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Montag, 17. Dezember 2012
W333III: Deutliche, spannende oder umkämpfte Handballspiele im Leipziger Umland – und die wohl beschissenste Sporthalle aller Zeiten...
TSV 1886 Markkleeberg -------------------------------- 35
Bornaer HV 2009 II -------------------------------------- 24
Datum: Sonntag, 16. Dezember 2012 – Anwurf: 15.15
Wettbewerb: 2. Kreisliga Leipzig (10. Handballliga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 35-24 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 17-9
Torfolge: 0-1, 1-1, 1-2, 5-2(!), 5-3, 7-3, 7-4, 9-4, 9-5, 10-5, 10-6, 11-6, 11-7, 13-7, 13-8, 17-8, 17-9// 20-9(!), 20-11, 21-11, 21-12, 22-12, 22-13, 23-13, 23-14, 24-14, 24-15, 26-15, 26-17, 28-17, 28-18, 30-18, 30-21, 31-21, 31-23, 32-23, 32-24, 35-24
Gelbe Karten: Nr. 6, 14 (Markkleeberg); Nr. 28, 29, 30 (Borna)
Zwei-Minuten-Strafen: 2x Nr. 9, 2x Nr. 14, 2x Nr. 17, Nr. 4, Nr. 11 (Markkleeberg = 16 Minuten); Nr. 22, 30 (Borna = 4 Minuten)
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Städtelner Straße, Markkleeberg (Kap. 400 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Wieder einmal eine beeindruckende Leistung der Markkleeberger in einem eher einseitigen Spiel)
TSG 1861 Taucha II -------------------------------------- 26
HSV Leipzig-Mölkau II --------------------------------- 29
Datum: Sonntag, 16. Dezember 2012 – Anwurf: 17.15
Wettbewerb: 2. Kreisliga Leipzig (10. Handballliga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 26-29 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-16
Torfolge: …, 12-16// 13-16, 13-18, 15-18, 15-19, 16-19, 16-20, 19-20, 19-21, 21-21, 21-22, 23-22(!), 23-25(!), 24-25, 24-26, 25-26, 25-29, 26-29
Gelbe Karten: ? (Taucha); ? (Mölkau)
Zwei-Minuten-Strafen: mind. Nr. 3, 14, 20 (Taucha = mindestens 6 Minuten); mind. 3x Nr. 4, Nr. 17 (Mölkau = mindestens 8 Minuten)
Platzverweise: mind. Nr. 4 von Mölkau (56. wg. dritter Zeitstrafe)
Spielort: Mehrzweckhalle Taucha (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon mind. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Maximal durchschnittliches, aber wirklich spannendes Spiel)
TSG 1861 Taucha ----------------------------------------- 27
TSG Schkeuditz ------------------------------------------- 31
Datum: Sonntag, 16. Dezember 2012 – Anwurf: 18.45
Wettbewerb: 1. Kreisliga Leipzig (9. Handballliga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 27-31 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-11
Torfolge: 0-1, 2-1, 2-3, 5-3, 5-4, 7-4, 7-5, 8-5, 8-6, 9-6, 9-8, 10-8, 10-9, 11-9, 11-10, 12-10, 12-11// 13-11, 13-13, 14-13, 14-14, 15-14, 15-16, 16-16, 16-17, 18-17, 18-22(!), 19-22, 19-25(!), 21-25, 21-26, 22-26, 22-28, 25-28, 25-31, 27-31
Gelbe Karten: Nr. 8, 17 (Taucha); Nr. 13 (Schkeuditz)
Zwei-Minuten-Strafen: 3x Nr. 19, 2x Nr. 11, 2x Nr. 17, 2x Nr. 8, Nr. 6 (Taucha = 20 Minuten); 2x Nr. 13, 2x Nr. 24, 2x Nr. 4, Nr. 17 (Schkeuditz = 14 Minuten)
Platzverweise: Nr. 19 von Taucha (55. wg. dritter Zeitstrafe)
Spielort: Mehrzweckhalle Taucha (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannend, eng, umkämpft - kein überdurchschnittlich gutes, aber sehr sehenswertes Spiel)
a) Handball in Leipzig Region: Markkleeberg v Borna Reserve, Taucha v Mölkau Reserves, and Taucha v Schkeuditz
b) Football Grounds in Saalekreis and Burgenland District: Kreypau and Nellschütz
c) Churches and Palaces in Burgenland District: Zörbitz, Nellschütz, and Pobles
Auch diesen Sonntag ging es mal wieder zum Handball in den Leipziger Raum. Das lohnt sich aufgrund der meistens hohen Spielqualität und der teilweise auch sehenswerten Hallen, die man fast immer zu angemessen Eintrittspreisen oder auch kostenlos betritt, immer. Heute hat es sich zwar auch gelohnt, aber ich habe endlich mal einen Verein gefunden, der mir so unsympathisch erschien, dass ich hier kräftig rummeckern kann…
Den TSV 1886 Markkleeberg meine ich aber damit nicht. Es ist zwar etwas komisch, wie die immer die gegnerischen Mannschaften abschießen (v.a. wenn wir diesen Verein mal sehen) – so auch heute gegen Borna, die mit 11 Toren Unterschied ziemlich untergingen – doch hier liegt keine Wettbewerbsverzerrung vor, sondern nach einem sportlichen Tiefpunkt ein sportlicher Aufwärtstrend. Es ist auch einfach herrlich anzusehen, was beim TSV für Ballstafetten, Zuspiele und Torwürfe – ob Heber über den Torwart, Siebenmeter in den Winkel oder Rückraumhammer aus 12 Metern – vom feinsten funktionieren! So ging auch der nie gefährdete Sieg in diesem ab der 10. Minute einseitigen Match völlig in Ordnung.
Dass der TSV nur mit Getränkeverkauf die Veranstaltung finanzierte und keinen Eintritt verlangte, was bei dieser doch sehr ordentlichen, modernen, praktischen und ansehnlichen Halle auch noch bis zu 1€ angemessen wäre, war sehr anständig. Die Halle hat zwar eine Obertribüne, aber die ist weit genug vom Feld weg, sodass die Reling kaum in der Sicht beeinträchtigt, und man kann zwischen vier Reihen roter Schalensitze und einer schönen Reihe Holzbänke (ganz oben) wählen.
Das erste Spiel was wir in dieser Dreckshalle sahen, war passenderweise jenes zwischen der TSG Reserve und der Reserve vom HSV Mölkau. In Mölkau steht die zweitbeschissenste Halle aller Zeiten. Das muss derselbe Architekt gewesen sein in Mölkau und in Taucha! Zu meiner Schadenfreude gewann Mölkau II dann in einem mittelmäßigen und recht spannenden Spiel mit drei Toren. Die Mölkauer „Haie“ wollen für ihr hässliches Aquarium wenigstens nicht noch Eintritt. Wir hatten von diesem Spiel übrigens nur die zweite Halbzeit gesehen, da wir noch beim „McScheich“ in Markkleeberg essen waren.
Unser Hauptziel war ja auch das Spiel der ersten Mannschaft der TSG Taucha in der 1. Kreisliga. Erfreulicherweise hatte auch die Erste mit einem stärkeren Gegner zutun. Deren Anhang erschien auch erfreulich zahlreich. Die hin und zurück knapp 50km lange Strecke nahmen auch knapp 50 Schkeuditzer auf sich. Für Kreisliga-Handball! Das habe ich noch nicht so erlebt in Sachsen-Anhalt oder Thüringen – gefällt mir sehr gut! Bei der TSG Schkeuditz werde ich also sicher mal Anfang nächsten Jahres vorbei schauen. Die 50 Schkeuditzer waren auch lauter als der zahlenmäßig kaum stärkere Heimanhang.
Auf dem Feld sah es für die Schkeuditzer anfangs nicht so gut aus. Bis zur 35. lagen sie meistens zurück, jedoch selten mit drei Toren, meist nur mit einem Treffer. Im Laufe der zweiten Halbzeit zeigten sie aber, warum sie Tabellenführer sind (Taucha ist übrigens Tabellenzweiter), und drehten die Partie. Nach einem 5:0-Lauf und mehreren Druckphasen führten sie mit bis zu 6 Treffern. Taucha leistete sich einfach insgesamt auch zu viele Undiszipliniertheiten. 6 Strafminuten mehr und ein Platzverweis. In diesem recht harten und von vielen versteckten, teilweise aber auch dreist sichtbaren Fouls geprägtem Spiel, zeigte die ungeschlagene TSG Schkeuditz auch die schönsten Tore des Abends.
Der Abend hätte übrigens noch länger werden können, denn während die Schkeuditzer Fans und Spieler den Auswärtssieg feierten, kamen die Inlinehockeyspieler von Leipzig und Crimmitschau auf die Platte. Es war allerdings a) nur ein unterklassiges Freundschaftsspiel, b) in einer beschissenen Halle mit schlechter Sicht ausgetragen und vor allem c) schon sehr spät und in Hinblick auf den Uni-Montag sehr ungünstig gelegt. Aber diesen tollen Sport namens Inlinehockey oder Skaterhockey gucken wir ganz sicher auch mal wieder, nachdem wir vor zwei Jahren in Berlin in einer der genialsten Sporthallen überhaupt diesen so genialen Sport gesehen haben!
Vor diesen drei Handballspielen fuhren wir noch etwas in der Weißenfelser Ecke herum: Bolzen in Kreypau bei Leuna und Besichtigung des verfallenen Wasserschlosses in Zörbitz bei Zorbau/ Weißenfels, dann der verrottete Sportplatz und die gepflegte Kirche und Glockenturm in Nellschütz und von dort über einen Feldweg nach Poserna, wo die große Kirche ins Auge fällt. Schließlich besichtigten wir noch die Kirchenruine im schön gelegenen Pobles im Rippachtal. Eine interessante Feldwegabkürzung nach Muschwitz haben wir oberhalb der Kirche dann auch entdeckt. Im Leipziger Raum haben wir dann nichts mehr besichtigt, sondern nur die oben beschriebenen Handballspiele angeguckt.
Statistik:
Grounds: 836 (heute 2 neue; diese Saison: 68 neue)
Sportveranstaltungen: 1.678 (heute 3, diese Saison: 101)
Tageskilometer: 150 (150 Auto)
Saisonkilometer: 22.780 (21.250 Auto/ 1.410 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 333
Samstag, 10. November 2012
W328II: Drei Spiele östlich von Leipzig: Borsdorf, Panitzsch, Taucha
SV Panitzsch/ Borsdorf (Sachsen) 1920 D ------------- 3
SSV Markranstädt D II ------------------------------------ 3
Datum: Samstag, 10. November 2012 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: D-Junioren Stadtklasse Leipzig (3. Liga der 11-13jährigen)
Ergebnis: 3-3 nach 62 Min. (32/30) – Halbzeit: 3-2
Tore: 1-0 18. (12), 1-1 19. (11), 2-1 23. (14), 3-1 26. (14), 3-2 28. (11), 3-3 52. (10)
Verwarnungen: Nr. 3? (P./ Borsdorf)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Borsdorf (Kap. 1.130, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 15)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr gutes Niveau und viele Torszenen und Tore)
SV Panitzsch/ Borsdorf (Sachsen) 1920 II ------------ 0
Athletik Club Taucha 1990 ------------------------------- 0
Datum: Samstag, 10. November 2012 – Anstoß: 12.00
Wettbewerb: 3. Stadtklasse Leipzig (12. und unterste Liga, d.h. 7. Amateurliga)
Ergebnis: 0-0 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0-0
Tore: keine
Verwarnungen: Nr. 4 (Panitzsch/ B.); Nr. 8 (Taucha)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Panitzsch (Kap. 1.000, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: so 2, 3)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Taucha spielte absolute Scheiße und Panitzsch bemüht aber dilettantisch)
SG Taucha 99 ------------------------------------------------ 2
SV Mügeln/ Ablaß-Mahlis 2009 ------------------------- 0
Datum: Samstag, 10. November 2012 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: Bezirksliga Nord-Sachsen (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 2-0 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 1-0
Tore: 1-0 23. Thomas Stolle (Foulelfmeter), 2-0 70. Rene Suchy
Verwarnungen: Tobias Rischke (Mügeln/ Ablaß)
Platzverweise: Matthias Streit (Mügeln/ Ablaß, 22. wg. Notbremse)
Spielort: Sport- und Freizeitzentrum Taucha (Kap. 1.300, davon 300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 130 (Zahlende: 110, Gästefans: mind. 5)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Nach guter erster Hälfte folgte langer Durchhänger bis zu guter Schlussphase)
1.) Youth and Amateur Football in the East of Leipzig: Borsdorf U13, Panitzsch Reserve, SG Taucha 99
Im Osten an Leipzig angrenzend befindet sich die Gemeinde Borsdorf, deren zwei Sportplätze wir heute besuchten. Der im Hauptort Borsdorf wird nur noch von den Alten Herren und Kleinfeld-Jugendmannschaften bzw. -Frauen des SV Panitzsch-Borsdorf 1920 genutzt – der im Borsdorfer Ortsteil Panitzsch von allen Großfeldmannschaften. Der Platz in Borsdorf ist auch nicht sonderlich sehenswert, da er ausbautenlos und mit niedrigen Graswällen umringt von einer gesichtslosen Siedlung und einer kleinen Industrieanlage eingeklemmt liegt – der in Panitzsch dagegen ist von Bäumen eng umgeben, hat ein schönes, kleines Sportlerheim und weiß vor allem mit seiner kleinen Tribüne zu gefallen: zwei Reihen Holzbänke, teilweise noch zusätzlich mit roten Schalensitzen bestückt.
Beim ersten Spiel handelte es sich um eine D-Jugend-Partie der mittleren der fünf Ebenen im U13-Fußball in Sachsen. Die Paarung 3. gegen 5. bedeutete, dass dort zwei Aufstiegskandidaten, die an Tapfer und Böhlitz-Ehrenberg dran bleiben wollen, gegeneinander antraten. Von der ersten Minute an machte es auch den Eindruck eines wahren Spitzenspiels: Zwei ausgeglichen starke Mannschaften zeigten herrlichen Offensivfußball mit vollem Körpereinsatz und tollen Torszenen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit gab es auch einen wahren Torreigen: Die etwas stärkere Heimmannschaft eröffnete den Reigen, doch nur eine Minute später landete eine Direktabnahme im Eck. Daraufhin ging dem Gästetorwart ein starker Freistoß durch die Arme und Panitzsch-Borsdorf konnte sogar auf 3:1 davon ziehen, ehe Markranstädt II noch vor der Pause verkürzte. Nach dem Seitenwechsel war Markranstädt aktiver und stärker, doch das Spiel zu drehen vermochten sie nicht mehr – nur der Ausgleich fiel noch. Alles in allem war das wirklich ein hervorragendes Spiel, das insbesondere in Hälfte eins zu begeistern wusste.
Überhaupt nicht begeisternd war die Partie im viel schöneren Stadion in Panitzsch, dass sich übrigens neben der ehemaligen Trabrennbahn, deren eindrucksvolle Tribüne auch noch steht, befindet: der 2. gegen den 6. in der untersten Liga. OK, unterste Liga: da kann man ja nur Stümperfußball erwarten – denken Leute, die sich in Leipzig nicht auskennen. Unübertrieben habe ich in Leipzigs 3. Stadtklasse die besten Spiele in Sachsens größter Stadt gesehen! Dabei habe ich auch gute Spiele zwischen 2. Stadtklasse und Bezirksliga gesehen – und nicht ausschließlich Schrott oder Mittelmaß. Aber diese Partie heute zählte zur Kategorie Schrott – zum ersten Mal bei einem Spiel der 3. Stadtklasse – da beide Mannschaften zwar vollen Einsatz zeigten (entsprechend viele Fouls gab es zu sehen…), aber absolut unfähig waren, ihre zahlreichen Chancen in Tore umzumünzen. Was AC Taucha da zeigte, war so wie so scheiße – die hätten mal ihre Alten Herren schicken sollen; die spielen besser – aber die ein oder andere gute Chance hatten die ja auch bis zur 70. Und Panitzsch ließ ja andauernd – und das bis zur 90. – Chancen liegen. Also so was Unfähiges ist selbst in der untersten Spielklasse nicht mehr akzeptabel. Schon gar nicht, wenn man aus dieser untersten Spielklasse heraus will…
Was übrigens sehr akzeptabel ist, ist die Website von Panitzsch-Borsdorf, die ich an dieser Stelle empfehlen kann: http://www.sv-panitzsch-borsdorf.de/joomla2/
Aber was wir da unter dem hellen Kunststoffdach der blau-gelb bestuhlten Tribüne zusehen bekamen, hatte bis zum Pausenpfiff gar nichts mit Not gegen Elend zu tun: Beide zeigten ein richtig schönes Spiel! Auch wenn es beim Passspiel immer mal haperte und auch der ein oder andere Aussetzer wie die Notbremse des einen Gästeakteurs dabei war – insgesamt war es ein schnelles, kampfbetontes und an Torszenen reiches Spiel. Dass nur ein Tor fiel – und das per Elfmeter, der aber auch sehr schön mit einem Schuss hoch ins Eck verwandelt wurde – war nicht weiter schlimm. Schlimm war nur, was beide Mannschaften – insbesondere die bis dahin natürlich besseren Gastgeber – von der 46. bis zur 70. Minute zeigten: Fehlpässe, grauenhafte Torschüsse, kein Spielaufbau… Was hatten die denn in der Pause gesoffen?! Als es ein recht spektakuläres Foul eines Gästeakteurs gab, wurde aus dem Freistoß in der eigenen Hälfte aber echt etwas gemacht: Nach vorne aufgebaut, einen weiteren Standard herausgeholt und dann den Ball über den Torwart gebracht und aus Nahdistanz im Gedränge abgeschlossen. Danach gab es noch mal 20 Minuten ganz ordentlichen Fußball zu sehen. Dass Taucha gegen das Schlusslicht mit einem läppischen 2:0 zufrieden ist, glaube ich allerdings nicht, denn überzeugend war das – auch aufgrund der langen Überzahlspielzeit – insgesamt dann doch nicht!
Statistik:
Grounds: 819 (heute 2 neue; diese Saison: 51 neue)
Sportveranstaltungen: 1.651 (heute 3, diese Saison: 74)
Tageskilometer: 110 (110 Auto)
Saisonkilometer: 18.710 (17.500 Auto/ 1.130 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 328
Sonntag, 23. September 2012
W321II: Leunaer Derby bei der F-Jugend und zwei Spiele in Taucha
TSV Leuna 1919 F ---------------------------------------- 0
SG Spergau 1891 F --------------------------------------- 8
Datum: Samstag, 22. September 2012 – Anstoß: 9.00
Wettbewerb: F-Junioren 1. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (Liga der unter 9 Jährigen)
Ergebnis: 0-8 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 0-3
Freundschafts-Neunmeterschießen: 4-5 nach 10/11 Schützen
Tore: 0-1 3. (9), 0-2 4. (11), 0-3 10. (11), 0-4 22. (9), 0-5 27. (7), 0-6 29. (8), 0-7 34. (8), 0-8 35. (12)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Leuna leider überfordert mit sehr starken Spergauern)
SG Taucha 99 II ------------------------------------------- 0
SV Tapfer Leipzig ---------------------------------------- 4
Datum: Samstag, 22. September 2012 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: Stadtliga Leipzig (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 0-4 nach 94 Min. (49/45) – Halbzeit: 0-0
Tore: 0-1 49. Steffen Hartmann, 0-2 53. Norman Bornitz, 0-3 58. Sebastian Radtke, 0-4 89. Norman Bornitz
Vergebener Elfmeter: 7. Min., Marcus Schwarze (Tapfer-TW) wehrt Foulelfmeter von Marcel Hauss (Taucha II) ab
Verwarnungen: Maik Krämer (Taucha); Daniel Wagner, Patrick Langer (Tapfer)
Platzverweise: keine
Spielort: Sport- und Freizeitzentrum Taucha, Hauptplatz (Kap. 1.300, davon 300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon 47 Zahlende, ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Absolut grauenvolle erste Hälfte, aber gute zweite Halbzeit)
SG Taucha 99 ----------------------------------------------- 1
1. FC Lokomotive Leipzig II ---------------------------- 1
Datum: Samstag, 22. September 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Bezirksliga Nordsachsen (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 1-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-0
Tore: 0-1 62. Ronny Meißner, 1-1 82. Marcus von Durschefsky
Verwarnungen: Benjamin Fraunholz, Thomas Hildebrandt (Lok II)
Platzverweise: keine
Spielort: Sport- und Freizeitzentrum Taucha, Hauptplatz (Kap. 1.300, davon 300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 130 (davon 120 Zahlende, ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Durchwachsenes Spiel, da die beiden ausgeglichenen Mannschaften wenig zuließen)
a) Under-9 Football: TSV Leuna v SG Spergau
b) SG Taucha 99: Reserve lt. Tapfer Leipzig, First Team drw. Lok Leipzig Reserve
c) Taucha Old Town: Pictures taken in Winter 2010
Größer sind sie geworden, die Jungs! Und noch erfolgreicher: gestartet sind sie mit zwei 6:1 Siegen; bei Wallendorf/ Zöschen und sogar bei der IMO!
Heute waren die ebenfalls sehr erfolgreich in die Saison gestarteten Spergauer Nachbarsjungen zugast. Die Gäste waren in allen Belangen völlig überlegen und gingen schnell in Führung. Außer Yacine spielte keiner vom TSV offensiv, doch auch er konnte so gut wie keine Torchance herausspielen, da die SGS-Abwehr höchst konsequent eingestellt war. Auch nach vorne klappte fast alles beim Gast aus Spergau: Nach 10 Minuten 0:3, am Ende 0:8 – und das mit teilweise wirklich starken Spielzügen.
Schämen brauch sich Leuna nicht für den Auftritt, bei so einem starken Gegner. Dass es so deutlich wurde, war aber schon ärgerlich. Aber neues Wochenende – neues Spiel! Da ist dann wieder eine Steigerung drin!
Im Tauchaer Sportzentrum standen zwei Spiele an: Zuerst die Reserve, die mit 4 Punkten aus 5 Spielen nur Drittletzter ist und nun gegen Tapfer Leipzig (mit 4 Siegen, 1 Unentschieden und 25:4 Tore Tabellenführer) anzutreten hat, dann die I. Mannschaft, die wie auch ihr Gegner Lok II 2 Siege holte, wobei der Gast auch schon eine Niederlage einstecken musste, während Taucha noch nicht verloren hat.
Die Reserve der SGT war überraschenderweise bis zum Seitenwechsel die klar bessere Mannschaft, doch sie verwandelten nicht einmal einen Elfmeter. Tapfer war 45 Minuten lang völlig abgemeldet, doch kam nach der Pause eindrucksvoll zurück: zwei Tore in fünf Minuten waren schon stark. Das Benehmen einiger Spieler nicht, aber dafür unterhaltsam. Wäre der Schiri mit seinen beiden Assistenten nicht so schlecht gewesen, wäre es sicherlich nicht bei den zwei gelben Karten für Tapfer und der einen für Taucha geblieben, so wie da gerempelt, geschubst und rumgemault wurde. Bei den zwei Toren für den Gast blieb es übrigens auch nicht. 0:4 der am Ende zu hohe aber verdiente (in Hälfte zwei war Taucha so abgemeldet wie Tapfer in Hälfte eins) Sieg.
Das Hauptspiel war genauso mittelmäßig wie das Vorspiel, nur das Schiedsrichtergespann war klar besser. Die beiden Teams machten es den Unparteiischen aber nicht so schwer, wie die beiden Teams des Vorspiels. In diesem Spiel waren die beiden Mannschaften auch extrem ausgeglichen, sodass es nicht so viele Torszenen gab. Es dauerte auch über eine Stunde, ehe Lok II endlich traf – dann aber auch mit einem herrlichen Weitschuss hoch ins Eck. Der Ausgleich war absolut verdient und fiel zehn Minuten später im Strafraumgetümmel.
Statistik:
Grounds: 795 (heute 1 neuer; diese Saison: 27 neue)
Sportveranstaltungen: 1.613 (heute 3, diese Saison: 36)
Tageskilometer: 100 (100 Fahrrad)
Saisonkilometer: 11.250 (10.390 Auto/ 780 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [Letzte Serie = Neuer Rekord: 141!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 321
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Sonntag, 2. Oktober 2011
W270III: Zweimal unterste Spielklasse aber unterstes Niveau war nur einer der Schiris
AC 1990 Taucha AH 11:0 Post SV Leipzig AH
Datum: Sonntag, 2. Oktober 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 3. Altherren-Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (4. und unterste Liga der Ü-32)
Ergebnis: 11:0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 3:0
Tore: 1-0 9. (8), 2-0 15. (7), 3-0 23. (7), 4-0 52. (5), 5-0 54. (5), 6-0 56. (10), 7-0 67. (9), 8-0 77. (5), 9-0 80. (11), 10-0 83. (6), 11-0 85. (14)
Verwarnungen: 7 (Post)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz AC/ Graßdorfer Straße (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 75 (darunter ca. 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Taucha spielte hervorragend und für eine Ü-32 äußerst flott – Post war halt ganz schön überfordert...)
SV Leipzig-Thekla II 3:2 TSV Leipzig-Wahren II
Datum: Sonntag, 2. Oktober 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: 3. Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (12. und unterste Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 36. (11), 1-1 52. (12, „Foul“elfmeter), 2-1 77. (11), 2-2 82. (10, „Foul“elfmeter), 3-2 87. (12)
Verschossene Elfmeter: 29. Theklaer Torwart wehrt Foulelfmeter von Wahrener Nr. 9 ab
Verwarnungen: 30-Torwart, 3 (Thekla); 13 (Wahren)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Thekla (Kap. 300, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 70 (darunter ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Mittelmäßiges aber spannendes Spiel mit kuriosen Szenen und noch kurioseren Schiedsrichterentscheidungen)
Photos and English version:
Football in Leipzig: AC Taucha Veterans crush Post SV Veterans and Thekla Reserve defeat Wahren Reserve
Wer denkt, dass nur Spiele höherer Amateurklassen interessant sind und die 3. Kreisklasse, also die unterste Spielklasse, grauenhaft, der kennt wohl die sächsische Metropole Leipzig und ihren sehenswerten Spielbetrieb nicht. Zumal dort nicht nur die Männer, Frauen und Jugend einen gut organisierten Spielbetrieb haben, sondern auch die Alten Herren. Allein für Alte Herren gibt es vier (normale) Ligen und eine weitere für „Alt-Senioren“.
In Taucha gibt es zwei Vereine. Der kleinere Verein aus der an Leipzig grenzenden Landstadt Taucha heißt AC 1990 und ist mit der Altherrenvertretung souveräner Tabellenführer (5 Spiele, 5 Siege, 21:4 Tore) in der untersten Spielklasse der Ü-32. Hingegen der Gegner aus dem Herzen Leipzigs (der Post SV spielt am Mariannenpark), konnte aus 5 Spielen nur drei Punkte und zwei Tore holen.
Dass selbst in der untersten Leipziger Altherren-Liga Mannschaften spielen, die es mit fast jeder Altherrentruppe aus angrenzenden Landkreisen, die keinen solchen Spielbetrieb haben, aufnehmen können, war mir schon lange klar. Der Spielbetrieb steigert die Konkurrenz und somit auch die Qualität: selbst starke Mannschaften aus dem Saalekreis wie Leuna oder Braunsbedra würden in der zweiten Liga, der Stadtklasse, kaum einen einstelligen Platz belegen. Dieses Spiel heute war zwar sehr einseitig, aber auch sehr sehenswert. Post war halt reichlich überfordert. Von Anfang an spielte eigentlich nur die eine Mannschaft, der AC Taucha, doch wie sie spielten, war schon prima: immer offensiv nach vorne und dabei ball- und kombinationssicher, flott und schnell, aber zudem auch kaum Fehler.
Schon nach neun Minuten war ein erster Torerfolg zu verzeichnen. Das 2:0 war ein klasse Flugkopfball ins rechte Eck nach einer Hereingabe von der linken Grundlinie. 3:0 hieß es noch viel zu niedrig zur Pause. In der zweiten Spielhälfte zog der Gastgeber die Postler vor mittlerweile über 70 Zuschauern richtig ab. 6:0 innerhalb von sechs Minuten. Zweistellig war es nach 83 Spielminuten und am Ende hieß es gar 11:0. Post konnte leider keine der fünf, sechs Chancen, die sie sich erspielten, in einen Ehrentreffer umwandeln. Bisher waren das der höchste Sieg und auch das einzige zweistellige Ergebnis in dieser Staffel.
Lobend erwähnt werden muss übrigens auch der Schiedsrichter: Eberhard Kunze hatte genau die richtige Abseits-Linie drauf, d.h. im Zweifel für den Stürmer, aber nicht so, dass klare Abseitsstellungen von mehr als einem Meter ignoriert worden, und die Zweikämpfe wurden auch nicht bei jeder Berührung die zu einem Sturz führte abgepfiffen, sondern erst wenn unsauber gespielt wurde. Der Unparteiische war zwar der Älteste auf dem Rasen aber sehr souverän und korrekt in seinen Entscheidungen!
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In Thekla sah das anders aus. Aber nicht nur die Schiedsrichterleistung ging in die völlig andere Richtung – schon allein die Sportanlage war etwas ganz anderes. Der AC-Sportplatz ist etwas öde, da er in der hässlichen Landstadt am Rande einer Siedlung liegt und zwar von etlichen Bäumen umgeben, aber ziemlich weitläufig und kahl ist. Einen kleinen Graswall gibt es zwar auch, aber Thekla macht – bei allen hässlichen Fangzäunen ringsherum – doch mehr daher: so mitten zwischen Kleingärten und Wohnhäusern gelegen ist der Platz extrem eng. Die Verletzungsgefahr scheint mir auch relativ hoch, da man nicht nur nach anderthalb Schritten ins Aus sofort einem Zuschauer in den Schoß (bzw. dann auf einen leeren, blauen Schalensitz) fällt, sondern vor allem auf der Gartenseite in die Metallzäune, die nur zwei Meter hinter der Torauslinie stehen, gecheckt oder gegen die Scheunenwand hinter der einen Eckfahne gestoßen werden kann. Die genau gegenüberliegende Eckfahne ist auch ein Punkt für einen harten Zweikampf, der das Zeug zum Foul des Jahres hat: wenn da zwei Gegner nur auf den Ball konzentriert sind und einer den an der Fahne sperren will und der andere noch im vollen Lauf die Schulter einsetzt, fliegt der eine über die nur einen Meter entfernte Buchsbaumhecke auf die schöne, gepflegte Terrasse des Sportlerheims – da sind Kaffeekränzchen und Bierrunde erheblich gestört...
Zum Glück für Schiri Kevin Gräfe legte es keiner der Spieler auf so eine Aktion an – der junge Unparteiische lag auch so bei fast jeder Entscheidung daneben. Am Anfang waren es nur fälschlich erkannte Abseitspositionen und lächerliche Freistöße wegen angeblichen Sperrens oder Trikothaltens – doch nach etwas mehr als 20 Minuten war es dann ein klarer Elfmeter, den er den Gästen verwehrte. Die Reserve von Wahren ließ Thekla mit ihren dilettantischen Schüssen (mindestens fünf Mal donnerten sie in einer halben Stunden den Ball in einen Garten) erst einmal kommen – als Tabellenführer mit 13 Punkten aus 5 Spielen präsentierten sie sich da nicht so (wobei Thekla mit 6 Punkten aus 4 Spielen ja nicht so deutlich unterlegen schien) – doch der dritte gute Angriff hätte zu einem Strafstoß führen müssen! Der Torwart ruppte als letzter Mann einen durchgebrochenen Stürmer, der den Ball an ihm vorbei stolperte, um. Der Wahrener hätte den Ball im Tor untergebracht und Elfmeter und Gelb wäre das Mindeste (eigentlich wäre eine rote Karte erforderlich gewesen, doch in der Klasse kann man es noch bei Gelb belassen) gewesen, aber die Knalltüte ließ einfach weiter laufen. Die größte Knalltüte war allerdings der Thekla-Torwart mit seiner Nummer 30: da senst der doch glatt noch einen Spieler um – fast genau dieselbe Situation und wieder im Strafraum und auch noch keine fünf Minuten später. Hier konnte auch Gräfe nicht wegsehen und gab Strafstoß und Gelb. Der Wahrener mit der Brille schoss allerdings zu schwach, sodass der Theklaer Schlussmann den Ball abwehren konnte. Gerechtermaßen schaffte es aber ebendieser Wahrener nur wenige Minuten später den entscheidenden Pass zum hoch verdienten 0:1 zu geben.
Nach der Pause sah das Spiel etwas anders aus, denn Wahren wurde da mangels Aktivität seiner Rolle als Aufstiegskandidat nicht wirklich gerecht. Grauenhaft war dann allerdings, was sich der Schiri wieder leistete: ein lächerlicher Foulstrafstoß für Thekla. Der 12er, einer der ganz wenigen, der bei den Gastgebern gut spielte, verwandelte sicher. Wer dachte, das sei es gewesen mit Elfmetern, irrte: Nachdem eine knappe Viertelstunde vor Schluss die immer besser werdenden Gastgeber in Führung gingen, wurde ein Stürmer von Wahren erneut im Strafraum zu Fall gebracht: allerdings hatte er sich vorher den Ball zu weit vorgelegt, dieser hatte die Torauslinie bereits im vollen Umfang überschritten und eigentlich hätte es auch hier nicht Elfmeter geben dürfen, aber diese Fehlentscheidung kann man dem Unparteiischen noch am ehesten Nachsehen: aus meiner Perspektive vom Seitenrand konnte ich das besser sehen als er und außerdem erzielte Wahren so den verdienten Ausgleich. Diesmal war ein anderer Schütze dran und der machte es halt besser. Richtig gut zeigte sich aber noch einmal die Nummer 12 von Thekla, der mit einem weiten Flachschuss ins linke Eck das 3:2 erzielte. Den Treffer holten die Gäste dann nicht mehr auf. Verpfiffen wurden sie zwar nicht (der Schiri war nicht nur auf dem Auge für die Gastmannschaft blind), aber Pech hatten die Rot-Schwarzen schon. Von einem Tabellenführer kann man allerdings auch in der untersten Spielklasse etwas mehr erwarten, denn man will ja diese 3. Stadtklasse verlassen – und hätten die Wahrener die Erwartungen erfüllt, hätten sie Thekla auch trotz dreier Gegentore und einem verschossenen Elfer noch besiegt.
Auf dem Rückweg war ich erstaunt, dass so wenige Vollpfosten auf dem Rad unterwegs waren. Auch waren keine Sonntagsfahrer mit dem Auto auszumachen. Was war denn da los? Für Oktober hatten wir so angenehm sonnig-warmes Wetter, dass man fast die Klimaerwärmungslügen der von Politikern gekauften „Wissenschaftler“ glauben wollte und auf den Sportplätzen waren auch überdurchschnittlich viele Zuschauer zugegen – aber der Auto- und Fahrradverkehr war ja wirklich kein Vergleich zum Sommer. Da war die Rückfahrt natürlich ganz lässig und bei kaum vorhandenen Wind auch mit einem Schnitt von 20 km/h zu schaffen. Außerdem war heeme dann auch endlich mal wieder mehr los: in der Arbeitersiedlung wurden dutzende Böller und Raketen gezündet, Party war auch in der Gegend – zu welchem Anlass habe ich nicht mitgekriegt, aber jedenfalls war ganz gut was los...
Statistik:
Grounds: 642 (heute 2 neue; diese Saison: 48 neue)
Sportveranstaltungen: 1.373 (heute 2, diese Saison: 59)
Tageskilometer: 90 (90 Fahrrad)
Saisonkilometer: 9.840 (8.510 Auto/ 1.330 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 92
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 270
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Montag, 13. Dezember 2010
W228III: Handball in zwei fast identischen Leipziger Hallen
Motor Gohlis Nord 17:27 HV Glesien 1929 II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 11.45
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 17:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:10, 7:10, 7:11, 8:11, 8:12, 9:12; 9:13, 11:13, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:19, 14:19, 14:25, 16:25, 16:26, 17:26, 17:27
Gelbe Karten: MoGoNo 2, Glesien 2
Zeitstrafen: MoGoNo 2 Minuten, Glesien 8 Minuten
Platzverweise: Nr. 13 Glesien (36:45 – grobes Foul)
Sportanlage: Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (MoGoNo in allen Bereichen eine Katastrophe, Glesien sehr langsam und ansonsten allenfalls Mittelmaß: seit Langem das schlechteste Handballspiel das ich gesehen habe)
Leipziger SV Südwest FR II 19:9 HSV Mölkau – Die Haie FR II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 14.40
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2/ Frauen (8. Liga der Frauen)
Ergebnis: 19:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 11:3
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 7:1, 7:2, 8:2, 8:3, 9:3, 11:3, 11:4, 15:4, 15:7, 16:7, 17:7, 17:8, 18:8, 18:9, 19:9
Gelbe Karten: LSV SW 3, Mölkau 1
Zeitstrafen: LSV SW 2 Minuten, Mölkau 0 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Für ein so torarmes Spiel einer unteren Frauenliga war das richtig gut)
Leipziger SV Südwest 33:32 TSG 1861 Taucha
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 16.10
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 10:15
Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:9, 6:9, 6:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:15, 10:15, 10:16, 11:16, 11:18, 12:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:22, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 29:28, 29:29, 30:29, 30:30, 31:30, 31:31, 32:31, 32:32, 33:32
Gelbe Karten: LSV SW 3, Taucha 3
Zeitstrafen: LSV SW 10 Minuten, Taucha 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 LSV SW (38:49 – Meckern und andere Regelverstöße)
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutklassig, starke Torszenen, spannend!)
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 11.45
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 17:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:10, 7:10, 7:11, 8:11, 8:12, 9:12; 9:13, 11:13, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:19, 14:19, 14:25, 16:25, 16:26, 17:26, 17:27
Gelbe Karten: MoGoNo 2, Glesien 2
Zeitstrafen: MoGoNo 2 Minuten, Glesien 8 Minuten
Platzverweise: Nr. 13 Glesien (36:45 – grobes Foul)
Sportanlage: Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (MoGoNo in allen Bereichen eine Katastrophe, Glesien sehr langsam und ansonsten allenfalls Mittelmaß: seit Langem das schlechteste Handballspiel das ich gesehen habe)
Leipziger SV Südwest FR II 19:9 HSV Mölkau – Die Haie FR II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 14.40
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2/ Frauen (8. Liga der Frauen)
Ergebnis: 19:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 11:3
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 7:1, 7:2, 8:2, 8:3, 9:3, 11:3, 11:4, 15:4, 15:7, 16:7, 17:7, 17:8, 18:8, 18:9, 19:9
Gelbe Karten: LSV SW 3, Mölkau 1
Zeitstrafen: LSV SW 2 Minuten, Mölkau 0 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Für ein so torarmes Spiel einer unteren Frauenliga war das richtig gut)
Leipziger SV Südwest 33:32 TSG 1861 Taucha
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 16.10
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 10:15
Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:9, 6:9, 6:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:15, 10:15, 10:16, 11:16, 11:18, 12:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:22, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 29:28, 29:29, 30:29, 30:30, 31:30, 31:31, 32:31, 32:32, 33:32
Gelbe Karten: LSV SW 3, Taucha 3
Zeitstrafen: LSV SW 10 Minuten, Taucha 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 LSV SW (38:49 – Meckern und andere Regelverstöße)
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutklassig, starke Torszenen, spannend!)
Photos and English version:Handball in Leipzig: Motor Gohlis Nord – Glesien II + Südwest (women II) – HSV Mölkau (women II) + Südwest – Taucha
Mittlerweile reißt es irgendwie ein, dass wir sonntags immer zum Handball nach Leipzig fahren. Diesmal standen zwei Spiele in der Bezirksklasse, der fünften Amateurliga (bzw. der 4. Liga auf Landesebene) an. Unangefochtener Spitzenreiter der zweiten der beiden Staffeln ist die Reserve von Germania Zwenkau; hinter Böhlen und Regis-Breitingen reihen sich dann die Kontrahenten des heutigen Tages ein: 4. MoGoNo, 5. Taucha, 6. Glesien II und 7. LSV Südwest. 8. und damit auch schon Tabellenletzter, ist die Reserve der HSG Rückmarsdorf.
Kaum aus der S-Bahn Halle – Leipzig an der Station Slevoigtstraße ausgestiegen, waren wir auch schon an der Halle der 68. Schule Leipzig Möckern. Diese gehört zu jenen DDR-Hallen, die eine verkleidete Klinkerfassade – die Steinstrukturen sieht man dann in der Halle genau – haben und stufenförmig gebaut sind: der eigentliche Hallenteil ist rechteckig und etwa hoch wie breit, während der gleichlange Vorbau, in dem sich Umkleiden, Klos, Geräteräume usw. befinden, höchstens halb so breit und hoch ist. Die Dächer sind flach und in der Deckenverkleidung sind runde Leuchten angebracht. Durch die beiden Fensterreihen auf den oberen Längsseiten fällt viel Licht. Die Zuschauer sitzen auf Holzbänken am Spielfeldrand.
Zuschauer waren wenige da, Stimmung gab es auch nicht und von einem guten Spiel konnte auch nicht geredet werden. MoGoNo blamierte sich mit dutzenden Fehlpässen und ungenauen Zuspielen, schlechten Würfen und nicht vorhandener Abwehrarbeit gegen technisch mittelmäßige aber nur sehr langsame Glesiener. Das Spielniveau war grauenhaft und der Bezirksklasse nicht würdig. Glesien gewann letztendlich verdient mit 17:27.
In weiser Voraussicht, dass es in Lößnig nichts zu Essen geben würde, fuhren wir über Leipzig Hbf und nahmen uns Brötchen in die Halle mit. Diese Halle steht im Schatten gewaltiger Plattenbauten – 12 Stockwerke hoch, teils mehrere hundert Meter lang und damit deutlich anders als der nahegelegen Rundling, der ein ganz besonderes Stück der 1930er Jahre-Bauweise darstellt und ebenfalls viele Leute auf engem Raum unterbringt – und ist ein ebensolcher Klinkerbau, wie die oben beschriebene Halle in Möckern. Als einzige Unterschiede waren hier die Außengestaltung mit Graffiti und die längliche (und nicht runde) Deckenbeleuchtung auszumachen. Beides waren allerdings nachträgliche Anbringungen.
Wir kamen gerade zu Beginn des Spiels der Zweiten Frauen des Leipziger SV Südwest die gegen die Zweiten Haie von Mölkau spielten. Das Spiel hatten wir eigentlich gar nicht eingeplant, aber wir kamen problemlos und erstaunlich schnell von Sporthalle zu Sporthalle, was in Halle/ Saale am Tag zuvor nicht der Fall war. So sahen wir ein ganz ordentliches Spiel, in dem die auf dem 10. und somit vorletzten Tabellenplatz rangierenden Mölkauerinnen ziemlich überfordert waren gegen die gerade einmal zwei Plätze vor ihnen platzierten Südwestlerinnen. Mölkau war allerdings gar nicht so schlecht, wie die Deutlichkeit des Ergebnis vermuten lässt – doch die geringe Trefferzahl deutet schon an, wo die Schwäche liegt: die Würfe sind unplatziert und zudem landete gerade bei Mölkau eine auffällig hohe Zahl an Trefferversuchen an Pfosten oder Latte. Neunzehn zu neun, 28 Tore: so ziemlich das torärmste Handballspiel, was ich gesehen habe – aber nicht das schwächste!
Bei dem gleich darauf angepfiffenen Spiel der Männer kam auch mal etwas Stimmung durch die Zurufe und Anfeuerungen der Tauchaer Fans und Vereinsangehörige des LSV SW auf. Dieses dritte Spiel an diesem Sonntag war auch mit Abstand das beste Duell. Dass MoGoNo und Glesien auf der einen, und LSV und Taucha auf der anderen Seite in einer Liga spielen und in deren Tabelle auch noch so dicht beieinander stehen, wirkt richtig unwirklich, wenn man beide Spiele gesehen hat. Da lagen drei Klassen dazwischen, so viel besser waren die beiden ausgeglichenen Mannschaften von Südwest und Taucha. Südwest wie Taucha waren technisch gut, im Angriffsspiel stark und im Läuferischen schnell. Hier fielen auch richtig schöne Tore. Bis zur 45. waren die Gäste dauernd in Führung, doch dann drehte der Gastgeber noch einmal richtig auf. In einem zunehmend härteren, aber nie unfairen Spiel, schaffte es LSV Südwest einen teilweise 7 Tore betragenden Rückstand in einen ganz knappen Sieg zu verwandeln. In den letzten 10 Minuten fielen besonders viele Treffer, da das Tempo da noch mal stark angezogen wurde: allein in den letzten 90 Sekunden waren das 32:31 für LSV, der Ausgleich zum 32:32 per Siebenmeter und der Siegtreffer zum 33:32 für LSV Südwest zu sehen.
Zu allen Spielen war der Eintritt frei und so wirklich gelohnt hat sich nur das letzte der drei Spiele, doch beide Hallen sind aufgrund der Klinkerbauweise einen Besuch wert. Um die Größenordnung der Halle der 51. Mittelschule im Vergleich zu den umstehenden Plattenbauten zu haben, kann man sich dieses Luftbild auf Wikipedia einmal angucken: in der oberen Bildmitte ist der Rundling und unten mittig zwischen dem vierfarbigen Block und dem hohen weißen Bau ist die Halle (graues Dach und etwas heller wirkendes Vordach) zu sehen. Übrigens verlief auch der Rückweg über Halle nach Merseburg problemlos und pünktlich.
Statistik:
Grounds Nr. 505 und 506 (zwei neue Grounds; diese Saison: 55 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.190-1.192 (diese Saison: 79)
Tageskilometer: 110 (90 Bahn, 20 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 12.780 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.720 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228
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Montag, 22. Februar 2010
W186II: Handball in Leipzig – von einer alten Fabrikhalle mit modernem Parkett und einem verschlafenen Start der Gastmannschaft
TuS Leipzig-Mockau 26:18 Sächsischer HC Meerane
Sonntag, 21. Februar 2010 – Anwurf 18.00
Verbandsliga Sachsen, West (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 26:18 nach 60 Min. – Halbzeit 14:6
Tore: weiß nicht.
Zeitstrafen: Mockau 16 Minuten, Meerane 12 Minuten
Platzverweise: Nr. 5 Mockau (Schiedsrichterbeleidigung?)
Spielort: Rosenow-Sporthalle (Kap. 140: 100 Sitzplätze, 40 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 130 (ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und hartes Spiel)

Photos and English version: Handball in Leipzig-Mockau and Photos of North-Eastern Leipzig and Taucha
Die Verlegungswelle am Wochenende 09./ 10.01. 2010, die jeder vernünftigen Grundlage entbehrte – in Thüringen haben die schließlich auch gespielt – und hunderte Sportveranstaltungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt erfasste, hatte dann doch ihr Gutes: bevor wir drei Wochen im Nahen Osten weilen, fuhren wir noch zum ersten Mal zum Amateur-Handball in Sachsen. Da wir zurück nach Hause nicht stundenlang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt herum und Dunkelheit Rad fahren wollten, nahmen wir die Straßenbahn Merseburg – Bad Dürrenberg und stiegen dort in den Zug Weißenfels – Leipzig ein, der wegen zwei beschissener ICE-Züge zu spät war. Gut, dass wir Zeit hatten!
Wir hatten sogar so reichlich Zeit, dass wir erst einmal mit den Rädern zum Orientieren zur Halle in Mockau fuhren und dann zum ältesten Gebäude der Stadt Leipzig, der Kirche Hohen Thekla, die auf einer Erhebung oberhalb des Ortsteils Thekla thront, dann nach Portitz, wo es neben einem langen Dorfteich eine klassizistische Dorfkirche zu begutachten gibt, und schließlich sogar bis nach Taucha, was schon eine eigene Stadt ist. Taucha ist mit Verlaub: ziemlich hässlich, aber wenn man schon in der Ecke ist lohnt ein Blick auf die Kirche, das ihr gegenüberliegende Gebäude mit der Jugendstilfassade, das alte Rathaus und schließlich das Schloss, was der Laie für einen vergammelten Bauernhof der bankrotten LPG halten wird.
Wieder zurück nach der 25km-Runde in der Rosenow-Sporthalle der 65. Mittelschule in der gleichnamigen Straße nordöstlich des Leipziger Zentrums stieg eine Partie der Verbandsliga zwischen dem Turn- und Sportverein Leipzig-Mockau, der früher einmal BSG Motor Mockau hieß, und dem Sächsischen Handball Club Meerane, der ehemals BSG Motor Meerane hieß. Außer uns wollten noch so etwa 130 Zuschauer dieses Spiel der zweiten Amateurspielklasse sehen. Da die Halle nur auf einer Seite ebenirdisch Sitzbänke hat und je ein Viertel der Hintertorbereiche zum Stehen freigegeben ist, wurde es recht eng: da passte kaum noch jemand rein. Vor allem aus der Ecke mit dem Lok-Fanclub wurde immer wieder angefeuert und auch ganz gut gepöbelt. Man sollte sich übrigens vom Äußeren der Halle nicht täuschen lassen: sieht aus wie eine vergammelte Fabrik mit fahlen Fensterscheiben, kastenförmig, ein kaum noch lesbarer Schriftzug „Sport für alle“ über der mit „ACAB“ beschmierten Metalltür. Innen ist die Halle schon richtiggehend langweilig modern mit neuem Parkett, wärmegedämmter Decke, sauberen Bänken und frischen Sportgeräten.

Die Tabelle der Verbandsliga liest sich ganz lustig: 1. SV Plauen-Oberlosa 04, 2. Zwickauer HC Grubenlampe... – aber für die beiden Kontrahenten sieht es nicht so lustig aus: Meerane nur 10. (3 Siege, 10 Niederlagen) und Mockau gar nur 12. und damit Tabellenletzter (2 Siege, 11 Niederlagen). Dass es den Mockauern jetzt echt ernst war, merkte man von der ersten Minute an. Die spielten konzentriert und sehenswert los und hielten Meerane 11 Minuten völlig unten: 6-0! Nach der Auszeit kam Meerane auch nur langsam in Fahrt. Bis zu zehn Tore lagen sie zurück. Die Tore, die von beiden Mannschaften erzielt wurden, waren mitunter echt spektakulär: Sprungwurf am Kreis in den Winkel zum Beispiel.
In der zweiten Hälfte kamen dann noch mehrere stark vollendete Tempogegenstöße eines Mockauers hinzu. Auch spektakulär war der Stolperer eines Gästespielers, der dann auf mich drauf fiel, so dass wir beide zwischen der Zuschauerbank und der mit einer Turnmatte abgedeckten Sprossenwand klemmten. Das Spiel war schon recht hart, aber nie übertrieben (übertrieben ist erst z.B. im vollen Lauf die Beine wegsemmeln oder mit Sprungtritt am Kreis ins Gesicht latschen) und verletzt wurde auch niemand. Obwohl Meerane teilweise noch auf vier Tore Rückstand herankam, war das Spiel vorzeitig entschieden. Die letzten acht Minuten wurden dann von Mockau noch zum eindeutig Gestalten der Partie genutzt.
Am Bahnhof noch schnell was beim Vietnamesen gegessen und dann dieselbe Strecke mit denselben Verkehrsmittel wieder nach Merseburg zurück. Montag wurden noch letzte Vorbereitungen für die Reise getroffen, ehe es am Dienstag früh losgehen sollte. Was ich in Syrien so alles erlebt habe, wird dann Ende März hier stehen. Sollte bis Mitte April kein Update erfolgt sein, kann der Leser sich dann Sorgen um den Autor machen...

Statistik:
Ground Nr. 394 (ein neuer Ground; diese Saison: 63 neue)
Sportveranstaltung Nr. 957 (diese Saison: 99)
Tageskilometer: 100 (50 Bahn, 30 Fahrrad, 20 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 16.560 (12.120 Auto/ 2.320 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.120 Fahrrad/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 186
Sonntag, 21. Februar 2010 – Anwurf 18.00
Verbandsliga Sachsen, West (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 26:18 nach 60 Min. – Halbzeit 14:6
Tore: weiß nicht.
Zeitstrafen: Mockau 16 Minuten, Meerane 12 Minuten
Platzverweise: Nr. 5 Mockau (Schiedsrichterbeleidigung?)
Spielort: Rosenow-Sporthalle (Kap. 140: 100 Sitzplätze, 40 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 130 (ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und hartes Spiel)
Photos and English version: Handball in Leipzig-Mockau and Photos of North-Eastern Leipzig and Taucha
Die Verlegungswelle am Wochenende 09./ 10.01. 2010, die jeder vernünftigen Grundlage entbehrte – in Thüringen haben die schließlich auch gespielt – und hunderte Sportveranstaltungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt erfasste, hatte dann doch ihr Gutes: bevor wir drei Wochen im Nahen Osten weilen, fuhren wir noch zum ersten Mal zum Amateur-Handball in Sachsen. Da wir zurück nach Hause nicht stundenlang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt herum und Dunkelheit Rad fahren wollten, nahmen wir die Straßenbahn Merseburg – Bad Dürrenberg und stiegen dort in den Zug Weißenfels – Leipzig ein, der wegen zwei beschissener ICE-Züge zu spät war. Gut, dass wir Zeit hatten!
Wir hatten sogar so reichlich Zeit, dass wir erst einmal mit den Rädern zum Orientieren zur Halle in Mockau fuhren und dann zum ältesten Gebäude der Stadt Leipzig, der Kirche Hohen Thekla, die auf einer Erhebung oberhalb des Ortsteils Thekla thront, dann nach Portitz, wo es neben einem langen Dorfteich eine klassizistische Dorfkirche zu begutachten gibt, und schließlich sogar bis nach Taucha, was schon eine eigene Stadt ist. Taucha ist mit Verlaub: ziemlich hässlich, aber wenn man schon in der Ecke ist lohnt ein Blick auf die Kirche, das ihr gegenüberliegende Gebäude mit der Jugendstilfassade, das alte Rathaus und schließlich das Schloss, was der Laie für einen vergammelten Bauernhof der bankrotten LPG halten wird.
Wieder zurück nach der 25km-Runde in der Rosenow-Sporthalle der 65. Mittelschule in der gleichnamigen Straße nordöstlich des Leipziger Zentrums stieg eine Partie der Verbandsliga zwischen dem Turn- und Sportverein Leipzig-Mockau, der früher einmal BSG Motor Mockau hieß, und dem Sächsischen Handball Club Meerane, der ehemals BSG Motor Meerane hieß. Außer uns wollten noch so etwa 130 Zuschauer dieses Spiel der zweiten Amateurspielklasse sehen. Da die Halle nur auf einer Seite ebenirdisch Sitzbänke hat und je ein Viertel der Hintertorbereiche zum Stehen freigegeben ist, wurde es recht eng: da passte kaum noch jemand rein. Vor allem aus der Ecke mit dem Lok-Fanclub wurde immer wieder angefeuert und auch ganz gut gepöbelt. Man sollte sich übrigens vom Äußeren der Halle nicht täuschen lassen: sieht aus wie eine vergammelte Fabrik mit fahlen Fensterscheiben, kastenförmig, ein kaum noch lesbarer Schriftzug „Sport für alle“ über der mit „ACAB“ beschmierten Metalltür. Innen ist die Halle schon richtiggehend langweilig modern mit neuem Parkett, wärmegedämmter Decke, sauberen Bänken und frischen Sportgeräten.
Die Tabelle der Verbandsliga liest sich ganz lustig: 1. SV Plauen-Oberlosa 04, 2. Zwickauer HC Grubenlampe... – aber für die beiden Kontrahenten sieht es nicht so lustig aus: Meerane nur 10. (3 Siege, 10 Niederlagen) und Mockau gar nur 12. und damit Tabellenletzter (2 Siege, 11 Niederlagen). Dass es den Mockauern jetzt echt ernst war, merkte man von der ersten Minute an. Die spielten konzentriert und sehenswert los und hielten Meerane 11 Minuten völlig unten: 6-0! Nach der Auszeit kam Meerane auch nur langsam in Fahrt. Bis zu zehn Tore lagen sie zurück. Die Tore, die von beiden Mannschaften erzielt wurden, waren mitunter echt spektakulär: Sprungwurf am Kreis in den Winkel zum Beispiel.
In der zweiten Hälfte kamen dann noch mehrere stark vollendete Tempogegenstöße eines Mockauers hinzu. Auch spektakulär war der Stolperer eines Gästespielers, der dann auf mich drauf fiel, so dass wir beide zwischen der Zuschauerbank und der mit einer Turnmatte abgedeckten Sprossenwand klemmten. Das Spiel war schon recht hart, aber nie übertrieben (übertrieben ist erst z.B. im vollen Lauf die Beine wegsemmeln oder mit Sprungtritt am Kreis ins Gesicht latschen) und verletzt wurde auch niemand. Obwohl Meerane teilweise noch auf vier Tore Rückstand herankam, war das Spiel vorzeitig entschieden. Die letzten acht Minuten wurden dann von Mockau noch zum eindeutig Gestalten der Partie genutzt.
Am Bahnhof noch schnell was beim Vietnamesen gegessen und dann dieselbe Strecke mit denselben Verkehrsmittel wieder nach Merseburg zurück. Montag wurden noch letzte Vorbereitungen für die Reise getroffen, ehe es am Dienstag früh losgehen sollte. Was ich in Syrien so alles erlebt habe, wird dann Ende März hier stehen. Sollte bis Mitte April kein Update erfolgt sein, kann der Leser sich dann Sorgen um den Autor machen...
Statistik:
Ground Nr. 394 (ein neuer Ground; diese Saison: 63 neue)
Sportveranstaltung Nr. 957 (diese Saison: 99)
Tageskilometer: 100 (50 Bahn, 30 Fahrrad, 20 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 16.560 (12.120 Auto/ 2.320 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.120 Fahrrad/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 186
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