FC Nordkreis 2010 (Grafhorst / Velpke / Wahrstedt) |
1 : 2 (0:2) |
TSV 1919 Kusey |
- Datum: Sonntag, 22. Februar 2026 – Beginn: 14.00 - Tore: 0-1 17. Schulz, 0-2 45. Licht, 1-2 48. Krol - Verwarnungen: 1x Kusey - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportanlage an der Prügeleiche Velpke, B-Platz (Kap. 615, davon 15 Sitzplätze) |
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Dauerregen und am Vortag der Radunfall - da war klar, dass meine Freundin nicht noch mal aufs Rad steigt an diesem Wochenende. Mit dem Auto legte also einen Besichtigungsstopp auf dem Weg nach Wolfsburg ein und wir schauten uns Velpke (nicht Völpke) an, da ihr das beim Durchfahren mal positiv aufgrund der attraktiven Bebauung, der ungewöhnlichen Bauform der Kirche und der großen Weltkriegsgedenkstätte auffiel. Die dortige Sportanlage hört auf die schöne Anschrift “An der Prügeleiche”, da die gewaltige Eiche eine Ort markierte, an dem bis ins 19. Jahrhundert hinein Prügelstrafen an zu entsprechendem Verurteilten durchgeführt wurden. Der Kunstrasenplatz ist von sehr guter Qualität, ohnehin ist die ganze Anlage in einem hervorragenden Zustand. Zuschauerkomfort wie eine Tribüne gibt es aber leider nicht. Dafür war der heutige Test des Helmstedter Kreisligisten gegen den Altmarkligisten Kusey 1919 kostenlos. In Kusey hätten die bestimmt wieder die Hand aufgehalten, wie üblich in Sachsen-Anhalt… Die Partie war gut, Kusey über weite Strecken der ersten Hälfte etwas besser und daher verdient 0:2 in Führung - das zweite Tor ein toller Freistoß in den langen Winkel. Nach der Pause legte Velpke (bzw. FC Nordkreis) aber den viel besseren Start hin und kam zum Anschlusstreffer und gleichzeitig Endstand einer nach dem Wiederanpfiff auch immer ruppigeren Partie. Das Schiedsrichtergespann hatte da mit der Linie, im Zweifel für den Gastgeber zu entscheiden, auch ihren Anteil dran. Wir kehrten zum Abschluss des Tages in den Kosova-Grill beim 1. FC Wolfsburg ein. Einfach der beste Laden in WOB: 20€ für den Big Boss Teller (ein riesen Grillteller, reicht oft für 2 Leute, mit 5 oder 6 verschiedenen Fleischsorten)! |
Statistik: - Grounds: 3.947 (1; diese Saison: 105 neue) - Sportveranstaltungen: 5.579 (1; diese Saison: 153) - Tourkilometer: 70km Auto - Saisonkilometer: 48.420 (27.100 Flugzeug / 19.370 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.950 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 269 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Mittwoch, 25. Februar 2026
Dienstag, 24. Februar 2026
W3.0269III: Harte Tour nach Helmstedt
Handballfreunde Helmstedt-Büddenstedt (weibliche U19) |
34 : 32 (21:13) |
HSG Schoningen / Uslar / Wiensen (weibliche U19) |
- Datum: Samstag, 21. Februar 2026 – Beginn: 16.00 - Statistiken: siehe nuliga! - Austragungsort: Sporthalle Julianum (Kap. 400, davon 300 Sitzplätze) |
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Kaum Regen, fast 10 Grad, kein Schnee mehr. Also traute sich Beryl eine Radtour nach Helmstedt zu. Starke Steigungen mussten zwar auch mal geschoben oder Pause gemacht werden, aber bis zur Sporthalle klappte es super. Das Besichtigen des (ehemaligen) Klosters Mariental, was übrigens von Grasleben aus auf einem Berg liegt und nicht im Tal, und der Helmstedter Altstadt passten auch. Die Sporthalle des Julianum ist ein richtig schöner und ungewöhnlicher Bau mit einer steilen Obertribüne mit zumeist guter Sicht, kackbraunen Holzbänken und Geländern überall sowie einem Sprecherturm. Die Partie der A-Juniorinnen von Helmstedt-Büddenstedt bzw. Schoningen-Uslar-Wiensen war erfreulich gut. Bei hohem Tempo und vielen Torszenen führten die Handballfreunde bzw. -freundinnen ständig, aber gaben eine deutliche Führung zum Ende der Partie hin fast noch aus der Hand: 34-32 nach 60 Minuten. Die Rückfahrt wurde dann leider durch einen Besoffenen mit E-Bike versaut. Beryls Rad war zwar kaum beschädigt und noch fahrbar und sie zum Glück nicht schwer verletzt, aber fühlte sich verständlicherweise nicht mehr in der Lage, noch die 13 Kilometer nach Weferlingen zu fahren. Die Polizei riet auch davon ab, sodass ich sie mit dem Auto abholte, nachdem ich zackig nach Weferlingen geradelt war. In Deutschland muss sie ab jetzt monatelang Schadenersatz und Schmerzensgeld hinterherlaufen - bei meinem letzten neuen Länderpunkt hätte die Polizei den Unfallverursacher nach medizinischer Behandlung die 1, 2 Wochen bis zur Gerichtsverhandlung einkerkern dürfen. So eine effektive Justiz könnten wir auch gebrauchen! |
Statistik: - Grounds: 3.946 (1; diese Saison: 104 neue) - Sportveranstaltungen: 5.578 (1; diese Saison: 152) - Tourkilometer: 30km Rad und 30km Auto - Saisonkilometer: 48.350 (27.100 Flugzeug / 19.300 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.950 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 269 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
W3.0269II: Zweites Spiel vor zwei Zuschauern
MTV Weferlingen 1881 |
5 : 5 |
Heidesportverein Colbitz III |
- Datum: Freitag, 20. Februar 2026 – Beginn: 18.30 - Statistiken: siehe click-tt! - Austragungsort: Allertalhalle Weferlingen (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze; halbe Kapazität da nur halbe Halle belegt) |
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Mein zweiter Einsatz war von noch knapperen Niederlagen als mein erster Einsatz geprägt. Richtig gut aber was mehrere meiner Mitspieler ablieferten - so gab es ein 5:5 Unentschieden und somit immerhin einen Punkt für die Tabelle! Neben einem Ex-Spieler, der immer kommt, war auch Beryl diesmal dabei. Somit der übliche Zuschauerschnitt von etwa 2… |
Statistik: - Grounds: 3.945 (0; diese Saison: 103 neue) - Sportveranstaltungen: 5.577 (1; diese Saison: 151) - Tourkilometer: zählt nicht in Statistik - Saisonkilometer: 48.290 (27.100 Flugzeug / 19.270 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.920 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 269 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Donnerstag, 19. Februar 2026
W3.0269I: Eisiger Überraschungssieg auf dem E-Platz
Braunschweiger TSV Eintracht von 1895 (U13) |
2 : 3 (1:1/1:1/0:1) |
Braunschweiger Sport Club Acosta (U13) |
- Datum: Donnerstag, 19. Februar 2026 – Beginn: 17.30 - Tore: 0-1 15. 9er, 1-1 20. Batt, 1-2 40. 13er, 2-2 45. Zaimi, 2-3 70. 13er - Verwarnungen: keine - Platzverweise: keine - Austragungsort: Nachwuchsleistungszentrum am Kennel, E-Platz (Kap. 1.100 Stehplätze) |
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Da heute mal der südlichste Platz am Kennel, der E-Platz, bespielt werden sollte, ließ ich mir diesen Test der U13 von Eintracht Braunschweig nicht entgehen. Der Kunstrasen mit Graswällen auf drei Seiten fehlte mir noch, er ist nach den beiden A-Plätzen noch der attraktivste auf der Anlage. Aufgrund des Mikroklimas mit nahen Gewässern und des kalten Windes von der Seite, waren die Temperaturen von knapp unter Null noch deutlich eisiger als auf dem Thermometer. Eiskalt spielte auch der Gast vom BSC Acosta. BTSV hatte mehr Chancen, doch agierte ganz schwach vorne. Drei Mal gerieten sie in Rückstand - und nur zwei Mal konnten sie ausgleichen. Insgesamt verdienter Sieg für Acosta, kaum zu glauben, dass die NLZ U13 vom BTSV (OK, sie sind Vorletzter im Nordcup wo die ganzen Leistungszentren gegeneinander spielen) gegen einen regional gut auf Kreisunionsebene spielenden Nachwuchs, der maximal 1 Jahr älter ist, nicht gewinnen kann. |
Statistik: - Grounds: 3.945 (1; diese Saison: 103 neue) - Sportveranstaltungen: 5.576 (1; diese Saison: 150) - Tourkilometer: 100 km Auto - Saisonkilometer: 48.290 (27.100 Flugzeug / 19.270 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.920 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 269 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Mittwoch, 18. Februar 2026
W3.0268II-III: Ein Wochenende in Stettin
Morski Klub Sportowy Pogoń Szczecin |
1 : 0 (1:0) |
Morski Związkowy Klub Sportowy Arka Gdynia |
- Datum: Sonntag, 15. Februar 2026 – Beginn: 14.45 - Tor: 1-0 5. Mukairu - Verwarnungen: Pozo, Acosta, Mendy (Stettin); Navarro, Gaprindashvili, Jakupczyk, Abramowicz (Gdingen) - Platzverweise: keine - Austragungsort: Stadion Miejski im. Floriana Krygiera (Kap. 21.163 Sitzplätze) |
King Wilki Morskie Szczecin |
84 : 74 (38:29) |
Włocławskie Towarzystwo Koszykówki Anwil Włocławek |
- Datum: Samstag, 14. Februar 2026 – Beginn: 17.30 - Statistiken: siehe Website der PLK - Austragungsort: Arena Szczecin (sog. Enea Arena; Kap. 5.055 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Beryls Schwester kennt einen länger in Kenia aufhältigen Polen aus Gdańsk (Danzig), sodass sie mal ins Spiel brachte, nach Polen zu fahren. Dass meine Freundin - anders als der Pole in Kenia - als Kenianerin in Polen im Allgemeinen nicht willkommen ist, war ihr und uns im Vorfeld bewusst. Danzig war ohnehin zu weit, aber da ich seit 2009 nicht mehr Pogoń gesehen hatte und 2020 zuletzt in Stettin und überhaupt in Polen war, schlug ich einen Besuch in Szczecin vor. Da die Warschauer Allee (A2) mal wieder durch einen - natürlich von Polen verursachten - Unfall gesperrt war, fuhren wir über die Bundesstraßen via Stendal und Nauen auf die Autobahnen um Berlin herum und dann durch Ucker- und Oderbruch via Pomellen nach Szczecin. Der polnische Grenzschutz ließ uns unkontrolliert passieren. Bei einer ING in Gumience (Stettin-Scheune) hob ich 450 Złoty ab, da die polnischen “Goldstücke” komplett alle waren und man auch im städtischen Stettin nicht immer alles mit Karte bezahlen kann. Da ich als erfahrener Reisender die Option “Belastung in Złoty” wählte, wurden mir nur die regulären 111€ vom DKB-Konto abgezogen - die Idioten von der ING haben natürlich erstmal vorgeschlagen, das Konto in Euro zu belasten; das wären aber 124€ oder so gewesen. Eine üble Touristenabzocke! |
Keinerlei Abzocke hingegen in der Innenstadt: Samstag und Sonntag ist das Parken auf allen öffentlichen Parkplätzen und Straßen kostenlos, auch da, wo von Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr (auch noch recht zivilisierte Zeiträume!) mindestens 1,20€ die Stunde fällig werden. Falschparken wird übrigens seit Kurzem - wie alle Verkehrsverstöße - zunehmend teuer sanktioniert: Da sind schnell mal 50€ (Euro, nicht Złoty) weg! Wir parkten also kostenlos am Neuen (Roten) Rathaus, oberhalb des Polenmarktes “Tobruk” - ich habe leider nicht herausgefunden, warum der Markt scheinbar nach einer Hafenstadt in Libyen heißt. Besichtigungspunkte waren der Heumarkt (Rynek), das Schloss und die Kathedrale, sowie dazwischenliegende Straßenzüge. In einem Café in einem ehemaligen Stadttor gingen wir bei gutem und freundlichen Service (aber entsprechend hohen Preisen) Essen und Tee trinken. Hier waren auch mal noch andere außereuropäische Ausländer zu sehen und die Bedienung wollte gleich auf mein holpriges Polnisch mit gutem Englisch helfen. Sonst war leider bezeichnend, dass Polen mehrfach (wie erwartet) unfreundlich auftraten. Im Supermarkt hatte ich stärker als sonst den Eindruck, eine Zumutung für die Mitarbeiter zu sein, nur weil wir ganz normal einkaufen und zahlen wollen (die sind ja sonst auch immer faul, unwillig und unhöflich, aber heute fiel es noch schlimmer auf) und ein Polacke laberte im Vorbeigehen am Heumarkt auch was mit “Neger”. Jedenfalls verstand Beryl, warum ich mich vorher schon negativ über Slawen, v.a. Russen, Polen und Tschechen geäußert habe. Leider glaubt sie mir nun nicht mehr, dass sich eine Tour nach Jugoslawien trotzdem lohnt und will nun lieber mal nach Schweden. Na gut, mal schauen, ob die paar Tage, an denen sich unser Jahresurlaub überschneidet, wirklich mit einer solchen Tour nach Schweden genutzt wird oder vielleicht doch Slowenien/Kroatien… |
Beim Basketball in der Arena Szczecin, einem modernen und architektonisch ganz ansprechenden Oval mit Multifunktionsfläche und Fraktalarchitektur im Eingangsbereich, hatten wir für 12€ ganz gute Karten gegenüber des Fanblocks “Wataha” (Rudel). Wie auch in Rostock, heißt der Club “Seewölfe” (also in Rostock “Seawolves” und in Stettin “Wilki Morskie”) und spielt mit dem Logo und Namen auf Wölfe von der Küste an, obwohl der Seawolf bzw. Seewolf tatsächlich ein Beiname des Orca bzw. der Trivialname der sehr hässlichen aalartigen Anarhichadidae ist. Das Spiel war ganz gut, die Stimmung keineswegs besser als in der BBL. Dafür, dass Wilki Morskie Szczecin Tabellenführer ist und 2023 Meister und Supercupsieger war, ist auch ein Besuch von nicht mal 3.000 Zuschauern in etwas mehr als halbvoller Halle schwach. Stettin ist halt keine Basketballstadt und der Club noch nicht sonderlich etabliert. Eine Busladung, die jedoch kaum zu vernehmen war, kam auch aus der südlich von Danzig liegenden Mittelstadt namens Włocławek angefahren. Ganz kurios war das Namenssponsoring: Der Zigarettengroßhandel “King” sponsert die Stettiner, die Gäste werden wiederum gesponsert von “Anwil”, einer Orlen-Tochter die u.a. Düngemittel herstellt. Industrie ist ja OK, aber Kippen beim Profisport - meine Fresse! In einem ausgeglichenen ersten Viertel gelang Stettin ein Dreier mit dem letzten Wurf zum 20:17. In den folgenden Vierteln bauten sie ihren Vorsprung aus bzw. hielten ihn auf am Ende 10 Punkte und einem 84:74. Nicht schlecht, der Besuch beim Basketball hat sich auf jeden Fall gelohnt! Beim Einkauf in der Mall wurde dann bei Kartenzahlung auch überall versucht, durch Umrechnung Geld zu machen. Eigentlich wollte ich eh bar zahlen, doch das ging nur im Action, wo Beryl u.a. Küchenmesser fand, die - typisch für Osteuropa - mit “deutscher Qualität” werben, aber irgendwo klein einen Aufdruck “Made in China” besitzen... Bei Carrefour waren dann nur zwei von den 10 oder 12 normalen Kassen besetzt und gerade mit dumm aus der Wäsche guckenden Trullas, die einen Fehler oder Reklamationen beheben mussten und jedem folgenden Kunden klarmachten, weiterzugehen, bemannt. Da Polen sich ja um die Digitalisierung rühmt, gibt es zahlreiche Selbstbedienungskassen. Manche können mit Bargeld, die meisten nur mit Karte bedient werden. Wir mussten natürlich an eine nur mit Kartenzahlung, wo ich wieder extra drücken musste, um nicht 10 % mehr zu bezahlen durch Umrechnung. Drei Mal musste vor Bezahlung eine unfreundliche Tante angewackelt kommen, die mit einem Chip einen Fehler zurücksetzte, damit ich weiter den Einkauf Scannen kann. Es lag nicht an uns, denn die Alte gondelte mit langgezogener Fresse von einer SB-Kasse zur nächsten, da ständig überall irgendwo “Fehler” aufleuchtete. Im Übrigen war die Checkout-Seite nach zuvor verständlicher (aber nicht durchweg korrekter) deutscher Übersetzung nur noch auf Polnisch, was ich zum Glück halbwegs verstand. Also bei Digitalisierung brauchen die auch nicht so zu tönen da in Polen… Im Appartementblock in der Południowa 23 funktionierte die Hauseingangstür auch erst nach Handanlegen von einem polnischen Monteur. Immerhin funktionierte dann der Türcode zum für den Preis guten Appartement… |
Sonntag gingen wir in zwei Orten spazieren, die ich auch noch nicht besucht hatte. Zuerst im Dorf Moczyły an der zugefrorenen Oder, wo es einige kleine Kunstwerke und eine in der Volksrepublik verfallene Kirche gibt. Das würde heute eher nicht mehr passieren. Unter der PiS wurde der Einfluss der Katholen noch mal stärker, sodass nun seit einigen Jahren auch wie in Deutschland die Supermärkte Sonntag schließen müssen. Für ein kleines, überaltertes polnisches Dorf sah das doch recht gepflegt aus, Beryl fand es aber ebenso wie die Stadt Stettin so unattraktiv, dass sie nicht nachvollziehen konnte, dass Deutsche nach Polen ziehen. Bei allem Gelaber sind es aber eh nur einzelne Verwirrte und Menschen mit entsprechenden Wurzeln, die von DE nach PL ziehen. Punkt zwei war der Arkonia-Wald mit dem höchsten Hügel Stettins, auf dem die Ruine eines deutschen Aussichtsturms steht. Dort ballerten gerade Kinder mit Plastekugeln aus Anscheinswaffen herum. Normale Freizeitbeschäftigung halt, es wird schon mal geübt, falls die Russen wieder einfallen… Ebenfalls in Ruinen ein nahegelegenes Forsthaus (Eckerberg). Teils waren entsprechende Tafeln angebracht, teils suchte ich uns historische Fotos aus dem Internet heraus, um ihr zu zeigen, wie diese Trümmer im Wald vor dem Krieg aussahen. |
Dann den gewünschten Parkplatz in der Wojciecha Korfankiego Ecke Henryka Sinkiewicza bekommen und das Stück zu Fuß zum Stadion. Eingang für den Heimbereich ist in der Mieczysława Karłowicza, auch für die Haupttribüne und VIP. Wir hatten für 22€ gute Plätze im unteren Bereich der Haupttribüne. Auch auf die schwache polnische Kaufkraft gerechnet - bis auf IT-Sektor verdient man in PL nur etwas mehr als halb so viel wie in Deutschland - ist das preislich OK. Ich finde es auch schön, dass Spiele vor niedrig vierstelligen Zuschauerzahlen in der Ekstraklasa der Vergangenheit angehören; so waren auch hier über 16.000 Plätze belegt und aufgrund der Sektorensperrungen hätte man wohl auch nur 17.500 Karten bekommen (abzüglich 1.500 Gästekarten, die wohl zur Hälfte weggingen). Aber eigentlich muss man sagen, dass die 22€ in diesem mittlerweile baulich verhunzten Florian-Krygier-Stadion noch zu viel sind. Abstiegskampf in der 1. polnischen Liga ist ja maximal deutsches Drittliganiveau. International reißt sowieso kein Polenclub irgendwas auch nur ansatzweise. Dass Mannschaften wie Pogoń oder Arka als Erstligisten (13. gegen 16. von 18) zur Spitze im Fußball eines so bevölkerungsreichen europäischen Landes zählen und dann so ein Niveau haben, ist schon richtig schwach. Die Zusammenfassung des Spiels sagt eigentlich alles. Zum Glück traf einer von neun Ausländern der Startelf (!), der Nigerianer Mukairu, schon nach fünf Minuten mit seinem fünften Saisontor. Von den Polacken brachte ja keiner was zustande, also musste es wieder ein drittklassiger Afrikaner, der in Dänemark kein Bein auf den Boden bekam und für seine Heimatnationalmannschaft nie in Frage käme, richten… Außer in den jeweiligen Fanblocks kam kaum Stimmung auf. Immer wieder wurden Bandansagen eingespielt, da u.a. judenfeindliche Gesänge von der ganzen Kurve kamen. Laut Springerpresse fühlen sich Juden in Osteuropa ja total wohl, da es im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich kaum Muslime in z. B. Polen gibt - wird in diesen Artikeln nur nie erwähnt, wie die Stimmung bei den Slawen so gegenüber den Juden ist… Mittlerweile werden übrigens auch Bandansagen eingespielt, wenn Pyro brennt. Die Choreo nach der Pause samt doppelter Pyroeinlage war schon schön anzusehen. Alles auch sehr kontrolliert! Allerdings finde ich es traurig, dass die polnisch-deutsche Fanverbindung zwischen Pogoń Szczecin und dem Berliner FC Dynamo existiert. Irgendwie ist mir der Verein aus Stettin ja doch sympathisch - und dann arbeiten dessen Hools und Ultras mit der weinrot-weißen ostberliner Scheiße zusammen, diesem dreckigen Schiebermeister. Ich fürchte, da waren wieder die Neonazi-Connections ausschlaggebend - denn politisch passen beide Szenen super zusammen. Dennoch war auch für Beryl der Stadionbesuch interessant und angenehm. Wir hatten ja vernünftige Plätze. Insgesamt war aber der Eindruck von Polen für sie so negativ, dass sie keine Lust auf eine Wiederholung hat. Ich wusste nach dem Kick von Pogoń halt auch wieder, warum ich mich in den letzten Jahren kaum noch in Polen oder Tschechien aufgehalten habe. Es ist dürftig, auf welchem Niveau da Profifußball gespielt wird - und in Deutschland kann man auch bei vielen Profispielen Pyro und Randale haben, wenn man da Bock drauf hat. Also wozu (regelmäßig) nach Polen, wenn man nicht grenznah wohnt? Bevor der Heimweg richtig angetreten wurde, tankte ich natürlich noch voll. 1,50€ der Liter - und zwar Premiumdiesel mit Additiven, also nur etwa 80% der Preise in Deutschland… |
Statistik: - Grounds: 3.944 (Sa 1; diese Saison: 102 neue) - Sportveranstaltungen: 5.575 (Sa 1, So 1; diese Saison: 149) - Tourkilometer: 750 km Auto (Sa 350, So 400) - Saisonkilometer: 48.190 (27.100 Flugzeug / 19.170 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.920 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 70 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 268 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |














