiffen. So kann man ein Spiel der Verbandsliga leiten, aber nicht der 3. Kreisklasse. Da darf man ja wohl noch in den Gegner hineinstolpern ohne dass gleich abgepfiffen wird.

Hauptspiel:
Blau-Weiß Hohenthurm 2:1 TSV Leuna II
Freitag, 3. Oktober 2008 - Anstoßzeit 15.00
Kreisoberliga Saalekreis (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 49. (?), 2:0 68. (?), 2:1 72. Rene Schmidt.
Verwarnungen:
Platzverweise: 91. Kobsch (Leuna; Tätlichkeit)
Sportplatz: Hohenthurm (Kap. 1.100)
Zuschauer: 60 (7 Gästefans)
Spielqualität: 3,0/10 (Klar unterm Durchschnitt)

Das Spiel:
Es war vor allem in der zweiten Halbzeit eine Schande, was unsere Zweite ablieferte. Kein Kampf, keine Lust, kein Erfolg. Wenn man schon nicht vernünftig aufs Tor schießen kann, dann semmelt man wenigstens den Gegner um. Aber da lief ja gar nichts! In der ersten Halbzeit spielte auch Hohenthurm nicht toll, sodass außer einem regulären irregulären Treffer für Leuna nichts drin war.
Zum Glück spielte Hohenthurm in der 49. dann einmal die dilettantische Leuna-Abwehr aus. Nach 68 Minuten erhöhten sie auf 2:0, ehe vier Minuten später wieder einmal Altmeister Rene Schmidt für den TSV traf.
In der Nachspielzeit wurde der gefrustete Kobscher auch noch gefoult, was er mit einer Ohrfeige beantwortete. Der Platzverweis war berechtigt, dass theatralische zu Boden gehen des Gegners nicht.

Der Eintritt, das Catering und die Zuschauer:
2€ ist ja mal wieder eine Unverschämtheit! Wenn ich bedenke, dass in der Leipziger Stadtliga (selbe Ebene, nur besserer Fußball) immer nur 1€ verlangt wird. Aber dafür kostete die Bockwurst nur 1,10€. Außer Bockwurst gab es am Imbissstand aber nur Cola, Fanta und Bier, was auch reichlich von der unangenehmsten Zuschauergruppe konsumiert wurde. Etwa 15 Neonazis hatten sich vorm Essensstand aufgebaut. Immerhin bekamen sie - im Gegensatz zu den vergreisten Zuschauern - von Zeit zu Zeit ihr Maul auf, doch außer Sprüchen wie ,,Ey ihr scheiß Leunaer leuchtet doch in der Nacht!’’ oder (zu Malle, den man mit seinen braunen Haaren und dem dichten Bart für einen Araber halten könnte) ,,der Neger da, ey!’’ kam da auch nichts raus. Mich hielten sie übrigens für den Journalisten von der ,,Deutschen Stimme’’. Schon erstaunlich, wie etabliert dieses Pack mit Thor-Steiner-Kapuzenjacken und ähnlichen Accessoires in diesem Ort oder Verein offenbar ist.

Der Schiedsrichter:
Teilweise pfiff er sehr fragwürdige Sachen - will ja mal wissen, was der vor dem ersten Tor für Leuna in der ersten Halbzeit gesehen haben will - aber man kann ihm keine ganz schlechte Leistung vorwerfen.

Nach dem Spiel:
Wir sahen uns noch von außen das heruntergekommene, da leider in Privatbesitz befindliche Schloss Hohenthurm an, hielten in Klepzig, einem Ortsteil von Landsberg noch an der weithin sichtbaren Kirche und besichtigten schließlich noch die Außenanlagen und die Kirche des Schlosses Dieskau, Kabelsketal.

Die Statistik:
Hohenthurm: Ground Nr. 253 (neuer Ground; diese Saison: 23 neue)
Sportveranstaltung Nr. 670-72 (diese Saison: 37-39)
Tageskilometer: 65 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.465 (4.810 Auto, 1.520 öffentliche Verkehrsmittel, 1.135 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 87
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 114

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081003a%20SV%20Merseburg%2099%20E%204-5%20SV%20Delitz%20am%20Berge%20E/
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http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081003b%20BW%20Hohenthurm%20II%203-3%20SG%20Krosigk/
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http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081003c%20BW%20Hohenthurm%202-1%20TSV%20Leuna%20II/
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http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081003d%20Hohenthurm%20-%20Klepzig%20-%20Dieskau/