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Dienstag, 3. Juni 2014

W409II: Wieder mal ein 2-2 für die Alten Herren

SV Beuna 1916 AH ......................................................... 2
TSV Leuna 1919 AH ...................................................... 2
- Datum: Freitag, 30. Mai 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 2-2 nach 71 Min. (36/35) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 15. Ingo Witzel, 1-1 18. Nr. 15, 1-2 39. Ingo Witzel, 2-2 51. Nr. 5
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Glück-Auf-Kampfbahn (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Schwache erste, ordentliche zweite Hälfte)  
Photos with English Commentary:
Veterans’ Friendly Match: SV Beuna v TSV Leuna 2-2

Leunas Alte Herren traten heute in Beuna an. Beide Teams waren nicht in Bestbesetzung aufgelaufen und lieferten erwartungsgemäß ein eher unattraktives Match ab. Nach einer Viertelstunde gelang es Leuna dann durch Ingo Witzels sehenswerte Volleyabnahme 0:1 in Führung zu gehen. Kurz darauf landete ein verdeckter Schuss zum Ausgleich im Eck.

In der zweiten Halbzeit machte Leuna mehr Druck, ging auch erneut in Führung (Ingo Witzel mit Innenpfosten), doch ließ Beuna wieder ins Spiel kommen. Beuna vergab mehrere Großchancen und kam mit einer Direktabnahme zum 2:2 Ausgleich. Leuna hatte zwar auch noch einige Gelegenheiten um den Sieg klar zu machen, aber das Unentschieden in diesem allenfalls mittelmäßigen und von einem sehr jungen Schiedsrichter gut geleiteten Spiel war leistungsgerecht und geht so in Ordnung.  
Statistik:
- Grounds: 1.120 (heute 0 neue; diese Saison: 149 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.062 (heute 1; diese Saison: 206)
- Tageskilometer: 20 (20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 59.270 (57.280 Auto/ 1.810 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 409

Freitag, 23. August 2013

W369III: Erst solide Schirileistung und schlechte Spielerleistung, dann wurden die Spieler besser und der Schiri drehte hohl...

SV Merseburg-Meuschau C ------------------------------- 1
SV Eintracht Gröbers C ------------------------------------ 6
- Datum: Donnerstag, 22. August 2013 – Anstoß: 17.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel C-Junioren (beide Saalekreisklasse der C-Jugend, 4. und unterste U15-Liga)
- Ergebnis: 1-6 nach 68 Min. (35/33) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 28. (9), 0-2 43. (14), 1-2 53. (15, „Foul“elfmeter), 1-3 55. (6, „Hand“elfmeter), 1-4 58. (6), 1-5 64. (11), 1-6 67. (14)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Kanal (Kap. 1.100 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Grauenhafte erste Hälfte, dank Gröbers aber sehr ansehnliche zweite Halbzeit) DSC03951 SV Merseburg-Meuschau v Eintracht Gröbers (Under-15) Photos with English Commentary:
SV Meuschau v Eintracht Gröbers Under-15 Friendly Match

Kaum aus Staßfurt zurück gab es am Abend noch die Möglichkeit ein Freundschaftsspiel der Meuschauer C-Jugend zu sehen. Der Gegner aus Gröbers war nicht ganz so unfähig, die Umstellung von Klein- auf Großfeld zu bewältigen. So wurde nach 25 wirklich grauenvollen Spielminuten in denen nur kopflos in langsamem Tempo zwischen den Strafräumen herumgebolzt wurde, das Spiel langsam aber sicher besser. Gröbers traf erst einmal die Latte und vergab zwei weitere gute Chancen knapp, ehe sie endlich aus Nahdistanz die überforderte Meuschauer Abwehr ausspielten und zum 0:1 einnetzten.

In der zweiten Hälfte passierte dann richtig was auf dem Platz. Nach dem locker heraus gespielten 0:2 drehte der Schiri hohl. Der Meuschauer Offizielle pfiff mehrfach zu Unrecht Abseits gegen Gröbers, ließ dann aber auf beiden Seiten laufen, pfiff lächerliche Berührungen als Fouls gegen Gröbers und ließ auf der anderen Seite laufen und gab als „Highlight“ einen Elfer für seine Meuschauer, nachdem der Gästetorwart den Ball sicher hatte und ein SVM-Stürmer über ihn drüber fällt. Der haltbare Schuss landete im Tor, doch gleich darauf bekam Gröbers einen fast genauso lächerlichen Handelfmeter zugesprochen, den sie in den Winkel zimmerten. Die völlig überforderte Meuschau-Abwehr wurde noch drei weitere Mal auseinander genommen, sodass mit 1:6 ein halbwegs angemessenes Ergebnis erzielt wurde.

Bei Meuschau ist noch sehr sehr viel Luft nach oben, bei Gröbers zumindest einiger Steigerungsbedarf. Die Gröberser machten das Spiel wenigstens noch halbwegs ansehnlich. DSC03970 SV Merseburg-Meuschau v Eintracht Gröbers (Under-15) Statistik:
- Grounds: 992 (heute 0 neue; diese Saison: 21 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.880 (heute 1, diese Saison: 24)
- Tageskilometer: 130 (120km Auto, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 5.200 (4.620 Auto/ 580 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 152 [letzte Serie: 6, Rekordserie: diese; davor 141, 106 und 101]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 369

Samstag, 24. November 2012

W330III: Zweistellig in Meuschau, Fußball vor Bergehalden in Mansfeld und Erwartungsgemäßes Ergebnis beim Volleyball

SV Merseburg-Meuschau E ------------------------------ 10
TSV Leuna 1919 E ------------------------------------------- 1
Datum: Samstag, 24. November 2012 – Anstoß: 10.00
Wettbewerb: Kreisklasse Saalekreis, E-Junioren/ Staffel 1 (Liga der 8-10jährigen)
Ergebnis: 10-1 nach 51 Min. (25/26) – Halbzeit: 4-1
Freundschafts-Neunmeterschießen: ausgefallen Tore: 1-0 12. (5), 2-0 16. (2), 3-0 17. (7), 4-0 21. (8?), 4-1 24. (10), 5-1 33. (8), 6-1 39. (8), 7-1 45. (3), 8-1 46. (7), 9-1 48. (3), 10-1 49. (10)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz am Kanal (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Wirklich gutes Jugendspiel mit enorm vielen Torszenen, die leider aber sehr ungleich verteilt waren)

SG Mansfelder Grund (Kreisfeld/ Hergisdorf) ----------- 1
SSV 1882 Klostermansfeld/ Mansfelder SV Eisleben II - 1
Datum: Samstag, 24. November 2012 – Anstoß: 14.10
Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, Nordost (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1-1 nach 88 Min. (43/45) – Halbzeit: 0-0
Tore: 1-0 65. Maik Hahn, 1-1 84. Andreas Heise
Verwarnungen: Ronny Weichselbaumer, Sven Gräbe (Mansfelder Grund); Felix Beck, Joerg Sommereisen, Thomas Retting (K’mansfeld/ El.)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz an der Halde, Kreisfeld (Kap. 1.400 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 75 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Mehr Fouls als Torszenen - zwar kein gutes Spiel, aber auch nicht langweilig)

Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna) ------------- 0
SC Charlottenburg/ Berliner „Recycling Volleys” ---- 3
Datum: Samstag, 24. November 2012 – Anstoß: 19.30
Wettbewerb: 1. Volleyballbundesliga (Halbprofiliga)
Ergebnis: 0-3 nach 76 Min.
Satzergebnisse: 21:25, 19:25, 21:25
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.700 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 600 (Offizielle Angabe: 780, darunter Müllmänner: ca. 40)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Nach hervorragendem ersten Satz einfach nur noch langweilig)
IMG_4519 Photos with English Commentary:
1.) Under-11 Football: Merseburg-Meuschau defeat Leuna 

Da Turbine Halles B-Jugend sich wohl vor der geballten Sturmkraft der Spielgemeinschaft Bad Dürrenberg/ Leuna in die Hose schiss, wurde die Partie in Halle kurzfristig auf den März verlegt. Um trotzdem einer Leunaer Jugend einen Besuch abstatten zu können, ging es zur E-Jugend, die in Meuschau antrat. Der Gastgeber hat erst eine Niederlage auf dem Konto – unser TSV erst einen Punkt.

Entsprechend einseitig wurde die Partie vom Tabellenzweiten SV Meuschau bestimmt, wobei man schon vorab hervorheben muss, wie stark Leuna dagegen hielt. Eine Durchhängephase, in der Meuschau die ersten vier Tore erzielen konnte, wurde schnell mit einem eigenen Treffer beantwortet. Erst in den letzten fünf Minuten war die Luft draußen, als Leuna vier Tore kassierte und nur einen Angriff aufs gegnerische Tor brachte. Die geringe Anzahl der Angriffe des TSV war ohnehin das Problem: Wenn kaum Entlastung kommt, muss halt auch ein guter Torhüter regelmäßig hinter sich greifen. Besonders Mitte der ersten und zu Beginn und Ende der zweiten Halbzeit gab es selbst über die beiden jungen aber schon relativ erfahrenen Kevin und Yasin sowie den sehr engagiert spielenden 10er kaum Entlastung.

Insgesamt gesehen war dieses Spiel allerdings das Beste der drei Spiele der E-Jugend, das ich bisher gesehen habe. Die Niederlage fiel so hoch aus, da Meuschau einfach so gut, da erfahrener und damit technisch besser und oft auch körperlich stärker ist. Wirklich gut war auch der Schiri, der Kleinigkeiten angemessen laufen ließ und für gröbere Mängel gute Entscheidungen traf: So ließ er einen falschen Leunaer Einwurf einfach mal wiederholen und zum ersten Mal habe ich auch die Regelung, die besagt, dass wenn ein Ball aus dem Spielfeld gerollt wäre, aber durch ein Hindernis (hier ein Torpfosten des Großfeldtores) aufgehalten wird, abgepfiffen wird und auf Schiedsrichterball auf Höhe des Hindernisses (auszuführen ca. 3m im Spielfeld oder so) entschieden wird, angewendet gesehen. Was ich allerdings nicht verstanden habe, ist warum kein Neunmeterschießen gemacht wurde. Meuschau hat vier oder sechs Kleinfeldtore und zwei Großfeldfußballplätze: wenn ein Spiel wie hier direkt im Anschluss angepfiffen werden soll – wo ist da das Problem, einfach mal auf den Nebenplatz zu gehen oder auf dem anderen Teil des Hauptfeldes ein drittes Tor fürs Neunmeterschießen aufzustellen?! Das war das erste Mal in den 16 Jahren, in denen ich mit Jugendfußball im Saalekreis zu tun habe, dass diese schöne Tradition des Neunmeterschießens nicht gemacht wurde! IMG_4530 Wie auch immer. Zählen tun natürlich nur die 10:1 Tore und 3:0 Punkte. Und nun wechselten wir vom Fahrrad aufs Auto. Denn Kreisfeld, in der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund (bei Eisleben gelegen) war uns dann doch zu weit mit dem Rad. Aber der Platz lohnt sich so, dass man ihn zur Not ruhig zu Fuß aufsuchen sollte. Die Spielgemeinschaft des SV Germania Hergisdorf und des SV Eintracht Kreisfeld kickt wie im benachbarten Wimmelburg – nur nicht ganz so schön wie dort mit den Sitzbänken auf der Abraumhalde – auf einem von Bergehalden umgebenen, engen Rasenplatz. Grau und schwarz erheben sich auf zwei Seiten des Spielfeldes hohe Halden und auch hinter den anderen beiden Seiten sind Halden in Sichtweite. Auf dem hohen Graswall auf der Hauptseite des ausbautenlosen Platzes führt die steile Straße vorbei. Der Ort um den Platz herum sieht wie viele Orte im Mansfelder Land ziemlich heruntergekommen aus.

Spielerisch bekam man für die 2€ Eintritt den üblichen Mansfelder Mist geboten: Langweilig war es ja nicht, aber Torszenen waren vor allem von der Gastmannschaft, einer Spielgemeinschaft aus SSV 1882 Klostermansfeld und Mansfelder SV Eisleben II, Mangelware. Die Heimelf war da bemühter und ging nach 65 Minuten auch endlich in Führung. Nach diesem Treffer nahm die Foulquote noch mehr zu. Aber wäre das Spiel fairer gewesen, wären die spielerischen Schwächen noch mehr zu Tage getreten. Ärgerlich war dann, dass Klostermansfeld/ Eisleben, nach dem sie einen (vom Namen her übrigens iranischen) Gegenspieler durch klassisches Reinholzen verletzten, noch zum Ausgleich kam. Das war sehr dürftig, wie sei bei einer in der Tabelle hinter ihnen stehenden Mannschaft diesen einen lächerlichen Punkt erreichten. Heute war aber v.a. mal wieder typisch, wie sich bei diesem Spielbesuch der herrlich gelegene Platz als viel lohnender als das Spiel selbst präsentierte. Leider ist das in MSH fast immer der Fall – aber zu Glück sind von den etwa 60 Sportplätzen und Stadien auch nur höchstens 20 sehenswert - was aber auch schon eine gute Quote ist! - sodass man sich nicht zu oft genötigt sieht, in diesen westlich an den Saalekreis angrenzenden Landkreis zu fahren… IMG_4579 Wieder zurück in Merseburg und noch mal aufs Rad: ich musste ja auch mal in der Saison zu einem Heimspiel der Chemie Volleys. Nach deren souveränem 3:0 Sieg in Dresden – der Begriff „Mitteldeutschland“ fand im Spielbericht schon als obszöne Persiflage Verwendung; also wenn Ostdeutschland Schlesien, Pommern und Sudetenland ist, dann ist ein „Mitteldeutsches Derby“ natürlich auch mal ein Handballspiel zwischen Chemnitz und Cottbus oder gar Aue und Görlitz… - doch nun spielte der 6. gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, die Müllabfuhr Berlin. Und die Jungs fegten mal kräftig mit der Kehrmaschine übers Parkett.

In einem hervorragenden ersten Satz zeigten beide Seiten tolles Volleyball: bei einer sehr geringen Fehlerquote wurden hohe Dynamik und starke Ballwechsel geboten. Berlin bewies seine Klasse mit einem Vier-Punkte-Satzgewinn, während der Gastgeber aus dem Leunaer Ortsteil viel Kampfgeist und Konzentration im Spiel zeigte. Doch leider war der zweite Satz dann, bei allen guten Einlagen der Gäste und einzelnen Höhepunkte der Heimseite, reichlich zerfahren. Und so langsam war auch jedem Tagträumer klar, wer dieses Spiel wie hoch gewinnen würde. Es wurde einfach langweilig, wie der Gast aus Berlin dem Kampfgeist und dem Willen dagegen zu halten der CVM den Riegel vorschob. Den Drei-Satz-Sieg hatte jeder erwartet und er trat auch ein. Aber immerhin wurde von beiden Seiten über weite Strecken gutes bis sehr gutes Volleyball geboten, sodass es nicht unansehnlich war. IMG_4636 Statistik:
Grounds: 826 (heute 1 neuer; diese Saison: 58 neue)
Sportveranstaltungen: 1.663 (heute 3, diese Saison: 86)
Tageskilometer: 140 (110 Auto, 30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 20.150 (18.720 Auto/ 1.350 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 330

Donnerstag, 2. August 2012

W314III: Total beschissenes Testspiel; Viel zu hoher Eintritt, schlechter Gegner aber trotzdem verloren und unberechtigter Platzverweis vom schlechten Schiri

TSV Leuna 1919 1:4 SV Merseburg 99
Datum: Donnerstag, 2. August 2012 – Anstoß: 18.40
Wettbewerb: Testspiel Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Liga, 2. Amateurliga/ Aufsteiger aus Landesklasse Staffel 6)
Ergebnis: 1-4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-1
Tore: 0-1 43. Schwerdtfeger, 1-1 57. Nino Hammerschmidt, 1-2 68. Mimic, 1-3 71. Fiebiger, 1-4 84. Mimic
Vergebener Elfmeter: 30. Fiebiger, SV99 ballert übers Tor Verwarnungen: Ronny Wenzel, TSV
Platzverweise: Niki Lorber, TSV (Rempler, der als „Tätlichkeit“ ausgelegt wurde)
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: mind. 100 (davon mind. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Fürchterlich stümperhaftes Gekicke: Beide Mannschaften waren einfach völlig überspielt, was bei zwei Spielen innerhalb von 2 bzw. 3 Tagen auch kein Wunder ist)
IMG_4863 Photos with English Commentary:

Ich dachte, ich sehe nicht richtig, als ich an die Kasse zum Stadion des Friedens ging. Weder Anja noch ich bekamen Ermäßigung – auch nicht auf Nachfragen, wie im Zweifel in der Vorsaison – sondern mussten 3€ bezahlen. 3€! Einzige Ermäßigungsberechtigte: Mitglieder (1€). Wenn es nicht wieder – wie in vergangenen Spielzeiten auch – Ermäßigungen für Studenten gibt, werde ich nie wieder zu einem Heimspiel einer der Männermannschaften gehen, sondern nur zu den Jugend- und Altherrenheimspielen und natürlich den Auswärtsspielen der Männer, wo der Eintritt bisher immer niedriger lag! Da ich nicht nur für die wenigen Studenten unter den TSV-Fans sprechen will, habe ich schon folgenden Vorschlag unterbreitet: 3,50€ Grund-Eintritt,
1,50€ oder 2,00€ Studenten; Schüler, Kinder & Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr; Rentner, Schwerbeschädigte, Hartz IV-Empfänger (Und v.a. bei Gästefans ruhig streng die Nachweise verlangen!)
1,00€ Vereinsmitglieder

Das Spiel bedarf keiner langen Ausführungen: Ganz grauenhafte Chancenverwertungen der in der ersten Hälfte klar besseren aber alles andere als starken Gäste – aber nur ein billiger Treffer, da zum x-ten Mal die Abwehr des TSV zu langsam war. 99 überzeugte überhaupt nicht – selbst ihr Trainer Rumpelstilzchen Sachse lief nicht annähernd zu Höchstform auf.

Nach der Pause baute Merseburg leicht ab und der Schiedsrichter kam gar nicht mehr klar: Nach starker erster Hälfte, übersah er aus 10m Entfernung ein klares Beinstellen des 3ers vom SV99, Niki Lorber rempelt ihn leicht mit der Schulter an, der 3er lässt sich theatralisch fallen und der Schiri zieht Rot. Der muss genauso einen Knick in der Optik gehabt haben, wie der komische 99-Fan links neben mir, der einen Kopfstoß gesehen haben wollte. Bei dem ist aber wohl auch der Kopf an der Brust und der Arsch am Hals...

Trotz Unterzahl glich Leuna schnell aus: Nino Hammerschmidt mit einem schönen direkten Freistoß, der allerdings nur rein ging, weil der Torwart des SV99 heute auch nicht so auf der Höhe war wie in den Spielen zuvor. Mit 10 gegen 12 lässt sich aber schlecht gewinnen, zumal Merseburg auch erwartungsgemäß die offensivstärkere Truppe war. 1:4 am Ende, wobei das letzte Tor sogar bei 9 gegen 12 fiel: Nino brauchte ein Hello-Kitty-Pflaster am Ellbogen, der Schiri ließ ihn absichtlich nicht wieder rein, ehe Leuna das Tor kassiert hatte.

Richtiger Scheißabend also heute! Da ich aber davon ausgehe, dass auf meine Vorschläge zu den Eintrittspreisen eingegangen wird (schließlich habe ich bei einem anderen Verein schon dafür gesorgt, dass ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis im Sportlerheim eingekehrt ist) und ich weiß, dass Leuna sowie 99 hier außergewöhnlich schwache Partien aufgrund der so hohen Anzahl von Testspielen ablieferten und beide Mannschaften sonst besser spielen, kann man diesen Fußballabend nur als Ausrutscher bezeichnen. Nur bei der Leistung des Schiris bin ich mir nicht so sicher, ob es sich hier um einen Ausrutscher handelte: In der ersten Hälfte absolut korrekt und in der zweiten Hälfte völlig einseitig für 99 gepfiffen. Der war wohl nicht ganz sauber, zumal die dünne Personaldecke durch seine völlig abstruse rote Karte gegen Niki (der neutral zuschauende Schiri hinter mir ärgerte sich auch über diese und andere Entscheidungen seines Kollegen) noch mehr angekratzt wird.

Also: Bis zu den nächsten Auswärtsspielen und Altherren- sowie Jugendwettbewerben! Es sei denn die oben vorgeschlagenen Eintrittspreise werden schnell umgesetzt – dann geht’s auch wieder zu Männerheimspielen!
IMG_4841 Statistik:
Grounds: 769 (heute kein neuer; diese Saison: 1 neuer)
Sportveranstaltungen: 1.580 (heute 1, diese Saison: 3)
Tageskilometer: 30 (30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 140 (100 Auto/ 40 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 118
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 314

Donnerstag, 26. Juli 2012

W313III: Gegnerbeobachtung – Beuna geht gegen Merseburg unter

SV 1916 Beuna 1:8 SV Merseburg 1899
Datum: Donnerstag, 26. Juli 2012 – Beginn: 18.30
Wettbewerb: Testspiel Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga/ Aufsteiger aus Kreisoberliga Saalekreis) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Liga, 2. Amateurliga/ Aufsteiger aus Landesklasse St. 6)
Ergebnis: 1-8 nach 89 Min. (46/43) – Halbzeit: 1-3
Tore: 1-0 15. (8), 1-1 32. (9), 1-2 38. (3, Foulelfmeter), 1-3 45. (11), 1-4 46. (9), 1-5 56. (8), 1-6 62. (10), 1-7 66. (6), 1-8 77. (3)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Austragungsort: Kampfbahn Glück Auf (Kap. 1.200 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 15 Gästefans und ca. 15 Neutrale)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Überraschend einseitig: Beuna völlig unfähig, aber 99 nutzte die freie Bahn für schönen Fußball aus)
IMG_4310 Photos with English Commentary:

Nach der Rückkehr aus Staßfurt stand ein bisschen Gegnerbeobachtung auf dem Programm. In dieser Saison wird TSV Leuna unter anderem auch gegen den SV Beuna antreten, der an diesem Donnerstagabend gegen Merseburg 99 spielte. Ein erster Unterschied zum TSV war schon beim Betreten der Glückauf-Kampfbahn zu bemerken: Die 99-Fans tobten da zwar in ihrer üblichen affigen Manier übertrieben herum, im Prinzip hatten sie aber Recht; 2€ Eintritt für ein Vorbereitungsspiel zweier Randmerseburger Teams müssen echt nicht sein – beim TSV wäre unter der Woche nichts eingefordert worden.

Zwei Aufsteiger gegeneinander, da sollte man meinen, dass es sich um ein ausgeglichenes Spiel mit Vorteilen für den höherklassigen Gast handeln dürfte. Doch nach der seltsamen Anfangsphase, in der Merseburg völlig überlegen war und Beuna aber eine Kopfballrückgabe, die zur Kerze im eigenen Strafraum verunglückte, zum völlig überraschenden 1:0 über die Linie köpfte, entwickelte sich langsam dieses zu erwartende Spiel: Beuna kam zu ein paar Torchancen, Merseburg hatte einige mehr und konnte diese dann auch nutzen. Ein klarer Elfmeter und ein klasse Abstauber unter die Latte waren zwei der drei Treffer in Hälfte eins.

In Hälfte zwei kam dann von Beuna erschreckenderweise gar nichts mehr und Merseburg spielte die offensichtlich nur aus einem Torwart und zehn Mittelfeldspielern bestehende Beunaer Elf – jedenfalls zeigte hinten niemand Abwehrverhalten und nach vorne lief gar nichts, das nach Sturm aussah – lässig gegen die Wand. 1:8 war noch ein recht gemäßigtes Ergebnis bei diesen zweiten 45 Minuten – eigentlich hätte es zweistellig werden müssen.

Fazit: Ein paar Aussetzer leistete sich die 99-Abwehr zwar schon und der Sturm war vor allem deshalb so gut, da sie ohne Ende Raum hatten, aber bei so einem starken Auftritt habe ich keine Sorge, dass Merseburg auch gegen einen stärkeren Gegner, also gegen eine richtige Landesliga-Truppe, besteht. Beuna hingegen schien in keinster Weise landesklassetauglich: Kein Sturm, keine Abwehr – das reicht nicht für die dritte Amateurliga.
IMG_4349 Statistik:
Grounds: 765 (heute kein neuer; diese Saison: 170 neue)
Sportveranstaltungen: 1.573 (heute 1, diese Saison: 259)
Tageskilometer: 130 (110 Auto, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 63.360 (33.470 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.620 Fahrrad/ 3.130 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 111
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 313

Freitag, 18. Mai 2012

W303III: Marios Hattrick holt’s noch raus!

TSV Leuna 1919 AH 3:2 SV Beuna 1916 AH
Datum: Freitag, 18. Mai 2012 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 3-2 nach 70 Min. (40/30) – Halbzeit: 1-1
Tore: 1-0 12. Mario Melchior, 1-1 37. Nr. 12, 1-2 46. Nr. 12, 2-2 50. Mario Melchior, 3-2 53. Mario Melchior
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (Gästefans: keine)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Sehr fehlerbehaftetes und laufarmes Spiel, aber viele Torszenen)
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Photos with English Commentary:

Diesmal spielten die Alten Herren wieder im Stadion des Friedens. Heute war der SV Beuna zugast. Bis zum 1-0 waren sie die gleichwertige Mannschaft. Als Mario Melchior sein erstes Tor erzielte indem er den Gästetorwart umkurvte und halbhoch einschoss, begann die starke Phase der Beunaer. So gut wie keine Angriffe von Leuna, doch im Minutentakt Chancen für den SV Beuna. Der Gast kam andauernd durch die Abwehr der Heimmannschaft, doch spätestens am eigenen Unvermögen beim Schuss oder am sicheren Schlussmann Thomas Hähnel scheiterten alle Angriffe bis in die Nachspielzeit hinein. Dann fiel der Ausgleich nach freiem Schuss aufs kurze Eck.

Nach der Pause ging Beuna sogar in Führung – ebenfalls ein Schuss aus Nahdistanz und vom selben Schützen abgefeuert. Doch Leuna riss sich nun zusammen, verhinderte Angriffsbemühungen der Gäste erfolgreich und spielte immer wieder den einzigen Stürmer, Mario Melchior, frei. Der kam noch zwei Mal frei zum Schuss und drehte das Spiel zum 3:2 für den TSV 1919! In der ersten Halbzeit war das zwar die konfuseste Leistung der Leuna-Altherren, die ich je gesehen habe – im zweiten Spielabschnitt fingen sie jedoch nach 10 Minuten zu überzeugen an.
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Statistik:
Grounds: 731 (heute kein neuer; diese Saison: 137 neue)
Sportveranstaltungen: 1.520 (heute 1, diese Saison: 206)
Tageskilometer: 10 (10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 56.000 (27.300 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.010 Bahn, Bus, Tram/ 2.550 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 303

Sonntag, 27. November 2011

W278II: Klarer Sieg für junge Lokspieler und noch klarerer Sieg für die Leunaer Handballer – dazwischen ein weniger sehenswertes Spiel im Pferdezüchterdorf

SV Schleußig 1990 D 2:8 1. FC Lokomotive Leipzig D
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: D-Junioren Bezirksliga Sachsen Nord (1. Liga der 10-12jährigen)
Ergebnis: 2:8 nach 61 Min. (30/31) – Halbzeit: 0:3
Tore: 0-1 ?, 0-2 ?, 0-3 24. (11), 0-4 35. (5), 0-5 37. (10), 0-6 44. (9), 0-7 52. (9), 0-8 57. (10), 1-8 58. (Eigentor), 2-8 61. (7)
Verwarnungen: 1x Lok (6)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Nonnenwiese (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und sehenswertes, wenn auch 56 Minuten lang extrem einseitiges Jugendspiel)

SG Könderitz-Etzoldshain 1948 1:2 Droyßiger SG
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Kreisliga Burgenland, Staffel 3 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 98 Min. (49/49) – Halbzeit: 1:2
Tore: 0-1 23. (22), 0-2 27. (11?), 1-2 39. (3)
Verwarnungen: 1x Könderitz (2)
Platzverweise: 45. Könderitz (7) wegen angeblicher Tätlichkeit
Spielort: Sportplatz Könderitz (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ganz lahmer Beginn, danach einige gute Szenen, aber gut war das Spiel nie)

TSV Großkorbetha 16:35 TSV Leuna 1919
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anwurf: 17.00
Wettbewerb: Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (8. Spielklasse, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 16:35 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 9:17
Tore: (?) (Korbetha); 6x Dry, 6x Sven, 6x Schmidtn, 5x Frank, 4x Nr. 22, 3x Fünfer, 2x Schnaussn, 2x Rudi, 1x Nr. 15 (Leuna)
Gelbe Karten: (4), (15), (??) (Korbetha); Frank, Sven, Holchi (Leuna)
Zeitstrafen: 2x (6), 2x (9), (3), (4) (Korbetha = 12 Minuten); Holchi, Sven, Nr. 15, Rudi (Leuna = 8 Minuten)
Disqualifikationen: 47. (6) Korbetha, wegen Torwurfverhinderndem Foul als letzter Mann
Spielort: Werner-Giersch-Sporthalle (Kap. 210 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Extrem einseitiges Spiel mit überragender Leunaer Mannschaft)
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Photos and English Version:

Die heutige Tour begannen wir drei in Leipzig, wo auf der in einem Waldstück eng von Bäumen umstandenen, aber highlightlosen Nonnenwiese ein D-Junioren Spiel stattfand. Die Schleußiger D-Jugend ist trotz immerhin 8 Punkten auf einem Abstiegsplatz, während Lok zusammen mit Tabellenführer SG Leutzsch, Red Bull/ RasenBall/ Rote Hornochsen und dem FC Eilenburg die vier Teams umfassende Spitzengruppe bildet. Da der Alte zu lange beim Frühstück brauchte, kamen wir erst nach 10 Spielminuten auf der Nonnenwiese an. Der Favorit führte bereits 0:2.

Die Angriffe der jungen Lokspieler waren gefährlich wie auch sehenswert, wobei bis zur Pause nur noch ein weiterer, geschickt heraus gespielter Ball im Tor landete. Unablässig gingen die blau gekleideten Gäste in Hälfte zwei nach vorne. Das sichere und hochklassige Kombinationsspiel führte zu fünf weiteren Toren. Erst in den letzten fünf Minuten ließ Lok nach. Da konnte Schleußig auch ihre einzigen Offensivaktionen zeigen. Erst provozierten sie ein Eigentor, dann spielten sie einen zweiten Treffer heraus. Dazwischen verschoss Lok noch einen umstrittenen Neunmeter kläglich. Aber alles in allem sprach schon allein das Ergebnis von 2:8 für sich. Lok ist eine Klasse besser als Schleußig, so gut Schleußig auch spielt!
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Wir fuhren dann in den Burgenlandkreis weiter, wo wir in Könderitz für maßlose 2€ ein Spiel der Kreisliga Zeitz (ich muss mal wieder darauf hinweisen: in der Kreisliga Naumburg kostet es meistens 1,50€ oder nur 1€, die Spiele sind aber durchweg besser!) sahen. Könderitz ist ein wenig attraktives Kaff, das in seiner altslawischen Namensbedeutung „Dorf der Pferdezüchter“ heißt. Das Nachbardorf Etzoldshain hat wenigstens eine Burgruine als kleine Sehenswürdigkeit zu bieten: allerdings ist nur der Bergfried mittelalterlich und aufgrund der Einsturzgefahr der ganzen Anlage (die Gräben und die Flussauenlage lassen auf eine Wasserburg schließen) ist diese auch mit Zäunen abgesperrt. Die sind aber auf der Ostseite auch alles andere als unüberwindbar...

In Könderitz ist wie gesagt nichts Sehenswertes zu finden, aber wer Pferde mag wird einige von den Viechern dort angucken können. Hinter den von einigen Bäumen flankierten, aber wenig ansehnlichen Fußballplätzen, befindet sich auch eine Reitsportanlage. In der Fußballkreisliga sind Könderitz als 4. und Droyßig als 5. noch voll im Aufstiegsrennen mit Kretzschau, VfB Zeitz und Grana dabei. Nach Spitzenspiel sah das auch in sofern heute aus, als dass es eine ewig lange Abtastphase gab. Zwei Schüsse von Könderitz und einer von Droyßig in 22 Minuten – dann gab es plötzlich mal Action vor dem Könderitzer Kasten: der Torwart (wohl Ersatzmann) etwas desorientiert, ein Droyßiger schießt aus zwei Metern den Ball aufs leere Tor, doch trifft nur die Latte, wohingegen ein Mitspieler den Abpraller sicher verwertet. Das 0:2 kurz darauf war ein haltbarer Freistoß aus über 20 Metern aufs kurze Eck. Ein richtig schöner Treffer gelang den Hausherren noch vor dem Pausenpfiff mit einer schönen Bogenlampe aus 25m über den Torwart unter die Latte. Auch noch vor der Pause wurde es hitziger: ein Könderitzer wurde vor dem eigenen Strafraum gefoult, woraufhin er den Droyßiger umschubst. Der schwache Schiedsrichter zeigt – bestärkt vom noch schwächeren Linienrichtergespann – die völlig schwachsinnige rote Karte. Eine Gelbe war es schon, aber dass es hier Rot gab war absolut lächerlich. Das passt aber mal wieder in das Bild der Schiedsrichter, die vom in den letzten Wochen dank Schmierblättern wie der MZ und vielen anderen drittklassigen Zeitungen sowie Organen wie dem DFB und Kreisverbänden, in denen zu viele mediengeile Schwachköpfe sitzen, enorm befeuerten Aktionismus geleitet, möglichst spektakuläre Entscheidungen treffen wollen. Aber solche Schwachsinnsentscheidungen und die in den Blickpunkt gerückten Unsportlichkeiten wie Tätlichkeiten gegen den Unparteiischen haben vor allem eines gemeinsam: es gab sie schon immer und wird sie auch immer geben – und immer wieder wird fälschlich behauptet, dass ihre Häufigkeit „dramatisch gestiegen“ sei...

In der zweiten Hälfte stieg nur die Personalnot der Könderitzer dramatisch, denn ein Spieler musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Er war rücksichtslos in einen Zweikampf hineingegrätscht, der von einem ohnehin ziemlich aggressiv spielenden Droyßiger ebenso rücksichtslos geführt wurde. Dem Könderitzer wurde in diesem Zweikampf das Schienbein gebrochen. Unschuldig war er natürlich nicht an der Sache,doch dass er sich darüber aufregte und Gegenspieler beschimpfte ist völlig natürlich – da kann man auch von einem Droyßiger Dorfdepp erwarten, dass da nicht noch Beschimpfungen zurückkommen, wie von den beiden unintelligenten Spielern, die sich da noch mächtig beliebt machten. Stoff für die randelegeile Lokalpresse lieferten sie aber nicht, da nach der schweren Verletzung trotz der unsicheren Leistung des Schiedsrichtergespanns, bei der vor allem wieder auffiel, dass die Linienrichter auf Kreisebene überflüssig wie ein Kropf sind (oder eher wie zwei Kröpfe – bei zwei Fahnenwinkern), keine Aggressionen mehr so aufkamen. Ein weiteres Tor fiel leider auch nicht mehr: der eine unmögliche Stürmer der DSG traf noch nicht einmal das halbleere Tor, nachdem er den Torwart vorm Strafraum umspielt hatte. Und Könderitz schoss einmal handbreit über die Querlatte.
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Wir kamen noch rechtzeitig im Weißenfelser Ortsteil Großkorbetha an, wo in der Walter-Giersch-Sporthalle ein interessantes Bezirksklassehandballspiel mit Leunaer Beteiligung stattfand. Mit nur einem Sieg ist Großkorbetha Vorletzter, während Leuna mit einer ausgeglichenen Bilanz im Mittelfeld rangiert. Das Problem waren beim TSV bisher die Auswärtsspiele, die beide verloren gingen. Diesmal sollte es anders werden. Die ersten 20 Minuten wurde gar nicht ein- und ausgewechselt – da stand es schon (nachdem es recht lahm los ging und Leuna viereinhalb Minuten mit 0:1 führte und dann bald mit 0:3) 6:15. An der minderbemittelten Spielweise der Großkorbethaer ließ sich schon nach 20 Minuten festmachen, dass dieses Spiel problemlos zugunsten des TSV Leuna verlaufen sollte: vom Torwart bis zum Kreisläufer war jede Position bei der Leunaer Sieben besser besetzt. Dabei musste der Abteilungsleiter, ein kräftiger Endvierziger, diesmal volle 60 Minuten im Kasten stehen. Er kassierte dabei nur 16 Gegentreffer, wobei ich ihm diesmal „nur“ eine gute Leistung (keine sehr gute) bescheinigen kann – ich habe ihn mehrmals noch besser spielen sehen! Vorne waren es dann Frank, Sven, Dry und Schmidtn – in der zweiten Hälfte auch der 22er – die sich mit dem Tore werfen abwechselten. Und was für schöne Treffer da dabei waren!

Großkorbetha konnte in erster Linie Siebenmeter verwandeln. Von den 16 Toren erzielten sie 7 von der Linie. Aus dem Spiel heraus lief fast nichts zusammen. Da war es nicht verwunderlich, dass meist nur die Leunaer Fans über schnelle Tempogegenstöße und schöne Würfe aus der Distanz jubeln konnten. Die Leistung des gastgebenden TSV bedarf keiner weiteren Worte – aber der zugast gewesene TSV zeigte sich von einer hervorragenden Seite: schöne Spielszenen, schöne Tore und ein souveräner 16:35-Sieg! Weiter so!
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Statistik:
Grounds: 672 (heute 2 neue; diese Saison: 78 neue)
Sportveranstaltungen: 1.417 (heute 3, diese Saison: 103)
Tageskilometer: 130 (130 Auto)
Saisonkilometer: 13.810 (11.910 Auto/ 1.890 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 18
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 277

Montag, 31. Oktober 2011

W275I: Zwei Tore aus 45 Metern reichen nicht, wenn der Gegenspieler vier Mal trifft

SV Hohenmölsen 1919 4:2 SV Mertendorf 1948
Datum: Montag, 31. Oktober 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Achtelfinale des Burgenlandpokals/ sogenannter „Krombacher Pokal“ (Kreisliga Staffel 2, 10. Spielklasse, 5. Amateurliga gegen Kreisoberliga, 9. Liga/ 4. Amateurebene)
Ergebnis: 4:2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0:0
Tore: 0:1 54. Mirko Krause, 1:1 58. Michael Henze, 2:1 63. Michael Henze, 3:1 65. Michael Henze, 4:1 70. Michael Henze, 4:2 80. Mirko Krause
Verwarnungen: Christian Eichhorn, Sven Holzapfel (SV HHM); Martin Pilipp (SVM)
Platzverweise: Sebastian Held (SVM, 9. Min., Notbremse)
Spielort: Sportplatz Hohenmölsen (Kap. 1.200, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 110 (davon 96 zahlende, Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nach schwacher erster Hälfte richtig turbulente zweite Hälfte)
Photos and English version:

Montag, Feiertag, Fußball! So einen Montag braucht man doch jeden Monat! Per Fahrrad bewegten wir uns zur einzigen Kreispokalpartie des Burgenlandes, die in einem von uns noch nicht besuchten Stadion ausgetragen wurde. Wobei „Stadion“ für die Sportanlage in Hohenmölsen reichlich unpassend ist. Ein weites Rund mit niedrigem Graswall und gemauerter Einfahrt wird als „Stadion Hohenmölsen“ bezeichnet, ist aber architektonisch keins (da keine Tribüne) und zudem nur noch als Trainingsstätte (übrigens für alle frei zugänglich) von SV Hohenmölsen 1919 genutzt. Dieser Verein aus der kleinsten und hässlichsten der fünf ehemaligen Kreisstädte des heutigen Burgenlandkreises, spielt auf dem angrenzenden Sportplatz, der mit den höheren Graswällen (auf einem ist auch eine lange Bank angebracht) mehr daher macht, als das alte Stadion. Für 2€, die das Maximum des Angemessenen an Eintritt für so ein Spiel sind, war man dann dabei. Gute Roster gab es für 1,40€.

Hohenmölsen steht in der Kreisliga mit 8 Siegen (u.a. einem 12:2 gegen Großkorbetha II) und 1 Niederlage als Tabellenführer da und ist voll im Aufwärtstrend, während SV Mertendorf total im Abwärtstrend ist: zuletzt ein Unentschieden, davor 3 Niederlagen in Folge, darunter auch ein 1:8 in Großkorbetha und ein Spielabbruch beim Stande von 0:3 für Bad Bibra, den bis dahin punktlosen Tabellenletzten. Die erste Überraschung wäre es auch nicht gewesen in diesem Burgenlandpokal, wenn Hohenmölsen gewonnen hätte. Schließlich kegelten auch schon zwei mir besonders sympathische Mannschaften höherklassige Gegner in der diesjährigen Ausgabe raus: Goseck (Kreisklasse) schlug Uichteritz (Kreisoberliga) 3:2 und Löbitz (Kreisklasse) hämmerte erst Bornitz (Kreisliga) mit 5:2 aus der Idylle am Löbitzer Wald und schmiss dann auch noch Könderitz (Kreisliga) mit 1:0 aus dem Wettbewerb. In Anbetracht dessen, dass Hohenmölsen bereits in Runde 2 den Tabellenführer der Kreisoberliga, SV Burgwerben, mit 3:2 bezwang, rechnete ich eigentlich auch mit einem 2:1 oder 3:1 für HHM.
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Chancen genug hatten sie schon in Hälfte eins, nachdem die erste packende Szene eine rote Karte für Mertendorf war. Nein, keine Tätlichkeit – eine Notbremse. Echt intelligent, nach nicht einmal 10 Spielminuten so reinzugehen... Der Freistoß ging allerdings in die Mauer. Nach einigen dilettantischen Aktionen der Hausherren, wurde der in Unterzahl spielende (nominell) Favorit besser und erspielte sich seinerseits Chancen. Alle Mühen waren aber bis zur Halbzeitpause vergebens.

Nach der Pause spielte Hohenmölsen richtig schwach und kassierte das 0:1. Aber was für ein Hammer das war! Der Mertendorfer Krause zerrt einfach mal aus 45 Metern aus dem Lauf heraus ab und der teilweise unsichere Heimtorwart kriegt den Ball nicht mehr aus dem langen Eck geklatscht! Dieses geniale Tor war dann endlich der Weckruf für die Mölsener: nun spielten sei so, wie ich es von ihnen erwartet hatte und sie zeigten, warum sie die Kreisliga anführen. Immer wieder fanden Spieler der Hausherren Sportfreund Henze, der ein ums andere Mal die Abwehr narrte und den Torwart alt aussehen ließ. Bis dahin hatte die Nummer 14 nichts Vernünftiges gezeigt, doch nun traf Henze innerhalb von 12 Minuten vier Mal! Wahnsinn! Zehn Minuten später war es dann noch mal Mertendorfs Krause, der nun schon zum zweiten Mal aus 45 Metern drauf hielt und traf. Diesmal war es ein ruhender Ball direkt in den Winkel! Also Mertendorfer Gegner: wenn es einen Freistoß aus über 30 Metern gibt, dann alle Mann an die Querlatte wie bei Klimmzügen dranhängen und den Ball wegköpfen – aus geringeren Entfernungen trifft der 10er nicht: zwei 25-Meter-Freistöße waren ganz harmlos...

Nach einer kleinen Schlussoffensive Mertendorfs und einem arrogant vergebenen Konter von Hohenmölsen, pfiff Schiri Töpel (der Reichardtswerbener war leider wenig überzeugend) diese interessante Partie ab. Was übrigens Töpels Assistenten Schauseil und Schumann an den Linien angeht, kann man nur sagen: Gratulation zur silbernen Fahne – 25 Mal Abseits gewunken (davon mindestens 10 Mal gleiche Höhe); ganz klasse!

Weitere bemerkenswerte Pokalpartien waren übrigens folgende: Löbitz schied leider 1:5 gegen Laucha (die sind aber auch drei Klasser höher, also gut gehalten, VSG!) aus. TSV Tröglitz gegen GG Osterfeld aus Runde 2 sollte nach dem Spielabbruch bei 4:3 für TSV aus unerfindlichen Gründen wiederholt werden. Osterfeld hat nach Aussagen diverser Leute (auch Neutraler) angefangen: also mal wieder ein klassisches Willkürurteil des Sportgerichtes (Goseck haben die Geisteskranken ja Wochen nach Runde 2 ohne offizielle Begründung disqualifiziert) – der Richter war wohl Grün-Gelb. Dieses Spiel wurde jedoch abgesagt. Wohlmirstedt, die Nutznießer an Gosecks Disqualifikation, schied gegen Nessa 2:4 aus. Da der 1. FC Zeitz sich zu einem 1:2 Sieg in Langendorf mühte, treffen sie auf den Stadtrivalen VfB. Diese Nachholpartie des Achtelfinales wäre genau das richtige Spiel für mich...
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Statistik:
Grounds: 659 (heute 1 neuer; diese Saison: 65 neue)
Sportveranstaltungen: 1.395 (heute 1, diese Saison: 81)
Tageskilometer: 70 (70 Rad)
Saisonkilometer: 12.640 (10.820 Auto/ 1.810 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 275

Samstag, 22. Oktober 2011

W273II: So langsam reißt es aber ein mit den Spielabbrüchen im Burgenlandkreis...

SG Grün-Weiß Döschwitz [5:0] VfB Zeitz II
Datum: Samstag, 22. Oktober 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 4 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: Abbruch beim Stand von 5:0 nach 54 Min. (47/7) wegen Lust- und Charakterlosigkeit des VfB – Halbzeit: 2:0
Anmerkung: VfB Zeitz II konnte nur mit 9 Mann spielen
Tore: 1-0 9. (14), 2-0 45.+1 (8), 3-0 47. (4), 4-0 49. (10), 5-0 52. (10)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Döschwitz (Kap. 1.100, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 45 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Erst 45 Minuten überhebliches Gekicke der Döschwitzer – und dann spielen sie nach der Pause richtig gut, und die charakterlosen Zeitzer lassen den Schiri abbrechen)
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Photos and English version:

So langsam reißt es im Burgenlandkreis echt ein, dass nicht über die volle Distanz gespielt wird. Jede Woche ein Abbruch. Vor zwei Wochen zettelte Osterfeld, das gerade am Verlieren in der Verlängerung war, beim Pokalspiel in Tröglitz eine zünftige Keilerei an – mal sehen, was aus dieser Anzeige, von der bei Tröglitz die Rede war, wird: Körperverletzung während einer Amateursportveranstaltung wird ja in den seltensten Fällen ernst genommen – dann schafften es letzte Woche die Mertendorfer in der Kreisoberliga nicht gegen den punktlosen Tabellenletzten erfolgreich zu spielen, foulen und lösten damit eine Massenschlägerei (oder wie der Presseheini aus unerfindlichen Gründen schrieb: „Massenschlägerei“ – also in Anführungszeichen: der weiß wohl nicht, wann man welche setzt und wann nicht...) aus. Da beide Mannschaften nach Aussagen aller Seiten gleichermaßen beteiligt waren, wäre alles andere als eine Wertung nach Spielstand bei Abbruch ein Skandal, aber Mertendorf versucht unsportlicherweise am „grünen Tisch“ zum Erfolg zu kommen, was ich von ihnen nicht erwartet hätte. Aber vielleicht lief es doch etwas anders als in der Presse und von Fans dargestellt. Diesmal kann ich also endlich was zu einem Spielabbruch sagen, wenn auch „nur“ zu einem wenig spektakulären und vor allem absolut sinnlosen. Gut: über die Sinnfälligkeit von Schlägereien muss man sich jetzt nicht groß auslassen, aber das, was sich die Reserve des VfB Zeitz da leistete, war so ziemlich das Letzte in Sachen Charakterstärke und Niveau.

Aber der Reihe nach: da die B-Jugend Spielgemeinschaft von Bad Dürenberg/ Leuna leider doch erst Sonntag spielte, fuhren wir mangels Vorspiele (im Burgenlandkreis wurde diesmal bescheuerterweise 50% Samstag und 50% Sonntag – und dann fast alles gleichzeitig – gespielt) gleich mit dem Fahrrad nach Döschwitz, einem der Dörfer bei Zeitz, die wir noch nicht besucht hatten. Eine kleine Kirche auf einem Berg macht ein bisschen was daher, der Fußballplatz am Ortseingang (aus Richtung Westen/ d.h. Zeitz) ist noch ansehnlicher. In einer Senke gelegen, Baum umstanden, von Graswällen umgeben, aber bis auf ein paar Holzbänke gibt es keine Ausbauten. Hier fanden sich nur 45 Zuschauer ein, was es noch respektabler macht, dass sich der Verein so mit seiner Website anstrengt, wo es doch nur wenige außerhalb der Vereinsmitglieder zu interessieren scheint, wenn in Döschwitz gespielt wird.

Im Spiel der Kreisklasse Staffel 4 hieß es Dritter gegen Drittletzter. Nach 6 Spielen trennen die beiden bereits 12 Punkte. Döschwitz hat im Gegensatz zum Tabellenführer Tröglitz II aber schon eine Niederlage einstecken müssen. VfB Zeitz II scheint nun total in der Krise zu sein, da sich gerade einmal 9 Spieler nach Döschwitz verirrten. Von Anfang an war das ein Spiel auf ein Tor, wobei nach dem herrlichen Treffer des 14ers aus einiger Entfernung in den Winkel das Spiel enorm abbaute. Bis zur 30. kam der Gast zwar immer noch nicht vors Tor der Grün-Weißen, aber die vielen Torchancen ließ der Standfußball spielende Gastgeber derart kläglich und überheblich liegen, dass es schon nicht mehr feierlich war. Leider vergab auch der VfB seine beiden einzigen Chancen in der Partie. Vor der Pause erhöhte Döschwitz dann mit einer überlegt ausgespielten Kombination im Strafraum auf 2:0. Von da ab gab es unverständliche Auflösungserscheinungen beim VfB.

Nach dieser ganz schwachen Leistung der Döschwitzer gegen die zwei Mann weniger zählenden Gäste, fingen sie nach der Pause mit richtig gutem Fußball an. Da sah man dann endlich, warum sie so weit vorne stehen. Die ohnehin schwache Abwehr des VfB – da hätten die zwei oder vier Spieler mehr haben können: wenn die alle so unbeholfen gegen den Ball treten, wie die Zeitzer Abwehrspieler, dann ist es egal ob du 8 oder 10 oder 12 Feldspieler hast – wurde ein ums andere Mal düpiert. Das knickte die charakterschwachen, lustlosen Zeitzer derart, dass sie den Schiedsrichter aufforderten, das Spiel abzubrechen. Die Bemerkung eines Döschwitzers: „Was soll das denn? Was isn das fürn Verein?!“ kann ich da absolut nachvollziehen. Respekt verdienen auch (und mitunter gerade besonders) schwache Mannschaften: aber schwache Mannschaften wie Leißling II, die in Nessa bis zum bitteren Ende dagegenhielten. Hätten sie bei 5:0 schon den Kindergarten raushängen lassen wie der VfB, wäre das Spiel keine 30 Minuten gegangen – es ging 27:0 aus. Auch viele Jugendmannschaften, die Woche für Woche Niederlagen kassieren und noch nicht einmal einen Sieg, wie VfB II bereits auf dem Konto hat, einfahren können, gebührt Respekt.

Aber so einer Mannschaft wie dem VfB Zeitz II kann man nur sagen: reißt euch mal zusammen und arbeitet an eurem Charakter! So was hat doch nichts mit richtigem Männer-Fußball zu tun! Schon nach 54 Minuten aufzugeben ist ja derart lächerlich und eine Frechheit den Zuschauern gegenüber! Die mussten schließlich asoziale 1,50€ entrichten: im Bezirk Naumburg oder Nebra habe ich für Kreisklasse noch nie 1,50€ gezahlt – aber in Zeitz scheint mal sich für was Besseres zu halten; anders sind die fast durchweg höheren Preise nicht zu erklären. Dabei sind die Spiele im Bezirk Zeitz gerade die Spiele im Burgenland gewesen, die am wenigsten sehenswert waren. Wenigstens bin ich die nächsten Wochen immer in den anderen Regionalbezirken – aber Potential für ein kürzeres Spiel gibt es nächste Woche schon...
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Statistik:
Grounds: 653 (heute 1 neuer; diese Saison: 59 neue)
Sportveranstaltungen: 1.386 (heute 1, diese Saison: 72)
Tageskilometer: 100 (100 Fahrrad)
Saisonkilometer: 11.250 (9.580 Auto/ 1.670 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 101
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 273

Sonntag, 16. Oktober 2011

W272III: Erlösendes Eigentor

SV Blau-Weiß Grana 0:1 SV Spora II
Datum: Sonntag, 16. Oktober 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Kreisliga Burgenland, Staffel 3 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 0:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:0
Tor: 61. (Eigentor)
Vergebener Elfmeter: 20. Sporas Torwart wehrt Foulelfmeter von Granas Nr. 3 ab
Verwarnungen: 3, 4 (Spora)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Grana (Kap. 1.030, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 65 (davon mind. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (So was von unfähig wie Grana habe ich ja ewig nicht mehr gesehen! Immerhin haben sie das Tor getroffen: aber auch nur das eigene...)
Photos and English version:

In der Zeitzer Ecke wurde an diesem Sonntag ziemlich viel Fußball gespielt. Allerdings alle zeitgleich. Wir suchten uns die Partie des SV Blau-Weiß Grana aus, die auf einer nicht uninteressanten Sportanlage spielen. Der Platz mit den Kastanien und Holzbänken auf dem Graswall auf der einen Seite wäre allerdings auf der anderen Seite, an der sich ein Kleinfeldplatz und ein Großfeldplatz mit Graswall anschließen, reichlich kahl, wenn da nicht der große Komplex der Zuckerfabrik, der auch deutlich zu riechen war, anschließen würde.

Das gar nicht mal so schlecht besuchte Spiel für das man maßlose 2€ - scheint in der Staffel 3 ja normal zu sein: in Staffel 1 zahlt man weniger - bezahlte, wäre eigentlich mit einem Satz abzuhaken: Danke an den Granaer, der dieses bescheuerte Eigentor erzielte!

Ich mache es aber etwas länger... Die Gastgeber waren zwar Tabellenführer und die Gäste Siebter, aber gespielt haben sie wie Letzter gegen Vorletzter der 1. Kreisklasse. Sporas Reserve stand nur hinten drin und konnte anscheinend gar nichts außer die Bälle blind nach vorne schlagen und Grana bemühte sich und bewegte sich viel, aber war derartig abartig schlecht im Sturm, dass man als Zuschauer immer wieder kurz vorm Platzsturm stand. Also bei Spielen auf Kreisebene bin ich ja mit Kritik immer zurückhaltend, aber ich habe mal wieder einen interessanten Gegner für unseren Studentenfußballkurs gefunden. Wenn ich oder einer unserer anderen Stürmer fünf Meter vorm Tor den Ball unbedrängt annehmen können, dann legt sich keiner von uns die Pille erst zwei Mal auf und schießt dann Volley neben den Pfosten, wie der eine von Grana kurz vor Schluss... Diese Szene hat selbst der eine Linienrichter noch hörbar mit „Oh Mann! Ne, ne, ne...“ kommentiert.

Das Spiel war schon wieder so kurios, dass man es nicht so niedrig bewerten kann. Die noch schlechtere Mannschaft hat zwar gewonnen und der sportliche Wert war zwar kaum unterstes Niveau der Kreisklasse – und so was spielt vorne mit in der Kreisliga! – aber der Unterhaltungswert insgesamt durch die Spannung und die dilettantisch vergeigten Chancen der Heimelf gar nicht mal so gering. Aber noch mal DANKE an den Spieler von Grana, der einen das torlose Unentschieden erspart hat!
Statistik:
Grounds: 651 (heute 1 neuer; diese Saison: 57 neue)
Sportveranstaltungen: 1.384 (heute 1, diese Saison: 70)
Tageskilometer: 100 (100 Fahrrad)
Saisonkilometer: 11.050 (9.480 Auto/ 1.570 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 99
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 272