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Donnerstag, 18. September 2014

W425I: Von 3-0 auf 3-3

1. FC Lokomotive Leipzig C II …..................................... 3
Fußballclub Grimma C ..................................................... 3
- Datum: Mittwoch, 17. September 2014 – Anstoß: 17.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesklasse Sachsen Nord C-Jugend (3. Spielklasse der U15) gegen Landesliga Sachsen (2. Spieklasse der U15)
- Ergebnis: 3-3 nach 72 Min. (36/36) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 10. David Tuan Anh Nguyen, 2-0 13. Max Demmler, 3-0 17. Theo Linke, 3-1 45. Max Luca Pfeiffer, 3-2 51. Max Luca Pfeiffer, 3-3 65. Max Luca Pfeiffer
- Gelbe Karten: hatte der Schiri nicht dabei...
- Platzverweise: keine
- Spielort: Bruno-Plache-Stadion, Platz 9 (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel, aber dürftige Leistung der Grimmaer Mannschaft – Lok hatte Pech den Vorsprung noch aus der Hand gegeben zu haben)  
Photos with English Commentary:
Under-15 Friendly: Lok Leipzig Reserves v FC Grimma

Am Mittwoch unternahm ich eine spontane Radtour nach Leipzig. Einige Jugendspiele wurden unter der Woche ausgetragen, zumeist Spiele der Stadtligen. Ich suchte mir allerdings ein Testspiel vom 2000er Jahrgang von Lok aus, die auf den FC Grimma trafen.

Im Rücken der Haupttribüne des schönen Bruno-Plache-Stadions befinden sich acht ausbautenlose Plätze und ein kleines Stadion (Platz 2). Auf Platz 9, dem zweiten Rasengroßfeld, wurde dann gekickt. Wenn das wirklich nur die II. C-Jugend von Lok war, dann ist die wirklich gut! So schwach Grimma auch war, so gut nutzten die Leipziger das aus. Nach 10 Minuten ein Kopfball aus Nahdistanz, dann nach 13 ein Distanzschuss der als Bogenlampe ins Netz ging und nur vier Minuten später die vermeintliche Entscheidung nach einem lässig eingeschobenen Ball.

Nachdem Grimma so gut wie keine Torchance in Hälfte 1 hatte, schaltete Lok einen Gang zurück und ließ Grimma kommen. Die hatten auch anscheinend die besseren Spieler erst jetzt eingewechselt. Einer erzielte dann in weniger als 20 Minuten einen Hattrick, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Alle seine Treffer erzielte er aus spitzem Winkel über die rechte Seite. Der zweite war allerdings irregulär, da er vorher Foul gespielt hatte. Ohnehin spielte Grimma dauernd ungestraft Foul. Der wirklich schwache Schiedsrichter schien keine Karten dabei gehabt zu haben, ließ mitunter klare Fouls der Grimmaer laufen oder bestrafte gelbwürdige Fouls mit einem einfachen Freistoß oder gar Schiedsrichterball, und ging den Lokisten entsprechen auf die Nerven.  
Statistik:
- Grounds: 1.185 (heute 1 neuer; diese Saison: 31 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.160 (heute 1; diese Saison: 48)
- Tageskilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 12.660 (8.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 138 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

Sonntag, 8. Juli 2012

W310I: Benefizspiel im Osten von Leipzig – Lok schlägt Fortuna 5:0

SV Fortuna Leipzig 0:5 1. FC Lokomotive Leipzig
Datum: Samstag, 7. Juli 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Benefizspiel, Bezirksklasse Leipzig (Stadtliga, 8. Liga, 3. Amateurliga) gegen Regionalliga Ost (4. Liga, 1. Halbprofiliga, Aufsteiger aus Oberliga NOFV-Süd)
Ergebnis: 0-5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-3
Tore: 0-1 12. Fraunholz, 0-2 37. Hildebrandt, 0-3 40. Fraunholz, 0-4 63. Fraunholz, 0-5 71. Stratmann
Vergebener Strafstoß: 3. Minute, Fortuna-Torwart wehrt Foulelfmeter von Engler (Lok) ab
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Fortuna Sportpark (Kap. 5.000, davon 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 450 (davon ca. 400 Lok-Fans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Gutes Freundschaftsspiel mit ein paar kurzen Durchhängern)
IMG_2468 Photos with English Commentary:

Nachdem es am Freitag mal nicht zum Sport, sondern zur Langen Nacht der Wissenschaften an unserem Orientinstitut in Halle ging, sahen wir heute im Fortuna Sportpark auch mal endlich ein Spiel auf dem Hauptplatz. Dieser ist mit seiner verfallenen Holztribüne, die mit ihrem löchrigen Dach vier Reihen rosafarbene Holzbänke und Plastesitze überspannt, und der kleinen unüberdachten Sitztribüne, hinter der sich ein ansehnlicher Sprecherturm mit der Aufschrift: „Was zählt, sind Tore“ befindet – beide Tribünen befinden sich übrigens auf eindrucksvollen Graswällen – eines der schönsten Stadien der Stadt Leipzig.

Für angemessene 5€ Eintritt, die an das Kinderhospiz in Markkleeberg gingen, traten vor locker 450 Zuschauern – von denen die meisten Lok-Anhänger, von der jungen, seriösen Familie über die ganz normalen Arbeiter, die sich über Sambamusik als Showprogramm zwar wunderten, aber nicht einen dummen Spruch abließen, bis hin zu denen, die Klischeehaft als die „typischen“ Lokisten gelten, obwohl sie auch dort nur die Minderheit ausmachen: Thor-Steinar-Klamotten und „Ultrassisten“-T-Shirt – Fortuna Leipzig aus der Stadtliga (ex-Bezirksklasse) gegen Lok Leipzigs Oberligateam, das durch das Neuordnungschaos abstruserweise als Mittelfeldmannschaft noch in die Regionalliga hoch gerutscht ist, an.

Lok legte natürlich – als Halbprofiauswahl sollte das auch sein – offensiv los und wusste mit guten Spielzügen zu unterhalten. Das Fortuna-Tor wurde in den ersten 15 Minuten ständig belagert, doch nur ein schlecht geschossener Elfmeter und ein gut verwandelter Kopfball aus Nahdistanz waren richtig erwähnenswert. Nach etwas Leerlauf schaffte Lok es erst kurz vor der Pause in kürzerer Zeit auf 0:3 zu erhöhen.

Nach dem Seitenwechsel kam auch Fortuna zu zwei guten Tormöglichkeiten, doch nach vorne waren sie doch erwartungsgemäß sehr abgemeldet. Das 0:4 und 0:5 fielen auch noch so nach und nach – und hätte Lok nicht eine sehr fahrlässige Chancenverwertung gehabt, wäre es auch vom Ergebnis her in Richtung 0:10 oder 0:11 gegangen, was ich im Vorfeld eigentlich erwartet hatte. Umso mehr muss man aber Fortuna loben, die sich wirklich gut rein hingen und keine so hohe Niederlage zuließen.

Sehr gelobt werden muss übrigens auch die Vereinsgaststätte „Fortuna-Klause“, die ganz normalen, wirklich guten Mittagstisch anbot, obwohl sie mit den Feierlichkeiten am Nachmittag und dem Grillen zum Spiel massig zu tun hatten. Das wurde von der Fortuna-Klause aber offensichtlich souverän gelöst – im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen, die ich in solchen Situationen erlebt habe...
IMG_2545 Statistik:
Grounds: 755 (heute 1 neuer; diese Saison: 160 neue)
Sportveranstaltungen: 1.561 (heute 1, diese Saison: 247)
Tageskilometer: 90 (90 Fahrrad)
Saisonkilometer: 60.370 (30.970 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.230 Fahrrad/ 3.030 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 102
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 310

Mittwoch, 4. August 2010

W210I: Lok siegt mit zwei Toren gegen zwei Mann mehr

SV Blau-Weiß Farnstädt 0:2 1. FC Lok Leipzig
Dienstag, 03. August 2010 – Anstoß 18.30
Testspiel (Landesliga Sachsen-Anhalt/ Süd, 7. Liga, 2. Amateurliga gegen Oberliga Nordost/ Süd 5. Liga, 2. Halbprofiliga)
Ergebnis: 0:2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:0
Tore: 0:1 62. Frauenholz, 0:2 84. Heusel (Handelfmeter)
Verwarnungen: Nr. 4 (Farnstädt); Stöbe?, Görke (Lok)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Farnstädt (Kap. 1.000, davon 80 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 450 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Recht hohe Fehlerquote, aber immerhin zwei Tore und einige spektakuläre Aktion)
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Photos and English version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624648488586/detail/

Seit nunmehr vier Jahren haben wir nicht eine Woche ohne Sport erlebt. In dieser 210. Woche ging es sogar schon am Dienstag mit den Sportereignissen los, da der 1. FC Lok mal wieder ein interessantes Testspiel ausspielte. Die Zeit war diesmal so knapp, dass wir mit dem völlig überfüllten Asihänger – viele Fahrgäste machten mit ihrem Gepöbel, Gerülpse und sonstigen Auftreten dem Namen „Asihänger“ (so werden in meinem Umfeld Schienenbusse oder kleine Züge bezeichnet) alle Ehren – fuhren und somit nur wenige Radkilometer, nämlich die von Querfurt/ Bahnhof nach Farnstädt und zurück, machten.

Farnstädt ist ein lebhaftes Dorf im Westen des Saalekreises, das drei Männermannschaften, eine Frauenmannschaft und etliche Jugendteams im Spielbetrieb hat. Für einen Ort dieser Größe, ist das eine starke Leistung. Das Stadion ist eine der fünf schönsten Fußballsportanlagen im Saalekreis: der Platz wurde durch Abtragung von Erdmassen eines Berghangs geschaffen und weist dadurch auf zwei Seiten einen enormen Graswall auf. An der höchsten Stelle ist der wohl sechs Meter hoch und fällt steil ab, die überdachte Tribüne mit den 60 blauen Schalensitzen liegt nur wenig niedriger. Drei Minitribünen schaffen weitere 20 überdachte Sitzplätze. Die Bäume, Felder und Häuser des idyllischen Dorfes drum herum, runden das Bild eines wirklich schönen Amateursportplatzes ab.

Auch bei Eintrittspreisen (3€ sind absolut angemessen), Essen (selbst Steaks kosten nur 2€ und sind wirklich gut) und Zuschauerzuspruch (so etwa 450 Leute, also fast halb voll) konnte man nicht meckern. Meckern konnte man dann nur über ein paar Dinge im Spiel: Farnstädt war anfänglich hinten sehr unsicher, doch Lok vergab dilettantisch Chancen. Als diese Chancen dann wirklich gefährlich wurden, kam die große Show des Fossils an der Linie (sein Kollege war aber gut!) und des Schiedsrichters, die aus einem Spiel 11 gegen 11 ein Match 13 gegen 11 machten. Der eine Linienrichter winkte andauernd abseits, selbst wenn der Lokspieler noch einen Meter hinter dem Farnstädter stand, und erkannte sogar ein reguläres Tor ab und der Schiedsrichter verteilte eine lächerliche gelbe Karte gegen Lok, während zwei elfmeterreife Fouls der Gastgeber ungeahndet blieben. Nach einer Stunde erzielte Frauenholz einen herrlichen Kopfballtreffer. Da fiel keinem der (Un?)parteiischen ein Grund zum Aberkennen des Treffers ein. Die Entscheidungen wurden ohnehin in der zweiten Halbzeit richtiger, da der einzige Unparteiische, der von diesen dreien den Namen auch verdiente, für die Angriffshälfte der Gäste zuständig war. Dieser Linienrichter sah dann auch das klare und absichtliche Handspiel eines Farnstädters auf der Torlinie. Der Schiedsrichter gab natürlich Eckball für Lok, doch lies sich dann vom Linienrichter zurechtweisen, doch Elfmeter zu geben. Die fällige rote Karte gegen den Verteidiger lies er allerdings stecken. Den Elfmeter verwandelte der etatmäßige Elfmeterschütze Rene Heusel sicher zum 0:2 Endstand.

Farnstädt war zwar nicht völlig unterlegen – mehrere gute Angriffe zwangen den Loktorwart zu Paraden oder gingen knapp drüber – und Lok konnte nicht immer überzeugen (unnötige Fouls, grobe Fehlpässe, mangelnde Ballsicherheit), aber das 0:2 war sehr schmeichelhaft für die Blau-Weißen, während ein 0:4 oder 1:5 passender gewesen wäre. Aber trotz der aufgezählten Mängel, kann ich nur sagen, dass der Besuch dieses Testspiels absolut gelohnt hat!
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Statistik:
Ground Nr. 453 (kein neuer Ground; diese Saison: 3 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.042 (diese Saison: 4)
Tageskilometer: 90 (70 Bahn, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 2.310 (2.150 Auto/ 90 Fahrrad/ 70 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 33
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 210

Mittwoch, 28. Juli 2010

W209II: Ein Ehrentreffer in der 90. Minute

FSV Eintracht Serbitz/ Thräna 1923 1:14 1. FC Lok Leipzig
Mittwoch, 28. Juli 2010 – Anstoß 18.30
Testspiel (Regionalliga Borna-Geithain, 9. Liga, 4. Amateurliga gegen Oberliga Nordost-Süd, 5. Liga, 2. Halbprofiliga)
Ergebnis: 1:14 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:5
Tore: 0:1 14. Heusel (Foulelfmeter), 0:2 22. Heusel (Foulelfmeter), 0:3 33. Jackisch, 0:4 37. Seipel, 0:5 J. Adam, 0:6 48. Frauenholz, 0:7 55. K. Adam, 0:8 59. Brumme, 0:9 63. J. Adam, 0:10 65. Brumme, 0:11 67. J. Adam, 0:12 74. Brumme, 0:13 75. K. Adam, 0:14 78. J. Adam, 1:14 90. Winkelmeyer (Foulelfmeter)
Besondere Vorkommnisse: Torwart von Serbitz/ Thräna pariert Handelfmeter von Heusel (44. Minute)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Serbitz (Kap. 1.020, davon 20 überdachte Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 300 (davon ca. 100 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Typisches Testspiel mit großem Klassenunterschied: aber am Ende hat der unterlegene Amateurtrupp dann noch mal getroffen!)
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Photos and English version:
Windischleuba Palace
Serbitz/ Thräna vs. Lok Leipzig

So eine geographische Lage gibt es nicht so schnell noch einmal: der FSV Eintracht Serbitz/ Thräna 1923 spielt auf einem Fußballplatz in Thüringen Spiele der sächsischen Kreisliga Borna-Geithain aus. Durch eine Kreisreform kam nach der Wende der Landkreis Altenburg zu Thüringen und nun waren die beiden zusammengehörenden Dörfer Serbitz und Thräna durch die Landesgrenze getrennt. Natürlich behielt man die Spielgemeinschaft bei und man entschied sich auch, im sächsischen Landesverband weiter zu spielen. Aus guten Gründen also, findet man den Internetauftritt des Clubs als „Laenderauswahl.DE“.

Die Länderauswahl vermied letzte Saison den Abstieg in die Regionalklasse nur knapp während Lok im Mittelfeld der Oberliga rumgammelte. Die erste halbe Stunde lang hatten beide Mannschaften zwar ein unterhaltsames Spiel abgeliefert, aber das Niveau war 1. Kreisklasse gegen Bezirksklasse. Lok kam durch zwei Elfmeter – beide Male nach klaren und ungeschickten Fouls im Strafraum – und einem schön heraus gespielten und hoch ins Eck gezimmerten Ball dennoch in dieser Zeit zur Führung. Diese bauten sie durch zwei weitere gute Schüsse – nun auch spielerisch langsam auf das Niveau einer sich Geld verdienenden Mannschaft kommend – aus. Vor der Pause vergaben sie dann ihren dritten Elfer: ein dümmeres Handspiel habe ich noch nie gesehen – doch irgendwie war es ganz schön, dass Heusel nicht auch noch einen dritten Elfer verwandelte, sondern der Torwart – deshalb war es schön, denn die Serbitzer kassierten ja noch genug Treffer – abwehrte.

In der zweiten Halbzeit brach Serbitz/ Thräna stark ein und kassierte neun Tore – meist im Strafraum geschickt hin und her und heraus gespielt – in Folge. Einen vierten Elfmeter gab es dann auch noch, doch diesmal nach einem Foul vom Loktorwart an einem Serbitzer. Ein Spieler der Heimmannschaft namens Winkelmeyer traf dann mit einem starken Schuss unter die Latte zum hoch verdienten Ehrentreffer: 1-14. Das Spiel sah wenige Fouls, auch wenn es vier Elfmeter gab. Die unsaubersten Aktionen setzten übrigens Lokspieler, die nach Schulter- oder Ellbogenstößen Gegenspieler angifteten, gefälligst aufzustehen. Aber auch das kam nur zwei, drei Mal vor.
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Noch ein paar Worte zu Spielfeld und Umfeld: der Platz liegt kahl zwischen Äckern, Wiesen und einfacher Bebauung. Das Sportlerheim sieht frisch saniert aus und ist ein ansehnlicher Bau, der neben einer kleinen Tribüne aus weißem Wellblech, Metallgestängen und gepolsterten Holzstühlen, auf denen nur die „VIPs“ der Heimmannschaft platz nehmen dürfen, steht. Die Tribüne macht den Dorfanger zu einem richtigen Stadion. 4€ Eintritt sind trotzdem angesichts der 3€ im nahegelegenen Rositz, die man dort im Spiel gegen FC Sachsen für weitaus bessere Plätze verlangte, etwas überzogen. Bessere Roster hatte ich auch schon mal gegessen – nur die Getränke waren löblich niedrig im Preis.

Über Lok-Fans werden ja alle möglichen bösen Sachen gesagt, die man auch zum Teil nicht von der Hand weisen kann, doch in einem Testspiel braucht man – das machte man heute in Serbitz vor – weder Polizei noch Ordnungskräfte, die die als Hooligans, Rowdys und Neonazis verschrienen Gäste zurückhalten. Als Lok-Fans outeten sich bei diesem Spiel nämlich nicht nur tätowierte Glatzköpfe mit Thor-Steinar-Kapuzenshirt, sondern auch sehr seriös wirkende Familien mit Kindern im D- und C-Jugendalter oder noch jünger und auch sachliche ältere Herren. Der einzige, der durch rechtsradikales Gesabbel auffiel, war ein Dorfdepp der Marke „Große Fresse, aber wenn die Leute anrücken, die er als „Scheiß Kanaken“ bezeichnet, verpisst er sich schnell“, der eindeutig zum Heimverein gehörte. Aber wie schon angedeutet: wenn ich so was höre, wie von einem von meinem Verein, der meinte, er würde nie Lok einladen zu einem Testspiel, da diese Rowdys (sprich: „Roffdies“) das Stadion zerlegen würden, kann ich nur an die Stirn tippen und sagen: „Meinst du das ernst?!“ Die Atmosphäre bei einem Testkick von Lok ist so locker und friedlich, wie bei jedem anderen normalen Testspiel auch.

Nach dem Spiel ging es schnell nach Hause, doch vor dem Spiel hatten wir uns noch das Wasserschloss in Windischleuba angeguckt. Windischleuba liegt zwischen Altenburg und Serbitz und ist ein wirklich hervorragendes Beispiel für den Renaissancestil und weißt zudem noch spätgotische Elemente (den Hauptturm) auf. Das Schloss ist als Jugendherberge wenigstens halbwegs sinnvoll genutzt. Ich muss schon sagen, dass ich selten ein schöneres Schloss in diesem Baustil gesehen habe!
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Statistik:
Ground Nr. 452 (ein neuer Ground; diese Saison: 2 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.040 (diese Saison: 2)
Tageskilometer: 170 (Auto)
Saisonkilometer: 240 (170 Auto/ 70 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Tram/ 0 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 31
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 209

Montag, 31. August 2009

WE161II: Ein echter Eisenbahnerverein und der übliche Wahnsinn im Leipziger Fußball

SV Lokomotive Engelsdorf A 1:2 VfL 05 Hohenstein-Ernstthal A Sonntag, 30. August 2009 - Anstoßzeit 10.30 A-Jugend Landesliga Sachsen (3. U-19 Liga) Ergebnis: 1:2 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:1 Tore: 0-1 43. Kevin Schmidt, 1-1 76. Anders (?), 1-2 85. Posselt Verwarnungen: Grausam, Röhricht (Lok), Kircher, Neubert (VfL) Platzverweise: keine Spielort: Sportplatz Lokomotive Engelsdorf (Kap. 2.000, davon 150 Sitzplätze) Zuschauer: 50 (7 Gästefans) Spielqualität: 1,5/10 (Sehr Schwach) BSG Chemie Leipzig 3:2 SV Eintracht Großdalzig Sonntag, 30. August 2009 – Anstoßzeit 15.00 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga) Ergebnis: 3:2 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 0:0 Tore: 1:0 49. Kevin Kieb, 1:1 60. Leslie Klapperstück (Elfmeter), 2:1 63. Maximilian Beyer, 3:1 78. Marko Babick, 3:2 92. Max Böhme Verwarnungen: Költzsch (Chemie), Nr. 10 (Eintracht) Platzverweise: keine Spielort: Willi-Kühn-Sportpark (Kap. 3.500, davon 158 Sitzplätze) Zuschauer: 477 (10 Gästefans) Spielqualität: 3,5/10 (Spiel mäßig, Stimmung gut)

Der östliche Leipziger Vorort Engelsdorf, vor wenigen Jahren noch eine eigene Gemeinde, ist Heimat des SV Lokomotive, die ihrem Namen als Eisenbahnerverein alle Ehre machen: eine Zugachse auf einem Stück Schiene im Eingangsbereich, entsprechende Wandmalereien und dann auch noch eine Bahnverkehrschildersammlung in der Vereinsgaststätte. Bevor wir diese aufsuchten, langweilten wir uns bei einem A-Jugendspiel. Die beiden Mannschaften und der Stadionsprecher gaben vor, ein Spiel der Landesliga darstellen zu wollen, doch verglichen mit dem Spiel am Sonntag davor, dem A-Jugendmatch in Lindenau, das der Bezirksklasse zugeordnet werden musste, war dieses zwei Klassen höher stattfindende Spiel vier Klassen schlechter. Kaum ein Pass kam an, Chancen gab es nicht viele – und die, die es gab, wurde kläglich verstolpert – Technik überhaupt nicht vorhanden und während bei den Gästen aus Hohenstein-Ernstthal wenigstens ansatzweise ein kleines bisschen Spielkultur und -fluss zu sehen war, betätigte sich Engelsdorf nur mit kopflosen Gebolze. Kurz vor der Pause gelang den Gästen ein Glückstreffer, der eine Viertelstunde vor Abpfiff durch einen weiteren Glückstreffer ausgeglichen wurde. Zum Glück erzielte Hohenstein-Ernstthal noch ein weiteres Tor – der sehenswerte Heber über den Torwart war die beste Aktion des Spiels überhaupt – während Engelsdorf der 2:2 Ausgleich in der 90. Minute fragwürdigerweise aberkannt wurde. Völlig verdient! Der Schiri war übrigens der einzige, der im Vergleich zum vorigen A-Jugendspiel besser war. Die Fehlentscheidung traf auch der Linienrichter, der vom Alter her möglicherweise seinen ersten Einsatz hatte. Nach dem verdienten Sieg – die Gäste waren die weniger schlechte zweier schlechter Mannschaften – ging es ans Essen im Vereinslokal. Dort gibt es gute deutsche und italienische Küche zu akzeptablen Preisen. Auf jeden Fall eine sehr gute Vereinskneipe, als besser kenne ich nur das Sportlerheim in Dölzig. Nach einer Stunde ging es weiter: quer durch Leipzigs Innenstad.

Nach beinahe einer weiteren Stunde waren wir dann endlich in der nach unserem Heimatort benannten Straße, wo der verrückteste Fußballclub Leipzigs als Untermieter zugange ist. Die Rede ist von der Ballsportgemeinschaft (BSG) Chemie Leipzig, die erst vorletzte Saison von den bei FC Sachsen (ehemals Betriebssportgemeinschaft (BSG) Chemie Leipzig) vertriebenen Ultras „Diablos“ und anderen Anhängern gegründet wurde. Die letzte Saison lief hervorragend: von 0 auf Platz 1 mit 25 Siegen aus 28 Spielen, sowie 158:18 Toren. Eine der beiden Niederlagen war eine 2:0-Wertung (das Spiel ging 1:1 aus), die andere ein 2:1. Fünf Spiele wurden zweistellig gewonnen, wobei gegen Kursdorf beide Male 11:0 gewonnen wurde. Die Zuschauerschnitt lag bei Heimspielen bei über 300 – die anderen Vereine der 3. Kreisklasse ziehen (außer gegen Chemie, wo der Zuschauerschnitt oft verzehnfacht wurde) 20-50 Zuschauer im Schnitt. Was doch alles möglich ist, in einer selbsternannten Sportstadt mit 560.000 Einwohnern, in der die besten Fußballvereine in der 5. Liga spielen und Konkurrenz von einem von Red Bull zusammengekauften Söldnertrupp aus der Nachbarstadt Markranstädt, die unter politisch wie geographisch falschem und zudem scheinheiligen Namen antritt, bekommen. In einer Großstadt, deren Volleyballverein ebenso bankrott ist wie deren Eishockeyclub. In Leipzig, wo Frauenhandball die größten sportlichen Erfolge feiert. Was die Zuschauer betrifft, so ist auch eine Klasse höher (2. Stadtklasse) alles beim Alten geblieben. Die Ultras sorgen für eine in dieser Spielklasse einmalige Stimmung. Auch diesmal mit einer kleinen Choreo in der zweiten Halbzeit (ob damit ein Schulanfänger gegrüßt werden sollte, kann ich nicht 100%ig sagen – kann auch irgendein komischer Insiderwitz sein), etlichen Doppelhaltern und Hand- und Blockfahnen und natürlich auch Gesängen. Diese waren allerdings nur Standard. Da von maximal 150 Leuten auf einem offenen Fußballplatz mit unüberdachter Sitztribüne getragen, waren diese auch nicht wirklich eindrucksvoll. Aber wie gesagt: es war etwas Besonderes vom Umfeld her und ich kann die Anhänger, Verantwortlichen und Spieler der BSG nur darin bestärken, so weiter zu machen! Teil des Leipziger Wahnsinns waren übrigens auch die Eintrittspreise von 3€ (weit gefächerte Ermäßigung: 1,50€ - immer noch wahnsinnig hoch), da man meistens freien Eintritt zu dieser Spielklasse hat. Die Preise hängen jedoch nicht mit Aufwandsentschädigungen für Spieler zusammen, sondern mit der hohen Platzmiete und dem Ärger mit der Stadt Leipzig, die Sicherheitsaufgebot bei Spielen des Vereins verlangen. Da die Preise auf der Website und im Programmheft angekündigt wurden, ärgerte ich mich auch nicht weiter darüber. Bei jedem anderen Verein dieser Spielklasse hätte ich den Kassierer belappt. Chemie Leipzig kam in der ersten Halbzeit nicht mit dem Spielen gegen den starken Wind zurecht, sodass Großdalzig vor allem vor dem Tor die bessere Mannschaft war. Chemie hatte kaum Chancen, wobei ein Lattentreffer und ein knapp vorbei gesetzter Fallrückzieher die Highlights waren. Beim Stande von 0:0 ging es in die Pause. Man musste von einem langweiligen Spiel reden. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel klar besser: BSG Chemie wurde nun von Wind getrieben und nutzte vor allem ihre technische und läuferische Überlegenheit aus. Das 1:0 war also nur eine Frage der Zeit. Kevin Kieb schlug in der 50. zu: schön durch die Abwehr gespielt! Kurz darauf jedoch wurde ein berechtigter Elfmeter von den Gästen sicher gegen den Wind verwandelt. Bis zur 80. wurden jedoch von den Chemikern noch zwei weitere Treffer erzielt, die die Entscheidung zu ihren Gunsten brachten. Der Schlusspunkt der Partie war ein toller Freistoß von Großdalzig, der unter die Latte gezimmert wurde. 3:2 war für Eintracht allerdings schmeichelhaft. Hätte auch locker 6:2 enden können, aber im Strafraum versagte Chemie oft kläglich. Ansonsten: ein Lob an die Gastgeber für wirklich gute 45 Minuten! Die ersten 45 vergessen wir mal lieber... Aber das halbe Spiel reicht ja auch oftmals zum Sieg und diese Leistung der BSG reicht auch für die Stadtliga. Der Wind, der die BSG in Halbzeit eins nervte, nervte uns dann auf der Rückfahrt mit dem Rad: über 30km lang starker Gegenwind – knapp zwei Stunden Fahrtzeit.

Statistik: Ground Nr. 345 (zwei neue Grounds; diese Saison: 14 neue) Sportveranstaltung Nr. 876 (diese Saison: 18) Tageskilometer: 90 (Fahrrad) Saisonkilometer: 7.130 (6.680 Auto, 450 Fahrrad, 0 Bahn, 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 161 Fotos unter: A-Jugendspiel CHEMIE LEIPZIG

Montag, 24. August 2009

WE160III: Lindenau fickt Blau-Weiß – und: Keine Tore beim Stadtderby

SV Lindenau 1848 A 9:1 VfK Blau-Weiß Leipzig A Sonntag, 23. August 2009 - Anstoßzeit 10.30 A-Jugend Bezirksklasse (5. Liga der U-19) Ergebnis: 9:1 nach 89 Min. (45/44) - Halbzeit 4:1 Tore: 0-1 14. [8], 1-1 20. [9], 2-1 23. [11], 3-1 38. [9], 4-1 43. [9], 5-1 46. [9], 6-1 54. [11], 7-1 76. [14], 8-1 77. [10], 9-1 85. [13]. Verwarnungen: Nr. 5 Lindenau, Nr. 8 Blau-Weiß Platzverweise: keine Stadion: Sportplatz Charlottenhof (Kap. 1.138, davon 138 Sitzplätze) Zuschauer: 20 (7 Gästefans) Spielqualität: 7,0/10 (Gut) FC Sachsen Leipzig 0:0 1. FC Lokomotive Leipzig Sonntag, 23. August 2009 - Anstoßzeit 14.00 Oberliga Nordost-Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga) Ergebnis: 0:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:0 Tore: keine Verwarnungen: Schmidt, Scholze (FCL), Brodkorb, Saalbach, Kunert (FCL) Platzverweise: keine Stadion: Zentralstadion (Kap. 45.000 Sitzplätze, an diesem Tag 25.000) Zuschauer: 14.986 (ca. 8.500 Gästefans) Spielqualität: 5,0/10 (O.K.) Was derlei derbe Worte in der Überschrift verloren haben? Nun, ich fand es auch recht dreist, wie sich die Spieler des SV Lindenau 1848 auf die A-Jugend Bezirksklassepartie gegen Blau-Weiß Leipzig einschworen: beim Bilden des Kreises wurde „[...] ficken die ganze Welt! Hol ihn raus, steck ihn rein: alles für den Verein! [...]“ gebrüllt. Wenigstens lustig und provozierend! Aber irgendwie wieder typisch für die pubertierenden Minderjährigen in den Jugendspielklassen, die immer übers Ficken labern, aber selbst noch gar nicht zum Schuss gekommen sind. Zum Schuss kamen sie allerdings wenigstens im fußballerischen Sinne auf dem Platz, wobei das erste Tor für die Gäste fiel. Völlig unverdient von den Spielanteilen und Chancen her, köpfte Blau-Weiß die Führung. Kurz darauf jedoch der erste erfolgreiche Torschuss des 9ers von Lindenau, dem klar besten Spieler auf dem Platz. Der 11er war auch gut, jedoch erzielte er nur aus Abseitsposition (3m) die Führung. Gleich darauf wurde dem 9er ein Treffer zu Unrecht aberkannt, doch er legte vor der Pause noch zum Hattrick nach: 3-1 und 4-1. Nach der Pause wurde auch der schwache Schiedsrichter, der anscheinend Sehprobleme hatte – er schien wirklich nicht den Radius, mit dem man normalerweise eine Spielfeldhälfte einsieht, abdecken zu können, was die vielen Fehlentscheidungen beim Abseits erklären würde – besser. Blau-Weiß blieb jedoch chancenlos, denn gleich nach Wiederbeginn wurde trocken das 5:1 nachgelegt. Nach dem 6:1 gab es einen Durchhänger, ohne den Lindenau zweistellig gewonnen hätte. So legten sie in der Schlussviertelstunde noch vier Mal nach, wobei einmal der Schiri erneut fälschlich Abseits erkannte. 9:1 also der Endstand in einem flotten A-Jugendspiel. Es ging gleich weiter zum nahe liegenden Zentralstadion, wo das Ortsderby von Leipzig – angeblich das gefährlichste des Osten Deutschlands – anstand. Bei der Brisanz hatte ich von vorneherein meine Zweifel, was aber nicht an der „virtuellen Friedenstaube“ die beide Vereine flattern ließen, lag. Erwähnt werden sollte ein Kommentar von Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2009: „Die Messer in diversen Redaktionen sind gewetzt, am Sonntag wird Fußball-Deutschland nach Leipzig blicken. Wie wäre es zur Abwechslung mit einem Fußballfest und schönen Bildern aus der Heldenstadt? Auch wenn die dann nicht bundesweit transportiert werden...“ Genau da liegt nämlich der Punkt: ohne Randale keine Berichterstattung über den schwachen Ostfußball. Die klammen Vereine mit ihren lahmen Spielern können meist nicht unterhalten. In erster Linie unterhalten die durchgeknallten Fans. Strenge Sicherheitskontrollen, aber keine Ärgernisse. Teure Verpflegung, aber gute Qualität. So ließ es sich bis zum Anpfiff im Zentralstadion, was zähneknirschend von Sachsen Leipzig als Austragungsort akzeptiert wurde (für sie und die Fans ein teures Unterfangen, 9-13€ für die Karten und trotzdem wird der FC Sachsen nur mit geringem Gewinn hinausgehen), aushalten. Wir waren diesmal im Block des FC Sachsen, wo die Fans schon deutlich angenehmer sind – wenn auch die Rechtsradikalen mit ihren Arier-T-Shirts und ähnlichem Mist präsentier sind, seit die Vereinsführung und die Metastasen die linken Ultras „Diablos“ - diese gründeten dann die BSG Chemie Leipzig - rausgeekelt haben –, als beim Rivalen FC Lok. Stimmung kommt da allerdings kaum auf: beim Einspielen schien jeder nur einen Sprechchor, nämlich „Lok und Halle – Hurensöhne“ zu kennen. Auch bei Lok war die Stimmung wirklich nicht überwältigen. Beim Einmarsch der Mannschaften, der fast völlig schmucklos, dieses Derbys absolut unwürdig, von statten ging – diese Schwachköpfe haben aber offensichtlich auch jegliche Choreografien untersagt: asozial! – wurde die Stimmung nicht bedeutend besser. Außer, dass mehr Zuschauer da waren, als bei einem normalen Spiel der Oberliga, war nichts Herausragendes am Umfeld. Die Spieler ließen sich aber zum Glück nicht vom offiziellen Fairplay-Geseier einlullen und legten kräftig los. Es blieb zwar meistens doch sauber, doch wurde mit aller grenzwertiger Härte zum Ball gegangen. Leider versagten vor dem Tor jedem die Nerven oder die Torhüter hielten so hervorragend, dass man keinem einen Vorwurf machen konnte. Es ging 0:0 in die Pause und nach der Pause sollte Lok etwas mehr zum Zuge kommen, wo bisher doch nur FC Sachsen am Drücker war. Highlight war eine tolle Abwehr des Chemie-Torwarts, der mit letzter Kraft und großem Einsatz die 0:1 Führung für Lok verhinderte. Ein anderes Highlight war dann die von Chemie-Fans angezettelte Auseinandersetzung, die zu einer nicht nachvollziehbar langen Pause von 10 Minuten führte: Ein paar Böller flogen auf den Platz und nach pöbelnden Lok-Fans. Ein paar Chemiker kletterten auf den Zaun, wobei einer beim Gedränge verletzt wurde, was der Stadionsprecher als Pyrotechnikunfall gesehen haben wollte. Der Kerl hatte ohnehin die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen: Bittet der doch glatt die Spieler in die Kabinen, nur weil die drei Unparteiischen, die im Übrigen bis zur 89. Minute einen guten Job machten, dies taten. Kein einziger Spieler auch nur eines der beiden Teams kam dieser Forderung nach. Alle 22 sahen noch die Fan-Aktion des Tages im Stadion, als ein besonders bekloppter Lokist an der Löwen-Security-Kette vorbei, über die 5m breite Absperrstoffbahn, quer durch die Pufferzone rennt und kurz vorm FCS-Block von einem Polizisten mit Pfefferspray gestoppt wird: Rausschmiss aus dem Stadion. Verpasst hatte der Komiker allerdings nicht viel. Noch ein paar kleine Chancen und der Schiedsrichter pfeift – sein schlechtester Pfiff, da von Feigheit geleitet: es hätte mindestens drei Minuten nachgespielt werden müssen – pünktlich ab. Am Ende war es also ein gutes und unterhaltsames 0:0, aber eben ein 0:0. Nur wer etwas von einem schwachen Spiel faselte, wie manch einer der Opas, zeigte mal wieder, dass er keine Ahnung vom Sport, zumindest aber nicht vom Fußball, hat. Nach dem Spiel taten die Fans den randalegeilen Journalisten – also 95% der Anwesenden Pressemitarbeiter – keinen Gefallen, Stoff für wilde Storys von wilden Leipziger Horden zu liefern. Zu so einem Schwachsinnsartikel http://sport.t-online.de/c/19/76/13/26/19761326.html (Zitat: „Leipziger Derby nach heftigen Randalen unterbrochen“ – schon allein der falsche Plural wieder!) muss ich wohl nichts sagen. Ich sollte höchstens den MDR loben, für eine, gerade für ihre Verhältnisse, sehr differenzierte Darlegung. Das Einzige was man noch als Randale hätte ausschlachten können, war als einige Dutzend Lok-Fans auf die Festwiese vorm Seelenbinder-Turm liefen, um Reiterspiele mit den Pferden der Polizei zu spielen: soll heißen, das klassische Räuber und Gandarm-Spiel fand statt, da die Reiterstaffel zwischen die Fans sprang, diese zerstreute, nur damit diese wieder kreuz und quer rennen und sich jagen konnten. Zu Schlägereien ist es somit nicht gekommen, zerstört wurde auch nichts. Nach einigen Minuten war aber auch mit dem Ponyreiten Schluss und wir fuhren wieder mit den Rädern nach Merseburg zurück. Ein kurzer Zwischenstopp im Leipziger Vorort Wehlitz musste aber noch sein. Jetzt haben wir doch endlich mal ins Gut Wehlitz geguckt: Schmuckstück ist dort der Eingangsturm, und noch Zutrinken im Dorfladen gekauft, der selbst Sonntagabend noch offen hat. Man sollte sich übrigens nicht von der versoffenen Stammkundschaft, für die eine große Auswahl Alkoholika über dem Verkaufstisch aufgebaut ist, abschrecken lassen. Die machen nichts. Die Bedienung ist auch freundlich und vor allem sollte man deren Öffnungszeiten honorieren! Statistik: Ground Nr. 342 (ein neuer Ground; diese Saison: 11 neue) Sportveranstaltung Nr. 873 (diese Saison: 15) Tageskilometer: 80 (Fahrrad) Saisonkilometer: 6.100 (5.790 Auto, 310 Fahrrad, 0 Bahn, 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 160 Fotos unter: A-Jugendspiel Chemie gegen Lok

Samstag, 22. August 2009

WE160I: The start in the Bezirksliga Leipzig

SSV Stötteritz 0:1 1. FC Lok Leipzig II
Friday, 21st August 2009 - kick-off time 18.30
Bezirksliga Leipzig (7th level, 2nd amateur level*)
Result: 0:1 after 92 min. (45/47) - Halftime 0:0
Goal: 0-1 55th Ronny Mende
Bookings: Erdmenger, Diener, Langheld (SSV), Mende, Froese (Lok)
Sent-offs: none
Stadium: Südost-Stadion (cap. 4,260; 260 seated)
Attendance: 240 (60 away fans)
Match quality: 3.5/10 (Below Average)

* N.B.: From this season on, I will use the following classification: 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Bundesliga = professional divisions; Regionalliga and Oberliga (the two leagues are divided into several groups according to the geographical situation) = semi-professional divisions; and all the leagues beneath are amateur divisions. This classification is unofficial, but the German Football Mafia… excuse me: I meant German Football Federation, calls all the three leagues bearing the name “Bundesliga” officially “professional football leagues”. Those leagues from 6th level downward are called “amateur leagues” by the regional football associations of which there are 21 (some of the 16 German federal states are organised in more than one regional association) in Germany. But there are some obscurities concerning the status of the 4th and 5th level. And as if this wasn’t enough, there are still obscurities about some of the amateur divisions, because even some players of 6th or 7th level clubs are that well remunerated, that they have to pay tax on it. So even that division of which the match I will describe in the following was announced opening match, may contain of semi-professional players.

The skills that the players showed weren’t semi-pro though. After 10 minutes rain delay, an average amateur match went underway. Both teams were even and until the whistle for halftime, neither Stötteritz nor Lok were able to score. Nonetheless, SSV und 1. FC had some effort on the goal.

After the break, Lok became the better and dominant team. After only 10 minutes were played, Lok’s Ronny Mende scored the golden goal of that day. The final 10 minutes were the best of the entire match, with a lot of wasted chances, saves by the two goalkeepers and some emotions. Even in these 10 minutes, Lok had more scoring chances and actions taken than Stötteritz. That’s why we can say, that this victory by Lok Leipzig II – actually their under-23 team – was deserved.

Concerning the surroundings, I must say, that there were some funny fans. About six persons supported Stötteritz almost the whole game; one young adult – probably a wannabe-Ultra – another young adult, obviously mentally handicapped, and four small childen (perhaps of SSV’s under-10 team). The two older ones were the more active ones with a megaphone and a mobile which they used for playing football related music. The young kids screamed shrilly “SSV – Stötteritz” and tried to provoke players of Lok with remarks like: “Brush your tooth you Lok supporter!”
Statistics:
Ground No. 341 (one new ground; this season: 10 new grounds)
Sporting event No. 869 (this season: 11)
Kilometres that day: 80 (bike)
Km this season: 6,010 (5,790 car, 220 bike, 0 public transport, 0 aeroplane)
Number of football matches since the last goalless draw: 4
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 160

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090821%20SSV%20Stoetteritz%200-1%20Lok%20Leipzig%20II/

Samstag, 6. Juni 2009

WE149III: Zwei Spiele in Leipzig: Victoria 90 und SG Lausen

SV Victoria Leipzig AH II 1:1 SG Räpitz AH
Samstag, 6. Juni 2009 - Anstoßzeit 12.00
3. Stadtklasse Leipzig Alte Herren (4. Liga Ü-35)
Ergebnis: 1:1 nach 93 Min. (46/47) - Halbzeit 0:0
Tore: 0-1 66. Minute, 1:1 78. Elfmeter
Verwarnungen: je eine wegen unsportlichem Verhalten
Platzverweise: keine
Sportplatz: Wettinbrücke (Kap. 1.500)
Zuschauer: 10 (2 Gästefans)
Spielqualität: 3,0/10 (mäßig)

SG Lausen 1:2 SV Lok Engelsdorf
Samstag, 6. Juni 2009 - Anstoßzeit 15.00
Stadtliga Leipzig (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:1
Tore: 0-1 23. Minute, 1:1 71. Minute, 1:2 79.
Verwarnungen: Lausen 2, Engelsdorf 3
Platzverweise: keine
Sportplatz: Zschochersche Allee 7 (Kap. 1.000)
Zuschauer: 35 (keine Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (ordentlich bis gut)
Um 10 Uhr - noch war es trocken, aber schon bedenklich trübe - fuhren wir in Merseburg los. Gut kalkuliert: trotz Gegenwind mit dem Rad einen 20er Schnitt gefahren und somit zehn Minuten vor 12 Uhr am Sportplatz Wettinbrücke in Gohlis angekommen.
Dort brauchten die Alten Herren in der untersten Spielklasse der Region Leipzig ewig, bis sie einmal überhaupt den Ball aufs Tor brachten. Die über 35jährigen sind ja die Letzten, die von mir Kritik zu hören bekommen, da man einfach Verständnis haben muss, dass da kaum ein schneller Ballwechsel oder ein spektakulärer Fallrückzieher aus 30 Metern in den Winkel kommt, aber dieses Spiel war bis zur 30. Minute einfach nur Scheiße! Das Seniorenspiel am Vortag war weitaus besser gewesen.
Ab der 30. Minute aber gab es erste richtige Torchancen, Glanzparaden der Torhüter und starke Szenen der Angreifer, die allerdings zu keinem Treffer führen sollten.
In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel auf dem halbwegs ordentlichen Niveau der letzten 15 Minuten. Bis zur 66. sollte allerdings weiterhin kein Treffer zu verzeichnen sein. Dann köpfte ein Räpitzer nach einer Ecke locker ins Tor. Der glückliche Ausgleich für die Platzmannschaft fiel nicht einmal eine Viertelstunde später. Ein berechtigter Foulelfmeter wurde verwandelt. Apropos Foul: was man den Spielern nicht vorwerfen konnte, war mangelndes Engagement. Da wurde der Schiri - der allerdings wirklich die Abseitsregel dauernd verkehrt auslegte - angemotzt, die Gegenspieler beschimpft - „Solche Klopper! Kann doch wohl nicht sein, ey... Dreckschwein!“ - und auch geschubst und mutwillig umgeholzt. Im hohen Alter noch solche Emotionen auf dem Platz - und eben nicht nur neben dem Platz - war schon respektabel! 1:1 also der Endstand, was den Tabellenvierten Räpitz sicherlich geärgert hat, wenn man bedenkt, dass man zwar nicht mehr aufsteigen kann, jedoch beim Tabellenletzten spielte, der erst sechs Punkte hatte.
Auf dem Weg nach Leipzig-Südwest holten wir uns in Kleinzschocher noch etwas zu Essen und kamen so gerade noch zum Anstoß - mittlerweile pisste es ohne Unterlass von oben herab - in Lausen an. Die Stadtliga der Männer war angesagt und zwei recht junge Teams - die 1. Mannschaft der SG Lausen und die 2. Mannschaft von noch-Bezirksklasse- bald Bezirksligaverein Lok Engelsdorf - trafen im Schatten der Bäume und des einen Plattenbaues aufeinander. Ein Mittelfeldduell; Siebter gegen Elfter.
Zuerst drückte nur Engelsdorf aufs Tor, doch schon nach 10 Minuten ging es mehr in die andere Richtung. Trotzdem waren es nicht die Hausherren, die zuerst trafen, sondern die Gastmannschaft. Das sollte auch - trotz besserer und häufigerer Torchancen für Lausen - der Halbzeitstand sein.
Lausen drückte in der zweiten Hälfte jedoch noch stärker aufs Gästetor, was folgerichtig zum Ausgleichstreffer der SG führte. Doch acht Minuten und eine Unaufmerksamkeit später, waren wieder die Gäste in Führung, was auch bis zum Ende der schnellen, teilweise recht wilden Partie so bleiben sollte.
Als wir den Rückweg antraten, hatte es gerade aufgehört mit regnen. Jetzt fuhren wir - dank Rückenwind - sogar einen 24er Schnitt heraus.
Statistik:
Ground Nr. 320 (zwei neue Grounds; diese Saison: 90 neue)
Sportveranstaltung Nr. 819 (diese Saison: 186)
Tageskilometer: 80 Rad
Saisonkilometer: 25.350 (12.810 Auto; 4.860 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.720 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 149

Fotos unter:
A
ltherrenspiel bzw. Stadtligaspiel

Montag, 1. Juni 2009

WE148IV: Langes Radfahren durchs Elstertal und langes Warten auf Tore beim Oberligaspiel

1. FC Gera 03 2:0 1. FC Lokomotive Leipzig
Sonntag, 31. Mai 2009 - Anstoßzeit 13.30
Oberliga Nordost/ Süd (5. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 2:0 nach 93 Min. (46/47) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 81. Roscher (Eigentor), 2:0 90. Franz
Verwarnungen: Fuhrmann, Strobel, Friedrich, Franz (Gera); Knoof, Kunert (Lok)
Platzverweise: keine
Stadion: Stadion der Freundschaft (Kap. 15.900, davon 5.000 Sitzplätze)
Zuschauer: 986 (ca. 400 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (nicht einmal Durchschnitt)
Tagesunterhaltungswert: 8,0/10 (sehr hoch)

Wieder einmal lieferten Hopperticket und Fahrrad gute Dienste beim Groundhopping im Nordosten Thüringens. Diesmal ging es von Merseburg via Weißenfels nach Zeitz. 49km ist diese Strecke lang, mehr als 50km in eine Richtung darf man ja nicht mit dem Hopperticket fahren. Die Radstrecke war dann auch von beachtlicher Länge. Bis Gera waren es 34km.
Zuerst einmal muss man auf asphaltierten Radwegen vom Bahnhof von Zeitz, die Elster entlang fahren, bis man am Ortsrand nur noch einen unbefestigten Weg am Fluss nutzen kann. Der war natürlich ob der Regenfälle am Vortag im Zustand einer kambodschanischen Landstraße. Im Nachbardorf wurde es besser und das blieb der Radweg dann auch bis Gera. Einzig die Breite des Betonstreifens lässt manchmal zu wünschen übrig: unter 2m ist schon derb. Und dann die vielen Kurven... Hoch und runter ging es auch enorm. Die eine Anhöhe wurde erst mit 5-8 km/h erklommen, um dann auf der anderen Seiten mit 60 km/h runter zu brettern. In Gera wurde der Weg dann teilweise einen halben Meter schmal, unbefestigt und steinig. Also was die sich dabei gedacht haben, den als Radweg auszuschildern... Sind doch überall dieselben Idioten, die solche Beschilderungen machen.
In Gera fuhren wir gleich zu unserem Stammrestaurant, das allerdings noch nicht offen hatte, sodass wir uns - in Ermangelung von uns unbekannten Sehenswürdigkeiten in dieser nicht besonders attraktiven Stadt - am Bahnhof die Zeit mit lesen vertrieben, ehe wir uns zum Stadion aufmachten.
Vorm völlig überdimensionierten Stadion fielen die Bretterbuden für die Kartenverkäufer auf. Echt anständig, dass der Kassierer mir trotz vergessenem Studentenausweis die Ermäßigung gewährte. Anständig auch vom Verein, dass es überhaupt eine nennenswerte Ermäßigung gibt (6€ statt 9€).
Der Ordner, der mich kontrollierte, war dann typisch Lehrling: wollte mich, weil ich bei der Kontrolle gleich die Kamera aus der Tasche geholt hatte, mit den Worten „Ach so, Sie sind ja von der Presse“ ohne Kontrolle durchlassen. Nach meinem „Hä?! Was bin ich?!“ wurde ich natürlich doch noch abgetastet. Apropos Kamera: diesmal war ich ja mit einer Fujifilm S2000 Finepix unterwegs, mit der ich weitestgehend zufreiden sein konnte. Diese löst also meine verschlissene Sony DSC H-5 ab.
Im Stadion war erwartungsgemäß nicht viel los. Eine schöne Anlage zwar, für ein modernisiertes Leichtathletikstadion wirklich attraktiv, aber wie gesagt überdimensioniert. Im Gästesektor, einem Stehbereich für 3.000 Leute, verloren sich knapp 400 Lokisten, auf der 1.000 Plätze zählenden Haupttribüne saßen kaum 350 und die restlichen knapp 250 standen im Heimbereich unterhalb der Anzeigetafel.
30 Heimfans und 40 Gästefans machten alleine die Stimmung, sieht man von gewissen Zwischenrufen von der Haupttribüne ab. Die meisten Besucher des Spiels bekamen aber den Mund nie auf und wenn, dann nur zum Privatgespräche führen oder Zigarette reinstecken. Um uns herum waren lauter so Lutscher von der Sorte: Gel in die Haare, Zigarette ins Maul und dann daraus schlimmer stinken als ein überfressenes Yak. Da wären mir doch englische Regelungen lieber... Der Support war aber auf englischem Niveau: genauso lahm wie dort.
Das Spiel war zwar nicht lahm, aber auch nicht gut. Vor allem Lok spielte meist Scheiße: ganz feine Technik im Mittelfeld, aber dann keinen Ball aufs Tor, ja kaum einen mal in den Strafraum, bringen. Gera hatte schon ein paar Chancen, stolperte aber bisweilen dilettantisch über den Rasen.
In der zweiten Halbzeit legte ich mich nach ein paar Minuten fest: „die Deppen spielen 0:0“ - doch ich hatte nicht mit Oberdepp Roscher gerechnet, der in der 81. einen ordentlich geschossenen Geraer Freistoß zum ersten Treffer der Partie ins eigene Tor köpfte. Das 2:0 war dann sogar mal sehr schön heraus gespielt. Doch noch ein versöhnliches Ende.
Nach dem Spiel stellte ich mir aber die Frage: Gera ist Fünfter? Und Lok ist Dritter? Die wären fast aufgestiegen??? Na ja, nächste Saison vielleicht: mit konstanteren positiven Leistungen.
Nächste Saison soll es für uns übrigens auch wieder einmal nach Gera gehen: im Zuge eines Spielbesuchs am Steg, wo Stadtrivale FV Gera Süd eine Liga tiefer vor teilweise sogar mehr Zuschauern spielt. Gera Süd hat auch eine beachtlichere aktive Fanszene.
Wir nahmen jedenfalls nachdem wir im Restaurant "Mexico" hervorragendes mexikanisches Essen genossen, über weite Strecken denselben Weg zurück, wie wir gekommen waren und kamen am Abend in Merseburg an.
Statistik:
Ground Nr. 317 (neuer Ground; diese Saison: 87 neue)
Sportveranstaltung Nr. 815 (diese Saison: 182)
Tageskilometer: 175 (100 Bahn, 75 Rad)
Saisonkilometer: 25.005 (12.810 Auto; 4.680 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.555 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 22
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 148

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090531%20FC%20Gera%202-0%20Lok%20Leipzig%20-%20Bilder%20Elstertal/

Freitag, 1. Mai 2009

WE144II: Felder, Feldsteinkirchen und Fußball in der Altmark

1. FC Lok Stendal 2:3 VfL Halle 96
Freitag, 1. Mai 2009 - Anstoßzeit 14.00
Verbandsliga Sachsen-Anhalt (6. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 2:3 nach 93 Min. (46/47) - Halbzeit 1:1
Tore: 0-1 18. Ströhl, 1-1 45. Fernando, 1-2 53. Kramer, 1-3 68. Braun, 2-3 75. Renato
Verwarnungen: je 2 pro Mannschaft
Platzverweise: keine
Stadion: Stadion am Hölzchen (Kap. 6.000, davon 1.000 Sitzplätze)
Zuschauer: 483 (davon 20 Gäste)
Spielqualität: 8,0/10 (sehr gut)

Bei sehr gutem Wetter und nicht zu hohen Temperaturen - und glücklicherweise auch nicht mit zu vollen oder zu späten Zügen - ging es für uns beide nach Stendal. Da wir die Stadt von einem Tagesausflug schon kannten, fuhren wir eine 45km-Runde über diverse kleine Ortschaften westlich von Stendal. Über Gohre, wo es eine kleine Feldsteinkirche gibt, nach Insel, wo es eine größere Feldsteinkirche zu sehen gibt, nach Möringen, wo wir den ersten etwas längeren Stopp einlegten, da die dortige Feldsteinkirche geöffnet war. Es kontrastierten mittelalterliche Balken mit kaum 100 Jahre alten Wandmalereien.
Weiter über Klein-Möringen und Steinfeld, wo sich ein Hünengrab - der Banause würde es einen „Haufen Steine“ nennen - befindet nach Schönfeld, was allerdings auch nur ein Ortsteil von Steinfeld ist. Ein bisschen größenwahnsinnig sind die dort aber wohl schon: Gutshof, Schloss und zwei Kirchen. Ersteres ordentlich von einem dort lebenden Privatmann in Schuss gehalten, Punkt zwei zwar toll restauriert, aber nicht mehr als Hotel und Restaurant benutzt, da (was haben die Besitzer auch erwartet) nicht rentabel, und bei den beiden letzteren muss man sagen, dass die eine nicht regelmäßig und die andere wegen Einsturzgefahr gar nicht mehr geöffnet ist. Die größere Kirche wirkt auch wirklich überdimensioniert, wenn man bedenkt, dass im 5km Umkreis der Kirche keine 500 Leute wohnen.
Zurück nach Stendal ging es über Uenglingen, was noch eine Feldsteinkirche zu bieten hat. Am Uenglinger Tor in Stendal vorbei, fuhren wir noch die zwei größten Kirchen Stendals an und besichtigten sie auch von Innen.
Dann ging es zum Stadion. Das Stadion am Hölzchen ist zwar keineswegs herausragend in der Architektur, da doch ein 2005er Neubau, aber es ist immerhin schön eng gebaut und wenn schon neu, dann wenigstens Schalensitze, wie es das Hölzchen vorm klotzigen Sanitärbau hat! Das Spiel der Verbandsliga - Abstiegskandidat gegen Spitzenreiter - ging erstaunlich spektakulär los. Vor allem Stendals Brasilianer legten sich gut ins Zeug. Abschluss war zwar mäßig, Technik und Laufpensum aber sehr gut. Für guten Abschluss sorgten aber auch die deutschen Stendalspieler nicht. Dafür sorgten nur die Gästespieler, die - weit weniger Feldanteile, deutlich weniger Chancen - glücklich zum 0:1 kamen, das ganz kurz vor der Pause durch einen der vier Brasilianer egalisiert wurde.
Nach der Pause war weiter der im hinteren Mittelfeld herum gurkende Altmarkverein Stendal überlegen, doch nach und nach erspielte sich Halle einige Chancen, die zu zwei Toren führten. Nach dem 1:3 setzte vermehrt das Auf-Zeit-Spielen ein, wobei sich besonders der Torwart dabei hervortat. Auch der Gästetrainer tat sich hervor, in dem er immer wieder grundlos über Stendaler Spieler motzte. Auch stark: der Betreuer, der den Ball nachdem dieser ins Aus ging, festhielt und sich weigerte, ihn einem Stendaler Spieler auszuhändigen.
Diese Szene gab es dann kurz nach dem 2:3 Anschlusstreffer.
Vom Spielniveau her - vor allem in der ersten Hälfte - war es wirklich erstaunlich gut. Halle 96 war gar nicht so schlecht - will auch sein, wenn man Tabellenführer ist - aber Lok war wirklich erstaunlich gut! Über das gesamte Spiel gesehen sogar besser, sodass man von einem sehr glücklichen Sieg der Gäste sprechen muss.
Auf den vorhin angesprochenen Schalensitzen fanden sich die meisten der knapp 500 Heimfans, alle der mindestens 20 Gästefans und auch wir beiden Neutrale ein. Unseren Platz hatten wir - nach Kosten der guten Buletten und Rostbratwürste - dann auf die Seite verlegt, wo wir die halleschen Fans beim Fahnenwedeln und Konfettiwerfen so wie zeitweiligem Anfeuern beobachten konnten und gleichzeitig mitbekamen, wenn der Heimfanblock gegenüber oder die Rentner in unserem Block Stimmung machten, was zumeist auf dem Niveau „ey der scheiß Schiri, der Penner!“ oder (zu einem 96-Spieler wegen deren Spielort Stadion am Zoo): „im Zoo wärst du ne Attraktion, du Affe!“ ablief. Ab und an skandierte man aber auch mal für die Mannschaft: „L-O-K!“ oder andere einfache Sprechchöre, die nicht mit denen der Hallenser mithalten konnten. Auf alle Fälle war aber mehr los, als bei den meisten anderen Verbandsligaspielen, die ich bisher erlebt habe.
Mehr los war auch nach dem Ende der Partei, aber man hätte den Gästen auch freundlicher nahe legen können, dass man nach einem so glücklichen Sieg nicht noch fünf Minuten feiern muss im fremden Stadion - eine Praxis, die umgekehrt von der Fanseite des VfL Halle kritisiert wird (Romonta-Spiel letzte Saison). Zurück nach Stendal: dass da zwei Zuschauer über die Absperrung stiegen und den Trainer sowie den Torwart bepöbelten und schubsten, muss nun nicht sein. Als der Zeitschinder von Torwart allerdings noch ins Publikum gestikulierte, mischte ich mich mal wieder pöbelnd in die allgemeine Streiterei ein. Man will ja nicht in den Verdacht kommen, von der Gastmannschaft zu sein.
Wir bewegten uns, nachdem die Ordner dazwischen gingen, um noch den Zug zu erreichen, zum Bahnhof. Auch auf der Rückfahrt nach Merseburg waren alle Züge pünktlich und nicht zu voll.
Als Abschluss sei hier erwähnt, dass es Beschwerden der Gästefans gab, dass sie nach Abpfiff bedroht bzw. belagert, aber jedenfalls knapp 30 Minuten an der Abreise gehindert worden seien. Wenn man sich aber das Niveau der Quelle www.halle96.d
e anschaut, mag man derlei Vorgänge - zumindest die Darstellung: Stendal 100% böse, Halle 100% anständig - in Zweifel ziehen.
Zitate aus dem Liveticker:
„Stendaler Publikum unter aller Sau. Vom Rentner bis zum Fan der Gegengerade. Niveau von nem trockenen Toast.“
Der Toastbrotkopf war wohl noch nie beim Fußball. Also nur, weil mal ein bisschen derber das Spielgeschehen kommentiert wird, muss man noch nicht so ein Theater machen.
„Schiedsrichter ist sowieso gekauft.“
Klingt zwar nach Ironie, ist aber anscheinend keine. Die Stendaler regten sich auch oft zu Unrecht über den Kerl auf, taten Hallenser wohl auch. Ein paar wenige fragwürdige Entscheidungen gab es ja - aber schlecht war der Schiri nicht!
„Stendals 6er wird ruppig... Noch 3 Minuten [...] Es wird heiß am Spielfeldrand... Der 6er dreht völlig frei...“
Das war emotionales Fußballspielen. Da scheint einer sonst nur zum Tischtennis zu gehen... Zumal der 96-Betreuer mit dem Sperren des Balles den Streit angezettelt hat!
„Ich mach das nich gern, aber das Publikum hier ist echt das Allerletzte“
Und ich mach das auch nicht gern, aber euer Liveticker ist das Allerletzte.

Statistik:
Ground Nr. 304 (neuer Ground; diese Saison: 74 neue)
Sportveranstaltung Nr. 796 (diese Saison: 163)
Tageskilometer: 415 (360 Zug, 55 Fahrrad)
Saisonkilometer: 23.520 (12.810 Auto/ 4.030 Bahn/ 3.820 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 144

Fotos unter:
Sightseeing:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090501a%20Altmark%20-%20Stendal_Uenglingen_Insel%20ua/
Spiel:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090501b%20Lok%20Altmark%20Stendal%202-3%20VfL%20Halle%2096/

Sonntag, 8. Februar 2009

WE132III: Football and Handball in Merseburg and Weißenfels

ESV Merseburg 1:2 BSV Ammendorf II
Sunday, 8th February 2008 - kick-off time 11.00
Friendly match (10th vs 9th level)
Result: 1:2 after 89 min. (45/44) - Halftime 1:0
Goals: 1:0 12th (?), 1:1 48th (?), 1:2 61st (?)
Bookings: None
Sent-offs: None
Stadium: Eisenbahnerstadion (cap. 700)
Attendance: 20 (3 away fans)
Match quality: 2.5/10 (Weak)

We did not know of that match until the evening of the day before when we came by from a match in Leuna.
Although the ground in the idyllic but wrecked Railwaymen-Stadium was muddy, both the teams played a friendly match. The good thing of a muddy and wet ground is that they players have to show all their skills. Unfortunately, the players of both teams did not have many skills. Of course they don’t need to have so, but the match was weak even compared to other in that low amateur level.
In the first half, the railwaymen were better and had more chances. Some nice tackling were shown too, and after a short while, ESV Merseburg scored easily after a mistake in the defence of the team from Halle-Ammendorf that plays one league higher.
In the second half, Ammendorf managed to use two of their ten chances, so they won two on one goal. ESV wasted about 10 chances and the second and 12 in the first half. The second half was weaker by both teams, by the way, than the first one.
There is no need to lose any words about the visitors, officials or catering, I just must repeat that Eisenbahnerstadion is really worth a visit although, unfortunately, it is not used regularly. The biggest problem is that the pitch is a bit large (110x65m), but if they would carry the goals a bit inside the field and mark the lines according to it, they would have a 90x45m ground which is ideal for lower amateur league, leisure time and old boy’s matches. Now in winter, by the by, the stands hold about 700 people, while in summer, the capacity is weakened to about 300 places due to lush vegetation.

We needed more than an hour by bike to arrive in Weißenfels, a city that cannot be recommended for bike tourism but for basketball- and castle-hopping.
This time, we watched handball matches inside a sports hall that were unknown to us until that day.

Weißenfelser HV III 35:31 HSV Naumburg-Stößen IV
Sunday, 8th February 2008 - kick-off time 14.00
1.Kreisklasse (8th level, lowest amateur level)
Result: 35:31 after 60 min. - Halftime 20:18
Goals: (?)
Yellow Cards: (?)
Two-minutes time penalties: 2-1
Sent-offs: None
Sports hall: Sporthalle Weißenfels West (cap. 350; 250 seated)
Attendance: 60 (no away fans)
Match quality: 5.0/10 (average)

We arrived almost 15 minutes too late to the first match, a match of the men’s lowest division that was characterised by beginners’ mistakes but interesting though. There were many goals scored and it was an even match until five minutes before the end and a fair match all the time, just disturbed by stupid remarks of players and officials from Naumburg from time to time.
Most of the fans remained silent and the catering we tried after that match was not so good.
Weißenfelser HV 23:23 Lok Schönebeck
Sunday, 8th February 2008 - kick-off time 16.00
Ladies’ Oberliga (3rd level)
Result: 23:23 after 60 min. - Halftime 12:11
Goals: (?)
Yellow Cards: (?)
Two-minutes time penalties: 5-3
Sent-offs: 1 (Weißenfels, 59th; rude foul play)
Sports hall: Sporthalle Weißenfels West (cap. 350; 250 seated)
Attendance: 80 (4 away fans)
Match quality: 5.5/10 (average)

Afterwards, the women played their match in the third division. It was an even match, but Weißenfelser played a bit better. Just their goalkeeper was disturbingly week. Compared to other women’s matches, it was a good one. The usual women’s division problem - below the highest or the two highest levels, women sports is lame - is among others true for handball.
The most thrilling moment of the match was the end. Furthermore, it was the loudest and most emotional. Three minutes before the final whistle, Weißenfels had scored 22 goals, Lok 20. Then Schönebeck was awarded a 7m-penalty which was successfully scored. The equalised shortly after that, but WHV went on top once again. Then they got a two-minute time-penalty and a ridiculous red card. Finally, Lok Schönebeck even got another penalty donated, which made some home fans angry. The penalty was scored and 23 all was the final result.

Statistics
Ground No. 278 (new ground; this season: 48)
Sporting events No. 746-748 (this season: 112)
Kilometres that day: 50 (by bike)
Km this season: 17,630 (9,270 car/ 2,960 plane/ 2,710 public transport/ 2,690 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 4
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 132

For more photos see
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090208a%20ESV%20Merseburg%201-2%20BSV%20Ammendorf%20II/
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090208b%202%20Handballspiele%20beim%20Weissenfelser%20HV/

Sonntag, 18. Januar 2009

WE129II: Sportart Nr. 34; Badminton

Punktspiele beim Verein für Badminton Merseburg
Sonntag, 18. Januar 2009, Beginn: 9.20, Ende: 13.40
Ort: Rischmühlenhalle Merseburg (350 Sitzplätze)
Zuschauerzahl: max. 10
Besondere Vorkommnisse: Aufgabe von Burg II nach 6:0
Unterhaltungswert: 5,0/10 (O.K.)

Landesliga (3. Liga): VfB Merseburg I 5:3 SG Badminton Burg I
Landesliga (3. Liga): VfB Merseburg I 8:0 SG Badminton Burg II
Landesklasse (4. Liga): VfB Merseburg II 7:1 ESV Lok Staßfurt

Am Sonntag stand nun das Besuchen der 34. Sportart an (die erste Sportart, die wir besuchten, war natürlich Fußball - nach und nach wurde es immer mehr, wobei wir manche Sportarten nur einmal gesehen haben). Badminton war diesmal auf dem Programm und wir guckten nicht schlecht, als zu Spielbeginn außer uns beiden niemand im Zuschauerraum war. Nach und nach kamen alles in allem 10 Leute zusammen, die aber teilweise nach dem zweiten Punktspiel gingen, was parallel zum dritten begann, aber recht schnell vorbei war.
Das erste Punktspiel, ein Landesligaspiel, gewann der VfB Merseburg ziemlich knapp mit 5:3. Die Entscheidung brachte erst das gemischte Doppel. Nach Satzpunkten stand es nach einem Damendoppel, zwei Herrendoppeln, einem Damen- und drei Herreneinzeln 12:6, nach Sätzen 5:3. Auch wenn ich Badminton nur aus der Schulsport-AG in der 12. Klasse kannte, und so entsprechend verwundert über die Regeländerung bezüglich der Punkte war, kann ich mit Sicherheit behaupten, dass dieses Spiel ein gutes war.
Seine Längen bekam die Veranstaltung erst in der Folgezeit, wobei es nie richtig langweilig war.
Einzig der Ergebnisverlauf war langweilig, denn die Merseburger Teams dominierten nun richtig heftig. So ganz klar ersichtlich war es nicht, was die Spielerinnen von Burg II hatten, doch offensichtlich war es kein Bock. Nachdem Burg II jedes einzelne Spiel mit 2:0 Sätzen verloren hatte, traten das Damendoppel und das Mixed nicht mehr an. 8:0 also das Endresultat, wobei auch das höchstmögliche Satzverhältnis von 16:0 erzielt wurde.
Auch die Zweite Mannschaft der Merseburger legte gegen Staßfurt stark vor. Erst des letzte Einzelspiel ging an Staßfurt. Ein 7:1 (15:4 nach Satzpunkten).
Alles in allem war diese Veranstaltung auch lohnend, selber spielen ist zwar interessanter, aber Gucken ist interessanter als beim Tischtennis oder American Football zuzugucken. Von Baseball will ich mal gar nicht reden...

Statistik:
Ground Nr. 276 (neuer Ground; diese Saison: 46 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 734-736 (diese Saison: 103)
Tageskilometer: 5 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 17.270 (9.270/ 2.960/ 2.710/ 2.330)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 129

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090118%20Badminton%20in%20Merseburg/