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Mittwoch, 7. Juni 2017

W566II-567I: Pfingstwochenende mit landschaftlichen schönen Grounds in der Pfalz, Motoball-EM-Test in Kuppenheim und dem letzten Kreisliga-A-Spiel in Kall

Jugendförderverein Trifelsland B II (VfB Annweiler am Trifels / Vereinigter Turn- und Gesangverein Queichhambach / SC Ramberg 1949 / SV Wernersberg 1959)
......................................... 7:4 ..........................................
SG SV Silz 1946 / SV 1951 Birkenhördt / SV 1912 Gossersweiler-Stein / SV Blau-Weiß 27 Vorderweidenthal B
- Datum: Samstag, 3. Juni 2017 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: B-Jugend 1. Kreisklasse Südpfalz (6. U17-Liga)
- Ergebnis: 7-4 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 2-3
- Tore: 0-1 2. Hoffelner, 0-2 7. Hoffelner, 1-2 9. Taskin, 2-2 20. Dauer, 2-3 38. Hoffelner, 2-4 43. Doll, 3-4 45. Munz, 4-4 51. Dauer, 5-4 53. Burkard, 6-4 65. Dauer, 7-4 70. Glässgen
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage auf dem Galgenberg, Kunstrasenplatz (Queichhambach; Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Flottes Hin und Her)

SG ASV 1948 Eschbach / SV 46 Klingenmünster /
SV 1927 Heuchelheim-Klingen AH Ü32 ........... (0)
Sportfreunde Bundenthal 1948 AH Ü32 .......... (1)
- Datum: Samstag, 3. Juni 2017 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren (Ü32)
- Ergebnis: Abbruch wegen Gewitter nach 19 Minuten beim Stand von 0-1
- Tor: 0-1 13. Kuntz
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Löwenthal (Eschbach/ Pfalz; Kap. 1.000, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: o.W./10 (War bis zum frühen und nicht unbedingt nötigen Abbruch ein müder Kick, daher keine Bewertung)

MSC Puma Kuppenheim ..................................... 3
Deutsche Motoball-Nationalmannschaft ............ 6
- Datum: Sonntag, 4. Juni 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Testspiel im Motoball
- Ergebnis: 3-6 nach 83 Minuten (20/21/20/22) – Viertel: 2-1, 1-2, 0-1, 0-2
- Tore: 1-0 1. Schmidt, 1-1 2. NN, 2-1 19. Schmidt, 2-2 32. Hahnenberg, 3-2 33. Schmitt, 3-3 37. Mückenhausen, 3-4 56. Fitterer, 3-5 65. Zoll?, 3-6 75. Nr. 13
- Grüne Karten: keine
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Motoballstadion Kuppenheim (Kap. 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 600
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr hohes Niveau mit ein paar Phasen des Blockierens)

Kaller SC 1922 ..................................................... 1
Jugendsportgemeinschaft Erft (Kuchenheim) .. 2
- Datum: Montag, 5. Juni 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga A Euskirchen (8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 95 Min. (48/47) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 10. Tolno, 1-1 25. Kutlu, 1-2 37. Blech
- Gelbe Karten: Haskem, Chytry, Zion, NN (Kall); 2x Marian, NN (Erft)
- Rote Karten: Marian von JSG Erft (80. Gelb-Rot wg. wdh. Foul)
- Austragungsort: Grenzlandstadion Kall (Kap. 1.250, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmaß) JFV Trifelsland U17 II (VfB Annweiler am Trifels / Vereinigter Turn- und Gesangverein Queichhambach / SC Ramberg 1949 / SV Wernersberg 1959) 7:2 SG SV Silz 1946 / SV 1951 Birkenhördt / SV 1912 Gossersweiler-Stein / SV Blau-Weiß 27 Vorderweidenthal U17 Photos with English Commentary:
a) Under-17: JFV Trifelsland Res. v SG Silz
b) Veterans: SG Eschbach v Bundenthal
c) Motoball: Puma Kuppenheim v Germany
d) Division 8: Kaller SC v JSG Erft
e) Sightseeing in Pfalz (Palatinate) Region
f) Sightseeing in Karlsruhe (Baden) Region
g) Sightseeing in Euskirchen (Eifel) Region
SG Eschbach/ Klingenmünster/ Heuchelheim-Klingen v Sportfreunde Bundenthal Das Pfingstwochenende hatte Khatereh wenigstens zur Hälfte Zeit, sodass wir uns am Samstagmorgen in Karlsruhe trafen. Nach dem Frühstück spielten wir ein paar Stunden Boules und Basketball, was in Karlsruhe sehr gut geht aufgrund öffentlicher Boulodromes und Basketballfelder und fuhren dann ins pfälzische Trifelsland.

Im Nachbarort vom bekannten Annweiler am Trifels, Queichhambach, gibt es auf dem Galgenberg – hört Khatereh ja nicht so gerne, da im Iran der Galgen noch heute durch die herrschenden Terroristen genutzt wird – eine schöne Sportanlage. Der untere Platz ist über eine enge Asphaltstraße erreichbar, der obere Platz nur über Schotterwege bzw. vom unteren Platz über einen Fußweg. Unten ist Rasen, nett gelegen und schönes Sportlerheim, aber nicht so richtig was besonderes: der Kunstrasen oben ist der beste Nebenplatz aller Zeiten, wenn man das Panorama mit der Burg Trifels und den ganzen anderen grünen Bergen bedenkt. An sich ein 0815 Kack-Kunstrasen, aber so toll in der Landschaft gelegen – topp! Und dann noch passenderweise ein Kopfballgalgen hinter dem einen Tor.

Das B-Junioren-Spiel war sehr unterhaltsam trotz erwartungsgemäßer Mängel. Der Jugendförderverein Trifelsland ist eine Spielgemeinschaft der Jugendteams des VfB Annweiler am Trifels, desVereinigten Turn- und Gesangvereins Queichhambach, des SC Ramberg 1949 und des SV Wernersberg 1959. Deren zweite U17 trat gegen die Spielgemeinschaft des SV Silz 1946, SV 1951 Birkenhördt, SV 1912 Gossersweiler-Stein und SV Blau-Weiß 27 Vorderweidenthal an. Lange Namen... Und viele Tore! Nach schnellem 0:2 Rückstand, erzielte der Gastgeber den Ausgleich, geriet aber vor und nach der Halbzeit wieder mit zwei Toren in Hintertreffen. Doch von der 45. bis zur 70. zogen die Gastgeber die SG Silz ab und gewannen mit 7:4. Karlsruhe Grünwinkel Sehr viel weniger gut war das Altherrenspiel im Löwenthal. Dafür war der Platz dort am Rande des Dorfes Eschbach auf dem Weg zur Madenburg, die wir hinterher auch noch besichtigten, noch besser: zwar kein weiter Blick, aber eng in einem Tal in den Hang gebaut, mit schöner Flora gesegnet und mit einer originellen Tribüne aus Holz und ein paar Bänken bestückt.

So einige bei den Ü32-Teams der SG vom ASV 1948 Eschbach, dem SV 46 Klingenmünster und dem SV 1927 Heuchelheim-Klingen und den gegnerischen SF Bundenthal glotzten schön blöd, dass da mal Ortsfremde – und dann mit einem Ostdeutschen und einer Iranerin auch noch Ausländer, etwas was es dort gar nicht gibt – vorbeischauten; aber bei dem Spielniveau wunderte mich das nicht mehr. Die einzige gescheite Aktion war ein Kopfball der Gäste der auch prompt im Tor landete. Dann war nach 19 Minuten aber auch schon Schluss wegen eines Gewitterschauers. Hätte man aber auch weiterspielen können bei der tiefen Lage des Platzes. Unnötiger Abbruch, so nass wie die eh schon alle waren... Nächstes Mal in der Ecke gehen wir aber mal zu Bundenthal, auch wenn da alle wieder glotzen: der Platz ist mindestens genauso interessant wie in Eschbach... Puma Kuppenheim 3:6 Deutsche Nationalmannschaft Am Sonntag war nach dem Boules mal Motoball angesagt. Hatte ich bzw. wir ja seit Oktober nicht mehr gesehen, nun spielten hier die Pumas aus Kuppenheim gegen die Nationalmannschaft. Vom 27.7. bis 1.8. findet die Motoball-EM im Süden Frankreichs statt, ich bin ab dem 3. Spieltag dabei und die Nationalmannschaften testen schon fleißig, in Ermangelung anderer Möglichkeiten testen die meist gegen Clubs. Puma Kuppenheim hat auch mindestens 2 Nationalspieler, aber die besten sind von Ubstadt-Weiher. Der Club ging dann dennoch nach wenigen Sekunden bereits mit einem tollen Freistoß 1:0 in Führung. Nach einer knappen Minute der Ausgleich. Danach weniger offen gestaltete Partie, ehe Kuppenheim in der 19. erneut in Führung ging. Erst nach einer halben Stunde der Ausgleich. Kurz darauf schon wieder das 3:2, aber dann fand die Nationalmannschaft ihr Spiel und die passende Aufstellung und zog auf 3:6 davon. Da bin ich ja mal gespannt, ob die gegen den Favoriten Russland und die Franzosen, die zwar spielerisch unterlegen sein aber stets in Überzahl antreten werden, auch so gewinnen können... Kaller SC 1922 1:2 Jugendsportgemeinschaft Erft Khatereh musste bereits Sonntagnachmittag arbeiten, ich hatte auch am Montag Pfingstfrei, sodass ich mir eine 120km Radtour gönnte. In Kall hatte ich mal auf dem Hartplatz geguckt, da kickten die noch Bezirksliga. Seitdem hat der Kaller SC einen erfreulichen Absturz hingelegt: nach den perversen Machenschaften um einen 60.000€ Etat für Pseudo-Profis in der dritten Amateurliga mehr als verdient! Schön war hier aber, dass man schon die Preise an die Kreisliga B angepasst hat: 2,50€ für den abgeschlagenen Tabellenletzten der Kreisliga A ist fair. Auf dem Rasenplatz, der der eigentliche Hauptplatz ist aber im Gegensatz zum Aschennebenplatz keine Ausbauten aufweisen kann, erwischten die Kaller gegen die JSG Erft aus Euskirchen-Kuchenheim aber den besseren Start, schossen den Torwart ab und staubten billig zum frühen 1:0 ab. Ihr Torwart rutschte dann wiederum weg und ließ dadurch einen haltbaren 25m-Freistoß zum 1:1 passieren... Danach wurde die Abwehr ausgespielt und ins lange Eck zum 1:2 eingenetzt. In der zweiten Hälfte ließ die Partie etwas nach und trotz einiger Chancen auf beiden Seiten und einer gelb-roten Karte für den Gast blieb es beim 1:2. Mal schauen wie es nächste Saison mit dem Kaller SC weiter geht: derzeit scheinen nur ein paar wenige begeisterte Dörfler und einige Flüchtlinge den Verein am Leben zu erhalten.

Nach einem guten Essen beim einzigen Dönerimbiss des Ortes fuhr ich die 60km zurück nach Bonn, die bei mehr Gefälle als Steigung angenehmer und schneller als der Hinweg verlaufen. Aber diese Aufteilung kenne ich in der Eifel ja mittlerweile... Scheven Statistik:
- Grounds: 1.946 (Sa 2, So 0, Mo 1; diese Saison: 268 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.057 (Sa 2, So 1, Mo 1; diese Saison: 317)
- Tourkilometer: 850 (Sa 390km Auto, So 340km Auto, Mo 120km Rad)
- Saisonkilometer: 53.360 (47.050 Auto, davon 2.540 Mietwagen/ 2.860 Fahrrad/ 1.100 Flugzeug/ 380 Schiff, Fähre / 360 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 58 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 567 Wochen.

Montag, 26. Oktober 2015

W482II: Ubstadt-Weiher dominiert den deutschen Motoball

MSC Ubstadt-Weiher .................................... 8
MSC Puma Kuppenheim .............................. 1
- Datum: Samstag, 24. Oktober 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Finale der deutschen Motoballmeisterschaft
- Ergebnis: 8-1 nach 80 Minuten (4x20); Viertelergebnisse: 2-1, 3-0, 2-2, 1-1
- Tore: 1-0 7. Kevin Gerber, 2-0 17. Andre Retich, 3-0 29. Marco Weis, 3-1 32. Max Schmitt (Überzahl), 4-1 50. Andre Retich, 5-1 53. Marco Weis (Elfmeter), 6-1 54. Kevin Fröhlich, 7-1 57. Kevin Fröhlich, 8-1 67. Andre Retich
- Grüne Karten: Kevin Fröhlich, Kevin Gerber, TW Jens Kehrer, NN (Ubstadt-Weiher = 8 Strafminuten); Max Schmitt, Nr. 4 (Kuppenheim = 4 Strafminuten)
- Gelbe Karten: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Motoball „Arena” am Hardtsee (Ubstadt-Weiher; Kap. 3.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: mind. 3.500 (davon ca. 2.300 Ubstadter, 700 Kuppenheimer und der Rest Neutrale)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Hervorragendes Spiel von Ubstadt, auch Kuppenheim spielte gut – aber trotzdem war die Partie schnell entschieden)

MSC Ubstadt-Weiher Jugend ...................... 8
MSC Taifun Mörsch Jugend ........................ 4
- Datum: Samstag, 24. Oktober 2015 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Finale der deutschen Jugendmeisterschaft im Motoball
- Ergebnis: 8-4 nach 60 Minuten (4x15); Viertelergebnisse: 2-1, 3-0, 2-2, 1-1
- Tore: 1-0 10. Rico Gleie, 2-0 12. Rico Gleie (16m), 2-1 15. Justin Tichatschek (11m), 3-1 24. Rico Gleie (16m), 4-1 26. Rico Gleie (16m), 5-1 30. Jannick Harlacher, 5-2 34. Jutin Tichatschek (11m), 6-2 35. Daniel Erbes, 6-3 35. Lucca Fuchs, 7-3 40. Rico Gleie, 7-4 47. Philipp Rust, 8-4 59. Daniel Erbes
- Grüne Karten: 2x Lucca Fuchs, Philipp Rust (Mörsch)
- Gelbe Karten: Daniel Erbes, NN (Ubstadt = 4 Strafminuten); Philipp Rust (Mörsch = 11 Strafminuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Motoball „Arena” am Hardtsee (Ubstadt-Weiher; Kap. 3.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon mindestens 1.000 Ubstadter und 150 Mörscher)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Starkes Spiel, aber klar von Ubstadt dominiert) Men's final: MSC Ubstadt-Weiher 8:1 MSC Puma Kuppenheim Photos with English Commentary:
Motoball: Championships Finals in Ubstadt-Weiher; Youth and Men – Ubstadt-Weiher defeat Puma Kuppenheim and Taifun Mörsch Youth
Video:
Some Action from the Men’s Final 

Die Motorradsaison geht zu Ende und mit ihr die Motoballsaison. Als Saisonhöhepunkt muss dabei stets das Playoff-Finale in der zweiten Oktoberhälfte besucht werden. Außer mir waren noch mindestens 3.500 weitere Fans da; auch aus Frankreich, Niederlande und England, wo es keinen geregelten Spielbetrieb gibt, aber es – wie ich erst an diesem Tag erfahren habe – früher einmal eine Vorläufervariante des Motoballs gab, die wiederum aus den USA stammt: die Regeln unterschieden sich erheblich, doch das Grundprinzip war gleich und mehr kann man bei Puma Kuppenheim lesen

Ich war erst noch mit Khatereh in Stuttgart, sonst wäre die unten in der Statistik aufgelistete Strecke viel kürzer gewesen, denn wenn man in Karlsruhe wohnt (oder wie ich mal auf Besuch ist), dann hat man es nicht weit zum Motoball: rundherum liegen fast die Hälfte aller 14 aktiven deutschen Vereine dieser tollen Sportart – darunter auch der derzeit beste Verein, der MSC Ubstadt-Weiher.

Schon beim Jugendfinale vor einer respektablen Kulisse im mittlerweile etwas ausgebauten Stadion von Ubstadt-Weiher präsentierte sich der Gastgeber souverän. Die jungen Ubstädter gingen kurz vor der ersten Pause in Führung, nur mit einem etwas umstrittenen Elfmeter kam Taifun Mörsch noch heran. Das zweite Viertel wurde völlig dominiert von Ubstadt, v.a. die Distanzschüsse von Gleie waren überragend. Das dritte Viertel hatte ein tolles Hin und her zu bieten, doch der Stand von 7:3 ließ natürlich keine Spannung mehr aufkommen. Der Vier-Tore-Vorsprung wurde im letzten Viertel gehalten: noch einmal zwei schöne Tore und der Endstand lautete 8:4. Youth motoball final: MSC Ubstadt-Weiher 8:4 MSC Taifun Mörsch Bei den Männern, die ihr Finale nach einer zweistündigen Pause mit teils dümmlichen (lächerliche Stuntshow von reifenverbrennenden Vollspacken) und teils folkloristischem (die üblichen Trommler, Trompeter und Fahnenschwenker aus den badischen Fanfarenzügen) Rahmenprogramm ausspielten, war es so, dass Ubstadt-Weiher durch Vorrunde, Viertel- und Halbfinals souverän durchmarschierte. Puma Kuppenheim hatte bereits in der Liga einige Punktverluste hinnehmen müssen und sich im Halbfinale mit 5:4 und 5:5 nur ganz knapp und spannend durchsetzen können. So waren sie klarer Außenseiter im mittlerweile fast schon überfüllten Stadion.

Nach einen verhaltenen Beginn schoss Ubstadt die Führung. Noch vor der ersten Pause hieß es 2:0. Auch im zweiten Drittel war Ubstadt souveräner im Abschluss: 3-0 nach nicht mal einer halben Stunde. Nur in Überzahl gelang es Kuppenheim einmal zu treffen. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann richtig übel für die nur in der Chancenverwertung unterlegenen Kuppenheimer: der Ubstadter Torwart wehrte Schüsse aus allen Lagen ab und ihr eigener Schlussmann musste ständig hinter sich greifen. 7:1 vor der letzten Pause. Im Schlussviertel setzte Ubstadt noch einen drauf: passenderweise war es der sich aus Ubstadt verabschiedende Andre Retich, der sich nun zum wiederholten Male in die Torschützenliste eintrug, und das eigentlich viel zu hohe 8:1 erzielte.

Auch nach diesem vierten Meistertitel in Folge feierten die Ubstadter ausgelassen und mit Feuerwerk – erst inoffiziell durch die Fans, dann professionell durch den Veranstalter bei der Siegerehrung – den Titel. Würden sie in der folgenden Saison 2016 wieder gewinnen, wäre das ein neuer Rekord für die Bundesliga. Rekordverdächtig waren jetzt schon die Eintrittspreise: 18€ ist auch bei zwei Spielen einfach unangemessen; wenn man diese schwachsinnige Stuntshow (ich hoffe die Kritik vieler Zuschauer ist auch bei den Verantwortlichen angekommen) nicht gemacht hätte, hätten die Eintrittspreise wieder wie in den letzten Jahren bei 12€ bleiben können. Hoffentlich macht das der Finalveranstalter 2016 besser! Auf die wahrscheinlich Anfang April beginnende Saison freue ich mich auf jeden Fall schon: es soll auch wieder einen Pokalwettbewerb geben – nicht nur die Männer- und Juniorenliga wie diese Saison – und ob nicht doch die Leverkusener wieder als 16. Mannschaft mit eingreifen (auch wenn sie nicht für den Pokal gemeldet haben) ist noch nicht gesagt: das Turnier im Juli in Kierspe (Tornado Open 2015) haben sie jedenfalls vorm Gastgeber, den Litauern aus Kretinga und Malsch gewonnen. Malsch ist übrigens der letzte Ground der mir noch fehlt: also da muss ich auf jeden Fall hin! Men's final: MSC Ubstadt-Weiher 8:1 MSC Puma Kuppenheim Statistik:
- Grounds: 1.484 (kein neuer; diese Saison: 69 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.520 (2; diese Saison: 86)
- Tageskilometer: 220 (220km Auto)
- Saisonkilometer: 23.260 (13.940 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.000 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 920 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 482.

Samstag, 23. Mai 2015

W460II: Tag 3 der Motoball-EM 2015 in Kuppenheim

Frankreich/ France/ Фра́нция .............................. 1
Russland/ Россия / Russie ...................................... 6
- Datum: Freitag, 22. Mai 2015 – Beginn: 20.20
- Wettbewerb: Motoball-Europameisterschaft 2015
- Ergebnis: 2-1 nach 60 Minuten (4x15); Viertelergebnisse: 1-0, 1-0, 0-1, 0-0
- Tore: 0-1 4. Ivan Krishtopa, 0:2 29. Ivan Krishtopa, 1-2 30. Romain Flandin, 1-3 31. Ivan Krishtopa, 1-4 38. Ivan Krishtopa, 1-5 50. Vladimir Sosnitskij, 1-6 60. Nikita Semin
- Grüne Karten (2 Minuten): NN, NN (Frankreich); Nr. 5 (Russland)
- Gelbe Karten (5 Minuten): keine
- Rote Karten (Platzverweise): keine
- Spielort: Motoball-Stadion Kuppenheim, Eichet-Straße/ Industriegebiet Nord (Kap. 3.000, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (überwiegend Deutsche, aber auch mehrere Dutzend Russen und Franzosen)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Erneut ein hervorragendes Spiel der Russen)

Deutschland/ Duitsland .......................................... 2
Niederlande/ Nederland .......................................... 1
- Datum: Freitag, 22. Mai 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Motoball-Europameisterschaft 2015
- Ergebnis: 2-1 nach 60 Minuten (4x15); Viertelergebnisse: 1-0, 1-0, 0-1, 0-0
- Tore: 1-0 8. Andre Retich, 2-0 20. Andre Retich, 2-1 32. Nick Evers
- Grüne Karten (2 Minuten): Andre Retich, Nr. 5 (Deutschland)
- Gelbe Karten (5 Minuten): keine
- Rote Karten (Platzverweise): keine
- Spielort: Motoball-Stadion Kuppenheim, Eichet-Straße/ Industriegebiet Nord (Kap. 3.000, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.800 (überwiegend Deutsche und aber auch 100-150 Niederländer)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Sehr gutes und spannendes Spiel auf Augenhöhe)

Frankreich/ France/ Фра́нцыя.............................. 5
Weißrussland/ Biélorussie/ Беларусь .................... 2
- Datum: Freitag, 22. Mai 2015 – Beginn: 16.50
- Wettbewerb: Motoball-Europameisterschaft 2015
- Ergebnis: 5-2 nach 60 Minuten (4x15); Viertelergebnisse: 2-0, 1-0, 1-0, 1-2
- Tore: 1-0 5. Olivier Bongeot, 2:0 15. Olivier Bongeot, 3-0 27. Loic Morelli, 4-0 34. Yann Compain, 5-0 46. Luis Margnin, 5-1 48. Sergej Kuprijantschik, 5-2 59. Sergej Kuprijantschik
- Grüne Karten (2 Minuten): Nr. 2, 3, 4, 9 (Frankreich); Nr. 8 (Weißrussland)
- Gelbe Karten (5 Minuten): Nr. 4 (Frankreich); Nr. 8 (Weißrussland)
- Rote Karten (Platzverweise): keine
- Spielort: Motoball-Stadion Kuppenheim, Eichet-Straße/ Industriegebiet Nord (Kap. 3.000, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 700 (ein paar Dutzend Franzosen, ein paar wenige Weißrussen und weit überwiegend Deutsche)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Spiel, v.a. vonseiten der Franzosen)

Russland/ Россия / Rusija .................................... 12
Litauen/ Lietuva/ Литва́ ........................................ 0
- Datum: Freitag, 22. Mai 2015 – Beginn: 15.10
- Wettbewerb: Motoball-Europameisterschaft 2015
- Ergebnis: 12-0 nach 60 Minuten (4x15); Viertelergebnisse: 3-0, 2-0, 2-0, 5-0
- Tore: 1-0 5. Anton Gusev, 2-0 7. Genaddii Mitc, 3-0 11. Ivan Krishtopa, 4-21. Sergey Kroshka, 5-0 25. Sergey Kroshka, 6-0 33. Anton Gusarev, 7-0 44. Roman Detsina, 8-0 51. Anton Gusarev, 9-0 52. Nikita Semin, 10-0 53. Genaddii Mitc, 11-0 54. Sergey Kroshka, 12-0 55. Sergey Kroshka
- Grüne Karten (2 Minuten): keine?
- Gelbe Karten (5 Minuten): keine
- Rote Karten (Platzverweise): keine
- Spielort: Motoball-Stadion Kuppenheim, Eichet-Straße/ Industriegebiet Nord (Kap. 3.000, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (einige Dutzend Russen, ein paar Litauer und weit überwiegend Deutsche)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Absolutes Weltklasse-Motoball der Russen, die Litauer leider nach zwei guten Spielen an den Vortagen heute ganz schwach und überfordert) Motoball (motorcycle football): European Championship in Kuppenheim, Germany Photos with English Commentary:
European Championship in Motorcycle-Football/ Motoball: Russia v Lithuania, France v Belarus, Germany v The Netherlands, France v Russia (at Kuppenheim, Germany)

Video:
European Championship in Motorcycle-Football/ Motoball: France v Russia (at Kuppenheim, Germany)

Von Mittwoch bis Pfingstmontag läuft nach einem Jahr Abstinenz (die EM 2014 in Russland wurde abgesagt, da weder Deutschland noch Niederlande oder Frankreich bereit waren durch Kriegsgebiet in der Ukraine oder mit Visaabzocke und Umweg via Weißrussland oder noch längerem Umweg über Türkei und Georgien oder gar ganz teuer mit Flugzeug nach Süd-Russland zu reisen) wieder die alljährliche Europameisterschaft im Motoball. Diese Europameisterschaft ist auch gleichzeitig Weltmeisterschaft, da es zwar teilweise auch außerhalb Europas Motoballwettkämpfe, teils mit adaptierten Regeln wenn z.B. nur nichtgenormte Maschinen oder normale Fußbälle zur Verfügung stehen, gibt, aber eben keine Nationalmannschaften. Welche Nationalteams an dieser jährlichen Top-Veranstaltung teilnehmen hängt von nicht nur von Lust und Laune bzw. Fitness der Spieler ab, sondern auch von Reisekasse und mitunter sogar politischer Lage. Eine Qualifikationsrunde oder dergleichen gibt es somit nicht. Feste Größen sind eigentlich auch nur fünf: Serienmeister Russland (wo Motoball auch noch vor Frankreich und Deutschland am populärsten und verbreitetsten ist), Titelverteidiger Deutschland, Erfinderland Frankreich, sowie Weißrussland und die Niederlande (obwohl die Nationalmannschaft dort eigentlich deckungsgleich mit einem Club aus Budel bei Eindhoven ist). Mittlerweile ist auch Litauen fast immer dabei obwohl sie ja auch nur aus zwei, drei Teams ihre Spieler für die Nationalmannschaft zusammenstellen können, während Lettland wohl aus Leistungsgründen nicht mehr ihre Truppe zu EMs schickt. Die litauischen und lettischen Teams spielen übrigens neben regionalen Meisterschaften auch überregional gegen weißrussische und russische Teams. Bei einem erneuten Aufenthalt im Baltikum muss ich mir das mal angucken, v.a. wenn es im Stadion von Riga, was sich in einem berüchtigten Waldstück befindet, ausgetragen wird...

Ansonsten gibt es noch Motoball in Aserbaidschan (die haben aber wohl nur 2010 mal ein Nationalteam entsandt das abgeschlagen Letzter wurde) und in der Ukraine – aber die stellt wohl erstmal keine Nationalmannschaft, da bis auf Kam'yanets'-Podil's'kyi und Voznesens'k alle Teams aus der Donbaz-Region stammen, die ja bekanntlich von Russland annektiert wurde. Und logischerweise veranstaltet man in einem Kriegsgebiet weniger aus Gründen der Gefahr, sondern mehr aus Gründen der Treibstoffknappheit, ohnehin keine Motorsportveranstaltungen. Allerdings spielte zumindest letztes Jahr ganz kommentarlos ein Team aus der Nähe von Donezk in der 1. russischen Liga mit: siehe Motoball Vidnoe. Mal im Vergleich dazu die Tabelle von 2013: ebenfalls auf Motoball Vidnoe.  Der der kyrillischen Schrift mächtige Leser wird jetzt vielleicht festgestellt haben, dass sich v.a. im Kaukasus alles ballt was Motoball in Russland spielt. Es gibt noch irgendwelche regional aktive Amateur-/ Freizeitteams neben den ganzen semi-professionellen Clubs aus Krasnodar (u.a. der neu in die 1. Liga aufgestiegenen Abteilung des Mehrspartenvereins Zarya, der international für deren Handballabteilung bekannt ist), die im Nordkaukasus aktiv sind. Zu diesen regional auftretenden Clubs zählen wohl auch diverse Katschmaukenklubs aus Dagestan, Karbadino-Balkarien, Adygea (vor dem Völkermord durch die Russen an den Tscherkessen war das die Heimat der Tscherkessen) und Tschetschenien. Seit ein paar Saisons haben auch die Tschetschenen ein Halbprofiteams, das im kleinen Kaff Naurskaya ein Stadion am südlichen Stadtrand hat. Im Zusammenhang mit diesen ganz Clubs in teils semi-autonomen Regionen der ehemaligen Sowjetunion kann ich es übrigens nicht lassen, diese gelungene Satire einmal zu verlinken: "Postillon zu Referendum für Tschetschenen/ Inguschen/ Dagestaner" - aber dann kommen wir auch mal zur Beschreibung der Spiele. Motoball (motorcycle football): European Championship in Kuppenheim, Germany Heute kosteten alle Tagestickets nur 10€ (am Finaltag Pfingstmontag werden dann 18 fällig) und zum ersten Spiel fanden sich auch nur ein paar Hundert Leute ein. Russland traf auf Litauen und der 35malige Meister zeigte hier eindrucksvoll sein Können: auf engstem Raum wurde die Fahrrichtung gewechselt, in jeden Pass der Litauer hineingefahren, die klar unterlegenen Balten vom Torschuss abgehalten und vorne trotz einiger vergebener Chancen (teils Latten- und Pfostentreffern) Tor um Tor erzielt. Vor allem im vierten Viertel zog Russland gnadenlos von dannen. Das 12:0 war noch recht niedrig, da Litauen bei diesem Spiel auch überhaupt nichts zeigte und einen schwachen Torwart hatte. Mit dieser Leistung der Russen dürfte es den Deutschen auch kaum möglich sein am Turnierfavoriten vorbeizukommen. Motoball (motorcycle football): European Championship in Kuppenheim, Germany Die EM wird seit 1964 ausgetragen und erstmals fand sie im Erfinderland Frankreich (Motoball wurde da je nach Quellen wohl nach dem 1. Weltkrieg vom Militär erfunden, u.a. da damals Motoräder im Heer z.B. für Botendienste an der Front eine große Rolle spielten und daher Geschicklichkeitsübungen mit den Maschinen, so auch Fußball damit zu spielen, als Training gefragt war) statt und wurde damals auch von den Franzosen gewonnen. Mit insgesamt 7 Titeln ist Frankreich nach wie vor die zweiterfolgreichste Mannschaft – Deutschland gewann sechs Mal.

Frankreich wird aber auch dieses Jahr kaum eine Chance auf den Titel haben, doch mit dem Sieg gegen Weißrussland machten sie den Einzug ins Halbfinale perfekt. In einem wirklich guten Spiel ließ Frankreich nichts anbrennen und legte zur Pause auf 3:0 vor. Nach dem Seitenwechsel zogen sie weiter davon: 5-0. Erst in teilweise zweifacher Unterzahl, da die niederländischen Schiedsrichter ziemlich mit Karten und Zeitstrafen um sich warfen, kassierten sie zwei Tore in der Schlussphase. Motoball (motorcycle football): European Championship in Kuppenheim, Germany Im dritten Spiel traf der Gastgeber auf die Niederlande. Mittlerweile hatten sich rund 1.800 Zuschauer eingefunden, wobei das immer noch viel zu wenige waren: für diesen tollen Sport sind schon 3.000 das Maximum an Rekordkulisse in Deutschland – mehr gehen offiziell auch in das kleine Stadion nicht rein, sodass ein Besucherrekord wie in Russland (20.000 oder 25.000 soll dieser gewesen sein, 1.800 ist in Liga 1 dort guter Durchschnitt) nicht möglich sein wird. Das Spiel war technisch hervorragend und auch die unterlegenen Niederländer zeigten wirklich guten Motoball. Deutschland zeigte eine geschlossen starke Teamleistung und ging vor der Pause mit 2:0 in Führung. Die deutschen Spiele sind irgendwie immer torärmer als die der anderen Teams, so schaffte es die deutsche Mannschaft auch nicht noch einmal zu treffen nach der Pause. Nur die Niederländer erzielten noch ein Tor: sie verkürzten auf den 1:2 Endstand. Motoball (motorcycle football): European Championship in Kuppenheim, Germany Das letzte Spiel des Tages sah dann wieder 7 Tore: Russland ging in einem tollen Spiel schnell in Führung, doch Frankreich nutzte die teilweise übertrieben hart geführten Zweikämpfe der Russen aus und verwandelte einen Elfmeter zum 2:1 Anschlusstreffer. Sofort nach dem Seitenwechsel schlängelte sich ein Russe bei hoher Geschwindigkeit durch die Abwehrreihen der Franzosen und zog zum 1:3 ab. Bis zum Ende der Partie erzielte der Favorit auch noch drei weitere Treffer, die den Leistungsunterschied verdeutlichten.

Zu den Finalspielen werde ich nicht noch mal nach Kuppenheim runter fahren, aber ab Juni wird es bis Oktober mindestens einmal im Monat in diesem Blog Berichte vom Motoball geben. Es fehlen noch ein paar Bundesligateams aus der Karlsruher Ecke: Durmersheim z.B. und in den Niederlanden (Budel) ist man ja auch schnell. Zudem will ich auch noch gleich den Motoball-Länderpunkt Frankreich machen: Voujeaucourt ist noch am nächsten gelegen von den französischen Motoball-Orten und praktischerweise sind die gerade Tabellenführer... Und nächstes Jahr ist natürlich die EM 2016 ein Anlaufpunkt: schade, dass sie nicht in Lettland oder Litauen ist (oder Weißrussland: wäre ja mal ein Grund für das teure Visum in diese zurückgebliebene Diktatur zu fahren) – aber da sie in den Niederlanden ausgetragen wird, ist der Weg nicht so weit... Motoball (motorcycle football): European Championship in Kuppenheim, Germany Statistik:
- Grounds: 1.368 (heute 0 neue; diese Saison: 213 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.384 (heute 4; diese Saison: 272)
- Tageskilometer: 600 (600km Auto)
- Saisonkilometer: 54.330 (39.970 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.820 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.250 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 73 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 460

Montag, 22. Oktober 2012

W325III: Deutscher Motoballmeister Ubstadt-Weiher

MSC Puma Kuppenheim --------------------------------- 0
MSC Ubstadt-Weiher -------------------------------------- 4
Datum: Sonntag, 21. Oktober 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Finale der 1. Motoball-Bundesliga
Ergebnis: 0:4 nach 80 Minuten (4x20)
Viertelergebnisse: 0:0, 0:1, 0:1, 0:2
Tore: 0-1 27. Andre Retich, 0-2 60. Marwin Lowinger, 0-3 67. Andre Retich, 0-4 80. Andre Retich
Grüne Karten (2 Minuten): Martin Kaczynska (Puma); Kevin Fröhlich (Ubstadt)
Gelbe Karten (5 Minuten): keine
Rote Karten (Platzverweise): keine
Spielort: Motoball-Stadion Kuppenheim, Eichet-Straße/ Industriegebiet Nord (Kap. 3.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 3.000 (darunter ca. 1.000 Kuppenheimer und 500 Ubstadt-Fans, ansonsten neutrale Zuschauer)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Durchweg auf höchstem technischen Niveau, doch bis zur 27. die reinste Taktiererei zwischen den Strafräumen ehe endlich das erste Tor fiel)
IMG_2959 Photos with English Commentary:
 
So spät es auch am Samstag geworden war, so früh ging es am Sonntag wieder los. 500km gen Südwesten, in die Region mit der höchsten Dichte an Vollidioten im Straßenverkehr, die ich je erlebt habe. Das war ja schon letztes Jahr schlimm, aber in BaWü scheint es jedes Jahr schlimmer zu werden: Die einen arrogant, dumm und zu schnell, die anderen verpennt, dumm und zu langsam. Normal fahren kann da wohl keiner. Nicht mal einparken geht! Wegen so einem Spast, der sich zu dicht in die Lücke hinter mich gedrängt hatte, musste ich in Ettlingen nach Gehör ausparken. Auf der Autobahn fuhr der ein oder andere Mittelspurschleicher auch mal rückwärts links an mir vorbei. Also ob die Dummheit der baden-württembergischen Autofahrer am überdurchschnittlich hohen Konsum an Körnerfutter, dem überdurchschnittlich hohen Einkommen oder doch eher am Dialekt – ich finde die Mundarten dort grauenhaft und der Einzige, den ich an diesem Tag richtiges Deutsch habe sprechen hören, war ein Türke – liegt, war mir nicht ganz klar…

Wir modifizierten das Besichtigungsprogramm ein bisschen und schauten uns erst mal Ettlingen an. Die Altstadt ist durchsetzt aber ansehnlich und hat mit dem Schloss ein wirkliches Highlight, wobei der barocke Prachtbau irgendwie albern ist, mit seiner Scheinarchitektur (die Säulen an der Fassade sind nur aufgemalt, was in der Barockzeit vor allem in Süddeutschland eine Unsitte war) und dem Schloss,,garten“ (Blumenkübel auf einer Terrasse, ha ha…). In Kuppenheim steht auch noch ein ganz interessantes Barockschloss, das auf den seltsamen Namen „Favorite“ (gesprochen „Faforiite“ und nicht „Fäworitt“) hört.

Nach Kuppenheim zog es uns aber wegen des Motoballfinals dieser Saison. Ausrichten sollte es der MSC Seelze, doch bei einem Nachbarschaftsduell von Kuppenheim und Ubstadt-Weiher und dem lächerlichen Platz von Seelze wäre es bescheuert gewesen, nicht in der Karlsruher Ecke zu spielen. Die Karlsruher Ecke ist so wie so die Motoballhochburg Deutschlands: Das bewiesen u.a. die heute erschienen 3.000 Zuschauer. Allerdings kommen zu normalen Spielen auch selten 1.000 Fans – heute kamen ja auch Dutzende aus NRW, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen oder gar Frankreich und Niederlande zum Zugucken. Vor allem ist der Raum Karlsruhe aber von den Teams her die Hochburg: Ein Drittel der deutschen Motoballteams kommt aus der Ecke. Wieso die Leute bei so viel Motorsport trotzdem so beschissen Auto fahren, wundert mich…
IMG_2984 Im Vergleich mit dem Finale im benachbarten Ubstadt-Weiher fiel das diesjährige Finale leider ziemlich ab. Das Stadion ist fast genauso gut und fasst ebenso viele Zuschauer. Die 3.000 können sich auf einer Längsseite auf eine Betonstufentribüne stellen. Alles ist ziemlich geleckt in der Anlage und der Betonboden mit Hartgummipflasterung im Torraum als Spielfläche spitzenmäßig. Allerdings war die Architektur der Anlage in Ubstadt-Weiher besser. Außerdem sind die Eintrittspreise von Kuppenheim schweinisch, da keine richtigen Ermäßigungen gewährt werden. In Ubstadt hatte ich damals keine 12€ hingelegt. Auch der Sprecher wusste nicht so zu überzeugen. Nun natürlich rockten die Fans aus Ubstadt das Stadion und nicht das lahmarschige Schnarchnasenpublikum von Puma Kuppenheim. Und schließlich war auch das Spiel nicht so gut wie im letzten Jahr.

Nach 27 Minuten höchsten Technik- aber niedrigstem Geschwindigkeits-Niveau erzielte Ubstadt endlich ein Tor gegen die Laufrichtung des Keepers. Die Pumas wurden danach ziemlich gezähmt von den Gästen und kamen kaum noch vors Tor, nachdem sie Anfangs die Einzigen waren, die wenigstens ganz selten Mal vorm gegnerischen Tor waren. Nach einer Stunde Spielzeit fiel mit dem 0:2 die Vorentscheidung, ehe Ubstadt mit zwei herrlichen Toren die Kuppenheimer vorführte. Aufgrund des Umfeldvergleiches mit Ubstadt, der eindeutig zugunsten der Ubstädter ausfällt, freute mich dieser auch neutral betrachtet hoch verdiente Sieg vom MSC Ubstadt-Weiher. Sie waren über weite Strecken die klar dominante Mannschaft und konnten in diesem enorm fairen Spiel beweisen, dass sie das Finale zu Recht erreicht hatten.

Nach der schön mit Pyrotechnik der Gästefans untermalten Siegerehrung fuhren wir noch nach Rastatt, wo wir die Barockresidenz besichtigten und bei einem hervorragenden türkischen Lokal – die Besitzer sind wohl noch nicht lange in Rastatt oder Umgebung ansässig, bei dem klaren Hochdeutsch – einkehrten. In Rastatt stellten wir uns bei der „Jet“, die mit 1.51€ jede Tankstelle um 8 Cent unterbot, in den Stau (20 Autos auf einmal an vier Tanksäulen, super!) und gegen Mitternacht waren wir dann zuhause. IMG_2999 Statistik:
Grounds: 811 (heute 1 neuer; diese Saison: 43 neue)
Sportveranstaltungen: 1.637 (heute 1, diese Saison: 60)
Tageskilometer: 1.070 (1.070 Auto)
Saisonkilometer: 16.290 (15.280 Auto/ 930 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [Letzte Serie: 12, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 325

Montag, 24. Oktober 2011

W273III: Erst zu früh gefreut und dann doch die Meisterschaft gefeiert

MSC Puma Kuppenheim 7:8 (n.E.) SV Bergfried Leverkusen
Datum: Sonntag, 23. Oktober 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Finale der 1. Motoball-Bundesliga
Ergebnis: 7:8 nach 102 Minuten + Elfmeterschießen (4x20 Min. reguläre Spielzeit + 2 Min. Nachspielzeit + 2x10 Min. Verlängerung)
Viertelergebnisse: 2:1, 0:1, 1:1, 1:1/ Verlängerung: 2:1, 0:1/ Elfmeterschießen: 1:2 (nach je 3 Schützen)
Tore: 1-0 8. Th. Schmitt, 2-0 16. Kaczynska, 2-1 17. Sinn, 2-2 27. Sinn (Überzahl), 2-3 52. Häfner, 3-3 56. Walz, 3-4 81. Loskand, 4-4 82. Th. Schmitt (Unterzahl)
Verlängerung: 5-4 82. Kaczynska (Unterzahl), 5-5 85. Sinn (Überzahl), 6-5 89. Th. Schmitt (11m, Unterzahl), 6-6 96. Loskand (Überzahl)
Elfmeterschießen: 6-7 Häfner, 7-7 Th. Schmitt, 7-8 Loskand, Pottoff hält gegen H. Schmitt, Schettler hält gegen Sinn, Pottoff hält gegen Kaczynska
Vergebene Strafstöße im Spiel: 29. Potthoff (Torwart-Leverkusen) wehrt 16m von Th. Schmitt ab; 71. Kaczynska (Puma) schießt 11m daneben
Grüne Karten (2 Minuten): 1x Walz (Puma); 2x Häfner, 1x Loskand, 1x Sinn (SVB)
Gelbe Karten (5 Minuten): 2x Fr. Schmitt, 1x Walz (Puma)
Rote Karten (Platzverweise): 76. Fr. Schmitt (Puma, 2x gelb, d.h. wiederholt grober Regelverstoß)
Spielort: Motoball „Arena“ am Hardtsee, Ubstadt-Weiher (Kap. 3.048, davon 48 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 3.000 (darunter ca. 2.000 für Kuppenheim und mind. 100 für Leverkusen)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Kam zwar lahm in die Gänge, dann aber an Ausgeglichenheit, Spannung und Dramatik kaum zu überbieten)
Photos and English version:

Der souveräne Sieger der Südstaffel – Puma Kuppenheim – und der noch souveränere, aber Aufgrund der Überlegenheit der Baden-Württembergischen Mannschaften aus der Südstaffel als Außenseiter ins Play-off Finale gehende Sieger der Nordstaffel – SVB Leverkusen – trafen in Ubstadt-Weiher bei Karlsruhe aufeinander. Bevor wir uns dieses Duell der beiden besten Motoballmannschaften Deutschlands ansahen, guckten wir uns auch noch die „Fächerstadt“ Karlsruhe an, die zwar fast nur gesichtslose Betonarchitektur vorweisen kann, aber diese immerhin in den historischen Straßenzügen die fächerförmig vom barocken Prunkschloss aus verlaufen. Deshalb ja auch Fächerstadt. Und da dieses Schloss mit seinem Garten auch so ein spektakulärer Bau ist, kann man sich Karlsruhe ruhig mal angucken.

Was ich die Saison an Motoball gesehen habe war ja sehr durchwachsen: Halle hat erst völlig überforderte Anfänger aus Seelze mit 10:1 in einem sehr schönen Spiel abgeschossen, dann habe ich das Spiel der Hallenser gegen Leverkusen gesehen – der Tabellenführer spielte arrogant und schlecht und gewann äußerst glücklich 1:2 – und das letzte Spiel war auch das Letzte in Sachen Niveau der Hallenser, die mit ihrem saudummen Verhalten in Kierspe einen Spielabbruch hinkriegten. Der nicht funktionierenden Sportgerichtsbarkeit im deutschen Motoball – Motoball ist so ziemlich die einzige Sportart hierzulande, in der man sich de facto daneben benehmen kann wie man will – kann Halle danken, dass selbst Tätlichkeiten gegen die Schiedsrichter keine Konsequenzen nach sich ziehen.

Heute hatte das Spiel natürlich ein ganz anderes Niveau und die Disziplin der Spieler beider Teams war schon erstaunlich. Zudem ist die Sportanlage mal ein richtiges Stadion: vier Reihen Betonstufen auf jeder Längsseite, die eine Hintertorseite ausbautenlos, hinter der anderen ein steiler und teils mit Bäumen bewachsener Graswall, ein auffälliger Sprecherturm, eine schlecht lesbare aber formschöne Anzeigetafel und ganz besonders formschöne Flutlichtmasten. Die mickrige VIP-Tribüne (48 rote und blaue Schalensitze, davor etwas Begrünung) hinter der vierten Reihe der einen Stehtribüne sieht auch ganz in Ordnung aus. Der Platz ist allerdings ziemlich eng, was der Geschwindigkeit des Motoballspiels selten gut tun kann, und eine Betonspielfläche. Der Torraum ist übrigens mit Hartgummiverbundpflaster oder so was ausgelegt.
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Dafür, dass man sich die beiden Besten in diesem vielleicht größten Motoball-Stadion Deutschlands ansehen durfte, musste man allerdings auch so viel Eintritt bezahlen, wie man sonst bei zwei oder drei Motoballspielen lässt: 12€ normal und für Studenten, Schüler, Rentner etc. immer noch 8€. Da es allerdings das Finale war, was mit höherem organisatorischem Aufwand daherkommt und sowieso mehr Brisanz als ein normales Ligaspiel hat, sind diese Preise zwar grenzwertig aber noch akzeptabel. Ob man aber unbedingt die dörfliche Folklore vor dem Anpfiff hochleben lassen muss und einen Fanfarenzug da eine Viertelstunde lang rumtröten und -trommeln lassen muss... Na ja: das hat auch Einheimischen neben mir nicht so gefallen. Hinter uns hatten sich übrigens auch die neben uns weitgereistesten Fans eingefunden: Niederländer aus Budel. Unser Dacia mit „SK“-Kennzeichen fiel vielen doch auf, auf dem Parkplatz, da man von einem Baden aus dieser Gegend (Kuppenheim liegt ja z.B. bei Rastatt im Bezirk Karlsruhe) ja auch kaum Verlangen kann, so ein abartiges Kennzeichen wie SK zu kennen – so was wird ja nur noch von den bayrischen Dorfkennzeichen wie „DGF“, „TIR“ (so eine Kennung tragen in einigen Ländern LKWs) oder „AIC“ getoppt.

Die erste Phase des Spiels über hatte man ja auch schon Zweifel, was an diesem Finale so toll sein sollte. Ein technisch gutes, aber langsames und Torszenenarmes, also kaum durchschnittliches Spiel entwickelte sich. Der Favorit aus der Gegend, der auch logischerweise bei dieser bescheuerten Ansetzung (statt das Finale auch Hin- und Rückspiel auszutragen: Nein, man sucht den Kick dadurch, es in einem Spiel auf einem angeblich „neutralen“ Platz auszutragen) die klare Mehrheit der Fans stellte, während Leverkusen nur eine niedrige dreistellige Zahl an Fans mitbrachte, ging schnell in Führung. Kuppenheim schnürte Leverkusen ab der 10. Minute völlig ein und ging schnell mit zwei Toren in Front – das 2:0 war ein genialer direkter Freistoß in den Winkel! Aber bis zur ersten Pause kamen die Rheinländer doch noch auf ein Tor heran.

Dass Leverkusen gezwungen war etwas zu tun, tat dem Spiel sehr gut. Sonst spielen die Pfeifen nämlich nur defensiv und verzögern das Spiel. So wie sie es dann auch taten, als sie zwei weitere Tore prima herausgespielt hatten. Es stand zu befürchten, dass sie nun 25 Minuten den Ball hin und her fahren würden, doch Kuppenheim schoss den Ausgleich, was dem Spiel noch besser tat. Allerdings wurde es nun etwas hektisch und ein Kuppenheimer musste wegen wiederholten groben Regelverstoßes vom Feld. Leverkusen hatte also 14 Minuten lang Zeit, um mit 4 gegen 3 Feldspieler den Titel einzufahren. Erst Sekunden nach dem regulären Ende gelang es ihnen durch ein ganz billiges Tor. Na ja: fast... Denn als die Leverkusener schon ausgelassen jubelten, die Betreuer und erste Fans aufs Feld liefen, zeigten die Schiedsrichter, die zum Ende der Partie immer mehr die Übersicht verloren und eigentlich ihre Gesten nach zu Urteilen schon abgepfiffen hatten, an, dass es noch weiter gehen musste. Allerdings war auch die angezeigte Nachspielzeit noch gar nicht abgelaufen, insofern die Entscheidung also korrekt. Das Spiel wurde auch wieder aufgenommen und was passierte dann Sekunden vor dem Ende? Richtig! Kuppenheim glich in Unterzahl mit einem überlegten Schuss aus. Wahnsinn!
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Die Verlängerung musste her und da es hier 20 weitere Minuten Überzahl für Leverkusen hieß, war es schon streckenweise eine Blamage für die Rheinländer, dass sie nicht besser als die Baden spielten. So ging Puma sogar schnell in Führung und konnte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich per Strafstoß treffen. Der erneute Ausgleich für Leverkusen ist auch dem Umstand geschuldet gewesen, dass zwei fällige Zeitstrafen gegen den SV Bergfried nicht ausgesprochen wurden. Also warum sich da die Nord-Kölner überhaupt beschwerten, wenn mal gegen sie gepfiffen wurde, war bei ihrem Glück bei diesem Spiel im Prinzip nicht nachvollziehbar.

Schließlich musste also das Elfmeterschießen, dass statt wie beim Fußball mit mindestens fünf aufgrund der Mannschaftsstärke nur mit mindestens drei Schützen ausgetragen wird, zur Entscheidungsfindung her. Mittlerweile waren seit dem Anstoß 2 Stunden und 45 Minuten vergangen und die meisten Fans so wie wir auch schon 4 Stunden im Stadion am Hardtsee.

Leverkusens wie auch Kuppenheims erste Schützen verwandelten sicher. Dann verlud Leverkusens zweiter Schütze den Puma im Tor zum 7:8. Der nächste Kuppenheimer scheiterte am wie immer sehr starken Leverkusener Torwart. Der nächste SVB-Spieler traf allerdings nur die Latte, nachdem der ebenfalls sehr starke Kuppenheimer Torwart die Hände an den Ball bekam. Allerdings versagte auch der dritte Bade, sodass die Leverkusener dann doch noch den erst zu früh bejubelten Meistertitel feiern konnten. Also von wegen „Vizekusen“ – die Randkölner können auch mal einen Meistertitel gewinnen!
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Statistik:
Grounds: 654 (heute 1 neuer; diese Saison: 60 neue)
Sportveranstaltungen: 1.387 (heute 1, diese Saison: 73)
Tageskilometer: 1.030 (1.030 Auto)
Saisonkilometer: 12.280 (10.610 Auto/ 1.670 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 101
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 273