Posts mit dem Label SG werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label SG werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 11. November 2012
W328III: Fußball in Leipzig-Rückmarsdorf
SG Leipzig-Bienitz D -------------------------------------- 6
SV Lindenau 1848 D --------------------------------------- 4
Datum: Sonntag, 11. November 2012 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: D-Junioren Stadtklasse Leipzig (3. Liga der 11-13jährigen)
Ergebnis: 6-4 nach 62 Min. (30/32) – Halbzeit: 5-2
Tore: 0-1 5. (14), 1-1 8. (Eigentor, 14), 2-1 12. (5), 3-1 16. (5), 3-2 19. (10), 4-2 25. (8), 5-2 29. (6), 5-3 32. (2), 6-3 46. (3), 6-4 49. (10)
Freundschafts-Neunmeterschießen: 4-3 (nach 10:9 Schützen) für Bienitz
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Rückmarsdorf (Kap. 800 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Schön flottes Hin und Her mit hoher Torquote)
Heute besuchten wir mal nur ein einziges Jugendspiel, aber dafür eines auf einem der letzten fehlenden Zusatzgrounds in Leipzig. Mit dem Fahrrad ist der an der Bundesstraße Nr. 181 gelegene Sportplatz Rückmarsdorf absolut beschissen zu erreichen. Die B181 ist stark befahren und schmal, die parallel laufenden Rad- und Wanderwege unbefestigt und schlecht und die einzigen Alternativrouten auf befestigten Nebenstraßen um 20-25% länger als die Bundesstraße bzw. die schlechten Radwege. Der ausbautenlose Sportplatz kann vor allem vom Hintertorgraswall aus ein ganz interessantes Panorama bieten: Das Spielfeld – dass nur noch für Kleinfeld abmarkiert ist – liegt vor einem, ein modernes Bürogebäude steht direkt linkerhand am Platz, ein altmodischer Sozialtrakt befindet sich gegenüber und dahinter bauen sich die Umrisse des zu Leipzig gehörenden Dorfes mit dem markanten Kirchturm auf.
Seit der Fusion der SG Rückmarsdorf und der SG Burghausen (daraus wurde ebendiese SG Leipzig-Bienitz, die nach der ehemaligen Gemeinde Bienitz – die wiederum nach dem dortigen Hügel heißt – benannt wurde und deren ehemaligen Ortsteile wiederum Burghausen und Rückmarsdorf waren) wird dieser Platz in Rückmarsdorf nur noch von der Kleinfeldjugend bespielt. Der idyllischer gelegene Sportplatz in Burghausen befindet sich über nur für Anlieger freigegebene Straßen aber auch nur 2km nördlich – dort finden die meisten Spiele, v.a. die der Männer- und Großfeld-Jugendmannschaften, der SG Bienitz statt.
Im Gegensatz zum Spiel in Borsdorf am Vortag, bei dem es sich um ein Spitzenspiel handelte, war heute ein Duell der unteren Tabellenhälfte der D-Jugend Stadtklasse zu sehen: Bienitz ist Vorletzter (11.), Lindenau 7. – aber beide trennen nur 1 Punkt und 1 geschossenes Tor. Erwartungsgemäß war kein Spieler der beiden Teams auf dem Niveau der meisten Markranstädter bzw. Borsdorfer Jungs, doch dafür, dass es kaum Zweikämpfe und dafür umso mehr die keineswegs ungewöhnlichen, aber eben in Borsdorf kaum zu sehenden technischen Aussetzer und spielerischen Mängel gab, war es ein richtig gutes Spiel. Denn die Partie lebte von den vielen Torszenen und den mitunter recht kuriosen oder sehr spektakulären Treffern
Zuerst ging Lindenau in Führung, doch der Torschütze stolperte nur drei Minuten nachdem er die Führung für seine Blauen erzielt hatte, für die Gelb-Roten aus Bienitz den Ausgleich nach einer Ecke in den eigenen Kasten. Der körperlich ungewöhnlich starke 5er der Heimmannschaft traf dann innerhalb von vier Minuten zwei Mal. Dass er und seine etwas kleinere Mitspielerin, die zum 5:2 Pausenstand traf, die meisten Bienitzer um einen Kopf und die meisten Lindenauer um zwei Köpfe überragten, warf bei mir die Frage auf, ob die nicht eigentlich regulär in die C-Jugend gehören würden. Allerdings machten die beiden keineswegs alleine das Spiel. Nach dem Anschlusstreffer für Lindenau nach der Pause, war es sogar einer der besonders kleinen, der eine tolle Einlage brachte: Vom Lindenau-Torwart aus gesehen war es das linke Eck, auf das er die Ecke direkt trat; der Lindenauer Schlussmann will sich auf den Ball werfen, taucht über die Kugel hinweg und schon steht es 6:3 per Eckstoß! Während dieser Treffer aus fast 20 Metern erzielt wurde, stocherte der sehr aktive Lindenauer 10er den Ball zum 6:4 aus nicht einmal 20 Zentimetern (nach einem erfolglosen Torschuss eines Mitspielers aus zwei Metern) über die Linie.
Das 6:4 war schon ein verdienter Endstand und ließ sich viel eher sehen als das recht trefferarme Neunmeterschießen nach der Partie. Mich wunderte so wie so, dass ein solches Neunmeterschießen gemacht wurde. Ich habe noch nie in Sachsen gesehen, dass diese schöne Tradition, die ich seit meiner Kindheit aus Sachsen-Anhalt kenne, aufgenommen wurde. Aber ein Spieler schlug es vor und die Spieler und einer der Trainer organisierten es, da der Unparteiische schon weg war, selber. Allerdings mehr schlecht als recht, denn die Anzahl der Schützen war ohne erkennbaren Grund ungleich und die Torhüter durften nicht mehr schießen. Dafür schoss dann ein Mädchen, das wohl sonst auch für Bienitz spielt, aber heute nur in normaler Kleidung am Spielfeldrand stand, mitten drin für Bienitz. Ihr Schuss war aber auch besser als die meisten anderen Schüsse, sodass er schließlich das Freundschaftsneunmeterschießen mit 4:3 zugunsten von Bienitz entschied.
Statistik:
Grounds: 820 (heute 1 neuer; diese Saison: 52 neue)
Sportveranstaltungen: 1.652 (heute 1, diese Saison: 75)
Tageskilometer: 50 (50 Fahrrad)
Saisonkilometer: 18.760 (17.500 Auto/ 1.180 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 328
Labels:
AllesFußball,
Bienitz,
Leipzig,
Leipzig-Bienitz,
Rückmarsdorf,
SG,
SV Lindenau 1848
Sonntag, 27. November 2011
W278II: Klarer Sieg für junge Lokspieler und noch klarerer Sieg für die Leunaer Handballer – dazwischen ein weniger sehenswertes Spiel im Pferdezüchterdorf
SV Schleußig 1990 D 2:8 1. FC Lokomotive Leipzig D
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: D-Junioren Bezirksliga Sachsen Nord (1. Liga der 10-12jährigen)
Ergebnis: 2:8 nach 61 Min. (30/31) – Halbzeit: 0:3
Tore: 0-1 ?, 0-2 ?, 0-3 24. (11), 0-4 35. (5), 0-5 37. (10), 0-6 44. (9), 0-7 52. (9), 0-8 57. (10), 1-8 58. (Eigentor), 2-8 61. (7)
Verwarnungen: 1x Lok (6)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Nonnenwiese (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und sehenswertes, wenn auch 56 Minuten lang extrem einseitiges Jugendspiel)
SG Könderitz-Etzoldshain 1948 1:2 Droyßiger SG
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Kreisliga Burgenland, Staffel 3 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 98 Min. (49/49) – Halbzeit: 1:2
Tore: 0-1 23. (22), 0-2 27. (11?), 1-2 39. (3)
Verwarnungen: 1x Könderitz (2)
Platzverweise: 45. Könderitz (7) wegen angeblicher Tätlichkeit
Spielort: Sportplatz Könderitz (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ganz lahmer Beginn, danach einige gute Szenen, aber gut war das Spiel nie)
TSV Großkorbetha 16:35 TSV Leuna 1919
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anwurf: 17.00
Wettbewerb: Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (8. Spielklasse, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 16:35 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 9:17
Tore: (?) (Korbetha); 6x Dry, 6x Sven, 6x Schmidtn, 5x Frank, 4x Nr. 22, 3x Fünfer, 2x Schnaussn, 2x Rudi, 1x Nr. 15 (Leuna)
Gelbe Karten: (4), (15), (??) (Korbetha); Frank, Sven, Holchi (Leuna)
Zeitstrafen: 2x (6), 2x (9), (3), (4) (Korbetha = 12 Minuten); Holchi, Sven, Nr. 15, Rudi (Leuna = 8 Minuten)
Disqualifikationen: 47. (6) Korbetha, wegen Torwurfverhinderndem Foul als letzter Mann
Spielort: Werner-Giersch-Sporthalle (Kap. 210 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Extrem einseitiges Spiel mit überragender Leunaer Mannschaft)
Photos and English Version:
Die heutige Tour begannen wir drei in Leipzig, wo auf der in einem Waldstück eng von Bäumen umstandenen, aber highlightlosen Nonnenwiese ein D-Junioren Spiel stattfand. Die Schleußiger D-Jugend ist trotz immerhin 8 Punkten auf einem Abstiegsplatz, während Lok zusammen mit Tabellenführer SG Leutzsch, Red Bull/ RasenBall/ Rote Hornochsen und dem FC Eilenburg die vier Teams umfassende Spitzengruppe bildet. Da der Alte zu lange beim Frühstück brauchte, kamen wir erst nach 10 Spielminuten auf der Nonnenwiese an. Der Favorit führte bereits 0:2.
Die Angriffe der jungen Lokspieler waren gefährlich wie auch sehenswert, wobei bis zur Pause nur noch ein weiterer, geschickt heraus gespielter Ball im Tor landete. Unablässig gingen die blau gekleideten Gäste in Hälfte zwei nach vorne. Das sichere und hochklassige Kombinationsspiel führte zu fünf weiteren Toren. Erst in den letzten fünf Minuten ließ Lok nach. Da konnte Schleußig auch ihre einzigen Offensivaktionen zeigen. Erst provozierten sie ein Eigentor, dann spielten sie einen zweiten Treffer heraus. Dazwischen verschoss Lok noch einen umstrittenen Neunmeter kläglich. Aber alles in allem sprach schon allein das Ergebnis von 2:8 für sich. Lok ist eine Klasse besser als Schleußig, so gut Schleußig auch spielt!
Wir fuhren dann in den Burgenlandkreis weiter, wo wir in Könderitz für maßlose 2€ ein Spiel der Kreisliga Zeitz (ich muss mal wieder darauf hinweisen: in der Kreisliga Naumburg kostet es meistens 1,50€ oder nur 1€, die Spiele sind aber durchweg besser!) sahen. Könderitz ist ein wenig attraktives Kaff, das in seiner altslawischen Namensbedeutung „Dorf der Pferdezüchter“ heißt. Das Nachbardorf Etzoldshain hat wenigstens eine Burgruine als kleine Sehenswürdigkeit zu bieten: allerdings ist nur der Bergfried mittelalterlich und aufgrund der Einsturzgefahr der ganzen Anlage (die Gräben und die Flussauenlage lassen auf eine Wasserburg schließen) ist diese auch mit Zäunen abgesperrt. Die sind aber auf der Ostseite auch alles andere als unüberwindbar...
In Könderitz ist wie gesagt nichts Sehenswertes zu finden, aber wer Pferde mag wird einige von den Viechern dort angucken können. Hinter den von einigen Bäumen flankierten, aber wenig ansehnlichen Fußballplätzen, befindet sich auch eine Reitsportanlage. In der Fußballkreisliga sind Könderitz als 4. und Droyßig als 5. noch voll im Aufstiegsrennen mit Kretzschau, VfB Zeitz und Grana dabei. Nach Spitzenspiel sah das auch in sofern heute aus, als dass es eine ewig lange Abtastphase gab. Zwei Schüsse von Könderitz und einer von Droyßig in 22 Minuten – dann gab es plötzlich mal Action vor dem Könderitzer Kasten: der Torwart (wohl Ersatzmann) etwas desorientiert, ein Droyßiger schießt aus zwei Metern den Ball aufs leere Tor, doch trifft nur die Latte, wohingegen ein Mitspieler den Abpraller sicher verwertet. Das 0:2 kurz darauf war ein haltbarer Freistoß aus über 20 Metern aufs kurze Eck. Ein richtig schöner Treffer gelang den Hausherren noch vor dem Pausenpfiff mit einer schönen Bogenlampe aus 25m über den Torwart unter die Latte. Auch noch vor der Pause wurde es hitziger: ein Könderitzer wurde vor dem eigenen Strafraum gefoult, woraufhin er den Droyßiger umschubst. Der schwache Schiedsrichter zeigt – bestärkt vom noch schwächeren Linienrichtergespann – die völlig schwachsinnige rote Karte. Eine Gelbe war es schon, aber dass es hier Rot gab war absolut lächerlich. Das passt aber mal wieder in das Bild der Schiedsrichter, die vom in den letzten Wochen dank Schmierblättern wie der MZ und vielen anderen drittklassigen Zeitungen sowie Organen wie dem DFB und Kreisverbänden, in denen zu viele mediengeile Schwachköpfe sitzen, enorm befeuerten Aktionismus geleitet, möglichst spektakuläre Entscheidungen treffen wollen. Aber solche Schwachsinnsentscheidungen und die in den Blickpunkt gerückten Unsportlichkeiten wie Tätlichkeiten gegen den Unparteiischen haben vor allem eines gemeinsam: es gab sie schon immer und wird sie auch immer geben – und immer wieder wird fälschlich behauptet, dass ihre Häufigkeit „dramatisch gestiegen“ sei...
In der zweiten Hälfte stieg nur die Personalnot der Könderitzer dramatisch, denn ein Spieler musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Er war rücksichtslos in einen Zweikampf hineingegrätscht, der von einem ohnehin ziemlich aggressiv spielenden Droyßiger ebenso rücksichtslos geführt wurde. Dem Könderitzer wurde in diesem Zweikampf das Schienbein gebrochen. Unschuldig war er natürlich nicht an der Sache,doch dass er sich darüber aufregte und Gegenspieler beschimpfte ist völlig natürlich – da kann man auch von einem Droyßiger Dorfdepp erwarten, dass da nicht noch Beschimpfungen zurückkommen, wie von den beiden unintelligenten Spielern, die sich da noch mächtig beliebt machten. Stoff für die randelegeile Lokalpresse lieferten sie aber nicht, da nach der schweren Verletzung trotz der unsicheren Leistung des Schiedsrichtergespanns, bei der vor allem wieder auffiel, dass die Linienrichter auf Kreisebene überflüssig wie ein Kropf sind (oder eher wie zwei Kröpfe – bei zwei Fahnenwinkern), keine Aggressionen mehr so aufkamen. Ein weiteres Tor fiel leider auch nicht mehr: der eine unmögliche Stürmer der DSG traf noch nicht einmal das halbleere Tor, nachdem er den Torwart vorm Strafraum umspielt hatte. Und Könderitz schoss einmal handbreit über die Querlatte.
Wir kamen noch rechtzeitig im Weißenfelser Ortsteil Großkorbetha an, wo in der Walter-Giersch-Sporthalle ein interessantes Bezirksklassehandballspiel mit Leunaer Beteiligung stattfand. Mit nur einem Sieg ist Großkorbetha Vorletzter, während Leuna mit einer ausgeglichenen Bilanz im Mittelfeld rangiert. Das Problem waren beim TSV bisher die Auswärtsspiele, die beide verloren gingen. Diesmal sollte es anders werden. Die ersten 20 Minuten wurde gar nicht ein- und ausgewechselt – da stand es schon (nachdem es recht lahm los ging und Leuna viereinhalb Minuten mit 0:1 führte und dann bald mit 0:3) 6:15. An der minderbemittelten Spielweise der Großkorbethaer ließ sich schon nach 20 Minuten festmachen, dass dieses Spiel problemlos zugunsten des TSV Leuna verlaufen sollte: vom Torwart bis zum Kreisläufer war jede Position bei der Leunaer Sieben besser besetzt. Dabei musste der Abteilungsleiter, ein kräftiger Endvierziger, diesmal volle 60 Minuten im Kasten stehen. Er kassierte dabei nur 16 Gegentreffer, wobei ich ihm diesmal „nur“ eine gute Leistung (keine sehr gute) bescheinigen kann – ich habe ihn mehrmals noch besser spielen sehen! Vorne waren es dann Frank, Sven, Dry und Schmidtn – in der zweiten Hälfte auch der 22er – die sich mit dem Tore werfen abwechselten. Und was für schöne Treffer da dabei waren!
Großkorbetha konnte in erster Linie Siebenmeter verwandeln. Von den 16 Toren erzielten sie 7 von der Linie. Aus dem Spiel heraus lief fast nichts zusammen. Da war es nicht verwunderlich, dass meist nur die Leunaer Fans über schnelle Tempogegenstöße und schöne Würfe aus der Distanz jubeln konnten. Die Leistung des gastgebenden TSV bedarf keiner weiteren Worte – aber der zugast gewesene TSV zeigte sich von einer hervorragenden Seite: schöne Spielszenen, schöne Tore und ein souveräner 16:35-Sieg! Weiter so!
Statistik:
Grounds: 672 (heute 2 neue; diese Saison: 78 neue)
Sportveranstaltungen: 1.417 (heute 3, diese Saison: 103)
Tageskilometer: 130 (130 Auto)
Saisonkilometer: 13.810 (11.910 Auto/ 1.890 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 18
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 277
Labels:
1919,
AllesFußball,
AllesHandball,
Droyßiger SG,
Etzoldshain,
Könderitz,
Leipzig,
Leuna,
Lok Leipzig,
Schleußig,
SG,
SG Könderitz-Etzoldshain,
SV,
TSV,
TSV Großkorbetha,
TSV Leuna
Sonntag, 13. November 2011
W276III: SG Pro./ Bor./ Kön./ Trö. dreht schnelles 0:2 in 4:2 Sieg
SG Profen/ Bornitz/ Tröglitz/ Könderitz C
4:2 Heuckewalder SV C
Datum: Sonntag, 13. November 2011 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: C- Junioren Kreisliga Burgenland (4. Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 4:2 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 1:2
Tore: 0-1 2. (23), 0-2 15. (4), 1-2 29. (8), 2-2 47. (7), 3-2 62. (4), 4-2 67. (10)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Bornitz (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Jugendspiel, das schnell entschieden schien, aber doch noch gedreht wurde)
Photos and English version:
Auch an diesem Volkstrauertag gab es ein paar positiv zu vermerkende Ausnahmeregelungen vom Veranstaltungsverbot. So durfte das ein oder andere Jugendspiel ausgetragen werden. Zum Beispiel eines in Bornitz, einem völlig gesichtslosen 500-Einwohner-Kaff in der Elsteraue bei Zeitz.
Viel mehr Mitglieder als vier kann eine Spielgemeinschaft wohl kaum haben, aber in fast allen Jugendklassen haben sich die östlich von Zeitz beheimateten Vereine SV Eintracht Profen, SG Eintracht Bornitz, TSV Tröglitz und SG Könderitz-Etzoldshain zusammengetan. Je nach Jugendklasse wird entweder in dem einen Ort oder dem anderen gespielt. Die C-Jugend spielt in Bornitz.
Der Fußballplatz von Bornitz liegt sehr kurios, deutlich außerhalb des Kaffs. Von den Kabinen, neben denen ein Kleinfeldtrainingsplatz mit ein paar Baustrahlern als Flutlicht liegt, sind es fast 500m Fußweg über einen Feldweg zum Sportplatz. Hier geht niemand in der Halbzeitpause in die Kabinen... Der Platz an sich ist ein von Bäumen und Äckern umgebener Acker mit schönen blau-weißen Stahltoren. Hinter dem einen türmt sich ein kleiner Hügel mit einer besonders dichten Baumreihe auf.
Das Spiel des Fünften gegen den Zweiten (von sieben Mannschaften) begann gut. Nach zwei Minuten bereits hatte ein Heuckewalder Spieler die Heimabwehr düpiert und ins lange Eck eingeschossen. Nach einer Viertelstunde wurde per Aufsetzer erhöht. Die Heuckewalder schienen ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, da sie kaum einmal den Ball an den Gegner abgaben, geschweige denn, dieser zu einer Torchance kam. Nach 25 Minuten wurde Bornitz usw. jedoch stärker. Die Spielgemeinschaft kam auch per Abstauber nach langer Flanke zum Anschlusstreffer.
Nachdem die Seiten gewechselt wurden, zog Heuckewalde noch mal das Tempo an. Doch nun verhielt sich Bornitz geschickter; konterte und riss das Spiel an sich. Nach dem Ausgleich aus Nahdistanz gingen sie knapp 10 Minuten vor Abpfiff in Führung. Drei Minuten vor Ende erzielten sie sogar das 4:2 mit einem schönen Freistoß, der über den Gästetorwart ins lange Eck segelte. Ein herrlicher Treffer! Der Sieg war auch nicht unverdient, da Heuckewalde nach dem starken Beginn ziemlich nachließ.
Statistik:
Grounds: 665 (heute 1 neuer; diese Saison: 71 neue)
Sportveranstaltungen: 1.407 (heute 3, diese Saison: 93)
Tageskilometer: 90 (90 Auto)
Saisonkilometer: 13.150 (11.310 Auto/ 1.830 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 276
Sonntag, 31. Juli 2011
W261IV: Das Warten auf ein Ende des Regens war vergeblich, das Warten auf ein Tor zum Glück nicht
SV Tapfer 06 Leipzig 1:0 SG Lausen
Datum: Sonntag, 31. Juli 2011 – Beginn: 15.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Stadtliga Leipzig (Aufsteiger aus 1. Stadtklasse) gegen Stadtliga Leipzig (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:0
Tor: 1-0 87. (Nr. 6)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportanlage Torgauer Straße (Kap. 1.800, davon 161 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 18 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Meine Fresse, war die Chancenverwertung schlecht! Aber ansonsten ein wirklich gutes Spiel!)
Photos and English version:
Im Dauerregen machten wir uns – natürlich mit den Fahrrädern, wozu hat man denn wasserabweisende Überhosen?! Na gut, wäre unser neues Auto schon angemeldet, hätten wir uns trocken und motorisiert fortbewegt... – in den Osten der Leipziger Innenstadt auf. Dieser Randbereich ist zwar wenig sehenswert, zumal ein widerwärtiger grauer Regenschleier über der ganzen Stadt hing, aber eine schöne Sportanlage mit einer nicht uninteressanten Paarung auf dem nassen Rasen erwartete uns.
Die Sportanlage Torgauer Straße hat auf zwei Graswällen, wobei an einem ein Pavillon dran gebaut und dahinter ein modernisiertes Sportlerheim errichtet ist, zwei kleine Sitztribünen zu bieten. Die eine, also jene auf dem Graswall in dessen Rücken die Kleingartensparte liegt, ist eine einreihige, blaue Ansammlung von Schalensitzen. Die andere ist eine in zwei Blöcken mit je drei Reihen Schalensitze in den Stadtfarben Gelb und Blau angeordnete Tribüne.
Zu DDR-Zeiten als Motor Mikrosa – das auch heute noch erfolgreich bestehende Mikrosawerk gilt als Spezialist für spitzenloses Außenrundschleifen, was für Bauteile technischer Geräte sehr wichtig ist – bekannt, gewann der Verein aus dem Osten der sächsischen Großstadt, SV Tapfer 06, souverän die 1. Stadtklasse Staffel 2. Gegenüber stand ihnen heute festes Inventar der Stadtliga: die SG Lausen, 4. der abgelaufenen Saison und nur 3 Punkte hinter Staffelsieger Blau-Weiß II.
Der Aufsteiger hielt von Beginn an gut mit, wobei in Hälfte eins die Gäste doch etwas häufiger und etwas gefährlicher vorm Kasten der Tapferen erschienen. Bei Halbzeit hätte es schon mindestens 1:1 stehen müssen. Müssen! Was da für Chancen vergeigt wurden, habe ich schon lange nicht mehr gesehen: frei aufs Tor zugestürmt, aus 10m drei Schritte vorm Torwart abgezerrt und dann 30cm halblinks über die Latte...
In der zweiten Hälfte war der Gastgeber die bessere Mannschaft, wobei auch Lausen noch einen Zacken nachlegte. Aber auch hier fehlte Präzision. Weder Laufarbeit noch Technik waren mangelhaft, aber der Abschluss war schon nicht mehr feierlich. Da spielen sich ein und dieselben Leute erst herrlich frei und kombinieren gut untereinander trotz starker Abwehrarbeit – und semmeln dann den Ball daneben oder in die Arme der zugegebenermaßen guten Torhüter. Der Lausener Torwart wurde dann drei Minuten vor Schluss endlich überwunden: ein prima Pass des Neuners von Tapfer in den Fünfmeterraum, der Sechser legt sich den Ball an einem Verteidiger vorbei noch mal anders auf und zimmert in dann ins lange Eck, wobei der Torwart die Pille zwar berührt, aber zum Glück nicht mehr aus dem Toreck holen kann.
Die Gastgeber vom 1906 gegründeten SV Tapfer waren die bessere zweier spielerisch und technisch guter, aber schusstechnisch schwacher Mannschaften, und gewannen somit verdient mit einem Tor. Allerdings war es wirklich ein Unding, dass diese Ein-Tor-Differenz durch ein 1:0 zustande kam und nicht durch ein 3:2. Das wäre bei der Anzahl von Chancen das Mindeste gewesen.
Statistik:
Grounds: 597 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 4 neue)
Sportveranstaltungen: 1.321 (heute eine, diese Saison: 4)
Tageskilometer: 90 (90 Rad)
Saisonkilometer: 350 (350 Fahrrad/ 0 Auto/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 47
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 261
Labels:
AllesFußball,
Lausen,
Leipzig,
SG,
SV Tapfer 06,
Tapfer
Freitag, 3. Juni 2011
W253I: Kreisliga-Krawall zum Männertag
SG Gnandstein 49 0:3 TuS Pegau 1903
Datum: Donnerstag, 2. Juni 2011 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: Kreisliga A Muldental/ Leipziger Land - West (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 87 Min. (47/42) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0-1 24. (14), 0-2 38. (11), 0-3 50. (7)
Verwarnungen: 1x Gnandstein (11)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportstätte Gnandstein (Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 300 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Auf dem Feld war nicht viel los – auf den Rängen dafür umso mehr)
Photos and English version:
a) Gnandstein Gothic Church and Castle: GNANDSTEIN KIRCHE & BURG
b) Gnandstein Amateur Football at Father’s Day: SG GNANDSTEIN 0-3 TUS PEGAU (MÄNNERTAGSFUßBALL)
Die obligatorische Radtour zum Männertag unternahmen mein Vater und ich diesmal in der Gegend Muldental/ Leipziger Land. Hin ging es um 5.30 mit der Bahn noch ziemlich problemlos: über Weißenfels nach Zeit per Hopperticket – pünktlich und kaum Fahrgäste. Auch die Straßen waren noch ziemlich leer, als wir über Spora (wo wir letztes Jahr bei einem Spiel zum Vatertag waren), Meuselwitz, Wintersdorf, Windischleuba und Bocka nach Gnandstein fuhren.
Das 440 Einwohner zählende Dorf Gnandstein ist der sehenswerteste Ortsteil von Kohren-Sahlis, wobei nicht nur die landschaftliche Lage in einem bergigen Tal interessant ist, sondern auch zwei architektonische Sehenswürdigkeiten höherer Qualität zu finden sind. Zum einen ist da die Kirche St. Gangolf zu nennen, die schon von außen aufgrund farbiger Bänderverzierungen auf dem weißen Putz etwas daher macht und von innen ein sehr sehenswertes Beispiel für gotischen Kirchenbaustil ist. Man kann lobenswerterweise in der ganzen Kirche herumlaufen – auch Emporen und Kanzel besteigen – nur die Fürstenloge darf nicht betreten werden. Die kunstvollen Holzbemalungen, Taufbecken und Altar sind auch absolut sehenswert. Zum anderen gibt es die Burg Gnandstein mit Museum, das am Vatertag hirnloserweise geschlossen hatte. Ich wollte eigentlich v.a. auf den Turm wegen Ausblick auf die Umgebung und insbesondere den Fußballplatz, aber so konnten wir nur von der Terrasse gucken. Wieso ist die Kirche eigentlich geöffnet und die Burg geschlossen? Das Arschloch von Museumsleiter kann doch auch nachmittags noch auf Sauftour gehen!
Wenigstens fand das Fußballspiel am Fuße der Burg statt. Auch die Website der 1949 gegründeten Sportgemeinschaft Gnandstein titelt: „Fußballtradition am Fuße der Burg“ – und das einzige sehenswerte an diesem Platz ist in der Tat die Lage am Fuße der eindrucksvollen Burganlage. Die kleine Tribüne auf dem niedrigen Graswall, auf dem die Durchgangsstraße verläuft, die den Platz von der Vorburg trennt, ist allerdings auch ganz nett. Als wir uns zum Rosterstand bewegten, wo der Grillmeister schon fleißig gute thüringer Roster zubereitete, begaben sich auch schon die ersten Fangruppen auf diese Tribüne. Da es weit und breit das einzige Spiel am Männertag war – die anderen verbliebenen Nachholspiele wurden alle am Abend des 1.6. ausgetragen – fanden sich knapp 300, größtenteils angetrunkene bis hackedichte (und das schon um 11 Uhr!) Zuschauer ein.
Mittlerweile finden ja kaum noch Spiele am Männertag statt, aber solche Spiele wie das könnte ich mir mindestens einmal im Monat angucken. Jede Woche muss dann auch nicht sein – es sei denn, die spielerische Qualität ist besser als hier – aber so ein Kreisligaspiel vor 300 Zuschauern, von denen sich knapp 50 ziemlich daneben benehmen, macht schon echt Spaß für den Neutralen... Das Gnandstein als 7. von 16 mit einer klassischen Mittelfeldbilanz von 27 Spielen, 39 Punkten und 61:46 Toren gegen den Tabellenführer und mit 4 Punkten Vorsprung und 1 Spiel weniger sicherlich Aufsteiger Pegau, kein gutes Spiel ablieferten geriet schnell zur Nebensache. BSV Frohburg hätte nämlich von einer Niederlage der Pegauer noch profitieren können, weswegen sich auch locker 30 Frohburger auf den Weg nach Gnandstein machten. Zum einen um die Gnandsteiner Fans beim Anfeuern a la „Hier regiert die SGG“ zu unterstützen, zum anderen (und das vornehmlich) um Pegau einfach nur herunterzumachen. Die Pegauer waren ihrerseits schon mit blau-gelben Fahnen wedelnd und „Wir sind alle Pegauer Jungs“ grölend aus dem Bus gestiegen und drapierten die Flaggen ganz ansehnlich neben der Wechselbank – doch die Heimfans und Frohburger toppten sie akustisch klar. Auch dutzende Böller und vereinzelte Rauch- und Leuchtkörper kamen zum Einsatz. Das Schiedsrichtergespann um Tietze, Schulz und Frietzsche agierte sicher, gelassen und mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl.
Für das Geschehen auf dem Feld brauchten sie kein übermäßiges Geschick – die Zahl der Pegauer Fouls ging gegen Null und die Gnandsteiner Fouls waren nicht sonderlich bösartig; da auch jedes brutale Foul in der Situation eines solchen Männertagspiels schnell zu einer zünftigen Massenschlägerei ausartet schienen sie sich ein bisschen zurückzuhalten – aber aufgrund des Verhaltens insbesondere der Frohburger Fans muss man die drei Offiziellen absolut lobend hervorheben. Das Spiel hätte man auch nach 57 Minuten abbrechen können – und es wäre berechtigt und angemessen gewesen! – oder auch nach 75 bzw. 80 Minuten dem Treiben ein Ende setzen können. Denn besonders nach dem dritten Tor wurde die Devise „Sieg oder Spielabbruch“ laut. Das dritte Tor war auch die schönste Szene auf dem Feld: ein Sturmlauf über außen, der Pegauer schafft es trotz Verteidiger am Körper in den Strafraum und hämmert den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. Der Treffer war natürlich die endgültige Entscheidung, nachdem bereits in der ersten Hälfte ein Schuss ins lange Eck und ein hoher und harter Schuss für zwei Treffer der Gäste sorgten.
Jedenfalls fielen jetzt besonders die Frohburger Faschisten negativ auf. Die Gestalten hatten schon vor Beginn des Spiels angefangen – und es mit dem Anstoß intensiviert – neben völlig angemessenen Provokationen wie „Hört ihr das Gestöhne, hört ihr das Gestöhne? Pegauer Hurensöhne!“ und Böllerwürfen auf die Straße oder Rauchpulver vor der Tribüne auch einfach asoziale und faschistische Sprüche zu bringen wie das berüchtigte U-Bahn-Lied und „Pegauer haben einen Judenstern zu tragen“ - Gegröle. Widerspruch gab es keinen von Gnandsteiner Fans und die Pegauer ließen sich nicht provozieren und feuerten weiter die Mannschaft an. Gnandsteiner Ordner griffen erst ein, als der Schiedsrichter nach 57 Minuten einmal das Spiel für drei Minuten anhielt, da zum dritten oder vierten Mal Feuerwerk aufs Feld geworfen wurde und ein Böller knapp neben einem Gästespieler hoch ging. Nach und nach flogen auch ein Leuchtkörper und mehrere Flaschen auf den Platz. Gnandsteiner bildeten schon eine Kette zum Spielfeld, wobei zwei Besoffene nach 75 Minuten einfach von ein paar Metern weiter links angerannt kamen und quer übers Feld liefen. Respekt, wie die Schiedsrichter das Spiel leiteten: keine erkennbaren Fehlentscheidungen und wie gesagt auch das notwendige Fingerspitzengefühl gegenüber dem Publikum.
Da ich mal davon ausgehe, dass die Gnandsteiner nur aus Angst vor den Frohburgern keine Anstalten machten, die asozialen Aktionen zu unterbinden, und nicht weil sie es besonders toll fanden, würde ich den Gnandsteinern mal empfehlen nächsten Samstag nach Frohburg zu fahren und dort eine solche Show abzuziehen. Mal sehen, ob man es beim BSV dann noch so lustig findet, wenn grölende Knalltüten alle fünf Minuten „Frohburger haben einen Judenstern zu tragen“ skandieren und im Minutentakt Feuerwerk aufs Feld schmeißen...
Es ist zwar nur einmal im Jahr Männertag weswegen ich das exzessive Abbrennen von Pyrotechnik bei solchen Spielen auch befürworte – aber nicht auf dem Feld! Gut, wenn bei einem anderen normalen Spiel Pyrotechnik vernünftig abgebrannt wird, ist das auch O.K. und wenn gepöbelt wird sowieso – aber auf welchem Niveau das immer wieder in Gnandstein ablief („Pegauer Juden“ usw.) hat einfach nirgendwo was zu suchen: so pöbeln nur Asoziale und Kriminelle!
Wir schafften doch noch den 15.13-Zug von Zeitz nach Weißenfels, wo wir dann 45 Minuten auf den enorm verspäteten Dreckszug nach Merseburg hätten warten müssen. Wir kamen nach nur etwas mehr als einer Stunde Fahrtzeit gegen den Wind und an Horden von Unterbelichteten, die zum Männertag meinen, sie müssten unbedingt zeigen, dass sie nicht Fahrradfahren können, auch ohne die verhurte Drecksbahn heeme an. So standen jedenfalls mal wieder 110 Fahrradkilometer zu buche!
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Statistik:
Grounds: 573 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 123 neue)
Sportveranstaltungen: 1.287 (heute eine, diese Saison: 174)
Tageskilometer: 190 (110 Fahrrad, 80 Bahn)
Saisonkilometer: 41.390 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.570 Bahn, Bus, Tram/ 4.380 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 27
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 253
Labels:
A1,
AllesFußball,
Gnandstein,
Kohren-Sahlis,
Männertag,
SG,
SG Gnandstein 49,
TuS Pegau
Montag, 30. Mai 2011
W252III: Der Tabellenletzte überraschend gut – der Tabellenführer überraschend schlecht
SG Blau-Weiß Draschwitz 6:2 TSV Tröglitz II
Datum: Sonntag, 29. Mai 2011 – Anstoß: 11.30
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 4 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 6:2 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 3:1
Tore: 1-0 8. (2), 1-1 11. (Eigentor), 2-1 29. (2), 3-1 34. (13), 4-1 59. (6), 5-1 68. (13), 6-1 85. (8), 6-2 89. (10)
Verwarnungen: 2x Tröglitz II
Platzverweise: keine
Spielort: Friedenskampfbahn (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und flottes Spiel das mit hoher Torquote die hohe Fehlerquote wettmachte)
SG Trebnitz 1920 1:3 SV Schwarz-Gelb Deuben II
Datum: Sonntag, 29. Mai 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 3 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 1:3 nach 97 Min. (49/48) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 9. (10), 1-1 68. (8), 1-2 86. (4), 1-3 89. (11)
Verwarnungen: 1x Trebnitz, 1x Deuben II
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Trebnitz/ Ausbauten (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Anfänglich gutes Spiel verflachte mit der Zeit – immerhin gewann der Außenseiter verdient)
Photos and English version:
Auch am Sonntag ging es in den Burgenlandkreis. Die Ansetzungen sehen ja normalerweise 100% Samstagsspiele vor, doch Wettbewerbsgleichheit zum Saisonabschluss sorgt für eine hohe Zahl von Sonntagsspielen zu teilweise kuriosen Zeiten. So standen sich im zwischen Zeitz und Profen gelegenen 550-Einwohner-Dorf Draschwitz bereits um 11.30 die beiden Kreisklasse-Kontrahenten gegenüber. Draschwitz ist leider nur Letzter mit dem drittschlechtesten Torverhältnis der Liga, wobei ein Sieg gegen den Drittletzten aus Tröglitz reichen könnte, um wenigstens noch an der Könderitzer Reserve vorbei zuziehen.
Die SG Blau-Weiß Draschwitz spielt einen Kilometer nördlich des Dorfes auf der auf den schönen, paradox klingenden Namen „Friedenskampfbahn“ hörenden Sportanlage. Umgeben von Bäumen und Feldern und erreichbar über unbefestigte Wege ist diese Anlage eine der idyllischsten die ich kenne – die Graswälle auf den Längsseiten und ein paar Holzbänke sind für die wenigen Zuschauer noch zu geräumig.
Für den üblichen 1€ gibt es dann ein erfreulich flottes Spiel der beiden so schlecht platzierten Mannschaften von Draschwitz und Tröglitz zu sehen. Es ging gut hin und her und schon nach weniger als 10 Minuten hatten die Hausherren mit einem schönen Flachschuss zum 1:0 eingenetzt. Etwas Chaos in der Draschwitzer Abwehr und ein daraus resultierendes Eigentor später und es stand 1:1. Noch vor der Pause gingen die Gastgeber aber durch einen weiteren langen Flachschuss und einen genialen Heber von der Strafraumgrenze aus extrem spitzen Winkel durch die Hände des Torwarts mit 3:1 in Führung.
Nach der Halbzeit legten die Blau-Weißen (die hießen nicht nur so, sondern spielten auch in entsprechenden Trikots) gehörig nach. Der Schiedsrichter hatte jetzt Probleme, mit Einwurf-, Eckball- und Freistoßentscheidungen auf beiden Seiten – Frustfouls und Provokationen der spielerisch überforderten Gäste konnte er auch nicht verhindern. Die Draschwitzer gingen aber auch immer wieder auf die etwas häufigen Fouls und Beleidigungen ein. Ein letzter Treffer war der Tröglitzer Reserve dann doch noch gegönnt. Draschwitz kletterte mit dem 6:2 und der gleichzeitigen 0:6 Niederlage von Könderitz II nun immerhin auf den vorletzten Platz.
Wir kamen kurz nach dem Anstoß in Trebnitz an, wo der Tabellenführer, der die Staffel 3 der Kreisklasse vor Goseck und Nessa II dominiert und mit 19 Siegen und 3 Unentschieden aus 22 Spielen schon als Aufsteiger in die Kreisliga feststeht, auf Schwarz-Gelb Deuben II, die als 8. von 13 mit 22 Punkten im Mittelfeld sind, traf. Wir hatten nichts verpasst, doch kaum waren wir auf dem etwas kahlen, jedoch an einer Längsseite komplett mit Bäumen umstellten Platz am Dorfrand angekommen, schon ging der Außenseiter aus dem 3km entfernten Deuben, dessen Anhang wohl komplett eine Radtour gemacht hat, in Führung. Bis zur Pause versagte der etwas besser spielende Spitzenreiter ein ums andere Mal vorm Tor. Neben zwei Treffern des Torgestänges trafen sie auch zweimal den Torwart, weswegen der angeschlagene Keeper nach dem zweiten Zusammenprall auch ausgewechselt werden musste.
In der zweiten Hälfte musste der Deubener Ersatzmann zwar einmal hinter sich greifen, doch während die Deubener Reserve sich nach und nach etwas steigerte, baute der Gastgeber erheblich ab und kassierte zwei weitere Treffer. Alles in allem muss man sagen, dass Trebnitz für einen Spitzenreiter und Aufsteiger eine beschissene Leistung darbot: die Anzahl der Fouls, die Dümmlichkeit des Reklamierens – zweimal schoss ein Stürmer im Strafraum Deubener Verteidigern in die Eier und brüllte scheinheilig „Hand“ – und die Schwäche im Abschluss ließen die Mannschaft kaum Kreisligareif erscheinen. Aber ich gehe davon aus, dass Trebnitz nur mal neben sich stand – ansonsten wäre das nicht ihre einzige Saisonniederlage gewesen. Kreisligaeintrittspreise haben sie ja schließlich auch schon genommen – 1,50€ ist ja (auch wenn es nur 50 Cent mehr sind) eine Frechheit – und auch das Catering war bei aller Qualität überteuert.
Noch 40km waren es dann bis nach Hause zurück. Die Radstrecke war schon zum dritten Mal in diesem Monat über 100km lang, wobei das Fahren im Burgenlandkreis für mich nach wie vor noch am interessantesten ist. Im Juni wird es aber wohl nur ein, zwei Touren in den BLK geben – doch Juli, August, September und Oktober werden wir (fast jeden Samstag) wieder viele Strecken dort fahren.
Statistik:
Grounds: 572 (heute zwei neue Grounds; diese Saison: 122 neue)
Sportveranstaltungen: 1.286 (heute zwei, diese Saison: 173)
Tageskilometer: 110 (110 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.200 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 4.270 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 252
Montag, 16. Mai 2011
W250II: Fußball auf der Wiese am Dorfrand; zwei Spiele in Lossa
SG Eintracht Lossa II 2:4 FSV Klosterhäseler
Datum: Samstag, 14. Mai 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenland, Staffel 1 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 2:4 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 0:0
Tore: 0-1 71. (10), 0-2 74. (9), 1-2 78. (9), 1-3 81. (7), 1-4 87. (9), 2-4 91. (3)
Verwarnungen: 2x Lossa II
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lossa (Kap. 520, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Zwar gute Schlussphase, aber ansonsten auch für diese Spielklasse mäßig bis schwach)
SG Eintracht Lossa 5:1 1. FC 1924 Nebra II
Datum: Samstag, 14. Mai 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Kreisliga Burgenland, Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 5:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 4:0
Tore: 1-0 7. (10), 2-0 13. (11), 3-0 18. (7), 4-0 39. (7), 4-1 55. (6), 5-1 78. (10)
Verwarnungen: 2x Lossa, 2x Nebra II
Platzverweise: Nr. 6 Nebra II (Schiedsrichterbeleidigung, 88.)
Besondere Vorkommnisse: Nebra II von Beginn an in Unterzahl (nur 10 Spieler)
Spielort: Sportplatz Lossa (Kap. 520, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Lossa spielte über weite Strecken sehenswert und gut und war das ganze Spiel über besser)
Photos and English version:
1) Nebra and Wiehe – Towns in the Saxony-Anhalt/ Thuringia Border Region
2) Amateur Football in Lossa: Eintracht Lossa Reserve vs. Klosterhäseler and Eintracht Lossa vs. FC Nebra Reserve
Unser letzter Besuch auf der Nebraer Dieter-Höhne-Sportstätte lag bereits so viele Jahre zurück (die 2000er-Landesligasaison des TSV Leuna, in der ich noch gar keine Fotos gemacht habe), dass ich mangels anderer Spiele einen B-Junioren-Kick zwischen dem 1. FC Nebra und dem Naumburger SV 05 als Start in den Tag ausgesucht hatte. Die Arschlöcher aus Naumburg traten aber nicht an. Passt mal wieder echt zu dem Verein...
Nach dem Angucken der Sehenswürdigkeiten der kleinen Stadt an der Unstrut – es gibt ein historistisches Schloss hinter dem sich eine umzäunte Burgruine befindet; zudem ist der Platz mit der Kirche ganz nett – fuhren wir weiter über Wiehe, wo es auch eine Kirche und ein Schloss gibt, nach Lossa. Lossa liegt unweit von Billroda an der Finne, hat so etwa 800 Einwohner und außer einer wenig ansehnlichen Kirche mit auffälliger Trauerhalle und tollen Verbotsschilder wie „bitte keine Grabmale auf dem Friedhof ablagern“ - es haben ja auch so viele Leute drei, vier Grabmale im heimischen Garten, die sie wenn sie sie nicht mehr brauchen, einfach quer auf den Friedhof leddern -, nichts zu bieten. Aber die Landschaft ist natürlich sehr schön.
Mitten in der Idylle am Rande des Dorfes befindet sich auch der Fußballplatz, die Durchgangsstraße und eine Scheune zur Linken, Blumen bestandene Wiesen auf denen Rinder weiden zur Rechten. Ein Vereinsheim mit Essen und Trinken zu verhältnismäßig niedrigen Preisen und ein paar Grundstücke grenzen an die eine Längsseite an und Bäume, Stacheldraht und Gestrüpp trennen die andere Längsseite von weiteren Blumen bestandenen Wiesen. Zwischen Weide, Kirchbäumen und dem Platz steht schief und krumm ein einzelnes Kleinfeldtor mit löchrigem Netz herum.
Wir kamen dort an, als das Vorspiel gerade begonnen hatte. Eintracht Lossa II traf auf den FSV Klosterhäseler. Von der Lossaer Reserve als 10. und den Gästen als 9. von 13 konnte man ja nicht viel erwarten, aber mehr als das was sie zeigten sollte auch in der Kreisklasse drin sein – gerade im Burgenlandkreis, wo das Spielniveau oft erfreulich hoch ist (z.B. im Vergleich zu klar schwächeren Ligen in Mansfeld-Südharz oder Salzlandkreis). Tempo und Laufarbeit waren zwar auch auf akzeptablem Niveau, aber die extrem mangelhafte Schusstechnik ließ einen lange ein 0:0 befürchten. Erst nach 71 Minuten schafften die Gäste – verdientermaßen muss man auch sagen – das 0:1. Kurz darauf schon das 0:2. Lossa kam zwar noch einmal heran, aber jetzt fielen plötzlich Tore. 2:4 war der Endstand für die weniger schwache Mannschaft, den FSV Klosterhäseler.
Das Hauptspiel war erheblich sehenswerter, wobei in der Tabelle der Kreisliga Eintracht Lossa als 4. weit abgeschlagen hinter Aufsteiger Fortuna Bad Bibra und der Gast 1. FC Nebra II als 6. knapp hinter Lossa liegt. Doch spielerisch lagen zwischen beiden Teams mehr als zwei Tabellenplätze und im Vergleich zu den beiden Truppen im Vorspiel mehr als nur die eine Klasse dazwischen!
Nebra hatte leider Probleme eine Mannschaft zusammenzukriegen und konnte nur mit 10 Leuten antreten. Schön, dass sie trotzdem angetreten sind! Ihre Taktik durchs Spiel zu kommen war dann allerdings nicht so schön: die bestand vor allem darin, den Schiedsrichter zu beeinflussen und auszutesten, wie weit sie bei dem älteren Herrn, der auch schon das Vorspiel sicher und gut geleitet hatte, gehen können. Sportfreund Kemper sparte sich die Karten erst für das letzte Viertel des Spiels auf: sonst wäre der Nebraer Kapitän, der wohl nach dem Motto >>Wer am blödesten rumlabert und sich am wenigsten bewegt, der kriegt die Binde<< ausgewählt wurde, auch vom Platz geflogen. Die Nebraer Abwehr war aber auch einfach überfordert: der Sturm der Gastgeber brach immer wieder spektakulär durch. Schon nach 18 Minuten hatte Lossa drei sehenswerte Tore herausgespielt. Bis zur Pause kam noch ein viertes hinzu. In Hälfte zwei ließen die Hausherren den 10 Nebraern etwas viele Freiräume, wobei die Gäste die zweite oder dritte Chance (sie hatten so etwa vier im ganzen Spiel) bereits nutzten und nach einem schönen Laufduell den Ball zum 4:1 im Kasten unterbrachten. Lossa hatte noch einige Torchancen, konnten aber nur eine einzige verwandeln: ein scharfer Pass von der Grundlinie, der von einem Spieler kam der alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, und ein anderer Lossaer Spieler verwandelt in der Mitte sicher zum 5:1. Kurz vor Abpfiff flog dann auch noch ein Nebraer vom Platz, der den Schiri grundlos angepöbelt und dann auch noch angerempelt hatte. 5:1 sollte der Endstand in diesem guten und ansehnlichen Spiel sein. 
Was nicht so ansehnlich war, war die Zuschauerkulisse – knapp 40 Leute sind auch für die Kreisliga schwach – aber dafür ist man dort gleich im Gespräch mit allen möglichen Leuten. Jeder Fremde fällt halt auf, wobei ich so viel Neugierde schon seit Syrien nicht mehr erlebt habe. Im Burgenlandkreis (Billroda, Freyburg etc.) kommt man ja sowieso schneller beim Sport ins Gespräch als sonst in Deutschland und da wir auch jemanden aus Lossa kennen, der auch mal bei der Eintracht gespielt hat, hatten wir ohnehin einen Bezugspunkt - aber das man nach und nach jedem Zweiten erklären konnte, warum man gerade hier in Lossa aufgekreuzt ist, Fotos macht usw. und auch noch die Vereinspräsidentin vorgestellt bekam, erinnerte wirklich sehr an den Nahen Osten. Aber in Lossa kümmert man sich wenigstens um seine Besucher!
Statistik:
Grounds: 562 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 112 neue)
Sportveranstaltungen: 1.274 (heute zwei, diese Saison: 161)
Tageskilometer: 170 (100 Bahn, 70 Fahrrad)
Saisonkilometer: 40.250 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 4.920 Bahn, Bus, Tram/ 3.910 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 250
Labels:
1. FC Nebra,
A1,
AllesFußball,
Eintracht,
FSV Klosterhäseler,
Lossa,
Nebra,
SG,
SG Eintracht Lossa,
Vitzenburg,
Wiehe
Sonntag, 6. Februar 2011
W236II: Handballliga und -Pokal in Prittitz/ Plotha-Plennschütz
SG Saaletal Reichardtswerben-Prittitz 30:37 SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz
Sonntag, 6. Februar 2011 - Anwurf 16.00
Viertelfinale Pokal des Handballverbands Sachsen-Anhalt (6. Liga, 3. Amateurliga gegen 5. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 30:37 nach 60 Min. – Halbzeit: 14:19
Torfolge: 1-0, 1-1, 2-1, 2-2, 3-2, 3-3, 4-3, 4-4, 6-4, 6-6, 7-6, 7-7, 8-7, 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-16, 13-16, 13-18, 14-18, 14-19; 14-20, 17-20, 17-21, 18-21, 18-23, 19-23, 19-27, 20-27, 20-28, 24-28, 24-29, 25-29, 25-33, 26-33, 26-34, 28-34, 28-36, 29-36, 29-37, 30-37
Siebenmeter: Saaletal 3 von 5, GWWP 4 von 5
Verwarnungen: 2x Saaletal; 2x GWWP)
Zeitstrafen in Minuten: 7x Saaletal = 14 Minuten; 7x GWWP = 14 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Prittitz (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Prittitz machte zu viele Fehler, sonst wäre das Spiel spannend gewesen – beide Mannschaften aber auf ganz ordentlichem Niveau)
SG Saaletal Reichardtswerben-Prittitz II 29:22 TSG Gymnasium Querfurt
Sonntag, 6. Februar 2011 - Anwurf 16.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 29:22 nach 60 Min. – Halbzeit: 16:12
Torfolge: 2-0, 2-1, 4-1, 4-2, 5-2, 5-3, 6-3, 6-4, 7-4, 7-5, 9-5, 9-6, 10-6, 10-8, 11-8, 12-8, 12-9, 13-9, 13-10, 15-10, 15-11, 16-11, 16-12; 16-13, 17-13, 17-14, 18-14, 18-17, 20-17, 20-18, 21-18, 21-19, 25-19, 25-20, 26-20, 26-21, 27-21, 27-22, 29-22
Siebenmeter: Saaletal 4 von 7, Querfurt 4 von 4
Verwarnungen: 1x Saaletal; 2x Querfurt
Zeitstrafen in Minuten: 4x Saaletal = 8 Minuten; 4x Querfurt = 8 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Prittitz (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Saaletal II spielte gar nicht so schlecht wie ihr Tabellenplatz aussagt und siegte verdient)

Photos and English version:
Handball in Prittitz/ Plotha-Plennschütz Village: SG Saaletal vs. Wittenberg-Piesteritz (Amateur Cup Quarterfinal) and SG Saaletal Reserve vs. Gymnasium Querfurt (Amateur League)
A Match Scene With Fans' Support On Video
http://www.youtube.com/watch?v=cuIXco4kTSk
Von Naumburg aus führen schöne, enge, bergige und wenig befahrene Straßen über Schönburg – wie der Name schon sagt gibt es dort eine schöne Burganlage – und Possenhain und andere Dörfer nach Plotha und Plennschütz, beides Ortsteil der Gemeinde Prittitz. Während Plennschütz und Prittitz noch ganz ordentlich aussehen, ist Plotha ein ziemlich verrotteter Ort mit einer ungesichert vor sich hin gammelnden Dorfkirchenruine. Eine Kirche in besserem Zustand befindet sich in Prittitz.
Die SG Saaletal ist eine mal in Braunsbedra, mal in Prittitz spielende Spielgemeinschaft aus mehreren Vereinen mit Einzugsgebiet in etlichen Dörfern zwischen Weißenfels und Naumburg wie z.B. Reichardtswerben, Prittitz, Plotha und Plennschütz. Die Sporthalle liegt neben einem ebenso wenig wie jenem in Prittitz im Spielbetrieb genutzten Fußballplatz. Die Halle liegt direkt auf der Ortsgrenze zwischen Plotha und Plennschütz. Gerade wenn man aus Plotha kommend zur Halle fährt, wundert man sich über so einen modernen Bau, der außen so farblich und von den baulichen Elementen so ansprechend gebaut ist, in einem solchen Kaff. Innen gibt es natürlich die üblichen Mängel bei den Sporthallen der 2000er-Generation: die Obertribüne hat zwei Bankreihen und zu viele Balken vor der ersten Reihe und die Fenster lassen zu viel blendendes Licht mit Schattenwürfen herein. Da mögen Formen und Farben stimmen, aber die Sicht der Zuschauer ist eingeschränkt, die Beleuchtung nicht so toll und für die Spieler je nach Wetterlage auch nicht unbedingt der ideale Spielort.
Zum Vorspiel war Eintritt frei, das Hauptspiel konnte man sich für 3€ ansehen. Dieses Vorspiel war die Bezirksligapartie zwischen dem mit nur zwei Siegen aus 13 Spielen Tabellenletzten aus dem Saaletal und dem Fünftplatzierten aus Querfurt, der weit abgeschlagen hinter der Tabellenspitze um USV Halle, Dieskau und Queis aber klar vor den hinteren Rängen mit den Reserven von WHV, Friesen, Saaletal und der Ersten von Langenbogen liegt. Dass die Querfurter klar favorisiert waren, hat man nur kurz nach der Pause mal gemerkt, aber nach fünf Minuten Aufholjagd war die Luft draußen. Für die „Gymnasiasten“ muss die Niederlage doch recht peinlich gewesen sein: recht viel gemeckert haben sie ja auch. Die Reserve von Saaletal Reichardtswerben-Prittitz war andauernd in Führung und hatte die besseren Werfer. Mit besseren Torhütern hätten sie auf jeden Fall mit 10 oder mehr Toren Unterschied gewonnen.

Zwischen den Spielen testeten wir das erbärmliche Niveau der Gaststätte – fast niemand kauft da eine Bockwurst: die Leute, die da immer nur Bier saufen, wissen wohl warum sie nichts dazu essen – und beim Hauptspiel blieb dann eine Überraschung wie im Vorspiel aus. Im Viertelfinale des Landespokals von Sachsen-Anhalt, trat der Zweitplatzierte der Verbandsliga Süd gegen den Zweitplatzierten der Sachsen-Anhalt-Liga an: SG Saaletal Reichardtswerben-Prittitz I gegen SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz. Letztere kamen in den ersten 15 Minuten nicht so richtig in Fahrt. Dass sie nicht deutlich in Rückstand gerieten, war Fehlern der Heimmannschaft und leider auch fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen geschuldet. Die Schiris sollten aber nicht weiter auf das Spiel Einfluss nehmen, da es bei vereinzelten Fehlentscheidungen auf beiden Seiten blieb, die sie mit Arroganz ganz gut überspielen konnten. Arroganz war wahrscheinlich auch der Grund für den schwachen Start der Gäste: als der Trainer sie noch mal in der Auszeit einschwor, gingen sie deutlich konzentrierter und effektiver zu Werke und konnten sich mit starken Angriffen und platzierten Würfen – von denen aber der ein oder anderen trotzdem von einem besseren Torwart gehalten oder von einer besseren Abwehr verhindert worden wäre – mit bis zu fünf Toren absetzen.
Vor der Halbzeit gab es das beste Tor der Partie: ein Wittenberger spielt ohne zu gucken aus der Rückhand, seitlich zum Tor stehend einen Pass über zwei Metern Entfernung über die Schulter, direkt zum mittig vorm Kasten platzierten Mitspieler, der den Ball reindonnert. Nach der Halbzeit ließen die Gäste die Heimmannschaft mehrmals herankommen, nur um dann Fehler auszunutzen und wieder davon zu ziehen. Am Ende waren die sieben Tore Unterschied eher zu hoch. Beide Mannschaften haben sehenswert und gut gespielt, doch eine Mannschaft, die um den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga mitspielt, sollte schon mehr zeigen.
Mehr zeigen sollten auch die Wittenberger und Piesteritzer Fans, als ein bisschen Klatschen, Trommeln und Dazwischenrufen. Dass sich die Kinder und Enkel nicht um die Ur-Oma gekümmert haben, die sich mit lächerlichen Bemerkungen über schimpfende Heimfans (dabei hat sie selber Spieler beschimpft) und die Schiris (das ging von der ersten Minute an, als die noch gar keine Fehlentscheidung getroffen hatten – und sie trafen auch mehr Fehlurteile zugunsten der Gäste) selber nur lächerlich machte, ist schon ziemlich wenig familiär. Ein bisschen Baldriantee von den Enkeln und das sinnlose Geschrei würde die wunderliche Alte schon zurückfahren... Gar nicht sinnlos war das Geschrei der Heimfans, die mit Zwischenrufen, einfachen Sprechchören und einem hervorragenden Schlagzeuger, der auch noch von anderen Trommeln unterstützt wurde, wirklich gute Stimmung auf die Beine stellten. Der Schlagzeuger hatte auch weit mehr drauf, als das übliche „bumm-bumm-bumm“ im immergleichen Takt, was man sonst beim Handball immer so hat: da wurden auch Becken eingesetzt und die Halle richtig gerockt. So ist die Stimmung richtig gut; ich muss sogar sagen, dass ich beim Handball seit mehreren Jahren nicht mehr so gute Stimmung erlebt habe – und das bei einer hohen zweistelligen Zahl von Spielen quer durch alle Ligen! Also: weiter so, Saaletal!!

Statistik:
Ground Nr. 522 (ein neuer Ground; diese Saison: 72 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.219 und 1.220 (diese Saison: 107)
Tageskilometer: 80 (60 Bahn, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 18.580 (12.070 Auto/ 3.330 Bahn, Bus, Tram/ 2.380 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 85
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 236
Sonntag, 6. Februar 2011 - Anwurf 16.00
Viertelfinale Pokal des Handballverbands Sachsen-Anhalt (6. Liga, 3. Amateurliga gegen 5. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 30:37 nach 60 Min. – Halbzeit: 14:19
Torfolge: 1-0, 1-1, 2-1, 2-2, 3-2, 3-3, 4-3, 4-4, 6-4, 6-6, 7-6, 7-7, 8-7, 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-16, 13-16, 13-18, 14-18, 14-19; 14-20, 17-20, 17-21, 18-21, 18-23, 19-23, 19-27, 20-27, 20-28, 24-28, 24-29, 25-29, 25-33, 26-33, 26-34, 28-34, 28-36, 29-36, 29-37, 30-37
Siebenmeter: Saaletal 3 von 5, GWWP 4 von 5
Verwarnungen: 2x Saaletal; 2x GWWP)
Zeitstrafen in Minuten: 7x Saaletal = 14 Minuten; 7x GWWP = 14 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Prittitz (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Prittitz machte zu viele Fehler, sonst wäre das Spiel spannend gewesen – beide Mannschaften aber auf ganz ordentlichem Niveau)
SG Saaletal Reichardtswerben-Prittitz II 29:22 TSG Gymnasium Querfurt
Sonntag, 6. Februar 2011 - Anwurf 16.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 29:22 nach 60 Min. – Halbzeit: 16:12
Torfolge: 2-0, 2-1, 4-1, 4-2, 5-2, 5-3, 6-3, 6-4, 7-4, 7-5, 9-5, 9-6, 10-6, 10-8, 11-8, 12-8, 12-9, 13-9, 13-10, 15-10, 15-11, 16-11, 16-12; 16-13, 17-13, 17-14, 18-14, 18-17, 20-17, 20-18, 21-18, 21-19, 25-19, 25-20, 26-20, 26-21, 27-21, 27-22, 29-22
Siebenmeter: Saaletal 4 von 7, Querfurt 4 von 4
Verwarnungen: 1x Saaletal; 2x Querfurt
Zeitstrafen in Minuten: 4x Saaletal = 8 Minuten; 4x Querfurt = 8 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Prittitz (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Saaletal II spielte gar nicht so schlecht wie ihr Tabellenplatz aussagt und siegte verdient)
Photos and English version:
Handball in Prittitz/ Plotha-Plennschütz Village: SG Saaletal vs. Wittenberg-Piesteritz (Amateur Cup Quarterfinal) and SG Saaletal Reserve vs. Gymnasium Querfurt (Amateur League)
A Match Scene With Fans' Support On Video
http://www.youtube.com/watch?v=cuIXco4kTSk
Von Naumburg aus führen schöne, enge, bergige und wenig befahrene Straßen über Schönburg – wie der Name schon sagt gibt es dort eine schöne Burganlage – und Possenhain und andere Dörfer nach Plotha und Plennschütz, beides Ortsteil der Gemeinde Prittitz. Während Plennschütz und Prittitz noch ganz ordentlich aussehen, ist Plotha ein ziemlich verrotteter Ort mit einer ungesichert vor sich hin gammelnden Dorfkirchenruine. Eine Kirche in besserem Zustand befindet sich in Prittitz.
Die SG Saaletal ist eine mal in Braunsbedra, mal in Prittitz spielende Spielgemeinschaft aus mehreren Vereinen mit Einzugsgebiet in etlichen Dörfern zwischen Weißenfels und Naumburg wie z.B. Reichardtswerben, Prittitz, Plotha und Plennschütz. Die Sporthalle liegt neben einem ebenso wenig wie jenem in Prittitz im Spielbetrieb genutzten Fußballplatz. Die Halle liegt direkt auf der Ortsgrenze zwischen Plotha und Plennschütz. Gerade wenn man aus Plotha kommend zur Halle fährt, wundert man sich über so einen modernen Bau, der außen so farblich und von den baulichen Elementen so ansprechend gebaut ist, in einem solchen Kaff. Innen gibt es natürlich die üblichen Mängel bei den Sporthallen der 2000er-Generation: die Obertribüne hat zwei Bankreihen und zu viele Balken vor der ersten Reihe und die Fenster lassen zu viel blendendes Licht mit Schattenwürfen herein. Da mögen Formen und Farben stimmen, aber die Sicht der Zuschauer ist eingeschränkt, die Beleuchtung nicht so toll und für die Spieler je nach Wetterlage auch nicht unbedingt der ideale Spielort.
Zum Vorspiel war Eintritt frei, das Hauptspiel konnte man sich für 3€ ansehen. Dieses Vorspiel war die Bezirksligapartie zwischen dem mit nur zwei Siegen aus 13 Spielen Tabellenletzten aus dem Saaletal und dem Fünftplatzierten aus Querfurt, der weit abgeschlagen hinter der Tabellenspitze um USV Halle, Dieskau und Queis aber klar vor den hinteren Rängen mit den Reserven von WHV, Friesen, Saaletal und der Ersten von Langenbogen liegt. Dass die Querfurter klar favorisiert waren, hat man nur kurz nach der Pause mal gemerkt, aber nach fünf Minuten Aufholjagd war die Luft draußen. Für die „Gymnasiasten“ muss die Niederlage doch recht peinlich gewesen sein: recht viel gemeckert haben sie ja auch. Die Reserve von Saaletal Reichardtswerben-Prittitz war andauernd in Führung und hatte die besseren Werfer. Mit besseren Torhütern hätten sie auf jeden Fall mit 10 oder mehr Toren Unterschied gewonnen.
Zwischen den Spielen testeten wir das erbärmliche Niveau der Gaststätte – fast niemand kauft da eine Bockwurst: die Leute, die da immer nur Bier saufen, wissen wohl warum sie nichts dazu essen – und beim Hauptspiel blieb dann eine Überraschung wie im Vorspiel aus. Im Viertelfinale des Landespokals von Sachsen-Anhalt, trat der Zweitplatzierte der Verbandsliga Süd gegen den Zweitplatzierten der Sachsen-Anhalt-Liga an: SG Saaletal Reichardtswerben-Prittitz I gegen SG Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz. Letztere kamen in den ersten 15 Minuten nicht so richtig in Fahrt. Dass sie nicht deutlich in Rückstand gerieten, war Fehlern der Heimmannschaft und leider auch fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen geschuldet. Die Schiris sollten aber nicht weiter auf das Spiel Einfluss nehmen, da es bei vereinzelten Fehlentscheidungen auf beiden Seiten blieb, die sie mit Arroganz ganz gut überspielen konnten. Arroganz war wahrscheinlich auch der Grund für den schwachen Start der Gäste: als der Trainer sie noch mal in der Auszeit einschwor, gingen sie deutlich konzentrierter und effektiver zu Werke und konnten sich mit starken Angriffen und platzierten Würfen – von denen aber der ein oder anderen trotzdem von einem besseren Torwart gehalten oder von einer besseren Abwehr verhindert worden wäre – mit bis zu fünf Toren absetzen.
Vor der Halbzeit gab es das beste Tor der Partie: ein Wittenberger spielt ohne zu gucken aus der Rückhand, seitlich zum Tor stehend einen Pass über zwei Metern Entfernung über die Schulter, direkt zum mittig vorm Kasten platzierten Mitspieler, der den Ball reindonnert. Nach der Halbzeit ließen die Gäste die Heimmannschaft mehrmals herankommen, nur um dann Fehler auszunutzen und wieder davon zu ziehen. Am Ende waren die sieben Tore Unterschied eher zu hoch. Beide Mannschaften haben sehenswert und gut gespielt, doch eine Mannschaft, die um den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga mitspielt, sollte schon mehr zeigen.
Mehr zeigen sollten auch die Wittenberger und Piesteritzer Fans, als ein bisschen Klatschen, Trommeln und Dazwischenrufen. Dass sich die Kinder und Enkel nicht um die Ur-Oma gekümmert haben, die sich mit lächerlichen Bemerkungen über schimpfende Heimfans (dabei hat sie selber Spieler beschimpft) und die Schiris (das ging von der ersten Minute an, als die noch gar keine Fehlentscheidung getroffen hatten – und sie trafen auch mehr Fehlurteile zugunsten der Gäste) selber nur lächerlich machte, ist schon ziemlich wenig familiär. Ein bisschen Baldriantee von den Enkeln und das sinnlose Geschrei würde die wunderliche Alte schon zurückfahren... Gar nicht sinnlos war das Geschrei der Heimfans, die mit Zwischenrufen, einfachen Sprechchören und einem hervorragenden Schlagzeuger, der auch noch von anderen Trommeln unterstützt wurde, wirklich gute Stimmung auf die Beine stellten. Der Schlagzeuger hatte auch weit mehr drauf, als das übliche „bumm-bumm-bumm“ im immergleichen Takt, was man sonst beim Handball immer so hat: da wurden auch Becken eingesetzt und die Halle richtig gerockt. So ist die Stimmung richtig gut; ich muss sogar sagen, dass ich beim Handball seit mehreren Jahren nicht mehr so gute Stimmung erlebt habe – und das bei einer hohen zweistelligen Zahl von Spielen quer durch alle Ligen! Also: weiter so, Saaletal!!
Statistik:
Ground Nr. 522 (ein neuer Ground; diese Saison: 72 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.219 und 1.220 (diese Saison: 107)
Tageskilometer: 80 (60 Bahn, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 18.580 (12.070 Auto/ 3.330 Bahn, Bus, Tram/ 2.380 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 85
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 236
Abonnieren
Posts (Atom)
