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Samstag, 22. Mai 2021

W3.0020.II: Test in Köln, Regionalliga in Gelsenkirchen

FC Schalke 04 II ..................................................... 4
Fortuna Düsseldorf 95 II ........................................ 1

- Datum: Samstag, 22. Mai 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 97 Minuten (47/50) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 52. Awassi, 2-0 83. Ceka
- Gelbe Karten: Berisha (S04); Siada, Oberdorf (Fortuna)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Parkstadion Gelsenkirchen (Kap.: 5.000, davon 1.800 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 100 (ca. 30 Offizielle innen und ca. 70 Zaungäste, überwiegend Schalker)
- Spielbewertung: 4,0/10 (Über weite Strecken schwache Partie)
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,5/10 (Viel Auswahl am Zaun und auf einem Parkhaus, gute Sicht, gute Fotomöglichkeiten, kaum Sicherheitskräfte und diese waren freundlich)

1. FC Köln A ............................................................ 2
Borussia Dortmund A ............................................. 1

- Datum: Samstag, 22. Mai 2020 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (beide Teams A-Junioren-Bundesliga West)
- Ergebnis: 2-1 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 1-1
- Tore: NN
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Franz-Kremer-Stadion/ sogenannter Rhein-Energie-Sportpark, Rasenplatz 7 (Kap.: 750 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 50 (ca. 10 Offizielle innen und ca. 40 Zaungäste, darunter mind. 5 Gäste)
- Spielbewertung: 3,5/10 (Dürftig) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 5,5/10 (Nur an einigen Stellen des Zauns gute Sicht und gute Fotomöglichkeiten, nur wenige gute Plätze am Zaun, dafür gar keine Sicherheitskräfte) 1. FC Köln A 2:1 Borussia Dortmund A Photos with English Commentary:
a) Under-19 Friendly: 1. FC Köln vs. Borussia Dortmund
b) 4th Division: Schalke 04 Res. vs. Fortuna Düsseldorf Res.

Ich pendelte an diesem Samstag mal wieder zwischen Köln und dem Ruhrpott. Zuerst bei der Kölner U19 am Zaun. Diesmal leider ein schwacher Kick. Köln zum Glück früh in Führung, vor der Pause auch der Ausgleich und nach dem Seitenwechsel sehr früh das 2:1, doch zwischen den Toren und v.a. nach dem Siegtor tat sich kaum noch etwas. FC Schalke 04 II 2:0 Fortuna Düsseldorf II Sehr zügig trotz Dauerregen über die Autobahn und noch rechtzeitig zum Beginn auf Schalke. Diesmal „nur“ 70 Zaungäste, die meisten auf dem Parkhaus. Dort stellte auch ich mich unter. War wieder die Klimaerhitzung, so Ende Mai ist es ja viel zu heiß, wenn da 14 Grad und massiver Dauerregen sind... Das Spiel plätscherte auch nur so vor sich hin, erst nach der Pause endlich ein Treffer: Schalke mit 25-m-Freistoß an die Latte und im Nachsetzen unters Tordach. In der Schlussphase immerhin noch das 2:0 durch einen präzisen 20m-Flachschuss. Düsseldorf drückte noch mal, aber das wurde nichts mehr.

Was zum Glück von Erfolg gekrönt war und ich während des ohnehin recht müden Kicks verfolgte: Hansa Rostock stieg nach 9 Jahren in Liga 3 endlich wieder in Liga 2 auf. GEILES DING!  Besser in Liga 2 Geister- oder Halbgeisterspiele als in Liga 3! Immerhin durfte ein Bruchteil der interessierten Anhängerschaft nach Testterror und anderen Unannehmlichkeiten ins Stadion: 7.500 Fans erlebten das 1:1 zum Aufstieg – in diesem Jahr das größte Besucherevent neben einigen Anti-Coronadiktatur-Demos...  FC Schalke 04 II 2:0 Fortuna Düsseldorf II Statistik:
- Grounds: 2.787 (0; diese Saison: 129 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.069 (2; diese Saison: 186)
- Tourkilometer: 260 (260km Auto)
- Saisonkilometer: 44.690 (33.560 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.400 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 20 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 5. Mai 2021

W3.0017.II: Sonntags im Ruhrgebiet

Rot-Weiß Essen B ................................................... 1
Borussia Dortmund B ............................................. 3

- Datum: Sonntag, 2. Mai 2020 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (beide Teams B-Junioren-Bundesliga West)
- Ergebnis: 1-3 nach 83 Minuten (40/43) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 36. Ademi, 1-1 66. König, 1-2 73. Onofrietti, 1-3 77. Theocharis
- Gelbe Karten: 2x Essen
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Kunstrasenplatz 2 der Bezirkssportanlage Mitte II (Kap.: 1.000 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 80 (ca. 20 Offizielle innen, davon die Hälfte vom BVB und mind. 60 Zaungäste, davon ca. 15 Dortmunder)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Richtig gut und spannend) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,0/10 (Eine Hintertorseite hervorragend zum Zugucken geeignet, keine Sicherheitskräfte) Rot-Weiß Essen B 1:3 Borussia Dortmund B Photos with English Commentary:
a) Under-17 Friendly: RW Essen vs. Borussia Dortmund
b) Ruhrgebiet: Essen (Zeche Zollverein), Gelsenkirchen (Horst, Berge, Schalke)

Sonntag ging es wieder früh los. In der BSA Mitte II war schon gut eine Stunde vorher der Platz vorbereitet, wir spielten erstmal Tischtennis. Um 11 Uhr begannen dann die B-Jugendteams von Essen und Dortmund ihr Testspiel. Mittlerweile stand auch Tobias im Gestrüpp neben uns. Die Partie war richtig gut, doch überraschenderweise bestimmte Essen bis zur Pause alles. 1:0 war noch zu wenig. Dann kam Dortmund aber richtig ins Spiel und drehte mit teils herausragenden Toren die Partie noch auf 1:3. Rot-Weiß Essen B 1:3 Borussia Dortmund B Wir fuhren auf gut Glück nach Schalke, doch der Sportpark war bis auf den hintersten Kunstrasen völlig ausgestorben und da trainierten nur E-Jugendliche oder so. Also noch mal in die Sportanlage Offene Tür zum Tischtennis und dann zu den Wasserschlössern Berge und Horst. Danach besichtigten wir noch die Zeche Zollverein von außen. Essen Statistik:
- Grounds: 2.784 (0; diese Saison: 126 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.057 (1; diese Saison: 174)
- Tourkilometer: 220 (220km Auto)
- Saisonkilometer: 42.870 (31.920 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.210 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 17 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 28. Januar 2020

W704III: Beim NRW-Derby 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund – in der 2. Tischtennisbundesliga...

1. FC Köln ........................................................ 6
Borussia Dortmund ......................................... 2
- Datum: Sonntag, 26. Januar 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 2. Bundesliga (2. Tischtennisliga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 6-2 Spiele, 19-15 Sätze und 322-304 Bälle nach ca. 140 Minuten
- Statistiken: mytischtennis
- Austragungsort: Alte Sporthalle des Apostelgymnasiums (Kapazität: 200, davon 120 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 110 zahlende und ca. 5 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

Ideal CF Casa de España 1967 (Köln) III ...... 4
VfB 05 Köln/ rechtsrheinisch ........................... 1
- Datum: Sonntag, 26. Januar 2020 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga C Köln/ St. 2 = 10. Liga; 6. Amateurliga gegen Kreisliga D Köln/ St. 5 = 11. und unterste Liga; 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 44. Torre, 1-1 51. Loor, 2-1 56. Loor, 3-1 66. Loor, 4-1 72. Hernandez
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Universitätssportanlagen, Kunstrasenplatz (Kapazität: 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Casa Espana III 4:1 VfB 05 Köln rrh.Photos with English commentary:
a) Table Tennis: 1. FC Köln vs. Borussia Dortmund
b) Football: Casa Espana vs. VfB 05 rrh.
c) Cologne: some pictures from the city centre

Auch am Sonntag ging es aufs Rad. Mit Rückenwind einen 22er Schnitt und noch gerade zum Anstoß aufs Unisportgelände. Verglichen mit den sehr schön gelegenen Plätzen in Bonn (leider kein Spielbetrieb) ist die Anlage unweit der Bahn wenig attraktiv. Der Rasenplatz sieht ungenutzt aus, der Kunstrasenplatz hat nur eine Stehstufe und nichts Besonderes zu bieten. Qualitativ aber sehr hochwertiger Untergrund und daher mittlerweile auch von Agrippina und Casa España mit jeweils etlichen Mannschaften genutzt.

Die III. Mannschaft des spanischen Migrantenvereins – mittlerweile nur noch eine knappe Mehrheit der Spieler Spanier, sonst bunt gemischt und das ursprüngliche Vereinswappen mit dem Franco-Adler haben sie ja auch schon seit einigen Jahren geändert – traf heute auf den VfB 05 rhechtsrheinisch, der nur eine Herrenmannschaft im Spielbetrieb hat; und das in der untersten Klasse im vorderen Mittelfeld. Gegen die nur eine Liga höher dürftig platzierten Gastgeber sahen sie aber in der zweiten Halbzeit keinen Stich mehr. Der VfB-Trainer meinte auch was zu mir, dass die Mannschaft noch unerfahren/ neu zusammengestellt ist, aber hier haben vielleicht auch die Gastgeber mal Spieler der II. oder I. Mannschaft eingewechselt. Jedenfalls drehten Casa España mühelos den 0:1 Rückstand, der kurz vorm Seitenwechsel fiel, auf 4:1 in einer einseitigen zweiten Hälfte. 1. FC Köln 6:2 Borussia DortmundNach einer guten Pide im Lateiner Quartier oder wie das heißt, ging es wieder am Platz vorbei und diesmal in eine Sporthalle. Das Apostelgymnasium hat davon gleich zwei – die größere, neue für Basketball u.a. und die kleinere, alte für Tischtennis. Das erste Mal seit über 2 Wochen bzw. 12 Spielen, dass ich mal wieder Eintritt zahlen muss: 5€ für die 2. Bundesliga, dafür aber bequeme Sitze direkt am Tisch. Es wurden zwei Stuhlreihen und dahinter Stehplätze quer zu den beiden Tischen aufgestellt. Es wird an zwei Tischen parallel gepielt. Beim dortigen Spielsystem werden 2 Doppel und dann 4-8 Einzel gespielt, bis ein Team 6 Spiele gewonnen hat oder es 5:5 ausging. 5:5 endete das Hinspiel zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln. Die als GmbHs ausgegliederten Profifußballabteilungen sind natürlich viel bekannter und ziehen mehr als die knapp 150 Zuschauer, aber ich möchte hier darauf hinweisen, dass beide Vereine auch u.a. Handball anbieten, teils auch in interessanten Hallen. Viele der NRW-Vereine (auch Gladbach und Schalke haben z.B. Handball, erstere auch Tischtennis) haben auch noch andere Abteilungen und sind – im Gegensatz zu z.B. meinem Profi-Verein (Hansa Rostock) – kein reiner Fußballclub in dem Sinne, auch wenn sie vereinsrechtlich und wirtschaftstechnisch nicht mehr viel gemeinsam haben.

Bei den Tischtennisfreunden des 1. FC Köln merkte man auch diese typische Vereinszugehörigkeit in Mischung mit typisch Kölner Lokalliebe – der Hallensprecher spielte beim Einspielen und nach Spielenden Karnevalsschlager ein und begrüßte die Zuschauer in der „schönsten Stadt Deutschlands“... Das tut einem echt in den Ohren weh, wenn man sich – im Gegensatz zu den meisten Rheinländern – wirklich gut in Deutschland auskennt und weiß, dass unser Land viel schönere Städte zu bieten hat, als diese mit Hundewiesen („Grüngürteln“) durchzogene Betonwüste mit einer sehenswerten großen Kirche (Dom)... Meinetwegen „lebhafteste“/ „geilste“ / „lustigste“ Stadt... aber doch nicht „schönste“ Stadt – das ist einfach zu sehr gelogen!

Größter Lügner des Abends war aber eindeutig der Schiedsrichter von Tisch 2. Ab dem Doppel und massiv dann ab dem ersten Einzel griff er gezielt durch willkürliche Entscheidungen gegen Dortmund ins Spielgeschehen ein. Ball bei der Aufgabe angeblich zu schräg abgeworfen und dadurch angeblich verdeckt (Schwachsinn!), Ball nicht die vorgeschriebenen 16cm hochgeworfen (ja, das waren bestimmt nur 15,9cm – du Honk!) oder Spiel angeblich verzögert und angeblich vorher schon ermahnt, daher gelbe Karte (dreiste Unterstellung!) – und alle Entscheidungen stets zuungunsten der Dortmunder! Die Gästefans neben mir, die Dortmunder Trainer und v.a. die osteuropäischen Spieler des BVB tobten und meckerten – und das völlig zu Recht. Das Problem war dabei: Wenn sie durch die Schiebung die Konzentration verloren und klar hinten lagen, schossen sie auch schon mal die letzten zwei, drei Bälle mutwillig ins Aus, um dann z.B. den Schläger ins Netz zu werfen. Unterhaltsam: sehr! Aber das schadete dem Spielniveau und der Hauptschiedsrichter hatte nicht den Arsch in der Hose, das Spiel zu unterbrechen, draußen oder in der Kabine mit dem betroffenen Schiri zu sprechen und dann wieder zu kommen. Er griff nur einmal beschwichtigend ein – in seiner Macht lag da mehr korrigierender Einfluss und der wäre auch nötig gewesen. Aber ich war wahrscheinlich der einzige Neutrale in der Halle an diesem Nachmittag, evtl. der Schiri von Tisch 1 auch noch, den konnte ich nicht gut beobachten. Nebenbei: Das ist eine Halbprofiliga, die meisten Spieler arbeiten noch nebenbei und bekommen nur einige hundert oder tausend Euro Prämien im Monat, und wetten kann man auf die Ergebnisse hier auch nicht so weit ich weiß – aber diese Schiedsrichterleistung sollte der DTTB bzw. die Bundesliga mal im Auge behalten!

Der 1. FC Köln gewann in dennoch spannenden und sehenswerten Spielen, die einige spektakuläre Ballwechsel und hohes Tempo – aber eindeutig nicht die Klasse wie die 1. Bundesliga in Düsseldorf oder so – boten, nach über zweieinhalb Stunden mit 6:2. Dortmund war nur noch am Meckern wegen der Willkürentscheidungen und fand nicht mehr ins Spiel – Köln nutzte das geschickt aus.
Lustigerweise hatten erst am Freitag die beiden Profifußballabteilungen in der Bundesliga gegeneinander gespielt: Dortmund siegte zuhause 5-1... 1. FC Köln 6:2 Borussia DortmundStatistik:
- Grounds: 2.571 (2; diese Saison: 128 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.819 (2; diese Saison: 170)
- Tourkilometer: 60 (60km Rad)
- Saisonkilometer: 76.050 (56.340 Flugzeug/ 17.480 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 2.310 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 704 Wochen in Folge.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

W698III: 2x Fußball am Nordwestrand der Eifel und 2x Frauenhandball in der Rheinebene

VfL 08 Vichttal III ............................................... 6
FC Teutonia 1919 Weiden II ............................... 3
- Datum: Sonntag, 15. Dezember 2019 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Kreisliga C, Aachen, Staffel 3 (10. Fußballliga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 6-3 nach 92 (47/45) Minuten – Halbzeit: 3-2
- Tore: 1-0 11. Finken, 1-1 36. Bebber, 2-1 37. Finken, 3-1 39. Thieme, 3-2 45.+2 Karacan, 4-2 72. Schütt, 4-3 79. Gülpen, 5-3 79. Bergstein, 6-3 86. Finken
- Gelbe Karten: 3x Vichttal, 2x Weiden
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportpark Dörenberg, Kunstrasen 1 (Kapazität: 600, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 65 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10

TSV Alemannia Aachen A .................................. 1
BV Borussia 09 Dortmund A .............................. 6
- Datum: Sonntag, 15. Dezember 2019 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: A-Junioren Bundesliga West (1. U19-Fußballliga)
- Ergebnis: 1-6 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 47. Moukoko, 0-2 49. Bakir, 1-2 50. Sopo, 1-3 58. Knauff, 1-4 79. Moukoko, 1-5 84. Reyna (Elfmeter), 1-6 86. Rauch
- Gelbe Karten: 3x Alemannia
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz Breinig, Kunstrasen (Kapazität: 1.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 800 (davon 700 zahlende und ca. 150 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10

Jülicher Turnverein 1885 FR .......................... 27
Scherberger T.V. 1892 (Würselen) FR ........... 15
- Datum: Sonntag, 15. Dezember 2019 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Kreisklasse Frauen, Aachen/ Düren (9. und unterste Frauenhandballliga)
- Ergebnis: 27-15 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 12-8
- Statistiken: NN
- Austragungsort: Kreissporthalle Jülich/ Sporthalle Berufsschule (Kapazität: 100 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 1,5/10

Handball-Verein Erftstadt FR ........................ 23
TuS Blau-Weiß Königsdorf 1900 FR II .......... 30
- Datum: Sonntag, 15. Dezember 2019 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Mittelrhein-Oberliga Frauen (5. Frauenhandballliga)
- Ergebnis: 23-30 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 13-11
- Statistiken: Tore und Spielverlauf, Strafen nicht personalisiert, fast alle Namen anonymisiert bei dem bekloppten Verband... 
- Austragungsort: Carl-Schurz-Halle (Erftstadt-Liblar – Kapazität: 800, davon 700 Sitzplätze; heute geöffnet: 250, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 VfL Vichttal III 6:3 Teutonia Weiden IIPhotos with English commentary:
a) Amateur Football in Vicht: Vichttal III vs. Teutonia Weiden II
b) Under-19 Top Tier in Breinig: Alemannia Aachen vs. Borussia Dortmund
c) Women’s Handball in Jülich: TV Jülich vs. TV Scherberg
d) Women’s Handball in Erftstadt-Liblar: HV Erftstadt vs. Königsdorf II
e) Rureifel: Lost Grounds in Werth and Mausbach, Churches of Werth, Mausbach and Breinig, Historic Buildings in Breinig
f) Erftstadt: Liblar in the Light after Dark

Bevor es am Sonntag, der diesmal v. a. im zum Kreis Aachen gehörenden Teil der Eifel verbracht wurde, zum ersten Fußballspiel ging, schaute ich mir zwei Kirchen und zwei aufgegebene Fußballplätze an. Zuerst die im sehr hässlichen Dorf Werth gelegene Kirche, die schon von außen sehr seltsam anzusehen ist und auch innen alles andere als schön gestaltet wurde – und dann der Fußballplatz vom aufgelösten SV Adler Werth. Dort hatte ich vor ein paar Jahren sogar mal ein Turnier gesehen. Nun ist der Platz zwar noch offensichtlich nutzbar, aber eher ungepflegt. Schade, dass ein landschaftlich so schöner Platz aufgegeben werden muss.

Auch der Platz in Mausbach ist ganz schön: Der Hartplatz hat zwei überdachte Bänke und liegt zwischen Dorf und Wald ganz am Ortsrand. Mausbach hat eine schönere Kirche als Werth zu bieten: Kasettendecke, ein paar ungewöhnliche Schnitz- und Steinmetzarbeiten und auch ein schön heller Raum durch die bunten, hohen Fenster. Ansonsten sind die Gebäude in Mausbach auch in einem furchbar hässlichen Stil und in abartigen Farben gehalten. VfL Vichttal III 6:3 Teutonia Weiden IIBenachbart zu Mausbach befindet sich Vicht. Zwischen beiden Orten liegt auf der Gemarkung Dörenberg das Stadion des VfL Vichttal. Diese Spielgemeinschaft aus VfL Zweifall, VfB Vicht und Grün-Weiß Mausbach spielt in der Verbandsliga. Letztgenannter Verein ist übrigens in Wikipedia fälschlich nicht erwähnt. Lieber wird ein sinnlos hochjubelnder Artikel „Erfolg von Neid gekrönt“ verlinkt: Als ob ein abstiegsbedrohter Verbandsligist mit 3 weiteren Männer- und dutzenden Jugendmannschaften, die natürlich auch Spieler, die für Kicks auf Asche zu verweichlicht sind, aus der Umgebung absaugen, diese Luxusanlage mit zwei Kunstrasenplätzen und mehreren Gebäuden in einer trotz nicht weniger Industriebetriebe eher heruntergekommenen Ecke wie Stolberg solide bewirtschaften könnte. Die Eigenleistungen der Vereinsangehörigen, die da voll bei der Sache sind, möchte ich aber keineswegs schlechtreden. Ich finde nur seltsam, dass da mittlerweile ein zweiter Kunstrasen in Bau und die Fußball-Minifeld-Halle schon fertig ist. Aber wenn auch diese Anlagen im Sinne der Sportler sind und von diesen auch unterhalten und finanziert werden können – dann kann man da nur gratulieren, dass der Verein einen so breit aufgestellten Sponsorenpool hat! Der Kunstrasen-Hauptplatz ist jedenfalls schon jahrelang in Betrieb und mittlerweile etwas stumpf – ganz ansehnlich ist die kleine Tribüne, in deren Rücken sich ein Steinbruch befindet. Zugunsten dieser Luxusanlage wurden die Aschenplätze in Zweifall und Mausbach aufgegeben – obwohl zumindest in Mausbach eine brauchbare Infrastruktur vorhanden war und bei so vielen Mannschaften eine Auslagerung von Trainingseinheiten und Spielen (auch in Anbetracht von Gegnern, die selber nur auf Asche spielen) sinnvoll wäre.

Heute spielte, freundlicherweise bei freiem Eintritt, die III. vom VfL Vichttal gegen die II. von Teutonia Weiden. Ein Livestream wurde groß angekündigt – schön, dass um ein solches Spiel auch mal etwas Aufhebens gemacht wird, aber wenn der Kameramann keine Ahnung von Aufnahmen bei Gegenlicht hat, kann man es auch gleich lassen, da zu filmen, anstatt Material in solcher augenkrebserregender Qualität auf fussball.de zu stellen... Die Fotos vom FuPa-Sportfreund verlinke ich erst gar nicht – seine Bilderserie war total enttäuschend; unbearbeitet alle Fotos hochladen, Hauptsache als erster was zum Spiel eingestellt...

Mit gut 65 Zuschauern war der Besuch klar überdurchschnittlich für die Liga. Das Spiel war es auch! Enorm, was da an Tempo und Zweikämpfen gezeigt wurde. Ein faires und vom Schiri sicher geleitetes Spiel. Und was für Torszenen! Ein Schuss aus fast 20 Metern unters Tordach zur frühen Vichttaler Führung. Gegen den Spielverlauf, mit dem ersten direkt aufs Tor geschossenen Ball, der Ausgleich für die Gäste: Volley-Direktabnahme aus fast 30 Metern in den langen Winkel! Schnell aber das 2:1 und 3:1 für Vichttal, ein Treffer ebenfalls aus gut 25m Direktabnahme ins hohe lange Eck. Kurz vor der Pause aber noch ein glücklicher Ball ins lange Eck zum 3:2. Der Gast drückte dann in der zweiten Hälfte auf den Ausgleich, nun hatte die Partie auch einen leichten Durchhänger, war aber immer noch gutklassig. Nach dem 4:2 schien sie entschieden, doch Weiden verkürzte wieder, kassierte aber am Ende doch noch zwei Treffer. Das 6:3 war auch in der Höhe verdient. Ein richtig starkes Spiel von beiden Teams, insbesondere von der III. von Vichttal und um mich herum beste Unterhaltung durch einige ältere Herrschaften, die im örtlichen Platt die ganze Zeit das Geschehen kommentierten... Dieses rheinische oder Eifel-Platt in Grenznähe zu Belgien (und dann weiter südlich zu Luxemburg) scheint mir viel klangvoller als das geleierte Kölner oder Bonner Platt, die Melodie und Aussprache ist für mich äußerst nah am Luxemburgischen dran. Natürlich stehen die „ellef Maan“ (oder so ähnlich) aber auf dem „Plaatz“ und nicht dem „Terrain (Terrää)“... Alemannia Aachen A 1:6 Borussia Dortmund AAuf dem nächsten Terrain war ich von der Zuschauerzahl überrascht. Parkplatzchaos, Heimverein überfordert... Denn nicht der SV Breinig spielte, sondern die A-Jugend von Alemannia Aachen. Bei den Breinigern hatte ich schon mal ein Spiel auf dem Hauptplatz gesehen. Da waren aber keine 800 Fans da... Nun wurde auf dem völlig unzulänglichen und hässlichen Nebenplatz gekickt – aber der Plasteplatz mit der sinnfreien Mini-Tribüne mit flachen grünen Sitzen fehlte mir ja auch noch in der Eifel-Grounds-Sammlung...

5€ Eintritt sind normal – was Alemannia Aachen (Tabellenletzter) und Borussia Dortmund (Tabellenzweiter der A-Junioren-Bundesliga) da ablieferten jedoch nicht. Kaum eine Torchance außer dem vergeigten Foulelfmeter der Dortmunder. Was ein Scheißkick!
Doch nach der Pause legten die Ruhrpottka... äh, Ruhrpottkinder plötzlich los. Ein genialer Spielzug vom erst 15jährigen Moukoko – ich habe keine Zweifel, dass der erst 15 ist, bin aber halt auch kein rechter Dummschwätzer, wie so mancher Aachener oder Vichttaler, bei denen das Thema in aller Munde war (wegen der Vichttaler: ein erheblicher Teil der Zuschauer vom ersten Spiel war auch hier im Nachbardorf wieder dabei!) – und schon stand es 0:1. Kurz darauf einer seiner arabischen Teamkollegen zum 0:2. Dann die einzige gute Aktion der Alemannia-Absteiger im ganzen Spiel und schon nur noch 1:2. Ein weiterer Treffer von Moukoko und drei Treffer anderer, ebenfalls nun sehr gut aufspielender Dortmunder, und schon stand es 1:6. In der Höhe auch verdient. Nach grauenvoller erster Hälfte also doch noch ein starkes Spiel! Alemannia Aachen A 1:6 Borussia Dortmund ANicht uninteressant war es dann, sich mal das Dorf – was ich beim ersten Spielbesuch hier zeitlich nicht schaffte – zu besichtigen. Der Großteil des Ortes ist völlig gesichtslos und mit hässlichen 0815-Eigenheimen zugeschissen. Doch es gibt auch noch Alt-Breinig. Die Hauptstraße hat dort eine mehrere hundert Meter lange, fast geschlossen im selben historischen Baustil gehaltene Bruchsteinhäuserzeile zu bieten. Die Häuser sind in angenehmen weißen Farbtönen mit teils bunten Fensterrahmen. Inmitten des Straßenzugs liegt die Kirche. Innen ist der Bau mit einigen schön bemalten Säulen und interessanten Kultgegenständen versehen. Außerdem gibt es ein paar hundert Meter weiter noch einen (natürlich privaten) Gutshof in historischem Bruchsteinstil (die sogenannte Burg Breinig). Da im Raum Stolberg/ Aachen die Eifeldörfer meist sehr hässliche Bebauung aufweisen, kann ich dieses Alt-Breinig nur sehr empfehlen! Lediglich Stolberg und natürlich Monschau, die schönste Stadt in NRW, sind noch weitaus lohnender. BreinigDurch die Fotos in Breinig kam ich etwas nach Beginn des Frauenhandballspiels in Jülich an. War auch nicht so schlimm bei diesem Niveau... Die Halle ist aber ganz interessant mit der engen Empore auf einer kompletten Längsseite und dem Treppenhaus und Foyerbereich. Interessant, dass auch hier – wie sonst eher in DDR-Hallen – die Geländer v.a. der Empore aus dünnem Gusseisen erbaut und oben mit einem elastischen Kunststoffüberzug versehen wurde. Dieser Überzug ist aber massiver und damit sicher qualitativ höherwertiger als ich das aus dem Osten kenne...

Das Spiel zwischen dem Jülicher TV und dem Scherberg TV in der Frauenkreisklasse war dann leider durch Ballspazierentragen und langem Herumliegen nach minimalen Berührungen am Kreis gekennzeichnet. Ich habe noch keine Frauenfußballmannschaft so ein Theater machen sehen, wie v.a. die Scherbergerinnen hier. Außerdem war jedes Frauenkreisliga-Fußballspiel besser als dieses Handballspiel. Leider sind ohnehin die Handballspiele auf Kreisebene fast immer großer Schrott, auch oft bei den Männern, was beim Fußball (und eigentlich auch beim Basketball) nicht der Fall ist! Nun ja: 27-15 gewann hier heute Jülich – darunter viele haltbare Würfe gegen eine ganz schwache Torfrau... Jülicher TV FR 27:15 TV Scherberg FRSehr viel besser, sogar besser als erwartet, dann das Match der Mittelrhein-Oberliga der Frauen in Liblar. Da war ich so früh da, dass ich erstmal durch den Ortskern lief für ein paar Fotos. Bei Gelegenheit komme ich bei Helligkeit noch mal dort hin: das Schloss sieht ganz gut aus.

Die Carl-Schurz-Halle ist aber auch ganz gut. Wieder ein ansehnliches Foyer und ein älteres Modell mit mehrreihiger Untertribüne, hier sogar noch mit Holzbänken. Alles wirkte schon sehr abgegriffen, aber eben deshalb sehenswert. 3€ Eintritt für die Liga das übliche – die Brezeln und Brötchen wurden die am Eingang aber leider nicht los...

Das Spiel zwischen dem HV Erftstadt und der II. von TuS Königsdorf war wie gesagt erstaunlich gut. Nachdem die Partie über weite Strecken der ersten Hälfte vom Gastgeber gut beherrscht wurde, kippte sie überraschend völlig zugunsten der Gäste in Hälfte zwei. Am Ende ein viel zu hoher 7-Tore-Sieg für Königsdorf II: 23-30. Somit also doch noch ganz guten Handball heute gesehen... HV Erftstadt FR 23:30 TuS Königsdorf FR IIStatistik:
- Grounds: 2.551 (4; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.793 (4; diese Saison: 144)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 73.690 (56.340 Flugzeug/ 15.570 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.740 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 698

Montag, 8. Dezember 2014

W436III: Torlos in der Roten Erde

BV Borussia Dortmund 1909 II ..................................... 0
FC Rot-Weiß Erfurt ........................................................ 0
- Datum: Samstag, 6. Dezember 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. professionelle Fußballspielklasse)
- Ergebnis: 0-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: keine
- Verwarnungen: David Solga, NN (Dortmund); Luka Odak, Jens Möckel, Okan Aydin, Juri Judt (Erfurt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Rote Erde (Kap. 25.000, davon 10.000 freigegeben, davon 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.000 (davon 2.080 zahlende und ca. 300 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beschissenes Spiel mit nur ganz wenigen Torszenen, aber gute Stimmung)  
Photos with English Commentary:
a) 3rd Division: Borussia Dortmund Reserves v Rot-Weiß Erfurt
b) VIDEO: Support during Game Borussia Dortmund v RW Erfurt
b) Animal Pictures: Dortmund Zoological Garden

Die Route am Samstag war eisenbahntechnisch erträglich: von Brühl nach Köln (15 Minuten Umsteigezeit), von Köln nach Hagen (20 Minuten Umsteigezeit) und von Hagen nach Dortmund-Tierpark – aber da so viele Idioten zu dem scheiß Weihnachstmarkt in Dortmund wollten und zwei Stationen weiter zum Hbf fuhren, war es in dem Schienenbus (so kleine Asihänger werden in NRW kaum eingesetzt wegen der Menschenmassen die man transportieren muss) mal wieder extrem voll...

Im Tierpark, der mit verhältnismäßig niedrigem Eintritt (8€, ermäßigt zwischen 2,00 und 4,50€) glänzt, gibt es in einer schönen Parklandschaft, die sich auch noch frei zugänglich außerhalb des Zoos fortsetzt (dort kann man u.a. ein künstliches Moor anschauen), eine respektable Auswahl an Arten zu sehen. Als Highlights gelten die Robben (Seelöwen u.a.), Giraffen, Löwen und Nashörner. Sehr gut gelungen sind auch das Affenhaus und die Faultieranlage: die faulen Viecher laufen innerhalb des Hauses sogar frei herum, bzw. sie klettern direkt über dem Besucher ohne Trennwände herum... Nicht so gut war an zwei Stellen das Fotografieren: fast alle Vogelvolieren sind noch vergittert statt verglast und entsprechend kann man wegen der weiten Absperrung (in Tierparks wie in Merseburg kann man ja die Kamera oft direkt an die Gitter anlegen, was hier nicht ging) nichts aufnehmen und im Tropenhaus habe ich zum ersten Mal erlebt, dass auch mal die innere Linse (nicht nur die erste außen, was schnell weggewischt ist) beschlagen kann, sodass ich dort gar keine Fotos von Schildkröten und Fischen machen konnte.  
Auch beim Fußball war das Fotografieren nicht so zufriedenstellend, denn nur das Stadion und die Fans lohnten Aufnahmen – vom Spiel konnte man kaum eine Szene für ein Bild verwerten.

Im Schatten des riesigen Westfalenstadions wirkt das gar nicht mal so kleine Stadion Rote Erde winzig. Von den 25.000 Plätzen sind auch nur 10.000 freigegeben. Die Kurven mit ihren Stehplätzen sind sehr ausgedehnt, wobei ich mich in der einzigen offenen Kurve hinter dem Kassenbereich (der ist kombiniert mit Fressbuden, man kann also „einmal Stehplatz, ein Bier, eine Bratwurst“ bei ein und demselben BVB-Mitarbeiter bestellen) unter den markanten Bäumen platzierte. Die Gegentribüne mit ihren Stehplätzen und dem kleinen steinernen Turm waren vor allem von den etwa 400 Erfurtern belegt. Die waren zwar recht gut drauf, aber konnten nicht mithalten mit den stimmgewaltigen Dortmunder Ultras, die in mindestens gleichgroßer Zahl die linke Hälfte der sehr schönen, überdachten Haupttribüne, auf den mit Lehnen versehenen Holzbänken stehend, rockten. Die Stimmung kann man sich ja im obigen Video verdeutlichen.

Keine großen Beschreibungen wert sind Spiel und Rückfahrt. War beides langweilig. Was das Spiel anging, muss man nur sagen, dass beide Teams ausgeglichen schlecht spielten und sich blockierten, sodass es kaum Torchancen gab. Erfurt hatte die besseren und hätte sich im Mittelfeld etwas nach vorne arbeiten können, wenn man gegen den Abstiegskandidaten BVB U23, der von allen U23-Teams immerhin die besten Zuschauerzahlen zieht, den Pflichtsieg eingefahren hätte.  
Statistik:
- Grounds: 1.244 (heute 1 neuer; diese Saison: 90 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.241 (heute 1; diese Saison: 129)
- Tageskilometer: 210 (200km Eisenbahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.520 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.220 Fahrrad/ 1.090 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

Sonntag, 28. Oktober 2012

W326II: Nun schon das vierte 0-0 diese Saison – das gab es in den letzten drei Spielzeiten davor nicht mal zusammengenommen!

Hörder Sport-Club 1910 C ------------------------------- 3
Lüner Sportverein C --------------------------------------- 2
Datum: Samstag, 27. Oktober 2012 – Anstoß: 11.15
Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga, Sonderklasse Dortmund (4. Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 3-2 nach 76 Min. (39/37) – Halbzeit: 1-1
Tore: 0-1 20. (11), 1-1 35. (2), 2-1 41. (11), 3-1 62. (9), 3-2 69. (8)
Verwarnungen: Nr. 8, 9, 10 (Hörde); Nr. 6, 7, 8, 11 (Lünen)
Zwei-Minuten-Strafen: Nr. 8 (Lünen)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Benninghofen (Kap. 1.500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 5)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Zweite Halbzeit war ganz OK, die erste war selbst für diese Spielklasse sehr schwach)

BV Borussia 09 Dortmund II ---------------------------- 0
F.C. Hansa Rostock ---------------------------------------- 0
Datum: Samstag, 27. Oktober 2012 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 3. Liga (3. deutsche Profifußballliga)
Ergebnis: 0-0 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-0
Tore, Verwarnungen, Platzverweise: nichts los
Spielort: Westfalenstadion, sogenannter „Signal Iduna Park“ (Kap. 80.645, davon 65.829 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 5.000 (Zahlende: 4.200, Gästefans: ca. 3.000)
Unterhaltungswert: 1,0/10 (Zwei Versagermannschaften trennten sich leistungsgerecht 0:0 – Die Fans, die da nach Spielschluss ihren Teams applaudiert haben, sollten wegen Dummheit Stadionverbot bekommen!)
IMG_3167 Photos with English Commentary:
 
Das Beste an NRW ist die Sportszene. Leider fand sich heute aber auch nur Fußball, da ungewöhnliche Sportarten keine Saison hatten und als Vorspiel zum Hansa-Kick fand sich aufgrund der hirnlosen Ansetzungspolitik von sowohl der 3. Liga als auch den regionalen Amateurspielklassen in NRW nur ein U15-Spiel in erreichbarer Nähe. Was dann sehr verwunderlich war, war die geringe Qualität beider Spiele. Da bin ich Besseres gewohnt in NRW – aber heute war das ja genauso scheiße wie die Qualität der meisten Sehenswürdigkeiten im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland…

Was der 3. gegen den 5. in der Dortmunder C-Junioren Liga – Hörde gegen Lünen also – da ablieferte, war die ersten 20 Minuten nicht zum Mitansehen. Da ist nun der ehemalige Hartplatz seit Monaten ein Kunstrasen, die Maße sind ideal, das Drumherum mit der kleinen Stehtribüne und ein paar Graswällen sowie einem topp Funktionsgebäude auch super – und dann verstolpern die da trotzdem jeden Ball wie eine durchschnittliche F-Jugend es nicht schlechter könnte. Erst als sich die Gäste aus Lünen auf dem Sportplatz Benninghofen hinterm Hüttenhospital – der befindet sich übrigens schon im gleichnamigen Nachbarstadtteil und nicht mehr in Hörde – bequemten, lässig einzuschießen, nahm das Spiel langsam an Fahrt auf. Aber nur sehr langsam. So richtig was los war erst in Hälfte zwei, als Hörde das Spiel mit ein paar schönen Spielzügen drehte und Lünen nun in die Rolle der Versager vor dem gegnerischen Tore schlüpfte. 3:2 hieß es in einem Spiel mit vereinzelten balltechnischen, schusstechnischen und spielerischen Highlights, bei dem auffiel, dass sich die Schiedsrichterleistung reziprok zum Spielfluss entwickelte. Je besser die Jungs spielten, desto mehr Fehlentscheidungen traf der Junge mit der Pfeife. Wirklich schlecht war er nicht, aber hoffentlich lässt man den noch nicht im Männerbereich ran, wenn er sich durch Zurufe von Hörder Spielern zu Freistoß- und Abseitsentscheidungen drängen lässt oder aufs Zeitschinden vom Hörder Torhüter reinfällt, der einen Schiedsrichterball ohne vorherige Berührung durch einen anderen Spieler mit der Hand aufnimmt. IMG_3057 Für verhältnismäßig billige 10€ bekam man einen Sitzplatz bei der Drittligapartie im nahen Westfalenstadion. Ja, im Westfalenstadion – nicht in der Kampfbahn Roten Erde. Aufgrund des Sicherheitswahns – weil ja die bösen Ossis kommen – musste das Spiel des Tabellenletzten (20.) gegen den Siebten statt in einem zu 25% gefüllten Stadion Rote Erde, in einem zu 6,5% gefüllten Westfalenstadion ausgetragen werden. Krank! Einfach nur krank!

In Deutschlands größtem Stadion waren natürlich nur etwa 9.000 Plätze geöffnet: Davon etwa 1.000 VIP-Sitze und je 4.000 Sitz- und Stehplätze für Heim- und Gästefans. Eigentlich waren wir ja für die Gastmannschaft aus Rostock, doch bei Weitem nicht die einzigen Hanseaten die sich sagten: In diesen asozialen Gästeblock gehe ich nicht. Mit „asozial“ meinte aber niemand seine Mitfans, sondern die Sichtbeeinträchtigung durch Netze und Zäune. Vor allem alle fotografierenden Fans zogen auf die Haupttribüne, auf der nur sehr dürftige Stimmung herrschte. Einzig ganz rechts feuerten ein paar Stimmungsmacher/ Ultras/ Hardcore-Fans die Schwarz-Gelben an. Unter den jungen Leuten waren im Übrigen auch einige Neonazis, die es sich nicht nehmen ließen, die beiden schwarzen Rostocker Mendy und Marcos mit Affenlauten zu belegen. Diese Form des Rassismus schien ja in letzter Zeit in Deutschland sehr zurückgegangen zu sein, doch in NRW findet man noch die meisten Leute, die sich nur in Tiersprache verständigen können da es aufgrund mangelnder Intelligenz nicht mal für Ruhrpottdeutsch reicht.

Im Gästesektor war die Stimmung aber kaum besser – nur wenigstens keine dummen Beleidigungen: Erst als die Suptras/ Wolgastä usw. mit ihrem verspäteten Sonderzug zur 70. Minute aufkreuzten, wurde richtig geschlossen angefeuert. Wie wahr doch leider die Feststellung ist: Ohne Ultras keine Stimmung! Dass der Sonderzug verspätet war, behauptete jedenfalls ein Fan hinter mir, was auch Sinn machen würde, da sie sonst nicht erst zur 70. das Stadion betreten hätten und zudem eine erste Peinlichkeitswelle der Saison hereinschwappte: Ein leichter Wintereinbruch in vielen Gegenden Deutschlands sorgte für dutzende Spielausfälle (in der 3. Liga allein zwei!!!) – und natürlich auch für dutzende Zugausfälle; wer pünktlich und mit relativ wenig Stress ankommen will, muss halt das ohnehin meistens nicht einmal ganz so teure Auto nehmen! Jedenfalls: Die Rostocker Sonderzugfahrer begrüßten die Ordner gleich mal handschläglich – oder handgreiflich – da man ein paar Zaunfahnen dort aufhängen wollte, wo man es nicht sollte oder so und brachten das Spiel in der ersten Minute ihrer Anwesenheit fast zum Abbruch durch einen Böllerwurf, den der Dortmunder Torwart gekonnt für eine billige Showeinlage ausnutzte – es war nicht die einzige augenscheinliche Theatereinlage eines Dortmunders an dem Tag. 

Zu mehr als Schauspielern reichte es auch nicht bei der Schwarz-Gelben Reserve, die spielerisch, taktisch und schusstechnisch unter aller Sau ist und maximal als regionalligatauglich bezeichnet werden kann. Da Hansa heute völlig neben sich stand und nur 15 Minuten ganz ansprechenden Fußball zeigte, blieb es bei diesem peinlichen 0:0. So muss man eigentlich entgegen aller sportlichen Fairness sagen: Schade, dass die Gästefans nicht einen Spielabbruch wollten bzw. schafften – zwei derartig dumme Mannschaften haben solche Fairness gar nicht verdient, dass sie 92 Minuten lang ihr scheiß Gekicke im größten Stadion Deutschlands zeigen dürfen!
Wie dumm dieses Publikum insgesamt heute war, sah man daran, dass etliche Fans beider Lager ihren jeweiligen Versagertruppen Applaus spendeten. Wer von Fußball Ahnung hat oder nicht wegen Selbstdarstellung sondern wegen Sport im Stadion aufkreuzt, der muss entweder pfeifen und buhen oder kommentarlos aus dem Stadion laufen.

Wir drei Groundhopper machten dann letzteres und fuhren mit einem Stopp in Werl nach Merseburg zurück. Werl ist eine Stadt in der Größe Merseburgs zwischen Dortmund und Soest. Da Werl auf dem Autoatlas als „besonders sehenswert (Kategorie 2/5)“ hervorgehoben wurde und uns Soest schon als eine der wenigen wirklich sehenswerten Städte NRWs nach einem Besuch im letzten Jahr bekannt war, besichtigten wir kurz entschlossen dieses komische Kaff. Eine recht eindrucksvolle Wallfahrtsbasilika, die aber innen relativ kahl ist, dann eine aufs 13. Jahrhundert zurückgehende, teilweise modernisierte und vor allem stockdunkle Kirche, dazwischen primitivste Betonbauten, Pseudo-Fachwerk, neuaufgebaute Stadtmauern und vereinzelte historische Gebäude (Fachwerk von 1735 oder so z.B.). Also hässlich ist Werl ja eigentlich nicht, aber schön erst recht nicht – und schon gar nicht mehr als eine „kleine Sehenswürdigkeit“ (Kategorie 4/5, wenn man nach diesem Autoatlas geht). Aber wenigstens haben wir ein gutes polnisch-türkisch geführtes deutsch-türkisch-italienisches Lokal gefunden. Für NRW-Verhältnisse war das - übrigens auch von zwei anderen Hansa-Fans besuchte - Restaurant auch recht preisgünstig! IMG_3080 Statistik:
Grounds: 812 (heute 1 neuer; diese Saison: 44 neue)
Sportveranstaltungen: 1.640 (heute 2, diese Saison: 63)
Tageskilometer: 750 (750 Auto)
Saisonkilometer: 17.050 (16.030 Auto/ 940 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [Letzte Serie: 1(!), Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 326

Montag, 25. Juli 2011

W260IV: Die schönere Hansestadt, im Cloppenburger Museumsdorf und späte Tore beim BVC

BV Cloppenburg 1:1 BV Borussia Dortmund II
Datum: Sonntag, 24. Juli 2011 – Beginn: 15.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Oberliga Niedersachsen (5. Liga, 2. Halbprofiliga) gegen Regionalliga West (4. Liga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 1:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:0
Tore: 0-1 78. Kevin Nennhuber (Eigentor), 1-1 88. Rogier Krone
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: sogenannte „TimePartner Arena“ (früher „Arena“ Oldenburger Münsterland, Kap. 5.001, davon 1.080 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 251 (davon ca. 12 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Weitestgehend gutes und schnelles Spiel)
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Photos and English version:

Die beiden Hansestädte Bremen und Hamburg sind ja für viele ein touristisches Ziel, wobei dabei auch die Frage entsteht, welche Stadt eigentlich die schönere ist. Da gibt es natürlich immer weit auseinander gehende Meinungen, aber nach einem weiteren Besuch in Bremen wurde mein Eindruck nur verstärkt: wer was an Hamburg findet, muss echt Geschmacksverirrungen haben. Bremen ist mit seinem Rathaus- und Domplatz mit umliegenden Gebäuden wie dem Schütting, der Böttcherstraße, den Wallanlagen und dem mittelalterlichen Schnoorviertel – also der gesamten Altstadt, die nur wenige Bausünden aufweist – und einiger Außenbezirke wie dem Botanischen Garten mit Rhododendrenpark um so viele Klassen besser als dieses arrogante Dreckloch Hamburg, dass die Frage nach der schöneren der beiden Hansestädte eindeutig ausfallen muss: Bremen.

Von Bremen aus ist man natürlich sofort wieder in Niedersachsen, wobei wegen Fußball Cloppenburg – an sich ein mieses Provinznest – unser Ziel war. Vor dem Spiel schauten wir die einzigen beiden Sehenswürdigkeiten an: das Schloss mit Resten der ehemaligen Burg und das Museumsdorf. Dieses Freilichtmuseum verlangt zwar 6€ (Studenten 3€, Kinder 2€ usw.) Eintritt, aber lohnt sich, da man gut erklärt und rekonstruiert die ländlich-mittelalterliche und -frühneuzeitliche Architektur Norddeutschlands vor sich hat. Nicht so authentisch wie Kumrovec in Kroatien, aber dafür deutlich größer, sind dort dutzende Gebäude zugänglich: von Stallungen und Bauernwohnhäusern, über Windmühlen und einer Schule, bis hin zu einer Kirche und einem Landadelssitz. Die Geldanlage lohnt sich schon, da in Niedersachsen, dass neben Nordrheinwestfalen und Saarland das an sehenswerter Architektur ärmste Bundesland ist, die ländliche Architektur mit Fachwerk und Reetdach am ansehnlichsten ist.
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Erst gestern haben die Cloppenburger ihrem Stadion, das vorher ohnehin mit „Arena Oldenburger Münsterland“ einen ziemlich dämlichen Namen trug, mit einem wirklich völlig hirnverbrannten Namen zugesetzt: „TimePartner Arena“ heißt dieses weitläufige Sportgelände mit dem kurios zusammen gebastelten Stadion jetzt. Immerhin hat das noch regionalen Bezug, da die Sponsorenzusammenarbeit mit der Cloppenburger Niederlassung dieses sogenannten Personaldienstleisters erfolgt. Aber ein viel dümmerer Name hätte kaum für Firma und vor allem Stadion gefunden werden können. Was aber eben wirklich kurios an dem Stadion ist, ist der Punkt, dass die neue „Arena“ stellenweise ein altes Stadion überbaut, dessen Reste auch so stehen gelassen wurden. Der alte Eingangsbereich ist rechts und links von hohen Stehtraversen flankiert, von denen man etliche Meter vom gegenwärtigen Spielfeld weg stehend zugucken könnte (wäre da kein Zaun, der das verbietet). Noch besser natürlich die kleine, alte Tribüne schräg hinter der höheren, breiteren und mit blauen und gelben Sitzschalen bestückten neuen Tribüne. Außer von dieser überdachten Sitztribüne kann man übrigens auch von den drei anderen Spielfeldseiten zugucken, wobei die Stehplätze durch unnötig hohe Zäune und Ballfangnetze eine Zumutung sind. Hinter den Stehrängen befinden sich übrigens mehrere Nebenplätze.

Zum heutigen Testspiel zwischen dem BV Cloppenburg und der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund kamen nur 251 Zuschauer, obwohl der Eintritt erheblich reduziert wurde: statt 10€/ ermäßigt 9€, kosteten die Karten 6€ bzw. 5€. Das war das erste Mal, dass ich in Deutschland erlebe, dass bei einem Vorbereitungsspiel, bei dem Eintritt erhoben wird, der Eintrittspreis unter dem normalen Kartenpreis für Pflichtspiele liegt. Sehr anständig! Dem BV Cloppenburg reichte ein zweiter Platz in der Oberliga nicht ganz zum Aufstieg, die zweite Mannschaft des schwarz-gelben Ruhrpottclubs holte eine Liga höher den 6. Platz. So war ein eigentlich ein relativ ausgeglichenes Spiel mit einem knappen Dortmunder Sieg zu erwarten.
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Das Spiel war von der ersten Minute an fast durchgängig schnell und gut, doch war die Anzahl der Torchancen eher mittelmäßig und der Abschluss schwach. Wie so oft in den Halbprofiligen Regional- und Oberliga: außer verteidigen können die Mannschaften nicht wirklich viel. Was man beiden Kontrahenten heute aber zu gute halten musste: von einem passiven Spiel konnte diesmal nicht die Rede sein. Die geringe Torzahl lag zum einen an der eben starken Abwehr und zum anderen an dem Problem, dass die meisten Spieler zwar technisch gut und weitestgehend sauber am Ball in Aktion waren, doch keine so richtig guten und spektakulären Schüsse abfeuerten. So war es nicht verwunderlich, dass erst 12 Minuten vor Abpfiff ein Eigentor – der Cloppenburger huppte in den eher ungenauen Flankenball des Dortmunders und lenkte ihn gegen die Laufrichtung des eigenen Torwarts ins Netz – einen erlöste. Ein 0:0 war ziemliche nahe gewesen. Die Schlussphase sah noch einmal die beinahe gleichwertigen Gastgeber herankommen, wobei ein starker Flachschuss ins kurze Eck den verdienten Ausgleich für den BVC besorgte. Verdient war er vor allem deshalb, weil Dortmund als Klassenhöherer nur geringfügig mehr Chancen hatte, aber kaum mehr Ballbesitz und nur mehr Fouls auf dem Konto vorweisen konnte. Da hat man dann als Favorit keinen Sieg über den eine Liga tiefer spielenden Gegner verdient.

Nach diesem alles in allem guten Spiel fuhren wir nach Bremen zurück und aßen bei einem zufällig gefundenen persischen Restaurant gut zu Abend. Auch dieser Bericht ist wieder im ETAP entstanden und dank der ebenso schnellen wie kostenfreien Internetverbindung bereits heute im Netz gelandet.
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Statistik:
Grounds: 593 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 142 neue)
Sportveranstaltungen: 1.317 (heute eine, diese Saison: 205)
Tageskilometer: 180 (180 Auto)
Saisonkilometer: 45.230 (23.370 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.660 Bahn, Bus, Tram/ 5.190 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 44
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 260