Dienstag, 28. Dezember 2010

W230III: Teil 2 der Tour durch Mähren; Burgruinen, Plattenbauten, ein moderner Zoo und eine klare Niederlage für Litvínov

HC „PSG“ Zlín 7:2 HC „Benzina“ Litvínov
Sonntag 26. Dezember 2010 – Anbully 17.00
Übersetzung: HC „PSG“ Zlin/ Gottwaldov gegen HC „Benzina“ Oberleutensdorf
Liga: „Tipsport“ Extraliga (1. tschechische Profi-Eishockey-Liga)
Ergebnis: 7:2 nach 60 Min. – Drittel: 5:1, 1:0, 1:1
Tore: 1-0 5.57 Grof, 2-0 7.16 Linhart, 3-0 10.17 Galvas (PP1), 3-1 12.09 Švarný (PP1), 4-1 14.29 Balaštík (PP1), 5-1 15.24 Sýkora, 6-1 22.42 Sýkora, 7-1 45.02 Balaštík, 7-2 50.53 Jenáček Zeitstrafen: Čech 2, Švrček 2, Sýkora 2, Köhler 2 (Zlín: 8 Minuten); Vopat 4, Trávniček 2, Kubát 2, Rindoš 2, Švarný 2 (Litvínov: 12 Minuten)
Vergebener Penalty: Hübl (Litvínov) hält Penalty von Valenta (Zlín)
Halle: Zimní stadion Luďka Čajky/ Eisstadion Luděk Čajka (Kap. 6.975, davon 4.525 Sitzplätze)
Zuschauer: 4.813 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Rasantes erstes Drittel, danach deutlicher Leistungsabfall von Zlín und allgemein schwächeres Spiel, aber alles in allem noch sehenswert)
Sightseeing: 7,0/10 (Echt gelungene Tour!)
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Photos and English version:
Kroměříž Old Town
Zlín Zoo, City Centre and Castles
HC Zlín vs. HC Litvínov (Extraliga Ice Hockey)

Von Olomouc brauchen wir bereits kurz vor 8.00 auf gen Süden, nach Kroměříž. Die Altstadt des früheren Kremsier ist Weltkulturerbe der UNESCO. Wenn man manche Nicht-Welterbe-Altstädte Böhmens und sogar Mährens mit dieser Durchschnitts-Altstadt vergleicht, fragt man sich warum. Aber diese UNESCO-Titel werden doch sowieso teilweise willkürlich verteilt. Jedenfalls hat fast jede zweite Kleinstadt in Tschechien Barock-, Renaissance und Jugendstilhäuser in dem Zustand zu bieten. Ein Schloss, ein Stadttor und ein Rathaus mit davor befindlichem Markplatz auf dem eine Pestsäule steht ist ebenso regelrecht Standard. Das ganze mag zwar in Kroměříž zu den schöneren Exemplaren gehören, aber herausragend ist das nicht. Und auch in der Größe nicht sonderlich beeindruckend, da einzig das Schloss überdurchschnittlich groß ist: vielleicht mag der Park etwas Besonderes sein, aber so herausragend kann der nicht sein für so einen Titel. Aber solange nur Kroměříž und nicht Zlín Welterbe wird, reg ich mich nicht auf.

Zlín wird gerne als die „Perle des Funktionalismus“ – also der Bauepoche der 1920er Jahre – oder „Modellstadt der Moderne“ gelobt. Der Laie wird sie eher als „zu groß geratenes Straßendorf mit minderwertiger Plattenbau- und 20er-Jahre-Betonklotz-Architektur“ bezeichnen. Wenn man sich die Ausdehnung Zlíns – schmal entlang einer großen Straße in einem Tal – anschaut, wäre Punkt 1 (Straßendorf) erfüllt. Die Wohnqualität der 1920er Betonklötze mag ganz gut sein, da sie ihr (einziges?) Anliegen - praktische Funktionalität - erreichen, aber etwas anderes als gesichtslose Betonklötze sind das beim besten Willen und weitreichendsten architektonischen Verständnis nicht. Bauhaus und Bruno Taut wandeln schon an der Grenze zwischen „praktisch und formschön“ und „praktisch, aber Augenkrebsgefahr“, aber ein Blick aufs Zlíns Rathausplatz genügt, um dieser Stadt jegliche Attraktivität abzusprechen. Einzig lohnend sind Ziele im Stadtumland, da selbst die als Sehenswürdigkeiten der Stadt verzeichneten Kirchen und das Schloss (eine größere Villa) bei Weitem nicht einmal Durchschnitt für ihre Architekturform sind.

Diese Sights im direkten Stadtumland sind das Burgschloss auf dem Berg von Malenovice, einem westlichen Vorort der Stadt und die sehenswertere gotische Burgruine Lukov im Norden Zlíns. Diese ist eine der größten in Mähren. Der Mauerverlauf zur besten Zeit ist komplett nachvollziehbar, aber nur der Torturm ist richtig gut erhalten. Dafür liegt die Ruine von Lukov schön auf einem bewaldeten Berg. Vom Parkplatz aus läuft man etwas über 1km mäßig steil bergauf.

Dass wir vor den Sportevents viele Burgen besichtigen ist dem Leser ja bekannt, aber ab und zu darf es auch mal eine andere Sehenswürdigkeit sein: denn ebenfalls nördlich der Stadt liegt der Zoo in Lešná. Der ist sehr modern und beherbergt eine hohe dreistellige Zahl von Tieren aus über 200 Tierarten. Da gab es sogar ein paar seltsame Tiere, die ich vorher noch gar nicht gesehen habe: so vor allem die Greifstachler, welche so etwas wie auf Bäume kletternde Stachelschweine sind. Ansonsten sind natürlich die üblichen Verdächtigen, die in jedem größeren Zoo auftauchen, wie Lemuren, Tiger (hier: sibirische), (afrikanische) Elefanten, Gorillas und baktrische Kamele zugange. Auffällig waren sonst nur das Vorhandensein vieler Geier, deren Gehege man sogar begehen konnte, und die moderne und kunstvolle Gestaltung vieler Anlagen und Pavillons, die alle nach Kontinenten (Australien – dazu Krokodile, Kängurus (darunter ein Albino), Emus etc., dann Afrika mit Elefanten, Löwen, Nashörnern usw. bis man alle Kontinente durchhat) sortiert sind. Die Außenanlagen waren bei fünf Grad unter Null natürlich relativ leer (auch Besucher waren nicht viele da), aber dafür war in den Häusern was los – besonders interessant sind das im weitläufigen Landschaftsgarten, in dem der Zoo liegt, befindliche historistische Schloss mit sehr schöner Fassade, das im Keller ein Terrarium mit Alligatoren und Waranen beinhaltet, und das topp-moderne Tropenhaus mit meterhohen Pflanzen und freilaufenden kleinen Affen. Verglichen mit dem letzten Zoobesuch außerhalb Deutschlands, im August in Chorzów (Polen), muss ich Zlíns Zoo allerdings eine geringere Attraktivität gegenüber jenem in Chorzów bescheinigen, da zwar die Anlagen moderner sind und die Landschaft schöner, die Zahl der Tiere aber geringer und die Qualität der Beleuchtung in den Häusern erheblich schlechter ist als in Chorzów. Ebenfalls ein klarer Pluspunkt für den bekannten polnischen Zoo: ein weitaus größeres Aquarium und größeres Vogelhaus.

Wir checkten noch im Hotel Ondráš ein, das einige Zimmer anständiger Größe im ersten Stock eines außen recht mies aussehenden Plattenbaus für umgerechnet 35€ pro Nacht (DZ, Frühstück 4€ extra, bewachtes Parken vorm Haus ebenfalls 4€) anbietet. Das Flair der ČSSR ist sozusagen greifbar in diesem Hotel – es ist aus guten Gründen so ziemlich das billigste in der Stadt – aber es ist weder heruntergekommen, noch unsauber oder fällt durch schlechten Service auf. Sogar die PVC-Fußböden sind durch bessere Kunststoffe ersetzt worden.
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Nun ging es zum Eishockey. Die Halle befindet sich hinter dem Hotel „Moskva“ südlich der Durchgangsstraße und ist nach einem früheren Spieler Zlíns benannt: Zimní stadion Luďka Čajky. Von außen ahmt der Bau eine Backsteinfassade nach und auch innen sieht er etwas älter aus: so gibt es etliche Holzbänke und nur in der Mitte gepolsterte Klappsitze. Eindrucksvoll sind die Stahlträgerkonstruktionen hinter den Stehplätzen der Heimfans und vor allem die Logen über dem Gästesektor: die oberste Loge ist bis unters Dach gebaut und nur ein blechverkleidete Metallbrüstung trennt einen vom direkten Weg 15m nach unten. Die Gesamtkapazität liegt bei 6975.

Der HC „PSG“ Zlín, der allein in den letzten fünf Jahren schon drei Mal den Namen gewechselt hat und nun nach einer großen Baufirma (PSG) heißt, ist als 3. noch im Meisterschaftsrennen und so gut wie in den Play-offs, während unser HC Litvínov im hinteren Mittelfeld herumgurkt. Der Platz 10 erklärt sich zuallererst aus der schlechten Auswärtsbilanz der Oberleutensdorfer, die nur 2 Siege und 2 Siege nach Penaltyschießen bei einem Torverhältnis von 36:67 in 15 Auswärtsspielen aufweisen können. Zuhause haben sie 11 der 17 Spiele gewonnen, Zlín hingegen nur 10 (davon nur 8 in der regulären Spielzeit) von 18. Aber eines der 8 war ein 10:2 gegen Litvínov in der ersten Runde. Und das Heimspiel haben die Schwarz-Gelben auch noch verloren: 2-4. Nun also das zweite Duell Zlín gegen Litvínov, d.h. die dritte Runde der vier Hauptrunden ist schon im vollen Gange.

Die Hausherren spielten im ersten Spielabschnitt richtig schnelles und schönes Eishockey und nahmen die Gäste auseinander. Die Stimmung rechts von uns klang so prima, wie die „Bären-Hotdogs“ vor der Halle (eine fette tschechische Bratwurst mit Ketchup wird in ein Baguette gesteckt und mit einer Peperoni und Weißkraut belegt) geschmeckt haben. Zu Beginn des Viertels hörte man noch die mehr als 40 Leute im Gästesektor ab und an, doch nach dem 3:0 verging ihnen die Stimmung. Das 3:1 – ein toller Schlagschuss von der blauen Linie – ließ nicht wirklich Hoffnung aufkommen. Schnell stand es 5:1 und die Zuschauer forderten schon „déset“ = „zehn (Tore)“.

Das zweite Drittel wurde von Zlín zwar nach wie vor dominiert, doch bei weitem nicht so rasant und sehenswert, wie in den ersten 20 Minuten. Es verwunderte also nicht, dass es nur zum 6:1 reichte. Ab und an ließ Litvínov auch noch mal ihre sonst besser sichtbare Klasse aufblitzen: so beim zweiten Treffer des Tages und vor allem beim Abwehrverhalten in doppelter Unterzahl (zwei Spieler waren gleichzeitig wegen zweier in Sekundenabständen ausgeführter Checks auf die Strafbank geschickt worden), wobei sie in den zwei Minuten keinen Treffer Zlíns zuließen und einen Konter nur knapp vergaben. Am Ende war das 7:2 zwar äußerst ärgerlich, da es eine peinlich hohe Klatsche war, aber man konnte bei dem ersten Drittel schon froh sein, dass das Spiel 7:2 und nicht 17:2 oder auch nur 10:2 ausging.
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Statistik:
Ground Nr. 508 (ein neuer Ground; diese Saison: 57 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.196 (diese Saison: 83)
Tageskilometer: 120 (Auto)
Saisonkilometer: 14.380 (9.180 Auto/ 2.290 Bahn, Bus, Tram/ 2.110 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 230

W230II: Von Merseburg durch den Schnee nach Mähren; eine Stadtbesichtigung von Olomouc

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Photos and English version:
MORAVIA'S MOST BEUTIFUL CITY: OLOMOUC

Um das Sonntagsspiel von HC Litvínov in Zlín nicht zu verpassen und den Mietwagen ordentlich zu nutzen fuhren wir schon kurz nach 6 am Samstag nach Mähren. Vor zweieinhalb Jahren hatten wir Olomouc schon einmal besichtigen wollen, doch aus Zeitgründen verschieben müssen. Dem Deutschen eher als Olmütz bekannt, gilt sie als eine der zehn sehenswertesten Städte Tschechiens, wovon übrigens acht im anderen Landesteil, Böhmen, liegen.

Wir brauchten nur aufgrund der enorm schlechten Witterungsbedingungen und der Überforderung des Winterdienstes ganze 8 Stunden für die sonst in knapp 6 Stunden schaffbare Distanz von 580km. Von Merseburg bis Dresden war die Schneedecke fast immer geschlossen. Beobachtungen auf der gesamten Strecke zeugen von der Unfähigkeit, mit einem etwas härteren Winter mit relativ viel Schnee – so widerlich dieses weiße Dreckszeug auch sein mag: damit muss man besser fertig werden, als das hierzulande derzeit der Fall ist – zurechtzukommen. Vor den Leunawerken kämpft sich ein Chemiearbeiter auf dem Rad von der Nachtschicht nach Hause zurück, denn öffentliche Verkehrsmittel wie die Straßenbahn von Leuna nach Halle fahren seit Tagen nicht mehr, da die Mischung aus zu wenig Personal und zu viel Elektronikmist den Schienenverkehr lahm legt. Hinter Leipzig hat irgendjemand seinen Kombi auf der Begrünung neben der rechten Spur der Autobahn geparkt, da er auf einer Autobahn mit minimalstem Verehr viel zu weit rechts gefahren ist. Schneepflüge sorgen in der Gegend von Dresden nicht etwa für Sicherheit, sondern für Behinderungen und zusätzliche Gefahren: lieber auf einer festen oder pulverigen Schneedecke fahren, als auf den spiegelglatten Flächen, die diese Karren, die nicht richtig gestreut sondern nur schlecht geschoben haben, hinterlassen. Da braucht niemand einem Autofahrer einen Vorwurf zu machen, wenn er statt auf der nur langsam wieder zuschneienden Eisfläche hinter den Räumfahrzeugen herzufahren, rechts überholt und die sicherere Schneedecke befährt. Echt gut ist, wenn kilometerlang zwei solcher Dreckskarren nebeneinander mit 30km/h zuckeln. Auf der Schneedecke konnte man wenigstens 60 bis 90km/h fahren und hatte keine Vereisungen zu meistern. Und wenn die schon nicht richtig räumen können, dann können die auch gleich zuhause bleiben, was denen am ersten Weihnachtsfeiertag auch sicher lieber gewesen wäre.

In Tschechien waren nur die ersten 25km bis nach Ústí nad Labem schwer zu fahren, doch dann hatte ich leichtes Spiel: kaum Schneefall, frei gefahrene Autobahnen mit maximal etwas Schneematsch und je tiefer man ins Land fuhr, umso besser und schneller kam man für seine teure Straßenmaut voran. Schon kurz vor Brno war die Fahrbahn nur noch geringfügig feucht. Da konnte man hinter den wie immer hektisch und unverschämt fahrenden einheimischen Neureichen in dicken 4x4 und Mercedes mit 150km/h her fahren.
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In Olomouc kamen wir kurz nach 14 Uhr an. Wir machten erst am barocken Klosterkomplex am Stadtrand ein paar Fotos – ein wirklich beeindruckender Bau und eines der größten Sakralgebäude Tschechiens! – und gingen dann durch die Altstadt. Die Häuserzeilen von Barock bis Jugendstil sind weitestgehend baulich geschlossen, nur selten ist eine Häuserruine, Baulücke oder ein Stilbruch (in der Nähe des Marktes z.B. ein sozialistisches Kaufhaus mit brauner Spiegelfassade) zusehen. Der Markt ist besonders sehenswert mit einigen schönen Bürgerhäusern, einer riesigen Pestsäule mit dutzenden Heiligendarstellungen und einem tollen Renaissance-Rathaus mit interessanten Details: verspielte Giebel, eine an einem Fahnenmast hängende Figur und vor allem die astronomischen Uhr, die etliche Meter hoch und reich verziert ist. Die Mosaike sehen aber nach allem anderen als Renaissance aus, da auch ein Chemiker und ein Handwerker darauf abgebildet sind...
Es gibt mehrere sehenswerte Kirchen, wobei manche dieser Kirchen eher durch Bizarrheit, denn durch Schönheit sehenswert sind. Die orthodoxe Kirche ist ja noch ganz nett – vor allem angestrahlt – aber die gegenüberliegende graue Kirche könnte auch ein Geräteschuppen der Feuerwehr mit Turm zum Aufhängen der zu trocknenden Löschschläuche sein. Noch bizarrer ist die Kirche des Heiligen Moritz, die zwar innen gotisch hohe, nett ausgestaltete Deckengewölbe hat, aber außen ein grauer Klotz mit gestutzten Türmen und einer seltsamen Betonfassade ist. Die Kirche Maria Schnee ist hingegen ein lupenreiner Barockbau, dessen Säulenportal besonders gelungen ist. Auch die düstere Jesuitenkirche mit dem angrenzenden Kolleg oberhalb der einfach gemauerten Stadtbefestigung, ist sehr sehenswert.
Das Kolleg ist ebenso wenig in religiöser Nutzung wie das weitläufige bischöfliche Palais mit den angrenzenden Gebäuden. All diese Gebäude werden von der Universität genutzt.
Der Dom soll Gotik sein, sieht aber trotz seiner drei entsprechend gestalteten Türme vor allem Innen nicht danach aus. Dieses Gotteshaus ist eindrucksvoll und recht ansprechend verziert, vor allem die Ranken auf den Säulen und das Sternendach über dem Altar fallen auf. Man darf sogar fotografieren, was man nur in 1, 2% der tschechischen Kirchen darf. Zur Weihnachtszeit passend gab es auch eine moderne Krippe auf mehreren Quadratmetern Fläche und ein dazupassendes Kinderchor- und Krippenspiel aufzunehmen. Dutzende Leute standen in fünf bis sechs Reihen vor dem Krippenspiel. Dass ich solche Szenen mal in diesem Atheistenstaat erleben würde, hat mich gewundert. In Polen muss das ja sein, aber in Tschechien war das überraschend.
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Weihnachten scheint dann aber doch in der Tschechischen Republik mit ihren kaum 8% eingetragenen Kirchlichen eine hohe Bedeutung zu genießen. Dass die Ausgestorbenheit der Gastronomie etwas mit der Religion zu tun hätte, muss aber ein Trugschluss sein: auch die restlichen 92% wollen ja mal frei haben. Dass sie sich aber alle gleichzeitig das Weihnachtswochenende 24.-26.12. aussuchen müssen, ist lächerlich, da für die allermeisten Tschechen dieses Datum überhaupt keine Bedeutung besitzt. Man kann doch auch ein Wochenende früher mit der Familie zusammensitzen. Aber nein: zu Weihnachten müssen ja immer 95% aller eintrittspflichtigen Sehenswürdigkeiten und Restaurants geschlossen haben. Die 5% offene Gaststätten sind welche der Preiskategorie, die wir auch in Deutschland nicht aufsuchen. Man will ja gescheites Essen für 5€ und keine undefinierbaren Kunstwerke für 25€ auf dem Teller. Ein Wunder, dass wir überhaupt etwas zu essen fanden – kein Wunder, dass das an einer der gut sortierten Tankstellen war. Diese befand sich auch noch gegenüber der historischen Markthalle, in der sich ein Supermarkt befindet, und neben der das Hotel Senimo liegt. Die haben äußerst moderne, saubere und geräumige Doppelzimmer – andere Hotels würden bei der Zimmergröße vier Betten unterbringen – für 50€ die Nacht zu bieten. Im Preis ist einiges Inklusive, doch z.B. das inkludierte Frühstück kann man am Weihnachtswochenende nicht verlangen. Einen Preisnachlass auf die Übernachtung aus diesem Grund (nicht erbrachte Vertrags-/ Serviceleistung) schon. Wenn man Pech hat, muss man dann mit einem der fremdsprachenunkundigen Mitarbeiter ausdiskutieren – da wir bis zum nächsten Morgen warteten, bekamen wir sogar noch ein mäßiges Lunchpaket von der perfekt Englisch sprechenden Rezeptionistin zusammengestellt, die uns für die Mängel auch gleich mit 15% Rabatt auf die Rechnung entschädigte.

So lohnend und sehenswert Olomouc (und viele weitere Orte in der Tschechischen Republik) auch ist – aber da brauch man zu Weihnachten echt nicht hinzufahren. Kurz nach Neujahr 2010/11 besuchen wir das Land zwar wieder und tun das Neujahr 2011/12 sicherlich ebenfalls, da dort Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants offen sind – aber Weihnachten 2011 werden wir dann hoffentlich in einem Land feiern und verreisen können, wo auch zu Weihnachten Touristenlokale und normale Restaurants offen haben.
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Statistik:
Tageskilometer: 610 (Auto)
Saisonkilometer: 14.260 (9.060 Auto/ 2.290 Bahn, Bus, Tram/ 2.110 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)

Freitag, 24. Dezember 2010

W230I: Sightseeing in Blankenburg/ Harz

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Photos and English version:
Blankenburg Town in the Harz Mountains

Die Heiligabend-Sightseeing-Tour in den Harz kürzten wir zwar witterungs- und zeitbedingt ab, aber für eine ausreichende Besichtigung der bekannten Harzstadt Blankenburg reichte es. Da wir die sehenswerte Felsenfestung Regenstein bereits kannten und diese auch nur bei halbwegs anständigem Wetter – und nicht Schneetreiben wie heute – sicher begehbar ist, begannen wir am Kloster Michaelstein. Dieser eher heruntergekommene Klosterkomplex ist wenig sehenswert. Das einzig schöne Gebäude bei dieser Ansammlung von stallähnlichen Behausungen ist das Portal mit dem Türmchen.

Auch in der Altstadt gibt es nicht so viele sehenswerte Stellen. Im Sommer sollte man aber auf jeden Fall die weitläufigen barocken Gärten ablaufen, die sich am unteren Schloss, einem eher uninteressanten, als Hotel genutzten, undefinierbaren Bau, befinden. Man hat einen schönen Blick zum verrotteten oberen Schloss, das braun-grau auf dem Berg hockt. Immerhin bemühen sich einige Leute um die Sanierung dieses Komplexes. Etwas ansehnlicher sind einige Fachwerkhäuser um das alte Rathaus herum und das alte Postamt. Zum Essen im neben diesem ganz ansehnlich gestalteten Rathaus, das aber noch von diesen scheiß Weihnachtsmarktbretterbuden umstellt war, liegenden chinesisch-vietnamesischen Restaurant, das ordentliches Essen zu gemäßigten Preisen anbietet, reichte es auch noch.

Insgesamt gesehen scheint Blankenburg eine der vielen überschätzten Städte im Harz – ob niedersächsische oder sachsen-anhaltische Seite: Quedlinburg mag die schönste Stadt in ganz Deutschland sein und ist auch im Winter unbedingt einen Besuch wert, aber die meisten anderen Städte sind eher hässlich – zu sein. Ein endgültiges Urteil fälle ich aber erst bei einem weiteren Besuch in vielleicht 6 Monaten oder so, wenn die Straßen nicht mit Schnee, Matsch und Split zugeschissen sind. Also während man im Januar und Februar oft schöne Fotos durch die häufigeren Sonnenstunden aufnehmen kann, ist Dezember in Deutschland und umliegenden Regionen die absolute Scheiße. Zumindest die Zeit um Weihnachten herum (22.-26.12.) werden wir uns – wie eigentlich schon dieses Jahr angedacht: ich bereue schon fast, die Reise nach Oman und VAE in den März verlegt zu haben – nächstes Jahr wohl doch nicht hierzulande oder in Europa antun.
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Statistik:
Tageskilometer: 280 (Auto)
Saisonkilometer: 13.650 (8.450 Auto/ 2.290 Bahn, Bus, Tram/ 2.110 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)

Montag, 20. Dezember 2010

W229II: Die Haie besiegen die Eisbären im DEL-Zoo nach Penaltyschießen

Eisbären Berlin 1:2 n.P. Kölner Haie Sonntag 19. Dezember 2010 – Anbully 14.30 Liga: Deutsche Eishockey Liga (DEL; 1. deutsche Profi-Eishockey-Liga) Ergebnis: 1:2 nach 65+ Min. – Drittel: 0:0, 1:1, 0:0, Verlängerung: 0:0, Penaltyschießen: 1:2 Tore: 0:1 20:49 Ullmann, 1:1 36:46 Ustorf Penaltyschießen: 1:0 Walker, 1:1 Pettinger, Pederson verschossen, 1:2 Gogulla, Felski verschossen Strafminuten: Rankel 2, Mullock 2, Felski 2, Braun 2, Baxmann 2 (Eisbären: 10 Minuten), Clausen 4, Pettinger 2, Ramsey 2, Lee 2, Ankert 2, Lückmann 2, Ullmann 2 (Haie: 18) Halle: O2-World Berlin (Kap. 14.200, davon 13.200 Sitzplätze) Zuschauer: 13.900 (davon ca. 20 Gästefans) Unterhaltungswert: 3,0/10 (Langsam, fehlerbehaftet, nur wenige sehenswerte Aktionen: so sollte Profi-Eishockey nicht aussehen) IMG_1160 Photos and English version: German Professional Ice-Hockey League DEL: Eisbären Berlin vs. Kölner Haie (Cologne) Einmal im Jahr fahren wir nur zum Eishockeygucken nach Berlin. Nun war es mal wieder so weit: die Karten für die Eisbären hatten wir uns natürlich schon im Vorverkauf per Internet gesichert – verglichen mit Fußball und Handball sind 18€, Ermäßigung auch für Studenten (12,30€), für ordentliche Sitzplätze noch richtig anständig – und mit dem Schönen-Wochenend-Ticket planten wir viel Zeit ein. Gab es in Merseburg beim Losfahren des Zuges nur eine kleine Panne – die Durchsage des Lokführers, der auf die Assistenz eines Schaffners verzichten musste, war aber auch mal was ganz Neues: „Die Tür im ersten Waggon hat eine Störung im Schließmechanismus... Könnte mal jemand der Reisenden so freundlich sein und sie zumachen?“ – und lief es beim Umsteigen in Halle noch planmäßig, kam der Umstieg in Magdeburg auf den Zug nach Berlin nicht planmäßig zu standen. Unter die Vollidioten und Pseudowissenschaftlern die gegen Castor demonstrieren mischen sich noch Leute in gar nicht so geringer Zahl, die man nur als asozialen Abschaum bezeichnen kann. Die Schäden, die dieses Pack zwei Tage zuvor bei Brandanschlägen auf die Infrastruktur des Transports angerichtet hat, konnte die Bahn aufgrund der Größe noch nicht beheben. Wo man dann nur die Bahn in Verantwortung ziehen muss, ist dass der Schienenersatzverkehr keinen Anschluss gewährleisten kann, sodass man in Biederitz über 40 Minuten auf den Zug nach Berlin warten muss. Dieser Zug schaffte es dann noch mal über 20 Minuten Verspätung zu sammeln, sodass wir erst kurz nach 12 – also mit 90 Minuten Verspätung – am Ostbahnhof ankamen. Beste Zeit zum Mittagessen also – dass gibt’s beim Asiaten im Ostbahnhof schon für 5€ in sehr guter Qualität – und dann ab in die nahegelegene O2-World, neben der wir auch endlich mal den Metro-Baumarkt wahrnahmen. Was an einem Baumarkt interessant ist? Er ist Groundhopping relevant: auf seinem Dach befindet sich ein Fußballplatz mit Tribüne, der von mehreren Amateur- und Freizeitmannschaften genutzt wird! Ein sportliches Ziel in Berlin, was im Laufe des Jahres 2011 von uns besucht werden wird. So zwei, drei Mal im Jahr sind wir ja dann doch in der Hauptstadt. Aber ich glaube, dass nächste Mal wieder mit dem Auto statt mit Zug... Die O2-World ist eine der wenigen neuen Arenen, deren Architektur ich loben kann. Ich habe sie schon bei meinem ersten Besuch überzeugt mit 8,0/10 bewertet, da fast alles hervorragend und eindrucksvoll (besonders das Foyer und die Tribünenkonstruktion) gelungen ist, aber bei der Außengestaltung nur die Front gut ist (ein Minuspunkt) und im eigentlichen Tribünenbereich zwar hohe Qualität (optisch wie funktional: Farbgebung, Anstieg der Tribüne, Sichtfreiheit, Licht etc.) geboten wird, aber diese recht schmucklos daherkommt (Polstersitze als Standard in Sporthallen gab es schon zu Sowjetzeiten: siehe Sala al-Assad in Aleppo, Syrien z.B. – die mangelnden Besonderheiten führen also zu einem weiteren Abzugspunkt). IMG_1174 Wie stark die Stimmung von den Stehplätzen und den dahinter liegenden Sitzplätzen in der Eisbären-Fankurve abhängig ist, wurde schon wenige Minuten nachdem die berühmte Hymne der Puhdys „Hey, wir woll’n die Eisbären sehn“ verklungen, das Feuerwerk zum Einmarsch der Mannschaften verraucht, der Bieraufnehmerregen in der Kurve herniedergegangen und die Aufregung um den vermeintlichen Eisbären-Treffer nach 30 Sekunden (leider Abseits, was die Pfeifen mit den Pfeifen dann per Videobeweis auch kundtaten) abgeklungen war, klar. Wenn das Spiel so fehlerbehaftet ist, wie heute, dann gehen 90% der Zuschauer in keinster Weise mit – und die paar Hansel aus Köln im Oberrang hinter dem anderen Tor konnten stimmungsmäßig echt nichts ausrichten. Torlos endete das erste Drittel und mit einem Knaller wurde das zweite eröffnet: ein schöner Schuss der Gäste führte zur Führung für die Knorpelfische. Danach schienen die Eisbären den Druck zu erhöhen, doch die Unfähigkeit vorm Kasten machte die Hoffnung auf eine Wende eher zunichte – die Fehler in der Abwehr taten ihr Übriges. Wie die Kölner da kein Kapital daraus schlagen konnten, frage ich mich schon. Stefan Ustorf „Hooligan“ erzielte dann irgendwie doch den Ausgleich. Eine der ganz wenigen guten Aktionen der Eisbären – und die natürlich vom coolsten Akteur der Berliner! Trotz Fehlpassfestival nur 1:1. Um das nach gutem Beginn schwächer werdende dritte Drittel zu übergehen, gehen wir gleich zur Verlängerung über: völlig für den Arsch! Ebenso ist eigentlich das Penaltyschießen für den Arsch – außerhalb der Playoffs braucht man das echt nicht, dass der geschicktere Penaltyschütze noch einen weiteren Punkt (1 Punkt für Erreichen der Verlängerung, 2 Punkte für Sieg in ebendieser oder dem Penalty shoot-out und 3 Punkte für einen Sieg innerhalb von 60 Minuten) erhält. Nach einem schönen Treffer von Walker trafen die Kölner ebenso sehenswert. Pedersons Penalty wurde vom starken Kölner Goalie pariert, der nächste Knorpelfisch versenkte den Puck im Netz und mit Felskis Fehlschuss waren die Haie aus der Stadt, die außer dem Dom fast nichts zu bieten hat, die überraschenden Sieger. Wie ein Team der hintersten Tabellenränge gegen eines der vorderen meist gewinnt, zeigten sie heute recht eindrucksvoll: eine mäßige Leistung gegen schwache Spitzenspieler. Denn bei dem pervers großen Terminplan mit teilweise 4 Spielen die Woche kann man einfach nur 4 von 5 Spielen gut gestalten. Leider war das heute das eine von fünf... Zurück war es dann erwartungsgemäß wieder das Problem, in Magdeburg den Anschluss zu kriegen: wegen der oben erwähnten Anschläge des militanten Grünen-Gesocks’ fuhr der Zug wieder nur bis Biederitz und zwei zu kleine Busse brachten die Reisenden die restlichen 10km bis zum Hauptbahnhof. Da waren dann wieder 40 Minuten Umsteigezeit zu überbrücken. Aber so lernte man mal den Magdeburger Bahnhof besser kennen. Der in Halle lässt ja schon zu wünschen übrig, aber ist sachsen-anhalt-weit noch der beste: jegliche Angebote in Magdeburg sind noch schlechter, in noch geringerem Umfang erhältlich, teurer oder gar nicht vorhanden. Und dass die primitivsten Mitfahrer – die schon vorm Weihnachtsmarktbesuch wie besoffen auftretenden Spacken mit Zipfelmütze und Taschendisko (das waren Mittvierziger: mit Taschendisko!) – in Magdeburg ausstiegen (und zwar nicht zum Umsteigen) wunderte mich dann auch nicht mehr... IMG_1246 Gut, viel gemeckert... Dabei ist ein Besuch bei den Eisbären eigentlich immer ein lohnendes Erlebnis! Nur diesmal war es halt weniger lohnend als sonst, da es nicht nur am außersportlichen Drumherum mangelte, sondern vor allem auch am spielerischen Niveau fehlte und ich die Eisbären auch noch nie so schlecht habe Spielen sehen, wie heute. Statistik: Ground Nr. 507 (kein neuer Ground; diese Saison: 56 neue) Sportveranstaltung Nr. 1.195 (diese Saison: 82) Tageskilometer: 500 (490 Bahn, 10 Bus) Saisonkilometer: 13.370 (8.170 Auto/ 2.290 Bahn, Bus, Tram/ 2.110 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 229

W229I: Wie man mit vier Unentschieden aus vier Spielen weiter kommt und als 3.-Kreisklasseteam auch Kreisoberligisten ausschaltet

Hallenkreismeisterschaft Saalekreis, Vorrunde A-Junioren
Samstag 18. Dezember 2010 – Beginn 12.45
Teilnehmer aus Landesliga Staffel 2 (4. Liga der A-Junioren) und Kreisunionsliga (5. und unterste A-Junioren-Liga)
Qualifiziert für Finalrunde: SV Braunsbedra, SV Merseburg 99 (beide Landesliga) und Wettiner SV (Kreisunion) + VfB IMO Merseburg und SSV Landsberg (beide Freilos, da Verbandsliga)
Spielort: Sporthalle Wettin (Kap. 250, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (Größte Fangruppe: Wettin mit ca. 9 Fans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Einige gute und spannende, sonst meist mittelmäßige Spiele: Turnier aber insgesamt gesehen O.K.)

Hallenkreismeisterschaft Saalekreis, Vorrunde Männer (Gruppe 6)
Samstag 18. Dezember 2010 – Beginn 15.00
Teilnehmer aus Kreisoberliga (9. Liga, 4. Amateurliga), Kreisliga Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga), 1. Kreisklasse Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga), 2. Kreisklasse Staffel 2 (12. Liga, 7. Amateurliga) und 3. Kreisklasse Staffel 2 (13. Liga, 8. Amateurliga)
Qualifiziert für Zwischenrunde: TuRa Beesenstedt II (3. Kreisklasse)
Spielort: Sporthalle Wettin (Kap. 250, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 25 (Größte Fangruppe: Beesenstedt mit ca. 10 Fans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Bis auf Beesenstedt II konnte da keine Mannschaft richtig Fußball spielen – und die völlig verdienten Sieger waren die Klassentiefsten!)

Photos and English version:
Indoor Football Tournament in Wettin: Under-19 and Men’s Preliminaries to District Championship Saalekreis
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Turnier-Statistik A-Junioren:
Toreschnitt: 3,00 Tore pro Spiel (Tore insgesamt: 30)
Torreichstes Spiel: SV Braunsbedra 7:2 BW Farnstädt
Torärmste Spiele: Wettin gegen Braunsbedra, Schochwitz und Farnstädt (jeweils 0:0)
Anzahl Strafen: keine Strafminuten, keine Platzverweise
Bestes Spiel: Wettiner SV A 2:2 Merseburg 99 A (7,0/10 = gut und spannend)
Schlechtestes Spiel: Merseburg 99 A 1:0 TSV Schochwitz (1,0/10 = niveaulos)

Turnier-Statistik Männer (Gr. 6):
Toreschnitt: 2,70 Tore pro Spiel (Tore insgesamt: 27)
Torreichste Spiele: TuRa Beesenstedt II 3:2 SV Sennewitz und SV Sennewitz 5:0 VfL Roßbach
Torärmstes Spiel: SV Dornstedt 0:0 SV Roßbach
Anzahl Strafen: 6 Strafminuten, keine Platzverweise (4 Minuten Dornstedt, 2 Minuten Großkugel)
Bestes Spiel: TuRa Beesenstedt II 3:2 SV Sennewitz (6,0/10 = Ziemlich gut und spannend)
Schlechtestes Spiel: SG Großkugel 3:0 SV Dornstedt (1,0/10 = kein Niveau)

Tabelle A-Junioren:
1. SV Braunsbedra A 13:4 10
2. SV Merseburg 99 A 10:7 7
3. Wettiner SV 1920 A 2:2 4
4. TSV 1990 Schochwitz A 1:4 4
5. Blau-Weiß Farnstädt A 4:13 1

Tabelle Männer (Gr. 6):
1. TuRa Beesenstedt II 9:3 12
2. SG Großkugel 7:3 9
3. 1. SV Sennewitz 10:4 6
4. VfL Roßbach 1921 1:8 1
5. SV Dornstedt 0:9 1
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Ich weiß nicht, was manche Spaste an der beschissenen Jahreszeit „Winter“ so toll finden: verursacht nur Kosten, diese scheiß Kälte. Nicht nur, dass heeme immer die Heizung läuft – Groundhopping ist im Winter deutlich teurer, da man z.B. nicht Geld sparen kann durch Rad fahren. So eine Strecke wie nach Wettin fahren wir auch im Spätherbst noch mit dem Rad – im Winter muss jetzt die Bahn bis Nauendorf zu überhöhten Preisen und mit schlechtem Material genutzt werden. Die Schaffnerin, die auf meine Beschwerde wegen der defekten Türen hin meinte, dass sei doch im Winter normal, bekam von mir mal „freundlich“ was zur Wartung von Zügen erzählt: die Türen bei diesen vergammelten Regionalzügen sind nämlich auch im Sommer, Herbst und Frühjahr oft defekt – im Winter nur noch häufiger. Die letzten 8km kämpften wir bei 8 Grad unter Null per Fahrrad über die teils verschneite Landstraße.

Ziel in der schönen Kleinstadt Wettin war die Sporthalle neben dem Fußballplatz auf der Erhebung unterhalb des Bismarckturms. Die Halle ist ein stinknormaler Neubau der 2000er-Jahre, der mit einer erhöht liegenden dreireihigen Tribüne mit Holzbänken und einer dahinter vorgesehenen Stehreihe mit schön breiten Holztischen zum Aufstützen aufwarten kann. Die Sicht ist völlig OK, Licht nicht besonders, aber alles in allem eine annehmbare Halle – nur ohne jegliche Highlights. Im Übrigen nutzt auch meines Wissens kein Verein die Halle regelmäßig im Spielbetrieb. Nur teilweise wird sie vereinsmäßig vom SV Langenbogen (Handball) genutzt.

Heute fanden dort mal drei Hallenfußballturniere statt. Die F-Jugend schauten wir uns nicht an, aber das Turnier der A-Jugend interessierte uns. Es spielten fünf Teams: Blau-Weiß Farnstädt (auf dem Feld Tabellenführer der Unionsliga Saalekreis/ Burgenlandkreis), Wettiner SV 1920 (4. in der Unionsliga) und TSV Schochwitz (5. von 6 Mannschaften ebendieser Liga) trafen auf die Landesligisten (eine Klasse höher) SV Braunsbedra - unangefochtener Spitzenreiter der Landesliga - und Merseburg 99; als 4. weit abgeschlagen, aber auch mit gutem Vorsprung nach unten (9 Mannschaften sind in der Liga).

Im Anschluss gab es dann das Männerturnier. Klarer Favorit auf den einzigen Quali-Platz war der 1. SV Sennewitz als Tabellenführer der Kreisoberliga. SG Großkugel als 12. von 14 in der Kreisliga in akuter Abstiegsgefahr, auch Roßbach nur 10. von 13. in 1. Kreisklasse, Dornstedt in 2. Kreisklasse 6. von 12 und TuRa Beesenstedt II Tabellenführer der 3. Kreisklasse, also der untersten Spielklasse.
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Im Folgenden wird jedes einzelne Spiel (die Spielzeit betrug in beiden Turnieren 1x10 Minuten, was ich als zu kurz empfinde: 1x15 ist die richtige Zeit für so ein Turnier) knapp beschrieben:

BW Farnstädt A 0:1 TSV Schochwitz A
Spiel 1, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 2,5/10
Nach sieben Minuten fiel der erste Treffer des Turniers: ein Torwartfehler machte es möglich. Es war das befürchtete, wenig sehenswerte Hallen-Gekicke.

SV Braunsbedra A 0:0 Wettiner SV A
Spiel 2, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 5,0/10
Schade, dass hier kein Treffer fiel: beide Mannschaften spielten ganz flott und sehenswert. Langsam kam das Turnier in Fahrt.

BW Farnstädt A 2:5 Merseburg 99 A
Spiel 3, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 7,0/10
Merseburg 99 führte mit guten und sehenswerten Spielzügen die schwachen Farnstädter vor: von der 3. bis 5. fielen drei Tore. In der 7. legten sie zum 0:4 nach. Nach einem Glückstreffer der Farnstädter setzten die Merseburger noch einen drauf. Die einzige gute Aktion der Farnstädter führte zum 2:5 Endstand.

TSV Schochwitz A 0:3 SV Braunsbedra A
Spiel 4, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 5,0/10
Von Schochwitz kam nichts und der SVB kombinierte ab und an richtig gut. Das führte zu drei Treffern und einem völlig verdienten Sieg.

Wettiner SV A 2:2 Merseburg 99 A
Spiel 5, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 7,0/10
Wettin ging per Doppelpack (3. und 4. Minute) überraschend in Führung. Erst um Ende der Partie konnte Merseburg seine Leistung abrufen. Dass sie sich noch darüber beschwerten, dass sie nicht das 3:2 erzielen konnten, finde ich unangemessen – das Ergebnis war absolut gerecht; dass sollte man so auch als beteiligter Spieler mit 16 oder 17 Jahren schon einschätzen können.

SV Braunsbedra A 7:2 BW Farnstädt A
Spiel 6, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 6,5/10
Eine beeindruckende Demontage der Farnstädter: Braunsbedra war absolut überlegen und glänzte auch immer wieder mit starken Kombinationen und Spielzügen sowie Treffern. Torfolge (Minute): 1-0 (2), 2-0 (3), 3-0 (4), 3-1 (5), 3-2 (7), 4-2 (7), 5-2 (7), 6-2 (8), 7-2 (9)

TSV Schochwitz A 0:0 Wettiner SV A
Spiel 7, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 6,0/10
Für ein 0:0 gut, da spannendes hin und her. Allerdings hatte Schochwitz erst ab der 7. Minute ihre Torchancen. Wettin hätte einen Sieg wirklich verdient gehabt.

Merseburg 99 A 2:3 SV Braunsbedra A
Spiel 8, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 5,5/10
In einem spannenden und engen Spiel, in dem Merseburg 99 mit seinen vielen Torchancen sehr schlampig umging, siegte der technisch und torschussmäßig bessere SVB durch zwei Treffer in der Schlussminute. Wäre das Spiel 3:2 (oder 4:3 oder so) an 99 gegangen, hätte der SVB sich nicht beschweren brauchen.

Wettiner SV A 0:0 BW Farnstädt A
Spiel 9, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 3,0/10
Schade, dass Wettin schon wieder nur 0:0 spielte – dieses Ergebnis lässt immer schwache Leistungen vermuten, doch wird der sehenswerten Spielweise der Wettiner nicht gerecht. Auf dem Großfeld oder bei einer angemesseneren Spielzeit spielen die bestimmt nicht 0:0. Außerdem hatte Farnstädt wirklich Glück, hier ihren einzigen Punkt geholt zu haben.

Merseburg 99 A 1:0 TSV Schochwitz A
Spiel 10, Vorrunde A-Junioren, Bewertung: 1,0/10
Das Schlechteste zum Schluss. Es gab nur zwei Highlights: ein billiger Treffer der schwachen Merseburger gegen die noch viel schwächeren Schochwitzer und eine sehr gerechte Schiedsrichterentscheidung. Diese bezog sich darauf, den Ausgleich der Schochwitzer abzuerkennen, da sie sich insofern sehr unfair benommen haben, als dass sie den wegen der Verletzung ihres Torwarts (er ging in die Knie, nachdem er nach einer Abwehr mit dem Kopf auf dem Boden aufgekommen war) innehaltenden 99ern den Ball abnahmen und ihn ins Tor donnerten. Wie man sich da noch ernsthaft beschweren kann, ist mir schleierhaft. Wenn man einfach zu schlecht ist, ein reguläres Tor zu erzielen, hält man bei einem irregulären oder unfairen Treffer lieber die Fresse. Das gilt auch für den komischen hessischen Betreuer der Beesenstedter Männermannschaft, die – kaum angereist – sich schon ins Juniorenturnier reinhängte und dumme Kommentare abgab.

Somit also Braunsbedra, Merseburg 99 und Wettin für die Finalrunde qualifiziert. Diese drei Mannschaften waren auch klar besser als die beiden ausgeschiedenen. Ein sehr gerechtes Ende, wobei der Schiedsrichter durch seine gewagte aber korrekte Entscheidung das Weiterkommen der schwachen Schochwitzer verhinderte. Mit einem 1:1 wären die nämlich im Finale gewesen!
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Nun zum Männerturnier, dass wir unter den verhältnismäßig zahlreichen Anhängern der Beesenstedter Außenseitern stehend, verfolgten. Dass man als Mannschaft aus der 3. Kreisklasse auch gegen Teams aus Kreisliga und Kreisoberliga eine Chance hat, zeigten die Jungs von TuRa II wirklich eindrucksvoll.

TuRa Beesenstedt II 3:2 SV Sennewitz
Spiel 1, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 6,0/10
Der klassentiefste schlug den klassenhöchsten (3. Kreisklasse gegen Kreisoberliga) verdient mit 3:2 – ein echtes Highlight da eine echte Überraschung und spielerisch ansehnliches Duell schon zu Beginn den Turniers.

SV Dornstedt 0:0 VfL Roßbach
Spiel 2, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 2,5/10
Schwaches Gekicke der beiden schwächsten Teams im Turnier. Dornstedt wurde um den gr nicht so unverdienten Sieg betrogen, da der Schiri das 1:0 - aus einer Vorteilssituation heraus gefallen - aberkannte.

TuRa Beesenstedt II 2:1 SG Großkugel
Spiel 3, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 5,5/10
Nach 0:1 Rückstand gewinnt TuRa noch mit 2:1 durch einen Treffer in der Schlussminute. Wieder eine Überraschung: auf der Tribüne wurde schon gerätselt, ob dass daran liegen täte, dass die Beesenstedter die größte Fangruppe dabei hatten (die waren aber zu leise, um Einfluss zu nehmen) oder am Mixery-Trinken vorm Spiel.

SV Sennewitz 3:0 SV Dornstedt
Spiel 4, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 2,5/10
Dornstedt leider völlig überfordert. Sennewitz spielte langweilig aber völlig verdient einen 3:0-Sieg heraus.

VfL Roßbach 1:2 SG Großkugel
Spiel 5, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 3,0/10
Roßbach traf nach ein paar Sekunden zum 1:0. Es sollte ihr einziger Treffer im Turnier bleiben. Großkugel drehte die Partie aber verdientermaßen noch zum 1:2.

SV Dornstedt 0:3 TuRa Beesenstedt II
Spiel 6, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 4,0/10
Enttäuschend, wie Dornstedt auftrat. Nach ein paar Sekunden das 0:1, in den letzten Minuten noch zwei weitere Treffer. Dieser Beesenstedter Sieg wunderte jetzt aber keinen mehr...

SV Sennewitz 5:0 VfL Roßbach
Spiel 7, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 4,0/10
Sennewitz zog Roßbach locker ab. Nach 1, 3, 5, 6 und 8 Minuten schlug es im Kasten der schwachen Roßbacher ein.

SV Großkugel 3:0 SV Dornstedt
Spiel 8, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 1,0/10
Das schlechteste Spiel des Turniers. Großkugel gewann noch zu hoch: so gut waren die gar nicht aufgetreten, sondern bolzten genauso unmotiviert oder unbedarft den Ball umher, wie die Dornstedter auch. Das 1:0 hatte wieder der einzige der drei Schiris, der das Prädikart "schwach" verdient, mit zuverantworten. Die beiden sinnlosen Zeitstrafen im weiteren Spielverlauf wunderten einige; aber die kannten den Selbstdarsteller von Schiri, der bei zwei Spielen dieses Turniers negativ auffiel, wohl noch nicht. Seinen beiden Kollegen kann man nur Lob aussprechen.

VfL Roßbach 0:1 TuRa Beesenstedt II
Spiel 9, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 3,0/10
Beesenstedts schwächster Auftritt, doch für Roßbach immer noch gut genug. Eine halbe Minute vor Schluss erst fiel der goldene Treffer. Doch Beesenstedt war ohnehin schon bei 0:0 weiter. Dass der klassentiefste hier mit vier Siegen aus vier Spielen das Turnier gewann, muss man sich mal überlegen!

SG Großkugel 1:0 SV Sennewitz
Spiel 9, Vorrunde Männer Gr. 6, Bewertung: 2,0/10
Noch eine schwache Partie, entschieden durch einen späten Torerfolg. Für Sennewitz als haushohen Favoriten lief dieses Turnier absolut beschissen. Sie spielten wie ihre zweite Mannschaft, die sie laut KFV-Ansetzung aber nicht hätten sein dürfen.
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Schlusswort. Der eine Schiri, einer der beiden guten und korrekten, meinte in der Pause zwischen den beiden Turnieren mit Blick auf den maximal 8cm hoch verschneiten Feldfußballplatz neben der Halle: „also früher hätte man heute da gespielt.“ Als ich zweieinhalb Stunden zuvor nach der Ankunft an der Halle aus Neugier ebendiesen Platz, auf dem ich einige Monate zuvor ein herrliches Kreispokalspiel gesehen hatte, begutachtete, dachte ich genau das gleiche. Doch das ewige Gesülze von angeblicher Verletzungsgefahr – der Schnee ist weich und wenn man sich ordentlich aufwärmt, zerrt man sich auch nicht – und Unzumutbarkeit der Spieldurchführung bei ein paar Zentimetern Schnee, dass erst in den letzten fünf Jahren solche Blüten treibt, dass man peinlicherweise schon im November Spielausfälle en masse hat, verhindert das. Wenn ich mir die Richtlinien des KFV zu Spielen unter härteren Witterungsbedingungen durchlese, fasse ich mir an den Kopf. Bei Spielern, die sich wegen 0 Grad und ein paar Schneeflocken schon auf die Winterpause freuen, um dann da im Warmen zu kicken, könnte ich ausrasten. Die Hallensaison hat mich zu meiner aktiven Jugendfußballzeit schon nie interessiert – jetzt hat sich das nicht geändert. Das Männerturnier heute hat mich wieder nur in meiner Sicht, dass solche Hallenturniere absolut kein Ersatz für Feldfußballspiele sind, bestärkt. Bis auf TuRa Beesenstedt II, denen ich meinen Respekt aussprechen muss, konnte da keine Mannschaft ordentlich Fußball spielen. Und dabei war TuRa die klassenniedrigste Truppe! Die Spieler von Sennewitz & Co. gehören raus aufs Feld – für Hallenfußball braucht man Futsal-Spieler, die sich aufs technisch weit anspruchsvollere, weil räumlich viel engere Spiel in der Halle spezialisieren!

Statistik:
Ground Nr. 507 (ein neuer Ground; diese Saison: 56 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.193 und 1.194 (diese Saison: 81)
Tageskilometer: 90 (70 Bahn, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 12.870 (8.170 Auto/ 2.110 Fahrrad/ 1.790 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 229

Montag, 13. Dezember 2010

W228III: Handball in zwei fast identischen Leipziger Hallen

Motor Gohlis Nord 17:27 HV Glesien 1929 II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 11.45
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 17:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:10, 7:10, 7:11, 8:11, 8:12, 9:12; 9:13, 11:13, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:19, 14:19, 14:25, 16:25, 16:26, 17:26, 17:27
Gelbe Karten: MoGoNo 2, Glesien 2
Zeitstrafen: MoGoNo 2 Minuten, Glesien 8 Minuten
Platzverweise: Nr. 13 Glesien (36:45 – grobes Foul)
Sportanlage: Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (MoGoNo in allen Bereichen eine Katastrophe, Glesien sehr langsam und ansonsten allenfalls Mittelmaß: seit Langem das schlechteste Handballspiel das ich gesehen habe)

Leipziger SV Südwest FR II 19:9 HSV Mölkau – Die Haie FR II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 14.40
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2/ Frauen (8. Liga der Frauen)
Ergebnis: 19:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 11:3
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 7:1, 7:2, 8:2, 8:3, 9:3, 11:3, 11:4, 15:4, 15:7, 16:7, 17:7, 17:8, 18:8, 18:9, 19:9
Gelbe Karten: LSV SW 3, Mölkau 1
Zeitstrafen: LSV SW 2 Minuten, Mölkau 0 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Für ein so torarmes Spiel einer unteren Frauenliga war das richtig gut)

Leipziger SV Südwest 33:32 TSG 1861 Taucha
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 16.10
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 10:15
Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:9, 6:9, 6:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:15, 10:15, 10:16, 11:16, 11:18, 12:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:22, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 29:28, 29:29, 30:29, 30:30, 31:30, 31:31, 32:31, 32:32, 33:32
Gelbe Karten: LSV SW 3, Taucha 3
Zeitstrafen: LSV SW 10 Minuten, Taucha 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 LSV SW (38:49 – Meckern und andere Regelverstöße)
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutklassig, starke Torszenen, spannend!)

Photos and English version:
Handball in Leipzig: Motor Gohlis Nord – Glesien II + Südwest (women II) – HSV Mölkau (women II) + Südwest – Taucha

Mittlerweile reißt es irgendwie ein, dass wir sonntags immer zum Handball nach Leipzig fahren. Diesmal standen zwei Spiele in der Bezirksklasse, der fünften Amateurliga (bzw. der 4. Liga auf Landesebene) an. Unangefochtener Spitzenreiter der zweiten der beiden Staffeln ist die Reserve von Germania Zwenkau; hinter Böhlen und Regis-Breitingen reihen sich dann die Kontrahenten des heutigen Tages ein: 4. MoGoNo, 5. Taucha, 6. Glesien II und 7. LSV Südwest. 8. und damit auch schon Tabellenletzter, ist die Reserve der HSG Rückmarsdorf.

Kaum aus der S-Bahn Halle – Leipzig an der Station Slevoigtstraße ausgestiegen, waren wir auch schon an der Halle der 68. Schule Leipzig Möckern. Diese gehört zu jenen DDR-Hallen, die eine verkleidete Klinkerfassade – die Steinstrukturen sieht man dann in der Halle genau – haben und stufenförmig gebaut sind: der eigentliche Hallenteil ist rechteckig und etwa hoch wie breit, während der gleichlange Vorbau, in dem sich Umkleiden, Klos, Geräteräume usw. befinden, höchstens halb so breit und hoch ist. Die Dächer sind flach und in der Deckenverkleidung sind runde Leuchten angebracht. Durch die beiden Fensterreihen auf den oberen Längsseiten fällt viel Licht. Die Zuschauer sitzen auf Holzbänken am Spielfeldrand.

Zuschauer waren wenige da, Stimmung gab es auch nicht und von einem guten Spiel konnte auch nicht geredet werden. MoGoNo blamierte sich mit dutzenden Fehlpässen und ungenauen Zuspielen, schlechten Würfen und nicht vorhandener Abwehrarbeit gegen technisch mittelmäßige aber nur sehr langsame Glesiener. Das Spielniveau war grauenhaft und der Bezirksklasse nicht würdig. Glesien gewann letztendlich verdient mit 17:27.
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In weiser Voraussicht, dass es in Lößnig nichts zu Essen geben würde, fuhren wir über Leipzig Hbf und nahmen uns Brötchen in die Halle mit. Diese Halle steht im Schatten gewaltiger Plattenbauten – 12 Stockwerke hoch, teils mehrere hundert Meter lang und damit deutlich anders als der nahegelegen Rundling, der ein ganz besonderes Stück der 1930er Jahre-Bauweise darstellt und ebenfalls viele Leute auf engem Raum unterbringt – und ist ein ebensolcher Klinkerbau, wie die oben beschriebene Halle in Möckern. Als einzige Unterschiede waren hier die Außengestaltung mit Graffiti und die längliche (und nicht runde) Deckenbeleuchtung auszumachen. Beides waren allerdings nachträgliche Anbringungen.

Wir kamen gerade zu Beginn des Spiels der Zweiten Frauen des Leipziger SV Südwest die gegen die Zweiten Haie von Mölkau spielten. Das Spiel hatten wir eigentlich gar nicht eingeplant, aber wir kamen problemlos und erstaunlich schnell von Sporthalle zu Sporthalle, was in Halle/ Saale am Tag zuvor nicht der Fall war. So sahen wir ein ganz ordentliches Spiel, in dem die auf dem 10. und somit vorletzten Tabellenplatz rangierenden Mölkauerinnen ziemlich überfordert waren gegen die gerade einmal zwei Plätze vor ihnen platzierten Südwestlerinnen. Mölkau war allerdings gar nicht so schlecht, wie die Deutlichkeit des Ergebnis vermuten lässt – doch die geringe Trefferzahl deutet schon an, wo die Schwäche liegt: die Würfe sind unplatziert und zudem landete gerade bei Mölkau eine auffällig hohe Zahl an Trefferversuchen an Pfosten oder Latte. Neunzehn zu neun, 28 Tore: so ziemlich das torärmste Handballspiel, was ich gesehen habe – aber nicht das schwächste!

Bei dem gleich darauf angepfiffenen Spiel der Männer kam auch mal etwas Stimmung durch die Zurufe und Anfeuerungen der Tauchaer Fans und Vereinsangehörige des LSV SW auf. Dieses dritte Spiel an diesem Sonntag war auch mit Abstand das beste Duell. Dass MoGoNo und Glesien auf der einen, und LSV und Taucha auf der anderen Seite in einer Liga spielen und in deren Tabelle auch noch so dicht beieinander stehen, wirkt richtig unwirklich, wenn man beide Spiele gesehen hat. Da lagen drei Klassen dazwischen, so viel besser waren die beiden ausgeglichenen Mannschaften von Südwest und Taucha. Südwest wie Taucha waren technisch gut, im Angriffsspiel stark und im Läuferischen schnell. Hier fielen auch richtig schöne Tore. Bis zur 45. waren die Gäste dauernd in Führung, doch dann drehte der Gastgeber noch einmal richtig auf. In einem zunehmend härteren, aber nie unfairen Spiel, schaffte es LSV Südwest einen teilweise 7 Tore betragenden Rückstand in einen ganz knappen Sieg zu verwandeln. In den letzten 10 Minuten fielen besonders viele Treffer, da das Tempo da noch mal stark angezogen wurde: allein in den letzten 90 Sekunden waren das 32:31 für LSV, der Ausgleich zum 32:32 per Siebenmeter und der Siegtreffer zum 33:32 für LSV Südwest zu sehen.

Zu allen Spielen war der Eintritt frei und so wirklich gelohnt hat sich nur das letzte der drei Spiele, doch beide Hallen sind aufgrund der Klinkerbauweise einen Besuch wert. Um die Größenordnung der Halle der 51. Mittelschule im Vergleich zu den umstehenden Plattenbauten zu haben, kann man sich
dieses Luftbild auf Wikipedia einmal angucken: in der oberen Bildmitte ist der Rundling und unten mittig zwischen dem vierfarbigen Block und dem hohen weißen Bau ist die Halle (graues Dach und etwas heller wirkendes Vordach) zu sehen. Übrigens verlief auch der Rückweg über Halle nach Merseburg problemlos und pünktlich.
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Statistik:
Grounds Nr. 505 und 506 (zwei neue Grounds; diese Saison: 55 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.190-1.192 (diese Saison: 79)
Tageskilometer: 110 (90 Bahn, 20 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 12.780 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.720 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228

Sonntag, 12. Dezember 2010

W228II: Basketballtag in Halle/ Saale

Justabs Halle II 68:75 TV „Gut Heil“ Zerbst
Samstag, 11. Dezember 2010 - Tip-off 12.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Südost (8. Liga, 3. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 68:75 nach 40 Min. – Viertelergebnisse: 23:16, 20:14, 14:23, 11:22
Punkte: ? / Fouls: ? / 5. Foul: ?
Freiwürfe: 14 von 29 (=48%)
Spielort: Dreifelderhalle der Sportschule Halle (Kap. 200, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: 2 (wir zwei Neutrale)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Natürlich kein besonders gutes oder attraktives Spiel, aber für die unterste Spielklasse völlig OK)

BBC Halle 80:123 „Bodfeld ’Baskets’“ Oberharz (Elbingerode)
Samstag, 11. Dezember 2010 - Tip-off 17.00
Oberliga Sachsen-Anhalt (6. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 80:123 nach 40 Min. – Viertelergebnisse: 17:27, 14:31, 22:33, 27:32
Punkte: ? / Fouls: ? / 5. Foul: ?
Freiwürfe: 21 von 32 (66%, wobei BBC 50% und Oberharz 81%)
Spielort: Sporthalle der BbS IV Friedrich List (Kap. 150, davon 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (anscheinend keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Wettbewerbsverzerrung der übelsten Sorte, aber auf beiden Seiten gab es so gute Spielszenen und technische Feinheiten, das man immer noch das Prädikat „OK“ geben muss)
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Photos and English version:
Basketball in Halle: Justabs II – Gut Heil Zerbst/ BBC – Oberharz

Es gibt nicht viele Basketballmannschaften in Sachsen-Anhalt: relativ viele im Süden, aber fast gar keine in der Mitte und im Norden des Landes. Halle ist neben Weißenfels die Hochburg für Basketball. So kann man mitunter zwei oder sogar drei Spiele hintereinander sehen. Wir wollten heute zwei Spiele der untersten Ebene – unter der sachsen-anhalt-weit in drei Staffeln eingeteilten Bezirksliga finden sich keineswegs Kreisligen, da es einfach in manchen Landkreisen nur eine oder gar keine Basketballmannschaft gibt – und eines der höchsten Amateurliga, der Oberliga, ansehen.

In der Bezirksliga Südost führt Justabs II punktgleich (4 Siege, 1 Niederlage) vor Gut Heil Zerbst – ein ungewöhnlicher Name, da der alte Turnerspruch wie alles andere mit „Heil“ nach dem Missbrauch durch die Nationalsozialisten anrüchig klingt – und der III. Mannschaft der BSW Sixers. Die TORnados haben erst ein Mal gewonnen und sind Vorletzter (d.h. 6.).

Das Spiel zwischen Justabs II und Gut Heil fand in der Dreifelderhalle der Sportschule Halle, gelegen in der Robert-Koch-Straße, statt. Mangels Beschilderung muss ich hier den Hinweis geben: die Halle ist der orange Klotz direkt an der Straße. Innen ist sie ganz ordentlich ausgestaltet, wobei es etwa 2,50m über dem Spielfeld auf einer Seite einer Tribüne gibt, die eine aus sehr hartem Holz gefertigte Bankreihe und eine mit einer Metallreling abgegrenzte Stehreihe dahinter aufzuweisen hat. Auf dieser Tribüne waren erst noch mit meinem Vater und mir 8 Leute zugange, wobei die sechs anderen nur wegen dem 10-Uhr-Spiel da waren und deshalb auch nach und nach gingen. Nach der Pause waren nur noch wir beide da, sodass auch nur wir als einzige Zuschauer gezählt werden konnten. Schon schade, wenn die Spieler nur für sich spielen. Normalerweise hätten sie ja gar keine Zuschauer gehabt.

Gespielt haben sie nun natürlich nicht sonderlich attraktiv: die Bezirksliga verdient nur wegen ihrer Ausdehnung den Namen, ansonsten ist das 2. Kreisklasse. Aber neben den vielen technischen und sonstigen Fehlern und dem Fakt, dass von den ersten 13 Freiwürfen auf beiden Seiten kein einziger verwandelt wurde, gab es doch einige schöne Treffer und Angriffsläufe zu sehen. Von einem schlechten Spiel kann also nicht die Rede sein: die Anstrengungen und mitunter wirklich sehenswerten Körbe muss man den Spielern zugute halten. Zudem war das Spiel auch spannend, da es bis zum Ende des dritten Viertels nach einem Heimsieg aussah und Zerbst erst im letzten Viertel noch mal richtig loslegte und sicherer traf, was sie schließlich zum 7-Punkte-Sieg brachte.
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Eigentlich wollten wir danach in der Sporthalle der Sprachheilschule A. Liebmann, die direkt hinter dem Sportplatz am Kinderdorf – dort spielt der FSV 67 Halle – liegt, noch das Spiel zwischen TORnados Halle und BSW Sixers III sehen, aber da das Vorankommen im winterlichen Halle eine einzige Katastrophe ist, sahen wir nur das 17.00-Spiel, was wir als krönenden Abschluss eingeplant hatten. Die Probleme fingen damit an, dass weder die verkommene Stadt, die keine Lust hatte den Winterdienst aufzustocken, noch die verkommenen Wohnungsbaugesellschaften in der Südstadt und schon gar nicht das dumme Volk, was dort wohnt, sich um das Beräumen der Gehwege bemüht. Da wohnen so viele Leute, denen ein freier Gehweg recht sein müsste, aber es räumt niemand den Schnee und das Eis weg: faul und asozial ist so was! Wir verpassten die 14.02-S-Bahn am Bahnhof Südstadt nur knapp und mussten dann 25 Minuten auf die 14.32 warten. OK, zweite Halbzeit gucken – dachten wir. Aber da diese verkommenen S-Bahnen so schlecht gewartet sind, bekam der Zugführer nach dem Halt die Karre nicht mehr an. Motorschaden. Also kamen wir nicht zur Zscherbener Straße und konnten so nicht noch zur Sporthalle laufen. Wir nahmen eine der Straßenbahnen, die es mit Müh und Not und einem Umweg wegen Feuerwehreinsatz zum Bahnhof schaffte. Erstmal bei dem Dönerladen, dessen Inhaber seine Ethnie mit seiner Speisekarten verrät – kein Türke würde Lahmacun mit „Kurdische Pizza“ angeben – was Ordentliches gegessen. Dann fuhren mal wieder keine Straßenbahnen, sodass wir, da noch 50 Minuten bis zum nächsten Basketballspiel, erstmal zur Thalia-Buchhandlung liefen, um uns zu vergewissern, dass man die Buchhandlungen wirklich vergessen kann: im Internet kriegt man aktuellere Ausgaben schneller und ältere Ausgaben preisgünstiger. Ganz abgesehen davon, dass antiquarische Bücher, ungewöhnliche Straßenkarten und fremdsprachige oder zweisprachige Bücher meist für die oft wenig fähigen und unflexiblen Buchhändler nicht bestellbar sind. Wer also halbwegs mit dem Internet umgehen kann, sollte bloß bei „Amazon“ und anderen guten Anbietern bestellen.

Nun ja, es ging nun weiter für uns zum Leipziger Turm, wo sich gegenüber davon eines der beiden Gebäude der IV. Berufsbildenden Schule Friedrich List befindet. Das Schulgelände war nur durch den Toreingang im Schulgebäude, gegenüber der Hochstraße zugänglich. Im Innenhof der Schule befindet sich die moderne und sehr interessant geschnittene Sporthalle. Der Glaskasten hat ein wellenförmiges Dach. Innen fällt vor allem die bunte und seltsam geformte Sprecherkabine auf. Einen Oberrang gibt es neben der Sprecherkabine, doch der Zugang dazu war genauso abgeschlossen wie die Besucherklos, sodass man bei den Spielern vorbeischauen musste. Eine Tribüne gibt es nicht: man sitzt auf Turnhallenbänken, die etwa 75 Leuten Platz geben, direkt am Spielfeldrand oder steht in den dafür vorgesehenen Bereichen hinter den Körben.

Der BBC Halle ist mit drei Siegen aus 10 Spielen nur 8. von 10, Oberharz hingegen gewinnt jedes Spiel dreistellig – das Hinspiel ging 146:60 aus – und führt mit 10 Siegen aus 10 Spielen, da sie durch den Sponsor – eine Internetapotheke – gehörig Geld zur Verfügung haben. Hier wird mal wieder versucht einen unbedeutenden Verein in den Profisport hoch zu kaufen, was für eine Weile gelingen wird (Pro B oder Pro A vielleicht 2015), aber dann wieder schön in der Versenkung verschwindet (Bankrott 2018 wäre dann ein klassischer Werdegang). Da helfen auch keine ein, zwei Nachwuchsmannschaften mit den regionalen Talenten, wie das in einem Artikel der Sorte „Alles Super – Alles Toll“ in der „Volksstimme“ beschrieben wurde. Was der Einsatz mehrerer us-amerikanischer Profis mit Amateurbasketball zu tun hat, sollen die Spinner mir mal erklären! Aber die Dummen, die meinen, ein paar Spieler zusammenkaufen zu können, und dann die Sponsoren und Fans in Massen anrennend erwarten um dann in den Profibereich aufsteigen und sich dort etablieren zu können, sterben eben nie aus: immer irgendwelche sportbegeisterten Geschäftsleute, die einfach keine Trennung zwischen ihren beiden Standbeinen vornehmen können und anständigen Amateursport angemessen fördern können. Hätten diese Leute Sportsgeist, würden sie mit einer reinen Amateurtruppe spielen und keine Profis in ein Amateurteam einkaufen – auch keine dritt- bis viertklassigen wie die Amis bei den Harzern.

Die zwei Komiker machten natürlich das Spiel alleine. Für ihre Schnelligkeit, Ballsicherheit, Technik (hinterrücks Zuspiel ohne zu gucken oder zwei Mal antäuschen, dann vorbeigehen, hochsteigen und sicher treffen usw.) und zumindest streckenweise richtig guten Treffer aus allen Lagen, würde ich sie normalerweise loben – aber sie bekommen ja Geld dafür, in einer Amateurliga den Wettbewerb zu verzerren. Also lobe ich lieber die Hallenser, die zwar natürlich überfordert waren, aber bei ihren sicheren Würfen und schnellen Angriffen, die doch noch zu 80 Punkten führten positiv auffielen. Mit einer unfairen Spielweise hätten sie den nur mit sechs Mann, von denen zwei auf ProB- oder Regionalliga-Niveau, einer auf Oberliga-Niveau und drei auf Landes- bis Bezirksliga-Niveau spielten, angereisten Gästen wirklich gefährlich werden können. Aber der BBC blieb völlig fair und ließ die Niederlage mit ordentlicher Gegenwehr ergehen. Der spielerische Unterschied war nicht so hoch, wie das Ergebnis von 43 Punkten Unterschied zu zeigen meint.
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Statistik:
Grounds Nr. 503 und 504 (zwei neue Grounds; diese Saison: 53 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.188 und 1.189 (diese Saison: 76)
Tageskilometer: 40 (30 Straßenbahn, 10 Bahn)
Saisonkilometer: 12.670 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.610 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228

Samstag, 11. Dezember 2010

W228I: Das Sachsen-Anhaltische Handball-Derby in Liga 3

HG 85 Köthen 15:20 SV Anhalt Bernburg
Freitag 10. Dezember 2010 – Anwurf 19.30
Liga: 3. Bundesliga/ Ost (Halbprofi-Liga)
Ergebnis: 15:20 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:12
Tore: Cieszynski 5, Musche 4, Luskovec 3, Grohmann 1, Kreller 1, Uelsmann 1 (HG 85); Kraft 7, Weber 5, Seifert 3, Schöttke 2, Hoffmann 1 (SVA)
Gelbe Karten: 2 Spieler + Trainer (HG 85); 3 Spieler + Trainer (SVA)
Zeitstrafen in Minuten: Lux 4, Stojan 4, Grohmann 2, Uelsmann 2, Brandt 2, Weber 2 (HG 85); Kraft 4, Seifert 2, Steinbrink 2, Poplawski 2, Rindert 2 (SVA)
Platzverweise: keine
Sportanlage: Heinz Fricke Sporthalle (Kap. 850, davon 500 Sitzplätze)
Zuschauer: 850 (ausverkauft; davon ca. 150 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Kein herausragend gutes, aber spannendes und durch Härte der Abwehrreihen und Fan-Atmosphäre interessantes Spiel)
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Photos and English version:
HANDBALL DERBY IN KÖTHEN: HG 85 – ANHALT BERNBURG

Der 15.55-Zug war „nur“ 25 Minuten zu spät in Halle, sodass wir den 16.43 nach Magdeburg über Köthen, der letzten Hopperticketstation von Merseburg aus auf dieser Strecke, gerade noch kriegten. Wir waren fast zwei Stunden vor dem Anwurf an der Halle, wobei es erwartungsgemäß die Ansage gab: „Karten eine Stunde vor Anpfiff – jetzt noch nicht“. Dann halt noch einmal durch das verschneite Köthen – übrigens die am Besten beräumte Stadt, die ich diesen Winter gesehen habe – zum Marktplatz in der Altstadt: die Marktkirche und das Rathaus sind zwei wirklich sehenswerte Bauten. Aber es ist natürlich dort ziemlich ausgestorben. Doch Köthen ist auch durch sein Schloss und die darin befindliche Vogelsammlung (
Link zu Bildern von einem früheren Besuch in Köthen) eine sehenswerte Stadt.

Als wir dann 18.30 an der Halle waren, bequemten sich die zwei Kassenwärter die sauteuren Karten herauszugeben. 8€ für Steh- und 10€ für Sitzplätze, wobei davon 2€ Top-Zuschlag sind: ein Zuschlag, der - wie schon einmal zum Spielbesuch in Bernburg erwähnt - der Kostendeckung bei Mehrkosten durch erhöhte Polizeikräftezahl usw. dient – und nicht zum Abzocken der Zuschauer. Natürlich gab es auch in Köthen keine Polizei, wobei die Zahl der Ordner mit etwa einem Dutzend recht hoch war. Die Preise für Essen wie die geschmacklich guten Knacker im Brötchen – 1,90€ – waren echt nicht mehr feierlich.

Weg von den asozialen Preisen im Handball – kommen wir zum schöneren Thema: der Ground. Die Sporthalle Heinz Fricke (ob damit der deutsche Dirigent gemeint ist bezweifle ich, obwohl dieser aus dem Osten Deutschlands stammt: aber solche Sporthallen heißen meist nach mehr oder weniger überzeugten und wichtigen Antifaschisten, die keine Sau kennt) ist ein klassischer DDR-Rundbogenhallenbau, der sicherlich in den 1960er Jahren erbaut wurde. Hier sind die acht an den Außenseiten ausladend lang gezogenen Stützbalken besonders auffällig. Über ein Foyer kommt man rechts zur Tribüne: sechs Reihen mit Holzbänken, wobei die erste Reihe, in der wir Platz zu nehmen hatten, etwas anders aufgemacht ist, als die dahinter folgenden. Zudem sitzt man nur etwa 30cm über dem Boden, was für einen mehr als 1,40m großen Menschen unbequem ist. Die Heinz-Fricke-Sporthalle ist ansonsten ein sehr zuschauerfreundlicher Hallenbau: rechts geht man auf der Tribüne noch eine Treppe zur Empore hoch, die hinter dem einen Tor einen breiten Raum einnimmt und auf der der Tribüne gegenüberliegenden Seite bis fast zur Ecke an der Anzeigetafel schmal weitergeht. Hätte ich vorher gewusst, wie die Halle aussieht (es gibt aber leider keine Innenansichten außer meine eigenen jetzt im Internet), hätte ich die Stehplätze vorgezogen. Bei so einem Derby muss man aber früh kommen, um noch einen Platz direkt an der Barriere auf der Längsseite zu bekommen: die Rentner haben nämlich dort die Angewohnheit, ihre Jacken als Zeichen „hier ist belegt, also verpiss dich!“ eine Stunde vorher über die Balustrade zu hängen, um dann bis kurz vorm Anwurf im Foyer zu essen, Bier zu trinken und zu quatschen. Wie die Urlauber auf Malle: Handtuch auf den Liegstuhl und dann noch mal aufs Hotelzimmer flätzen oder zwei Stunden am Frühstücksbüffet fressen...

Derby also: von den drei sachsen-anhaltischen Mannschaften in der Oststaffel der 3. Bundesliga liegen Bernburg (Salzlandkreis) und Köthen (Anhalt-Bitterfeld) am dichtesten zusammen. In Bernburg habe ich auch wenig Freundliches über die Köthener gehört, sodass ich mit einem harten Spiel des 10. gegen den 8. gerechnet habe. Verwunderlich, dass es keinen Platzverweis geben sollte, doch man hatte auch mit den sächsischen Schiris zwei sehr gute Leute an den Pfeifen. Die waren auch häufig gefordert, da das Spiel zwar relativ arm an Toren, aber trotzdem reich an Tempo und eben auch an Härte – besonders bei der Abwehrarbeit – war. Richtig grobe Fouls gab es aber nicht, auch wenn z.B. mal ein Bernburger mit Nasenbluten runter musste, weil er wohl er die angewinkelten Fäuste des Köthener Verteidigers mit einem Kopfstoß brechen wollte...
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Nach dem 1:0 der Köthener drehten die Gäste schnell auf und zogen auf 1:6 davon, wobei sie sich in Abschluss wie Abwehr bis zur 20. Minuten klar besser zeigten. Danach schafften es Köthen heranzukommen, was auch durch Bernburger Fehler gelang, doch die Aussetzer wurden von den Gästen schnell wieder ausgebügelt. Ab der 25. hatten die Hausherren auch wieder mit einigen Macken geglänzt: so rutschte einem HG-Spieler der Ball beim Siebenmeterwurf aus der Hand und fiel neben dem Spieler herunter. Erinnerte mich an einen Kumpel beim Schulsportfest: Weitwurf – und der Heini wirft die geniale Weite von „Minus Fuffzsch Zendimedor“. In der Schlusssekunde der ersten Halbzeit hämmerte ein Bernburger (Alexander Weber, glaube ich) noch ansatzlos einen Ball ins Eck.

Nach der Pause war Bernburg für eine Weile abgemeldet, doch Köthen sollte nur bis auf ein Tor herankommen und nie mehr eine Führung erzielen. Der fünf Tore-Abstand pendelte sich dann ab der 50. ein. Ab und an wurde es noch mal etwas hitzig: aber ein paar Pöbeleien und Schubsereien auf dem Feld sind noch das Mindeste, was bei so einem Spiel zu erwarten ist.

Was die Fans anbetrifft, so hatte ich mit einer für Handball guten bis überragenden Stimmung in einer vollen Halle gerechnet: und tatsächlich; die Halle war ausverkauft, manche standen sogar auf der Treppe zur Empore – und die Bernburger agierten auch wie erhofft; der Block war geschlossen hinter der Mannschaft und stand oft Minuten lang klatschend und kurze Sprechchöre rufend auf der Tribüne, die Mannschaft ausgiebig feiernd. Nach dem Abpfiff liefen sogar einige gleich zum Team auf die Platte und es wurde schön abgefeiert. Leider ließ die Stimmung beim Köthener Publikum ziemlich zu wünschen übrig. Auch wenn die Mannschaft nicht gut spielt – das war ja bis zur siebten Minute auch nicht so abzusehen – muss man die Derbystimmung nicht gänzlich auf die Stimmungs-Zutat Nr. 2 (Gegner auspfeifen, über Schiri meckern, rumpöbeln) beschränken. Nach der Pause waren einmal in der Aufholphase der HG 85 sehr einfallsreiche „Köthen, Köthen“-Sprechchöre zu hören – ansonsten gab es nur ein bisschen monotones Geklatsche und trotz Aufmunterungen des guten, aber manchmal etwas zu moderationsfreudigen Hallensprechers, keine weiteren Anfeuerungen der Mannschaft. Nur Meckern und Pöbeln. Verglichen mit dem trommel- und sprechchorfreudigen Bernburger Anhang wirklich erbärmlich. Allerdings kann man den Köthenern auch nicht vorwerfen, dass sie niveaulos gewesen wären: rassistische Pöbeleien wie bei Anhalt Dessau oder einigen norddeutschen Bundesligisten werden in Köthen sicherlich nicht so akzeptiert und selbst die etwas unterbelichtete Bernburger Handballexpertin neben mir, die wohl meinte sie sei zuhause oder im Gästesektor, wurde nur belächelt und in Ruhe gelassen: da hab ich bei Dorfvereinen in solchen Situationen (Spieler der Heimmannschaft wird klar gefoult, bleibt liegen und Gästefan meckert für umsitzende Heimfans hörbar „Schauspieler“ etc.) schon richtig derbe Antworten gehört...

Alles in Allem hat sich der Besuch trotz der Preise aber gelohnt und ich kann diese Partie – auch in umgekehrter Reihung – jedem Handballinteressierten empfehlen. Auf dem Rückweg gab es wieder nur relativ geringe Verspätungen, sodass wir den Anschluss in Halle noch gerade so erreichten.
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Statistik:
Ground Nr. 502 (ein neuer Ground; diese Saison: 52 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.187 (diese Saison: 74)
Tageskilometer: 100 (Bahn)
Saisonkilometer: 12.630 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.570 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228

Montag, 6. Dezember 2010

W227II: Handball im Haifischbecken von Mölkau

HSV Mölkau - Die Haie II 30:31 TSV 1886 Markkleeberg II
Sonntag 5. Dezember 2010 – Anwurf 12.00
Liga: 1. Kreisklasse Leipzig (11. und unterste Liga)
Ergebnis: 30:31 nach 60 Min. – Halbzeit: 16:17
Torfolge: 2-0, 2-2, 3-2, 3-3, 4-3, 4-4, 5-4, 5-7, 6-7, 6-8, 7-8, 7-9, 8-9, 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-13, 12-13, 12-14, 13-14, 13-15, 14-15, 14-16, 15-16, 15-17, 16-17; 16-18, 19-18, 19-19, 20-19, 20-20, 20-22, 21-22, 21-23, 22-23, 22-25, 23-25, 23-26, 26-26, 26-27, 27-27, 27-28, 28-28, 28-30, 29-30, 30-30, 30-31 (30-31 in 59:55)
Zeitstrafen: Mölkau II 2 Minuten, TSV II 6 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle Leipzig-Mölkau (Kap. 100 nur als Stehplätze nutzbare Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Entsprechend der Klasse hohe Fehlerquote, aber trotzdem hohe Geschwindigkeit und viel Spannung!)

HSV Mölkau - Die Haie FR 24:27 BSV Limbach-Oberfrohna FR
Sonntag 5. Dezember 2010 – Anwurf 14.00
Liga: Frauen Verbandsliga Sachsen, West (6. Liga der Frauen)
Ergebnis: 24:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 12:16
Torfolge: 0-4, 1-4, 1-6, 4-6, 4-7, 6-7, 6-9, 7-9, 7-10, 8-10, 8-11, 9-11, 9-12, 10-12, 10-13, 10-14, 11-14, 11-16, 12-16; 12-17, 13-17, 13-18, 14-18, 14-19, 14-21, 16-21, 16-22, 17-22, 17-23, 18-23, 20-23, 20-24, 22-24, 22-25, 22-26, 24-26, 24-27
Zeitstrafen: Mölkau 4 Minuten, BSV 6 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle Leipzig-Mölkau (Kap. 100 nur als Stehplätze nutzbare Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Fing richtig gut an, ließ aber nach 15 Minuten erheblich nach)

HSV Mölkau - Die Haie 29:25 NHV Concordia Delitzsch 2010 II
Sonntag 5. Dezember 2010 – Anwurf 16.00
Liga: Bezirksliga Leipzig (7. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 29:25 nach 60 Min. – Halbzeit: 18:10
Torfolge: 1-0, 1-1, 3-1, 3-2, 5-2, 5-3, 6-3, 6-4, 8-4, 8-5, 10-5, 10-6, 10-7, 14-7, 14-8, 16-8, 16-9, 17-9, 17-10, 18-10; 18-11, 19-11, 19-12, 21-12, 21-13, 22-13, 22-14, 23-14, 23-20, 25-20, 25-21, 27-21, 27-22, 28-22, 28-23, 29-23, 29-25
Zeitstrafen: Haie 10 Minuten, Concordia 12 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle Leipzig-Mölkau (Kap. 100 nur als Stehplätze nutzbare Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Viele schöne Tore und Szenen am Kreis: insgesamt ein wirklich gutes Spiel!)
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Photos and English version:
Leipzig – Details of Facades: Jugendstil, Graffiti, Socialist Era
Handball in Leipzig-Mölkau: Three Matches in a Botched Sports Hall

Ein langer Spieltag in der Sporthalle der Mölkauer Mittelschule. Dass ich nach nicht einmal zwei Jahren eine noch beschissenere Halle als die in der Seminarstraße Naumburg/ Saale finden würde, hätte ich nicht gedacht. War der Architekt zugekifft? Wie soll man den bei einem 1,50m hohen Geländer vor einer zweireihigen, Holz beschlagenen Kunststofftribüne, die sich mehr als 2m direkt über dem Spielfeldrand befindet, und nur ca. 50 bzw. 75cm hoch ist, etwas sehen? Man musste die ganze Zeit am Geländer stehen, da man nicht einmal auf der zweiten Bankreihe stehend richtig zuschauen konnte: da guckte man zwar über das Metallgeländer hinweg, aber dafür war immer einer der sechs pervers dicken Stahlträger im Blickfeld. Also so eine Kräpel-Halle habe ich noch nie gesehen: die ist so bescheuert verpfuscht, dass man sie eigentlich mal besucht haben muss!

Die Sichteinschränkung war allerdings kein Problem, da kaum Zuschauer erschienen. Diese mussten auch keinen Eintritt bezahlen, dafür gab es ordentliches Catering zu angemessenen Preisen. Die Mölkauer scheinen übrigens große Freunde der Ironie und versteckter Anspielungen zu sein: anders ist der Text zur Halle auf der Website - www.hsv-moelkau.de - nicht zu erklären. Da heißt es: „Neben den guten Trainingsbedingungen ist das Schöne an unserer Halle, dass es eine Zuschauertribüne gibt. Und zum Spieltag ist dann natürlich richtig was los ... dann ist Hai-Stimmung!“ – so ist es: Hai-Stimmung; Fische sind halt stumm, so wie es Mölkauer Fans auch sind...

Egal, jedenfalls standen 5 Spiele für verschiedene Mannschaften der Mölkauer Haie, des 2005 aus dem SV Mölkau 04 ausgegliederten Handballvereins, an. Die B-Jugend schauten wir uns nicht an, wir stiegen nachdem wir den Weg in den östlichen Stadtteil mit Bahn und Bus und einem kurzen Abstecher in die Innenstadt gefunden hatten, bei den II. Männern in der untersten Spielklasse – Sachsen hat mit 11 Ebenen bzw. 8 Amateurebenen ab Mitteldeutscher Oberliga einen sehr großen Handballspielbetrieb – ein. Hinter dem punktverlustfreien HC Leipziger City sind die Reserve-Haie etwa besser als der Viertplatzierte aus der südlichen von Leipzig liegenden Kleinstadt einzuschätzen. Es entwickelte sich das erwartet enge Spiel in dem Mal der Eine mal der Andere führte. Die Zweite Mannschaft der Mölkauer war gleichwertig, doch hatte dann am Ende etwas Pech, sodass eine ganz knappe Niederlage in einem natürlich sehr fehlerbehafteten aber erfreulich schnellen Spiel zu Buche stand. 30:31 – 61 Tore; und da waren viele schöne wie Raketen in den Winkel oder Heber von der Seite über den Torwart dabei!
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Danach spielten die Frauen in der Verbandsliga Staffel West gegen Limbach-Oberfrohna: Siebter gegen Sechster ist ein wahres Mittelfeldduell. Der Ballspielverein aus der Kleinstadt bei Chemnitz hatte die leicht bessere Ausgangssituation und den klar besseren Start. Die Damen begannen richtig furios und erst als die Gastgeber – oder die Haiinnen – besser ins Spiel kamen, wurde es langsamer und weniger attraktiv. Attraktiv nur auf die Spielqualität bezogen... Jedenfalls wusste das Spiel nach 15 Minuten echt nicht mehr zu begeistern.
Nach aussichtslos scheinendem Rückstand kam Mölkau noch mal heran in der zweiten Halbzeit. Doch fünf Minuten vor Schluss machten die Gastgeberinnen so viele dilettantische und unnötige Fehler, dass sie mit drei Tore Unterschied noch gut bedient waren. Wirklich heftig kritisieren muss man aber trotzdem niemanden - nur kurz vor der Pause gab es eine doch sehr fragwürdige Szene: eine Mölkauerin wird fair am Wurf gehindert, verletzt sich beim Sturz aber am Knie, bleibt liegen, der eine Schiri steht direkt daneben, lässt die Limbacherin mit dem Ball in der Hand zögern, meint dann es solle weitergespielt werden, die Limbacherin zögert noch kurz und wirft dann auf Zuruf einen weiten Pass auf eine Mitspielerin, die als Zeichen der äußersten sportlichen Fairness an der einen Verteidigerin vorbei aufs freie Tor zuläuft und den Wurf verwandelt. Dass die Mölkauer Verteidigerin ihr so in den Rücken stieß, das die Limbacherin heftig stürzte, konnte ich voll und ganz verstehen. Warum Handballer nicht wie Fußballer es ja fairerweise meist machen, den Ball nach einer solchen schiedsrichterlichen Bankrotterklärung nicht ins Aus spielen können, habe ich mich schon mehrfach gefragt. Rücksichtsloses Torattackieren ist beim Handball in so einer Szene viel verbreiteter als beim Fußball: dem letzten Fußballer, der bei einem Spiel, das ich gesehen habe, in einer solchen Situation auf den gegnerischen Strafraum zustürmte (ein Müchelner Spieler beim Kreispokal in Wettin), wurde übrigens zünftig unter den „Jawoll“-Rufen der Fans vor erreichen des Strafraums in die Kniekehlen gelatscht...
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Das bleib aber auch die einzige unsaubere Szene in diesem Frauenspiel, das stimmungsmäßig von den paar Gästefans, die halt ab und an etwas anfeuerten, bestimmt wurde. Bei den Männern, wo sich ebenfalls ein paar wenige Gästefans am lautesten äußersten, stand dann danach ein Mittelfeldduell in der höchsten Liga im Bezirk Leipzig an. Die Haie wurden vom SV Mölkau 04 im Jahre 2005 ausgegliedert und der Gegner ist die Zweitvertretung des Neuen Handball Verein Concordia, welcher natürlich der Nachfolger des bekannten Bankrott gegangenen Delitzscher Clubs, der einen Absturz von der 2. Bundesliga (zwischenzeitlich waren die sogar 1. Bundesliga) in die Sachsenliga hinter sich hat. In der Sachsenliga ist die Erste mit der beeindruckenden Bilanz von 9 Niederlagen aus 9 Spielen Tabellenletzter, die Zweite hat schon einige Punkte mehr auch wenn sie nur im hinteren Mittelfeld steht. Die momentane Situation zeigt aber nur zu deutlich, dass sich Delitzsch mit Profihandball übernommen hat. Der Unterbau zur mehr oder weniger zusammengekauften Bundesligatruppe ist mehr als dürftig. Die Zweitvertretung trat mit gerade einmal 8 Spielern – also nur einem Auswechsler – an. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit war das Spiel trotzdem ausgeglichen, doch dann zog Mölkau mit teils richtig spektakulären Toren davon: sie spielten sauberer aber konsequenter oder besser im Abschluss. In der zweiten Halbzeit wackelten allerdings die Haie, sodass Concordia nach einem zwischenzeitlichen 9-Tore-Rückstand noch mal auf bis zu drei Tore herankam. Doch gute Reaktionen des Mölkauer Torwarts und eine zum Ende wieder steigende Chancenverwertung brachte Mölkau zum absolut verdienten Sieg.
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An diesem Tag geschah übrigens ein Wunder des öffentlichen Personennahverkehrs: vier Züge und zwei Busse nahmen wir über den Tag verteilt (also von Merseburg über Halle nach Leipzig Hbf. und weiter per Bus nach Mölkau Gemeindeamt sowie in die umgekehrter Richtung) – und nicht ein einziger war unpünktlich. Die letzten 10 Straßenbahnen und Züge die ich seit Wintereinbruch genutzt habe waren bis zu 30 Minuten verspätet oder ausgefallen. Mein Vater saß sogar einmal über sieben Stunden in Leipzig auf dem Bahnhof fest, da nicht ein Zug nach Halle fuhr. Da können die überteuerte Drecksbahn und ihre ebenso dreckigen und überteuerten Kollegen ja richtig stolz auf sich sein...
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Statistik:
Ground Nr. 501 (ein neuer Ground; diese Saison: 51 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.184-1.186 (diese Saison: 73)
Tageskilometer: 110 (90 Bahn, 20 Bus)
Saisonkilometer: 12.530 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.470 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 227

W227I: Weißer Winter, Schwarzer Spieltag

TSV Leuna 1919 5:9 Osternienburger HC Schwarz-Weiß
Samstag, 4. Dezember 2010 - Beginn 16.00
Liga: 1. Hallenhockeybundesliga – Staffel Ost
Ergebnis: 5:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 2:4
Tore: 0:1 8. OHC, 0:2 16. OHC, 1:2 17. Zeiger, 2:2 19. Zeiger (Strafecke), 2:3 20. OHC, 2:4 22. (Strafecke), 3:4 33. Zeiger, 3:5 34. OHC, 3:6 38. (Strafstoß), 4:6 46. Podewski (Strafecke), 4:7 48. OHC, 4:8 57. OHC, 4:9 59. OHC, 5:9 60. Schaltonat (Strafecke)
Besondere Vorkommnisse: Zeiger verschießt Strafstoß (39.), Podewski verschießt Strafstoß (52.)
Grüne Karten: 1x Schaltonat (Leuna), 1x OHC
Gelbe Karten: keine
Rote Karten: keine
Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 180 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (So schlecht habe ich Leuna noch nie spielen sehen, Osternienburg war Durchschnitt)
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Photos and English version:
Indoor Hockey – Leuna lost to Osternienburg

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Nachruf: Der TSV Leuna mit seinen Mitgliedern und Fans trauert um Sportfreund Dieter Hammerschmidt, verdienstvoller Abteilungsleiter Fußball.
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Eigentlich wollten meine Freundin, mein Vater und Kollege Baumann mit mir nach Berlin fahren, aber es war kein Wunder, dass bei 10-20cm Schnee das Rugbyspiel in Berlin abgesagt wurde – mit der Drecksbahn wären wir so eine Strecke ohnehin nicht gefahren. Dass wir es bis nach Leuna mit der Straßenbahn – mit Rad ging nicht wegen des unfähigen Winterdienstes – schafften, war schon fast ein Wunder: „nur“ 25 Minuten Verspätung hatte die Tram, topp!

Zum Glück ist in der Industrie- und Gartenstadt, deren gärtnerisches Grün gerade unter 15cm Schnee liegt, trotz Winter recht viel Sportliches los. Das Fußballspiel gegen Halle 96 II wurde zwar im Vorfeld abgesagt – an diesem Wochenende gab es Deutschlandweit so gut wie keine Fußballspiele, was bei den Schneemassen weitestgehend nachvollziehbar war; wenn ein paar Leute anpacken und die Tribünen richtig und das Spielfeld oberflächlich räumen würden, wäre zwar ein Spiel durchführbar, doch der Anfahrtsweg für Gastmannschaften ist oft schwer zuzumuten – aber dafür gab es Hallenhockey zu sehen.

Die Gäste aus Osternienburg schafften aber die 60km durch den Schnee: da trieb sie wohl die Hoffnung an, gegen die einzige Mannschaft, die ihnen nicht klar überlegen ist, zu gewinnen. Die beiden sachsen-anhaltischen Clubs schienen den Abstiegskampf in der Oststaffel der 1. Bundesliga – leider klar von den Berlinern dominiert – unter sich aus auszumachen; nach diesem Doppelspieltag sollte dann doch Blau-Weiß Berlin mit in den Abstiegskampf geraten.

Das Spiel wurde nach einer Schweigeminute für den ermordeten Hockeysportfreund aus Köln von den Gästen eröffnet. Leuna hatte in 15 Minuten nicht eine Torchance und schnell stand es 0:2. Wer sie da in Führung brachte kann ich leider nicht sagen, da ich die Namen der Gäste nicht kennen kann: die Aufstellung wurde von unserem Hallensprecher schlecht hörbar verlesen und die Namen kann ich nicht mithilfe einer Aufstellung auf der OHC-Website rekonstruieren, da die Seite völlig uninformativ ist und nicht einmal die Spielernamen aufführt. Wie auch immer, Leuna glich erstaunlich schnell aus, da sich Zeiger ganz gut in Form zeigte, doch die Hoffnung auf eine Wende im Spiel wurden innerhalb kurzer Zeit getrübt: die Gäste zogen wieder schnell mit 2:4 davon und Leuna bekam kein Bein auf den Boden.

In Halbzeit zwei sah das nicht besser aus: kaum jede fünfte Strafecke wurde verwandelt, zwei Siebenmeter verschossen (zwei!!), gute Chancen vergeben und Osternienburg zeichnete sich als die Mannschaft aus, die besser den Ball führen und auch häufiger im Tor versenken konnte. Den Fans – besonders uns in der Fußballer-Fankurve – schlug nicht nur die Nachricht vom Tod unseres Abteilungsleiters auf die Stimmung, sondern auch diese schwache Leistung der überforderten Hockeymannschaft. So wenig Stimmung wie bei dieser unnötigen aber völlig verdienten 5:9 Niederlage habe ich beim Hallenhockey in Leuna noch nicht erlebt: natürlich wurde sporadisch mit zünftigen Sprechhören und Liedern angefeuert, was es bei keinem anderen Hockeyverein so zu geben scheint – aber die Stimmung gegen die Mannschaft wurde zum Ende hin fast schon aggressiv. Wer da, wie der gewisse Jemand rechts vor mir, immer noch den Gästen absprach, verdient zu gewinnen oder die guten und sicheren Schiedsrichter dauernd auf nicht vorhandene Regelverstöße des OHC hinwies, machte sich einfach nur noch lächerlich.

Ich schreibe das eigentlich ungern, aber das war die schlechteste Leistung der Leunaer Hallenhockeymannschaft, die ich je gesehen habe – und das lässt mich schwer an ihrer Erstligatauglichkeit zweifeln. Eigentlich weiß ich nach diesem Spiel gar nicht, ob ich mir das Rückspiel noch angucken will – aber wieso auch nicht? Gerade wenn es nicht läuft, muss man die Truppe unterstützen. Zudem war Tags darauf im Internet zu lesen, dass die Jungs immerhin lernfähig und fähig zu einer Leistungssteigerung zu sein scheinen; in Berlin holten sie am Sonntag ihren ersten Punkt mit einem 8-8 bei Blau-Weiß!
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Im zweiten Teil des Berichtes muss auch noch eine Beschreibung der Winterverhältnisse her, die ich eingangs schon angedeutet habe: Am Montag war der Winter begleitet von der üblichen Show im Auto- und vor allem Fern- und Nahverkehr von Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, eingebrochen. Vom Bahnhof zu den Franckeschen Stiftungen konnte ich mal wieder Laufen, da die Straßenbahnen der HAVAG vom Wintereinbruch „völlig überrascht“ verspätet, willkürlich und mit Ausfällen fuhren – auf dieser Strecke kam in meinen 15 Minuten Laufweg nicht eine Straßenbahn vorbei. Autounfälle habe ich keine gesehen, aber das sich gegenseitig im Weg Herumstehen nahm auffällig zu, da man auch mit guten Winterreifen bei nicht geräumten Straßen schon mal stecken bleibt.

Unübertroffen die Action am Mittwoch, als die HAVAG ihre Straßenbahnen kaum durch das Bisschen Schnee bekamen. So wenige Leute waren wir noch nie im Seminar zur arabischen Literatur: und außer mir waren nur zwei andere pünktlich erschienen. Nach Unischluss dann der Oberknaller: der Straßenbahnverkehr Richtung Merseburg war stundenlang ausgesetzt und der Zugverkehr ausgedünnt. Durch die Zugausfälle war die S-Bahn über Merseburg – Weißenfels – Naumburg nach Eisenach so pervers voll, wie ich das bisher nur von Trams und Bussen in Belgrad zur Morgen-Rushhour erlebt habe. Ich hätte gern mal gesehen, wie der Schaffner den Versuch einer Fahrkartenkontrolle in den Gängen und den Vorräumen der Waggons unternommen hätte: die Leute standen so eng, dass niemand seine Fahrkarte aus der Tasche hätte holen können...

Am selben Tag steckte mein Vater stundenlang in Leipzig nach einer Tagung fest, da die Bahn mal wieder mit 5cm Schnee und Minus 5-10 Grad überfordert war. Bahn fahren im Winter - besonders zu Winterbeginn - ist wirklich „genial“ – so „genial“ wie die Werbekampagnen der HAVAG, die trotz stetig steigender Preise immer noch einen preislichen Vorteil zum Autofahren, der nur bei Semester- und Jahreskarten noch vorhanden ist, vorgaukeln wollen und das Straßenbahn fahren als Alternative zum Radfahren hervorheben; derzeit ist die beste Alternative zum Radfahren das Laufen...
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Statistik:
Ground Nr. 500 (kein neuer Ground; diese Saison: 50 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.183 (diese Saison: 70)
Tageskilometer: 20 (Straßenbahn)
Saisonkilometer: 12.220 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.360 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 227