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Montag, 20. Dezember 2010

W229I: Wie man mit vier Unentschieden aus vier Spielen weiter kommt und als 3.-Kreisklasseteam auch Kreisoberligisten ausschaltet

Hallenkreismeisterschaft Saalekreis, Vorrunde A-Junioren
Samstag 18. Dezember 2010 – Beginn 12.45
Teilnehmer aus Landesliga Staffel 2 (4. Liga der A-Junioren) und Kreisunionsliga (5. und unterste A-Junioren-Liga)
Qualifiziert für Finalrunde: SV Braunsbedra, SV Merseburg 99 (beide Landesliga) und Wettiner SV (Kreisunion) + VfB IMO Merseburg und SSV Landsberg (beide Freilos, da Verbandsliga)
Spielort: Sporthalle Wettin (Kap. 250, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (Größte Fangruppe: Wettin mit ca. 9 Fans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Einige gute und spannende, sonst meist mittelmäßige Spiele: Turnier aber insgesamt gesehen O.K.)

Hallenkreismeisterschaft Saalekreis, Vorrunde Männer (Gruppe 6)
Samstag 18. Dezember 2010 – Beginn 15.00
Teilnehmer aus Kreisoberliga (9. Liga, 4. Amateurliga), Kreisliga Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga), 1. Kreisklasse Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga), 2. Kreisklasse Staffel 2 (12. Liga, 7. Amateurliga) und 3. Kreisklasse Staffel 2 (13. Liga, 8. Amateurliga)
Qualifiziert für Zwischenrunde: TuRa Beesenstedt II (3. Kreisklasse)
Spielort: Sporthalle Wettin (Kap. 250, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 25 (Größte Fangruppe: Beesenstedt mit ca. 10 Fans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Bis auf Beesenstedt II konnte da keine Mannschaft richtig Fußball spielen – und die völlig verdienten Sieger waren die Klassentiefsten!)

Photos and English version:
Indoor Football Tournament in Wettin: Under-19 and Men’s Preliminaries to District Championship Saalekreis
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Turnier-Statistik A-Junioren:
Toreschnitt: 3,00 Tore pro Spiel (Tore insgesamt: 30)
Torreichstes Spiel: SV Braunsbedra 7:2 BW Farnstädt
Torärmste Spiele: Wettin gegen Braunsbedra, Schochwitz und Farnstädt (jeweils 0:0)
Anzahl Strafen: keine Strafminuten, keine Platzverweise
Bestes Spiel: Wettiner SV A 2:2 Merseburg 99 A (7,0/10 = gut und spannend)
Schlechtestes Spiel: Merseburg 99 A 1:0 TSV Schochwitz (1,0/10 = niveaulos)

Turnier-Statistik Männer (Gr. 6):
Toreschnitt: 2,70 Tore pro Spiel (Tore insgesamt: 27)
Torreichste Spiele: TuRa Beesenstedt II 3:2 SV Sennewitz und SV Sennewitz 5:0 VfL Roßbach
Torärmstes Spiel: SV Dornstedt 0:0 SV Roßbach
Anzahl Strafen: 6 Strafminuten, keine Platzverweise (4 Minuten Dornstedt, 2 Minuten Großkugel)
Bestes Spiel: TuRa Beesenstedt II 3:2 SV Sennewitz (6,0/10 = Ziemlich gut und spannend)
Schlechtestes Spiel: SG Großkugel 3:0 SV Dornstedt (1,0/10 = kein Niveau)

Tabelle A-Junioren:
1. SV Braunsbedra A 13:4 10
2. SV Merseburg 99 A 10:7 7
3. Wettiner SV 1920 A 2:2 4
4. TSV 1990 Schochwitz A 1:4 4
5. Blau-Weiß Farnstädt A 4:13 1

Tabelle Männer (Gr. 6):
1. TuRa Beesenstedt II 9:3 12
2. SG Großkugel 7:3 9
3. 1. SV Sennewitz 10:4 6
4. VfL Roßbach 1921 1:8 1
5. SV Dornstedt 0:9 1
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Ich weiß nicht, was manche Spaste an der beschissenen Jahreszeit „Winter“ so toll finden: verursacht nur Kosten, diese scheiß Kälte. Nicht nur, dass heeme immer die Heizung läuft – Groundhopping ist im Winter deutlich teurer, da man z.B. nicht Geld sparen kann durch Rad fahren. So eine Strecke wie nach Wettin fahren wir auch im Spätherbst noch mit dem Rad – im Winter muss jetzt die Bahn bis Nauendorf zu überhöhten Preisen und mit schlechtem Material genutzt werden. Die Schaffnerin, die auf meine Beschwerde wegen der defekten Türen hin meinte, dass sei doch im Winter normal, bekam von mir mal „freundlich“ was zur Wartung von Zügen erzählt: die Türen bei diesen vergammelten Regionalzügen sind nämlich auch im Sommer, Herbst und Frühjahr oft defekt – im Winter nur noch häufiger. Die letzten 8km kämpften wir bei 8 Grad unter Null per Fahrrad über die teils verschneite Landstraße.

Ziel in der schönen Kleinstadt Wettin war die Sporthalle neben dem Fußballplatz auf der Erhebung unterhalb des Bismarckturms. Die Halle ist ein stinknormaler Neubau der 2000er-Jahre, der mit einer erhöht liegenden dreireihigen Tribüne mit Holzbänken und einer dahinter vorgesehenen Stehreihe mit schön breiten Holztischen zum Aufstützen aufwarten kann. Die Sicht ist völlig OK, Licht nicht besonders, aber alles in allem eine annehmbare Halle – nur ohne jegliche Highlights. Im Übrigen nutzt auch meines Wissens kein Verein die Halle regelmäßig im Spielbetrieb. Nur teilweise wird sie vereinsmäßig vom SV Langenbogen (Handball) genutzt.

Heute fanden dort mal drei Hallenfußballturniere statt. Die F-Jugend schauten wir uns nicht an, aber das Turnier der A-Jugend interessierte uns. Es spielten fünf Teams: Blau-Weiß Farnstädt (auf dem Feld Tabellenführer der Unionsliga Saalekreis/ Burgenlandkreis), Wettiner SV 1920 (4. in der Unionsliga) und TSV Schochwitz (5. von 6 Mannschaften ebendieser Liga) trafen auf die Landesligisten (eine Klasse höher) SV Braunsbedra - unangefochtener Spitzenreiter der Landesliga - und Merseburg 99; als 4. weit abgeschlagen, aber auch mit gutem Vorsprung nach unten (9 Mannschaften sind in der Liga).

Im Anschluss gab es dann das Männerturnier. Klarer Favorit auf den einzigen Quali-Platz war der 1. SV Sennewitz als Tabellenführer der Kreisoberliga. SG Großkugel als 12. von 14 in der Kreisliga in akuter Abstiegsgefahr, auch Roßbach nur 10. von 13. in 1. Kreisklasse, Dornstedt in 2. Kreisklasse 6. von 12 und TuRa Beesenstedt II Tabellenführer der 3. Kreisklasse, also der untersten Spielklasse.
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Im Folgenden wird jedes einzelne Spiel (die Spielzeit betrug in beiden Turnieren 1x10 Minuten, was ich als zu kurz empfinde: 1x15 ist die richtige Zeit für so ein Turnier) knapp beschrieben:

BW Farnstädt A 0:1 TSV Schochwitz A
Spiel 1, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 2,5/10
Nach sieben Minuten fiel der erste Treffer des Turniers: ein Torwartfehler machte es möglich. Es war das befürchtete, wenig sehenswerte Hallen-Gekicke.

SV Braunsbedra A 0:0 Wettiner SV A
Spiel 2, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 5,0/10
Schade, dass hier kein Treffer fiel: beide Mannschaften spielten ganz flott und sehenswert. Langsam kam das Turnier in Fahrt.

BW Farnstädt A 2:5 Merseburg 99 A
Spiel 3, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 7,0/10
Merseburg 99 führte mit guten und sehenswerten Spielzügen die schwachen Farnstädter vor: von der 3. bis 5. fielen drei Tore. In der 7. legten sie zum 0:4 nach. Nach einem Glückstreffer der Farnstädter setzten die Merseburger noch einen drauf. Die einzige gute Aktion der Farnstädter führte zum 2:5 Endstand.

TSV Schochwitz A 0:3 SV Braunsbedra A
Spiel 4, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 5,0/10
Von Schochwitz kam nichts und der SVB kombinierte ab und an richtig gut. Das führte zu drei Treffern und einem völlig verdienten Sieg.

Wettiner SV A 2:2 Merseburg 99 A
Spiel 5, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 7,0/10
Wettin ging per Doppelpack (3. und 4. Minute) überraschend in Führung. Erst um Ende der Partie konnte Merseburg seine Leistung abrufen. Dass sie sich noch darüber beschwerten, dass sie nicht das 3:2 erzielen konnten, finde ich unangemessen – das Ergebnis war absolut gerecht; dass sollte man so auch als beteiligter Spieler mit 16 oder 17 Jahren schon einschätzen können.

SV Braunsbedra A 7:2 BW Farnstädt A
Spiel 6, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 6,5/10
Eine beeindruckende Demontage der Farnstädter: Braunsbedra war absolut überlegen und glänzte auch immer wieder mit starken Kombinationen und Spielzügen sowie Treffern. Torfolge (Minute): 1-0 (2), 2-0 (3), 3-0 (4), 3-1 (5), 3-2 (7), 4-2 (7), 5-2 (7), 6-2 (8), 7-2 (9)

TSV Schochwitz A 0:0 Wettiner SV A
Spiel 7, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 6,0/10
Für ein 0:0 gut, da spannendes hin und her. Allerdings hatte Schochwitz erst ab der 7. Minute ihre Torchancen. Wettin hätte einen Sieg wirklich verdient gehabt.

Merseburg 99 A 2:3 SV Braunsbedra A
Spiel 8, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 5,5/10
In einem spannenden und engen Spiel, in dem Merseburg 99 mit seinen vielen Torchancen sehr schlampig umging, siegte der technisch und torschussmäßig bessere SVB durch zwei Treffer in der Schlussminute. Wäre das Spiel 3:2 (oder 4:3 oder so) an 99 gegangen, hätte der SVB sich nicht beschweren brauchen.

Wettiner SV A 0:0 BW Farnstädt A
Spiel 9, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 3,0/10
Schade, dass Wettin schon wieder nur 0:0 spielte – dieses Ergebnis lässt immer schwache Leistungen vermuten, doch wird der sehenswerten Spielweise der Wettiner nicht gerecht. Auf dem Großfeld oder bei einer angemesseneren Spielzeit spielen die bestimmt nicht 0:0. Außerdem hatte Farnstädt wirklich Glück, hier ihren einzigen Punkt geholt zu haben.

Merseburg 99 A 1:0 TSV Schochwitz A
Spiel 10, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 1,0/10
Das Schlechteste zum Schluss. Es gab nur zwei Highlights: ein billiger Treffer der schwachen Merseburger gegen die noch viel schwächeren Schochwitzer und eine sehr gerechte Schiedsrichterentscheidung. Diese bezog sich darauf, den Ausgleich der Schochwitzer abzuerkennen, da sie sich insofern sehr unfair benommen haben, als dass sie den wegen der Verletzung ihres Torwarts (er ging in die Knie, nachdem er nach einer Abwehr mit dem Kopf auf dem Boden aufgekommen war) innehaltenden 99ern den Ball abnahmen und ihn ins Tor donnerten. Wie man sich da noch ernsthaft beschweren kann, ist mir schleierhaft. Wenn man einfach zu schlecht ist, ein reguläres Tor zu erzielen, hält man bei einem irregulären oder unfairen Treffer lieber die Fresse. Das gilt auch für den komischen hessischen Betreuer der Beesenstedter Männermannschaft, die – kaum angereist – sich schon ins Juniorenturnier reinhängte und dumme Kommentare abgab.

Somit also Braunsbedra, Merseburg 99 und Wettin für die Finalrunde qualifiziert. Diese drei Mannschaften waren auch klar besser als die beiden ausgeschiedenen. Ein sehr gerechtes Ende, wobei der Schiedsrichter durch seine gewagte aber korrekte Entscheidung das Weiterkommen der schwachen Schochwitzer verhinderte. Mit einem 1:1 wären die nämlich im Finale gewesen!
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Nun zum Männerturnier, dass wir unter den verhältnismäßig zahlreichen Anhängern der Beesenstedter Außenseitern stehend, verfolgten. Dass man als Mannschaft aus der 3. Kreisklasse auch gegen Teams aus Kreisliga und Kreisoberliga eine Chance hat, zeigten die Jungs von TuRa II wirklich eindrucksvoll.

TuRa Beesenstedt II 3:2 SV Sennewitz
Spiel 1, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 6,0/10
Der klassentiefste schlug den klassenhöchsten (3. Kreisklasse gegen Kreisoberliga) verdient mit 3:2 – ein echtes Highlight da eine echte Überraschung und spielerisch ansehnliches Duell schon zu Beginn den Turniers.

SV Dornstedt 0:0 VfL Roßbach
Spiel 2, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 2,5/10
Schwaches Gekicke der beiden schwächsten Teams im Turnier. Dornstedt wurde um den gr nicht so unverdienten Sieg betrogen, da der Schiri das 1:0 - aus einer Vorteilssituation heraus gefallen - aberkannte.

TuRa Beesenstedt II 2:1 SG Großkugel
Spiel 3, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 5,5/10
Nach 0:1 Rückstand gewinnt TuRa noch mit 2:1 durch einen Treffer in der Schlussminute. Wieder eine Überraschung: auf der Tribüne wurde schon gerätselt, ob dass daran liegen täte, dass die Beesenstedter die größte Fangruppe dabei hatten (die waren aber zu leise, um Einfluss zu nehmen) oder am Mixery-Trinken vorm Spiel.

SV Sennewitz 3:0 SV Dornstedt
Spiel 4, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 2,5/10
Dornstedt leider völlig überfordert. Sennewitz spielte langweilig aber völlig verdient einen 3:0-Sieg heraus.

VfL Roßbach 1:2 SG Großkugel
Spiel 5, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 3,0/10
Roßbach traf nach ein paar Sekunden zum 1:0. Es sollte ihr einziger Treffer im Turnier bleiben. Großkugel drehte die Partie aber verdientermaßen noch zum 1:2.

SV Dornstedt 0:3 TuRa Beesenstedt II
Spiel 6, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 4,0/10
Enttäuschend, wie Dornstedt auftrat. Nach ein paar Sekunden das 0:1, in den letzten Minuten noch zwei weitere Treffer. Dieser Beesenstedter Sieg wunderte jetzt aber keinen mehr...

SV Sennewitz 5:0 VfL Roßbach
Spiel 7, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 4,0/10
Sennewitz zog Roßbach locker ab. Nach 1, 3, 5, 6 und 8 Minuten schlug es im Kasten der schwachen Roßbacher ein.

SV Großkugel 3:0 SV Dornstedt
Spiel 8, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 1,0/10
Das schlechteste Spiel des Turniers. Großkugel gewann noch zu hoch: so gut waren die gar nicht aufgetreten, sondern bolzten genauso unmotiviert oder unbedarft den Ball umher, wie die Dornstedter auch. Das 1:0 hatte wieder der einzige der drei Schiris, der das Prädikart "schwach" verdient, mit zuverantworten. Die beiden sinnlosen Zeitstrafen im weiteren Spielverlauf wunderten einige; aber die kannten den Selbstdarsteller von Schiri, der bei zwei Spielen dieses Turniers negativ auffiel, wohl noch nicht. Seinen beiden Kollegen kann man nur Lob aussprechen.

VfL Roßbach 0:1 TuRa Beesenstedt II
Spiel 9, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 3,0/10
Beesenstedts schwächster Auftritt, doch für Roßbach immer noch gut genug. Eine halbe Minute vor Schluss erst fiel der goldene Treffer. Doch Beesenstedt war ohnehin schon bei 0:0 weiter. Dass der klassentiefste hier mit vier Siegen aus vier Spielen das Turnier gewann, muss man sich mal überlegen!

SG Großkugel 1:0 SV Sennewitz
Spiel 9, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 2,0/10
Noch eine schwache Partie, entschieden durch einen späten Torerfolg. Für Sennewitz als haushohen Favoriten lief dieses Turnier absolut beschissen. Sie spielten wie ihre zweite Mannschaft, die sie laut KFV-Ansetzung aber nicht hätten sein dürfen.
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Schlusswort. Der eine Schiri, einer der beiden guten und korrekten, meinte in der Pause zwischen den beiden Turnieren mit Blick auf den maximal 8cm hoch verschneiten Feldfußballplatz neben der Halle: „also früher hätte man heute da gespielt.“ Als ich zweieinhalb Stunden zuvor nach der Ankunft an der Halle aus Neugier ebendiesen Platz, auf dem ich einige Monate zuvor ein herrliches Kreispokalspiel gesehen hatte, begutachtete, dachte ich genau das gleiche. Doch das ewige Gesülze von angeblicher Verletzungsgefahr – der Schnee ist weich und wenn man sich ordentlich aufwärmt, zerrt man sich auch nicht – und Unzumutbarkeit der Spieldurchführung bei ein paar Zentimetern Schnee, dass erst in den letzten fünf Jahren solche Blüten treibt, dass man peinlicherweise schon im November Spielausfälle en masse hat, verhindert das. Wenn ich mir die Richtlinien des KFV zu Spielen unter härteren Witterungsbedingungen durchlese, fasse ich mir an den Kopf. Bei Spielern, die sich wegen 0 Grad und ein paar Schneeflocken schon auf die Winterpause freuen, um dann da im Warmen zu kicken, könnte ich ausrasten. Die Hallensaison hat mich zu meiner aktiven Jugendfußballzeit schon nie interessiert – jetzt hat sich das nicht geändert. Das Männerturnier heute hat mich wieder nur in meiner Sicht, dass solche Hallenturniere absolut kein Ersatz für Feldfußballspiele sind, bestärkt. Bis auf TuRa Beesenstedt II, denen ich meinen Respekt aussprechen muss, konnte da keine Mannschaft ordentlich Fußball spielen. Und dabei war TuRa die klassenniedrigste Truppe! Die Spieler von Sennewitz & Co. gehören raus aufs Feld – für Hallenfußball braucht man Futsal-Spieler, die sich aufs technisch weit anspruchsvollere, weil räumlich viel engere Spiel in der Halle spezialisieren!

Statistik:
Ground Nr. 507 (ein neuer Ground; diese Saison: 56 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.193 und 1.194 (diese Saison: 81)
Tageskilometer: 90 (70 Bahn, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 12.870 (8.170 Auto/ 2.110 Fahrrad/ 1.790 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 229

Montag, 6. September 2010

W214III: Der neue Lieskauer Kunstrasen und das Teutschenthaler Ortsderby

LSG Lieskau 1920 C 9:1 SV Eintracht Bad Dürrenberg C II
Sonntag, 05. September 2010 – Anstoß 10.15
C-Junioren Kreisklasse Saalekreis (4. und unterste Liga der 12- bis 14jährigen)
Ergebnis: 9:1 nach 75 Min. (33/32) – Halbzeit 4:1
Tore: 1:0 14. (11), 2:0 27. (6), 3:0 29. (11), 3:1 31. (11), 4:1 35.+2. (9), 5:1 40. (11), 6:1 43. (13 Dürrenberg + 5 Dürrenberg; Eigentor), 7:1 60. (9), 8:1 62. (11), 9:1 64. (6)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lieskau/ Kunstrasen (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Zwar nach 35 Minuten sehr einseitig, aber wirklich ansehnliches Spiel beider Teams)

SV Dornstedt 3:1 SV Eintracht 90 Teutschenthal
Sonntag, 05. September 2010 – Anstoß 14.00
2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 96 Min. (47/49) – Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 13. M. Schmidt, 2:0 60. S. Maß (Foulelfmeter), 3:0 69. S. Maß, 3:1 78. (6)
Verwarnungen: 2x SVD, 4x Eintracht
Platzverweise: gibt’s bei Sportfreund Wenzel nicht
Spielort: Sportplatz Dornstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Kenn ich in dieser Kreisklassestaffel besser: außer Geholze gab es leider nicht viel zu sehen)
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Photos and English version:
Lieskau:
Youth team vs. Bad Dürrenberg
Teutschenthal Derby:
Dornstedt vs. Eintracht

Im dichten Nebel brachen wir schon um kurz vor halb acht mit den Rädern auf und fuhren durch Halle hindurch in den wenige Kilometer nordöstlich der Stadt gelegenen Ort Lieskau, ein 2.600 Einwohner zählender Ortsteil der Gemeinde Salzatal. Der Fußballverein „Landsportgemeinschaft Lieskau 1920“ ist sehr aktiv und engagiert, hat viele Jugendteams und ein Landesklasseteam der Männer, das mit interessanten Spielern wie dem Profiboxer Marko Angermann – auch wenn er keiner der berühmten Klasse-Boxer ist, aber mehrere Sportkarrieren nebeneinander: genial und echt Respekt! – antritt und deshalb auch noch in dieser Saison von uns besucht werden wird. Zumal wir mit dem heutigen Jugendspiel auch nur einen Wettkampf auf dem Nebenplatz sahen.

Dieser Nebenplatz ist für die LSG Lieskau jedoch etwas besonderes, da nun die vielen Mannschaften nicht nur endlich Ausweichmöglichkeiten haben, sondern auch da es sich um einen der wenigen Kunstrasen des Saalekreises handelt. Leider liegt er für das geschulte Groundhopping-Auge aber zu kahl und gesichtslos inmitten von hügeligen Feldern. An den Längsseiten kann man sich an einer – je nach Wetter – entweder zu kalten oder zu warmen Metallreling zum Zugucken positionieren, der Hintertorbereich ist frei zuhalten, die Metallzäune sind gleich hinter dem schmalen Zuschauerbereich und zudem hat man auf diesem Platz nicht ein Bauwerk – außer man zählt das Bierzelt als ein solches, aber ich dachte eher an eine Tribüne – und im Übrigen auch keinen Regenschutz oder Schatten. Viel Spaß bei 30 Grad im Sommer! Da riecht auch der gummierte Kunstrasenbelag so schön...

Der Nebel lichtete sich nach und nach und vom freundlichen, aber von seiner Mannschaft teilweise etwas genervten Bad Dürrenberger Trainer hatten wir schon erfahren, dass die zweite Mannschaft von Bad Dürrenberg Schwierigkeiten mit der Umstellung aufs Großfeld hat. Die ersten drei Großfeldspiele der zuletzt noch Kleinfeld-D-Junioren gingen mit deutlichen Niederlagen (0:5, 0:9, 0:10) zu Ende. Die erste Dürrenberger Auswahl spielt in derselben Liga und ist noch verlustpunktfrei. Lieskau hatte hingegen stets nur knapp verloren, was sie in diesem Spiel anders gestalten wollten und auch anders gestalteten.

Nach Startschwierigkeiten – der Gastverein tauchte immer wieder gefährlich vorm Tor auf – gelang nach weniger als einer Viertelstunde die Führung. Nach weniger als 30 Minuten wurde im Doppelpack nachgelegt. Der Mannschaft aus dem Kurort gelang dann nach über 240 Großfeldspielminuten der erste Saisontreffer. Vor der Pause noch das 4:1. Da hatten sich schon längs der groß gewachsenen 6er mit seinen tollen Standards und der 11er mit seinem starken Abschluss bei Lieskau hervorgetan. Bei Bad Dürrenberg fiel vor allem auf, dass sie trotz C-Jugend – wird ab dieser Jugend meist getrennt und muss ab B-Jugend laut Spielordnung wohl immer noch in Junioren- und Juniorinnenteams getrennt werden – mehrere Mädchen im Team hatten. Eins der Mädchen trug die 2 und war in der Abwehr ziemlich gut dabei, konnte aber auch fünf weitere Tore – davon mehrere Weitschüsse von 6 und 11 sowie ein kurioses Eigentor: der 13er von Dürrenberg schießt seinen Mitspieler mit der 5 an, wodurch der Ball ins Tor prallt – nicht verhindern.
Natürlich war die Gastmannschaft da ziemlich angefressen, aber es ist nicht in Ordnung, dass ab der 15. Minute bei jeder Kleinigkeit der Mitspieler angemeckert, aber im Gegenzug nicht einmal eine gelungene Aktion gelobt wurde. Dass ein Spieler wie der eine Verteidiger sich nur im eigenen Strafraum bewegt, kaum einen Ballkontakt hat, aber dann Mitspieler anmeckert, wie schlecht er/ sie sei, wenn er/ sie den Ball gerade gegen drei gleichzeitig angreifende Gegenspieler verloren hat, nachdem er/ sie zuvor zwei Gegner ausgespielt hat, kann nicht sein. Da sind dann Trainer und Zuschauereltern in der Pflicht, dass neben notwendiger negativer Kritik auch ebenso wichtige Lobs untereinander ausgesprochen werden. Das war zu meiner Jugendzeit beim TSV Leuna auch oft ein Problem. So eine Jugendmannschaft muss halt auch charakterlich erzogen werden und nicht nur spielerisch.
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Zwischen beiden Spielen lag viel Zeit, sodass wir erst einmal die Kirche von Lieskau – leider ziemliches Mischmasch aus Barock, verpfuschter Romanik und neueren Anbauten und auch nicht in bestem Zustand – anguckten und dann via Benkendorf, Zappendorf und Teutschenthal nach Dornstedt, einem Ortsteil der Gemeinde Teutschenthal, fuhren. Dort leben etwa 700 Menschen. Die Kirche ist gut zu sehen aber schwer zu finden, da von Häusern ziemlich zugebaut, doch deutlich sehenswerter (Neo-Renaissance im guten Zustand) als die Lieskauer Kirche.

100m entfernt von der Kirche befindet sich der Fußballplatz. Etwas kahl, da auch dort Pappeln abgeholzt wurden, aber zwischen Kirche und Acker gelegen, muss man ihn als typischen Dorffußballplatz bezeichnen. Ein einfaches Vereinsheim mit tollem Flachbildfernseher und nicht so toller Auswahl – ist zwar alles ganz günstig im Preis, aber außer Bockwurst und vier, fünf Getränkesorten nichts da – befindet sich hinter dem einen Tor. Da der Kassierer (1€ Eintritt finde ich bei jeder Liga auf Kreisebene – von Kreisoberliga bis 3. Kreisklasse – angemessen, außer bei Reservemannschaften) mit 40 Zuschauern recht zufrieden war, muss man auch sagen, dass es sich wohl kaum lohnen würde, mehr als zwei oder drei Essen ins Angebot zu nehmen. Die Zuschauer gingen zwar ganz gut mit, aber leider waren es halt sehr wenige.

Das eben genannte und das Spielniveau habe ich beides schon besser erlebt in dieser Klasse. Vom Gast aus dem Teutschenthaler Ortsteil Bahnhof habe ich sogar mal ein herausragend gutes Spiel erlebt. Aber diesmal war Dornstedt besser, zog ab und an mal das Tempo an und traf recht früh. Eintracht kam auch zu Torchancen, aber die gingen immer drüber oder vorbei. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Hatte der Schiri noch einen Klammergriff (eindeutiger Elfmeter!) eines Dornstedters laufen lassen, gab er für eine noch derbere Ringereinlage des unsicheren Gästetorwarts (noch eindeutigerer Elfmeter) Strafstoß für Dornstedt. Dieser wurde sicher verwandelt. Ein Sturmlauf führte bald darauf zum gut heraus gespielten 3:0. Eintracht konnte nur noch verkürzen, indem sie einen schönen Freistoß an der Mauer vorbei ins Eck brachten.

Eintracht Teutschenthal hatte ich wie gesagt sehr positiv in Erinnerung – und das nicht nur wegen der tollen, altmodischen Sportanlage am Fuße der Halde – aber diesmal glänzten sie nicht mit schnellen Angriffen und starken Torschüssen, sondern mit Holzen. Gut, das hatten sie bei dem Spiel vor einem Dreivierteljahr auch gemacht und es war auch diesmal noch im Rahmen, aber der Spieler, der nach einem leichten Foul eines Dornstedters nach trat, hätte vom Platz gemusst. Der Schiri Wenzel war so wie so kultverdächtig: er hat gar keine Linie, sondern pfiff ab und an mal ein leichtes Rempeln, doch gab für Beinstellen und in den Rücken springen nicht mal Freistoß. Rotwürdiges Nachtreten wurde nicht einmal mit einer gelben Karte verwarnt. Gelb gab es nur für verbale Fouls wie Meckern oder andere Kleinigkeiten. Für ein physisches Foul verwarnt der Herr wohl erst einen Spiel, wenn er einen ballführenden Gegner an der Auslinie mit eingesprungenem Dropkick gegen den Oberkörper über die Bande in die dahinter befindliche Hecke tritt...

Bemerkungen wie „da kann man ja gleich ohne Schiri spielen“ sollte man aber in der Situation lassen, denn außer beim Freizeitfußball kann man nicht auf den Kerl mit der Pfeife, sondern nur auf die beiden Kerle mit Fahne verzichten. Und so ein seltsam pfeifender Unparteiischer ist doch auch irgendwo eine Bereicherung für ein Spiel auf Kreisebene.
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Abschließend möchte ich übrigens beide Heimvereine - LSG Lieskau wie auch SV Dornstedt - für ihre Internetauftritte loben. Die Seiten
''LSG Lieskau News'' und ''Der Traktorist online''sind für den Landkreis hervorragend und sehr aktuell!

Statistik:
Ground Nr. 466 (zwei neue Grounds; diese Saison: 16 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.059 (diese Saison: 21)
Tageskilometer: 80 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 3.550 (2.150 Auto/ 1.120 Fahrrad/ 380 Bahn, Bus, Tram/ weniger als 10 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 214

Donnerstag, 29. April 2010

W193IV: Fanfreundliche Ansetzungen

FSV Dieskau 05 4:1 VSG Oppin
Sonntag, 11. April 2010 - Anstoßzeit 13.00
1. Kreisklasse Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 4:1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 50. Nr. 3, 2:0 60. Nr. 3, 3:0 62. Nr. 3, 3:1 73. Nr. 10, 4:1 82. Nr. 10
Verwarnungen: Nr. 10 Dieskau
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Dieskau (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (1. Halbzeit schwach, 2. Halbzeit ziemlich gut)

SG Döllnitz II 4:3 SV Dornstedt
Sonntag, 11. April 2010 - Anstoßzeit 15.00
1. Kreisklasse Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 4:3 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 27. Nr. 11, 1:1 47. Nr. 8, 2:1 50. Nr. 8, 2:2 83. Nr. 8, 3:2 85. Nr. 9, 4:2 87. Nr. 10, 4:3 92. Nr. 8
Verwarnungen: Nr. 6 Döllnitz, Nr. 8 Dornstedt
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Döllnitz (Kap. 3.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Auch hier die 2. Halbzeit klar besser als die 1. – bis zur Schlussphase viel Leerlauf zwischen den Treffern)
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Photos and English Version: Football Matches and Castle Pictures

So müssen Ansetzungen aussehen: um 13.00 in dem einen Ort und um 15.00 in dem Nachbarort anpfeifen. Meistens wird ja bescheuerterweise zeitgleich gespielt: nicht so in Dieskau und Döllnitz, wobei die erste Mannschaft der letztgenannten Ortschaft schon am Vortag spielte, sodass nur die Zweitvertretung zu Gange war. Beide Spiele fanden in der 1. Kreisklasse statt: Dieskau dort 4. – aber chancenlos hinter Eisdorf und Nauendorf – Oppin auf Platz 8, Döllnitz II auf dem 10. und Dornstedt auf dem 13. von 14 Plätzen.

Die genannten Orte liegen alle nahe Halle/ Saale. Dieskau (2.000 Einwohner) ist neben Großkugel, Dölbau und Gröbers mit diversen Ortsteilen Teil der künstlich geschaffenen Gemeinde Kabelsketal; Döllnitz (1.400 Ew.) wurde von Schkopau gefressen, Oppin (1.500 Ew.) gehört zu Landsberg und ist für einen Flugplatz (Sport-, Rettungs- und Privatfliegerei) bekannt und Dornstedt mit seinen 700 Einwohnern gehört seit drei Monaten zu Teutschenthal.

Das Spiel in Dieskau, dessen Schloss mit Park und Kirche wirklich eine Sehenswürdigkeit ist, erreichten wir kurz nach Anpfiff, doch bis zur 50. Minute passierte ohnehin kaum was, außer einem Freistoß für Oppin, der knapp drüber ging, aber eigentlich keiner war: denn wenn das Hand war (war eine lächerliche Regelauslegung), war es im Strafraum, dann stand die Mauer keine sechs Meter vom Ball weg und schließlich gab der Schiri auch noch unberechtigt gelb für einen Dieskauer. Die erste Halbzeit war scheiße, doch die zweite ziemlich gut. Der 3er der Gastgeber erzielte einen Hattrick innerhalb von nur 12 Minuten. Oppin schien geschlagen, doch versuchte noch gegenzuhalten. Immerhin gelang ein Treffer. Dieskau setzte aber noch einen drauf und ging dann doch als recht klarer Sieger vom Feld. 4:1.
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Im Nachbarort ist der Graswall deutlich höher, als in Dieskau und die Kabinen und Vereinsräume bestehen auch nicht aus Containern. Das Spiel war anfangs allerdings noch schlechter. Auch der Schiedsrichter nervte mit noch hanebücheneren Entscheidungen: Foul auf der Strafraumgrenze an Dornstedt, der Spieler verletzt sich leicht durch Einwirkung des Verteidigers und bekommt dann dafür gelb und einen Freistoß gegen seine Mannschaft. Oder: Klares Beinewegsemmeln von einem Dornstedter, was man auch als Tauber gehört haben müsste, eindeutige gelbe Karte, der Döllnitzer bleibt verletzt liegen – und der Depp lässt das Spiel weiter laufen. Vor der Pause traf immerhin einer der Döllnitzer, die nach und nach das Spiel an sich rissen. 1:0 zur Pause. Nach der Pause war dann viel mehr los: ein schöner Freistoß zum Ausgleich doch gleich darauf die erneute Führung. Dornstedt gleicht mühsam aus, doch Döllnitz II schafft einen Doppelschlag. Die Entscheidung war das trotz allem noch nicht so richtig, denn die Angriffsbemühungen waren in der Nachspielzeit noch erfolgreich. Doch sie führten nur zum Anschlusstreffer zum 4:3.

Fazit: in der Klasse habe ich schon bessere Spiele gesehen; besonders die Staffeln „2“ der 1. und 2. Kreisklasse zeigen sich mit erstaunlich hohem Tempo, ausdauernden und guten Spielern und vielen Toren, sodass Ergebnisse zwischen 18:1 und 7:5 immer wieder vorkommen, während 0:0 und 0:1 reichlich selten sind. Auf jeden Fall zwei der schönsten Amateurligen für Groundhopping.
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Statistik:
Ground Nr. 412 (ein neuer Ground; diese Saison: 81 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 981 und 982 (diese Saison: 124)
Tageskilometer: 30 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 31.410 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.490 Fahrrad/ 2.320 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 193

Freitag, 15. Mai 2009

WE146II: Auf dem Fußballplatz der SG Döllnitz - zwischen Dorfteich und Müllhalde

SG Döllnitz C 4:0 SpG Schafstädt/ Delitz/ Dornstedt
Freitag, 15. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.00
C-Jugend Kreisklasse (5. und unterste Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 4:0 nach 75 Min. (46/49) - Halbzeit 4:0
Tore: 1:0 10. / 2:0 27. / 3:0 29. / 4:0 35.
Verwarnungen: 1 Gelbe für Döllnitz
Platzverweise: keine
Sportplatz: Döllnitz (Kap. 2.500)
Zuschauer: 20 (keine Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (begrenzt unterhaltsam)
Am Freitag sollte eigentlich mal wieder ein Besuch bei den Alten Herren erfolgen, doch das Spiel zwischen SG Döllnitz und ESV/ PNVG Merseburg wurde getauscht ausgetragen, das heißt die Eisenbahner waren die Gastgeber. Der Döllnitzer Sportplatz wurde nämlich von der C-Jugend okkupiert, die ein Spiel gegen die Spielgemeinschaft von Germania Schafstädt, Eintracht Delitz am Berge und SV Dornstedt nachzuholen hatten. Ich fuhr durch die Aue zwischen Merseburg und Halle, bog bei Kollenbey einmal falsch ab, sodass ich das Rad durch eine feuchte, mit kniehohem Gras bewachsene Wiese schieben musste und nahm eine Abkürzung über eine Eisenbahnbrücke. Kam ja kein Zug...
Nach ein bisschen herum fahren in Döllnitz - dort gibt es zwar eigentlich wenig zu sehen, außer viel zu vielen Einbahnstraßen- und Einfahrtverbotenschildern, aber für Freunde von Gebäuden aus der Industrialisierung gibt es einiges (Verfallenes) zu sehen - kam ich dann am Sportplatz an. Dieser zeichnet sich durch einen dreistufigen und enorm hohen Graswall, der sich halb um den Platz legt, aus.
Die 12- bis 14jährigen fingen etwa 5 Minuten früher an und nach 10 Minuten fiel das erste Tor. Das Spiel war ganz ordentlich und Döllnitz erhöhte auf 2:0 nach 27 Minuten. Gerade einmal 2 Minuten später hämmerte ein Döllnitzer den Ball mit einem Freistoß zum 3:0 unter die Latte. Das 4:0 fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff.
Leider stürzte das Niveau der Begegnung nach der Pause deutlich ab. Auch der Schiedsrichter nervte jetzt teilweise mit kleinlichem Gepfeife. Das zur gelben Karte führende Foul war jedenfalls nicht der Rede wert. Die Chancenverwertung der Döllnitzer war grauenhaft. Grauenhaft war auch die Spielweise der Gäste, die sich immer wieder den Ball erkämpften um ihn dann dem Gegner auf Strafraumhöhe in die Beine zu Spielen. Chancen hatten die Schafstädter jedenfalls beinahe Keine. Für einen Tabellenvorletzten auch nicht weiter verwunderlich. 4:0 der Endstand. Steigerungsfähig, was die Jungs da zeigten, aber deutlich besser als z.B. das vorletzte A-Jugendspiel was ich sah.
Statistik:
Ground Nr. 309 (kein neuer Ground; diese Saison: 79 neue)
Sportveranstaltung Nr. 804 (diese Saison: 171)
Tageskilometer: 25 Fahrrad
Saisonkilometer: 23.750 (12.810 Auto/ 4.070 Fahrrad/ 4.010 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 146

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090515DOELLNITZ%204-0%20Schafstaedt-Delitz-Dornstedt%20C/

Sonntag, 2. November 2008

WE118III: Oppin - Dornstedt; probably the best Kreisklasse match I ever watched

VSG Oppin 5:1 SG Dornstedt
Sunday, 2nd November 2008 - kick-off time 14.00
1. Kreisklasse (11th level, 7th amateur division)
Result: 5:1 after 91 min. (45/46) - Halftime 1:0
Goals: 1:0 45th, 2:0 47th, 3:0 60th, 3:1 65th, 4:1 70th, 5:1 80th
Bookings: 1 yellow card (Oppin)
Sent-offs: none
Ground: Sportplatz Oppin (cap. 1,070; 70 seated)
Attendance: 50 (2 away fans)
Match quality: 7.5/10 (good, partially even very good)

Before the Match:
The weather was still the same shit as the day before but we took our bikes once again. By the way I can anticipate that the next bike tour will take place next Sunday, because we will rent a car on Friday and Saturday.
It took us one and a half hour to arrive in Oppin that is situated few kilometres north-east of Halle.

The Match:
The ground was muddy and wet but the players showed an excellent performance in comparison to other Kreisklasse matches. Especially Oppin did everything to score a goal. There were scoring chances and actions in the penalty area of Dornstedt over and over. Unbelievable, that it took Oppin 45 minutes to score for the first time.
We were still in the pub when Oppin scored their second goal after just two minutes were played in the second half. But few minutes after we went back out on the ground, Oppin scored for the third time.
Dornstedt became better and had more chances and dangerous standard situations. Consequently they scored one goal on their own by hammering the ball into the net after a corner kick. But it ought to be their only goal that day, while Oppin added two further goals to their tally.
All in all, the match was the best Kreisklasse match I can remember, because there was so much action in front of the goals.

Entrance and Attendance, Catering and Referee:
The usual high priced Saalkreis entrance: 1.50€ and the usual few visitors: 50.
Moreover, the catering was better than usual and the referee average with few shortcomings.

Afterwards:
The weather was shitty now for two days…

Statistics:
Ground No. 261 (new ground; this season: 31)
Sporting event No. 692 (this season: 59)
Kilometres that day: 65 (bike)
Km this season: 8,260 (4,810 car; 1,760 train; 1,690 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 101!
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 118

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081102%20VSG%20Oppin%205-1%20SG%20Dornstedt/