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Sonntag, 21. April 2013
W351III: Klarer Sieg in der Radrennbahn für die F-Jugend und wieder ein Fußballplatz mit Halde in MSH
SV Merseburg 99 F ---------------------------------------------- 2
TSV Leuna 1919 F ----------------------------------------------- 7
- Datum: Samstag, 20. April 2013 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis F-Junioren, Staffel 1 (U9-Liga)
- Ergebnis: 2-7 nach 41 Min. (20/21) – Halbzeit: 0-4
- Tore: 0-1 1. (5), 0-2 7. (7), 0-3 16. (7), 0-4 19. (7), 0-5 21. (7), 0-6 23. (5), 0-7 26. (5), 1-7 28. (10), 2-7 34. (10)
- Freundschafts-Neunmeterschießen: Merseburg 99 gewinnt 6:5
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Merseburger Radrennbahn, Platz 1 (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (darunter ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Leuna klar besser, Merseburg ziemlich überfordert)
SSV 1882 Klostermansfeld/ Mansfelder SV Eisleben II - 2
SG Traktor Sandersleben -------------------------------------- 3
- Datum: Samstag, 20. April 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, Nordost (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 19. Robert Trenkel, 0-2 21. Thomas Grimm, 1-2 37. Hendrik Westphal, 1-3 39. Thomas Grimm (Foulelfmeter), 2-3 91. Sebastian Keck
- Vergebener Elfmeter: 73. Marco Saar (Sandersleben-TW) hält Handelfmeter von Jörg Sommereisen
- Verwarnungen: Andreas Heise, Thomas Retting (beide Klostermansfeld)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Klostermansfeld (Kap. 1.030, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (darunter 45 zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Kein besonders gutes Spiel, aber einige schöne Treffer)
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: Klostermansfeld/ Eisleben II v Traktor Sandersleben (Including Pictures of Klostermansfeld Romanesque Church and Benndorf Railway Museum)
b) Under-9 Youth Football: Merseburg 99 v TSV Leuna
c) More: TSV Leuna Reserve v Klobikau-Milzau and First XI v Spora (by Anja)
Der Samstag begann mit einem Spiel der Leunaer F-Jugend (die Mannschaft ist immerhin 6. und hat 22 Punkte bei 37:34 Toren) beim Tabellenletzten SV Merseburg 99 (13 Spiele, 0 Punkte, 5:133) in der altehrwürdigen Radrennbahn. Interessanterweise wurde diesmal auf dem vorderen Kleinfeld (Platz 1) gespielt – bei meinem einzigen Spielbesuch in dieser Spielstätte hatte ich ein Spiel auf dem hinteren Platz gesehen. Wie auch immer: das Oval mit der alten Betonradrennbahn und der rundherum laufenden Stehtribüne, die in der Mitte der Westseite etwas größer ausgebaut ist, ist eine der interessantesten Anlagen des Landkreises.
Das Hinspiel ging übrigens 8:0 aus und mein Tipp vor Anpfiff, der 7:0 lautete, war gar nicht so unpassend. Merseburg 99 kam nämlich gar nicht mit dem Spiel zurecht, musste sich dauernd Leunaer Angriffen erwehren, kam aber selbst kaum in die Nähe des gegnerischen Tores. Bei Halbzeit führte der TSV schon 0:4, wobei der zweite Treffer ein toller Schuss aus 10m in den Winkel und der vierte eine direkt verwandelte Ecke war, die natürlich nicht ohne Unaufmerksamkeit der Torhüterin hineingegangen wäre.
Nach der Pause machte Leuna da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten, und zogen schnell auf 0:7 davon, wobei der jugendliche Schiedsrichter den falschen Einwurf, der dem letzten Treffer vorausging, hätte abpfeifen müssen. Freundlicherweise stellten die Leunaer dann das Fußballspielen fast völlig ein, damit die Merseburger noch zu zwei Ehrentreffern kommen konnten. Die letzte Viertelstunde verlief insgesamt reichlich kopflos. Aber immerhin erzielte Leuna einen deutlichen Sieg, wofür man der Truppe nur gratulieren kann!
Anja fuhr dann weiter nach Leuna, wo die II. Mannschaft gegen 8 Klobikauer bei Halbzeit 7:0 führte und die Gäste nicht mehr zur zweiten Hälfte antreten, und die I. Mannschaft ein 2:2 gegen klar besser platzierte Sporaer erzielte und dabei auch noch Pech hatte, dass sie kurz vor Schluss mit einem wohl unberechtigten Freistoß den Ausgleich hinnehmen mussten und zuvor einen wohl regulären Treffer aberkannt bekamen. Der Schiedsrichter Ußfeller aus Halle samt Fahnenwinker war wohl ohnehin ein Totalausfall, was zu zünftigen Beschimpfungen führte...
Dieses spannende Spiel sah ich übrigens u.a. deshalb nicht, da der Abteilungsleiter meint, nicht auf meinen Vorschlag (und ich war nicht der Einzige, der diese Meinung vertritt) eingehen zu müssen, die Eintrittspreise wie früher wieder fair zu staffeln. Bleibt der stur, bleib ich natürlich auch bei meinem Boykott von Heimspielen. Boykottieren würde ich übrigens auch jedem Fan von Gastmannschaften, die bei unserer II. Mannschaft antreten, raten: die Frechheit muss man auch erstmal besitzen für Kreisklassegekicke 3€ haben zu wollen, nur weil das als Vorspiel zum Besuch der II. Mannschaft berechtigen soll. Zum Glück sind diese Vorspiele nicht so oft, doch warum man es nicht wie z.B. bei Wacker Helbra oder Rot-Weiß Staßfurt hinkriegt, wo nur ein einziger Ordner (und wir haben mindestens 4!) dort den Überblick behält, wer nur das Vorspiel (halber Preis) und wer auch das Hauptspiel guckt?! Wenn unsere dazu zu blöd sind, wird halt wie in Algerien angesetzt: Reserve um 12, Hauptspiel um 15 Uhr – genug Zeit vorm Hauptspiel das Stadion zu räumen – was ist daran eigentlich so schwer, Leute?!
Der andere Grund, warum ich nicht Leuna gegen Spora guckte, war die Ansetzung im Mansfelder Land, durch die wir die erste Radtour in diesem Jahr die über 100km lang wurde, machen konnten. Auf dem Sportplatz in Klostermansfeld, einem heruntergekommen Nest mit vielen versoffenen Rentnern und dämlich glotzender Dorfbevölkerung im Stadtbild (auf dem Sportplatz war’s angenehmer), aber einer umso interessanteren romanischen Kirche, gab es eine Kreisligapartie zu sehen. Die üblichen, völlig überzogenen 2€ musste man für den Platz mit dem tollen Haldenpanorama – die Abraumhalde beginnt direkt hinter dem Tor! – und einigen Verschlägen und Containern, die u.a. als Umkleiden und Sportlerheim dienten, entrichten.
Im Schatten der Halde trafen die Spielgemeinschaft aus dem Spiel- und Sportverein 1882 Klostermansfeld (1. Mannschaft) und dem Mansfelder Sportverein Eisleben (2. Mannschaft) und die SG Traktor Sandersleben, einem der kleinsten Orte Deutschlands mit Stadtrecht, aufeinander. Das Spitzenspiel des Dritten gegen den Fünften, wobei ohnehin beide eigentlich keine Chance mehr haben, die enteilten VSG Helmsdorf und Grün-Weiß Wimmelburg, die sich um den Aufstiegsplatz 1 streiten, einzuholen, hielt nicht annähernd das, was man hätte erwarten können. Ein mieser Kick mit wenigen Torszenen, ehe ein Doppelschlag von Sandersleben die Heimelf in Schwierigkeiten brachte. Zuerst setzten sie nach einem abgefälschten Freistoß nach, dann ein prima Heber über den Torwart. Völlig aus dem nichts traf der sehr schwache Gastgeber, der bis zur 37. nur durch Fouls und Meckern aufgefallen war zum 1:2. Gleich im Gegenzug ein Foul im Strafraum, ein Pfiff des sicheren Schiri, der aber manchmal etwas lasch agierte, ein Elfmeter und ein souveräner Treffer. Bis zur Pause bemühten sich dann beide noch rätlich, doch setzten das leider nicht nach Wiederanpfiff fort.
Sandersleben machte in der zweiten Hälfte gar nichts mehr und Klostermansfeld kriegte sich langsam ein. Leider vergaben sie viel zu viele Chancen, verschossen sogar einen Handelfmeter kläglich und trafen erst mit ihrer letzten Szene in der Nachspielzeit noch ein zweites Mal. Ein schönes Tor, aber das war natürlich zu wenig. Somit dürfte jetzt endgültig klar sein, dass nur noch Wimmelburg und Helmsdorf die Sache unter sich ausmachen.
Statistik:
- Grounds: 903 (heute 2 neue; diese Saison: 135 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.767 (heute 2, diese Saison: 190)
- Tageskilometer: 120 (120 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 46.860 (37.520 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.780 Fahrrad/ 170 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 54 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 351
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Samstag, 24. November 2012
W330III: Zweistellig in Meuschau, Fußball vor Bergehalden in Mansfeld und Erwartungsgemäßes Ergebnis beim Volleyball
SV Merseburg-Meuschau E ------------------------------ 10
TSV Leuna 1919 E ------------------------------------------- 1
Datum: Samstag, 24. November 2012 – Anstoß: 10.00
Wettbewerb: Kreisklasse Saalekreis, E-Junioren/ Staffel 1 (Liga der 8-10jährigen)
Ergebnis: 10-1 nach 51 Min. (25/26) – Halbzeit: 4-1
Freundschafts-Neunmeterschießen: ausgefallen
Tore: 1-0 12. (5), 2-0 16. (2), 3-0 17. (7), 4-0 21. (8?), 4-1 24. (10), 5-1 33. (8), 6-1 39. (8), 7-1 45. (3), 8-1 46. (7), 9-1 48. (3), 10-1 49. (10)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz am Kanal (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Wirklich gutes Jugendspiel mit enorm vielen Torszenen, die leider aber sehr ungleich verteilt waren)
SG Mansfelder Grund (Kreisfeld/ Hergisdorf) ----------- 1
SSV 1882 Klostermansfeld/ Mansfelder SV Eisleben II - 1
Datum: Samstag, 24. November 2012 – Anstoß: 14.10
Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, Nordost (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1-1 nach 88 Min. (43/45) – Halbzeit: 0-0
Tore: 1-0 65. Maik Hahn, 1-1 84. Andreas Heise
Verwarnungen: Ronny Weichselbaumer, Sven Gräbe (Mansfelder Grund); Felix Beck, Joerg Sommereisen, Thomas Retting (K’mansfeld/ El.)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz an der Halde, Kreisfeld (Kap. 1.400 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 75 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Mehr Fouls als Torszenen - zwar kein gutes Spiel, aber auch nicht langweilig)
Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna) ------------- 0
SC Charlottenburg/ Berliner „Recycling Volleys” ---- 3
Datum: Samstag, 24. November 2012 – Anstoß: 19.30
Wettbewerb: 1. Volleyballbundesliga (Halbprofiliga)
Ergebnis: 0-3 nach 76 Min.
Satzergebnisse: 21:25, 19:25, 21:25
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.700 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 600 (Offizielle Angabe: 780, darunter Müllmänner: ca. 40)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Nach hervorragendem ersten Satz einfach nur noch langweilig)
1.) Under-11 Football: Merseburg-Meuschau defeat Leuna
2.) Amateur Football: Mansfelder Grund v Klostermansfeld/ Eisleben Reserve
3.) Volleyball Bundesliga: CVM vs SCC, Chemie Volley Mitteldeutschland – Berlin Recycling Volleys
Da Turbine Halles B-Jugend sich wohl vor der geballten Sturmkraft der Spielgemeinschaft Bad Dürrenberg/ Leuna in die Hose schiss, wurde die Partie in Halle kurzfristig auf den März verlegt. Um trotzdem einer Leunaer Jugend einen Besuch abstatten zu können, ging es zur E-Jugend, die in Meuschau antrat. Der Gastgeber hat erst eine Niederlage auf dem Konto – unser TSV erst einen Punkt.
Entsprechend einseitig wurde die Partie vom Tabellenzweiten SV Meuschau bestimmt, wobei man schon vorab hervorheben muss, wie stark Leuna dagegen hielt. Eine Durchhängephase, in der Meuschau die ersten vier Tore erzielen konnte, wurde schnell mit einem eigenen Treffer beantwortet. Erst in den letzten fünf Minuten war die Luft draußen, als Leuna vier Tore kassierte und nur einen Angriff aufs gegnerische Tor brachte. Die geringe Anzahl der Angriffe des TSV war ohnehin das Problem: Wenn kaum Entlastung kommt, muss halt auch ein guter Torhüter regelmäßig hinter sich greifen. Besonders Mitte der ersten und zu Beginn und Ende der zweiten Halbzeit gab es selbst über die beiden jungen aber schon relativ erfahrenen Kevin und Yasin sowie den sehr engagiert spielenden 10er kaum Entlastung.
Insgesamt gesehen war dieses Spiel allerdings das Beste der drei Spiele der E-Jugend, das ich bisher gesehen habe. Die Niederlage fiel so hoch aus, da Meuschau einfach so gut, da erfahrener und damit technisch besser und oft auch körperlich stärker ist. Wirklich gut war auch der Schiri, der Kleinigkeiten angemessen laufen ließ und für gröbere Mängel gute Entscheidungen traf: So ließ er einen falschen Leunaer Einwurf einfach mal wiederholen und zum ersten Mal habe ich auch die Regelung, die besagt, dass wenn ein Ball aus dem Spielfeld gerollt wäre, aber durch ein Hindernis (hier ein Torpfosten des Großfeldtores) aufgehalten wird, abgepfiffen wird und auf Schiedsrichterball auf Höhe des Hindernisses (auszuführen ca. 3m im Spielfeld oder so) entschieden wird, angewendet gesehen. Was ich allerdings nicht verstanden habe, ist warum kein Neunmeterschießen gemacht wurde. Meuschau hat vier oder sechs Kleinfeldtore und zwei Großfeldfußballplätze: wenn ein Spiel wie hier direkt im Anschluss angepfiffen werden soll – wo ist da das Problem, einfach mal auf den Nebenplatz zu gehen oder auf dem anderen Teil des Hauptfeldes ein drittes Tor fürs Neunmeterschießen aufzustellen?! Das war das erste Mal in den 16 Jahren, in denen ich mit Jugendfußball im Saalekreis zu tun habe, dass diese schöne Tradition des Neunmeterschießens nicht gemacht wurde!
Wie auch immer. Zählen tun natürlich nur die 10:1 Tore und 3:0 Punkte. Und nun wechselten wir vom Fahrrad aufs Auto. Denn Kreisfeld, in der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund (bei Eisleben gelegen) war uns dann doch zu weit mit dem Rad. Aber der Platz lohnt sich so, dass man ihn zur Not ruhig zu Fuß aufsuchen sollte. Die Spielgemeinschaft des SV Germania Hergisdorf und des SV Eintracht Kreisfeld kickt wie im benachbarten Wimmelburg – nur nicht ganz so schön wie dort mit den Sitzbänken auf der Abraumhalde – auf einem von Bergehalden umgebenen, engen Rasenplatz. Grau und schwarz erheben sich auf zwei Seiten des Spielfeldes hohe Halden und auch hinter den anderen beiden Seiten sind Halden in Sichtweite. Auf dem hohen Graswall auf der Hauptseite des ausbautenlosen Platzes führt die steile Straße vorbei. Der Ort um den Platz herum sieht wie viele Orte im Mansfelder Land ziemlich heruntergekommen aus.
Spielerisch bekam man für die 2€ Eintritt den üblichen Mansfelder Mist geboten: Langweilig war es ja nicht, aber Torszenen waren vor allem von der Gastmannschaft, einer Spielgemeinschaft aus SSV 1882 Klostermansfeld und Mansfelder SV Eisleben II, Mangelware. Die Heimelf war da bemühter und ging nach 65 Minuten auch endlich in Führung. Nach diesem Treffer nahm die Foulquote noch mehr zu. Aber wäre das Spiel fairer gewesen, wären die spielerischen Schwächen noch mehr zu Tage getreten. Ärgerlich war dann, dass Klostermansfeld/ Eisleben, nach dem sie einen (vom Namen her übrigens iranischen) Gegenspieler durch klassisches Reinholzen verletzten, noch zum Ausgleich kam. Das war sehr dürftig, wie sei bei einer in der Tabelle hinter ihnen stehenden Mannschaft diesen einen lächerlichen Punkt erreichten. Heute war aber v.a. mal wieder typisch, wie sich bei diesem Spielbesuch der herrlich gelegene Platz als viel lohnender als das Spiel selbst präsentierte. Leider ist das in MSH fast immer der Fall – aber zu Glück sind von den etwa 60 Sportplätzen und Stadien auch nur höchstens 20 sehenswert - was aber auch schon eine gute Quote ist! - sodass man sich nicht zu oft genötigt sieht, in diesen westlich an den Saalekreis angrenzenden Landkreis zu fahren…
Wieder zurück in Merseburg und noch mal aufs Rad: ich musste ja auch mal in der Saison zu einem Heimspiel der Chemie Volleys. Nach deren souveränem 3:0 Sieg in Dresden – der Begriff „Mitteldeutschland“ fand im Spielbericht schon als obszöne Persiflage Verwendung; also wenn Ostdeutschland Schlesien, Pommern und Sudetenland ist, dann ist ein „Mitteldeutsches Derby“ natürlich auch mal ein Handballspiel zwischen Chemnitz und Cottbus oder gar Aue und Görlitz… - doch nun spielte der 6. gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, die Müllabfuhr Berlin. Und die Jungs fegten mal kräftig mit der Kehrmaschine übers Parkett.
In einem hervorragenden ersten Satz zeigten beide Seiten tolles Volleyball: bei einer sehr geringen Fehlerquote wurden hohe Dynamik und starke Ballwechsel geboten. Berlin bewies seine Klasse mit einem Vier-Punkte-Satzgewinn, während der Gastgeber aus dem Leunaer Ortsteil viel Kampfgeist und Konzentration im Spiel zeigte. Doch leider war der zweite Satz dann, bei allen guten Einlagen der Gäste und einzelnen Höhepunkte der Heimseite, reichlich zerfahren. Und so langsam war auch jedem Tagträumer klar, wer dieses Spiel wie hoch gewinnen würde. Es wurde einfach langweilig, wie der Gast aus Berlin dem Kampfgeist und dem Willen dagegen zu halten der CVM den Riegel vorschob. Den Drei-Satz-Sieg hatte jeder erwartet und er trat auch ein. Aber immerhin wurde von beiden Seiten über weite Strecken gutes bis sehr gutes Volleyball geboten, sodass es nicht unansehnlich war.
Statistik:
Grounds: 826 (heute 1 neuer; diese Saison: 58 neue)
Sportveranstaltungen: 1.663 (heute 3, diese Saison: 86)
Tageskilometer: 140 (110 Auto, 30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 20.150 (18.720 Auto/ 1.350 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 330
Sonntag, 30. Januar 2011
W235I: Handballtag in Klostermansfeld
BSV 1928 Klostermansfeld wJ-E 15:10 MSV Buna Schkopau wJ-E
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 13.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, weibliche Jugend E (Handballliga der 8-10jährigen Mädchen) Ergebnis: 15:10 nach 40 Min. – Halbzeit: 8:6
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Durchschnitt für diese Spielklasse)
BSV 1928 Klostermansfeld mJ-D 17:18 MSV Buna Schkopau mJD
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 14.15
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, männliche Jugend D (Handballliga der 10-12jährigen)
Ergebnis: 17:18 nach 40 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: nicht mitgeschrieben
Verwarnungen: 0x BSV; 3x MSV
Zeitstrafen: BSV 6 Minuten; MSV 10 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Durchschnitt für diese Spielklasse)
BSV 1928 Klostermansfeld mJ-B 46:15 TuS Dieskau-Zwintschöna mJ-B
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 15.30
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, männliche Jugend B (2. Handballliga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 46:15 nach 50 Min. – Halbzeit: 22:6
Zwischenstände: 10-1 (11:15), 15-3 (15:32), 30-8 (36:30), 35-10 (45:00), 40-13 (43:30)
Verwarnungen: 3x BSV; 2x TuS
Zeitstrafen: BSV 2 Minuten; TuS 4 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Extrem einseitig, BSV mit einigen wirklich guten Szenen)
BSV 1928 Klostermansfeld 39:32 TSV Leuna 1919
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 17.00
Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (7. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 39:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 18:18
Torfolge: 1-0, 1-2, 2-2, 2-3, 3-3, 3-5, 4-5, 4-6, 5-6, 5-8, 8-8, 8-9, 9-9, 9-12, 10-12, 10-13, 14-13, 14-14, 15-14, 15-16, 16-16, 16-17, 17-17, 17-18, 18-18; 18-19, 20-19, 20-21, 21-21, 21-22, 22-22, 22-25, 23-25, 23-26, 26-26, 26-27, 27-27, 30-27, 30-28, 32-28, 32-29, 33-29, 33-30, 36-30, 36-31, 38-31, 38-32, 39-32
Verwandelte 7-Meter: 3 von 4 BSV, 5 v. 5 TSV
Verwarnungen: 2x BSV; 2x TSV
Zeitstrafen: BSV 6 Minuten; TSV 12 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Bis wenige Minuten vor Schluss spannend - die ganze Zeit über spielerisch gut)

Photos and English version:
Handball Day in Klostermansfeld (Youth Handball vs. Buna Schkopau and TuS Dieskau, Men’s Regional Division vs. TSV Leuna)
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, weibliche Jugend E (Handballliga der 8-10jährigen Mädchen) Ergebnis: 15:10 nach 40 Min. – Halbzeit: 8:6
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Durchschnitt für diese Spielklasse)
BSV 1928 Klostermansfeld mJ-D 17:18 MSV Buna Schkopau mJD
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 14.15
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, männliche Jugend D (Handballliga der 10-12jährigen)
Ergebnis: 17:18 nach 40 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: nicht mitgeschrieben
Verwarnungen: 0x BSV; 3x MSV
Zeitstrafen: BSV 6 Minuten; MSV 10 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Durchschnitt für diese Spielklasse)
BSV 1928 Klostermansfeld mJ-B 46:15 TuS Dieskau-Zwintschöna mJ-B
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 15.30
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, männliche Jugend B (2. Handballliga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 46:15 nach 50 Min. – Halbzeit: 22:6
Zwischenstände: 10-1 (11:15), 15-3 (15:32), 30-8 (36:30), 35-10 (45:00), 40-13 (43:30)
Verwarnungen: 3x BSV; 2x TuS
Zeitstrafen: BSV 2 Minuten; TuS 4 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Extrem einseitig, BSV mit einigen wirklich guten Szenen)
BSV 1928 Klostermansfeld 39:32 TSV Leuna 1919
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 17.00
Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (7. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 39:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 18:18
Torfolge: 1-0, 1-2, 2-2, 2-3, 3-3, 3-5, 4-5, 4-6, 5-6, 5-8, 8-8, 8-9, 9-9, 9-12, 10-12, 10-13, 14-13, 14-14, 15-14, 15-16, 16-16, 16-17, 17-17, 17-18, 18-18; 18-19, 20-19, 20-21, 21-21, 21-22, 22-22, 22-25, 23-25, 23-26, 26-26, 26-27, 27-27, 30-27, 30-28, 32-28, 32-29, 33-29, 33-30, 36-30, 36-31, 38-31, 38-32, 39-32
Verwandelte 7-Meter: 3 von 4 BSV, 5 v. 5 TSV
Verwarnungen: 2x BSV; 2x TSV
Zeitstrafen: BSV 6 Minuten; TSV 12 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Bis wenige Minuten vor Schluss spannend - die ganze Zeit über spielerisch gut)
Photos and English version:
Handball Day in Klostermansfeld (Youth Handball vs. Buna Schkopau and TuS Dieskau, Men’s Regional Division vs. TSV Leuna)
Die Landschaft des Mansfelder Landes ist enorm vom Bergbau geprägt: überall türmen sich Abraum- und Schlackehalden auf – schwarze Kegel in der grün-braunen Landschaft. Architektonische Sehenswürdigkeiten wie das Schloss von Mansfeld sind zwar auch zu finden, doch an einem schönen Tag bilden die Halden eine wirklich eindrucksvolle Kulisse – an einem nebligen Tag wie heute eher eine trostlose Fassade. Da es mit dem Rad meiner Freundin auch noch Probleme gab, fuhren wir doch nur von Wolferode, wo wir mit der Bahn von Halle aus angekommen waren, nach Benndorf, das direkt südlich an Klostermansfeld angrenzt.
In Benndorf war in der Sporthalle des ehemaligen Gymnasiums - jetzt ist das glaube ich eine Gesamtschule - ein Handballspieltag mit fünf Partien angesetzt. In der zweiten Halbzeit der zweiten Begegnung stiegen wir ein: die E-Mädchen vom BSV 1928 Klostermansfeld traten gegen MSV Buna Schkopau an.
Klostermansfeld wie auch Schkopau sind im oberen Bereich der Tabelle der Bezirksliga zu finden, welche die einzige Liga in dieser Jugendklasse ist. Wie fehlerbehaftet ein Spiel zwischen Mannschaften des unteren Tabellendrittels sein muss, will ich gar nicht wissen, aber was man auf den ersten Blick sieht: die Mannschaften strengen sich wirklich an und haben Spaß am Spiel, was das Wichtigste in dieser Spielklasse sein muss. Jedenfalls siegte Klostermansfeld 15:10 gegen Schkopau.
Dasselbe Duell gab es in der Jungenbezirksliga D. Eine Altersklasse höher, dieselbe Situation: die Einteilung ist so kleinteilig und die Zahl der Mannschaften so gering, dass es nur eine Spielebene gibt. Auch hier war das Spiel natürlich für den Neutralen nicht begeisternd, zumal man bei den beiden weit hinten platzierten Teams nicht viel erwarten kann, aber immerhin war es spannend: Klostermansfeld verlor hier allerdings gegen Schkopau 17:18.
Das dritte Jugendspiel an diesem Tage hatte einen sportlich höheren Wert, da immerhin eine Mannschaft richtig gut auftrat: die Klostermansfelder waren allerdings so klar überlegen, dass die Rumpftruppe der TuS Dieskau-Zwintschöna, die als punktloser Tabellenletzter ohne eine einzigen Auswechsler zum Zweitplatzierten reiste, bemitleidenswert erschien. Nach 10 Minuten waren die Gastgeber bereits mit 9-1 Toren davon gezogen und der Halbzeitstand von 22:6 war dann doch auch recht deutlich. Am Ende erzielten die Mansfelder, die mit dem 2er einen sehr wurfgewaltigen Spieler hatten und auch als Mannschaft überzeugten, mehr als dreimal so viele Treffer: 46-15 war der Endstand.

Schließlich kam der Höhepunkt des Tages: wegen diesem Spiel hatte ich auch diese Fahrt geplant. Der Tabellenzweite - knapp hinter SG Spergau II und schon vier Punkte vor TSV Leuna, die auf Rang 3 sind - wollte sein Können unter Beweis stellen. Das Hinspiel in Leuna gewann Klostermansfeld 32:35, die letzten beiden Spiele gingen für Leuna leider auch verloren. Der Start war auch in diesem Spiel etwas holprig, da hektisch - doch schnell entwickelte sich ein gutes Spiel mit hoher Geschwindigkeit, vielen Torszenen und auch vielen erfolgreichen Torwürfen. Die hohe Anzahl an Toren – nachdem es lange sehr ausgeglichen war, konnte Leuna dreimal mit drei Toren in Führung gehen (5:8, 9:12 und 10:13) und 18:18 war bereits der Halbzeitstand – lag aber nicht etwa an schwachen Torhütern. Nur sehr wenige Bälle erschienen haltbar.
In der zweiten Halbzeit war es dasselbe Bild: ein wirklich sehenswertes Spiel beider Mannschaften mit einer eher unterdurchschnittlichen Fehlerquote und einer im ersten Drittel sehr ausgeglichenen Torzahl. Dann wieder eine Dreitoreführung für den TSV (22:25 und 23:26), doch diesmal klappte es mehrmals vorne nicht und hinten war die Abwehr zu offen, sodass auch Klostermansfeld einmal drei Tore wegzog. 30:27. Als kurz darauf sogar vier Tore der Standard zu werden schien (32:28, 33:29, 34:30), erwarteten wir und die anderen Leuna-Fans dann doch keinen Punktgewinn mehr. Am Ende führten Fehler zu Fouls, die mit Zwei-Minuten-Strafen geahndet wurden, was zwar in manchen Fällen etwas kleinlich erschien, aber nie wirklich ungerechtfertigt war, sodass Leuna für kurze Zeit sogar mit zwei Mann in Unterzahl spielte. Bei 36:30 war es dann nicht mehr schön für Leuna. 39:32 der dann doch etwas zu hohe Endstand.
Zu den Schiris in allen vier Spielen kann man nur sagen: weiter so! Gerade nach der Leistung der zwei Erdeborner am Sonntag zuvor hatte ich in diesem Landkreis Schlimmes erwartet, doch es pfiffen ja auch teilweise Querfurter. Auch die Atmosphäre in der Halle war nicht schlecht: beim B-Jugend- und Männer-Spiel kam sogar mal etwas Stimmung auf, da es eine Gruppe von Jugendlichen gibt, die sich als „BSV Ultras“ bezeichnen und die Unterstützung der Mannschaften in Form von Sprechchören, Trommeln und einem Megafon, wirklich ganz gut machen. Das Ganze bekam man übrigens für nur 1€ Eintritt geboten, was bei den Preissteigerungen im Handball auffällig anständig und angemessen ist. Schließlich noch zur Halle: von außen sieht die natürlich aus wie jede moderne Dorfturnhalle oder Tierzuchtanstalt auch, doch der Innenausbau ist wirklich gelungen; auch farblich sind die ganzen grün gestrichenen Elemente (Geländer, Heizkörper usw.), die sich von den braunen Holzpaneelen und ebenso braunen Sitzbänken abheben wirklich schön. Auch die Gestaltung der direkt an den Spielfeldrand gebauten Tribüne und der Dachkonstruktion lassen nicht viel Raum zur Kritik – nur die Lichtleistung war nicht so doll.
Zurück in Wolferode, war die Einsamkeit dieses Dorfbahnhofs auffällig. Dass da überhaupt noch ein Zug hält?! Aber schon allein das Beobachten der Schranke war toll: da kam in 20 Minuten mal ein einziges Auto über die Nebenstrecke gehoppelt – und dann haben die Bescheuerten solche Schaltungen wie: Schranke hoch, 15 Sekunden oben, Schranke wieder runter - oder: fünf Minuten vor Güterzugdurchfahrt Schranke runter, 10 Minuten nach Durchfahrt wieder hoch (kein weiterer Zug fuhr durch) und dann zwei Minuten oben und wieder fünf Minuten vorm nächsten Zug (der RE nach Halle in diesem Falle) wieder runter.
Auch wenn das Wetter scheiße und die Strecke jetzt nicht so der Wahnsinn war – dem sportlichen Radfahrer kann ich die Ecke empfehlen; mehrere starke Steigungen und Gefällstrecken z.B. am Nordrand von Wimmelburg sind wirklich spannend zu fahren – und wir die Route sogar noch kürzen mussten und das einzige wirklich interessante Spiel des Tages zwar gut war aber eine Niederlage für unsere Lieblingsmannschaft bereithielt, hat uns die Tour doch beiden gut gefallen.

Statistik:
Grounds Nr. 518 (ein neuer Ground; diese Saison: 68 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.212 bis 1.215 (diese Saison: 102)
Tageskilometer: 140 (120 Bahn, 20 Rad)
Saisonkilometer: 18.220 (12.070 Auto/ 3.060 Bahn, Bus, Tram/ 2.290 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 235
In Benndorf war in der Sporthalle des ehemaligen Gymnasiums - jetzt ist das glaube ich eine Gesamtschule - ein Handballspieltag mit fünf Partien angesetzt. In der zweiten Halbzeit der zweiten Begegnung stiegen wir ein: die E-Mädchen vom BSV 1928 Klostermansfeld traten gegen MSV Buna Schkopau an.
Klostermansfeld wie auch Schkopau sind im oberen Bereich der Tabelle der Bezirksliga zu finden, welche die einzige Liga in dieser Jugendklasse ist. Wie fehlerbehaftet ein Spiel zwischen Mannschaften des unteren Tabellendrittels sein muss, will ich gar nicht wissen, aber was man auf den ersten Blick sieht: die Mannschaften strengen sich wirklich an und haben Spaß am Spiel, was das Wichtigste in dieser Spielklasse sein muss. Jedenfalls siegte Klostermansfeld 15:10 gegen Schkopau.
Dasselbe Duell gab es in der Jungenbezirksliga D. Eine Altersklasse höher, dieselbe Situation: die Einteilung ist so kleinteilig und die Zahl der Mannschaften so gering, dass es nur eine Spielebene gibt. Auch hier war das Spiel natürlich für den Neutralen nicht begeisternd, zumal man bei den beiden weit hinten platzierten Teams nicht viel erwarten kann, aber immerhin war es spannend: Klostermansfeld verlor hier allerdings gegen Schkopau 17:18.
Das dritte Jugendspiel an diesem Tage hatte einen sportlich höheren Wert, da immerhin eine Mannschaft richtig gut auftrat: die Klostermansfelder waren allerdings so klar überlegen, dass die Rumpftruppe der TuS Dieskau-Zwintschöna, die als punktloser Tabellenletzter ohne eine einzigen Auswechsler zum Zweitplatzierten reiste, bemitleidenswert erschien. Nach 10 Minuten waren die Gastgeber bereits mit 9-1 Toren davon gezogen und der Halbzeitstand von 22:6 war dann doch auch recht deutlich. Am Ende erzielten die Mansfelder, die mit dem 2er einen sehr wurfgewaltigen Spieler hatten und auch als Mannschaft überzeugten, mehr als dreimal so viele Treffer: 46-15 war der Endstand.
Schließlich kam der Höhepunkt des Tages: wegen diesem Spiel hatte ich auch diese Fahrt geplant. Der Tabellenzweite - knapp hinter SG Spergau II und schon vier Punkte vor TSV Leuna, die auf Rang 3 sind - wollte sein Können unter Beweis stellen. Das Hinspiel in Leuna gewann Klostermansfeld 32:35, die letzten beiden Spiele gingen für Leuna leider auch verloren. Der Start war auch in diesem Spiel etwas holprig, da hektisch - doch schnell entwickelte sich ein gutes Spiel mit hoher Geschwindigkeit, vielen Torszenen und auch vielen erfolgreichen Torwürfen. Die hohe Anzahl an Toren – nachdem es lange sehr ausgeglichen war, konnte Leuna dreimal mit drei Toren in Führung gehen (5:8, 9:12 und 10:13) und 18:18 war bereits der Halbzeitstand – lag aber nicht etwa an schwachen Torhütern. Nur sehr wenige Bälle erschienen haltbar.
In der zweiten Halbzeit war es dasselbe Bild: ein wirklich sehenswertes Spiel beider Mannschaften mit einer eher unterdurchschnittlichen Fehlerquote und einer im ersten Drittel sehr ausgeglichenen Torzahl. Dann wieder eine Dreitoreführung für den TSV (22:25 und 23:26), doch diesmal klappte es mehrmals vorne nicht und hinten war die Abwehr zu offen, sodass auch Klostermansfeld einmal drei Tore wegzog. 30:27. Als kurz darauf sogar vier Tore der Standard zu werden schien (32:28, 33:29, 34:30), erwarteten wir und die anderen Leuna-Fans dann doch keinen Punktgewinn mehr. Am Ende führten Fehler zu Fouls, die mit Zwei-Minuten-Strafen geahndet wurden, was zwar in manchen Fällen etwas kleinlich erschien, aber nie wirklich ungerechtfertigt war, sodass Leuna für kurze Zeit sogar mit zwei Mann in Unterzahl spielte. Bei 36:30 war es dann nicht mehr schön für Leuna. 39:32 der dann doch etwas zu hohe Endstand.
Zu den Schiris in allen vier Spielen kann man nur sagen: weiter so! Gerade nach der Leistung der zwei Erdeborner am Sonntag zuvor hatte ich in diesem Landkreis Schlimmes erwartet, doch es pfiffen ja auch teilweise Querfurter. Auch die Atmosphäre in der Halle war nicht schlecht: beim B-Jugend- und Männer-Spiel kam sogar mal etwas Stimmung auf, da es eine Gruppe von Jugendlichen gibt, die sich als „BSV Ultras“ bezeichnen und die Unterstützung der Mannschaften in Form von Sprechchören, Trommeln und einem Megafon, wirklich ganz gut machen. Das Ganze bekam man übrigens für nur 1€ Eintritt geboten, was bei den Preissteigerungen im Handball auffällig anständig und angemessen ist. Schließlich noch zur Halle: von außen sieht die natürlich aus wie jede moderne Dorfturnhalle oder Tierzuchtanstalt auch, doch der Innenausbau ist wirklich gelungen; auch farblich sind die ganzen grün gestrichenen Elemente (Geländer, Heizkörper usw.), die sich von den braunen Holzpaneelen und ebenso braunen Sitzbänken abheben wirklich schön. Auch die Gestaltung der direkt an den Spielfeldrand gebauten Tribüne und der Dachkonstruktion lassen nicht viel Raum zur Kritik – nur die Lichtleistung war nicht so doll.
Zurück in Wolferode, war die Einsamkeit dieses Dorfbahnhofs auffällig. Dass da überhaupt noch ein Zug hält?! Aber schon allein das Beobachten der Schranke war toll: da kam in 20 Minuten mal ein einziges Auto über die Nebenstrecke gehoppelt – und dann haben die Bescheuerten solche Schaltungen wie: Schranke hoch, 15 Sekunden oben, Schranke wieder runter - oder: fünf Minuten vor Güterzugdurchfahrt Schranke runter, 10 Minuten nach Durchfahrt wieder hoch (kein weiterer Zug fuhr durch) und dann zwei Minuten oben und wieder fünf Minuten vorm nächsten Zug (der RE nach Halle in diesem Falle) wieder runter.
Auch wenn das Wetter scheiße und die Strecke jetzt nicht so der Wahnsinn war – dem sportlichen Radfahrer kann ich die Ecke empfehlen; mehrere starke Steigungen und Gefällstrecken z.B. am Nordrand von Wimmelburg sind wirklich spannend zu fahren – und wir die Route sogar noch kürzen mussten und das einzige wirklich interessante Spiel des Tages zwar gut war aber eine Niederlage für unsere Lieblingsmannschaft bereithielt, hat uns die Tour doch beiden gut gefallen.
Statistik:
Grounds Nr. 518 (ein neuer Ground; diese Saison: 68 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.212 bis 1.215 (diese Saison: 102)
Tageskilometer: 140 (120 Bahn, 20 Rad)
Saisonkilometer: 18.220 (12.070 Auto/ 3.060 Bahn, Bus, Tram/ 2.290 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 235
Sonntag, 23. Januar 2011
W234II: Sportnachmittag zum Abgewöhnen; schwache Spieler, parteiische Schiris und ein nicht angetretener Gastverein
Nietlebener SV Askania 13:21 BSV Fichte Erdeborn II
Sonntag, 23. Januar 2011 - Anwurf 15.45
1. Kreisklasse A, Saalekreis/ Halle/ Burgenland/ Mansfeld-Südharz (10. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 13:21 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:9
Torfolge: 2-0, 2-2, 4-2, 4-4, 5-4, 5-6, 6-6, 6-7, 8-7, 8-9; 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-14, 12-14, 12-18, 13-18, 13-21
Verwandelte 7-Meter: 2 von 3 Askania, 5 v. 5 Fichte
Verwarnungen: 2x Askania; 3x Fichte
Zeitstrafen: 3x Nr. 11, 3x Nr. 10, 1x Nr. 4, 1x Nr. 3 (Askania = 24 Minuten); niemand (Fichte = 0 Minuten)
Platzverweise: Nr. 11, Nr. 10, Nr. 3 (alle Askania)
Spielort: Sporthalle Südstadt/ Mannheimer Straße (Kap. 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beide Mannschaften auch für diese Spielklasse im Niveau schwach, doch die „Un“parteiischen waren die Allerschwächsten)
ESC 04 Saalebulls Halle --:-- IceFighters Leipzig
Geplant Sonntag, 23. Januar 2011 - Anbully 18.00
Spiel abgesagt: Leipzig hatte Schis..., äh krankheitsbedingt zu wenige Spieler

Photos and English version:
Handball in Halle-Südstadt: Askania Nietleben vs. Fichte Erdeborn II
Halle-Südstadt ist nicht unbedingt das hallesche Viertel, das für hohe Wohnqualität und feine Nachbarschaft steht. Zwischen sanierten und unsanierten Plattenbauten befinden sich zwei Sporthallen: außen sind die weißen Wände besprayt, innen ist zumindest die größere Halle ordentlicher. Ein typischer kastenförmiger Bau mit hoher Decke, die in den letzten Jahren mit einer Stahlkonstruktion nachgebessert wurde, braunem Parkett und schönen Backsteinmauern. Die eine oder andere Wandplatte hat schon ein Loch, doch die Bänke, die 100 Zuschauern Platz bieten, sind alle in einem guten Zustand. Auf jeden Fall ist die Halle Südstadt in der Mannheimer Straße ein sehenswerter Bau.
Als wir ankamen, gingen die Spielerinnen von TSV Süd - einige auffällige Anhänger des Vereins passten prima ins Bild, das man von diesem Viertel hat - und die Spieler des SV Askania Nietleben, die mit einigem Rückstand auf Aufstiegsplatzinhaber Dieskau-Zwintschöna II den 2. Rang der Kreisklasse A belegen und die nach Turnpionier und Pädagoge Fichte benannte Erdeborner Reserve, die sich nur auf Rang 7 von 8 befindet, kamen.
Von der Leistungskluft, die die Tabellensituation vorgaukelt, war nichts zu sehen: beide Mannschaften spielten eine mittelmäßige erste Halbzeit, die spannend und ausgeglichen war und die üblichen Fehler in dieser untersten Amateurklasse zu bieten hatte. Ein paar schöne Tore und sehenswerte Angriffe gab es natürlich auch von Zeit zu Zeit.
Das Niveau in der zweiten Hälfte sackte aber enorm ab. Die Gäste aus Erdeborn führten nun konstant mit drei Toren, obwohl sie noch mehr Fehler in der Ballbehandlung zeigten. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel zu einer richtigen Farce, was mit einer Schwalbe des 7ers von Erdeborn begann: er blockierte den Ball und ließ sich, als ein Nietlebener den Ball nehmen wollte, fallen. Die Schiris gaben deshalb völlig zu Unrecht zwei Minuten gegen den Nietlebener und stellten ihn, nachdem er sich beschwerte, vom Platz. Bei dieser einen Fehlentscheidung, die die Nietlebener Personaldecke noch mehr schwächte, blieb es aber nicht: nun wurden zwei irreguläre Tore der Gäste anerkannt und hirnrissige Zeitstrafen gegen die Heimmannschaft ausgesprochen.
Nach der zweiten Disqualifikation für Nietleben war klar, worauf das Spiel hinaus lief: Erdeborn sollte so hoch wie möglich gewinnen. Da sie nun über 10 Minuten in Überzahl spielten, zogen sie auch immer weiter davon. Ab der 56. Minuten spielten sie ununterbrochen in Überzahl, da nun der dritte Feldverweis für Askania folgte und Nietleben nur zwei Auswechsler hatte. Die dritte rote Karte war eine direkt Rote - und zwar für eines der wenigen Zwei-Minuten-würdigen Fouls. Peinlich, wie unsportlich sich einige der Gästespieler auch verhielten, indem sie Pfiffe nach angeblichen Fouls forderten, die die zwei Schiedsrichter so wie so zu ihren Gunsten entschieden hätten. Am Ende gewann Erdeborn mit 13:21, obwohl sie kaum besser als Nietleben waren. Erstrecht peinlich war dabei, wie der Gästeanhang - der allerdings in einer wirklich respektablen Anzahl nach Halle reiste - die Mannschaft mit großem Applaus und Lärm feierte. Zwischen der I. Mannschaft von Fichte (5. von 13 in der Verbandsliga) und II. liegen ohnehin Welten im Niveau.
Die Schiris waren übrigens wie die Gastmannschaft aus dem Kreis Mansfeld-Südharz, genauer gesagt kamen die selbsternannten Unparteiischen von Klostermansfeld. Da das Nietlebener Publikum sehr lahm ist, ging diese offensichtliche Nachbarschaftshilfe gut über die Bühne: ein paar verärgerte Zwischenrufe – und das war’s. Allerdings habe ich dabei den Eindruck, dass die Leute auch eher resigniert haben, da derlei offensichtliche Verschiebereien willkürlich und parteiisch agierender Schiedsrichter im Handballkreis an der Tagesordnung sind. So was ist bei vergleichbaren Fußball- und Basketballligen nur sehr selten finden, aber beim Handball jedes Wochenende.

Nach dieser wirklich schwachen Sportveranstaltung sollte es weiter zum Eishockey gehen, da das ewige Derby zwischen Halle und Leipzig auf dem Programm stand. Doch an der Eissporthalle angekommen lungerten ein paar Fans herum und verwiesen auf den Aushang: „Spielausfall [...]“. Der Bankrottklub aus Leipzig hat angeblich nicht genug Spieler wegen mehrerer Magen-Darm-Erkrankter. Manche munkelten etwas von „Schiss in der Hose“... Wie auch immer; man weiß eigentlich auch schon mehr als 6 Stunden vor Anpfiff, dass man keine Mannschaft zusammenkriegt: wirklich eine Unverschämtheit dieser Gurkentruppe aus Leipzig, erst um 12 Uhr das Spiel abzusagen! So werde ich mir halt in ein paar Wochen mal ein anderes Spiel der Saalebulls, die die Liga beispiellos dominieren, anschauen.
Alles in Allem war das heute ein Sportnachmittag zum Abgewöhnen.
Was weitere Planung angeht, kann ich nur sagen, dass mir für nächsten Samstag Böses schwant: Fußball in Großörner und Handball in Klostermansfeld stehen auf dem Programm – und es würde mich nicht wundern, wenn das Fußballspiel wegen angeblicher Unbespielbarkeit eines wirklich guten Platzes abgesagt würde, ich dann zu einem stinklangweiligen Vorspiel nach Klostermansfeld komme und im Hauptspiel dann Erdeborner Schiris das Spiel zugunsten des BSV verschieben...

Statistik:
Grounds Nr. 517 (ein neuer Ground; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.211 (diese Saison: 98)
Tageskilometer: 40 Rad
Saisonkilometer: 18.080 (12.070 Auto/ 2.940 Bahn, Bus, Tram/ 2.270 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 234
Sonntag, 23. Januar 2011 - Anwurf 15.45
1. Kreisklasse A, Saalekreis/ Halle/ Burgenland/ Mansfeld-Südharz (10. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 13:21 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:9
Torfolge: 2-0, 2-2, 4-2, 4-4, 5-4, 5-6, 6-6, 6-7, 8-7, 8-9; 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-14, 12-14, 12-18, 13-18, 13-21
Verwandelte 7-Meter: 2 von 3 Askania, 5 v. 5 Fichte
Verwarnungen: 2x Askania; 3x Fichte
Zeitstrafen: 3x Nr. 11, 3x Nr. 10, 1x Nr. 4, 1x Nr. 3 (Askania = 24 Minuten); niemand (Fichte = 0 Minuten)
Platzverweise: Nr. 11, Nr. 10, Nr. 3 (alle Askania)
Spielort: Sporthalle Südstadt/ Mannheimer Straße (Kap. 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beide Mannschaften auch für diese Spielklasse im Niveau schwach, doch die „Un“parteiischen waren die Allerschwächsten)
ESC 04 Saalebulls Halle --:-- IceFighters Leipzig
Geplant Sonntag, 23. Januar 2011 - Anbully 18.00
Spiel abgesagt: Leipzig hatte Schis..., äh krankheitsbedingt zu wenige Spieler
Photos and English version:
Handball in Halle-Südstadt: Askania Nietleben vs. Fichte Erdeborn II
Halle-Südstadt ist nicht unbedingt das hallesche Viertel, das für hohe Wohnqualität und feine Nachbarschaft steht. Zwischen sanierten und unsanierten Plattenbauten befinden sich zwei Sporthallen: außen sind die weißen Wände besprayt, innen ist zumindest die größere Halle ordentlicher. Ein typischer kastenförmiger Bau mit hoher Decke, die in den letzten Jahren mit einer Stahlkonstruktion nachgebessert wurde, braunem Parkett und schönen Backsteinmauern. Die eine oder andere Wandplatte hat schon ein Loch, doch die Bänke, die 100 Zuschauern Platz bieten, sind alle in einem guten Zustand. Auf jeden Fall ist die Halle Südstadt in der Mannheimer Straße ein sehenswerter Bau.
Als wir ankamen, gingen die Spielerinnen von TSV Süd - einige auffällige Anhänger des Vereins passten prima ins Bild, das man von diesem Viertel hat - und die Spieler des SV Askania Nietleben, die mit einigem Rückstand auf Aufstiegsplatzinhaber Dieskau-Zwintschöna II den 2. Rang der Kreisklasse A belegen und die nach Turnpionier und Pädagoge Fichte benannte Erdeborner Reserve, die sich nur auf Rang 7 von 8 befindet, kamen.
Von der Leistungskluft, die die Tabellensituation vorgaukelt, war nichts zu sehen: beide Mannschaften spielten eine mittelmäßige erste Halbzeit, die spannend und ausgeglichen war und die üblichen Fehler in dieser untersten Amateurklasse zu bieten hatte. Ein paar schöne Tore und sehenswerte Angriffe gab es natürlich auch von Zeit zu Zeit.
Das Niveau in der zweiten Hälfte sackte aber enorm ab. Die Gäste aus Erdeborn führten nun konstant mit drei Toren, obwohl sie noch mehr Fehler in der Ballbehandlung zeigten. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel zu einer richtigen Farce, was mit einer Schwalbe des 7ers von Erdeborn begann: er blockierte den Ball und ließ sich, als ein Nietlebener den Ball nehmen wollte, fallen. Die Schiris gaben deshalb völlig zu Unrecht zwei Minuten gegen den Nietlebener und stellten ihn, nachdem er sich beschwerte, vom Platz. Bei dieser einen Fehlentscheidung, die die Nietlebener Personaldecke noch mehr schwächte, blieb es aber nicht: nun wurden zwei irreguläre Tore der Gäste anerkannt und hirnrissige Zeitstrafen gegen die Heimmannschaft ausgesprochen.
Nach der zweiten Disqualifikation für Nietleben war klar, worauf das Spiel hinaus lief: Erdeborn sollte so hoch wie möglich gewinnen. Da sie nun über 10 Minuten in Überzahl spielten, zogen sie auch immer weiter davon. Ab der 56. Minuten spielten sie ununterbrochen in Überzahl, da nun der dritte Feldverweis für Askania folgte und Nietleben nur zwei Auswechsler hatte. Die dritte rote Karte war eine direkt Rote - und zwar für eines der wenigen Zwei-Minuten-würdigen Fouls. Peinlich, wie unsportlich sich einige der Gästespieler auch verhielten, indem sie Pfiffe nach angeblichen Fouls forderten, die die zwei Schiedsrichter so wie so zu ihren Gunsten entschieden hätten. Am Ende gewann Erdeborn mit 13:21, obwohl sie kaum besser als Nietleben waren. Erstrecht peinlich war dabei, wie der Gästeanhang - der allerdings in einer wirklich respektablen Anzahl nach Halle reiste - die Mannschaft mit großem Applaus und Lärm feierte. Zwischen der I. Mannschaft von Fichte (5. von 13 in der Verbandsliga) und II. liegen ohnehin Welten im Niveau.
Die Schiris waren übrigens wie die Gastmannschaft aus dem Kreis Mansfeld-Südharz, genauer gesagt kamen die selbsternannten Unparteiischen von Klostermansfeld. Da das Nietlebener Publikum sehr lahm ist, ging diese offensichtliche Nachbarschaftshilfe gut über die Bühne: ein paar verärgerte Zwischenrufe – und das war’s. Allerdings habe ich dabei den Eindruck, dass die Leute auch eher resigniert haben, da derlei offensichtliche Verschiebereien willkürlich und parteiisch agierender Schiedsrichter im Handballkreis an der Tagesordnung sind. So was ist bei vergleichbaren Fußball- und Basketballligen nur sehr selten finden, aber beim Handball jedes Wochenende.
Nach dieser wirklich schwachen Sportveranstaltung sollte es weiter zum Eishockey gehen, da das ewige Derby zwischen Halle und Leipzig auf dem Programm stand. Doch an der Eissporthalle angekommen lungerten ein paar Fans herum und verwiesen auf den Aushang: „Spielausfall [...]“. Der Bankrottklub aus Leipzig hat angeblich nicht genug Spieler wegen mehrerer Magen-Darm-Erkrankter. Manche munkelten etwas von „Schiss in der Hose“... Wie auch immer; man weiß eigentlich auch schon mehr als 6 Stunden vor Anpfiff, dass man keine Mannschaft zusammenkriegt: wirklich eine Unverschämtheit dieser Gurkentruppe aus Leipzig, erst um 12 Uhr das Spiel abzusagen! So werde ich mir halt in ein paar Wochen mal ein anderes Spiel der Saalebulls, die die Liga beispiellos dominieren, anschauen.
Alles in Allem war das heute ein Sportnachmittag zum Abgewöhnen.
Was weitere Planung angeht, kann ich nur sagen, dass mir für nächsten Samstag Böses schwant: Fußball in Großörner und Handball in Klostermansfeld stehen auf dem Programm – und es würde mich nicht wundern, wenn das Fußballspiel wegen angeblicher Unbespielbarkeit eines wirklich guten Platzes abgesagt würde, ich dann zu einem stinklangweiligen Vorspiel nach Klostermansfeld komme und im Hauptspiel dann Erdeborner Schiris das Spiel zugunsten des BSV verschieben...
Statistik:
Grounds Nr. 517 (ein neuer Ground; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.211 (diese Saison: 98)
Tageskilometer: 40 Rad
Saisonkilometer: 18.080 (12.070 Auto/ 2.940 Bahn, Bus, Tram/ 2.270 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 234
Samstag, 6. Dezember 2008
WE123II: Ein erneuter Ausbruch der Spielabsageseuche und ein schöner Handballtag in Frankleben
SG Einheit Halle II --:-- SG HTB Halle
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anstoßzeit 12.00
1. Stadtliga (10. Liga, 6. Amateurliga)
*Ausfall wegen leichtem Regen*
Friesen Frankleben C 35:11 TuS Dieskau C
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anwurfzeit 12.30
Männliche Jugend B, Kreis (2. Liga)
Ergebnis: 35:11 nach 50 Min. (25/25) - Halbzeit 15:3
Tore: ???
Verwarnungen: 4:0 Strafminuten
Platzverweise: keine
Halle: Harry-Kaßler-Halle (Kap. 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 25 (10 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (ordentlich)
Friesen Frankleben B 29:12 BSV Klostermansfeld B
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anwurfzeit 14.00
Männliche Jugend B, Land (2. Liga)
Ergebnis: 29:12 nach 50 Min. (25/25) - Halbzeit 17:3
Tore: ???
Verwarnungen: 6:6 Strafminuten
Platzverweise: keine
Halle: Harry-Kaßler-Halle (Kap. 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (keine Gästefans)
Spielqualität: 5,5/10 (ganz OK)
Friesen Frankleben 24:24 Eintracht Glinde II
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anwurfzeit 16.30
Oberliga (4. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 24:24 nach 60 Min. (30/30) - Halbzeit 13:13
Tore Frankleben: Holzapfel und Schindler je 8, Berg und Waßner je 3, Graßmeyer 2, Küster 1
Tore Glinde II: ?
Verwarnungen: 6:18 Strafminuten
Platzverweise: 3x2 Minuten für die 11 von Glinde
Halle: Harry-Kaßler-Halle (Kap. 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 120 (keine Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (gut)
Ground Nr. 269 (kein neuer Ground; diese Saison: 39 neue)
Sportveranstaltung Nr. 715 (diese Saison: 82)
Tageskilometer: 45 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 9.765 (5.380 Auto, 2.260 Bahn, 2.225 Fahrrad)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 123
Zwar bis vier Uhr morgens wach, aber um 11 Uhr schon wieder auf dem Rad und zwar auf dem Weg nach Halle. Wegen Temperaturen von unter 10° und leichtem Nieselregen wurden allerdings 80% der Spiele abgesagt, so auch das von uns geplante Stadtligaspiel. Man fragt sich doch langsam wirklich, wie verblödet und verweichlicht man mittlerweile hierzulande geworden ist. Es fehlen einem wirklich die Worte, wenn reihenweise Spiele abgesagt werden, nur weil es - und das auch wirklich nur geringfügig - regnet. Wie man sich so der Lächerlichkeit preisgeben kann, ist mir ein Rätsel. Hirnloser als der deutsche Fußball geht doch echt nicht mehr, wobei der hallesche auch noch besonders hirnlos ist...
Wenigstens spielte man in Frankleben Handball. Die ersten beiden Spiele verpassten wir zwar, aber nach fünf Spielminuten des C-Jugendspiels zwischen Friesen Frankleben und TuS Dieskau kamen wir in die Halle. Es stand tatsächlich noch 0:0, doch der nächste Wurf auf den Hänfling im Dieskauer Tor saß. So sollte es auch weitergehen. Beim Stande von 15:3 zur Pause war wohl klar, dass Frankleben hier siegreich sein würde. Die zumeist auch körperlich überlegenen Frankleber trafen nach Belieben, während Dieskau kaum einen Ball aufs Tor brachte.
In der zweiten Halbzeit sah es nicht mehr ganz so schlimm aus, da Dieskau jetzt etwas besser mithielt, doch mehr als 11 Tore waren nicht drin und dann dabei auch noch 35 Tore kassiert zu haben, ist schon heftig. Jugendhandball halt...
Wir gingen ein paar Würstchen essen und ließen uns dann weiter von der unterbelichteten Dorfjugend auf der Tribüne beglotzen.
Das nächste Spiel war eines der B-Jugend. Gegner von Frankleben war Klostermansfeld. Auch da zeigte sich schnell, dass nichts zu holen war für die Gäste obwohl diese nach sechs Minuten gerade einmal 5:2 hinten lagen und die Torfolge bis dahin 0:1, 1:1, 1:2, 2:2 war. Bei Pause stand es einfach mal 17:3. Selbige nutzte dann die komische Zuschauerin um uns wegen dem Fotografieren und Statistikführen anzusprechen: „Na, was macht den ihr da Schönes?“ - „Na Handball gucken!“ Kurz darauf sprach uns allerdings mal jemand vernünftiges an, der schon einmal Menschen gesehen hat, die nicht aus Frankleben kommend den Weg in die winzige, schlecht beleuchtete und zugige Halle finden: der Vereinspräsident und Kreissportbundvizevorsitzende Jürgen Pohle. Der schenkte uns sogar ein Jubiläumsheft vom Verein, der letztes Jahr sage und schreibe 120 Jahre alt wurde. Handball wird dort immerhin schon seit nun mehr 90 Jahren gespielt. Die neben den Turnern gleich mit gegründeten Trommler und Pfeifer gibt es allerdings nicht mehr als Abteilung... und die Fußballer sind bis heute nicht über die Freitagabendfreizeit- und Altherrenligen hinausgekommen.
Das Spiel ging weiter und Frankleben nahm sich jetzt etwas zurück, während Klostermansfeld besser in Aktion trat. Doch das Endergebnis von 29:12 war wieder sehr deutlich.
Dass es danach bei den Männern nicht so zugehen sollte, war uns schon klar.
Erst einmal die 3€ entrichten und dann auf die schlechteren Plätze hinter dem Tor verwiesen werden. Die Halle ist wirklich scheiße in Frankleben! Das Spiel war es keineswegs. Frankleben konnte bis zum zweiten Drittel der ersten Hälfte einen beachtlichen Vorsprung herausholen. Immer wieder waren sie mit mehreren Toren in Front: 4-1, 6-3, schließlich 13-8, doch dann machte Glinde fünf Tore am Stück während Frankleben ohne Ende Torchancen versemmelte. 13:13 der Pausenstand und nach der Pause keine Besserung. Zwar wurden die Laufduelle und Wurfkreisrangelei immer besser, doch die Frankleber Angriffsformation nicht. Glinde ging schließlich in Führung. 13:14, 13:16, 20:22. In den letzten fünf Minuten glich Friesen aus. 23:23.
Dann eine Zweiminutenstrafe für Frankleben, doch sie trafen zum 24:23. In der letzten Minuten dann der erneute Ausgleich für Glinde II, obwohl nun mittlerweile diese in Unterzahl spielten. Holzapfel, der heute mit Recht aufgrund seiner Eigensinnigkeit und Abschlussschwäche - 8 Tore hin oder her, der ist sonst besser! - in der Kritik stand, mit einem Heber über den Torwart. Latte! Zum nunmehr fünften Mal in den letzten drei Minuten für Frankleben. Der Tempogegenstoß war allerdings nicht erfolgreich, sodass es wenigstens beim eigentlich aber enttäuschenden 24:24 blieb.
Nach diesem spannenden Spiel fuhren wir im leichten Regen heimwärts. Respekt den beiden Mannschaften und auch Respekt den Fans, die immer wieder mit einfachen Sprechchören und Klatschrhythmen für erstaunlich gute Stimmung sorgten.
Fotos:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081206abc%20Handball%20in%20Frankleben/
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anstoßzeit 12.00
1. Stadtliga (10. Liga, 6. Amateurliga)
*Ausfall wegen leichtem Regen*
Friesen Frankleben C 35:11 TuS Dieskau C
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anwurfzeit 12.30
Männliche Jugend B, Kreis (2. Liga)
Ergebnis: 35:11 nach 50 Min. (25/25) - Halbzeit 15:3
Tore: ???
Verwarnungen: 4:0 Strafminuten
Platzverweise: keine
Halle: Harry-Kaßler-Halle (Kap. 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 25 (10 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (ordentlich)
Friesen Frankleben B 29:12 BSV Klostermansfeld B
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anwurfzeit 14.00
Männliche Jugend B, Land (2. Liga)
Ergebnis: 29:12 nach 50 Min. (25/25) - Halbzeit 17:3
Tore: ???
Verwarnungen: 6:6 Strafminuten
Platzverweise: keine
Halle: Harry-Kaßler-Halle (Kap. 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (keine Gästefans)
Spielqualität: 5,5/10 (ganz OK)
Friesen Frankleben 24:24 Eintracht Glinde II
Samstag, 6.Dezember 2008 - Anwurfzeit 16.30
Oberliga (4. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 24:24 nach 60 Min. (30/30) - Halbzeit 13:13
Tore Frankleben: Holzapfel und Schindler je 8, Berg und Waßner je 3, Graßmeyer 2, Küster 1
Tore Glinde II: ?
Verwarnungen: 6:18 Strafminuten
Platzverweise: 3x2 Minuten für die 11 von Glinde
Halle: Harry-Kaßler-Halle (Kap. 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 120 (keine Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (gut)
Ground Nr. 269 (kein neuer Ground; diese Saison: 39 neue)
Sportveranstaltung Nr. 715 (diese Saison: 82)
Tageskilometer: 45 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 9.765 (5.380 Auto, 2.260 Bahn, 2.225 Fahrrad)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 123
Wenigstens spielte man in Frankleben Handball. Die ersten beiden Spiele verpassten wir zwar, aber nach fünf Spielminuten des C-Jugendspiels zwischen Friesen Frankleben und TuS Dieskau kamen wir in die Halle. Es stand tatsächlich noch 0:0, doch der nächste Wurf auf den Hänfling im Dieskauer Tor saß. So sollte es auch weitergehen. Beim Stande von 15:3 zur Pause war wohl klar, dass Frankleben hier siegreich sein würde. Die zumeist auch körperlich überlegenen Frankleber trafen nach Belieben, während Dieskau kaum einen Ball aufs Tor brachte.
In der zweiten Halbzeit sah es nicht mehr ganz so schlimm aus, da Dieskau jetzt etwas besser mithielt, doch mehr als 11 Tore waren nicht drin und dann dabei auch noch 35 Tore kassiert zu haben, ist schon heftig. Jugendhandball halt...
Wir gingen ein paar Würstchen essen und ließen uns dann weiter von der unterbelichteten Dorfjugend auf der Tribüne beglotzen.
Das nächste Spiel war eines der B-Jugend. Gegner von Frankleben war Klostermansfeld. Auch da zeigte sich schnell, dass nichts zu holen war für die Gäste obwohl diese nach sechs Minuten gerade einmal 5:2 hinten lagen und die Torfolge bis dahin 0:1, 1:1, 1:2, 2:2 war. Bei Pause stand es einfach mal 17:3. Selbige nutzte dann die komische Zuschauerin um uns wegen dem Fotografieren und Statistikführen anzusprechen: „Na, was macht den ihr da Schönes?“ - „Na Handball gucken!“ Kurz darauf sprach uns allerdings mal jemand vernünftiges an, der schon einmal Menschen gesehen hat, die nicht aus Frankleben kommend den Weg in die winzige, schlecht beleuchtete und zugige Halle finden: der Vereinspräsident und Kreissportbundvizevorsitzende Jürgen Pohle. Der schenkte uns sogar ein Jubiläumsheft vom Verein, der letztes Jahr sage und schreibe 120 Jahre alt wurde. Handball wird dort immerhin schon seit nun mehr 90 Jahren gespielt. Die neben den Turnern gleich mit gegründeten Trommler und Pfeifer gibt es allerdings nicht mehr als Abteilung... und die Fußballer sind bis heute nicht über die Freitagabendfreizeit- und Altherrenligen hinausgekommen.
Das Spiel ging weiter und Frankleben nahm sich jetzt etwas zurück, während Klostermansfeld besser in Aktion trat. Doch das Endergebnis von 29:12 war wieder sehr deutlich.
Dass es danach bei den Männern nicht so zugehen sollte, war uns schon klar.
Erst einmal die 3€ entrichten und dann auf die schlechteren Plätze hinter dem Tor verwiesen werden. Die Halle ist wirklich scheiße in Frankleben! Das Spiel war es keineswegs. Frankleben konnte bis zum zweiten Drittel der ersten Hälfte einen beachtlichen Vorsprung herausholen. Immer wieder waren sie mit mehreren Toren in Front: 4-1, 6-3, schließlich 13-8, doch dann machte Glinde fünf Tore am Stück während Frankleben ohne Ende Torchancen versemmelte. 13:13 der Pausenstand und nach der Pause keine Besserung. Zwar wurden die Laufduelle und Wurfkreisrangelei immer besser, doch die Frankleber Angriffsformation nicht. Glinde ging schließlich in Führung. 13:14, 13:16, 20:22. In den letzten fünf Minuten glich Friesen aus. 23:23.
Dann eine Zweiminutenstrafe für Frankleben, doch sie trafen zum 24:23. In der letzten Minuten dann der erneute Ausgleich für Glinde II, obwohl nun mittlerweile diese in Unterzahl spielten. Holzapfel, der heute mit Recht aufgrund seiner Eigensinnigkeit und Abschlussschwäche - 8 Tore hin oder her, der ist sonst besser! - in der Kritik stand, mit einem Heber über den Torwart. Latte! Zum nunmehr fünften Mal in den letzten drei Minuten für Frankleben. Der Tempogegenstoß war allerdings nicht erfolgreich, sodass es wenigstens beim eigentlich aber enttäuschenden 24:24 blieb.
Nach diesem spannenden Spiel fuhren wir im leichten Regen heimwärts. Respekt den beiden Mannschaften und auch Respekt den Fans, die immer wieder mit einfachen Sprechchören und Klatschrhythmen für erstaunlich gute Stimmung sorgten.
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