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Mittwoch, 13. August 2014

W420I: Glückliches 3-3 für Lok-Reserve bei starkem LSV Südwest

Leipziger Sportverein Südwest ........................................ 3
1. FC Lokomotive Leipzig II ............................................ 3
- Datum: Dienstag, 12. August 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel Stadtoberliga Leipzig (8. Spielklasse, 3. Amateurliga) gegen Landesklasse Sachsen Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 11. Patrick Böhme, 2-0 21. Jörg Ermisch, 2-1 37. Michel Wulf, 3-1 50. Eric Kautzsch, 3-2 65. Marcel Mathiske, 3-3 90. Karim Chtioui
- Verwarnungen: Jörg Ermisch, Andreas Skynkis, NN, NN (LSV SW); Michel Wulf, Paul Zimmermann (Lok II)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Karl Siegmeier Sportanlage (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (darunter ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Testspiel mit überraschendem Verlauf)  
Photos and English Commentary:
Pre-Season Friendly Match: Leipziger SV Südwest v Lok Leipzig II

Bei idealem Fahrradwetter – trocken, nicht zu warm und nicht zu kalt, Hinweg Rückenwind, Rückweg windstill – besuchten wir zum ersten Mal seit langem wieder ein Spiel in Leipzig. Die Karl Siegmeier Sportanlage kannten wir schon – verändert hat sich bei den langweiligen ausbautenlosen Dorffußballplätzen mitten in der Großstadt nicht wirklich was.

Aber das Spiel war wenigstens interessant: Lok – also die Reserve von denen – machte erst viel Druck, doch dann ging nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr der Gastgeber, die Stadtoberliga-Mannschaft vom LSV Südwest mit 1:0 in Führung. Ab diesem Moment war der Klassenunterschied nicht mehr erkennbar, Südwest sogar besser. Mit einem Kopfball schafften sie das 2:0. Erst durch einen Torwartfehler bei einem Eckstoß konnte Lok II verkürzen.

Im zweiten Spielabschnitt kam Lok lange kaum aus der eigenen Hälfte heraus, kassierte kurz nach einer eigenen Offensivaktion gar das 3:1. Erst nach einem verwerteten Abpraller zum 3:2 Anschlusstreffer gewann Lok wieder etwas die Oberhand. Das 3:3 erzielte einer der Nordafrikaner von Lok mit einem schönen Flachschuss. Dass die ansonsten gute Schiedsrichterin (auch ihre beiden männlichen Assistenten machten nichts falsch) sofort danach abpfiff, habe ich als einzige ihrer Entscheidungen nicht verstanden. Also eine Minute Zeit, dass der Underdog doch noch das verdiente 4:3 macht, hätte sie denen einräumen sollen!  
Statistik:
- Grounds: 1.162 (heute 0 neue; diese Saison: 8 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.126 (heute 1; diese Saison: 14)
- Tageskilometer: 70 (70km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 2.240 (2.050 Auto/ 190 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 107 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 420

Montag, 13. Dezember 2010

W228III: Handball in zwei fast identischen Leipziger Hallen

Motor Gohlis Nord 17:27 HV Glesien 1929 II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 11.45
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 17:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:10, 7:10, 7:11, 8:11, 8:12, 9:12; 9:13, 11:13, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:19, 14:19, 14:25, 16:25, 16:26, 17:26, 17:27
Gelbe Karten: MoGoNo 2, Glesien 2
Zeitstrafen: MoGoNo 2 Minuten, Glesien 8 Minuten
Platzverweise: Nr. 13 Glesien (36:45 – grobes Foul)
Sportanlage: Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (MoGoNo in allen Bereichen eine Katastrophe, Glesien sehr langsam und ansonsten allenfalls Mittelmaß: seit Langem das schlechteste Handballspiel das ich gesehen habe)

Leipziger SV Südwest FR II 19:9 HSV Mölkau – Die Haie FR II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 14.40
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2/ Frauen (8. Liga der Frauen)
Ergebnis: 19:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 11:3
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 7:1, 7:2, 8:2, 8:3, 9:3, 11:3, 11:4, 15:4, 15:7, 16:7, 17:7, 17:8, 18:8, 18:9, 19:9
Gelbe Karten: LSV SW 3, Mölkau 1
Zeitstrafen: LSV SW 2 Minuten, Mölkau 0 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Für ein so torarmes Spiel einer unteren Frauenliga war das richtig gut)

Leipziger SV Südwest 33:32 TSG 1861 Taucha
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 16.10
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 10:15
Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:9, 6:9, 6:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:15, 10:15, 10:16, 11:16, 11:18, 12:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:22, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 29:28, 29:29, 30:29, 30:30, 31:30, 31:31, 32:31, 32:32, 33:32
Gelbe Karten: LSV SW 3, Taucha 3
Zeitstrafen: LSV SW 10 Minuten, Taucha 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 LSV SW (38:49 – Meckern und andere Regelverstöße)
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutklassig, starke Torszenen, spannend!)

Photos and English version:
Handball in Leipzig: Motor Gohlis Nord – Glesien II + Südwest (women II) – HSV Mölkau (women II) + Südwest – Taucha

Mittlerweile reißt es irgendwie ein, dass wir sonntags immer zum Handball nach Leipzig fahren. Diesmal standen zwei Spiele in der Bezirksklasse, der fünften Amateurliga (bzw. der 4. Liga auf Landesebene) an. Unangefochtener Spitzenreiter der zweiten der beiden Staffeln ist die Reserve von Germania Zwenkau; hinter Böhlen und Regis-Breitingen reihen sich dann die Kontrahenten des heutigen Tages ein: 4. MoGoNo, 5. Taucha, 6. Glesien II und 7. LSV Südwest. 8. und damit auch schon Tabellenletzter, ist die Reserve der HSG Rückmarsdorf.

Kaum aus der S-Bahn Halle – Leipzig an der Station Slevoigtstraße ausgestiegen, waren wir auch schon an der Halle der 68. Schule Leipzig Möckern. Diese gehört zu jenen DDR-Hallen, die eine verkleidete Klinkerfassade – die Steinstrukturen sieht man dann in der Halle genau – haben und stufenförmig gebaut sind: der eigentliche Hallenteil ist rechteckig und etwa hoch wie breit, während der gleichlange Vorbau, in dem sich Umkleiden, Klos, Geräteräume usw. befinden, höchstens halb so breit und hoch ist. Die Dächer sind flach und in der Deckenverkleidung sind runde Leuchten angebracht. Durch die beiden Fensterreihen auf den oberen Längsseiten fällt viel Licht. Die Zuschauer sitzen auf Holzbänken am Spielfeldrand.

Zuschauer waren wenige da, Stimmung gab es auch nicht und von einem guten Spiel konnte auch nicht geredet werden. MoGoNo blamierte sich mit dutzenden Fehlpässen und ungenauen Zuspielen, schlechten Würfen und nicht vorhandener Abwehrarbeit gegen technisch mittelmäßige aber nur sehr langsame Glesiener. Das Spielniveau war grauenhaft und der Bezirksklasse nicht würdig. Glesien gewann letztendlich verdient mit 17:27.
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In weiser Voraussicht, dass es in Lößnig nichts zu Essen geben würde, fuhren wir über Leipzig Hbf und nahmen uns Brötchen in die Halle mit. Diese Halle steht im Schatten gewaltiger Plattenbauten – 12 Stockwerke hoch, teils mehrere hundert Meter lang und damit deutlich anders als der nahegelegen Rundling, der ein ganz besonderes Stück der 1930er Jahre-Bauweise darstellt und ebenfalls viele Leute auf engem Raum unterbringt – und ist ein ebensolcher Klinkerbau, wie die oben beschriebene Halle in Möckern. Als einzige Unterschiede waren hier die Außengestaltung mit Graffiti und die längliche (und nicht runde) Deckenbeleuchtung auszumachen. Beides waren allerdings nachträgliche Anbringungen.

Wir kamen gerade zu Beginn des Spiels der Zweiten Frauen des Leipziger SV Südwest die gegen die Zweiten Haie von Mölkau spielten. Das Spiel hatten wir eigentlich gar nicht eingeplant, aber wir kamen problemlos und erstaunlich schnell von Sporthalle zu Sporthalle, was in Halle/ Saale am Tag zuvor nicht der Fall war. So sahen wir ein ganz ordentliches Spiel, in dem die auf dem 10. und somit vorletzten Tabellenplatz rangierenden Mölkauerinnen ziemlich überfordert waren gegen die gerade einmal zwei Plätze vor ihnen platzierten Südwestlerinnen. Mölkau war allerdings gar nicht so schlecht, wie die Deutlichkeit des Ergebnis vermuten lässt – doch die geringe Trefferzahl deutet schon an, wo die Schwäche liegt: die Würfe sind unplatziert und zudem landete gerade bei Mölkau eine auffällig hohe Zahl an Trefferversuchen an Pfosten oder Latte. Neunzehn zu neun, 28 Tore: so ziemlich das torärmste Handballspiel, was ich gesehen habe – aber nicht das schwächste!

Bei dem gleich darauf angepfiffenen Spiel der Männer kam auch mal etwas Stimmung durch die Zurufe und Anfeuerungen der Tauchaer Fans und Vereinsangehörige des LSV SW auf. Dieses dritte Spiel an diesem Sonntag war auch mit Abstand das beste Duell. Dass MoGoNo und Glesien auf der einen, und LSV und Taucha auf der anderen Seite in einer Liga spielen und in deren Tabelle auch noch so dicht beieinander stehen, wirkt richtig unwirklich, wenn man beide Spiele gesehen hat. Da lagen drei Klassen dazwischen, so viel besser waren die beiden ausgeglichenen Mannschaften von Südwest und Taucha. Südwest wie Taucha waren technisch gut, im Angriffsspiel stark und im Läuferischen schnell. Hier fielen auch richtig schöne Tore. Bis zur 45. waren die Gäste dauernd in Führung, doch dann drehte der Gastgeber noch einmal richtig auf. In einem zunehmend härteren, aber nie unfairen Spiel, schaffte es LSV Südwest einen teilweise 7 Tore betragenden Rückstand in einen ganz knappen Sieg zu verwandeln. In den letzten 10 Minuten fielen besonders viele Treffer, da das Tempo da noch mal stark angezogen wurde: allein in den letzten 90 Sekunden waren das 32:31 für LSV, der Ausgleich zum 32:32 per Siebenmeter und der Siegtreffer zum 33:32 für LSV Südwest zu sehen.

Zu allen Spielen war der Eintritt frei und so wirklich gelohnt hat sich nur das letzte der drei Spiele, doch beide Hallen sind aufgrund der Klinkerbauweise einen Besuch wert. Um die Größenordnung der Halle der 51. Mittelschule im Vergleich zu den umstehenden Plattenbauten zu haben, kann man sich
dieses Luftbild auf Wikipedia einmal angucken: in der oberen Bildmitte ist der Rundling und unten mittig zwischen dem vierfarbigen Block und dem hohen weißen Bau ist die Halle (graues Dach und etwas heller wirkendes Vordach) zu sehen. Übrigens verlief auch der Rückweg über Halle nach Merseburg problemlos und pünktlich.
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Statistik:
Grounds Nr. 505 und 506 (zwei neue Grounds; diese Saison: 55 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.190-1.192 (diese Saison: 79)
Tageskilometer: 110 (90 Bahn, 20 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 12.780 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.720 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228

Montag, 28. September 2009

WE165III: Zwei Hattricks eines Spielers in einem Spiel und fast ein Wembleytor in der 93. Minute

Leipziger SV Südwest B 13:0 SV Schleußig 90 B
Sonntag, 27. September 2009 - Anstoßzeit 10.30
B-Jugend Bezirksklasse Leipzig (5. Liga der U-16)
Ergebnis: 13:0 nach 82 Min. (40/42) - Halbzeit 6:0
Tore: 1-0 6. Nr. 10, 2-0 18. Nr. 10, 3-0 20. (Elfmeter) Nr. 10, 4-0 25. Nr. 10, 5-0 33. Nr. 10, 6-0 36. zur Abwechslung mal Nr. 9, 7-0 47. Nr. 11, 8-0 55. Nr. 7, 9-0 56. Nr. 13, 10-0 64. Nr. 10 (sein zweiter Hattrick in diesem Spiel), 11-0 67. Nr. 10, 12-0 80. Nr. 10, 13-0 82. Nr. 3
Verwarnungen: 1x LSV, 2x SVS
Platzverweise: keine
Spielort: Karl Siegmeier Sportanlage (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 40 (davon 4 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, sehr unterhaltsames, aber einseitiges Spiel)

SV Blau-Gelb Kitzen 1:1 TSV Böhlitz-Ehrenberg
Sonntag, 27. September 2009 - Anstoßzeit 15.00
Stadtliga Leipzig (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 94 Min. (45/49) - Halbzeit 0:0
Tore: 0-1 50. Nr. 21, 1-1 77. Nr. 13
Verwarnungen: 2x Kitzen, 5x Böhlitz
Platzverweise: 63. Nr. 14 Böhlitz (angeblich Notbremse)
Spielort: Sportplatz Kitzen (Kap. 1.000 Plätze, davon 80 Sitzplätze)
Zuschauer: 90 (davon 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Spannendes und recht gutes Spiel)
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Photos and English version: [
LINK!]

Zwei neue Groundpunkte in Leipzig in der gängigen Konstellation: erst ein Jugendspiel um 10.30, dann ein Männer-Amateurspiel um 15.00 Uhr. Den Anfang machte diesmal die Begegnung bester Sturm gegen schlechteste Abwehr oder Leipziger SV Südwest gegen SV Schleußig 1990 in der B-Junioren Bezirksklasse.

Das Spiel fand parallel zu einem D-Jugendspiel auf der Sportanlage Karl Siegmeier – dieser war ein Antifaschist, der u. a. eine Internierung im Konzentrationslager überlebte und später im Verein LSV Südwest tätig war – statt und verlief die ersten Minuten komischerweise in Richtung Südwest-Tor. Das änderte sich aber recht schnell und als der Gästetorwart den Ball durch die Hände rutschen ließ, stand es auch schon 1:0. Dabei blieb es natürlich nicht. Vor allem der 10er der Südwestler zeichnete sich als hervorragender Spieler aus. Zwischen der 6. und der 33. erzielte er fünf Tore. Das allein sagte schon vieles aus, aber auch der Spielwitz und das Verhalten auf dem Feld hoben ihn hervor. Der Rest der gastgebenden Mannschaft wusste aber auch zu überzeugen. Die Gästemannschaft sollte man aber nicht wegen des Ergebnisses lächerlich machen, denn sie gaben ihr Bestes, waren zwar überfordert, aber traten weder unmotiviert noch unangenehm auf.
Bis zur Pause konnten die meisten der rund 40 Zuschauer – davon viele jugendliche Freunde der Spieler, die jede gute Aktion - auch solche der Gäste - mit Applaus und Anfeuerungen bedachten – noch ein weiteres Tor bejubeln.
In der Schlussminute machte dann der 10er, nachdem mal ein paar andere getroffen hatten, das Dutzend voll und der 3er legte noch nach. 13:0. Ein ungewöhnlich hohes, aber in der Höhe verdientes Ergebnis. Schleußig war nicht völlig chancenlos, doch die Bälle, die sie aufs Tor brachten, wurden entweder vom guten Torwart der Heimmannschaft entschärft oder trafen das Gebälk oder verfehlten dies knapp.
Das kurioseste Tor war übrigens folgendes: ein Schleußiger passt den Ball auf den eigenen Torhüter zurück, dieser wird im 5er fair von einem Stürmer bedrängt, nimmt den Ball vom Fuß in die Hand und verursacht so einen indirekten Freistoß; zwei Meter links vorm Torpfosten und einen Meter vorm Tor-Aus. Wie der Ball geschickt ins Tor gesetzt wurde, kann hier im Video nachgesehen werden.

Ich hatte vorhin ein D-Jugendspiel erwähnt. Das Spiel der Stadtliga zwischen LSV Südwest I und Kickers Markkleeberg II konnten wir mit einfachem Umdrehen so halb verfolgen. Auf dem Kleinfeld wurde erst rein gar nichts geboten und dann nach 20 Minuten oder so mal getroffen. Dann zeigten die 10- bis 12jährigen ihr teils beachtliches Talent. Bis zur Pause (30. Minute) wurden noch die Tore zum 1-1, 1-2 und 2-2 erzielt.
Nach der Pause ging Südwest mit 3-2 und 4-2 in Führung, doch dann kamen zwei kuriose Tore zustande: Der Schiri (kaum 16 Jahre alt) erkannte einen Treffer ab (ich konnte nicht sehen warum, wird aber korrekt gewesen sein), doch ein Vater motzte den Schiri von draußen an, sodass der Unparteiische das 4-3 zählte. Der Ausgleich fiel gleich darauf noch schöner: ein Markkleeberger Stürmer fällt zwei Meter vorm Tor (der Torhüter klebt auf der Linie) über den Ball, setzt sich kurz drauf, spielt den Ball dann aber geistesgegenwärtig mit der Hacke nach hinten und ein Kollege schiebt ein. Kurz vor Schluss aber noch das 5:4 für Südwest. Der Schlusspfiff erfolgte pünktlich, da der Schiri auf den Zuruf eines Elternteils hörte. Schade, dass er sich immer wieder von den nicht immer berechtigten Bemerkungen von außen beeinflussen ließ. Das muss er unbedingt abstellen!
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Nach einem guten Essen im „Bikers’ Inn“ in der benachbarten Alfred-Rosch-Kampfbahn, einer spektakulären Radrennbahn, die wir nächstes Jahr mal besuchen, fuhren wir weiter nach Südwesten. Außerhalb der Grenzen Leipzigs liegt das unansehnliche Dorf Kitzen. Weitestgehend heruntergekommen, aber mit einem schönen Rathaus und einer halbwegs schönen Kirche, liegt es in der eintönigen Leipziger Tieflandsbucht. Der Sportplatz, eigentlich sogar ein Stadion, da es geringen Ausbau aufweisen kann (einige überdachte Plätze und zweireihige Bänke), was man von der Karl Siegmeier Sportanlage nicht behaupten konnte, die eine Wiese in einem Park, die nur in mehrere langweilige Fußballfelder unterteilt war, war, liegt vor den Toren des Dorfes. Ein paar Bäume drum herum - damit es nicht so kahl aussieht - und fertig.

Das Spiel zwischen dem 5. und dem 7. von 16 Mannschaften nahm schnell Fahrt auf, doch ging es komischerweise so gut wie nur auf das Tor der Gastgeber. Bis zur Pause verhinderten ein starker Kitzener Torwart und eine zu tief hängende Latte die längst überfällige Führung der Böhlitzer und Ehrenberger.
In der 50. war es dann endlich so weit. Ein gut heraus gespieltes Tor von rechts schräg durch den Strafraum ins andere Toreck. Dann legte Kitzen einige Gänge zu und erspielte sich innerhalb einer knappen Viertelstunde mehr Chancen als in den ersten 50 Minuten. In der 63. hatte dann der eine Linienrichter leider einen völligen Aussetzer, als er dem Schiri auf sein Nachfragen zu einem völlig unberechtigten Platzverweis geraten hat. Ein klar gelbwürdiges Foul des Gästespielers zwar, aber man muss schon ziemlich ahnungslos an der Seite rumgegammelt haben anstatt auf Ballhöhe zu rennen, wenn man den Böhlitzer als letzten Mann wahrgenommen haben will. Der Platzverweis wirkte sich zwar nicht so wirklich aufs Spiel aus, was nun vielleicht etwas intensiver wurde, aber der Ausgleich war natürlich auch durch den fehlenden Abwehrspieler zustande gekommen. Ganz unverdient war er aber auch nicht. Unverdient wäre nur ein Sieg der Kitzener gewesen, den es in der 93. beinahe gegeben hätte: ein fragwürdiger Freistoß 20 Meter vorm Tor und dann ein Hammer gegen die Unterkante der Latte, doch der Ball springt 20 cm vor der Linie auf.

Zwei unterhaltsame Spiele und ein bisschen Am Rande der Großstadt-Sightseeing und Dörferbegucken standen also am Ende des Tages zubuche. Es ist ein ums andere Mal erfreulich zu sehen, wie lebhaft der Spielbetrieb in Leipzig ist. Allerdings lohnt nur der Amateurbereich. Alle Profis und Halbprofis spielen entweder schlecht (FC Sachsen, FC Lok) oder gehen dauernd bankrott (FC Sachsen, Eishockey: Blue Lions, Volleyball: VC Leipzig oder so). Oder sie wollen sich Erfolg mit unsympathischen Geldgebern erkaufen.
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Statistik:
Ground Nr. 359 (zwei neue Grounds; diese Saison: 28 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 894 (diese Saison: 36)
Tageskilometer: 80 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.530 (9.550 Auto/ 890 Fahrrad/ 90 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 165

Fotos: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157622343684463/

Montag, 22. September 2008

WE112III: Idyllic Leipzig City Division; two matches in Bienitz

SG Leipzig-Bienitz II 2:4 Leipziger SV Südwest II
Sunday, 21st September 2008 - kick-off time 13.20 (planned: 13.00)
3. Leipzig-Liga (11th level, 7th amateur level)
Result: 2:4 after 90 min. (45/45) - Halftime 1:3
Goals: 0:1 1st (?), 0:2 8th (?), 1:2 38th (?), 1:3 43rd (?), 1:4 53rd (?), 2:4 82nd (?)
Bookings: 3 (2 leading to expulsion) Bienitz II, 2 LSV Südwest II
Sent-offs: 87th (?) (Bienitz, foul and arguing with referee)
Ground: Sportanlage Heinz Müller (cap. 1,000; 100 seated)
Attendance: about 50 (max. 3 away fans)
Match quality: 5.5/10 (slightly above average)

SG Leipzig-Bienitz 3:0 TSV 1893 Leipzig-Wahren
Sunday, 21st September 2008 - kick-off time 15.05 (planned: 15.00)
2. Leipzig-Liga (10th level, 6th amateur level)
Result: 3:0 after 94 min. (45/45+4) - Halftime 1:0
Goals: 1:0 29th (?), 2:0 84th (?), 3:0 90th+1st (?)
Bookings: Bienitz 2, Wahren none
Sent-offs: None
Ground: Sportanlage Heinz Müller (cap. 1,000; 100 seated)
Attendance: about 90 (min. 5 away fans)
Match quality: 6.0/10 (above average)

Ground No. 250 (new ground; this season: 20)
Sporting event No. 664 (this season: 31)
Kilometres that day: 55 (by bike)
Km this season: 7,255 (4,810 car, 1,520 public transport, 925 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 79
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 112


We started two hours before the planned kick-off of the first match, not expecting more than one and a half hour for 26 kilometres. We did not even need 75 minutes by bike to arrive at the ground named after Heinz Müller - he must be or have been a honourable sportsmen playing for that amateur club situated at the western edge of Leipzig.
SG Bienitz plays in Burghausen, a suburb of Leipzig, not to be confused with the town in Bavaria that is well known for its 3rd Bundesliga club. Bienitz is the name of a wooded hill between the three Leipzig suburbs Burghausen, Rückmarsdorf and Dölzig, three former independent villages that merged to a village called Bienitz (after that hill) in 1994. Bienitz was dissolved and suburbanised into Leipzig in 1999 under the names of the three former villages Burghausen, Dölzig and Rückmarsdorf.
Nonetheless, the club did not change its name.

The first match started 20 minutes later because one had to find a referee due to the not-show of the regular referee. When someone with a refereeing license was found, he took the whistle and 25 seconds after he blew for the kick-off, the ball went over the goal line. Not a good start for the host’s B-Team, when one player of LSV Südwest ran 30m straight to the goal and just hammered it into the net.
Seven minutes later, another player went for the second goal for Südwest.
When thinking ‘oh, that could end up in a two-digit result’ Südwest wasn’t successful anymore. They still played engaged but not successful anymore. More over, Bienitz II became better. Wasting some great chances - they were incapable to score although staying two metres in front of the goal - Bienitz had great luck when the goalkeeper made a mistake that led to Bienitz’s first goal.
Few minutes before the break, a free-kick was awarded to Südwest II. It was a successful one due to the weak behaviour of the Bienitz goalkeeper, who just let the ball roll through his arms.
After that we went inside the small club restaurant. It wasn’t cheap but good. Rostbrätl, onions, potatoes and salad - as good as it was - isn’t worth 7.20€. Either 5.00€ for that or a larger plate!
From some of the tables you could see the match, so we did not miss the 1:4 for the visiting team. We went outside after paying the bill and there we had to wait a while until the next but last goal was scored. 2:4 was the final result for Südwest.

After a break of several minutes, the next match was kicked-off. Although it was - as it ought to be - better than the first match, the players needed a while until they scored for the first time.
In that match, Bienitz was the better team. Leipzig-Wahren was not weak but not good enough to score even one single goal.
Nonetheless the match was thrilling until seven minutes before the regular end. Then Bienitz successfully executed one of their many chances for a second goal.
Shortly before the end, they even scored a third time. All the home fans - the youngsters as well as the alcoholics, the steward who was talking all the time as well as the family that brought everybody along to the match: mum, dad, brother, the three sisters, grandma and grandpa - applauded joyfully after that good show of Bienitz.

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080921a%20Leipzig-Bienitz%20II%202-4%20LSV%20Suedwest%20II/
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080921b%20Leipzig-Bienitz%203-0%20Leipzig-Wahren%201893/