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Sonntag, 17. April 2011

W246III: Dass das Frauenspiel so viel besser werden sollte als die 1. Kreisklasse, hätte ich nicht erwartet...

TSV Leuna 1919 FR 1:3 ESV Merseburg FR
Datum: Sonntag, 17. April 2011 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Frauen-Freizeitmannschaften
Ergebnis: 1:3 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0-1 22. (6), 0-2 30. (13), 0-3 38. (3), 1-3 70. Handneunmeter (11)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz II (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 12 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Erfreulich schnelles und ansehnliches Spiel)

LSG Lieskau 1920 II 0:0 SV 1885 Teutschenthal II
Datum: Sonntag, 17. April 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 0:0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:0
Tore: keine
Verwarnungen: 2x LSG
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lieskau (Kap. 1.500, davon 80 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 55 (davon mind. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 1,0/10 (Zwei so unterbelichtete Mannschaften haben selbst in der 3. Kreisklasse kaum Existenzrecht: die haben sich zwar angestrengt, aber die Leistung war absolut unter aller Sau)
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Photos and English version:

Auf dem einzigen noch erhaltenen der ehemals vier Nebenplätze der Leunaer Sportstätte der Jugend fand heute ein weiteres Testspiel der auf Kleinfeld spielenden TSV-Damen statt. Die von Nino Hammerschmidt trainierte Truppe hatte ihr letztes Freundschaftsspiel gegen Großgrimma 1:0 gewonnen und war für mich vom reinen Namen der Paarung her – wenn es TSV Leuna gegen ESV Merseburg heißt, gewinnt so gut wie immer der TSV: die Eisenbahner haben meist weder von der I. noch der II. Männer, weder der Jugend noch von den Alten Herren etwas entgegenzusetzen – heute favorisiert. Man sollte sich bei so einem Spielbesuch – v.a. solange keine der beiden Mannschaften auch nur in der Kleinfeld-Kreisliga gemeldet ist – weder auf die Ergebnisse noch die Fehler- oder Torquote verrennen: beide Teams existieren seit kaum einem Jahr und sind somit bei allem Respekt absolute Anfänger.

Die bessere Anfängermannschaft sollte allerdings doch der ESV Merseburg sein. Auffällig war das hohe Tempo und - besonders beim ESV, aber phasenweise auch TSV - die Ballsicherheit, die man selbst in der Frauenregionalliga oft vermissen muss. In den ersten 35 Minuten trafen die Eisenbahnerinnen das 5x2 Meter große Tor zweimal. In der zweiten Halbzeit konnten sie nochmals nachlegen: der Ball passte Millimeter genau an den Innenpfosten und sprang sicher hinein ins Netz. Die fast durchweg jungen Spielerinnen – und natürlich wussten auch die älteren zu überzeugen – zeigten nach wie vor mehr gute und lobenswerte Szenen in Sachen Ballbehandlung und Torschuss, als sie grobe Fehler fabrizierten. Leuna kam in der Schlussminute auch noch zu einem verdienten Ehrentreffer: den Handneunmeter verwandelten sie sicher.

Auch die unterlegenen Leunaer Spielerinnen kann ich vor allem loben. Bei allen verbesserungswürdigen Dingen: das sah schon mal besser aus, als Vieles andere, das ich bisher im unterklassigen Frauenfußball gesehen habe. Wenn die Damen am Sport dranbleiben, können sie auf jeden Fall in der Kreisliga schön mitmischen. Für die ESV-Frauen gilt das gleiche in noch höherem Maße! Sonst hat mich beim Frauenfußball unterhalb der Bundesligen immer gestört, dass die Spielerinnen genauso langsam wie Altherrenkicker spielen, aber nicht annährend die Torschusstechnik und Ballbehandlungsgabe besitzen. Mit den TSV-Altherren können sich zwar beide zusammengenommen nicht messen – aber die ESV/ PNVG-Kicker spielen allemal unbedarfter...
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Für uns ging es dann weiter zur Sportanlage in Lieskau. Die Reserven von LSG Lieskau 1920 und SV 1885 Teutschenthal trafen diesmal aufeinander. Lieskau II ist Vorletzter und damit auf dem erstem Abstiegsplatz, aber mit 2 Punkten Rückstand ist noch nichts verloren. Teutschenthal II ist zwar nur 5. aber mit 3 Punkten weniger als der 2. noch mit guten Chancen auf den anderen Aufstiegsplatz hinter Nauendorf.

Den Aufstiegsplatz werden die Teutschenthaler aber sicher nicht wahrnehmen wollen, so wie sie heute spielten: die völlig unfähige Lieskauer Mannschaft belagerte 40 Minuten mit Schüssen in regelmäßigen Abständen und auf grauenvollem Niveau das Teutschenthaler Tor, ehe sich die Gäste mal zu zwei Angriffen bequemten. Nach der Pause machten die Teutschenthaler deutlich mehr, aber versagte ihrerseits auf peinlichste und lächerlichste Weise. Sie wollten den Sieg, waren aber nicht einmal mit zwei Stürmern frei vorm Torwart fähig, den scheiß Ball ins verdammte Drecks-Tor unterzubringen. 20 so unterbelichtete Rummelkicker wie auf dem Feld dort, habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Einzig die weitestgehend sicheren Torhüter können hervorgehoben werden. Das Gekicke war jedenfalls nicht einmal der 3. Kreisklasse würdig – geschweige denn der 1. KK.

Mit diesem peinlichen Spiel auf dieser ganz ansehnlichen Anlage – der auf zwei Seiten befindliche Graswall ist besonders hinter dem einen Tor ziemlich spektakulär hoch – haben wir übrigens unsere Sammlung der Saalekreis-Fußballplätze vervollständigt. Der ein oder andere „Zusatzpunkt“ wäre zwar noch durch Nebenplätze oder Spielen auf derzeit ungenutzten Plätzen (Delitz a.B. wäre für letzteres ein heißer Kandidat) zu erzielen - aber von den derzeit 79 im Spielbetrieb genutzten Sportanlagen des Saalekreises haben wir mittlerweile alle 79 mindestens 1x besucht. Nun geht das Hauptaugenmerk gen Burgenlandkreis, nebenbei natürlich immer noch gen Leipzig. Gerade im Burgenlandkreis haben wir bisher einige Spiele auf hohem Niveau gesehen – und abgesehen vom letzten TSV-Leuna-Auwärtsspiel in Naumburg auch immer positiv denkwürdige Duelle. Beim Auswärtsspiel in Profen wird es sicherlich a) fähige Schiedsrichter und b) keine kriminellen Gegenspieler geben. Und wenn nicht a), dann ganz sicher wenigstens b)...
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Statistik:
Grounds: 551 (heute zwei neue Grounds; diese Saison: 101 neue)
Sportveranstaltungen: 1.258 (heute zwei, diese Saison: 145)
Tageskilometer: 70 (70 Fahrrad)
Saisonkilometer: 36.790 (17.560 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 4.820 Bahn, Bus, Tram/ 3.400 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 (letzte Serie: 21, längste Serie: 101)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 246

Montag, 6. September 2010

W214III: Der neue Lieskauer Kunstrasen und das Teutschenthaler Ortsderby

LSG Lieskau 1920 C 9:1 SV Eintracht Bad Dürrenberg C II
Sonntag, 05. September 2010 – Anstoß 10.15
C-Junioren Kreisklasse Saalekreis (4. und unterste Liga der 12- bis 14jährigen)
Ergebnis: 9:1 nach 75 Min. (33/32) – Halbzeit 4:1
Tore: 1:0 14. (11), 2:0 27. (6), 3:0 29. (11), 3:1 31. (11), 4:1 35.+2. (9), 5:1 40. (11), 6:1 43. (13 Dürrenberg + 5 Dürrenberg; Eigentor), 7:1 60. (9), 8:1 62. (11), 9:1 64. (6)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lieskau/ Kunstrasen (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Zwar nach 35 Minuten sehr einseitig, aber wirklich ansehnliches Spiel beider Teams)

SV Dornstedt 3:1 SV Eintracht 90 Teutschenthal
Sonntag, 05. September 2010 – Anstoß 14.00
2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 96 Min. (47/49) – Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 13. M. Schmidt, 2:0 60. S. Maß (Foulelfmeter), 3:0 69. S. Maß, 3:1 78. (6)
Verwarnungen: 2x SVD, 4x Eintracht
Platzverweise: gibt’s bei Sportfreund Wenzel nicht
Spielort: Sportplatz Dornstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Kenn ich in dieser Kreisklassestaffel besser: außer Geholze gab es leider nicht viel zu sehen)
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Photos and English version:
Lieskau:
Youth team vs. Bad Dürrenberg
Teutschenthal Derby:
Dornstedt vs. Eintracht

Im dichten Nebel brachen wir schon um kurz vor halb acht mit den Rädern auf und fuhren durch Halle hindurch in den wenige Kilometer nordöstlich der Stadt gelegenen Ort Lieskau, ein 2.600 Einwohner zählender Ortsteil der Gemeinde Salzatal. Der Fußballverein „Landsportgemeinschaft Lieskau 1920“ ist sehr aktiv und engagiert, hat viele Jugendteams und ein Landesklasseteam der Männer, das mit interessanten Spielern wie dem Profiboxer Marko Angermann – auch wenn er keiner der berühmten Klasse-Boxer ist, aber mehrere Sportkarrieren nebeneinander: genial und echt Respekt! – antritt und deshalb auch noch in dieser Saison von uns besucht werden wird. Zumal wir mit dem heutigen Jugendspiel auch nur einen Wettkampf auf dem Nebenplatz sahen.

Dieser Nebenplatz ist für die LSG Lieskau jedoch etwas besonderes, da nun die vielen Mannschaften nicht nur endlich Ausweichmöglichkeiten haben, sondern auch da es sich um einen der wenigen Kunstrasen des Saalekreises handelt. Leider liegt er für das geschulte Groundhopping-Auge aber zu kahl und gesichtslos inmitten von hügeligen Feldern. An den Längsseiten kann man sich an einer – je nach Wetter – entweder zu kalten oder zu warmen Metallreling zum Zugucken positionieren, der Hintertorbereich ist frei zuhalten, die Metallzäune sind gleich hinter dem schmalen Zuschauerbereich und zudem hat man auf diesem Platz nicht ein Bauwerk – außer man zählt das Bierzelt als ein solches, aber ich dachte eher an eine Tribüne – und im Übrigen auch keinen Regenschutz oder Schatten. Viel Spaß bei 30 Grad im Sommer! Da riecht auch der gummierte Kunstrasenbelag so schön...

Der Nebel lichtete sich nach und nach und vom freundlichen, aber von seiner Mannschaft teilweise etwas genervten Bad Dürrenberger Trainer hatten wir schon erfahren, dass die zweite Mannschaft von Bad Dürrenberg Schwierigkeiten mit der Umstellung aufs Großfeld hat. Die ersten drei Großfeldspiele der zuletzt noch Kleinfeld-D-Junioren gingen mit deutlichen Niederlagen (0:5, 0:9, 0:10) zu Ende. Die erste Dürrenberger Auswahl spielt in derselben Liga und ist noch verlustpunktfrei. Lieskau hatte hingegen stets nur knapp verloren, was sie in diesem Spiel anders gestalten wollten und auch anders gestalteten.

Nach Startschwierigkeiten – der Gastverein tauchte immer wieder gefährlich vorm Tor auf – gelang nach weniger als einer Viertelstunde die Führung. Nach weniger als 30 Minuten wurde im Doppelpack nachgelegt. Der Mannschaft aus dem Kurort gelang dann nach über 240 Großfeldspielminuten der erste Saisontreffer. Vor der Pause noch das 4:1. Da hatten sich schon längs der groß gewachsenen 6er mit seinen tollen Standards und der 11er mit seinem starken Abschluss bei Lieskau hervorgetan. Bei Bad Dürrenberg fiel vor allem auf, dass sie trotz C-Jugend – wird ab dieser Jugend meist getrennt und muss ab B-Jugend laut Spielordnung wohl immer noch in Junioren- und Juniorinnenteams getrennt werden – mehrere Mädchen im Team hatten. Eins der Mädchen trug die 2 und war in der Abwehr ziemlich gut dabei, konnte aber auch fünf weitere Tore – davon mehrere Weitschüsse von 6 und 11 sowie ein kurioses Eigentor: der 13er von Dürrenberg schießt seinen Mitspieler mit der 5 an, wodurch der Ball ins Tor prallt – nicht verhindern.
Natürlich war die Gastmannschaft da ziemlich angefressen, aber es ist nicht in Ordnung, dass ab der 15. Minute bei jeder Kleinigkeit der Mitspieler angemeckert, aber im Gegenzug nicht einmal eine gelungene Aktion gelobt wurde. Dass ein Spieler wie der eine Verteidiger sich nur im eigenen Strafraum bewegt, kaum einen Ballkontakt hat, aber dann Mitspieler anmeckert, wie schlecht er/ sie sei, wenn er/ sie den Ball gerade gegen drei gleichzeitig angreifende Gegenspieler verloren hat, nachdem er/ sie zuvor zwei Gegner ausgespielt hat, kann nicht sein. Da sind dann Trainer und Zuschauereltern in der Pflicht, dass neben notwendiger negativer Kritik auch ebenso wichtige Lobs untereinander ausgesprochen werden. Das war zu meiner Jugendzeit beim TSV Leuna auch oft ein Problem. So eine Jugendmannschaft muss halt auch charakterlich erzogen werden und nicht nur spielerisch.
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Zwischen beiden Spielen lag viel Zeit, sodass wir erst einmal die Kirche von Lieskau – leider ziemliches Mischmasch aus Barock, verpfuschter Romanik und neueren Anbauten und auch nicht in bestem Zustand – anguckten und dann via Benkendorf, Zappendorf und Teutschenthal nach Dornstedt, einem Ortsteil der Gemeinde Teutschenthal, fuhren. Dort leben etwa 700 Menschen. Die Kirche ist gut zu sehen aber schwer zu finden, da von Häusern ziemlich zugebaut, doch deutlich sehenswerter (Neo-Renaissance im guten Zustand) als die Lieskauer Kirche.

100m entfernt von der Kirche befindet sich der Fußballplatz. Etwas kahl, da auch dort Pappeln abgeholzt wurden, aber zwischen Kirche und Acker gelegen, muss man ihn als typischen Dorffußballplatz bezeichnen. Ein einfaches Vereinsheim mit tollem Flachbildfernseher und nicht so toller Auswahl – ist zwar alles ganz günstig im Preis, aber außer Bockwurst und vier, fünf Getränkesorten nichts da – befindet sich hinter dem einen Tor. Da der Kassierer (1€ Eintritt finde ich bei jeder Liga auf Kreisebene – von Kreisoberliga bis 3. Kreisklasse – angemessen, außer bei Reservemannschaften) mit 40 Zuschauern recht zufrieden war, muss man auch sagen, dass es sich wohl kaum lohnen würde, mehr als zwei oder drei Essen ins Angebot zu nehmen. Die Zuschauer gingen zwar ganz gut mit, aber leider waren es halt sehr wenige.

Das eben genannte und das Spielniveau habe ich beides schon besser erlebt in dieser Klasse. Vom Gast aus dem Teutschenthaler Ortsteil Bahnhof habe ich sogar mal ein herausragend gutes Spiel erlebt. Aber diesmal war Dornstedt besser, zog ab und an mal das Tempo an und traf recht früh. Eintracht kam auch zu Torchancen, aber die gingen immer drüber oder vorbei. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Hatte der Schiri noch einen Klammergriff (eindeutiger Elfmeter!) eines Dornstedters laufen lassen, gab er für eine noch derbere Ringereinlage des unsicheren Gästetorwarts (noch eindeutigerer Elfmeter) Strafstoß für Dornstedt. Dieser wurde sicher verwandelt. Ein Sturmlauf führte bald darauf zum gut heraus gespielten 3:0. Eintracht konnte nur noch verkürzen, indem sie einen schönen Freistoß an der Mauer vorbei ins Eck brachten.

Eintracht Teutschenthal hatte ich wie gesagt sehr positiv in Erinnerung – und das nicht nur wegen der tollen, altmodischen Sportanlage am Fuße der Halde – aber diesmal glänzten sie nicht mit schnellen Angriffen und starken Torschüssen, sondern mit Holzen. Gut, das hatten sie bei dem Spiel vor einem Dreivierteljahr auch gemacht und es war auch diesmal noch im Rahmen, aber der Spieler, der nach einem leichten Foul eines Dornstedters nach trat, hätte vom Platz gemusst. Der Schiri Wenzel war so wie so kultverdächtig: er hat gar keine Linie, sondern pfiff ab und an mal ein leichtes Rempeln, doch gab für Beinstellen und in den Rücken springen nicht mal Freistoß. Rotwürdiges Nachtreten wurde nicht einmal mit einer gelben Karte verwarnt. Gelb gab es nur für verbale Fouls wie Meckern oder andere Kleinigkeiten. Für ein physisches Foul verwarnt der Herr wohl erst einen Spiel, wenn er einen ballführenden Gegner an der Auslinie mit eingesprungenem Dropkick gegen den Oberkörper über die Bande in die dahinter befindliche Hecke tritt...

Bemerkungen wie „da kann man ja gleich ohne Schiri spielen“ sollte man aber in der Situation lassen, denn außer beim Freizeitfußball kann man nicht auf den Kerl mit der Pfeife, sondern nur auf die beiden Kerle mit Fahne verzichten. Und so ein seltsam pfeifender Unparteiischer ist doch auch irgendwo eine Bereicherung für ein Spiel auf Kreisebene.
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Abschließend möchte ich übrigens beide Heimvereine - LSG Lieskau wie auch SV Dornstedt - für ihre Internetauftritte loben. Die Seiten
''LSG Lieskau News'' und ''Der Traktorist online''sind für den Landkreis hervorragend und sehr aktuell!

Statistik:
Ground Nr. 466 (zwei neue Grounds; diese Saison: 16 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.059 (diese Saison: 21)
Tageskilometer: 80 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 3.550 (2.150 Auto/ 1.120 Fahrrad/ 380 Bahn, Bus, Tram/ weniger als 10 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 214

Donnerstag, 29. Oktober 2009

WE169II: Ein überraschender Sieg in einem unbekannten Stadion im Schatten der Halde

SV Eintracht 1990 Teutschenthal 3:2 SV Lettewitz
Sonntag, 25. Oktober 2009 - Anstoßzeit 15.00
2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (12. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 90 Min. (44/46) - Halbzeit 2:1
Tore: 1-0 6. Nr. 9 SVE, 2-0 24. Nr. 6 SVE, 2-1 30. Nr. 9 SVL, 3-1 63. Nr. 10 SVE, 3-2 87. Nr. 10 SVL.
Verwarnungen: Nr. 7, Nr. 14 (beide Teutschenthal), Platzverweise: keine (trotz zweier Tätlichkeiten)
Spielort: Stadion SV Eintracht 90 (Kap. 2.000, davon 50 überdachte Steh- und 50 unüberdachte Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 65 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Schnell, spannend, aggressiv geführt: so muss das aussehen in der Kreisklasse!)
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Die bei Halle/ Saale liegende und 9.000 Einwohner zählende Landstadt Teutschenthal, also das Tal der Deutschen, hat sechs Ortsteile und fünf Fußballvereine und -sportanlagen. Nur der Ortsteil Köchstedt hat keinen Verein oder Platz. Nachdem wir schon in Teutschenthal selbst, dem Ortsteil Eisdorf und dem Ortsteil Holleben geguckt hatten, war jetzt Teutschenthal-Bahnhof dran. Zscherben steht noch aus. Bisher waren wir dort nur in der schönen alten Radballhalle bei den unsympathischen Langweilern vom RSV.

In Teutschenthal Bahnhof gibt es nicht nur die Gleisanlagen, sondern auch Fabriken und Arbeitersiedlungen. Zwischen einer solchen und einer schwarzen Bergehalde befindet sich das Stadion, das die schönste Sportanlage der Gemeinde – neben der Radballhalle natürlich – ist, aber irgendwie noch nie beschrieben wurde, im Internet. Auf beiden Längsseiten gibt es vier Stufen, wobei sich auf einer Seite noch ein paar Holzbänke und die in den Vereinsfarben schwarz und gelb gestrichenen Spielerbänke befinden. Auffällig ist dann vor allem noch das Vereinsheim mit Sozialtrakt und Turnsaal im Obergeschoss. An einem der Fenster zum Turnsaal steht noch der Schriftzug „Aktivist“ der auf den alten Vereinsnamen hindeutet. Sportvereinigungen, die mit Übertage-Bergbau und Grundstoffindustrie zu tun hatten – das ist weder mit Firmenmannschaften, noch mit Sponsoring im Namensrechte-(Un)Sinn zu verwechseln – trugen diesen Namen. Die Ruinen des Übertagebaus finden sich direkt hinter der Haupttribüne. Man beachte auch noch den sumpfigen Graswall zur Merkelstraße hin.
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Beachtenswert war auch das Spiel, was leider nur von wenigen der 65 Zuschauer mit Lärm begleitet wurde. Der Tabellenzehnte von 14 traf auf den Spitzenreiterverfolger Lettewitz, doch von einem Leistungsunterschied (aus 9 Spielen hatte Teutschenthal 10 Punkte und Lettewitz 20 Punkte geholt) war nichts zu sehen. Nach nur sechs Minuten spielte Teutschenthal ein schönes Tor heraus und bei gleich verteilten Spielanteilen und Torchancen, waren wieder die Hausherren die Geschickteren: nach 24 Minuten stand es schon 2:0. Vor der Pause zwar noch der Anschlusstreffer, doch in der zweiten Halbzeit sorgte ein toller Freistoß, der unhaltbar ins Eck sprang, für die Entscheidung. Natürlich steckte Lettewitz nicht auf, doch die Nerven lagen blank. Schließlich trat ein Gästespieler einem Teutschenthaler auf die Hacken – gerade in der Phase des Spiels, wo richtig schön geholzt wurde. Der Schiedsrichter konnte das natürlich nicht sehen – Assistenten gab es keine – sodass nun richtig schön gerauft wurde. Der ein oder andere Faustkampf war auch dabei, ein Zuschauer lief auch auf den Platz, und eigentlich hätte mindestens ein Lettewitzer, der mit einem Faustschlag die Stimmung richtig schön anheizte, vom Feld gestellt werden müssen, aber diese Szenen waren so unübersichtlich, dass der Schiri da nichts machen konnte. Somit entschied er auch völlig richtig, niemanden runter zuschmeißen. Völlig richtig war auch, dass er das Geholze weiterlaufen ließ. Sind ja hier nicht beim Basketball. Ein wirklich guter Schiedsrichter und ein wirklich gutes Spiel, was noch 3:2 ausging, da kurz nach der kleinen Keilerei ein Lettewitzer seine Chance nutzen und aus kurzer Distanz aus spitzem Winkel treffen konnte.

An diesem Wochenende gab es irgendwie ohnehin nur gute Spiele: von den drei Fußballspielen war eines besser als das andere, wobei Dautzsch gegen Nietleben II am stärksten war, gefolgt von Teutschenthal gegen Lettewitz und Merseburg 99 gegen Fuhnetal. Das hier beschriebene Spiel hatte aber auf jeden Fall die besten Emotionen zu bieten und wurde auf der schönsten Anlage ausgetragen.
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Statistik:
Ground Nr. 367 (ein neuer Ground; diese Saison: 36 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 907 (diese Saison: 49)
Tageskilometer: 60 (Rad)
Saisonkilometer: 12.320 (10.920 Auto/ 1.220 Fahrrad/ 280 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 169

Mittwoch, 29. Juli 2009

WE157I: Das erste Spiel der Saison 2009/2010; Fußball gab’s erst in Hälfte zwei

SV 1885 Teutschenthal 2:3 SG Rotation Halle
Dienstag, 28. Juli 2009 - Anstoßzeit 18.30
Testspiel (Kreisoberliga (9. Liga, 5. Amateurliga) - Landesklasse (8. Liga, 4. Amateurliga))
Ergebnis: 2:3 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 4. SG, 0:2 55. SG, 0:3 65. SG, 1:3 68. SV, 2:3 71. SV
Besondere Vorkommnisse: SV-Torwart hält Elfmeter in 69. Minute
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Stadion: Teutschenthal (Kap. 2.000)
Zuschauer: 50 (5 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (1. HZ schlecht, 2. gut)


Die neue Saison geht nahtlos in die alte über. Schon am Dienstag ging es in eine der bekanntesten Landstädte Deutschlands; Teutschenthal. Allerdings nicht zu einem Motocrossrennen, wofür dieser Ort so berühmt ist, sondern nur zu einem weiteren Saisonvorbereitungsspiel im Fußball. Vor dem Spiel schauten wir erst einmal am Schloss vorbei, dass erst 1883-85 erbaut wurde und somit ein Gründerzeitbau ist. Recht kitschig und im perfekten Zustand befindlich und mit schönem, weitläufigem gepflegten Park dahinter, wird es heute als Hotel genutzt. Laut Website kann man im Nebenhaus schon für 27€ (Einzel-) bzw. 46€ (Doppelzimmer) übernachten. Bei den Suiten im Schloss-Hauptgebäude ist man dann ab 88€ dabei.
Als zweite Sehenswürdigkeit haben wir den Wasserturm - den hatten wir erst für einen Bergfried gehalten, dann für einen historistischen Aussichtsturm - auf einem Hügel am Ortsrand (weithin zu sehen, der Aufstieg jedoch ist schwer zu finden, da zwei Trampelpfade mitten durchs Gebüsch die einzigen Wege hoch sind) ausgemacht. Rein kann man dann - aus Zeitmangel habe ich mir die Kletterei dann aber doch gespart - nur durch ein Fenster ca. 3m über dem Boden. Dort wurde die Versiegelung eingeschlagen und ein Seil befestigt.

Ein paar Minuten vor Anpfiff der Partie fanden wir uns dann im Stadion Teutschenthal ein, dass auf einer Längsseite teilweise sechs Stufen - schön mit ordentlich gemähtem Gras bewachsen - zu bieten hat. Durch den Graswall bietet die Anlage so etwa 2.000 Zuschauern Platz. 50 kamen heute, von denen aber keiner in Erscheinung trat. Ob die Zuschauer sonst aggressiver sind, weiß ich nicht, aber wenn ja, dann weiß ich, warum das komplette Spielfeld mit einem Drahtzaun abgesperrt ist, was für ein Stadion im mittleren Amateurbereich sehr ungewöhnlich ist.

Das Spiel ging langsam los, doch die erste Möglichkeit für die eine Klasse höher spielenden Gäste wurde gleich verwertet. Bis zur Halbzeit passierte aber leider kaum etwas. Ein wirklich schwaches Spiel.

Sofort nach der Pause wurde es allerdings besser. Nach einigen vergeben Chancen und einem zu Unrecht aberkannten Eigentor des Gastgebers stand es 10 Minuten nach dem Seitenwechsel durch einen schönen Schuss ins Eck 0:2. 10 weitere Minuten vergingen, ehe das 0:3 fiel und gleich darauf fiel auch der Anschlusstreffer der jetzt besser ins Spiel gekommenen Teutschenthaler. Danach wurde ein Foul an der Strafraumgrenze vom teils unsicheren Schiedsrichter als Elfmeter ausgelegt. Das Geschenk nahm der Spieler von Rotte jedoch nicht an bzw. der Torwart sprang schnell genug ins Eck. Nur wenige Minuten später erzielte Teutschenthal auch noch den Anschlusstreffer, doch der Ein-Tor-Vorsprung wurde von Rotation durch Druckaufbau und gute Verteidigungsarbeit über die Zeit gerettet. Genau in dem Moment, als der Schiedsrichter abpfiff, ging übrigens die Sirene der Feuerwache, die sich in der gleichen Straße wie das Stadion befindet, los.

Nach dem Spiel nahmen wir einen komplett anderen aber nur einen Kilometer längeren Weg von Teutschenthal nach Merseburg.

Statistik:
Ground Nr. 332 (neuer Ground; diese Saison: 1 neuer)
Sportveranstaltung Nr. 859 (diese Saison: 1)
Tageskilometer: 50 (Rad)
Saisonkilometer: 50 (50 Fahrrad, 0 Auto, 0 öffentliche Verkehrsmittel, 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 157

Fotos unter:
Der Ort Teutschenthal

SV 1885 - SG Rotation

Sonntag, 25. Januar 2009

WE130I: Gereizte Radballer und sich blamierende Volleyballer

1. Bundesliga Radballturnier in Zscherben
Samstag, 24.Januar 2008 - Beginn 1. Spiel 14.00
1. Bundesliga
Punkte: Zscherben (Teutschenthal) 10, Ginsheim-Gustavsburg 7, Stahlross Obernfeld (bei Göttingen) 6 (3 Spiele), Altenburg-Ehrenberg 6, Ober-Esslingen 0 (3 Spiele), Mainz-Hechtsheim 0
Bestes Spiel: Altenburg-Ehrenberg 6:8 Zscherben (Teutschenthal)
Schlechtestes Spiel: Mainz-Hechtsheim 1:5 Altenburg-Ehrenberg
Beste Mannschaft: Zscherben (Teutschenthal)
Schlechteste Mannschaft: Ginsheim-Gustavsburg (allerdings nicht spielerisch schlechteste Mannschaft, sondern vom Verhalten gegenüber Schiedsrichtern, Betreuern, Gegenspielern und Zuschauern)
Halle: Sporthalle Zscherben (Kap. 120 Sitzplätze)
Zuschauer: 160
Gesamtqualität: 7,0/10 (gut)
Mainz-Hechtsheim 1:5 Ginsheim-Gustavsburg
Das erste Spiel des Turniers zeigte deutlich, dass die einst wirklich starke Mannschaft von Mainz-Hechtsheim nur noch ein Schatten ihrer Selbst ist, da die ehemaligen Weltmeister aufgehört und an ihre Zweitvertretung, die regulär nur von der Oberliga in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, weitergegeben haben. Hechtsheim ist (zumindest noch) nicht reif für die 1. Bundesliga, was die Hessen aus Ginsheim, die sich im ersten Spiel noch völlig normal gebärdeten, ihnen klar aufzeigten. Vor allem kurz vor und kurz nach der Pause krachte es im Tor der Mainzer.

Altenburg-Ehrenberg 6:8 Zscherben (Teutschenthal)
Das zweite Spiel war dann das beste Spiel, knapp vor dem vorletzten. Es war lange eine offene Partie und vor allem wirklich hervorragend von beiden Seiten geführt: rasant, starke Zweikämpfe aber trotzdem sauber und zudem auch noch massenhaft Tore, aber ohne Torwartfehler nutzen zu müssen. Der Gastgeber zog schließlich kurz vor Schluss mit 5:8 davon und entschied so das Spiel dieser beiden einzigen ostdeutschen Mannschaften für sich.

Ober-Esslingen 2:3 Stahlross Obernfeld (bei Göttingen)
Bei diesem Spiel zeigten zwei gleichwertige Mannschaften ihr mittelmäßiges Können, wobei der Sieger sich doch recht glücklich schätzen konnte, hier die Punkte geholt zu haben. Es hätte auch umgekehrt 3:2 für Esslingen oder 2:2 bzw. 3:3 enden können.

Mainz-Hechtsheim 0:8 Zscherben (Teutschenthal)
Hier wurde Mainz dann wirklich übel vorgeführt. Da konnten die beiden Spielerfreundinnen oder -frauen noch so viel kreischen: der RSV Zscherben zeigte konsequent einen Großteil seines Könnens, spielte auch geschickt (schoss das 0:3 mit der Pausensirene und das 0:4 10 Sekunden nach Wiederbeginn) und nutzte auch nicht zuletzt die vielen Fehler der Mainzer.

Ober-Esslingen 2:4 Altenburg-Ehrenberg
Ein recht ordentliches Spiel von beiden Seiten, jedoch ohne große Höhepunkte.

Ginsheim-Gustavsburg 2:5 Stahlross Obernfeld (bei Göttingen)
Eigentlich kann ich nur auf das voran gegangene Spiel verweisen, aber es muss doch noch angemerkt werden, dass ab diesem Spiel die Unfreundlichkeiten begannen. Die unterlegenen Ginsheimer - besonders der Trainer - fingen an, jede Schiedsrichterentscheidung dümmlich zu kommentieren und jedes in den Weg stellen eines Gegenspielers mit höchstintelligenten Bemerkungen wie „Hey!!!“ oder „Foul!“ zu versehen.

Ober-Esslingen 2:7 Zscherben (Teutschenthal)
Die Bemerkungen wurden in diesem Spiel schlimmer, wobei die völlig unterlegenen Esslinger hier einen ersten Höhepunkt setzten: einer schmiss nach dem 2:5 sein Rad quer durch den eigenen Strafraum und fing an über Schiri und Gegenspieler zu meckern.

Ginsheim-Gustavsburg 7:2 Altenburg-Ehrenberg
Das Meckern ging auch hier weiter, wobei es völlig unverständlich war, dass von Ginsheim immer wieder dumme Bemerkungen kamen, obwohl sie doch deutlich besser spielten.

Mainz-Hechtsheim 1:6 Stahlross Obernfeld (bei Göttingen)
Wieder einmal ein typisches Spiel von Hechtsheim: Anfängerfehler, Ungeschicktheiten, aber immerhin Anstrengungen unternommen und nicht gemotzt. Obernfeld war einfach nur souverän.

Ginsheim-Gustavsburg 7:7 Zscherben (Teutschenthal)
In diesem Spiel schossen die Ginsheimer dann den Vogel ab: typischer Fall von Kolonialherrensyndrom; wo man nicht zuhause ist, hat man ne große Fresse. Das eskalierte dann beim Stand von 7:5 für Ginsheim, zwei einhalb Minuten vor Schluss, als der Unsympathische mit den wenigen Haaren dem Zscherbener Gerdes ins Rad fuhr, woraufhin dieser heftig stürzte und behandelt werden musste. Anstatt sich zu entschuldigen und die Bemerkung eines Zscherbener Betreuers zu Kommissär, also Schiedsrichter und gutem Bekannten von uns, Gerd Heimbach: „Gerd! Gib dem Gelb! Das war ein klarer 4-Meter. Also so was unsportliches!“ einfach hinzunehmen, fuhr dieser auf den Betreuer zu und fing an in zu bedrohen. Die Ginsheimer Betreuer mischten sich nun auch mit ihrer großkotzigen Gehabe ein, sodass sich eine Menschentraube um den Spieler herum bildete, die von Heimbach und zwei Kollegen auseinander gehalten werden musste. Die Pöbelei weitete sich dann auf die andere Ecke der Halle aus, als ich anfing, eine Disqualifikation für Ginsheim zu fordern (ein solcher Feldverweis für das Duo ist durchaus in den Regeln vorgesehen, wenn diese sich unsportlich verhalten - und Zuschauer und Gegner bepöbeln ist das ja). Da war dann natürlich gleich ein Gästefan anderer Meinung und Nettigkeiten wie „Ach du bist doch so ein Klapsmann“ und „Mann, diese Idioten sollen sich vom Feld verpissen! Und du bist doch echt n Armleuchter!“ wurden ausgetauscht.
Ein großes Lob muss man an die Zscherbener aussprechen, die Gerds Entscheidung, nur Freistoß statt 4-Meter zu geben und Ginsheim nicht einmal zu verwarnen, mit einem bloßen „Ey Mann, was soll denn das?!“ kommentierten, anstatt auszurasten und dann Ginsheim vorführten, indem sie noch das 7:7 10 Sekunden vor Schluss machten. Eine wirklich gute Antwort auf das schon regelrecht asoziale Verhalten der Hessen aus dem Mainspitzdreieck.

Mainz-Hechtsheim 1:5 Altenburg-Ehrenberg
Hier riss die Streiterei in unserer Ecke dann einfach nicht ab. Nachdem einer der Ehrenberger den Ball in meine Richtung schoss und ich - am Spielfeldrand sitzend, wie die meisten anderen Zuschauer ja auch - den Arm hob um den Ball nicht ins Gesicht zu kriegen, wies der Kommissär (nicht Gerd, natürlich der andere), der ohnehin schon mit zwei gelben Karten gegen je eine der beiden Mannschaften zwei lächerliche Entscheidungen traf, mich darauf hin, nicht ins Spielfeld zu greifen, was natürlich eine unfreundliche Bemerkung meinerseits „Soll ich den Ball vorn Kopp kriegen oder was? Willst mich wohl verarschen?“ zur Folge hatte, was zu einer erneuten verbalen Auseinandersetzung führte, die aber wenigstens nicht das Spiel beeinflusste.
Leider war dieses letzte Spiel des Turniers das schlechteste. Ehrenberg bekleckerte sich so wie so das ganze Turnier über nicht mit Ruhm und Mainz-Hechtsheim konnte einfach nicht mehr. Diese Mannschaft ist einfach noch zu unerfahren und wird mit großer Wahrscheinlichkeit absteigen.

Zur Atmosphäre in der Halle:
Auch wenn die Beschreibung der Streitereien nach ordentlich Action und eine Überfüllung von 33% nach toller Atmosphäre klingt: es war in Zscherben, wie beim Radball ohnehin meist, nur ein besseres Tennispublikum anwesend. Ab und an mal ein paar Pöbeleien, wobei sich außer mir eigentlich nur noch 10 andere aufgeregt haben, wie in jedem Turnier, manchmal ist in Mücheln mal mehr Stimmung und die besten Fans, die ich beim Radball je erlebt habe, waren die ausgelassenen Schweizer mit ihren Kuhglocken und Sprechchören bei der Weltmeisterschaft in Chemnitz vor zweieinhalb Jahren, aber alles in allem ist Radball, bei Zuschauerzahlen zwischen 2 und 200 auch kein Wunder, aber nur vom sportlichen Aspekt auf dem Spielfeld von Interesse und nicht vom Verhalten der Anhänger, die oft auch üble Beschimpfungen zwischen den Spielern unkommentiert lassen, obwohl diese sich teils sehr sogar recht aggressiv angehen.
VC Bad Dürrenberg/ Spergau 0:3 VC Leipzig
Samstag, 25.Januar 2008 - 1. Angabe 19.30
1. Bundesliga
Ergebnis: 0:3 nach 93 Min.
Sätze: 24-26, 22-25, 32-34
Besondere Vorkommnisse: Keine
Halle: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: 1.100 (150 Gästefans)
Spielqualität: 3,0/10 (schwach)

Zu diesem Spiel braucht man eigentlich nichts zu sagen, da Ergebnis und Bewertung - letztere ist aber nicht aus Ärger über ersteres entstanden, sondern wäre auch bei genau umgekehrtem Spielverlauf so hingeschrieben worden - eine klare Sprache sprechen. Der 6. blamierte sich gegen den 13. in drei Sätzen, wobei der Vorletzte nicht etwa so gut war, sondern nur weniger schlecht als die katastrophal schwach auftretenden Piraten. Diesmal war das sportliche Niveau der Spieler nicht viel höher als das der Pausentanzgruppe. Wahrscheinlich wäre auch das musikalische Niveau der Spieler nicht schlechter gewesen, aber das wollen wir uns mal lieber nicht antun. Die ständigen ins Netz geschlagenen Angaben, die technischen Fehler und die blind ins Aus gedonnerten Schmetterbälle waren schon schlimm genug. Und das vor allem auf Seite des VC BDS, weswegen diese dann als Verlierer dastanden. Die beste Phase des Spiels, die Phase also, die dieses Spiel dann noch auf 3,0 Bewertungspunkte brachte, war die Endphase des dritten Satzes, also so ab 23:23, die noch erhebliche Spannung beinhaltete und auch sogar ein paar gute Ballwechsel.
Statistik:
Ground Nr. 276 (kein neuer Ground; diese Saison: 46 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 737-738 (diese Saison: 105)
Tageskilometer: 55 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 17.365 (9.270/ 2.960/ 2.710/ 2.425)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 130

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090124a%20RADBALLTURNIER%20IN%20ZSCHERBEN/
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090124b%20VC%20BDS%200-3%20VC%20Leipzig/

Sonntag, 26. Oktober 2008

WE117III: Tschakko’s hat trick obtains Holleben success

TSV 78 Holleben 3:2 SSV 90 Landsberg II
Sunday, 26th October 2008 - kick-off 15.00
Kreisliga (10th level, 6th amateur level)
Result: 3:2 after 90 min. (45/45) - Halftime 2:1
Goals: 1:0 23rd Tschakko, 1:1 41st (?), 2:1 45th Tschakko, 2:2 58th (?), 3:2 82nd Tschakko
Bookings: two for each team
Sent-offs: none
Ground: Sportplatz Holleben (cap. 1,150; 50 seated)
Attendance: 75 (5 away fans)
Match quality: 7.5/10 (good or even very good)

Ground No. 260 (new ground; this season: 30)
Sporting event No. 688 (this season: 55)
Kilometres that day: 30 (bike)
Km this season: 8,120 (4,810/ 1,760/ 1,550)
Number of football matches since the last goalless draw: 98
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 117
Before the Match:
In not more than 45 minutes we arrived at Holleben, a village that is part of Teutschenthal but has a long history. Leaving the Landesstraße for the first badly paved route to the right, you will arrive at the castle and the mill, then at the church. Turning back to the Landesstraße, another church can be seen. On the opposite site to the church there is a sign that shows the way to the football ground that is stuffed in between nice homes, a ruined farm building and a high railway embankment.

The Match:
Both teams started surprisingly well paced into the match. There were a lot of duels and tackling, too. But the teams had great difficulties in scoring goals. Highlight was a scene when a Holleben player rounded the goalkeeper, went towards the empty goal, but hit the post from a distance of two metres. The rebounding ball was then hammered above the goal from five metres off the line.
Nonetheless, after 24 minutes were played, Holleben scored the first goal, consequently to the circumstances with the help of Landsberg’s goalkeeper who fisted the ball before the feet of one attacker who humbled the ball over the line.
Later on, Landsberg equalised by another goalkeeper mistake. Right before the break, Holleben went in front once again by a long distance shot right into the corner.
In the second half, both teams kept the high pace and the hostile way of playing and still wasted many chances.
After Landsberg equalised in minute 58, Holleben added an important goal to their tally eight minutes before the end. So the deserved final result is 3-2.

Entrance and Attendance:
2€ is quite expensive compared to other teams in that league, but the match was worth that dubious price. 75 fans came and most of them behaved as well as I expected before when I saw the clean and beautiful village. No smoking and drinking youngsters who call each other ‘cock suckers’ or ‘gay wankers’ as in Gröst the day before - and no aggressive pensioners. Only one elderly man used to complain about the referee, mostly unjustified, several times - but not in a really aggressive way.

Catering and Referee:
The abovementioned referee was mainly sovereign and fair in his decisions, although there were some scenes which where doubtful.
There were several interesting dishes available at the food stall; liver loaf with chips and onions was mine. Furthermore bratwurst, rissole and bockwurst. The prices were a bit higher than usual, which may have to do with the high income of the village’s inhabitants.

Afterwards:
With a short stop at the chemistry statue in Schkopau, we went back to Merseburg. That match in Holleben was the last amateur match being kicked off at 15 o’clock, due to the shorter days now. From now on it is dark half an hour after the 17 o’clock final whistle.

For more photos see:
The village of Holleben;
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081026a%20Dorfkern%20Holleben%20und%20Atomium%20Schkopau/
The match; http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081026b%20TSV%2078%20Holleben%203-2%20SSV%20Landsberg%20II/