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Donnerstag, 5. Dezember 2024

W3.0204IV-V: Zurück von der Südafrikatour, auf zur Tour durch die Heimat

Teil I: Erstes Saalebulls Heimspiel seit 10 Jahren

Mitteldeutscher EC Saale Bulls Halle

3 : 7 (2:0 / 1:2 / 0:5)

Tilburg Trappers

- Datum: Freitag, 22. November 2024 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Oberliga Nord (3. Spielklasse im Eishockey, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-7 nach 60 Minuten (3x20) – Drittel: 2-0, 1-2, 0-5

- Statistiken: siehe Verbandswebsite 

- Austragungsort: sog. Sparkassen-Eiszelt (Kap. 1.500, davon 750 Sitzplätze)
- Zuschauer: 1.280 zahlende (davon ca. 5 Gästefans)

- Spielbewertung: 7,0/10

Photos with English commentary:

Ice-Hockey in Halle an der Saale: Saalebulls vs. Tilburg Trappers

In der letzten Saison bin ich zu keinem Saale Bulls Spiel gekommen. Zuletzt war ich 2022/23 im Dezember 22 bei den Indians, wo die Saalebulls sehenswert 3:4 gewannen. Das letzte Heimspiel der Bulls liegt aber noch viel länger zurück. Von Braunschweig aus und zu meiner Zeit in Bonn bin ich ja regelmäßig zu nahegelegenen Auswärtsfahrten (Hannover bzw. Ruhrgebiet oder auch Herford, Neuwied und Krefeld) gefahren. Aber seit 2014 war ich bei keinem Heimspiel mehr. Damals übers Wochenende nach Merseburg gefahren von Bonn aus und im noch neuen „Eisdom“ einen Sieg gegen mittlerweile eine Liga tiefer spielende FASS Berlin gesehen. Der Eisdom wird mittlerweile ausgebaut und daher müssen die Bulls in einem für nur 1.500 Zuschauer zugelassenen temporären Eiszelt antreten. Sitztribünen auf einer Längsseite, hinter beiden Toren Stehtribünen, alles natürlich zusammengeschraubt, wenig ansehnlich und v.a. schlechte Sicht aufs Eis. Aber die Stimmung ist dort nach wie vor gut. Problem nur im Moment: So schlecht wie in dieser Saison haben die Bulls schon ewig nicht mehr gespielt. Die Play-offs sind in Gefahr. So wie schon die ganze Saison lief dann auch die Partie gegen die Niederländer. Dominantes erstes Drittel, 2:0 Führung. Nach dem Seitenwechsel sofort den Ausgleich kassiert, sich aber wieder zurückgekämpft und 3:2 in Führung mit einem tollen Schlagschuss. Und dann totaler Einbruch im Schlussdrittel und eine 3:7 Niederlage. Insgesamt gesehen dennoch ein wirklich gutes und sehenswertes Spiel. Ich hoffe, die Bulls spätestens in den Play-offs noch mal sehen zu können!

MEC Saale Bulls Halle 3:7 Tilburg Trappers

Teil II: Leunaer D-Jugend mit Pokalaus gegen anderen Tabellenführer

TSV Leuna 1919 (D-Junioren)

2 : 5 (2:3)

SV Merseburg 99 (D-Junioren)

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: D-Jugend Kreispokal Saalekreis, Viertelfinale (beide Teams D-Junioren Saalekreisklasse, Staffel 1 bzw. 2; jeweils 3. und unterste Spielklasse der U13)
- Ergebnis: 2-5 nach 67 Minuten (33/34) – Halbzeit: 2-3

- Tore: 0-2 2. Nr. 9, 1-1 4. Noah Justin Trummer, 1-2 8. Nr. 9, 2-2 11. Scott Hammerschmidt, 2-3 30. Nr. 3, 2-4 48. Nr. 14, 2-5 60.+1 Nr. 11

- Verwarnungen: keine, denn Schiedsrichterin hatte keine Karten mit und kannte die Regeln auch nur oberflächlich

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 20 Gästefans)

- Spielbewertung: 7,0/10

Photos with English commentary:

Under-13 Football Cup: TSV Leuna vs. Merseburg 99

Den Samstag verbrachte ich dann hauptsächlich in Leuna. Mit einem Spitzenspiel der U13 ging es los. Leuna in Staffel 1 der Kreisklasse mit 9 Siegen und 1 Unentschieden sowie 84:6 Toren an der Spitze, Merseburg 99 mit 10 Siegen und 89:6 Toren auf Platz 1 der Staffel 2 (Leunas D-II ist da übrigens 4. mit leicht negativer Bilanz). Insgesamt also sehr erfreulich, wie die U13 in Leuna aufgestellt und erfolgreich ist. Beim heutigen Kreispokalviertelfinale zeigte sich jedoch leider, dass Merseburg 99 einen Ticken besser ist. Nachdem zwei Mal ein Rückstand schnell ausgeglichen werden konnte, kam Leuna in Hälfte zwei nicht mehr auf Augenhöhe und verlor etwas zu hoch mit 2:5. Das Spiel war gerade für diese Spielklasse temporeich, technisch ansprechend und mit guten Schüssen und Torszenen gesegnet. Kritik muss leider in erster Linie an der Schiedsrichterin erfolgen. Laut Aussage eines Betreuers soll sie den Lehrgang noch nicht haben und natürlich ist so ein U13-Spiel ein guter Einstieg, aber man sollte schon Regeln wie „kein Abstoß über die Mittellinie“ kennen und für Schubsereien sollte es auch in dieser Jugendklasse gelb bzw. Zeitstrafen geben. Auch die Zuordnung von Einwürfen, Abstößen oder die Einschätzungen, wo ein Foul vorlag oder nicht, funktionierte nicht so, wie man es von einem Schiri erwarten sollte. Das muss sich ganz erheblich bessern! War allerdings bei einem männlichen Kollegen vom TSV vor 12 Jahren genauso schlimm am Anfang und mittlerweile macht er sich sehr gut und souverän.

TSV Leuna 1919 D 2:5 SV Merseburg 99 D

Teil III: Klatsche gegen Kötzschau für Leuna II

TSV Leuna 1919 II

1 : 6 (1:1)

SV Germania Kötzschau 1932

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 2 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga )
- Ergebnis: 1-6 nach 96 Minuten (49/47) – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 17. Degner, 1-1 45.+1 Vegsö (Eigentor), 1-2 54. Müller, 1-3 60. Palm, 1-4 65. Müller, 1-5 71. Junge, 1-6 89. Müller  

- Verwarnungen: Lading (Leuna); Schönemann (Kötzschau)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens, Kunstrasenplatz (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 25 Gästefans)

- Spielbewertung: 6,0/10

Photos with English commentary:

10th Division: TSV Leuna Res. vs. Kötzschau

Danach ging es ins Stadion des Friedens, wo auf dem Kunstrasen das Derby der Zweiten gegen Kötzschau anstand. In einer guten ersten Halbzeit ging Leuna durch Kevin Degners sehenswerten Weitschuss über den Gästekeeper mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause wurde unglücklich verteidigt und das für den Gast noch glückliche 1:1 fiel. Nach der Pause fand Leuna gar nicht mehr statt und Kötzschau zog bis auf 1:6 davon. Viel zu hoch, doch was die Zweite heute zeigte, war auch ganz schwach, dort so einzubrechen! Die Woche drauf siegten sie schon wieder und stehen nach wie vor auf einem ausgezeichneten dritten Platz – aber die Partie heute war ja wohl die schlechteste in der ganzen Hinrunde!

TSV Leuna 1919 II 1:6 Germania Kötzschau

Teil V: Drittes Spiel, dritter Platz, dritte Niederlage

TSV Leuna 1919

2 : 4 (1:1)

SV Eintracht Emseloh

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 93 Minuten (45/48) – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 28. Cardoso, 1-1 30. Janek, 2-1 62. Cardoso, 2-2 70. Schút, 2-3 77. Schút, 2-4 85. Stache  

- Verwarnungen: Cardoso (Leuna); Janek, Molochko (Emseloh)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 105 (davon 92 zahlende und ca. 5 Gästefans)

- Spielbewertung: 6,0/10

Photos with English commentary:

7th Division: TSV Leuna vs. Eintracht Emseloh

Nun ging es auf den Hauptplatz und somit zum dritten Spiel auf dem dritten Platz. Hätte ja nur noch gefehlt, dass irgendein Großfeld-Jugendteam um 8.30 Uhr auf Platz 1 der Sportstätte der Jugend gekickt hätte – aber drei Spiele bei saukaltem Wetter waren hart genug zum Zuschauen und leider war es auch die dritte Niederlage. Leunas Erste Mannschaft nach fünf Siegen in Folge mittlerweile mit der dritten Niederlage in Serie. Die Gäste aus dem mansfeldischen Ameisenwald waren keineswegs besser, doch in der ausgeglichenen Partie hatten sie am Ende die Nase vorn. Denn auch zwei schöne Treffer von Kevin Moreira Cardoso langten nicht gegen den starken Sturm der Gäste. Zwei Mal wurde schnell ausgeglichen und in der Schlussviertelstunde die Partie auf 2:4 gedreht.

TSV Leuna 1919 2:4 Eintracht Emseloh

Teil V: Erneute Niederlage ohne Satzgewinn für die Buna-Faustballer

Merseburger SV Buna Schkopau

0 : 5

Sportverein Moslesfehn

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 1. Bundesliga Faustball, Nordstaffel, Hallensaison (1. Spielklasse im Hallen-Faustball)
- Ergebnis: 0-5 nach ca. 60 Minuten tatsächlicher Spielzeit – Sätze: 9-11, 5-11, 2-11, 9-11, 5-11

- Statistiken: siehe Verbandsseite 

- Austragungsort: Rischmühlenhalle Merseburg (Kap. 800, davon 725 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (keine Gästefans)

- Spielbewertung: 6,0/10

Photos with English commentary:

Fistball Bundesliga (Indoor): MSV Buna Schkopau vs. SV Moslesfehn

Zum Abschluss des heutigen Tages mal noch etwas ganz Anderes: der MSV Buna Schkopau ist mit seiner Faustballmannschaft erstmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Genau wie beim Hockey gibt es eine Unterscheidung in Hallen- und Feldsaison und es kann vorkommen, dass ein Verein in der 3. oder 4. Liga auf dem Feld spielt, aber in der Halle in der 1. oder 2. Liga. Kennt man ja aus Leuna vom Hockey, wobei man dort ja mittlerweile auch in der Halle nicht mehr so erfolgreich ist.

Überhaupt nicht erfolgreich ist aber leider Buna Schkopau beim Faustball in der neuen Liga. Die Truppe zahlt leider nur Lehrgeld, wobei man als Zuschauer nicht mal Eintrittsgeld bezahlt. In jedem Fall war das Spiel sehenswert und gegen den sehr renommierten Verein aus Moslesfehn bei Oldenburg im Nordwesten Niedersachsens verlor man auch zwei Sätze nur mit 9:11 (wobei sie teilweise zwei, drei Punkte führten und dann den Satz dennoch aus der Hand gaben), doch insgesamt war es mit 0:5 in eineinviertel Stunden inklusive Pausen ein sehr kurzes Unterfangen. Gegen wen der MSV einen Sieg holen soll, ist mir bei der Bilanz von 1:30 Sätzen aus 6 Spielen schleierhaft...

Ich ging noch in der Kleinen Ritterstraße Essen und fuhr dann nach Weferlingen.

Merseburger SV Buna Schkopau 0:5 SV Moslesfehn

Statistik:

- Grounds: 3.737 (1 neuer; diese Saison: 77 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.245 (5; diese Saison: 120)

- Tourkilometer: 580 (Sa 340km Auto, So 240km Auto)

- Saisonkilometer: 38.420 (18.180 Auto, davon 6.060 Mietwagen/ 18.800 Flugzeug/ 1.340 Fahrrad/ 100 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 204 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 25. März 2013

W347I: Letztes Saisonspiel der Leunaer Handballer und zweifelhafte Abstiegsrunde der Volleyballer

TSV Leuna 1919 ------------------------------------------- 26
Merseburger SV Buna Schkopau II ------------------- 26
- Datum: Samstag, 23. März 2013 – Anstoß: 16.30
- Wettbewerb: Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 26-26 nach 60 Min. (2x30) – Halbzeit: 13-14
- Tore: Rudi 6, Schmidtn 6, Dry 4, Holchi 3, Fünfer 2, Doc 2, Sven 2, Di Di Dieter 1 (Leuna); k.A. (Buna)
- Gelbe Karten: Dry, Fünfer, Holchi (Leuna); Nr. 8 (Buna)
- Zeitstrafen: 2x Fünfer, Holchi (Leuna = 6 Minuten); 3x Nr. 8, Nr. 4, Nr. 15 (Buna = 10 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 8 von Buna in 60. Min. wg. wiederholtem Reklamierens und Beleidigens
- Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (darunter ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Eines der schwächeren Spiele des TSV, aber sehr spannend)

Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna OT Spergau) - 1
Netzhoppers Königs Wusterhausen – Bestensee ---------- 3
- Datum: Samstag, 23. März 2013 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Abstiegsrunde der Volleyball Bundesliga der Männer (Halbprofivolleyballliga)
- Spielzeit: 109 Minuten
- Ergebnis: 1-3 nach Sätzen
- Satzergebnisse: 25-22, 22-25, 19-25, 15-25
- Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.300 Sitzplätze)
- Zuschauer: 1.007 zahlende, insgesamt max. 1.100, davon ca. 40 Gästefans
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Volleyballspiel, dass KW leider dominierte, nachdem bei CVM nach und nach die Luft rausging) DSC00171 Photos with English Commentary:
a) Amateur Handball, Saxony-Anhalt: TSV Leuna v MSV Buna Schkopau Reserve
b) Volleyball Top Flight, Relegation Round: Chemie Volley v Netzhoppers KW

Kaum zurück aus Malta, begrüßte uns Deutschland mit Schnee, Minusgraden und der alljährlichen Spielausfallseuche im Fußball. Wundersamerweise spielte Sportring Mücheln im Kreispokal gegen unseren TSV Leuna, aber die Ansetzung war zeitlich bescheuert, sodass nur Hallensport blieb. Im Übrigen war laut beim Spiel anwesenden Leunaern auch die sonstige Organisation bescheuert: es wurde auf dem gewalzten Nebenplatz gekickt – hätte man die Schneedecke nicht bearbeitet, wäre es weniger schwierig gewesen, zu spielen. Aber trotz monatelangen Winters ist man in Deutschland doch in allen Belangen unfähig, mit den üblichen Problemen dieser Jahreszeit (v.a. Schnee und Eis) umzugehen: wie viele Spiele unnötig ausfallen ist schier unglaublich – und wie viele Spiele, die bei dieser Witterung vernünftigerweise ausgetragen werden, schlecht organisiert sind, auch! Von anderen Lebensbereichen wie Schienenverkehr will ich mal gar nicht anfangen...

Uns war heute ohnehin wichtiger den letzten Saisonspieltag der Leunaer Handballer zu sehen. Das Hinspiel in Merseburg bei Buna Schkopau hatten wir ja gesehen: 19-22 siegte Leuna. Beim heutigen Spiel ging es um eine möglichst gute Platzierung im Mittelfeld.

Nach Sieg sah es leider nie aus für den TSV. Nicht einmal geführt haben die Leunaer – in keiner Phase des Spiels! Na gut, es ging ja wie angemerkt auch um nichts mehr, denn beide Mannschaften waren im Niemandsland der Tabelle und es ging nur noch ums eventuelle Austausche der Plätze. Ich kann schon vorwegnehmen, dass das Ergebnis von 26:26 nur die jeweiligen Tabellenplätze 5 bzw. 7 festigte.

Allerdings sah es bei dem teilweise etwas unmotiviert wirkenden Spiel der Leunaer auch lange nicht nach Punkteteilung aus, denn Buna zog durch die Abwehrreihen und lies dem TSV-Torwart Arndt Herfurth keine Chance. Vorne trafen die Offensivspieler dauernd Pfosten und Latte. Bis zur Pause hatten sich die Leunaer aber auf einen Ein-Tor-Rückstand zurückgekämpft.

Nach der Pause blieb Buna konstant: ganz gute Offensive, in der Defensive die üblichen Lücken und im Übrigen unfair im Auftreten mit ständigem Reklamieren und Beschimpfen der Gegenspieler (nach klaren Fouls „Schauspielerei“ vorwerfen etc.). Leuna hingegen kam erst gar nicht aus dem Knick und steigerte sich nach etwa 10 Minuten plötzlich. Obwohl Sven stark angeschlagen war traf er zwei Mal, neben den herausragenden Torschützen Rudi und Schmidtn mit je sechs Treffern, waren die Tore auf die gesamte Mannschaft verteilt. Diese geschlossene Mannschaftsleistung brachte dann zwei Minuten vor dem Ende den verdienten Ausgleich, den man die letzten zwei Minuten durch konsequentes Verteidigen auch halten konnte.

Das war zwar ein eher schwaches Spiel des TSV, aber sie machten in der zweiten Halbzeit noch das Beste aus einer ungünstigen Spielsituation. Und spannend war die Partie sowieso!

Was übrigens in der Bezirksklasse selten ist, ist dass ich die Schiedsrichterleistung loben kann. Doch das Gespann von Halle-Süd, unter anderem mit dem Schiedsrichterobmann des Spielkreises oder -bezirkes, lieferte eine absolut souveräne Leistung. Während Leuna anerkennen konnte, dass man es hier mit wirklich kompetenten Leuten zu tun hat – der Oberschiedsrichter weiß schon, was er seinen Leuten in den Lehrgängen erzählt, auch wenn diese es selten auf dem Spielfeld umsetzen können – und nur zwei, drei Entscheidungen in ganz normalem Ton anzweifelte, benahmen sich einige Bunesen wirklich wie die Wilden nach denen ihr Spitzname „Bunesen“ schon klingt. Dass ein so unfairer und arroganter Spieler wie der 8er die Truppe als Spielertrainer betreut, wirkte sich auf deren Auftreten aus. Der Einzige, der es aber wirklich mit den Beschimpfungen gegen Gegenspieler und dem Reklamieren übertrieb, war ebenjener Spieler mit der 8, der sich erst in der Schlussminute seinen verdienten Platzverweis abholte (er hatte wieder rumgebrüllt und die Schiedsrichter zugetextet, da sie eine völlig richtige Entscheidung getroffen hatten: es gab Freiwurf für Buna und er wollte wohl Siebenmeter, oder so) und dann noch den Schiri anrempelt und irgendwas Dummes sagt. Aber das hohe Niveau des Gespannes war auch an ihrem strengen aber freundlichen Auftreten gegenüber den Spielern festzumachen: keine Arroganz und kein Rumgeschrei – nicht mal bei dem Anrempeln des 8ers.

Bei Anwesenheit von MZ-Mitarbeitern hätte es übrigens wegen des beknackten 8ers wieder einen seitenfüllenden Artikel zur schrecklichen Situation der armen Schiedsrichter gegeben, auch wenn dieses Thema eigentlich auf den ach so furchtbar verrohten Fußball gebucht ist... DSC00161 Weiter ging es durch die Kälte in den Leunaer Ortsteil Spergau. Wir waren so früh in der Jahrhunderthalle, dass viel Zeit zum Quatschen mit den Offiziellen und VIPs blieb, eher das sportlich zweifelhafte Relegationsspiel im Best of Three Modus zwischen CVM und den Netzhoppers angepfiffen wurde. Königs Wusterhausen ist nur wegen Punktabzügen in dieser Abstiegsrunde gelandet, die mit Lizenzverstößen zu tun hatten. Was auch immer die Brandenburger angestellt haben – sportlich haben sie es nicht verdient auf einer Stufe mit CVM und Dresden zu stehen.

Dresden ist natürlich das Stichwort, denn den sportlichen Abstieg hat CVM damit besiegelt, dass sie zweimal gegen diesen lächerlichen Kunstverein aus der sächsischen Landeshauptstadt verloren. So sehr ich Dresden als Stadt auch schätze – sportlich ist das dort oftmals grauenhaft mit anzusehen. Ein absolutes Lowlight: das Spiel gegen Haching wird kurz vor dem Anpfiff abgesagt, da ein Wasserschaden in der Sporthalle, einer sogenannten „Arena“, die natürlich in den letzten Jahren umgebaut wurde, aufgetreten war. Und wer gegen so einen Gegner gleich zwei Mal hintereinander verliert, hat sportlich einfach abgewirtschaftet. Entschieden wird der Abstieg aber wie immer nur am grünen Tisch, sodass das heutige Spiel eher bedeutungslos war.

Entsprechend sah das Spiel auch aus: der Clown versuchte zwar das anfangs sehr motivierte Publikum zu den üblichen Mätzchen zu animieren, doch im vierten Satz, der die reinste Vorführung der Schwächen des Gastgebers war, waren nur noch die ca. 40 Brandenburger zu hören. Als KW die Partie ab Satz drei drehte, wurde es zunehmend langweilig. Hier war schon phasenweise ein Klassenunterschied erkennbar.

Festzuhalten gilt nach dieser Saison, in der der CVM seine wirklich starken Leistungen der ersten drei Viertel der Saison noch im letzten Viertel vergeigte, dass das System, das Hauptschuld an diesem Versagen trägt, geändert wird, da es gegen die sportliche Fairness steht. Den Fehler im eigenen System hat der CVM korrigiert – man hat jetzt einen Trainer, der mit der Mannschaft kommuniziert – doch nun gilt es Druck auf die DVL, deren Bosse aus absolut nicht nachvollziehbaren Gründen ein veraltetes Punktesystem beibehalten und ein völlig hirnverbrannntes Play-off-/ Play-down-System mit Pre-Play-offs eingeführt haben, zu machen:
Keine Pre-Playoff-Scheiße, die dem Tabellenletzten noch ein Eingreifen in das Titelrennen ermöglicht – und ein angemessenes Punktesystem, wie es sogar schon in kleinen Volleyballnationen wie Algerien oder Malta eingeführt ist (siehe meine Berichte aus diesen Ländern!), mit 3 Punkten für einen 3:0- oder 3:1-Sieg, 2 Punkten für einen 3:2 Sieg und 1 Punkt für eine 2:3 Niederlage! DSC00219 Statistik:
- Grounds: 889 (heute 0 neue; diese Saison: 121 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.747 (heute 2, diese Saison: 170)
- Tageskilometer: 20 (20 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 43.610 (34.430 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.340 Fahrrad/ 170 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 39 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 347

Sonntag, 2. Dezember 2012

W331II: Leuna liegt nach 0:1 niemehr zurück beim MSV und siegt entsprechend – und: Kuriose Szenen beim Frauenhandball

Merseburger SV Buna Schkopau FR-II ------------- 17
TSG Gymnasium Querfurt FR ------------------------ 15
Datum: Sonntag, 2. Dezember 2012 – Anwurf: 9.45
Wettbewerb: Kreisklasse Saalekreis, Frauen (6. und unterste Liga im Frauenhandball)
Ergebnis: 17-15 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 8-10
Torfolge: 0-1, 1-1, 1-3, 3-3, 3-4, 4-4, 4-5, 5-5, 5-6, 6-6, 6-7, 7-7, 7-10, 8-10/ 8-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-15(!), 17-15(!!!)
 Siebenmeter: Buna verwandelte 6 von 11, Gymnasium 3 von 4 
Gelbe Karten: 1x Buna; 1x Gymnasium
Zwei-Minuten-Strafen: Buna = 0 Minuten; Gymnasium = 10 Minuten)
Platzverweise: keine
Spielort: Rischmühlenhalle (Kap. 1.000 Sitzplätze, davon heute 400 freigegeben)
Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Mittelmäßiges Spiel mit kuriosen Szenen und unverdientem Sieger)

Merseburger SV Buna Schkopau II ------------------ 19
TSV Leuna 1919 ------------------------------------------ 22
Datum: Sonntag, 2. Dezember 2012 – Anwurf: 11.15
Wettbewerb: Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 19-22 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 7-12
Torfolge: 1-0, 1-2, 2-2, 2-3, 3-3, 3-8 (!), 4-8, 4-10, 5-10, 5-11, 6-11, 6-12, 7-12/ 7-13, 8-13, 8-16 (!), 9-16, 9-17, 10-17, 10-18, 12-18, 12-19, 14-19, 14-20, 15-20, 15-21, 19-21 (!), 19-22
Torschützen von Leuna: 8x Sven, 5x Schmidtn, 2x Holchi, 2x Fünfer, 2x Nr. 11, 1x Dry, 1x Frank, 1x Nr. 55 
Siebenmeter: Buna verwandelt 2 von 5, Leuna 4 von 4 
Gelbe Karten: Nr. 2, Nr. 6 (Buna); Dry, Nr. 11 (Leuna)
Zwei-Minuten-Strafen: Nr. 7 (Buna = 2 Minuten); Holchi (Leuna = 2 Minuten)
Platzverweise: keine
Spielort: Rischmühlenhalle (Kap. 1.000 Sitzplätze, davon heute 400 freigegeben)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und trotz dauernder Führung des TSV ab Minute 7, erst in der Schlussminute entschiedenes Spiel)
IMG_4988 Photos with English Commentary:

Um sicher zu gehen, nicht für ein Spiel der Reserve den überzogenen Eintritt bei den Bunesen zahlen zu müssen, gingen wir gleich zum ersten Spiel des Sonntags. Dass es bei diesem Spiel zweier Mittelfeldmannschaften der untersten Frauenliga mehrere Szenen geben sollte, die ich so noch nie oder zumindest selten erlebt habe, hätte ich nicht gedacht. 

Die erste kuriose Szene war leider auch ein negatives Highlight – und das nach nur etwa 20 Minuten. Zahnverletzungen sind beim Handball ja sehr selten und ich verstehe auch nicht, wie die Schkopauerin da zwei Zähne verlieren konnte. So eine Szene habe ich auch noch nie gesehen! Die Schkopauerin trabte (das war zügiges Gehen, nicht mal Rennen!) im Mittelkreis in eine körperlich klar überlegene Querfurterin hinein und fiel auf den Boden. Eigentlich waren das nicht mal zwei Minuten, auch wenn die Folgen des Zusammenpralls erschreckend waren. Dann gab es einen Torwartfehler von Bunas zweiter Frau, den ich so noch nicht einmal bei der E-Jugend gesehen habe: ein Zuspiel am eigenen Wurfkreis kommt nicht mal über fünf Meter Entfernung an und eine Querfurterin staubt ab. 

Dass Buna selbst mit solchen Aussetzern und nach einer 0:4-Serie in der zweiten Halbzeit noch das Spiel gewann und durch eine 6:0-Serie drehte, war leider nur deshalb kurios, da hier nicht das Können ausschlaggebend war, sondern zum einen (wieder einmal) Schiedsrichterentscheidungen und zum anderen pures Glück. Ich habe schon ewig nicht mehr – da es das beim Handball auch kaum gibt – erlebt, dass eine Mannschaft wirklich unverdient gewinnt. Aber bei allen Siegen einer Mannschaft, die schwächer als ihr Gegner war, waren die Schiedsrichter beteiligt. So auch diesmal das Gespann aus Queis, deren plötzlich auftretenden Fehlentscheidungen ab Minute 45 – die ausnahmslos zugunsten von Buna ausfielen (v.a. unberechtigte Zeitstrafen gegen Querfurt und lächerliche Siebenmeter für Buna) – das Spiel noch erheblich für die Heimmannschaft beeinflussten. Oder um die Schiedsrichterleistung der Queiser mit den Worten eines Landsberger Handballfans auszudrücken, der von dem Dorfverein aus der Nähe seiner Landstadt nicht so viel hält: „SG Queis – so ein Scheiß!“ IMG_5010 Ich befürchtete schon Schlimmes, da nach dem Frauenspiel genau dasselbe Gespann auch noch das Männerspiel leiten durfte, doch außer eine einzigen Fehlentscheidung (eine unberechtigte Zeitstrafe gegen Leuna – das war nicht mal Gelb, dieses Halten dort), die sich rein gar nicht auf den Spielverlauf auswirkte, leiteten sie die Partei richtig gut. In dieser Liga war es sogar seit langem die souveränste Leistung eines Unparteiischengespannes! Also doch kein Scheiß, da aus Queis! 

Das Spiel war auch wirklich gut, wobei sich Leuna als diejenige Mannschaft herauskristallisierte, die genauer und wuchtiger Werfen konnte. Nach dem 1:0 und den ausgeglichenen Spielständen von 1:1, 2:2 und 3:3 führte Leuna unablässig. Mehrere Serien von 3:0 oder gar 5:0 sorgten für komfortabel erscheinende Führungen von bis zu 8 Toren. Doch im Laufe der zweiten Hälfte sollte es noch einmal richtig eng und spannend werden, als Buna in der Schlussphase wiederum ein paar Serien hinlegte und nur noch mit drei Treffern in Rückstand war. Nach zwei starken Tempogegenstößen konnten dann allerdings die 15 Leunaer Anhänger siegesgewiss jubeln, während die 15 Heimfans eine 19:22-Niederlage eingestehen mussten. 

Neben der erfreulichen Geschlossenheit der Mannschaftsleistung und der hervorragenden 100%-Siebenmeter-Quote und hohen Zahl der Feldtreffer von Sven, muss vor allem die Torwartleistung von Uwe Beyer hervorgehoben werden. Der Abteilungsleiter stand heute ununterbrochen im Kasten, glänzte bei Würfen von der Seite und parierte sogar drei Siebenmeter. Bei einem Drei-Tore-Sieg kann man sich ja denken, wie wichtig allein diese Unterschiede in der Siebenmeterquote der beiden Teams waren! IMG_5017 Statistik:
Grounds: 829 (heute kein neuer; diese Saison: 61 neue)
Sportveranstaltungen: 1.668 (heute 2, diese Saison: 91)
Tageskilometer: 10 (10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 20.580 (19.040 Auto/ 1.410 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 331

Sonntag, 30. Januar 2011

W235I: Handballtag in Klostermansfeld

BSV 1928 Klostermansfeld wJ-E 15:10 MSV Buna Schkopau wJ-E
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 13.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, weibliche Jugend E (Handballliga der 8-10jährigen Mädchen) Ergebnis: 15:10 nach 40 Min. – Halbzeit: 8:6
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Durchschnitt für diese Spielklasse)

BSV 1928 Klostermansfeld mJ-D 17:18 MSV Buna Schkopau mJD
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 14.15
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, männliche Jugend D (Handballliga der 10-12jährigen)
Ergebnis: 17:18 nach 40 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: nicht mitgeschrieben
Verwarnungen: 0x BSV; 3x MSV
Zeitstrafen: BSV 6 Minuten; MSV 10 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Durchschnitt für diese Spielklasse)

BSV 1928 Klostermansfeld mJ-B 46:15 TuS Dieskau-Zwintschöna mJ-B
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 15.30
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd, männliche Jugend B (2. Handballliga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 46:15 nach 50 Min. – Halbzeit: 22:6
Zwischenstände: 10-1 (11:15), 15-3 (15:32), 30-8 (36:30), 35-10 (45:00), 40-13 (43:30)
Verwarnungen: 3x BSV; 2x TuS
Zeitstrafen: BSV 2 Minuten; TuS 4 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Extrem einseitig, BSV mit einigen wirklich guten Szenen)

BSV 1928 Klostermansfeld 39:32 TSV Leuna 1919
Samstag, 29. Januar 2011 - Anwurf 17.00
Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (7. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 39:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 18:18
Torfolge: 1-0, 1-2, 2-2, 2-3, 3-3, 3-5, 4-5, 4-6, 5-6, 5-8, 8-8, 8-9, 9-9, 9-12, 10-12, 10-13, 14-13, 14-14, 15-14, 15-16, 16-16, 16-17, 17-17, 17-18, 18-18; 18-19, 20-19, 20-21, 21-21, 21-22, 22-22, 22-25, 23-25, 23-26, 26-26, 26-27, 27-27, 30-27, 30-28, 32-28, 32-29, 33-29, 33-30, 36-30, 36-31, 38-31, 38-32, 39-32
Verwandelte 7-Meter: 3 von 4 BSV, 5 v. 5 TSV
Verwarnungen: 2x BSV; 2x TSV
Zeitstrafen: BSV 6 Minuten; TSV 12 Minuten
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 200, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Bis wenige Minuten vor Schluss spannend - die ganze Zeit über spielerisch gut)
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Photos and English version:
Handball Day in Klostermansfeld (Youth Handball vs. Buna Schkopau and TuS Dieskau, Men’s Regional Division vs. TSV Leuna)
Die Landschaft des Mansfelder Landes ist enorm vom Bergbau geprägt: überall türmen sich Abraum- und Schlackehalden auf – schwarze Kegel in der grün-braunen Landschaft. Architektonische Sehenswürdigkeiten wie das Schloss von Mansfeld sind zwar auch zu finden, doch an einem schönen Tag bilden die Halden eine wirklich eindrucksvolle Kulisse – an einem nebligen Tag wie heute eher eine trostlose Fassade. Da es mit dem Rad meiner Freundin auch noch Probleme gab, fuhren wir doch nur von Wolferode, wo wir mit der Bahn von Halle aus angekommen waren, nach Benndorf, das direkt südlich an Klostermansfeld angrenzt.

In Benndorf war in der Sporthalle des ehemaligen Gymnasiums - jetzt ist das glaube ich eine Gesamtschule - ein Handballspieltag mit fünf Partien angesetzt. In der zweiten Halbzeit der zweiten Begegnung stiegen wir ein: die E-Mädchen vom BSV 1928 Klostermansfeld traten gegen MSV Buna Schkopau an.

Klostermansfeld wie auch Schkopau sind im oberen Bereich der Tabelle der Bezirksliga zu finden, welche die einzige Liga in dieser Jugendklasse ist. Wie fehlerbehaftet ein Spiel zwischen Mannschaften des unteren Tabellendrittels sein muss, will ich gar nicht wissen, aber was man auf den ersten Blick sieht: die Mannschaften strengen sich wirklich an und haben Spaß am Spiel, was das Wichtigste in dieser Spielklasse sein muss. Jedenfalls siegte Klostermansfeld 15:10 gegen Schkopau.

Dasselbe Duell gab es in der Jungenbezirksliga D. Eine Altersklasse höher, dieselbe Situation: die Einteilung ist so kleinteilig und die Zahl der Mannschaften so gering, dass es nur eine Spielebene gibt. Auch hier war das Spiel natürlich für den Neutralen nicht begeisternd, zumal man bei den beiden weit hinten platzierten Teams nicht viel erwarten kann, aber immerhin war es spannend: Klostermansfeld verlor hier allerdings gegen Schkopau 17:18.

Das dritte Jugendspiel an diesem Tage hatte einen sportlich höheren Wert, da immerhin eine Mannschaft richtig gut auftrat: die Klostermansfelder waren allerdings so klar überlegen, dass die Rumpftruppe der TuS Dieskau-Zwintschöna, die als punktloser Tabellenletzter ohne eine einzigen Auswechsler zum Zweitplatzierten reiste, bemitleidenswert erschien. Nach 10 Minuten waren die Gastgeber bereits mit 9-1 Toren davon gezogen und der Halbzeitstand von 22:6 war dann doch auch recht deutlich. Am Ende erzielten die Mansfelder, die mit dem 2er einen sehr wurfgewaltigen Spieler hatten und auch als Mannschaft überzeugten, mehr als dreimal so viele Treffer: 46-15 war der Endstand.
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Schließlich kam der Höhepunkt des Tages: wegen diesem Spiel hatte ich auch diese Fahrt geplant. Der Tabellenzweite - knapp hinter SG Spergau II und schon vier Punkte vor TSV Leuna, die auf Rang 3 sind - wollte sein Können unter Beweis stellen. Das Hinspiel in Leuna gewann Klostermansfeld 32:35, die letzten beiden Spiele gingen für Leuna leider auch verloren. Der Start war auch in diesem Spiel etwas holprig, da hektisch - doch schnell entwickelte sich ein gutes Spiel mit hoher Geschwindigkeit, vielen Torszenen und auch vielen erfolgreichen Torwürfen. Die hohe Anzahl an Toren – nachdem es lange sehr ausgeglichen war, konnte Leuna dreimal mit drei Toren in Führung gehen (5:8, 9:12 und 10:13) und 18:18 war bereits der Halbzeitstand – lag aber nicht etwa an schwachen Torhütern. Nur sehr wenige Bälle erschienen haltbar.

In der zweiten Halbzeit war es dasselbe Bild: ein wirklich sehenswertes Spiel beider Mannschaften mit einer eher unterdurchschnittlichen Fehlerquote und einer im ersten Drittel sehr ausgeglichenen Torzahl. Dann wieder eine Dreitoreführung für den TSV (22:25 und 23:26), doch diesmal klappte es mehrmals vorne nicht und hinten war die Abwehr zu offen, sodass auch Klostermansfeld einmal drei Tore wegzog. 30:27. Als kurz darauf sogar vier Tore der Standard zu werden schien (32:28, 33:29, 34:30), erwarteten wir und die anderen Leuna-Fans dann doch keinen Punktgewinn mehr. Am Ende führten Fehler zu Fouls, die mit Zwei-Minuten-Strafen geahndet wurden, was zwar in manchen Fällen etwas kleinlich erschien, aber nie wirklich ungerechtfertigt war, sodass Leuna für kurze Zeit sogar mit zwei Mann in Unterzahl spielte. Bei 36:30 war es dann nicht mehr schön für Leuna. 39:32 der dann doch etwas zu hohe Endstand.

Zu den Schiris in allen vier Spielen kann man nur sagen: weiter so! Gerade nach der Leistung der zwei Erdeborner am Sonntag zuvor hatte ich in diesem Landkreis Schlimmes erwartet, doch es pfiffen ja auch teilweise Querfurter. Auch die Atmosphäre in der Halle war nicht schlecht: beim B-Jugend- und Männer-Spiel kam sogar mal etwas Stimmung auf, da es eine Gruppe von Jugendlichen gibt, die sich als „BSV Ultras“ bezeichnen und die Unterstützung der Mannschaften in Form von Sprechchören, Trommeln und einem Megafon, wirklich ganz gut machen. Das Ganze bekam man übrigens für nur 1€ Eintritt geboten, was bei den Preissteigerungen im Handball auffällig anständig und angemessen ist. Schließlich noch zur Halle: von außen sieht die natürlich aus wie jede moderne Dorfturnhalle oder Tierzuchtanstalt auch, doch der Innenausbau ist wirklich gelungen; auch farblich sind die ganzen grün gestrichenen Elemente (Geländer, Heizkörper usw.), die sich von den braunen Holzpaneelen und ebenso braunen Sitzbänken abheben wirklich schön. Auch die Gestaltung der direkt an den Spielfeldrand gebauten Tribüne und der Dachkonstruktion lassen nicht viel Raum zur Kritik – nur die Lichtleistung war nicht so doll.

Zurück in Wolferode, war die Einsamkeit dieses Dorfbahnhofs auffällig. Dass da überhaupt noch ein Zug hält?! Aber schon allein das Beobachten der Schranke war toll: da kam in 20 Minuten mal ein einziges Auto über die Nebenstrecke gehoppelt – und dann haben die Bescheuerten solche Schaltungen wie: Schranke hoch, 15 Sekunden oben, Schranke wieder runter - oder: fünf Minuten vor Güterzugdurchfahrt Schranke runter, 10 Minuten nach Durchfahrt wieder hoch (kein weiterer Zug fuhr durch) und dann zwei Minuten oben und wieder fünf Minuten vorm nächsten Zug (der RE nach Halle in diesem Falle) wieder runter.

Auch wenn das Wetter scheiße und die Strecke jetzt nicht so der Wahnsinn war – dem sportlichen Radfahrer kann ich die Ecke empfehlen; mehrere starke Steigungen und Gefällstrecken z.B. am Nordrand von Wimmelburg sind wirklich spannend zu fahren – und wir die Route sogar noch kürzen mussten und das einzige wirklich interessante Spiel des Tages zwar gut war aber eine Niederlage für unsere Lieblingsmannschaft bereithielt, hat uns die Tour doch beiden gut gefallen.
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Statistik:
Grounds Nr. 518 (ein neuer Ground; diese Saison: 68 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.212 bis 1.215 (diese Saison: 102)
Tageskilometer: 140 (120 Bahn, 20 Rad)
Saisonkilometer: 18.220 (12.070 Auto/ 3.060 Bahn, Bus, Tram/ 2.290 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 235

Donnerstag, 6. Januar 2011

W232III: Spannung bis zur letzten Sekunde des Turniers

Hallenkreismeisterschaft Saalekreis, Zwischenrunde Männer (Gruppe 1)
Donnerstag 6. Januar 2011 – Beginn 10.00
Teilnehmer aus Landesliga Staffel Süd (7. Liga, 2. Amateurliga), Landesklasse Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga), Kreisoberliga Saalekreis (9. Liga, 4. Amateurliga), Kreisliga Saalekreis Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga) und 3. Kreisklasse Staffel 2 (13. Liga, 8. Amateurliga)
Qualifiziert für Zwischenrunde: VfB IMO Merseburg (Landesliga) und TSV Leuna 1919 (Landesklasse)
Spielort: Rischmühlenhalle Merseburg (Kap. 1.000 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 150 (Leunaer Fans: ca. 30)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Mittelwert der Spiele: 5,4 + 1,0 Zusatz für spannenden Verlauf und das Nichtvorhandensein richtig schwacher Spiele)

Turnier-Statistik:
Toreschnitt: 3,20 Tore pro Spiel (Tore insgesamt: 32)
Torreichste Spiele: Buna Schkopau 1:4 IMO Merseburg, Buna Schkopau 5:0 TSV Leuna, IMO Merseburg 4:1 TuRa Beesenstedt
Torärmste Spiele: TSV Leuna 1:0 IMO Merseburg, SR Mücheln 1:0 TuRa Beesenstedt II
Anzahl Strafen: 8 Strafminuten, keine Platzverweise (6 Minuten TSV Leuna, 2 Minuten IMO Merseburg)
Bestes Spiel: SR Mücheln 2:2 Buna Schkopau (8,0/10 = Gutes Niveau und enorm spannend, was nicht nur mit der Bedeutung fürs Weiterkommen - Leuna oder Buna war die Frage - zu tun hat)
Schlechtestes Spiel: SR Mücheln 3:0 TuRa Beesenstedt (3,0/10 = Beesenstedt leider auch mit schwachen Müchelnern überfordert; wenig los aber kein ganz schlechtes Spiel)

Tabelle:
1. VfB IMO Merseburg ... 10-3 / 9 [Q]
2. TSV Leuna 1919 ... 5-6 / 9 [Q]
3. MSV Buna Schkopau ... 11-7 / 7
4. Sportring Mücheln ... 4-6 / 4
5. TuRa Beesenstedt II ... 2-10 / 0
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Photos and English version:
2nd Round of Indoor Football Championship Saalekreis District

Von den 59 Mannschaften der Vorrunde sind noch 14 für die Zwischenrunde geblieben, wo sie auf die 6 Mannschaften mit Freilos treffen. Geteilt in vier Fünfergruppen wird 1x12 Minuten in zwei Blöcken in Merseburg und in Querfurt gespielt. Wir vier – diesmal sozusagen die ganze Familie zum Leuna-Unterstützen gemeinsam hin – guckten uns nur den ersten Teil des Merseburger Turnierblocks an, da die erste Mannschaft des TSV Leuna gegen einige interessante Gegner spielte. Neben dem guten Landesligisten und Mitternachtspokalsieger VfB IMO Merseburg waren das TuRa Beesenstedt II, deren Weg in die Zwischenrunde wir live in Wettin verfolgt haben (siehe Bericht vom 18.12. 2010), Sportring Mücheln, die aufm Feld im Mittelfeld der Kreisoberliga zugange sind, und der Merseburger SV Buna Schkopau, der eigentlich viel mehr ein Hallescher SV Buna Schkopau ist, aber eben der Aufstiegskandidat Nummer 1 in der Kreisliga ist. Warum sie nächste Saison bestimmt Kreisoberliga spielen werden, kann in zwei älteren Beiträgen in diesem Blog nachgelesen werden.

Im Folgenden kann man den Turnierablauf mit Torschützen nachlesen, wobei ich sagen muss, dass wir Spielernamen nur nach Gehör vom Hallensprecher übernommen haben und somit Fehler in der Rechtschreibung eigentlich garantiert sind, obwohl der Sprecher verhältnismäßig gut zu verstehenden war.
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IMO Merseburg 2:0 SR Mücheln
Spiel 1, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 5,0/10
IMO brauchte eine Weile gegen schwache Müchelner, um in Fahrt zu kommen. Die beiden Tore waren aber gut gemacht.
Tore: 1-0 7. Grimm, 2-0 10. Freudenberg

TSV Leuna 2:0 TuRa Beesenstedt II
Spiel 2, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 6,0/10
Bis auf einige Wackler in der Abwehr, bei denen man die Luft anhalten musste, war diese Leunaer Leistung ein gutes Beispiel dafür, wie man eine unterlegene Mannschaft in die Schranken weist. Joao zeigte sich dabei sehr stark im Torabschluss.
Tore: 1-0 4. Pires, 2-0 9. Pires

IMO Merseburg 4:1 Buna Schkopau
Spiel 3, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 6,5/10
IMO zeigte mit guten Kombinationen und Torschüssen, dass sie den Schkopauern überlegen sind.
Tore: 1-0 2. Wilke, 1-1 3. Werner, 2-1 4. Freudenberg, 3-1 9. Kubisch, 4-1 10. Grimm

SR Mücheln 1:2 TSV Leuna
Spiel 4, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 4,0/10
Erneut zeigte Mücheln einen wirklich schwachen Auftritt: ihre einzige gute Aktion führte aber prompt zu einem Treffer. Doch Leuna bezwang Sportring, trotz dem sie sich teilweise zu sehr an das Niveau der Müchelner anpassten, mit zwei Treffern. Der erste war dabei ein gut heraus gespielter und von Joao Pires vollendeter Angriff, der zweite ein Abpraller ins eigene Tor der Müchelner.
Tore: 0-1 8. Pires, 1-1 9. Schorf, 1-2 10. Eigentor
Strafen: Hammerschmidt (2 Minuten)

TuRa Beesenstedt II 1:3 Buna Schkopau
Spiel 5, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 4,5/10
Trotz einer schön heraus gespielten Torchance die mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:0 vollendet wurde, unterlag TuRa gegen Buna. Das spielerische Niveau von Buna war doch erheblich höher, die Kombinationen sicherer und Torschüsse besser.
Tore: 1-0 2. Goltz, 1-1 3. Werner, 1-2 4. Schreiter, 1-3 9. Musalov

TSV Leuna 1:0 IMO Merseburg
Spiel 6, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 7,0/10
Das Spiel war für den neutralen Zuschauer eher langweilig, doch es war schon so kurios, dass man es als gut bezeichnen muss: nach weniger als einer Minute schon ein genialer Weitschuss von Nino Hammerschmidt aus über 20m (also fast von der Mittellinie) ins lange Eck – und dann 11 Minuten Ergebnishalten des TSV. Auf den Druck des VfB wurde immer wieder mit Kontern reagiert, die allerdings zu keinem Erfolg führten, doch gerade die kleinen Details brachten Zeit; kleine Fouls, vor dem Einwurf noch mal die Schuhe zubinden oder die Ecke lange nicht ausführen und dann den nächsten Gegenspieler so anschießen, dass man eine erneute Ecke bekommt – und das alles während die Uhr herunter läuft...
Tor: 1-0 1. Hammerschmidt
Strafen: Hammerschmidt (2 Minuten), Freudenberg (IMO; 2 Minuten)

SR Mücheln 1:0 TuRa Beesenstedt II
Spiel 7, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 3,0/10
Das war zwar ein unterdurchschnittlicher Kick, aber nicht wirklich schwach. Jedoch zeigte Mücheln auch in seinem dritten Spiel kein vernünftiges Niveau, auch wenn sie die Beesenstedter schlugen. TuRa vergab die wenigen Chancen leider alle – das hätte der Trainer hinterher mal kritisieren sollen und nicht den Schiri; erstaunlich wenn die Mannschaft den eigentlich in der Vorbildfunktion befindlichen Trainer zur Ruhe rufen muss und nicht umgekehrt.
Tor: 1-0 9. Lange

Buna Schkopau 5:0 TSV Leuna
Spiel 8, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 5,0/10
Buna Schkopau spielte ihren gewohnt technisch guten Fußball und vollendete gleich fünf starke Angriffe mit Treffern. Der Auftritt der Leunaer war allerdings ein völliger Bruch zu den vorangegangenen drei Spielen, wo sie sich immer dem Gegner angepasst hatten – hätten sie sich Buna Schkopaus angepasst, hätte es hier irgendetwas um ein 3:3 herum gegeben; denn technisch und torreich kann Leuna auch spielen; nur schienen sie es hier, richtiggehend im Stil der Stadtoberliga Halle, gar nicht zu wollen!
Tore: 1-0 3. Schreiter, 2-0 5. Schreiter, 3-0 6. Haufe, 4-0 7. Haufe, 5-0 10. Werner
Strafen: Degner (TSV; 2 Minuten)

TuRa Beesenstedt II 1:4 IMO Merseburg
Spiel 9, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 5,0/10
Für Leuna hieß es jetzt das Ergebnis der Beesenstedter abwarten: ein Unentschieden hätte Leuna zum weiterkommen gereicht, doch die Hoffnung nach dem Ausgleich währte nicht lange; in der zweiten Spielhälfte zeigte die IMO ihr spielerisch gutes Niveau und zog noch auf 4:1 davon.
Tore: 0-1 1. Freudenberg, 1-1 2. Stark, 1-2 8. Freudenberg, 1-3 9. Kubisch, 1-4 12. Kubisch

Buna Schkopau 2:2 SR Mücheln
Spiel 10, Zwischenrunde Gr. 1, Bewertung: 8,0/10
Nun mussten die Leunaer Fans und Spieler auf einen Punktgewinn der Müchelner hoffen, um die Finalrunde zu erreichen. Und siehe da: Sportring spielte das einzige Mal im Turnier gut. Durch die weiterhin gute Leistung der Schkopauer war es ein in allen Belangen gutes Duell – und spannend war es auch noch für den neutralen Zuschauer, dem egal war ob nun Leuna oder Schkopau weiterkommen sollte. Die jeweils überraschenden Führungstreffer der Müchelner wurden zwar rasch wieder ausgeglichen, doch den entscheidenden Siegtreffer schafften die Schkopauer vor allem aufgrund des starken Müchelner Torwarts nicht. Er muss – gerade aus Leunaer Sicht – besonders gelobt werden. Die Disziplin Müchelns, nach einem verkorksten Turnier noch wenigstens einen halbwegs guten Abschluss erzielen zu wollen, ist auch erwähnenswert. Dass der Schlusspunkt der Partie eine Pöbelei nach Abpfiff war, ist eigentlich kaum erwähnenswert, da das bei Buna Schkopau normal zu sein scheint. Ich habe mittlerweile vier Auftritte des MSV auf dem Feld und einen in der Halle erlebt – und jedes, aber auch wirklich jedes Mal (ja selbst bei einem siegreichen Spiel!) fiel mindestens einer der beiden schrägen Webervögel durch dumme Sprüche oder unangebrachtes Gepöbel auf.
Tore: 0-1 3. Lange, 1-1 6. Haufe, 1-2 9. Beck, 2-2 9. Haufe
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Die Zuschauerzahl war etwas schwierig zu überblicken, dürfte aber bei mindestens 150 gelegen haben. Davon waren etwa 30 aus Leuna, was nach dem VfB IMO noch die größte Gruppe war. Doch auch Mücheln und Buna hatten gar nicht so wenige Anhänger, zudem ließen sich auch ein paar Beesenstedter blicken. Zu hören war allerdings nicht so viel – bis auf Zwischenrufe, Applaus und Jubel war nichts los auf den Rängen.

Auf dem Feld war hingegen erstaunlich viel los: verglichen mit dem Niveau der Zwischenrunde in der letzten Hallensaison war der Leistungsanstieg ernorm. Die Spiele waren aber auffällig fair: es gab kaum Zeitstrafen und keine heftigen Fouls; dass Leuna die meisten Zeitstrafen bekam, unterstreicht nur ihre gesunde Spielbegeisterung.
Was das spielerische Auftreten der Mannschaften im Einzelnen anbelangt, muss ich erstmal Beesenstedt II loben, dass sie sich als faire Verlierer gezeigt haben, aber auch nach Feststehen des Ausscheidens keineswegs das Spielen einstellten. Ich hätte nach der Vorrunde zwar mehr erwartet, aber die Teams auf Niveau der Landesebene waren doch eine Nummer zu groß und gegen SR Mücheln war es auch Pech.
Besagtes Sportring Mücheln hingegen war die enttäuschendste Truppe, da sie nur im letzten Spiel eine gute Leistung zeigten und vorher drei schwache Auftritte hinlegten. Aber ein extra Lob gibt es natürlich für das spielerisch gute und sehr spannende vierte Turnierspiel, in dem sie ein so tolles Ergebnis erzielten!
Buna Schkopau trat wie erwartet stark auf und eigentlich hätten sie ein Weiterkommen verdient gehabt, doch wenn drei gleichermaßen gute Mannschaften wie IMO, TSV und Buna um zwei Finalrundenplätze kämpfen muss halt einer fliegen – und die Schadenfreude darüber, wer dieser eine dann am Ende war, kann ich mir nicht verkneifen...
Zum VfB IMO kann ich eigentlich nur das schreiben, was ich schon zum Turnier in Spergau geschrieben habe: ich bin überrascht, dass sie nun anscheinend häufiger zeigen wie gut sie Fußball spielen können und nicht mehr so langweilig kicken, wie ich das die Jahre zuvor erlebt habe.
TSV Leuna schließlich überraschte mich heute ebenso: hier wurde sich richtig auf den Gegner eingestellt; bei einem überlegenen Gegner wie der IMO wurde defensiv und konsequent gespielt, bei Schwächeren wie TuRa und SR das Nötige für einen Sieg getan, ohne dass es langweilig gewesen wäre – nur gegen Buna war der Auftritt eine echte Katastrophe. Das Verhalten hat sehr lustlos gewirkt, denn es war nicht mal die Härte drin, die man einer besseren Mannschaft ruhig entgegenbringen kann. Aber alles in allem müssen vor allem die Spiele gegen TuRa und IMO als Beispiel für die Feldsaison herhalten: das eine Spiel als Beispiel wie man einen schwächeren Gegner (bis auf die Abwehrwackler) souverän bezwingt, das andere als Beispiel für einen geschickt heraus gespielten Sieg gegen eine überlegene Truppe.
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Statistik:
Ground Nr. 511 (kein neuer Ground; diese Saison: 61 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.203 (diese Saison: 90)
Tageskilometer: ein paar km zu Fuß gelaufen, zählt daher nicht in die Statistik
Saisonkilometer: 17.270 (12.070 Auto/ 2.290 Bahn, Bus, Tram/ 2.110 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 232