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Freitag, 23. November 2012

W330II: Unentschieden zum Saisonabschluss

TSV Leuna 1919 AH ------------------------------------------ 1
BSV Halle-Ammendorf AH --------------------------------- 1
Datum: Freitag, 23. November 2012 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 1-1 nach 68 Min. (35/33) – Halbzeit: 1-0
Tore: 1-0 20. Ingo Witzel, 1-1 43. Nr. 13
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens, Kunstrasenplatz (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (keine Gästefans darunter)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)
IMG_4454 Photos with English Commentary:

Das letzte Spiel draußen auf dem Großfeld für Leunas Alte Herren im Jahr 2012: zugast der sehr starke Gegner von Waggonbau bzw. BSV Halle-Ammendorf. Die Süd-Hallenser legten auch gleich einige gute Torchancen hin, wobei nach 10 Minuten auch der TSV ins Spiel kam. Nach 20 Minuten war es dann sogar Ingo Witzel, der den TSV Leuna mit einem wuchtigen Weitschuss, den der Torhüter nur noch als Bogenlampe ins Tor prellen konnte, in Führung brachte. Bis zur Pause war das Spiel auch ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten.

In der zweiten Halbzeit ging es mehr in Richtung Tor des TSV. Doch Ammendorf gelang es glücklicherweise nicht das Spiel zu drehen. Ein toller Schuss eines Ammendorfers aus locker 15, 16 Metern auf den kurzen Winkel saß allerdings zum 1:1-Ausgleich. Alles in allem wäre ein Sieg des TSV auch nicht verdient gewesen, bei diesem starken Gegner, der den Gastgeber in Hälfte zwei kaum noch vorm Tor agieren ließ. Mit 1:1 endete also dieses sehenswerte Spiel auf hohem Niveau. Zumindest für den Zuschauer war es ein schöner Abschluss der Feldsaison. IMG_4458 Statistik:
Grounds: 825 (heute kein neuer; diese Saison: 57 neue)
Sportveranstaltungen: 1.660 (heute 1, diese Saison: 83)
Tageskilometer: 10 (10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 20.010 (18.610 Auto/ 1.320 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 330

Samstag, 30. Juni 2012

W309II: Vier mal an den Pfosten und drei Mal ins Tor – Ammendorf überlegen in Leuna

TSV Leuna 1919 AH 1:3 BSV Halle-Ammendorf AH
Datum: Freitag, 29. Juni 2012 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 1-3 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 1-2
Tore: 0-1 6. BSV, 0-2 10. BSV, 1-2 13. Ingo Witzel, 1-3 46. BSV
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 18 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Altherrenspiel mit enorm vielen Torraumszenen)
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Nach fast sechs unterhaltsamen Stunden mit Anja und ihrer Freundin Diana im Leipziger Zoo bei Zwergflusspferden, Erdmännchen und Diana-Meerkatzen, aber auch Elefanten, Riesenottern, Bartagamen, Hottentottenenten, Aras und Grünen Mambas usw., hieß es mal wieder: Auf zu den Alten Herren! Der heutige Gegner war der BSV Halle-Ammendorf, eine der drei besten Altherrenmannschaften im südlichen Sachsen-Anhalt.

Diese Führungsrolle stellten sie auch von Beginn an unter Beweis: Innerhalb von fünf Minuten – von der 6. bis zur 10. – gingen sie mit einem Doppelschlag in Führung. Leuna ließ sich aber natürlich nicht unterkriegen und kam durch Ingo Witzel mit einem Hammer aus Nahdistanz unters Tordach zum 1:2 Anschlusstreffer nach nicht einmal einer Viertelstunde.

So torreich ging es allerdings nicht weiter: Die Laufbereitschaft der beiden Altherrenmannschaften war zwar trotz der schwülen Hitze enorm und die Torszenen durch das flotte Spieltempo zahlreich, jedoch standen nach 15 Minuten beide Abwehrreihen sicherer und die Präzision der Stürmer ließ nach.

Gerade Ammendorf ließ etliche Chancen liegen: Darunter waren auch vier Pfostentreffer – alle in Hälfte zwei! Leuna kam im zweiten Durchgang zu weit weniger Torchancen und zu weniger gefährlichen Aktionen, als der Gast. So waren sie mit 1:3 noch sehr gut bedient. Aber dass es nicht 1:6 oder so endete, ist zum einen dem sicheren Torwart und zum anderen dem starken Gegenhalten der gesamten Leunaer Elf zu verdanken! Von einer schlechten Leistung des TSV kann also keine Rede sein: Ammendorf war halt einfach noch besser!
IMG_1892 Statistik:
Grounds: 751 (heute kein neuer; diese Saison: 156 neue)
Sportveranstaltungen: 1.557 (heute 1, diese Saison: 243)
Tageskilometer: 120 (100 Auto, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 60.070 (30.760 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.140 Fahrrad/ 3.030 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 100 [zum mittlerweile 3. Mal 100 Spiele in Folge ohne 0:0 – bis zur Bestmarke sind es noch 7 Spiele!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 309

Freitag, 4. November 2011

W275II: Tolle Tore und ein schöner Sieg der TSV-Altherren gegen Ammendorf

TSV Leuna 1919 AH 5:3 BSV Halle-Ammendorf AH
Datum: Freitag, 4. November 2011 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 5:3 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 3:1
Tore: 1-0 4. Mario Melchior, 2-0 6. Ingo Witzel, 2-1 12. (Nr. 13), 3-1 18. Mario Melchior, 4-1 39. Thomas Göcht, 4-2 57. (Nr. 20), 5-2 66. Thomas Göcht, 5-3 70. (Nr. 4)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (Gästefans: ca. 3)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Hervorragendes Altherrenspiel mit vielen sehr sehenswerten Treffern)
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Photos and English version:

Im November gilt es für uns wieder die letzten Spiele der Leunaer Alten Herren zu besuchen. Der heutige Gegner war der meistens siegreiche BSV Ammendorf. Diese Saison hatten sie in 30 Spielen allerdings auch schon 5 Niederlagen einstecken müssen. Leuna ging mit dem 10:1 Sieg gegen die IMO im Rücken ganz locker an die Partie heran.

Da Leuna ihr ganzes Können zeigte und die Gäste sofort enorm unter Druck setzte, war es auch nicht so verwunderlich, dass erst Mario Melchior mit einem Flachschuss der vom langen Innenpfosten ins kurze Eck prallte, und dann Ingo Witzel, der einen Ball mit der Picke unter die Latte zimmerte, die frühe Führung erzielten. Die erste gute Aktion der Süd-Hallenser landete allerdings auch schon im Tor: ein starker Kopfball nach einer punktgenauen Ecke. Noch vor der Pause war es aber erneut Mario Melchior, der nach einer hervorragenden Flanke die Pille direkt abnahm.

In Hälfte zwei setzten die Leunaer noch mal nach: ein genialer Freistoß von Thomas Göcht der aus über 20m in den kurzen Winkel schoss. Das 4:2 war das billigste Tor der Partie: da waren halt zwei Ammendorfer mal schneller als die Abwehr und der eine konnte noch bevor er mit dem heute wieder sicheren Torwart Thomas Hähnel leicht zusammenstieß an den anderen abspielen, der locker abstaubte. Schließlich hielt diese schnelle und wirklich sehenswerte Partie, die mal wieder weit mehr als die 15 Zuschauer die da waren verdient gehabt hätte, auch noch einen siebten und einen achten Treffer bereit: erst ein klasse Unterkante-Latte-und-rein-Tor von Thomas Göcht – das waren diesmal sogar über 25m; der hatte es heute aber mit den Weitschüssen in den rechten Torwinkel! –, dann eine gut verwertete hohe Hereingabe die von der Latte vor die Füße eines Ammendorfers prallte zum 5:3 Endstand.
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Statistik:
Grounds: 659 (heute kein neuer; diese Saison: 65 neue)
Sportveranstaltungen: 1.396 (heute 1, diese Saison: 82)
Tageskilometer: 10 (10 Rad)
Saisonkilometer: 12.650 (10.820 Auto/ 1.820 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 276

Freitag, 29. Oktober 2010

W222I: Fünf-Minuten-Hattrick unter Funsel-Flutlicht

TSV Leuna 1919 AH 1:3 BSV Halle-Ammendorf AH
Freitag 29. Oktober 2010 – Anstoß 18.00
Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 1:3 nach 72 (35/37) Min. – Halbzeit: 0:0
Tore: 1:0 44. Liebigt, 1:1 65. Nr. 11, 1:2 68. Nr. 11, 1:3 69. Nr. 11
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: 10 (davon 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes und schnelles Altherrenspiel)
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Photos and English version:
TSV Leuna 1919 – BSV Halle-Ammendorf (Seniors)
Video:
Leuna’s Liebigt Heads in the Ball for the Lead!

Eben mitten im Spiel und nun geht das Flutlicht schlagartig aus und man steht im Dunkeln – keine Straßenlaterne in der Nähe, keine Häuserbeleuchtung. So war das vor wenigen Wochen bei einem Spiel der Alten Herren vom TSV Leuna geschehen, als einer meinte, er müsste seinem Kumpel die Funktionsweise der Flutlichtanlage erklären, dabei aber den falschen Knopf erwischte und die Lichter schlagartig ausgingen.

Diesmal ging das Spiel ohne Flutlichtabschaltung über die Bühne, wobei es schon in der ersten Halbzeit vor den wenigen Zuschauern im schummrigen Licht der vier kleinen Masten ein gutes und schnelles Spiel war. Es fehlten die Tore, für die es auf beiden Seiten aber die ein oder andere Gelegenheit gab. Hier merkte man, dass sich mit dem TSV Leuna und dem BSV Ammendorf zwei Spitzenmannschaften des Altherrenfußballs der Region gegenüberstanden.

In Hälfte zwei hatte Leuna zuerst mehr Spielanteile und Chancen, wobei zwei Eckstöße von Göcht besonders hervorzuheben sind. Beide kamen scharf aufs Ammendorfer Tor und während den einen ein Gästespieler fast ist eigene Tor köpfte – er flog dann aber knapp am langen Torwinkel vorbei – köpfte Liebigt den zweiten per Aufsetzer ins Netz. Die 1:0 Führung sollte bis zur 65. (also 5 Minuten vor Ende der Partie) halten. Da glänzte dann der 11er von Ammendorf, indem er nach mehreren vergebenen Chancen den Ausgleich nach einem Freistoß, drei Minuten später die Führung und eine weitere Minute später sogar das 1:3 erzielte.

Alles in Allem fiel die Schnelligkeit, die über weite Phasen des Spiels unterhaltsam war, auf. Auch der kämpferische Leistung Leunas, die gegen den überlegenen Gegner bis kurz vor Schluss prima mithielten, ist erwähnenswert.
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Statistik:
Ground Nr. 489 (kein neuer Ground; diese Saison: 39 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.166 (diese Saison: 53)
Tageskilometer: 10 (Rad)
Saisonkilometer: 11.520 (8.170 Auto/ 1.550 Fahrrad/ 1.000 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 74
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 222

Freitag, 30. April 2010

W196I: Und wieder mal die übliche Scheiße in Halle/ Saale.

BSV Halle-Ammendorf 0:1 Hallescher FC
Mittwoch, 28. April 2010 – Anstoß 18.10
Landespokal Sachsen-Anhalt, Viertelfinale (6. Liga/ 1. Amateurliga geg. 4. Liga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 0:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:1
Tor: 0:1 44. Nico Kanitz
Verwarnungen: Besart Konxheli, Freund (BSV), Angelo Hauck, Ronny Hebestreit (HFC)
Platzverweise: Enrico Kricke (BSV: Gelb-Rot nach Tätlichkeit, 87.), Ronny Hebestreit (Rot nach Tätlichkeit, 87.)
Spielort: Stadion der Waggonbauer (Kap. 3.000, davon 62 Sitzplätze)
Zuschauer: 1.850 (davon ca. 1.600 Gästefans)
Unterhaltungswert: 1,0/10 (Zum Kotzen!)
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Da ich dieses Semester mittwochs nur noch bis um 16 Uhr Uni habe, bot sich dieses Spiel, das ich im Vorfeld auf ein 0:1 für den Halleschen FC tippte, an. Im Stadion der Waggonbauer fand vor knapp 2.000 Zuschauern, von denen mindestens 90% für den Regionalligisten hielten, ein typisches Spiel mit Beteiligung des Halleschen FC statt. Ich weiß nicht, wie man diese Mannschaft so toll finden kann, dass man sich jede Woche das grazile Gemauere, die kampflosen Zweikämpfe und die total torreichen und extrem packenden Partien, die meistens 0:0 oder 1:0 ausgehen, ansehen muss. Etwas anderes als Verbundenheit zur Region bzw. Stadt kann es nicht sein. Es gab nur zwei sehenswerte Situation in diesem beschissenen Pennerkick: ein sehr guter Schuss von Nico Kanitz, der im Winkel landete und unhaltbar für den Ammendorfer Torwart war und eine kleine Keilerei, die vom Ex-HFCer und Nun-schon-lange-Ammendorfer Enrico Kricke ausging, in deren Folge Kricke und Gegenspieler Hebestreit vom Feld mussten. Die Emotionen auf den Rängen blieben auch nach der Szene vernünftigerweise in Grenzen. Außer dass sich der komische Kauz von Stadionsprecher wieder aufgeilen musste, indem er eine völlig überflüssige Durchsage wegen eines Böllers machte, gilt es auch kaum etwas vom Umfeld festzuhalten. Bis auf die Ultras vom HFC machte niemand Stimmung. Kein einziger der Nicht-Ultras zog da mit. Es gab sogar Probleme beim Entrollen der Spruchbänder gegen die asoziale Abzocke der Ammendorfer Hausherren, die völlig überhöhte 8€ verlangten (Ermäßigung nur für Kinder unter 14 Jahren).

Mann, war das Spiel wieder langweilig!
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Statistik:
Ground Nr. 416 (kein neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 990 (diese Saison: 132)
Tageskilometer: 20 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 32.280 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.730 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 73
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 196

Donnerstag, 29. April 2010

W194I: Das Spiel wollt ich eigentlich nicht sehen, aber egal…

VfB IMO Merseburg AH 1:4 BSV Halle-Ammendorf AH
Freitag, 16. April 2010 - Anstoßzeit 18.00
Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 1:4 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 19. Nr. 9, 1:1 30. Nr. 13 (Elfmeter), 1:2 48. Nr. 18, 1:3 65. Nr. 9, 1:4 67. Nr. 7
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion Ottoweg (Kap. 3.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 3 Gäste)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Altherrenspiel)


Eigentlich wollte ich ja das Spiel zwischen Stahl Merseburg und dem TSV Leuna besuchen, aber im Ottoweg spielte nicht Stahl, sondern die andere Altherrenmannschaft des VFB Industriemontagen: VFB IMO Alte Herren. Der Gegner diesmal Ammendorf. Die Alten Waggonbauer sind so ziemlich das beste Team in der Umgebung: sie gewannen selbst in Leuna 1:3. Leuna spielte letzte Saison z.B. dreimal erfolgreich gegen die Merseburger; 0:1 bei IMO, 5:3 gegen IMO und 7:2 gegen Stahl gewonnen.


Das Spiel fing so an wie erwartet: Ammendorf drückte kräftig nach vorne, doch die Qualität des Abschlusses hätte ich mir besser erhofft. So kamen die Industriemonteure zum unverdienten Führungstreffer. Der Elfmeter für die Gäste passte zwar in die kleinliche Linie des Schiedsrichters, war aber gerechtfertigt. Der hoch verdiente Ausgleich, nach dem Ammendorf mindestens 9 und IMO nur 3 gute Aktionen gezeigt hatte.
Nach der Pause dann fast nur noch die Gäste, die den immer wieder wegen Kleinigkeiten meckernden oder sich völlig zu Unrecht aufregenden Hausherren (das Gehabe kann ich bei der Männermannschaft schon immer nicht leiden) ihre Überlegenheit demonstrierten. Auch in der Höhe absolut verdient: 1-4 für Waggonbau bzw. BSV Ammendorf im wirklich schönen aber fast ganz leeren Stadion am Ottoweg. Die Tribüne also fast so ausgestorben, wie der vom Abriss bedrohte, leer stehende Plattenbau hinter dem einen Tor...

Statistik:
Ground Nr. 412 (kein neuer Ground; diese Saison: 81 neue)
Sportveranstaltung Nr. 983 (diese Saison: 125)
Tageskilometer: 10 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 31.420 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.500 Fahrrad/ 2.320 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 194

Samstag, 19. September 2009

WE164II: Als Spione bei Aufbau Tasmania, als Sonnenbader bei Grün-Weiß Ammendorf und schließlich: 90 Jahre TSV Leuna 1919.

SG Aufbau/ Tasmania Halle III 3:1 SV 1948 Bruckdorf II
Samstag, 19. September 2009 - Anstoßzeit 11.00
2. Stadtklasse Halle (12. Liga, 8. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 94 Min. (48/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 34. Nr. 4, 2-0 51. Nr. 5, 3-0 69. Nr. 11, 3-1 88. Nr. 13
Verwarnungen: Nr. 2 (Tasmania), Nr. 5, Nr. 6, Nr. 10 (Bruckdorf)
Platzverweise: keine
Besondere Vorkommnisse: Nr. 8 Tasmania schießt Foulelfmeter an die Latte (19.)
Spielort: Hallorensportplatz (Kap. 1.000 Plätze, davon 9 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (2 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Überm Durchschnitt)

SG Aufbau/ Tasmania Halle II 3:0 VfL Halle 1896 IV
Samstag, 19. September 2009 - Anstoßzeit 13.00
1. Stadtklasse Halle (11. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 3:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 42. Nr. 10 (Handelfmeter), 2-0 47. Nr. 11, 3-0 68. Nr. 11
Verwarnungen: Nr. 9 (Tasmania), Nr. 11 (Halle 96)
Platzverweise: keine
Spielort: Hallorensportplatz (Kap. 1.000 Plätze, davon 9 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (3 Gästefans)
Spielqualität: 5,5/10 (Besserer Durchschnitt)

SV Grün-Weiß Ammendorf 1:1 SV Dautzsch 1963
Samstag, 19. September 2009 - Anstoßzeit 15.00
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:1
Tore: 0-1 42. Nr. 5, 1:1 44. Nr. 9.
Verwarnungen: Nr. 1, Nr. 8, Nr. 9, Nr. 10 (alle Grün-Weiß)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Radewell (Kap. 1.000 Plätze)
Zuschauer: 65 (10 Gästefans)
Spielqualität: 1,0/10 (Große Scheiße)
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Photos and English version: [
LINK]

Heute standen zwar drei Spiele, aber nur ein neuer Ground auf dem Programm. Dieser hatte es jedoch in sich, denn von den kleinen Stadien – aufgrund einer kleinen, allerdings noch nicht ganz fertig gestellten Holztribüne mit 9 Sitzen, kann man die Anlage als Stadion bezeichnen – in Halle/ Saale, ist dieser Platz wohl der ungewöhnlichste. Umgeben von Industrieanlagen, die größtenteils nicht mehr in Betrieb sind, ein paar Bäume und wüstes Gestrüpp drum herum und schon hat man einen Platz mit morbidem Charme.

Ebendiese Lage führte allerdings zu einer bizarren Unterhaltung, die ich in der Art und Weise noch nicht erlebt habe, obschon ich immer wieder nicht nur freundlich-neugierig sondern unfreundlich-aufdringlich bis sau-dämlich ausgefragt wurde, da so mancher Amateurfußballfan oder Dorfhandballbetreuer von Groundhopping, zumal auf Sportanlagen kleiner Vereine, nichts weiß oder wenig hält, da zumindest sein/ ihr sportlicher Horizont am Ortsausgangsschild zu Ende ist. Jedenfalls: als ich den Eingangsbereich und die Tribüne fotografiert hatte, fielen mir die misstrauischen Blicke zweier Gestalten auf. Die zweite Gestalt baute sich schließlich mit zwei anderen Typen vor uns auf und faselte irgendwas daher, die Anlage sei Privatgelände, vom Verein nur gepachtet, man müsse da für Fotos eine Erlaubnis einholen, aber zumindest Veröffentlichungen von Bildern mit irgendeiner Firma absprechen, heute wisse man ja nie... Was nehmen die eigentlich für’n Zeug, bei Aufbau Tasmania?! Jedenfalls beendeten wir das Gespräch mit ,,Ja, ja... Machen wir. Wir wissen schon, dass Ihr vorsichtig sein müsst. Tasmania ist ja ein gebranntes Kind.“ Schon zogen die Gestalten – Trainer und Betreuer – wieder ab.

Warum Tasmania ein gebranntes Kind ist, kann man u. a. auch in diesem Blog nachlesen. Kurz gesagt: es geht um eine Spielabsprache, die aufflog und den Abstieg zur Folge hatte, den jedoch ein Gericht aufhob, das noch härteres Zeug nimmt, was nach Protest des Stadtverbandes Terminchaos, Rücktritte und den Rückzug der 1. Mannschaft bzw. deren Transfer nach Schkopau zur Folge hatte.

Kommen wir endlich mal zum Spiel: Aufbau Tasmania III – eigentlich II durch den Rückzug – spielte in einer Partie der untersten Spielklasse des Stadtkreises Halle, als Tabellenführer gegen den Drittletzten aus Bruckdorf. Letztere hatten über die gesamten 90 Minuten nur etwa drei Torchancen, wovon eine geschickt verwertet wurde. Allerdings nur eine und auch erst kurz vor Ende der Partie.
Den ersten großen Aufreger gab es schon in Halbzeit eins, als Tasmania einen strittigen Elfmeter zugesprochen bekam, der allerdings an die Latte gesetzt wurde. Die verdiente 1:0 Führung folgte durch einen tollen direkten Freistoß aus 30 Metern, der vom Torwart – sein erster Einsatz, laut der - wie immer - oft meckernden Bruckdorfer Bank – unterlaufen wurde.
Nach der Pause und Mitte der zweiten Hälfte schlugen zwei Spieler je einmal zu: starke Treffer! Ebendiese Treffer und der oben schon erwähnte Torerfolg Bruckdorfs besorgten den noch zu niedrig ausgefallenen 3:1-Sieg der SG Aufbau/ Tasmania III.

Die Spielpause nutzte ich dann, um den einen der drei oben genannten Wichtigtuer zur Rede zustellen. Ich erzählte, ich hätte einen Bekannten beim Stadtverband vorhin angerufen – die Miene des Offiziellen verzog sich erkennbar erschrocken –, der mir erklärt habe, dass man auf jedem Sportplatz der Stadt Halle fotografieren dürfe, auch wenn er einer Firma gehöre. Auch Gebäude der Firma dürften aufgenommen werden. (Stimmt übrigens deutschlandweit wirklich so!) Und außerdem wüsste ich, dass die Fragerei ohnehin nur darauf abzielte, herauszufinden, ob nicht wieder Journalisten über Aufbau/ Tasmania berichten wollten. Aber mit Journalisten wollten wir doch auch nichts zu tun haben.
Schnell wurde der Offizielle erstaunlich freundlich, redete etwas von Missverständnis und gab zu, dass er misstrauisch wurde, weil der Pächter sich vor kurzem erst eine schikanöse Kontrollaktion geleistet hätte und ohnehin derzeit nur Probleme von Außen in den Verein getragen würden. Er redete nun auch ehrlich über die Umstände des Bestechungsskandals mit uns. Dass Tasmania zum Sündenbock gemacht wurde, obwohl auch viele andere (der Offizielle meinte sogar „alle anderen Vereine“ – aber objektiv gesehen, ist das unwahrscheinlich) Vereine regelmäßig Spiele absprechen würden, glaubten wir ihm gerne. Da Betrug nun mal zum Sport gehört – ohne unsaubere Aktionen, Betrug, Randale usw. wäre es auch etwas langweilig – bin ich auch dafür, aus dieser Aktion von ehemaligen Trainern und Spielern des Vereins, kein zu großes Theater zu machen. Das hat der Verein nicht verdient. Schikanen vom Pächter hat er schon gar nicht verdient. Die gegenüber des Offiziellen getätigten Erfolgswünsche für den Klub mit dem seltenen Namen („Tasmania“ trägt in Deutschland sonst nur noch Tasmania Berlin im Vereinsnamen) kann ich hier nur noch einmal bekräftigen.
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Wir blieben auch noch zum Spiel der II. Mannschaft – also eigentlich der I. – was eine Klasse höher und knapp weniger unterhaltsam war, als das Spiel davor. Hier brauchte Tasmania noch länger zur 1:0 Führung, die allerdings auch verdient war und ebenfalls eine Parallele zum Vorspiel: es wurde ein Elfmeter für die Heimmannschaft verhängt, der diesmal jedoch sicher verwandelt wurde.
Kurz nach der Pause und Mitte der zweiten Hälfte erzielte der kleine 11er zwei tolle Treffer! Das Spiel wurde dann kurzzeitig ruppig, weil die VfLer mal wieder ihre unsympathische Phase bekamen – ob erste oder wie hier vierte Mannschaft, ob Spieler oder Zuschauer: sowie mal kein souveräner Sieg erzielt wird, wird in brenzligen Phasen der Partie gegen den Schiri gewettert und der Gegner angeblökt, dass man sich immer wieder des pejorativen Spitznamens von VfL Halle 96 erinnert –, beruhigte sich aber schnell wieder. Ein weiteres Tor fiel allerdings nicht und wir sahen zu, nach Ammendorf zu kommen.

Ich kannte den Platz schon, mein Vater noch nicht. Auch dort gammeln noch Industrieanlagen vor sich hin, aber der Platz ist leider recht kahl. Zum vierten Mal hintereinander genossen wir jetzt freien Eintritt, doch nicht nur das Sitzen in der Sonne machte müde, sondern auch das niveaulose Gekicke der Mannschaften. Waren die wirklich zwei bzw. drei Klassen höher, als die beiden Gegner in den beiden Spielen zuvor? Die scheinen sich in der Stadtoberliga wohl nur mit Spielabsprachen, statt mit Fußball zu beschäftigen. Ein paar schöne Fouls und zwei schöne Tore kurz vor Halbzeitpfiff – erst ein haltbarer Freistoß der Dautzscher, dann ein starker Konter von Grün-Weiß Ammendorf – und das war’s auch schon. Mehr muss man zu dem Spiel nicht sagen, außer dass es nicht verdient hatte, mehr als vier Mal so viele Zuschauer wie die Spiele bei Aufbau Tasmania gehabt zu haben.
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Ein Nachtrag zum TSV Leuna 1919: wir hatten auch überlegt, es dann aber doch verworfen, nach Leuna zu fahren. Vor mittlerweile 90 Jahren schon wurde der TSV gegründet. Damals unter dem Namen Turnverein Rössen. Bald hießen sie Turn- und Sportverein Rössen, ab 1933 Turn- und Sportverein Leuna und ab 1948 bis zur Wende spielten sie als BSG Chemie Leuna. Und bei weitem nicht nur Fußball. Was den Fußball in Leuna am heutigen Samstag angeht: Im Stadion des Friedens holte die zweite Mannschaft einen Punkt mit einem 1:1 gegen Schochwitz (Kreisoberliga Merseburg... ja, ja... O.K. Saalekreis) und die erste Mannschaft fuhr den ersten Dreier der Saison gegen Grün-Weiß Langeneichstädt ein. Glückwunsch! Weg vom Abstiegsplatz durch ein 2:1 gegen Langeneichstädt mit Treffern von Kevin Degner und Joao Pires. Während ich Kevin schon immer als starken Spieler beschrieben habe, der in letzter Zeit immer mehr zu einem Torgarant wurde, überzeugt Joao seltsamerweise erst nach einer überharten Rezension meinerseits nach dem Spiel gegen Zeitz. Da ich weiß, dass er den Blog gelesen hat, würde ich da jetzt Parallelen ziehen wollen, aber das ist unwichtiger Kram. Wichtig ist, dass er und offensichtlich auch die restliche Leunaer Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben, sodass am Ende der Saison, nach dem erwartet harten und auch verständlicherweise schlechten Start, wenigstens ein respektables Ergebnis in der Tabelle steht.

Statistik:
Ground Nr. 355 (ein neuer Ground; diese Saison: 26 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 886 – 888 (diese Saison: 30)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.280 (9.550/ 730/ 0/ 0)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 164

Fotos:
http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157622412063400/

Donnerstag, 18. Juni 2009

WE151I: Uni mal anders - und: mal wieder das torärmste Spiel ausgesucht

BSV Halle-Ammendorf II 1:1 SG Aufbau Tasmania
Mittwoch, 17. Juni 2009 - Anstoßzeit 18.30
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 93 Min. (45/48) - Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 13. (Nr. 9), 1:1 30. (Nr. 7)
Verwarnungen: BSV 1, SG 4
Platzverweise: keine
Sportplatz: Steinstraße 17A (Kap. 1.000)
Zuschauer: 50 (10 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)
An der Uni war heute Streik für Bildung angesagt. Zur Demo war ich leider verhindert, aber nach einer weitestgehend normalen Vortragsrunde im Orientinstitut, gab es Arabischkurs einmal anders. Wir Orientalistikstudenten sahen uns nämlich genötigt, mangels Unterstützung der Unileitung und anderer höherer Stellen, die ua. die Nichtbesetzung mehrerer Stellen vorsieht, was das Ausbildungsniveau auf jeden Fall verringern würde, das Büro des Prorektors zu besetzen. Das Melanchtonianum war ohnehin fest in der Hand von Studenten, die den Bachelor-/ Masterdreck gerne reformiert und mehr Geld für die Bildung sehen und klare Absagen an Studiengebühren hören würden. Im Vorzimmer des besetzten Büros hielt dann unser Arabischlehrer ganz lässig die Unterrichtsstunde ab. In der vorangegangenen Stunde erwuchs aus einer Anekdote heraus die Idee, einmal Rosenwasser mitzubringen, was der Lehrer an uns und auch den Prorektor, bevor dieser ging, verteilte. Der Raum roch kräftig nach dem als Speisenverfeinerungsmittel und Parfüm verwendeten Rosenwasser, als der Unterricht wie in einer Koranschule begann: auf dem Boden hockend, die Bücher und Hefter auf den Knien, gruppierten wir uns um Herrn Jassim, der als Highlight der Stunde die letzten 30 Minuten auf Arabisch ein paar Schwänke aus der Jugend zum Besten gab, herum.
Danach besetzten die einen weiterhin das Büro, andere gingen nach Hause und ich fuhr zum Fußball nach Ammendorf. Diesmal spielte die 2. Mannschaft des BSV Halle-Ammendorf gegen SG Aufbau Tasmania. Der Platz liegt versteckt hinter ein paar ganz ansehnlichen Wohnblocks: man muss, wenn man aus Norden kommend die große Kreuzung Merseburger Straße/ Ecke Steinstraße passiert hat, gleich rechts in die Steinstraße einbiegen und dann sofort wieder rechts in einen Schotterweg rein.
Kurz vor Anpfiff trudelte auch mein Vater ein, der dann ebenfalls die für die Stadtoberliga völlig überzogenen 2€ Eintritt - die Dorfdeppen halten sich wohl für besonders großstädtisch, wenn sie den Besucher so abzocken - zahlte. Was auch noch negativ auffiel, war das Asipack, das sich um einen augenscheinlich alkoholabhängigen Opa herum gruppierte und mehrere Meter von uns weg stand. Die regten sich schon vorm Spiel über die „Kanaken“ von Tasmania, wo ja „kein einziger Spieler die deutsche Staatsbürgerschaft hat“ auf. Von Aufbau Tasmania waren maximal vier Spieler ausländischer Herkunft, die dann im Spiel genauso wenig negativ auffielen, wie der eben beschriebene Abschaum an der Seitenlinie.
Es entwickelte sich nach mehrminütiger Abtastphase ein ordentliches Spiel, wobei Ammendorf gleich einen gut eingeleiteten Angriff zum 1:0 nutzte. Die Gästeabwehr war da einfach nicht richtig an den Mann gegangen. Wie auch immer, nach weiteren Chancen für Ammendorf II verlagerte sich das Spiel zusehends vors Heimtor. Die Tasmanen machten jetzt recht ordentlich Druck und konnten dann mit einem Hammerschuss aus 18m unter die Latte nach einer halben Stunde Spielzeit den Ausgleich erzielen.
Mit 1:1 ging es in die Halbzeit, die wir zum Ausprobieren des Caterings, was zu erstaunlich niedrigen Preisen ausgegeben wurde, nutzten. Ein paar Wiener mit Ketchup und Toast kostete nur 1€, 0.2l Cola nur 0,30€. Da ärgerte man sich auch gar nicht mehr über den Eintrittspreis.
Da in der zweiten Halbzeit nicht allzu viele Chancen herausgespielt wurden, und wenn, dann auch noch kläglich vergeben werden sollten - wobei die Maradona-Einlage eines Tasmania-Spielers, der einen Freistoß in den Strafraum mit der Hand aufs Tor schlug (der Torwart fing den Ball aber ab) schon topp war -, blieb es beim 1:1, was das eindeutig torärmste Ergebnis der acht Partien - das torreichste war ein 4:4 - des Mittwochsspieltages sein sollte.
Aufbau Tasmania - der schöne Name resultiert aus mehreren Fusionen der Nachwendezeit - ist somit so gut wie in die Stadtliga abgestiegen. Ammendorf II hingegen - auch wenn sie die schlechtere Mannschaft waren - rangiert auf dem dritten Rang, wenn auch ohne Aufstiegschancen.
Noch mal zurück zum Namen der Gäste, der auf der Website http://www.steffen-soeder.de/tasmania/ erläutert wird. Anmerkungen in eckigen Klammern sind von mir. Aufbau Tasmania wurden 1971 gegründet als BSG MLK 71 [Betriebssportgemeinschaft Metall-Leichtbau-Kombinat]. 1990 erfolgte die erste Umbenennung: SV Hamesta [Name einer Metallbaufirma, Nachfolgerin der Halleschen Metall- und Stahlbau GmbH und meines Wissens mittlerweile auch Bankrott]. 1998 Zusammenschluss mit TSG Trotha und Annahme von deren Namen. 2000: Umbenennung SG Tasmania Trotha Halle, 2001 Zusammenschluss mit PSV Halle = Polizeisportverein Trotha Halle. Das passte einigen nicht und es entstanden der Polizeisportverein Halle und die SG Tasmania Trotha noch im selben Jahr. 2002 schlossen sich dann Tasmania Trotha und SG Aufbau zu SG Aufbau Tasmania Halle zusammen, die jetzt neben der ersten Männermannschaft in der Stadtoberliga (bald Stadtliga), auch eine zweite Mannschaft (gesichert 2. Stadtklasse) und eine dritte Mannschaft (wahrscheinlich Absteiger aus 2. in der 3. Stadtklasse) haben.
Am Samstag gibt es wieder einen Bericht aus dieser Spielklasse. Dann aus Lettin.
Statistik:
Ground Nr. 326 (ein neuer Ground; diese Saison: 96 neue)
Sportveranstaltung Nr. 827 (diese Saison: 194)
Tageskilometer: 30 (10 Bahn, 20 Rad)
Saisonkilometer: 26.070 (12.810 Auto; 5.370 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.930 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 151

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090617%20BSV%20Ammendorf%20II%201-1%20Aufbau%20Tasmania/

Donnerstag, 21. Mai 2009

WE147I: Idyllisch aber versteckt gelegenen; beim HSC im Brandbergeweg

SV Rotation Halle II 3:2 Reideburger SV 1990
Dienstag, 19. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.40
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 0:1 2. Minute, 1:1 15. Minute, 2:1 40. Minute, 3:1 57. Minute, 3:2 77. Minute
Verwarnungen: Rotation 1, Reideburg 2
Platzverweise: keine
Sportplatz: Rotation (Kap. 1.000)
Zuschauer: 50 (20 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (ordentlich)

Hallescher SC 96 1:3 BSV Halle-Ammendorf II
Mittwoch, 20. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.40
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:3 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:2
Tore: 0:1 7. Minute, 1:1 15. (Elfmeter), 1:2 23. Minute, 1:3 51. Minute
Verwarnungen: 1 für BSV II
Platzverweise: keine
Sportplatz: Brandberge (Kap. 1.000)
Zuschauer: 20 (10 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (durchschnittlich)

Zum oben genannten Dienstagsspiel kann ich nichts weiter sagen, da mein Vater dort alleine gucken gegangen war. Am Mittwoch war ich alleine unterwegs und zwar natürlich wieder einmal nach der letzten Univeranstaltung. Diesmal ging es nach Norden auf die Brandberge, die vor allem wegen der dort befindlichen Brandbergehalle bekannt sind. Wenn man die Halle gefunden hat, muss man nur noch die Treppe vor dem Waldstück erklimmen und 200m den Waldweg entlang laufen und schon ist man auf Halles idyllischstem und verstecktestem Fußballplatz. Platzmannschaft ist der Hallesche SC 1996, die an diesem Tag der Wochenteilung die zweite Vertretung des BSV Halle-Ammendorf zu Gast hatte.
Der Gästetrainer stimmte seine Spieler vorm Anpfiff noch einmal ein, von „der ersten Sekunde an“ Druck zu machen, was diese auch taten. Nach etwa 400 Sekunden war dann der Ball auch durch eine gute Direktabnahme im Netz des HSC. Diese kamen bis zur 15. Minute nur drei Mal durch Freistöße vors Tor. Beim dritten Mal bekamen sie im Anschluss einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen, in dessen Zusammenhang auch die einzige gelbe Karte der Partie gegeben wurde, den ein HSC Spieler locker verwandelte. Die Freude wehrte aber nicht lange, denn es vergingen keine zehn Minuten, bis der Ball wieder im Tor der Heimmannschaft lag. 1:2 sollte der Pausenstand sein.
Nach den kaum 10 Minuten Spielpause drückte Ammendorf weiter, doch nach dem 1:3 - für mich war das auch schon die Entscheidung - wurde das Spiel schwächer. Bis zur 75. hatte es einen richtigen Durchhänger, ehe Ammendorf - einige ihrer Spieler taten sich übrigens während der schlechten Spielphase mit ungestraften Unsportlichkeiten, z.B. Zuschauer anpöbeln, hervor - erneut drückte. Ein Tor bekamen sie jedoch nicht mehr auf die Reihe.
Der HSC konnte sich übrigens keine einzige Torchance aus dem Spiel heraus erarbeiten. Nur fünf oder sechs Freistöße kamen aufs Tor. Alles in Allem entsprach der Spielverlauf den Erwartungen: einseitig, da der Tabellendritte beim Vorletzten (15.) gastierte.
Statistik:
Ground Nr. 313 (ein neuer Ground; diese Saison: 83 neue)
Sportveranstaltung Nr. 808 (diese Saison: 175)
Tageskilometer: 55 (10 Bahn, 45 Fahrrad)
Saisonkilometer: zu bearbeiten 23.985 (12.810 Auto/ 4.225 Fahrrad/ 4.090 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 147

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090520%20Hallescher%20SC%2096%201-3%20BSV%20Halle-Ammendorf%20II/

Donnerstag, 16. April 2009

W142II: Nach der Uni mal eben noch zum Fußball - oder: Schiedsrichtergeschenk in der 91. Minute

BSV Halle-Ammendorf 2:2 VfB IMO Merseburg
Mittwoch, 15. April 2009 - Anstoßzeit 18.00
Verbandsliga Sachsen-Anhalt (6. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 2. Grosche, 1:1 33. Schlorf, 1:2 61. Schlorf, 2:2 91. Grosche (Elfmeter)
Verwarnungen: zwei für BSV, drei für IMO
Platzverweise: keine
Stadion: Stadion der Waggonbauer (Kap. 3.000, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: 151 (20 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (ordentlich)

Als gegen 17.30 die Arabischstunde langsam ihrem Ende entgegen ging, wurde ich unruhig. Mir war schon klar, dass ich den Anstoß des Spiels nicht erleben würde, aber Herr Jassim hätte nun wirklich nicht noch um 17.42 zwei Leute für einen Dialog nach vorne bitten müssen und dann diese auch noch so ungünstig aufstellen lassen, dass meine Banknachbarin und ich nicht wie abgesprochen ein paar Minuten früher unbemerkt herausgehen konnten...
17.48 war Schluss und 18.09 stand ich am 6km entfernten Kassenhäuschen des Stadions der Waggonbauer. Die nicht unbedingt niedrigen 4€ abgedrückt und mit Blick auf die Anzeigetafel festgestellt: es stand schon 1:0 für den BSV. Scheiße, Alter!
Ich machte ein paar Fotos der doch ganz schönen Anlage und begab mich auf Höhe des zum Eingang hin aufgestellten Tores. Nach dem ich etwa 25 Minuten da stand, fiel der Ausgleich durch Sebastian „Krawatte“ Schlorf. Bis zur Pause gab es noch einige Chancen, davon mehr für den abgeschlagenen Tabellenletzten, den VfB IMO, doch keine weiteren Tore.
In der Pause lief ich zum Fotografieren der Tribüne etwas herum und traf dabei Wolfgang Schulze. Irgendwie hatte ich gar nicht mit „Wolle“ gerechnet, aber Torsten spielt ja bei der IMO. Dabei ist dieser nicht der einzige Ex-Leunaer bei den Industriemontagen. Auch nicht der einzige (rück)wechselwillige. Aber das wird der Präsident Schäfer schon wissen, er weiß schließlich auch am Besten, warum diese Spieler wechseln wollen: ist halt schon was anderes, ob man mit Grundstücken zockt oder mit Spielerprämien...
In der zweiten Halbzeit stand ich also unter dem Gästeanhang, wobei ich nicht das Gefühl hatte, da so wirklich rein zu passen. Aber das verdiente 1:2 für die IMO fiel immerhin auf unsere Seite. Bis zur letzten Minute war das Spiel recht ordentlich - sogar besser als in Halbzeit eins - und der Viertletzte Ammendorf zeigte nicht, dass sie etliche Punkte mehr als der Tabellenletzte haben. Es gab zwar auch einige gute Chancen für die Hausherren, aber ein absolutes Armutszeugnis für die Waggonbauer, dass das ohnehin nicht immer überzeugend agierende Schiedsrichtergespann erst mit einem äußerst fragwürdigen Elfmeterpfiff für den unverdienten Punktgewinn des BSV sorgen musste. Der Merseburger Hiller wurde gefoult und fiel mit den Händen zuerst auf den Ball. Der Elfmeter wurde dann zwar nicht von dem Pfeifenheini, sondern vom Ammendorfer Schützen verwandelt, aber dass es ein paar Wutausbrüche vom IMO-Anhang gab, konnte ich gut verstehen. Auch, dass diese nicht sofort abklangen, als der Schiri sofort nach dem Elfmeter abpfiff, was wohl kaum mit dem Hund, der aufs Spielfeld lief, zu tun hatte, sondern viel mehr mit dem Tor. Eine Dreiergruppe der IMO B-Fans machte sich dann bei den beiden Ordnern unbeliebt, indem diese eine Werbebande demolierten. IMO B-Fans sind übrigens die primitiven, jüngeren Pöbler, die A-Fans sind die alten Dummschwätzer und Klugscheißer. Mehr Arten von Fans gibt es beim VfB IMO nicht, zugegebenermaßen trifft das auf viele Amateurvereine zu, nur im Besonderen eben auch beim bei mir eigentlich sehr unbeliebten Verein aus meiner Heimatstadt.
Die drei wurden dann von zwei Ordnern zum Herausgeben der Personalien aufgefordert, was der Rädelsführer mit dem Androhen von Schlägen - eigentlich wollte er doch erst dem Schiedsrichtergespann die Fresse polieren - aus der Welt schaffte.
Als wieder Ruhe eingekehrt war - die Ammendorfer werden wohl vernünftigerweise dem Verein VfB IMO die Bande in Rechnung stellen - verabschiedete ich mich von Wolle und fuhr zügig mit dem Rad nach Hause. Auch wenn ich den Ground schon kannte, ich weder Sympathie noch Antipathie gegenüber den Ammendorfern hege und bei mir sonst immer die Schadenfreude kommt, wenn der arrogante VfB IMO mal wieder verloren hat, wäre mir ein Sieg der Gäste lieber gewesen. Aber Hauptsache, ich habe mal endlich Fotos vom Stadion der Waggonbauer machen können...

Statistik:
Ground Nr. 296 (ein neuer Ground; diese Saison: 66 neue)
Sportveranstaltung Nr. 786 (diese Saison: 153)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 22.140 (12.020 Auto/ 3.650 Bahn/ 3.610 Rad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 142

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090415%20BSV%20HALLE-AMMENDORF%202-2%20VFB%20IMO%20MERSEBURG/

Freitag, 20. März 2009

20.03.09 Fotos aus der überfluteten Saaleaue

Fotos aus der überfluteten Saaleaue

Aus Merseburg kommend fährt man gen Norden auf Halle/ Saale zu. Vor Halle-Ammendorf geht erstens ein unscheinbarer und gesperrter Weg nach rechts ab und zweitens ein gleich darauf spitzwinklig abknickender und freigegebener Weg. Beide führen nach Kollenbey, ein nach Schkopau - Merseburgs nördliche Nachbargemeinde (von Nachbarstadt kann man bei einer Ansammlung von Dörfern, die nur zu einem weiteren Dorf (Schkopau) gehören, wohl kaum sprechen) - eingemeindetes Dorf mit nur knapp 100 Einwohnern.

Montag, 9. März 2009

WE136II: HFC auch im Landesderby erfolgreich - Seit 21 Spielen unbesiegt und seit 8 Spielen ohne Gegentor - Fans sorgen für langen Stadionaufenthalt

Hallescher FC 1:0 1. FC Magdeburg
Sonntag, 8. März 2009 - Anstoßzeit 14.15
Regionalliga Nord (4. Liga, Halbprofiliga)
Ergebnis: 1:0 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 1:0
Tor: 26. Markus Müller
Verwarnungen: HFC; David, Lachheb - FCM; Braham, Vujanovic, Gewelke, Rosin
Platzverweise: David; HFC, 78. wiederholtes Foulspiel
Besondere Vorkommnisse: a) Anpfiff erfolgte mit 15 Minuten Verspätung wegen enormen Zuschauerandrang, b) Halbzeit dauerte wegen Pyro-Einlagen beider Fankurven 30 Minuten, c) Spielunterbrechung von 15 Minuten in 75. aufgrund von Handgreiflichkeiten im Gästefanblock
Stadion: Kurt-Wabbel-Stadion (Kap. 13.322, davon 4.072 Sitzplätze)
Zuschauer: 10.851 (3.000 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (ziemlich unterhaltsam - Spielqualität 6,0/10; Atmosphäre 7,5/10)

Im Vorfeld des Spiels versuchte die im Raum Halle/ Merseburg gängige Presse ungewohnt sachlich zu bleiben, anstatt Ängste zu schüren, wobei die MZ im Sportteil beispielsweise auf das bunte Ausmalen des Szenarios, die menschenfressenden Horden so genannter FCM-Hooligans werden ganz Halle niederbrennen, verzichtete, und stattdessen mehr die 0815-Meldungen brachte. Eine davon ist die der zwei Hoffenheimer Spieler, die zu spät zur Dopingkontrolle kamen.
An dieser Stelle sei aber auch erwähnt: stark, dass der MZ-Kommentator, der seine Gedenken zum fraglichen Artikel äußerte, es sich nicht nehmen lies, den „Skandal“ gelassen zu betrachten. Nur hätte er auch auf den eigentlichen Skandal, nämlich das Verhalten von DFB, DFL, FIFA und WADA, hinweisen sollen. Reine Wichtigtuerei und Mediengeilheit! Man denke nur an das System „ADAMS“ und entsprechende Regelungen, dass die Sportler 365 Tage im Jahr für diese rechthaberischen Hansel von Dopingärzten zu jeder Unzeit antanzen müssen, was von Tennisprofi Rafael Nadal ua. mit „Verfolgungswahn“ kommentiert und von Peter Schaar (Bundesbeauftragter für Datenschutz) ua. wegen ,,lückenlose[n] Aufenthaltskontrolle[n], unzureichende[m] Datenschutz und Generalverdacht gegen Athleten“ kritisiert wurde. Dass viele Fans auch noch auf die Dopinghysterie eingehen, ist wirklich bedenklich. Eigentlich wäre das Thema einen eigenen Blog-Eintrag wert, doch mit derlei Scheiße will ich mich eigentlich nicht befassen - wer so hohl ist, die Tätigkeit der WADA widerspruchslos zu befürworten oder Strafen für die zwei Hoffenheimer Kicker fordert, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Beim Einlass war dann eine weitere Krankheit des Sports Nr. 1, der Sicherheitswahn, zu beobachten: die Einlasskontrollen wurden zwar von recht anständigen und keineswegs provozierend oder arrogant auftretenden Ordnern (um ein Vielfaches angenehmer als in der verkommenen Bundesliga!) durchgeführt, doch das derartig pingelig, dass das Spiel mit 15 Minuten Verspätung beginnen musste. Wir standen auch immerhin fast 30 Minuten vor den Stadiontoren, obwohl wir ganze 70 Minuten vor Spielbeginn erschienen waren.

Die erste Halbzeit des Spiels wusste bis zur 25. durch rein gar nichts zu überzeugen. Was die beiden Mannschaften da spielten, war so derartig beschissen, dass ich mich da nicht länger dran aufhalten will, da ich jeden einzelnen Spieler, außer einige Abwehrspieler und den Torwart des HFC kritisieren müsste, was die Quote an Schimpfworten und Kraftausdrücken in meinem Bericht noch enorm steigern würde. Und die Quote wird schon hoch genug... Nur so viel: bis zur 25. hatte der FCM eine und der HFC gar keine Torchance und das Spielniveau war bestenfalls Alte Herren Freundschaftsspiel, wobei ich auch schon Spiele der Ü-40 gesehen habe, die besser waren, als diese ersten 25 Minuten.
Als diese dann endlich verstrichen waren, hatte der HFC seine erste richtige Chance im Spiel. Die Abwehr des FC Magdeburg bekam eine gut hereingebrachte Ecke, die von Markus Müller per Kopfball aufs Tor gebracht wurde, nicht mehr heraus. Das 1:0 für die zu diesem Zeitpunkt des Spiels (geringfügig) noch schlechtere dieser beiden sehr schlechten Mannschaften.
Nach diesem Tor ging aber ein Ruck durch beide Teams und in den nächsten 20 Minuten bis zur Pause zeigten sie mit Fouls wie auch mit stark geführten Zweikämpfen und Laufduellen, dass sie den Fans dann doch noch etwas zeigen wollten.
Während die ersten 25 Minuten eine Spielbewertung von 0,5/10 (totale Scheiße) verdienten, muss man den Minuten 26-45 eine Bewertung von 4,0/10 (leicht unterdurchschnittlich) gewähren.

Die zweite Halbzeit, die aufgrund einer ordentlichen Pyro-Show beider Fankurven (mehr siehe übernächster Abschnitt) später anfing, verdiente dann eine Spielbewertung von durchgängig 7,0/10 (gut). Denn nicht nur die Fans brannten von Zeit zu Zeit Feuerwerk ab, sondern im übertragenen Sinne auch die Spieler. Es blieb engagiert und hart, und nun drängte der FC Magdeburg viel mehr aufs Tor als der Hallesche FC. Doch die Gastgeber zeigten im Duell 2. gegen 3. warum sie vor den Gästen stehen: ihre Abwehr ist einfach noch einen Tick besser. Der Sturm, der meisten grottenschlecht ist, aber von Zeit zu Zeit auch mal seine Lichtblicke hat, ist zwar kaum Oberligareif, doch die Abwehr hat schon ein beachtliches, bundesligataugliches Format. Der aus Monastir stammende Tunesier Lachheb hat seine Kollegen schon gut im Griff und zeigt selber oftmals ziemlich gute Spiele und der fast 36jährige kroatische Torwart Darko Horvat hält seinen Kasten in vielen Spielen sauber. Nur 8 Gegentore in 21 Spielen ist hervorragend, doch selber nur 24 Tore in 21 Spielen zu erzielen, ist Niveau unteres Mittelfeld. Spiele des HFC sind also zumeist ein Graus für Freunde wilden Offensivfußballs. Aber den bot, vor allem ab der 60. und noch mal eine Spur schärfer ab der 78. aufgrund eines nicht unberechtigten Platzverweises für Pavel David, ja immerhin der 1. FC Magdeburg. Belohnt wurde er allerdings nicht, obwohl ich in der 91. Minute den Ball, der aus 20 Metern aus ruhender Lage an den von Horvat aus gesehen rechten Innenpfosten klatschte, schon ins Tor springen sah. Ich dachte in den Sekundenbruchteilen nach dem Pfostentreffer schon an die Wutausbrüche der Fans gegenüber von uns, doch dann sah ich, dass der Ball die Torauslinie entlang rollte. Kurz darauf war dann auch Schluss und die Spieler der Heimmannschaft konnten sich von ihren Fans feiern lassen.
Das Schiedsrichtergespann verdient zu allererst eine Erwähnung, da sie aus Stuttgart kamen um dieses Spiel zu leiten, dann, weil sie auch Bundesligaspiele leiten, und schließlich, weil sie mich immer wieder an den Rande regionalrassistischer Sprüche brachten, mit ihrem kleinlichen Gepfeife. Da mir aber die Baden - besonders im Umfeld des KSC - mit ihren hirnverbrannten Slogans wie „Badener ist das Höchste, was ein Mensch werden kann“ noch viel mehr zuwider sind, als ihre Stuttgarter und andere Rivalen aus Schwaben, verzichtete ich darauf, mich auf das Niveau „Haut die scheiß Schwaben-Schaben vom Feld“ herabzulassen. Die drei, die jede gleiche Höhe als Abseits stoppten und das Spiel viel zu lange anhielten bei den Pyroaktionen, hießen übrigens Marcus Schmidt, Stefan Lupp und Michael Karle.
Größte Unverschämtheit von ihnen war allerdings folgende: nach 27 Minuten Lachhebs Magdeburger Landsmann Braham berechtigterweise Gelb zeigen, sich dann aber in schöner regelmäßig von diesem Bauern aus Bembla nerven lassen, der Gegenspieler provozierte, foulte und zudem regelmäßig Elfmeter oder Karten forderte, ist höchst inkonsequent. Es sei übrigens noch erwähnt, dass Lachheb und Braham sich nicht besonders gut leiden können. Während andere Spieler des Halleschen FC bzw. des FC Magdeburg nach Abpfiff sich die Hand gaben, meckerte Braham noch auf die Schiedsrichter ein und Lachheb ging an Braham vorbei. Beide ignorierten sich. Im Hinspiel waren sie ja auch recht heftig aneinander geraten.

Nun zu dem Punkt, ohne den ich nie zu diesem Spiel gegangen wäre: den Fans. Wie eingangs beschrieben, blieb die Presse recht sachlich und schon einmal vorweg: Respekt an den mdr für einen an Sachlichkeit und Richtigkeit kaum zu überbietenden Artikel.* Da wurde mal wirklich drauf verzichtet, über „sogenannte Fußball-‚Fans’“ herzuziehen und stattdessen sachlich daraufhin gewiesen, dass die Ordner in einem Punkt versagten.
Wie auch immer, erstes Highlight war die Choreo der Heimfans. die rechtzeitig zum Einlauf der Mannschaften entrollt und bis kurz nach Anpfiff hochgehalten wurde. Immer wieder stark, wie Leute - also: Ultras - Stunden um Stunden aufwenden, um dann zwei, drei Minuten, teils sehr aufwendige, für den Einmalgebrauch bestimmte Kunstwerke zu zeigen.
Von mir aus gesehen auf der linken Seite 12 rote, etwa zwei Meter breite Folienstreifen, auf der rechten dasselbe in weiß. Damit sind die Vereinsfarben abgedeckt und zudem noch eine Anspielung auf: der 12. Mann - die Fans. Dazwischen im oberen Bereich rote und weiße Papptafel, darunter im unteren Bereich eine schwarz-weiß karierte Flagge, auf der, teils nach oben überstehend, zwei Schachfiguren - ein roter König und ein blauer Bauer gezeigt werden. Rechts und links oberhalb in vier stilisierten Uhren auf Goldgrund die Ergebnisse der beiden letzten Aufeinandertreffen: 4-3 (nach Elfmeterschießen) und 2-1. Am Zaun dann ein Spruchband auf schwarz-weißen Karos gerahmt von roten und weißen Flächen: „König schlägt Bauer.“ Nicht zuletzt auch auf den üblichen Schmähspruch „die Bauern aus Magdedorf“ bezogen.
Die Bauern - ähm: Fans - aus Magdedo... -burg hatten leider keine Choreo (möglicherweise verboten worden, wenn ja, ist es natürlich eine Unverschämtheit, dass auf der HFC-Website deswegen über die „Langweiligkeit“ der Gästefans hergezogen wird) und glänzten bis zur Pause nur mit einer Schalparade und mittelmäßig lauten Standardanfeuerungen. Dasselbe tat dann auch der Heimanhang: Standardanfeuerungen. Und mal wieder nur die Kurve. Einzig beim Wechselgesang „Chemie - Halle“ gingen die Sesselfurzer auf der Haupttribüne (die aktiveren Fans von Gate A und Mücheln im Block A sind damit nicht gemeint**) und die Spießer in unserem Block mit. OK, sonst gingen wir beide ja auch nicht, ab mangels Stimmung direkt um uns herum.
Pünktlich zur zweiten Halbzeit - sehr absehbar - ging es in beiden Kurven gut ab: eine ordentliche Feuerwerksshow auf beiden Seiten.
Die Gästekurve mit grün-blau-rot-weißen Rauchbomben - Zitat einer Kutte neben mir: „Ach diese dummen Hunde!“, Bemerkung von meinem Vater zu ihm: „Kommt wenigstens Farbe ins Spiel!“ - und die Heimkurve untermalte dutzende Doppelhalter mit einem guten Dutzend Bengalfackeln.
Der Schiedsrichter rief lächerlicherweise beide Mannschaften in die Kabine und verzögerte den Wiederbeginn somit um 15 Minuten und der Stadionsprecher vergeigte sein Ansehen bei mir, indem er sich nicht entblödete, die (natürlich aus guten Gründen verbotene) künstlerische Darbietung mit Gesülze zu stören. Für den Spruch mit den „Idioten“ sollte er eigentlich eine ordentliche Schelte kriegen, da es sich um eine direkte Beleidigung handelt. Und wenn der Stadionsprecher die Gästefans - oder auch nur einen Teil von ihnen - als „Idioten“ dahinstellt, ist es eine ganz andere Sache, als wenn ich hier in meinen Texten derlei Worte benutze. 1. Verantwortungslos, da die Stimmung anheizend und 2. an der Grenze zum Tatbestand der Beleidigung.
Bis zur 75. blieb es fantechnisch höhepunktslos - einzig ein paar Spruchbänder, gegen Datenmissbrauch, für die HFC-Fanszene und in Erinnerung an einen verstorbenen Fan, wurden von der Heimseite entrollt - doch dann sorgten die Ordner für ein zweifelhaftes Highlight. Ein Magdeburger Fan regte sich über Spieler und Linienrichter auf und - um zu provozieren - kletterte er auf den Zaun und pöbelte herum. Es bestand keinerlei Grund für den Ordner - eigentlich müsste man „so genannter ‚Ordner’“ schreiben - den Fan, der auf der zur Stehtribüne hin liegenden Seite herumkletterte, mit einem Faustschlag*** vom Zaun zu hauen, sodass dieser mit dem Hinterkopf auf den zwei Meter tiefer liegenden Betonboden aufschlug. Wenn der Fan wirklich über den Zaun gesprungen wäre (höchst unwahrscheinlich), hätte ihn man problemlos und mit Recht in der Polizeikette abgefangen und festgenommen. So entwickelte sich ein Handgemenge - nicht unbedingt mit Recht, aber völlig nachvollziehbarerweise - im Gästesektor. Das war den schwäbischen Weicheiern natürlich zu wild und wieder hieß es 15 Minuten Pause, was natürlich auch mit der Pyrotechnikaktion, die die geklaute HFC-Fanatics-Fahne in Rauch aufgehen ließ, zu tun hatte.
Als dann abgepfiffen wurde, jubelte der ganze Heimbereich und am Heimfanblock wurde ein Transparent entrollt, dass sich auf die Choreo vorm Anpfiff bezog:

„Schach matt!“

*Leider nicht so gelungen ist das Video unten: a) interessiert keine Sau, was der DFB-Spielbeobachter zu seiern hat, zumal der nur mal die Glotzen hätte aufmachen müssen: da muss nichts geprüft werden, das haben genug Leute im Stadion gesehen, b) weiß ich nicht, wo der FCM-Trainer bisher Fußball gespielt und trainiert hat, dass er so etwas noch nie erlebt haben will und c) ist das Video mal wieder unnötig dramatisierend. Einzig das asozialen Verhalten von Braham (Der Bembla-Bauer zu HFC-Spielern: "Ihr Arschlöcher!") lohnt sich im Video zu beachten.

**Zitat zu den Fans in Block A von Kirps: „Ich setze mich in Block E. In A sind die ganzen Chaoten!“ - Meine Bemerkung dazu: ,,Ja, ja... Und Reizenstein ist der größte Chaot! Heizt da die Stimmung übelst an...“ (Die betreffenden Personen wissen, was gemeint ist). Der „Ober-Chaot“ meinte nach dem Spiel übrigens zu uns: „Ach so, ja: die Kleenen hab ich bei der Schwiegermutter abgegeben. Denen kann man noch nicht so ein Spiel antun.“ Damit hatte er übrigens vollkommen Recht. Zumindest in der Heim- und der Gästekurve und in Schussweite der Gästefans haben die U-14 Jungs und Mädels meines Erachtens nichts zu suchen. Von den vielen Neuerungen, die der moderne Fußball brachte, sind zwar meines Erachtens 90% Scheiße hoch drei, doch die Familienblöcke oder Kindersektoren sind in vielen, auch keineswegs kommerzialisierten Ligen Gang und Gebe. Und das zu Recht!

*** Hab's aus der Entfernung als Faustschlag wahrgenommen. War allerdings ein Zerren und Stoßen am Bein. Mittlerweile hat sich ein ehrlicher Redakteur des mdr um die Verwertung der Amateuraufnahmen dieser Szene gekümmert. Also wer mir die Beschreibung nicht glauben will: bitte mal hier den lieben, guten Ordnungshüter ansehen!

Statistik:
Ground Nr. 283 (kein neuer Ground; diese Saison: 53 neue)
Sportveranstaltung Nr. 764 (diese Saison: 131)
Tageskilometer: 30 per Rad
Saisonkilometer: 18.150; also 9.270 Auto/ 3.060 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug/ 2.860 Bahn
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 136

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090308%20HALLESCHER%20FC%201-0%20FC%20MAGDEBURG/

Sonntag, 8. Februar 2009

WE132III: Football and Handball in Merseburg and Weißenfels

ESV Merseburg 1:2 BSV Ammendorf II
Sunday, 8th February 2008 - kick-off time 11.00
Friendly match (10th vs 9th level)
Result: 1:2 after 89 min. (45/44) - Halftime 1:0
Goals: 1:0 12th (?), 1:1 48th (?), 1:2 61st (?)
Bookings: None
Sent-offs: None
Stadium: Eisenbahnerstadion (cap. 700)
Attendance: 20 (3 away fans)
Match quality: 2.5/10 (Weak)

We did not know of that match until the evening of the day before when we came by from a match in Leuna.
Although the ground in the idyllic but wrecked Railwaymen-Stadium was muddy, both the teams played a friendly match. The good thing of a muddy and wet ground is that they players have to show all their skills. Unfortunately, the players of both teams did not have many skills. Of course they don’t need to have so, but the match was weak even compared to other in that low amateur level.
In the first half, the railwaymen were better and had more chances. Some nice tackling were shown too, and after a short while, ESV Merseburg scored easily after a mistake in the defence of the team from Halle-Ammendorf that plays one league higher.
In the second half, Ammendorf managed to use two of their ten chances, so they won two on one goal. ESV wasted about 10 chances and the second and 12 in the first half. The second half was weaker by both teams, by the way, than the first one.
There is no need to lose any words about the visitors, officials or catering, I just must repeat that Eisenbahnerstadion is really worth a visit although, unfortunately, it is not used regularly. The biggest problem is that the pitch is a bit large (110x65m), but if they would carry the goals a bit inside the field and mark the lines according to it, they would have a 90x45m ground which is ideal for lower amateur league, leisure time and old boy’s matches. Now in winter, by the by, the stands hold about 700 people, while in summer, the capacity is weakened to about 300 places due to lush vegetation.

We needed more than an hour by bike to arrive in Weißenfels, a city that cannot be recommended for bike tourism but for basketball- and castle-hopping.
This time, we watched handball matches inside a sports hall that were unknown to us until that day.

Weißenfelser HV III 35:31 HSV Naumburg-Stößen IV
Sunday, 8th February 2008 - kick-off time 14.00
1.Kreisklasse (8th level, lowest amateur level)
Result: 35:31 after 60 min. - Halftime 20:18
Goals: (?)
Yellow Cards: (?)
Two-minutes time penalties: 2-1
Sent-offs: None
Sports hall: Sporthalle Weißenfels West (cap. 350; 250 seated)
Attendance: 60 (no away fans)
Match quality: 5.0/10 (average)

We arrived almost 15 minutes too late to the first match, a match of the men’s lowest division that was characterised by beginners’ mistakes but interesting though. There were many goals scored and it was an even match until five minutes before the end and a fair match all the time, just disturbed by stupid remarks of players and officials from Naumburg from time to time.
Most of the fans remained silent and the catering we tried after that match was not so good.
Weißenfelser HV 23:23 Lok Schönebeck
Sunday, 8th February 2008 - kick-off time 16.00
Ladies’ Oberliga (3rd level)
Result: 23:23 after 60 min. - Halftime 12:11
Goals: (?)
Yellow Cards: (?)
Two-minutes time penalties: 5-3
Sent-offs: 1 (Weißenfels, 59th; rude foul play)
Sports hall: Sporthalle Weißenfels West (cap. 350; 250 seated)
Attendance: 80 (4 away fans)
Match quality: 5.5/10 (average)

Afterwards, the women played their match in the third division. It was an even match, but Weißenfelser played a bit better. Just their goalkeeper was disturbingly week. Compared to other women’s matches, it was a good one. The usual women’s division problem - below the highest or the two highest levels, women sports is lame - is among others true for handball.
The most thrilling moment of the match was the end. Furthermore, it was the loudest and most emotional. Three minutes before the final whistle, Weißenfels had scored 22 goals, Lok 20. Then Schönebeck was awarded a 7m-penalty which was successfully scored. The equalised shortly after that, but WHV went on top once again. Then they got a two-minute time-penalty and a ridiculous red card. Finally, Lok Schönebeck even got another penalty donated, which made some home fans angry. The penalty was scored and 23 all was the final result.

Statistics
Ground No. 278 (new ground; this season: 48)
Sporting events No. 746-748 (this season: 112)
Kilometres that day: 50 (by bike)
Km this season: 17,630 (9,270 car/ 2,960 plane/ 2,710 public transport/ 2,690 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 4
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 132

For more photos see
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090208a%20ESV%20Merseburg%201-2%20BSV%20Ammendorf%20II/
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090208b%202%20Handballspiele%20beim%20Weissenfelser%20HV/

Mittwoch, 7. Januar 2009

WE128I Indoor football in Halle/ Saale

Indoor football tournament “Halplus-Cup”
Tuesday, 6th January 2009 - Begin 13.30
1st Chemnitzer FC (Germany 4th div.)
2nd Hallescher FC (Germ. 4th div.)
3rd Bayern München U-23 (Germ. 4th)
4th VFC Plauen (Germ. 4th)
5th ŁKS Łódz (Poland 1st div.)
6th BSV Halle-Ammendorf (Germany 6th div.)
Sports hall: Halle Brandberge (cap. 3,000 seated)
Visitors: about 1,000 (among them 10 from Munich)
Tournament’s quality: 6.0/10 (above average)
The thermometer displayed 12 degrees below zero, so we let the bikes in the garage and walked fast towards the tram stop. We caught that lame tram towards Halle and arrived almost an hour before the first match. After we had bought the overpriced tickets (we choose category II which cost us 15€ each, the other categories were priced 12€, 20€ respectively), we made the way to our seats that were better positioned than we expected before. Some quite good food from the food stall later, and we watched the pre-tournament match, a friendly between two U-7 football teams from Halle: VfL Halle 96 G vs Hallescher FC G. Hallescher FC showed his smaller town rival who is boss and won by three goals to none. A penalty-shootout was held immediately after the final whistle. After 11 shots by each team, HFC won that comparison too: 5-3.
After that, the six senior teams were introduced. Hallescher FC and BSV Halle-Ammendorf naturally got the most support, Łódzki KS and VFC Plauen were welcomed friendly and Chemnitzer FC and Bayern München had to stand some unfriendly remarks.
The first match was Ammendorf against Plauen which ended 1-2 for Plauen. An average match without a surprise or an unusual scene.
Then the hosts, Hallescher FC, took on Chemnitzer FC, but were unable to prevent a loss. Chemnitz was just better in all things that are important for football. 1-2 again.
In the third match, Łódz destroyed Bayern München with three early goals. One of the best matches in the tournament ended 3-2.
Then another 3-2, surprisingly a victory of Halle-Ammendorf against Hallescher FC.
In a quite good match its handicap the low number of goals was (it was that match that saw the fewest goals in the whole tournament), Plauen defeated Łódz 1-0.
Bayern München surprised Chemnitzer FC 3-2. That match was that one which the fewest fans watching, because a lot of Halle fans thought: two shitty teams; let’s drink some beer! So the food and drinks stall was under siege during the whole match…
After that, Łódz made their second really good match by defeating Ammendorf 4-1. Nonetheless, concerning the number of chances, Łódz missed to score a better result: 7-0 would have been deservedly.
Then Halle took on Bayern München and made a really good match, after playing to shitty games. The lame support became a bit better after the first goal. 3-2 was the final result.
After that, Chemnitz defeated Plauen in a boring match by four goals to none.
Then Halle Ammendorf got all attachment by the fans. Especially the end of the match was really thrilling. Bayern went in front by 2-3 after one player of Ammendorf was sent-off due to dubious reasons. Then Halle equalised 30 seconds before the end, but Bayern scored again with a cheap goal five seconds before the end. When Bayern left the field, all the HFC Fans booed and shouted at them angrily. The referee had to cope with complaints like: “You dirty Bayern fan! That was bribery!”
When everybody had calmed down, Chemnitz beat Łódz 3-1.
Later, the best match of the whole tournament took place: Hallescher FC against Plauen. Again dubious referee decisions that drove most HFC fans up the wall, a physical attack by a Plauen player against an opponent from Halle, and two goals on one for the hosts.
After that, a very one-sided match between Chemnitz and Ammendorf was won by Chemnitzer FC by six goals to none. That meant that Chemnitz got the title two matches before the end.
Following, Bayern München drew with Plauen two all.
The last match of the tournament was played by Hallescher FC. They beat Łódz 2-0, so the hosts finished second.
The tournament was concluded by a winners ceremony, which was disturbed by several unfriendly remarks against the referees (both were fussy and partially really disturbing, indeed), against Chemnitzer FC (no comment, that is just usual to be against Chemnitz because that town sucks so and the club just represents it) and Bayern München (every little minded football fan loves them, so it’s good to show them, that not everybody pays attention to the success of a snooty club like FC Bayern). Of course HFC and Ammendorf were celebrated. And of course there was no need to celebrate that inconstant team from Łódz, that did not even take that tournament so serious, showing this by leaving some of their best players - partially national players - at home. Their results were a shame to the Polish football.
A shame to the German football was the support. I saw some videos from former tournaments in Halle Brandberge, and this time support sucked. I don’t know why no-one from Chemnitz came. Either they shit bricks because of the “brutal” fans from Halle, or the police shit bricks and did not allow them to travel to Halle. A third possibility is that the train did not bring them from there shabby hometown to Halle.
When we arrived at the train station after the tournament, there were problems concerning delays and cancellations, indeed. Luckily, our train was just five minutes too late.


Statistics:

Ground No. 275 (new ground; this season: 45)
Sporting event No. 728 (this season: 95)
Kilometres that day: 40 (tram and train)
Km this season: 17.140 (9.270 car/ 2.960 plane/ 2.630 public transport/ 2.280 bike)
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 128


Photos:

Sonntag, 9. November 2008

WE119III: Spielemarathon an der Geschwister-Scholl-Straße; 5 Spiele in 4 verschiedenen Altersklassen

VfL Halle 96 B 4:3 Germania Halberstadt B
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 10.00
B-Junioren Verbandsliga (3. Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 4:3 nach 81 Min. (40/41) - Halbzeit 2:1
Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1; 2:2, 2:3, 3:3, 4:3
Verwarnungen: 5:3
Platzverweise: 1 Betreuer vom VfL 96 und der Gästetrainer
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 3 (Kap. 500)
Zuschauer: 40 (10 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Überdurchschnittlich)

Während mein Vater mit dem Mietwagen erst um kurz vor halb zehn los fuhr, da er sofort nach dem B-Jugendspiel weiter musste, fuhr ich um neun voraus. Wir kamen beide um 9.45 - genau gleichzeititg - in der Geschwister-Scholl-Straße an.
Freier Eintritt, kein Catering oder so etwas aber immerhin ein Spiel, das schon nach wenigen Minuten mit einem schönen Schuss nicht mehr torlos war.
Die etwas aktiveren Hallenser kassierten Mitte der ersten Hälfte den Ausgleich, gingen aber mit einem zweifelhaften Elfmeter erneut in Führung. Der VfL 96er trat dem Torwart einfach in die Hand, als dieser auf dem Boden, den Ball verpassend, entlang rutschte und ließ sich fallen.
In der Pause gingen wir zum unten beschriebenen Spiel VfL Halle 96 F II gegen Spielgemeinschaft Reideburg/ Dautzsch.
Die ersten paar Minuten der zweiten Hälfte des B-Jugendspiels verpassten wir, nicht jedoch den Ausgleich und schon gar nicht die Gästeführung die mit einem schönen langen Ball in den Winkel entstand. Ab diesem Moment läutete Halle eine Schlussoffensive ein. Die letzten 20 Minuten sollten ihnen gehören. Ab dem 2:3 bahnte sich dann übrigens auch die Fehde zwischen dem halleschen Torwart und den 10 mitgereisten Eltern der Gästespieler an. Nach dem 3:3 jubelte der Torwart in Richtung der Eltern mit den Worten ,,Jaaaa! Ihr Schweine!’’ und zeigte auch noch den Mittelfinger. In den darauf folgenden Minuten gab es dann tolle Dialoge wie: (Torwart): Ey seid ihr nur scheiße da draußen? (ein Vater): Halt’s Maul du Rotzlöffel! (Torwart): Ey ihr seid doch so bescheuert ey!
Der Höhepunkt bahnte sich an, als Halle 96 noch einmal einen Elfmeter - der war eher vertretbar - zugesprochen bekam. Dem Schiedsrichter konnte man übrigens keineswegs vorwerfen, dass er ein Heimschiedsrichter gewesen sei, doch er war streckenweise ziemlich kleinlich und dann auch nicht immer korrekt in seinen Entscheidungen. Der Elfmeter jedenfalls wurde sicher verwandelt und die Halberstädter Eltern tobten. Die kann man allerdings nicht so gut verweisen, wie das mit dem Kotzbrocken von Gästetrainer in der zweiten Hälfte und dem Schreihals von Heimbetreuer schon in der ersten passierte.
So war der Höhepunkt der Schlussphase ein Foul eines Halberstädters, für das er Gelb bekam. In Anbetracht der Tatsache, dass er billigend eine Verletzung des Gegners in Kauf nahm, in dem er ihn mit Wucht über die Eckfahne in die Aluminiumabsperrung stieß und sich zudem auch noch über die gelbe Karte beschwerte, hätte man ihm auch Rot zeigen und die Rechnung der zerknickten Eckfahne mitgeben können.
Aber der Knaller war dann auch noch eine der Mütter, die den Schiedsrichter als ,,Vogel’’, ,,Arschloch’’ und ,,Penner’’ beschimpfte und nach Abpfiff auch noch bedrohte. Die meisten vom VfL 96 waren allerdings so froh über diesen Sieg, dass sie keine zünftige Streiterei vom Zaun brachen, doch die Szene hatte sich immer noch nicht beruhigt, als ich mich auf den Weg zum zweiten Kleinfeldspiel machte. Als die Frau dann auch noch einen Vater eines Heimspieler beschimpfte gab ich ihr noch mit, dass sie sich verpissen solle. Eindeutige Gesten inklusive. Als ich mich dem Kleinfeld näherte hörte ich aber immer noch Geschrei, denn nun hatten sich doch noch mehr Leute in den Haaren...

VfL Halle 96 F II 0:2 Spg Reideburg/ Dautzsch F
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 10.00
F-Junioren Kreisklasse (2. Liga der 6-8jährigen)
Ergebnis: 0:2 nach 40 Min. (20/20) - Halbzeit 0:1
Neunmeterschießen: 1:4 nach je 11 Schützen
Tore: ?
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 4 KF (Kap. 300)
Zuschauer: 50 (20 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

In der Pause der B-Jugend waren die letzten Minuten dieser Partie sowie das anschließende Freundschafts-Neunmeterschießen drin. Schon im Spiel fiel die Schussschwäche auf, doch beim Neunmeterschießen noch mehr. Viele Spieler schossen so derartig schlecht, dass man sich selbst in der F-Jugend Gedanken machen muss, wie das besser werden soll. Bei Halle 96 schaffte es gerade einmal ein einziger Spieler zu treffen. Bei Reideburg/ Dautzsch nicht einmal die Hälfte.

VfL Halle 96 F 1:0 BSV Halle-Ammendorf F
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 11.00
F-Junioren Kreisliga (1. Liga der 6-8jährigen)
Ergebnis: 1:0 nach 40 Min. (20/20) - Halbzeit 0:0
Tor: 25. (Eigentor)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 4 (Kap. 300)
Zuschauer: 40 (5Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Dieses Spiel bekam mein Vater dann nicht mehr mit, verpasst hat er allerdings nicht wirklich etwas. Kaum hatte ich mich in die Pöbelei eingemischt, schon fiel auch das erste und einzige Tor der Partie. Der Ball prallte von der Latte ab, der Torwart faustete in ins eigene Netz und gleich darauf ging das Mittelfeldgeplänkel weiter.
Erschreckend wenig Torraumszenen und Schüsse. Selbst oder gerade für F-Jugend.
Ich schenkte mir das Neumeterschießen und ging wieder zum anderen Platz, wo die A-Jugend gerade anfing.

VfL Halle 96 A 2:0 Germania Halberstadt A
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 12.00
A-Junioren Verbandsliga (3. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 2:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:0
Tore: 1:0 13. (Elfmeter), 2:0 29.
Verwarnungen: 3:2
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 3 (Kap. 500)
Zuschauer: 20 (1 Gästefan)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Für den ersten Knaller der Partie sorgte wieder einmal der Schiedsrichter, der für einen Halberstädter Tritt gegen den Ball im Strafraum, der zwischen Halberstädter und Hallenser klemmte, einen Elfmeter gab. Der wurde sicher verwandelt, ebenso wie die nächste riesige Torchance für Halle.
Die Gäste waren über die gesamte Partie betrachtet die bessere Mannschaft, der Trainer war auch viel vernünftiger als der von der B-Jugend und der einzige mitgereiste Vater benahm sich viel zu ruhig. So kann es ja nichts werden mit einem Sieg...
So mussten für die Unsportlichkeiten die Spieler sorgen. Neben etlichen härteren Fouls war es auch ein Dialog zwischen dem durch mangelnde Disziplin und Leistung auffallenden 10er des VfL, der einen Fan der eigenen Mannschaft nach einem enttäuschten ,,Oohhhh ne... zu langer Pass!’’ mit ,,Ey halt doch mal de Fresse da draußene! Ey immer ah, oh, eh... Vogel!’’ Das hätte der Mal mit mir machen sollen...
In der zweiten Hälfte bekam dann keiner mehr einen Treffer auf die Reihe. Einzelaktionen, wenige technische Feinheiten und einige Fouls sollten die Highlight sein.

Rotation Halle 2:2 Grün-Weiß Wolfen II
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 14.00
Landesklasse (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 94 Min. (47/47) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 40. - 1:1 53. - 1:2 87. - 2:2 90. (Elfmeter)
Verwarnungen: je eine
Platzverweise: keine
Sportanklage: Sportplatz Rotation (Kap. 1.100)
Zuschauer: 60 (5 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Nach Abpfiff des A-Jugendspiels brauchte ich nur die Straßenseite zu wechseln und schon war ich bei Rotation. Die fingen sehr verhalten an für die 2,50€ Eintritt. Erst nach 40 Minuten fiel mal ein Tor für die klar bessere Heimmannschaft.
In der zweiten Halbzeit ging Wolfen nach dem Ausgleich in der 53. in der 87. völlig unverdient mit 1:2 in Führung, doch der Schiedsrichter sprach Rotation einen fragwürdigen Elfmeter in der 90. zu, was den Ausgleich, das Mindeste für die klar überlegenen Hausherren, bescherte.
Durch Gegenwind hielt ich den Schnitt von 25 km/h, den ich auf dem Hinweg gefahren war leider bei weitem nicht und brauchte 17 Minuten länger als hin zu.

Statistik:
Grounds Nr. 263 und 264 (2 neue Grounds; diese Saison: 34 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 695-699 (diese Saison: 66)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 8.850 (5.360 Auto, 1.760 Bahn, 1.730 Rad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 119

Mehr Fotos unter:
Die Jugendspiele:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081109a%20Jugendfussball%20beim%20VfL%20Halle%2096/
Rotation - Wolfen II: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081109b%20Rotation%20Halle%202-2%20Gruen-Weiss%20Wolfen%20II/