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Montag, 11. Mai 2026

W3.0280I: Rund um den Arendsee

SV Arendsee 1920

0 : 3 (0:1)

S.V. Engersen 1921

- Datum: Samstag, 9. Mai 2026 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 2. Altmark West Liga (10. und unterste Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 94 (48/46) Minuten - Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 36. Mustafa Rahimi, 0-2 56. Christian Oelicker (Eigentor), 0-3 61. Sayed Osman Sadat

- Verwarnungen: 2x Arendsee, 3x Engersen

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion Arendsee (Kap. 1.000, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon Zahlende: 68, Gästefans: mind. 12)
- Spielbewertung: 2,5/10

Arendsee

Photos with English commentary:

  1. Amateur Football in the Altmark Region: Arendsee vs. Engersen

  2. Sightseeing around Lake Arendsee in Saxony-Anhalt 

Eigentlich ein echt gutes Ausflugsziel für meine Freundin und mich: Einmal um den Arendsee, den größten und tiefsten der Altmark, herum und dann ein Spiel des SV Arendsee in deren Stadion. Es hat sich auch gelohnt und v.a. der See hat ihr gut gefallen, aber nach Wiederholung schrie das leider nicht. Arendsee liegt zwar noch gerade in Sachsen-Anhalt, unweit der nördlichen Grenze zu Niedersachsen, aber ich dachte, ich sei an der Ostsee gelandet. Es ist schwer, kostenfreie und unbeschränkte Parkplätze zu finden (5 Stück oberhalb des Klosters und etwa ebenso viele neben dem Friedhof, sonst im ganzen Ort Abzocke). Das Kloster mit Kirche, Ruinen und einem kleinen Heimatmuseum war schon sehenswert, aber nicht für 5€. 3€ Eintritt in der 2. Altmarkliga, der 10. aber schon untersten Spielklasse, eine absolute Frechheit. Die Gaststätten im Ort so teuer, dass ich gar nicht wissen will, wie viel hier Unterkünfte kosten…

Wir umrundeten den See einmal, da Beryl joggen wollte (an ihrem Fahrrad war der Schaltzug defekt und auch in Wolfsburg wird man da wochenlang von den Werkstätten vertröstet) und ich rollte mit meinem Rad nebenher. Landschaftlich schön, paar nette Holz- und Fachwerkhäuser auch in den Wohnplätzen außerhalb des Kurorts Arendsee, im Ortskern viele Fachwerk-Bürgerhäuser. Also wie gesagt: Schon eine besuchenswerte Ecke, aber einfach zu teuer und auf Touristenabzocke ausgelegt.

SV Arendsee 1920 0:3 SV Engersen 1921

Da es nur wenige Vereinsparkplätze am Stadion gibt und die nächsten Parkplätze zum Stadion sehr teuer sind, kommen hier enorm viele Zuschauer mit dem Rad. Das Stadion ist ganz ansehnlich: vierreihige Steintribüne mit Holzbänken, drumherum Nadelwald, schönes Vereinsheim, auch ganz guter Zuschauerzuspruch. Dass hier Touristen als Neutrale zum Spiel kommen, schien ungewöhnlich. Ein sehr freundlicher Ordner bedankte sich sogar für unseren Besuch und verabschiedete uns handschläglich. Vielleicht wollte er auch das schlechte Bild relativieren, dass man vom SV Arendsee unweigerlich gewinnen musste bei diesem Rotz, der da gekickt wurde. Und ständig pöbelten Jung und Alt gegen den Gast. Das auf wirklich grauenhaftem Niveau geführte Spiel sah zum Glück drei Tore für Engersen. Zwei der Ausländer netzten gut ein, außerdem ein Eigentor per liegendem Kopfball - passend zu der sonstigen Ballmisshandlung bei beiden Seiten… Trotzdem natürlich immer dumme Kommentare von Heimfans, die immer wieder unter dem Niveau das ich von meinen Vereinen Leuna und Weferlingen gewohnt bin, und in das ich dort auch einstimme, lag. Engersen war doch sehr fair oder fürchtete die Eskalation; aber ich hätte eine Bemerkung zur “nicht reinrassigen Abkunft” der Gastmannschaft seitens Heimfans als Engerser mal hinterfragt, ob der 30er von Arendsee wirklich einen Ariernachweis hat oder nicht… Gegen Ende traute sich ein Gästespieler aber doch mal einen originellen Spruch zu machen: Nach grobem Gerumpel in der Abwehr eine aussichtsreiche Schussposition für Engersen, aber 12 Meter vorm Tor 10 Meter rechts über den Winkel geballert. Gejohle, ein Arendseer Fan grölt “über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein”. Engerser Spieler: “Kannste mal den Spielstand so schön singen?”

Wegen solcher Szenen am Rande und den drei Toren war das Spiel dann doch kein totaler Reinfall, aber in drei Jahren drei Mal diese Liga besucht und drei Mal Schrott; ein Spiel schlechter als das andere und auch ungewöhnlich wenige Tore für so eine Spielklasse. 2. Altmarkliga kannste dir echt nicht angucken…

Trotz meiner kritischen Bemerkungen fanden wir beide den Ausflug gelungen und keinen Missgriff, ich würde auch nicht von einem Besuch in Arendsee abraten - aber ob man sich einen, mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dieser Liga, einfach miesen Kick für 3€ angucken will und ob einem ein höchstens mittelgroßes Kloster 5€ Eintritt wert ist, kann ja jeder selber vorher für sich ausmachen. In Weferlingen bekommt man aber für 3€ ein weitaus besseres Niveau mit im Schnitt doppelt so vielen Treffern geboten und auch wenn die Kombikarte mittlerweile 13€ kostet, sie ist für Dom und Schloss Merseburg besser angelegt, als 5€ fürs Kloster Arendsee…

SV Arendsee 1920 0:3 SV Engersen 1921

Statistik:

- Grounds: 3.984 (1; diese Saison: 141 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.628 (1; diese Saison: 202) 

- Tourkilometer: 200km Auto

- Saisonkilometer: 77.820 (50.190 Flugzeug / 24.990 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.580 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40 [letzte Serie: 73, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 280 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Sonntag, 18. Mai 2025

W3.0229III: Aufstiegskampf in der Altmark

MTV 1880 Beetzendorf

3 : 2 (3:0)

TSV 1919 Kusey

- Datum: Samstag, 17. Mai 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: 1. Altmark West Liga (9. Spielklasse, 4. Amateurebene)
- Ergebnis: 3-2 nach 96 (48/48) Minuten – Halbzeit: 3-0

- Tore: 1-0 20. Panhey, 2-0 30. Eder, 3-0 36. Funk, 3-1 64. Armgart (Foulelfmeter), 3-2 90. Armgart (Foulelfmeter)

- Verwarnungen: Wittenberg, Schulz, Langenbeck, Meyer (MTV); Armgart, Schulze (TSV)

- Platzverweise: Schulz vom MTV (59. Min. Rot wg. groben Foulspiels)

- Austragungsort: Sportplatz Beetzendorf (Kap. 2.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (Zahlende: 162, Gästefans: ca. 50)
- Spielbewertung: 7,0/10

MTV 1880 Beetzendorf 3:2 TSV 1919 Kusey

Photos with English commentary:

a) Altmark West Division 1: Beetzendorf vs. Kusey

b) Altmark: Beetzendorf (pictures taken earlier this year)

Genau 100 Kilometer waren das mit dem Rad nach Beetzendorf in der Altmark und wieder zurück. Diesmal zwar viel Wind, zum Ende mal Regen – aber anders als beim letzten Mal kein überfrierender Nebel oder Temperaturen unter null... 

Der Sportplatz liegt neben der Sporthalle, wobei die Tribüne mit der einen Reihe Holzbänke in die Halle integriert ist. Es gibt auf den anderen drei Seiten jeweils Graswälle ohne Ausbauten. Ums Spielfeld herum liegt eine Laufbahn. Das Umfeld des Platzes ist typisch kleinstädtisch. Wer was anderes als Bratwurst will, kann nebenan zum überteuerten und schlecht sortierten NP, wenn nicht gerade ein Sonntagsspiel ist. Die Google-Rezensionen zum NP sind zwar wohl oft nicht ernst zu nehmen, aber kann ich mir lebhaft vorstellen, dass da ein Mitarbeiter wie beschrieben einem Kunden den Mittelfinger gezeigt hat...

Solche Emotionen gab es bei diesem interessanten Spiel natürlich auch, denn der Zweite traf auf den Ersten. Auch der Dritte (Langenapel) hat noch Aufstiegschancen. Etwa 200 Zuschauer, darunter einige hinter eine Ultrafahne stehende und viel anfeuernde Beetzendorfer, waren gekommen. Die Ultras gaben originelle Weisheiten wie „Von Jübar bis nach Istanbul, von Jahrstedt bis Athen, der große MTV wird niemals untergehen“ zum Besten.

Tatsächlich brachte der MTV Beetzendorf auch eine großartige Leistung. Nach 20 Minuten ein Flugkopfball in den Winkel, nach über eine halben Stunde mit zwei weiteren Toren die vermeintliche Entscheidung. Doch nach der Pause kam auch mal vom Noch-Tabellenführer Kusey was. Nach einer Stunde zudem im ruppiger werdenden Spiel ein grobes Foul und der Gastgeber nur noch zu zehnt. Kurz darauf auch noch ein Foul des Torwarts am Stürmer und Elfmeter für Kusey. Sicher verwandelt. In der Schlussminute noch mal Foul vom Torwart an einem Kuseyer Stürmer und wieder Elfmeter. Glück für diesen Holzhacker im Tor, dass da nicht mehr als das 3:2 passierte...

So bringt sich Beetzendorf jedenfalls auf Platz 1, der zum angepeilten Aufstieg in die Landesklasse 1 berechtigen würde!

MTV 1880 Beetzendorf 3:2 TSV 1919 Kusey

Statistik:

- Grounds: 3.800 (1; diese Saison: 161 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.349 (1; diese Saison: 224)

- Tourkilometer: 100 (100km Rad)

- Saisonkilometer: 92.720 (53.460 Flugzeug/ 35.960 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 3.070 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 229 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Montag, 17. Februar 2025

W3.0216I-III: Drei Testspiele in der winterlichen Altmark

Bebertaler SV 1931

5 : 2 (3:1)

TuS Siegfried 09 Wahrburg

- Datum: Freitag, 14. Februar 2025 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel (Bördeoberliga; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 1; 8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-2 nach 65 (31/34) Minuten – Halbzeit: 3-1

- Tore: 1-0 2. Geiter, 1-1 10. Nr. 7, 2-1 15. Geiter, 3-1 20. Hasche, 4-1 45. Rohde, 4-2 56. Nr. 16, 5-2 61. Rohde

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine 

- Austragungsort: Kunstrasenplatz der Landessportschule Osterburg (Kap. 300 Stehplätze)
- Zuschauer: 3 (je ein Heimfan, ein Gästefan und ein Neutraler)
- Spielbewertung: 6,5/10

TuS Schwarz-Weiß Bismark II

2 : 1 (1:0)

MTV Weferlingen 1881

- Datum: Samstag, 15. Februar 2025 – Beginn: 13.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisoberliga Altmark Ost; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Bördeliga; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 21. Kujawski, 2-0 68. Damker, 2-1 80. Burian

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine 

- Austragungsort: Kunstrasenplatz Letzlingen (Kap. 640, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: 14 (2x Letzlingen, 4x Bismark, 8x Weferlingen)
- Spielbewertung: 6,5/10

SG 1895 Pretzier / SV Eintracht Chüden 1963

5 : 2 (2:1)

SV Lemgow-Dangenstorf 1972 II / TuS Woltersdorf 1962 II

- Datum: Sonntag, 16. Februar 2025 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel (2. Altmark West Liga; 10. und unterste Spielklasse, 5. Amateurliga gegen 3. Kreisklasse Heide-Wendland Ost; 11. Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-2 nach 92 (46/46) Minuten – Halbzeit: 2-1

- Tore: 0-1 23. Mertinat, 1-1 28. Woltersdorf, 2-1 45. Ehmke, 3-1 54. Ehmke, 4-1 56. Walter, 4-2 67. Mertinat, 5-2 81. Schulz

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine 

- Austragungsort: Sportplatz Pretzier (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 7 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10

Bebertaler SV 1931 5:2 TuS Siegfried 09 Wahrburg

Photos with English commentary:

a) Friendly Match in Osterburg: Bebertal vs. Wahrburg

b) Friendly Match in Letzlingen: Bismark Res. vs. Weferlingen

c) Friendly Match in Pretzier: Pretzier / Chüden vs. Lemgow-Dangenstorf/ Woltersdorf Res.

d) Altmark: Letzlingen, Pretzier, Stappenbeck

Ich hatte Donnerstag das Auto zur Inspektion zum Händler in Stendal gebracht. Freitag holte ich es wieder ab. Auf dem Rückweg fand sich dieses interessante Testspiel auf dem Kunstrasen der Landessportschule Osterburg. Mit dem letzten Licht machte ich ein paar Fotos vom verschneiten Platz – von den drei Plätzen der unattraktivste der Sportschule. Ich ging dann zu Fuß in die Innenstadt Pizza essen und war rechtzeitig vorm Spiel wieder am Platz. Von den Leuten an den Wechselbänken konnte ich nur je eine Person ausmachen, die keine Funktion begleitete und somit als Zuschauer zu zählen war. Ich war der dritte – leider interessierte das Spiel echt keine Sau...

Dafür brach der Klassentiefere aus der Börde gleich nach zwei Minuten erfolgreich durch. Die Altmärker glichen nach zehn Minuten aus. Nach 20 stand es schon 3:1 für Bebertal. Nach etwas über einer halben Stunde wurde abgepfiffen. Nach dem Seitenwechsel hieß es nach einer Viertelstunde etwas verhaltenerem Spiel 4:1. Wahrburg kam noch mal heran, doch Siegfried blieb sieglos, da Bebertal noch mal die Abwehr überrannte und trotz hohem Tempo überlegt am Torwart vorbeischob zum 5:2. Nach insgesamt 65 Minuten wurde abgepfiffen und auf ein drittes Drittel verzichtet. Der deutliche Sieg des vermeintlichen Underdogs überraschte mich nicht so sehr, v.a. nach dem Pokalspiel letztes Wochenende: Viele Landesklassemannschaften sind eben keineswegs besser als die besseren Bördeoberligisten oder sogar Bördeligisten.

TuS Schwarz-Weiß Bismark II 2:1 MTV Weferlingen 1881

Das war nur der Auftakt in eine Serie von Testspielen  in der Altmark. Aufgrund leichten Schnees und Temperaturen knapp unter null Grad, haben sich wieder einmal einige Gemeinden wie z. B. Magdedorf nicht entblödet, Generalabsagen für den Fußball zu verhängen. Andere Gemeinden erlaubten nur die Nutzung von Kunstrasenplätzen am gesamten Wochenende – auch dem wie vorhergesagt schneefreien Sonntag, an dem man auch nicht geschmolzenen Schnee hätte räumen können. Arnstedt z. B. war am Samstag nicht fähig, das Landesligaspiel gegen Leuna auszutragen – am Ende wurde wegen der vielen, vielfach überhaupt nicht nachvollziehbaren Ausfälle sogar der ganze Spieltag verlegt, sodass ich am Samstag stattdessen nach Letzlingen fuhr. Normalerweise hätte ich das mit dem Rad gemacht, ich konnte mir aber nicht sicher sein, dass auch gespielt wird. Es hatte ja leicht geschneit.

Der Nebenplatz dort war zur Überraschung aller Anwesenden noch vom Freitagabendspiel von Letzlingen/Potzehne beräumt. Er hat natürlich einen Kunstrasenbelag, ein paar Sitze und Bänke und ist auf drei Seiten von Nadelbäumen umgeben. Die einzigen Letzlinger, die dem Spiel folgten, hatten auch noch – wie sie mir erklärten – durch ihre Tätigkeit einen großen Anteil an der Errichtung des Platzes. Zunehmend vermieten solche Vereine diese Plätze auch im Winter, sodass sich heute zwei Mannschaften mit je 30 bzw. 40 km Anfahrtsweg hier maßen.

Mich interessierte die Partie, weil der MTV Weferlingen dort auf den eine Liga höher spielenden TuS Schwarz-Weiß Bismarck II traf. Beide Mannschaften brauchten eine Weile, ehe sie in Fahrt kamen, dann war aber der Klassenhöhere gefährlicher und ging mit einem toll volley genommenen Schuss an den Innenpfosten 1:0 in Führung. In Hälfte zwei zeigte sich Weferlingen deutlich stärker, vergab aber diverse Chancen. Mit einem Konter fingen sie sich das 2:0 und konnten am Ende nur in der Schlussphase einen Ehrentreffer erzielen. Erneut aber ein gutes Spiel von Weferlingen. Nicht nur, weil Weferlingen meist gut spielt, sondern auch weil sie recht viele Fans auswärts mitbringen – auch heute typisch: saukalt, Testspiel, daher kaum Zuschauer, aber wenigstens deutlich mehr Fans als Bismark mitgebracht, die mehr als 10 Kilometer kürzer fahren mussten – werde ich noch einige Spiele vom Verein aus meinem neuen Wohnort in der Rückrunde anschauen!

Nach dem Spiel lief ich noch durch Letztlingen, über den recht kahlen Markt zum sehr sehenswerten Schloss mit angrenzender Kirche und weiteren historischen Gebäuden. Ein Besuch des Dorfes lohnt sich wirklich!

SG Pretzier/ Chüden 5:2 SG Lemgow-Dangenstorf II/ Woltersdorf II

Sonntag schließlich, sind in ganz Sachsen-Anhalt vielleicht fünf Fußballspiele ausgetragen worden, in Niedersachsen sah es fußballmäßig genauso scheiße aus – ich suchte das nächstgelegene aus: 69 km einfache Fahrt entfernt. Also wieder keine Radtour. Aber ich hatte halt dieses Wochenende keine Lust auf Handball, Volleyball etc., da kein interessantes oder überhaupt kein Spiel meiner bevorzugten Teams in allen Hallensportarten an stand und kein interessanter Ground rief. Die nächstgelegenen Handballspiele waren z. B. Dritte Mannschaften in Süplingen oder Junioren in Helmstedt.

Na ja, wie oben zu lesen ist, ging es nach Pretzier, einem kleinen Dorf östlich von Salzwedel. Typische altmärkische Bebauung, die Kirche nicht sonderlich schön. Im deutlich kleineren Nachbarort Stappenbeck steht ein viel schöneres Exemplar, altmarktypisch aus Feldsteinen errichtet. Dafür hat Pretzier ein besonders schönes Gefallenendenkmal und auch einen ganz ansehnlichen Fußballplatz. Zwar völlig ausbautenlos, aber kleines Sportlerheim, massive Reling, kleine Wälle und gewaltige Bäume. Der Platz liegt weiter außerhalb des Dorfes.

Die letzten fünf Amateurspiele, die ich besucht hatte, fanden alle auf neutralem Platz wegen Kunstrasenbelags statt. Bei knapp über null Grad war dieser Rasen aber schneefrei und einwandfrei bespielbar – uneben ist der ja immer... Einfach nur geisteskrank, dass da überhaupt Spiele ausgefallen sind in der Region – es hat ja außer diesem Spiel in Pretzier im Umkreis von 100 Kilometern kaum eines stattgefunden, obwohl eine hohe zweistellige bis sogar dreistellige Zahl an Partien geplant war.

Bei erneut freiem Eintritt erschienen immerhin 50 bis 60 Zuschauer, auch ein paar Gäste aus dem niedersächsischen Wendland. Die Gäste von jenseits der ehemaligen Grenze wurden gleich hinten reingedrängt. Gegen den Spielverlauf eröffneten sie aber den Torreigen. Vor der Pause konnte Pretzier/ Chüden jedoch noch die Partie drehen: eine 30-Meter-Bogenlampe und ein überlegter Abschluss gegen die Laufrichtung von der Strafraumgrenze und schon stand es 2-1 für den Tabellenführer der untersten Liga in Altmark West. Nach der Pause zogen die Gastgeber bis auf 4:1 davon, nachdem der Gast verkürzte, hieß es am Ende 5:2. Kuriose Randnotiz: Beim Gast handelte es sich ja um eine Spielgemeinschaft von Lemgow-Dangenstorf und Woltersdorf – die Bogenlampe zum Ausgleich für Pretzier erzielte ausgerechnet der Sportfreund mit dem Nachnamen Woltersdorf...

Letzlingen

Statistik:

- Grounds: 3.774 (Fr 1, Sa 1, So 1; diese Saison: 114 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.293 (Fr 1, Sa 1, So 1; diese Saison: 168)

- Tourkilometer: 480 km (Fr 260 km Auto, Sa 80km Auto, So 140km Auto)

 - Saisonkilometer: 51.540 (25.060 Flugzeug/ 24.370 Auto, davon 8.500 Mietwagen/ 1.970 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 216 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Donnerstag, 17. Oktober 2024

W3.0198III: Zwei Spiele in der Altmark – eines schlechter als das andere

SV Eintracht Wittenmoor

0 : 0 (0:0)

SV Eintracht Lüderitz II

- Datum: Sonntag, 13. Oktober 2024 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Altmarkklasse Ost (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-0 nach 96 Minuten (46/50) – Halbzeit: 0-0

- Tore: keine

- Verwarnungen: 1x Wittenmoor, 1x Lüderitz

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Wittenmoor (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon 49 zahlende und mind. 20 Gästefans)

- Spielbewertung: 1,0/10

SSV 80 Gardelegen (II. C-Jugend)

0 : 2 (0:1)

SV Arendsee 1920 (C-Jugend)

- Datum: Sonntag, 13. Oktober 2024 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga Altmark West (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 0-2 nach 73 Minuten (46/47) – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 17. Richter, 0-2 65. Wolf

- Verwarnungen: 2x Gardelegen

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportanlage Rieselwiese, Nebenplatz  2 (Kap. 300, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon mind. 8 Gästefans)

- Spielbewertung: 2,0/10

Eintracht Wittenmoor 0:0 Eintracht Lüderitz II

Photos with English commentary:

a) 11th Division: Wittenmoor vs. Lüderitz Res.

b) Under-15: Gardelegen Res. vs. Arendsee

c) Altmark: Gardelegen, Vollenschier, Wittenmoor

Sonntag verdoppelte ich die Raddistanz. Über Rätzlingen und Miesterhorst ging es nach Gardelegen. Da fand ich auch mal wieder neue Fotomotive. Der drittgrößte Ort der Altmark ist schon sehr sehenswert!

Nach dem Spiel dort fuhr ich über Kloster Neuendorf und Uchtspringe nach Vollenschier, wo im Nichts plötzlich ein stattliches, aber teils zerfallenes Gut mit Kirche erscheint. In Wittenmoor schaute ich vorm Spiel natürlich auch zur recht großen Kirche und mal an das kleine Fenn bzw. Moor, das dem Ort den Namen gibt.

SSV Gardelegen C II 0:2 SV Arendsee C

Spiel 1 fand wie gewünscht auf einem der Nebenplätze statt (den Hauptplatz hatte ich schon, da kann man auch echt besseres als C-Jugend gucken). Es wurde sogar auf dem abseitig gelegenen zweiten Nebenplatz gespielt, der allerdings nur wegen der Mauer mit den Graffiti und den davor platzierten Bänken erwähnenswert ist.

Das Spiel war auf ausgesprochen schwachem Niveau, von Gardelegen II kam so gut wie gar nichts, während bei Arendsee ab und an etwas zusammenlief und somit auch ein verdienter 0:2 Sieg zu Buche steht.

Wittenmoor

Noch schlimmer war leider das Spiel der Männerkreisklasse zwischen Wittenmoor und dem Nachbardorf Lüderitz (zweite Mannschaft). Die beiden Eintrachten stümperten auf dem idyllisch aber unspektakulär gelegenen und teils von Pappeln umgebenen Platz in Wittenmoor einen Schrott zusammen – es war einfach grauenhaft und das hat nichts mit der niedrigen Spielklasse zu tun. Kaum Torszenen und die wurden alle vergeben; in der Nachspielzeit besonders symptomatisch, wie da ein Lüderitzer unkontrolliert aus fünf Metern übers Tor schießt. Ein derartig beschissenes Spiel habe ich schon lange nicht mehr gesehen – folgerichtig das erste 0:0 seit 82 Spielen.

Passend dazu stark Gegen- und dann Seitenwind auf der Rückfahrt, was ausgesprochen anstrengend war und mich eine gute Stunde mehr kostete. Die Weichei-Variante wäre gewesen, in Uchtspringe in die Bahn zu steigen und in Oebisfelde wieder aus, da hätte ich schräg von hinten Wind gen Weferlingen gehabt, aber hätte mich ja ein Zugticket gekostet und weniger sportliche Betätigung.

Diese sportliche Betätigung ist auch der Grund, warum ich die Spielbesuche heute nicht bereut habe. Manche Groundhopper jammern gerne rum, wenn ihnen der Platz nicht gefallen hat oder das Spiel so scheiße war wie heute Nachmittag und fragen sich dann, warum sie eigentlich diesem Hobby nachgehen. Also ich kann das für meinen Teil sehr gut beantworten – da ist das ein oder andere Mistspiel in einem Drecksstadion nachrangig. Man braucht ja nur dem entgegensetzen, welche klasse Spiele ich gestern oder am vorherigen Wochenende gesehen habe! Dennoch hoffe ich natürlich, dass es nächstes Wochenende nicht gleich wieder nahtlos ineinander übergehend den nächsten sportlichen Schrott mit 0:0 gibt – bei einer Tour nach Rostock ja leider nicht ausgeschlossen...  

Eintracht Wittenmoor 0:0 Eintracht Lüderitz II

Statistik:

- Grounds: 3.716 (2 neue; diese Saison: 56 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.217 (2; diese Saison: 92)

- Tourkilometer: 120 (120km Rad)

- Saisonkilometer: 11.540 (10.440 Auto, davon 0 Mietwagen/ 1.100 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 198 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 29. Juli 2024

W3.0187II: Testspiel quer durch Sachsen-Anhalt

Osterburger Fußball Club 2001 II

1 : 2 (1:1)

SV Welbsleben 1949 / SV Eintracht Quenstedt 1946

- Datum: Freitag, 27. Juli 2024 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisoberliga Altmark Ost gegen Kreisoberliga Mansfeld-Südharz; beide 9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 96 Minuten (47/49) – Halbzeit: 1-1

- Tore: 0-1 32. Standke, 1-1 37. Sachse, 1-2 65. Standke

- Verwarnungen: Nr. 5 von Welbsleben

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Landessportschule Sachsen-Anhalt, Rasenplatz 1 (Kap. 300 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 34 (davon wohl keine Gästefans)

- Spielbewertung: 6,5/10

Osterburger FC II 1:2 SG Welbsleben/ Quenstedt

Photos with English commentary:

a) Pre-Season Match in Osterburg

b) Sightseeing Osterburg/Altmark

Ich hatte einen Termin in Stendal. Nach 17 Uhr machte ich mich von da gen Osterburg auf, wo ich mir die Altstadt mit einigen schönen Fachwerkhäusern, Jugendstil, backsteingotischer Kirche u.a. anschaute.

Ganz seltsam ist die Lage der Sportstätten. Es gibt den völlig verfallenen Sportplatz Golle in der Ballerstedter Straße südwestlich der Altstadt und einen versifften Kunstrasen mit drei massiven Stehstufen an den Tennisanlagen, das sogenannte Sportzentrum Bleiche, nordöstlich der Altstadt.

Osterburg/ Altmark

Deutlich außerhalb wiederum, befindet sich die drei Plätze umfassende Anlage der Landessportschule. Das ist die einzige Anlage im Spielbetrieb in Osterburg. Es werden auch alle drei Plätze genutzt, am wenigsten der untere Platz 3 bzw. Rasenplatz 1. Aber dieser ausbautenlose Platz, den man am besten vom Wall zum Kunstrasen überblickt, wurde heute für den Testkick zweier Kreisoberligisten bespielt.

In einer guten Partie war der Mansfeld-Südharz-Oberligist Welbsleben/ Quenstedt anfangs klar überlegen, ging aber nur 1:0 in Führung. Kurz darauf der glückliche Ausgleich, nachdem Osterburg II aus der Altmark-Ost-Oberliga aber das Spiel in den Griff bekam. Nach der Pause ausgeglichen, ehe der Gast wieder in Führung ging. Am Ende ein verdienter 1:2 Sieg für die Gäste, die über das Wochenende ein Trainingslager in der Landessportschule machten. Die Orte liegen 150km auseinander, quer durch Sachsen-Anhalt.

Osterburger FC II 1:2 SG Welbsleben/ Quenstedt

Statistik:

- Grounds: 3.671 (1 neuer; diese Saison: 11 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.142 (1; diese Saison: 16)

- Tourkilometer: 290 (290km Auto)

- Saisonkilometer: 1.440 (1.080 Auto, davon 0 Mietwagen/ 360 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 25 [letzte Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 187 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].