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Sonntag, 29. Dezember 2019

W700I-III: Weihnachten mit Abstiegskampf in Belgien

Koninklijke Voetbalclub Kortrijk .................... 1
Cercle Brugge Koninklijke Sportvereniging ... 0
- Datum: Donnerstag, 26. Dezember 2019 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Division 1A bzw. Eerste klasse (sogenannte Jupiler Pro League (1A); 1. belgische Profifußballliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 94 (45/49) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tor: 1-0 81. Kagelmacher
- Gelbe Karten: Ezekiel, de Sart (KVK); Foster, Coulibaly, Dabila, Ueda (CBKS)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Guldensporenstadion (Kapazität: 9.399, davon 5.749 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 7.500 (davon ca. 700 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 KV Kortrijk 1:0 Cercle Brugge Photos with English commentary:
a) Belgian Top Tier (Football): KV Kortrijk vs. Cercle Brugge
b) Belgium (Western Flanders): Kortrijk Old Town 
c) Germany (Hesse): Frankfurt am Main 
d) Germany (Rhineland): Hemmerich palace ruin, church and lost ground, Rösberg palace and church, Weilerswist boulodrome, manger and lost ground 

Nach einem sehr langen Arbeitstage am 23.12. stand ein eher ruhiger Heiligabend ab. Verwandtenbesuch in Frankfurt/ Main, dort gut indisch essen – Kaffeetrinken fiel aber aus, weil in diesem Kaff alles zu war. Wäre in Rostock nicht passiert, dank Overtourism an der Ostsee... WeilerswistAm 25.12. fuhren wir zu dritt ins Vorgebirge. In Hemmerich gibt es eine spektakuläre Schlossruine – abgefackelt 1945 von Zwangsarbeitern – natürlich nicht zugänglich, aber schön von der Straße einsehbar. Im benachbarten Rösberg ist das Schloss wieder hergerichtet worden – nachdem es 1941 von britischen Bomben zerstört wurde. In einer Gartenhütte durfte ein Nazi-Kriegsverbrecher seinen Lebensabend bis 1954 oder so verbringen, nun können Bessersituierte in dem seit den 90ern restaurierten Schloss in Wohnungen leben. Man kann nur von außen gucken, wie die da wohnen – typisch asoziales Rheinland, wo alles weggesperrt wird. In Wiesenburg (Brandenburg) gibt es z.B. ein ähnliches Objekt (baulich noch sehenswerter und höher, aber wenige Fläche in der Breite) und da kann man in den Innenhof und zu bestimmten Zeiten sogar in den Turm und manche Burg- oder Schlossanlage wird zumindest teilweise als Wohnanlage genutzt und ist dennoch für Touristen besser zugänglich als hier (Plötzkau, Sachsen-Anhalt z.B.)!

In Weilerswist spielten wir Boules auf der sehr guten Anlage des Bouleclubs Weilerswist am nach der südfranzösischen Partnerstadt benannten Carqueiranner Platz. Nach einem kurzen Abstecher auf den Swisterberg mit seiner Kirchenruine und dem aufgegebenen Sportplatz, kamen wir zufällig an einem anderen aufgegebenen Sportplatz vorbei, den ich noch für meine Liste ergänzen musste: oben beschriebenes Hemmerich, der SV Hemmerich ist nämlich im SV Vorgebirge aufgegangen. Der Rasenplatz ist noch gut nutzbar (im Gegensatz zu Swisterberg).

Fast alle Gaststätten waren zu, auch viele Tankstellen – aber in Wesseling war noch richtig Betrieb. So gingen wir hervorragend beim Acar Grill essen – die haben auch, zumindest im Winter, ein typisches Suppengericht: Kelle Paça, eine scharfe Suppe mit Hammelfleisch (u.a. Kopf, teils mit Gehirn, und Klauen bzw. dem, was da unten Essbares dran ist). Wer so ein Gericht archaisch oder abstoßend findet, sollte erst mal nach Bayern fahren und in einem richtigen Landgasthof einkehren – die Speisekarte beim Türken aus Kahramanmaraş hier in Wesseling ist da schon noch zivilisierter... KV Kortrijk 1:0 Cercle BruggeAm zweiten Weihnachtsfeiertag ging es früh los nach Belgien. Die 1. Fußballliga trug erfreulicherweise etliche Spiele am 26.12. aus, für das Abstiegsduell in Kortrijk gab es noch genügend Karten, die wir für 20€ (3 Kategorien: 15, 20, 30€) im Internet ohne Zusatzgebühren mit Print-at-Home in sehr schöner Qualität ausdruckten. Albern war bei den Karten nur irgendwie: da ist eine Pyroaktion des Fanblocks als Hintergrundbanner drauf und auf der Website stehen gleich die Stadionregularien, die „bengaals vuur“ verbieten...

Das Stadion hat einen originellen Namen: Guldensporenstadion. Das heißt nach der Schlacht der Goldenen Sporen, welche 1302 in Kortrijk stattfand. Das Stadion ist nicht ganz so alt, aber ein schöner, über die Jahrzehnte gewachsener Stilmix. Typisch für die den britischen Stadien oft ähnelnden belgischen Stadien. Hinter einem Tor typische überdachte Stehränge bis fast direkt an den Spielfeldrand, hinter dem anderen Tor eine leicht erhöhte Sitztribüne mit Holzbänken und der gleichen Art von Wellblechdach. Auf einer Längsseite eine sehr moderne Tribüne mit Schalensitzen und Logen sowie etwas neumodischerer Überdachung und schließlich auf unserer Seite eine zwar mit Schalensitzen bestückte, aber mit Wellblech überdachte und alten Stahlträgern verbaute Tribüne. Die bauliche Entwicklung ist v.a. unten bei Europlan gut zu sehen: https://www.europlan-online.de/guldensporenstadion/stadion-3730.html

Das Stadion war gut gefüllt, organisierter Support ganz schwach - obwohl es etliche Fanclubs, sogar einen aus Monschau/ NRW gibt - nur von Cercle Brugge kamen ausdauernde Anfeuerungen und ein kleiner Block mittig hinterm Tor sang Kortrijk nach vorne – aber auf alle möglichen Spielszenen wurde begeistert und verärgert aus allen Ecken des Stadions reagiert. Das Spiel war teils zerfahren, v.a. fielen die vielen Fehlpässe negativ auf – aber die Partie war auch von Beginn an rasant. Bis zur Pause fielen allerdings keine Tore und nach der Pause wurden ein Kopfballtor von Kortrijk wegen Abseits und ein weiteres Tor von Cercle nur zwei Minuten später wegen Fouls oder Handspiels vorher vom Videoschiedsrichter aberkannt. Genauso eine scheiße wie wenige Tage zuvor in Mainz, allerdings ist es in Belgien nicht so weit her mit der Meinungsfreiheit wie bei uns: Banner gegen den affigen Videobeweis sucht man hier vergebens, denn Spruchbänder sind im Allgemeinen gar nicht erlaubt in den Stadien in Belgien. Aber auch wie in Mainz gab es ein erfolgreiches Ende mit einem regulären Tor kurz vor Schluss – hier „schon“ in der 81. und nicht in der 93. Minute – für die bessere Mannschaft, hier in Form von einem Treffer gegen die Laufrichtung des Schlussmannes der Gäste durch einen Uruguayer von Kortrijk. Wer diese Nationalität exotisch findet: die Mehrheit der Profis fast aller belgischer Mannschaften stammt nicht aus Belgien und da ist noch mancher Spieler von international viel weniger bekannten afrikanischen oder amerikanischen Staaten in diesen westeuropäischen Zwergstaat zum Fußballspielen eingewandert! Für Kortrijk spielte zum Beispiel Sportfreund Selemani von den Komoren – auch Groundhoppingziel für mich in den nächsten 5 Jahren... Nebenbei bemerkt noch: Trainer bei Cercle Brügge, dem Tabellenletzten, ist seit einigen Wochen Bernd Storck aus dem Ruhrgebiet. Zu nützen scheint es aber nichts, denn während Kortrijk mit dem dritten Sieg in Folge als 12. immer weiter von den Abstiegsplätzen abrückt, verliert Cercle so langsam den Anschluss... KV Kortrijk 1:0 Cercle BruggeVor dem Spiel besichtigten wir natürlich auch die Altstadt. Um Parkgebühren für die Besichtigung und auch das Spiel zu vermeiden, parkten wir in der Weeverstraat 28 vorm Nachwuchsleistungszentrum des KV Kortrijk. In der Umgebung findet man die typischen belgischen Backsteinhäuser. Die Straßenzüge sehen viel mehr britisch aus, als es in Nachbarländern Belgiens der Fall ist. Kortrijk erlitt zwar schwere Kriegsschäden 1944, aber die historisch sehr wertvollen Kirchen, einem Begijnhof und ein Stadttor sowie der Belfried (Turm aufm Markplatz) blieben erhalten. So zwei Stunden kann man in dem Ort schon gut zubringen – Kortrijk ist eine der sehenswerteren belgischen Städte! KortrijkStatistik:
- Grounds: 2.554 (1; diese Saison: 111 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.797 (1; diese Saison: 148)
- Tourkilometer: 650 (650km Auto)
- Saisonkilometer: 74.740 (56.340 Flugzeug/ 16.720 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.740 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 700 Wochen in Folge.

Montag, 1. Juli 2019

W674III: Hockey Pro League Grand Final in Amsterdam zum Saisonabschluss

Australien 3:2 Belgien
- Datum: Sonntag, 30. Juni 2019 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Finale der Hockey Pro League (internationale Liga für Nationalmannschaften)
- Ergebnis: 3-2 nach 60 (4x15) Min. – Viertel: 2-0, 1-0, 0-1, 0-1
- Tore: 1-0 9. Mitton, 2-0 14. Ogilvie, 3-0 29. Govers, 3-1 44. Luypaert, 3-2 58. Hendrickx
- Grüne Karten: Swann (Australien); Wegnez, Hendrickx (Belgien)
- Gelbe Karten: Charlier (Belgien)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Wagener Stadion (Amstelveen; Kap. 9.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 6.500
- Unterhaltungswert: 6,0/10

Niederlande 5:3 Großbritannien
- Datum: Sonntag, 30. Juni 2019 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Finale der Hockey Pro League (internationale Liga für Nationalmannschaften)
- Ergebnis: 5-3 nach 60 (4x15) Min. – Viertel: 1-0, 2-3, 2-0, 0-0
- Tore: 1-0 9. Hertzberger, 1-1 24. Wallace, 1-2 27. Weir, 2-2 29. Hertzberger, 2-3 29. Roper, 3-3 30. van Weerden, 4-3 40. Pruijser, 5-3 45. Pruijser
- Grüne Karten: Kellerman (Niederlande)
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Wagener Stadion (Amstelveen; Kap. 9.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 7.700
- Unterhaltungswert: 7,5/10 Hockey Pro League finals at Wagener Stadium Amstelveen, the Netherlands Photos with English Commentary :
a) Field Hockey Pro League, Grand Final in Amsterdam (Wagener Stadium): Australia vs. Belgium and The Netherlands vs. Great Britain
b) Amsterdam City Centre, Amstelveen Street Scene (Album: North Holland)

Am letzten Juniwochenende war ja sportlich nicht viel los in der Region, sodass ich irgendwie auf das Finale der Hockey Pro League, einem internationalen Wettbewerb im Feldhockey, bei dem ein Großteil der Spitzennationalmannschaften teilnimmt, gekommen bin. Das Final-Four-Turnier wurde in Amstelveen bei Amsterdam ausgetragen, wobei am Sonntag das kleine und große Finale der Männer anstand (in den Tagen zuvor waren die Halbfinals der Männer und Frauen und die Finals der Frauen gespielt worden). Übers Internet kann man sich bei Eventim Karten für knapp über 20€ besorgen.

Mit Moritz fuhr ich dann zuerst in die Innenstadt von Amsterdam. Wenn man am Sonntag bis 12 Uhr an einem Seitenstreifen mit Parkuhr das Auto abstellt, ist das kostenlos – erst ab 12 Uhr werden perverse Gebühren zwischen 5 und 7,50€/h erhoben. So blieben uns knapp zwei Stunden für einen Stadtrundgang. Das reichte auch für den ersten Eindruck von Amsterdam: es gibt einige wirklich schöne mehrgeschossige Backsteinhäuser mit toll verzierten Giebeln, ein paar sehenswerte Kirchen (üblicherweise abgeschlossen) und vereinzelt sehenswerte repräsentative Bauten. Auffällig ist in Amsterdam aber auch das klischeehafte Erscheinungsbild der Stadt mit Puffs und Kifferläden an jeder Ecke – dreckig ist es auch überall durch die Partytouristen und einheimische Asis. Amsterdam Wir fuhren dann nach Amstelveen raus, stilecht preisgünstig in einer Pommesbude was essen und dann ging es ins Stadion: das Wagener Stadion ist eines der größten und bedeutendsten Hockeystadien mindestens Europas wenn nicht gar der Welt. 9.000 Sitzplätze verteilen sich auf eine bestuhlte und überdachte Haupttribüne, eine mit sehr schmalen Holzbänken extrem eng bestückte Gegentribüne und zwei ebenso gearteten Hintertortribünen. Bei letzteren kommt noch hinzu, dass die Fangnetze enorm die Sicht beeinträchtigen. Wir nahmen auf der Längsseite Platz, bekamen von der Rabobank noch freundlicherweise Eis spendiert. Bei den sonstigen Cateringpreisen und dem Schwachsinn, dass nur mit Karte bezahlt werden kann – kein Bargeld, Kreditkarten kosten einen ausländischen Fan natürlich Gebühren und ob Maestrokarten funktionieren ist Glücks- bzw. Limitabhängig –war das eine sehr nette Geste des Sponsors. Es war natürlich das interessante niederländische Eis mit Buttermilch – nach dem ersten Löffel suchte ich nach dem Haltbarkeitsdatum, nicht dass das Milcheis sauer geworden war...

Die Verlierer der Halbfinals vom Freitag – die Niederlande und Großbritannien – trafen im kleinen Finale aufeinander. Mit 7.500 bis 8.000 Zuschauern war das Stadion sehr gut besucht. Mit viele alberner Animiererei kamen die Hockeyfans auch ganz gut in Stimmung. Briten waren kaum zu hören, aber die Niederländer feierten im Stadion ihre phasenweise phantastisch aufspielende Truppe ab. Das Spiel war wogte hin und her, war das mit Abstand beste Feldhockey, was ich je gesehen habe – allerdings kein Kunststück bei den dritt- und viertklassigen Amateurspielen die ich sonst geguckt habe – und sah erst Niederlande in Führung gehen, dann zwei Mal Großbritannien und die Niederländer am Ende 5:3 gewinnen.

Nicht alle blieben zum Finale. Dort traten dann Australien – die hatten GB 6:1 vom Feld geschossen – und Belgien, welche den Nachbarn NL mit 3:1 besiegt hatten, gegeneinander an. Das Spiel war verhaltener, Australien riss dann die Partie an sich, zeigte Weltklasse-Spielzüge und entschied mit einem 3:0 bei Pause eigentlich alles. Mit unattraktivem, passivem Hockey gelang Belgien noch der Anschlusstreffer – mit 3:2 war Australien aber der verdiente Sieger. Dafür gab es einen schönen Pokal und Medaillen.

Fazit: im Feldhockey hat sich manches geändert über die letzten Jahre. Wichtig ist, dass fast nur noch auf Kunstrasen gespielt wird: das Spiel ist dadurch schneller geworden, wobei natürlich die meisten Matches unterhalb der Weltklasse immer noch langweilig, statisch, defensiv geprägt und öde sind. Die Änderungen in der Zeitnahme: 4x15 Minuten und dafür häufigeres Uhranhalten statt 2x35 plus evtl. Nachspielzeit, haben evtl. auch den Spielfluss verbessert. Der Videobeweis hat den Spielfluss keines Falls verbessert – eher im Gegenteil...
In jedem Fall hat sich diese Tour gelohnt. Lohnende Besichtigungen, schönes Stadion und guter Sport – ich werde zwar nie begeisterter Fan des Feldhockeys werden, sondern immer lieber Eishockey und Inline- oder Rollhockey schauen, aber diese Weltklassespieler sieht man doch gerne!

Zum Saisonabschluss 2018/19 ging es also in die Niederlande. Das erste Spiel der Saison 2019/2020 werde ich am kommenden Samstag dann ebenfalls im Ausland sehen: im Land, dass dieses Hockeyfinale gewonnen hat! Hockey Pro League finals at Wagener Stadium Amstelveen, the Netherlands Statistik:
- Grounds: 2.443 (1; diese Saison: 233 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.649 (2; diese Saison: 265)
- Tourkilometer: 600 (600km Auto)
- Saisonkilometer: 65.850 (37.870 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 3.750 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 36 [letzte Serie: 71, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 674

Donnerstag, 13. September 2018

W632III: Luxemburgs höchster Sieg in einem Qualifikationsspiel

Luxemburg ............................................................. 4
Moldawien .............................................................. 0
- Datum: Samstag, 8. September 2018 – Beginn: 20.45
- Wettbewerb: Nations League, Liga D, Gruppe 2
- Ergebnis: 4-0 nach 94 (46/48) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 34. Malget, 2-0 60. Thill, 3-0 75. Sinani, 4-0 83. Martins Pereira
- Gelbe Karten: Rodrigues (Luxemburg); Carp, Antoniuc (Moldawien)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stade Josy Barthel (Luxemburg-Stadt, Kap. 8.054 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.900 (davon 2.956 zahlende und ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10

Royal Etoile Sportive Aubange U16 .................... 0
Royal Football Club Messancy U16 ..................... 3
- Datum: Samstag, 8. September 2018 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: U16 2eme Provincial A, Luxembourg (4. belgische Liga für jüngere B-Junioren)
- Ergebnis: 0-3 nach 80 (40/40) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 15., 0-2 43., 0-3 62.
- Gelbe Karten: Nr. 14 (RESA); Nr. 6 (RFCM)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stade de Aubange (Kapazität: 1.300 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 10 Gäste)
- Unterhaltungswert: 4,0/10

Royal Etoile Sportive Aubange U21/ avec maillots
................................. 6:4 (5:2) ....................................
Royal Etoile Sportive Aubange U21/ sand maillots
- Datum: Samstag, 8. September 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: vereinsinternes Testspiel
- Ergebnis: 6-4 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 5-2
- Tore: 1-0 4., 2-0 6., 3-0 7., 4-0 11., 4-1 22., 5-1 24., 5-2 30., 5-3 39., 6-3 47., 6-4 54.
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stade de Aubange, Terrain 2 (Kapazität: 60, davon 10 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 8
- Unterhaltungswert: 4,0/10 Bouillon Photos with English Commentary :
a) Nations League, D: Luxembourg vs. Moldova
b) Belgian Youth Football: R.E.S. Aubange U21 and U16
c) Belgium/ Luxembourg Province: Gouvy, Bastogne, Bouillon, Montquintin
d) Luxembourg/ Grand Duchy: Luxembourg City – Bel Air Church

Zu meinem Geburtstag gab es mal wieder ein Länderspiel. Es ging aber mit Sightseeing los und da Luxemburg, das wir sehr gut kennen, unser Tagesziel war, fuhren wir erst einmal durch die Provinz Luxemburg, den an das Großherzogtum Luxemburg angrenzenden Teil Belgiens. Wikipedia erklärt: „Luxemburg ist die flächenmäßig größte Provinz Belgiens, hat aber zugleich auch die wenigsten Einwohner. Sie ist in fünf Verwaltungsbezirke eingeteilt. Das Gebiet gehörte zur Zeit des Deutschen Bundes zum Großherzogtum Luxemburg. Großherzog war zu jener Zeit in Personalunion der niederländische König. Nach der Belgischen Revolution von 1830 und der daraus folgenden Abspaltung der südlichen Provinzen der Niederlande wurde das damalige Luxemburg zwischen Belgien und den Niederlanden aufgeteilt. Die Teilung verlief nur zum Teil entlang der deutsch-französischen Sprachgrenze.“ Oder um es in der Landessprache zu sagen: „D'Provënz Lëtzebuerg (fr.: Province de Luxembourg; wa.: Province do Lussimbork) ass eng vun de 5 Provënzen an der Regioun Wallounien, am Südoste vun der Belsch. De Chef-lieu ass Arel. Den haitege Grand-Duché vu Lëtzebuerg an déi belsch Provënz Lëtzebuerg hunn tëscht 1815 an 1839 eng Eenheet gebilt, an zwar de Grand-Duché, sou wéi e vum Wiener Kongress geschaaft gi war. Nodeem awer d'Belsch sech vum Vereenegte Kinnekräich vun den Nidderlanden onofhängeg gemaach hat, gouf de 14. Oktober 1831 zu London eng Konferenz aberuff, déi d'Grenze vun deem neie Staat sollt festleeën. D'Groussmiecht hunn do ënner anerem beschloss, Lëtzebuerg ze deelen: Dee westlechen, francophonen Deel sollt belsch ginn an nëmmen deen ëstleche, germanophone géif dem hollännesche Kinnek Wëllem I. gelooss ginn, dee jo Groussherzog vu Lëtzebuerg war (a Personalunioun). Dobäi ass allerdéngs d'Grenz e bëssen zugonschte vun der Belsch gezu ginn, sou datt d'Regioun vun Arel, d'Arelerland, derbäi koum, obschons se deemools nach ganz däitschsproocheg war (oder, wat datselwecht heescht, lëtzebuergeschsproocheg). Definitiv gouf d'Deelung dunn den 19. Abrëll 1839 am Traité vu London festgehalen.“

Herausragende Sights gibt es da vielleicht nicht, aber ein paar ganz ansehnliche Burgen und Festungen wie z.B. Bouillon und Montquintin. Bastogne ist mit seinen Referenzen an die Weltkriegsschlachten und der Kirche ebenfalls sehenswert. Das Großherzogtum hat aber baugeschichtlich weit mehr zu bieten und ist landschaftlich auch in den meisten Ecken attraktiver. Stade Aubange Zum Fußball fuhren wir aber auch noch, leider gab es nur Junioren zu sehen, aber die Anlage in Aubange ist lohnend. Der Hauptplatz hat eine verbaute Stehtribüne mit Sportlerheim und Dojo, der Nebenplatz eine kuriose Mini-Tribüne in gleicher Bauweise und daneben ein paar Bänke vor einem Schuppen. Alles sehr eng. Auf Platz 2 kickten erst einmal die U21-Junioren untereinander, da der Gegner aus Meix-la-Tiege nicht gekommen war. Weil die nicht mal Leibchen auftreiben konnten, spielten die einen mit nacktem Oberkörper (ohne Trikots, sans maillots) und die anderen halt mit den normalen Vereinshemden... Die mit Trikots gewannen 6:4.

Auf dem Hauptplatz gab es dann noch die B-Jugend zu sehen, die gegen Messancy mit 0:3 in einem eher einseitigen Spiel verlor. Luxembourg 4:0 Moldova Dann ging es nach Luxemburg-Stadt. In der Nähe der Kirche von Bel-Air geparkt, diese kurz besichtigt und dann schon fast zwei Stunden vor Anpfiff als mit die ersten im Stade Josy Barthel. 15€ die Karte für die neue Nations League. Apropos neu: das etwas in die Jahre gekommene Stade Josy Barthel soll ersetzt werden: Artikel 1 (franz.), Artikel 2 (deutsch), Bilderserie (deutsch).

Dann noch zur Nations League: es nehmen alle 55 UEFA-Mitglieder teil, sie wird in vier Ligen (Divisions) gespielt. Für diese erste Ausspielung wurden die Nationalmannschaften gemäß ihrer UEFA-Koeffizienten vom 11. Oktober 2017 eingeteilt. Und wenig überraschend: Luxemburg ist in Division D (wie ja auch beim Eishockey, woher die Idee zu diesem Wettbewerb wohl stammt)... Die Gruppensieger der unteren Divisionen steigen in die nächsthöhere Division auf, die Gruppenletzten steigen ab, der schlechteste Gruppendritte der Liga C steigt in Liga D ab. Die vier Gruppensieger der höchsten Liga (Division A) spielen im K.-o.-System im Juni 2019 untereinander den UEFA-Nations-League-Gewinner aus. Die Qualifikation zur EM 2020 wird nach Abschluss der Nations-League-Gruppenphase ausgespielt. Die Gesamttabelle der UEFA Nations League, welche sich nach Beendigung der Gruppenphase ergibt, wird die Grundlage bilden für die Auslosungstöpfe der EM-Qualifikation. Über die Qualifikationsspiele erfolgt dann die Ermittlung der ersten 20 EM-Teilnehmer, bestehend aus den jeweils zehn Gruppenersten und -zweiten der zehn Qualifikationsgruppen. Die vier verbleibenden EM-Tickets werden in Play-offs im März 2020 vergeben. Startberechtigt sind die vier besten, nicht-qualifizierten Mannschaften aus jeder der vier Nations-League-Divisionen. Die Play-off-Spiele werden (innerhalb der vier Mannschaften aus einer Division) im K.-o.-System ausgetragen, mit zwei Halbfinals und einem Endspiel um das EM-Ticket. Somit wird auch mindestens eine Mannschaft aus der niedrigsten Division mit den mutmaßlich schwächsten Mannschaften an der EM teilnehmen. Daher wird in Luxemburg und den angrenzenden Regionen, die sich mitunter mit den Roten Löwen (Roud Léiw) identifizieren – so z.B. Lothringen oder Pfalz: https://www.fupa.net/berichte/luxemburg-schielt-auf-den-naechsten-coup-2155340.html - auch schon fleißig gehofft, dass Luxemburg mal was auf die Beine stellt und dieser eine Vertreter der D-Division bei der EM 2020 sein wird. Beim Radio (RTL) wurde aber im Interview vom Trainer Luc Holtz klar darauf hingewiesen, dass man „d'Kierch am Duerf loossen“ sollte, Weißrussland klarer Favorit in der Gruppe von Luxemburg ist und nur gegen San Marino der Sieg (die zwei Siege) Pflicht ist (sind). Gegen Moldawien sprach er von „50-50-Chance“.

Nach den Hymnen ging es im mal wieder halbleeren Stadion (OK, parallel lief die größte Kirmes/ Rummel der ganzen Region in nur 1km Entfernung, die Schueberfouer) nur in Richtung Tor der Luxemburger. Moldawien völlig überlegen, technisch besser, druckvoll, Luxemburg mit Mühe zu verteidigen und immer wieder brechen Spieler aus Moldawien durch die Abwehr. Also der selbe Merde wie immer: die ersten 30 Minuten taugt die Mannschaft nichts... Moldawien vergab zum Glück alle Torchancen, während Luxemburg nach 34 Minuten mit der ersten Chance nach einer Ecke per Kopf das 1:0 machte. Nach der Pause dann ein ganz anderes Bild. Luxemburg hatte plötzlich die ideenlose moldawische Mannschaft voll im Griff, erhöhte auf 2:0 und ehe man sich darüber richtiger wundern konnte auf 3:0 und 4:0. Natürlich war da mal gut Stimmung in der Bude, doch von Euphorie war das noch weit entfernt. Luxemburger sind einfach zu ruhig und gelassen bei allem. Wenn eine vergleichbar schwache Mannschaft wie Färöer auch nur 1:0 gewinnt gegen Moldawien oder so, klettern hunderte an den Zäunen rum um die Spieler persönlich abzufeiern, alles steht jubelnd auf den Bänken und es werden Autokorsos quer über die Insel geführt... Und mehr Zuschauer sind trotz geringerer Einwohnerzahl auch da... Aber egal, zurück nach Luxemburg: seit einem Sieg in einem Testspiel gegen Afghanistan im Jahr 1948 hat Luxemburg nicht mehr so hoch gewonnen. Das 6:0 damals war der höchste Sieg aller Zeiten und in den 110 Jahren luxemburgische Nationalmannschaft hat es noch keine hingekriegt, in einem Qualispiel (und die Nations League ist ein solcher Quali-/ Pflichtwettbewerb) mit mehr als 2 Toren Unterschied zu gewinnen. Das 4:0 ist also ein historischer Erfolg. Und nur drei Tage später, beim Spiel in San Marino, schaffte Luxemburg den nächsten historischen Erfolg: den zweithöchsten Qualisieg mit einem 0:3!

Wegen solcher Spiele guckt man auch als (intelligenter) kommerzialisierungskritischer Fan die Nations League. Dieser Aspekt der D-Division für die kleinen Mannschaften geht einem Dummschwätzer wie Sportfreund Bartlau völlig ab, wenn er seine in guten Teilen dennoch nachvollziehbaren Ergüsse, die sich leider viel zu sehr in typisch deutscher selbstmitleidiger Wimmerei ergeben, auf ntv ablässt: https://mobil.n-tv.de/sport/fussball/Es-reicht-endgueltig-moderner-Fussball-article20618843.html Da wird völlig auf die milliardenschweren Teams A-Division eingeschossen, die nur einen Teil dieses neuen Wettbewerbs ausmachen, der um Klassen besser als überteuerte und langweilige Testkicks ist. Dass auch viele D-Divisionsspiele schlecht besucht sind spielt doch keine Rolle – den Mannschaften wie Luxemburg, Färöer, San Marino, Kosovo etc. muss man diese Spielerfahrungen mit Teams auf Augenhöhe ohne die hohen Niederlagen gegen B-Elfs von Startruppen einfach mal gönnen. Aber dazu ist ein deutscher Autor oder auch Normal-Fan ja selten fähig: anderen Teams etwas gönnen. Besonders peinlich an dem Artikel auch hier wieder: nur ein kurzer Seitenhieb auf den "Autokraten Putin", dann wieder lange Tiraden gegen die WM in Katar. Dann lieber drei WMs in der fast nur von rückständigen neureichen Monarchien beherrschten Golfregion als nur einen großen Sportwettbewerb in der Terroristen- und Kolonialherrennation Russland, die uns in Deutschland und Europa  bedroht und v.a. destabilisiert. Zurück zum Sport kann ich auf jeden Fall Spiele der D-Division empfehlen: da scheinen viele Teams alles auf Sieg zu setzen, weil sie ja sonst kaum mal eine Siegchance haben. Zu den angesprochenen Färöer muss ich natürlich auch noch ein Video vom Wochenende verlinken: das Spiel gegen Malta vor wohl knapp 8.000 Zuschauern (in einem 46.000-Einwohner-Land).  Luxembourg 4:0 Moldova Statistik:
- Grounds: 2.248 (2; diese Saison: 36 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.424 (3; diese Saison: 39)
- Tourkilometer: 380 (380km Auto)
- Saisonkilometer: 6.240 (5.680 Auto, davon 0 Mietwagen/ 560 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 35, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 632 Wochen.

Mittwoch, 25. Juli 2018

W625III-IV: Motorradwochenende in den Nachbarländern

Suma Troyes ......................................................... 2
MBC Carpentras .................................................. 1
- Datum: Samstag, 21. Juli 2018 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Championnat Elite 1 du Moto-ball (1. französische Motoballliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 84 (4x20+4) Minuten – Viertel: 1-0, 1-0, 0-1, 0-0
- Tore: 1-0 15. Roman Decina, 2-0 30. Roman Decina, 2-1 58. Jason Nuzzo
- Grüne Karten: 2x Roman Decina, Ludovic Goutorbe, Julien Lenoir (Suma); 2x Corentin Mourgeon, Jason Nuzzo (Carpentras)
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stade Gaston Arbouin (Kapazität: 3.000, davon 750 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.200 (davon ca. 10 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,5/10

FIM Trial World Championship Belgium Grand Prix in Comblain-au-Pont
- Datum: Sonntag, 22. Juli 2018 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: Internationale Wettkämpfe im Motorrad-Trial im Rahmen der FIM World Championship
- Ergebnisse: siehe http://www.belgiumworldtrial.be/
- Austragungsort: verschiedene Hänge, Waldwege und Berge in den Ortslagen Comblain-au-Pont, Mont und Poulseur
- Zuschauer: ca. 5.000
- Unterhaltungswert: 8,5/10 Suma Troyes 2:1 MBC Carpentras 
Photos with English Commentary :
a) Motoball: Suma Troyes vs. MBC Carpentras
b) Motorbike Trial: Belgium Grand Prix in Comblain-au-Pont
c) Grand Est: Sedan, Reims, Troyes

Mit dem Motorrad bin ich zwar nicht gefahren, aber die Überschrift trägt dem Punkt Rechnung, dass ich nur Motorradsportveranstaltungen in unseren Nachbarländern Frankreich und Belgien besucht habe...
Ich habe mir aber auch ein paar Sehenswürdigkeiten reingezogen. In den Ardennen ging es los: Sedan hat zwar nur wenig Altstadt mit einer mäßig spektakulären Kirche zu bieten aber dafür eine gewaltige Festung, deren Innenhof man auch kostenlos besichtigen kann. Die 2 Stunden Führung durch die Innenräume für 10€ waren mir zu lange, daher ging es via der Maginot-Linie mit ihren Bunkern in schöner hügeliger Landschaft nach Reims. Schon einige Kilometer nördlich von Reims fing die eher öde Landschaft der Champagne an, die bis Troyes nur noch öder werden sollte. Bei den schwachsinnigen Tempolimits in Frankreich ist öde Felderlandschaft ganz schlimm, denn um auf die teuren Mautstrecken zu leiten, wurde das Tempo auf Landstraßen auf 80 gesenkt vor einigen Monaten, aber man muss nur abwarten bis normal tickende Einheimische an einem vorbeiheizen und dann denen hinterher mit 100, 110; die Blitzer kennen die alle...

Reims war jetzt auch nicht so herausragend: genauso verdreckt und von Kötern zugeschissen wie Sedan, außer der gewaltigen aber recht kahlen Kathedrale eigentlich keine sehenswerten Gebäude. Aber Troyes ist eine richtig schöne Stadt mit viel Fachwerk (das französische Fachwerk hat dünnere und geradlinigere als das deutsche oder englische und sieht damit eher dem osmanisch-türkischen Fachwerk ähnlich) und mehreren interessanten Kirchen. Troyes 
Troyes war deshalb mein Hauptziel heute, da dort einer der stärksten Motoballvereine Frankreichs beheimatet ist. Suma Troyes ist derzeit nur 5. von 8 und der Gast aus Carpentras als 2. bereits 5 Punkte hinter Tabellenführer Neuville, aber das Spiel war von über 2.000 Zuschauern besucht und lohnte das Kommen absolut. In einer spannenden und engen Partie, die hart umkämpft war und deshalb eher unterdurchschnittlich viele Torszenen hatte, ging Troyes nach einer Viertelstunde durch einen ihrer beiden ausländischen Spieler in Führung. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhte erneut der Russe Decina auf 2:0. Anderer Ausländer ist übrigens der Kuppenheimer Holger Schmitt; oft falsch „Olger“ geschrieben – die Franzosen meinen ja auch, dass ihr „Olger“ aus „Küppon’eim“ kommen würde... Nach dem Seitenwechsel war dann Carpentras mal auch mit Torschüssen auffällig – vorher hatten sie kaum einen Schuss auf den Kasten gebracht und immer planlos den Ball herumgefahren. Doch bis auf einen Schuss ins lange Eck konnte Troyes alle Bälle entschärfen, sodass unter großem Jubel am Ende ein 2:1 Sieg stand. Troyes sollte so nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben, wobei andererseits Neuville nach einem zweistelligen Sieg gegen Houlgate langsam auf den Meistertitel zusteuert.

Übrigens ist das Stadion das schönste was mir im Motoball in Frankreich untergekommen ist (das in Minsk ist noch besser, aber in Deutschland fällt mir kein so tolles ein). Eine überdachte Obertribüne und daneben zu beiden Seiten zwei kleine überdachte Untertribünen – alle mit Holzbänken bestückt, Stehstufen auf der Gegenseite, Wälle hinter den Toren, Bäume und eine rundherum laufende Betonbarriere. Die Verkaufsstände boten neben Merguez und Frites auch Souvenirs aus der Champagne an (letzteres aber vielleicht auch nur zu Spielen in den Ferien). Verwunderlich nur der mit 8€ deutlich höher als sonst in Frankreich ausfallende Eintrittspreis. Interessant dass dennoch hier quer durch alle Schichten und Bevölkerungsgruppen Zuschauer kamen. So viele Zuschauer kommen in Deutschland ja höchstens zu Finalspielen. Aber in Troyes und der gesamten Champagne war mir auch aufgefallen, dass hier viel mehr afrikanische oder arabische Franzosen statt unter sich zu bleiben mit europäischen Franzosen unterwegs sind: so auch beim Motoball hier. In Frankreich habe ich diese Gruppenbildung (nur Weiße, nur Schwarze, nur Araber etc.) sonst viel mehr gesehen – wie im Westdeutschland ja auch. Die Champagne ist aber wohl einfach liberaler als z.B. Elsass-Lothringen oder der Süden. Im Gegensatz zu einigen deutschen Vereinen oder osteuropäischen Klubs ist auch nicht ansatzweise so viel Bruchvolk bei Suma Troyes gewesen...

Danach ging es wieder in Richtung Sedan zurück, da ich logistisch günstig im Nachbarort Charleville-Mézières in einem F1-Hotel gebucht hatte. 
 Suma Troyes 2:1 MBC Carpentras FIM Trial World Championship Belgium Grand Prix 
Am frühen Morgen ging es schon wieder weiter nach Belgien, genauer nach Comblain-au-Pont. Dort hatte ich 2016 schon mal an einem so heißen Sommertag in den bewaldeten Bergen dieser schönsten Ecke Belgiens genialen Motorradsport gesehen. Dieses Jahr klappte es wieder mit dem Weltmeisterschaftslauf im Motorradtrial. Beim Trial geht es darum eine festgelegte Strecke mit mehr oder weniger natürlichen Hindernissen ohne hängen zu bleiben oder vom Motorrad zu fallen zu bewältigen. Je nach Art und Schwere der Fehler, kann man 0 (das Ziel: die perfekte Absolvierung), 1, 2, 3 (ungültig) oder 5 Punkte (Strafe) erhalten. Die oft inkompetent wirkenden Punktrichter machten sich bei einigen Fahrern und Zuschauern auch immer wieder unbeliebt, da sie immer mehr Fehler als die Fahrer (aber anscheinend nur als die britischen und spanischen) und Zuschauer sahen. Ob die Beschwerden nun berechtigt waren oder nicht war mir egal: mir gefiel v.a. wieder, wie genial die Hindernisse angelegt wurden und wie die Prüfungssektionen auch im Vergleich zu 2016 abgewandelt wurden, sodass wieder tolle Fotos aus verrückten Winkeln, die die Dimensionen schwer begreifbar machen, möglich waren. Welche unglaublichen Steigungswinkel über Felsbrocken und Baumstämme hinweg mit den Motorrädern bewältigt wurden – oder auch: von was für riskanten Stellen aus man den Event verfolgen oder fotografieren kann – kann man sich ja in meinen Bildern auf flickr genauer angucken... FIM Trial World Championship Belgium Grand Prix Statistik:
- Grounds: 2.215 (1+zählt nicht in die Statistik; diese Saison: 3 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.389 (1+1; diese Saison: 4)
- Tourkilometer: 910 (640+270km Auto)
- Saisonkilometer: 1.040 (910 Auto, davon 0 Mietwagen/ 130 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 35, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 625 Wochen.

Sonntag, 12. November 2017

W589IIb: Ein typisch belgisches Stadion

Royal Football Club Huy .................................... 0
Royale Jeunesse Aischoise ................................... 3
- Datum: Samstag, 11. November 2017 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: sogenannte Division 3 Amateur D (5. Belgische Fußballliga, nominelle 3. überregionale Amateurliga, de-facto 3. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 31. NN, 0-2 45. NN, 0-3 90. NN
- Gelbe Karten: Nr. 6 (Huy); Nr. 13 (Aische)
- Rote Karten: Nr. 4 von Huy (17. Min. wg. groben Foulspiels)
- Austragungsort: Complexe Sportif de Huy (Kap. 2.500, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Kein besonders gutes Spiel, aber viele kuriose Szenen) Royal Football Club Huy 0:3 Royale Jeunesse Aischoise Photos with English Commentary:
Belgian 5th Division: Huy vs. Aische

Damit ich am 11.11. noch richtigen Sport hatte und außerdem den Auslandsspielbesuch für den Monat November abhaken konnte, fuhr ich von Aachen aus nach Belgien zum Fußball. In diesem komischen, kleinen, heruntergekommenen Land wird in den interessanten Stadien (und davon gibt es sehr viele dort) leider fast nur sonntags gespielt, aber die oberen Klassen spielen teilweise auch u.a. samstags. So auch die sogenannte Amateur Division 3, die faktisch eine Halbprofiliga ist: die teilnehmenden Vereine sind keine eingetragenen Vereine, sondern Gesellschaften ohne Gewinnabsicht. In den beiden ersten belgischen Ligen, den Profiligen, sind es halt Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Echte Vereine gibt es in Belgien erst ab der 6. Liga, den Provinzklassen – da fängt der echte Amateurfußball an. Immer stur sonntags um 15 Uhr...

Also Samstagabend musste das Spiel sein: daher, ab nach Huy. Im benachbarten Tihange haben die eine Sportanlage für die Juniorenteams. Ja, Tihange, da war was: die Sportanlage befindet sich direkt vorm Atomkraftwerk. Die Kühltürme sieht man auch vom Sportkomplex in Huy blinken. Verseucht ist der natürlich nicht, aber versifft. Typisch belgisch: dass man dafür 8€ Eintritt zahlt ist asozial, v.a. bei dem Einkommen in Belgien das leicht unter dem deutschen Durchschnitt liegt – und dann hat man da völlig verbaute Tribünen die vom Baustil her zwischen Großbritannien und Südosteuropa liegen und Klos, in denen es kein fließendes Wasser gibt – also eher Südosteuropa.

Das Spiel war nicht ganz so lohnend wie das Stadion, aber nach dem frühen Platzverweis (vertretbar, hätte man aber auch bei Gelb belassen können) gegen Huy riss Aische die Partie an sich. Nach über einer halben Stunde die Führung, kurz vor der Halbzeit das 0:2 und in einer von Aische im Griff gehaltenen zweiten Hälfte noch in der Schlussminute das 0:3. Die ersten beiden Tore wurden vom zahlreichen Gästeanhang übrigens gebührend gefeiert: Royal Football Club Huy 0:3 Royale Jeunesse Aischoise Statistik:
- Grounds: 2.051 (1; diese Saison: 70 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.199 (2; diese Saison: 94)
- Tourkilometer: 350 (350km Auto)
- Saisonkilometer: 19.340 (12.280 Auto, davon 920 Mietwagen/ 6.060 Flugzeug/ 1.000 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 589 Wochen.

BELGIEN

LP Nr.: 6, Grounds: 16 (8+8) 

Fußballstadien und -plätze: 
Aubange (1): Stade de Aubange (Royal Etoile Sportive de Aubange) - 1.300 (0/ 1.300); 7,5
Aubange (1): Stade de Aubange, Terrain 2 (Royal Etoile Sportive de Aubange, Ausweich) - 60 (10/ 50); 7,0
Genk (1):
Cristal Arena Genk (KRC Genk) - 24.604 (20.402/ 4.200); 2,5

Huy (1): Complexe Sportif (R.F.C. Huy) - 2.500 (500/ 2.000); 9,0
Kelmis/ La Calamine (1): Prinz-Philippe-Stadion (RFCU Kelmis, SC Kelmis) - 2.200 (200/ 2.000); 6,5
Kortrijk (1): Guldensporenstadion (KV Kortrijk) - 9.399 (5.749/ 3.650); 8,0
Spa (1): Stade de la Géronstère (Royal Spa FC) - 2.600 (1.300/ 1.300); 9,5
Waterloo (1): Complexe Sportif de Joli Bois, Terrain Synthetique (Royal Racing Club de Waterloo) - 1.000 (0/ 1.000); 1,0

Andere Sportanlagen:
Antwerpen (1): Ijsbaan Ruggeveld Deurne (u.a. Eishockey Antwerp Phantoms) - 478 (78/ 400); 6,5
Beringen/ Beverlo (1): Sporthal t'Beverke Beverlo (u.a. Radball Het Zwarte Goud Beringen) - 500 (500/ 0); 7,0
Eupen (1): Sportzentrum Eupen (u.a. Handball KTSV Eupen) – 500 (500/ 0); 7,0
Eynatten (1): Sportzentrum Eynatten/ Sporthalle (u.a. Handball HC Eynatten-Raeren) – 300 (300/ 0); 6,0
Hasselt (1): Zwembad Hasselt (u.a. Wasserball Waterpolo Hasselt) - 350 (250/ 100); 7,5
Mechelen (1): Schaatsbaan Ice Skating Center Mechelen (u.a. Eishockey Cold Play Mechelen) - 150 (30/ 120); 3,0
Wolvertem (1): De Sportschuur Wolvertem (u.a. Inlinehockey Wolvertem Psychos) - 96 (96/ 0); 4,0
Zutendaal (1): Sporthal Blookstraat (u.a. Lenaerts Zutendaal Futsal) - 200 (100/ 100); 5,0
Royal Spa FC v Stade Disonais (Belgian Provincial Division of Liege, at Geronstere Stadium)

Montag, 11. Juli 2016

W519 V: Der Präzisionssport unter den Motorradsportarten

FIM Trial World Championship Belgium Grand Prix in Comblain-au-Pont
- Datum: Sonntag, 10. Juli 2016 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: Internationale Wettkämpfe im Motorrad-Trial im Rahmen der FIM World Championship
- Ergebnisse: siehe http://www.belgiumworldtrial.be/
- Austragungsort: verschiedene Hänge, Waldwege und Berge in den Ortslagen Comblain-au-Pont, Mont, Sart und Poulseur
- Zuschauer: ca. 10.000
- Unterhaltungswert: 9,0/10 (Faszinierender Sport auf unglaublich spektakulären Strecken!) FIM Trial World Championship Belgium Grand Prix in Comblain-au-Pont Photos with English Commentary:
MOTORBIKE TRIAL: FIM TRIAL WORLD CHAMPIONSHIP BELGIUM GRAND PRIX

Bisher hatte ich noch nie einen Wettkampf live gesehen obwohl in Deutschland fast jedes Wochenende welche stattfinden: Trial-Sport. Beim Trial geht es darum, ein Fahrzeug (Motorrad, Fahrrad, Auto [oder Buggys/ Quads usw.] oder LKW) durch ein mehr oder weniger stark präpariertes Gelände zu lenken. Beim Motorradtrial darf man sich z.B. nicht mit dem Fuß abstützen, wenn man gerade über Steine und Felsen fährt und springt. Da es beim Trial im Gegensatz zum Straßenmotorradrennen oder sowas, nicht um Geschwindigkeit sondern um geschicktes Fahren geht, habe ich Trial als Präzisionssport unter den Motor- bzw. Radsportarten bezeichnet.

Trial ist aber sehr viel packender als anderer Präzisionssport wie Snooker, Darts oder Kegeln. Allerdings war der Wettkampf den ich in der belgischen Kleinstadt Comblain-Au-Pont (in den Ardennen südwestlich von Lüttich gelegen) besuchte natürlich auch fahrerisch Weltspitze und von der Streckenführung her schwer zu überbieten. OK, die 1. Sektion bestand „nur“ aus ein paar Felsbrocken auf einer ebenen Wiese und viele kamen noch ohne Fehlerpunkte durch. Aber bei der zweiten Sektion ging es nach 2,5km Überführungsstrecke einen felsigen Berghang mit Bäumen hoch und runter: teilweise wurde aus dem Stand oder mit Anlauf eine fast senkrechte Steigung von drei oder vier Metern Höhe mit dem Bike überklettert/ übersprungen. Sektion 3 schloss da gleich an und war ähnlich spektakulär. Auch die Sektionen 4 und 5 hatten es in ähnlichem Gelände echt in sich: fast senkrecht runter, nach 10m unten Haarnadelkurve und dann gleich den Steilhang hoch und zwischen zwei engstehenden Bäumen durch. Die Sektionen 6 bis 10 befanden sich in weiter entfernt liegenden Dörfern, sodass ich dann gleich die Schlusssektionen 11 und 12 besuchte. Die befanden sich am spektakulär über dem Ortskern thronenden Kirchberg, auf dem ein Friedhof mit Kirchturm liegt. Den steilen Hang musste man geschickt hochheizen. Das Ziel lag direkt an der Friedhofsmauer…

Trial gab es auch für die Zuschauer, was diesem Sport eine zusätzliche Faszination verschafft: man darf auf der Überführungsstrecke rumlaufen, wenn kein Fahrer kommt auch die Wettkampfstrecke kreuzen und v.a. überall neben der Strecke herumklettern. Klar, gerade die bescheuerten Belgier knickten auch ständig Äste ab um einen freien Fotowinkel zu haben oder verursachten Steinschlag mit Freeclimbing-Aktionen am Hang – aber beim Trial ist es wohl generell üblich, sich den besten Blick selber zu suchen. Dadurch ist gut die Hälfte der Zuschauerplätze nur für halbwegs sportliche Leute zugänglich…

Im Gegensatz zu meinen Befürchtungen wegen Belgiern und Organisiertheit: die Ordnungskräfte und Streckenposten waren sehr gut organisiert, nur gegen die Punktrichter gab es immer wieder Kritik. Und einzige organisatorische Schwächen waren die geringe Anzahl an Klos, die ausschließlich französischen Programmhefte und schlechte englische Version der Website, die eine falsche Anfangszeit (10 statt 9 Uhr nannte). Da ich Französisch wenigstens passiv halbwegs kann, war das kein Problem, ich finde es aber trotzdem zum Kotzen wenn keiner der wallonischen Verantwortlichen was anderes als Französisch kann. Wenigstens Englisch und Niederländisch sollten diese Analphabeten ja wohl hinkriegen… FIM Trial World Championship Belgium Grand Prix in Comblain-au-Pont Statistik:
- Grounds: 1.666 (zählt nicht in Statistik; diese Saison: 251 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.724 (1; diese Saison: 288)
- Tageskilometer: 310 (310km Auto)
- Saisonkilometer: 62.530 (40.470 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.440 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.100 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 61 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 519 Wochen.

Montag, 25. Januar 2016

W495II: Berühmte Namen im belgischen Fußball und Inlinehockey mit Puck

Psychos Wolvertem ......................................... 6
Eeklo Stars ..................................................... 21
- Datum: Sonntag, 24. Januar 2016 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: National 1 Inlinehockey (1. Belgische Inlinehockeyliga)
- Ergebnis: 5-21 nach 48 Min. (4x12) – Viertel: 0-5, 0-6, 3-5, 3-5
- Tore: 0-1 0.30 (13), 0-2 7.47 (13), 0-3 8.04 (56), 0-4 8.57 (56), 0-5 11.37 (13); 0-6 12.38 (55), 0-7 17.07 (55), 0-8 18.03 (4), 0-9 20.58 (88), 0-10 21.37 (56), 0-11 22.55 (55); 1-11 26.24 (Nr. 5), 1-12 27.31 (56), 2-12 28.14 (Nr. 25), 3-12 28.25 (Nr. 19), 3-13 29.35 (55), 3-14 31.24 (4), 3-15 33.27 (13), 3-16 34.29 (23); 3-17 37.03 (55), 3-18 39.04 (56), 3-19 40.23 (13), 4-19 40.55 (Nr. 29), 4-20 41.14 (25, Penalty), 4-21 43.18 (56), 5-21 47.22 (Nr. 28, Überzahl), 47.58 (Nr. 19)
- Zeitstafen: Nr. 4 (Eeklo Stars)
- Spielort: De Sportschuur Wolvertem (Kap. 96 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Extrem einseitiges, aber sehenswertes Spiel)

Royal Racing Club de Waterloo .................... 0
Koninklijke Sportkring Halle ........................ 3
- Datum: Sonntag, 24. Januar 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Promotion B Groupe B (4. Belgische Liga, Staffel B; 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 89 Min. (46/43) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 27 (8), 0-2 63. (12), 0-3 79. (12)
- Verwarnungen: Nr. 20 (Waterloo); Nr. 20 (Halle)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Complexe Sportif du Joli Bois, Terrain Synthetique (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Mäßig unterhaltsames Spiel) Inlinehockey: Wolvertem Psychos 6:21 Eeklo Stars Photos with English Commentary:
a) Football: Royal RC Waterloo v KSK Halle
b) Inline Hockey: Psychos Wolvertem v Eeklo Stars
c) Sightseeing: Brussel City, Beersel Castle, Leuven Old Town, Halle Old Town, Waterloo Lion Hill (Central Belgium)

Irgendwie hat es mich doch mal wieder nach Belgien verschlagen: die Hauptstadt kannte ich ja noch nicht… Also mal ein ordentliches Besichtungsprogramm zusammengestellt: erstmal ein Halt in Leuven, wo es ein sehr spektakuläres Rathaus das voller Steinmetzkunst ist, gibt. Die Kathedrale ist die übliche belgisch-niederländische Einheitsware. Andere Häuser sind größtenteils neueren Datums und oft sehr ergraut.

In Brüssel selber bot sich das gleiche Bild: ohne Sinn und verstand wurde da über die Jahrhunderte hinweg völlig uneinheitlich und kreuz und quer gebaut. Das einzige, was an Brüssel wirklich etwas Besonderes ist, ist der Grand Place oder Groote Markt – die goldverzierten Fassaden der Bürger- und Verwaltungshäuser sind schon herausragend!

Die moderne Architektur der Hauptstadt schaute ich mir nicht an, ich fuhr lieber durch heruntergekommene Vororte auf engen Kopfsteinpflasterstraßen auf denen die hektischen Einheimischen etliche Fast-Kollisionen fabrizierten, nach Beersel, wo eine schöne Wasserburg steht. Die war allerdings im Winter geschlossen. So schaute ich mir noch Halle (franzözisch „Hal“) an, wo es eine sehenswerte Kirche inmitten ziemlich mieser und heruntergekommener Bebauung gibt. In Waterloo bzw. Braine l’Allard schaute ich mir noch den berühmte Napoleonshügel mit der Löwenfigur drauf von unten an. Brussels In erster Linie war ich wegen eines Inlinehockeyspiels – warum im nächsten Absatz – in Belgien, aber da es so klangvolle Namen waren, die da um die Ecke lagen, tat ich mir die 4. Fußball-Liga an: Waterloo gegen Halle. Ja, das berühmte Waterloo mit der Schlacht, wobei alles im Nachbarort stattfand… Und weder Halle/ Saale noch Halle/ Westfalen – sondern das oben beschriebene Halle bei Brüssel bzw. Halle/ Vlaams-Brabant. Es gibt übrigens noch ein Halle bei Antwerpen (Zoersel/ Halle) und eines bei Zoutleeuw (Zoutleeuw/ Halle) was wiederum näher an Leuven, wo ich ja vorhin war, liegt.

Da das Spiel auf dem ausbautenlosen Kunstrasenplatz (der Hauptplatz ist allerdings nicht viel besser mit der kleinen Stehtribüne) stattfand, schaute ich kostenlos von außen zu – was auch einige Halle-Fans taten. Die Platz ist die letzte Scheiße, der Royal Racing Club Waterloo war zwar in der Anfangsphase besser, aber zeigte dann warum sie auf einem Abstiegsplatz in die Amateurliga sind. KSK Halle ging mit einem einfachen Kopfball in Führung und konterte in der zweiten Hälfte den Gastgeber locker aus: 0-3. Also wenn ich wirklich im Herbst von NRW wegziehe weil ich woanders eine Arbeitsstelle kriege, fahr ich bestimmt nicht mehr nach Belgien: überteuerter und uninteressanter Fußball in langweiligen Stadien – die sehenswerten alten Stadien, die sich auf einige Dutzend belaufen, werden viel zu unregelmäßig bespielt (meist 5. Liga abwärts immer Sonntag 15 Uhr); und das abzupassen, lohnt sich kaum… Royal Racing Club de Waterloo 0:3 Koninklijke Sportkring Halle Dann ging es nach Wolvertem nördlich von Brüssel weiter, wo meine 93. Sportart anstand. Inlineskaterhockey (oft kurz: Inlinehockey) ist ja in Deutschland v.a. in NRW gut verbreitet, aber Inlinehockey – was mit einem Puck statt dem Hockeyball und im Modus 4x12 Minuten effektive Spielzeit statt 3x20 gespielt wird und daher als gesonderte Sportart betrachtet werden muss; so wie Eishockey, Bandy, Feldhockey, Hallenhockey und Rollhockey ja auch weitere verschiedene Sportarten sind – gibt es in Deutschland nur in Düsseldorf. Und die Düsseldorfer, die irgendwie mit der DEG zusammenhängen, spielen nicht so regelmäßig und auch immer in BeNeLux mit. In Belgien hingegen gibt es zwei Ligen mit insgesamt 17 Teams.

Die Sporthalle „Sportschuur Wolvertem (Sportscheune Wolfsheim)“ entpuppte sich als extrem primitiver Schuppen mit Leichtzementblockwänden, Holzbanken, Blechdach und keinerlei Klimatisierung. Man konnte nur mit Jacke auf den kleinen Holztribünen in der zugigen Halle sitzen. Bei nur 18 Zuschauern war natürlich freier Eintritt. Das Spiel war aber nicht schlecht, nur leider war der Gast (3. von 9) dem Gastgeber (Vorletzter mit nur 2 Siegen, die jeweils gegen den Letzten erzielt wurden) sehr deutlich überlegen. Die Eeklo Stars schossen die Psychos Wolvertem bereits in den ersten 12 Minuten mit 0:5 ab. Dann hieß es 0:11 zum Seitenwechsel. Im dritten Viertel gelang auch Wolvertem mal etwas, nur trotz der Torerfolge in der Mitte des Spielabschnittes hieß es 3:16 vor der letzten Pause. Am Ende wurde es die höchste Saisonniederlage für die Psychopathen, obwohl sie in den letzten zwei Minuten noch mal ihre Treffer fünf und sechs erzielten: es hieß schließlich 6:21… Inlinehockey: Wolvertem Psychos 6:21 Eeklo Stars Statistik:
- Grounds: 1.538 (2 neue; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.580 (2; diese Saison: 144)
- Tageskilometer: 550 (550km Auto)
- Saisonkilometer: 36.720 (23.950 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.730 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.310 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 495.