VfB Fallersleben 1861 (III. C-Jugend) |
3 : 2 (1:1) |
SSV Vorsfelde 1921 (III. C-Jugend) |
- Datum: Mittwoch, 7. Oktober 2026 – Beginn: 17.30 - Ergebnis: 3-2 nach 75 Minuten (36/39) - Halbzeit: 1-1 - Tore: 1-0 28. Nr. 17, 1-1 32. Nr. 18, 2-1 64. Nr. 10, 3-1 68. Nr. 10, 3-2 70.+3 Adis Sata - Verwarnungen: 1x SSV - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportzentrum Windmühlenberg, B-Platz (Kap. 266, davon 16 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: Wolfsburg / Helmstedt Districts Under-15 Cup: Fallersleben Third XI vs. Vorsfelde Third XI |
Homeofficetag, da musste eine Radtour nach der Arbeit her! Mit 64km war die auch ganz ordentlich, zum Glück günstige Wind- und milde Wetterverhältnisse! Ziel war das Sportzentrum Fallersleben, wo mir der B-Platz fehlte. Der A-Platz ist mit zwei Tribünen und hohen Wällen sehr schön, der C-Platz mit kleiner Tribüne und etwas Blick in die leicht hügelige Landschaft OK - und der B-Platz? Naja, das ist einfach eine Rasenfläche, die auf drei Seiten von hohen Zäunen umgeben ist und auf der einen Zuschauerseite keine Ausbauten hat. Aber so habe ich die Anlage komplettiert - so ist das halt bei einer Sammelleidenschaft… Die Partie passte zum Platz: Jeweils die III. U15 von Fallersleben und Vorsfelde wollten in die Runde der letzten 8 im Kreispokal einziehen. Nach und nach wurde die Partie auch besser, Chancen wurden trotzdem meist kläglich vergeben. Nach einer knappen halben Stunde das 1:0 herauskombiniert, dann ein Weitschuss des einen Mädchens der Gäste (Aldora gerufen, die Spinner anonymisieren aber die meisten Spieler - was nach meiner langjährigen Erfahrung so gut wie immer gegen den ausdrücklichen Willen der Jugendlichen und Kindern geschieht -, von daher keine Gewähr für Namen) und der Heimtorwart lässt ihn reinrutschen. Nach dem Seitenwechsel klärte sie übrigens ein sicheres Gegentor auf der Linie. Am Ende konnte aber auch sie nicht den Doppelschlag in der Schlussphase, der die Partie entschied, verhindern. Nur in der Nachspielzeit traf noch ein nicht anonymer Vorsfelder zum 3:2 Anschlusstreffer. |
Statistik: - Grounds: 4.074 (1; diese Saison: 57 neue) - Sportveranstaltungen: 5.747 (1; diese Saison: 87) - Tourkilometer: 60km Rad - Saisonkilometer: 10.650 (9.410 Auto / 1.210 Fahrrad / 0 Flugzeug / 30 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 64 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 302 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Mittwoch, 7. Oktober 2026
W3.0301III-IV: Pokalspiele in Harz und Mansfeld
III: Außenseitersieg trotz Gegentor vom Anstoßpunkt, wilde Landschaft und Wucherpreise |
SV Eintracht rautenherz Heimburg |
3 : 2 n. V. |
S.V. Fortuna Dingelstedt 1922 |
- Datum: Samstag, 3. Oktober 2026 – Beginn: 14.00 - Ergebnis: 3-2 nach 128 Minuten (45/48/17/18) - Halbzeit: 0-0, reguläre Spielzeit: 1-1, Verlängerung: 2-1 (1-0) - Tore: 0-1 47. Poppe (Elfmeter), 1-1 75. Plowas, 2-1 98. Pfeifer, 2-2 106. Löhrke, 3-2 108. Plowas - Verwarnungen: 2x Heimburg, 1x Dingelstedt - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportplatz Heimburg (Kap. 1.000 Stehplätze) |
Photos with English commentary: |
Wieder von Quedlinburg aus ging es für meine Freundin und mich zu einem tollen Ground im Harz. Hier ist nicht nur die Lage unterhalb eines schroffen, bewaldeten Berges mit den Resten einer Burg sowie unterhalb einer Domäne und außerdem in Sichtweite der Kirche und anderer alter Gebäude etwas Besonderes. Auch der Heimverein ist erwähnenswert, denn nach Jahren der Pause bzw. des Kickens in Freizeitturnieren, meldete Heimburg wieder eine Wettkampfmannschaft. Besonders ist auch, dass sie ihre ersten beiden Pflichtspiele als Eintracht rautenherz gewannen. Der Verein engagiert sich in der Kinderdemenzhilfe (Infos zur Krankheit, siehe https://www.rautenherz.org/). Durch Verlegungen fanden zwei weitere Spiele nicht statt, daher Heimburg bisher ungeschlagen - völlig ungewöhnlich, wenn man an andere Neustarter wie Quedlinburg United, Klädener SV oder SV Großkayna denkt... Heute allerdings gegen einen klassenhöheren und dort sehr gut platzierten und etablierten Gegner vom Huy, Fortuna Dingelstedt. Was der allerdings ablieferte, war unter aller Sau. Wahrscheinlich war der unebene Platz schuld oder wer auch immer… Eine unterirdisch schlechte Partie ging folgerichtig torlos in die Pause. Nach dem Wiederbeginn gleich ein Elfmeter, den der Gast sicher verwandelte. Doch Heimburg war nun die aktivere und gefährlichere Mannschaft und kam völlig verdient zum Ausgleich. Leider schafften sie kein weiteres Tor, sodass man sich dieses elendige Gegurke noch mal 30 Minuten antun musste. Ein paar Kilometer weiter nach Westen, wäre es hier gleich zum Elfmeterpunkt gegangen, was ich sehr befürworte. Aber diesmal hätte man sogar was verpasst. Die Verlängerung war noch das Beste an dem Spiel! Heimburg ging verdient in Führung. Den Anstoß zur zweiten Hälfte schoss ein Dingelstedter spektakulär direkt ins gegnerische Tor, doch kurz darauf ein erneuter Treffer von Heimburg zum 3:2 Endstand. Ein wildes Ende in wilder Landschaft. Warum ich mich oben kritisch zu Wucherpreisen geäußert habe, führe ich im letzten Abschnitt aus - die beiden Pokalspiele und deren gastgebenden Vereine am Samstag und Sonntag, muss ich einfach mal (als Positiv- und Negativbeispiel) gegenüberstellen. |
Da wir aufgrund schlechter Bereifung des Rades meiner Freundin auf eine Radtour verzichteten, gab es vor und nach dem Spiel stattdessen eine Wanderung. Und die lohnte auch: An der verfallenen Domäne geparkt, vorbei an den Scheunen hoch zur Burgruine, wo ein paar Mauerreste aber vor allem der tolle Blick locken. Gegenüber sieht man auf dem Ziegenberg ebenfalls toll in die Landschaft, auch die Festung Regenstein. Dazwischen hat Heimburg eine größere Kirche, ein paar ältere Häuser und ein ungewöhnlich gestaltetes Gefallenendenkmal zu bieten. Am Rande befindet sich ein felsiger Waldlehrpfad, von dort kann man auch - wie wir es zuvor machten - bis zum Kloster Michaelstein, welches mittlerweile toll saniert ist, gelangen. Eine richtig schöne Ecke dort! |
IV: Faire Preise, faires Spiel - aber wieder kein Underdogsieg im Mansfelder Pokal |
Spielvereinigung 1931 Osterhausen |
0 : 3 (0:3) |
Fußballclub Hettstedt |
- Datum: Sonntag, 4. Oktober 2026 – Beginn: 14.00 - Ergebnis: 0-3 nach 93 Minuten (47/46) - Halbzeit: 0-3 - Tore: 0-1 19. J. Lettau, 0-2 28. Doberenz, 0-3 45. T. Lettau - Verwarnungen: 2x Osterhausen, 3x Hettstedt - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportplatz Osterhausen (Kap. 760, davon 60 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Sonntag gab es einen anderen Kreispokal und aus Zeitgründen musste ich alleine aufbrechen. Die erste Hälfte mit dem Auto zurückgelegt und dann in Braunschwende am Neuen Schloss (ja, auch in der Renaissance gab es schon Bauruinen) den ersten Parkplatz im Mansfeldischen genutzt und das Rad rausgeholt. Die anspruchsvolle Strecke auf Kreis- und Landesstraßen (beinahe keine Radwege, und wenn, dann schlechte) führte mich nach Wippra runter und auf dem Rückweg wieder rauf. Der Rückweg war kürzer, da ich dann Forstwege zwischen Blankenhain und oberhalb Wippra nutzte. In Bornstedt sah ich die mir bereits bekannte Burg schon von Weitem, den Sportplatz habe ich auch mal besucht. Zuvor war Beyernaumburg noch ein Reminder, dass ich da auch mal ein Spiel sehen und das Schloss fotografieren muss… Am Sportplatz Osterhausen fuhr ich erstmal vorbei, da ich mir zuerst das Dorf (Groß) Osterhausen anschaute. Interessante Kirche mit sehr markantem Turm, interessantes Denkmal, das die Enteignung der Landbesitzer (hier natürlich als Junker verunglimpft) im Zuge der Diktatur der Kulturlosen feiert und in eine Reihe mit den Bauernaufständen von 1525 setzt. Eine historisch-kritische Einordnung per Erklärungstafel wie z.B. am Lenindenkmal in Schwerin, habe ich nicht gesehen. In Klein Osterhausen ist die Kirche auch recht markant, kurios anzusehen sind die ganzen Gemüsebeete im Kirchhof. Die meisten Straßen sind hier Sackgassen. Auch Sittichenbach ist interessant, da es ein ehemaliges Kloster und eine recht neue Kirche hat. |
Nun aber zum Fußball: In Osterhausen liegt der Platz mit Blick zum Hängehügel, einem frühgeschichtlichen Grabhügel, der im Mittelalter als Hinrichtungsstätte genutzt wurde, und dem Bergfried der Burg Bornstedt. Auf der anderen Längsseite, die ebenfalls ein paar Holzbänke zum Sitzen für Zuschauer und auch die Wechselbänke aufweist, sieht man in Richtung Dorf, Kirchturm und das Gut. Man kann nur hinter einem der beiden Tore stehen. Die besagten Tore sind noch schöne alte Stahltore in rot und weiß. Gleichsam ist die Vereinshütte farblich gestaltet. Der KFV Mansfeld-Südharz ist einer der wenigen Verbände, der diesen Quatsch mit den zwei (teils drei!) Kreispokalen nach Ligazugehörigkeit nicht mitmacht und hier auch Kreisklasse gegen Landesklasse auslost. Einer der Favoriten, Landesklasseteam FC Hettstedt, war hier beim Kreisoberligisten SpVgg Osterhausen zu Gast. Das Spiel begann furios und bis auf Entlastungsangriffe war vom Gastgeber nichts zu sehen, da sie sich so aufs Verteidigen konzentrieren mussten. Hettstedt ging dennoch nach nicht einmal 20 Minuten in Führung. Die Partie wurde etwas ruhiger. Nach dem 0:2 schlief sie leider komplett ein, wobei vor der Pause noch ein dritter Treffer fiel. Auch nach dem Seitenwechsel Offensivaktionen fast nur vom Gast, der Osterhausener Torwart hielt aber topp und die Verteidigung gab alles, sodass es hier kein Debakel wurde. |
Ich hatte es in dem Abschnitt zu Heimburg schon angedeutet: Dieses Wochenende gab es zwei Pokalspiele, jeweils Achtelfinals eines Kreispokals, und hinsichtlich der Preispolitik ein Positiv- und ein Negativbeispiel. Die Kreisklassen-Rumpeltruppe gegen die nicht einmal bessere Kreisliga-Gurkentruppe im Pokal für die niederklassigen Mannschaften - Schiedsrichterkollektiv hin oder her - kostete uns 5€ pro Person. Fünf Euro für unterstes Niveau in einer strukturschwachen Region!!! Ich lasse da einfach den Kreisoberligisten leicht gekürzt zu Wort kommen, was er bereits im September geschrieben hat - denn 3€ Eintritt galten auch bei diesem Spiel gegen einen Höherklassigen! “Alles wird teurer. Das merken wir privat genauso wie im Vereinsleben. Auch die Kosten rund um einen ganz normalen Spieltag steigen. Trotzdem sind wir der Meinung: Amateurfußball muss bezahlbar bleiben. Deshalb möchten wir heute einmal transparent zeigen, was hinter unseren Eintrittspreisen steckt – und warum wir bewusst nicht versuchen, aus jedem Spieltag den letzten Euro herauszuholen. Ein großer Kostenpunkt: unsere Schiedsrichter Die Spesenordnung wurde für diese Saison angepasst. Auf Kreisebene erhält ein Schiedsrichter 35 Euro, jeder Assistent 30 Euro. Hinzu kommen 0,30 Euro Fahrtkosten pro Kilometer. Bei unseren Spielen ist so gut wie immer ein komplettes Schiedsrichtergespann angesetzt. In der Praxis landen wir damit im Durchschnitt bei ungefähr 115 Euro pro Heimspiel – mal ein paar Euro mehr, mal etwas weniger. Und an dieser Stelle möchten wir ausdrücklich sagen: Diese Vergütung finden wir absolut fair. Schiedsrichter zu sein, ist kein leichter Job. [...] Und jetzt kommt unser Eintritt ins Spiel. Bei uns kostet ein Kreisoberliga-Spiel 3 Euro Eintritt. Und zwar erst ab 18 Jahren. Kinder und Jugendliche können unsere Mannschaft weiterhin kostenfrei sehen. Damit gehören wir augenscheinlich zu den günstigsten Vereinen unserer Liga. Warum erhöhen wir nicht einfach auf vier oder fünf Euro, wenn doch überall die Kosten steigen? Weil wir finden, dass man auch einmal die Kirche im Dorf lassen sollte. Bei 3 Euro Eintritt benötigen wir rund 38 zahlende Zuschauer, um etwa 115 Euro Schiedsrichterkosten zu decken. Diese Zuschauerzahl erreichen wir bei unseren Heimspielen in aller Regel. Also warum sollten wir mehr verlangen? Natürlich kassieren wir konsequent bei allen Erwachsenen. Das gehört dazu und ist auch gegenüber denjenigen fair, die selbstverständlich ihren Eintritt bezahlen. Aber gleichzeitig wollen wir dabei nicht über die Stränge schlagen. Für uns sind 4 oder sogar 5 Euro Eintritt auf Kreisebene einfach eine Größenordnung, die wir momentan nicht für notwendig halten. Wir wollen Zuschauer auf unserem Sportplatz haben. Wir wollen Familien, Freunde, ehemalige Spieler, Vereinsmitglieder und Fußballinteressierte am Spielfeldrand sehen. Und wir möchten, dass man spontan sagen kann: „Komm, wir fahren heute nach Osterhausen zum Fußball.“ Ohne vorher darüber nachdenken zu müssen, was der Nachmittag für die ganze Familie kostet. Auch bei den Schiedsrichterkosten gibt es übrigens einen fairen Ausgleich. Am Ende der Saison werden die Kosten über einen Schiedsrichter-Pool ausgeglichen. Vereinfacht gesagt wird ein Durchschnitt ermittelt. Vereine, die aufgrund ihrer Ansetzungen und Fahrtwege überdurchschnittlich viel gezahlt haben, erhalten einen entsprechenden Ausgleich. Wer weniger Kosten hatte, zahlt nach. Das finden wir richtig. Denn dadurch soll kein Verein allein deshalb benachteiligt werden, weil sein Standort höhere Fahrtkosten verursacht. Und genau dieser Gedanke passt auch zu unserer eigenen Haltung: Fair bleiben. Kosten decken. Aber Amateurfußball nicht unnötig teuer machen. Wir wissen natürlich, dass auch bei uns Strom, Wasser, Platzpflege, Material, Versicherungen und viele andere Dinge Geld kosten. Und auch wir müssen rechnen. Trotzdem wollen wir versuchen, ein Stück Normalität zu bewahren. 3 Euro für 90 Minuten Kreisoberliga-Fußball. Unter 18 Jahren kostenlos. Dazu Fußball direkt am Spielfeldrand, Gespräche mit Freunden und Vereinsleben, wie es sein soll. Vielleicht könnten wir mehr nehmen. Wir wollen es aber nicht. Denn am Ende möchten wir nicht nur eine Mannschaft auf dem Platz haben. Wir wollen Menschen drumherum haben. Und solange wir das vernünftig hinbekommen, soll Fußball in Osterhausen auch weiterhin für möglichst jeden bezahlbar bleiben. [...] Fair auf dem Platz. Fair beim Preis.” (siehe: Facebookpage SpVgg 1931). Ein Wort aber noch zu den Essenspreisen: Die waren selbst in Heimburg nicht überm Durchschnitt: 4€ Steak, 3€ Roster, aber wir nahmen dazu unser mitgebrachtes Getränk, da ich bei Vereinen, die keine Vereinsbecher zu bieten haben, mittlerweile kaum noch Getränke kaufe. Osterhausen hatte für nur 1€ Pfand einen schön bedruckten Becher, die Getränkepreise bei 1,50€ bis 3€ ebenso fair wie die 2,50€ für Bockwurst im Brötchen. Rundum hat die SpVgg Osterhausen einen guten Eindruck hinterlassen auf den neutralen Besucher! Zum Abschluss noch ein Denkanstoß an alle Vereine: In einigen Ländern (z. B. in Marokko oder Montenegro) werden die Schiedsrichterkosten von den Verbänden (Kreisverbänden) getragen, erwirtschaftet aus Beiträgen der Mitgliedsvereine an die Verbände, Sponsorengeldern und/oder staatlichen Geldern. Daher wird bei Spielen auf dem Niveau Kreisliga abwärts, meist schon Landesliga abwärts, oder im Juniorenbereich niemals Eintritt genommen. Wenn die Schiedsrichterkosten ein solches Problem darstellen, warum nicht als Vereine den Druck auf die Verbände erhöhen - es sind ja offenbar andere Modelle möglich, als die fußballmafiösen Strukturen von DFB und nachgeordneten Verbände?! |
Statistik: - Grounds: 4.073 (SA 1, SO 1; diese Saison: 56 neue) - Sportveranstaltungen: 5.746 (SA 1, SA 1; diese Saison: 86) - Tourkilometer: 170 (SA 40km Auto, SO 60km Auto und 70km Rad) - Saisonkilometer: 10.590 (9.410 Auto / 1.150 Fahrrad / 0 Flugzeug / 30 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 63 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 301 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Samstag, 3. Oktober 2026
W3.0301II: Auswärtssieg in Arnstedt mit zwei Weitschüssen der beiden Zorn-Brüder
SV Edelweiß Arnstedt 1906 |
1 : 2 (1:0) |
TSV Leuna 1919 |
- Datum: Freitag, 2. Oktober 2026 – Beginn: 19.30 - Ergebnis: 1-2 nach 96 Minuten (45/51) - Halbzeit: 1-0 - Tore: 1-0 41. Patrick Neigenfink, 1-1 51. Oskar Zorn, 1-2 89. Theodor Zorn - Verwarnungen: Patrick Neigenfink (Arnstedt); Billy Gumbrecht, Maximilian Piehler, Tim Kießhauer, Johnny Gumbrecht (Leuna) - Platzverweise: Joshua Noel Ugoh von Arnstedt (90.+1 Rot wg. Nachtreten) - Austragungsort: Edelweiß-,,Arena” (Kap. 750, davon 100 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: 7th Division Football: Edelweiss Arnstedt vs. TSV Leuna 1919 |
Arnstedt und Leuna haben sich aufs Vorziehen dieser Partie auf den ersten Freitag im Oktober geeinigt - beide sind nämlich aus dem Landespokal geflogen. So fuhr ich mit meiner Freundin, die sich über meine Anfahrt via der Pisten von Mehringen aus wunderte - aber dafür habe ich ein entsprechendes Auto und das habe ich bei beiden vorherigen Besuchen in Arnstedt auch schon so gemacht, da es da oben landschaftlich schöner ist - mal wieder nach Arnstedt in der Gemeinde Arnstein bei Aschersleben. Wir kamen rechtzeitig zum Einlaufen der Mannschaften und konnten den “Gästeblock” erheblich vergrößern, denn leider waren nur vier Leunaer mitgekommen. Freitagabend und bei den extremen Kraftstoffpreisen leider zu erwarten - an Gründonnerstag 2025 waren 15 Gästefans beim damals sehr guten 1:1 zugegen. Auch dieses Spiel heute kann ich genauso hoch bewerten, auch wenn es etwas brauchte, um Chancen zu generieren. Von Beginn an ein intensives und entsprechend auch hartes Spiel: Konsequent gingen beide Seiten in Zweikämpfe, beide Teams auch offensiv eingestellt. Nur eben leider lange ohne Torerfolg. Bis dann eben kurz vor der Pause der heimische Goalgetter Neigenfink richtig stand, um einen Fehler des Leunaer Schlussmannes Florian Kops auszunutzen, der einen Ball in seinen Strafraum mit den Stollen streichelte und so durchrutschen ließ… Nach der Pause machte er mit zahlreichen Paraden in der Drangphase der Edelweißen aber alles wieder gut. Kurz nach Wiederbeginn hatte Oskar Zorn bereits einen anderen Torwartfehler zum verdienten 1:1 ausgenutzt: Ein sehr weiter Rückpass wurde 15 Meter vorm Kasten durch Arnstedts Schlussmann aufgenommen und der indirekte Freistoß herrlich ins lange Eck gedonnert. Auch in den 30 Minuten Arnstedter Dauerdruck, konnte Leuna immer wieder gefährlich vorm Heimtor erscheinen. Doch die Entlastungsangriffe blieben lange erfolglos. Aber dann schlug kurz vor Ende der regulären Spielzeit lenkflugkörpergleich ein Weitschuss von Theodor Zorn im Winkel der Arnstedter ein! In der Nachspielzeit versuchte dann noch der Arnstedter Einundzwanziger nach einem normalen Zweikampf seinem Leunaer Gegner in die Fresse zu treten, was vom souveränen Gräfenhainichener Schiedsrichter Stefan Cordes folgerichtig mit Glattrot bestraft wurde. Mit 10 gegen 11 noch ein offener Schlagabtausch und diese hervorragende zweite Halbzeit ging nach 50 Minuten und 35 Sekunden durch einen Doppelpack der Gebrüder Zorn - und natürlich nicht zuletzt eine geschlossen starke Mannschaftsleistung ohne grobe Fehler und einem dann auch ganz starken Schlussmann - an den TSV 1919! Insgesamt aufgrund der höheren Spielanteile und Chancen für Arnstedt etwas glücklich, aber beide Teams mit einem packenden, einsatzintensiven und beherzten Spiel - und wenn Edelweiß halt nur einen einzigen Torwartfehler ausnutzen kann und sonst kein Tor erzielt, brauchen sie sich nicht zu wundern, dass am Ende der Gast aus der Industrie- und Gartenstadt im ländlichen Aschersleber Umland, wo keine einzige Edelweißblume blüht, die drei Punkte entführt… |
Statistik: - Grounds: 4.071 (0; diese Saison: 54 neue) - Sportveranstaltungen: 5.744 (1; diese Saison: 84) - Tourkilometer: 130 km Auto - Saisonkilometer: 10.420 (9.310 Auto / 1.080 Fahrrad / 0 Flugzeug / 30 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 61 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 301 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Freitag, 2. Oktober 2026
W3.0301I: Testspiel auf dem Trainingsplatz
VfL Wolfsburg |
4 : 1 (3:0) |
TSV Havelse 1912 |
- Datum: Donnerstag, 1. Oktober 2026 – Beginn: 16.00 - Ergebnis: 4-1 nach 90 Minuten (45/45) - Halbzeit: 3-0 - Tore: 1-0 1. Reese, 2-0 12. Damar, 3-0 33. Damar, 3-1 76. NN, 4-1 88. Damar - Verwarnungen: Damar, Gerhardt (Wolfsburg) - Platzverweise: keine - Austragungsort: VfL-Trainingsgelände, A-Platz (Kap. 250 Stehplätze) |
Photos with English commentary: |
Donnerstag 16 Uhr bei freiem Eintritt auf dem noch nicht besuchten Trainingsplatz an der sogenannten Arena - da lass ich mich doch nicht zweimal bitten und gehe extra früh ins Büro, um schon 15 Uhr Feierabend machen zu können… Der Trainingsplatz bietet aber leider eine schlechte Sicht: Auf einem Wall gelegen und zwei Stufen gegenüber den modernen Funktionsgebäuden mit dem großen Stadion im Rücken, aber davor ein Zaun. Naja, gut 150 Leute wollten das trotzdem sehen, zumindest eine Familie war auch aus Havelse da. VfL Wolfsburg, in der 2. Liga nicht überzeugend nach dem katastrophalen Abstieg, gegen einen Drittligisten, der die Versager von Lok Leipzig zwar verdient besiegte, aber dann in der ersten Saison ebenso sportlich unfähig für Liga 3 war, aber Dank des Rückzugs von 1860 München die Klasse hielt und nun am unteren Ende der Tabelle zu finden ist. Wolfsburg anfangs völlig überlegen: Nach 60 Sekunden das 1:0, nach 12 Minuten das 2:0. DFB-Nachwuchsspieler Muhammed Damar legte noch zwei weitere Treffer zu seinem Hattrick nach, dazwischen störte ein Gegentor eines Havelsers, das auch völlig verdient war, da die Gäste über weite Strecken der zweiten Halbzeit gleichwertig waren. Ganz gutes Spiel insgesamt, aber sonderlich überzeugend kickte Wolfsburg nicht und Havelse verlor dennoch verdient 4:1. |
Statistik: - Grounds: 4.071 (1; diese Saison: 54 neue) - Sportveranstaltungen: 5.743 (1; diese Saison: 83) - Tourkilometer: 100 km Auto - Saisonkilometer: 10.290 (9.180 Auto / 1.080 Fahrrad / 0 Flugzeug / 30 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 60 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 301 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Sonntag, 27. September 2026
W3.0300III-IV: Harzer Dorffußball in Stapelburg und Dedeleben
SV Einheit Stapelburg 1990 I & TSV 09 Wasserleben II |
5 : 0 (1:0) |
SV Eintracht Derenburg 1945 II |
- Datum: Sonntag, 27. September 2026 – Beginn: 14.00 - Ergebnis: 4-0 nach 94 Minuten (49/45) - Halbzeit: 2-0 - Tore: 1-0 8. Mennigke, 2-0 55. Fricke, 3-0 60. Seehorst, 4-0 67. Becker, 5-0 73. Peters - Verwarnungen: 2x Tollas (Stapelburg); NN, XY (Derenburg) - Platzverweise: Tollas von Stapelburg (87. Min. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels) - Austragungsort: Sportpark Horst Salenga (Kap. 525, davon 25 Sitzplätze) |
SV Empor Dedeleben 1890 |
4 : 0 (2:0) |
Motor Sportverein Eintracht Halberstadt |
- Datum: Samstag, 26. September 2026 – Beginn: 15.00 - Ergebnis: 4-0 nach 94 Minuten (49/45) - Halbzeit: 2-0 - Tore: 1-0 17. Herrmann, 2-0 44. Herrmann (Elfmeter), 3-0 67. Herrmann, 4-0 89. Richter - Verwarnungen: NN, XY (Dedeleben); Alkeerid, Ali (MSV) - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportplatz Dedeleben (Kap. 640, davon 40 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Das Wochenende verbrachte ich wieder mit meiner Freundin in Quedlinburg und Umgebung - und wieder ging es in Harzliga und Harzklasse ums runde Leder... Am Samstag fuhr ich alleine eine 80km Radtour zu einem bei Europlan oder auch anderen bekannten Seiten nicht bebilderten Ground: Empor Dedeleben. Allerdings war das nur Ersatz, da beim eigentlich geplanten Spiel der Gegner nicht antrat. Aber der Sportplatz am Ortsrand neben dem Schwimmbad ist schon ganz OK; recht beengt, aber einige Sitzgelegenheiten, viele Bäume, an der kleinen Hütte konnte man zu vernünftigen Preisen Bockwurst, belegte Brötchen und Getränke bekommen. Das Spiel riss einen leider nicht so von den Sitzen. Die mir gegenüber freundlich auftretende Gastmannschaft aus Halberstadt, die überwiegend mit Migranten spielt, sah leider kein Land und konnte sich kaum eine Chance erspielen. In gemächlichem Tempo gelang Dedeleben ein ungefährdetes 4:0, wobei ein Foulelfmeter und eine Direktabnahme nach Flanke hervorstachen. Auch der Ort ist übrigens alles andere als herausragend, aber doch ansehenswert: Viel Fachwerk, enge, oft unbefestigte Gassen, die Kirche leider sehr zugebaut und verrammelt. So im Vorharz gelegen, hat man aber auch immer wieder den Blick ins Gebirge. Dementsprechend war meine Radtour auch recht anspruchsvoll: Insbesondere die beiden Huy-Querungen sind bergauf anstrengend und bergab muss man aufmerksam fahren, um nicht aus den Kurven zu fliegen. In Halberstadt muss man auch immer aufmerksam sein, da die Radwege schlecht und beim Kreuzungsverkehr durch die ganzen Scheintoten die da Samstags rumkurven - einer mit Anhänger, dem die Vorfahrt durch einen Linksabbieger aus dem Supermarkt genommen wurde, bremste den Opa aus, und öffnete schon die Tür… ich ließ es heute mal sein, mit dem Zusammenscheißen anderer Leute… - zu beachten sind. Neu ist übrigens der sehr gute Radweg zwischen Halberstadt und Ströbeck (dort dann aber wieder vielfach Pflaster und holprige Spurplatten) und richtig gut der zwischen Badersleben bzw. Jerxheim oder Vogelsdorf und Haus Niendorf auf einer ehemaligen Bahntrasse geführte Huyradweg. Allerdings ist der beschissen beschildert, man muss schon vorher recherchieren, wo man auf die Trasse kommt. Wenn man von der Trasse runter zu einer bestimmten Sehenswürdigkeit will, ist es besser mit den Schildern, da ist ja sogar der Sportplatz Dingelstedt ausgeschildert, der in der Tat sehenswert ist… |
Am Sonntag hatte meine Freundin auch Zeit. Wir einigten uns auf eine Wanderung um Stapelburg herum. Das Dorf befindet sich direkt an der innerdeutschen Grenze und somit bis zum Fall der Mauer - genau wie Weferlingen - im Sperrgebiet. Wir parkten am Friedhof, wo es eine bemerkenswerte Kapelle gibt, und wanderten zur Burg hoch. Dort war massig Auftrieb, da ein Frühschoppen kostenlos geboten wurde. Zu Essen wurde auch viel verkauft. Auch das Gewölbe war offen, dort gibt es eine Bar. Von der Burg sind sonst nur eine große Schildmauer und gewaltige Ringwälle erhalten. Ein Verein pflegt die Anlage sehr gut. Insgesamt ist Stapelburg aber überall sehr gepflegt, gerade für Ostharz auch kaum Verfall und viele modernisierte und sanierte Fachwerkhäuser und Gehöfte. Wirklich schön dort! Interessant auch der Grenzwanderweg, wo man u.a. auch Gedenkstätten mit Informationen zum Leben im geteilten Deutschland findet. Auf einem Bahndamm befindet sich so auch eine Erinnerungstafel an eine Bad Harzburger, der 1976 besoffen die Grenze illegal nach Osten passieren wollte und abgeknallt wurde. Der Sportplatz der Stapelburger, benannt nach Horst Salenga, einem lokalen Spieler und Funktionär (1935-2016), wäre zu DDR-Zeiten weder für uns noch für die Gäste aus Derenburg ohne vorherige Genehmigung besuchbar gewesen (und krieg die mal, wenn du politisch unzuverlässig oder mit Wissenschaftlervisum für Ausländer wie meine Freundin im Land warst!) Mit etwa 600 Metern Luftlinie zum Westen, dürfte der Platz nach jenem in Abbenrode (400m) am nächsten zur Grenze gelegen sein. Weferlingen ist ja doch ein knapper Kilometer vom Stadion des Friedens bis zum Todesstreifen. Jedenfalls ist der Sportpark in Stapelburg ganz nett: Steht man unten, hat man einen guten Blick zum Harz, steht man oben, sieht man schön über das Spielfeld hinweg. Für Zuschauer sind jedoch nur eine Längsseite und ein Teil einer Hintertorseite freigegeben. Es gab auch hier etwas zu essen - sehr gute Roster, aber schlecht gekühlte Getränke, dafür Becher mit Orts- bzw. Vereinswappen (der Club nutzt das Wappen des Ortes bzw. der Gemeinde eins zu eins)- zu zivilen Preisen. Eintritt wie üblich 2€. Das Spiel der gastgebenden Spielgemeinschaft aus Einheit Stapelburg I und TSV Wasserleben II gegen Eintracht Derenburg II sah einen frühen Treffer zum 1:0 und dann wenig Spektakuläres, ehe die Seiten gewechselt wurden. Nach der Pause legte der Gastgeber gut los und gewann am Ende völlig verdient gegen total harmlose Gäste mit 5:0. |
Statistik: - Grounds: 4.070 (SA 1, SO 1; diese Saison: 53 neue) - Sportveranstaltungen: 5.742 (SA 1, SO 1; diese Saison: 82) - Tourkilometer: 160 (SA 80 km Rad, SO 80km Auto) - Saisonkilometer: 10.190 (9.080 Auto / 1.080 Fahrrad / 0 Flugzeug / 30 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 59 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 300 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
















