Dienstag, 17. Februar 2015

W446I-III: Eishockeywochenende; Länderpunkt Belgien, Oberliga in Essen und Herne

Herner Eissport-Verein 2007 .................................... 3
Eislaufverein Tornado Niesky ................................... 4
- Datum: Sonntag, 15. Februar 2014 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Zwischenrunde Oberliga Mitte (Aufstiegsrunde zur DEL 2 mit Mannschaften der Oberligen Ost und West, d.h. 3. Eishockeyliga, Amateur-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-4 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 1-2, 2-1, 0-1
- Tore: 1-0 8.00 Loecke, 1-1 8.59 Neumann, 1-2 18.35 Pohling, 2-2 30.48 Hauptig, 3-2 32.31 Luft, 3-3 37.39 Greulich, 3-4 40.38 Pohling
- Strafzeiten: Herne 6 Minuten, Niesky 10 Minuten
- Spielort: Gysenberghalle (Kap. 3.467, davon 467 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon Gästefans: ca. 75, zahlende Zuschauer: angeblich nur 891)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und gutes Spiel)

SV Blau-Weiß Börnig 1954 ........................................ 3
Polonia Lüdenscheid 2009 .......................................... 1
- Datum: Sonntag, 15. Februar 2014 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel (Kreisliga A Herne, 8. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Kreisliga B Lüdenscheid, 9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 63. Marc Hüppler, 1-1 80. Daniel Doering, 2-1 85. Timo Springwald, 3-1 88. Yasin Köklüoglu
- Verwarnungen: Michel Puljic, Steve Suthoff (Börnig), Jalal Ghali (Lüdenscheid)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Voßnacken (Kap. 1.020 davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 4)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Lange Zeit schwaches Spiel mit starker Schlussphase)

Ijshockeyclub Antwerp Phantoms ............................ 3
Liege Bulldogs Ice Hockey Club ................................ 5
- Datum: Samstag, 14. Februar 2014 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Belgian Championship (1. belgische Eishockeyliga, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-5 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 2-2, 1-1, 0-2
- Tore: 1-0 2.01 NN, 1-1 7.29 (23), 2-1 14.52 Nr. 11 (-1), 2-2 16.16 (84), 2-3 38.18 (69), 3-3 39.39 Nr. 23, 3-4 56.07 NN, 3-5 59.36 (94, Empty Net)
- Strafzeiten: 2x Nr. 21, Nr. 14 (Phantoms = 6 Minuten); 2x Nr. 94, Nr. 39, Nr. 23, NN (Bulldogs = 10 Minuten)
- Spielort: Ijsbaan Ruggeveld (Antwerpen-Deurne, Kap. 478, davon 78 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Allenfalls mittelmäßiges Spiel)

Cold Play Mechelen Eisberen ……............................ 4
Liedekerke Lions Ice Hockey Club ........................... 3
- Datum: Samstag, 14. Februar 2014 – Beginn: 17.15
- Wettbewerb: Recreational 1 (3. belgische Eishockeyliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-3 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 3-0, 1-1, 0-2
- Tore: 1-0 1.14 NN, 2-0 2.41 Nr. 44, 3-0 6.46 Nr. 2, 4-0 23.38 Nr. 21, 4-1 30.53 (24), 4-2 44.00 (24), 4-3 43.56 (24)
- Strafzeiten: 2x Nr. 2, Nr. 44 (Eisberen = 6 Minuten); NN (Lions = 2 Minuten)
- Spielort: Schaatsbaan Ice Skating Center Mechelen (Leest, Kap. 150, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon Gästefans: keine?)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Das langsamste Eishockey, das ich je gesehen habe – aber wenn das Eis auch zum ersten Mal in der 2. Pause aufbereitet wir...)

ESC Moskitos Essen .................................................... 3
MEC Saalebulls Halle ................................................. 2
- Datum: Freitag, 13. Februar 2014 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Zwischenrunde Oberliga Mitte (Aufstiegsrunde zur DEL 2 mit Mannschaften der Oberligen Ost und West, d.h. 3. Eishockeyliga, Amateur-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 1-1, 1-1, 1-0
- Tore: 1-0 4. Pohanka, 1-1 11. Gunkel, 2-1 22. Mc Leod, 2-2 37. Abercrombie, 3-2 46. Richter
- Strafzeiten: Pompino, Barta, Schüpping (Essen = 6 Minute); Sochan, Vostarek, Mund, Lupzig, Wunderlich, Petermann, Vostarek (Halle = 14 Minuten)
- Spielort: Eissporthalle Essen-West (Kap. 3.850, davon 850 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 600 (davon Gästefans: mind. 90)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes und v.a. spannendes Spiel) 

Photos with English Commentary:
Sports:
a) Ice-Hockey in Essen: Moskitos Essen defeat Saalebulls Halle (3rd Division Play-Offs)
b) Ice-Hockey in Belgium (Div. 3): Eisberen Mechelen defeat Liederkerke Lions
c) Ice-Hockey in Belgium (Div. 1): Antwerpen Phantoms lost to Liege Bulldogs
d) Ice-Hockey in Herne: Herner EV lost to Tornado Niesky (3rd Division Play-Offs)
e) Football in Herne: BW Börnig defeat Polonia Lüdenscheid (Friendly Match)
Sightseeing:
Belgium: Antwerp and Mechelen (Flanders Region)

Die Prüfungen hinter mir, also Zeit für ein Eishockeywochenende. Ein neuer Eishockeyländerpunkt sollte auch drin sein, doch bevor es Samstag nach Belgien ging, hieß es: Saalebulls Halle in Essen! 

Überraschenderweise sind Leipzig und Halle gleichstark wie Neuwied und die eigentlich favorisierten Duisburger. Sonst waren in den letzten Jahren die Teams aus dem Osten stets chancenlos gegen Teams aus Hessen, Rheinland-Pfalz oder NRW. Der Tabellenzweite Halle, erst mit einer Niederlage (gegen Leipzig) war zugast in Essen.

Die Eissporthalle liegt direkt hinterm Bahnhof Essen-West. Man läuft kaum zwei Minuten vom Gleis zur Kasse. Die drei Play-off-Teilnehmer NRWs haben fast baugleiche Hallen: auch die Halle in Herne, die ich Sonntag besuchte, hat einen fast identischen Baukörper wie die in Essen und auch jene in Duisburg, die ich vor einigen Wochen bereits besucht hatte, sieht fast genauso aus. Hinter dem einen Tor, vor dem sich der Eingang befindet, ist ein Clubrestaurant mit Glasscheiben zur Eisfläche hin aufgebaut, gegenüber befinden sich Stehplätze für Gästefans, auf eine Längsseite (rechts vom Restaurant) ist eine hohe Stehtribüne, gegenüber eine Sitztribüne mit Schalensitzen. Nur die Anordnung der Schalensitze, die Farbgebung und die Anzahl der Sitzplätze im Verhältnis zu den Stehplätzen variiert bei diesen drei Hallen.

Der Besuch war nicht so überragend, aber fast 100 Hallenser waren natürlich stark. Was nicht so intelligent war, waren die ganzen DDR-, FDJ- und Soviet-Banner, die wohl zum Provozieren der NRWler gedacht waren. Mit Bananenschalen wurde auch geworfen, um mal zu zeigen, dass es nun auch im Osten Südfrüchte gibt. Ist zwar schon seit 1990 der Fall, aber das weiß in der Tat kaum einer aus NRW, da kaum einer schon mal in den Neuen Bundesländern war...

Das Spiel war spannend und auf recht gutem Niveau, laut des freundlichen Rentners neben mir, spielte Essen aber unter ihren Möglichkeiten und mit dem Erreichen der Finalrunde oder gar dem Aufstieg wird es sicher nichts werden. Um Halle so langsam aber sicher aus diesem Aufstiegsrennen zwischen Duisburg, Leipzig und Neuwied zu nehmen, reichte es aber schon. Denn nachdem die Saalebulls nach zwei Rückständen im ersten bzw. zweiten Drittel immer schnell zurückkamen, war der dritte Rückstand im Schlussdrittel entscheiden: 3-2 für die Moskitos Essen. 

Samstag fuhr ich erst gegen 10 Uhr nach Belgien los, doch in Antwerpen ist man ja in nur anderthalb Stunden. Mit Antwerpen und Mechelen hatte ich zwei bedeutende Städte nördlich von Brüssel in Flandern, die mit die sehenswertesten – Antwerpen ist vielleicht sogar DIE sehenswerteste – im ganzen Land sind, auf dem Programm. Antwerpen war im ausgehenden Mittelalter eine echte Metropole und bedeutsame Handelsstadt und gerade aus dieser Zeit und auch noch mehreren folgenden Jahrhunderten, finden sich tolle Baudenkmale. Ich begann die Besichtigung bei einem Schloss am Stadtrand, dem Sterckshof, der recht verspielte Türme hat. Dann ging es an der Burg „Het Steen“ weiter und für 6€ in die Kathedrale, in der tolle Kunstwerke hängen. Zwei andere Kirchen besichtigte ich auch noch, ehe es nach Mechelen weiterging. Dort besuchte ich die Kathedrale und zwei weitere Kirchen. Sehenswert sind auch ein paar Bürgerhäuser vergangener Jahrhundert.

Restaurants sind in Belgien völlig überteuert, sodass ich in einen marokkanischen Imbiss ging. Dort bekommt man für deutsche Dönerbudenpreise zwar weniger auf den Teller als in Deutschland, aber immerhin zahlt man keine 20€ für einen Fischeintopf gegenüber der Antwerpener Kathedrale. Der Besitzer war auch ausgesprochen freundlich und hatte gerade das Spiel von Chabab Atlas Khenifra gegen Hassania Agadir im marokkanischen Sportfernsehen laufen... 

Das erste Eishockeyspiel in Belgien war jenes des 2. gegen den 5. von 7 in der dritten Liga. Eine weitere Liga drunter gibt es immerhin noch, aber was für eine Eishalle die da am Stadtrand von Mechelen im Vorort Leest haben: ein Schuppen mit Restaurant, der die Eisfläche überdacht und eng begrenzt, sodass man als Zuschauer nur hinter dem einen Tor in maximal vier Reihen stehen kann.

Der Gastgeber aus Mechelen firmiert unter dem Gesamtverein Cold Play Mechelen, der immer drei Mannschaften hat. Die Mannschaft Eisberen ist offensichtlich ein Eisbären Berlin-Fanclub; die Trikots waren jedenfalls Kopien der Eisbären-Jerseys. Die Eisbären legten auch einen guten Start gegen die Liederkerke Lions hin, die schnell 3:0 in Rückstand lagen. In den beiden folgenden Dritteln baute der Gastgeber nach einer schnellen 4:0 Führung ab und in einem sehr langsamen und ziemlich schwachen Spiel kamen die Lions noch auf 4:3 heran. 

Das zweite Spiel, im Antwerpener Vorort Deurne ausgetragen, war schon erheblich besser. Bei einer Partie zwischen dem 1. und dem 2. in der höchsten Spielklasse sollte das aber schon sein. Für ein Spitzenspiel war es andererseits erbärmlich. Die beste belgische Mannschaft ist aber ohnehin die in der professionelleren Liga in den Niederlanden mitspielende Mannschaft aus Herentals. Die dürfte gegen bei Teams, die Antwerpen Phantoms und die Liege Bulldogs, deutlich gewinnen.

Erbärmlich waren auch Halle und Zuschauerzahl: ich wunderte mich schon, als „nur“ 7€ am Einlass gefordert wurden, da in Belgiens Sport maßlos überteuert ist und stets höher als in den Niederlanden zu Buche schlägt. Aber nachdem das Gegurke in Mechelen kostenlos war und hier 3€ niedriger als in der 1. niederländischen Liga, war mir schon klar, dass Belgien einfach im Eishockey so viel schwäche ist als NL, dass hier doch nicht so viel verlangt wird. In die etwas versiffte Rundbogenhalle passen 400 Leute stehend vor die Scheiben bis hinter die Banden und 78 auf die notdürftig hereingebaute Sitztribüne. Gerade einmal 85, davon auch noch mindestens 10 aus Liege, fanden sich für dieses Spiel ein. Stimmung gab es natürlich keine...

Bei dem Spiel selbst ging es auf mäßigem Niveau hin und her. Mal führte Antwerpen, mal Liege. Erst als im letzten Viertel das 3:4 fiel und bis 1 Minute vor Schluss von den Bulldogs gehalten wurde, fiel die Entscheidung: Antwerpen nahm den Torwart vom Eis und die Bulldogs aus Lüttich netzten zum 3:5 ein. 

Am Sonntag ging es wieder mit der Bahn ins Ruhrgebiet. Diesmal nach Herne, wo ich erst mal 3km laufen musste, um zu einem Fußballspiel, das mir so quasi zwischen die ganzen Eishockeyspiele gerutscht ist, zu kommen...
Auf dem Weg dahin fiel mir die unheimlich hohe Asozialendichte in Herne auf. Besonders anhörenswert dabei die Pöbelei an einem Mehrfamilienhaus. Ein Südländer hatte gerade einen deutschen Kumpel abgeholt, als es aus einer Wohnung im Erdgeschoss von einer Frau tönte: „Ach da sind ja wieder die zwei Junkies“. Der Deutsche: „Halt die Fresse, du Votze!“ Der Südländer: „Ey, was will die Bitch, Alter?!“ Deutsche: „Mit der behinderten Schlampe hab ich seit Sylvester Ärger. Wegen der hat ich die Bullerei am Hals zu Neujahr.“ Südländer: „Ach wegen deinem Feuerchen auf der Straße, ne?“

Passend zu dem Niveau dieser Leute, hatte ich den Namen der Sportanlage am Rande von Herne zuerst falsch gelesen: aber der Voßnacken schrieb sich doch mit ß und nicht mit tz... Dieser Votznacken, achso: Voßnacken, ist ein Landschaftsschutzgebiet, an dessen Rand ein Hartplatz mit zwei Graswällen liegt. Das Testspiel zwischen Blau-Weiß Börnig und Polonia Lüdenscheid verlief ganz fair und vernünftig. Beides sind recht bunte Truppen, auch bei Polonia verschiedene Nationalitäten und nicht nur Polen und andere Osteuropäer vertreten. Nach einer schwachen und torlosen ersten Halbzeit, in der Börnig noch einen Elfmeter verschoss, ging Polonia überraschend in Führung, ehe Börnig in einer prima Schlussphase mit einem weiteren Elfmeter, sowie einem Kopfballtreffer und einem durch die Abwehrreihen gemogelten Ball das Spiel noch auf 3:1 drehte. 

Auf dem Weg zur Eissporthalle, der ebenfalls 3km betrug, trieb ich noch eine gute Pizzeria (5,80€ für ne ordentliche Pizza und ein Getränk sind selbst für Ruhrgebiet recht niedrig) auf. Die Gysenberghalle sieht dann fastgenauso aus wie die in Essen und Duisburg – Beschreibung siehe oben – trotzdem waren die Stehplatzkarten (ermäßigt 7€, Vollzahler 9€) genau 2€ unter den Preisen in Essen. Da sieht man dann wie unsinnig und willkürlich die Preise im deutschen Sport sind: identischer Hallenkomfort, selbe Liga, gleichstarke Teams und dann 2€ Unterschied.

Herne wie auch Niesky können nicht mehr die Tabellenspitze erreichen. Wobei Niesky ganz im Gegenteil sogar, den letzten Rang einnimmt. Es sollte vor der recht stimmungsvollen Kulisse von gut 1.500 Zuschauern, davon wirklich respektable 75 aus Niesky, der erste Sieg für die Lausitzer werden. Aber das Erreichen der Zwischenrunde ist ja für die Nieskyer schon ein schönes Erlebnis: mit ihrem tollen, offenen Kunsteisstadion wären sie glaube ich auch nicht für einen Startplatz in der DEL 2 berechtigt.

Jedenfalls wogte das Spiel auf hohem Niveau und sehr hohem Tempo hin und her: mal führte Herne, dann wieder Niesky. Im letzten Drittel ging Niesky nach wenigen Sekunden ein weiteres Mal in Führung, mittlerweile 3:4, und hielt trotz mehrfachen Powerplays und Torwart vom Eis, was sie andererseits nicht zu einem Emptynet nutzen konnten, den Sieg fest.

Zurück ging es nochmal 3km zu Fuß zum Bahnhof, wo ich genau rechtzeitig zur Abfahrt des Zuges nach Düsseldorf ankam, wo der Zugverkehr wiederum ziemlich durch das Zusammenspiel von besoffenen Karnevalsfritzen, Fußballfans und Eishockeyfans gestört wurde. In Horden auftretend, sind nämlich alle drei Gruppen mitunter ein echtes Problem: dauerbesoffen und immer zu Dummheiten aufgelegt. Selbst die Züge, in denen nur die Karnevalsfritzen unterwegs waren, waren völlig zugemüllt inklusive zerschlagener Glasflaschen. In Köln, wo ich umsteigen musste, wurde es auch noch handgreiflich, weil ein „Ritter“ einem „Superman“ auf sein Kostüm gerotzt hatte: also wenn sich die rheinischen Spießer mal richtig auslassen können bei ihrem Karnevalsscheiß, ist schon richtig was los... 

Statistik:
- Grounds: 1.289 (Fr 1 neuer, Sa 2 neue, So 2 neue; diese Saison: 135 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.293 (Fr 1, Sa 2, So 2; diese Saison: 181)
- Tageskilometer: 950 (Fr 210km Bahn, 10km Auto; Sa 480km Auto, So 240km Bahn, 10km Auto)
- Saisonkilometer: 34.580 (25.030 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 446

Montag, 9. Februar 2015

W445V: Nach Planänderungen Handball in der Troisdorfer Rundhalle

Handball-Sport-Verein Troisdorf II ........................ 25
HSG Sieg (FC Hennef 05/ Siegburger TV 1862/92) 39
- Datum: Sonntag, 8. Februar 2014 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Bonn/ Euskirchen/ Sieg (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 25-39 nach 60 Minuten (2x30); Halbzeitstand: 11-17
- Tore: NN (Troisdorf); NN (Sieg)
- Gelbe Karten: Nr. 4, 7, 17 (Troisdorf); Nr. 8, 11, 70 (Sieg)
- Zeitstrafen: Nr. 9 + Rot, Nr. 7, 8, 18 (Troisdorf = 10 Minuten); Nr. 2, 11, 66, 70 (Sieg = 8 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 9 von Troisdorf (52. Min. wg. angeblich groben Fouls)
- Spielort: Rundsporthalle Troisdorf (Kap. 400, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 20)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ziemlich dürftiges und langweiliges Spiel, aber wenigstens viele Tore)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Handball: Troisdorf Res. v HSG Sieg
b) Cologne/ Bonn: Troisdorf Wissem Palace

Sonntag wollte ich mich etwas zurücknehmen. Entspannter als sonst, da Montag die erste Prüfung in diesem Semester ansteht. Gelernt habe ich ja gut genug das ganze Semester über und verstärkt in den letzten beiden Wochen, sodass man am besten etwas anderes macht in den zwei Tagen vor der Klausur um entspannt an die Prüfung ranzugehen. Aber idealerweise fährt man nicht bei einer Prüfung am Montag um 11 Uhr z.B. zum Eishockey nach Basel, auch wenn das als Sonntagsausflug machbar wäre, um dann montags um 4 Uhr in der Nacht zurück zu sein...

Also sollte es zum Wasserball nach Krefeld gehen. Nur kaum am Bahnhof in Brühl angekommen, war dort der Zug 30 Minuten verspätet angekündigt und der Anschluss in Duisburg somit nicht mehr zu kriegen. Also noch mal heeme und nachgeguckt: genau, in Duisburg gibt es auch ein Spiel – aber der Anschluss an die S-Bahn ist nun auch nicht zu kriegen, wenn der zweite Zug genauso verspätet daherkommt. OK, also Ersatz finden. Mit dem Rad nach Köln zur Fortuna? OK, mal schnell gucken was die Karten kosten... Was? Stehplätze zwischen 11€ und 14€ für 3. Liga gegen Bielefeld? http://www.koelnsport.de/uebers-ziel-hinaus-geschossen/ Dann leck mich halt, scheiß Fortuna! Fahr ich zum Handball nach Troisdorf – ist kostenlos, was ich ja bei der Fortuna nicht verlange, aber für deren dürftiges Stadion verlange ich maximal 8€ für einen Stehplatz...

Nach Troisdorf ließ sich mit dem Rad schön fahren, dort guckte ich mir auch noch schnell das kleine und durch Nebengebäude verschandelte Schloss an, ehe ich die Rundsporthalle in der benachbarten Siedlung aufsuchte. Also wie man auf die Idee kommt, in eine derart primitive Reihenhaussiedlung einfach ein solches UFO von Halle reinzubauen... Aber gut sieht es aus! Nur Innen ist halt das Problem, dass Nachrüstungen der letzten Jahre den Innenraum verschandeln. Zu hohe Geländer an den Aufgängen stören die Sicht auf der ohnehin nicht überragend konzipierten Sitztribüne (in der Rundsporthalle Baunatal ist das z.B. viel besser gemacht) und die Zwischendecke dämmt war schön, sieht aber scheiße aus...

Das Spiel sah dann auch nicht besonders toll aus. Auch in der Kreisklasse – und da sind ja noch zwei Ebenen darunter – habe ich schon besseres gesehen, als den Scheiß, den vor allem der Gastgeber, HSV Troisdorf II, da ablieferte. Die Gäste der HSG Sieg dominierten nicht nur die Anfangsphase (1:6 nach 7 Minuten), sondern nach einem Stagnieren in der Mitte der 1. Hälfte auch den zweiten Spielabschnitt. Zwischen der 40. und der 50. zogen die Gäste von 17-22 auf 19-32 davon. Am Ende gewannen sie das eher langweilige Spiel mit 25:39. Außer dem Spiel verlor Troisdorf auch noch einen Spieler mit Rot, wobei das eher der Tiefpunkt der dürftigen Schiedsrichterleistung war: der sehr ungeschickt spielende 11er der HSG Sieg sprang in einen Verteidiger von Troisdorf rein, fiel über dessen Hüfte und verletzte sich bei der Landung, sodass er ausgewechselt werden musste. Also da zwei Minuten geben ist OK, weil der Troisdorfer da schon grenzwertig am Kreis rumstand, aber wenn sowas glatt Rot ist, weiß ich auch nicht...  
Statistik:
- Grounds: 1.284 (heute 1 neuer; diese Saison: 130 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.288 (heute 1; diese Saison: 176)
- Tageskilometer: 80 (40km Bahn, 40km Rad)
- Saisonkilometer: 33.630 (24.530 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.980 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 445

W445IV: Luxemburg; Internationale Testspiele, 5 Minuten Warten vorm Stadion wegen Zugverkehr und Hitziges Hockeyspiel im Hühnerstall

Tornado Luxembourg ................................................ 8
Aigles de Besançon Doubs Hockey Club .................. 3
- Datum: Samstag, 7. Februar 2014 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Championnat de France de hockey sur glace, Division 3 C (4. Französische Eishockeyliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 8-3 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 3-2, 3-1, 2-0
- Tore: 0-1 0.50 Thomas Jouham, 1-1 3.52 Yannick Hamri, 2-1 8.56 Yannick Hamri, 3-1 9.12 Yannick Hamri, 3-2 16.19 Jean Baptiste, 4-2 21.11 Vesa Hirvonen, 5-2 23.17 Kevin Groenlund, 6-2 31.39 Ronny Scheier, 6-3 32.51 Dany Parra (Penalty), 7-3 47.47 Colm Cannon, 8-3 54.45 Teemu Hinkula
- Strafzeiten: Marcus Eriksson 29 [2, 2, 5+20+SD], Teemu Huinkula 6 [2+2, 2], Ronny Scheier 4 [2, 2], Tony Jakubse 2, Colm Cannon 2, Daniel Kraval 2, Patrick Schon 2, Kevin Groenlund 2 (Luxemburg = 49 Minuten); Dany Parra 18 [2, 2, 2+2, 10], Thibaut Creuze 12 [2+10], Jean Baptiste 2, Julien Joly 2, David Goncalves 2, 1x Bankstrafe (Besancon = 38 Minuten)
- Spielort: Patinoire de Kockelscheuer (Kockelscheier, Kap. 1.000, davon 768 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 110 (davon Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nicht unbedingt gutes aber actionreiches und packendes Spiel)

F.C. Blo Wäiss Medernach 1948 ............................... 1
FC Luerentzweiler 1945 ............................................ 3
- Datum: Samstag, 7. Februar 2014 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Testspiel 2. Division, Série 1 gegen 1. Division, Série 1 (4. Luxemburgische Fußballliga, 3. Amateurliga gegen 3. Liga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 0-2
- Tore: 0-1 15. NN, 0-2 28. (9), 1-2 53. Nr. 11, 1-3 63. (5)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Lorentzweiler Terrain 2 (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon Gästefans: ca. 5)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)

FC Etzella Ettelbréck ................................................. 2
FSV Salmrohr 1921 .................................................... 3
- Datum: Samstag, 7. Februar 2014 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel Nationaldivisioun bzw. sogenannte BGL-Ligue (1. Luxemburgische Fußballliga, Halbprofiliga) gegen Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saar (5. Deutsche Fußballliga, 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 92 Minuten (46/46); Halbzeitstand: 2-1
- Tore: 0-1 4. NN, 1-1 35. (7), 2-1 45. (7), 2-2 71. NN, 2-3 89. NN
- Verwarnungen: Nr. 5, 8 (Ettelbrück); Nr. 22 (Salmrohr)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade op Däich (Kap. 2.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: mind. 10)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ordentliches Niveau, spannender Verlauf)

Entente CS Grevenmacher/ Union Mäertert-
Waasserbëlleg/ FC Jeunesse Biwer/ FC Berdenia
Berbuerg (Cadets II) ............................................ 2
VfL Trier 1912 B-Junioren .................................. 0
- Datum: Samstag, 7. Februar 2014 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel Cadets Classe 4, Serie 2; 4. und unterste luxemburgische U17-Liga gegen B-Junioren Kreisklasse Trier/ Saarburg (4. und unterste deutsche U17-Liga)
- Ergebnis: 2-0 nach 83 Minuten (41/42); Halbzeitstand: 0-0
- Tore: 1-0 46. (9), 2-0 64. (9)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Terrain du Parc (Mertert; Kap. 732, davon 32 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon Gästefans: ca. 3)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ansehnliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Ice-Hockey in Luxembourg: Tornados Luxembourg v Aigles de Besancon (French Division 4)
b) Local Friendly Match: Medernach v Lorentzweiler
c) International Friendly: Etzella Ettelbruck v FSV Salmrohr
d) International Youth Friendly: Entente Mertert-Wasserbillig U17 Res. v VfL Trier U17
e) Sightseeing in Luxembourg: Mertert Church, Bourglinster Castle, Meysembourg Palace, Colmar-Berg Grand Ducal Residence

Es ist doch immer wieder verlockend, nach Luxemburg zu fahren. Zumal es auch einige kuriose Randsportarten dort zu sehen gibt. So gibt es z.B. mehrere Eishockeyvereine, wobei es neben einer eigenen Liga und einem eigenen Pokalwettbewerb auch noch zwei Teams gibt, die außerhalb des Großherzogtums an Wettkämpfen teilnehmen. In der 5. deutschen Liga (Rheinland-Pfalz-Liga) der IHC Beefort und an der 4. französischen die Tornado Lëtzebuerg. Außer diesem Spiel der Tornados in Kockelscheuer ergaben sich heute auch noch in drei Testspiele im Fußball: in Lorentzweiler, Ettelbrück und Mertert.

Das Match in Mertert war das erste Ziel heute. Das kleine Stadion liegt gegenüber der recht ansehnlichen Kirche, die ich erst mal innen besichtigte, und hat eine winzige Tribüne mit sechs überdachten Bänken. An der Tribünenwand wurde Motive (u.a. Vereins- und Staatswappen) in eine Art Veloursteppich eingearbeitet: so eine Art Tribünenverzierung habe ich vom Material her noch nie gesehen! Das Material des Spielfeldes ist mir allerdings zur Genüge bekannt: Kunstrasen, hier sogar von guter Qualität. Ansonsten die übliche Luxemburger Idylle um den Platz herum: schicke, gepflegte Häuser, Gärten, Bäume, in Sichtweite aber auch die Hafenanlagen an der Mosel.

Die Paarung, die ich auf der Verbandswebsite gefunden hatte, lautete: B-Junioren Spielgemeinschaft (Entente Cadets) CS Grevenmacher/ Union Mertert-Wasserbillig/ FC Jeunesse Biwer/ FC Berdenia Berbuerg II gegen VfL Trier 1912 B-Jugend. Beide Teams spielen in den jeweils untersten Ligen ihres Landes, aber was soll’s? Das ist ein internationales Testspiel! Und es war gar nicht mal schlecht. Unerwartet waren die Luxemburger besser und hatten mehr Chancen und Spielanteile. Es dauerte aber bis zur zweiten Halbzeit, ehe sie mal ihre Chancen in Tore ummünzen konnten. Der beste Spieler auf dem Platz traf dann zwei Mal und vergab noch einen Elfmeter (Lattenschuss), sodass es beim zu niedrigen 2:0 für die Spielgemeinschaft von Mertert-Wasserbillig endete.  
Etwas Sightseeing dann auf dem Weg zum zweiten Testspiel. In Bourscheid die Burg kenne ich schon, nur wusste ich nicht, dass die Zuwegung von Südosten her so spektakulär ist. In Meysembourg liegt das hervorragend sanierte aber leider privat genutzte Schloss ebenfalls spektakulär in einer tollen Felslandschaft.

In Ettelbrück stand das nächste internationale Testspiel an: Etzella aus der 1. Liga traf auf FSV Salmrohr, einen Oberligisten. Von der Bezahlung der Spieler ist es das gleiche Niveau, interessanterweise war auch das Leistungsniveau gleich, wobei Salmrohr in der Partie vor gerade einmal 30 Zuschauern im fast völlig leeren Stadion am Deich schnell in Führung ging. Ettelbrück drehte das vor der Pause durch das Ausnutzen zweier Abwehrfehler. Erst ein gut gemachter Schuss von der Strafraumgrenze Mitte der zweiten Hälfte sorgte für den Ausgleich. Der nicht unverdiente Siegtreffer für die aktivere und offensivere Mannschaft aus Rheinland-Pfalz fiel durch ein Billardtor in der Schlussphase.  
Dann ging es nach Kolmar-Bierg, wo ich das Schloss „Berg“ vom Großherzog vom Ortsrand aus fotografierte (denn wenn man direkt vor der Residenz steht, sind die Mauern und Büsche zu hoch für gute Fotos und mal eben bei Großherzog Henri in den Garten latschen, geht ja leider nicht). Außerdem konnte ich wieder die originellen Firmennamen in Luxemburg begutachten: z.B. die in Colmar-Berg ansässige ökologische Abfallwirtschaft „SuperDrecksKëscht“. Aber eines der beste luxemburgischen Worte ist ja ohnehin jenes für Mülltonne: „Dreckscontainer“...

Weiter nach Lorentzweiler. Dort liegt der Fußballplatz etwas ungünstig, nämlich parallel zur Bahnlinie direkt hinterm Bahnübergang. Die Strecke ist ziemlich befahren und ich war eh knapp nach Anstoß gekommen, sodass ich die Spielminuten 5 bis 10 vor der geschlossenen Bahnschranke mit einem eingeschränkten Blick aufs Feld mitbekam. Kaum war ich auf dem ausbautenlosen aber von einem ziemlich primitiven Vereinsheim flankierten und in schöner Landschaft gelegenen Platz angekommen, schon erzielte der Favorit – Drittligist Lorentzweiler – das 1:0 gegen den eine Liga tiefer spielenden FC Medernach. Vor der Pause erhöhte sie noch auf 2:0 und ließen es dann in einem mittelmäßigen Spiel etwas zu lasch angehen, sodass sie den Anschlusstreffer kassierten. Erst ein geschickt am Torwart vorbeigespitzelter Ball, der den Abschluss eines Sturmlaufs markierte, sorgte für die Entscheidung: 3-1 für Luerentzweiler.  
Zum Abschluss gab es dann noch Eishockey südlich der Hauptstadt zu sehen. Kockelscheuer oder Kockelscheier (das heißt wohl Gockelscheune, also quasi Hühnerstall) liegt wenige Kilometer südlich von Luxemburg-Stadt und hat nur 250 Einwohner, aber dafür hervorragende Tennis- und Eissportanlagen. Die Nebenhalle in der sich die Spieler warm machten, fasst zwar nur 150 Zuschauer ebenirdisch stehend, aber dafür gehen 1.000 in die Haupthalle, die eine richtig ordentliche Eissporthalle – großzügiges Tonnengewölbe, Stehmöglichkeiten am Plexiglas aber v.a. fast 800 Schalensitze auf einer massiven Tribüne, dazu ein Sprecherturm und alle Einrichtungen (Anzeigetafel, Zeitnahme, genormte Bänke und Boxen) die man sonst so für Eishockey braucht oder zumindest gut gebrauchen kann.

Bei freiem Eintritt fanden sich nur wenig mehr als 100 Zuschauer, darunter auch 10 Anhänger des Gastteams, zu einem Spiel gegen den Abstieg aus der 4. französischen Liga ein. Tornado Luxemburg wäre mit einem Sieg auf der sicheren Seite und der Gast aus Besançon bräuchte dringend einen solchen um vom letzten Platz wegzukommen. So fing Besançon auch an zu spielen und ging nach weniger als einer Minute in Führung. Doch dann kam Luxemburg in Fahrt! Ein Hattrick des vom bankrotten Ligakonkurrenten Metz nach Luxemburg gewechselten algerischen Nationalspielers Hamri – der dritte Treffer ein hervorragender Schlagschuss ins lange Eck – später und es stand 3:1.

Nach dem Anschlusstreffer vor dem ersten Seitenwechsel, zog Luxemburg nach der Pause bis auf 6:2 davon und das Match wurde immer ruppiger. Die Verlierermannschaft aus Besançon benahm sich so asozial wie ich diese Stadt von meiner Durchreise dort letztes Jahr in Erinnerung hatte, als Luxemburg dann die Härte erwiderte, schmissen die mittelmäßig agierenden deutschen Schiedsrichter mit Strafen um sich. Für einen Faustschlag an der Bande bekam ein Franzacke erst die berechtigten 2+10, doch der für Luxemburg spielende Schwede Eriksson bekam für einen normal überzogenen Check von vorne gleich die Spieldauerdisziplinarstrafe. Was im Mitteldrittel alles los war, war schon enorm: ständig Fouls, dauernd Tumulte! Der Gast verkürzte noch auf 6:3.

Das sollte Besançon aber am Ende zum Glück nichts nutzen. Tornado Luxemburg schoss den Tabellenletzten schließlich völlig verdient mit 8:3 ab und dominierte das letzte Drittel so sehr, dass die Loser aus Frankreich dauernd am Ausrasten waren. Obwohl die deutschen Schiris im Zweifel ihre Fouls laufen ließen und ihnen v.a. mehrere Wechselfehler durchgehen ließen, bepöbelten die arroganten Arschlöcher sie noch und beschwerten sich, dass die Schiris alles auf Englisch ansagten. Im Gegensatz zu den bescheuerten Franzacken können die ja wenigstens eine Fremdsprache... Zum ersten Mal habe ich auch beim Eishockey erlebt, dass jemand nach der Schlusssirene noch eine Strafe bekommt: der größte Asi von Besançon bekam wegen des Schießen des Pucks in Richtung Luxemburger Fans 10 Minuten... Auch nach Abpfiff beruhigte sich die Stimmung nicht sofort und einige Gästespieler verweigerten Schiris und Heimmannschaft auch den Handschlag. Aber so kenne ich die Franzosen ja v.a. beim Handball: übertrieben hart, unfair und aggressiv.

Als Fazit bleibt v.a.: das Spielniveau war ja jetzt nicht hoch, da es ein fehlerbehaftetes und eher langsames Spiel war. Aber es war keineswegs langweilig, da torreich und viel Stress auf dem Eis! Eishockey lohnt sich also selbst in Luxemburg zu gucken! Und nächstes Wochenende schaue ich mir mal die belgische Liga an...  
Statistik:
- Grounds: 1.283 (heute 3 neue; diese Saison: 129 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.287 (heute 4; diese Saison: 175)
- Tageskilometer: 430 (430km Auto)
- Saisonkilometer: 33.550 (24.530 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.940 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.440 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 445

Freitag, 6. Februar 2015

W445III: Testspiel im Schatten des Bankrott-Vereinsheims

1. FC Hardtberg 1920 ................................................ 3
FV Bonn-Endenich 1908 II ........................................ 2
- Datum: Sonntag, 1. Februar 2014 – Beginn: 14.15
- Wettbewerb: Testspiel Kreisliga B, Bonn/ Gruppe 2 gegen Kreisliga A, Bonn (9. Liga, 5. Amateurliga gegen 8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 87 Minuten (43/44); Halbzeitstand: 1-1
- Tore: 0-1 14. Nr. 8, 1-1 23. Fausi Sülfo, 1-2 47. Nr. 8, 2-2 57. Osman Elmi, 3-2 76. Christian Schirrmacher
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Brüser Berg – Platz 1 (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon Gästefans: ca. 5)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Friendly Match in Bonn: Hardtberg v Endenich Reserves at Brüser Berg

Nach dem Badminton in der Unisporthalle dachte ich mir: hast doch noch Zeit heute Abend, also suchte ich schnell nach einem Spiel in Bonn; außer unterklassigem Basketball gab es auch noch ein Fußballspiel. Die scheiß Sportverwaltung der Stadt Bonn hat mal wieder alle Plätze für Spiel- und sogar Trainingsbetrieb gesperrt – warum auch immer: es schneit nicht und nur weil es um die Null Grad sind, so eine generelle Sperrung rauszuhauen, aber diese Ämter sind eh voller Idioten die nicht richtig vor den Ball treten können; denn wer richtig Fußball spielen kann, kann das auch bei 0 Grad und 10cm Schnee – aber der Brüser Berg hat einen Kunstrasen, und solche Plasteplätze sind von der Sperrung ausgenommen.

Die Sportanlage Brüser Berg ist gar nicht so schlecht. Direkt neben dem Verteidigungsministerium ist das kleine Stadion nur für die I. und II. Mannschaft des 1. FC Hardtberg Spielstätte. Die III. und IV. Herren und die meisten Juniorenteams führen ihre Spiele auf dem in schlechtem Zustand befindlichen aber landschaftlich sehr attraktiven Hartplatz Wesselheideweg aus. Der früher hier spielende SG Brüser Berg ist bankrott gegangen aufgrund des Vereinsheims, das als wuchtige Bauruine über dem Platz bzw. dessen fünfstufiger Tribüne (an den äußeren Seiten hat sie nur drei bzw. eine Stufe) thront. Die Umstände des Falls des Vereins sind wohl reichlich skandalös und vom damaligen Präsidenten zu verantworten. So lese ich das zumindest aus den Artikeln im Generalanzeiger http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/hardtberg/brueser-berg/insolvenz-droht-verein-und-stadt-finden-nicht-mehr-zueinander-article1256579.html und dem Express http://www.express.de/bonn/1--sf-brueser-berg-trainer-seit-fuenf-monaten-ohne-geld,2860,21895292.html heraus.

Heute war für 19.45 ein Spiel der II. vom 1. FC Hardtberg und der II. vom FV Endenich angesetzt, der Schiedsrichter pfiff aber erst 20 Uhr an (und dann pfiff der zu viel Abseits...) und schnell war zu merken, dass hier sicherlich die I. vom 1.FC Hardtberg auf dem Platz stand. Trotzdem war Endenich die höherklassigere Mannschaft und ging auch in Führung. Mitte der ersten Halbzeit gelang Hardtberg aber mit einem souverän abgeschlossenen Angriff der Ausgleich. Nach der Pause gleich wieder die Gästeführung, doch dann nutzte Hardtberg zwei Unsicherheiten in der Gästeabwehr aus und schaffte den überraschenden 3:2-Sieg.  
Statistik:
- Grounds: 1.280 (heute 1 neuer; diese Saison: 126 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.283 (heute 1; diese Saison: 171)
- Tageskilometer: 40 (40km Auto)
- Saisonkilometer: 33.120 (24.100 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.940 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.440 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 445

Donnerstag, 5. Februar 2015

W445II: Spielausfall beim Fußball? Dann halt wieder in die Bahn, eine Station fahren und beim Basketball raus!

SG BG Bonn 92/ Meckenheimer TuS III ................ 78
Brühler Turnverein 1879 .......................................... 55
- Datum: Mittwoch, 4. Februar 2014 – Beginn: 20.35
- Wettbewerb: Bezirksliga NRW 2 (8. Basketballliga, 3. Amateurebene)
- Ergebnis: 78-55 nach 40 Minuten (4x10); Viertelergebnisse: 21-8, 23-13, 28-14, 6-20
- Punkte: k.A.
- Fouls: k.A.
- Spielort: Sporthalle des Nikolaus Cusanus Gymnasiums (Kap. 100, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: 3 (1 Heimfan, 1 Gästefan, 1 Neutraler)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Basketballspiel mit ziemlich einseitigem Spielverlauf)  
Photos with English Commentary:
Amateur Basketball in Bonn: BG Bonn/ Meckenheim III v TV Brühl

Gleiches Programm wie gestern, diesmal aber eine Station vorher ausgestiegen, da ich ein Testspiel des FC Blau-Weiß Friesdorf – ehemals DJK BW Friesdorf, jetzt als FC BW auch mit Nicht-Katholiken im Aufgebot – dem zweitbesten Fußballclub der Stadt Bonn sehen wollte. Dort angekommen, war aber nur Training und man sagte mir, dass das Testspiel von Rot-Weiß Koblenz abgesagt wurde. Hatte mich eh gewundert, dass die Mittwoch um 19.30 Uhr aufkreuzen wollen – hätten die aber gleich richtig machen können und eine bessere Zeit finden, die Vollidioten aus RPL!

Also wieder zur Stadtbahnhaltestelle zurück, daran gedacht, dass eh in zwei Wochen ein interessanteres Testspiel von BW Friesdorf ansteht – nämlich gegen den besten Club der Stadt, den Bonner SC – und gleich die nächste Station raus. Also wie gestern am Hochkreuz und in Richtung Sportplatz Plittersdorf gelatscht. Vorm Sportplatz steht ein hässlicher Schulbau: das Nikolaus Cusanus Gymnasium – und die Penne hat zwei Sporthallen. In der einen kann man wohl maximal Volleyball richtig spielen, aber die andere geht sogar für Handball. Nur in was für einem Zustand die ist! Holztore mit löchrigen Netzen – OK, laut SIS-Handball ist hier eh kein Wettkampfbetrieb – abgegriffene und notdürftig ausgetauschte Wandpolster, olle Kunstholzverschalung des ausbautenlosen Innenraums, geflickte Basketballkörbe, uralte Bälle fürs Einspielen. OK, immerhin die Turnbänke für Wechselspieler und Zuschauer sind neu...

Bei einem Spiel der Bezirksliga – 8. von 10 Ligen – braucht man aber gar nicht alle sechs Sitzbänke die da rumstanden, sondern eher nur eine. Außer mit schauten nur noch eine junge Frau aus Brühl und ein junger Mann, der ein Freund von den Bonner Spielern war, zu. Verstehe ich nicht, wieso man beim unterklassigen Basketball mitunter überhaupt keine Verwandten und Freunde zum Zugucken motivieren kann. Unterhalb der Oberliga werden die meisten Basketballspiele vor einstelligen Zuschauerzahlen oder gänzlich ohne Publikum ausgetragen!

Dabei war das gar nicht so schlecht hier, heute. Brühl war nur leider sehr unterlegen. Wenn der Drittletzte einer 10er-Liga auf den Zweiten trifft, ist das auch nicht so ungewöhnlich. Vor allem bei den Dreipunktwürfen merkte man, dass BG Bonn/ Meckenheim zu den besseren Teams gehört. Der Sieg für den Gastgeber zeichnete sich schon vor der Pause deutlich ab. Nach drei Vierteln stand es 72:35. Im letzten Viertel ließ die BG dann aber alles schleifen und erzielte nur noch 6 Punkte, während Brühl seine ständige Steigerung fortsetzte und mit 20 Punkten im letzten Viertel noch auf ein glimpflicheres Ergebnis von 78:55 rankam.  
Statistik:
- Grounds: 1.279 (heute 1 neuer; diese Saison: 125 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.282 (heute 1; diese Saison: 170)
- Tageskilometer: 40 (30km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 33.080 (24.060 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.940 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.440 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 445

Mittwoch, 4. Februar 2015

W445I: Testspiel in Bonn-Plittersdorf

SSV Plittersdorf 1922 ................................................. 0
SV Niederbachem 1947 II .......................................... 4
- Datum: Dienstag, 3. Februar 2014 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel Kreisliga C, Gruppe 2 gegen Gruppe 3 (jeweils 10. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 0-3
- Tore: 0-1 8. Jose Rachid de Barros Said, 0-2 33. Fabrice Mbarga, 0-3 40. Fabrice Mbarga, 0-4 49. Imad Dira
- Verwarnungen: Christian Mahr (Plittersdorf)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Plittersdorf (Kap. 1.550, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ansehnliches Testspiel)  
Photos with English Commentary:
Friendly Match in Bonn: SSV Plittersdorf v SV Niederbachem Reserves

Bin grad in der Prüfungsvorbereitung, aber den ganzen Tag Heeme oder in der Bibliothek sitzen – Seminare sind ja jetzt keine mehr dieses Semester – geht ja nicht. Aber zum Glück gibt es jeden Abend hier irgendwelchen Sport in Bonn, da es derzeit einige Testspiele und in anderen Sportarten als Fußball auch reguläre Spiele unter der Woche gibt. Die Stadtbahn, eine bessere Straßenbahn die Köln und Bonn miteinander verbindet, hatte ich im Semester aufgrund der Route fast nie gebraucht. Aber heute war die Verbindung von Wesseling-Nord (Werk) nach Bonn (Plittersdorf/ Hochkreuz) mal günstig. Denn in nur 30 Minuten und mit meinem Semesterticket auch ohne Aufpreis kam ich zu einem Kreisliga C-Testspiel im Ortsteil Plittersdorf.

Ich hatte ja schon beim letzten Spiel in Bonn was angemerkt, dass ich trotz überwiegend unattraktiver Baulichkeit mal in den nächsten Monaten alle Grounds im Stadtgebiet von Bonn machen will – jetzt habe ich 3, das heißt also noch 30 zu kreuzen, oder so... Der Sportplatz in Plittersdorf ist auch eher übliche Einheitsware in Bonn: Kunstrasen und keine bzw. kaum Ausbauten. Was hier gut gelungen ist, ist die winzige Überdachung auf Höhe der Mittellinie, die eine von den drei Sitzbänken abdeckt. Immerhin gibt es auf der einen Längsseite auch zwei Stehstufen. Um den Platz herum befindet sich zwar dichte Bebauung, aber Bäume und Sträucher schirmen ihn erheblich zur Siedlung und der Schule hin ab. Übrigens: alle Plätze, die ich bei Flutlichtspielen fotografiert habe bzw. jetzt bis Rückrundenbeginn noch bei Testspielen fotografieren werde, werde ich bei Gelegenheit bis März/ April auch mal (ohne Spielbesuch, nur zur Dokumentation) im Hellen ablichten. Da erkennt man die Landschaft drum herum besser, die oftmals das Beste an der Anlage ist...

Zum Kick: Also wenn das die Zweite von Niederbachem war, weiß ich auch nicht; dann müsste der Niveauunterschied zwischen den Staffeln 2 und 3 der Kreisliga C immens sein, denn sowohl Plittersdorf I als auch Niederbachem II sind mit guten Bilanzen auf dem dritten Rang ihrer jeweiligen Staffeln und bei dem Spielverlauf heute, hat Plittersdorf entweder die Zweite geschickt oder Niederbachem die Erste. Der Gastgeber war völlig chancenlos und hatte kaum einen Angriff aufs Tor zu bieten. Niederbachem hingegen spielte ganz ansehnlichen Fußball, ging erst durch ein Billardtor in Führung und baute sie dann mit guten Abschlüssen von Steilpässen in den Strafraum aus. Nach der Pause fiel nur noch ein Tor: das 0:4. Die Gäste waren aber weiterhin die klar bessere Mannschaft und vergaben noch etliche gute Torgelegenheiten. Übrigens war das Spiel so fair, wie man es von einem Testspiel erwarten sollte. Das heißt aber, dass zwei essenzielle Zutaten zum NRW-Fußball fehlten: Pöbeln und Kloppen. Wenn ich an die Spiele der regulären Saison im Oktober zurückdenke: zwei Elfmeter, eine rote Karte und einmal Rudelbildung mit Zuschauern auf dem Platz – und das alles allein in der fünfminütigen Nachspielzeit...

Denke ich jetzt noch daran, dass fast alle Asis in der Stadtbahn auf der Rückfahrt in Tannenbusch ausstiegen, weiß ich genau, dass ich gerade in diesem Viertel erst in der regulären Saison die Grounds machen werden... Aber wie auch immer: morgen Abend gibt es auch noch ein Testspiel vor Ort – nur mal einige Ligen höher als Kreisliga Bonn.
  
Statistik:
- Grounds: 1.278 (heute 1 neuer; diese Saison: 124 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.281 (heute 1; diese Saison: 169)
- Tageskilometer: 40 (30km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 33.040 (24.060 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.910 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.430 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 445

Montag, 2. Februar 2015

W444III: Volles Stadion in Münster und glücklicher Sieg über Dresden

SC Preußen Münster 1906 ......................................... 2
SG Dynamo Dresden .................................................. 1
- Datum: Sonntag, 1. Februar 2014 – Beginn: 14.15
- Wettbewerb: 3. Liga (3. deutsche Profifußballliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 92 Minuten (46/46); Halbzeitstand: 0-0
- Tore: 0-1 50. Sylvano Comvalius, 1-1 66. Marcel Reichwein, 2-1 84. Rogier Krohne
- Verwarnungen: Simon Scherder, Mehmet Kara, Marcus Piossek, Thorsten Schulz (Münster); Sylvano Comvalius, Jannik Müller, Dennis Erdmann, Michael Hefele (Dresden)
- Platzverweise: Dresdens Dominic Baumann (53. wg. angeblich groben Foulspiels)
- Spielort: Preußenstadion Münster (Kap. 15.000, davon 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 14.500 (davon 12.250 zahlende, Gästefans: ca. 1.500)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutes, spannendes und aggressives Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Division 3: Preußen Münster v Dynamo Dresden
b) Sightseeing: Münster City (pictures taken in 2010)

Nach fast drei Stunden Bahnfahrt hieß es angekommen in Münster. Da ich die Stadt schon kannte und die Anstoßzeit so früh lag, hatte ich keine Besichtigungen eingeplant, sondern lief einfach die 3km zum Stadion. Dort noch einen Döner in dem Laden vor der Bahnbrücke am Stadion eingeschoben und die ersten Preußen-Fans „bewundert“: also was dieser Punkt der Stadionordnung „sichtlich alkoholisierten Personen wird der Zutritt verweigert“ heißen soll; man muss wohl so hacke sein, dass einen die Kumpels auf die Tribüne tragen müssen, um nicht rein gelassen zu werden! Und dann die Spaste, die den Ladenbetreiber verarschen wollten... Er: „Heute machen wir Dynamo platt!“ Preußen-Fan mit Bier und Pommes in der Kralle: „Jo, und danach noch deine Pommesbude...“

So eine Aggressivität von beiden Seiten sollte sich dann den ganzen Tag über halten. An der Kasse war ich zum Glück früh da, denn erstmal wollte man mir keine Karte für den Stehplatzbereich der Preußen verkaufen, da ich mich noch nicht umgemeldet habe und demzufolge „06217 Merseburg“ im Pass steht. Seit einigen Jahren ist es eine Unsitte, das Westvereine alle 0er-PLZs beanstanden und in den Gästesektor abschieben wollen. Als ich den an der Kasse fragte, ob er wüsste, dass Merseburg bei Halle in Sachsen-Anhalt liegt und keinerlei Verbindungen zu Dresden bestehen, holte er den für die Verkaufsstellen verantwortlichen Polizisten heran, der nach kurzer Darstellung des Problems meinte „also ich habe auch schon daran gedacht, was macht man, wenn einer z.B. hier wohnt aber noch in Mecklenburg gemeldet ist und damit bestimmt kein Dynamo-Fan... und ein Neutraler aus Sachsen-Anhalt wie Du im Gästesektor ist in der Tat nicht so günstig...“ und wies den Kassenwart an mir für die 9€ (Vollzahlerpreis waren glaub ich 11€, alles mit 1€ Topzuschlag und damit trotzdem nicht überm Ligadurchschnitt) eine Karte im gewünschten Block L zu verkaufen.

Block L ist für Neutrale nicht schlecht: man sieht v.a. von der 1. Reihe aus Spielfeld, Heimkurve und Gästesektor gut. Ungewohnt ist die Überdachung der Stehstufen, die fast durchgängig auf der gesamten Längsseite durchgezogen wurde. Hinter den Toren, die teilweise gesperrten Kurven, sind natürlich nicht überdacht. Die Haupttribüne mit den Schalensitzen in den attraktiven Vereinsfarben, die übrigens die gleichen wie die syrischen Unabhängigkeitsfarben sind, ist neben dem Einlassbereich der einzige moderne Teil des Stadions. Aufgrund des Gesamtzustandes ist die Anlage wirklich besuchenswert, verbunden mit einer Stadtbesichtigung – Münster ist nach Warburg, Bonn und Zons das Sehenswerteste in NRW – ein idealer Hoppingausflug.  
Stimmungsmäßig wussten beide Fangruppen – es waren gut 1.500 Gästefans da – zu gefallen. Nach der ganz schwachen Schalparade kam Münster mit dem Einlauf der Mannschaften in Fahrt. Eine kleine Choreo mit dreifach verändertem Spruchband, Wappen in der Mitte und auch dreimal gewechselten Flaggen. Danach immer wieder ausdauernder, wenn auch nicht übermäßig einfallsreicher Support. Gepöbelt wurde wohl in allen Ecken des Stadions, hinterher hörte ich Beschwerden aus der Dresdener Ecke, dass auch rassistisch gegen ihre ausländischen Spieler gepöbelt wurde – in der Nähe von mir war zumindest einer, der „intelligenterweise“ den surinamesischen Niederländer Comvalius als Araber namens Mustafa ausmachte, der nach Hause gehen solle mit seinem hässlichen Bart oder am besten gleich nach Israel. Was er da machen sollte, ergänzte dann ein anderer hinter mir: „was in die Luft jagen, der scheiß Mongo“... War wohl doch gut, dass meine syrische Kommilitonin, die sich eigentlich für die Tour interessant hatte, abgesagt hatte...

Die Dresdener legten es aber auch dauernd auf Ärger an: Pfeffersprayeinsatz nach einem Hagel an Wurfgeschossen, zuvor ein Banner, das man allerdings in zwei Richtungen deuten kann; „Hurra, hurra, heut‘ ist Peggy da“ – die zweite Deutung, dass das inhaltsleere Provokation da nun jeder Dresden mit Pegida verbindet sei, glaube ich aber nicht so ganz... Im Fanforum wurde das von Dresdenern auch überwiegend kritisiert, da man nicht als Verein mit Pegida in Verbindung gebracht werden wollte oder generell kritisch der Bewegung gegenübersteht. Eher angenommen wurde das für Gelächter im Stadion sorgende Spruchband: „Let’s do it again? Femen-Fotzen das Arschloch mit Wichse zubomben!“ Hintergrund war der Gewaltaufruf einer geistesgestörten Votze (also ich finde das Schriftbild ästhetischer mit V als mit F) aus dem Umfeld der Berliner Femen-Bewegung, Dresden sollte aufgrund der Pegida mal wieder bombardiert werden wie 1945 durch Bomber-Harris. Der Bomber-Harris hat übrigens den Tod von 25.000 Zivilisten zu verantworten – das sind so viele wie in Dresden nun wöchentlich an rechtsextremen und konservativen Voll- und Halbidioten gegen alles was ihnen irgendwie nicht passt spazieren gehen...

Auch auf dem Feld war es recht aggressiv: es wurde ordentlich gefoult und gemeckert. Beide Teams waren in etwa gleichwertig, Dresden hatte mehr Chancen und Spielanteile und Preußen wie auch Dynamo spielten weiter über dem Durchschnittsniveau von Liga 3. Bei Halbzeit hieß es noch 0:0, doch in der zweiten Hälfte fielen dann in einem immer besser werdenden Spiel Treffer. Erst der viel bepöbelte Comvalius mit der verdienten Führung, dann der Knick in der Partie. Ein Foul im Mittelfeld (Bein stehen gelassen und somit einen Münsteraner Spieler seitlich in voller Fahrt zu Fall gebracht), das auf jeden Fall mit Gelb bestraft gehört, aber nur von einem kleinlichen Schiri mit glatt Rot geahndet wird. Natürlich echt geschickt von Baumann, da nach seiner Einwechslung sieben Minuten auf dem Feld zu sein und dann da reinzuholzen – aber die anderen Spieler beider Teams haben das vorher 52 Minuten genauso gemacht! Die überzogene rote Karte nahm auch Einfluss auf den Spielverlauf: Dresden hatte noch einige Chancen, doch Münster wurde jetzt aktiv wie zuvor nie und drehte mit zwei gut herausgespielten Treffern die Partie zu einem glücklichen Sieg zu ihren Gunsten.

Ich schaute mir noch die kleinen Tumulte nach Spielschluss an und ging dann lässig zum Bahnhof. Eigentlich hätte ich noch Handball gucken wollen, aber der Kick fing ja fast 20 Minuten später als angesetzt an, da man sich am Einlass nicht ausschiss. Das in der nahegelegenen Halle des Berufskollegs ausgetragene Kreisklassespiel zwischen der HSG Borussia Preußen Münster II und der Deutschen Jugendkraft Everswinkel III ging übrigens 27:27 aus. Und vielleicht hätte ich doch die 2. Halbzeit gucken sollen, denn ich kam fast eine Stunde nicht vom Bahnhof weg: erst ein defekter Zug und dann Handgreiflichkeiten zwischen Fans am oder im Ersatzzug, der dann 25 Minuten lang im Bahnhof warten musste. Im Zug selbst dann ein bekiffter oder besoffener Lokführer, der Ansagen machte wie: „Joooaaaa, nächster Halt Hüüüllltrrrrupp [Hiltrup]... Ausstieg in Fahrtrichtung röhöchts!“  
Statistik:
- Grounds: 1.277 (heute 1 neuer; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.280 (heute 1; diese Saison: 168)
- Tageskilometer: 370 (360km Bahn, 10km Auto)
- Saisonkilometer: 33.000 (24.060 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.880 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 444

W444II: Fußball auf dem Birkenberg, Rollstuhlbasketball in Mülheim und MBC zugast bei den Telekom Baskets

Telekom Baskets Bonn .............................................. 99
Mitteldeutscher Basketball Club Weißenfels ......... 66
- Datum: Samstag, 31. Januar 2014 – Hochball: 20.30
- Wettbewerb: 1. Basketballbundesliga, sogenannte „BEKO BBL” (1. deutsche Profibasketballliga)
- Ergebnis: 99-66 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 22:19, 31:12, 23:17, 20:18
- Punkte: Caloiaro 23, Lawrence 13, Klimavicius 13, Veikalas 12, Wachalski 9, Brooks 8, Koch 8, Mädrich 7, Mangold 3 (Bonn); Massenat 14, Pantelic 14, Vilhjalmsson 11, Standhardinger 7, Richard 6, Schwarz 5, Clay 5, Nicholas 2, Wyrick 2 (MBC)
- Fouls: Wachalski 3, Caloiaro 2, Lawrence 2, Klimavicius 2, Brooks 2, Koch 2, Veikalas 1, Mädrich 1, Mangold 1, McConnel 1 (Bonn = 17); Standhardinger 4, Schwarz 3, Clay 3, Massenat 3, Pantelic 2, Richard 2, Wyrick 2, Kuhn 1, Nicholas 1, Vilhjalmsson 1, Trainer 1(MBC = 23)
- Spielort: Telekom Dome (Kap. 6.000, davon 4.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 4.500 (offiziell 5.210, Gästefans: der Mannschaftsbusfahrer und ich)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Hervorragendes Spiel der Bonner, MBC konnte ab dem 2. Viertel nicht mehr mithalten)

Köln 99ers Rollstuhlbasketball ................................ 62
Reha-Sport-Bildung Elxleben Team Thüringen .... 67
- Datum: Samstag, 31. Januar 2015 – Hochball: 16.30
- Wettbewerb: 1. Rollstuhlbasketballbundesliga (1. Spielklasse im Rollstuhlbasketball)
- Ergebnis: 62-67 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 16-12, 18-20, 11-19, 17-16
- Punkte: Toes 23, Bergenthal 14, De Goede 10, Mohnen 6, Schlakx 5, Richter 2, Lenatz 2 (Köln); Beginskis 17, Magenheim 14, Halouski 13, Bieneck 11, Highcock 6, Partanen 4, Albrecht 2 (Thüringen)
- Fouls: Schlakx 3, Bergenthal 2, Lenatz 2, De Goede 2, Toes 2, Richter 2, Mohnen 1, Kasapoglu 1 (Köln = 15); Bieneck 4, Partanen 2, Halouski 2, Venckus 2, Highcock 2, Beginskis 2, Magenheim 1, Albrecht 1 (Thüringen = 16)
- Spielort: Sporthalle Bergischer Ring 40 (Kap. 350, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: max. 150 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel, bei dem Thüringen aber weniger zeigte, als zu erwarten war)

Diyanet İşleri Türk İslam Birliği Spor Kulübü 2010 Leverkusen C ............................................................ 1
TuSpo Richrath 1869 C III ...................................... 4
- Datum: Samstag, 31. Januar 2014 – Anstoß: 13.30
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisklasse Solingen, Gruppe 2 (4. und unterste U15-Spielklasse)
- Ergebnis: 1-4 nach 74 Minuten (35/39); Halbzeitstand: 0-2
- Tore: 0-1 10. (11), 0-2 14. (NN), 0-3 44. (17, Foulelfmeter), 0-4 66. (17), 1-4 68. Nr. 12
- Verwarnungen: TW Nr. 1 (DITIB)
- Platzverweise: Nr. 11 von TuSpo (23. Min.; wegen Schiedsrichterbeleidigung oder was?)
- Spielort: Sportplatz am Birkenberg (Kap. 2.750, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz gutes Juniorenspiel)  
Photos with English Commentary:
a) Under-15 Football: DITIB Leverkusen lost to TuSpo Richrath III
b) Wheelchair Basketball Top Tier: Köln 99ers lost to Team Thüringen
c) German Professional Basketball League: Telekom Baskets Bonn defeat Mitteldeutscher BC Weißenfels
d) Cologne Region: Haus Vorst Palace Leichlingen, and Morsbroich Palace Leverkusen-Alkenrath

Samstag fuhr ich nach dem Mittagessen in die Nachbarstadt von Köln, deren Eingemeindung nach Köln immer mal wieder – mehr oder weniger ernsthaft – gefordert wird: Leverkusen. Die 160.000 Einwohner zählende Stadt ist an Hässlichkeit kaum zu überbieten. Außer dem Schloss Morsbroich, einem durchschnittlichen Wasserschloss, scheint es keine Sehenswürdigkeiten zu geben. Das im Stadtteil Alkenrath gelegene Schloss besuchte ich nach dem Spiel im Stadtteil Opladen und nachdem ich ein paar Fotos der Burg Haus Vorst im benachbarten Leichlingen gemacht hatte.

Das erwähnte Spiel in Leverkusen-Opladen war das erste Fußballspiel, das ich sehe, seit einem Monat. Mich wunderte eigentlich auch, dass es ausgetragen wurde, aber immerhin gab es zu den Temperaturen von drei Grad keinen Niederschlag. Der rote Aschenbelag auf dem Birkenberg war also völlig beanstandungslos bespielbar. Um den Hartplatz herum sind übrigens sehenswerte Tribünen errichtet: ein paar bewachsene Stehstufen auf drei Seiten, teilweise mit Bänken in der letzten Reihe. Auf einer Seite gibt es auch eine interessante Kombination aus Umkleidetrakt, Festsaal, Veranda und Sprecherturm.

Das überwiegend fair geführte C-Jugendspiel wurde von ruhigem elterlichen Anhang verfolgt. Kein klischeehaftes Theater zwischen der ausschließlich türkischen Mannschaft von DITIB Leverkusen (DITIB ist die umstrittene Anstalt für Islamische Angelegenheiten der Türkei in Deutschland) und der ziemlich bunt gemischten Truppe von Richrath III. Letztere zeigten mehr oder weniger souverän, dass sie als Tabellenzweiter favorisiert gegen den 10. von 12 Teams waren. Nach einer schnellen 0:2-Führung verloren sie einen Mann, vermutlich aufgrund einer dummen Bemerkung gegenüber dem mitunter kleinlichen Schiedsrichter. Nach der Pause zogen sie trotzdem weiter davon und kassierten erst nach dem vierten Tor einen Gegentreffer zum 1:4 Endstand.  
Nach dem Jugendspiel und der erwähnten kurzen Besichtigungstour wurde es unerwartet zeitlich knapp vorm Rollstuhlbasketball in Köln-Mülheim: selbst mit Navi muss man erst mal den richtigen Abzweig und dann einen Parkplatz finden... Die eher hässliche Halle am Bergischen Ring 40 ist baulich recht dürftig: zwei wacklige Untertribünen die nur etwas mehr als die Hälfte der Längsseite abdecken, oben kann man an der Reling stehen, alles wirkt schon etwas abgenutzt. Passte aber zu den Sportrollstühlen der 99ers: so viele Unterbrechungen wegen Austausch von defekten Rädern wie heute, schien mir ungewöhnlich...

Auch dafür, dass man nur 5€ (ermäßigt sogar nur 2€) zahlt, war es sehr dürftig, dass da kaum 150 Zuschauer – ein Teil davon auch noch aus Thüringen – kamen. Stimmung gab es auch keine – dafür, dass ein paar mitgereiste Thüringer Kinder für ihr Team und gegen die Köln 99ers lärmten, wurden sie von irgendeiner bekifften Kölner Tante noch blöd vollgemault; allerdings machten sie dann erstrecht Lärm und husteten bei Kölner Freiwürfen – gut so!

Das Spiel in dieser sehenswerten und eindrucksvollen Sportart lohnte aber das Kommen. Obwohl das Thüringer Team, das zusammen mit Zwickau punkgleich an der Spitze der Tabelle steht, einige Schwierigkeiten mit den besser als erwartet spielenden Abstiegskandidaten aus Köln hatte, schafften die Gäste einen Fünf-Punkte-Sieg. Nur ein Zwischenspurt im dritten Viertel und ein souveränes Ergebnishalten im letzten Viertel machten den Sieg möglich: vor der Pause war überwiegend Köln treffsicherer. Im Gegensatz zu Jena, die bereits wieder einmal abgestiegen sind, dürfte Köln noch eine Chance auf den Klassenverbleib haben.  
Zum Abschluss des Tages besuchte ich noch zum zweiten Mal die Telekom Baskets Bonn. Diesmal ganz geschickt Geld sparend: Die billigsten Karten (Stehplatz Umgang) geholt, nicht das überteuerte und schlechte Hallencatering genutzt sondern was vorm Spiel im Discounter um die Ecke gegessen und das Auto habe ich erst gar nicht auf den Parkplatz vor der Halle, sondern neben der fünf Gehminuten entfernten Hardtberghalle geparkt...

Auch wenn ich hier wieder die Stimmung angreifen muss – also so ein lahmes Supporten: außer einer Handvoll redlich bemühter Bonner Ultras, die u.a. Bier und Bratwurst statt Sekt und Popcorn forderten, wurde ja gar nicht mitgegangen; auch kein Gästemob, ja außer mir und dem Busfahrer des MBC war wohl gar niemand für die Wölfe aus Weißenfels! – auch hier lohnte das Spielniveau das Kommen!

Im ersten Viertel spielten beide ein flottes und packendes Match, wobei die Telekom Baskets leicht besser als der MBC waren. Ab dem zweiten Viertel zog Bonn leider so davon, dass die Niederlage schon vor dem dritten Spielabschnitt absehbar war. Es war eindrucksvoll, wie die Bonner aus allen Distanzen zu Korbwürfen kamen und diese auch verwandelten – auch aus seitlichen Positionen gelangen noch tolle Dreipunktewürfe. Bezeichnend, wie der im Abwärtstrend befindliche MBC aus gleichen Positionen am Ring scheiterte. Am Ende war die 96:66 Niederlage auch in der Höhe absolut gerechtfertigt.  
Statistik:
- Grounds: 1.276 (heute 2 neue; diese Saison: 122 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.279 (heute 3; diese Saison: 167)
- Tageskilometer: 130 (130km Auto)
- Saisonkilometer: 32.630 (24.050 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 3.520 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 444