II: Punkteteilung zur Saisoneröffnung |
MTV Weferlingen von 1881 |
5 : 5 |
SG Bösdorf 08 (IV. Mannschaft) |
- Datum: Freitag, 4. September 2026 – Beginn: 18.40 - Ergebnis: 5-5 Spiele, 17-22 Sätze und 345-372 Bälle nach 120 Minuten - Statistiken: siehe click-tt! - Austragungsort: Allertalhalle (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze, bei Tischtennis Nutzung halbe Kapazität) |
Letzte Saison zwei Doppel und acht Einzel gespielt - alle verloren. Heute zum ersten Saisonspiel zwei Einzel gemacht und gleich mit einem Sieg gestartet - das war mal wichtig! Das zweite Spiel konnte ich leider nicht gewinnen, aber durch die geschlossen starke Mannschaftsleistung sprang immerhin ein Punkt für die Tabelle raus. 5:5 nach je einem gewonnen und einem verlorenen Doppel sowie vier siegreichen und vier unterlegenen Einzeln. Durch meine Eltern wurde die Zuschauerzahl auch ordentlich nach oben getrieben. Fotos gibt es diesmal aber keine. |
III: Pokaltag in Leuna |
TSV Leuna 1919 (E-Jugend II. Mannschaft) |
18 : 0 (12:0) |
TSV 1910 Niemberg (E-Jugend II. Mannschaft) |
- Datum: Samstag, 5. September 2026 – Beginn: 10.00 - Ergebnis: 18-0 nach 50 Minuten (25/25) - Halbzeit: 12-0 - Tore: NN - Verwarnungen: keine - Platzverweise: keine - Austragungsort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze) |
TSV Leuna 1919 (II. Mannschaft) |
0 : 3 (0:1) |
SV Merseburg-Meuschau 1953 |
- Datum: Samstag, 5. September 2026 – Beginn: 11.30 - Ergebnis: 0-3 nach 93 Minuten (46/47) - Halbzeit: 0-3 - Tore: NN - Verwarnungen: Niklas Andreas Zahn, Kevin Bauer, Paulinus Ezekiel Ezenwa Nwanevu (Leuna) - Platzverweise: keine - Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) |
TSV Leuna 1919 (Frauen) |
1 : 1 (1:0) |
Sport- und Sozial-Club Jena (Frauen) |
- Datum: Samstag, 5. September 2026 – Beginn: 12.00 - Ergebnis: 1-1 nach 60 Minuten (4x15) - Viertel: 1-0, 0-0, 0-0, 0-1 - Tore: 1-0 4. Henriette Dinse, 1-1 58. Carla Janz - Grüne Karten: keine - Gelbe Karten: Jörn Jördens (Trainer Leuna) - Rote Karten: keine - Austragungsort: Stadion des Friedens, Kunstrasenplatz (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze) |
TSV Leuna 1919 |
0 : 1 (0:1) |
Verein für Ballsport Merseburg |
- Datum: Samstag, 5. September 2026 – Beginn: 15.00 - Ergebnis: 0-1 nach 98 Minuten (47/51) - Halbzeit: 0-1 - Tor: 0-1 10. Paul Peter Henze - Verwarnungen: Pascal Mittler (VfB Merseburg) - Platzverweise: keine - Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) |
SG Motor Gohlis Nord Leipzig 1949 |
28 : 23 (14:12) |
HSG Freiberg (II. Mannschaft) |
- Datum: Samstag, 5. September 2026 – Beginn: 18.00 - Ergebnis: 28-23 nach 60 Minuten (2x30) - Halbzeit: 14-12 - Statistiken: siehe Verbandswebsite! - Austragungsort: Sporthalle der Erich Kästner Schule (Kap. 200, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Den Samstag ging es zu diversen Pokalspielen nach Leuna. Den Anfang machte die E II. Auf der Sportstätte der Jugend war Niembergs Zweite U11 zu Gast und Leuna machte von Anfang bis Ende Druck. Die Kinder spielten super zusammen, wenn Pässe mal daneben gingen, ging der Nächste offensiv drauf und mit viel Spielfreude stand es bei Halbzeit schon 12:0. Gegen den Wind und nun etwas besser stehende Niemberger gelangen nach der Pause noch sechs weitere Treffer zum völlig verdienten 18:0 Endstand. Die II. (ältere) U11 ist somit in eine Runde weiter - eine geile Leistung! |
Dann ging es sofort zum Stadion des Friedens und die Zweete nahm es mit Meuschau auf. Für Kreisoberliga wirklich schwach, aber ich beschwere mich nicht, dass die so viele Chancen haben liegen lassen. Leider war Kreisligist Leuna II bei allem Einsatz nicht fähig, selber mal vorne einen reinzumachen. Am Ende verdient mit 0:3 unterlegen und dementsprechend ausgeschieden. |
Nebenbei lief noch Frauen-Feldhockey, wo ich immerhin gut die Hälfte der Partie mitbekam. Leuna war früh in Führung gegangen, doch der SSC Jena glich in einer chancen- und niveauarmen Partie, die im letzten Viertel noch ganz ansehnlich war, spät zum 1:1 aus. |
In der viel zu langen Überlagezeit mal wieder gut beim Bambus gegessen und danach das Highlight: Derby der Ersten gegen VfB Merseburg! Der Verbandsligist aus der Nachbarstadt riss sofort die Partie vor nur 99 Zahlenden, tatsächlich aber immerhin deutlich über 200 Zuschauern, an sich. Früher Treffer in den langen Winkel zum 0:1. Bald darauf ein Elfmeter, doch Florian Kops reagierte super und ließ sich nicht verladen. Erst nach der Pause kam auch Leuna mal zu gefährlichen Angriffen. Am Ende aber blieb es in einem fairen Spiel vor zu ruhigen Publikum (hab die Paarung schon vor über 400 Zuschauern deutlich emotionaler erlebt…) beim 0:1 - leider ebenfalls ein verdientes Ausscheiden. |
Danach war noch Zeit für Handball in Leipzig. Die Erich Kästner Schule hat ein neues Gebäude und eine neue Sporthalle, die so schlecht nicht ist, aber doch sehr beengt und keine Tribüne. Wir schauten von der Empore, wie in einem ganz guten und lange ausgeglichenen Spiel die SG Motor Gohlis Nord am Ende doch mit fünf Toren Unterschied, nämlich 28:23, gegen die Reserve von der HSG Freiberg siegte. Wir übernachteten in einem verhältnismäßig preisgünstigen Hotel von Acora (etwas über 60€ fürs geräumige Dreierzimmer, allerdings mit 10% Rabatt und noch mal 10,50€ p.P. das Frühstück, was aber sehr gut und groß war) - dafür waren die Zimmer aber massiv abgewohnt. Einmal nach der Wende saniert und dann nix mehr gemacht… |
IV: Feuersport und Fußball mitten in Sachsen |
Sächsischer Steigercup, 2. Lauf in Narsdorf |
- Datum: Sonntag, 6. September 2026 – Beginn: 10.30 - Ergebnisse: siehe Feuerwehrsport-Website! - Austragungsort: Feuerwehrwettkampfzentrum Gräfe Arena Narsdorf (Kap. 1.500 Stehplätze) |
BSC Motor Rochlitz 1948 II |
1 : 4 (0:2) |
Hartmannsdorfer Sportverein 05 |
- Datum: Sonntag, 6. September 2026 – Beginn: 12.00 - Ergebnis: 1-4 nach 97 Minuten (51/46) - Halbzeit: 0-2 - Tore: 0-1 37. Bouacha, 0-2 43. Schulze, 1-2 49. Kubera, 1-3 86. Botonjic, 1-4 88. Mesan - Verwarnungen: 3x Rochlitz - Platzverweise: keine - Austragungsort: Vater-Jahn-Stadion (Kap. 2.300, davon 300 Sitzplätze) |
FSV Alemannia Geithain 1990 |
1 : 0 (1:0) |
SV Naunhof 1920 II |
- Datum: Sonntag, 6. September 2026 – Beginn: 15.00 - Ergebnis: 1-0 nach 98 Minuten (47/51) - Halbzeit: 1-0 - Tor: 1-0 45.+1 Viehweg - Verwarnungen: 5x Geithain, 2x Naunhof - Platzverweise: keine - Austragungsort: Henning-Frenzel-Stadion (Kap. 1.000, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary:
d) Leipzig & Leipziger Land: Leipzig-Kleinzschocher, Geithain |
Am Sonntag kamen wir dann genau rechtzeitig nach 50km zügiger Fahrt in Narsdorf, Landkreis Leipziger Land an. Dort gibt es neben einem Fußballplatz (Freizeitliga und ein paar Jugendmannschaften im DFB-Betrieb) auch einen Feuerwehrsportplatz: Löschangriff, Balancieren, Hindernisse und natürlich auch ein Kletterturm fürs Hakenleitersteigen. Heute maßen sich Freiwillige Feuerwehren aus Narsdorf, Taura und Umgebung in mehreren Altersklassen (erfreulich viele Jugendliche!) bei diesem v.a. in den erwachsenen Klassen spektakulären Wettkampf. Leider gab es nur sehr wenige Starter und die Organisation war höchst zweifelhaft, sodass es am Ende ein gerade einmal 45-minütiger Wettkampf war. Nun habe ich schon zum zweiten Mal Feuerwehrsport auf ganz lokaler Ebene geschaut und die Deutsche Meisterschaft ist schon wieder terminlich völlig unpassend für mich (12.9. in Zerbst) - aber OK, vielleicht nächstes Jahr mal ein richtig großer und hochklassiger Wettkampf. Feuerwehrsport kann ich sehr empfehlen, schaut mal auf feusport.de rein! (Aber erwartet nicht, dass da ein vernünftiger Zeitplan bei Wettkämpfen unterhalb der DM und vllt. noch Regionalcups wie Harzpokal drinsteht…) |
Wir fuhren daher gleich nach Rochlitz weiter. Schön gelegenes und etwas kurios aufgrund zweier neumodisch wirkender symmetrischer Türme anmutendes Schloss auf einem Felsen oberhalb der Mulde. Unten etwas Altstadt, dort war allerdings gerade ein Triathlon. Echt was los hier sportlich an dem Wochenende! Fußball gab es auch. Für sehr faire 2€ Eintritt trat die Reserve vom BSC Motor Rochlitz gegen die Erste Mannschaft vom Hartmannsdorfer SV an. Zwei Ligen höher, spielten aber den gleichen Müll wie Rochlitz über weite Strecken. Später Doppelschlag vor der Pause, direkt nach Wiederanpfiff der Anschlusstreffer. In der Schlussphase erneut ein Doppelschlag zum am Ende noch deutlichen aber keineswegs überzeugenden 1:4 für Hartmannsdorf, deren älterer Anhang teilweise einen Rotz laberte, aber dementsprechend auch nicht so ganz ernst genommen wurde… Das Stadion ist übrigens richtig schön. Neubau nach Flutschaden am alten Platz, aber noch historisch anmutende Details (Olympische Flamme und Schwibbogen mit Sportmotiven am alten Kassenhaus). Schöne überdachte Tribüne. Paar Stufen hinter einem Tor. Kann ich sehr empfehlen, den Ground! |
Auch den letzten Ground des Tages, das Stadion in Geithain kann ich sehr empfehlen. Der ausbautenlose Platz liegt in einer Senke zwischen einer Häuserzeile und der befestigten Altstadt von Geithain. Die Lage machts da! Hier auch noch akzeptable 3€ Eintritt und schöne Vereinsbecher für faire 2€. Cateringpreise ebenfalls günstiger, als zumeist in Sachsen-Anhalt. Das Spiel riss einen aber nicht vom Hocker: lediglich ein Tor und das in der Nachspielzeit von Hälfte eins. Was Alemannia Geithain gegen den auf Augenhöhe agierenden Ligakonkurrenten von Naunhof II da an Chancen liegen ließ, ging auf keine Kuhhaut! Die Stadt Geithain ist sehr sehenswert, da sehr gepflegt und schön bepflanzt. Zwar einiger Leerstand, aber in vielen Städten dieser Größe - zumal im Osten - sieht es schlimmer aus und nicht jede hat so viele historische Gebäude und enge Gassen sowie Stadtmauern. Es gibt übrigens auch noch Geheimgänge unter der Altstadt, die regelmäßig mit Führungen besichtigt werden können, aber das passte heute zeitlich nicht. Vielleicht komme ich ja noch mal nach Geithain, um deren Kunstrasenplatz am anderen Ende der Altstadt auch mal zu besuchen… |
Statistik (gesamt): - Grounds: 4.060 (Sa 1, So 3; diese Saison: 43 neue) - Sportveranstaltungen: 5.730 (Fr 1, Sa 5, So 3; diese Saison: 70) - Tourkilometer: 520km Auto (Sa 200km, So 320km) - Saisonkilometer: 7.900 (7.070 Auto / 830 Fahrrad / 0 Flugzeug / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 47 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 297 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Mittwoch, 9. September 2026
Freitag, 28. September 2012
W322I: Wohngemeinschaft gegen Russische Hortkinder – Volkssport in Leipzig
Montag, 13. Dezember 2010
W228III: Handball in zwei fast identischen Leipziger Hallen
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 11.45
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 17:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:10, 7:10, 7:11, 8:11, 8:12, 9:12; 9:13, 11:13, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:19, 14:19, 14:25, 16:25, 16:26, 17:26, 17:27
Gelbe Karten: MoGoNo 2, Glesien 2
Zeitstrafen: MoGoNo 2 Minuten, Glesien 8 Minuten
Platzverweise: Nr. 13 Glesien (36:45 – grobes Foul)
Sportanlage: Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (MoGoNo in allen Bereichen eine Katastrophe, Glesien sehr langsam und ansonsten allenfalls Mittelmaß: seit Langem das schlechteste Handballspiel das ich gesehen habe)
Leipziger SV Südwest FR II 19:9 HSV Mölkau – Die Haie FR II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 14.40
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2/ Frauen (8. Liga der Frauen)
Ergebnis: 19:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 11:3
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 7:1, 7:2, 8:2, 8:3, 9:3, 11:3, 11:4, 15:4, 15:7, 16:7, 17:7, 17:8, 18:8, 18:9, 19:9
Gelbe Karten: LSV SW 3, Mölkau 1
Zeitstrafen: LSV SW 2 Minuten, Mölkau 0 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Für ein so torarmes Spiel einer unteren Frauenliga war das richtig gut)
Leipziger SV Südwest 33:32 TSG 1861 Taucha
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 16.10
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 10:15
Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:9, 6:9, 6:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:15, 10:15, 10:16, 11:16, 11:18, 12:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:22, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 29:28, 29:29, 30:29, 30:30, 31:30, 31:31, 32:31, 32:32, 33:32
Gelbe Karten: LSV SW 3, Taucha 3
Zeitstrafen: LSV SW 10 Minuten, Taucha 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 LSV SW (38:49 – Meckern und andere Regelverstöße)
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutklassig, starke Torszenen, spannend!)
Photos and English version:Handball in Leipzig: Motor Gohlis Nord – Glesien II + Südwest (women II) – HSV Mölkau (women II) + Südwest – Taucha
Mittlerweile reißt es irgendwie ein, dass wir sonntags immer zum Handball nach Leipzig fahren. Diesmal standen zwei Spiele in der Bezirksklasse, der fünften Amateurliga (bzw. der 4. Liga auf Landesebene) an. Unangefochtener Spitzenreiter der zweiten der beiden Staffeln ist die Reserve von Germania Zwenkau; hinter Böhlen und Regis-Breitingen reihen sich dann die Kontrahenten des heutigen Tages ein: 4. MoGoNo, 5. Taucha, 6. Glesien II und 7. LSV Südwest. 8. und damit auch schon Tabellenletzter, ist die Reserve der HSG Rückmarsdorf.
Kaum aus der S-Bahn Halle – Leipzig an der Station Slevoigtstraße ausgestiegen, waren wir auch schon an der Halle der 68. Schule Leipzig Möckern. Diese gehört zu jenen DDR-Hallen, die eine verkleidete Klinkerfassade – die Steinstrukturen sieht man dann in der Halle genau – haben und stufenförmig gebaut sind: der eigentliche Hallenteil ist rechteckig und etwa hoch wie breit, während der gleichlange Vorbau, in dem sich Umkleiden, Klos, Geräteräume usw. befinden, höchstens halb so breit und hoch ist. Die Dächer sind flach und in der Deckenverkleidung sind runde Leuchten angebracht. Durch die beiden Fensterreihen auf den oberen Längsseiten fällt viel Licht. Die Zuschauer sitzen auf Holzbänken am Spielfeldrand.
Zuschauer waren wenige da, Stimmung gab es auch nicht und von einem guten Spiel konnte auch nicht geredet werden. MoGoNo blamierte sich mit dutzenden Fehlpässen und ungenauen Zuspielen, schlechten Würfen und nicht vorhandener Abwehrarbeit gegen technisch mittelmäßige aber nur sehr langsame Glesiener. Das Spielniveau war grauenhaft und der Bezirksklasse nicht würdig. Glesien gewann letztendlich verdient mit 17:27.
In weiser Voraussicht, dass es in Lößnig nichts zu Essen geben würde, fuhren wir über Leipzig Hbf und nahmen uns Brötchen in die Halle mit. Diese Halle steht im Schatten gewaltiger Plattenbauten – 12 Stockwerke hoch, teils mehrere hundert Meter lang und damit deutlich anders als der nahegelegen Rundling, der ein ganz besonderes Stück der 1930er Jahre-Bauweise darstellt und ebenfalls viele Leute auf engem Raum unterbringt – und ist ein ebensolcher Klinkerbau, wie die oben beschriebene Halle in Möckern. Als einzige Unterschiede waren hier die Außengestaltung mit Graffiti und die längliche (und nicht runde) Deckenbeleuchtung auszumachen. Beides waren allerdings nachträgliche Anbringungen.
Wir kamen gerade zu Beginn des Spiels der Zweiten Frauen des Leipziger SV Südwest die gegen die Zweiten Haie von Mölkau spielten. Das Spiel hatten wir eigentlich gar nicht eingeplant, aber wir kamen problemlos und erstaunlich schnell von Sporthalle zu Sporthalle, was in Halle/ Saale am Tag zuvor nicht der Fall war. So sahen wir ein ganz ordentliches Spiel, in dem die auf dem 10. und somit vorletzten Tabellenplatz rangierenden Mölkauerinnen ziemlich überfordert waren gegen die gerade einmal zwei Plätze vor ihnen platzierten Südwestlerinnen. Mölkau war allerdings gar nicht so schlecht, wie die Deutlichkeit des Ergebnis vermuten lässt – doch die geringe Trefferzahl deutet schon an, wo die Schwäche liegt: die Würfe sind unplatziert und zudem landete gerade bei Mölkau eine auffällig hohe Zahl an Trefferversuchen an Pfosten oder Latte. Neunzehn zu neun, 28 Tore: so ziemlich das torärmste Handballspiel, was ich gesehen habe – aber nicht das schwächste!
Bei dem gleich darauf angepfiffenen Spiel der Männer kam auch mal etwas Stimmung durch die Zurufe und Anfeuerungen der Tauchaer Fans und Vereinsangehörige des LSV SW auf. Dieses dritte Spiel an diesem Sonntag war auch mit Abstand das beste Duell. Dass MoGoNo und Glesien auf der einen, und LSV und Taucha auf der anderen Seite in einer Liga spielen und in deren Tabelle auch noch so dicht beieinander stehen, wirkt richtig unwirklich, wenn man beide Spiele gesehen hat. Da lagen drei Klassen dazwischen, so viel besser waren die beiden ausgeglichenen Mannschaften von Südwest und Taucha. Südwest wie Taucha waren technisch gut, im Angriffsspiel stark und im Läuferischen schnell. Hier fielen auch richtig schöne Tore. Bis zur 45. waren die Gäste dauernd in Führung, doch dann drehte der Gastgeber noch einmal richtig auf. In einem zunehmend härteren, aber nie unfairen Spiel, schaffte es LSV Südwest einen teilweise 7 Tore betragenden Rückstand in einen ganz knappen Sieg zu verwandeln. In den letzten 10 Minuten fielen besonders viele Treffer, da das Tempo da noch mal stark angezogen wurde: allein in den letzten 90 Sekunden waren das 32:31 für LSV, der Ausgleich zum 32:32 per Siebenmeter und der Siegtreffer zum 33:32 für LSV Südwest zu sehen.
Zu allen Spielen war der Eintritt frei und so wirklich gelohnt hat sich nur das letzte der drei Spiele, doch beide Hallen sind aufgrund der Klinkerbauweise einen Besuch wert. Um die Größenordnung der Halle der 51. Mittelschule im Vergleich zu den umstehenden Plattenbauten zu haben, kann man sich dieses Luftbild auf Wikipedia einmal angucken: in der oberen Bildmitte ist der Rundling und unten mittig zwischen dem vierfarbigen Block und dem hohen weißen Bau ist die Halle (graues Dach und etwas heller wirkendes Vordach) zu sehen. Übrigens verlief auch der Rückweg über Halle nach Merseburg problemlos und pünktlich.
Statistik:
Grounds Nr. 505 und 506 (zwei neue Grounds; diese Saison: 55 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.190-1.192 (diese Saison: 79)
Tageskilometer: 110 (90 Bahn, 20 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 12.780 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.720 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228
Montag, 23. März 2009
WE138II: Fußball in Leipzig: Eiche Wachau, Sternburg-Brauerei, Linksextreme aus Connewitz und MoGoNo
Sonntag, 22.März 2009 - Anstoßzeit 12.00
3. Stadtliga Alte Herren (3. Liga von 4 Leipziger Altherrenligen)
Ergebnis: 3:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 10. (?), 2:0 66. (?), 3:0 88. (?)
Verwarnungen: Nr. 3 von Sternburg wegen Meckern nach Foul
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sportplatz an der Hohle (Kap. 1.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (keine Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (1.HZ kaum durchschnittlich, 2.HZ sehr gut)
Roter Stern Leipzig 1:1 Motor Gohlis Nord
Sonntag, 22.März 2009 - Anstoßzeit 14.00
Stadtliga Leipzig (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 24. (Elfmeter), 1:1 70.
Verwarnungen: 2 Gelbe für RSL
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sportpark Dölitz (Kap. 1.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: 100 (10 Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (ganz gut)
Am Sonntag stand - zum ersten Mal seit einigen Monaten wieder - Groundhopping in Leipzig an. Um 9 Uhr ging es von Merseburg aus per Rad los, zum Teil mit kräftigem Wind im Rücken. Kurz vor 11 waren wir 40km weiter östlich in Markkleeberg angekommen. Dort bietet sich das klotzige aber doch auch schöne Rathaus als Fotomotiv an. 5km weiter findet man dann in Wachau eine spektakuläre Kirchenruine, ausgebombt kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges und leider nur sehr unregelmäßig immer Innern zugänglich. 1km weiter gen Liebertwolkwitz finden sich dann zwei Gedenksteine, ua. der für Napoleons Gefechtsstellung während der Völkerschlacht bei Wachau 1813.
Wieder zurück nach Wachau ging es für uns zum Sportplatz „An der Hohle.“ Auf dem ausbautenlosen Platz, der an einer Seite aber immerhin 24 Sitzschalen und zwei Holzbänke aufweisen kann, spielte noch die C-Jugend. Das Spiel war nicht attraktiver als der stinklangweilige Platz.
Gekommen waren wir aber auch für ein Spiel der Alten Herren. Der Tabellenführer der 3. Liga Leipzig spielte gegen den Tabellenletzten. SV Eiche Wachau gegen Sternburg Lützschena-Stahmeln. Das Spiel ging zwar etwas langsam los, aber schon innerhalb der ersten zehn Minuten hatte Sternburg eine und Eiche zwei Chancen. Ihre dritte verwandelten sie dann zum ersten Tor der Partie, dass allerdings bis Mitte der zweiten Hälfte auch das einzige bleiben sollte.
In der Pause gingen wir die Bratwürste auskosten. 1,30€ für die recht ordentlichen Roster ist halbwegs akzeptabel. Der Mann am Grill war übrigens recht cool drauf. Er wies auch ab und zu einmal die beiden etwas übertrieben agierenden Rentner zurecht, wenn diese mir Sprüchen wie: „Ey Schiri! Das musste doch sehn, du! Klarer geht’s doch gar nicht! Elfmeter hier!“ kamen. „Ey fahr mal nen Gang zurück! Denk dran: du bist heute Ordner...“
Die beiden Alten machten aber wenigstens Lärm für die 13 anderen bei freiem Eintritt anwesenden Nicht-Aktiven.
Die zweite Halbzeit war dann ausgesprochen gut. Auch wenn Lützschena-Stahmeln nicht einen Torschuss mehr zu standen bekam, war die zweite Hälfte doch viel besser als die erste. Die Heimmannschaft machte richtig Druck. Wäre der Gästetorwart nicht recht gut aufgetreten, dann wäre das Spiel 8:0 an Eiche Wachau gegangen. Vor allem der 14er mit seinen tollen von links direkt herein getretenen Eckstößen sorgte für richtig Action im Strafraum. Lattentreffer und Pfostenknaller gab es auch. Zwei weitere Tore fielen dann durch gute Spielzüge und zu langsame Abwehrspieler. Eiche Wachau gewann verdient 3:0.
Wir brachen dann sofort gen Norden - stramm gegen den widerlichen Wind - auf und kamen wenige Minuten später am Sportpark Dölitz an. Mann muss in Connewitz in der Bornaischen Straße 187 wirklich auf die Hausnummer achten. Eine kaum vier Meter breite Durchfahrt zwischen zwei unscheinbaren Häusern eröffnet einen den Weg in den Sportpark Dölitz, den sich - umringt von Bäumen, Kleingartenlauben, Einfamilienhäusern und Pferdekoppeln - Einheit Leipzig Ost (3. Stadtklasse, Tabellenzweiter; verliert auch mal 5:1, gewinnt dann aber auch immer wieder 17:0 oder 18:2) und Roter Stern Leipzig teilen. Was insofern recht krass ist, da die ELO Leute politisch eher in die andere Richtung tendieren...
An der Kasse sitzt schon ein typischer RSL-Fan: knallbunte, zu Spitzen gegelte Haare und alternativer Kleidungsstil. Das Bier auf dem Tisch vor sich stehend. 1€ für Jeden.
Allerdings passten doch auch einige der Fans nicht so ganz in das Bild des Linksextremen, das einen aber auch von der Roter Stern-Vereinsseite vermittelt wird. Doch die Rentner können auch gut 68er sein. Ein paar Ausländer tummelten sich auch unter den 90 Heimanhängern. Einige musterten jeden Vereinsfremden und Nichtpunker - solche Leute könnten ja schließlich Nazis sein... Die Stimmung ist allerdings leider gleich Null, wenn auch ich nicht erwartet habe, dass dort 2.000 Zuschauer Action abziehen wie in Connewitz zu Sylvester. Allerdings hatte Roter Stern auch schon 500 und mehr Zuschauer. Angeblich dann auch bessere Stimmung machend.
Das Spiel geht aber trotzdem gleich ordentlich los. Es wird flott aufgespielt, technisch nicht unbedingt Weltklasse, dafür aber kämpferisch, und an Torraumszenen gibt es auch einiges zu sehen. Als einer von Roter Stern im Strafraum gefoult wird, gibt es Elfmeter. Dieser wird sicher verwandelt.
In der Halbzeit werden wieder die Grillspezialitäten - reichlich überteuert bei nur durchschnittlicher Qualität! - ausprobiert. Der CD-Player neben dem Grill spielt britischen Punkrock.
Die zweite Halbzeit ist jetzt erwartungsgemäß von MoGoNo bestimmt, denn die spielen ja schließlich mit dem dauernd stark blasenden Wind. Eine direkt verwandelte Ecke wird aus unerfindlichen Gründen nicht gezählt, erst ein Schuss in der 70. Minute segelt regulär und spektakulär ins Netz der Connewitzer. Danach wieder die Gastgeber etwas mehr am Drücker und der stark übergewichtige Schiri - von einem RSL-Fan nicht unbedingt zu unrecht mir „Murmel“ betitelt - nervte wieder. Attacken von Motor Gohlis Nord ließ er schön laufen, waren auch vertretbare Entscheidungen in dem Punkt, aber nicht, wenn man im Gegenzug jeden Scheiß (angebliche Fouls, Abseitspositionen) von Roter Stern abpfeift. Aber das Unentschieden war ja alles in allem nicht unverdient.
Nach dem Spiel ging es fast 40km gegen den Wind. Wirklich zum Kotzen!
Zum Kotzen war auch das, was meine Mutter uns dann, zuhause angekommen, erzählte: alle sechs Mietpartien unseres Hauses mussten, während mein Vater und ich beim Fußball waren, evakuiert werden, da irgendein Vollspast mit einer brennenden Zigarette einen Laubbrand vor einem der Kellerfenster ausgelöst hat. Ausgerechnet vor dem Kellerfenster, hinter dem sich der Heizungskeller befindet. Und wenn da brennendes Laub hereingeweht wird, ist klar, dass sich so manche technische Anlage da überhitzt. Die Feuerwehr rückte mit vier Wagen an und auch die Grünen Männchen waren mal wieder vor Ort - sonst kommen die eher mal eine unserer Nachbarsfamilien besuchen, aber egal.
Respekt übrigens an den Mitarbeiter der Firma Haase, der innerhalb von 15 Minuten anrückte und mit wenigen Handgriffen die ausgefallene Heizung wieder in Gang brachte. Dass wir den Mann erst über den TLG-Notdienst rufen mussten, zeugte nur wieder von der Lahmarschigkeit unserer ansonsten größtenteils angenehmen und freundlichen Mitmieter. Hätten doch schon längst telefonieren können, bevor wir vom Fußball zurückkommen!
Da es in einem klaren Zusammenhang mit der Unfähigkeit unserer Wohnungsbaugesellschaft TLG hängt, einige Prolls mithilfe der Polizei von dem angrenzenden Parkplatz fernzuhalten, und zudem noch mehrere Schäden im Haus trotz Bescheidgebens immer noch nicht behoben sind, war schon klar, was die „Service-“Mitarbeiter der TLG in einer Mail von uns zu hören bekamen...
Statistik:
Grounds Nr. 287 und 288 (zwei neue Grounds; diese Saison: 58 neue)
Sportveranstaltung Nr. 772 und 773 (diese Saison: 140)
Tageskilometer: 90 per Fahrrad
Saisonkilometer: 18.640; genauer. 9.270 Auto/ 3.380 Rad/ 3.030 Zug/ 2,960 Flugzeug
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 138
Fotos unter:
Rathaus Markkleeberg, Kirchenruine Wachau und Altherrenspiel Wachau:











