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Dienstag, 5. September 2023

W3.0140II: Zweiter Heimsieg für Leuna – zwei Spiele in Nietleben

TSV Leuna 1919

3 : 1 (1:0)

Sportclub Naumburg

- Datum: Samstag, 2. September 2023 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 94 (45/49) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 2. Steve Gaudig, 2-0 72. Kevin Moreira Cardoso, 2-1 77. Marcel Müller, 3-1 79. Lukas Kanig

- Gelbe Karten: Paul Ahlert, Tim Kießhauer, Steve Gaudig, (Leuna); Daniel Söll, Mahmoud Ajo, Marcel Müller (Naumburg)

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 170 (davon 128 zahlende und ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Nietlebener SV Askania 09 II

1 : 3 (1:1)

Turbine Halle III

- Datum: Samstag, 2. September 2023 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Stadtliga Halle (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 94 (46/48) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 1. Fuchs, 1-1 10. Meyer, 1-2 47. Meyer, 1-3 72. Teichler

- Gelbe Karten: 1x Nietleben, 3x Turbine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportanlage am Heiderand, Nebenplatz (Kap. 1.150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 4 Gästefans)
- Spielbewertung: 4,5/10

Nietlebener SV Askania 09 (C-Jugend)

1 : 10 (0:6)

SG Einheit Halle (C-Jugend)

- Datum: Samstag, 2. September 2023 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: C-Junioren Stadtliga Halle (4. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 1-10 nach 73 (37/36) Minuten – Halbzeit: 0-6

- Tore: 0-1 1. Wiezoreck, 0-2 6. Wiezoreck, 0-3 10. Anonym, 0-4 16. Naumann, 0-5 21. Anonym II, 0-6 33. Lexow, 0-7 37. Lexow, 1-7 47. Müller, 1-8 50. Wiezoreck, 1-9 59. Lexow, 1-10 70. Naumann

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportanlage am Heiderand, Hauptplatz (Kap. 1.300, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 12 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

Askania Nietleben C 1:10 Einheit Halle C

Photos with English commentary (FLICKR):

a) 7th Division in Leuna: First XI defeat Naumburg

b) Football in Nietleben: Under-15 and Reserves

Hauptziel heute war das zweite Landesligaheimspiel von Leuna gegen Naumburg. Eigentlich sollte die II. Mannschaft gegen Braunsbedra II zuvor besucht werden, aber die Unfähigkeit der Nietlebener Askania, ihren Heimspieltag ordentlich zu organisieren, nötigte mich dazu, auch das zweite Spiel in Nietleben zu gucken. Angedacht war eigentlich, nur das U15-Spiel zu schauen. Das wurde allerdings auf dem schon bekannten Hauptplatz ausgetragen. Der Nebenplatz, für den ich den kleinen Umweg über Nietleben fuhr, wurde dann erst von der II. Männermannschaft bespielt. Erstens stand das bei fussball.de anders, zweitens ist das doch hirnrissig, wenn die U15-Rumpeltruppe den Hauptplatz zertreten darf, wenn noch beide Männermannschaften Heimspiel haben. Die beiden Plätze liegen direkt nebeneinander und sind ansehnliche Rasenplätze direkt an der dicht bewaldeten Heide – richtig idyllisch gelegen. Der Hauptplatz hat eine zweireihige Tribüne mit Holzbänken, der Nebenplatz nur ein paar vereinzelt stehende Holzbänke, die zum Teil kurios ungerade zum Feld angebracht wurden. Graswälle auf je einer Längsseite haben beide Plätze. Der Hauptplatz hat noch einen winzigen Sprecherturm.

Askania Nietleben II 1:3Turbine Halle III

Das C-Junioren Spiel war einseitig von der ersten bis zur letzten Minuten. Drei oder vier Angriffe der Gastgeber, davon einer erfolgreich. Da stand es aber schon 0:7. Am Ende wurde es zweistellig: nach 0-6 bei Halbzeit, 1-10 am Ende – das war auch in der Höhe völlig verdient. Einheit Halle spielte wirklich gut zusammen und feuerte immer wieder starke Schüsse ab.

Zum Männerspiel: Die II. Mannschaft von Askania ging sehr früh in Führung gegen die III. Mannschaft von Turbine. Nach 10 Minuten fiel jedoch der Ausgleich und nach 15 ebbte die Partie leider ab. Nach der Pause nahm sie wieder Fahrt auf, kam aber nicht über bestenfalls Mittelmaß hinaus. Für Stadtliga eher ziemlich langsam. Am Ende siegte der Gast mit 1:3.

TSV Leuna 1919 3:1 SC Naumburg

Dann ging es nach Leuna. Weit über 100 Zuschauer, davon auch gut zwei Dutzend aus Naumburg. Vor 7 Jahren fusionierten SV 05 und NBC – funktioniert wohl besser als in Merseburg... Als Name für den neuen Fusionsverein, wurde auf den Namen des ältesten Naumburger Vereins, Sportclub Naumburg, zurückgegriffen. Der Verein existierte aber nur 1899 bis 1910, ging dann im Vorgängerverein vom SV 05 auf. Vor über 100 Jahren existierte übrigens ein Fußballplatz auf der geschotterten Parkplatzbrache an der Stadtmauer (Vogelwiese). Da heute einen Sportplatz hinbauen, würde bei der Kulisse drumherum sicher gut aussehen!

Gut sah auch aus, was Leuna hier zeigte. Von dem nicht gerade starken Auftritt vom letzten Samstag ließ man sich nicht unterkriegen und ging nach 100 Sekunden in Führung. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, die der Schiri nach einem klaren Foul im Strafraum an einem der Ahlert-Brüder einfach abpfiff – zuvor gab es bereits einen zurückgenommenen Elfer gegen Leuna sowie zwei mögliche Handspiele der Naumburger im eigenen Sechszehner – gab es ein spielerisches Übergewicht der Leunaer in Hälfte zwei. Nach über 70 Minuten erzielte der kurz zuvor eingewechselte Cardoso das erlösende 2:0. Doch so ganz sollte es noch nicht die Entscheidung sein. Naumburg verkürzte auf 2:1 nachdem sie sich stark durch die Abwehr durchdrängten. In die Drangphase der Gäste hinein, fiel das tolle 3:1 von Kanig: geht auf einen Verteidiger drauf, nimmt ihm fair den Ball ab, umkurvt ihn und schließt ins kurze Eck ab.

Insgesamt eine wirklich überzeugende Leistung – klasse gespielt! Man darf gespannt sein auf die nächsten Landesliga-Auftritte und zuerst einmal das sehr schwere Pokalspiel gegen Aufstiegsfavorit Merseburg!

Übrigens gewann auch Leunas II. Mannschaft – gegen Braunsbedra II hieß es 3:0 durch Kevin Degner und 2x Oskar Bilkenroth!

TSV Leuna 1919 3:1 SC Naumburg

Statistik:

- Grounds: 3.475 (1; diese Saison: 52 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.889 (3; diese Saison: 68)

- Tourkilometer: 280km Auto

- Saisonkilometer: 6.340 (5.060 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 1.100 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 103 [letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 140 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].


Montag, 19. September 2011

W268IV: Leunaer Jugend, Teil 2 – und: die Macht von der Saale scheint wieder ernster zu nehmen zu sein

SG Eintracht Bad Dürrenberg/ TSV Leuna 1919 B
6:2 Nietlebener SV 09 Askania B
Datum: Sonntag, 18. September 2011 – Anstoß: 11.20
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse, Saalekreis/ Halle (5. Liga der 14-/ 16jährigen)
Ergebnis: 6:2 nach 81 Min. (41/40) – Halbzeit: 2:2
Tore: 1-0 5. Bledar Shoshi (Foulelfmeter), 1-1 9. Tobias Rieckhoff, 1-2 13. Tobias Rieckhoff, 2-2 25. Bledar Shoshi, 3-2 62. Bledar Shoshi, 4-2 67. Blerand Shoshi, 5-2 73. Bledar Shoshi, 6-2 78. Bledar Shoshi
Verwarnungen: Blerand Shoshi (Eintr./ TSV), Nr. 8 (NSV 09)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Eintracht Bad Dürrenberg (Kap. 1.100 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (darunter ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Wirklich starke und sehenswerte Leistung beider Mannschaften mit kurzem Durchhänger in Hälfte zwei: alles in allem prima gespielt!)

SV Uichteritz 1960 2:1 TSV Tröglitz
Datum: Sonntag, 18. September 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Kreisoberliga Burgenlandkreis (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1:1
Tore: 0-1 12. Christan Fahr, 1-1 40. Nils Walther, 2-1 85. Nils Walther
Verwarnungen: Hannes Prell, Karsten Rausch (Uichteritz)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Uichteritz (Kap. 1.150, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (darunter ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Gute erste Halbzeit und packende Schlussphase, aber dazwischen grauenhaftes Niveau: im Übrigen war die Leistung der favorisierten Gäste unter aller Sau, während Uichteritz positiv überraschte)
Photos and English version:

Da reichte die kleine Anzeigetafel der Bad Dürrenberger Eintracht gar nicht aus: 13-0 gegen Querfurt. Davor und danach zwei souveräne Auswärtssiege: 10-1 in Lieskau und 6-1 in Schafstädt. Besser kann man doch gar nicht starten, als mit 29-2 Toren und 9 Punkten aus 3 Spielen, oder?! So liest sich die Bilanz der B-Junioren Spielgemeinschaft von Eintracht Bad Dürrenberg und TSV Leuna doch echt hervorragend. Aber auch die Rand-Hallenser vom NSV Askania sind nicht zu unterschätzen: zum Auftakt zwar 0:4 verloren, aber dann 8:3 und 10:1 gewonnnen ist doch auch stark!

Ich erwartete trotzdem einen Sieg der Bad Dürrenberger und Leunaer und wurde auch nicht enttäuscht. Schon nach fünf Minuten – die 5. Spielminute brach übrigens erst kurz vor halb 12 an, da der Schiri wegen einer Autopanne deutlich verspätet erschien – gab es den ersten Treffer zu bejubeln, wobei ein Elfmeter her musste: ein Spieler der Gastgeber wurde von zwei Verteidigern der Nietlebener in die Zange genommen und der umstrittene Strafstoß wurde per Flachschuss von Bledar Shoshi, dem (ich glaube kosovarischen) Goalgetter der Jugendspielgemeinschaft, verwandelt. In der Folgezeit waren die körperlich überlegenen Nietlebener allerdings die aktivere Mannschaft und Schwächen in der Dürrenberger/ Leunaer Abwehr sorgten für die Gästeführung. Bis zur 25. sah es echt übel aus für die Hausherren, denn das Spiel stand wirklich auf der Kippe zu einer sich anbahnenden Niederlage – doch dann wurde wieder Bledar Shoshi hervorragend angespielt und erzielte erneut ein Tor per Flachschuss. Diesmal natürlich aus dem Spiel heraus. Bis zur Pause fielen in einem hervorragenden und ausgeglichenen Spiel keine weiteren Treffer mehr.
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Halbzeit zwei startete mit einer kuriosen Szene: ein Dürrenberg-Leunaer Angriff war zu lang und landet in den Armen des Torwarts, knapp vor einem Stürmer der Heimmannschaft, der wiederum den Torwart leicht anrempelt. Eigentlich kein Grund gelb zu zeigen, aber der teilweise kleinliche Unparteiische will das trotzdem machen, bemerkt aber, dass er die Karten in der Halbzeitpause in der Kabine gelassen hat. Er rennt also wieder in die Kabine und kommt heraus, um die lächerliche gelbe Karte an Blerand zu verteilen...

Danach sah es dann so aus, dass von Nietleben zu wenig kam und Bad Dürrenberg/ Leuna eine Weile Anlauf brauchte, ehe sie mit dem dritten Treffer von Bledar die Wende einleiten konnten. Fünf Minuten später traf sein Bruder Blerand zum 4:2. Auch hier beschwerten sich die Nietlebener wieder etwas – wie auch beim 1:0 – und diesmal wegen angeblichen Abseits: meines Erachtens war das aber maximal gleiche Höhe, da die Dürrenberger/ Leunaer Stürmer ab der 60. zu schnell für die Gästeabwehr waren. Die hatten nun teilweise Auflösungserscheinungen und ließen sich noch zwei weitere Treffer von Bledar einschenken – Wahnsinn, dass der junge Mann alleine schon fünf Buden zimmerte! Man kann aber nicht von einer One-Man-Show reden, da die Zuspiele der anderen und auch z.B. die Abwehr- und Torwartleistung (Abwehr wie Torwart waren nicht immer sicher, aber meistens schon) unabdingbar waren für den Sieg. Also mit so einer geschlossenen Mannschaftsleistung wird es allen Staffelkonkurrenten schwer fallen, diese spielerisch und kämpferisch so starke Spielgemeinschaft zu besiegen!

So wie bei der Leunaer F-Jugend am Vortag kann man die Mannschaft nur bestärken und „weiter so“ zurufen! Das ist richtig gute fußballerische Arbeit, was die von Jens Klopp und Detlef Brose gecoachten Jungs da abliefern! Richtig gute journalistische Arbeit sieht man übrigens auf der Website der Bad Dürrenberger, u.a. durch die Einpflegung von Herrn Klopp, die Texte von Herrn Brose und die Bilder von Herrn Ermisch!
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Danach ging es weiter nach Uichteritz bei Weißenfels: in dem gepflegt wirkenden Dorf gibt es eine ganz ansehnliche Kirche und einen etwas kahlen Sportplatz. Dieser liegt direkt an der Saale und außer einem Graswall und ein paar Bänken gibt es dort nicht wirklich etwas zum Platz anzumerken. Nur war die Kahlheit des Platzes heute besonders ärgerlich, da es dauernd regnete und die Krüppelbäumchen kein bisschen Regenschutz lieferten.

Der designierte Absteiger (3 Spiele, 3 Niederlagen, 2:17 Tore) aus Uichteritz empfing diesmal den TSV Tröglitz, der anscheinend meinte, mit einem schnellen Tor sei es getan. Die Tröglitzer hatten immerhin 7 Punkte aus den ersten drei Spielen gewonnen und schafften auch nach weniger als einer Viertelstunde mit einem schönen Angriff die unsichere SV-Abwehr auszuhebeln. Nur ließen sie in der Folgezeit die Uichteritzer auf ihrem eigenen Platz kommen. Nach einer knappen halben Stunde lag auch der Ball im Kasten, nur hatte der eine Typ da mit der Fahne irgendetwas dagegen und der nicht immer sichere Schiri entschied deshalb auf irreguläres Tor. Warum auch immer: Abseits war das bestimmt nicht und Angriff auf den Torwart soll wohl ein Witz sein! Apropos Torwart und Witz: ein solcher war der eine Freistoß des Tröglitzer Schlussmannes, der einen 10 Meter entfernt stehenden Uichteritzer lässig anspielte, welcher aber kein Kapital aus dem kapitalen Patzer schlagen konnte. Fünf Minuten vor der Pause gelang dem Underdog jedoch der mittlerweile verdiente Ausgleichstreffer.

Wer jetzt wie ich dachte, die Gäste aus dem Dorf bei Zeitz würden sich jetzt endlich zusammenreißen und ordentlich spielen, der hatte sich getäuscht: das Spiel hatte einen enormen Durchhänger und Tröglitz hatte eine gute halbe Stunde lang nicht eine Torchance, was bei ihrem Gebolze auch kein Wunder war, während die Hausherren den ein oder anderen meist harmlosen Angriff fuhren. Erst die Schlussphase erlebte wieder gute Szenen, von der die beste die Bogenlampe des Uichteritzers Walther war, die sich über den Tröglitzer Torwart ins Tor senkte. Nun versuchten die TSV-Kicker noch mal einiges um wenigstens noch auszugleichen, doch die Abschlussschwäche und das teilweise dämliche zwischenmenschliche Verhalten – wie da rumgemeckert wurde sprach Bände: lächerlich war v.a. das Gemaule mancher Gästespieler gegenüber dem Schiri und einer Gruppe Zuschauer – rundeten das Bild des heute enorm schlecht spielenden Gastes ab. TSV Tröglitz stand heute völlig neben sich und lieferte eine ganz peinliche Leistung ab, während Uichteritz - die sich auf ihrer Website den Spitznamen "Die Macht von der Saale" geben - vielleicht noch etwas Hoffnung schöpfen kann, auch wenn ich ihnen leider bescheinigen muss, dass das auch heute eine kaum kreisoberligareife Leistung war. Aber wenn man öfter so Gegner wie Tröglitz hat, lassen sich noch einige Punkte holen...
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Heeme angekommen stellten wir fest, dass mittlerweile auch manche Journalisten bei der MZ Interesse haben, etwas über Groundhopping zu erfahren. Aber wie zu erwarten war, war das erstmal relativ fruchtlos, da man in der Redaktion meint, dass man als Student außerhalb des Semesters normal Zeit für ein Interview hätte; als ob ich Montag nicht den ganzen Tag mit der Fertigstellung meiner Seminararbeit und dem Bearbeiten dieses Blogs und der dazugehörigen Bilderseite zutun hätte: abends ist schließlich noch Studentenfußballtraining wo ich diesmal keinesfalls fehlen will... Was ich davon halte, ein Foto von einem Groundhopper in einem Büro zu machen, nur um etwas für einen Artikel zu haben, habe ich mir gespart zu sagen: als ob es keine Möglichkeit gebe, einen Groundhopper bei seinem Hobby (am Spielfeldrand stehend, oder so) zu fotografieren! Aber vielleicht wird durch meinen Vater noch was Vernünftiges aus der Geschichte – nicht, dass es dann im Sportteil beim Thema TSV Leuna doch wieder nur um „brutale Schubsereien“ geht...
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Statistik:
Grounds: 633 (heute 1 neue; diese Saison: 39 neue)
Sportveranstaltungen: 1.362 (heute 2, diese Saison: 48)
Tageskilometer: 60 (60 Rad)
Saisonkilometer: 8.890 (7.880 Auto/ 1.010 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 80
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 268

Sonntag, 23. Januar 2011

W234II: Sportnachmittag zum Abgewöhnen; schwache Spieler, parteiische Schiris und ein nicht angetretener Gastverein

Nietlebener SV Askania 13:21 BSV Fichte Erdeborn II
Sonntag, 23. Januar 2011 - Anwurf 15.45
1. Kreisklasse A, Saalekreis/ Halle/ Burgenland/ Mansfeld-Südharz (10. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 13:21 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:9
Torfolge: 2-0, 2-2, 4-2, 4-4, 5-4, 5-6, 6-6, 6-7, 8-7, 8-9; 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-14, 12-14, 12-18, 13-18, 13-21
Verwandelte 7-Meter: 2 von 3 Askania, 5 v. 5 Fichte
Verwarnungen: 2x Askania; 3x Fichte
Zeitstrafen: 3x Nr. 11, 3x Nr. 10, 1x Nr. 4, 1x Nr. 3 (Askania = 24 Minuten); niemand (Fichte = 0 Minuten)
Platzverweise: Nr. 11, Nr. 10, Nr. 3 (alle Askania)
Spielort: Sporthalle Südstadt/ Mannheimer Straße (Kap. 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beide Mannschaften auch für diese Spielklasse im Niveau schwach, doch die „Un“parteiischen waren die Allerschwächsten)

ESC 04 Saalebulls Halle --:-- IceFighters Leipzig
Geplant Sonntag, 23. Januar 2011 - Anbully 18.00
Spiel abgesagt: Leipzig hatte Schis..., äh krankheitsbedingt zu wenige Spieler
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Photos and English version:
Handball in Halle-Südstadt: Askania Nietleben vs. Fichte Erdeborn II

Halle-Südstadt ist nicht unbedingt das hallesche Viertel, das für hohe Wohnqualität und feine Nachbarschaft steht. Zwischen sanierten und unsanierten Plattenbauten befinden sich zwei Sporthallen: außen sind die weißen Wände besprayt, innen ist zumindest die größere Halle ordentlicher. Ein typischer kastenförmiger Bau mit hoher Decke, die in den letzten Jahren mit einer Stahlkonstruktion nachgebessert wurde, braunem Parkett und schönen Backsteinmauern. Die eine oder andere Wandplatte hat schon ein Loch, doch die Bänke, die 100 Zuschauern Platz bieten, sind alle in einem guten Zustand. Auf jeden Fall ist die Halle Südstadt in der Mannheimer Straße ein sehenswerter Bau.

Als wir ankamen, gingen die Spielerinnen von TSV Süd - einige auffällige Anhänger des Vereins passten prima ins Bild, das man von diesem Viertel hat - und die Spieler des SV Askania Nietleben, die mit einigem Rückstand auf Aufstiegsplatzinhaber Dieskau-Zwintschöna II den 2. Rang der Kreisklasse A belegen und die nach Turnpionier und Pädagoge Fichte benannte Erdeborner Reserve, die sich nur auf Rang 7 von 8 befindet, kamen.

Von der Leistungskluft, die die Tabellensituation vorgaukelt, war nichts zu sehen: beide Mannschaften spielten eine mittelmäßige erste Halbzeit, die spannend und ausgeglichen war und die üblichen Fehler in dieser untersten Amateurklasse zu bieten hatte. Ein paar schöne Tore und sehenswerte Angriffe gab es natürlich auch von Zeit zu Zeit.

Das Niveau in der zweiten Hälfte sackte aber enorm ab. Die Gäste aus Erdeborn führten nun konstant mit drei Toren, obwohl sie noch mehr Fehler in der Ballbehandlung zeigten. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel zu einer richtigen Farce, was mit einer Schwalbe des 7ers von Erdeborn begann: er blockierte den Ball und ließ sich, als ein Nietlebener den Ball nehmen wollte, fallen. Die Schiris gaben deshalb völlig zu Unrecht zwei Minuten gegen den Nietlebener und stellten ihn, nachdem er sich beschwerte, vom Platz. Bei dieser einen Fehlentscheidung, die die Nietlebener Personaldecke noch mehr schwächte, blieb es aber nicht: nun wurden zwei irreguläre Tore der Gäste anerkannt und hirnrissige Zeitstrafen gegen die Heimmannschaft ausgesprochen.

Nach der zweiten Disqualifikation für Nietleben war klar, worauf das Spiel hinaus lief: Erdeborn sollte so hoch wie möglich gewinnen. Da sie nun über 10 Minuten in Überzahl spielten, zogen sie auch immer weiter davon. Ab der 56. Minuten spielten sie ununterbrochen in Überzahl, da nun der dritte Feldverweis für Askania folgte und Nietleben nur zwei Auswechsler hatte. Die dritte rote Karte war eine direkt Rote - und zwar für eines der wenigen Zwei-Minuten-würdigen Fouls. Peinlich, wie unsportlich sich einige der Gästespieler auch verhielten, indem sie Pfiffe nach angeblichen Fouls forderten, die die zwei Schiedsrichter so wie so zu ihren Gunsten entschieden hätten. Am Ende gewann Erdeborn mit 13:21, obwohl sie kaum besser als Nietleben waren. Erstrecht peinlich war dabei, wie der Gästeanhang - der allerdings in einer wirklich respektablen Anzahl nach Halle reiste - die Mannschaft mit großem Applaus und Lärm feierte. Zwischen der I. Mannschaft von Fichte (5. von 13 in der Verbandsliga) und II. liegen ohnehin Welten im Niveau.

Die Schiris waren übrigens wie die Gastmannschaft aus dem Kreis Mansfeld-Südharz, genauer gesagt kamen die selbsternannten Unparteiischen von Klostermansfeld. Da das Nietlebener Publikum sehr lahm ist, ging diese offensichtliche Nachbarschaftshilfe gut über die Bühne: ein paar verärgerte Zwischenrufe – und das war’s. Allerdings habe ich dabei den Eindruck, dass die Leute auch eher resigniert haben, da derlei offensichtliche Verschiebereien willkürlich und parteiisch agierender Schiedsrichter im Handballkreis an der Tagesordnung sind. So was ist bei vergleichbaren Fußball- und Basketballligen nur sehr selten finden, aber beim Handball jedes Wochenende.
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Nach dieser wirklich schwachen Sportveranstaltung sollte es weiter zum Eishockey gehen, da das ewige Derby zwischen Halle und Leipzig auf dem Programm stand. Doch an der Eissporthalle angekommen lungerten ein paar Fans herum und verwiesen auf den Aushang: „Spielausfall [...]“. Der Bankrottklub aus Leipzig hat angeblich nicht genug Spieler wegen mehrerer Magen-Darm-Erkrankter. Manche munkelten etwas von „Schiss in der Hose“... Wie auch immer; man weiß eigentlich auch schon mehr als 6 Stunden vor Anpfiff, dass man keine Mannschaft zusammenkriegt: wirklich eine Unverschämtheit dieser Gurkentruppe aus Leipzig, erst um 12 Uhr das Spiel abzusagen! So werde ich mir halt in ein paar Wochen mal ein anderes Spiel der Saalebulls, die die Liga beispiellos dominieren, anschauen.

Alles in Allem war das heute ein Sportnachmittag zum Abgewöhnen.

Was weitere Planung angeht, kann ich nur sagen, dass mir für nächsten Samstag Böses schwant: Fußball in Großörner und Handball in Klostermansfeld stehen auf dem Programm – und es würde mich nicht wundern, wenn das Fußballspiel wegen angeblicher Unbespielbarkeit eines wirklich guten Platzes abgesagt würde, ich dann zu einem stinklangweiligen Vorspiel nach Klostermansfeld komme und im Hauptspiel dann Erdeborner Schiris das Spiel zugunsten des BSV verschieben...
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Statistik:
Grounds Nr. 517 (ein neuer Ground; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.211 (diese Saison: 98)
Tageskilometer: 40 Rad
Saisonkilometer: 18.080 (12.070 Auto/ 2.940 Bahn, Bus, Tram/ 2.270 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 234

Samstag, 20. Juni 2009

WE151III: Da war natürlich wieder der Heimschiedsrichter am Werk...

VfB 07 Lettin 2:1 SV Askania Nietleben II
Samstag, 20. Juni 2009 - Anstoßzeit 15.00
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 1:0 25. Elfmeter Nr. 7, 2:0 33. Nr. 7, 2:1 41. (?)
Verwarnungen: 1x Gelb Nietleben
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sportanlage VfB 07 (Kap. 2.000)
Zuschauer: 45 (15 Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (O.K. - Besonders in 2. Halbzeit spannend)
Zum letzten Spieltag der Stadtoberliga Halle fanden wir uns in Lettin ein. Auch dort wurde man mal wieder um 2€ erleichtert. Genauso maßlos wie der Eintritt waren auch die Essenspreise: 1,50€ für eine stinknormale Bockwurst. Das ging unter der Woche in Ammendorf weitaus billiger.
Das Spiel war dafür besser als in Ammendorf, wobei die Gäste, die hier unbedingt einen Sieg brauchten und selbst dann nicht sicher sein konnten, den Abstieg vermieden zu haben, anfangs nur mit katastrophalen Fehlpässen glänzten. Aber die im Mittelfeld steckende Heimmannschaft machte immerhin ordentlich Druck aufs Tor. Der leider anfangs enorm kleinliche Schiri ließ sich dann von dummen Zwischenbemerkungen des zahlreichen Gästeanhangs - sie stellten ein Drittel der Zuschauer - nicht beirren, und gab nach 25 Minuten einen Elfmeter für die Heimmannschaft. Dieser war auch berechtigt. Der Lettiner mit der Nr. 7 verwandelte sicher und legte sogar acht Minuten später gleich noch einen drauf: ein toller Freistoß aus 22 Metern halbhoch ins Eck. Nietleben wurde jetzt etwas besser und spielte den Anschlusstreffer schön heraus.
In der zweiten Halbzeit machten hauptsächlich die Gäste Druck, wobei nicht nur die Spieler aufs Lettiner Tor drückten, sondern auch die Gästefans und -betreuer Druck auf das Schiedsrichtergespann ausübten. Teilweise pfiffen die drei ja recht kleinlich, aber meistens war das Gemecker völlig an den Haaren herbeigezogen. Für die ständige „Handspiel-“Reklamiererei hätte man den Trainer rausschmeißen und mehrere Spieler verwarnen müssen: dafür, dass man dem Gegner gegen den Oberschenkel oder die Schulter geschossen hat, bekommt man nur von den dümmsten oder kriminellsten Schiris einen Freistoß.
Was dann wirklich dumm war vom Schiri, war der Schlusspfiff. Der erfolgte trotz mehrminütiger Unterbrechungen in der zweiten Halbzeit ganz pünktlich. Da hätten drei Minuten mindestens nachgespielt werden müssen. Aber Nietleben hätte auch noch 30 Minuten spielen können: die waren auch einfach zu schlecht, um den Ball mehr als einmal im Tor unterzubringen. Da Aufbau Tasmania 2:2 spielte, stieg die 2. Mannschaft von Askania Nietleben in die Stadtliga ab.
Alles in allem war das Spiel wirklich lohnend anzuschauen, da es besonders in der zweiten Halbzeit enorm spannend war.
Mit dem Wissen abgestiegen zu sein, wurde noch mal dem Schiedsrichtergespann etwas Freundliches mitgegeben „Die Verletzungspausen hast du nicht nachspielen lassen, ja?! Du Votze!!“ Wobei die wirklich etwas unglückliche Niederlage auf den „Heimschiedsrichter“ zu schieben wirklich lächerlich war.
Statistik:
Ground Nr. 327 (ein neuer Ground; diese Saison: 97 neue)
Sportveranstaltung Nr. 829 (diese Saison: 196)
Tageskilometer: 50 Rad
Saisonkilometer: 26.130 (12.810 Auto; 5.370 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.990 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 34
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 151

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090620%20VfB%2007%20Lettin%202-1%20Nietlebener%20SV%20Askania%20II/

Sonntag, 18. Januar 2009

WE129I: Zeitspiel in Landsberg - Oder: Wie aus der Schlussminute fünf Minuten wurden und eine Sekunde vor Spielende noch einer vom Feld flog

Landsberger HV II 25:16 TSV Gymnasium Querfurt
Samstag, 17. Januar 2008 - Anwurf 15.25
Kreisklasse Saalekreis (Frauen, 6. Liga, unterste Liga)
Ergebnis: 25:16 nach 60 Min. - Halbzeit 10:6
Tore: ?
Zeitstrafen: 2:4 Min.
Platzverweise: Keine
Halle: Sporthalle im Schulzentrum Landsberg (Kap. 250* Sitzplätze)
Zuschauer: 30 (3 Gästefans)
Spielqualität: 2,0/10 (Sehr schwach)

SG Queis II 30:29 Nietlebener SV Askania
Samstag, 17. Januar 2008 - Anwurf 16.15
Kreisklasse Saalekreis (8. Liga, unterste Männerliga)
Ergebnis: 30:29 nach 60 Min. - Halbzeit 16:16
Tore: ?
Zeitstrafen: 4:12 Min.
Platzverweise: Keine
Halle: Sporthalle im Schulzentrum Landsberg (Kap. 250* Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (4 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Überdurchschnittlich)

SG Queis 25:25 Saaletal Reichardswerben/ Prittitz
Samstag, 17. Januar 2008 - Anwurf 18.15
Verbandsliga Sachsen-Anhalt Süd (5. Liga)
Ergebnis: 25:25 nach 60 Min. - Halbzeit 16:11
Tore: ?
Zeitstrafen: 16:20 Min.
Platzverweise: 3x2 Minuten für einen Spieler von Queis (50.), direkt Rot wegen groben Fouls für einen von Saaletal nach 59:56, Rot wegen desselben Vergehens für einen weiteren Spieler der Gäste nach 59:59
Halle: Sporthalle im Schulzentrum Landsberg (Kap. 250* Sitzplätze)
Zuschauer: 30 (2 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gut)

* Die Vortribünen waren nicht freigegeben. Diese bieten 750 Zuschauern Platz. Insgesamt liegt die Hallenkapazität also bei 1.000 Sitzplätzen.

Da es nass, kalt und schlecht geräumt war, nahmen wir anstatt der Fahrräder den Zug. Die Räder nahmen wir zwar trotzdem mit, aber sie waren weitestgehend unnütz an diesem grauen Januartag.
Nachdem wir 13 Minuten Zug gefahren waren, stiegen wir in Halle um, wobei die Umsteigezeit 35 Minuten betrug - und das nur, um 10 Minuten mit dem Zug nach Landsberg weiter zu fahren. Im Sommer nehmen wir die Räder, wenn wir einmal den Fußballverein aufsuchen werden...
Das Besichtigungsprogramm von Landsberg hatten wir dann recht schnell durch. Leider kommt man nicht in die Doppelkappelle St. Crucis hinein - es sei denn, man macht im Büro Druck oder kommt zu total sinnlosen Öffnungszeiten im Zeitraum Mai bis Oktober. Aber schon allein der Burgberg ist mal einen Besuch wert.
Ansonsten gibt es in der weitestgehend langweiligen Landstadt keine weiteren Sehenswürdigkeiten, wobei das Rathaus, das Gemeindeamt und die Stadtkirche noch ansprechende Fotomotive sind. Gelungen sind auch die Wandmalereien an der regional bedeutungsvollen Brauerei.
Wir fuhren dann zur modernen Schulturnhalle am Fußballstadion bzw. am Schulzentrum - dort teilen sich sage und schreibe vier Schulformen (Grund-, Sekundar- und Behindertenschule sowie Gymnasium) ein Gebäude - und kamen dort unverhofft ein Frauenhandballspiel zu sehen. Es war die unterste Spielklasse, was uns nach zwei Minuten Zuschauen auch einleuchtete. Zwar steigerte sich die Torquote enorm (als wir kamen, waren - da das Spiel mit 25 Minuten Verspätung (warum auch immer) begann - gerade einmal 5 Tore gefallen), doch alles in allem war jede einzelne der überwiegend sehr jungen Spielerinnen - da war kaum eine älter als ich - so etwas von unbedarft und unbeweglich, dass man sich echt fragte: stehen da Altherrenmannschaften auf der Platte, oder was? Wobei dieser Vergleich eigentlich unangebracht ist, da unfair gegenüber der Leistung der Alten Herren, die im darauf folgenden Spiel einen um Welten besseres Handball zeigten.
Aber noch kurz etwas zum Frauenspiel: nach einer Weile setzte sich Landsberg ab und es gab ab und an ein paar sehenswerte Szenen - mal abgesehen von den Fouls, die von manchen Zuschauern mit passenden Kommentaren wie „Nu, das war aba jetze Judo! Dr Yppon war das!“ versehen wurde - trafen auch ab und an einmal die Spielerinnen spektakulär.
Dem zweiten Spiel waren einige Zuschauer ferngeblieben, wobei das vom sportlichen Aspekt - über mangelnde körperliche Attraktivität konnte man sich ja zumindest bei einigen Spielerinnen nicht beklagen; da waren die bierbäuchigen 45jährigen auf der Platte leider nicht so drauf - ein großer Fehler war. Die beiden Mannschaften, die größtenteils aus Spielern der Generation Ü-35 bestanden, zeigten eine ansprechende Leistung. Keine Mannschaft führte jemals mit mehr als vier Tore, meistens war das Spiel absolut ausgeglichen und hätte es nicht noch einen Skandal zwei Minuten vor Schluss gegeben, wäre dieses Spiel unentschieden - gerechtermaßen unentschieden! - ausgegangen.
Aber die Schiedsrichter aus Dieskau hatten etwas dagegen. Die Leistungen der Handballmannschaften Dieskaus, insbesondere der Damen, welche die schlechteste im Landkreis ist und die diesjährige Rekordniederlage von 5:50 schaffte, sind allerdings auch nicht besser, als die der Schiris vom Verein. Es wurden so kleinlich und überzogen zwei Minutenstrafen verteilt, dass die Gäste nach 58:20 nur noch zu dritt auf der Platte waren. Als es dann einen Angriff der Heimmannschaft gab, beging ein Nietlebener ein nicht-zweiminutenwürdiges Foul. Der zudem verhängte Siebenmeter konnte minutenlang nicht ausgeführt werden, da die Spieler der Gäste unter Protest das Feld verließen. Sie überlegten es sich - nachdem sie diese beiden völlig verkalkten Schwachköpfe von Schiedsrichtern lautstark beschimpft hatten - allerdings noch einmal anders. Kassierten das 30:28 und erzielten dann, mittlerweile „nur“ noch mit drei Mann in Unterzahl, das 30:29. Die letzten 30 Sekunden wurden 6:4 zu Ende gespielt. Der Abschluss war wirklich eine Farce, was die vier aus Halle-Neustadt mitgereisten Fans hinter uns mit Recht aufregte. Die Spieler waren natürlich ebenso schlecht auf die Un(?)parteiischen zu sprechen.
Das dritte Spiel war dann erwartungsgemäß der Höhepunkt, wobei der Zuschauerzuspruch von 30 nichtzahlenden Zuschauern - nicht einmal für die Verbandsligapartie wurde Eintritt erbeten, Catering gab es auch keins - eine Frechheit war. Aber in diesem Dreckskaff Queis scheint es keine Sporthalle zu geben, weswegen im fast 10km entfernten Landsberg gespielt wird.
Immerhin krakelten die Rentner ab und an mal dazwischen, vor allem wenn die Chancenverwertung mal wieder schwach war.
Zur Pause führten die Hausherren deutlich, doch der Fünftorevorsprung schwand nach der Pause zusehends. Höhepunkt und zeitaufwendigster Spielabschnitt war auch hier die Schlussphase, wobei diese beiden Mannschaften echt den Vogel abschossen: es fällt gerade das 25:25 für die Spielgemeinschaft aus dem Saaletal bei Weißenfels, es sind noch 40 Sekunden zu spielen und Queis greift an. Festgemacht. Weiter Zuspielen am Kreis. Wieder Festgemacht. Dann ein Foul und ein Freiwurf. Der wird abgeblockt. Wieder ein Wurfversuch, doch ein Gästespieler sprint auf den Werfer zu und hämmert ihn mit einer fetten Clothesline zu Boden. Wer die Wrestlingbegriffe nicht so kennt: er schlug dem Gegner mit Schwung den Unterarm ins Gesicht. Eine lautstarke Streiterei bricht aus, es wird geschubst. Noch vier Sekunden.
Wieder Freiwurf, wieder abgeblockt, wieder holt sich Queis den Ball, wieder eine Clothesline, wieder eine glatte rote Karte für einen Gästespieler, wieder Tumult. Der letzte Freiwurf schließlich, landete dann überm Tor.
Ein für die Gäste etwas glückliches, aber immer spektakulär und regelrecht heldenhaft verteidigtes Unentschieden.
Wir gingen, doch sehr zufrieden, vor allem mit dem, was wir im letzten Spiel geboten bekommen hatten, zu den Fahrrädern und fuhren langsam zum vergammelten Landsberger Bahnhof. Umsteigen und Essen in Halle, Ankunft dann in Merseburg.

Statistik:
Ground Nr. 276 (neuer Ground; diese Saison: 46 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 731-733 (diese Saison: 100)
Tageskilometer: 90 (80 Eisenbahn, 10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 17.265 (9.270 Auto/ 2.960 Flugzeug/ 2.710 Bahn/ 2.325 Fahrrad)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 129

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090117a%20Landsberg%20bei%20Halle%20an%20der%20Saale/
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http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090117b%20Handball%20in%20Landsberg%20-%203%20Spiele/