Montag, 22. Dezember 2014

W438III: Essen; Der engste Fußballplatz der Stadt und Geschenkte Karten beim Basketball

Essener Turnerbund “Wohnbau Baskets” ................. 103
Science City Jena ............................................................ 98
- Datum: Sonntag, 21. Dezember 2014 – Tipp-off: 17.00
- Wettbewerb: 2. Liga Pro A (2. Spielklasse, 2. Profibasketballliga)
- Ergebnis: 103-98 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 29-19, 19-22, 18-24, 37-33
- Punkte: Alexander 37, Johnson 22, Jost 18, Buljevic 9, Hacckenesch 5, White 5, Oliver 3, Bartels 3, Khartchenkov 1 (Essen); Morningstar 25, Leutloff 15, Henriquez 13, Bernard 10, Wolf 9, Reyes-Napoles 9, Chones 8, Wendt 4, Virbalas 3, Gintvainas 2 (Jena)
- Fouls: Buljevic 5, Jost 4, Johnson 4, Oliver 4, Alexander 3, Gebhardt 3, Bartels 3, White 2, Hackenesch 1 (Essen = 29); Gintvainis 5, Virbalas 4, Wendt 4, Chones 4, Reyes-Napoles 4, Leutloff 3, Bernard 3, Wolf 3, Henriquez 3, Morningstar 2 (Jena = 35)
- Spielort: Sporthalle am Hallo (Kap. 3.500, davon 2.800 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.800 (davon 2.516 zahlende und mind. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)

Essener SV Frillendorf 1908/1985 ................................. 4
SpVgg. Steele 1903/1909 II ............................................. 1
- Datum: Sonntag, 21. Dezember 2014 – Anstoß: 14.15
- Wettbewerb: Kreisliga B Essen Süd-Ost (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 95 Min. (46/49) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 Marvin Michaelis, 2-0 25. Dennis Geyik, 2-1 32. Tayfun Sarioglu („Foul”elfmeter), 3-1 78. Dennis Geylik, 4-1 80. Marian Maletz
- Verwarnungen: Armin Schürenberg, Christian Fromme (Frillendorf); Martin Bullik, Patrick Blum, Marcel Hülswitt (Steele)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Hubertstraße (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und flottes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: ESV Frillendorf defeat SpVgg Steele Reserves
b) Basketball League 2: ETB Wohnbau Baskets defeat Science City Jena
c) Ruhrgebiet Region: Essen; Cathedral, Synagogue and a Desert of Concrete

Sonntag fuhr ich mit Moritz per Zug nach Essen. Dort schauten wir erstmal in der Innenstadt herum, wo es zwischen unglaublich hässlichen Betonbauten auch zwei oder drei interessante Kirchen und eine Synagoge gibt. Wir liefen dann etwas zu weit nach Süden durch graue Straßenzüge, sodass wir zum ersten Ground erst zur 10 Minute erschienen.

Mit dem engsten Sportplatz im Spielbetrieb in Essen hatte ich dann auch einen interessanten Ground aufgetan. In der Hubertstraße muss man neben der Turnhalle die Treppe runter latschen und geht dann durch ein Tor, am Spielfeldrand entlang und auf die Seite wo das Vereinsheim steht. Außer auf der einen Längsseite gibt es keine Möglichkeiten für Zuschauer dem Spiel auf dem eng umzäunten und von Bäumen bzw. Gebäuden umstandenen Hartplatz zu folgen.

Das Spiel war flott und wurde engagiert geführt, ESV Frillendorf war gerade in Führung gegangen und köpfte bald darauf das 2:0. Mit einem lächerlichen Foulelfmeter der sehenswert verwandelt wurde, kam die Zweite von der Spielvereinigung Steele noch heran. In der zweiten Hälfte schaffte Frillendorf in der Schlussphase noch einen Doppelschlag, der das Spiel entschied. 4:1 für die Gastgeber bei freiem Eintritt vor knapp 40 Zuschauern.  
Zur Halle am Hallo war es dann nicht weit. Da kamen dann zwar 2.500 und eigentlich soll man dort nicht zu knapp Eintritt entrichten, aber wenn man freundlicherweise von einem vom Verein mit den Worten „Frohe Weihnachten“ Freikarten geschenkt bekommt, hat man auch hier freien Eintritt.

Die Sporthalle ist sehr regelmäßig mit Tribünen auf allen vier Seiten gebaut. Die unteren Reihen und alle Reihen hinter den Körben sind Sitzbänke, die oberen Reihen der Längsseiten sind mit blauen Schalensitzen bestückt. Gelungen ist die Sprecherkabine mit ihrer dreieckigen Front. Die ganze Halle ist auch farblich gelungen, da hier Blautöne dominieren.

Die Stimmung wurde dann allerdings nicht von den Essenern dominiert. Selten so ein lächerliches Publikum beim Basketball erlebt. Außer den 10 Hardcore-Fans ging da niemand richtig ab. Und dann dieser lächerliche Hallensprecher, der solche schwachsinnigen Wechselgesänge wie „Wohnbau – Baskets“ anstimmte... Also wenn man schon so einen bescheuerten Namen hat, naja... Aber man kann es auch mit den Worten der Gästefans aus Jena, die mit ihren gerade einmal 20 Leuten fast dauernd zu hören waren, sagen: „gegen den Event-Basketball“, was sich gegen dumme Maskottchen, dumme Hallensprecher und dumme Musikeinspielungen die nur die Stimmung abtöten richtet!

Das Spiel war sehenswert und sehr spannend, wurde allerdings durch die unsaubere Spielweise beider Teams (dauernde Fouls = dauernde Unterbrechungen) und das ständige Auszeitennehmen unnötig in die Länge gezogen. Nach einem starken Start von Essen kam Jena im zweiten Viertel ins Spiel zurück, lag aber trotzdem ständig hinten und wenn sie mal im zweiten oder dritten Viertel mit einem Punkt in Führung lagen, kam Essen dann doch zurück und nutzte auch die Fehlwürfe von Jena. Am Ende waren die Essener einfach genauer und konsequenter vorm Korb und gewannen 103:98.  
Statistik:
- Grounds: 1.253 (heute 2 neue; diese Saison: 99 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.250 (heute 2; diese Saison: 138)
- Tageskilometer: 220 (220 Eisenbahn)
- Saisonkilometer: 25.980 (18.950 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 2.120 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.310 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 438

W438II: Erfolgreicher Samstag für Amicale Steesel

BBC Amicale Steesel ................................................... 106
Basket AS 1937 Soleuvre .............................................. 70
- Datum: Samstag, 20. Dezember 2014 – Tip-off: 20.30
- Wettbewerb: sogenannte Total League (1. Spielklasse im luxemburgischen Basketball, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 106-70 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 26-11, 26-17, 26-22, 28-20
- Punkte: Jeitz 26, Mc Daniel 16, Reimold 16, Picard 15, Belchier 12, Laurent 9, Hoeser 6, Scharz 4, Steinmetz 2 (Steesel); Barden Jr. 21, Miller 20, Koster 10, Benseghir 8, Heuschling 4, Wampach 3, Peffer 2, Bissener 2 (Zolwer)
- Fouls: Reimold 3, Jeitz 2, Laurent 2, Konen 1, Schartz 1, Kapgen 1, Mc Daniel 1, Picard 1, Theisen 1 (Steesel = 13); Heuschling 3, Hemmen 3, Koster 2, Miller 2, Bissener 2, Benseghir 1, Wampach 1, Barden Jr 1 (Zolwer = 15)
- Spielort: Hall Omnisports Alain Marchetti (Kap. 500 Sitzplätze, davon 306 fest installierte Sitzeplätze und 196 temporäre Sitze)
- Zuschauer: ca. 500 (davon ca. 100 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Hervorragendes Spiel von Steesel und starke Stimmung der Heimfans, Zolwer war in allen Belangen klar unterlegen)

B.B.C. Telstar Hesperange (Dames) ............................ 52
BBC Amicale Steesel (Dames) ...................................... 70
- Datum: Samstag, 20. Dezember 2014 – Tip-off: 18.00
- Wettbewerb: sogenannte Total League Dames (1. Spielklasse im luxemburgischen Frauenbasketball)
- Ergebnis: 52-70 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergbnisse: 17-19, 11-22, 16-11, 8-18
- Punkte: Brown 20, Walter 16, Müller 10, L. Schröder 4, N. Schröder 2 (Hesper); Anderson 29, Charlston 21, Schmitz 11, Nilles 6, Weber 3 (Steesel)
- Fouls: Brown 3, Ransquin 3, N. Schröder 3, Müller 2, L. Schrödr 2, Kenens 1, Walter 1 (Hesper = 15); Charlston 3, Weber 3, Schmitz 2, Nilles 1, Anderson 1 (Steesel = 10)
- Spielort: Hall Omnisports Holleschbierg (Kap. 360 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ansehnliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Luxembourg Men’s Basketball Top Division: Amicale Steesel v AS Zolwer
b) Luxembourg Women’s Basketball Top Division: Telstar Hesper v Amicale Steesel
c) LUXEMBOURG: Echternach Town Wall at Night+ Pictures taken in November 2014, 2013, and earlier
d) Rhineland-Palatinate: Castles in Neublankenheim, Dreimühlen, Oberehe, Gerolstein-Lissingen, Mürlenbach, Manderscheid, Seinsfeld, Malberg, Bruch and Dodenburg; Monasteries & Churches in Niederehe, Himmelrod and Kyllburg; Waterfalls in Dreimühlen
Video:
Luxembourg Men’s Basketball Top Division: Amicale Steesel v AS Zolwer (Brass Music and Drums)

Weihnachtsferien, aber für den Besuch im Elternhaus ist es noch ein bisschen früh. Also noch mal nach Luxemburg! Sightseeing gab es diesmal allerdings, da mir in Luxemburg nur noch zwei Schlösser und ein Felsenwanderweg eingefallen wären, nur in Rheinland-Pfalz.

Kaum hatte ich die Landesgrenze von NRW und RP passiert, tauchte auch schon die erste Burg auf. Die Ruine Neublankenheim steht isoliert auf einem Bergsporn inmitten der schönen, bewaldeten Berglandschaft. Mit einem guten Auto kann man bis zum Burgtor hochfahren, was ich auch gemacht habe. Wenn vor den hoch aufragenden Ruinen mit dem markanten Turm allerdings ein Auto steht, passt kein zweites mehr daneben.

Ähnlich in der Lage, aber bis auf einen Mauerrest nicht mehr erhalten ist die über einen Wanderweg – bei so schlechtem Wetter wie heute konnte man aber mit dem Auto hinter fahren: keine Sau war unterwegs – erreichbare Burg Dreimühlen. Die ist nur deshalb interessant, weil neben der Ruine ein kleiner Wasserfall über einen Felsen in einen größeren Bach entwässert.

In Niederehe steht eine sehenswerte Klosteranlage deren Kirche innen schöne Malereien um die Fensterbögen herum und in der Apsis hat. In Oberehe wiederum findet sich ein interessantes Burgschloss mit massivem Portal.

Lissingen bei Gerolstein (Gerolstein ist so hässlich wie fast alle Städte in Rheinland-Pfalz) steht ein sehr heruntergekommenes Burgschloss. Mürlenbach hingegen liegt nicht nur spektakulärer, sondern ist auch sehr viel gepflegter und baulich auch noch ungewöhnlicher, der sie sehr französisch wirkende, eng beieinander stehende Rundtürme mit spitzen Hauben hat. Manderscheid ist noch spektakulärer, da die beiden Burgen dort als Ruinen einen ganzen Berghang zustellen. Wie so oft in der Pfalz waren sie allerdings winters geschlossen.

Wenig lohnend war das Kloster Himmelrod: so eine kahle Barockkirche habe ich noch nie gesehen! Der Wiederaufbau nach Kriegszerstörungen und Säkularisierung schien mir nicht so gelungen. Sehr viel sehenswerter war da die Kirche von Kyllburg. In dem ansonsten sehr toten Kaff trieb ich auch noch einen Dönerladen auf, der ne ordentliche Pizza hinkriegte. Allerdings war das Preisniveau ähnlich schlecht wie woanders in der Pfalz. Also bei genau demselben türkischen Pizzagericht (eine Art Calzone) hatte ich für genau dieselben 6€ das letzte Mal in Brandenburg doppelt so viel auf dem Teller gehabt...

Nahe bei Kyllburg gibt es noch das in Privatbesitz befindliche Wasserschloss Burg Seinsfeld und das im Winter nicht geöffnete uns ziemlich gewaltige Schloss von Malberg. Schließlich schaute ich mir noch die Burg in Bruch, die ebenfalls ungewöhnlich Rundtürme mit spitzen Hauben hat, und das sehr reich gestaltete Schloss in Dodenburg an. Dann ging es nach Luxemburg rüber.  
In Hesper steht oben auf dem Holleschbierg direkt neben dem Stadion von Swift eine ansehnliche Sporthalle mit sehr großem, begrüntem, verglastem Foyer. Der Innenraum hat eine Obertribüne mit vier Reihen schwarzer Holzsitze auf Granitstufen zu bieten.

Zum Spiel der 1. luxemburgischen Frauenbasketballliga kamen natürlich nur sehr wenige Zuschauer, doch es lohnte sich zuzugucken. Besonders die US-Amerikanerinnen beim Gastverein aus Steesel zeigten gute Szenen. Am Ende setzte sich Amicale Steesel auch mit 16 Punkten Unterschied durch.

Die TOTAL sponsert ja die höchsten Basketballligen Luxemburgs und da man in Luxemburg sowieso einen Festpreis für Kraftstoffe hat, den die TOTAL nicht wie in Deutschland zum Abzocken nach oben hin verschieben kann, tankte ich auf dem Weg zum Hauptspiel des Abends an einer TOTAL in Luxemburg-Stadt. Der Liter Diesel für 99 Cent... Hier sah ich übrigens erstsmal in Luxemburg Asikinder, die spät abends noch Alkohol kaufen wollten und in der Tanke rumpöbelten: es waren Portugiesen...  
In Steesel (Steinsel) angekommen, ging es gleich in die sehr ähnlich gebaute Sporthalle Alain Marchetti. Auch hier ein verglastes Foyer und eine Obertribüne mit Granitstufen und vier Reihen schwarzer Holzsitze. Ich setzte mich allerdings nach unten auf die temporären Plätze: Turnhallenbänke auf der Längsseite und Stühle hinter dem einen Korb.

Es war fast jeder Platz belegt und wer nicht Platz nahm, blieb stehen obwohl keine Stehplätze vorgesehen sind. Von den 500 Zuschauern kamen knapp 100 aus Zolwer (Soleuvre). Der Gästeanhang kam allerdings mit nur einer Trompete und einer Trommel und im Laufe des Spiels auch abnehmenden Enthusiasmus‘ nicht gegen den Stimmungsblock von Steesel an. Amicale hatte Trommler, Schlagzeuger und einen Trompeter, sodass die berüchtigte Blasmusik fast nur von den Heimfans ausging. Auch hier wieder wie beim Heimspiel in Zolwer: Sportlieder, Karnevalsschlager und Weihnachtslieder. Einmal wurde auch „Rivers of Babylon“ gespielt...

Auf dem Parkett zeichnete sich schnell ab, dass der Tabellendritte beim Tabellenzweiten nicht viel zu melden haben wird: Zolwer spielte ja nicht schlecht, aber viele Würfe waren zu ungenau, während bei Steesel fast alles saß. In den letzten beiden Vierteln konnte Zolwer den Gastgeber etwas bremsen, doch Amicale Steesel gewann am Ende mit enormen 36 Punkten Unterschied.  
Statistik:
- Grounds: 1.251 (heute 2 neue; diese Saison: 97 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.248 (heute 2; diese Saison: 136)
- Tageskilometer: 470 (470 Auto)
- Saisonkilometer: 25.760 (18.950 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.900 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.310 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 438

W438I: Eishockey NRW-Liga in Troisdorf

Eishockeyclub Troisdorf ............................................... 10
Lippe Hockey Hammer Eisbären 1b ............................. 1
- Datum: Freitag, 19. Dezember 2014 – Anstoß: 20.00
- Wettbewerb: NRW-Liga Eishockey (5. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 10-1 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 5-0, 2-1, 3-0
- Tore: 1-0 2. Richard, 2-0 7. Fegus, 3-0 3-0 13. Richard, 4-0 14. Nocker, 5-0 19. Richard, 5-1 30. Nr. 77, 6-1 31. Nocker, 7-1 32. Hubert, 8-1 41. Metzen, 9-1 50. Müller, 10-1 57. Richard
- Zeitstrafen: Prenger 2+10, Metzen 2+2, 2x Elter, Nocker, Richard, Piontek, Hubert (Troisdorf = 28 Minuten); 12 Min. Nr. 97, 6 Min. Nr. 96, 3x Nr. 17, 2x 70, Nr. 85, Nr. 98, Bankstrafe 10 Min. wg. unkorrekter Ausrüstung (Hamm = 42 Minuten)
- Spielort: Eissporthalle Troisdorf, Icedome Troisdorf (Kap. 1.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon 103 zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz gutes Spiel der Troisdorfer, unterirdische Leistung mit wenigen Lichtblicken bei Hamm)  
Photos with English Commentary:
Amateur Ice-Hockey: EHC Troisdorf v Hammer Eisbären Reserves (League of Northrhine-Westphalia)

An diesem Freitag hatte ich so einiges im Repertoire, wobei die vielen Aufgaben für die Uni schnell das Rahmenprogramm zum Groundhopping wegkürzten – also nichts mit Duisburger Zoo und so was... Auch überhaupt in Richtung Duisburg aufzubrechen (Handball 3. Liga bei den Löwen) verwarf ich bald und die Alternative, sich mal ein Spiel bei der Fortuna in Dusseldorf zu leisten, gleich mit. Irgendwie bin ich dann auf die NRW-Eishockeyliga gekommen, die z.B. in Troisdorf einen guten Standort hat. Eigentlich wollte ich da ja mit dem Rad hinfahren – die 50km hin und zurück sind ja gut machbar – aber bei dem Regen und den Windböen nahm ich halt doch das Auto...

Also viel hin und her, und auch an der Halle angekommen, ging nicht alles so wie gedacht. Ich hatte mit einer schlecht beleuchteten Halle für 300 Leute, die vielleicht zu einem Drittel ausgelastet ist, gerechnet – doch auf dem Parkplatz stand schon alles voll... Also einfach etwas Begrünung frisiert und den Trottel, der anderthalb Parklücken genutzt hat von der Seite her so zustellen, dass er nicht mal mehr mit der Hand durch die Fahrertür greifen kann... Irgendwie habe ich dann in der Eile, da ich nur 10 Minuten vor Anbully ankam, auch noch den falschen Eingang genommen und war dann auf der Tribüne ohne etwas gezahlt zu haben – regulärer Eintritt soll 4,50€ betragen laut Website des EHC...

Der EHC Troisdorf, der sich den Beinamen „Dynamite“ (also nicht wie den deutschen Plural „Dünamiite“ sprechen, sondern Englisch „Dainämait“) zugelegt hat, hat mit dem Icedome (oder auch noch ganz Hochdeutsch als „Eissporthalle“ bekannt) eine ganz ansehnliche Anlage zur Verfügung. Die Infrastruktur passt schon für die Klasse. Die erste Reihe der Obertribüne ist zum Sitzen auf einer langen Holzbank gedacht und dahinter schließen 8 Stehreihen an. Auch hinter dem einen Tor knapp hinter dem Netz darf bis zwei Meter neben der einen Spielerbank gestanden werden. Die durchgesagte Zuschauerzahl war viel zu niedrig gegriffen. Viel los war allerdings wirklich nicht: nur eine kleine Fangruppe mit Fahnen und Trommeln sowie die Typen von der American Football Mannschaft aus Troisdorf machten Stimmung.

Das Spiel war jetzt auch nicht unbedingt begeisternd, aber die die Gastgeber besser als erwartet und insgesamt doch ansehenswert. Hamm kam im ersten Drittel überhaupt nicht ins Spiel und kassierte in regelmäßigen Abständen Gegentreffer. Schon nach den ersten drei, vier Toren zeichnete sich der zweistellige Sieg ab. Im zweiten Drittel hatte der Tabellenzweite gegen den Letzten so seine Mühe, doch nach dem Ehrentreffer hieß es postwendend 6:1 und 7:1. Im Schlussdrittel wurde das Spiel souverän aber eher unspektakulär mit 10:1 zu Ende gebracht. Einen ganz guten Eindruck haben übrigens die Schiris gemacht, nur verteilten die teilweise etwas zu streng die Strafen: also zusammen 70 Strafminuten klingen schlimmer als die Mannschaften tatsächlich spielten. Gerade bei so einer unfähigen Mannschaft wie der Hammer U23 sollte man nicht immer so mit Strafen um sich werfen...  
Statistik:
- Grounds: 1.249 (heute 1 neuer; diese Saison: 95 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.246 (heute 1; diese Saison: 134)
- Tageskilometer: 60 (60 Auto)
- Saisonkilometer: 25.290 (18.480 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.900 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.310 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 438

Montag, 15. Dezember 2014

W437III: Radtour im Fahrradland Nummer 1

Brunssums Sport Vereniging Limburgia/ Kamerland 4
Rooms Katholieke Voetbalvereniging Minor uit Nuth 2
- Datum: Sonntag, 14. Dezember 2014 – Anstoß: 14.30
- Wettbewerb: Eerste Klasse Zondag D (Erste Klasse Sonntag, Staffel D = 5. Spielklasse, 1. niederländische Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 14. NN, 1-1 27. (11), 2-1 60. (12), 2-2 67. (10), 3-2 87. (Foulelfmeter, 9), 4-2 89. (2)
- Verwarnungen: Nr. 3 von Limburgia
- Platzverweise: Nr. 14 von Minor (87. Min. wg. Notbremse)
- Spielort: Sportpark Houserveld (Kap. 5.000, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel mit einigen Durchhängern)  
Photos with English Commentary:
a) Dutch Amateur Football: BSV Limburgia/ Kamerland defeat RKSV Minor Nuth (in Brunssum)
b) The Netherlands: Limburg Province; Vaals, Holset, Parteij, Wittem, Cartils, Wijlre, Oud Valkenburg, Valkenburg aan de Geul, Nuth, Amstenrade, Brunssum

Da ich seit meinem Umzug nach NRW schon mehrere weitere Male in Luxemburg und auch ein weiteres Mal in Belgien war, wollte ich diesmal in die Niederlande, wo ich seit 2008 oder so nicht mehr war. Da bot sich eine Fahrt mit Bahn und Rad nach Aachen an. Am Sonntagvormittag war auch noch schön wenig los: nur die üblichen jugendlichen Schwarzfahrer auf der Flucht durch den Zug vorm Schaffner und ein leicht zugedröhnter Junge, der ständig vor sich hinmeckerte, was ein älterer Fahrgast mit „halt doch mal die Fresse, Junge“ beendete...

Die Radroute führte mich von Aachen aus im Vaalser Quartier über die Grenze. In Vaals gibt es mehrere kleine Schlösser im neobarocken Stil, ein kleines Kloster und – was es woanders in den Niederlanden nicht gibt – kleine Berge oder Hügel, wie im benachbarten Belgien. Interessant waren im weiteren Verlauf der Fahrt der Gutshof und die Kirche von Parteij, das Schloss von Wittem, das Schloss von Cartils, die Kirche von Wijlre und vor allem das Wasserschloss von Oud Valkenburg. In der Stadt Valkenburg selber steht die einzige Höhenburg der Niederlande – kein Wunder bei einem Land dessen Fläche zu 99% aus Tiefebene besteht – oberhalb des eher unansehnlichen Ortes; besichtigt habe ich die Ruine nur von außen, da dort aufgrund des Weihnachtsmarktes ein riesiger Auftrieb war und die Zeit ohnehin langsam knapp wurde. Am Rande des Ortes gibt es noch ein barockes Schloss, dass so wie all die anderen auf dem Weg aussah, aber wenigstens gibt es in dieser Ecke der Niederlanden mal was zu sehen! Nur ist es eine echte Seuche, wie die Schlossbauten alle in Privathand sind.

Ich fuhr dann fast nur noch durch hässliche Orte wie Nuth, schaute noch ein Schloss in Amstenrade an und kam ins ausgesprochen hässliche Brunssum. Wie so oft in den Niederlanden wurde dort die Stadtmitte zubetoniert und mit Plattenbauten und ähnlichen verbaut.  
In Brunssum hatte es mir dann aber das Stadion angetan: zwei Stehstufen auf der einen Längs- und der einen Hintertorseite, auf der anderen Hintertorseite steht eine Lore auf der obersten von vier Stufen und auf den anderen Längsseite finden sich bis zu zehn Stehreihen und mittig zwischen den beiden Stehblöcken eine überdachte Tribüne mit drei Sitzreihen und dahinter weiteren Stehplätzen. Kurios ist die Form des Tribünendachs mit der schneckenartigen Konstruktion anzusehen.

Heute gab es hier ein Spiel der 1. Amateurliga, die sich in Staffeln, die nur am Samstag und Staffeln, die nur am Sonntag spielen, einteilt. Der Gastgeber BSV Limburgia/ Kamerland heißt nach der Provinz Limburg und trägt den idiotischen Beinamen eines Sponsors, der Zimmer (Kamer) vermietet (auf Niederländisch sehr schön: verhuurt; in der Grundform heißt das Verb für „mieten“ sogar „huren“ und ist damit einer der Dutzenden „falschen Freunde“ im Niederländischen, die in Schrift gleich und in der Aussprache ähnlich eines deutschen Wortes sind, aber eine völlig andere Bedeutung haben).
Die Gastmannschaft RSKV (Rooms Katholieke Voetbalvereniging) Minor spielt zwei Ortschaften weiter westlich in Nuth (war ich durchgefahren) und ist ein Verein der Römisch-Katholischen Kirche. Auch in den Niederlanden sind etwa 50% der Menschen konfessionslos, wobei von den 50% Gläubigen (bzw. Praktizierend-Gläubigen) etwa die Hälfte (d.h. 27% der Gesamtbevölkerung) der römisch-katholischen Kirche angehören. Nicht durchweg, aber doch zu meist sind das die konservativeren Einheimischen. Wie bei den deutschen DJK-Vereinen sucht man auch beim RSKV anscheinend (nicht-katholische) Ausländer und Nicht-Katholiken oder zumindest Nicht-Christen vergebens. Interessant ist auch in Anbetracht der mir allerdings idiotisch erscheinenden Diskussion, die einige linke und grüne Gruppen in den Niederlanden um den „Schwarzen Peter“ losgetreten hatten, dass auf der Website plakativ Fotos vom Nikolausfest für die Jugendspieler gezeigt werden, auf denen ebendiese umstrittene Figur gezeigt wird: die beiden Schwarzen sind nämlich geschminkte weiße Niederländer die den schwarzen Knecht vom Nikolaus mimen – Käsköppe mit Schwarzschimmelkulturen sozusagen...

Amateurfußball wird ja in vielen Ländern ziemlich professionell organisiert, aber in den Niederlanden eher nicht: Infos im Internet sind unübersichtlich und oft dürftig und dass in dieser Liag ein Schiedsrichter mit Vereins-Linienrichtern statt richtigen Assistenten auskommen muss, ist schon derb. Dafür aber nur 4€ Eintritt, was günstiger ist als in den beiden Nachbarländern der Niederlande...

Das Spiel war auch auf gutem Niveau, hatte zwar immer mal Durchhänger, aber wusste durch hohes Tempo und guten Einsatz zu gefallen. BSV Limburgia geriet erst unter Druck doch ging dann in Führung, danach glich Minor aus. In der zweiten Halbzeit gelang Limburgia wieder die Führung, wobei der Minor-Linienrichter Abseits gesehen haben wollte, was der Schiedsrichter aber überging. Kurz darauf fiel der erneute Ausgleich. Lange schien es dann auf ein Unentschieden hinaus zu laufen, doch am Ende gelang nach einer Notbremse ein Doppelschlag: erst der Elfmeter zum 3:2, dann ein Abstauber zum 4:2.

Ich fuhr zurück über Herzogenrath, wo ich die Bahn nach Aachen nahm. Via Köln und Brühl ging es dann zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.248 (heute 1 neuer; diese Saison: 94 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.245 (heute 1; diese Saison: 133)
- Tageskilometer: 300 (210km Zug, 90 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 25.230 (18.420 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.900 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.310 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 437

W437II: Ju Jutsu in Rastede

18. X-MAS Turnier Ju Jutsu in Rastede
- Datum: Samstag, 13. Dezember 2014 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Internationales Ju Jutsu Turnier in den Kategorien Fighting, Duo und Newaza
- Ergebnisse: N.N.
- Austragungsort: Mehrzweckhalle Feldbreite (Kap. 1.500, davon 900 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (überwiegend Aktive und Betreuer in ihren jeweiligen Wettkampfpausen)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Sehenswerter Sport, hier aber eher durchwachsen im Wettkampfniveau)  
Photos with English Commentary:
a) Martial Arts: International Ju Jutsu Tournament in Rastede
b) Lower-Saxony: Rastede, Wiefelstede, Bad Zwischenahn, Edewecht, Sögel (Clemenswerth), Eggermühlen

Am Samstag wollte ich mir mal wieder eine neue Sportart ansehen. Die hatte ich zwar mit einer anderen verwechselt, von der ich sehenswerte da sehr actionreiche Videos im Internet gesehen hatte (Jiu Jitsu), aber das machte nichts. Ich bin natürlich trotzdem nach Rastede im Ammerland bei Oldenburg gefahren um mir ein Turnier im Ju Jutsu, das in den Formen Fighting, Duo und Newaza ausgetragen wurde, anzusehen.

Ju-Jutsu ist eine deutsche Kampfkunst, die als Selbstverteidigungssystem wie auch als Wettkampfsport vermittelt wird. Angelehnt ist sie an das japanische Jiu-Jitsu (aber nicht identisch wie gesagt), was sich ja auch wiederum vom BJJ (Brazilian Jiu Jitsu) unterscheidet. An letztgenanntes angelehnt ist das Newaza, was irgendwie nur aus Bodenkampf besteht und daher sehr statisch ist und wenn nicht gerade Weltklasseathleten am Werk sind, auch eher langweilig für den Zuschauer. Sehenswerter sind das Fighting, bei dem mit Leichtkontakt in drei zeitlich voneinander getrennten Kampfabschnitten in unterschiedlichen Arten gepunktet wird. Auch interessant anzusehen ist die partnerweise vorgetragene Duo-Kategorie: dort werden vorher einstudierte und abgesprochene Techniken präsentiert.

Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien und wohl noch zwei, drei anderen Nationen. Die Jüngsten waren so um die 6 oder 7 Jahre, aber es gab auch Erwachsenenkämpfe und in allen Klassen wurde nach Geschlecht und Gewicht getrennt. Ausgenommen natürlich das Duo, da man dort wie beim Tanzen oder Eiskunstlauf Wertungen für die sauber dargebotenen Techniken bekommt.

Ausgetragen wurde das Turnier bei freiem Eintritt in der Mehrzweckhalle Feldbreite, die zur seltenen Kategorie der Doppelsporthallen gehört. Sie ist zwar nur etwa 30m breit aber dafür knapp 100m lang, sodass zwei Handballfelder hintereinander Platz haben. Eine größere Halle von der Spielfläche her ist mir in Deutschland nur in Senftenberg (Niederlausitzhalle) untergekommen, da dort noch eine Leichtathletikbahn drumherum geht. Man kann sich auf den fünf bis sechs Sitzreihen oder den Stehrängen hinter den Sitzen bzw. gegenüber im Oberrang platzieren. Die Halle ist völlig symmetrisch, was man u.a. an dem doppelten Sprecherturm merkt.  
Ich blieb nicht bis zum Ende des Turniers, sondern schaute mir noch etwas die Gegen an. Rastede selbst hatte ich ja vorher schon besichtigt und das Schloss mit dem Park, in dem sich auch eine Kirche mit gesondertem Glockenturm, eine Pferderennbahn mit Bolzplatz darin und einem Palais befinden, als sehenswert befunden.

In Wiefelstede gibt es ebenfalls eine Kirche mit abstehendem Glockenturm (alles aus Backstein). Bad Zwischenahn an einem See, der sich „Zwischenahner Meer“ schimpft gelegen, ist ein eher langweiliges Kaff mit ein paar wie in einem Freilichtmuseum aufgestellten, rätgedeckten Fachwerkhäusern. Edewecht war gar nicht so uninteressant, da an der Hauptstraße eine Windmühle und eine Kirche mit Holzglockenturm sofort ins Auge fallen. Interessant war Sögel, denn am Rande des Ortes führt eine Allee vom Lidl auf das sehr ausgefallene Schloss Clemenswerth zu: dieses Schloss ist eine Ansammlung von Pavillons die zusammen mit einer Schlosskirche symmetrisch und kreisförmig um einen zentralen Pavillon (das eigentliche Schloss) angeordnet sind – alle diese Gebäude sind sehr klein. Ich fuhr schließlich noch nach Eggermühlen, wo es ein ordentliches Wasserschloss gibt, und kehrte dann nach Wesseling zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.247 (heute 1 neuer; diese Saison: 93 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.244 (heute 1; diese Saison: 132)
- Tageskilometer: 670 (670km Auto)
- Saisonkilometer: 24.930 (18.420 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.690 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.220 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 437

W437I: Handball in Korschenbroich

TV Korschenbroich 1900 .............................................. 24
SG Ratingen 2011 .......................................................... 20
- Datum: Freitag, 12. Dezember 2014 – Anwurf: 20.00
- Wettbewerb: 3. Liga West (3. Spielklasse im Handball, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 24-20 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 11-12
- Tore: Goerden 6, Mantsch 6, Zimmermann 4, Gelbke 4, Deppisch 3, Schiffmann 1 (Korschenbroich); Schütte 6, Oesterwind 4, Schulz 3, Kasal 3, Zobel 1 (Ratingen)
- Siebenmeterquote: Korschenbroich 56% (5 von 9); Ratingen 33% (1 von 3)
- Gelbe Karten: Goerden, Neukirchen (Korschenbroich); Janus, Bartmann, Oesterwind, Trainer Ratka (Ratingen)
- Zeitstrafen: 2x Neukirchen, 1x Zimmermann (Korschenbroich = 6 Minuten); 3x Janus, 2x Giela, 1x Lenz, Zobel, Bartmann, Schulz, Kasal, Torwart Stecken, Trainer Ratka (Ratingen = 24 Minuten)
- Platzverweise: 58. Min. Ratingens Trainer Ratka (Rote Karte wegen wiederholt unsportlichen Verhaltens), 59. Min. Ratingens Janus (3. Zeitstrafe)
- Spielort: Waldsporthalle (Kap. 900, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 650 (davon Gästefans: mind. 15)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Ziemlich dürftiges Niveau für 3. Liga, aber spannend war’s schon...)  
Photos with English Commentary:
Handball 3rd Division: Korschenbroich defeat Ratingen

Diesen Freitag gab es wieder 3. Handball-Liga zu sehen, diesmal in Korschenbroich. Deren Heimspielstätte heißt Waldsporthalle und ist ein ganz ordentlicher Bau, der allerdings nur über eine Tribüne auf einer Längsseite (sieben Sitzreihen und dahinter drei Stehreihen) verfügt. Architektonisch herausragend ist da nichts. Auch die Stimmung war alles andere als herausragend. Auffällig war eher, wie überteuert der Eintritt war mit 8€ bis 10€ je nach Platz und kaum Ermäßigungen.

Dafür, dass die Karten so teuer waren wie ich es bisher nirgendwo in Liga 3 gesehen hatte, war das Spiel so schlecht wie kein zweites das ich bis jetzt in der 3. Liga geschaut habe. Man muss sich schon fragen, was das schief läuft, wenn erst der Ball mehrfach beim Pass aus der Hand fällt und dann Minuten später so viel Haftmittel auf die Pille gewichst wird, dass der Ball beim Auftippen auf dem Hallenboden kleben blieb. Sowas hab ich ja noch nicht mal in der Kreisliga erlebt!

Das erste Tor fiel erst nach weit über vier Minuten und Ratingen war bis zu 8. Minuten nicht einmal erfolgreich. Kurz vor der Pause schafften sie es aber trotz mehrfacher Unterzahl das Spiel auf 11:12 zu drehen. Korschenbroich verwarf noch einen höchst zweifelhaften Siebenmeter in der 30. Minute. Nach der Pause dauerte es einige Minuten, doch der Gastgeber kam zurück und riss das Spiel an sich. Zum Ende wurde es sogar besser und fand mit dem 24:20 ein verdientes und recht spannendes Ende. Dass Ratingen die Partie noch aus der Hand gab, hatte übrigens nicht viel mit der einseitigen Bestrafung durch die Schiedsrichter zu tun. Die Gäste waren auch nicht sonderlich diszipliniert, was bei so einem arroganten Kotzbrocken von Trainer auch kein Wunder ist. Vier Mal so viele Zeitstrafen für Ratingen wie für Korschenbroich war dann aber doch übertrieben von den wenig überzeugenden Schiedsrichtern...  
Statistik:
- Grounds: 1.246 (heute 1 neuer; diese Saison: 92 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.243 (heute 1; diese Saison: 131)
- Tageskilometer: 130 (130km Auto)
- Saisonkilometer: 24.260 (17.750 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.690 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.220 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 437

Montag, 8. Dezember 2014

W436IV: 8 Stunden mit der Bahn unterwegs für 2 Stunden im Stadion

Herforder S.V. Borussia Friedenstal 1953 FR ............. 1
1. FFC Turbine Potsdam FR ......................................... 3
- Datum: Sonntag, 7. Dezember 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: 1. Frauenfußballbundesliga, sogenannten Allianz Frauen-Bundesliga (1. Spielklasse im deutschen Frauenfußball)
- Ergebnis: 1-3 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 11. Genoveva Anonma, 1-1 26. Kirsten Nesse, 1-2 29. Pauline-Marie Bremer, 1-3 46. Pauline-Marie Bremer
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ludwig-Jahn-Stadion (Kap. 17.000, davon 2.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (offiziell angeblich 563, Gästefans mind. 60)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Allenfalls mittelmäßiges Spiel: selbst mit einer dürftigen Leistung gewinnt Turbine Potsdam gegen den designierten Absteiger aus Herford)  
Photos with English Commentary:
a) Women’s Football Top Flight: SV Herford v Turbine Potsdam at Ludwig-Jahn-Stadium
b) Ostwestfalen Region: Herford Old Town 

Das NRW-Ticket, das man in Bonn mit seinem Studentenstatus erwirbt, ist ja schon eine tolle Sache: alle Regionalzüge dürfen kostenfrei benutzt werden und eine Fahrradkarte braucht man auch nicht. Allerdings ist eine Fahrradmitnahme oft nur stehend möglich, sodass ich bei dieser riesigen Strecke heute ohne Rad fuhr. Und ob ich nochmal so eine quer durch NRW Bahnfahrt mache (Rheda-Wiedenbrück, Bielefeld oder Paderborn wären solche Ziele, die in den nächsten Monaten noch anstehen), weiß ich auch nicht. Zumindest werde ich vermeiden über Düsseldorf zu fahren: dieser scheiß Bahnhof hat nur oben auf dem zugigen Bahnsteig und unten in der U-Bahn Sitzgelegenheiten. Jegliche Essensangebote sind teurer als z.B. in Halle/ Saale oder Leipzig, wo man wenigstens im Foyer oder in Leipzig sogar in den wärmeren Arkaden sitzen kann, und geht man in D’dorf aus dem Bahnhof raus, kommt man gleich in die Straße die eine Kombination aus Spielhölle und Strich ist – zu niedrigen Preisen aber mieser Qualität kann man sich dann was zu Essen beim Döner kaufen. Und das schlimmste bei den Routen über Düsseldorf: die Umsteigezeiten von und nach Köln sind im Bereich 45 bis 55 Minuten!

In Herford sah es dann so aus, dass ich mir noch schnell eine Ecke der Altstadt, die ich noch nicht kannte – ist aber nicht besonders sehenswert – anschaute und zügig was zu Essen holte und dann zum 3km entfernten Stadion lief. Das Ludwig-Jahn-Stadion heißt wohl nach Friedrich Ludwig Jahn, wobei die Schreibweise hier immer ohne Friedrich auftaucht. Jedenfalls kosteten die Karten für die 1. Frauenbundesliga 9€ (ermäßigt 8€) und man konnte sich dann entweder auf die Stufen der hohen Gegentribüne (die niedrigeren Kurven waren gesperrt) stellen oder auf die überdachte und mit roten, blauen und schwarzen Schalensitzen bestückte Haupttribüne setzen.

Turbine Potsdam war ganz gut mit ihrer Anhängerschaft vertreten und übertönte die lächerlichen Fans vom Herforder SV zu jeder Zeit. Der Gast war auch durchweg die bessere Mannschaft, wobei es nicht überzeugend war, was Turbine da zeigte. Hinter Wolfsburg, Bayern und Frankfurt hatten sie sich abgesetzt von Rest der Liga und Herford ist siegloser Tabellenletzer, also da könnte man schon ein souveränes Auftreten erwarten. Aber Potsdam spielte ziemlich fehlerhaft und unsicher, nur durch die völlige Überforderung der Heimabwehr gelang eine schnelle Führung. Nach dem unnötigen Ausgleich ging Potsdam, erneut nach einem Abwehrfehler 1:2 in Führung. Direkt nach der Pause fiel die Entscheidung zum 1:3. Danach gab es Chancen auf beiden Seiten aber keine Tore mehr.  
Statistik:
- Grounds: 1.245 (heute 1 neuer; diese Saison: 91 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.242 (heute 1; diese Saison: 130)
- Tageskilometer: 610 (600km Eisenbahn, 10km Auto)
- Saisonkilometer: 24.130 (17.620 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.690 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.220 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

W436III: Torlos in der Roten Erde

BV Borussia Dortmund 1909 II ..................................... 0
FC Rot-Weiß Erfurt ........................................................ 0
- Datum: Samstag, 6. Dezember 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. professionelle Fußballspielklasse)
- Ergebnis: 0-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: keine
- Verwarnungen: David Solga, NN (Dortmund); Luka Odak, Jens Möckel, Okan Aydin, Juri Judt (Erfurt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Rote Erde (Kap. 25.000, davon 10.000 freigegeben, davon 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.000 (davon 2.080 zahlende und ca. 300 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beschissenes Spiel mit nur ganz wenigen Torszenen, aber gute Stimmung)  
Photos with English Commentary:
a) 3rd Division: Borussia Dortmund Reserves v Rot-Weiß Erfurt
b) VIDEO: Support during Game Borussia Dortmund v RW Erfurt
b) Animal Pictures: Dortmund Zoological Garden

Die Route am Samstag war eisenbahntechnisch erträglich: von Brühl nach Köln (15 Minuten Umsteigezeit), von Köln nach Hagen (20 Minuten Umsteigezeit) und von Hagen nach Dortmund-Tierpark – aber da so viele Idioten zu dem scheiß Weihnachstmarkt in Dortmund wollten und zwei Stationen weiter zum Hbf fuhren, war es in dem Schienenbus (so kleine Asihänger werden in NRW kaum eingesetzt wegen der Menschenmassen die man transportieren muss) mal wieder extrem voll...

Im Tierpark, der mit verhältnismäßig niedrigem Eintritt (8€, ermäßigt zwischen 2,00 und 4,50€) glänzt, gibt es in einer schönen Parklandschaft, die sich auch noch frei zugänglich außerhalb des Zoos fortsetzt (dort kann man u.a. ein künstliches Moor anschauen), eine respektable Auswahl an Arten zu sehen. Als Highlights gelten die Robben (Seelöwen u.a.), Giraffen, Löwen und Nashörner. Sehr gut gelungen sind auch das Affenhaus und die Faultieranlage: die faulen Viecher laufen innerhalb des Hauses sogar frei herum, bzw. sie klettern direkt über dem Besucher ohne Trennwände herum... Nicht so gut war an zwei Stellen das Fotografieren: fast alle Vogelvolieren sind noch vergittert statt verglast und entsprechend kann man wegen der weiten Absperrung (in Tierparks wie in Merseburg kann man ja die Kamera oft direkt an die Gitter anlegen, was hier nicht ging) nichts aufnehmen und im Tropenhaus habe ich zum ersten Mal erlebt, dass auch mal die innere Linse (nicht nur die erste außen, was schnell weggewischt ist) beschlagen kann, sodass ich dort gar keine Fotos von Schildkröten und Fischen machen konnte.  
Auch beim Fußball war das Fotografieren nicht so zufriedenstellend, denn nur das Stadion und die Fans lohnten Aufnahmen – vom Spiel konnte man kaum eine Szene für ein Bild verwerten.

Im Schatten des riesigen Westfalenstadions wirkt das gar nicht mal so kleine Stadion Rote Erde winzig. Von den 25.000 Plätzen sind auch nur 10.000 freigegeben. Die Kurven mit ihren Stehplätzen sind sehr ausgedehnt, wobei ich mich in der einzigen offenen Kurve hinter dem Kassenbereich (der ist kombiniert mit Fressbuden, man kann also „einmal Stehplatz, ein Bier, eine Bratwurst“ bei ein und demselben BVB-Mitarbeiter bestellen) unter den markanten Bäumen platzierte. Die Gegentribüne mit ihren Stehplätzen und dem kleinen steinernen Turm waren vor allem von den etwa 400 Erfurtern belegt. Die waren zwar recht gut drauf, aber konnten nicht mithalten mit den stimmgewaltigen Dortmunder Ultras, die in mindestens gleichgroßer Zahl die linke Hälfte der sehr schönen, überdachten Haupttribüne, auf den mit Lehnen versehenen Holzbänken stehend, rockten. Die Stimmung kann man sich ja im obigen Video verdeutlichen.

Keine großen Beschreibungen wert sind Spiel und Rückfahrt. War beides langweilig. Was das Spiel anging, muss man nur sagen, dass beide Teams ausgeglichen schlecht spielten und sich blockierten, sodass es kaum Torchancen gab. Erfurt hatte die besseren und hätte sich im Mittelfeld etwas nach vorne arbeiten können, wenn man gegen den Abstiegskandidaten BVB U23, der von allen U23-Teams immerhin die besten Zuschauerzahlen zieht, den Pflichtsieg eingefahren hätte.  
Statistik:
- Grounds: 1.244 (heute 1 neuer; diese Saison: 90 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.241 (heute 1; diese Saison: 129)
- Tageskilometer: 210 (200km Eisenbahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.520 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.220 Fahrrad/ 1.090 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

W436II: Zwei Elfmeter zum Sieg für BMG U23

VfL Borussia Mönchengladbach II ............................... 2
FC Viktoria Köln 1904 .................................................... 1
- Datum: Freitag, 5. Dezember 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 1. Bilal Sezer (Foulelfmeter), 2-0 62. Bilal Sezer (Foulelfmeter), 2-1 90. Mike Wunderlich
- Verwarnungen: Markus Brzenska, Claus Costa, Jerome Assauer?, Andreas Schäfer (alle Viktoria Köln)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Grenzlandstadion (Kap. 10.000, davon 2.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (davon 343 zahlende und ca. 70 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
German Regional League West: Borussia Mönchengladbach Reserves v FC Viktoria Köln

Am Freitag traf ich mich erst mal mit einem Kumpel aus der Uni im Arithmeum Bonn, dass eines von vielen Museum der Stadt ist und dann ging es nach Mönchengladbach zum Regionalligafußball. Fährt man mit der Bahn, steigt man am besten in Rheydt Hauptbahnhof aus und läuft dann erst 1km parallel zur Bahn um dann rechts in die Nordstraße einzubiegen, wo man nach einem weiteren Kilometer die Stadien vom Rheydter SV und Borussia Mönchengladbach U23 (letzteres heißt Grenzlandstadion) findet. Das Grenzlandstadion ist nicht so sehenswert wie das benachbarte RSV-Stadion aber schon ein ansehnlicher Bau. Auf drei Seiten Stehränge, die aber nur auf der Gegenseite wirklich hoch gebaut sind und in den Hintertorbereichen durch zwei mickrige Marathontore unterbrochen sind. Auf der vierten Seite gibt es eine überdachte Sitztribüne mit dunklen Bänken. Sinnloserweise soll man für einen Stehplatz genauso 8€ zahlen wie für die überdachte Tribüne, doch mit Studentenermäßigung (die es wie auch Rabatte für Jugendliche und Rentner nur auf den Stehplätzen gibt) zahlt man nur die Hälfte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen der Regionalliga ging diese Partie furios los: der Gast aus Köln zeigte eindrucksvoll wie sehr sie sich im Abwärtstrend befinden und verursachte schon nach weniger als 60 Sekunden einen Foulelfmeter, der vom türkischen BMG U23-Stürmer sicher verwandelt wurde. Trotz Unterstützung einer recht stimmgewaltigen Viktoria-Fanschar kickten die Kölner durchweg wie ein Absteiger: wenn sie die nächsten 10 Spiele auch nicht gewinnen, werden sie dann – nachdem sie aus unerfindlichen Gründen in den ersten Wochen der Saison auf Platz 1 standen – auch endlich dahin kommen wo sie hingehören.

In der Halbzeit erklärte mir noch ein Gladbacher Ultra, dass er eine Wette mit einem Kollegen hat und er mit seiner Sturmhaube vermummt unerkannt durch die gesperrten Bereiche auf die Tribüne gelangen muss – klappte auch – und nach der Pause war in einem ganz ordentlichen Spiel die Heimelf weiter am Drücker kam nach einem ungeschickten Einsteigen im Strafraum zu einem weiteren Elfmeter, den derselbe Schütze auch wieder sicher verwandelte. Erst in der Schlussminute stocherte Viktoria noch den Ball zum 2:1 Anschlusstreffer ins Gladbacher Netz. Doch das interessierte die verärgerte Gästefans, die sich immer wieder Pöbeleien mit Gladbacher lieferten, nicht mehr so richtig: nun ging es verbal gegen Trainer und Vorstand...  
Statistik:
- Grounds: 1.243 (heute 1 neuer; diese Saison: 89 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.240 (heute 1; diese Saison: 128)
- Tageskilometer: 160 (150km Eisenbahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.310 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.210 Fahrrad/ 890 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

Freitag, 5. Dezember 2014

W436I: Flutlichtspiel mit dem „Haus Spaniens”

SC Schwarz-Weiß Köln 1912 ......................................... 1
Ideal Club de Futbol Casa de España (Colonia) .......... 1
- Datum: Donnerstag, 4. Dezember 2014 – Anstoß: 19.50
- Wettbewerb: Kreisliga B Köln, Staffel 2 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 51. Raphael Heidkampf, 1-1 61. Damir Brkan
- Verwarnungen: Raphael Heidkampf, Murat Aldemir (Schwarz-Weiß); Marko Vidacak (Espana)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Aschenplatz Kolkrabenweg (Kap. 2.000, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittsspiel)  
Photos with English Commentary:
a) Football: Schwarz-Weiß Köln v Casa de Espana Köln (Cologne Amateur League 2)
b) Other: Brühl Palace (Northrhine-Westphalia) & Quedlinburg Palace (Saxony-Anhalt)

Nachdem ich letztes Wochenende mal wieder in Sachsen-Anhalt war – die beiden letzten Bilder unter „b)“ stammen noch von meiner Rückfahrt; nach einem Besuch in Staßfurt ging es spät abends quer durch den Harz und via Göttingen nach Wesseling zurück – heißt es diese Woche wieder quer durch schon bekannte und mir noch unbekannte Gegenden in NRW. Diese Woche werde ich auch mal alle Grounds mit der Bahn besuchen. Bereits am Donnerstagabend hatte ich Zeit für einen Spielbesuch. Es wurde ein Kreisliga-B-Spiel auf einer Sportstätte mit dem schönen Namen „Aschenplatz Kolkrabenweg“ – irgendwie benennen die im hässlichen NRW ihre Sportstätten gerne nach hässlichen Tieren (siehe Iltispark Duisburg-Hamborn)... – ausgetragen. Um dort hinzukommen bin ich nach der kurzen Radtour nach Brühl in den Regionalzug und in Köln-West in die Stadtbahn, die als kombinierte U- und Straßenbahn bis fast direkt vor den Hintereingang der Sportanlage im Kolkrabenweg (Ecke Wolfssohnstraße) fährt. Gastgeber auf der nur niedrige Stehstufen auf beiden Längsseiten des schlechten Hartplatzes und eine kleine Hütte von Vereinsheim vorweisenden Anlage ist der Sport Club Schwarz-Weiß 1912.

Interessanter war eigentlich der Gastverein, da er laut Website der älteste noch existente ausländische Club Kölns ist, der aber mehrfach betont, dass er nicht nur Spaniern offen steht. In der Mannschaftsaufstellung finden sich auch in der Tat kaum zur Hälfte spanische Namen, sondern neben gemischten Namen (deutsch-arabisch, deutsch-spanisch) auch slawische, türkische, portugiesische und italienische. Interessant ist die Bemerkung auf der Vereinswebsite (http://casa-espana-colonia.de/): „Anlässlich dieser bedeutenden Vorgänge [Umzug auf neue Sportanlage] hat der Verein auch sein Vereinslogo überarbeitet und modernisiert. Der Adler der bisher auf der Brust der Spieler prangerte [ja, was hat er denn da angeprangert, der Adler?!], stellt sich freundlicher, moderner und offener dar.“ Anders ausgedrückt erhält man: Wir haben den Adler jetzt so verfälscht (siehe neues Vereinswappen), dass man nicht mehr erkennt, das wir Madrilenen in den 1960ern als unser damaliger Führer Franco noch regierte, sein von den Königen inspiriertes vermurkstes faschistisches Wappen abgewandelt haben (siehe altes Vereinswappen im Vergleich zum Franco-Staatswappen zur Gründungszeit des Clubs)...

Aber wie auch immer, im Club hat sich einiges geändert, wahrscheinlich mehr als in Spanien ansonsten. Was nur typisch spanisch war, war die Spielweise von Casa Espanol: kurz und knackig spektakulär beginnen (hier rettete eine Torwartparade nach zwei Minuten den besser stehenden SC Schwarz-Weiß vor dem frühen Rückstand) und dann doch von hinten aufbauen und den Gegner kommenlassen. Und vor allem, ganz wichtig: bei jeder ruppigen Berührung so laut schreien als müsse der Notarzt kommen oder als sei die Karriere durch ein höchst unsportliches Brutalofoul gefährdet... Der Schiedsrichter ging sehr lasch mit beiden Mannschaften um, da er offensichtlich keine Lust hatte, mit gelben Karten – Schwarz-Weiß wegen handelsüblicher Fouls und Casa Espanol wegen Meckerns und Reklamierens – um sich zu schmeißen. Als der Gastgeber nach einer torlosen aber gar nicht mal schlechten ersten Hälfte das Ruder endlich richtig in die Hand nahm und durch einen Schuss ins lange Eck in Führung ging, konterte Casa Espanol und schob gegen die Laufrichtung des Torwarts ein. Mehr als ein 1:1 wurde es trotz Chancen auf beiden Seiten – mehr natürlich auf der Seite der favorisierten Gastgeber – trotzdem nicht.  
Statistik:
- Grounds: 1.242 (heute 1 neuer; diese Saison: 88 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.239 (heute 1; diese Saison: 127)
- Tageskilometer: 50 (20km Eisenbahn, 20km Straßen-/ U-Bahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.150 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.200 Fahrrad/ 740 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436