Mittwoch, 4. November 2015

W484I: Klare Sache für die Beueler Badminton-Profis

1. Badminton Club Bonn-Beuel 1955 .......... 6
SG 1862 Anspach .......................................... 0
- Datum: Dienstag, 3. November 2015 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: 1. Badminton-Bundesliga (Deutsche Badminton Mannschaftsmeisterschaft, Profiliga)
- Ergebnis: 6-0 nach ca. 135 Min. Veranstaltungszeit; 12-1 Sätze, 272:183 Spielpunkte
- Einzel Herren: Erik Meijs 21:14, 21:6 Philipp Discher; Max Weißkirchen 21:11, 21:16 Christopher Ames
- Doppel Herren: Max Weißkirchen/ Raphael Beck 19:21, 21:8, 21:18 Daniel Benz/ Sebastian Ames
- Einzel Damen: Luisa Heim 21:10, 21:11 Mona Konkolewski
- Doppel Damen: Hannah Pohl/ Lisa Kaminski 22:20, 21:15 Mona Konkolewski/ Theresa Wurm
- Doppel Mixed: Raphael Beck/ Eva Janssens 21:14, 21:19 Daniel Benz/ Theresa Wurm
- Spielort: Erwin-Kranz-Halle (Kap. 200 Sitzplätze; Untertribüne + lose Bestuhlung; + 200 Sitzplätze Obertribüne gesperrt)
- Zuschauer: ca. 180 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Überwiegend sehenswerte Spiele: auf diesem Niveau lohnt sich Badminton mal ab und an zu gucken) Badminton Bundesliga: 1. BC Beuel v SG Anspach Photos with English Commentary:
Badminton Bundesliga: 1.BC Bonn Beuel defeat SG Anspach

Wenn schon um die Ecke Bundesliga in einem noch nicht gekreutzten Ground gespielt wird, kann man auch mal nach der Uni hin. OK, es war Badminton-Bundesliga in einer Sporthalle mit einer normalen Obertribüne mit drei Reihen Bänke und einer hier beim Badminton ausgefahreren Untertribüne von 7 Reihen à 22 Plätzen sowie loser Bestuhlung an den beiden Spielfeldern, aber wieso nicht? Die Spieler in der Badminton-Bundesliga sind alle Profis, die mit dem langen Schläger und dem Federball unheimlich gut umgehen können! OK, dass die besser spielen als ich immer mittwochs beim Unisport, liegt natürlich auch daran, dass der ihre Schläger über 100€ kosten und meiner nur 15€…

Jedenfalls ist der Eintritt etwas niedriger als bei der auch noch sehenswerteren und v.a. länger dauernden Tennis-Bundesliga (7€ gegenüber 10€), als Studenten zahlten Moritz und ich auch nur je 4€ (Tennis-BL 5-6€) und die Sicht auf die beiden Felder war von allen Plätzen gut. Der Außenseiter aus Anspach im Taunus/ Hessen, war nur im Herren-Doppel und dem Damen-Doppel wirklich wettbewerbsfähig. Das sehr sehenswerte Herren-Doppel der Beueler gab sogar den ersten Satz knapp ab, doch gewann dann mehr oder weniger klar die nächsten beiden. Im gutklassigen Damen-Doppel siegte Beuel zweimal knapp, sodass von Anfang an die Zeichen auf Sieg für Bonn-Beuel standen. Dann kamen das 1. Herren-Einzel, ein ganz gutes Spiel, dass einseitig zugunsten des Niederländers in Diensten der Beueler (einige BL-Teams haben sich Söldnertruppen aus Niederländern, Indern und Chinesen zusammengekauft, Beuel und Anspach aber nicht, sodass Meijs der einzige ausländische Spieler heute war) endete. Das Damen-Einzel war die mit Abstand schlechteste Partie des Abends, da beide nur auf Fehler der Anderen auswaren und so ein Festival an Ausbällen und Aussetzern stattfand, dass den Mannschaftsvergleich aber zugunsten der favorisierten Gastgeber entscheiden sollte: 4-0. Das 2. Herren-Einzel war eher unspektakulär – nur die Rückhandschläge des Beuelers weltklasse – und endete mit dem nächsten Beueler Sieg. Am Ende spielte nur noch das Mixed-Double, wo sich die vier Spieler ein sehr sehenswertes, am Ende noch mal enges, Match lieferten. Da auch diese Partie in zwei Sätzen an Beuel ging, gewann der 1.BC Beuel den Mannschaftsvergleich mit 6:0 bei 12:1 Sätzen – eine derbe Abfuhr für die Hessen aus Anspach!

Beuel ist nun hinter Saarbrücken-Bischmisheim, TV Refrath und Union Lüdinghausen wieder auf Play-off-Kurs – trotz 6 Verlustpunkten aus 7 Spielen. Ich spiele zwar Badminton immer noch lieber selber, da Sportarten wie Fußball, Handball, Rugby oder Eishockey beim Zuschauen einfach noch viel unterhaltsamer sind – aber so ein Bundesligaspiel im Badminton hat auch schon eine erfreuliche Rasanz und eindrucksvolle Technik zu bieten, dass man sich ruhig noch mal eins anschauen kann! Badminton Bundesliga: 1. BC Beuel v SG Anspach Statistik:
- Grounds: 1.492 (3 neue; diese Saison: 77 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.528 (1; diese Saison: 94)
- Tageskilometer: 10 (10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 24.210 (14.580 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.010 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 484.

Montag, 2. November 2015

W483III: Auswärtsspiel vom CVM in Frankfurt und vorher 6 Tore und 15 Karten in Hattersheim

United Volleys RheinMain (TG Rüsselsheim) 3
Chemie Volleys Mitteldeutschland (Spergau) 0
- Datum: Sonntag, 1. November 2015 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 1. Volleyball-Bundesliga (1. Liga, Profi-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 89 Min. (30/31/28) – Sätze: 25-22, 25-23, 25-18
- Gelbe Karten: je eine für die Trainer beider Teams
- Spielort: Ballsporthalle Frankfurt/ Main, sogenannte Fraport Arena (Kap. 5.002 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.000 (davon 1.712 zahlende und mind. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Spiel,das im dritten Satz etwas abebbte)

SG Deutsche Jugendkraft Hattersheim II ... 5
BSC 1947 Kelsterbach II ............................... 1
- Datum: Sonntag, 1. November 2015 – Beginn: 13.00h.
- Wettbewerb: Kreisliga C, Main-Taunus (11. Liga, 7. Amateurliga).
- Ergebnis: 5-1 nach 98 Min. (50/48) – Halbzeit: 0-1.
- Tore: 0-1 1. Adem Soulejman, 1-1 63. Vincenzo Coglitore, 2-1 78. Vincenzo Coglitore, 3-1 83. Salvatore Natalello, 4-1 87. Giovanni Manzi, 5-1 92. Martas Vaitkevicius.
- Verwarnungen: 2x Tobias Neumann, Fabrizio Lopez, Ramon Casares Gonzales, Daniel Constanzo (Hattersheim); 2x Umut Yasar, 2x Mehdi Zemzmi, Dogus Yasar, Theodoros Vrissas, Niclas Eyhorn, Fabian El Moukahel, Alexander Rieger, Volkan Cayan (Kelsterbach).
- Platzverweise: Tobias Neumann von Hattersheim (90. Gelb-Rot wg. wiederholtem Meckern); Umut Yasar von Kelsterbach (76. Gelb-Rot wg. wiederholtem Meckern) und Mehdi Zemzmi von Kelsterbach (89. Gelb-Rot wg. wiederholtem Meckern).
- Spielort: Sportplatz Hattersheim (Kap. 2.050, davon 50 Sitzplätze).
- Zuschauer: ca. 25 (davon keine Gästefans?).
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Niedriges Tempo aber viele Torszenen – und was für eine Kartenflut durch den inkompetenten Schiri!) United Volleys RheinMain (Rüsselsheim/ Frankfurt) 3:0 Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna OT Spergau) Photos with English Commentary:
a) Volleyball Bundesliga: United Volleys Frankfurt v Chemie Volley Mitteldeutschland
b) Amateur Football: SG DJK Hattersheim Res. v BSC 1947 Kelsterbach Res.
c) Sightseeing in Hesse: Idstein, Eppstein, Hohenstein, Kastell Zugmantel 

Den Sonntag brachte ich mit einem Tagesausflug nach Hessen zu. Noch im Morgennebel besuchte ich die Burgruine Hohenburg, die kostenlos zugänglich ist und eine wirklich schöne Ruine auf einem Felsen darstellt. Das Römerkastell Zugmantell ist dann ein rekonstruierter Wachturm im Wald, daneben noch einige Wall- und Grabenreste, die u.a. mal ein kleines Amphitheater waren. Sehr sehenswerte hessische Kleinstädte sind Eppstein mit der 2€ Eintritt kostenden Burgruine oberhalb des Ortes und v.a. Idstein mit vielen tollen Fachwerkhäusern, die oft kuriose Schnitzmasken haben, und einerm Schlosskomplex mit stark gemauerten Türmen. Idstein Die erste Sportveranstaltung hatte ich mir kurzfristig in Hattersheim rausgesucht. Bei freiem Eintritt traten in der zweituntersten Spielklasse die Reserven der Sportgemeinschaft Deutsche Jugendkraft und des Ballspielclubs 1947 Kelsterbach gegeneinander an. Von der Statistik bei fussball.de sprach vieles für Not gegen Elend mit wildem Geholze, allerdings warf der Unparteiische heute derart mit Karten um sich, dass man die vielen Gelben und Roten auch so erklären kann. Also wenn noch mehr inkompetente Knalltüten, die vom Mittelkreis aus das Spiel leiten und selbst zwei Meter Abseits nicht erkennen, aber dann jeden normalen Spruch mit Gelb wegen Reklamieren/ Meckern/ Unsportlichkeit ahndet, dann hat man halt solche Statistiken…

Jedenfalls bekam man einen furiosen Beginn geboten: nach nur 15 Sekunden war der Gast mit dem ersten und bis zum Spielende nach 98(!) Minuten auch einzigen(!) Schuss aufs Tor in Führung gegangen. Der hoch verdiente Ausgleich nach über einer Stunde fiel nur aus klarer Abseitsstellung. Das 2:1 war dann wiederum sauber, ehe das kurz darauf erzielte 3:1 ebenfalls irregulär (Passgeber war im Abseits als er von einem Mitspieler angespielt wurde) war. Das 4:1 und der Kopfball zum 5:1 waren nur noch Formsache. Bis dahin hatten allerdings schon zwei Gästespieler wegen Meckerns das Spielfeld verlassen müssen und ebenso ein Spieler der Gastgeber. Von den 15 gelben Karten, waren allerdings 7 bis 8 lächerlich – so auch alle drei Platzverweise. Schon ein kurioses Spiel in diesem kleinen Stadion mit Rasenplatz und zwei bis fünf Stufen auf jeder Seite! Übrigens betritt man die Anlage, ebenfalls eher ungewöhnlich, entweder über einen Pfad zwischen der Turnhalle und einem Pavilion (beides nun als Flüchtlingsunterkünfte genutzt), über einen der Nebenplätze wenn das Tor offen stet oder über ein blockiertes Drehtor am hinteren Ende des Platzes, das sehr zum Klettern einläd. SG DJK Hattersheim II 5:1 BSC Kelsterbach II Dann ging es zum eigentlich Anlass der Tagesfahrt, dem Auswärtsspiel des CVM in Frankfurt. Der dortige Kunstverein heißt jetzt „United Volleys RheinMain“ (boah: mal ohne Namenssponsoring, Applaus!) und ist der zweite Versuch der TG Rüsselsheim im professionellen Volleyball Fuß zu fassen. Professionell ist schon mal die Spielstätte: man braucht zwar nicht mal die Hälfte der Plätze, obwohl ja 2.000 Zuschauer schon richtig stark sind für Volleyball, aber nutzt die Ballsporthalle FFM, die schon länger als „Fraport Arena“ beschimpft wird. Wenn man auf die mäßig gemachte Website der United Volleys schaut, merkt man schon, dass die übedimensionierte Halle Kosten verursacht, die man sich beim Zuschauer zurückholen will: allerdings stimmen die Kartenpreise auf der Website nicht, denn an der Tageskasse kommt 1€ drauf und im Internet sogar 1,50€ oder noch mehr für Vorverkauf. Also 10€ für Kategorie 4 bekommt man eigentlich nie, sondern zahlt mindestens 11€ - bzw. ich mit Ermäßigungsberechtigung, die auch genauestens kontrolliert wird, 8€. Die teuersten Karten kosten 20€ und somit 4€ mehr als beim zweitteuersten Club der Liga, der Berliner Müllabfuhr (und die hat auch deutlich günstigere Kategorien). Das ist schon richtig krank in FFM! Selbst BaWü-Clubs wie Bühl verlangen höchstens 13€ und der Rekordmeister Friedrichshafen sogar nur 8-12€ (ermäßigt noch mal weniger)! Auch das Catering war völlig überteuert und obendrein noch qualitativ ganz mies (kalte, teils trockene Pizzaschiffchen für 3€) – den Caterer sollte man wegen Gaumenbeleidigung strafrechtlich belangen...

Dass die Rüsselsheimer auch noch das dümmste und hässlichste Maskottchen der Liga und einen nervigen Hallensprecher, sowie ein nur mit Klatschenpappen spielendes Publikum haben, muss man auch noch negativ erwähnen. Fazit also: wenn man nicht jedes Auswärtsspiel seines Vereins erleben oder jede Halle der Volleyballbundesliga gekreutzt (Groundhopper die auf Volleyball spezialisiert sind, kann ich mir eh gar nicht vorstellen!) haben will, sollte man diesen Scheißverein in dieser 0815-Arena (innen langweilig trotz bunter Sitze, von außen wenigstens noch etwas interessant, da röhrenförmig) meiden!

Das einzig gute an den United Volleys ist die Mannschaft selber. Da haben die eine schöne Truppe zusammengekauft: die Riesen von bis zu 2,10m Länge spielen wirklich schönes Volleyball. Kann man ja in einem Auswärtsspiel der Mannschaft bewundern… Heute hatte ich mich aber wie gesagt in FFM eingefunden und es war bereits der dritte Spieltag der Bundesliga: die Hessen durften das Eröffnungsspiel gegen den Rekordmeister Friedrichshafen bestreiten, wobei sie einen Punkt holten und den Tiebreak verloren. Das Mittwochsspiel gewannen sie in Königswusterhausen souverän und sehr deutlich mit 3:0 und hohen Satzgewinnen. Die Sachsen-Anhalter aus dem Leunaer Ortsteil Spergau holten bisher nur zwei Punkte: nach einer 3:1-Niederlage in Düren folgte ein kurioser 3:2-Sieg über Rottenburg bei dem sie den ersten Satz mit 9:25 und den zweiten mit 27:29 verloren, aber noch den Tiebreak erreichten um ihn mit 15:13 zu gewinnen. Das schafften sie heute leider nicht mehr, obwohl sie in den ersten beiden Sätzen, die wirklich schönes Volleyball waren, mit nur drei bzw. zwei Punkten verloren (25:22, 25:23). Man bemerkte aber schon, dass es in allen Belangen einen Niveauunterschied zugunsten der Gastgeber gab. Deren höheres Niveau machte sich zwar erst durch zwei ganz knappe Satzgewinne bemerkbar, aber dann im dritten Satz wurde es deutlich. CVM sah nach einer anfänglichen Führung schnell kein Land mehr und lag konstant mit 7 Punkten hinten, was am Ende auch so blieb: 25-18 und ein klares und verdientes 3:0 nach Sätzen. Für den CVM machte zumindest die Leistung in den ersten beiden Sätzen Hoffnung: gegen die Hälfte der Liga reicht das für Siege – hoffentlich auch besonders in Bühl, denn das ist der einzige Spielbesuch des CVM, den ich diese Saison noch ins Auge fasse… United Volleys RheinMain (Rüsselsheim/ Frankfurt) 3:0 Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna OT Spergau) Statistik:
- Grounds: 1.491 (2 neue; diese Saison: 76 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.527 (2; diese Saison: 93)
- Tageskilometer: 350 (350km Auto)
- Saisonkilometer: 24.200 (14.580 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.000 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 483.

Samstag, 31. Oktober 2015

W483II: Rheinaue Bonn und Sportschule Hennef

Türk Genç SV Köln ................................... 11
Bonner SC Futsal Lions II .......................... 1
- Datum: Samstag, 31. Oktober 2015 – Beginn: 19.20
- Wettbewerb: Mittelrheinliga Futsal (2. und unterste deutsche Futsal-Liga)
- Ergebnis: 11-1 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 5. (6, Foul-Siebenmeter), 2-0 11. (8), 3-0 13. (11), 4-0 15. (6), 5-0 29. NN, 5-1 32. (Nr. 6), 6-1 34. (10), 7-1 35. (8), 8-1 36. (6), 9-1 37. (10), 10-1 38. (6), 11-1 39. (6)
- Fouls: NN
- Gelbe Karten: Torwart, Nr. 7 u. 9 von Bonner SC
- Platzverweise: keine
- Spielort: Dreifeldhalle der Sportschule Hennef (Kap. 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: 3 (alle aus Bonn)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Flottes Spiel mit vielen Toren, aber nicht nur sehr einseitig sondern auch technisch das schwächste Futsal was ich bisher gesehen habe)

Rugby Club Bonn-Rhein-Sieg ................... 30
Rugby Club Aachen II ............................... 22
- Datum: Samstag, 31. Oktober 2015 – Beginn: 13.30
- Wettbewerb: Regionalliga NRW/ Rheinland (3. und unterste deutsche 15er-Rugby-Liga)
- Ergebnis: 30-22 nach 87 Min. (42/45) – Halbzeit: 18-5
- Punkte: 3-0 8. Nr. 9 (Freekick), 8-0 12. NN (Versuch), 13-0 21. NN (Versuch), 18-0 33. NN (Versuch), 18-5 40. Nr. 10 (Versuch), 18-10 44. NN (Versuch), 23-10 53. NN (Versuch), 28-10 56. Nr. 12 (Versuch), 30-10 56. Nr. 8 (Erhöhung), 30-15 74. Nr. 10 (Versuch), 30-20 80.+3 (Versuch), 30-22 80.+3 NN (Erhöhung)
- Zeitstrafen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Rugbyplatz Rheinaue (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Eher niedriges Niveau und langsames Spiel, aber natürliche tolle Kampfszenen und packender Spielverlauf)

Bonn International School SV E ................. 1
SC 1958 Muffendorf E ............................... 16
- Datum: Samstag, 31. Oktober 2015 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisliga Bonn, Staffel 3 (U11-Liga)
- Ergebnis: 1-16 nach 50 Min. (20/30) – Halbzeit: 0-7
- Tore: 0-1 2. NN, 0-2 6. 11, 0-3 7. 7, 0-4 11. 12, 0-5 15. 16, 0-6 17. 16, 0-7 19. 3, 0-8 21. NN, 0-9 23. NN, 0-10 25. NN, 0-11 31. NN, 0-12 31. NN, 0-13 38. NN, 0-14 40. NN, 0-15 42. NN, 0-16 44. NN, 1-16 47. Nr. 8
- Verwarnungen: nicht möglich
- Platzverweise: nicht möglich
- Spielort: Fußballplatz Rheinaue (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Völlig einseitiges und weitestgehend unattraktives Spiel) RC Bonn-Rhein-Sieg v RC Aachen Res. 30:22 Photos with English Commentary:
a) Futsal: Türk Genc Cologne defeat Bonner SC Reserves in Hennef
b) Rugby: RC Bonn Rhein Sieg defeat RC Aachen Reserves
c) Football: Bonn International School U11 v Muffendorf U11

Diesen Freitag und Samstag gab es im Akademischen Kunstmuseum Bonn eine Konferenz zu Kulturzerstörung (von Bilderstürmern im frühen Mittelalter Europas bis hin zu Sprengungen von Kulturgütern durch den IS und Luftschlägen des Assadregimes und Russlands) und alle aus meinem Studiengang mussten protokollieren… Zum Glück war der für mich relevante Themenblock gleich am Samstagmorgen; so konnte ich bereits mittags – nach dreieinhalb Stunden Vorträgen – auf dem Sportplatz in der Martin-Luther-King-Straße aufkreutzen. Dort finden nur Wettkampfspiele von Kleinfeld-Juniorenteams statt, die von der Bonn International School, die je eine F-, E- und D-Jugend als BISSV in den Wettkampf auf Stadtebene schickt, direkt vor ihrer Schule ausgetragen werden. Die Sportanlage Rheinaue ist eine große Wiese zwischen Rhein, einem Wildgehege mit Rehen und Hirschen, Bäumen und Bebauung. Es gibt einen Rugbyplatz – dazu unter dem Bild mehr – und einen Cricketplatz, in den teilweise der Fußballplatz gebaut ist. Beziehungsweise umgekehrt, also irgendwie überlappen die sich: eine Spielfeldhälfte des Fußballplatzes stellt auch das Outfield beim Cricket dar, sodass man zwar Rugby und Fußball gleichzeitig spielen kann oder Rugby und Cricket, aber nicht alles drei oder Fußball und Cricket zur gleichen Zeit… Under-11: Bonn International School v SC Muffendorf Das Spiel der E-Junioren der Bonn International School und des SC Muffendorf war zugunsten der Gäste höchst einseitig geführt. Jeder zweite Angriff ging ins Tor. Obwohl wieder dieser schwachsinnige Fairplay-Modus auf dem Programm stand, gab es eine Art Schiedsrichter, der ab und an eingriff, aber ansonsten auch grobe Fehler laufen lies. Dass die Eltern fast im Feld drin stehen, habe ich auch bei diesen scheiß Fairplayligen, die das ja eigentlich verbieten, nicht anders gesehen. Nach nur 20 Minuten und 0:7 war plötzlich Halbzeit, aber nach dem Seitenwechsel wurden dafür 30 Minuten (sollten eigentlich 2x25 sein) gekickt. Das gleiche Bild auch nach der Pause: nach dem 16. Gegentreffer erzielte auch der BISSV mal ein Tor. Wahrscheinlich ist es Vorgabe vom gehirnamputierten Verband, falsche Ergebnisse nach einem bestimmten Schlüssel in fussball.de zu melden – ansonsten sind halt die BISSV-Gurken schlechte Verlieren; jedenfalls war das total lächerliche Ergebnis von 1:8 gemeldet – statt 1:16…

Beim Rugby nebenan war zwar auch nicht gerade Spitzensport angesagt, aber immerhin zeigten 30 harte Typen wie man sich gepflegt um ein eierndes Leder kloppt. Das relativ langsame Spiel der Regionalliga wurde erst von Bonn-Rhein-Sieg bestimmt, die mit einem Straftritt und drei Versuchen 18:0 in Führung gingen, dann kam Aachen zurück ins Spiel: vor der Pause mit der einzigen guten Aktion in den ersten 40 Minuten zum 18:5. Nach der Pause ein erneuter Versuch und nur noch 18:10, doch dann zog Bonn davon: zwei Versuche, bei einem saß auch endlich mal die Erhöhung und die Partie war mit 30:10 vorentschieden nach einer guten Stunde. Zum Ende hin wurde es noch enger, da Aachen II noch mal alles nach vorne warf: ebenfalls zwei Versuche und 1x Erhöhung: 30-22 war der Endstand – ein verdienter Sieg für Bonn! RC Bonn-Rhein-Sieg v RC Aachen Res. 30:22 Nachdem ich noch mal heeme war, brach ich zum Futsal auf der rechten Rheinseite auf. Futsal wächst v.a. in NRW erfreulich gut. Mit der Organisation hapert es aber: aus irgendeinem Grund, wahrscheinlich weil einige Spieler des Kölner SV Türk Genc (Türkische Jugend) nicht aus Köln sind sondern aus der rechtsreinischen Umgebung und Hallen in Köln so eng belegt sind, wurde das Spiel der 2. Futsalliga (Mittelrheinliga) in Hennef ausgetragen. Steht das bei fussball.de vielleicht drin? Nein! Wenigstens keine falsche Halle eingetragen, aber gar keinen Spielort angeben ist auch scheiße! Wenn man auf die Vereinsseite des Bonner SC geht, findet man irgendwie zur Facebookseite der 2. Futsal-Mannschaft (die 1. hat eine eigene, wie auch fast jede andere Mannschaft des Vereins eine eigene hat – die Seite von Türk Genc geht gar nicht: völlig uninformativ!) und dort findet man dann die korrekten Spielorte.

Der Kick fand in der Dreifeldhalle der Sportschule Hennef statt, die es in der 0815-Halle nicht einmal für nötig hielt, die Tribüne zu öffnen. OK, es waren auch nur fünf Zuschauer da, die an die Glastüren klopfen mussten um ins Innere gelassen zu werden. Von den fünf Leuten mussten auch zwei als Zeitnehmer fungieren, da die beiden Schiedsrichter auf Feld wollten und nicht wie ich das in Belgien auf dieser unteren Futsal-Ebene gesehen habe: einer Schiri, einer Zeitnehmer. Alles machte hier einen unheimlich unprofessionellen und dürftig improvisierten Eindruck: auch die 20minütige Verspätung mit der angepfiffen wurde.

Das Spiel war für Futsal ziemlich unbedarft, man merkte doch, dass beide Teams erst neu im Spielbetrieb sind: zwischen der Ersten und der Zweiten vom BSC klafft eine große Lücke. Aber das Spiel war sehr flott und sah sehr viele Torszenen, v.a. von der Türkischen Mannschaft, die erst in der zweiten Hälfte mit drei Spielern verstärkt wurde – vorher konnte die Truppe nicht wechseln, wobei sie das Match ja trotzdem klar beherrschten mit 4:0 bei Pause. Nach dem 5:0 und dem Bonner Ehrentreffer nahm das Unheil seinen Lauf: Türk Genc völlig überlegen und mit 11:1 am Ende eher zu hoch siegreich. Aber so hat man einen Aufstiegskandidaten Nr. 1… Sportschule Hennef: Türk Genc Köln 11:1 Bonner SC Futsal Lions II Statistik:
- Grounds: 1.489 (3 neue; diese Saison: 74 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.525 (3; diese Saison: 91)
- Tageskilometer: 60 (60km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.850 (14.230 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.000 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 70 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 483.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

W483I: Handballpokal am Dienstagabend

Godesberger Turnverein 1888 ..................... 20
HSG TuS Niederpleis/ VfL Sankt Augustin 30
- Datum: Dienstag, 27. Oktober 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Kreispokal Bonn/ Euskirchen/ Sieg, 2. Runde (Kreisliga Bonn/ Rhein/ Sieg; 7. Liga, 4. Amateurliga gegen Oberliga Mittelrhein; 4. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 20-30 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 9-12
- Tore: NN
- Gelbe Karten: Nr. 4, 14, 20 (Godesberg); Nr. 15, 17 (Niederpleis)
- Zeitstrafen: 2x Nr. 15 (Godesberg = 4 Minuten); 2x Nr. 15 (Niederpleis = 4 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in Bonn-Bad Godesberg (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Schwaches Spiel) Cup: Godesberger TV v HSG Niederpleis/ Sankt Augustin (20:30) Photos with English Commentary:
Handball Amateur Cup: Godesberg v Niederpleis/ Sankt Augustin

Dienstagabend ging es nach der Uni noch mal schnell zum Sport: die scheiß Stadtbahn fuhr nicht, da die sogenannte „U-Bahn“ zu 95% oberirdisch geführt wird und so mal wieder im Verkerhschaos stecken blieb – also mit dem Rad bis Godesberg runter. Die Gesamtschule dort hat eine geräumige Turnhalle: dort ein Wettkampfspiel auszutragen ist aber eine Frechheit, da die Spielerbänke und die Zuschauerbänke auf einer Seite sind und man dadurch immer stehen muss, da sonst der Zeitnehmer oder die Wechselspieler im Sichtfeld sitzen.

Das Spiel lohnte ebenfalls kaum das Kommen: anfangs führte der Kreisligist vom Godesberger TV gegen den sicher nicht in Bestbesetzung angetretenen Oberligisten (ich erkannte aber einige Spieler wieder auf den Mannschaftsfotos im Netz: es war also die I. Mannschaft) zwei Mal, bis zur Pause war es sehr ausgeglichen und dann hielt der Oberligist, der ein ganz dürftiges Niveau zeigte, den ordentlich spielenden Gastgeber lässig auf Distanz. Ein langweiliges Spiel mit vielen Abspielfehlern und wenigen sehenswerten Toren, das mit 20:30 (noch zu hoch) für den Favoriten endete. Cup: Godesberger TV v HSG Niederpleis/ Sankt Augustin (20:30) Statistik:
- Grounds: 1.486 (1 neuer; diese Saison: 71 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.522 (1; diese Saison: 88)
- Tageskilometer: 20 (20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.790 (14.230 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 940 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 69 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 483.

Montag, 26. Oktober 2015

W482III: Verein für (Kunst)rasensport

VfR 1900 Frankenthal .................................. 0
VfB 1909 Bodenheim .................................... 3
- Datum: Sonntag, 25. Oktober 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Südwest-Landesliga, Staffel Ost (7. Liga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 95 Min. (48/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Antonio Serratore, 0-2 58. Antonia Serratore, 0-3 84. Sabian Cooper
- Verwarnungen: Ronny Krause, NN (Frankenthal)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ostparkstadion, Kunstrasenplatz (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon angeblich nur 50 zahlende und mind. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt) VfR Frankenthal 0:3 VfB Bodenheim Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: VfR Frankenthal lost to VfB Bodenheim
b) Sightseeing: Deidesheim, Wachenberg an der Weinstraße, and Frankenthal/ Pfalz in Rhineland-Palatinate

Von Karlsruhe aus fuhr ich am Sonntag wieder nach Bonn zurück und legte noch ein paar Zwischenhalte in der Pfalz ein. Erst in Deidesheim, wo es eine sehenswerte Altstadt mit Gutshof (als Schloss bezeichnet), dutzenden Weingütern (vom Baustil her Bauernhöfe/ Gehöfte), einem schönen Rathaus und einer ansehnlichen Kirche gibt. Im benachbarten Wachenberg gab es keinen Parkplatz mehr unter der Burg, die als mittelmäßig sehenswerte Ruine über den nun bunten Weinbergen und Waldstücken thront. Frankenthal ist dann genauso wie seine Nachbarstadt Ludwigshafen durch Kriegszerstörung zu einer unansehnlichen Betonwüste verkommen. Was an Frankenthal noch interessant ist, sind die barocken Reste, die vor den Betonbauten herumstehen. Wachenheim an der Weinstraße Sehenswert ist auch das Ostparkstadion, dort braucht man allerdings von Oktober bis April nicht mit Spielen auf dem Hauptplatz rechnen. Der Verein für Rasensport versteht sich eher als Verein für Kunstrasensport. Immerhin ist der Kunstrasen nicht völlig gesichtslos: Bäume drumherum und auf zwei Seiten Stehstufen in den Graswall gebaut. Schwachsinn ist es trotzdem, dass der Verein oder die Stadt den Hauptplatz gesperrt haben: es gab keinerlei Anlass dafür, bei den über 15 Grad den Rasen zu schonen. Passenderweise verlor der VfR sein 13. Ligaspiel in Folge. Wenn diese Losermannschaft auch auf Kunstrasen spielt, dann sieht man deren Probleme mit dem hohen Tempo: der Plasteplatz macht den Ball nämlich schneller und dann kommt diese Versagertruppe nicht mehr hinterher. Der VfB Bodenbach stellte sich nur blöd an im Sturm, sonst hätte es nicht 50 Minuten für den ersten Treffer gebraucht. Der war übrigens regulär, genauso wie das 0:2. Bei Frankenthal wurde nur deshalb über die Schiedsrichter gemeckert, weil sie ein mit dem Rücken zur Wand stehender Absteiger sind, der völlig überfordert ist mit dem hohen Niveau in der Landesliga. Ein 0:3 aus einem Meter Entfernung gab es auch noch zu sehen. Die wenigen Angriffe der Heimelf waren weitestgehend harmlos, auch die einzige gute Chance wurde sicher pariert.

In jedem Fall war es bis April das letzte Fußballspiel, das ich wegen des Stadions aufsuche. Es sei denn, es gibt keinen Nebenplatz bei diesem Ground! Die Berichte von Handball, Futsal und Co. Werden jetzt aber wieder häufiger, da es in den nächsten Wochen auch mit Ausfällen losgehen wird. Eventuell bin ich unter der Woche beim Handball in Bonn, am Samstag stehen Rugby und Futsal in Bonn und Köln an (und vorher eventuell Jugendfußball falls es nicht ausfällt weil der Platz ein bisschen nass oder weich ist) und am Sonntag Volleyball in Frankfurt (vorher wahrscheinlich Kreisliga-Fußball, weil halt um die Ecke von der Halle ein Kunstrasen ist). VfR Frankenthal 0:3 VfB Bodenheim Statistik:
- Grounds: 1.485 (1 neuer; diese Saison: 70 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.521 (1; diese Saison: 87)
- Tageskilometer: 290 (290km Auto)
- Saisonkilometer: 23.770 (14.230 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 920 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 69 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 482.

W482II: Ubstadt-Weiher dominiert den deutschen Motoball

MSC Ubstadt-Weiher .................................... 8
MSC Puma Kuppenheim .............................. 1
- Datum: Samstag, 24. Oktober 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Finale der deutschen Motoballmeisterschaft
- Ergebnis: 8-1 nach 80 Minuten (4x20); Viertelergebnisse: 2-1, 3-0, 2-2, 1-1
- Tore: 1-0 7. Kevin Gerber, 2-0 17. Andre Retich, 3-0 29. Marco Weis, 3-1 32. Max Schmitt (Überzahl), 4-1 50. Andre Retich, 5-1 53. Marco Weis (Elfmeter), 6-1 54. Kevin Fröhlich, 7-1 57. Kevin Fröhlich, 8-1 67. Andre Retich
- Grüne Karten: Kevin Fröhlich, Kevin Gerber, TW Jens Kehrer, NN (Ubstadt-Weiher = 8 Strafminuten); Max Schmitt, Nr. 4 (Kuppenheim = 4 Strafminuten)
- Gelbe Karten: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Motoball „Arena” am Hardtsee (Ubstadt-Weiher; Kap. 3.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: mind. 3.500 (davon ca. 2.300 Ubstadter, 700 Kuppenheimer und der Rest Neutrale)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Hervorragendes Spiel von Ubstadt, auch Kuppenheim spielte gut – aber trotzdem war die Partie schnell entschieden)

MSC Ubstadt-Weiher Jugend ...................... 8
MSC Taifun Mörsch Jugend ........................ 4
- Datum: Samstag, 24. Oktober 2015 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Finale der deutschen Jugendmeisterschaft im Motoball
- Ergebnis: 8-4 nach 60 Minuten (4x15); Viertelergebnisse: 2-1, 3-0, 2-2, 1-1
- Tore: 1-0 10. Rico Gleie, 2-0 12. Rico Gleie (16m), 2-1 15. Justin Tichatschek (11m), 3-1 24. Rico Gleie (16m), 4-1 26. Rico Gleie (16m), 5-1 30. Jannick Harlacher, 5-2 34. Jutin Tichatschek (11m), 6-2 35. Daniel Erbes, 6-3 35. Lucca Fuchs, 7-3 40. Rico Gleie, 7-4 47. Philipp Rust, 8-4 59. Daniel Erbes
- Grüne Karten: 2x Lucca Fuchs, Philipp Rust (Mörsch)
- Gelbe Karten: Daniel Erbes, NN (Ubstadt = 4 Strafminuten); Philipp Rust (Mörsch = 11 Strafminuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Motoball „Arena” am Hardtsee (Ubstadt-Weiher; Kap. 3.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon mindestens 1.000 Ubstadter und 150 Mörscher)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Starkes Spiel, aber klar von Ubstadt dominiert) Men's final: MSC Ubstadt-Weiher 8:1 MSC Puma Kuppenheim Photos with English Commentary:
Motoball: Championships Finals in Ubstadt-Weiher; Youth and Men – Ubstadt-Weiher defeat Puma Kuppenheim and Taifun Mörsch Youth
Video:
Some Action from the Men’s Final 

Die Motorradsaison geht zu Ende und mit ihr die Motoballsaison. Als Saisonhöhepunkt muss dabei stets das Playoff-Finale in der zweiten Oktoberhälfte besucht werden. Außer mir waren noch mindestens 3.500 weitere Fans da; auch aus Frankreich, Niederlande und England, wo es keinen geregelten Spielbetrieb gibt, aber es – wie ich erst an diesem Tag erfahren habe – früher einmal eine Vorläufervariante des Motoballs gab, die wiederum aus den USA stammt: die Regeln unterschieden sich erheblich, doch das Grundprinzip war gleich und mehr kann man bei Puma Kuppenheim lesen

Ich war erst noch mit Khatereh in Stuttgart, sonst wäre die unten in der Statistik aufgelistete Strecke viel kürzer gewesen, denn wenn man in Karlsruhe wohnt (oder wie ich mal auf Besuch ist), dann hat man es nicht weit zum Motoball: rundherum liegen fast die Hälfte aller 14 aktiven deutschen Vereine dieser tollen Sportart – darunter auch der derzeit beste Verein, der MSC Ubstadt-Weiher.

Schon beim Jugendfinale vor einer respektablen Kulisse im mittlerweile etwas ausgebauten Stadion von Ubstadt-Weiher präsentierte sich der Gastgeber souverän. Die jungen Ubstädter gingen kurz vor der ersten Pause in Führung, nur mit einem etwas umstrittenen Elfmeter kam Taifun Mörsch noch heran. Das zweite Viertel wurde völlig dominiert von Ubstadt, v.a. die Distanzschüsse von Gleie waren überragend. Das dritte Viertel hatte ein tolles Hin und her zu bieten, doch der Stand von 7:3 ließ natürlich keine Spannung mehr aufkommen. Der Vier-Tore-Vorsprung wurde im letzten Viertel gehalten: noch einmal zwei schöne Tore und der Endstand lautete 8:4. Youth motoball final: MSC Ubstadt-Weiher 8:4 MSC Taifun Mörsch Bei den Männern, die ihr Finale nach einer zweistündigen Pause mit teils dümmlichen (lächerliche Stuntshow von reifenverbrennenden Vollspacken) und teils folkloristischem (die üblichen Trommler, Trompeter und Fahnenschwenker aus den badischen Fanfarenzügen) Rahmenprogramm ausspielten, war es so, dass Ubstadt-Weiher durch Vorrunde, Viertel- und Halbfinals souverän durchmarschierte. Puma Kuppenheim hatte bereits in der Liga einige Punktverluste hinnehmen müssen und sich im Halbfinale mit 5:4 und 5:5 nur ganz knapp und spannend durchsetzen können. So waren sie klarer Außenseiter im mittlerweile fast schon überfüllten Stadion.

Nach einen verhaltenen Beginn schoss Ubstadt die Führung. Noch vor der ersten Pause hieß es 2:0. Auch im zweiten Drittel war Ubstadt souveräner im Abschluss: 3-0 nach nicht mal einer halben Stunde. Nur in Überzahl gelang es Kuppenheim einmal zu treffen. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann richtig übel für die nur in der Chancenverwertung unterlegenen Kuppenheimer: der Ubstadter Torwart wehrte Schüsse aus allen Lagen ab und ihr eigener Schlussmann musste ständig hinter sich greifen. 7:1 vor der letzten Pause. Im Schlussviertel setzte Ubstadt noch einen drauf: passenderweise war es der sich aus Ubstadt verabschiedende Andre Retich, der sich nun zum wiederholten Male in die Torschützenliste eintrug, und das eigentlich viel zu hohe 8:1 erzielte.

Auch nach diesem vierten Meistertitel in Folge feierten die Ubstadter ausgelassen und mit Feuerwerk – erst inoffiziell durch die Fans, dann professionell durch den Veranstalter bei der Siegerehrung – den Titel. Würden sie in der folgenden Saison 2016 wieder gewinnen, wäre das ein neuer Rekord für die Bundesliga. Rekordverdächtig waren jetzt schon die Eintrittspreise: 18€ ist auch bei zwei Spielen einfach unangemessen; wenn man diese schwachsinnige Stuntshow (ich hoffe die Kritik vieler Zuschauer ist auch bei den Verantwortlichen angekommen) nicht gemacht hätte, hätten die Eintrittspreise wieder wie in den letzten Jahren bei 12€ bleiben können. Hoffentlich macht das der Finalveranstalter 2016 besser! Auf die wahrscheinlich Anfang April beginnende Saison freue ich mich auf jeden Fall schon: es soll auch wieder einen Pokalwettbewerb geben – nicht nur die Männer- und Juniorenliga wie diese Saison – und ob nicht doch die Leverkusener wieder als 16. Mannschaft mit eingreifen (auch wenn sie nicht für den Pokal gemeldet haben) ist noch nicht gesagt: das Turnier im Juli in Kierspe (Tornado Open 2015) haben sie jedenfalls vorm Gastgeber, den Litauern aus Kretinga und Malsch gewonnen. Malsch ist übrigens der letzte Ground der mir noch fehlt: also da muss ich auf jeden Fall hin! Men's final: MSC Ubstadt-Weiher 8:1 MSC Puma Kuppenheim Statistik:
- Grounds: 1.484 (kein neuer; diese Saison: 69 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.520 (2; diese Saison: 86)
- Tageskilometer: 220 (220km Auto)
- Saisonkilometer: 23.260 (13.940 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 920 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 482.

W482I: Im Ahrstadion an der Ahr in Ahrweiler

Ahrweiler Ballspielclub 1920 III ................. 2
SG Westum-Löhnsdorf 1919 III .................. 3
- Datum: Freitag, 23. Oktober 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Kreisliga D Ahr, Nord (11. und unterste Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 92 Minuten (46/46); Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 14. (7), 0-2 45. (13), 1-2 55. (10), 1-3 74. (17?), 2-3 76. (18)
- Gelbe Karten: Nr. 3, 17? (ABC)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ahrstadion (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon Gästefans: ca. 3)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes und recht spannendes Spiel) Ahrweiler BC III 2:3 SG Westum III Photos with English Commentary:
Amateur Football: Ahrweiler BC Third XI v SG Westum-Löhnsdorf Third XI

Die Uni hat jetzt wieder volles Programm, sodass ich nur noch Samstag/ Sonntag zum Groundhopping bin. Spiele unter der Woche sind absolute Ausnahmen, wobei es in den nächsten Wochen oftmals Dienstagabend Handball u.a. Hallensporarten gibt, also vielleicht da mal noch ein oder zwei Spiele. Diesen Freitag ergab sich ein ganz unterklassiges Spiel in einem klasse Stadion: das Ahrstadion von Ahrweiler wurde von der 3. Mannschaft des Ahweiler BC bespielt.

Dass ich kurzfristig mit Khatereh entschieden hatte, dass wir uns am Wochenende in Karlsruhe treffen, sie aber am Freitag bis um 22 Uhr arbeiten musste, war eigentlich der Hauptgrund für den Besuch. Also ab ins Auto, an der schönen Altstadt von Ahrweiler vorbei, die ich kürzlich bei besserem Wetter besichtigt hatte, und einmal über die Ahr und man ist am Schwimmbad. Direkt daneben befindet sich dann ein kleines Stadion am Ufer der Ahr, umgeben von Laubbäumen und versehen mit einer mehrstufigen Stehtribüne. In der Tribünenmitte sind noch mehr Stufen als am Rand, denn die Stufen in der Mitte führen ins Sportlerheim. Hinter dem Stadion befindet sich übrigens noch ein Petange-Feld, das auch weit nach 20 Uhr noch (mit Flutlicht) genutzt wurde.

Das Spiel zwischen den beiden 3. Mannschaften von Ahrweiler BC (ABC) und SG Westum-Löhnsdorf war gar nicht schlecht. Klar: die unterste Spielklasse und beides keine Aufstiegskandidaten, aber trotzdem war Bewegung im Spiel und etliche Torszenen. Der bis dahin punktlose Gast spielte erheblich besser als erwartet und ging in der ersten Hälfte mit 0:2 in Führung. Nach der Pause schossen sie einige Zeit nach dem ersten Gegentreffer ein schnelles 1:3. Sofort darauf erzielte ABC noch das 2:3, was die Schlussphase spannend machte, aber der Ausgleich fiel nicht mehr. Ahrweiler BC III 2:3 SG Westum III Statistik:
- Grounds: 1.484 (1 neuer; diese Saison: 69 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.518 (1; diese Saison: 84)
- Tageskilometer: 290 (290km Auto)
- Saisonkilometer: 23.040 (13.720 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 920 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 482.

Montag, 19. Oktober 2015

W481VI: Belgische Radball-Meisterschaft und unterklassiges Aachener Eishockey

Aachener EC Die Grizzlies .......................... 5
EC Kristall Lippstadt ................................... 7
- Datum: Sonntag, 18. Oktober 2015 – Beginn: 20.15
- Wettbewerb: Bezirksliga Nordrhein-Westfalen (7. und unterste deutsche Eishockeyliga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-7 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 2-3, 1-1, 2-3
- Tore: 0-1 1.03 Nr. 17 (PP1), 1-1 11.19 Nr. 88, 1-2 12.22 Nr. 28, 2-2 16.39 Nr. 19, 2-3 17.19 Nr. 54, 2-4 25.54 Nr. 54 (4 v 3), 3-4 36.46 Nr. 28 (PP1), 3-5 40.59 Nr. 54, 3-6 43.44 Nr. 54, 4-6 56.55 Nr. 91, 5-6 58.44 Nr. 88 (PP1), 5-7 59.27 Nr. 17 (Empty Net)
- Strafzeiten: 2x Nr. 28, Nr. 6, 11, 12, 20, 54, Bankstrafe (Aachen = 16 Minuten); Nr. 86 [5+Spieldauer], 2x Nr. 5, Nr. 16, 19 (Lippstadt = 13 Minuten)
- Spielort: Tivoli-Eissport-Halle (Kap. 1.560, davon 260 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon Gästefans: mind. 2)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Für diese Spielklasse gutes und in jedem Fall spannendes Spiel)

Final- und Abstiegsrunde der belgischen Radball-Meisterschaft in Beringen
- Datum: Sonntag, 18. Oktober 2015 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Elite Belgisch Kampioenschap Cyclobal (1. belgische Radballliga)
- Endstand Meisterrunde: 1. Sport Na Arbeid Gent I, 2. Het Zwarte Goud Beringen I, 3. Cyclobal Genk ’68 I, 4. Sport Na Arbeid Gent III
- Endstand Abstiegsrunde: 1. Sport Na Arbeid Gent II [Klassenerhalt], 2. Cyclobal Genk ’68 II [Aufstieg], 3. Blijf Jong Ieper I [Abstieg], 4. Cyclobal Genk ’68 III [Verbleib in 2. Liga]
- Ergebnisse Meisterrunde: Gent I 8:1 Gent III, Beringen I Genk I 3:1, Gent I 7:1 Genk I, Beringen 8:1 Gent III, Genk I 5:1 Gent III, Gent I 5:2 Beringen I
- Ergebnisse Abstiegsrunde: Genk II 3:2 Genk III, Gent II 5:2 Ieper I, Gent II 4:2 Genk III, Ieper I 3:7 Genk II, Genk III 4:8 Ieper, Gent II 4:0 Genk II
- Strafen: Gelbe Karte gegen Mkhitaryan von Gent II
- Spielort: Sporthal t‘Beverlo (Beringen-Beverlo; Kap. 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und sehenswertes Turnier mit durchwachsenem Spielniveau) Final round of the Belgian Cycleball Championships in Beringen Photos with English Commentary:
a) Cycleball: Belgian Championships Final in Beveringen
b) Ice-Hockey: Aachen v Lippstadt, 7th Division Germany

Diesen Sonntag habe ich erstmals Radball im Ausland gesehen. Von Bonn aus ist das auch gar nicht so schwer, da man einfach nur an Aachen vorbei und in den Zipfel Niederlande fahren muss und wenn man diesen verlässt, kommt auch schon gleich Beringen, ein hässlicher Bergarbeiterort mit schönem Fußballstadion, großem Kohlebergwerk, auffälliger türkischer Moschee (eine große Zahl der Bergarbeiter dort ist aus der Türkei) und einer Backsteinkirche im eingemeindeten Dorf Beverlo.

In diesem Dorf Beverlo befindet sich auch eine Rundbogen-Sporthalle, in der immer wieder Radballturniere des Vereines mit dem Hinweis auf die Kohlevorkommen im Namen; Het Zwarte Goud Beringen (Das Schwarze Gold Bärenheim), stattfinden. Die Halle ist etwas heruntergekommen, aber die meisten Bänke der ausziehbaren Sitztribünen sind benutzbar und die Zusatztribünen für Radball sind noch relativ neue Holzkonstruktionen, bei denen nur ab und an mal die Lehnen abfielen…

Es wurden die Final Fours um den Meistertitel und zwischen den beiden anderen Erstligisten und den besten Zweitligisten um den Aufstieg bzw. Verbleib in Liga 1 ausgespielt. Es gibt in Belgien nur diese zwei Ligen mit insgesamt 12 Mannschaften aus nur 4 Vereinen aus 4 Städten in Flandern: Beringen, Genk, Gent und Ieper.
Sport na Arbeid (Sport nach der Arbeit) Gent 1. Mannschaft ist klar überlegen, aber Das Schwarze Gold Beringen und Cyclobal (Radball) Genk 1968 sind auch gut. Gent III ist irgendwie in die Final 4 gerutscht und war völlig unterlegen. Um Auf- und Abstieg spielten die 1. Ligisten Bleijf Jong (Bleib Jung) Ieper (Ypern/ Ypres) und Gent 2. Mannschaft, sowie die Zweitligisten Genk 2. und 3. Mannschaft. Am Ende gab es nur einen Abstieger, das durch Genk II ersetzte Duo von Ieper. Ich habe übrigens noch nie einen Helm gesehen beim Radball, außer bei einem der beiden Spieler von Iepern. Aber Stützräder hatte er keine, sodass er wahrscheinlich eine Kopfverletzung schützen musste…

Insgesamt war das Niveau zwischen 2. Bundesliga (SNA Gent) und Verbandsliga (Ieper, Genk III) anzusiedeln. Es gab nur wenige Emotionen, außer bei Gent III die immer mal rummaulten und reklamierten. Das Publikum ging bei ihren Beringern, die im letzten und besten Spiel des Turniers aber auch klar mit 5:2 gegen SNA Gent I verloren, gut mit. Da es freien Eintritt und ein gutes Faltblatt mit dem gesamten Programm gab, gönnte ich mir noch einen mit 3€ völlig überteuerten belgischen Hotdog (frittierte Bratwurst in Milchbaguette, dann Senf, Ketchup, saure Gurken und – ganz wichtig – Sauerkraut draufgeknallt). Das Programm umfasste übrigens neben den 12 Radballspielen auch sechs Darbietungen im Kunstradfahren: dort sah ich erstmals eine Araberin beim Hallenradsport, während ich beim Radball mit dem Spieler Mkhitaryan bei SNA Gent II erstmals einen Armenier habe Radball spielen sehen… Final round of the Belgian Cycleball Championships in Beringen Ich nutzte dann das Sonderangebot von der Supermarkttankstelle in Heusden-Zolder: 0,99€ für 1l Diesel (in Beringen war das noch bei 1,11€) – bei Lukoil kostete es genauso wenig, aber bei den scheiß Russen muss man nicht unbedingt Treibstoff kaufen, da sie die Geldeinnahmen für ihre kranken Weltmachtpläne brauchen; wären die nicht wieder knapp bei Kasse, hätten sie der Ukraine nie den Gashahn wieder aufgedreht… Weitere Bemerkungen zum Thema Gas in Verbindung mit Russland spare ich mir als Deutscher mal lieber…

In Aachen habe ich jedenfalls dann gleich die nächste Rundsporthalle aufgesucht: man musste durch die Kabinen latschen und dann kam man auf die mit orangen Sitzschalen versehene Haupttribüne der Eissporthalle am Tivoli. Die Stehplätze auf der Gegenseite waren heute geschlossen, obwohl immerhin – bei einem Spiel der untersten Spielklasse gar nicht schlecht – rund 150 Fans bei freiem Eintritt und Catering zu akzeptablen Preisen – insbesondere wenn man den freien Eintritt bedenkt – erschienen.

Das Spiel – seit mehr als einem halben Jahr das erste Eishockeyspiel was ich gesehen habe – war ziemlich gut, Lippstadt ging schnell gegen Aachen, die in den letzten beiden Jahren nur in Freizeitwettbewerben gespielt haben, in Führung, doch die Grizzlies glichen das 0:1 und ebenso das 1:2 aus. Nach dem ersten Drittel lagen sie dennoch mit 2:3 hinten. Das zweite Drittel war ausgeglichener, ab Lippstadt hielt den Abstand. Im dritten Drittel zogen sie auf bis zu 3:6 davon. Aachen kam noch heran, doch der verzweifelte Versuch eines Powerplay-Tores endete erwartungsgemäß im 5:7 per Empty Net. Für Eishockey war das Match sehr fair: wenige Zeitstrafen auf beiden Seiten und außer einer Spieldauer wegen Checks von Hinten gegen die Bande durch ein Russen-Arschloch das für Lippstadt spielt, gab es keinen Stress… Aachener EC v Kristall Lippstadt Statistik:
- Grounds: 1.483 (2 neue; diese Saison: 68 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.517 (2; diese Saison: 83)
- Tageskilometer: 330 (330km Auto)
- Saisonkilometer: 22.750 (13.430 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 920 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 481.

Sonntag, 18. Oktober 2015

W481V: Nasskalte Grüne Hölle – einmal mit dem Rad um die Nordschleife

VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, ROWE DMV 250-Meilen-Rennen
- Datum: Samstag,17. Oktober 2015 – Start: 12.00
- Wettbewerb: 9. Lauf der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (Tourenwagen-Rennserie)
- Ergebnis: siehe Seite des Rennveranstalters 
- Austragungsort: Nürburgring, Nordschleife und Sprintstrecke (Kap. 200.000, davon 30.000 Sitzplätze) 
- Zuschauer: ca. 5.000? 
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Eine tolle Rennstrecke und ein interessantes Rennen) Nürburg castle ruin Photos with English Commentary:
Touring Car Racing at Nürburgring and Nürburg Castle + Adenau Chapel

Auf dem Rückweg von Karlsruhe nach Bonn lag der vorletzte Lauf der VLN-Serie, sodass ich schon vorsorglich das Rad in den Kofferraum und die aus dem Internet ausgedruckte Streckenkarte in die Fototasche gepackt habe. Ich hatte ja schonmal ein Rennen der VLN-Serie besucht – daher verweise ich auf meinen damaligen Blogeintrag – und natürlich auf die oben in diesem Post verlinkten Fotos. Denn die sprechen schon für sich, warum man mal zu einem Rennen gehen sollte.

Diesmal habe ich es auch geschafft, von Adenau aus den Ring zu umrunden. Ich habe dabei die Äußere Route genommen, die weitestgehend als Mountainbikeroute 1 ausgeschildert ist. Ich bin im Uhrzeigersinn von Exmühle über Bergwerk, Kesselchen etc. gefahren. Vom letzten Mal kannte ich schon einige Fotostellen außen und innen zwischen Wehrseifen und Kesselchen. Diesmal habe ich mir Fotostellen in Klostertal, bei der Steilstrecke (hier mit tollem Blick aufs Karussell), Hohe Acht (auch sehr gute Streckensicht), Wippermann, Eschbach, Brünnchen (überlaufen mit campierenden Fans, die bei ihrem exzessiven Biergenuss nicht mehr fahrtüchtig sind bis Sonntag…) - zwischendurch auf die Nürburg hoch, an der Grand-Prix-Strecke vorbei - dann in Hatzenbach, Hocheichen, Adenauer Forst und Metzgesfeld gesucht. Zum Schluss bin ich noch mal nach Wehrseifen. Die Strecke stellte sich als gut machbar (auch mit Tourenrad) heraus, einige Steilstück sind bergab aber sehr gefährlich (im Zweifel schieben) oder bergauf kaum fahrbar. Andere gut fahrbare Stücke sollte man auch nicht zu schnell nehmen, da Motorsporfans meistens schwerhörig sind und mangels eigener unmotisierter Betätigung auch Fahrradgeschwindigkeiten zu niedrig einschätzen und daher erst riskant im letzten Moment auf Zuruf vom Weg wegspringen, wenn man mit 40 km/h ankommt…

Ich komme zur nächsten Saison (glaube ab März 2016, bin dann sicher ab Juni wieder für Rennen zu haben) auf jeden Fall noch ein, zwei Mal. Am besten mal eine andere Rennserie und einmal die innere Route mit dem von mir ausgelassenen Schwalbenschwanz (bei der äußeren Route fährt man an diesem Kurvenabschnitt vorbei) und das andere Mal mit Tribünenkarten auf die Grand-Prix-Strecke. 17th October: VLN touring car racing Statistik:
- Grounds: 1.481 (kein neuer; diese Saison: 66 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.515 (1; diese Saison: 81)
- Tageskilometer: 310 (280km Auto, 30km Rad)
- Saisonkilometer: 22.420 (13.100 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 920 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 481.

Samstag, 17. Oktober 2015

W481IV: Erstes Spiel im Verband Baden und dann so ein Scheiß…

TSV 1905 Reichenbach ................................ 0
Spielvereinigung Durlach-Aue .................... 1
- Datum: Freitag, 16. Oktober 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Verbandsliga Baden (6. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 0-1 85. Daniel Beer
- Verwarnungen: Nico Ruppenstein, NN (Reichenbach); Nicola Gericke, Haris Serifovic, Daniel Beer (Durlach-Aue)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportzentrum Waldbronn (Kap. 3.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,0/10 (Wenigstens hat die weniger schlechte der beiden ganz schlechten Mannschaften noch ein Tor geschossen) TSV Reichenbach v SpVgg Durlach-Aue Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: TSV 05 Reichenbach v SpVgg Durlach Aue
b) Schwarzwald (Black Forest): Ebersteinburg (Castle), Baden Baden (Castle, Palace, Old Town), Eberstein (Palace), Bad Herrenalb (Church and Monastery Ruin), Frauenalb (Monastery Ruin) and Langensteinbach (Church Ruin)

16 Bundesländer hat Deutschland – und in jedem dieser Bundesländer habe ich schon mindestens 1x Fußball geguckt. Es gibt aber 21 Landesverbände in der Deutschen Fußballmaf… ähm im Fußballbund, da Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz (Südwest und Rheinland) und Nordrhein-Westfalen (Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen) Splitterverbände hervorgebracht haben. Im Falle von BaWü sind es Württemberg (da habe ich schon mal in Affalterbach geguckt), Südbaden (da war ich in Kuppenheim) und Baden (teilweise auch als Nordbaden bezeichnet) – und da habe ich noch kein Spiel geschaut. Ebersteinburg castle ruin Baden-Württemberg hat außer drei Fußballverbänden auch noch viele Sehenswüdigkeiten zu bieten. Die mehrfach gehörte Einschätzung, es sei das schönste oder touristisch attraktivste Bundesland, teile ich nicht: nicht nur weil Thüringen schöner und reicher an Sehenswürdigkeiten ist, sondern weil die großen Regionen wie Stuttgart, Karlsruhe und Bodensee z.B. einfach scheiße aussehen. Sehr lohnend sind aber neben dem Hohenloher Land auch (teilweise) Breisgau und generell der Schwarzwald. Mit Khatereh fuhr ich von Karlsruhe aus eine 80km-Runde durch den Nord-Schwarzwald, die deshalb so kurz ausfiel, da es dort so viel zu sehen gibt. Allein im Umfeld von und dem Ort Baden-Baden selbst, gibt es sehr viel zu sehen.

Wir begannen in Ebersteinburg, wo eine schöne, frei zugängliche Burgruine über dem Ort thront. Das Restaurant passt nicht rein ins Gebäude, aber Bergfried und Palasruine sehen authentisch aus. Gleich um die Ecke und sehr viel spektakulärer, aber ebenfalls kostenlos zu besichtigen: Das Alte Schloss Baden-Baden, auch als Burgruine Hohenbaden bekannt. Die verschachtelte und authentisch konservierte Ruine bietet tolle Ausblicke. Das Neue Schloss steht dann ziemlich herabgewirtschaftet und in Privatbesitz – es soll ein Luxushotel werden, die kuwaitische Investorin scheint es aber vor die Wand gefahren zu haben – direkt in Baden-Baden am Rande eines Parks, wo wir einen kostenlosen Parkplatz (selten in Baden-Baden, man sollte generell das Ortszentrum mit dem Auto meiden!) fanden. Der Ort mit dem gestotterten Namen ist schon lange als reicher Kurort bekannt. Mittlerweile kaufen (meist sehr zweifelhafte) reiche Russen viele Immobilien – auch (ganz besonders zweifelhaft) über verräterische deutsche Strohmänner – in dem idyllischen, landschaftlich sehr schön gelegenen und mit einem recht ansehnlichen Zentrum aufwartenden Ort auf.

Weiter nach Osten durch die Wälder und man landet erst in Gernsbach, das ein ansehnlicher kleiner Ort ist und oberhalb der steilen Weinberge ein schönes Schloss namens Eberstein zu bieten hat. Man darf in den Innenhof, da die Besitzer des Schlosses dort ihren Wein verticken… Bad Herrenalb ist ein Kurort mit einer interessanten Klosterruine hinter der eine noch interessantere benutzte Kirche steht. Die Kirche ist innen sehr schön gestaltet. Auch im benachbarten Frauenalb gibt es eine Klosterruine und die ist richtig spektkulär und groß! Und nur wenige Kilometer weiter wartet in Langensteinfeld die nächste Sakralruine auf einen: die Kirchenruine St. Barbara, deren Turm man besteigen darf. Frauenalb, monastery ruin Ganz am Rande des Schwarzwaldes in Richtung Karlsruhe zurück, befindet sich Waldbronn. Dort suchten wir dann das Stadion auf. Aus dem benachbarten Ortsteil von Waldbronn, Reichenbach, kommt der Gastgeber, der TSV Reichenbach 1905. Die haben zwar ihr schönes Stadion mit einer in den von Robinien bewachsenen Hang gebauten Stehtribüne, aber befinden sich im Abwärtstrend in der Verbandsliga. Auch heute lief es auf dem Rasen nicht.

Was man da für angemessene 5€ Eintritt (dabei nur 2€ für Frauen, was irgendwo abstrus ist) zu sehen bekam, hatte größtenteils nichts mit Fußball zu tun. Das war in diesem Jahr das mit Abstand schlechteste Spiel, das ich gesehen habe! Mit Khatereh hatte ich erst letzten Monat ein tolles Spiel der Verbandsliga Südbaden in Kuppenheim geguckt – und jetzt wurde uns in Nordbaden so eine Scheiße angetan! Lahmes Gekicke, Fehler in der Ballbehandlung, grauenhafte Schüsse (aus 20m abgezogen und 20m am Tor vorbei). Die Spielvereinigung Durlach-Aue zeigte auch überhaupt nicht, wieso sie Fünfter sind. Erst als uns ein Stuttgarter Groundhopper, der Kickers-Fan Tobi, bemerkt hatte, fiel endlich das 0:1 für die Gäste. Da die Durlacher aber die etwas weniger schlechte zweier sehr schlechter Mannschaften waren, ging der Sieg auch völlig in Ordnung.

Am nächsten Tag ging es dann sportlich mit anderem Sport weiter. Auch Sonntag kein Fußball. Erst am darauffolgenden wieder ein Spiel. Bis dahin nur andere Sportarten. Und ab Montag ist ja wieder Uni, sodass sich die Hoppingaktivitäten nun wieder aufs Wochenende (Samstag/ Sonntag, in Ausnahmfällen auch Freitag) beschränken. TSV Reichenbach v SpVgg Durlach-Aue Statistik:
- Grounds: 1.481 (1 neuer; diese Saison: 66 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.514 (1; diese Saison: 80)
- Tageskilometer: 400 (400km Auto)
- Saisonkilometer: 22.110 (12.820 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 890 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 481.