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Sonntag, 24. Juni 2012

W308III: Altseniorenpokal für Liebertwolkwitz, Staffelsieg für SVV Plauen und ein Hotel für Wasserballfreunde...

TSV Einheit Lindenthal AH-Ü40 ....................... 1
SV Liebertwolkwitz AH-Ü40 .............................. 4
Datum: Samstag, 23. Juni 2012 – Anstoß: 12.00
Wettbewerb: Finale des Leipziger Altseniorenpokals (Beide Mannschaften Stadtliga Altsenioren, 1. Liga der Ü40-Mannschaften Leipzigs)
Ergebnis: 1-4 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 1-2
Tore: 0-1 2. Eigentor TSV, 0-2 21. Ralf Schilling, 1-2 24. Thomas Bellmann, 1-3 34. Ralf Schilling, 1-4 55. Jens Kunze
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportstätte am Eichholz (Kap. 3.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Lwwitz, 10 Lindenthal)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Spiel)

SV Vogtland Plauen 17:11 SG Wasserball Brandenburg
Datum: Samstag, 23. Juni 2012 – Anschwimmen: 16.00
Wettbewerb: 2. Liga Ost (2. Wasserballliga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 17-11 nach 32 Min. (4x8) – Viertel: 4-3, 6-3, 4-4, 3-1
Tore: 1-0 2. Christian Unger, 1-1 4. Marko Förster, 2-1 5. Stephan Rößner, 2-2 5. Sascha Mischner, 2-3 8. Marko Förster, 3-3 8. Christian Unger, 4-3 8. Stephan Rößner, 5-3 11. Alexander Kaminke, 6-3 12. Stephan Rößner, 7-3 12. Jan Hähnel, 7-4 12. Rene Oldenburg, 8-4 13. Christian Schneider, 8-5 13. Maximilian Stresow, 9-5 13. Rick Thiele, 9-6 16. Marko Förster, 10-6 16. Tobias Schauffel, 10-7 17. Jörn Dupont, 11-7 18. Felix Üblacker, 12-7 19. Rick Thiele, 13-7 21. Jan Hähnel, 13-8 21. Jörg Dupont, 13-9 22. (?), 14-9 23. Martin Neubauer, 14-10 24. (?), 14-11 25. Sascha Mischner, 15-11 28. (?), 16-11 31. Christian Unger, 17-11 32. Felix Üblacker
Fouls: Plauen 5, Brandenburg 4
Disqualifikationen: keine
Spielort: Stadtbad Plauen (Kap. 350, davon 220 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 150 (davon keine Gästefans?)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Erfreulich gutes Wasserball, der Staffelsieger wusste zu überzeugen!)
IMG_0885 Photos with English Commentary:

Nachdem wir nun alle 47 Plätze im Leipziger Stadtgebiet ebenso wie die Plätze in Halle, Saalekreis und Burgenland durch haben, wollen wir in der Sommerpause bis zum Ende der Hinrunde der kommenden Saison auch mal alle Plätze im Gebiet des Leipziger Stadtverbandes besucht haben. Da zählen ja auch 22 Plätze außerhalb der Stadtgrenze sowie sechs Plätze in der Stadt auf denen kein Männerspielbetrieb ausgetragen wird dazu. Und von diesen 28 Plätzen fehlten bis heute noch 11. Am Samstag setzten wir diese Sammelei fort.

Im wirklich schönen Stadion am Eichholz des VfB Zwenkau, fand zwischen dem Siebten (d.h. Vorletzten) und dem Sechsten (also Drittletzten) der Stadtliga der Altsenioren das Pokalfinale der Ü40 statt. Dafür, dass man sich entweder auf eine der Holzbänke oder auf die überdachte, mit vier Reihen flacher blauer Schalensitze bestückte Wellblechtribüne setzen bzw. auf die drei, vier Stufen umfassenden Stehränge stellen durfte, musste man aber auch 3€ bezahlen, da die Altsenioren nur das erste von drei Spielen am heutigen Tag waren. Es haben kaum welche alle drei Spiele geguckt, aber solchen Aufwand, wie einzeln zu kassieren (1€ pro Spiel) will man in Zwenkau nicht betreiben und genug Intelligenz, um erst eine Stunde vorm Hauptspiel die Kasse zu öffnen, kann man dort nicht erwarten.

So haben wir zum ersten Mal etwas für ein Altherrenspiel in Leipzig gezahlt, mussten es aber zum Glück nicht bereuen: Liebertwolkwitz legte sofort los und kam nach zwei Minuten durch einen von einem Lindenthaler Kopf abgefälschten Schuss zur 1:0 Führung. In einem technisch wirklich guten und läuferisch für diese Klasse auch sehr ansprechenden Duell war Liebertwolkwitz schon die bessere Mannschaft, die den Ball auch ein weiteres Mal über die Linie drücken konnte. Eine tolle Direktabnahme aus 15m ins lange Eck führte aber zum Anschlusstreffer.

Nachdem Lindenthal zu Beginn des zweiten Spielabschnitts den Druck etwas erhöhte, wurde sie ausgekontert. Lwwitz setzte kurz vor Ende der Partie noch einen drauf und gewann verdient aber vielleicht etwas zu deutlich mit 1:4. Von den diesjährigen Kreispokalfinals, die wir in verschiedenen Klassen und Kreisen gesehen haben, war es übrigens aufgrund der viel offensiveren Spielweise als im Männerbereich, das attraktivste und unterhaltsamste! Zudem fand es in einem richtig schönen Stadion statt und wurde von einem wirklich guten Sprecher angemessen moderiert.
IMG_0900 IMG_1016 Wir fuhren zügig nach Plauen weiter, holten uns was von einem Thaiimbiss und fanden dann recht schnell zum Stadtbad. Das ist eine modernisierte Schwimmhalle mit drei Becken, von denen eins noch aus der Zeit der großen Bänderbauten stammt. Im Wettkampfbecken wird auch – mittlerweile sehr erfolgreich – Wasserball gespielt. Von außen sieht das Stadtbad etwas klotzig zwischen seichten Fluss und von Industrie geprägte städtische Bebauung geklatscht aus. Ein komischer, dunkler Stahl-, Beton-/ Glasbau, der einen älteren Bau (das Herrenbad) umschließt. Innen sind die Farben auch ziemlich hässlich, aber die Obertribüne ganz gut. Eine Reihe Schalensitze vorm Sprecher-/ Kassenturm und zwei Reihen vor der Stehreihe, von der aus die Sicht aufs Becken am freisten ist.

Der souveräne Staffelsieger – und wenn die Relegation erfolgreich verlaufen sollte, dann auch Aufsteiger in Liga 1 – Schwimmverein Vogtland Plauen spielte am letzten Spiel gegen den Fünften, die SG Wasserball Brandenburg (Potsdam). Das erste Viertel war sehr ausgeglichen und ging hin und her. Mal führte Plauen, mal Brandenburg. Der Sprecher hatte dadurch viel zu tun und war durch seine selbstdarstellerische Moderationsart nur noch am Quatschen.

Ab dem zweiten Viertel merkte man langsam, warum Plauen – auch wenn über den ein oder anderen Fehler im Spiel gemeckert wurde – an der Tabellenspitze steht. Sie setzten sich nun um vier Tore ab, die sie ziemlich konstant bis ins letzte Viertel hinein halten sollten. In der Schlussphase zogen sie dann noch auf etwas zu hohe sechs Tore davon. Da war dann bei den aus Potsdam angereisten Brandenburgern etwas die Luft draußen.

Wer die Doppelspieltage der 2. Wasserballbundesliga kennt, wird sich nun fragen, wo Brandenburg am Sonntag antreten wird. Genau: in Zwickau. Und wo übernachtet man da sinnvollerweise? Richtig: im ETAP Zwickau-Crossen! Dort checkten auch wir ein – und da wir erst einmal in einem Lidl im Nachbarstadtteil was zu Essen holten, wo mein Vater interessanterweise gleich von der Kassiererin auf sein TSV Leuna-Pin am Jackett angesprochen wurde, kamen wir nach den Spielern an, die sich laut Hotelchefin nicht unbedingt gesittet verhalten haben... Aber egal: ETAP und Formule 1 sind halt oft das günstigste Hotelangebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Wasserballer, Wasserballfans und alle anderen Leute, die intelligent übernachten!
IMG_1041 Statistik:
Grounds: 749 (heute 2 neue; diese Saison: 154 neue)
Sportveranstaltungen: 1.554 (heute 2, diese Saison: 240)
Tageskilometer: 230 (230 Auto)
Saisonkilometer: 59.810 (30.530 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.110 Fahrrad/ 3.030 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 99
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 308

Sonntag, 21. November 2010

W225III: 52 Tore, 52 Strafminuten und 5 Platzverweise – was eine Statistik!

SG Germania Zwenkau 30:22 Sächsischer HC Meerane
Sonntag 21. November 2010 – Anwurf 17.00
Liga: Verbandsliga Sachsen, Staffel West (6. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 30:22 nach 60 Min. – Halbzeit: 13:11
Tore: Balrich 6, Böttger 6, Radwan 5, Thamm 4, Rother 4, Niese 4, Buschmann 1 (Zwenkau); über Spielernamen vom SHC liegen mir leider keine Informationen vor
Gelbe Karten: Zwenkau 4, SHC 2
Zeitstrafen: in etwa: Rother 6, Balrich 4, Böttger 2, Buschmann 2 + Bankstrafe 2 + Standfuß (Rot) 2 (Zwenkau); Nr. 7 SHC 8, Nr. 5 SHC 6, Nr. 8 SHC 2 + (Rot) 2, Nr. 9 SHC 4, Nr. 79 SHC 4, Nr. 6 SHC 4 + Nr. 23 SHC und Nr. 8 SHC (Rot) je 2 + Nr. 14 SHC (Rot nach Spielschluss)
Platzverweise: Nr. 23 SHC (9:45 „grobes“ Foulspiel), Nr. 8 SHC (36:40 grobes Foul), Nr. 7 SHC (42:12 dritte Zeitstrafe für verschiedene Vergehen + weitere zwei Minuten für Meckern), Rother (Zwenkau, 53:31 dritte Zeitstrafe für verschiedene Fouls), 59:44 Standfuß (Zwenkau, 59:44 angeblich grobes Foul oder so was), Nr. 14? SHC? (60:00 wegen Beleidigung/ Foul oder so)
Sportanlage: Stadthalle Zwenkau (Kap. 300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Außer einigen Geistesblitzen von manchen Spielern beider Seiten hatte zwar nichts in diesem fehlerbehafteten Spiel mit gutem Handball zu tun, aber allein die Undiszipliniertheiten der Gäste waren das Kommen wert)
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Photos and English version:
http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157625441026796/

Auch am Sonntag beließen wir es bei Handball. Die wenigen Fußballspiele, die in Leipzig stattfanden, waren mit den ebenso wenigen Handballspielen zeitlich nicht kombinierbar, und das Fußballspiel, was ich mir ausgeguckt hatte, war als Spiel der 2. Stadtklasse pauschal abgesagt worden. Der Stadtverband gab halt einfach aus, dass nur Spiele ab 1. Stadtklasse stattfinden können. Echt intelligent. Aber das ist Leipzig. Fußball gibt es nur von März bis Oktober, immer mal wieder unterbrochen. Spielt doch endlich die erste Halbserie der Saison von Mitte März bis Juni und nach den Sommerferien August bis Mitte November die Rückrunde aus, wenn ihr weggetretenes Gras und schlammige Trikots verhindern wollt, ihr Flachzangen! Das Foto von dem Spiel in Syrien, das ich zum Samstagsbericht gepackt habe, führe ich hier nicht noch mal an...

Das Einzige, was ich am Leipziger Sport hier jetzt loben kann, ist dass am Sonntag überhaupt gespielt wird. Die Bescheuerten in Sachsen-Anhalt spielen wegen Totensonntag gar nicht. Sind zwar fast alles Atheisten, aber dann Sportverbot verhängen – einfach bescheuert! Ich würde auch an Heiligabend Sport machen oder dabei zugucken...

Ich hab jetzt oben was von Leipzig geschrieben, aber genauer wäre es, wenn ich Handball mit Leipziger Land in Verbindung bringen würde. Gespielt wurde nämlich in Zwenkau, einer Kleinstadt im Bezirk Leipzig, wenige Kilometer südlich der eigentlichen Stadt. Die 8.500 Einwohner wohnen in einer vom Tagebau flankierten, nicht besonders sehenswerten Stadt. Allerdings sind die Kirche gegenüber vom Rathaus und letztgenannter Bau schon einen Blick wert. Es gibt auch noch zwei weitere Kirchen (eine davon aber ruinös) und einen auffälligen Wasserturm. Die Halle ist von außen auch recht auffällig, da es ein geschmackvollerer Neubau ist. Innen ist nur eine Längsseite zum Zuschauen geeignet, wobei sich auf dieser vier Holz beschlagene Reihen Kunststoffbänke und dahinter eine Reihe blau bespannter Stühle befinden. Das Ganze ist in zwei Blöcke – rechts und links vom klobigen Sprecherturm – aufgeteilt und bietet 300 Leuten Platz. Es kamen auch gut 250, wobei diese bis auf langweiliges Getrommel, das von Kindern kam, die sich aber wenigstens reinhängten, kaum etwas zum Spiel beitrugen. Ein paar Zwischenrufe und etwas Klatschen noch – wie bei jedem normalen Handballverein halt auch.

Das Spiel der Männer-Verbandsliga war fehlerbehaftet – da es eine höhere Amateurliga ist, habe ich da wenig Verständnis für – und hektisch. Dass Meerane Tabellenletzter mit 3 und Zwenkau 8. von 12 mit 7 Pluspunkten waren, war oft nicht so recht zu merken, da bis zur 20. die Gäste gleichwertig waren. In der zweiten Halbzeit wurde der SHC aber immer undisziplinierter und schlampiger, sodass Zwenkau davon ziehen und verdient mit acht Toren siegen konnte. Einige der Tore waren sehr sehenswert – so z.B. ein mit Spin aus spitzem Winkel auf den Hallenboden geworfener Ball, der ins Meeraner Tor drehte oder Würfe in den Winkel nach Zuspiel über das halbe Feld – doch ansonsten lebte das Spiel nur von Disziplinlosigkeiten beider Mannschaften, wobei den Zwenkauern nicht viel vorzuwerfen ist, Meerane aber einiges mehr.
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Der Reigen von Platzverweisen wurde auch von Meerane eröffnet, wobei man nach so kurzer Spielzeit niemanden, der einem aufs Tor zulaufenden Gegenspieler beim Versuch den Wurf ab zu blocken, augenscheinlich versehentlich auf den Kopf ditscht, eine direkt-rote Karte zeigen muss. Zwei Minuten wären da völlig angemessen gewesen, aber die kleinlichen und bei Entscheidungen wie ‚Abstehen beim Torwurf’ unsicheren Schiedsrichter trugen auch mit dazu bei, dass es so eine Flut an Strafen gab. In erster Linie lag es aber nicht am schlechtesten Schiedsrichtergespann, dass ich je in einer sächsischen Halle habe pfeifen sehen, sondern daran, dass es ihnen die Spieler auch richtig schwer machten. Insbesondere lag es am Verhalten der größten Hornochsen die ich je übers Parkett habe traben sehen. Unglaublich auch, wie sich die vom Feld verwiesenen Meeraner Spieler – nach 42 Minuten schon drei! – von der Tribüne aus aufregten, wenn es für ein klares Foul zwei Minuten gegen Meerane und für ein normales Foul gegen sie nur zwei Minuten oder angemessene Verwarnungen für Zwenkau gab. Also da muss man den Arsch schon ziemlich weit offen haben, so dumme Bemerkungen am Fließband zu produzieren, wenn man einfach nicht gut spielt und dann auch noch extrem undiszipliniert ist. Wahrscheinlich fühlten die sich betrogen oder als die Besseren. Als neutraler Zuschauer konnte mir das eigentlich egal sein, aber wenn so was wie Meerane zum TSV Leuna oder SC Magdeburg zum Handball kommt, halte ich mich nicht mit beleidigenden Zurufen zurück, wie das lahme Publikum in Zwenkau.

Weitere Platzverweise waren eine direkt rote Karte gegen einen vorbelasteten Gästespieler, der grob im eigenen Kreis foulte (den Wurfarm heruntergerissen), dann eine Disqualifikation für drei + eine Zeitstrafe für verschiedene Fouls (darunter ein 2+2 Minuten Foul, das zur Herausstellung führte) für einen Meeraner und drei Mal zwei Minuten für einen Zwenkauer. Den vorletzten Platzverweis – den dritten direkt Roten – gab es dann gegen Zwenkau, da ein Meeraner in den 15er rein gerannt ist, der sich auch mutwillig in den Weg gestellt hat. Der Gästespieler klatschte zwar zünftig aufs Parkett, aber mehr als eine Zweiminutenstrafe gegen den nicht vorbelasteten Zwenkauer forderten nur die Gäste, sodass die zweite ungerechtfertigte rote Karte ausgesprochen wurde. Den letzten roten Karton gab es erst nach Abpfiff zu sehen, wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob der überhaupt für Meerane war, da es eh ein gutes Wortgefecht da unten gab. Und ob das der einzige Platzverweis nach Spielschluss war, weiß ich eigentlich auch nicht so sicher: Zwenkau schreibt auf ihrer Website was von 7 Platzverweisen, wobei sie in dem Artikel auch etwas zu sehr auf die Leistung der Schiedsrichter eingehen, anstatt fair aber spitz Bemerkungen gegen Meerane loszulassen - und ob der Zwenkauer Statistiker alles richtig aufgenommen hat, wage ich bei dem Chaos genauso zu bezweifeln, wie das meine eigene Statistik 100%ig stimmt.

Alles in Allem ein sehenswertes, aber kein gutes Spiel. Zudem also auch das undisziplinierteste Handballspiel – auch wenn es keine einzige richtig üble Aktion gab, d.h. keine rote Karte wegen einer Tätlichkeit ausgesprochen werden musste – dass ich je gesehen habe (und ich habe schon knapp 100 in Deutschland - von der ersten bis zur untersten Liga - und eines in der 1. tschechischen Liga gesehen), sodass ich dem Trainer von Meerane nur raten kann, mal seine Jungs in der Hinsicht kräftig anzuscheißen. Hätte er dem 23er, der zuerst runter geschickt wurde, mal den Mund verboten, wären wohl auch weniger Platzverweise zu verzeichnen gewesen. Der 23er heizte nämlich von der Tribüne noch kräftig auf. Und zwar nicht nur mit Geschrei um einen ausgetauschten Ball – wie man sich darüber aufregen kann, dass der Ball in einer Auszeit gewechselt wurde, frage ich mich aber auch: meint der, dass die Zwenkauer da einen Funksender im Ball versteckt haben, dass er nur ins Meeraner Tor fliegt, oder was?! – sondern auch mit ständigem Schiedsrichterbeeinflussen (v.a. durch Kartenfordern) und Gegenspieler voll meckern. Zusammenfassend gesagt, ist es aber schon lustig, wenn man eine Mannschaft erlebt, über die man sich schön aufregen kann...
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Den Hinweg hatten wir noch per Straßenbahn von Merseburg nach Bad Dürrenberg und Eisenbahn von Bad Dürrenberg nach Markranstädt und dann von dort per Rad nach Zwenkau gemacht. Übrigens war es typisch, was in Bad Dürrenberg so abging: 15 Minuten Verspätung wegen dieser scheiß ICEs die leider vorgelassen werden müssen und dann spielen da ca. 10jährige Kinder auf den Gleisen, denen man erst mit freundlichen Worten wie „verpisst euch ihr Dreckwänster, sonst mach ich euch platt“ beikommen muss, ehe sie vom Gleiskörper, auf dem sie Flaschen herumwarfen, verschwanden. Natürlich war mein Vater der Erste und Einzige, der sich um die Wänster kümmerte: die anderen Fahrgäste glotzten nur blöde oder ignorierten die Kinder und dachten gar nicht daran, dass sie heute nicht mehr Zug fahren können, wenn diese Hosenscheißer überfahren werden. Denen, die sich da nur mitleidig wundern, wo denn die Eltern der „lieben Kleinen“ sind, kann ich auch eine Antwort geben: die Eltern liegen sicher besoffen heeme herum und gucken fern. Nun ja. So Dinger blieben uns auf dem Rückweg erspart, denn den fuhren wir komplett per Rad nach Merseburg zurück, wobei wir die 44 Kilometer in 118 Minuten schafften.

Statistik:
Ground Nr. 499 (ein neuer Ground; diese Saison: 49 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.179 (diese Saison: 66)
Tageskilometer: 90 (70 Fahrrad, 10 Straßenbahn, 10 Eisenbahn)
Saisonkilometer: 12.120 (8.170 Auto/ 2.040 Fahrrad/ 1.110 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 225

Donnerstag, 30. Juli 2009

WE157II: Pre-season, Kickers Markkleeberg - VfB Zwenkau

Kickers 94 Markkleeberg 5:0 VfB Zwenkau
Wednesday, 29th July 2009 - kick-off time 19.00
Pre-season match (Sachsenliga, 6th level (2nd amateur division) vs Bezirksliga, 7th level)
Result: 5:0 after 90 min. (45/45) - Half-time 4:0
Goals: 1-0 14th Stefan Mann, 2-0 20th Ronny Delitzsch, 3-0 27th Ronny Delitzsch, 4-0 38th Stefan Hofmann, 5-0 82nd Nico Breitkopf
Bookings: Nico Breitkopf (Kickers), Hitschke (Zwenkau)
Sent-offs: none
Stadium: Sportpark Camillo Ugi (cap. 6,000; among them 800 covered seats)
Attendance: 80 (5 away fans)
Match quality: 4.0/10 (Below Average)

Bordering Leipzig to the south, Markkleeberg is a small city in Saxony (about 24,000 inhabitants). There are no places of interest - but as in almost every city, there are few old or spectacular houses; here it’s the town hall and an estate - so we directly went to the stadium. There are two stadia, so naturally we arrived at the wrong one first, were no match was played. We asked the club’s restaurant’s hostess for the way to the stadium of the other club and she described the 2km ride to Sportpark Camillo Ugi, named after an Italian-German footballer of the early 20th century.

The admission fee was sauce: don’t know why that club at Leipzig’s arse end needs to demand the league tickets prices in a pre-season match. But that’s a typical Central-European way of rip-off. Strange enough, some of the drinks at the foodstall were dirt-cheap. Until half-time, the match was almost worth 4.50€ (3.50€ reduced ticket for students and some others), because Kickers Markkleeberg played a good style of football. Zwenkau shot on the goal twice and was inferior in all the other aspects of the match. In regular intervals, Markkleeberg scored with nice shots: among them a 20m hammer right beside the post.

In the second half, Zwenkau had one big effort on the goal, but the striker headed the ball over the near post. Markkleeberg’s greatest highlights in the second half were all work of Nico Breitkopf, former player of Sachsen Leipzig and Hallescher FC (useless and unsuccessful in both the clubs). Firstly, he scored a lovely goal by a wide-range shot into the corner; secondly he felt over Zwenkau’s Hitschke in the visiting team’s box and accused him of serious foul play. That - and Hitschkes reply - were the reasons, why that clean match saw two yellow cards, finally.

Full-time and Markkleeberg’s five goals to Zwenkau’s zero clearly showed the difference in the playing skills, not just depending on the different level.

Statistics:
Ground No. 333 (new ground; this season: 2)
Sporting event No. 860 (this season: 2)
Kilometres that day: 80 (bike)
Km this season: 130 (130 bike, 0 car, 0 public transport, 0 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 49
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 157

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090729%20Kickers%20Markkleeberg%205-0%20VfB%20Zwenkau/