SV Arendsee 1920 |
0 : 3 (0:1) |
S.V. Engersen 1921 |
- Datum: Samstag, 9. Mai 2026 – Beginn: 14.00 - Tore: 0-1 36. Mustafa Rahimi, 0-2 56. Christian Oelicker (Eigentor), 0-3 61. Sayed Osman Sadat - Verwarnungen: 2x Arendsee, 3x Engersen - Platzverweise: keine - Austragungsort: Stadion Arendsee (Kap. 1.000, davon 400 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Eigentlich ein echt gutes Ausflugsziel für meine Freundin und mich: Einmal um den Arendsee, den größten und tiefsten der Altmark, herum und dann ein Spiel des SV Arendsee in deren Stadion. Es hat sich auch gelohnt und v.a. der See hat ihr gut gefallen, aber nach Wiederholung schrie das leider nicht. Arendsee liegt zwar noch gerade in Sachsen-Anhalt, unweit der nördlichen Grenze zu Niedersachsen, aber ich dachte, ich sei an der Ostsee gelandet. Es ist schwer, kostenfreie und unbeschränkte Parkplätze zu finden (5 Stück oberhalb des Klosters und etwa ebenso viele neben dem Friedhof, sonst im ganzen Ort Abzocke). Das Kloster mit Kirche, Ruinen und einem kleinen Heimatmuseum war schon sehenswert, aber nicht für 5€. 3€ Eintritt in der 2. Altmarkliga, der 10. aber schon untersten Spielklasse, eine absolute Frechheit. Die Gaststätten im Ort so teuer, dass ich gar nicht wissen will, wie viel hier Unterkünfte kosten… Wir umrundeten den See einmal, da Beryl joggen wollte (an ihrem Fahrrad war der Schaltzug defekt und auch in Wolfsburg wird man da wochenlang von den Werkstätten vertröstet) und ich rollte mit meinem Rad nebenher. Landschaftlich schön, paar nette Holz- und Fachwerkhäuser auch in den Wohnplätzen außerhalb des Kurorts Arendsee, im Ortskern viele Fachwerk-Bürgerhäuser. Also wie gesagt: Schon eine besuchenswerte Ecke, aber einfach zu teuer und auf Touristenabzocke ausgelegt. |
Da es nur wenige Vereinsparkplätze am Stadion gibt und die nächsten Parkplätze zum Stadion sehr teuer sind, kommen hier enorm viele Zuschauer mit dem Rad. Das Stadion ist ganz ansehnlich: vierreihige Steintribüne mit Holzbänken, drumherum Nadelwald, schönes Vereinsheim, auch ganz guter Zuschauerzuspruch. Dass hier Touristen als Neutrale zum Spiel kommen, schien ungewöhnlich. Ein sehr freundlicher Ordner bedankte sich sogar für unseren Besuch und verabschiedete uns handschläglich. Vielleicht wollte er auch das schlechte Bild relativieren, dass man vom SV Arendsee unweigerlich gewinnen musste bei diesem Rotz, der da gekickt wurde. Und ständig pöbelten Jung und Alt gegen den Gast. Das auf wirklich grauenhaftem Niveau geführte Spiel sah zum Glück drei Tore für Engersen. Zwei der Ausländer netzten gut ein, außerdem ein Eigentor per liegendem Kopfball - passend zu der sonstigen Ballmisshandlung bei beiden Seiten… Trotzdem natürlich immer dumme Kommentare von Heimfans, die immer wieder unter dem Niveau das ich von meinen Vereinen Leuna und Weferlingen gewohnt bin, und in das ich dort auch einstimme, lag. Engersen war doch sehr fair oder fürchtete die Eskalation; aber ich hätte eine Bemerkung zur “nicht reinrassigen Abkunft” der Gastmannschaft seitens Heimfans als Engerser mal hinterfragt, ob der 30er von Arendsee wirklich einen Ariernachweis hat oder nicht… Gegen Ende traute sich ein Gästespieler aber doch mal einen originellen Spruch zu machen: Nach grobem Gerumpel in der Abwehr eine aussichtsreiche Schussposition für Engersen, aber 12 Meter vorm Tor 10 Meter rechts über den Winkel geballert. Gejohle, ein Arendseer Fan grölt “über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein”. Engerser Spieler: “Kannste mal den Spielstand so schön singen?” Wegen solcher Szenen am Rande und den drei Toren war das Spiel dann doch kein totaler Reinfall, aber in drei Jahren drei Mal diese Liga besucht und drei Mal Schrott; ein Spiel schlechter als das andere und auch ungewöhnlich wenige Tore für so eine Spielklasse. 2. Altmarkliga kannste dir echt nicht angucken… Trotz meiner kritischen Bemerkungen fanden wir beide den Ausflug gelungen und keinen Missgriff, ich würde auch nicht von einem Besuch in Arendsee abraten - aber ob man sich einen, mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dieser Liga, einfach miesen Kick für 3€ angucken will und ob einem ein höchstens mittelgroßes Kloster 5€ Eintritt wert ist, kann ja jeder selber vorher für sich ausmachen. In Weferlingen bekommt man aber für 3€ ein weitaus besseres Niveau mit im Schnitt doppelt so vielen Treffern geboten und auch wenn die Kombikarte mittlerweile 13€ kostet, sie ist für Dom und Schloss Merseburg besser angelegt, als 5€ fürs Kloster Arendsee… |
Statistik: - Grounds: 3.984 (1; diese Saison: 141 neue) - Sportveranstaltungen: 5.628 (1; diese Saison: 202) - Tourkilometer: 200km Auto - Saisonkilometer: 77.820 (50.190 Flugzeug / 24.990 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.580 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40 [letzte Serie: 73, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 280 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Montag, 11. Mai 2026
Sonntag, 18. Mai 2025
W3.0229III: Aufstiegskampf in der Altmark
MTV 1880 Beetzendorf |
3 : 2 (3:0) |
TSV 1919 Kusey |
-
Datum: Samstag, 17. Mai 2025 – Beginn: 15.00 -
Tore: 1-0 20. Panhey, 2-0 30. Eder, 3-0 36. Funk, 3-1 64. Armgart
(Foulelfmeter), 3-2 90. Armgart (Foulelfmeter) -
Verwarnungen: Wittenberg, Schulz, Langenbeck, Meyer (MTV); Armgart, Schulze
(TSV) -
Platzverweise: Schulz vom MTV (59. Min. Rot wg. groben Foulspiels) - Austragungsort:
Sportplatz Beetzendorf (Kap. 2.100, davon 100 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Genau 100 Kilometer waren das mit dem Rad nach Beetzendorf in der
Altmark und wieder zurück. Diesmal zwar viel Wind, zum Ende mal Regen – aber anders als beim letzten Mal kein überfrierender Nebel oder Temperaturen unter null... Der Sportplatz liegt neben der Sporthalle, wobei die Tribüne mit
der einen Reihe Holzbänke in die Halle integriert ist. Es gibt auf den
anderen drei Seiten jeweils Graswälle ohne Ausbauten. Ums Spielfeld herum
liegt eine Laufbahn. Das Umfeld des Platzes ist typisch kleinstädtisch. Wer
was anderes als Bratwurst will, kann nebenan zum überteuerten und schlecht
sortierten NP, wenn nicht gerade ein Sonntagsspiel ist. Die Google-Rezensionen
zum NP sind zwar wohl oft nicht ernst zu nehmen, aber kann ich mir lebhaft
vorstellen, dass da ein Mitarbeiter wie beschrieben einem Kunden den
Mittelfinger gezeigt hat... Solche Emotionen gab es bei diesem interessanten Spiel natürlich
auch, denn der Zweite traf auf den Ersten. Auch der Dritte (Langenapel) hat
noch Aufstiegschancen. Etwa 200 Zuschauer, darunter einige hinter eine
Ultrafahne stehende und viel anfeuernde Beetzendorfer, waren gekommen. Die
Ultras gaben originelle Weisheiten wie „Von Jübar bis nach Istanbul, von
Jahrstedt bis Athen, der große MTV wird niemals untergehen“ zum Besten. Tatsächlich brachte der MTV Beetzendorf auch eine großartige
Leistung. Nach 20 Minuten ein Flugkopfball in den Winkel, nach über eine
halben Stunde mit zwei weiteren Toren die vermeintliche Entscheidung. Doch
nach der Pause kam auch mal vom Noch-Tabellenführer Kusey was. Nach einer
Stunde zudem im ruppiger werdenden Spiel ein grobes Foul und der Gastgeber nur
noch zu zehnt. Kurz darauf auch noch ein Foul des Torwarts am Stürmer und
Elfmeter für Kusey. Sicher verwandelt. In der Schlussminute noch mal Foul vom
Torwart an einem Kuseyer Stürmer und wieder Elfmeter. Glück für diesen
Holzhacker im Tor, dass da nicht mehr als das 3:2 passierte... So bringt sich Beetzendorf jedenfalls auf Platz 1, der zum
angepeilten Aufstieg in die Landesklasse 1 berechtigen würde! |
Statistik: - Grounds: 3.800 (1; diese Saison: 161 neue) - Sportveranstaltungen: 5.349 (1; diese Saison: 224) - Tourkilometer: 100 (100km Rad) - Saisonkilometer: 92.720 (53.460 Flugzeug/ 35.960 Auto, davon
13.700 Mietwagen/ 3.070 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie:
22, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 229 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020] |
Montag, 17. Februar 2025
W3.0216I-III: Drei Testspiele in der winterlichen Altmark
Bebertaler SV 1931 |
5 : 2 (3:1) |
TuS Siegfried 09 Wahrburg |
-
Datum: Freitag, 14. Februar 2025 – Beginn: 19.00 -
Tore: 1-0 2. Geiter, 1-1 10. Nr. 7, 2-1 15. Geiter, 3-1 20. Hasche, 4-1 45.
Rohde, 4-2 56. Nr. 16, 5-2 61. Rohde - Verwarnungen:
keine -
Platzverweise: keine - Austragungsort: Kunstrasenplatz der Landessportschule Osterburg
(Kap. 300 Stehplätze) |
TuS Schwarz-Weiß Bismark II |
2 : 1 (1:0) |
MTV Weferlingen 1881 |
-
Datum: Samstag, 15. Februar 2025 – Beginn: 13.30 -
Tore: 1-0 21. Kujawski, 2-0 68. Damker, 2-1 80. Burian - Verwarnungen:
keine -
Platzverweise: keine - Austragungsort: Kunstrasenplatz Letzlingen (Kap. 640, davon 40
Sitzplätze) |
SG 1895 Pretzier / SV Eintracht Chüden 1963 |
5 : 2 (2:1) |
SV Lemgow-Dangenstorf 1972 II / TuS Woltersdorf 1962 II |
-
Datum: Sonntag, 16. Februar 2025 – Beginn: 14.00 -
Tore: 0-1 23. Mertinat, 1-1 28. Woltersdorf, 2-1 45. Ehmke, 3-1 54. Ehmke,
4-1 56. Walter, 4-2 67. Mertinat, 5-2 81. Schulz - Verwarnungen:
keine -
Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportplatz Pretzier (Kap. 1.000 Stehplätze) |
Photos with English commentary: a)
Friendly Match in Osterburg: Bebertal vs. Wahrburg b)
Friendly Match in Letzlingen: Bismark Res. vs. Weferlingen c)
Friendly Match in Pretzier: Pretzier / Chüden vs. Lemgow-Dangenstorf/ Woltersdorf Res. |
Ich hatte Donnerstag das Auto zur Inspektion zum Händler in
Stendal gebracht. Freitag holte ich es wieder ab. Auf dem Rückweg fand sich
dieses interessante Testspiel auf dem Kunstrasen der Landessportschule
Osterburg. Mit dem letzten Licht machte ich ein paar Fotos vom verschneiten
Platz – von den drei Plätzen der unattraktivste der Sportschule. Ich ging
dann zu Fuß in die Innenstadt Pizza essen und war rechtzeitig vorm Spiel
wieder am Platz. Von den Leuten an den Wechselbänken konnte ich nur je eine
Person ausmachen, die keine Funktion begleitete und somit als Zuschauer zu
zählen war. Ich war der dritte – leider interessierte das Spiel echt keine
Sau... Dafür brach der Klassentiefere aus der Börde gleich nach zwei
Minuten erfolgreich durch. Die Altmärker glichen nach zehn Minuten aus. Nach
20 stand es schon 3:1 für Bebertal. Nach etwas über einer halben Stunde wurde
abgepfiffen. Nach dem Seitenwechsel hieß es nach einer Viertelstunde etwas
verhaltenerem Spiel 4:1. Wahrburg kam noch mal heran, doch Siegfried blieb
sieglos, da Bebertal noch mal die Abwehr überrannte und trotz hohem Tempo
überlegt am Torwart vorbeischob zum 5:2. Nach insgesamt 65 Minuten wurde
abgepfiffen und auf ein drittes Drittel verzichtet. Der deutliche Sieg des
vermeintlichen Underdogs überraschte mich nicht so sehr, v.a. nach dem
Pokalspiel letztes Wochenende: Viele Landesklassemannschaften sind eben
keineswegs besser als die besseren Bördeoberligisten oder sogar
Bördeligisten. |
Das war nur der Auftakt in eine Serie von Testspielen in der Altmark. Aufgrund leichten Schnees
und Temperaturen knapp unter null Grad, haben sich wieder einmal einige Gemeinden
wie z. B. Magdedorf nicht entblödet, Generalabsagen für den Fußball zu
verhängen. Andere Gemeinden erlaubten nur die Nutzung von Kunstrasenplätzen
am gesamten Wochenende – auch dem wie vorhergesagt schneefreien Sonntag, an
dem man auch nicht geschmolzenen Schnee hätte räumen können. Arnstedt z. B. war
am Samstag nicht fähig, das Landesligaspiel gegen Leuna auszutragen – am Ende
wurde wegen der vielen, vielfach überhaupt nicht nachvollziehbaren Ausfälle
sogar der ganze Spieltag verlegt, sodass ich am Samstag stattdessen nach
Letzlingen fuhr. Normalerweise hätte ich das mit dem Rad gemacht, ich konnte
mir aber nicht sicher sein, dass auch gespielt wird. Es hatte ja leicht
geschneit. Der Nebenplatz dort war zur Überraschung aller Anwesenden noch
vom Freitagabendspiel von Letzlingen/Potzehne beräumt. Er hat natürlich einen
Kunstrasenbelag, ein paar Sitze und Bänke und ist auf drei Seiten von
Nadelbäumen umgeben. Die einzigen Letzlinger, die dem Spiel folgten, hatten
auch noch – wie sie mir erklärten – durch ihre Tätigkeit einen großen Anteil
an der Errichtung des Platzes. Zunehmend vermieten solche Vereine diese
Plätze auch im Winter, sodass sich heute zwei Mannschaften mit je 30 bzw. 40
km Anfahrtsweg hier maßen. Mich interessierte die Partie, weil der MTV Weferlingen dort auf
den eine Liga höher spielenden TuS Schwarz-Weiß Bismarck II traf. Beide
Mannschaften brauchten eine Weile, ehe sie in Fahrt kamen, dann war aber der
Klassenhöhere gefährlicher und ging mit einem toll volley genommenen Schuss
an den Innenpfosten 1:0 in Führung. In Hälfte zwei zeigte sich Weferlingen
deutlich stärker, vergab aber diverse Chancen. Mit einem Konter fingen sie
sich das 2:0 und konnten am Ende nur in der Schlussphase einen Ehrentreffer
erzielen. Erneut aber ein gutes Spiel von Weferlingen. Nicht nur, weil
Weferlingen meist gut spielt, sondern auch weil sie recht viele Fans auswärts
mitbringen – auch heute typisch: saukalt, Testspiel, daher kaum Zuschauer,
aber wenigstens deutlich mehr Fans als Bismark mitgebracht, die mehr als 10
Kilometer kürzer fahren mussten – werde ich noch einige Spiele vom Verein aus
meinem neuen Wohnort in der Rückrunde anschauen! Nach dem Spiel lief ich noch durch Letztlingen, über den recht
kahlen Markt zum sehr sehenswerten Schloss mit angrenzender Kirche und
weiteren historischen Gebäuden. Ein Besuch des Dorfes lohnt sich wirklich! |
Sonntag schließlich, sind in ganz Sachsen-Anhalt vielleicht fünf
Fußballspiele ausgetragen worden, in Niedersachsen sah es fußballmäßig genauso
scheiße aus – ich suchte das nächstgelegene aus: 69 km einfache Fahrt
entfernt. Also wieder keine Radtour. Aber ich hatte halt dieses Wochenende
keine Lust auf Handball, Volleyball etc., da kein interessantes oder
überhaupt kein Spiel meiner bevorzugten Teams in allen Hallensportarten an stand
und kein interessanter Ground rief. Die nächstgelegenen Handballspiele waren
z. B. Dritte Mannschaften in Süplingen oder Junioren in Helmstedt. Na ja, wie oben zu lesen ist, ging es nach Pretzier, einem
kleinen Dorf östlich von Salzwedel. Typische altmärkische Bebauung, die
Kirche nicht sonderlich schön. Im deutlich kleineren Nachbarort Stappenbeck
steht ein viel schöneres Exemplar, altmarktypisch aus Feldsteinen errichtet. Dafür
hat Pretzier ein besonders schönes Gefallenendenkmal und auch einen ganz
ansehnlichen Fußballplatz. Zwar völlig ausbautenlos, aber kleines
Sportlerheim, massive Reling, kleine Wälle und gewaltige Bäume. Der Platz
liegt weiter außerhalb des Dorfes. Die letzten fünf Amateurspiele, die ich besucht hatte, fanden
alle auf neutralem Platz wegen Kunstrasenbelags statt. Bei knapp über null
Grad war dieser Rasen aber schneefrei und einwandfrei bespielbar – uneben ist
der ja immer... Einfach nur geisteskrank, dass da überhaupt Spiele
ausgefallen sind in der Region – es hat ja außer diesem Spiel in Pretzier im
Umkreis von 100 Kilometern kaum eines stattgefunden, obwohl eine hohe
zweistellige bis sogar dreistellige Zahl an Partien geplant war. Bei erneut freiem Eintritt erschienen immerhin 50 bis 60
Zuschauer, auch ein paar Gäste aus dem niedersächsischen Wendland. Die Gäste
von jenseits der ehemaligen Grenze wurden gleich hinten reingedrängt. Gegen den
Spielverlauf eröffneten sie aber den Torreigen. Vor der Pause konnte
Pretzier/ Chüden jedoch noch die Partie drehen: eine 30-Meter-Bogenlampe und
ein überlegter Abschluss gegen die Laufrichtung von der Strafraumgrenze und
schon stand es 2-1 für den Tabellenführer der untersten Liga in Altmark West.
Nach der Pause zogen die Gastgeber bis auf 4:1 davon, nachdem der Gast
verkürzte, hieß es am Ende 5:2. Kuriose Randnotiz: Beim Gast handelte es sich
ja um eine Spielgemeinschaft von Lemgow-Dangenstorf und Woltersdorf – die Bogenlampe
zum Ausgleich für Pretzier erzielte ausgerechnet der Sportfreund mit dem
Nachnamen Woltersdorf... |
Statistik: - Grounds: 3.774 (Fr 1, Sa 1, So 1; diese Saison: 114 neue) - Sportveranstaltungen: 5.293 (Fr 1, Sa 1, So 1; diese Saison: 168) - Tourkilometer: 480 km (Fr 260 km Auto, Sa 80km Auto, So 140km
Auto) - Saisonkilometer: 51.540
(25.060 Flugzeug/ 24.370 Auto, davon 8.500 Mietwagen/ 1.970 Fahrrad/ 140 Bus,
Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte
Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 216 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
Donnerstag, 17. Oktober 2024
W3.0198III: Zwei Spiele in der Altmark – eines schlechter als das andere
SV Eintracht
Wittenmoor |
0 : 0 (0:0) |
SV Eintracht
Lüderitz II |
-
Datum: Sonntag, 13. Oktober 2024 – Beginn: 14.00 - Tore: keine - Verwarnungen: 1x Wittenmoor, 1x Lüderitz - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Wittenmoor (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 1,0/10 |
SSV 80 Gardelegen
(II. C-Jugend) |
0 : 2 (0:1) |
SV Arendsee
1920 (C-Jugend) |
-
Datum: Sonntag, 13. Oktober 2024 – Beginn: 11.00 - Tore: 0-1 17. Richter, 0-2 65. Wolf - Verwarnungen: 2x Gardelegen - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportanlage Rieselwiese, Nebenplatz 2 (Kap. 300, davon 40 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 2,0/10 |
Photos with English commentary: a) 11th Division: Wittenmoor vs. Lüderitz Res. |
Sonntag verdoppelte ich die Raddistanz. Über Rätzlingen und
Miesterhorst ging es nach Gardelegen. Da fand ich auch mal wieder neue
Fotomotive. Der drittgrößte Ort der Altmark ist schon sehr sehenswert! Nach dem Spiel dort fuhr ich über Kloster Neuendorf und Uchtspringe
nach Vollenschier, wo im Nichts plötzlich ein stattliches, aber teils
zerfallenes Gut mit Kirche erscheint. In Wittenmoor schaute ich vorm Spiel natürlich
auch zur recht großen Kirche und mal an das kleine Fenn bzw. Moor, das dem
Ort den Namen gibt. |
Spiel 1 fand wie gewünscht auf einem der Nebenplätze statt (den
Hauptplatz hatte ich schon, da kann man auch echt besseres als C-Jugend
gucken). Es wurde sogar auf dem abseitig gelegenen zweiten Nebenplatz
gespielt, der allerdings nur wegen der Mauer mit den Graffiti und den davor
platzierten Bänken erwähnenswert ist. Das Spiel war auf ausgesprochen schwachem Niveau, von Gardelegen
II kam so gut wie gar nichts, während bei Arendsee ab und an etwas zusammenlief
und somit auch ein verdienter 0:2 Sieg zu Buche steht. |
Noch schlimmer war leider das Spiel der Männerkreisklasse
zwischen Wittenmoor und dem Nachbardorf Lüderitz (zweite Mannschaft). Die
beiden Eintrachten stümperten auf dem idyllisch aber unspektakulär gelegenen
und teils von Pappeln umgebenen Platz in Wittenmoor einen Schrott zusammen –
es war einfach grauenhaft und das hat nichts mit der niedrigen Spielklasse zu
tun. Kaum Torszenen und die wurden alle vergeben; in der Nachspielzeit
besonders symptomatisch, wie da ein Lüderitzer unkontrolliert aus fünf Metern
übers Tor schießt. Ein derartig beschissenes Spiel habe ich schon lange nicht
mehr gesehen – folgerichtig das erste 0:0 seit 82 Spielen. |
Passend dazu stark Gegen- und dann Seitenwind auf der Rückfahrt,
was ausgesprochen anstrengend war und mich eine gute Stunde mehr kostete. Die
Weichei-Variante wäre gewesen, in Uchtspringe in die Bahn zu steigen und in
Oebisfelde wieder aus, da hätte ich schräg von hinten Wind gen Weferlingen
gehabt, aber hätte mich ja ein Zugticket gekostet und weniger sportliche
Betätigung. Diese sportliche Betätigung ist auch der Grund, warum ich die
Spielbesuche heute nicht bereut habe. Manche Groundhopper jammern gerne rum,
wenn ihnen der Platz nicht gefallen hat oder das Spiel so scheiße war wie
heute Nachmittag und fragen sich dann, warum sie eigentlich diesem Hobby
nachgehen. Also ich kann das für meinen Teil sehr gut beantworten – da ist
das ein oder andere Mistspiel in einem Drecksstadion nachrangig. Man braucht
ja nur dem entgegensetzen, welche klasse Spiele ich gestern oder am vorherigen
Wochenende gesehen habe! Dennoch hoffe ich natürlich, dass es nächstes
Wochenende nicht gleich wieder nahtlos ineinander übergehend den nächsten
sportlichen Schrott mit 0:0 gibt – bei einer Tour nach Rostock ja leider
nicht ausgeschlossen... |
Statistik: - Grounds: 3.716 (2 neue; diese Saison:
56 neue) - Sportveranstaltungen: 5.217 (2; diese Saison: 92) - Tourkilometer: 120 (120km Rad) - Saisonkilometer: 11.540 (10.440 Auto, davon 0 Mietwagen/ 1.100
Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie:
82, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 198 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
Montag, 29. Juli 2024
W3.0187II: Testspiel quer durch Sachsen-Anhalt
Osterburger
Fußball Club 2001 II |
1 : 2 (1:1) |
SV Welbsleben
1949 / SV Eintracht Quenstedt 1946 |
-
Datum: Freitag, 27. Juli 2024 – Beginn: 19.30 - Tore: 0-1 32. Standke, 1-1 37. Sachse, 1-2 65. Standke - Verwarnungen: Nr. 5 von Welbsleben -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Landessportschule Sachsen-Anhalt, Rasenplatz 1 (Kap. 300 Stehplätze) -
Spielbewertung: 6,5/10 |
Photos with English commentary: |
Ich hatte einen Termin in Stendal. Nach 17 Uhr machte ich mich
von da gen Osterburg auf, wo ich mir die Altstadt mit einigen schönen
Fachwerkhäusern, Jugendstil, backsteingotischer Kirche u.a. anschaute. Ganz seltsam ist die Lage der Sportstätten. Es gibt den völlig
verfallenen Sportplatz Golle in der Ballerstedter Straße südwestlich der
Altstadt und einen versifften Kunstrasen mit drei massiven Stehstufen an den
Tennisanlagen, das sogenannte Sportzentrum Bleiche, nordöstlich der Altstadt.
|
Deutlich außerhalb wiederum, befindet sich die drei Plätze
umfassende Anlage der Landessportschule. Das ist die einzige Anlage im
Spielbetrieb in Osterburg. Es werden auch alle drei Plätze genutzt, am
wenigsten der untere Platz 3 bzw. Rasenplatz 1. Aber dieser ausbautenlose
Platz, den man am besten vom Wall zum Kunstrasen überblickt, wurde heute für
den Testkick zweier Kreisoberligisten bespielt. In einer guten Partie war der Mansfeld-Südharz-Oberligist
Welbsleben/ Quenstedt anfangs klar überlegen, ging aber nur 1:0 in Führung.
Kurz darauf der glückliche Ausgleich, nachdem Osterburg II aus der
Altmark-Ost-Oberliga aber das Spiel in den Griff bekam. Nach der Pause ausgeglichen,
ehe der Gast wieder in Führung ging. Am Ende ein verdienter 1:2 Sieg für die
Gäste, die über das Wochenende ein Trainingslager in der Landessportschule
machten. Die Orte liegen 150km auseinander, quer durch Sachsen-Anhalt. |
Statistik: - Grounds: 3.671 (1 neuer; diese Saison:
11 neue) - Sportveranstaltungen: 5.142 (1; diese Saison: 16) - Tourkilometer: 290 (290km Auto) - Saisonkilometer: 1.440 (1.080 Auto, davon 0 Mietwagen/ 360
Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 25 [letzte
Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 187 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
















