Dienstag, 15. Oktober 2013

W376II: Zu sechst im Dacia nach Marrakesch und Außenseitersieg in der 89. Minute

Raja Beni Mellal 1956
--- (نادي رجاء بني ملال) ---
............... 1:0 ................
Wydad Athletic de Fès
---- (نادي الوداد الفاسي) ---
- Datum: Samstag, 12. Oktober 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Coupe du Trône [كأس العرش] (Pokal des Thrones; Viertelfinale des Pokals des marokkanischen Fußballverbandes, GNF Botola 2 = 2. Marokkanische Liga/ Halbprofiliga gegen GNF Botola 1 = 1. Marokkanische Liga/ Profiliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 99 Min. (47/52) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 1-0 89. Djawad Aziz
- Verwarnungen: al-Mudghary (RBM); Brikal, Akhmis (WAF)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade Municipal de Beni Mellal [ملعب البلدي ببني ملال] (Kap. 8.000, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 6.000 (darunter ca. 80 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ausgesprochen spannendes, aber qualitativ nicht sonderlich hochwertiges Spiel) رجاء بني ملال و وداد الفاسي -ربع النهائي الكاس العرش في الملعب البلدي ببني ملال Photos with English and Arabic Commentary:
a) Moroccan Football Cup Quarterfinals: Raja Beni Mellal eliminate Wydad Fès
b) Central Atlas Region: Beni Mellal, Oued Oum

In arabischen Ländern erörtert man oft auch mit flüchtigen Bekannten relativ persönliche Sachen und mit besseren Bekannten, wie seinen Lehrern im Institut, natürlich noch viel mehr. Man erzählt hat auch immer was von der Familie und Freunden und natürlich auch was man am letzten Wochenende gemacht hat und am nächsten (inshallah, wie hier meist angefügt wird) vorhat. Als ich Beni Mellal, Marrakech und Safi erwähnte, war der aus Agadir stammende Lehrer Abdelhadi gleich begeistert. Der Deal: ich bringe ihn und seine Familie (Mutter, Ehefrau, zwei Kleinkinder) Samstag mit dem Auto nach Marrakesch zu Freuden, übernachte dann dort kostenlos mit ihnen und bekomme gratis Essen.

Treffpunkt 8.30 vorm McDonalds am Sahat l-Muqawama. Ein korrekter Lehrer wie Abdelhadi steht natürlich schon 10 Minuten vorher da – also von wegen die Araber könnten keine Zeiten einhalten… Gut, eigentlich ist er Berber, aber egal... Seine Mutter und seine Ehefrau waren übrigens – entgegen der Behauptungen die ich oft gehört habe, Berber seien (auch äußerlich) weniger streng islamisch und wie alle Berberinnen die ich hier bisher kennengelernt habe – sehr konservativ gekleidet mit langen, farbigen Gewändern und Kopftuch. Gegrüßt wird mit Handgeste zur eigenen Brust, nicht etwa Handschlag mit der Gegenüber. Jedenfalls wurde das Auto hinten mit Taschen vollgeladen und die Frauen gingen mit den beiden drei- bzw. fünfjährigen Kindern auf dem Schoß auf die Rückbank, von wo aus sie ziemlich wenig zu mir und dem auf dem Beifahrersitz erzählenden und Fahrtrichtung anzeigenden Abdelhadi sagten. Das lag weniger an der konservativen Einstellung, sondern viel mehr daran, dass ich mich mit Abdelhadi nur Hocharabisch unterhielt, was sie zwar verstehen, aber nicht richtig sprechen…

Nach vier Stunden Fahrt machten wir mal eine Pause an einem Stausee, der recht spektakulär in der schönen Gebirgslandschaft des mittleren Atlas liegt, nach dem Nationalisten El Hansali benannt ist und vom Oued Oum gespeist wird. Eine weitere Stunde dauerte es, ehe wir Beni Mellal erreichten. Der größtenteils von Berbern bewohnte Ort („Söhne des Weisen“) ist eigentlich völlig monoton von Neubauten durchzogen, aber am Rande recht sehenswert: fährt man den Berg hoch, findet man am Stadtrand einen schön angelegten Park der von kanalisierten Bächen durchflossen ist, die von einer landesweit bekannten Quelle (Ain Azzerdoun) gespeist werden. Oberhalb der Anlage thront die rekonstruierte Kasbah, die wir auch noch besichtigten. Nur der Kernbereich wurde wieder aufgebaut und ist absolut quadratisch und weitestgehend symmetrisch. Der Blick von oben auf den von Gärten umgebenen Ort ist prima. قصبة بني ملال Mit zwei Kindern unterwegs zu sein, bedeutet natürlich dass man ziemlich bummeln muss. Mit Mutter und Ehefrau, die keinen Bock auf Fußball haben zu verreisen ist noch schlimmer… Abdelhadi konnte mich also nicht begleiten, da die anderen nicht ins Stadion aber auch nicht allein durch die Innenstadt bummeln wollten. Also holte ich nur für mich die 20 Dirham (1,80€) Tickets (die für alle Plätze außer die überdachte Haupttribüne gelten) am Schalter geholt, in die Schlange gestellt, etwas an der berittenen Polizei vorbeigedrängelt, an der kleinen Schlägerei vorbei geschoben und genau zum Anstoß durch das im Stile der Windtürme der mittelalterlichen Burgen (Kasbah) gebaute Eingangstor gequetscht. Rechts vom rechten Windturm befindet sich die Gegentribüne mit ihren Stehstufen, die direkt in die Hintertorkurve übergeht. Links vom linken Windturm befindet sich eine weitere, etwas kleinere Kurve die von den Heimfans (Ultras „Star Boys“) belegt wird. Die Haupttribüne ist in zwei unüberdachte Teile (der von den Türmen aus rechte Teil ist für die Gästefans) und einen überdachten Teil mit grünen Schalensitzen getrennt.

Die wenigen Gästefans waren nie zu hören, aber die Heimkurve ging gut ab. Selten so viele Mädchen und Frauen wie hier bei Raja in einem marokkanischen Stadion gesehen – und selbst die pogten hier in der Ultra-Kurve mit. Die Lieder stimmten allerdings die Jungen und jungen Männer an. Die grünen Rauchbomben zündeten natürlich auch nur die Kerle. Die Gegen- und Haupttribüne ging bei jeder Szene mit, sprang teilweise kollektiv und wild gestikulierend auf.

Das Spiel war eher mittelmäßig. Wydad kickte nach dem Motto „1. Liga – keiner weiß warum“ – Beni Mellal hatte die deutlich besseren und zahlreicheren Torchancen. Die nach Raja Casablanca benannten Gastgeber versäumten es aber immer zu treffen, was auch am guten WAF-Torwart lag. Der RBM-Keeper hielt aber auch mehrfach gut und sehenswert den Kasten sauber. Ich fürchtete schon, Abdelhadi anrufen zu müssen und überlegte, was „Verlängerung“ auf Arabisch heißt, doch dann gab es Freistoß knapp 18m vorm Kasten von Wydad. Ich fürchtete einen Schuss in die Mauer, da sich zwei Spieler ewig den Ball hin und her legten. Doch dann zirkelt die Nummer 10, Aziz, den Ball genau über die Köpfe der Abwehrmauer direkt oben ins kurze Eck! Eins zu Null für den Außenseiter in der neunundachtzigsten Minute!!! Die sieben Minuten Nachspielzeit wurden dann souverän vom Zweitligisten heruntergespielt, was zu stehenden Ovationen führte.

Noch ein Sandwich gegriffen (noch nie so gutes Catering in Marokko gesehen wie bei RBM: Sandwiches, Baguettes, sechs verschiedene Arten von Süßigkeiten, Wasser, Kaffee, Tee – und natürlich nicht wie in Deutschland an Fressbuden sondern auf Tabletts von privaten Bäckern/ Ladenbesitzern etc. durchs Stadion getragen und zu Centbeträgen leicht über den Ladenpreisen verkauft) und ich verließ auch das Stadion. Der Weg nach Marrakesch dauerte noch mal drei Stunden, da wir uns mangels Beschilderung etwas verfuhren. Das waren nur 10km mehr, aber 40 Minuten Zeitverlust durch schlechte Nebenstraßen. Immerhin konnte ich dort die Familie mit meiner Fahrweise beeindrucken: „Du fährst ja selbst durch Suqs [Märkte] und auf den halb-asphaltierten Landstraßen sicher wie ein Marokkaner…“

Bei Abderrahmane (einem Freund von Abdelhadi) angekommen, konnte ich dann mal eine Junggesellen-Arbeiterbude von innen sehen: ordentlicher Mehrfamilienbau aber total kahle Zimmer mit kaum einem Möbelstück sondern nur Teppichen und Kissen (auf einem Lager von Teppichen und Kissen wurde auch geschlafen) und v.a. ein leerer Kühlschrank. Wir gingen dann alle, ehe Abderrahmane zur Nachtschicht in der Molkerei/ Käserei musste, in einem kleinen Restaurant essen wo keines der Gerichte mehr als 2,50€ kostete. Besonders sauber war es dort nicht und viele Europäer hätte es gestört, dass Abdelhadi zig Sachen orderte, damit sich alle mit allen das Essen teilen – es wird einfach mit der bloßen Hand oder einem Stück Brot auf den Tellern rumgefuchtelt – aber mich stört hier gar nichts und schockieren tut mich erst recht nichts. Höchstens wundern, zum Beispiel dass ich hier niemals Magenprobleme, nicht mal vom Leitungswasser, bekomme… رجاء بني ملال و وداد الفاسي -ربع النهائي الكاس العرش في الملعب البلدي ببني ملال Statistik:
- Grounds: 1.025 (1 neuer; diese Saison: 54 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.923 (heute 1, diese Saison: 67)
- Tageskilometer: 470 (470km Auto)
- Saisonkilometer: 17.350 (16.230 Auto/ 870 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre/10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [letzte Serie: 178, Rekordserie: 178; davor 141, 106, 101 bzw. 88]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 376

Freitag, 11. Oktober 2013

W376I: Woche 2 in Fès – Umzug zur Gastfamilie, Fußball im Innenhof und religiöse Floskeln

Photos with English and Arabic Commentary:
Fès: The Historic Old Town (Medina)

Montag bin ich umgezogen. Nur ein paar Straßen weiter. Khadija hatte ich schon kennengelernt, da sie mir das Fahrrad, das ihr Sohn zerlegt hatte, überließ. Das Haus ist ähnlich wie das von Jim und Patty: ein historistisches Riad (mittelalterliches, meist dreigeschossiges, quadratisches oder rechteckiges Wohnhaus mit Innenhof, der meist nicht überdacht ist: neu erbaut oder von Grund auf renoviert in den letzten Jahren). Das Haus des Ehepaares Khadija und Driss ist baulich sogar noch schöner als das der Amis, aber weniger luxuriös: Warmwasser wird hier eng rationiert, die Leitung fürs Licht sind nicht im ganzen Haus verlegt und die Seitengassenlage wirkt auf den ersten Blick nicht einladend, wobei das Haus natürlich super-sauber ist.

Dienstag lernte ich dann im Unterricht auch eine neue Lehrerin kennen, die mich jetzt öfter in Fusha (Hocharabisch) unterrichten wird. Jim hat wirklich nicht übertrieben was Malika angeht: sie ist eine enorm engagierte Lehrerin, die die Stundenzeit von 90 Minuten wirklich jedes Mal zum Besten der Studenten überzieht, sehr gut erklärt und v.a. sich viel frei unterhält und sehr auf die Studenten eingeht. Die Hörverständnisübungen und Aufgaben zum Freien Sprechen machen hier 90% der Stunde aus und nicht nur 50% wie bei Lahcen.

Eine andere treffende Bemerkung von Jim über Malika bringt mich übrigens darauf, dass es nicht nur die viel beschworenen kulturellen Unterschiede zwischen Europäern und Araber gibt, sondern auch welche zwischen Deutschen und Amis. Und die lassen Amis und Araber im Allgemeinen eher ähnlicher erscheinen… Jim: „She’s such a wonderful woman, I don’t know why she isn’t married, being in her forties…“ Meine nicht mal unernst gemeinte und bewusst zweideutige Bemerkung dazu: „Maybe, she just doesn’t like men…“ wurde entrüstet mit: „Don’t be kidding, she’s trusting in the Lord, she can’t be that weird!“ kommentiert. Schon mal nen Deutschen so was sagen hören? Ich nicht, aber nen Araber! Auch die verwunderten Reaktionen der kanadischen Bekannten, dass ich Einzelkind bin, sind typisch für den nordamerikanischen Kulturkreis: für Claire und Jayden soll es nicht unbedingt bei den drei Kindern bleiben, Jim und Patty finden die vier Kinder genug aber weniger hätten es auch nicht sein sollen.

Zudem ist es interessant zu hören, wie viele der Nordamerikaner die ich hier getroffen habe, dauernd den Herrn oder Jesus in ihre Gespräche einbauen. Von wegen „but then I changed my mind“ – die eine junge Frau aus Wyoming sagte stattdessen immer: „and then God convicted [überzeugte] my heart…“ So Formulierungen sind genauso häufig wie bei Arabern zu hören und ob man „al-hamdu li-llah“ oder „praise the Lord“ in den Satz einbaut ist eigentlich egal, da inhaltlich identisch und jedem intelligenten Menschen der den Sprachen Arabisch und Englisch (und halt noch Deutsch) mächtig ist, geht es eh auf den Sack, wenn irgendwelche Volltrottel oder Muslime die sich Abgrenzen wollen „Allah“ als Eigenname stehen lassen, anstatt ihn – wie es korrekt wäre – mit „God“ (Gott) zu übersetzen. اقام ضيف عند عائلة مغربية في مدينة القديمة بفاس : كرة القدم في داخل البيت Worüber man hier nie klagen kann ist Gastfreundschaft, sicherlich auch da Christen wie Muslimen Gastfreundschaft mehr oder weniger vorgeschrieben ist, weswegen man in Marokko oder teilweise auch den USA tendenziell einfacher und herzlicher aufgenommen wird als im atheistischen Deutschland. Jim und Patty waren wirklich im positiven Sinne elternhaft zu mir und für Khadija und Driss bin ich nun der deutsche Sohn und für die vier Kinder (Rita, Zakariya, Hamza und Mohammed) der älteste Bruder…

Apropos die Kinder: die schossen mal wieder den Vogel ab am Dienstag, als irgendeiner den Fußball von Hamza aus der Ecke holte und anfing, mit den kanadischen Kindern im 5x5m kleinen Innenhof vorm Abendessen Fußball zu spielen. Ich machte natürlich auch mit und der Vater Driss machte den Schiri – naja, zumindest ermahnte seine sportbegeisterte Tochter nicht immer ihren Brüdern vors Knie zu treten wenn sie den Ball sperren, dass Hamza nicht immer halbhoch gegen die saubere Wand passen soll um mit Bande zu spielen und die kanadischen Wänster sollten nicht dauernd Hand spielen… aber Driss kann kein Englisch, nicht mal Hocharabisch: seinen grauenhaften Dialekt versteh ich ja kaum, also die Kanadier erst recht nicht… und es hörte erstaunlicherweise generell niemand aufs Familienoberhaupt sondern viel eher auf die Mutter Khadija…

Mittwoch war besonders lustig, als vorm Mittagessen Hamza und Mohammed Kurzpässe im Innenhof übten und Hamza irgendwann zu mir hoch rief, das ich mitspielen soll. Ich hatte aber den Unterricht vorzubereiten, was Hamza so kommentierte: „a lê, khud el-kora“ (Ach was, nimm den Ball!) und schon flog der zu mir in den zweiten Stock hoch und ich köpfte jeden seiner hohen Schüsse in den Innenhof zurück… Ein Pass von Mohammed ging dann mal schief und Hamza leitete den Ball auf den schon halb gedeckten Tisch weiter, wo er einen Teller mit Salat zertrümmerte. Khadija pfiff dann im wahrsten Sinne des Wortes ab…

Nach dem Unterricht kam ich gleichzeitig mit den Kindern zurück, die sich dann von Khadija bei ihren Hausaufgaben helfen ließen. Irgendwann setzte sie sich auch zu mir um mir bei den Hocharabisch-Aufgaben zu helfen: „Naâuwunak kamân, nta bni rabiaâ daba“ (Ich helf dir auch, du bist jetzt mein vierter Sohn). Den Rest machte ich dann mit Rita: da sie in der Schule immer fleißig ist, kann sie schon als Zweitklässlerin besseres Hocharabisch als ihre älteren Brüder und ihr Vater…

Abends kamen noch drei Tschechen, die mit meinen Kommilitonen vom Institut in Fès, Veronika und Vojtech, in Plzen studiert haben. Die nächsten Tage blieben die freundlichen, gesprächigen und sehr an Marokko interessierten jungen Leute (die allerdings leider echt auf jede Touristenabzocke reinfielen und mit dem Essen nicht so ganz klar kamen: dass man immer mit Löffeln und Brot aus einer großen Schüssel in der Tischmitte isst, war nicht das Problem, aber so manches Gewürz wohl schon…) bei Khadijas Familie. Aber zum doppelten Preis pro Nacht wie ich (obwohl ich ganz normal den festgesetzten Mietpreiß entrichte) – also Jim der alte Fuchs ist doch ein echt arabischer Makler…

Freitag hatte ich den ersten Test in Darija (sehr gut bestanden mit 92,5%), die Fusha-Stunde war diesmal eigentlich nur freies Sprechen über Feste und Feiertage in Marokko und Deutschland – also so viel Arabisch habe ich selbst hier noch nie gesprochen… Das mit den Feiertagen im Unterricht bequatschen hat übrigens seinen Sinn: nächste Woche ist das islamische Opferfest und somit frei. Wie das so beim Opferfest zugeht, schreibe ich in etwa 7 Tagen. Vorher geht es am Wochenende mit Abdelhadi und seiner Familie bis Marrakech, ehe die per Bus nach Agadir weiterfahren und ich mich in Richtung Essouira und Safi aufmachen. Handball-CL kann ich leider keine gucken, aber Fußballpokal.
Und apropos Sport: die ganze Familie hängt hier abends oft zum Sportgucken vor der Glotze, gerade diesen Freitag war das sehr ausgeprägt, da die Nationalmannschaft ein Freundschaftsspiel gegen Südafrika (leider in Agadir, in Fès wäre perfekt gewesen…) austrug. Als vorher eine Reportage über den verstorbenen Trainer Mehdi Jose Faria (der führte Marokko u.a. zur WM 86) kam, murmelte der ganze Raum erstmal „yarhammhu Allah“ (Gott habe ihn selig), beim Spiel selbst ging es nicht so wild zu, auch wenn Hamza immer mal leise Fangesänge vor sich hin sang – am lautesten war mal wieder Khadija... مدينة القديمة في فاس Statistik:
- Tageskilometer: 50 (5x10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 16.880 (15.780 Auto/ 870 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre/10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)

Montag, 7. Oktober 2013

W375III: Sonntags in Salé; Stadtmauern und nichts dahinter, U23 auf dem Hauptplatz und arabisches Cricket

Association Sportive de Salé (Espoirs)
--------- (السلاوية الرياضية الجمعية) ----------
........................... 0:3 ..............................
-- Mogreb Atlético Tetuán (Espoirs) --
------ (المغرب التطواني / أتلتيكو تطوان) --------
- Datum: Sonntag, 6. Oktober 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Elite 1 Espoirs (1. U23-Liga Marokkos)
- Ergebnis: 0-3 nach 95 Min. (46/49) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 20. (Nr. 25), 0-2 26. (10), 0-3 88. (12)
- Verwarnungen: Nr. 7 (ASS); Nr. 10 (MAT)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade Boubkar Ammar [ملعب أبو بكر عمار] (Kap. 7.000, davon 6.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (darunter keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Nach guter erster Hälfte wurde das Spiel langweilig)

-- Tanmia de Tanger --
-------- (تنمية طنجة) -------
............ 118:88 ..............
Renaissance de Tanger
------- (نهضة طنجة) -------
- Datum: Sonntag, 6. Oktober 2013 – First Ball Bowled: 14.00
- Wettbewerb: Finale de Coupe du Trône de Cricket [مباراة النهائية الكاس العرش لالكريكيت] (Cricket-Pokalfinale, beide Teams aus der 1. da einzigen marokkanischen Cricketliga)
- Modus: Twenty20, Spieldauer ca. 4 Stunden
- Ergebnis: Tanmia gewinnt mit 30 Runs, 118:88
- Statistiken: nicht verfügbar
- Spielort: Stade Fellini [ملعب فيليني] (Kap. 2.000, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon je ca. 10 Fans beider Teams und ca. 20 aus Salé)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Mittelmäßiges Spiel mit einzelnen spektakulären Szenen und hohem Risiko bei den Positionswechseln) سلا - سور المدينة Photos with English and Arabic Commentary:
a) Moroccan Under-23 League: AS Salé v Maghreb Tetouan at Stade Boubker Ammar
b) Moroccan Cricket Cup Final: Tanmia Tangier defeat Renaissance Tangier at Stade Fellini in Salé
c) Rabat & Salé: The Old Town of Salé

Die Pläne mit El Jadida musste ich doch ändern, da das Spiel von DHJ gegen Maghreb Fes (wie üblich am Dienstag derselben Woche) auf den Montag 7.10. angesetzt wurde. Aber es gab interessanten Sport in der Nachbarstadt der Hauptstadt. Was Potsdam für Berlin ist, ist Salé für Rabat. Allerdings ist Rabat die städtebaulich weitaus attraktivere Hauptstadt, andererseits aber erheblich ruhiger als Berlin. Nur das sehr sehenswerte Potsdam hat noch weniger mit dem schmuddeligen Salé gemein, das eine der dreckigsten Orte Marokkos ist und außer den eindrucksvollen Stadtmauern aus dem Mittelalter nicht viel zu bieten hat. Innerhalb der ockergelben Stadtmauern sieht es beschissen zubetoniert und vergammelt aus.

Das Stadion, das nach einem gewissen Boubker Ammar (Nuscheldialekt für Abou Bakr Ammar) benannt ist, ist auch ziemlich versifft, aber es wird wenigstens was dran gemacht. Das Dach der nach oben hin schmaler werdenden Haupttribüne ist noch die nicht fertig, über die Gegenseite mit ihren 13 Stufen und rot-weißen Wänden, die an drei Stellen mit geometrischen Mustern durchbrochen sind, soll sicher kein Dach. Die Hintertorbereiche erlauben ebenirdisches Stehen.

Der freundliche Platzwart erklärte mir ein bisschen was zu den U23-Mannschaften, die in der ganz entspannten Atmosphäre des eher kleinen aber für diese Liga überdimensionierten Stadions ein faires Spiel ablieferten. Tetouan, zu deren spanischer Vergangenheit ich bei Gelegenheit mal was schreiben werde, steht im vorderen Tabellenbereich, Salé im hinteren. Als der Kollege vom Platzwart noch die Teppiche auf der Tribüne ausklopfte und die gewaschenen Leibchen hinterm Tor zum Trocknen auslegte, ging der Gast auch schon in Führung. MAT bestimmte das Spiel gegen die jungen Hoffnungen aus Salé von der ersten bis zur letzten Minute und nutzte einen Torwartfehler zum 0:2 sowie einen Flachschuss eines nach Unsicherheiten in der Abwehr freistehenden Stürmers zum 0:3 Endstand. ملعب ابو بكر عمار في سلا Nach einer unfreiwilligen langen Stadtbesichtigung (Verfahren, im Stau gestanden) fand ich das Cricketstadion im Vorort Maâmora der für seinen Wald bekannt ist. Es ist zwischen Militäreinrichtungen eingeklemmt, was in Marokko aber kein Problem ist: Marokkaner sind ja keine Inder, die in einem Stadion im Sperrbereich eine öffentliche Sportveranstaltung ansetzen... Im Gegensatz zu Indien (was Dümmeres und Unsympathischeres wird man eh kaum in der Welt finden) wird man hier in Marokko auch freundlich behandelt, in den kostenlosen Parkplatz eingewiesen und auf Nachfragen auch mit Infos bedient. Leider hatte niemand die Nummer vom Maghreb Fes Crickettrainer, sondern nur den Hinweis mal abends im Stadion Hassan II vorbeizuschauen, wenn mal Training ist. Mal schauen, ob ich da mal mitspielen kann…

Mit Tanmia (heißt Fortschritt) und Nahda (Renaissance = Wiedergeburt, arabische Reformbewegung des 19./20. Jahrhunderts) haben es beide Clubs aus der Hochburg des marokkanischen Crickets, Tanger, ins Finale geschafft. Die Teams aus Salé (der Gastgeber AS), Stade Marocain Rabat, Maghreb Fès, Wyfaq und Manar Casablanca, sowie Zemmouri Khemisset sind in den Runden zuvor auf der Strecke geblieben. Mir ist schon recht, dass das Spiel hier in Salé ausgetragen wurde, aber der Platz in Tanger soll deutlich besser sein: Etwas neuere Tribüne und nicht so ein versiffter Betonbau ohne Überdachung in der prallen Sonne auf den Umkleiden wie in Salé, besserer Kunstrasen auf der Pitch, weniger staubige Stehplätze unter den Bäumen und v.a. besser gemähtes Gras. Also mit englischem Rasen hatte der Acker mit den vielen kahlen Stellen die mit büschelweise 10cm hoch stehendem Grasgestrüpp kontrastierten, nicht viel zu tun…

Interessant war auch, dass man die Infos hier nicht wie beim deutschen Cricket in Englisch einholen musste bzw. konnte: selbst die Trainer und Offiziellen konnten meist kein Englisch und von den Nachwuchsspielern, die den Großteil der Zuschauer ausmachten, sprachen alle nur Arabisch und Französisch. Cricket scheint sich in Marokko zu einem Sport junger Mittelschichtenkinder zu entwickeln. Aber der Nahda-Trainer konnte mir im besten Hocharabisch erklären, wie es um seine Mannschaft steht! Und die erwischte einen schlechten Start, bowlte mehrere Wides und diskutierte dann auch noch laut mit den Umpires, was zu Verwarnungen und einem Platzsturm des Verbandsbosses führte. Tanmia konnte nicht immer glänzen, spielte teilweise unkonzentriert, aber konnte immer wieder Fours schlagen und ging beim Positionswechsel der Batsmen erfolgreich volles Risiko. Nur ein Run-Out kassiert, aber sehr oft zwei oder gar drei Runs auf einmal geschafft.

Tanmia setzte das Target auf 118, was Nahda erwartungsgemäß nicht aufholen konnte. Bei 88 Runs waren im 18. Over alle Schlagmänner ausgeschieden, denn ihr Risikospiel mit dem doppelten Wechseln ging immer wieder schief, Unsicherheiten beim Schützen des Wickets kamen noch hinzu. Den spektakulärsten Catch lieferte natürlich einer von Tanmia: das 8. Wicket, ziemlich kurz vor dem Ende, war ein Catch mit 10 Schritten Anlauf und einem genauen Sprung zum Ball, der im hohen Bogen in Richtung vier Punkte gegangen wäre.

Das Niveau war gar nicht schlecht, die Atmosphäre entspannt (einige Wänster spielten während des laufenden Cricketmatches Fußball am Spielfeldrand ohne weggescheucht zu werden), und nach der Siegerehrung, die die Präsidentin des marokkanischen Cricketverbandes leitete, fuhr ich die knapp 200 unspektakulären Autobahnkilometer nach Fés zurück. Mittlerweile zeigt der Kilometerzähler übrigens auch knapp über 100.000km an. مباراة نهائية الكاس العرش لالكريكيت - تنمية طنجة و النهضة طنجة Statistik:
- Grounds: 1.024 (2 neue; diese Saison: 53 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.922 (heute 2, diese Saison: 66)
- Tageskilometer: 450 (450km Auto)
- Saisonkilometer: 16.830 (15.780 Auto/ 820 Fahrrad/ / 40 Schiff, Fähre/10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 178, Rekordserie: 178; davor 141, 106, 101 bzw. 88]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 375

Sonntag, 6. Oktober 2013

W375II: Der andere Kunstrasen im Saadier-Stadion, überraschende Klatsche für CODM und immer Ärger mit den Bullen und der Kasbah Nesrani

Club Omnisport De Meknès
---- (النادي الرياضي المكناسي) -----
...................... 1:5 ....................
--- Chabab Atlas Khénifra --
---- (نادي شباب أطلس خنيفرة) -----
- Datum: Samstag, 5. Oktober 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Botola 2/ GNF 2 [2 البطولة الوطنية المغربية] (2. Marokkanische Fußballliga, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-5 nach 99 Min. (46/53) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 20. (25?), 0-2 45. (5), 1-2 58. (11, Foulelfmeter), 1-3 85. (30), 1-4 87. (7, Foulelfmeter), 1-5 96. (?)
- Verwarnungen: mindestens Nr. 9, 25, 40 ETW, 93 (alle CODM)
- Platzverweise: Nr. 1 TW von CODM (86. Notbremse)
- Spielort: Stade de Honneur [الملعب الشرفي لمدينة مكناس] (Kap. 12.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.500 (davon ca. 400 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Tolle zweite Halbzeit von Chabab Atlas, nachdem die erste Hälfte mehr von der Atmosphäre lebte)

Wydad Athletic de Fès (Espoirs)
------ (نادي الوداد الرياضي الفاسي) ------
.......................... 0:2.........................
Olympique Club de Safi (Espoirs)
---------- (نادي أولمبيك أسفي) -----------
- Datum: Samstag, 5. Oktober 2013 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: Elite 1 Espoirs (1. U23-Liga Marokkos)
- Ergebnis: 0-2 nach 96 Min. (48/48) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 30. (10), 0-2 45. (5)
- Verwarnungen: Nr. 6, 13 (beide OCS)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Terrain Saadienne, El Mernissi, WAF [ملعب المرنسي - السعديين الرياضي المركب] (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 2 Gäste)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Ganz ordentliches Spiel) الملعب الشرفي لمدينة مكناس Photos with English and Arabic Commentary:
a) Moroccan Under-23 League: Wydad Fès v Olympique de Safi
b) Moroccan Second Level (Botola 2): Olympique de Meknès v Chabab Atlas Khenifra
c) Meknès Region: Jabal Zerhoun Landscape

Der Samstag begann wie der letzte auch, nämlich mit einem U23 Spiel auf einem Kunstrasenplatz im Saadienne-Komplex, der nach der Dynastie der Saadier benannt ist und dementsprechend auch die Mauern des gegenüberliegenden Königspalastes kopiert. Jim erzählte mir noch die Anekdote zu der Bauruine am Golfplatz hinter dem Saadienne: „Der Sportkomplex von Fes, wo Maghreb Fes jetzt u.a. spielt, sollte eigentlich vor 10 Jahren dort hinterm Golfplatz hochgezogen werden, da innenstadtnah. Aber der König wollte nicht, dass man von der Tribüne in den Garten von seinem Palast gucken kann. Zum einen wegen Privatsphäre, zum anderen wegen Anschlagsgefahr…“

Von der Tribüne des Kunstrasens „El Mernessi/ Wydad Athletic Fès“ kann man aber nicht mal über die auf mittelalterlich gemachte Stadionmauer gucken. Mit Müh und Not schaut man über den grünen Zaun aufs Spielfeld. Ein freundlicher Alter WAF-Mitarbeiter brachte mir mit der Bemerkung „Kursi maroccaine, sahibi“ (ein marokkanischer Stuhl, mein Kumpel) einige große Pflastersteine mit Zeitung drüber zum Sitzen… Eigentlich hätte er „kursi maghrebi“ sagen müssen, aber die Leute sprachen hier meist ein französisch-arabisch Kreol. Der U19-Spieler mit dem ich mich eine Weile unterhielt, schoss den Vogel mit seiner Frage ob ich ein gutes Leben in Deutschland habe, ab: „la vie dyälak mizyan fy germany?“ Klingt so bescheuert wie in Deutsch: „Dein Life in Allemagne ist toll, wa?“

Die U23-Liga wird als „Elite 1 Espoirs“ bezeichnet, wobei Espoirs die Kurzform von „Jeunesse Espoirs“ ist, was „Junge Hoffnungen“ (gemeint sind „Nachwuchstalente“) bedeutet. Vor allem der Gast aus Safi (Asfi am Atlantik südlich von Casablanca) hat einige gute Talente, die vor der Pause zwei Mal die Abwehr von Wydad Fès austanzten. Die Fans von Wydad sind oft der Oberschicht zuzuordnen, doch bei der Espoir hingen auch die einfachen Leute herum, da die Fußballschule für einige ein Sprungbrett ins bessere Sportlerleben ist und mit 1.500 Dirham (140€) pro Jahr auch für die untere Mittelschicht erschwinglich ist. So war es typisch, dass einige in Arbeitsklamotten ihren Nachwuchs in der Form unterstützten, dass sie den Gegner dummmachten. Schon letzten Samstag im Saadienne gab es hinter noch gute Pöbeleien – und dem siegreichen Gast, der in den letzten 20 Minuten hinten reingedrängt wurde aber stark verteidigte, wollte man doch noch eins mitgeben, nachdem die Partie so ausgesprochen fair geführt wurde von den jungen Akteuren… ملعب السعديين او المرنسي في فاس Weiter ging es nach Meknès, von Königsstadt zu Königsstadt also. Wobei mir Meknès eh überschätzt vorkam und nach dem zweiten Besuch bin ich noch negativer gegenüber Meknès eingestellt. Am Stadion gab es als einzige Verpflegungsmöglichkeit einen Carrefour, in dem die angestellten von nichts ne Ahnung hatten (einer der Kunden wurde auch etwas laut gegenüber dem dämlichen jungen Verkäufer), aber wenigstens konnte man davor kostenlos parken. Die Offiziellen von CODM hatten nur eine einzige Kassenreihe geöffnet, was für die Gästefans blöd war. Noch blöder als die Anmache beim Kartenkaufen war aber der Punkt, dass sie beschissen wurden: die drei Kategorien sind schon eine Frechheit: als Erstligaabsteiger nimmt man sich bei CODM raus, Karten zu je 20, 40 bzw. 50 Dirham zu verkaufen – und die Gäste, die als solche erkennbar waren, wurden auf die 40Dh (3,80€) Plätze geschickt. Ich bestand auf Pelouse für 1,90€ und saß dann neben einem neutral wirkenden jungen Mann, der mir irgendwann mal sagte, dass er aus Khenifra ist und nur nicht doppelt so viel zahlen wollte wie für ein Heimspiel seiner Atlasjugend (Chabab Atlas)… Er war im Übrigen der einzige wirkliche freundliche im Stadion der sich für den ausländischen Groundhopper interessierte. Ich wurde auch erstmals von der Polizei kontrolliert, die sich wenigstens halbwegs höflich verhielt, aber ziemlich asozial gegenüber den normalen Fans: Getränke wurden konfisziert und diese dann hinter der Tribüne konsumiert. Da im Stadion Limettenbäume wachsen, pflückten einige daraufhin Früchte zur Erfrischung…

Wenigstens ist das Stadion der Stadthonoratioren ein sehr sehenswerter Bau mit Steinbänken die in neun Reihen rundherum laufen und auf der Haupttribüne, die in der Mitte ein Dach hat und auch Logen, bis zu 30 Reihen zählen. Die altmodische Anzeigetafel funktioniert nicht mehr, die Sprecheranlage ebenso wenig. Dafür funktioniert der Support der Fans, vor allem jener der Ultras hinter dem Tor vor den Plattenbauten. Guter Gesang, Hüpf- und Klatscheinlagen. Pyro gab es nur im Gästeblock, der auf deutlich über 300 anschwoll und nach und nach ebenbürtig in der Stimmung wurde. Interessant war auch, dass dort die Kabylenflagge gehisst wurde aber keine Lieder auf Tamazight gegrölt wurden. Die Stimmung zwischen den Fangruppen war übrigens recht freundschaftlich und v.a. bei „ACAB“ waren sich alle einig… Schon toll, wenn da ein 10jähriger quer übers Feld rennt und erfolgreich vor der Polizei auf die Capo-Plattform zum erstaunlich alten Ultra-Boss flieht und ein anderer 10jähriger mit einem „ACAB“-Tshirt jubelnd rumgrölt - haben bestimmt echt vorbildliche Eltern, wobei die wenigsten der marokkanischen Polizisten diesen dummen Spruch ACAB verstehen werden… Derzeit ist übrigens eine gewisse Offensive gegen die Polizei im Land im Rollen, da sich die Kollegen in Nador mal wieder einen Skandal erlaubt haben, der so von vielen (vor allem von vielen jungen Leuten) nicht hingenommen wird und nur zu gut beweist, dass die marokkanische Polizei das große Problem hat, dass dort zu viele ungebildete Vollidioten mit nur vier Jahren Schulbildung arbeiten.

Zum Spiel muss man sagen, dass es erst gut wurde, als alle Gästefans im Block angekommen waren, was gleich mit dem 0:1 – einem Flachschuss von der Strafraumgrenze – belohnt wurde. Kurz vor der Pause schien die immer besser werdende Partie mit dem 0:2 entschieden, doch ein Foulelfmeter nach dem Seitenwechsel schien sie noch mal offen zu gestalten. Als in der 85. – nach einer guten und schnellen zweiten Hälfte – das gut heraus gespielte 1:3 fiel, verging nur eine Minute bis der Meknes-Keeper nach einer Notbremse vom Feld musste. Dann wurde es hektisch und Chabab Atlas führte die Heimelf vor. Ein Elfmeter der vom Feldspieler, der nun als Ersatztorhüter fungieren musste, verursacht wurde, saß zum 1:4. In der ewig langen Nachspielzeit liefen dann nicht nur mehrere junge Rowdys aufs Feld, sondern schoss Khenifra noch das 1:5.

Nach Spielschluss waren es dann übrigens größtenteils die Ultras von CODM, die die Gastmannschaft mit Applaus bedachten. Die mit den teureren Karten gingen schweigend nach Hause. Außer natürlich der Gästefanblock, der nun richtig gut feierte… جماهير نادي مكناس Nach Spielschluss bekam ich dann auch noch Ärger mit der Polizei, da ich einem rasenden Lieferwagenfahrer hinterhergefahren bin, der mit 80 im 60er-Bereich bei Oued Jdid unterwegs war. Ein bisschen auf Arabisch diskutiert, sehr freundlich behandelt worden und für meine Arabischkenntnisse und Interessen gelobt, aber trotzdem zu 500 Dh. (47€) wie der Typ mit dem Lieferwagen auch, der natürlich sehr herablassend angeschnauzt wurde, verdonnert worden. Natürlich waren die superkorrekten Klugscheißer, die mir sogar die komplett ausgefüllte Quittung mitgaben, von der Direktion in Meknes. Zwei von der Direktion Ouarzarzate haben mir mal 700 Dh. einfach so erlassen und mich handschläglich verabschiedet, nachdem ich mich auf Arabisch herausgeredet habe…

Danach versuchte ich zum mittlerweile zweiten Mal diese verdammte Festung Kasbah Nesrani (der Name bedeutet „Christenburg“, da sie wohl von den Portugiesen erbaut wurde) im Zerhoun Gebirge zu finden. Aber die Straße bei Oulad Slim war gesperrt. Ich guckte noch kurz bei dem Dorffest zu, wo es eine Hengstparade gab, und fuhr dann nach Fès zurück. طبيعة قريب من مكناس Statistik:
- Grounds: 1.022 (2 neue; diese Saison: 51 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.920 (heute 2, diese Saison: 64)
- Tageskilometer: 160 (160km Auto)
- Saisonkilometer: 16.380 (15.330 Auto/ 820 Fahrrad/ / 40 Schiff, Fähre/10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie: 178, Rekordserie: 178; davor 141, 106, 101 bzw. 88]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 375

Freitag, 4. Oktober 2013

W375I: Die erste Woche in Fès – Unterrichtsbeginn, Fahrradreparatur bei Hassan und Wasserfall im Haus

المدينة فاس Photos with English and Arabic Commentary:
Fès: Some Mosques and the Old City’s Walls

Montag 30.9. stand der erste Arabischkursbesuch an. Eigentlich wollte ich den Taxitypen kein Geld überlassen, aber da mir Khadijas Sohn Muhammad das versprochene Fahrrad in einem beschissenen Zustand ablieferte, musste ich es erstmal mit Jim zu einer Werkstatt bringen. Die Werkstätten sehen hier deutlich anders aus als in Deutschland: es sind chaotische Garagen, die mit Fahrrädern, Motorollern u.a. zugestellt und mit Werkzeug und Ersatzteilen kreuz und quer vermüllt sind. Keine moderne Technik, aber hervorragende Improvisationsarbeit. Wie lange die Arbeit hält werde ich sehen. Hassan, der Chefmechaniker im Viertel Batha, versprach mir die Karre bis 17h fertig zu haben.

Also nach dem Mittagessen, das eine marokkanische Freundin von Patty und Jim hervorragend zubereitete, per Taxi zum Institut. Unglaublich, dass der Kerl ganz seriös das Taxameter ohne jede Aufforderung anstellte und genau den korrekten Weg fuhr und keine Händeleien anfing. Aber das soll die Regel sein in Fès, seit man sich bei der Polizei erfolgreich über Fehlverhalten von Taxifahrern und Co. beschweren kann. Das mit der polizeilichen Fürsorge für Ausländer hat allerdings auch schon mal perverse Auswüchse, wie mir Jim erzählte: Khadijas siebenjährige Tochter wollte letzthin nur zwei amerikanischen Studenten, die bei ihnen wohnten, einen Laden zum Süßigkeitenkaufen zeigen – da kauften aber auch zwei Polizisten gerade ein und laberten sie blöd zu, da sie meinten, die Kleine wäre ein illegaler Guide, der im Auftrag der zwielichtigen Eltern Touris abzieht. Es gibt in der Tat Kinder, die so was tun, aber dass ehrliche Kinder wie die Tochter von Khadija dann gleich aufgefordert werden, die Eltern zur Bestätigung der Sachlage herbeizuholen, ist schon dreist!

Am Institut waren kaum mehr Studenten als Lehrer zugegen und Lahcen, ein sehr gebildeter Kleinwüchsiger mit dicker Brille, stellte sich als mein Lehrer für arabische Hochsprache vor. Gemeinsames Zeitunglesen und Diskutieren des gelesenen Artikels ist sicherlich eine der hilfreichen Fusha (Hocharabisch)-Übungen. Nach einer Viertelstunde Pause ging es gleich mit weiteren 90 Minuten Intensivkurs weiter: Fatima, die nach einem Fahrradunfall letzte Woche durchs Institut nur humpeln konnte, ist die Lehrerin für marokkanische Umgangssprache (Darija). Wir kamen enorm schnell voran und mit ihr ist das auch lustig zu lernen, da sie (wie sich in den Tagen drauf rausstellen sollte) irgendwie immer gut gelaunt und etwas aufgedreht ist, wie klischeehaft alle Marokkanerinnen sein sollen. Natürlich ist Hocharabisch wichtiger, aber Darija ist schon mal gut einen Einblick zu bekommen um es dann hier in Marokko anzuwenden – und lustig ist es sowieso, denn irgendwie ist es das Schwyzertütsch der arabischen Welt… مسجد في فاس الجديد Zu Hassans Shop gelaufen, war er erwartungsgemäß noch nicht fertig, aber er versprach nur eine Stunde zu brauchen, um das letzte Ersatzteil zu besorgen und es würde auch nicht den versprochenen Rahmen von 200Dh. (19€) übersteigen. Er versprach tatsächlich nicht zu viel (wie ich es auch erwartet hatte) und als ich um 18.30 bei Hassan auftauchte, präsentierte er mir das Bike mit neuem Vorderrad (Decke, Mantel und Schlauch), neuen Bremsen hinten, neuem Griff rechts, neuer Schaltung, reparierter Pedale und neu justierter Kette. Für den Preis von 185 Dirham (17,25€) hätte man mir in Deutschland nicht mal den Reifen ausgetauscht…

Dienstag ging es mit der Karre gleich mal zum Institut. Wach wurden wir übrigens alle im Haus, als es lautes Plätschern gab. Regen? Keine Wolke am morgendlichen Himmel! „Jeeeeesus, we’ve got a waterfall in our house!“ – ein Wasserrohr im zweiten Stock war gebrochen und es floss alles munter die Treppen in den Innenhof runter… Während ein Bekannter eines Bekannten den Mist zum Freundschaftspreis reparierte, ging es mit dem Fahrrad zum Unterricht, der wie erwartet gut verlief.

Mittwoch lief auch nicht alles rund: das Institut will langsam mal Geld sehen und kaum will ich welches abheben, sind alle drei Automaten die ich ansteuere außer Betrieb. Kann man denn nur bei der Bauernbank am Hauptbahnhof verlässlich Geld abheben?!

Donnerstag funktionierte es dann, aber nur mit der Sparkassencard (Maestro). Die Visacard von der DKB wurde am Automaten nicht akzeptiert, wobei die Bareed Bank (Postbank) eh die letzte Scheiße zu sein scheint: da haben die die üblichen drei Sprachen bei der Bildschirmführung (Arabisch, Französisch, Englisch) und dann geht die arabische Version nicht! Bei einer arabischen Bank!!

Nach dem Unterricht nahm ich mir am Donnerstag etwas mehr Zeit für Sightseeing als die Tage vorher. Einmal rund um die ummauerte Altstadt mit dem Fahrrad (also 20km vom Institut zum Riad 53 statt der üblichen 5). Die Straßen sind ziemlich befahren und staubig, aber daran gewöhnt man sich. Anstrengend war es eher wegen der enormen Steigungen, die immer wieder zu fahren sind.

Lustig ist es oft abends, wenn ich nach dem „Dinner“ noch lange mit Patty und vor allem Jim gequatscht habe. Auch zwischen Amerikanern und Deutschen – nicht nur zu Arabern und speziell Marokkanern – konnten wir kulturelle Unterschiede ausmachen. Wie es sich für gebildete Amis gehört, akzeptieren die beiden aber alle Unterschiede, so wie es auch Marokkaner akzeptieren, wenn sich die zwei in manchen Dingen nicht wie Einheimische verhalten. Interessant war übrigens auch die Auslegung der Unentschieden- oder Alles-Auf-Sieg-Einstellung, die von Jim auch als kulturell bedingt gesehen wird: Amis müssen immer einen Sieger und einen Verlierer haben, wenn sie die Sportstätte verlassen – deswegen wird so gut wie immer auf Sieg gespielt, wenn es sein muss halt ewige Verlängerungen und shoot-outs – was eine Abwandlung der in Großbritannien üblichen Regeln bei allen Sportarten ist: Unentschieden wird zwar manchmal erschwert, ist aber prinzipiell immer möglich außer bei meisterschaftsentscheidenden Wettbewerben.

Freitag war recht unspektakulär, da keine Sportveranstaltungen in der Nähe angesetzt waren. Abends wurde es nur schön laut im Riad, da befreundete Kinder zum Geburtstag der Tochter einer Freundin von Patty zu Gast waren… دراجتي الجديدة في فاس Statistik:
- Tageskilometer: 10km Taxi, 60km Fahrrad (Montag-Freitag)
- Saisonkilometer: 16.220 (15.170 Auto/ 820 Fahrrad/ / 40 Schiff, Fähre/10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)

Dienstag, 1. Oktober 2013

Grounds of Morocco

League Pyramid
1.) GNF 1 = Botola 1 (professional league, 16 teams, bottom two relegated)
2.) GNF 2 = Botola 2 (semi-professional league, 16 teams, top two promoted, bottom two relegated, 14th rank probably play-out with best runners-up of Amateur 1)
3.) Amateur 1 (amateur top tier, 16 teams in each of the two groups (North/ South), tabletoppers promoted, bottom two relegated)
4.) Amateur 2 (2nd amateur level, 16 teams in each of the four groups (North/ Centre/ South/ Western Sahara), tabletoppers promoted, bottom two or three relegated)
5.-8.) Amateur 3 to 6 (local amateur leagues organised by regional sports councils as League du North, League du Grand Casablanca, etc. Number of teams vary, see http://fr.wikipedia.org/wiki/Ligue_r%C3%A9gionale_du_Maroc_de_football for more info.)
There is also a league system of reserves leagues (U23 and regular reserves), women's football (1st and 2nd level organised by FA, 3rd and below handled by the regional associations), and of course under-aged football with most leagues organized on regional level besides U19 Moroccan championship.

GNF 1 (13/13):


Agadir : Stade Inbiate [7,0/10]

- Arabic: ملعب الانبعاث (اكادير)

- Address: Directly at National Road N10. Coming from Marrakech (via motorway or national road) you have to follow the signs for harbour (port) and turn left towards town centre after reaching the harbour; after 2km the ground is on your left. From Tiznit and Essaouira it's simply straight ahead on the national road.

- Home sides: Hassania Agadir (HUSA) [ حسنية اكادير ]

- Capacity: 14,250 (250 seated/ 14,000 standing)

- Matches watched: HUSA 4:3 Wydad Fès (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: terraces are very tight when attendance is high, all in all quite old fashioned ground
- Remarks on the club: majority of the supporters is Berber, police is very strict and will check everybody intensively before entering the ground (even foreigners)



Berkane : Honneur d’Oujda [7.0/10]

- Arabic: الملعب الشرفي بوجدة (وجدة)

- Address: Almost everyone reaches Oujda from A2/ N6, so go ahead until you reach that huge round-about and turn right there (passing by a mosque and a bus station to the right). Go ahead for 1.5km and turn left into a four-lane alley. The stadium is on the left after 1km.

- Home sides: Mouloudia Oujda (MO) [مولودية وجدة], Union Sportive de Musulmanes Oujda (USMO) [جميعة المسلمين], temp. Renaissance Sportive Berkane (RSB) [النهضة البركاني]

- Capacity: 30,000 (1,000 seated/ 29,000 standing)

- Matches watched: RS Berkane 0:2 Chabab Rif Hoceima (=> Report   / => Pictures  )

- Remarks on the ground: Interestingly coloured (according to the colours of USMO and MO) stands, large parking possibilities.

- Remarks on the club: USMO v MO is a good derby, but usually the stadium is totally over-sized.

مركب الرياضي بوجدة Casablanca: Stade Mohammed V [8.5/10]
- Arabic: الخامس محمد مركّب (البيضاء دار)
- Address: Rue Kaid al Achtar, Casablanca, Grand Casablanca, Marokko. Situated in al-Maârif neighbourhood, the ground is near R320 road, which is the coastal road from El Jadida: turn right after passing by the Royal Anfa Golf course. Coming via motorway A5 (direction Rabat or El Jadida), leave the motorway at the conjunction with A7, direction Casablanca/ Sidi Massôud/ N11. Always straight ahead towards city (N11, then N1). Arriving at a large crossing with five streets heading from it, take that one in the middle (N1). The next big crossroad (with roundabout) is 1.4km ahead, turn left there. After some more 600m, there is the stadium on the left. This is Rue Kaid al Achtar, there are also some ticket booths in that street.
- Home sides: Wydad Athletic Club (WAC) [الوداد], Raja Club Athletic (RAC) [الرجاء]
- Capacity: 67,000 (40,000 seated/ 27,000 standing)
- Matches watched: Raja v Chabab Massira (=> Report  / => Pictures  )
- Remarks on the ground: tickets are sold some 100m away from the main entrance. You can choose between covered grand stand (tribune couvert), not-covered seating (pelouse, which I prefer) and goal end standing (virage); VIP seating (tribune honeur) may not be available. Parking is usually possible for free in side streets around the stadium, but if there is a derby match come at least 3 hours prior match! The stadium is named after late Moroccan King Mohammad V (1909-1961, father of reigning Mohammad VI).
- Remarks on the club: Wydad and Raja are the most successful clubs in Morocco. Playing against each other, stadium is always overgrowded, there is fantastic support (Italian style “Tifo” mixed with Arabic elements) and riots are common. The place name means “White House“, as Casablanca is the Spanish translation of Arabic “Dar al-Bayda”. The names of the home sides should be translated as “Love” (Wydad, named after a famous film featuring Umm Kolthoum, which is said to cause a delay in the foundation ceremony of the club as some important officials arrived late to the ceremony due to watching this film at cinema), and “Hope” (Raja).
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Fès: Complex Sportif de Fès [9.0/10]
- Arabic: لفاس الرياضي المركب (لفاس)
- Address: Route de Sefrou, 30000 Fès. The ground is situated at the very edge of the city, on the road towards Sefrou (R503). If you are not coming from Sefrou but via motorway A2 from either Oujda or Meknes, get off at the exit “Sefrou/ Fès Este” and head towards the city via R503 (the stadium can be found on the right after 8km). Coming from the north, passing by train station and Saadienne Grounds to the left, and Janvier 11 sports hall and Mechouar to the right, resp. you have to turn left passing by Hussain II stadium, take the right at the next crossroads (200m) and go straight ahead (passing by Mc Donald’s to the left and Barceló Hotel to the right) at the next roundabout. Left after 400m, straight ahead after 200m. After 400m there is a roundabout with two petrol stations around, take the second street from the left which takes you to a park after 300m. At the southern end of this tiny park, the street branches off into three: take the leftmost (but not the street fourth street branching off in a 90° angle next to the post office!). From then on straight ahead for 4km.
- Home sides: Maghreb Association Sportive de Fès (MAS) [الفاسي الرياضي المغرب], Wydad Athletic de Fès (WAF) [الفاسي لرياضيا الوداد نادي]
- Capacity: 45,000 (45,000 seated/ 0 standing)
- Matches watched: Maghreb Fès 0:2 AS Salé (=> Report  / => Pictures ) and Cup Semi-Finals
- Remarks on the ground: typical huge Moroccan stadium, interesting floodlight pylons. Best to get there by car, and park in the sidestreet opposite the stadium in front of one of the new blocks.
- Remarks on the clubs: MAS is the fare more popular one and indicate their nationalist background by the name Maghreb (Morocco), while Wydad is named after Wydad Casablanca and only has a small supporters base.
مركب الرياضي بفاس



Hoceima: Stade Mimoun Arsi [8,5/10]

- Arabic: ملعب ميمون العرصي (الحسيمة)

- Address: You’ll probably enter Al Hoceima from Ajdir (N2, via P5211). Just go straight ahead until you reach a vast and empty square with some Spanish style buildings around (Place Mohamed VI), turn left at the end of the square and go ahead further 200m. The stadium lies on the left.

- Home sides: Chabab Rif Al Hoceima (CRA) [شباب ريف الحسيمة]

- Capacity: 7,000 (6,000 seated/ 1,000 standing)

- Matches watched: CRA 0:1 Kawkab Marrakech (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: aka Chipula, one of the few grounds that lies directly in the city centre giving a hint on its relatively high age, home and away support are next to each other under the roof of the grand stand, VIP seating is opposite of them on a separate covered stand. Parking only in neighbouring small streets.

- Remarks on the club: holds a bad reputation as Maghreb Tetuan due to its location in the Rif, but seemed to be much more likeable than their Rif rivals of MAT.






Jadida: Ben Ahmed El Abdi [7,5/10]

- Arabic: مركب ابن احمد العبدي (الجديدة)

- Address: Av. Massira el-Khadra, easy to reach when entering El-Jadida from Casa/ Rabat (motorway or national road, A5/ N1): just pass by the hippodrome on your left and turn left on the round-about next to the Ibis hotel, then turn right on the T-crossing and there it is. Arriving El-Jedida via N1 from south, you go right to the city centre until you reach a huge round-about where you have to take the first of the five exits to reach the stadium directly. The coastal road from Safi takes you directly to the enwalled old town, there you have to turn right and after 50m take the right one of the two roads. Straight ahead for 1km until you reach the round-about I described before: take the 4th exit.

- Home sides: Difaa Hassani El-Jedida (DHJ) [الدفاع الحسني الجديدي]

- Capacity: 7,500 (7,500 seated + 2,500 under construction/ 0 standing)

- Matches watched: DHJ 1-1 Olympique Safi (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: One goal end stand is not yet finished.

- Remarks on the club: relatively small audience at the matches, so best to come when a big club with great supporters as Raja, Wydad or KAC plays.

الدفاع الحسني الجديدة - اليمبيك اسفي بالملعب العبدي



Kénitra: Stade Municipal [9.0/10]

- Arabic: ملعب البلدي بقنيطرة (قنيطرة)

- Address: Coming from Sidi Allal Bahraoui (village were A2 motorway ends up) or leaving motorway A1 at Kenitra Centre, just go straight ahead: the stadium is at the third round-about on the right-hand side. If you are entering the city on N1 from Rabat, you have to go straight ahead all the time, until you see two big buildings (Bank of Morocco and Hotel Maamoura) on your left, then turn right on the next intersection (10m). Coming from Tanger on N1, this intersection comes 800m after crossing the railway, turn left there. Attention: there are almost no signs in the entire city, so you probably have to ask one for “Stade KAC” or “Malaab Kebir”.

- Home sides: Kénitra Athletic Club (KAC) [النادي الرياضي القنيطري]

- Capacity: 8,000 (8,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: KAC 0:0 FAR (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: One of the best grounds in Morocco, as few have wooden benches as Kénitra has

- Remarks on the club: Great, passionate, aggressive supporters! Come early (1 hour before kick-off, against Wydad, Raja and FAR 2 hours), as attendance is usually high.

بطولة المغربية - نادي القنيطري و الجيش الملكي الرباطي




Khouribga: Stade Phosphate [10/10!]

- Arabic: ملعب الفوسفاط (خريبكة)

- Address: Lies in the middle of the French workers neighbourhood: coming from Fqih Ben Saleh turn right to “Village OCP” after entering the city and god straight ahead until a big roundabout with a fountain (1,8km); the stadium is on your right. From Casablanca and Oued Zem you’ll have to find the roundabout with the clock tower on the main road and head towards the city centre and train station. Passing by under the railroad (1,5km), pass by a roundabout (straight ahead; 100m) and turn left at the following roundabout (the abovementioned with the fountain; 500m).

- Home sides: Olympique Club Khouribga (OCK) [نادي اوليمبيك خريبكة]

- Capacity: 6,000 (4,500 seated/ 1,500 standing) + 1,500 seating under construction

- Matches watched: OCK 1:2 Maghreb Tetouan (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: One of the best and oldest grounds in Morocco and the most beautiful one in the top flight! r/>

- Remarks on the club: OCK lacks of supporters, but the ground with its historic grand stand is just wonderfully set into that French style working class neighbourhood.


 



Marrakesh: Stade El Harti [9,5/10]

- Arabic: ملعب الحارثي (مراكش)

- Address: Coming from the motorway (exit Palmiere) or on the nationalroad N1 you have to go straight ahead until you reach the royal theatre. Pass by on the righthand side and turn right, then you’ll be right in front of El Harti Gardens (worth a visit): the ground is in the rear of the gardens i.e. at the end of the road).

- Home sides: Kawkab Athlétic Club Marrakech (KACM) [Arab.]

- Capacity: 15,000 (15,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: KACM Espoirs v FAR Rabat Espoirs (=> Report / => Pictures )

- Remarks on the ground: one of the most beautiful in the country; dominating light red as everywhere in the city and a garden in the rear of the grand stand, very old scoreboard

- Remarks on the club: none as I only watched the U23 team



Rabat: Prince Moulay Abdallah [9.0/10]
- Arabic: الله عبد مولاي لأميرا مركب (الرباط)
- Address: Avenue Hassan II, directly at the conjunction of A3 and N1. If you are coming via Rocade de Rabat, leave it at Temara/ Zoo. You’ll have to do a u-turn, and if you wan’t to do it legally, you have to go as far as the fly-over at Avenue de FAR.
- Home sides: Forces Armees Royales Rabat (FAR) [الجمعية الرياضية للقوات المسلحة الملكية‎], Fath Union Sportif de Rabat (FUS) [اتحاد الفتح الرياضي الرباطي]
- Capacity: 54,000 (54,000 seated/ 0 standing)
- Matches watched: Fath US 0:2 Raja Casablanca (=> Report  / => Pictures  )
- Remarks on the ground: Parking is available all around for free, shouldn’t be a problem to get your car parked even if the stadium is totally packed. Surely one of the most impressive stadia in Morocco, partially simply due to its size but also due to its interesting architecture, as e.g. the floodlights above the not-covered stand are fine.
- Remarks on the club: FAR (Royal Armed Forces) has a huge supporters base, while Fath (meaning “Victory”) is a club of the upper class and rarely attracts more than 1,000 fans.
المركب الرياضي موﻻي عبد ‏الله


Safi: Stade Marche Verte/ Massira [7,5/10]
- Arabic: ملعب المسيرة الخضراء  (أسفي)
- Address: Av. Moulay Youssef, R 204, i.e. main road leading from east into the town. Situated halfway between old town (on the coast) and the eastern suburbs. If you are coming from N1/ Bouguedra, you go directly to the stadium. Entering Safi from El Jadida (north) or Essouira (south), follow the signs to “Medina”. Turn eastward when reaching the large roundabout with the trees in the middle and around and follow the street with all the trees planted in the middle. Coming from the south, you’ll have to pass by the old town walls to your left first, and drive up-hill before reaching the aforementioned roundabout.
- Home sides: Olympique Club Safi (OCS) [نادي أولمبيك أسفي]
- Capacity: 10,200 (200 seated/ 10,000 standing)
- Matches watched: OCS 1:0 MAT, quarter-finals of the cup (=> Report / => Pictures)
- Remarks on the ground: There are expensive tickets for the covered stand, and otherwise 20 Dh. tickets that allow you to sit and stand anywhere else on the steps. The central part of the minor stand has been teared down and is about to be rebuilt. There is a rare manual scoreboard in the rear of the home-support goal end.
- Remarks on the club: Average Moroccan professional club with quite good Ultra fans.

ربع النهائي الكاس العرش - اليمبيك اسفي مع مغرب تطاون في الملعب المسيرة

Salé: Stade Boubker Ammar [7.0/10]

- Arabic: ملعب أبو بكر عمار (سلا)

- Address: Avenue Al Massira Al Khadra. Rocade (coming from Casablanca), A1 (Kenitra), or N6 (Fes) – just head towards the airport, then pass it by on your right and go straight ahead. 2km on, there is a big roundabout: straight ahead. 700m on, then left in front of the fire station or 100m more and left in front of the final stop of the tram, passing by the sports hall on your left.

- Home side: AS Salé [الجمعية الرياضية السلاوية]

- Capacity: 5,000 (2,500 seated/ 2,500 standing)

- Matches watched: ASS 1:0 MAS and ASS Espoirs 0:3 Moghreb Athletico Tetouan Espoirs (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: Parking is available all around the neighbourhood, some may charge 10 Dh. The grand stand isn’t finish, yet.

- Remarks on the club: Typical working class supporters; mostly young, passionate and aggressive men around at the matches…




Tetouan : Stade Saniat Rmel [9.0/10]

- Arabic: ملعب سانية رمل (تطوان)

- Address: You find the ground on the main road N13 Martil to Tanger/ Chefchaouen. It’s very easy to find, just follow the four-lane main road

- Home sides: Maghreb Athletic Tetouan (MAT) [المغربي التطواني]

- Capacity: 10,000 (2,000 seated/ 8,000 standing)

- Matches watched: MAT 0:0 Difaa al-Hassani El-Jedida (=> Report  / => Pictures  )

- Remarks on the ground: Very Spanish, very beautiful stadium. Parking limited but available in the entir area north of the ground.

- Remarks on the club: Watch out for aggressive police forces, they may treat foreigners almost as unfriendly as fellow Moroccans. Some crackpots may want to sell you shit, even inside the stadium. All in all MAT is the most anti-social club I’ve visited in Morocco!

قمة الدوري بين المغربي التطواني و الدفاع الحسني الجديدي


Substitute Stadia GNEF 1 (1/3):
Used by professional side when home game is considered a “minor match”, regularly used by reserves, youth and women’s sides of the aforementioned club. Also used for amateur league matches (at least if match is to be played on neutral soil), or as in the cases of Agadir and Marrakech it is only used for important games.

Rabat: Complex Sportif Prince Moulay Hassan [6.0/10]
- Arabic: حسن مولاي الامير الرياضي المركب (رباط)
- Address: Rue Zagara, Rabat. The ground is situated in Hay Nahda neighbourhood. If you’re coming N1 from Salé, take the left turn to R401 which takes you to the Chellah ruins, and 4.5km south of Chellah turn left opposite Pizza Hut branch in Avenue Ahmed Reda Gdira, passing by “Label Gallery”. However it is more likely that you arrive via motorway: the connection between A3 (south from Casablanca) and A1 (north towards Tanger) is called “Rocade de Rabat”. You have to leave the Rocade at R401/ Avenue Mohammed VI and after 2km turn to the right in front of Pizza Hut/ Label Gallery. br/> - Home sides: Fath US Rabat (youth, sometimes 1st XI)
- Capacity: 5,000 (500 seated/ 4,500 standing)
- Matches watched: Morocco U17 v Algeria U17 (=> Report  / => Pictures  )
- Remarks on the ground: none.
- Remarks on the club: see Rabat, Stade Prince Moulay Abdellah.
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2. Marrakesh Grand Stade 
3. Agadir: Grand Stade


GNEF 2 [13/13]: 



Ait Melloul/ Agadir : Stade Municipal [7.0/10]

- Arabic: ملعب البلدي بايت ملول (ايت ملول)

- Address: Coming from Leqliaa it's straight ahead on the main road, from Agadir or Tiznit use N1 and turn towards Ait Melloul centre on the roundabout with the sign towards Leqliaa (there is the prison of Ait Melloul next to the roundabout). 1.5km from the roundabout, the ground is on your right in the rear of a huge building with shops in the ground floor and crenellations on its roof.

- Home sides: Union Sportive Municipal d’Ait Melloul (USMAM) [Arab.]

- Capacity: 3,000 (3,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: USMAM 2-2 CODM Meknes (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: interestingly situated, but most seats offer only restricted view due to fences

- Remarks on the club: There are better ones, but USMAM belongs to that group of clubs from Agadir region that are known for good support




Beni Mellal: Stade Municipal [9.0/10]

- Arabic: ملعب البلدي ببني ملال (بني ملال)

- Address: Nameless Street next to Rue Tamkanoute. It may be difficult to find: ask for “Stade Raja Beni Mellal” or “Stade Municipal” at any café! Entering Beni Mellal from north (Fès, Khénifra), take the left one of the two big roads to the city, and the 2nd exit of the roundabout after roughly 1.5km. Then it’s 1.2km straight ahead until you see the floodlights. From south (Marrakesh), enter the city straight ahead on the roundabout. Turn right after 2.5km on the second roundabout (opposite a Petrom petrol station).

- Home sides: Raja Beni Mellal (RBM) [نادي رجاء بني ملال]

- Capacity: 8,000 (300 seated/ 7,700 standing)

- Matches watched: RBM 1:0 Wydad Fès, cup (=> Report  / => Pictures )

- Remarks on the ground: Parking for free in the street next to the ground. Most interesting architectural feature: the Kasbah-lookalike entrance, which resembles the small fort on the mountain next to the town.

- Remarks on the club: Maybe a rising star this and next season, but supporters’ base is not so big (yet?).
رجاء بني ملال و وداد الفاسي -ربع النهائي الكاس العرش في الملعب البلدي ببني ملال



Berrechid: Stade Municipal; as construction works are underway, Youssoufia Berrechid play their home matches at Stade Pere Jego in Casablanca (20km away from their ground), see there for more information!

Casablanca: Complexe Sportif Bernoussi [9.5/10]

- Arabic: ملعب البرنوصي (البيضاء دار)

- Address: Leave the city motorway A2 at the exit “Sidi Bernoussi” and enter the neighbourhood (north-west of the motorway, i.e. coming from Rabat turn right). There is a mosque on your right after 300m: turn left there. 1km on, there is another mosque: turn right there. You’ll reach the ground after 300 more metres.

- Home sides: Rachad Bernoussi (RB) [الرشاد البرنوصي]

- Capacity: 6,000 (6,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: RB 2:1 USMAM (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: One of the most interesting grounds in Morocco, as the stands are really strangely and asymmetrically built.

- Remarks on the club: attendance is low and there are literally no fans or ultras.





Casablanca: Stade Pére Jègo [7.5/10]
- Arabic: جيكو الأب ملعب (البيضاء دار)
- Address: Boulevard Omar Al Khiam/ Boulevard Al Abtal. Next to the old Anfa military airstrip, there are tens of tennis-, football-, rugby pitches etc. around. Coming via A5, N11, N1, head towards Anfa/ Maarif. 1km after that spaghetti junction N1/ N11/ Route d’El Jadida, leave Route El Jadida to the left into Avenue de Sports. Turn left into the street between the two sports grounds, at the end of the road the fourth sports area to the right is your destination.
- Home sides: Racing Athletic Club de Casablanca (RAC) [الراسينغ], temporary also Youssoufia Berrechid
- Capacity: 10,000 (7,500 seated/ 2,500 standing)
- Matches watched: Racing v Tihad, Youssoufia Berrechid 1:1 JSKT (=> Report  / => Pictures  )
- Remarks on the ground: tickets are sold directly at the main entrance, uniform price. Supporters of the visiting side usually take a seat on that side of the partially covered grand stand which is next to the entrance, Racing Ultras can be found on the other edge of the grand stand. There is rarely anybody sitting at the goal end or the opposite stand.
- Remarks on the club: Racing is one of the oldest Moroccan clubs and the stadium is named after one of the first Moroccan professional players. Their “Green Fans” are a group of young Raja-Ultras.
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Houara/ Ouled Taima; Chabab Houara: as construction works are underway at Stade 16 Novembre, Chabab Houara play their home matches at Stade Municipal in Taroudante (40km away from their ground); see substitution grounds.



Kasbah Tadla: Stade Municipal [7.0/10]

- Arabic: ملعب البلدي قصبة تادلة (قصبة تادلة)

- Address: The ground is situated directly at the main road to the town centre, when leaving the National Road from Marrakesh to Fes; Coming from Casablanca, you can follow the signs to Fès and when having crossed the river, you’ll find the ground on your left.

- Home sides: Jeunesse sportive de Kasbah Tadla (JSKT) [قصبة تادلة شباب الرياضي]

- Capacity: 5,300 (5,300 seated/ 0 standing)

- Matches watched: JSKT 2:1 Rachad Bernoussi (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: average 2nd division ground

- Remarks on the club: attendance isn’t so huge usually, but there are some derbys (Beni Mellal, Kasbah Tadla) where the stands are packed.
شباب قصبة تادلة و الرشاد البرنوصي
Khémisset: Stade Municipale 20 Aôut [7.0/10]

- Arabic: ملعب 20 غوشت (خميسات)

- Address: Rue Ibn Sina, corner Rue Tawfik Hakim, i.e. on the left side of the regional road from the motorway to Sidi Slimane. When arriving from Meknes or Tiflet on the national road, just turn left (or in case of Tiflet right) on the big round about where you also have sings pointing you to the sports venue.

- Home sides: Ittihad Zemmouri Khémisset (IZK) [الاتحاد الزموري الخميسات]

- Capacity: 2,500 (1,500 seated/ 1,000 standing)

- Matches watched: U17 and U15 of IZK v USM Oujda (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: Rather small stadium with old stands but new artificial turf

- Remarks on the club: only watched their youth, not the 2nd division team

بطولة الشباب في ملعب البلدي بخميسات : اتحاد زموري و اتحاد الاسلامي وجدة

 => Stade 18 Novembre (Khemisset)


Khénifra: Stade Municipal [7.0/10]

- Arabic: ملعب البلدي بالمدينة خنيفرة (خنيفرة)

- Address: The ground is situated directly at the main road from Marrakesh to Fes, right in the middle of the town. When coming from Jebel Irhoud (i.e. East), go straight ahead until reaching the main road and turn right towards Fes then (the ground is on the left-hand side). The R407 from Zaiane Region ends up in a roundabout, there you have to turn right towards Marrakesh, shortly after that you’ll see the ground on your right.

- Home sides: Chabab Atlas Khenifra (CAK, or CAKH) [شباب اطلس خنيفرة]

- Capacity: 5,000 (5,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: CAK Dames 9:0 Azrou, women’s cup (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: One of the smallest grounds in the higher levels. Lately renovated and therefore in unusually fine conditions compared to most stadia in Morocco.

- Remarks on the club: The stadium is often crowded when their 2nd Div. team plays, so make sure to arrive an hour prior kick-off.
كاس العرش لالكرة القدم النسوي - شباب اطلس خنيفرة و نجاح ازرو

Laâyoune: Stade Moulay Rachid [5.0/10]

- Arabic: ملعب مولاي رشيد
- Address: N5 to Smara, after crossing the river, turn left and then immediately right, straight ahead, second left, then left twice and follow the main road for 1.5km after the stadium appears on your left.

- Home sides: Jeunesse Sportive Massira Laâyoune (JSM) [
شباب المسيرة العيون], Mouloudia Laâyoune (ML) u.a.

- Capacity: 2,000 (0 seated/ 2,000 standing)

- Matches watched: JSM 0:1 CODM Meknés (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: when Cheikh Laghdaf Stadium is renovated, the men's team will move to that bigger ground and only their youths and women's sides will remain in Moulay Rachid Stadium

- Remarks on the club: longest away game distances in Morocco are to this club. If you enter the ground as foreigner, police may questioning you for a few minutes about your itinerary and personal datas, but watching a match and taking pictures is no problem.   


Meknès: Stade d’Honneur [9.0/10]

- Arabic: الملعب الشرفي لمدينة مكناس (مكناس)

- Address: Boulevard Moulay Youssef, near train station of the new town. Coming from Fès by N4, you have to turn left after the train station, right after a football ground to the right and then left directly after. Via motorway and N13 follow the signs.

- Home sides: Club Omnisport De Meknès (CODM) [النادي الرياضي المكناسي]

- Capacity: 12,000 (12,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: CODM 1:5 Chabab Atlas Khenifra (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: Surely one of the best grounds in Morocco with stone benches and impressive grand stand. Parking should be available at the Carrefour market.

- Remarks on the club: They had better times…

الملعب الشرفي لمدينة مكناس



Laâyoune: Moulay Rachid

Mohammédia: Stade El Bachir [8.0/10]

- Arabic: ملعب البشير (المحمدية)

- Address: Bvd. des Zenatas. From Casa on the motorway: exit motorway on Mohammedia Ouest, pass by the TOTAL refinery on your right and turn right in the round-about (the coastal road from Casa connects there) next to it. Then straight ahead on the next roundabout and 1.2km to the intersection with the Shell petrol station, there you have to turn left. Leaving the motorway on Mohammedia Est (direction from Rabat), follow the signs to the city centre, go straight ahead until you reach the intersection with the Shell on your right (ca. 6km).

- Home sides: Union Mohammedia (UM) [نادي اتحاد المحمدية الرياضي] and Chabab/ Jeunesse Mohammedia (CHM) [الشباب المحمدية]

- Capacity: 15,000 (150 seated/ 14,850 standing)

- Matches watched: Union 0:2 CODM Meknes (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: very rundown, and therefore worth visiting

- Remarks on the club: Union has some anti-social young supporters that often attack away fans.

بطولة القسم الثاني : اتحاد المحمدية و نادي المكناسي في ملعب البشير



OUJDA: Stade Honneur:
see Botola 1: Berkane!


Témara: Stade Municipal Yacoub El Mansour [6.5/10]

- Arabic: الملعب البلدي "يعقوب المنصور" بتمارة (لتمارة)

- Address: Next to the motorway A3 Casablanca – Rabat; coming from Casa leave the motorway at exit Témara, turn right and immediately left in front of the fire station. After 400m left, then there is the stadium after 300m right-hand-side. Arriving via N1, just follow the motorway signs at the roundabout and turn right at the firestation.

- Home sides: Union Sportive de Témara (UST) [الاتحاد لتمارة]

- Capacity: 2,000 (2,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: UST 1-0 Rachad Bernoussi (=> Report / => Pictures)

- Remarks on the ground: small but nice, very well artificial turf.

- Remarks on the club: minor club with ridiculous supporters scene, often free admission


الاتحاد تمارة و الرشاد برنوصي - بطولة القسم الثاني


Tanger: Grand Stade de Tanger/ Ibn Batouta [8.0/10]

- Arabic: ملعب الكبير الطنجة "ابن بطوطة" [طنجة]

- Address: Directly at the main road to the city centre; leave A1/ A4 at the intersection and follow the signs towards city centre. 5km after the toll collection box, you pass by the airport. 4km straight on, and the huge stadium is on the left.

- Home sides: Ittihad Riadi Tanger (IRT) [اتحاد رياضي طنجة]

- Capacity: 45,000 (45,000 seated/ 0 standing)

- Matches watched: IRT 2-2 Chabab Kasbah Tadla (=> Report  / => Pictures)

- Remarks on the ground: one of the three very modern and tidy Moroccan stadiums.

- Remarks on the club: A shame they are only at 2nd level having that huge, impressive crowd!
اتحاد طنجة مع شباب قصبة تادلة : بطولة القسم الثاني في الملعب الطنجة الكبير

Substitution Grounds GNF 2: 0/1
Stade Municipal de Taroudante (Chabab Houara).
not in use this season; Khemisset: 18 Novembre (formerly big matches only), Laayoune: Cheikh Laghdaf (formerly big matches only), Tanger: Marchane (formerly: youth, reserves, women only).