TSV Leuna 1919 |
44 : 6 (21:3) |
SG Spergau III / TSV 1893 Großkorbetha I |
- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 16.00 - Statistiken: siehe nu-liga! - Austragungsort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze) |
TSV Leuna 1919 |
1 : 3 (0:1) |
SG Blau-Weiß Brachstedt 1921 |
- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 14.00 - Tore: 0-1 17. Heydenhauß, 1-1 55. O. Zorn, 1-2 69. R. Fritsche, 1-3 85. V. Anschütz - Verwarnungen: R. Ahlert, J. Gumbrecht (Leuna); 2x T. Jonietz, A. Dahlmann, R. Röthling, NN (Brachstedt) - Platzverweise: J. Gumbrecht von Leuna (89. Rot wg. Ellbogenschlags); T. Jonitz (52. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels) - Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) |
TSV Leuna 1919 II |
3 : 1 (2:0) |
TSV 1990 Schochwitz |
- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 11.30 - Tore: 1-0 14. K. Strutz, 2-0 45. M. Böttcher, 2-1 74. S. Lenhard, 3-1 80. A Siefke - Verwarnungen: NN - Platzverweise: keine - Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) |
Photos with English commentary: |
Wenn ich, wie diesen Samstag, alleine zu einem TSV-Leuna-Spiel fahre, nehme ich jetzt immer das Rad im Auto mit und fahre das letzte Stück. Ich versuche nun auch, immer eine andere Route zu nehmen. Zuletzt startete ich in Gimritz, dieses Mal in Salzmünde. Auf dem Rückweg nahm ich zwar den schnelleren und etwas kürzeren Weg durch Halle und querte die Autobahnbaustelle über eine eindrucksvolle Behelfsbrücke - seit Jahrzehnten überfällig, dass diese Umfahrung um Halle herum fertig wird! - doch auf dem Hinweg fuhr ich über Bennstedt und diverse Nebenstrecken mit ein paar Fotostopps in Delitz am Berge (beim Fußball damals keine Zeit gehabt, die auf dem Berg bzw. Hügel liegende Kirche zu fotografieren; dort stehen auch interessante alte Grabmale) und Dörstewitz (mir war mal aufgefallen, dass ich diesen Schkopauer Ortsteil im Schatten der Bunawerke noch nie besucht hatte, obwohl es da recht gepflegt aussieht und eine Kirche gibt). |
Es gab auch natürlich nicht nur ein Leuna-Spiel, sondern gleich drei. Den Anfang machte die Zweete, die den TSV Schochwitz zu Gast hatte. Diese baute früh Druck auf, wusste worum es hier ging und erzielte mit einem Schuss unters Tordach die frühe Führung. Viele vergebene Chancen und wenige erfolglose Konter der Gäste später, ging es auf die Halbzeit zu - taktisch günstig erhöhte Leuna II per Kopf ins lange Eck zum 2:0. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer gelang einem in dieser Saison bisher erfolglos gebliebenen Leunaer mit einem 16-Meter-Volleyschuss gegen den Innenpfosten der dritte und letzte TSV-Treffer am heutigen Tage. Mit diesem 3:1 ist Leuna II nun vom Abstiegsplatz weg. Hochverdient, gerade nach der unglücklichen Niederlage in Löbejün. Schön, dass auch Sportfreunde Betge die Partie unfallfrei überstand - wieder einige zweifelhafte Entscheidungen dabei, diesmal aber keine groben Fehler wie in Löbejün… |
Auch beim Hauptspiel nicht immer nachvollziehbare Entscheidungen, aber dann doch eine weit überwiegend sichere und gute Leistung des Gespanns aus Sangerhausen. Leider nicht zu verstehen war hier, wie sich Leuna von Brachstedt abkochen ließ. Brachstedt ist eine unsympathische Tretertruppe, aber man muss anerkennen, dass sie mit tollem Einsatz und vielen guten Schüssen - auch in Unterzahl nach einer Gelb-Roten kurz nach der Pause - hier einen verdienten 1:3-Sieg einfuhren. Hätte Leuna gewonnen, hätten die Brachstedter wahrscheinlich eh wieder versucht, am Grünen Tisch die Punkte zu stehlen… |
Schnell zum Handball rübergehetzt. Diesmal kein Eintritt, dafür sahen 50 Zuschauer, von denen etwa 44 Leunaer waren, 50 Tore, wovon wiederum 44 von Leuna erzielt wurden. Eine irre Partie! Die SG Spergau III, die mit ihren Großkorbetha-Trikots auf die Spielgemeinschaft aufmerksam machte, war mit einer Rumpftruppe erschienen. Nach einem knappen Sieg im Hinspiel, wurden sie hier nun abgeschossen wie keine andere Mannschaft diese Saison. Nach 12:20 Minuten und einem Spielstand von 11:0 nahm der Gast eine Auszeit. Nach 15:45 Minuten gelang mit dem 13:1 der erste Treffer. 21:3 bei Halbzeit! 34:4 nach 46:12 Minuten erst der nächste Gästetreffer. Das 44:6 am Ende eine Demontage, die man so schnell sicher nicht wieder erleben wird. Einfach auch eine starke Leunaer Leistung und ein toller Abschluss des Tages! |
Statistik: - Grounds: 3.956 (0; diese Saison: 113 neue) - Sportveranstaltungen: 5.595 (3; diese Saison: 169) - Tourkilometer: 250 km Auto, 80 km Fahrrad - Saisonkilometer: 49.810 (27.100 Flugzeug / 20.500 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 2.210 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 73, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 273 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
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Montag, 23. März 2026
Montag, 28. September 2015
W478III: Erste Saisonniederlage für Leunas I. Männer – aber erster Sieg für Leunas D-Jugend
TSV Leuna 1919 ............................................. 0
Naumburger SV 05 ......................................... 3
- Datum: Samstag, 26. August 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 8. Sebastian Staude, 0-2 44. Patrick Heldt, 0-3 87. Stefan Schulze
- Verwarnungen: 4x Leuna, 2x Naumburg
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 160 (davon 123 zahlende und ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Hartes und in der ersten Halbzeit auch gutes Spiel)
TSV Leuna 1919 II ......................................... 1
SV Merseburg-Meuschau .............................. 3
- Datum: Samstag, 26. August 2015 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Raphael Eppert, 1-1 57. Michael Stützer, 1-2 60. Raphael Eppert, 1-3 71. Karsten Götze
- Verwarnungen: TW Patrick Lenzen, Albert Shoshi? (Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel mit besserer zweiten Hälfte)
JSG BW Brachstedt/ VSG Oppin D II ......... 2
TSV Leuna 1919 D ......................................... 4
- Datum: Samstag, 26. August 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: D-Jugend Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (3. und unterste Liga der U13)
- Ergebnis: 2-4 nach 62 Min. (30/32) – Halbzeit: 2-2
- Tore: 1-0 5. (13), 1-1 11. (Nr. 6), 1-2 22. (Nr. 7), 2-2 25. (14), 2-3 34. (Nr. 10), 2-4 62. (Nr. 6)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Brachstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Richtig gutes und spannendes Jugendspiel)
Photos with English Commentary:
a) Under-13 League: Brachstedt/ Oppin Res. v TSV Leuna 1919
b) Men & Reserves: TSV Leuna 1919 v Naumburger SV and 2nd XI v Meuschau
Diesmal ging es zu dritt nach Leuna – und zwar zum ersten Mal von Rostock aus. Der Hinweg war mit dem Auto sehr schnell absolviert, sodass wir schon um halb zehn in Brachstedt auf dem uninteressanten, aber sehr ordentlichen Sportplatz standen. Besonders hervorheben muss man das sehr gepflegte Vereinsheim und dass sich Eltern der Gastgeber die Mühe machten, einen Verkauf von belegten Brötchen, Kaffee u.a. zu organisieren.
Blau-Weiß Brachstedt hat unter anderem zwei D-Junioren-Mannschaften in einer Spielgemeinschaft mit VSG Oppin. Die Zweite D hat immerhin schon sechs Punkte geholt, während Leunas neu im Spielbetrieb angemeldete U13 noch keinen Punkt holte. Der Start sah auch gut für die Gastgeber aus, die einen Ball ins lange Eck schossen, doch Leuna kam zurück: ein toller Schuss aus mehr als 10m in den Winkel, dann überlegtes Passspiel und beherzter Abschluss zur Führung. Erst kurz vor der Pause ein weiterer Schuss von rechts ins lange Eck und der Ausgleich in einem wirklich guten Spiel.
Die zweite Hälfte wurde dann erfreulich klar von Leuna bestimmt und aus Nahdistanz nach einigen Zweikämpfen erzielten sie auch das 2:3, doch dann vergaben die Gäste Chance um Chance. Brachstedt/ Oppin kam zwar kaum vors Leunaer Tor, aber bei der Chancenverwertung und Offensiveinstellung der Leunaer waren Konter zu befürchten. Zum Ende hin fing auch noch der bis dahin gute Schiedsrichter an, Leuna bei Ecken/ Abstößen zu benachteiligen und völlig unnötig und ohne sachlichen Anlass - in der eindeutigen Absicht seiner Heimmannschaft noch Chancen auf den Ausgleich zu geben - nachzuspielen. Nach mindestens zwei Minuten Nachspielzeit traf jedoch Leunas Kapitän aus einige Distanz unter die Latte zum 2:4. Der erste Sieg also für Leunas D-Jugend! Ein starke Leistung, die hoffentlich noch etliche Male wiederholt werden kann! Glückwunsch!
Dann ging es über Merseburg nach Leuna, wo wir zuerst ins Sportlerheim – eines der besten in der Region: ich hoffe, der Nachfolger kann dasselbe Niveau halten, dass das Betreiberpaar Habekuss noch bis Dezember 2015 bietet – einkehrten. Die erste Halbzeit des Spiels der Leunaer Reserve gegen den Tabellenführer Merseburg-Meuschau ging durch das Essen auf der Terrasse ein bisschen an uns vorbei. Klar war nur, dass Meuschau die aktivere und bessere Mannschaft war, aber für einen Tabellenführer nicht so eindrucksvoll spielte.
Nach der Pause gingen sie aber schnell in Führung. Doch dann wechselte sich der 50jährige Trainer Mathias Kobsch ein, setzte Offensivakzente und sein erheblich jüngerer Mitspieler Michael Stützer glich den Meuschauer Treffer mit einem starken Weitschuss aus. Kurz darauf ging Meuschau jedoch wieder in Führung und auch beim darauf folgenden Treffer (volley zum 1:3) war es wieder die Abwehr, die zu langsam war. Das war kein missglücktes Auf-Abseits-Spielen – der Schiri hatte ohnehin recht vernünftige Maßstäbe angelegt, auch wenn nicht alle Entscheidungen nachvollziehbar waren – Meuschau war einfach jünger und athletischer. Da man einige Spieler an die Erste Mannschaft abgeben musste und daher mit einigen Altherrenspielern (Ingo Witzel, Carsten Franke u.a.) und Trainer Kobsch spielte, muss man diese 1:3-Niederlage noch als glimpflich bezeichnen.
Dann stand das wichtigste Spiel des Tages an: TSV Leuna an Tabellenplatz 1 gegen die im Mittelfeld stehende Mannschaft des Naumburger SV, die wie üblich in der Fairplaytabelle ganz hinten steht mit bereits drei glatt roten Karten in der noch jungen Saison. Der geisteskranke Treter, der Leunas damaligen Torwart Goloiuch bei einem Spiel zwischen NSV II und Leuna I kaputt trat, ist nicht mehr dabei und ohnehin hat sich beim NSV vieles verändert, nachdem man aus der Verbandsliga abgestürzt ist. Aggressiv wie in NRW wird aber nach wie vor gespielt und so lag bereits nach einer Minute ein Leunaer nach einem verdeckten Ellbogenschlag am Boden. Leuna hielt allerdings gut dagegen und tacklete, grätschte und rempelte wie man es gegen diese Kloppertruppe vom Halleschen Anger leider machen muss um nicht unterzugehen.
Was man der von einem ausgesprochen unsympathischen und großmäuligen Trainergespann geleiteten Naumburger Mannschaft aber lassen muss, ist ihre Schnelligkeit und Torgefährlichkeit. Die Elf kann mehr als nur holzen! Bereits nach 8 Minuten gingen sie in Führung und kurz vor dem Seitenwechsel erzielten sie die Vorentscheidung. Nach der Pause verschoss Leuna sogar noch einen Elfmeter, ehe ein Abstaubertor mit dem Oberschenkel zum 0:3 Endstand führte. Diese erste Saisonniederlage für die um 5 Stammspieler geschwächte Elf ist nicht völlig überraschend, aber dennoch sehr ärgerlich. Natürlich hat das Ergebnis größeren Ärger erspart: das unfähige Schiedsrichtergespann, das fast nur für Reklamieren lächerliche gelbe Karten gab um den Spielern zu zeigen, dass sie sich ruhig gegenseitig kaputttreten können, solange sie den Schiri aus Anhalt-Bitterfeld und seine Assistenten (ein Rentner und eine Frau) in Ruhe lassen, hätte niemals den NSV im Griff gehabt, wenn er bei Rückstand hohlgedreht hätte. Aber lieber ein Chaosspiel gewinnen, als ein hartes und teils unsauberes aber sich stets im Rahmen des normalen Einsatzes bewegendes Spiel zu verlieren...
Ich brachte dann meine Eltern nach Halle, wo sie erst in einen Zug einstiegen, der nicht losfuhr und dann in einen anderen wechselten, der sie mit nur zwei Mal umsteigen nach Warnemünde brachte. Ich traf mich in Halle noch mit meiner syrischen Freundin Rama und ihrem Bald-Ehemann Amer, wobei Letzterer schon wieder auf dem Absprung nach Zypern ist, da er dort schon Ende des Jahres anfangen kann mit einer angemessenen Arbeit was in Halle oder woanders in Deutschland nicht der Fall wäre, und fuhr dann nach Bonn. Da ich bereits Samstagnacht fuhr, war ein sehr gutes Durchkommen auf den Autobahnen möglich.
Statistik:
- Grounds: 1.462 (0 neue; diese Saison: 47 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.492 (3; diese Saison: 58)
- Tageskilometer: 900 (900km Auto)
- Saisonkilometer: 19.010 (10.550 Auto, davon 4.200 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 1.200 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 650 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 53 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 478.
Naumburger SV 05 ......................................... 3
- Datum: Samstag, 26. August 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 8. Sebastian Staude, 0-2 44. Patrick Heldt, 0-3 87. Stefan Schulze
- Verwarnungen: 4x Leuna, 2x Naumburg
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 160 (davon 123 zahlende und ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Hartes und in der ersten Halbzeit auch gutes Spiel)
TSV Leuna 1919 II ......................................... 1
SV Merseburg-Meuschau .............................. 3
- Datum: Samstag, 26. August 2015 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Raphael Eppert, 1-1 57. Michael Stützer, 1-2 60. Raphael Eppert, 1-3 71. Karsten Götze
- Verwarnungen: TW Patrick Lenzen, Albert Shoshi? (Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel mit besserer zweiten Hälfte)
JSG BW Brachstedt/ VSG Oppin D II ......... 2
TSV Leuna 1919 D ......................................... 4
- Datum: Samstag, 26. August 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: D-Jugend Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (3. und unterste Liga der U13)
- Ergebnis: 2-4 nach 62 Min. (30/32) – Halbzeit: 2-2
- Tore: 1-0 5. (13), 1-1 11. (Nr. 6), 1-2 22. (Nr. 7), 2-2 25. (14), 2-3 34. (Nr. 10), 2-4 62. (Nr. 6)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Brachstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Richtig gutes und spannendes Jugendspiel)
Photos with English Commentary: a) Under-13 League: Brachstedt/ Oppin Res. v TSV Leuna 1919
b) Men & Reserves: TSV Leuna 1919 v Naumburger SV and 2nd XI v Meuschau
Diesmal ging es zu dritt nach Leuna – und zwar zum ersten Mal von Rostock aus. Der Hinweg war mit dem Auto sehr schnell absolviert, sodass wir schon um halb zehn in Brachstedt auf dem uninteressanten, aber sehr ordentlichen Sportplatz standen. Besonders hervorheben muss man das sehr gepflegte Vereinsheim und dass sich Eltern der Gastgeber die Mühe machten, einen Verkauf von belegten Brötchen, Kaffee u.a. zu organisieren.
Blau-Weiß Brachstedt hat unter anderem zwei D-Junioren-Mannschaften in einer Spielgemeinschaft mit VSG Oppin. Die Zweite D hat immerhin schon sechs Punkte geholt, während Leunas neu im Spielbetrieb angemeldete U13 noch keinen Punkt holte. Der Start sah auch gut für die Gastgeber aus, die einen Ball ins lange Eck schossen, doch Leuna kam zurück: ein toller Schuss aus mehr als 10m in den Winkel, dann überlegtes Passspiel und beherzter Abschluss zur Führung. Erst kurz vor der Pause ein weiterer Schuss von rechts ins lange Eck und der Ausgleich in einem wirklich guten Spiel.
Die zweite Hälfte wurde dann erfreulich klar von Leuna bestimmt und aus Nahdistanz nach einigen Zweikämpfen erzielten sie auch das 2:3, doch dann vergaben die Gäste Chance um Chance. Brachstedt/ Oppin kam zwar kaum vors Leunaer Tor, aber bei der Chancenverwertung und Offensiveinstellung der Leunaer waren Konter zu befürchten. Zum Ende hin fing auch noch der bis dahin gute Schiedsrichter an, Leuna bei Ecken/ Abstößen zu benachteiligen und völlig unnötig und ohne sachlichen Anlass - in der eindeutigen Absicht seiner Heimmannschaft noch Chancen auf den Ausgleich zu geben - nachzuspielen. Nach mindestens zwei Minuten Nachspielzeit traf jedoch Leunas Kapitän aus einige Distanz unter die Latte zum 2:4. Der erste Sieg also für Leunas D-Jugend! Ein starke Leistung, die hoffentlich noch etliche Male wiederholt werden kann! Glückwunsch!
Dann ging es über Merseburg nach Leuna, wo wir zuerst ins Sportlerheim – eines der besten in der Region: ich hoffe, der Nachfolger kann dasselbe Niveau halten, dass das Betreiberpaar Habekuss noch bis Dezember 2015 bietet – einkehrten. Die erste Halbzeit des Spiels der Leunaer Reserve gegen den Tabellenführer Merseburg-Meuschau ging durch das Essen auf der Terrasse ein bisschen an uns vorbei. Klar war nur, dass Meuschau die aktivere und bessere Mannschaft war, aber für einen Tabellenführer nicht so eindrucksvoll spielte.Nach der Pause gingen sie aber schnell in Führung. Doch dann wechselte sich der 50jährige Trainer Mathias Kobsch ein, setzte Offensivakzente und sein erheblich jüngerer Mitspieler Michael Stützer glich den Meuschauer Treffer mit einem starken Weitschuss aus. Kurz darauf ging Meuschau jedoch wieder in Führung und auch beim darauf folgenden Treffer (volley zum 1:3) war es wieder die Abwehr, die zu langsam war. Das war kein missglücktes Auf-Abseits-Spielen – der Schiri hatte ohnehin recht vernünftige Maßstäbe angelegt, auch wenn nicht alle Entscheidungen nachvollziehbar waren – Meuschau war einfach jünger und athletischer. Da man einige Spieler an die Erste Mannschaft abgeben musste und daher mit einigen Altherrenspielern (Ingo Witzel, Carsten Franke u.a.) und Trainer Kobsch spielte, muss man diese 1:3-Niederlage noch als glimpflich bezeichnen.
Dann stand das wichtigste Spiel des Tages an: TSV Leuna an Tabellenplatz 1 gegen die im Mittelfeld stehende Mannschaft des Naumburger SV, die wie üblich in der Fairplaytabelle ganz hinten steht mit bereits drei glatt roten Karten in der noch jungen Saison. Der geisteskranke Treter, der Leunas damaligen Torwart Goloiuch bei einem Spiel zwischen NSV II und Leuna I kaputt trat, ist nicht mehr dabei und ohnehin hat sich beim NSV vieles verändert, nachdem man aus der Verbandsliga abgestürzt ist. Aggressiv wie in NRW wird aber nach wie vor gespielt und so lag bereits nach einer Minute ein Leunaer nach einem verdeckten Ellbogenschlag am Boden. Leuna hielt allerdings gut dagegen und tacklete, grätschte und rempelte wie man es gegen diese Kloppertruppe vom Halleschen Anger leider machen muss um nicht unterzugehen.Was man der von einem ausgesprochen unsympathischen und großmäuligen Trainergespann geleiteten Naumburger Mannschaft aber lassen muss, ist ihre Schnelligkeit und Torgefährlichkeit. Die Elf kann mehr als nur holzen! Bereits nach 8 Minuten gingen sie in Führung und kurz vor dem Seitenwechsel erzielten sie die Vorentscheidung. Nach der Pause verschoss Leuna sogar noch einen Elfmeter, ehe ein Abstaubertor mit dem Oberschenkel zum 0:3 Endstand führte. Diese erste Saisonniederlage für die um 5 Stammspieler geschwächte Elf ist nicht völlig überraschend, aber dennoch sehr ärgerlich. Natürlich hat das Ergebnis größeren Ärger erspart: das unfähige Schiedsrichtergespann, das fast nur für Reklamieren lächerliche gelbe Karten gab um den Spielern zu zeigen, dass sie sich ruhig gegenseitig kaputttreten können, solange sie den Schiri aus Anhalt-Bitterfeld und seine Assistenten (ein Rentner und eine Frau) in Ruhe lassen, hätte niemals den NSV im Griff gehabt, wenn er bei Rückstand hohlgedreht hätte. Aber lieber ein Chaosspiel gewinnen, als ein hartes und teils unsauberes aber sich stets im Rahmen des normalen Einsatzes bewegendes Spiel zu verlieren...
Ich brachte dann meine Eltern nach Halle, wo sie erst in einen Zug einstiegen, der nicht losfuhr und dann in einen anderen wechselten, der sie mit nur zwei Mal umsteigen nach Warnemünde brachte. Ich traf mich in Halle noch mit meiner syrischen Freundin Rama und ihrem Bald-Ehemann Amer, wobei Letzterer schon wieder auf dem Absprung nach Zypern ist, da er dort schon Ende des Jahres anfangen kann mit einer angemessenen Arbeit was in Halle oder woanders in Deutschland nicht der Fall wäre, und fuhr dann nach Bonn. Da ich bereits Samstagnacht fuhr, war ein sehr gutes Durchkommen auf den Autobahnen möglich.
Statistik:- Grounds: 1.462 (0 neue; diese Saison: 47 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.492 (3; diese Saison: 58)
- Tageskilometer: 900 (900km Auto)
- Saisonkilometer: 19.010 (10.550 Auto, davon 4.200 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 1.200 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 650 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 53 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 478.
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Sonntag, 30. Dezember 2012
W335III: Komischer Kick im alten Modehaus – ein Fußballturnier bei Blau-Weiß Zorbau
Sogenannter „Krombacher Cup“ (6. Auflage)
Datum: Samstag 29. Dezember 2012 – Beginn 13.30
Veranstalter: SV Blau-Weiß Zorbau
Teilnehmerfeld: Landesliga bzw. Bezirksliga (7. Liga, 2. Amateurliga) und Landesklasse (8. Liga, 3. Amateurliga)
Sieger: SG Blau-Weiß Brachstedt (4 Spiele; 3 Siege, 1 Unentschieden, 0 Niederlagen/ 17:6 Tore)
Spielort: Mehrzweckhalle Zorbau (Kap. 150, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon je 2 bis 5 Fans der Gastmannschaften und mind. 2 Neutrale, ansonsten Zorbauer)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Eigentlich total bescheuerter Austragungsort und dürftige Organisation, doch insgesamt erfreulich hoher Unterhaltungswert der Spiele)
Photos with English Commentary:
Indoor Football Tournament at Zorbau: BW Brachstedt Won the Final in the Former Fashion Boutique
Turnier-Statistik:
Toreschnitt: 7,5 Tore pro Spiel (Ohne Neunmeterschießen, Tore insgesamt: 83 in 11 Spielen bzw. 198 Minuten; d.h. 0,42 Treffer pro Minute)
Torreichstes Spiel: Germania Köthen 2:12 Kickers Markkleeberg
Torärmstes Spiel: BW Brachstedt 2:2 BW Dölau
Anzahl Strafen: 8 Strafminuten, keine Platzverweise (4 Minuten Markkleeberg, 2 Minuten Brachstedt, 2 Minuten RW WSF)
Bestes Spiel: BW Dölau 10:9 (5:5 + 5:4 n.9m) Kickers Markkleeberg (8,0/10 = rasant, torreich, extrem eng)
Schlechtestes Spiel: RW Weißenfels 1:4 Germ. Köthen (3,0/10 = Man muss schon fast von „Not gegen Elend“ sprechen…)
Vorrundengruppe A:
1. SG Blau-Weiß Brachstedt - 10:3 / 4
2. SG Blau-Weiß Dölau -------- 9:2 / 4
3. FC Rot-Weiß Weißenfels -- 1:15 / 0
* RW Weißenfels 1:8 BW Brachstedt
* RW Weißenfels 0:7 BW Dölau
* BW Brachstedt 2:2 BW Dölau
Vorrundengruppe B:
1. Kickers Markkleeberg 94 - 17:5 / 6
2. SV Blau-Weiß Zorbau ----- 12:6 / 3
3. CFC Germania Köthen ---- 3:21 / 0
* Germ. Köthen 2:12 K. Markkleeberg
* Germ. Köthen 1:9 Blau-Weiß Zorbau
* K. Markkleeberg 5:3 BW Zorbau
Platzierungsspiele:
Halbfinale 1: BW Brachstedt 4:1 BW Zorbau
Halbfinale 2: BW Dölau 10:9 (5:5/ 5:4 n.Nm.) K. Markkleeberg
Platz 5/6: Germ. Köthen 4:1 RW Weißenfels
Platz 3/4: BW Zorbau 5:3 (3:3/ 2:0 n.Nm.) K. Markkleeberg
Finale: BW Brachstedt 3:2 BW Dölau
Merkt ihr Zwangseingemeindeten es eigentlich noch? Wieso kommt ihr nicht mal zu uns nach Merseburg und spielt 2 gegen 2 auf Eishockeytore in meinem Wohnzimmer? Da sind 7x4 Meter feinster Teppichboden! Oder wie wäre es mal mit einem Turnier in eurem Sportlerheim? Da ist die Decke doch bald höher als in der „Mehrzweckhalle“! Mann, Mann, Mann: was für eine Idee, dieser Austragungsort!
Der Kunstrasen der Mehrzweckhalle ist natürlich auch die schlechteste Kategorie und aus Sicherheitsgründen sind überall straffe Fangnetze gespannt, was die Sicht beeinträchtigt. Auch vor der dreireihigen Holz-Metall-Tribüne und der doppelreihigen Hintertor-Holztribüne. Also für Tischtennis wäre die Halle echt gut (da braucht man ja auch keine Netze)! Interessant gebaut ist das ehemalige Modehaus, dessen Gebäude irgendwie auch mit dem Gebrauchtwagenhandel zu tun hat, immerhin ja schon. Aber eben viel zu eng, um da 5 gegen 5 Hallenfußball zu spielen!
Da man vier wirkliche gute und zwei mittelmäßige Teams eingeladen hatte, wurde das Turnier spielerisch erfreulich gut. Auf so pervers engem Raum muss man technisch echt was zeigen! Am besten konnte das dann Blau-Weiß Brachstedt mit ihrem extrem sicheren Torwart und dem durchschlagskräftigen Sturm, die im Finale die kampf- und schussstarke Überraschungsmannschaft von Blau-Weiß Dölau mit 3:2 nach einer direkt verwandelten Ecke besiegten. Die Ecke führte zu viel Geschrei bei den offensichtlich regelunkundigen Dölauern.
Das meiste Theater veranstalteten allerdings die Zorbauer in ihrem Gruppenspiel gegen Markkleeberg: Gegenspieler als „Spast“ bepöbeln, den Kickers-Torwart anrotzen – aber dank der ziemlich schwachen Schiedsrichter, die beide eine ganz komische Linie hatten, alles ungestraft für die Heimmannschaft. Ansonsten spielten die Blau-Weißen Zorbauer in ihren bunten Hippie-Trikots wirklich gut. Am Ende verdienten sie sich auch den dritten Platz bei ihrem eigenen Turnier.
Markkleeberg war leider zu inkonstant. Eigentlich waren sie für mich der Turnierfavorit und für viele, sonst den sächsischen Fußball nicht beobachtende Zuschauer nach der Gruppenphase ebenso. Aber in den Platzierungsspielen sprang beide Male nur ein Unentschieden heraus und beide Male setzte es Niederlagen vom Neunmeterpunkt.
Zu den eher dürftigen Leistungen von Köthen und RW Weißenfels braucht man nicht viel zu sagen. Diese beiden Mannschaften waren leider im Spielniveau deutlich hinter den anderen vier zurück, was aber in Anbetracht der Stärke der vier ersten Mannschaften keine solche Schande ist. Das Spiel von Köthen gegen Weißenfels um Platz 5 war dann nur leider symptomatisch.
Wenn wir schon bei Weißenfels sind: ich hätte ja statt Rot-Weiß lieber 1. FC auf der Einladungskarte gesehen, aber da wäre es in der Sporthalle wohl so zugegangen wie in der Gaststätte Friedenseiche 2010…
Daran haben die Organisatoren von BW Zorbau ja immerhin gedacht. An eine richtige Soundanlage allerdings nicht. Der Sprecher hätte lieber ohne Mikro die Torschützen reinbrüllen sollen. Man hätte ihn dann besser verstanden.
Den Modus mit zwei Dreigruppen + Platzierungsspiele fand ich auch nicht sonderlich gelungen. Man hätte bei 6 Teams jeden gegen jeden antreten lassen können und bei Punktgleichheit noch ein Finale spielen können.
Und für den miesen Zuschauerkomfort sind 3€ auch bei der Spielqualität etwas zu hoch bemessen.
Gut hingegen war, dass offensichtlich kein Spieler des Turniers oder bester Torwart gekürt, sondern einzig die Mannschaften ausgezeichnet wurden.
Als Fazit bleibt: Das Kommen hat gelohnt, aber mehr als einmal brauche ich so ein komisches Turnier in so einer komischen Halle nicht. 5 gegen 5 auf 30x15m Kunstrasen in einem Modehaus… Was man beim Groundhopping so alles erlebt…
Statistik:
Grounds: 841 (heute 1 neuer; diese Saison: 73 neue)
Sportveranstaltungen: 1.684 (heute 1, diese Saison: 107)
Tageskilometer: 50 (50km Fahrrad)
Saisonkilometer: 25.280 (23.690 Auto/ 1.460 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 335
Samstag, 22. Mai 2010
W199I: Am Ende sicherte die ausgleichende Ungerechtigkeit den gerechten Ausgleich
SG Blau-Weiß 1921 Brachstedt 1:1 SV Romonta 90 Stedten
Freitag, 21. Mai 2010 – Anstoß 19.00
Landesliga Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 55. Jebock, 1:1 74. Nr. 11
Verwarnungen: Märker (?), Kuka, Reza, Lichtner (Brachstedt); Nr. 2 (Stedten)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportanlage Brachstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 140 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, schnelles und sehr spannendes Spiel)

Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624109608646/detail/
900-Einwohner-Käffer wie Brachstedt, ein Ortsteil der Gemeinde Petersberg, wenige Kilometer nördlich von Halle/ Saale, spielen normalerweise Kreisliga oder -klasse, doch es gibt immer wieder Ausnahmen mit erstaunlich talentierten Mannschaften, die es in die oberen Amateurklassen oder gar noch höher schaffen. Stedten, derzeit Tabellendritter, mit seinen 1.000 Einwohnern ist so ein Fall und auch Brachstedt spielt mit seiner Sportgemeinschaft Blau-Weiß im vorderen Mittelfeld der Landesliga, also der zweithöchsten Amateurspielklasse mit. Dem muss man wirklich Respekt zollen!
Eine Ansetzung am Freitagabend muss man auch positiv hervorheben. Da Leunas Alte Herren heute kein Spiel hatten, war die Terminierung ideal: für mich ein neuer Verein – und neuer Ground. Nur leider ist dieser Ground für einen Landesligaplatz extrem dörflich und fade – und selbst für einen Kreisligaplatz ist der Sportplatz Brachstedt mäßig. Auf zwei Seiten Bäume, auf einer billige Hütten und auf der vierten ein mit Gestrüpp begrenztes Feld. Die landschaftliche Lage und die Infrastruktur des Platzes lassen auch sehr zu wünschen übrig.
Aber dafür war das Spiel gut: von Beginn an schnell, wobei die Gäste aus Stedten – eine der beiden Betriebssportgemeinschaften vom Montanwachswerk Romonta – die Gastgeber für 15 Minuten völlig einschnürten. Danach war das Spiel ausgeglichen und zwischenzeitlich auch völlig sauber geführt. Doch die harten Zweikämpfe der ersten Viertelstunde von Brachstedt waren nicht übertrieben wild. Zur Pause stand es leider auch noch 0:0.

In der zweiten Halbzeit hatten dann die wenigen Zuschauer mehr Grund, sich mit lautstarken Zwischenrufen bemerkbar zu machen: nach 10 Minuten in Hälfte zwei lag der Ball im Tor der Gäste. Laut Programm müsste Thomas Jebock getroffen haben. Immerhin also wurde ein Programmheft ausgegeben, wenn man schon keinen Stadionsprecher – in der Klasse eigentlich ein Unding – hat. Der Torschütze umkurvte jedenfalls schön den Gästetorwart. Danach machte Stedten allerdings wieder mehr Druck und war drauf und dran den Ausgleich zu machen, was Brachstedt immer wieder zu Fouls nötigte. Besonders hervorzuheben ist das grobe Einsteigen des 15ers von Brachstedt, der von hinten angeflogen kam, als ein schnellerer Stedtener den Ball im Mittelfeld nach vorne trieb. Eine völlig berechtigte gelbe Karte, die auch eine Rote hätte sein können – zumal der Stedtener nicht weiter spielen konnte.
Als besagter Gästespieler noch zur Behandlung draußen war, gelang der Ausgleich. Mit einem Mann weniger! Der unerfahrene Torwart war daran nicht ganz unschuldig. Aber der Treffer war zu diesem Zeitpunkt auch wirklich verdient. Kurz darauf gelangte der Ball nochmals in den Kasten der Gastgeber, doch eine zweifelhafte Abseitsentscheidung entzog dem aus einem Meter Abstand erzielten Treffer seine Gültigkeit. Noch krasser war dann die Szene in der 89. Minute. Bei so etwas ist es echt scheiße, Schiedsrichter zu sein. Weicheier, die bei jeder Pöbelei gleich das Weite suchen, sind bei diesem harten Hobby bzw. Job so wie so fehl am Platze, aber bei so einer Szene wie hier kurz vor Schluss, kann man als Schiri nur hoffen, dass das Publikum vernünftig bleibt. Hier wurden aber auch nur Sachen wie „Schieber“, „Penner“ und „Das war Rot, du Spinner!“ gut hörbar gerufen. Was passiert war? Nun, der 15er von Brachstedt – der, der 15 Minuten zuvor einen Gegenspieler grob gefoult hatte – rennt aufs Tor zu und wird vom 2er von Stedten auf der Strafraumgrenze voll von den Beinen geholt. Ich bin mir zu 90% sicher, dass das ein Elfmeter war und zu 100%, dass der Gelbbelastete hier hätte fliegen müssen. Aber der Schiedsrichter dachte irgendwie an das nicht gegebene Tor und an die zu lasche Bestrafung des (hier ausnahmsweise mal) Gefoulten und entschied auf Freistoß statt Elfmeter und eine mündliche Ermahnung für den Stedtener. Der Freistoß brachte nichts ein und kurz darauf wurde auch schon abgepfiffen, sodass ich nur die Überschrift noch mal unterstreichen kann, denn am Ende sicherte die ausgleichende Ungerechtigkeit (Stedten ein Tor fragwürdigerweise aberkannt und ein Brachstedter nicht vom Feld gestellt gegen einen Elfmeter für Brachstedt verweigert und einen Stedtener nicht vom Feld gestellt) den gerechten (gerecht deshalb, da beide Mannschaft doch über das gesamte Spiel gesehen gleichwertig gewesen waren) Ausgleich.

Statistik:
Ground Nr. 427 (ein neuer Ground; diese Saison: 96 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.004 (diese Saison: 146)
Tageskilometer: 70 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 34.150 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.250 Bus, Bahn, Tram/ 3.180 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 87
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 199
Freitag, 21. Mai 2010 – Anstoß 19.00
Landesliga Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 55. Jebock, 1:1 74. Nr. 11
Verwarnungen: Märker (?), Kuka, Reza, Lichtner (Brachstedt); Nr. 2 (Stedten)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportanlage Brachstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 140 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, schnelles und sehr spannendes Spiel)
Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624109608646/detail/
900-Einwohner-Käffer wie Brachstedt, ein Ortsteil der Gemeinde Petersberg, wenige Kilometer nördlich von Halle/ Saale, spielen normalerweise Kreisliga oder -klasse, doch es gibt immer wieder Ausnahmen mit erstaunlich talentierten Mannschaften, die es in die oberen Amateurklassen oder gar noch höher schaffen. Stedten, derzeit Tabellendritter, mit seinen 1.000 Einwohnern ist so ein Fall und auch Brachstedt spielt mit seiner Sportgemeinschaft Blau-Weiß im vorderen Mittelfeld der Landesliga, also der zweithöchsten Amateurspielklasse mit. Dem muss man wirklich Respekt zollen!
Eine Ansetzung am Freitagabend muss man auch positiv hervorheben. Da Leunas Alte Herren heute kein Spiel hatten, war die Terminierung ideal: für mich ein neuer Verein – und neuer Ground. Nur leider ist dieser Ground für einen Landesligaplatz extrem dörflich und fade – und selbst für einen Kreisligaplatz ist der Sportplatz Brachstedt mäßig. Auf zwei Seiten Bäume, auf einer billige Hütten und auf der vierten ein mit Gestrüpp begrenztes Feld. Die landschaftliche Lage und die Infrastruktur des Platzes lassen auch sehr zu wünschen übrig.
Aber dafür war das Spiel gut: von Beginn an schnell, wobei die Gäste aus Stedten – eine der beiden Betriebssportgemeinschaften vom Montanwachswerk Romonta – die Gastgeber für 15 Minuten völlig einschnürten. Danach war das Spiel ausgeglichen und zwischenzeitlich auch völlig sauber geführt. Doch die harten Zweikämpfe der ersten Viertelstunde von Brachstedt waren nicht übertrieben wild. Zur Pause stand es leider auch noch 0:0.
In der zweiten Halbzeit hatten dann die wenigen Zuschauer mehr Grund, sich mit lautstarken Zwischenrufen bemerkbar zu machen: nach 10 Minuten in Hälfte zwei lag der Ball im Tor der Gäste. Laut Programm müsste Thomas Jebock getroffen haben. Immerhin also wurde ein Programmheft ausgegeben, wenn man schon keinen Stadionsprecher – in der Klasse eigentlich ein Unding – hat. Der Torschütze umkurvte jedenfalls schön den Gästetorwart. Danach machte Stedten allerdings wieder mehr Druck und war drauf und dran den Ausgleich zu machen, was Brachstedt immer wieder zu Fouls nötigte. Besonders hervorzuheben ist das grobe Einsteigen des 15ers von Brachstedt, der von hinten angeflogen kam, als ein schnellerer Stedtener den Ball im Mittelfeld nach vorne trieb. Eine völlig berechtigte gelbe Karte, die auch eine Rote hätte sein können – zumal der Stedtener nicht weiter spielen konnte.
Als besagter Gästespieler noch zur Behandlung draußen war, gelang der Ausgleich. Mit einem Mann weniger! Der unerfahrene Torwart war daran nicht ganz unschuldig. Aber der Treffer war zu diesem Zeitpunkt auch wirklich verdient. Kurz darauf gelangte der Ball nochmals in den Kasten der Gastgeber, doch eine zweifelhafte Abseitsentscheidung entzog dem aus einem Meter Abstand erzielten Treffer seine Gültigkeit. Noch krasser war dann die Szene in der 89. Minute. Bei so etwas ist es echt scheiße, Schiedsrichter zu sein. Weicheier, die bei jeder Pöbelei gleich das Weite suchen, sind bei diesem harten Hobby bzw. Job so wie so fehl am Platze, aber bei so einer Szene wie hier kurz vor Schluss, kann man als Schiri nur hoffen, dass das Publikum vernünftig bleibt. Hier wurden aber auch nur Sachen wie „Schieber“, „Penner“ und „Das war Rot, du Spinner!“ gut hörbar gerufen. Was passiert war? Nun, der 15er von Brachstedt – der, der 15 Minuten zuvor einen Gegenspieler grob gefoult hatte – rennt aufs Tor zu und wird vom 2er von Stedten auf der Strafraumgrenze voll von den Beinen geholt. Ich bin mir zu 90% sicher, dass das ein Elfmeter war und zu 100%, dass der Gelbbelastete hier hätte fliegen müssen. Aber der Schiedsrichter dachte irgendwie an das nicht gegebene Tor und an die zu lasche Bestrafung des (hier ausnahmsweise mal) Gefoulten und entschied auf Freistoß statt Elfmeter und eine mündliche Ermahnung für den Stedtener. Der Freistoß brachte nichts ein und kurz darauf wurde auch schon abgepfiffen, sodass ich nur die Überschrift noch mal unterstreichen kann, denn am Ende sicherte die ausgleichende Ungerechtigkeit (Stedten ein Tor fragwürdigerweise aberkannt und ein Brachstedter nicht vom Feld gestellt gegen einen Elfmeter für Brachstedt verweigert und einen Stedtener nicht vom Feld gestellt) den gerechten (gerecht deshalb, da beide Mannschaft doch über das gesamte Spiel gesehen gleichwertig gewesen waren) Ausgleich.
Statistik:
Ground Nr. 427 (ein neuer Ground; diese Saison: 96 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.004 (diese Saison: 146)
Tageskilometer: 70 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 34.150 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.250 Bus, Bahn, Tram/ 3.180 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 87
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 199
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Mittwoch, 11. Februar 2009
WE133I: Knappe Niederlage am Mittwochabend
TSV Leuna 1:2 Blau-Weiß Brachstedt
Mittwoch, 11.Februar 2008 - Anstoßzeit 19.00
Testspiel Landesklasse gegen Landesliga (8. Liga (4. Amateurebene) gegen 7. Liga)
Ergebnis: 1:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:0
Tore: 0:1 67. (?), 1:1 83. Nino Hammerschmidt, 1:2 90. (?)
Verwarnungen: Keine
Platzverweise: Keine
Stadion: Hockeystadion/ Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: 23 (keine Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (Na ja...)
Auch dieser Tag trug zum Beibehalten meines Tagesrhythmus seit Ende der letzten Woche, also seit Beginn der Semesterferien, bei: erst das übliche Lernen und Lesen - diesmal arabische Vokabeln und ein Sachbuch zur syrischen Geschichte, Politik und Religionsvielfalt - dann Ablenkung von der Arbeit durch einen Spielbesuch.
Freitag war ja Chemiepokal, Samstag Fußball und Volleyball, Sonntag Fußball und Handball, Montag nur ein Spiel im Fernsehen, Dienstag ebenso und diesmal stand dann wieder ein Livespiel an, wobei das Fotografieren bei diesem Spiel fast genauso sinnlos war, wie als hätte ich das Spiel am Fernseher fotografiert. Nimmt man die Glotze auf, hat man ein mit schwarzen Streifen und den Bildquadraten durchzogenes Foto auf dem Chip - nimmt man in Leuna unter Flutlicht auf, dann hat man entweder ein viel zu dunkles oder ein helles aber verschwommenes Foto.
Die erste Halbzeit begann pünktlich, fast überhastet - die Mannschaften stellten sich nicht einmal ordentlich auf - und schon nach ein paar Minuten konnte Mannschaftsarzt Wolle den um die Wechselbank verteilten Ersatzspielern, Betreuern und Zuschauern erklären, dass er heraushört, ob ein angeschossener Spieler den Ball gegen die Knie, die Brust oder die Kuppe bekommen hatte... Die ersten 45 Minuten waren torlos, aber nicht schwach. Nachdem ich diese mit ein paar Fotos dokumentiert hatte, setzte ich mich dann auf die Wechselbank. Natürlich nicht um eingewechselt zu werden, sondern weil Wolle mit Recht meinte, dass es neben der Bank doch so zugig sei.
Die zweite Halbzeit zeigte erneut die Schwächen, die es ab und an in der Leunaer Abwehr gab, auf, aber auch Brachstedt spielte nicht besser. Nun wurde auch etwas viel auf dem leicht überfrorenen Kunstrasen herumgerutscht. Was nach einer Weile auch zu viel wurde, war das Gemotze vom Gästetorwart. Als dieser sich noch über einen der TSV-Spieler aufregte, mit dem er zusammengeprallt war, platzte Nino wieder einmal der Kragen, was in einem Pflichtspiel sicher mit Gelb bestraft worden wäre. Nachdem das 0:1 - ein Abstauber nachdem die Abwehr von zwei Brachstedtern überlaufen wurde - gefallen war, zeigte Nino allerdings wieder einmal, dass er mehr kann, als nur den Torwart herumschubsen und ihm sagen, er würde eine schwule Mütze tragen - das Design war aber auch wirklich nicht so toll; das HFC-Wappen akzeptiere ich aber noch - oder wie ein Abwehrspieler der Gäste behauptete „nur nach allem treten, was sich bewegt“, nämlich auch Tore erzielen. Auch er staubte, wie sein Gegenspieler 15 Minuten zuvor, einen Ball ab. Die hervorragende Vorlage lieferte übrigens Tino Fiebig, der in der Halbzeit aus dem Tor genommen und in der 70. als Feldspieler wieder eingewechselt wurde. In der ersten Halbzeit zu null und in der zweiten ein Tor vorbereitet.
In der 90. Minute kassierte Leuna doch noch das 1:2, was man als unglücklich bezeichnen muss. Aufgrund von beruflichen Verpflichtungen (es gibt auch Leute, die mittwochs nicht so einfach zum Spiel kommen können oder auch früher gehen müssen) und zwei verletzten Spielern, war Leuna ja schließlich ab der 70. zu zehnt. Dafür - und vor allem dafür, das Brachstedt a) klassenhöher und b) auch noch zuvor siegreich gegen die Industriemonteure aus Merseburg (IMO) war - war es eine beachtliche Leistung der Leunaer in einem nicht so guten Spiel.
Statistik:
Ground Nr. 278 (kein neuer Ground; diese Saison: 48 neue)
Sportveranstaltung Nr. 749 (diese Saison: 112)
Tageskilometer: 15 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 17.645 (9.270 Auto/ 2.960 Flugzeug/ 2.710 Bahn/ 2.705 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 133
Die wenigen Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090211%20TSV%20Leuna%201-2%20Blau-Weiss%20Brachstedt/
Mittwoch, 11.Februar 2008 - Anstoßzeit 19.00
Testspiel Landesklasse gegen Landesliga (8. Liga (4. Amateurebene) gegen 7. Liga)
Ergebnis: 1:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:0
Tore: 0:1 67. (?), 1:1 83. Nino Hammerschmidt, 1:2 90. (?)
Verwarnungen: Keine
Platzverweise: Keine
Stadion: Hockeystadion/ Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: 23 (keine Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (Na ja...)
Auch dieser Tag trug zum Beibehalten meines Tagesrhythmus seit Ende der letzten Woche, also seit Beginn der Semesterferien, bei: erst das übliche Lernen und Lesen - diesmal arabische Vokabeln und ein Sachbuch zur syrischen Geschichte, Politik und Religionsvielfalt - dann Ablenkung von der Arbeit durch einen Spielbesuch.
Freitag war ja Chemiepokal, Samstag Fußball und Volleyball, Sonntag Fußball und Handball, Montag nur ein Spiel im Fernsehen, Dienstag ebenso und diesmal stand dann wieder ein Livespiel an, wobei das Fotografieren bei diesem Spiel fast genauso sinnlos war, wie als hätte ich das Spiel am Fernseher fotografiert. Nimmt man die Glotze auf, hat man ein mit schwarzen Streifen und den Bildquadraten durchzogenes Foto auf dem Chip - nimmt man in Leuna unter Flutlicht auf, dann hat man entweder ein viel zu dunkles oder ein helles aber verschwommenes Foto.
Die erste Halbzeit begann pünktlich, fast überhastet - die Mannschaften stellten sich nicht einmal ordentlich auf - und schon nach ein paar Minuten konnte Mannschaftsarzt Wolle den um die Wechselbank verteilten Ersatzspielern, Betreuern und Zuschauern erklären, dass er heraushört, ob ein angeschossener Spieler den Ball gegen die Knie, die Brust oder die Kuppe bekommen hatte... Die ersten 45 Minuten waren torlos, aber nicht schwach. Nachdem ich diese mit ein paar Fotos dokumentiert hatte, setzte ich mich dann auf die Wechselbank. Natürlich nicht um eingewechselt zu werden, sondern weil Wolle mit Recht meinte, dass es neben der Bank doch so zugig sei.
Die zweite Halbzeit zeigte erneut die Schwächen, die es ab und an in der Leunaer Abwehr gab, auf, aber auch Brachstedt spielte nicht besser. Nun wurde auch etwas viel auf dem leicht überfrorenen Kunstrasen herumgerutscht. Was nach einer Weile auch zu viel wurde, war das Gemotze vom Gästetorwart. Als dieser sich noch über einen der TSV-Spieler aufregte, mit dem er zusammengeprallt war, platzte Nino wieder einmal der Kragen, was in einem Pflichtspiel sicher mit Gelb bestraft worden wäre. Nachdem das 0:1 - ein Abstauber nachdem die Abwehr von zwei Brachstedtern überlaufen wurde - gefallen war, zeigte Nino allerdings wieder einmal, dass er mehr kann, als nur den Torwart herumschubsen und ihm sagen, er würde eine schwule Mütze tragen - das Design war aber auch wirklich nicht so toll; das HFC-Wappen akzeptiere ich aber noch - oder wie ein Abwehrspieler der Gäste behauptete „nur nach allem treten, was sich bewegt“, nämlich auch Tore erzielen. Auch er staubte, wie sein Gegenspieler 15 Minuten zuvor, einen Ball ab. Die hervorragende Vorlage lieferte übrigens Tino Fiebig, der in der Halbzeit aus dem Tor genommen und in der 70. als Feldspieler wieder eingewechselt wurde. In der ersten Halbzeit zu null und in der zweiten ein Tor vorbereitet.
In der 90. Minute kassierte Leuna doch noch das 1:2, was man als unglücklich bezeichnen muss. Aufgrund von beruflichen Verpflichtungen (es gibt auch Leute, die mittwochs nicht so einfach zum Spiel kommen können oder auch früher gehen müssen) und zwei verletzten Spielern, war Leuna ja schließlich ab der 70. zu zehnt. Dafür - und vor allem dafür, das Brachstedt a) klassenhöher und b) auch noch zuvor siegreich gegen die Industriemonteure aus Merseburg (IMO) war - war es eine beachtliche Leistung der Leunaer in einem nicht so guten Spiel.
Statistik:
Ground Nr. 278 (kein neuer Ground; diese Saison: 48 neue)
Sportveranstaltung Nr. 749 (diese Saison: 112)
Tageskilometer: 15 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 17.645 (9.270 Auto/ 2.960 Flugzeug/ 2.710 Bahn/ 2.705 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 133
Die wenigen Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090211%20TSV%20Leuna%201-2%20Blau-Weiss%20Brachstedt/
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