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Mittwoch, 29. Dezember 2021

W3.0051V: Empty-Net-Tore gegen Empor, maskierte Cheerleader und nur Geimpfte im Gewächshaus – der zweite Weihnachtsfeiertag im Zeichen der Chinesengrippe

Telekom Baskets Bonn .................................... 115
Mitteldeutscher Basketball Club (Weißenfels) 90

- Datum: Sonntag, 26. Dezember 2021 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Basketball Bundesliga (1. Profibasketballliga)
- Ergebnis: 115-90 nach 40 Minuten (4x10) – Viertel: 29-19, 25-28, 36-18, 25-25
- Statistiken: https://www.easycredit-bbl.de/spiele/7ecc8387-2f94-46a9-b8fc-9e8abf6a2494#boxscore
- Austragungsort: Telekom Dome (Kap.: 6.000, davon 4.000 Sitzplätze – wegen der Coronahysterie heute auf 3.000 Zuschauer beschränkt)
- Zuschauer: 3.000 (davon mind. 10 Gästefans – wegen der Irrsinnsbeschränkungen ausverkauft bei 50% Auslastung)
- Spielbewertung: 7,5/10

Turn- und Sportverein Essen-Margarethenhöhe 31
SC Empor Rostock 2000 ....................................... 31

- Datum: Sonntag, 26. Dezember 2021 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: 2. Handball-Bundesliga (2. Profihandballliga)
- Ergebnis: 31-31 nach 60 Minuten (2x30) – Halbzeit: 12-14
- Statistiken: https://www.liquimoly-hbl.de/de/import/spiele/saison-2021-2022/2--bundesliga/19--spieltag--tusem-essen---hc-empor-rostock/
- Austragungsort: Sporthalle am Hallo (Kap.: 2.600, davon 2.278 Sitzplätze – wegen der Coronahysterie heute Stehplätze gesperrt)
- Zuschauer: 1.242 (davon mind. 30 Gästefans)
- Spielbewertung: 8,0/10 EssenPictures with English commentary:
a) Handball: TUSEM Essen vs. Empor Rostock
b) Basketball: Telekom Baskets Bonn vs. Mitteldeutscher BC
c) Ruhrgebiet: Essen (Isenburg castle ruin, Gruga-Park with green houses and gardens, Margarethenhöhe early 20th century working class settlement)

Die traditionellen Profispiele am Zweiten Weihnachtsfeiertag waren nach den zwei für Besuche genutzten sportfreien Weihnachtstagen wieder hochwillkommen. Praktischerweise spielten zwei Ostvereine 17 Uhr bzw. 20.30 Uhr – Empor Rostock in Essen und der MBC Weißenfels in Bonn; mit 1.45h Zeit zwischen beiden Spielen und vorab im Internet bestellten Karten war das kein Problem.
br/> Die Zeit vorm ersten Spiel nutzte ich für ausgedehnteres Sightseeing in Essen. Ist zwar eine hässliche Stadt, aber auch die hat schöne Ecken. Ich schaute mir erst das leider nicht im Spielbetrieb genutzte Stadion Schillerwiese vom PSV Essen an und lief dann von dort ans Nordufer des Baldeneysees, wo sich die gut aufgemauerten Ruinen der Isenburg befinden. Wie üblich natürlich in NRW: Irgendein Irrer hat da ein Haus in die Ruinen gebaut und dadurch ist nur die halbe Burg für die Öffentlichkeit zugänglich. In der Nähe befindet sich noch ein Burgstall: von der Wasserburg Vittinghoff sind nur der Graben und der Hügel erhalten. Auch unweit der Gruga befindet sich mit der Burgstelle von der Sommerburg ein weiteres Bodendenkmal.
Viel interessanter ist da natürlich die Gruga selber. Ideal: Für einige Tage ist der ausgedehnte Park mit Gewächshäusern (bis auf eins alle zugänglich) und Gartenanlagen kostenlos zu besichtigen. Im Foyer der Gewächshäuser hängen Sicherheitsleute herum, die den Impfausweis und den Perso prüfen – Gewächshaus nur für Geimpfte also... Ab und an laufen die „Ordner“ mal herum, nicht dass einer nen Kaktus ausgräbt oder nen Bonsai mitgehen lässt. Gutes Sortiment haben die da in der Gruga: teils über 100 Jahre alte Bonsai, teilweise als Wald in der Flachschale, auch gute Sukkulenten mit u.a. zwei Sorten Madagaskarpalmen, sehenswert sind auch die Baumfarne aus dem Bergnebelwald (tropisches Hochgebirge). Allerdings ist natürlich ein richtiger botanischer Garten wie Bonn, Jena, Halle oder gar Berlin spektakulärer, v.a. was die Gewächshäuser angeht. Die Gruga ist auf den Niveau eines kleinen botanischen Gartens wie dem in Rostock, welcher übrigens immer (und nicht nur zwischen Weihnachten und Neujahr) kostenlos zugänglich ist...
Interessant war dann noch ein Rundgang durch die erste Gartenstadt Deutschlands. Also vergleichbare Arbeitersiedlungen in Leuna oder Piesteritz sehen besser aus, doch die sehr graue Siedlung Margaretenhöhe, die für die arbeitende und schlecht verdienende Bevölkerung um 1910 herum erbaut wurde, hat einige interessante Bauten mit Verzierungen und eine schöne Symmetrie zu bieten. Da lohnt sich ein Spaziergang durch! TUSEM Essen 31:31 Empor RostockOb sich ein Spielbesuch bei TUSEM Essen – dem Turn- und Sportverein aus der Essener Margaretenhöhe, lohnt, muss jeder Fan selber entscheiden. Wahrheitswidrig schreibt TUSEM auf die Eintrittskarten, dass Bild- und Tonaufnahmen der Veranstaltung verboten seien, was ich noch nirgendwo beim Handball gelesen habe und ein unzulässiger Eingriff in die Kunstfreiheit wäre. Das Hausrecht, das von asozialen Veranstaltern, rassistischen oder anderweitig extremistischen Gastgewerbebetreibern oder ähnlichem Gesindel gerne zitiert wird, wenn man rechtswidrige Regeln aufstellen will, zieht hier nicht, da es nicht gegen andere Rechte verstoßen darf. Interessanter war jedoch, dass weder die Rostocker, die einige Fotos machten, noch ich, von den Ordnern behelligt wurden. Und diese aufgrund der grünen Pullover wie eine Mischung aus Weihnachtswichteln und Basiji-Milizen aussehenden Ordner belästigten andauernd Fans, deren Masken (angeblich) nicht richtig saßen oder die zu lange kauten, ehe sie wieder die Maske aufsetzten. Dabei gab es Ordner, die die Maske absetzten, um Fans deutlich zuzurufen, dass diese selbige aufzusetzen haben und mindestens einer genehmigte sich während der Ordnertätigkeit ein Bier. Gegen letzteres habe ich ja nichts, aber dann bitte nicht so ein affiges Korinthenkacker-Gehabe gegenüber den zahlenden Besuchern (und nicht zu knapp zahlenden Besuchern: sehr gut vergleichbare Plätze in Dormagen haben mich wenige Tage zuvor nicht 18,50€ sondern nur 15,50€ gekostet)! Als echt ganz die Basiji-Weihnachtswichtel – habe ich schon ewig nicht mehr erlebt, ein derartig blödes Verhalten von Vereinsleuten. Passt aber auch zu diesem Verein, den ich gerne in der 3. Liga oder noch weiter unten sehen würde. Zum Glück scheinen die wenigstens nicht wieder in die 1. Liga aufzusteigen.
Gegen den Tabellennachbarn Rostock gab es dann leider trotz fast ununterbrochener Führung der Gäste, die mit ein paar Dutzend Fans die über 500km angereist sind, noch einen Punktgewinn. Mitte der zweiten Hälfte bis zu 7 Tore Vorsprung für Empor Rostock, aber die ständigen Empty-Net-Goals ließen Essen zum Ausgleich kommen. Die packende und spannende Partie endete also 31:31. Wirklich auch hohes Niveau, ein sehr lohnender Besuch – aber ist der Empor-Trainer eigentlich komplett verblödet? Ständig nimmt der den Torwart raus um 7 gegen 6 Feldspieler oder bei Zwei-Minuten gegen Empor 6 gegen 6 zu spielen. Empor hat in diesen Phasen gerade einmal vier Treffer erzielt und einen Siebenmeter verursacht, der auch noch verworfen wurde. Sie haben aber 6 Empty Nets kassiert! Das ist nicht der verworfene Siebenmeter, das ist nicht die zu langsame Abwehr – nein, das ist die Taktik des Trainers, die hier zum Punktverlust geführt hat! Wer sonst noch fehl am Platze in der mit 1.200 Zuschauern halb vollen und phasenweise stimmungsvollen Halle (viel mehr hätten wohl auch nicht reingedurft) war, war das Schiedsrichtergespann. Wie die zwei Frauen da mit Siebenmetern und Strafen – u.a. eine lächerliche rote Karte wegen angeblich groben Fouls gegen Rostock – um sich warfen, hatte nichts mit 2. Bundesliga Männer zu tun. Die sollten lieber Frauenhandball pfeifen, wo das kleinliche zerpfeifen ja üblich ist... Telekom Baskets Bonn 115:90 Mitteldeutscher BC WeißenfelsDeutlich besser sah es mit den Schiris beim Basketball aus. Hier war nur der Zuschauerzuspruch etwas trostlos. Angeblich ausverkauft, mehr als 2.000 haben wohl nicht reingedurft, da nur ein Bruchteil der Stehplätze genutzt werden durfte. Damit war die Halle nur zu einem Drittel gefüllt. Sieben Hardcore-MBC-Fans, ich und noch ein oder zwei andere im VIP-Bereich hielten zu den Gästen. Erwartungsgemäß konnte der Sachsen-Anhalt-Vertreter, der mal wieder im hinteren Mittelfeld sich abmüht, nicht mit dem Meisterschaftsanwärter mithalten. Die ersten fünf Minuten ganz stark, dauernd in Führung – aber dann kamen die Telekom Baskets mit ihrem Spiel, tollen Dreipunktwürfen, rasantem Passspiel und einer wirklich eines Spitzenteams würdigen Leistung. Trotz gewonnenem zweiten Viertel und ausgeglichenem Schlussviertel war Bonn am Ende mit 25 Punkten (115:90) vorne.
Vor mir saß übrigens eine Bonner Familie, deren Vater mich in der Pause ansprach, da ich einen Hansa-Pullover anhatte. Wer nicht alles in Rostock studiert hat... Aber an seinem Beispiel sieht man auch, wie unattraktiv nach wie vor der Osten fürs Arbeiten ist. Gerade auch in Mecklenburg tut die Politik ja gegenwärtig wieder alles, um die arbeitswillige und arbeitsfähige Bevölkerung zu vergraulen.
Noch eine kuriose Beobachtung: Die Cheerleader hoppsten hier maskiert rum. Total pervers: Das ist Sportausübung und die müssen sich vermummen! In den USA habe ich nach Bildern gesucht und keine aktuellen mehr gefunden – einzig von 2020 gab es Bilder, wo maskierte Hupfdohlen z. B. beim Football auftraten. Schlimm, was den Damen und Mädchen hier in Deutschland bei der Ausübung ihres Sports angetan wird!
Nächste Woche dürfte es schwerer werden, die paar wenigen angesetzten Sportveranstaltung besuchen zu können – vielleicht am Montag schon oder am 31.12.; aber Lockdown und Sportverbot rücken näher, die Einschränkungen werden jedenfalls immer schlimmer, ohne dass diese wissenschaftlich, sozial oder gesamtgesellschaftlich zu rechtfertigen wären. Telekom Baskets Bonn 115:90 Mitteldeutscher BC WeißenfelsStatistik:
- Grounds: 2.977 (0; diese Saison: 163 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.292 (2; diese Saison: 192)
- Tourkilometer: 220 (220km Auto)
- Saisonkilometer: 32.720 (23.410 Auto, davon 4.480 Mietwagen/ 7.070 Flugzeug/ 2.210 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 64 [letzte Serie: 46, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 51 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Samstag, 25. Dezember 2021

W3.0050V: Profinachwuchs in Bochum, Niederrhein-Oberliga-Doppler und natürlich der SCM mit dem 15. Sieg in Folge

Bergischer HC (Solingen/ Wuppertal) .............. 24
Sportclub Magdeburg ......................................... 27

- Datum: Samstag, 18. Dezember 2021 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: 1. Handball-Bundesliga (1. deutsche Profihandballliga)
- Ergebnis: 24-27 nach 60 Minuten (2x30) – Halbzeit: 13-14
- Statistik: https://www.liquimoly-hbl.de/de/import/spiele/saison-2021-2022/bundesliga/16--spieltag--bergischer-hc---sc-magdeburg/
- Austragungsort: sogenannter PSD-Bank Dome (Düsseldorf; Kap.: 12.000 Sitzplätze, wegen der Coronahysterie auf irgendeine Fantasiezahl begrenzt)
- Zuschauer: ca. 3.000 (davon 2.964 zahlende, darunter ca. 500 Juniorenspieler und ca. 100 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

TSV Meerbusch 2015 ........................................... 3
Sportfreunde Niederwenigern 1924 .................... 0

- Datum: Samstag, 18. Dezember 2021 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Oberliga Niederrhein (5. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 94 Minuten (46/48) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 10. Fahrian, 2-0 44. Ayan, 3-0 91. van Santen
- Verwarnungen: 2x Meerbusch, 1x Niederwenigern
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Lank, Kunstrasen (Kap.: 650, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 103 zahlende, darunter ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 3,0/10

Fußballclub Kray 1909/31 ................................... 1
Ratinger Spielverein Germania 04/19 ................ 4

- Datum: Samstag, 18. Dezember 2021 – Beginn: 14.15
- Wettbewerb: Oberliga Niederrhein (5. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 93 Minuten (46/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 24. Misumi, 1-1 46 L. Bosnjak, 1-2 50. Demircan, 1-3 85. Ari, 1-4 89. Ilbay
- Verwarnungen: je 1x gegen jedes Team
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: sogenannte Kray-„Arena“ powered by irgendeiner Firma (Kap.: 1.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon 100 zahlende, darunter ca. 25 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

VfL Bochum 1848 (U14) ...................................... 1
Fortuna 1895 Düsseldorf (U14) ........................... 3

- Datum: Samstag, 18. Dezember 2021 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: U14-Junioren-Nachwuchsscup (1. Spielklasse der jüngeren C-Junioren U14/U15)
- Ergebnis: 1-3 nach 80 Minuten (4x20) – Halbzeit: 0-0 bzw. Viertel: 0-0, 0-0, 1-3, 0-0
- Tore: 0-1 45. NN, 0-2 52. NN, 0-3 54. NN, 1-3 57. XY
- Verwarnungen: 1x Bochum
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Nachwuchszentrum VfL Bochum, Kunstrasenplatz (Kap.: 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 25 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10 VfL Bochum U14 1:3 Fortuna Düsseldorf U14Pictures with English commentary:
Under-15 League: VfL Bochum vs. Fortuna Düsseldorf
5th Division in Essen: FC Kray vs. GSV Ratingen 04/19
5th Division in Meerbusch: TSVM vs. SF Niederwenigern
Handball Bundesliga 1: Bergischer HC vs. SC Magdeburg (in Düsseldorf)

Wegen der südafrikanischen Variante der Chinagrippe wird die Hysterie wieder angefacht und diverse Zwangsmaßnahmen, die auch mal wieder auf den Sportbetrieb abzielen, stehen im Raum. Doch in diesen letzten Tagen vor Weihnachten war noch mal richtig was los – zumindest in Berlin, Hamburg, Hessen und NRW. So blieb ich in meiner momentanen Gegend und sicherte mir Karten für die Handballbundesliga in Düsseldorf. Da das Spiel des SCM dort erst am Abend stieg, hatte ich noch Zeit zum Besuch von drei (!) Fußballspielen im Ruhrgebiet und der Niederrheinregion bei Düsseldorf. VfL Bochum U14 1:3 Fortuna Düsseldorf U14Spiel 1 stieg im Nachwuchsleistungszentrum des VfL Bochum. Dort war ich auch zu Lockdown-Zeiten trotz guter Zaunsicht noch nicht gelandet. Die Anlage ist von einem Park umschlossen und liegt unweit eines Naturschutzgebietes an dessen Rand ein Aussichtspunkt auf einer Halde liegt. Leider war es dunstig ohne Ende, sodass man dort nichts sah, obwohl der Dunst nicht schlimm genug war, als dass man ihn schon auf den Plätzen richtig wahrgenommen hätte. Besagte Plätze sind zwei Rasen- und ein Kunstrasenplatz. Alles ausbautenlos, teils Graswälle, ganz netter Baumbestand – außerhalb noch mal zwei Rasenplätze in einem Käfig über die Straße hinweg. Neben dem Kunstrasen gibt es ein kleines Vereinsheim mit den Kabinen. Eine freundliche VfL-Ordnerin ließ sich kurz den Passierschein vom RKI zeigen und dann durfte man auch in die Anlage rein. Mehrere offenbar ungeimpfte Elternteile schauten aber von draußen zu – geht in dieser Zweiklassengesellschaft ja nicht anders...

Die Paarung auf dem Plasteplatz lautete VfL Bochum U14 gegen Fortuna Düsseldorf U14. Die jüngeren C-Junioren-Teams der Profivereine spielen in einer eigenen Liga und dort eine etwas seltsame Spielzeit von 4x20 Minuten. In der ganz ansehnlichen Partie fielen nur im dritten Viertel Tore: Düsseldorf zog 0:3 davon und Bochum verkürzte zum 1:3 Endstand. FC Kray 1:4 Ratinger SV Germania 04/19Spiel 2 dann in Essen. Im Stadtteil Kray kann man z. B. auf einem Parkplatz voller Müll und Sperrgut stehen und dann 300m zur beengt gelegenen Sportanlage vom FC Kray, der sogenannten Kray-Arena, laufen. Völlig maßlose 9€ Eintritt, immerhin große und gute Eintrittskarten aber kein Programm. Immerhin kann man auch unters Tribünendach, denn der FC Kray hat so gut wie keine Fans. Auf dem Plasteplatz mit Plattenbaupanorama, vereinzelten Bänken und eben auch einer überdachten Tribüne mit Schalensitzen war mal wieder wenig los. Für die Oberliga Niederrhein ein klar unterdurchschnittlicher Besuch, für den Verein eher das Normale. Eine zweistellige Anzahl Besucher hielt es zudem mit dem stärkeren Gast aus Ratingen. Der führte zur Pause 0:1, kassierte nach dem Wiederbeginn aber überraschend schnell den Ausgleich. Wenige Minuten darauf brachen sie jedoch erneut durch die Krayer Abwehr und schraubten in der Schlussphase den Sieg auf ein 1:4. TSV Meerbusch 3:0 Sportfreunde NiederwenigernIn Meerbusch kostete dieselbe Liga inklusive Programm einen Euro weniger – die klapprige, billige Wellblech-Schalensitz-Tribüne am Kunstrasen ist aber auch weniger gut als die massivere Tribüne in Essen-Kray... Der Rasenplatz, der komplett ausbautenlos ist, wird eigentlich gar nicht mehr bespielt. Die Anlage insgesamt ist sehr mickrig, viel zu kleine Klos, ganz nettes Sportlerheim, aber da kenne ich selbst im Osten weit größere Bauten drei Ligen tiefer... Hier war der Sprecher lustiger als in Kray, rief da gegen Ende der Partie Fans, die angeschrieben (bzw. „noch offene Deckel“, also unbezahlte Rechnungen auf der Rückseite ihrer Bierdeckel vermerkt) hatten, dazu auf, das bitte heute noch im Sportlerheim zu begleichen...
Ich hatte nicht angeschrieben und holte mir auch nur am Imbisswagen neben dem Heim guter Krakauer und wenig überzeugende Currywurst mit Pommes.
Die Partie überzeugte auch nicht. Lag aber vor allem am Gast: Die Sportfreunde Niederwenigern spielten leider nur Schrott. Nach früher Führung und 2:0 mit fast dem Pausenpfiff schlief die Partie aber ein und erst in der Nachspielzeit hieß es 3:0.
Da war es mitunter interessanter, den Jugendspielern auf der Tribüne zuzuhören. Dümmliche aber verstehbare Jugendsprache mit „migrantischem“ Einschlag bei blondgelockten Randdüsseldorfer Rheinlandkindern, Anekdoten mit Polenböller aufm Schulklo und nicht zuletzt die Ergebnisse der stetigen Gehirnwäsche durch linksgrüne coronahysterische Lehrer: Ein noch ungeimpfter Jugendlicher wurde minutenlang genervt, warum er noch nicht geimpft ist... Bergischer HC 24:27 SC MagdeburgDann zügig über den Rhein und aufgrund der Parkgebühren am „Dome“ unweit vom OBI nahe besagter Multifunktionshalle auf kostenfreien Randstreifenstellplätzen geparkt. 10 Minuten zügiger Fußmarsch und an der für Handball des Bergischen HC völlig überdimensionierten Halle wieder mal den RKI-Passierschein, Personalausweis und diesmal auch die Print-at-Home-Tickets vorgezeigt. Letztere wurden dann ganz klassisch entwertet: Barcode rausreißen, da Scanner zur Entwertung des Codes nicht ging... Das passte irgendwie zur Veranstaltung. In Solingen oder Wuppertal hätten die die Halle wohl mit weniger Besuchern füllen können, aber am Ende hockte ich hier in Düsseldorf mit meiner Maske 6 Sitze nach rechts, mehrere Meter nach links zur Presseloge und 6 Reihen nach vorne von den nächsten Zuschauern entfernt, da sich nur knapp 3.000 Zuschauer die Paarung des Kunstvereins aus dem Bergischen Land gegen den Tabellenführer SC Magdeburg ansehen wollten. Warum genau, konnte ich nicht herausfinden. Tobias meinte: „Der scheiß Bergische HC hat keine richtigen Fans, Handball im Bergischen Land ist nur der VfL Gummersbach“ – das ist aber Fanbrille VfL... Glaubt man den Medien, muss es an der Vorsicht vor Corona liegen. Kann ich mir auch gut vorstellen, dass genug Handballfans so dumm sind und so einen Spielbesuch als lebensgefährliches Risiko ansehen. Also mein Anfahrts- und Fußweg zur Halle inklusive zwei Mal bei Rot über die Straßen gegangen war sicher gefährlicher, wobei ich genau geschaut habe beim Straßenqueren... Ein Kandidat wären noch horrende Ticketpreise. Wegen der Fotomöglichkeiten habe ich mir mal Kategorie 1 geleistet, ist ja fast Weihnachten, kann man mal 38,50€ hinlegen... Und ansonsten gibt es sicher welche, die befürchtet hatten, dass da eh kurz vorher die Zuschauer ausgesperrt werden oder ein Team wegen Corona absagen muss und dann diese Ansetzung schlicht vergessen haben. Jedenfalls muss ich nicht beschreiben, wie dürftig eine Kulisse von nicht einmal 3.000 Zuschauern, inklusive etwa 500 Jugendspielern mehrerer Handballvereine und gut 100 Gästefans, welche aber völlig chaotisch auf die Halle verteilt und ohne aktiven Anhang angereist waren und dementsprechend kaum zu hören waren, in einer Halle mit 12.000 Plätzen daherkommt...
Das Spiel selbst wusste zu gefallen, wichtig war vor allem der fünfzehnte Bundesligasieg in Folge für den SC Magdeburg. Das Team hat einfach einen tollen Lauf und ist endlich wieder auf dem Weg zur Meisterschaft. Da konnte auch der abstiegsbedrohte Kunstverein nichts daran ändern, auch wenn der BHC gut mithielt. Beim am Ende knappen aber trotz zwischenzeitlich geringer Führung der Heimmannschaft nie wirklich gefährdeten 24:27-Sieg muss man aber gerade aus Sicht eines Gästefans sagen: Bisschen mehr Bewegung hätte der Partie nicht geschadet, auch z. B. den letzten Angriff einfach mal mit Weitwurf aus der dritten Reihe abschließen, statt wieder Standhandball und dann Pille wegwerfen – einfach um den Zuschauern noch was zu bieten – wäre schöner gewesen. Keine Glanzleistung vom SCM, aber dennoch überzeugende Fortsetzung der Siegesserie und auf der anderen Seite respektable Leistung des Außenseiters!
Beim gastgebenden Außenseiter frage ich mich nur immer noch: seit wann liegt Düsseldorf eigentlich im Bergischen Land... Bergischer HC 24:27 SC MagdeburgStatistik:
- Grounds: 2.971 (3; diese Saison: 157 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.283 (4; diese Saison: 183)
- Tourkilometer: 290 (290km Auto)
- Saisonkilometer: 31.820 (22.540 Auto, davon 4.480 Mietwagen/ 7.070 Flugzeug/ 2.180 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 61 [letzte Serie: 46, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 50 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Freitag, 28. Mai 2021

W3.0021.II: Auswärtssieg durchs Fenster

TuSEM Essen ............................................... 26
SC Magdeburg ............................................. 31

- Datum: Donnerstag, 27. Mai 2021 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: 1. Handballbundesliga
- Ergebnis: 26-31 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 16-12
- Statistik: https://www.liquimoly-hbl.de/de/import/spiele/saison-2020-2021/bundesliga/31--spieltag--tusem-essen---sc-magdeburg/
- Austragungsort: Sporthalle am Hallo (Kapazität: 3.500, davon 2.800 Sitzplätze / derzeit wegen der Coronahysterie geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 60 (davon bis zu 10 Zaungäste)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel)
- Zaungastfreundlichkeit: 7,5 (Für eine Halle hervorragend – Sicherheitskräfte machen auch gar keinen Ärger...) TUSEM Essen 26:31 SC Magdeburg Photos with English Commentary:
a) 1st Division Handball: TuSEM Essen vs. SC Magdeburg
b) Essen: Stoppenberg churches, colourful hotel

Mal wieder ein total irrer Spielbesuch: Nach der Arbeit nach Essen gefahren, um dort Handballbundesliga durch die Scheibe zu gucken. Ein paar dutzend Privilegierte durften von drinnen zuschauen, ein paar wenige Hardcorefans, darunter ein bekanntes Gesicht, verfolgten die Partie zwischen TuSEM Essen und dem SC Magdeburg einfach durch die Fensterfront hinter dem einen Tor...

So kam ich in den Genuss, auch in dieser Scheißzeit mal den SCM wieder spielen zu sehen... Die erste Halbzeit war Essen jedoch überraschend die bessere Mannschaft und führte mit bis zu 5 Toren. SCM nach dem 3:3 nie vorne bis weit in die zweite Hälfte hinein. Dann kam aber ein Bruch in die Partie und die Magdeburger gingen nun immer wieder mit bis zu 5 Treffern in Front. 26:31 war der Endstand. Nicht unbedingt überzeugend vom Europapokalsieger, aber ein Pflichtsieg gegen überraschend starke Absteiger. TUSEM Essen 26:31 SC Magdeburg Statistik:
- Grounds: 2.790 (0; diese Saison: 132 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.073 (1; diese Saison: 190)
- Tourkilometer: 210 (210km Auto)
- Saisonkilometer: 45.160 (34.020 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.430 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 22 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 21 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 5. Mai 2021

W3.0017.II: Sonntags im Ruhrgebiet

Rot-Weiß Essen B ................................................... 1
Borussia Dortmund B ............................................. 3

- Datum: Sonntag, 2. Mai 2020 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (beide Teams B-Junioren-Bundesliga West)
- Ergebnis: 1-3 nach 83 Minuten (40/43) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 36. Ademi, 1-1 66. König, 1-2 73. Onofrietti, 1-3 77. Theocharis
- Gelbe Karten: 2x Essen
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Kunstrasenplatz 2 der Bezirkssportanlage Mitte II (Kap.: 1.000 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 80 (ca. 20 Offizielle innen, davon die Hälfte vom BVB und mind. 60 Zaungäste, davon ca. 15 Dortmunder)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Richtig gut und spannend
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,0/10 (Eine Hintertorseite hervorragend zum Zugucken geeignet, keine Sicherheitskräfte) Rot-Weiß Essen B 1:3 Borussia Dortmund B Photos with English Commentary:
a) Under-17 Friendly: RW Essen vs. Borussia Dortmund
b) Ruhrgebiet: Essen (Zeche Zollverein), Gelsenkirchen (Horst, Berge, Schalke)

Sonntag ging es wieder früh los. In der BSA Mitte II war schon gut eine Stunde vorher der Platz vorbereitet, wir spielten erstmal Tischtennis. Um 11 Uhr begannen dann die B-Jugendteams von Essen und Dortmund ihr Testspiel. Mittlerweile stand auch Tobias im Gestrüpp neben uns. Die Partie war richtig gut, doch überraschenderweise bestimmte Essen bis zur Pause alles. 1:0 war noch zu wenig. Dann kam Dortmund aber richtig ins Spiel und drehte mit teils herausragenden Toren die Partie noch auf 1:3. Rot-Weiß Essen B 1:3 Borussia Dortmund B Wir fuhren auf gut Glück nach Schalke, doch der Sportpark war bis auf den hintersten Kunstrasen völlig ausgestorben und da trainierten nur E-Jugendliche oder so. Also noch mal in die Sportanlage Offene Tür zum Tischtennis und dann zu den Wasserschlössern Berge und Horst. Danach besichtigten wir noch die Zeche Zollverein von außen. Essen Statistik:
- Grounds: 2.784 (0; diese Saison: 126 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.057 (1; diese Saison: 174)
- Tourkilometer: 220 (220km Auto)
- Saisonkilometer: 42.870 (31.920 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.210 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 17 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 21. April 2021

W3.0015.II: Test in Essen mit Radtour von Wülfrath aus

Rot-Weiß Essen A ................................................... 4
Viktoria Köln A ....................................................... 3

- Datum: Sonntag, 18. April 2020 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (beide Teams A-Junioren-Bundesliga West)
- Ergebnis: 4-3 nach 93 Minuten (45/48) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 2., 2-0 9., 2-1 30., 2-2 50. Elfmeter, 2-3 70., 3-3 84., 4-3 93.
- Gelbe Karten: 3x Essen
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Kunstrasenplatz 2 der Bezirkssportanlage Mitte II (Kap.: 1.000 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 35 (ca. 10 Offizielle innen und mind. 25 Zaungäste, jeweils fast ausschließlich Essener)
- Spielbewertung: 7,5/10 (Richtig gut und spannend
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,0/10 (Eine Hintertorseite hervorragend zum Zugucken geeignet, keine Sicherheitskräfte) Rot-Weiß Essen A 4:3 Viktoria Köln A Photos with English Commentary:
a) Under-19 Friendly: Rot-Weiß Essen vs. Viktoria Köln
b) Ruhrgebiet: Essen (Kupferdreh, Baldeneysee, Haus Scheppen, Hesperbach valley)
c) Bergisches Land: Schlupkothen, Aprath, Oberdüssel, Windrath and estates in Windrath area, Langenberg (Velbert)

Auch diesen Sonntag hieß es wieder: Rad ins Auto packen und los. Diesmal aber nicht so weit wie am vorigen Wochenende nach Bielefeld. Heute ging es nach Wülfrath. Der Parkplatz am Schlupkothen ist an Corona-Wochenenden mitunter überlastet, aber wenn man schon um 8.30 da ist, ist noch nichts los. Teils ganz gute Steigungen und ein langes Gefälle lagen auf dem Weg nach Essen. Im äußersten Süden gibt es mit dem Hesperbachtal ein landschaftlich schönes Bachtal. Einzelne Bergbau- bzw. Bahnrelikte stehen dort auch noch. Interessant ist auch das Wasserschloss Haus Scheppen, das vor allem als Yacht- bzw. Segelhafen dient. Rechts um den Baldeneysee herum und am hässlichen Rande der Innenstadt herum ging es zum Helenenpark. Wie zu erwarten war, echt ein „tolles“ Fahrerlebnis: kaum Radwege, holprige mehrspurige Straßen, überall sieht es gleich hässlich aus... Essen Im Helenenpark liegt eine Sportanlage mit zwei Kunstrasenplätzen (ausbautenlos) und einem Rasenplatz (wenige Stehränge und Laufbahn). Auf dem Kunstrasen II (dem Mittelplatz) finden öfters Jugendspiele von Rot-Weiß Essen statt. Man kann super vom Park aus das Spiel hinter dem Tor stehend verfolgen. Heute trafen die U19 von RWE und die U19 von Viktoria Köln aufeinander. RWE ging nach knapp zwei Minuten mit der ersten Szene in Führung – Ecke, Kopfball, Tor. Und traf in ähnlicher Weise nur einige Minuten darauf zum 2:0. Erst nach einer guten halben Stunde verkürzte der Gast.
Nach der Pause ging die Viktoria aber richtig gut ab: Ausgleich vom Punkt nach einem Foul und 2:3 flach ins lange Eck. In der Schlussphase drehte Essen die Partie jedoch noch mal: Rückpass abgefangen und ins Tor eingenetzt und in der Schlussminute noch das entscheidende 4:3 in einem richtig guten Spiel! Rot-Weiß Essen A 4:3 Viktoria Köln A Nach dem Abpfiff fuhr ich eine andere, aber nicht minder beschissene Strecke durch Essen ins Bergische Land. Dort wurde es merklich besser. Vor allem, wenn mal ein oder sogar zwei Kilometer keine Ortsdurchfahrt ist, ist das schon genial... Außerdem gibt es immer wieder Höfe oder einzelne Häuser in Dörfern im Fachwerkbaustil zu sehen – so z. B. in Windrath. In Oberdüssel gibt es auch interessante Kirch- und Klinikgebäude der Diakonissen und in Aprath schließlich ein schönes Kaiser-Wilhelm-Denkmal und ein sehr interessantes kleines Privatschloss im Burgenstil. Letzter Halt vorm Parkplatz waren dann die Weiler mit den schönen Namen Koxhof und Schlupkothen, wo es ein paar ansehnliche Gebäude gibt. Kurios: die Kirche von Schlupkothen wurde geschlossen und verkauft. Insgesamt geht der Ort anscheinend auch dem Abgrund entgegen: Auf der ganzen Strecke im Bergischen habe ich außer hier nie Leerstand wahrgenommen und auf Wikipedia heißt es: „Im Ortsteil befinden sich eine evangelische Kirche und die katholische Kirche St. Barbara, sowie ein Sportplatz.“ Dabei muss aber angemerkt werden: die evangelische Kirche wurde schon 2007 zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgewidmet, die katholische Kirche ist seit 2019 geschlossen und der Sportplatz liegt seit Jahren brach.

Apropos brachliegende Sportplätze. Anbei noch weitere Argumente, das völlig irrsinnige und gesundheitsgefährdende Vereinssportverbot sofort und nicht erst „in einigen Monaten“ wenn die Fantasiezahlen stimmen, aufzuheben: http://www.fussball.de/newsdetail/experte-warnt-vor-bewegungsmangel-pandemie/-/article-id/226600#!/ Aprath Statistik:
- Grounds: 2.781 (1; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.048 (1; diese Saison: 165)
- Tourkilometer: 210 (140km Auto, 70km Rad)
- Saisonkilometer: 41.510 (30.560 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.210 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 15 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 1. März 2021

W3.0008.III: Einseitiges Testspiel am Hallo

Sportgemeinschaft Essen-Schönebeck 19/68 (FR) 6
BV Borussia Bocholt 1960 (FR) ............................. 0

- Datum: Freitag, 26. Februar 2021 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel 1. Frauenfußballbundesliga gegen 2. Frauenfußballbundesliga Nord
- Ergebnis: 6-0 nach 92 Minuten (47/45) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 35. Laurier, 2-0 36. Wamser, 3-0 64. Baijings, 4-0 76. Klasen, 5-0 88. Baijings, 6-0 Anyomi
- Gelbe Karten: NN (Bocholt)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: BZA Am Hallo, Stadion (Kap.: 3.800, davon 800 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 20 (ca. 18 Offizielle innen und 2 Zaungäste)
- Spielbewertung: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,0/10 (Gute Sicht und Fotomöglichkeiten hinter einem Tor direkt über den Zaun hinweg, keine Sicherheitskräfte) SG Essen-Schönebeck 6:0 Borussia BocholtPhotos with English Commentary:
Women’s Football in Essen: SGS Essen defeat Borussia Bocholt

Auch am Freitag ging es zum Fußball – fast wie in alten Zeiten, nur eben auch heute wieder von außen, was ich vor der Chinagrippehysterie so gut wie nie gemacht habe. Vor ein paar Wochen war das ausnahmsweise dort angesetzte Bundesligaspiel wegen Schnee ausgefallen, doch auch an diesem Freitag wichen die SGS Essen Frauen auf den Rasenplatz am Hallo aus. Diesmal ein Testspiel: gegen Zweitligist Borussia Bocholt.

Die Sportanlagen Am Hallo ist eine der schönsten, wenn nicht sogar DIE schönste von Essen: steht man oben, hat man einen Blick zur Zeche Zollverein, über die Sporthalle hinweg in Richtung einiger Kirchtürme und wenn man unten ist, hat man eine wirklich formschöne Tribüne – zwar mit Schalensitzen, aber älterer Bauart. Gegenüber gibt es auch einige Stehstufen.

Außer ein paar vermeintlichen Offiziellen waren nur ein Lindlarer Hopper und ich zugegen. Vor einer totenstillen Kulisse kickten also die Mädels aus Essen und Bocholt. Das Spiel war nicht so herausragend. Bocholt völlig unterlegen, Essen zeigte aber wenig. 2:0 durch einen Doppelschlag bei Pause. In der besseren zweiten Hälfte zog Essen dann auf 6:0 davon.

Mit dem Hoppingkollegen besprach ich während des Spiels auch aktuelle Themen. Keiner der beiden Vereine äußert sich kritisch zur Zerstörung des Sports durch die Politik, aber die Stimmen gegen diesen kranken Irrsinn von Merkel und Co. werden immer lauter – leider nur viel zu spät, wie wir beide befanden. Ein Beispiel aus Thüringen für eine vernünftige Position: https://www.fupa.net/berichte/tsv-langewiesen-liebe-politik-wir-brauchen-keine-statistiken-2758378.html und ein weiteres aus demselben von einem, wie wir fanden „bis auf die Knochen verlogenen und rückgratlosen Westkommunisten“ geführten Bundesland, diesmal ein Vorschlag für die Rettung der Saison inklusive dem In-den-Griff-Kriegen der ständigen Ausfallseuchen aufgrund idiotischer Gemeindeverantwortlicher: https://www.fupa.net/berichte/verbandsliga-thueringen-vorschlag-saison-an-das-kalenderjahr-2758373.html SG Essen-Schönebeck 6:0 Borussia Bocholt Statistik:
- Grounds: 2.772 (1; diese Saison: 114 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.020 (1; diese Saison: 138)
- Tourkilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 36.210 (25.760 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.610 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 12/ dann 2x 0-0 in Folge, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 8 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 8. Januar 2019

W649II: Hallenfußball in Essen

25. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball, Qualifikationsrunde Nord/ Gruppen 3 bis 6
- Datum: Samstag, 5. Januar 2018 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Qualifikationsrunde zum Finale der Essener Stadtmeisterschaften im Hallenfußball (mit Teilnehmern aus: Oberliga Niederrhein, Bezirksliga, Kreisliga A, Kreisliga B d.h. 5. und 7.-9. Liga/ 1. und 3.-5. Amateurliga)
- Ergebnisse Gruppe 3: BV Altenessen 1-3 Barisspor, Essen West 2-0 DJK Dellwig, BV Altenessen 0-2 Essen West, Barisspor 2-2 Essen West, DJK Dellwig 4-3 BV Altenessen (1. Essen West 6-2/ 7; 2. Barispor 6-4/ 5; 3. DJK Dellwig 5-4/ 6; BV Altenessen 4-9/ 0)
- Ergebnisse Gruppe 4: GTSV 4-2 TuS Holsterhausen, TUSEM 3-1 Vogelheim, GTSV 2-1 TUSEM, TuS Holsterhausen 1-4 Vogelheim, TuS Holsterhausen 1-1 TUSEM, Vogelheim 2-0 GTSV (1. Vogelheim 7-4/ 6; 2. GTSV 6-5/ 6; 3. TUSEM 5-4/ 4; 4. TuS Holsterhausen 4-9/ 1)
- Ergebnisse Gruppe 5: Schonnebeck 8-0 Juspo Altenessen, SC Frintrop 2-3 Saloniki, Schonnebeck 3-2 SC Frintrop, Juspo Altenessen 1-3 Saloniki, Juspo Altenessen 0-7 SC Frintrop, Saloniki 1-0 Schonnebeck (1. Saloniki 7-3/ 9; 2. Schonnebeck 11-3/ 6; 3. SC Frintrop 11-6/ 3; 4. Juspo Altenessen 1:18/ 0)
- Ergebnisse Gruppe 6: Katernberg 4-1 Schönebeck, Croatia 1-2 Adler Union Frintrop, Katernberg 1-1 Croatia, Schönebeck 3-1 Adler Union Frintrop, Schönebeck 3-1 Croatia, Adler Union Frintrop 3-1 Katernberg (1. Schönebeck 7-6/ 6; 2. Adler Union Frintrop 6-5/ 6; 3. Katernberg 6-5/ 4; 4. Croatia 3-6/ 1)
- Austragungsort: Sporthalle Bergeborbeck (Kapazität: 600, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 550
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Essener Stadtmeisterschaft, Qualifikation Nord in Bergeborbeck Photos with English Commentary :
Indoor Football Tournament: Essen City Championships, Qualifying Round in Bergeborbeck

Eine der vielen Hallenstadtmeisterschaften in NRW ist jene in Essen. Dort hatte ich bisher noch kein Spiel gesehen, also besuchte ich mal ein Qualifikationsturnier an diesem Samstag. Die Quali-Runden werden normalerweise in nur zwei Hallen ausgetragen, die Zwischen- und Finalrunden sind dann in der großen Halle am Hallo, wo ich schon mal beim Basketball war. Dort spielen auch die Zweitligahandballer von TUSEM. Zurück zur Qualirunde: die ist nach Nord und Süd geteilt. Essen ist so wie so meist nach Nord und Süd geteilt. Da der Norden die versiffte Problemecke ist, besuchte ich natürlich da das Turnier...

Für nur 4€ Eintritt gab es 24 Spiele zu je 1x15 Minuten. Der Modus ist aber aufgedunsen: zu viele Spiele, zu kurze Spiele und dann qualifizieren sich 3 und 4 Teams, zudem störte der Schwachsinn, dass auf einer Seite mit Bande gespielt wurde (eigentlich mit Wand) und bei den anderen Seiten nicht. Der Modus ist in Dortmund definitiv viel besser als in Essen. Wer trotzdem dort hin will: es gibt eine gute Seite zu den Turnieren: https://hallenfussball-essen.com/ Essener Stadtmeisterschaft, Qualifikation Nord in Bergeborbeck In der Qualifikationsgruppe 4 setzten sich Vogelheim, der GTSV (der Gehörlosen-TSV spielt sowohl in einer Freizeitliga für Gehörlose als auch in der Kreisliga B im regulären Spielbetrieb mit) und TUSEM (Fußballabteilung) durch. Nur TuS Holsterhausen schied aus.
Gruppe 5 wurde von Saloniki dominiert. Schonnebeck kam durch eine skandalöse und zu kleinen Tumulten führende Schiedsrichterleistung auf Platz 2 vor den SC Frintrop, Juspo Altenessen schied mit 1:18 und 0 Punkten völlig überfordert aus.
Gruppe 6 wiederum war eigentlich sehr ausgeglichen und Schönebeck kam trotz hoher Auftaktniederlage gegen den 3. auf Platz 1. Auch Adler Union Frintrop und Katernberg, die so stark angefangen hatten mit dem 4:1 über den Gruppensieger, aber dann v.a. mit Geschrei auf sich aufmerksam machten, qualifizierten sich. Croatia schied etwas unglücklich aus.

Insgesamt ein lohnendes Turnier, aber alles in allem bei weitem nicht so lohnend wie die Dortmunder Stadtmeisterschaft. Auch die Gelsenkirchener und Lünener Variante fand ich besser. Der Modus gehört einfach dringend überarbeitet! Aber ich werde mir nächstes Jahr sicherlich mal ein Turnier im Süden angucken. Oder das Finale – [Link zur WAZ] vielleicht geht es da mal wieder etwas emotionaler zu wie im letzten Jahr... 

So wie ich gekommen war, fuhr ich auch wieder zurück: vorbei an grauen, hässlichen Wohnblocks, Spelunken, Glücksspiel- und Sexetablissements auf die Autobahn. Essen-Nord sieht schon übel aus: dominiert von ungebildeten Migranten und genauso ungebildeten Deutschen [Link zum Tagesspiegel-Artikel: "...im abgehängten Westen"]. Essener Stadtmeisterschaft, Qualifikation Nord in Bergeborbeck Statistik:
- Grounds: 2.322 (1; diese Saison: 110 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.507 (1; diese Saison: 123)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 42.400 (21.620 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 649 Wochen.

Freitag, 27. Mai 2016

W513II: Fronleichnamstag in Kupferdreh

ETB Schwarz-Weiß Essen C II ...................... 3
DJK Blau-Weiß Mintard C ............................ 1
- Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Entscheidungsspiel C-Junioren Kreisleistungsklasse Essen Süd-Ost (3. U15-Liga)
- Ergebnis: 3-1 nach 73 Min. (35/38) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 45. Schlunken, 1-1 51. Nr. 6, 2-1 63. Nr. 11, 3-1 73. Nr. 6
- Verwarnungen: Nr. 5, 6 (ETB SW)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Wilhelm-Haneke-Stadion (Kap. 2.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 70 ETB- und 50 DJK-Anhänger)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Ein würdiges Entscheidungsspiel!)

63. Kupferdreher Ruder-Regatta am Fronleichnamstag
- Datum: Donnerstag, 26. Mai 2016 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: Nationale Ruderregatta (Sprint und Slalom, Altersklassen)
- Ergebnisse: http://www.tvk-essen.de/sportveranstaltungen/ruder-regatta/
- Austragungsort: Ruderstrecke des TV Kupferdreh Essen auf dem oberen Baldeneysee (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50
- Unterhaltungswert: 2,5/10 (Zuschauerunfreundliches, eher ödes Event) Rowing regatta on Baldeneysee Photos with English Commentary:
a) Rowing: Corpus Christ regatta in Essen-Kupferdreh on Lake Baldeney
b) Football: ETB Schwarz-Weiß Res. def. DJK BW Mintard, U15-League Play-off

Der namentlich schönste Essener Ortsteil heißt Kupferdreh. Dass ich mich gerade dort zu Fronleichnam aufhielt, war der Ruderregatta auf dem oberen Baldeneysee (nicht auf der historischen Regattastrecke weiter südwestlich, wo ich schon Kanupolo geguckt habe) geschuldet: ich brauche nämlich noch Fotos von Sportarten, die ich das letzte Mal mit einer alten, schlechten Kamera oder ganz ohne Fotos besucht habe. Da nun Straßenradsport und Rudern abgehakt sind, muss ich nur noch nächstes Wochenende mal zum Feldhockey. Ich weiß auch schon wo…

Also zu der Ruderregatta will ich nicht viele Worte verlieren: vor allem der Sprint ist ja interessant – aber wenn man irgendwo im Gebüsch am Ufer hockt oder auf der Brücke steht, hat man nicht die beste Sicht und brauchbare Informationen wer da fährt hat man auch nicht. Also vielleicht mal Ruder-Bundesliga gucken – aber so eine stinklangweilige Regatta wie diese zu Fronleichnam wird auch durch die vorbeziehende Prozession nicht interessanter. Under-15: ETB Schwarz-Weiß Essen II 3:1 DJK Blau-Weiß Mintard Nach wenig mehr als einer Stunde ging mir der Ablauf so auf den Sack, dass ich aufm Smartphone nach Fußballspielen suchte. Es fand sich tatsächlich nur 500m entfernt im Stadion von SG Kupferdreh-Byfang ein C-Junioren-Spiel, das es in sich hatte: Aufstiegsspiel in die Niederrheinliga – durch dutzende Qualigruppen steigen aus den noch mehr dutzenden Kreisen mindestens je eine Mannschaft auf: Spielmodus wie sonst nur in Entwicklungsländern mit schlechter Infrastruktur oder Sicherheitsproblemen – also genauer ein Aufstiegsspiel zu einer Qualigruppe der U15-Niederrheinliga.

Auch das Stadion lohnte sich: Auf einer Seite hinterm Tor nur Fangzaun und Gestrüpp, doch auf der anderen ein schöner abgetreppter Hang mit Bänken. Auf der einen Längsseite baumumstandene Stehstufen, auf der anderen ein paar Parkbänke vorm wuchtigen historischen Vereinsheim mit Turnhalle. Der Eingangsbereich ist auch ganz schön gestaltet.

Auf neutralem Platz trafen hier die C-2 vom Essener Turnerbund Schwarz-Weiß und die C-1 der Deutschen Jugendkraft Blau-Weiß Mintard aufeinander. Ein ausgeglichenes, spannendes, gutklassiges und mit etlichen Torszenen gesegnetes Entscheidungsspiel! Es dauerte allerdings bis 10 Minuten nach der Pause, ehe ein Tor fiel: nicht unverdient ging Mintard mit einem schönen Freistoß hoch ins lange Eck in Führung. Kurz darauf ein sehr zweifelhaftes Tor: der Mintard-Torwart schien die Pille sicher gehabt zu haben, als er über die Linie gerempelt wird, dabei den Ball verliert und dieser ins Netz geschossen wird. Der Schiri zählte den Treffer. Danach drehte Schwarz-Weiß Essen aber auch auf und kam noch zu zwei blitzsauberen Toren. 3:1 und am Ende doch ein verdienter Sieg vom ETB. Mintard baute einfach ab – über den Schiri brauchen die sich da nicht beschweren. Sie taten es allerdings auch nicht so laut – also warum da eine Motorradstreife der Polizei in der Schlussphase zuguckte, war mir nicht klar…

Ich ging noch unweit vom Bahnhof Kupferdreh Essen (große Auswahl: deutscher Schnitzelimbiss (City Grill), Asiate, zwei Döner (in dem Ada Grill bekam ich sehr gute Sachen)) und fuhr dann über Wuppertal zurück nach Bonn. Dort warteten dann dieser Bericht, die dazugehörigen Bilder sowie ein weiteres Kapitel meiner Masterarbeit und eine e-plus-Internetstörung auf mich… NB: Daher kann derzeit die Lister der Spiele und Grounds nicht aktualisiert werden und Berichte und Bilder kommen evtl. auch verspätet. Under-15: ETB Schwarz-Weiß Essen II 3:1 DJK Blau-Weiß Mintard Statistik:
- Grounds: 1.638 (2 neue; diese Saison: 223 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.689 (2; diese Saison: 253)
- Tageskilometer: 250 (240km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 56.810 (37.330 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 7.460 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.500 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 41 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 513 Wochen.

Samstag, 18. Juli 2015

W468VI: Indianisches Hockey in Essen

6. Glück Auf Cup im Lacrosse (ausgerichtet von den Ruhrpott Pirates im Essener Turn- und Fechtverein)
- Datum: Samstag, 18. Juli 2015 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: Internationales Lacrosseturnier (Teilnehmer jeweils aus den oberen Ligen Deutschlands, Frankreichs, der Niederlande und Belgiens)
- Ergebnisse: folgen auf der Vereinsseite des Ausrichters https://www.facebook.com/GluckAufCup
- Spielort: Hockeyanlagen des ETuF (Kap. Rasenplatz: 1.000 Stehplätze, Kap. Kunstrasenplatz: 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: max. 50 (überwiegend spielfreie Aktive)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Offenbar recht unterschiedliche Leistungsniveaus bei den Männern, enge Spiele bei den Frauen: insgesamt eine interessante und sehenswerte Sportart, bei der das Zuschauen nur aufgrund der schlechten Sichtbarkeit des Balles mitunter nervt) Glück Auf Cup Essen 2015 Photos with English Commentary:
International Lacrosse Tournament: Glück Auf Cup in Essen

Diese Saison schon 16 neue Sportarten! Man merkt doch den Umzug nach NRW, wo wichtige nationale und internationale Wettkämpfe in deutschlandweit verbreiteten Randsporten viel eher als im Osten stattfinden und auch Einwanderer und Studenten die ungewöhnlichsten Sportarten eingeschleppt haben...

Durch Austauschschüler ist in den 90ern/2000ern die indianische Hockeyvariante Lacrosse nach Deutschland gekommen. Bundesligateams gibt es zwar auch in Berlin und Dresden, aber im Sommer ist bei verschiedenen Turnieren in NRW mehr los. So z.B. in Essen, wo am Baldeneysee auf dem Gelände des Essener Turn- und Fechtvereins (ETuF) – rechts von der Regattastrecke und den Tennisplätzen befindet sich eine Feldhockeyanlage mit Rasen- und Kunstrasenplatz, letzterer auch mit Ausbau (vier Stehstufen auf einer Seite) – seit 6 Jahren immer im Sommer ein zweitägiges internationales Turnier ausgetragen wird.

Außer Essen und anderen NRW-Teams (Münster, Dortmund, Bonn) waren auch Berliner, Münchener, Niederländer, Belgier und Franzosen zu Gast. Die Spiele, die ich mir in dieser recht spektakulären, aufgrund der Form der Schläger, mit denen der Ball getragen werden kann, aber teilweise unübersichtlichen Sportart (wer hat denn nun den Ball im Korb? ist da oft die Frage für den Zuschauer), angesehen habe, waren folgende:
Bei den Frauen, die weitestgehend ohne Körperkontakt und daher auch ohne solche Schützer wie die Männer spielen, besiegte Schwarz-Weiß Köln Viktoria Berlin mit 7:6 (jeder Treffer ins quadratische Tor zählt einen Punkt) und Tilburg Lacrosse (Niederlande) gewann 5:3 gegen Paderborn Hornets.
Bei den Männer, die mit vielen Tacklings (bei diesem Turnier aber rechts zurückhaltend, wenn ich mir mal so Internetvideos von bedeutenderen Wettkämpfen anschaue...) spielen, siegte Hamburg Lacrosse mit 9:5 über Goldmembers (Maastricht, Niederlande – nicht wie bei den ohnehin oft nicht informierten Turnierorganisatoren oft fälschlich zu hören war „Belgien“), Victoria Berlin schoss den völlig chancenlosen Gastgeber Ruhrpott Pirates ETuF mit 8:1 ab und eine Spielgemeinschaft aus Schwarz-Weiß Köln und Delft (Niederlande) gewann gegen die französische Mannschaft The Braine Lions mit 7:4.

Das Turnier ging noch einige Stunden länger und auch noch den ganzen Sonntag über, aber für Lacrosse reichte es mit erstmal. Sicherlich werde ich aber nächste Saison mal Bundesliga irgendwo gucken: da hat man dann längere Spielzeiten (bei den Männern glaube ich 4x20, statt wie bei diesem Turnier 2x18) und wahrscheinlich noch mehr Action als bei diesem trotzdem lohnenswerten Turnier am Baldeneysee unterhalb der Villa Hügel! Glück Auf Cup Essen 2015 Statistik:
- Grounds: 1.409 (2 neue; diese Saison: 254 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.428 (1; diese Saison: 316)
- Tageskilometer: 210 (200km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 62.830 (47.170 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.470 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.900 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 468

Montag, 6. Juli 2015

W466I: Saisoneröffnung bei Rot-Weiß Essen

FC Rot-Weiß Essen ................................................. 1
Auf Asche Top-Elf 2015 .......................................... 0
- Datum: Freitag, 3. Juli 2015 – Beginn: 19.40
- Wettbewerb: Benefizspiel (Regionalliga West gegen Amateurauswahl 5.-6.Liga)
- Ergebnis: 1-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tor: 1-0 30. Tobias Steffen
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: BZA Bäuminghausstraße (Kap. 7.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 3.000 (davon 2.700 zahlende)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Normales Testspielniveau)

Auf Asche Allstars ................................................. 5
Sport Duwe Trainer-Auswahl .............................. 3
- Datum: Freitag, 3. Juli 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Benefizspiel (Alte Herren gegen Freizeitmannschaft)
- Ergebnis: 5-3 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 9. Peter Maubach, 2-0 19. David Odonkor, 3-0 39. Peter Maubach, 4-0 43. Andreas Stader, 4-1 43. Herolind Vladi, 4-2 44. Sascha Hense, 5-2 46. David Odonkor, 5-3 49. Issam Said (Foulelfmeter, TW)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: BZA Bäuminghausstraße (Kap. 7.000 Stehplätze)
- Zuschauer: zwischen 300 und 1.500
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Munteres Altherrenspiel) Rot-Weiß Essen v Auf Asche Photos with English Commentary:
Charity Matches in Essen: Rot-Weiß Essen v Amateur Selection, and Veterans‘ Friendly Match

Langsam geht das Semester zuende und die letzten beiden sowie die kommenden vier Wochen werden v.a. Randsportarten und nicht Fußball besucht. Ab und an gibt es aber Test- und Pokalspielbesuche bzw. dann mit Beginn des Ligenbetriebs wieder eine etwas höhere Anzahl an Fußballberichten.

Zum Ende der Woche bot sich auch mal ein Schwimmbadbesuch mit Kommilitonen an: genial, wenn einer eine Freikarte mit 15 verbliebenen Besuchen hat und drei Leute mit rein können, wenn man die Karte immer wieder weiter reicht... Nicht so genial war das Schwimmverhalten eines Jungen, der vom Bademeister reanimiert und dann – immerhin bei Bewusstsein – im Rettungswagen weggebracht werden musste. Da Badegäste oft ziemliche Spacken sind, verbreitete sich schnell das Gerücht, der Junge sei ertrunken und plötzlich standen – als ob nicht einer zur Unfallzeugenvernehmung gereicht hätte – zwei Polizeistreifenwagen am Beckenrand...

Am Freitagmittag musste ich mal wieder frisch gewaschene Wäsche mangels Trocknungsmöglichkeiten zuhause in einem der in NRW sehr verbreiteten Waschsalons zum Trocknen bringen. Dort traf ich zwei Bosnier – der ältere Tourist und nur bis August im Lande, der jüngere Bauarbeiter (schien allerdings schwarz zu arbeiten, aber egal) – die beide gut Englisch sprachen. Als ich dem älteren seine Frage nach meinem Studium beantwortet hatte, ging es schnell auf Arabisch weiter: denn er sprach fließend Hocharabisch, was in Bosnien trotz 45% Muslime eher selten ist.

Freitagabend war Inlinehockey in Essen geplant, aber das Spiel wurde am Vormittag wegen der hohen Temperaturen in der nicht klimatisierten Halle abgesagt. Aber wenn ich schon „Wohnbau-Arena“ höre: so beschissen wie die Halle heißt sieht sie auch aus und unklimatisiert wie die schlechtesten Buden die die Wohnbau eG Essen anbietet, ist sie auch... Auf Asche Allstars v Sport Duwe Trainerauswahl Ich fuhr dann trotzdem nach Essen, denn nach einem Blick bei fussball.de und zwei weiteren auf die Vereinsseite von Rot-Weiß Essen bzw. die Magazinseite von Auf Asche war klar, dass sich ein Besuch in der BZA Bäuminghausstraße lohnen würde: „Traditionell bekommen es die Rot-Weissen im ersten Vorbereitungsspiel auf Essener Boden mit der Auf Asche-Auswahl zu tun. Auch am heutigen Freitag geht es an der Bäuminghausstraße wieder gegen die besten Amateurkicker der Ruhrmetropole.“

Noch schnell ne Calzone in der Pizzeria an der Hauptstraße vorm Stadion reingezogen und dann bei ekelhaft schwülen Temperaturen 7€ abgedrückt. Dann stieg bereits um 18h ein Vorspiel: die Auf Asche Allstars traf auf die Sport Duwe Trainer-Auswahl. Die Altherrenkicker kannte ich alle nicht, mit Ausnahme natürlich von David Odonkor (Allstars), der früher u.a. für Borussia Dortmund in der Bundesliga vor den Ball trat. Der machte auch zwei schöne Treffer beim unterhaltsamen 5:3-Sieg seiner Mannschaft.

Für das Hauptspiel zwischen Rot-Weiß Essen (Regionalliga) und der Auf Asche Top-Elf fanden sich dann rund 3.000 Zuschauer im Stadion Bäuminghausstraße, das erst letztes Jahr von einer der übelsten Bruchbuden NRWs zu einem nach wie vor interessantem, aber jetzt recht gepflegten Stadion mit 7.000 Stehplätzen (davon 1.000 überdacht) umgebaut wurde.

Das Spiel fand auf dem üblichen Testspielniveau statt; nicht schlecht, aber natürlich keine größere Action auf dem Feld, mehr schöne Kombinationen als harte Zweikämpfe und die Halbprofis von Rot-Weiß trafen auch nur einmal zum Siegtor.

Also 7€ war der Kick natürlich nicht wert, aber für das Stadion hat es sich gelohnt und auf der Website stand auch klarstellend Folgendes: „Wie in jedem Jahr wird der Reinerlös der Veranstaltung an den gemeinnützigen Verein Förderturm e.V. gespendet. Der Förderturm setzt sich für benachteiligte Essener Kinder ein und unterhält Einrichtungen, in der Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung gefördert werden.“ Rot-Weiß Essen v Auf Asche Statistik:
- Grounds: 1.392 (1 neuer; diese Saison: 237 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.413 (2; diese Saison: 301)
- Tageskilometer: 200 (200 Auto)
- Saisonkilometer: 61.510 (46.660 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.130 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 88 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 466

Sonntag, 24. Mai 2015

W460IV: Kanupolo in Essen auf dem Baldeneysee unterhalb der Villa Hügel

44. Internationaler Deutschland-Cup im Kanupolo
- Datum: Sonntag, 24. Mai 2015 – Beginn: 7.30, Ende 21.00
- Wettbewerb: Internationales Turnier im Kanupolo für Männer-, Frauen- und Juniorenteams
- Ergebnisse: siehe http://www.rouvenkroth.com/KRM/44th-international-deutschland-cup-2015/
- Spielort: Regattastrecke Baldeneysee Essen (Kap. 3.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: 500 bis 1.000
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Mittelmäßige bis Weltklasse Spiele in allen Kategorien) Canoe Polo: 44th International Cup of Germany in Essen (Baldeneysee) Photos with English Commentary:
a) CANOE POLO: International Tournament in Essen with Clubs from Germany, Great Britain, Poland, Taiwan and more
b) Ruhrgebiet: Villa Hügel in Essen (19th Century Chateau)

Am Sonntag fuhr ich etwas später los, kam so in die Hauptverkehrszeit mit der Bahn. Via Düsseldorf ging es bis Essen-Hügel – pünktlich obwohl teilweise sehr voll u.a. mit Fortuna-Fans und Manga-Freaks die zu einer Convention in Düsseldorf reisten. Im Bereich Villa Hügel und Baldeneysee war es noch voller: alles parkte kreuz und quer und lief und fuhr sich im Weg rum, so auch ein Russe oder anderer Osteuropa-Asi, der in seinem gebrochenen Deutsch noch einem Schwarzen der vor ihm wendete ein „du scheiße Arscheloch“ mitgeben musste, was der schwarze mit erhobenem Fickfinger (war wohl heißer oder konnte gar kein Deutsch, da er so wortlos reagierte) beantwortete. Aber ansonsten war es recht entspannt, so auch in der Villa Hügel selbst, deren Gelände man nur gegen 5€ Eintritt betreten darf. Der Villenbau selber ist von außen nicht so wahnsinnig spektakulär und der Park wäre, so schön er anzusehen ist, den Eintritt auch bei weitem nicht Wert, aber das Interieur der Villa mit all seinem Kitsch und den außergewöhnlich verzierten Decken v.a. in den monumentalen Sälen, ist einen Besuch definitiv wert. Canoe Polo: 44th International Cup of Germany in Essen (Baldeneysee) Auch definitiv einen Besuch wert ist die Sportart Kanupolo, die ich mir schon vor einigen Jahren einmal in Berlin auf der berühmten Regattastrecke Grünau angeguckt hatte. Die Regattastrecke Baldeneysee hat keine so spektakuläre Tribüne, aber immerhin auch eine 150m lange und mit acht Reihen Holzbänke bestückte unüberdachte Tribüne. Ansonsten kann man sich auch ans Ufer stellen oder hocken.

Die Zuschauer gingen natürlich nicht so ab – war auch viel „Laufkundschaft“ die nur für ein Spiel oder eine Halbzeit eines Spiels zuguckte und dann weiter spazierte – aber im Wasser ging es dafür umso mehr zur Sache! Teams aus ganz Deutschland, Nachbarländern wie Schweiz und Polen, europäischen Nationen wie Großbritannien und Litauen aber sogar auch aus Fernost wie Taiwan und Singapur (Kanupolo wird in der Tat auch ein etlichen asiatischen Ländern, teilweise auch gar nicht so schlecht gespielt: von Iran bis Japan läuft da einiges!) erschienen hier zum Wettkampf.

Der Wettkampf sieht so aus, dass fünf Leute auf Einerkajaks versuchen innerhalb von 2x10 Minuten einen Wasserballähnlichen Ball (oder ähnlich wie ein Volleyball) in ein wie ein Basketballkorb angebrachtes, 1x1m kleines Tor zu werfen. Zweikämpfe sind oft genauso interessant wie die Zielwürfe: beim Start der Partie wird beim Aufeinanderzufahren oft das gegnerische Kajak gerammt, die Helme sind bei dem Herumfuchteln mit den Paddeln sehr von Nöten, mitunter schiebt sich ein Boot komplett über ein anderes und drückt den Spieler unter Wasser und zwingt ihn zu einer Eskimorolle – wobei ich mich gerade frage, ob man jetzt offiziell „Inuitrolle“ schreiben müsste...

Jedenfalls ist das ein toller Sport und in den zweieinhalb Stunden die ich da zuguckte, sah ich mir folgende Spiele an: im Männerbereich schlug der Gastgeber Rote Mühle Essen die Briten von Meridian C mit 4:3, während der KC Nord-West Berlin gegen Conde Sur Vire aus Frankreich mit 1:4 den Kürzeren zog. Zwischen Rote Mühle Essen U14 und DJK Ruhrwacht Mühlheim an der Ruhr U14 gab es ein Entscheidungswerfen, dass die Ruhrwacht ganz souverän mit 0:3 für sich entschied. Wieder im Männerbereich rang Brügge aus Belgien Despada aus Singapur mit 6:3 nieder. Der KC Nord-West Berlin siegte dann in einem U16-Jungen-Spiel souverän mit 7:3 über MKSF Mülheim U16, wobei hier neben dem Rote Mühle-Spiel der Männer noch die meiste Stimmung war durch die Familien der Aktiven. Danach schaute ich mir noch die knappe Niederlage der KCIS Taiwan U16 Girls gegen KW Wetter U16 Mixed (2:3) an und ging nach dem Spiel der Männer von KC Radolfzell und VMW Berlin (3:4) wieder zum Bahnhof. Essen: Villa Hügel Statistik:
- Grounds: 1.371 (heute 1 neuer; diese Saison: 216 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.387 (heute 1; diese Saison: 275)
- Tageskilometer: 210 (200km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 54.680 (40.110 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.020 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.260 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 75 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 460

Dienstag, 17. Februar 2015

W446I-III: Eishockeywochenende; Länderpunkt Belgien, Oberliga in Essen und Herne

Herner Eissport-Verein 2007 .................................... 3
Eislaufverein Tornado Niesky ................................... 4
- Datum: Sonntag, 15. Februar 2014 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Zwischenrunde Oberliga Mitte (Aufstiegsrunde zur DEL 2 mit Mannschaften der Oberligen Ost und West, d.h. 3. Eishockeyliga, Amateur-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-4 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 1-2, 2-1, 0-1
- Tore: 1-0 8.00 Loecke, 1-1 8.59 Neumann, 1-2 18.35 Pohling, 2-2 30.48 Hauptig, 3-2 32.31 Luft, 3-3 37.39 Greulich, 3-4 40.38 Pohling
- Strafzeiten: Herne 6 Minuten, Niesky 10 Minuten
- Spielort: Gysenberghalle (Kap. 3.467, davon 467 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon Gästefans: ca. 75, zahlende Zuschauer: angeblich nur 891)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und gutes Spiel)

SV Blau-Weiß Börnig 1954 ........................................ 3
Polonia Lüdenscheid 2009 .......................................... 1
- Datum: Sonntag, 15. Februar 2014 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel (Kreisliga A Herne, 8. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Kreisliga B Lüdenscheid, 9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 63. Marc Hüppler, 1-1 80. Daniel Doering, 2-1 85. Timo Springwald, 3-1 88. Yasin Köklüoglu
- Verwarnungen: Michel Puljic, Steve Suthoff (Börnig), Jalal Ghali (Lüdenscheid)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Voßnacken (Kap. 1.020 davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 4)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Lange Zeit schwaches Spiel mit starker Schlussphase)

Ijshockeyclub Antwerp Phantoms ............................ 3
Liege Bulldogs Ice Hockey Club ................................ 5
- Datum: Samstag, 14. Februar 2014 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Belgian Championship (1. belgische Eishockeyliga, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-5 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 2-2, 1-1, 0-2
- Tore: 1-0 2.01 NN, 1-1 7.29 (23), 2-1 14.52 Nr. 11 (-1), 2-2 16.16 (84), 2-3 38.18 (69), 3-3 39.39 Nr. 23, 3-4 56.07 NN, 3-5 59.36 (94, Empty Net)
- Strafzeiten: 2x Nr. 21, Nr. 14 (Phantoms = 6 Minuten); 2x Nr. 94, Nr. 39, Nr. 23, NN (Bulldogs = 10 Minuten)
- Spielort: Ijsbaan Ruggeveld (Antwerpen-Deurne, Kap. 478, davon 78 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Allenfalls mittelmäßiges Spiel)

Cold Play Mechelen Eisberen ……............................ 4
Liedekerke Lions Ice Hockey Club ........................... 3
- Datum: Samstag, 14. Februar 2014 – Beginn: 17.15
- Wettbewerb: Recreational 1 (3. belgische Eishockeyliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-3 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 3-0, 1-1, 0-2
- Tore: 1-0 1.14 NN, 2-0 2.41 Nr. 44, 3-0 6.46 Nr. 2, 4-0 23.38 Nr. 21, 4-1 30.53 (24), 4-2 44.00 (24), 4-3 43.56 (24)
- Strafzeiten: 2x Nr. 2, Nr. 44 (Eisberen = 6 Minuten); NN (Lions = 2 Minuten)
- Spielort: Schaatsbaan Ice Skating Center Mechelen (Leest, Kap. 150, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon Gästefans: keine?)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Das langsamste Eishockey, das ich je gesehen habe – aber wenn das Eis auch zum ersten Mal in der 2. Pause aufbereitet wir...)

ESC Moskitos Essen .................................................... 3
MEC Saalebulls Halle ................................................. 2
- Datum: Freitag, 13. Februar 2014 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Zwischenrunde Oberliga Mitte (Aufstiegsrunde zur DEL 2 mit Mannschaften der Oberligen Ost und West, d.h. 3. Eishockeyliga, Amateur-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 1-1, 1-1, 1-0
- Tore: 1-0 4. Pohanka, 1-1 11. Gunkel, 2-1 22. Mc Leod, 2-2 37. Abercrombie, 3-2 46. Richter
- Strafzeiten: Pompino, Barta, Schüpping (Essen = 6 Minute); Sochan, Vostarek, Mund, Lupzig, Wunderlich, Petermann, Vostarek (Halle = 14 Minuten)
- Spielort: Eissporthalle Essen-West (Kap. 3.850, davon 850 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 600 (davon Gästefans: mind. 90)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes und v.a. spannendes Spiel) 

Photos with English Commentary:
Sports:
a) Ice-Hockey in Essen: Moskitos Essen defeat Saalebulls Halle (3rd Division Play-Offs)
b) Ice-Hockey in Belgium (Div. 3): Eisberen Mechelen defeat Liederkerke Lions
c) Ice-Hockey in Belgium (Div. 1): Antwerpen Phantoms lost to Liege Bulldogs
d) Ice-Hockey in Herne: Herner EV lost to Tornado Niesky (3rd Division Play-Offs)
e) Football in Herne: BW Börnig defeat Polonia Lüdenscheid (Friendly Match)
Sightseeing:
Belgium: Antwerp and Mechelen (Flanders Region)

Die Prüfungen hinter mir, also Zeit für ein Eishockeywochenende. Ein neuer Eishockeyländerpunkt sollte auch drin sein, doch bevor es Samstag nach Belgien ging, hieß es: Saalebulls Halle in Essen! 

Überraschenderweise sind Leipzig und Halle gleichstark wie Neuwied und die eigentlich favorisierten Duisburger. Sonst waren in den letzten Jahren die Teams aus dem Osten stets chancenlos gegen Teams aus Hessen, Rheinland-Pfalz oder NRW. Der Tabellenzweite Halle, erst mit einer Niederlage (gegen Leipzig) war zugast in Essen.

Die Eissporthalle liegt direkt hinterm Bahnhof Essen-West. Man läuft kaum zwei Minuten vom Gleis zur Kasse. Die drei Play-off-Teilnehmer NRWs haben fast baugleiche Hallen: auch die Halle in Herne, die ich Sonntag besuchte, hat einen fast identischen Baukörper wie die in Essen und auch jene in Duisburg, die ich vor einigen Wochen bereits besucht hatte, sieht fast genauso aus. Hinter dem einen Tor, vor dem sich der Eingang befindet, ist ein Clubrestaurant mit Glasscheiben zur Eisfläche hin aufgebaut, gegenüber befinden sich Stehplätze für Gästefans, auf eine Längsseite (rechts vom Restaurant) ist eine hohe Stehtribüne, gegenüber eine Sitztribüne mit Schalensitzen. Nur die Anordnung der Schalensitze, die Farbgebung und die Anzahl der Sitzplätze im Verhältnis zu den Stehplätzen variiert bei diesen drei Hallen.

Der Besuch war nicht so überragend, aber fast 100 Hallenser waren natürlich stark. Was nicht so intelligent war, waren die ganzen DDR-, FDJ- und Soviet-Banner, die wohl zum Provozieren der NRWler gedacht waren. Mit Bananenschalen wurde auch geworfen, um mal zu zeigen, dass es nun auch im Osten Südfrüchte gibt. Ist zwar schon seit 1990 der Fall, aber das weiß in der Tat kaum einer aus NRW, da kaum einer schon mal in den Neuen Bundesländern war...

Das Spiel war spannend und auf recht gutem Niveau, laut des freundlichen Rentners neben mir, spielte Essen aber unter ihren Möglichkeiten und mit dem Erreichen der Finalrunde oder gar dem Aufstieg wird es sicher nichts werden. Um Halle so langsam aber sicher aus diesem Aufstiegsrennen zwischen Duisburg, Leipzig und Neuwied zu nehmen, reichte es aber schon. Denn nachdem die Saalebulls nach zwei Rückständen im ersten bzw. zweiten Drittel immer schnell zurückkamen, war der dritte Rückstand im Schlussdrittel entscheiden: 3-2 für die Moskitos Essen. 

Samstag fuhr ich erst gegen 10 Uhr nach Belgien los, doch in Antwerpen ist man ja in nur anderthalb Stunden. Mit Antwerpen und Mechelen hatte ich zwei bedeutende Städte nördlich von Brüssel in Flandern, die mit die sehenswertesten – Antwerpen ist vielleicht sogar DIE sehenswerteste – im ganzen Land sind, auf dem Programm. Antwerpen war im ausgehenden Mittelalter eine echte Metropole und bedeutsame Handelsstadt und gerade aus dieser Zeit und auch noch mehreren folgenden Jahrhunderten, finden sich tolle Baudenkmale. Ich begann die Besichtigung bei einem Schloss am Stadtrand, dem Sterckshof, der recht verspielte Türme hat. Dann ging es an der Burg „Het Steen“ weiter und für 6€ in die Kathedrale, in der tolle Kunstwerke hängen. Zwei andere Kirchen besichtigte ich auch noch, ehe es nach Mechelen weiterging. Dort besuchte ich die Kathedrale und zwei weitere Kirchen. Sehenswert sind auch ein paar Bürgerhäuser vergangener Jahrhundert.

Restaurants sind in Belgien völlig überteuert, sodass ich in einen marokkanischen Imbiss ging. Dort bekommt man für deutsche Dönerbudenpreise zwar weniger auf den Teller als in Deutschland, aber immerhin zahlt man keine 20€ für einen Fischeintopf gegenüber der Antwerpener Kathedrale. Der Besitzer war auch ausgesprochen freundlich und hatte gerade das Spiel von Chabab Atlas Khenifra gegen Hassania Agadir im marokkanischen Sportfernsehen laufen... 

Das erste Eishockeyspiel in Belgien war jenes des 2. gegen den 5. von 7 in der dritten Liga. Eine weitere Liga drunter gibt es immerhin noch, aber was für eine Eishalle die da am Stadtrand von Mechelen im Vorort Leest haben: ein Schuppen mit Restaurant, der die Eisfläche überdacht und eng begrenzt, sodass man als Zuschauer nur hinter dem einen Tor in maximal vier Reihen stehen kann.

Der Gastgeber aus Mechelen firmiert unter dem Gesamtverein Cold Play Mechelen, der immer drei Mannschaften hat. Die Mannschaft Eisberen ist offensichtlich ein Eisbären Berlin-Fanclub; die Trikots waren jedenfalls Kopien der Eisbären-Jerseys. Die Eisbären legten auch einen guten Start gegen die Liederkerke Lions hin, die schnell 3:0 in Rückstand lagen. In den beiden folgenden Dritteln baute der Gastgeber nach einer schnellen 4:0 Führung ab und in einem sehr langsamen und ziemlich schwachen Spiel kamen die Lions noch auf 4:3 heran. 

Das zweite Spiel, im Antwerpener Vorort Deurne ausgetragen, war schon erheblich besser. Bei einer Partie zwischen dem 1. und dem 2. in der höchsten Spielklasse sollte das aber schon sein. Für ein Spitzenspiel war es andererseits erbärmlich. Die beste belgische Mannschaft ist aber ohnehin die in der professionelleren Liga in den Niederlanden mitspielende Mannschaft aus Herentals. Die dürfte gegen bei Teams, die Antwerpen Phantoms und die Liege Bulldogs, deutlich gewinnen.

Erbärmlich waren auch Halle und Zuschauerzahl: ich wunderte mich schon, als „nur“ 7€ am Einlass gefordert wurden, da in Belgiens Sport maßlos überteuert ist und stets höher als in den Niederlanden zu Buche schlägt. Aber nachdem das Gegurke in Mechelen kostenlos war und hier 3€ niedriger als in der 1. niederländischen Liga, war mir schon klar, dass Belgien einfach im Eishockey so viel schwäche ist als NL, dass hier doch nicht so viel verlangt wird. In die etwas versiffte Rundbogenhalle passen 400 Leute stehend vor die Scheiben bis hinter die Banden und 78 auf die notdürftig hereingebaute Sitztribüne. Gerade einmal 85, davon auch noch mindestens 10 aus Liege, fanden sich für dieses Spiel ein. Stimmung gab es natürlich keine...

Bei dem Spiel selbst ging es auf mäßigem Niveau hin und her. Mal führte Antwerpen, mal Liege. Erst als im letzten Viertel das 3:4 fiel und bis 1 Minute vor Schluss von den Bulldogs gehalten wurde, fiel die Entscheidung: Antwerpen nahm den Torwart vom Eis und die Bulldogs aus Lüttich netzten zum 3:5 ein. 

Am Sonntag ging es wieder mit der Bahn ins Ruhrgebiet. Diesmal nach Herne, wo ich erst mal 3km laufen musste, um zu einem Fußballspiel, das mir so quasi zwischen die ganzen Eishockeyspiele gerutscht ist, zu kommen...
Auf dem Weg dahin fiel mir die unheimlich hohe Asozialendichte in Herne auf. Besonders anhörenswert dabei die Pöbelei an einem Mehrfamilienhaus. Ein Südländer hatte gerade einen deutschen Kumpel abgeholt, als es aus einer Wohnung im Erdgeschoss von einer Frau tönte: „Ach da sind ja wieder die zwei Junkies“. Der Deutsche: „Halt die Fresse, du Votze!“ Der Südländer: „Ey, was will die Bitch, Alter?!“ Deutsche: „Mit der behinderten Schlampe hab ich seit Sylvester Ärger. Wegen der hat ich die Bullerei am Hals zu Neujahr.“ Südländer: „Ach wegen deinem Feuerchen auf der Straße, ne?“

Passend zu dem Niveau dieser Leute, hatte ich den Namen der Sportanlage am Rande von Herne zuerst falsch gelesen: aber der Voßnacken schrieb sich doch mit ß und nicht mit tz... Dieser Votznacken, achso: Voßnacken, ist ein Landschaftsschutzgebiet, an dessen Rand ein Hartplatz mit zwei Graswällen liegt. Das Testspiel zwischen Blau-Weiß Börnig und Polonia Lüdenscheid verlief ganz fair und vernünftig. Beides sind recht bunte Truppen, auch bei Polonia verschiedene Nationalitäten und nicht nur Polen und andere Osteuropäer vertreten. Nach einer schwachen und torlosen ersten Halbzeit, in der Börnig noch einen Elfmeter verschoss, ging Polonia überraschend in Führung, ehe Börnig in einer prima Schlussphase mit einem weiteren Elfmeter, sowie einem Kopfballtreffer und einem durch die Abwehrreihen gemogelten Ball das Spiel noch auf 3:1 drehte. 

Auf dem Weg zur Eissporthalle, der ebenfalls 3km betrug, trieb ich noch eine gute Pizzeria (5,80€ für ne ordentliche Pizza und ein Getränk sind selbst für Ruhrgebiet recht niedrig) auf. Die Gysenberghalle sieht dann fastgenauso aus wie die in Essen und Duisburg – Beschreibung siehe oben – trotzdem waren die Stehplatzkarten (ermäßigt 7€, Vollzahler 9€) genau 2€ unter den Preisen in Essen. Da sieht man dann wie unsinnig und willkürlich die Preise im deutschen Sport sind: identischer Hallenkomfort, selbe Liga, gleichstarke Teams und dann 2€ Unterschied.

Herne wie auch Niesky können nicht mehr die Tabellenspitze erreichen. Wobei Niesky ganz im Gegenteil sogar, den letzten Rang einnimmt. Es sollte vor der recht stimmungsvollen Kulisse von gut 1.500 Zuschauern, davon wirklich respektable 75 aus Niesky, der erste Sieg für die Lausitzer werden. Aber das Erreichen der Zwischenrunde ist ja für die Nieskyer schon ein schönes Erlebnis: mit ihrem tollen, offenen Kunsteisstadion wären sie glaube ich auch nicht für einen Startplatz in der DEL 2 berechtigt.

Jedenfalls wogte das Spiel auf hohem Niveau und sehr hohem Tempo hin und her: mal führte Herne, dann wieder Niesky. Im letzten Drittel ging Niesky nach wenigen Sekunden ein weiteres Mal in Führung, mittlerweile 3:4, und hielt trotz mehrfachen Powerplays und Torwart vom Eis, was sie andererseits nicht zu einem Emptynet nutzen konnten, den Sieg fest.

Zurück ging es nochmal 3km zu Fuß zum Bahnhof, wo ich genau rechtzeitig zur Abfahrt des Zuges nach Düsseldorf ankam, wo der Zugverkehr wiederum ziemlich durch das Zusammenspiel von besoffenen Karnevalsfritzen, Fußballfans und Eishockeyfans gestört wurde. In Horden auftretend, sind nämlich alle drei Gruppen mitunter ein echtes Problem: dauerbesoffen und immer zu Dummheiten aufgelegt. Selbst die Züge, in denen nur die Karnevalsfritzen unterwegs waren, waren völlig zugemüllt inklusive zerschlagener Glasflaschen. In Köln, wo ich umsteigen musste, wurde es auch noch handgreiflich, weil ein „Ritter“ einem „Superman“ auf sein Kostüm gerotzt hatte: also wenn sich die rheinischen Spießer mal richtig auslassen können bei ihrem Karnevalsscheiß, ist schon richtig was los... 

Statistik:
- Grounds: 1.289 (Fr 1 neuer, Sa 2 neue, So 2 neue; diese Saison: 135 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.293 (Fr 1, Sa 2, So 2; diese Saison: 181)
- Tageskilometer: 950 (Fr 210km Bahn, 10km Auto; Sa 480km Auto, So 240km Bahn, 10km Auto)
- Saisonkilometer: 34.580 (25.030 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 446