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Donnerstag, 7. Dezember 2017

W593I: Die Bonner Wasserball-Reserve greift wieder ins Geschehen ein

Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 II ... 15
Schwimmverein Bergisch Gladbach 1920/71 ... 5
- Datum: Donnerstag, 7. Dezember 2017 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Kreisliga Mittelrhein (8. und unterste Spielklasse im Wasserball, 6. Amateurebene)
- Ergebnis: 15-5 nach 32 Min. (4x8) – Viertel: 5-1, 4-1, 4-1, 2-2
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Austragungsort: Schwimmhalle im Sportzentrum Nord (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 6 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Erfreulich gutes Spiel der Bonner, dadurch aber sehr einseitig gegen einen schwachen Gast) SSF Bonn II 15:5 SV Bergisch-Gladbach Photos with English Commentary:
Waterpolo in Bonn: Bonn Reserves vs. Bergisch Gladbach

Im Wasserballligensystem hat sich was getan in der Sommer- bzw. eher Herbstpause. Durch die Teilung der DWL in zwei Ebenen, ist die 2. Bundesliga zur dritten Ebene degradiert und im Bezirk Mittelrhein wurde zwischen die vormals 5. Ebene Mittelrheinliga und vormals 6. Ebene Kreisliga eine Bezirksliga dazwischengeschaltet, da ein paar neue Teams in den Spielbetrieb gekommen sind. Somit ist diese unterste Spielklasse, die Kreisliga Mittelrhein nunmehr die 8. Liga. Völlig unverständlich bleibt für mich aber, warum eine Mittelrheinliga mit 7 Teams gelassen wird und dann zwei Ligen mit gerade einmal je 5 Teams. Was sollen solche Krüppelligen? Warum nicht 8 und 9 Teams auf zwei Ebenen? Selbst mit dem Zweitspielrecht, das wohl Spieler u.a. der SSF Bonn genießen, deren I. Mannschaft in der Mittelrheinliga spielt, obwohl sie letzte Saison als Letzter abschlossen und deren II. Mannschaft nach einem Jahr Abstinenz neu angemeldet wurde in der Kreisliga. Eine Zuschauerin erklärte mir jedenfalls, dass die Mannschaft so durchmischt und verjüngt ist, da die I. und II. zusammengelegt wurden und wohl im Prinzip fast alle Spieler der Mittelrheinliga-Mannschaft auch Kreisliga spielen und umgekehrt. So bekam man hier ein erfreulich gutes Spiel zu sehen. Bonn schaffte zum Ende des ersten Viertels schon eine Vorentscheidung mit 5:1. Beim 9:2 Halbzeitstand war bereits alles klar. Nur das letzte Viertel war ausgeglichener und nach dem 2:2 hieß am Ende 15:5 für den Gastgeber. SSF Bonn II 15:5 SV Bergisch-Gladbach Statistik:
- Grounds: 2.068 (0; diese Saison: 87 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.218 (1; diese Saison: 113)
- Tourkilometer: 10 (10km Rad)
- Saisonkilometer: 20.710 (13.450 Auto, davon 920 Mietwagen/ 6.060 Flugzeug/ 1.200 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 41 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 593 Wochen.

Montag, 13. März 2017

W554I: Wasserball am Jesuitenhof

Dürener Turnverein 1847 .................................. 11
Aachener Schwimm Verein 06 .......................... 16
- Datum: Freitag, 10. März 2017 – Beginn: 21.00
- Wettbewerb: Wasserball Bezirksliga Aachen (5. und unterste Wasserballliga)
- Ergebnis: 11-16 nach 32 Min. (4x8) – Viertel: 1-9, 3-3, 3-4, 4-0
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Austragungsort: Schwimmbad Jesuitenhof (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 9 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittsspiel mit kuriosem Beginn) Dürener TV 11:16 Aachener SV III Photos with English Commentary:
Waterpolo: Düren lost to Aachen Third VI

Nach der Arbeit mal ein kleiner Ausflug mit dem Auto: nach Düren über die Landstraßen ist erheblich kürzer als über die Autobahn, aber mit etwas über einer Stunde Fahrzeit auch recht lang. Das Spiel war aber auch erst 21 Uhr, als das Schwimmbad für den Badebetrieb geschlossen hatte. Das Schwimmbad am Jesuitenhof, von dem ein ansehnliches Gebäude noch steht, ist in unmittelbarer Nähe der Volleyballhalle gelegen, was die Parksituation schlecht macht. Dafür ist die Halle innen sehr schön gestaltet. Allerdings ist nicht nur das Dach schick abgestuft, sondern auch das Becken, was bei Wasserball wenig intelligent ist...

Das Spiel der 5. und untersten Liga, der nur 6 spielschwache Teams umfassenden Bezirksliga Aachen war eigentlich ganz OK: denn der Aachener SV III legte wie wild los, erster Angriff erstes Tor, zweiter Angriff 0:2, dritter Angriff nach zwei Minuten und 0:3. Nach dem 0:7 nach 5 Minuten kam Düren mal zu einem Tor, aber die erste Pause gab es beim Stand von 1:9. Dann ein ausgeglicheneres zweites Viertel und 4:12 bei Halbzeit. Im dritten Spielabschnitt dasselbe Bild, sodass es 7:16 stand und dann bekam Aachen nichts mehr auf die Reihe und Düren holte auch 11:16 auf. Die nahmen die Niederlage recht locker, da Aachen III neben Stolberg II der Favorit auf den Staffelsieg ist. Nur irgendwie lästerten einige immer wieder über das Schiedsrichtergespann Th. und J. Ueberdick, die wirklich Überdicke hatten... Dürener TV 11:16 Aachener SV III Statistik:
- Grounds: 1.869 (1; diese Saison: 190 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.976 (1; diese Saison: 236)
- Tourkilometer: 110 (110km Auto)
- Saisonkilometer: 40.120 (37.710 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.750 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie: 75, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 554 Wochen.

Donnerstag, 26. Januar 2017

W548I: Fünfte Niederlage in Folge für SSF Bonn

Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 ... 3
Aachener Schwimmverein 1906 II ............ 10
- Datum: Donnerstag, 26. Januar 2017 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Mittelrheinliga (5. Wasserballliga)
- Ergebnis: 3-10 nach 4x32 Min. (4x8) – Drittel: 0-1, 1-1, 2-4, 0-4
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Austragungsort: Schwimmhalle im Sportpark Nord (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Erste Halbzeit unter aller Sau, dann merklich besser geworden) Schwimm- und Sportfreunde Bonn 3:10 SV Aachen Reserves Photos with English Commentary:
Waterpolo: SSF Bonn v SV Aachen Res.

Die Schwimm- und Sportfreunde Bonn habe ich schon lange nicht mehr spielen sehen, also bin ich diesen Donnerstag nach der Arbeit mal hin. In der sehr auseinandergerissenen Tabelle der Mittelrheinliga hat Aachen II zwei Siege aus zwei Spielen und Bonn vier Niederlagen aus vier Spielen. Ihre II. meldeten sie in der Kreisliga Mittelrhein vom Spielbetrieb ab. Und in die Kreisliga wird es nächste Saison wohl leider auch für die I. gehen. In einem grauenhaften ersten Viertel, in dem viele Angriffe zu lange dauerten und noch vor einem Wurf wegen Ablauf der 30-Sekunden-Uhr gestoppt wurden, fiel gerade einmal ein Tor: 0-1 für Aachen. Im zweiten Viertel wurde das Spiel nicht besser, aber hier traf auch mal Bonn. Bei Pause 1:2. Nach der Halbzeit wurde halbwegs gescheit Wasserball gespielt: Aachen zog aber nun davon: 3:6 vorm letzten Anschwimmen, am Ende sogar 3:10. Das war eindeutig zu hoch, denn Aachen war gar nicht so viel besser als ganz schwache und überforderte Bonner. Schwimm- und Sportfreunde Bonn 3:10 SV Aachen Reserves Statistik:
- Grounds: 1.828 (0; diese Saison: 149 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.933 (1; diese Saison: 193)
- Tourkilometer: 10 (10km Rad)
- Saisonkilometer: 37.460 (35.220 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.280 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 59 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 548 Wochen.

Freitag, 1. Juli 2016

W518II: Und wieder ein Wasserballwandertag zwischen Uerdingen und Rheinhausen

Schwimmverein Rheinhausen 1913 II ......... 14
Schwimmverein Neptun 1897 Krefeld ......... 11
- Datum: Mittwoch, 29. Juni 2016 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Rhein-Wupper-Liga (5. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 14-11 nach 32 Minuten (4x8) – Viertelergebnisse: 0-3, 7-4, 3-3, 4-1
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Freibad Kruppsee (Kap. 225, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon mind. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel!) SV Rheinhausen II 14:11 Neptun Krefeld Photos with English Commentary:
Waterpolo: SV Rheinhausen Reserves v Neptun Krefeld

Wie letzten Mittwoch: Wasserball im Rhein-Wupper-Spielbezirk geguckt und dafür 8,5km gelaufen, weil die Spielleiter zu blöd sind, das Internet aktuell einzupflegen. Diesmal wollte ich gleich noch einmal nach Uerdingen, weil im See statt in der Traglufthalle gespielt werden sollte. Also zum Krefelder Hbf, bei einem Imbiss, der so schön dämlich „Ali Baba“ heißt, aber wirklich gute türkische Gerichte billig anbietet (in Bahnhofsnähe ist sowieso die Gastronomie stark: nach den alten Fußballstadien ist diese Straße das Beste an dieser mäßig attraktiven Stadt voller Asis), gegessen. Dann mit der Bahn weiter nach Uerdingen, 3km zum Vereinsbad von Bayer gelaufen, keine Sau im See, Bademeister gefragt – und der holte aus dem Intranet (nicht Internet, wo es eigentlich auch stehen sollte) die neue Ansetzung: 20.30 Halle statt 19.30 See…

Also zu Fuß 5,5km nach Rheinhausen, denn dort spielte die Reserve vom SV Rheinhausen im Freibad am Kruppsee – eine schöne Anlage mit Arkaden vorm Umkleidetrakt und verbautem Kampfrichterturm – gegen die Erste von Neptun Krefeld. Da Rheinhausen trotz schlechter Platzierung besser war als der Tabellenzweite, drängt sich der Verdacht auf, dass hier Spieler der aufgelösten Ersten Mannschaft im Becken mitwirkten. Besser waren die Gastgeber aber erst im zweiten Viertel: von 0:3 auf 5:5 und dann 7:7. Im dritten Viertel war die Partie sehr ausgeglichen, wobei Rheinhausen zwei Mal mit zwei Treffern in Führung ging. Das vierte Viertel war klar von Rheinhausen dominiert und beim 14:10 war alles entschieden. 14:11 war der Endstand, die unbeholfene Fummelei an der Anzeigetafel – aber gut, dass es überhaupt eine Tafel gab! – sorgte für ein angebliches 14:12.

Da der Krefelder Trainer einfach aus Trotz völlig sinnfreie Auszeiten nahm, wurde es noch knapp, aber ich erwischte mit kurzem Sprint zum nur 200m entfernten Bahnhof Rheinhausen noch einen gut über Krefeld und Köln mit Bonn verbundenen Zug. SV Rheinhausen II 14:11 Neptun Krefeld Statistik:
- Grounds: 1.660 (1 neuer; diese Saison: 245 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.716 (1; diese Saison: 280)
- Tageskilometer: 220 (210km Bahn,10km Rad)
- Saisonkilometer: 60.840 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.860 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.870 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 518 Wochen.

Donnerstag, 23. Juni 2016

W517I: Wandertag zum Wasserball

SV Bayer Uerdingen III ................................. 10
Stolberger Schwimm-Verein ......................... 13
- Datum: Mittwoch, 22. Juni 2016 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Wasserball Verbandsliga Nordrhein-Westfalen (4. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 11-13 nach 32 Minuten (4x8) beim Stand von 11-13 – Viertelergebnisse: 2-3, 2-2, 3-3, 3-5
- Tore: 0-1 1., 0-2 2., 0-3 3., 1-3 4., 2-3 6.; 2-4 9., 2-5 10., 3-5 12., 4-5 16.; 4-6 18., 4-7 19., 5-7 20., 6-7 21., 7-7 22., 7-8 23.; 7-9 26., 7-10 27., 8-10 28., 9-10 29., 9-11 30., 9-12 30., 10-12 32., 10-13 32.
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Bayer-Vereinsbad Am Waldsee/ Traglufthalle (Kap. 350 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (2 Heimfans, 1 Neutraler und 9 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel!) Photos with English Commentary:
Water-Polo: Bayer Uerdingen III v SV Stolberg (4th Division)

Da die Mechanik meiner Sony DSC HX50 nicht mehr die beste ist und das hoch besprochene zweite Nachfolgemodell (DSC HX90) bei Amazon zu reduzierten Preisen um die 330€ statt 449€ angeboten wurde, griff ich zu. Ich brauchte so wie so mehrere andere Sachen bei Amazon…

Und kaum kam die Kamera heute Mittag, probierte ich sie bei einem nicht so einfach zu fotografierenden Sport erfolgreich aus: beim Wasserball. Problem dabei war aber nicht das Anfokussieren im bewegten Wasser wie sonst oft, sondern dass, als ich 19h am Kruppsee in Duisburg-Rheinhausen war, ein Juniorentraining im Freibecken vorfand. Der Bademeister war sehr freundlich und erklärte mir, dass nach bereits zweimaligem Nichtantreten und nur einem Sieg in der Zweitligasaison der SC Rheinhausen zu diesem letzten Spiel nun auch nicht mehr antritt und dass die Entscheidung leider so kurzfristig war, dass sie noch nicht ins Internet gestellt wurde. Nur weil die Leute dort so freundlich waren, sparte ich mir Bemerkungen gegen die Mannschaft, die aber anscheinend a) nichts kann und b) keinen Charakter hat…

Aufgrund der beschissenen Bahnzeiten lief ich die 5,5km nach Uerdingen zu Fuß. Zum Glück gibt es so viel Wasserball in NRW, dass ich einfach in die Nachbarstadt laufen und dort ein Verbandsligaspiel sehen konnte! Auch dort ist die Anlage an einem See gelegen (wenn ein Spiel im Waldsee ausgetragen wird, fahre ich da noch mal hin) und ein Freibecken neben dem Naturbad gibt es auch. Hier ist es sogar mit einer Traglufthülle umschlossen, belüftet und mit einer dreistufigen, modernen Obertribüne versehen. Echt nicht schlecht!

Bis auf ein Pärchen interessierte sich aber niemand für die III. Mannschaft von Bayer Uerdingen – fast alle Fans waren für Stolberg da. Die spielten, soweit ich das gehört habe, noch um den Aufstieg in die Oberliga mit. Ein Sieg sollte da schon sein und sie legten auch entsprechend los: keine drei Minuten gespielt und schon stand es 0:3. Uerdingen kam bis zur ersten Pause auf 2:3 ran. Bis zur Halbzeit kamen sie – nach erneutem schnellen Drei-Tore-Rückstand – auf 4:5 heran. Das dritte Viertel war dann so ausgeglichen, dass es mit 7:8 in den entscheidenden Spielabschnitt ging. Dort holte Uerdingen wieder einen Rückstand auf, doch spätestens mit dem 9:12 war die Partie entschieden. In der Schlussminute trafen beide Teams noch je einmal, sodass die Partie 10:13 endete. Mehrere Leute nannten aber übrigens variierende Ergebnisse: 11:13 oder 11:14. Ich hatte auch erst 11:13 gedacht, da ein Tor von Uerdingen im zweiten Viertel (oder was das vllt. doch eins im ersten?) aus zweifelhaften Gründen aberkannt wurde und das nicht gleich ersichtlich war. Völlig unprofessionell, dass die Anzeigetafel nicht angeschaltet wurde und das Kampfgericht unter der Tribüne saß! Bayer Uerdingen III 10:13 Stolberger SV Statistik:
- Grounds: 1.656 (1 neuer; diese Saison: 241 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.712 (1; diese Saison: 276)
- Tageskilometer: 220 (210km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 60.310 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.440 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.760 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 54 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 517 Wochen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

W514I: Wasserball im Regen

Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972 II ......... 6
SGW Rhenania/ Blau-Weiß Poseidon Köln ... 7
- Datum: Mittwoch, 1. Juni 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 2. Wasserballliga West (2. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: Spielabbruch wegen Gewitters nach 24 Minuten (8/8/8/0) beim Stand von 6-7 – Viertelergebnisse: 2-3, 4-2, 0-2, x-x
- Tore: 1-0 2., 2-0 3., 2-1 4., 2-2 5., 2-3 8.; 3-3 9., 4-3 10., 5-3 11., 6-3 12., 6-4 13., 6-5 13.; 6-6 20., 6-7 20.
- Gelbe Karten: Trainer SVK
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Vereinsbad SVK (Kap. 200, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Mäßiges Spielniveau, dafür eng und spannend – aber dann so ein scheiß Ende!) Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972 II v SG Rhenania/ BW Poseidon KölnPhotos with English Commentary:
Water Polo 2nd Division: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/albums/72157669115950606SV Krefeld Reserves v SG Wasserball Köln (match abandoned after three quarters due to lightning storm)

Hinter der Hubert Houben Kampfbahn, wo ich Sonntag beim Fußball war, befindet sich das Vereinsbad der Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972. Die Erste Mannschaft spielt in der Bundesliga, ist dort eine der schwächeren Teams, die Zweite Mannschaft spielt – ebenfalls im hinteren Mittelfeld – 2. Liga. Im ebenfalls wie das Stadion bereits seit 1925 bestehenden Vereinsbad, das aber modernisiert wurde und nichts besonderes darstellt – sieht man mal davon ab, dass man von der Terrasse der Sportlergaststätte zugucken kann und es Flutlicht gibt – spielten heute die II. Mannschaft und die SG Wasserball Köln (bestehend aus Rhenania und Blau-Weiß Neptun).

Es regnete bereits den ganzen Tag und auch wenn es bis zum dritten Drittel nur einen schweren Schauer gab – es kam, wie ich es befürchtet hatte: nachdem Krefeld in Führung ging (2:0), bis zum Ende der ersten acht Minuten in Rückstand geriet (2:3), dann wieder die Führung ergriff (6:3) um durch einen Doppelschlag kurz vorm Seitenwechsel nur mit einem Treffer noch zu führen (6:5) und schließlich in einem schwachen dritten Viertel durch einen weiteren Doppelschlag mit 6:7 in Rückstand geriet, ging in einiger Entfernung ein Blitz nieder und die Badeaufsicht und die Schiedsrichter – die eine teils dürftige Darbietung lieferten (u.a. Schlag ins Gesicht über Wasser nicht geahndet und dafür den sehr zurückhaltend den Sachverhalt anmerkenden Krefelder Coach verwarnt) – unterbrachen das Spiel. Als sie dann nach etlichen Minuten merkten, dass der Gewitterschauer genau über dem Bad runterging, brachen sie die Partie ganz ab. Wäre am Anfang nicht gebummelt und nicht schon vorm Schauer das Becken geräumt worden, wäre das Spiel ohne Abbruch über die Bühne gegangen und nicht seiner spannendsten Phase beraut worden.

Andersartig spannend war die Rückfahrt. Für dieses scheiß Wasserballspiel hatte ich ja schon einen Hinweg seit 16.20 Uhr hingelegt – aber nachdem ich den ganzen Tag heeme an der Abschlussarbeit gesessen habe, war ein kurzer Fußmarsch zur Straßenbahn und eine Fahrt von Bonn Hbf via Köln nach Krefeld Hbf und von dort 35 Minuten Fußweg zum SVK-Vereinsbad, wo ich 19.10 Uhr ankam eine willkommene Abwechslung. Der Rückweg toppte das ganze aber noch: 35 Minuten zurück zum Hauptbahnhof, dann dort 30 Minuten gewartet, ehe der scheiß Zug nach Köln mit 30 Minuten Verspätung angekündigt wird. Als der Alternativzug nach Düsseldorf abgefahren ist, werden 60 Minuten angezeigt. Danach Zugausfall wegen „Personen im Gleis“ (d.h.: ein asozialer Wichser hat sich vor den Zug geschmissen) und ich bin schnell in den 22.26 Zug nach Düsseldorf, von dort mit einem RE nach Köln und dann mit der 0.07 Stadtbahn nach Bonn zurück – mit 15 Minuten laufen war ich dann auch „schon“ um 1.30h zurück. Fast 3 Stunden hin und über 5 Stunden zurück – und die Kölner Weicheier haben rumgejammert, weil sie auf dem Weg zum Spiel durch den dichten Verkehr mussten. Hätte ich das Auto genommen, wäre ich sicherheitshalber schon 17.30 los und in jedem Fall 21.30h zurück gewesen – und nicht 1.30h… Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972 II v SG Rhenania/ BW Poseidon KölnStatistik:
- Grounds: 1.641 (1 neuer; diese Saison: 226 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.693 (1; diese Saison: 257)
- Tageskilometer: 220 (220km Bahn und Straßenbahn)
- Saisonkilometer: 57.530 (37.330 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.030 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.650 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 514 Wochen.

Montag, 12. Oktober 2015

W480IV: Futsal und Wasserball in Belgien

Waterpolo Hasselt ........................................... 14
Koninklijke Antwerpse Zwemclub Scaldis II 14
- Datum: Freitag, 9. Oktober 2015 – Beginn: 21.20
- Wettbewerb: Waterpolo Tweede Divisie (2. Belgische Wasserballliga)
- Ergebnis: 14-14 nach 32 Min. (4x8) – Viertelergebnisse: 5-2, 2-2, 5-4, 2-6
- Tore: NN
- Hinausstellungen: Hasselt 8x (darunter Disqualifikation Nr. 9); Antwerpen 9x (darunter DQ Nr. 3)
- Spielort: Zwembad Hasselt (Kap. 300, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Mittelmäßiges Niveau, aber ausgesprochen spannendes Spiel)

Zaalvoetbalklub Lenaerts Zutendaal ............ 5
Substantia Veldwezelt ..................................... 4
- Datum: Freitag, 9. Oktober 2015 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Zaalvoetbal Limburg Afdeling 1 (1. Limburger Futsal-Liga; 6. Belgische Futsalliga)
- Ergebnis: 5-4 nach 50 Min. (2x25) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 9. (8), 1-1 10. (2), 2-1 11. (3), 3-1 28. (2), 4-1 28. (3), 4-2 37. (10), 4-3 39. (10), 4-4 47. (8), 5-4 48. (10)
- Fouls: Zutendaal 4, Veldwezelt 3 (darunter Gelbe Karte für Nr. 8 und 10)
- Spielort: Sporthal Blookstraat (Kap. 200, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Eher niedriges Niveau, aber sehr spannendes Spiel) 2nd Division: Waterpolo Hasselt v Scaldis Antwerpes Res. Photos with English Commentary:
a) Belgian Waterpolo 2nd Division: Hasselt v Antwerps Reserves
b) Belgian Futsal 6th Division: Zutendaal v Veldwezelt
c) Belgium: Alden Bliesen Palace in Bilzen, and Tongeren Old Town

Nachdem ich mich wieder als Englisch-Nachhilfelehrer betätigt hatte, hatte ich in Belgien zwei neue Sportarten im Visier. Grenznah sollten dort ein neuer Futsal-Länderpunkt (diese Fußballvariante hatte ich zuvor bereits in Polen, Andorra, Spanien und Marokko gesehen) und ein Wasserball-Länderpunkt (Wasserball hatte ich außerhalb Deutschlands bereits in Luxemburg und Malta gesehen) gemacht werden.

Auf dem Weg lagen außerdem zwei Besichtigungspunkte: zuerst das Schloss Alden Biesen, das ein sehr ausgedehntes Renaissanceschloss mit Wasserburg im Kernbereich und einer interessanten Schlosskirche ist, dann die Altstadt von Tongeren, der ältesten Stadt Belgiens, wo es noch Mauern aus römischer Zeit, Stadttore und eine sehenswerte gotische Kathedrale gibt. Tongeren Futsal fand in einem Dorf namens Zutendaal (zwischen Hasselt und dem niederländischen Maastricht) statt. Irgendwo am Ortsrand neben Maisfeldern und einem Waldstück gibt es da drei Fußballplätze und eine primitive Sporthalle mit angeschlossenem Restaurant. Die Halle könnte auch eine Scheune sein, aber Parkett, Beleuchtung und Tribüne (vier Reihen für insgesamt ca. 100 Personen) sind schon OK.

Hervorragend ist der ausgedehnte Spielbetrieb in Belgien: 10 Ebenen gibt es, ab der 3. Liga wird in mehreren Staffeln gespielt, ab der 6. wird es kleinteilig auf Provinzebene. Hochburgen des Futsals sind Ost-Flandern und Limburg und das Spiel in Zutendaal war eines der 1. Provinzliga von Limburg. Angesetzt für 19 Uhr fing es etwas später an, da die Leute vom Badmintonverein noch die Netze abbauen mussten, wären im Dojo unter der Halle gerade das Hapkido-Training losging. Also viel Betrieb in der kleinen Halle in diesem Kaff!

Laernerts Zutendaal traf auf Substantia Veldwezelt (ein Dorf direkt an der belgisch-niederländischen Grenze bei Maastricht) und verschlief etwas den Start: nach ereignislosen 8 Minuten traf ein Gästespieler zum 0:1. Doch danach hatte Zutendaal das Spiel in der Hand: der Gästetorwart wurde kurz nach dem Rückstand zum 1:1 getunnelt, nur eine weitere Minute später das 2:1. In vielen Ländern wird ja beim unterklassigen Futsal nicht 2x20 mit Zeitanhalten bei jeder Unterbrechung inklusive Ausbällen gespielt, sondern 2x25 und aus Gründen der einfacheren Handhabe nur bei Auszeiten und Strafstößen die Zeit gestoppt. So war nach 25 halbwegs ansehnlichen Minuten Halbzeit. Es sollten dann ziemlich intensive weitere 25 Minuten nach nur 5 Minuten Halbzeit (es warteten noch zwei Mannschaften auf ihr 20-Uhr-Spiel) werden. Zutendaal mit einem Knaller in den Winkel zum 3:1 und in der selben Minute das 4:1. Doch Veldwezelt kommt mit einem Doppelschlag heran und würgt 3 Minuten vor dem Ende den 4:4 Ausgleich ins Netz. Eine Minute danach jedoch ein toller Flachschuss zum 5:4 für Zutendaal, kurz darauf ein Foul und zwei Minuten lang Rudelbildung und Pöbeleien – da war dann auch mal die Zeit gestoppt... Jedenfalls ein packendes Spiel, auch wenn das Niveau natürlich nicht so hoch war in dieser 6. Liga: 5-4 für den Gastgeber am Ende! Lenaerts Zutendaal v Substantia Veldwezelt 5:4 Danach ging es zum Wasserball nach Hasselt. Dort ging es mit erheblicher Verspätung los, da sich vor der angesetzten Anschwimmzeit von 21 Uhr noch niemand vom öffentlichen Schwimmen aus dem Becken bequemt hat: aber nach kurzem, kräftigen Gepfeife vom Bademeister, verließen alle das Becken und das Einspielen konnte beginnen. 21.20 Uhr war dann auch endlich Anschwimmen.

Die Halle von Hasselt sollte man als Wasserballfan eigentlich mal besucht haben: OK, Holzbänke haben auch manche andere Hallen und mitunter auch noch eindrucksvoller (die Schwimmhalle der Wasserfreunde Spandau z.B.) aber bei den lustigen Meeresmotiven – kindlich gemalte Walrosse, Seepferdchen, Fische etc. auf diveresen Fassadenelementen an der Fensterfront und den Seitenwänden – wird es schon schwieriger eine bessere Halle zu finden. Und das Becken ist ja mal der Brüller: 3,50m am einen Ende, 2m in der Mitte (ist ja noch OK) und am anderen Ende 1,20m. Damit ist die Regel, die eigentlich auch in Belgien gilt, nämlich dass kein Spieler auf dem Beckengrund stehen darf, einfach mal hinfällig! Allerdings hat man als Lösung gefunden, dass das Tor im flachen Wasser 30cm höher ist und nach jedem Viertel gewechselt wird. Ob man hier internationale Spiele austragen dürfte, könnte mir aber auch der freundliche ältere Flame neben mir nicht beantworten, da Hasselt ohnehin keine Gedanken an die Erstklassigkeit verschwendet: in der 2. von den 5 belgischen Wasserballligen (insgesamt befinden sich fast 50 Männerteams im Spielbetrieb und noch mal halb so viele Frauen- und Jugendteams) steht Hasselt auf einem Abstiegsplatz in Richtung Liga 3 (Derde Divisie) – mit dem Mann unterhielt ich mich übrigens auf sehr gutem Englisch, was in der Wallonie schwieriger geworden wäre...

Das Spiel war nicht unbedingt gut, aber sehr spannend und intensiv geführt. Anscheinend kam die Reserve vom Spitzenclub Scaldis Antwerpen nicht mit dem Becken zurecht, aber jedenfalls machte erst Hasselt das Spiel: 5-2 nach dem ersten Viertel und im zweiten hielten sie den Abstand: 7-4 bei Halbzeit. Auch im dritten Viertel machten sie keine Anstalten des Spiel aus der Hand zu geben, bauten die Führung sogar noch auf vier Tore aus; 12-8 vor dem letzten Seitenwechsel. Doch dann, als Hasselts Torwart auf dem Beckengrund stand und im größeren Tor herumsprang statt zu schwimmen, prasselten plözlich im Minutentakt die Bälle ins Netz! In der Schlussphase ging Antwerpen auch zwei Mal in Führung (12:13, 13:14), ehe sich der Hasselt-Keeper noch mit einem abgewehrten Penalty profilieren und ein Feldspieler sich mit einem Heber zum 14:14 beweisen konnte. Allerdings war das auch noch zu wenig: Hasselt hätte den Sieg verdient gehabt. Nur sagt mir das Ergebnis vor allem Folgendes: noch vor einem Wasserballspiel in Luxemburg, das knapp an Diekirch ging, war das Spiel hier so ziemlich das engste und spannendste was ich bisher gesehen habe – in Deutschland habe ich meist Siege mit 5, 10 oder mehr Toren Unterschied gesehen und von Malta mit den bis zu 20 Treffern Differenz will ich mal gar nicht anfangen. Für spannenden Wasserball also am besten nach BeNeLux – für mich schon diesen Sonntag wieder! 2nd Division: Waterpolo Hasselt v Scaldis Antwerpes Res. Statistik:
- Grounds: 1.473 (2 neue; diese Saison: 58 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.504 (2; diese Saison: 70)
- Tageskilometer: 360 (360km Auto)
- Saisonkilometer: 20.970 (12.020 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 1.740 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 810 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 62 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 480.

Donnerstag, 23. April 2015

W456I: 10:1-Sieg im Spitzenspiel

Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 ............ 10
SGW Rhenania/ Poseidon Köln III ........................ 1
- Datum: Donnerstag, 23. April 2015 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Mittelrheinliga (5. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 10-1 nach 32 Minuten (4x8); Viertelstände: 4-1, 2-0, 1-0, 3-0
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Schwimmbad im Sportpark Nord (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Einseitiges aber ganz gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Waterpolo: Bonn defeat Rhenania/Poseidon Cologne III

Zu Fuß war ich nur ein paar Minuten unterwegs: günstige Wohnlage halt, da in Stadionnähe... Unter der sehr schönen Sporthalle direkt hinter der einen Kurve des Sportparks Nord befindet sich eine Schwimmhalle. Das ist allerdings wieder so ein unsägliches Mickerbad wo nur 100 Zuschauer Platz haben, die direkt am Beckenrand rumstehen oder sitzen müssen. Das Spiel zwischen dem 1. (SSF Bonn) und dem 2. (Rhenania/ Poseidon Köln III) fing mit einem Treffer für den Gast an, der dann in der Folgezeit allerdings völlig unterlegen war und Tor um Tor kassierte. Mit 4:1 ging das erste Viertel ab, zur Pause stand es 6:1. Dann hatte das Spiel einen fürchterlichen Durchhänger und mit 7:1 ging es ins letzte Viertel. Der letzte Spielabschnitt war wieder gut und Bonn legte noch drei Tore nach zum 10:1 Sieg. Wenn die Aufstiegsregelung nicht noch irgendwelchen Blödsinn vorsieht, müsste Bonn jetzt den Aufstiegsplatz in die Verbandsliga NRW besetzen.  
Statistik:
- Grounds: 1.348 (1 neuer; diese Saison: 193 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.354 (1; diese Saison: 242)
- Tageskilometer: - (-)
- Saisonkilometer: 49.920 (35.160 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.810 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 51 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 456

Donnerstag, 19. März 2015

W451III: Aufholjagd nach 0:6 knapp fehlgeschlagen

TuS Wesseling Wasserball .................................. 9
SC Poseidon Koblenz ........................................ 10
- Datum: Donnerstag, 19. März 2015 – Beginn: 20.15
- Wettbewerb: Kreisliga Mittelrhein, Gruppe 2 (6. und unterste Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 9-10 nach 32 Minuten (4x8); Viertelergebnisse: 0-1, 2-5, 3-3, 4-1
- Tore: NN
- Hinausstellungen: NN
- Spielort: Schulbad Wesseling (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon Gästefans: keine?)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ganz gutes und v.a. spannendes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Waterpolo Regional League: TuS Wesseling lost to Poseidon Koblenz

Die Chemiestadt Wesseling leistet sich tatsächlich den Luxus zwei Schwimmhallen zu betreiben. Die eine befindet sich hinter dem Ulrike-Meyfahrt-Stadion und wird aus irgendeinem Grund nicht für Wasserball genutzt, obwohl sie offensichtlich die größere ist. Die andere steht nur ein paar hundert Meter entfernt am Kreisverkehr der L300 und sieht von außen wie ein hässlicher Schuppen aus. Innen dann das übliche Spiel in den unteren Ligen: Schuhe aus, direkt an den Beckenrand setzen (immerhin hat die Halle richtige Bänke auf einer Seite und so wenige Zuschauer wie hier leider kommen, ist immer noch was frei) und dann kriegt man immer wieder Wasser ab...

Weiter runter geht es übrigens nicht im Ligensystem, aber für Wesseling könnte es aufwärts gehen. Sie führen die Tabelle der Kreisliga Mittelrhein an, an der auch mit den Gästen eine Mannschaft aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz teilnimmt. In einem Aufstiegsspiel gegen den anderen Staffelsieger könnte sie also in die 5. Liga aufsteigen.

Heute brachten sie allerdings eine dürftige Leistung. Im extrem torarmen ersten Viertel traf nur Koblenz und das auch nur einmal, doch nach der ersten Pause zogen die Gäste plötzlich auf 0:6 davon. Erst kurz vor der Halbzeit kamen die Wesselinger mit einem Doppelschlag heran, verkürzten dann auf 3:6, doch von da an, hielt Koblenz die Wesselinger auf Vier-Tore-Distanz: 5-9 vor der letzten Pause. Im letzten Viertel wurde es noch mal spannend, da Koblenz scheinbar etwas die Kondition ausging und Wesseling jetzt auch mal endlich gut spielte. Doch zweimal verhinderte die Latte einen Erfolg, sodass Wesseling nur noch auf 9:10 herankam. Man musste auch sagen, dass Koblenz den Sieg mehr verdient hatte. So wie in den ersten beiden Vierteln hat man als Aufstiegsaspirant auch nicht zu spielen.

Interessant war übrigens noch folgendes: beide Teams hatten je eine Frau im Aufgebot, was einer Genehmigung vom Verband bedarf, wenn es nicht ausreichend Frauenmannschaften in der Gegend gibt. Die Spielerin für Wesseling wollte man wohl nicht zu dem Team in Köln schicken, allerdings sah sie trotzdem keinen Stich im Becken bzw. sie fiel mir nicht auf. Die Koblenzerin hingegen lieferte ein prima Spiel ab und trug sich zwei Mal in die Torschützenliste ein.  
Statistik:
- Grounds: 1.313 (heute 1 neuer; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.317 (heute 1; diese Saison: 205)
- Tageskilometer: 30 (30km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 45.660 (31.440 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.470 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.530 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 451

Freitag, 20. Februar 2015

W447II: Donnerstag zur Prime-Time; Wasserball in Köln

SGW Rhenania/ Blau-Weiß Poseidon Köln II ....... 16
SG Wasserball Rheda-Steinhagen ............................. 4
- Datum: Donnerstag, 19. Februar 2015 – Beginn: 20.15
- Wettbewerb: Wasserball Verbandsliga Nordrhein-Westfalen (4. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 16-4 nach 32 Minuten (4x8); Viertelergebnisse: 4-0, 3-1, 6-1, 3-2
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Schwimmzentrum Köln-Müngersdorf (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: 9 (1 Heimfan, 1 Neutraler, 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Extrem einseitiges, aber ganz ansehnliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
Water Polo 4th Division: Rhenania/ BW Poseidon Cologne Reserves v Rheda-Steinhagen

Diesmal ging es zu einem klimatisch angenehmeren Abendspiel: um 20.15 war im Schwimmzentrum in Köln-Müngersdorf ein Wasserballspiel der Verbandsliga NRW angesetzt – in vielen Bundesländern ist maximal auf dieser 4. Ebene Schluss, aber in NRW gibt es noch zwei weitere darunter! – sodass es nicht wie gestern zwei Stunden im Kalten stehen hieß...

Aber außer, dass die Schwimmhalle warm ist, was man dann wiederum im Sommer nicht gebrauchen kann, hat diese schräg gegenüber des Stadions vom 1. FC Köln gelegene Sportstätte nichts zu bieten: eine „Galerie“, d.h. eine Art Empore oder ein Oberrang, satte 3,50m über dem Becken mit einer niedrigen Brüstung. Überhaupt keine Sitzgelegenheiten. Keine Ahnung, ob Köln nicht noch besseres für Wassersportwettkämpfe zu bieten hat, als diese erbärmliche Halle. Aber immerhin ist sie gepflegt und sauber und mit einem 50m-Becken (so etwa 30m sollten es sein für Wasserball) ausgestattet. Ich habe Wasserball schon zwei Ligen höher in 25m-Becken direkt am Rand sitzend gesehen...

Jedenfalls trafen die Reserve der SG Wasserball Köln, das ist die Spielgemeinschaft von Rhenania Köln und Blau-Weiß Poseidon Köln, und die SGW Rheda-Steinhagen, die auf dem letzten Tabellenplatz steht, aufeinander. Den Leistungsunterschied zwischen 5. und 12. sah man von der ersten Minute an. Der Gastgeber zog sofort auf 3:0 davon, erzielte das 4:0 vor der ersten Pause. Erst nach einer Durchhängerphase kam der Gast, der richtig viele Fans mitgebracht hatte, zu einem Treffer. Doch bald darauf konnte nur noch der einzige(!) Heimfan jubeln: 7-1 bei Seitenwechsel. Ein besonders starkes drittes Viertel sorgte für einen klaren zweistelligen Sieg. Erst im letzten Viertel zeigten die Gäste etwas richtiges Wasserball um verkürzten auf 12 Treffer. Am Ende hieß es 16:4.  
Statistik:
- Grounds: 1.291 (1 neuer; diese Saison: 137 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.295 (1; diese Saison: 183)
- Tageskilometer: 80 (80km Auto)
- Saisonkilometer: 34.680 (25.130 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 447

Donnerstag, 21. März 2013

W345IV: Die alte Hauptstadt, die höchsten Klippen und Maltas Sportart Nummer 2 (Fahrrad-Groundhopping, Malta 2013: 4/15)

Valletta United Water-Polo Club ------------------------ 5
Sliema Aquatic Sports Club “McDonald’s” ---------- 18
- Datum: Freitag, 8. März 2013 – Anschwimmen: 18.45
- Wettbewerb: „Bank of Valetta“ Winter League
- Ergebnis: 5-18 nach 32 Min. (4x8) – Viertelstände: 1-1, 1-7, 2-4, 1-6
- Tore: 0-1 6. Brownrigg, 1-1 7. Mock, 1-2 9. Paoelella, 1-3 10. Meli, 2-3 10. Mock, 2-4 12. Meli, 2-5 13. Meli, 2-6 14. Brownrigg, 2-7 15. Brownrigg, 2-8 16. Aquilina, 2-9 17. Brownrigg, 2-10 18. Agius, 2-11 18. Soler, 2-12 19. Soler, 3-12 22. Aquilina, 4-12 23. Scicluna, 4-13 25. Spieri, 4-14 26. Lubrano, 4-15 26. Mark Meli, 4-16 27. Brownrigg, 4-17 29. Soler, 4-18 29. Soler, 5-18 30. Scerri
- Vergebene Siebenmeter: 4. Min., Sliema-TW hält 7m von Valletta-Werfer
- Hinausstellungen: Valletta 6, Sliema 10
- Disqualifikationen: keine
- Spielort: National Pool Tal Qroqq, Malta University’s Auatic Sports Centre (Kap. 3.000, davon 950 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 zumeist neutrale
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr einseitiges, aber v.a. durch Sliema wirklich gutes Spiel)

Aquatic Sports Association Junior Selection (U17) -- 2
San Ġiljan Aquatic Sports Club “Sir Alex” ---------- 17
- Datum: Freitag, 8. März 2013 – Anschwimmen: 20.00
- Wettbewerb: „Bank of Valetta“ Winter League
- Ergebnis: 2-17 nach 32 Min. (4x8) – Viertelstände: 0-5, 0-4, 2-4, 0-4
- Tore: 0-1 3. Fava, 0-2 4. Bianchi, 0-3 7. Cutajar, 0-4 8. Galea, 0-5 8. Cutajar, 0-6 9. Cutajar, 0-7 11. Spieri, 0-8 12. Bianchi, 0-9 13. Cutaja, 1-9 18. Grech, 1-10 19. Spieri, 1-11 20. Cutajar, 1-12 21. Spieri, 2-12 23. Zammit, 2-13 24. Galea, 2-14 26. Dowling, 2-15 27. Bianchi, 2-16 32. Galea, 2-17 32. Spieri
- Hinausstellungen: ASA 7, San Ġiljan 7
- Disqualifikationen: keine
- Spielort: National Pool Tal Qroqq, Malta University’s Auatic Sports Centre (Kap. 3.000, davon 950 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 zumeist neutrale
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Extrem einseitig, aber über weite Strecken ansehnlich)
DSC06959 Photos with English Commentary:
b) Malta Sightseeing:

Kaum aus der Ferienwohnung raus, schon ging es kilometerlang bergauf. Die Strecke von Xemxija über Ta’ Saliba nach Żabbiegħ ist verdammt hart. Żabbiegħ ist dann auch noch wenig lohnend: die einzige Sehenswürdigkeit ist der verfallene Skorba Tempel (mehr als 4.500 Jahre alte behauene Steine). Noch einmal durch Mġarr und über die weniger sehenswerte Gemeinde Baħrija nach Rabat. Der Ort ist dann mal nicht schlecht, doch auch mit seinen eindrucksvollen Katakomben in der St. Agatha Church (komischerweise darf man in der Kirche und im angrenzenden Museum, das Mineralien, archäologische Fundstücke und Kirchenkunst ausstellt, fotografieren – in den unterirdischen Kammern mit Gräbern, Kapellen und Fresken jedoch nicht) und den schönen, mit vielen Erkern und Balkonen bestückten mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Häusern, kommt es nicht an die Nachbarstadt Mdina heran. Die ehemalige Hauptstadt und Festungsstadt ist ähnlich wie die heutige Hauptstadt Valletta aufgebaut: komplett ummauert und innen tolle Barockdenkmale und enge, typisch arabische Gassen. Architektonisches Einzelhighlight ist die Kathedrale St. Peter and Paul mit einem dazugehörigen Kunstmuseum (beides nur in Kombination: 5€). In der Kathedrale fallen v.a. die kunstvoll bis kurios verzierten Bodenplatten auf. Die sonstige barocke Ausstattung ist genau wie in der gegenüberliegenden Kirche, nur größer.

Wir gingen noch in ein kleines Restaurant namens „Old Priory Cafe“, das sich in der Tat – architektonisch reizvoll – im ehemaligen Priorat der gegenüberliegenden Kirche befindet. Die Preise sind noch im Rahmen – interessanterweise wird auf Malta in der Restaurantszene kaum Touristenabzocke betrieben – jedoch ähnlich hoch wie in Deutschland: die kalte Platte mit maltesischen Spezialitäten für zwei Personen und zwei Kinnies kosteten 17€.

Danach fuhren wir zum höchsten Punkt der ganzen Insel, den knapp 300m hohen Dingli Cliffs. Von dort kann man auch den unbewohnbaren Vogelfelsen Filfleh sehen. Landschaftlich auf jeden Fall eine spektakuläre Ecke! Mit etwas Sucherei fanden wir auch die sogenannte Clapham Junction, eine Ansammlung der berüchtigten Wagenspuren (Cart Ruts) die vor Jahrtausenden von primitiven Loren oder Tierkarren in den Kalkstein gefahren wurde. Am höchsten Punkt des Geländes befindet sich eigentlich etwas noch interessantes: Höhlen, die in der Steinzeit mal bewohnt waren. So lange ist Malta schon besiedelt: Respekt! Die Wohnhöhlen sind auch ganz schön groß, wobei nichts mehr sichtbar ist, was ihre frühere Nutzung anzeigen würde. Die zaghaften Malereien am Felsen sind ein blöder Scherz. DSC07655 Über teilweise sehr volle Straßen – aber hier kann man selbst noch auf den dreispurigen Strecken und den Hochbrücken mit Spurwechseln durch den Autoverkehr mit dem Rad rumeiern: stört hier keinen – fuhren wir an Rabat vorbei über Ħamrun, Valletta in Sichtweite streifend, nach Tal-Qroqq. Durch die unübersichtliche Verkehrsführung im Hauptstadtballungsgebiet verfuhren wir uns etwas, aber zeitlich reichte es immer noch um im Tal-Qroqq National Pool ohne die vorgesehenen 5€ Eintritt zahlen zu müssen reinzulatschen.

Wasserball ist auf Malta nach Fußball der beliebteste Sport. International sind sie nicht sonderlich erfolgreich, obwohl es wohl das einzige Land ist, in dem die Sportart Wasserball die Nr. 2 ist. Aber wie auf der Website der Aquatic Sports Association (ASA) verlautet: „das kleine Malta hat begrenzte Ressourcen“. Die besten Teams in Malta sind die Vereine aus Sliema (Friedensdorf), die heute gegen Valletta (der Hauptstadt, d.h. il-Belt, wobei der Name eigentlich von Jean de la Valette, dem 49. Großmeister des Malteser Ordens herrührt), spielten und St. Julians Wassersportverein, während die B-Junioren-Auswahl des Wassersportverbandes, ASA Junior Selection, noch viel lernen muss. Mich wunderte sowieso, als die Stadionsprecherin etwas von „Malta taħt seba’tgħax“ durchsagte, dass man wirklich eine U17 in der Männerliga ins Rennen schickt, aber ich hatte es schon richtig herausgehört...
Gekämpft wurde wie üblich im offenen Schwimmstadion Tal Qroqq, dass heißt „Bei den Legehennen“, das einen kleinen, zweireihigen East Stand und einen großen, bis zu 12 Reihen hohen West Stand hat. Die wuchtigen Betonstufen sind teilweise mit blauen und orangen Schalensitzen bestückt. Der Sprecherturm ist symmetrisch am oberen Ende der Westtribüne angebracht.

Da „nur“ Spiele der Winter League anstanden, war die Zuschauerzahl unter aller Sau. Mitunter sind bei wichtigen Wasserballspielen vierstellige Besucherzahlen mit richtigen Fangruppen inklusive der berüchtigten Blaskapellen zugegen [siehe Sliema v Neptunes 2011: http://www.youtube.com/watch?v=BFWQPsaa_Jo], doch wenn keine Summer League und nichts internationales anstehen, dann guckt irgendwie keine Sau. Stimmung gab es auch keine, nur zwei flotte Spiele. Allerdings zwei extrem einseitige.

Das erste fing noch ganz ausgeglichen an. Ehe der Rekordmeister aus Sliema mal traf verging eine Weile und im gesamten ersten Viertel zeichneten sich beide Schlussmänner positiv aus. Beide Teams verlegten sich auch teilweise etwas stark aufs Foulen, sodass es nur 1:1 nach acht Minuten stand. Im zweiten Viertel drehte Sliema aber volle Bude auf und zog auf 2:8 davon. Der Rückstand war nicht mehr aufzuholen für die Hauptstädter und am Ende mussten sie sogar froh sein, dass sie 20 Gegentreffer verhindern konnten. Das von Mc Donald’s gesponserte Team aus Sliema gewann 18:5.

In Richtung 20:X tendierte das zweite Spiel des Abends von Anfang an, jedoch ließ sich St. Julian immer mal wieder hängen, was dem ansonsten völlig überforderten Jugendteam des Wassersportverbandes Freiräume schaffte, sodass sie wenigstens zu zwei Treffern kamen. Auf der anderen Seite standen allerdings aufgrund der abgeklärteren und konsequenteren Spielweise 17 Tore. Davon waren auch einige sehr starke Treffer wie ein Überkopfrückhandwurf aus Nahdistanz oder wuchtige Würfe wie Striche aus über 10m.

Ingesamt wusste der Abend zu gefallen. Deutsche Spitzenteams sind natürlich schon stärker als Sliema & Co. und von richtigen Wasserballligen wie Montenegro, Italien etc. wollen wir mal gar nicht erst reden, doch der untere Bereich der 1. Bundesliga ist auf keinem höheren Niveau sein, als der obere maltesische Ligenbereich. Die Teams wie die außer Konkurrenz spielende U17 oder Valletta United sind mit 2. Bundesliga vergleichbar.

Die Rückfahrt verlief recht zügig, da wir einen Teil der Strecke schon kannten. Auch diesmal störte sich niemand an unserer unzureichenden Beleuchtung. Schön, wie entspannt das hier so auf Malta läuft... DSC06993 Statistik:
- Grounds: 876 (heute 1 neuer; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.727 (heute 2, diese Saison: 150)
- Tageskilometer: 80 (80 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 40.770 (34.050 Auto/ 4.850 Flugzeug/ 1.760 Fahrrad/ 130 Bahn, Bus, Tram/ 80 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 345

Sonntag, 24. Januar 2010

W182II: Sonntach frühs um 9 in Halle-Neustadt.

SV Halle 13:16 Wasserfreunde Spandau 04 II
Sonntag, 24. Januar 2010 - Anschwimmen 9.00
2. Bundesliga (Staffel Ost)
Ergebnis: 13:16 nach 32 Min. (Viertelstände: 2:5, 2:4, 3:4, 6:3)
Tore: Beck 4, Waldhelm 4, Weniger 1, Gaudig 1, Rzesnitzeck 1, Sachadae 1, Lippold 1 (SVH); Streber 2, Balaban 1, weitere mir nicht bekannt (Spandau II)
Spielort: Schwimmhalle Neustadt (Gesamtkapazität: 200, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gut!)
DSCF4586
Photos and English version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623275837614/

Unter der in zwei Achtergruppen eingeteilten 16er-Liga „DWL (Deutsche Wasserball Liga)“, die international Mittelmaß ist, klafft eine große Lücke. Besonders die Ost-Gruppe der 2. Bundesliga (es gibt außerdem noch Nord, Süd und West) konnte man letzte Saison nur noch als Farce bezeichnen. Die klar besten Teams waren die zweiten Mannschaften der drei bekannten Bundesligisten Wasserfreunde Spandau, SG Neukölln und die hinter dem SSV Plauen platzierten Wasserballern des SC Magdeburg. Halle profitierte als Tabellenletzter mit nur drei Siegen und einem Unentschieden bei 18 Spielen nur von finanziellen Problemen anderer Teams. Der Unterbau unter der 2. Bundesliga ist gar nicht konkurrenzfähig.

Problematisch auch die Spielstättenfrage für den SVH: die verschimmelte Schwimmhalle Robert-Koch-Straße (hinter dem schönen Leichtathletikstadion in der Nähe des noch schöneren Kurt-Wabbel-Stadions des Halleschen FC) wird derzeit oder demnächst abgerissen. Mindestens bis der Neubau steht, wird die bis vor einigen Jahren stets genutzte Schwimmhalle Neustadt, die zumindest Innen stark saniert worden sein muss, als Heimspielstätte dienen. Diese Schwimmhalle befindet sich inmitten der Neustädter Plattenbautristesse unweit der Sportanlagen im Bildungszentrum (Stadion im BIZ: FC Halle-Neustadt, Motoballplatz: MBC 70/90, Sporthalle im BIZ: Einheit Halle (Handball)). Außen fallen die getönte Verglasung, die schöne Spiegelungen der gegenüberliegenden Plattenbauten zulässt, und die Mosaike auf, Innen gibt es ein 50-Meter-Becken und auf einer der Längsseiten eine knapp drei Meter über dem Beckenrand angebrachte Tribünenkonstruktion mit einer Sitzreihe (glatte, neue Holzbänke) und einer Stehreihe. So können bis zu 200 Zuschauer zugucken.

Diese Saison ist es besser, da die zweiten Mannschaften der Berliner Vereine bisher nicht so überzeugen konnten und schon nach fünf Spieltagen fast so viele Niederlagen wie in der Vorsaison nach 18 hatten. An diesem Sonntagmorgen hieß es dann 7. gegen 6. von 10. Halle hatte am Vorabend noch überraschend gegen Neukölln II 14:11 gewonnen, jetzt trafen sie auf die anderen Berliner: Spandau II. Bis zur fünften Minute war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem Halle zwei Mal führte, doch danach zeigte Spandau seine Stärke und Halle offenbarte Schwächen in Abschluss, Verteidigung und vor allem Spielgeschwindigkeit. Man konnte nie von einem schwachen Spiel reden, da immer mindestens eine Seite ein gutes Spiel ablieferte, doch was Halle im zweiten Viertel ablieferte war schwach und auch die Torerfolgstaktik im dritten Spielabschnitt war eine echte Offenbarung: einer schwimmt kurz vorm gegnerischen Tor herum und wartet nur darauf, einen langen Ball zu bekommen. Da Spandau erfreulich offensiv war, gelang es auch ein paar Mal, so zu Torerfolgen zu kommen. Im letzten Spielabschnitt machte Halle noch mal richtig Druck und erzielte auch mal mit ernstzunehmenden Spielzügen sechs Treffer, die am Ende jedoch nicht reichen sollten. Spandau zwar im Schlussviertel nicht mehr überzeugend, aber immer noch halbwegs gut drauf.

Leider waren auch diesmal nur knapp 20 Zuschauer in die Sporthalle gekommen. Einige Wasserballanalphabeten belappten dann regelmäßig die Schiedsrichter, die allerdings auch immer wieder sehr fragwürdige Entscheidungen trafen, die dann auch noch stets zuungunsten der spielerisch ohnehin unterlegenen Hallenser ausfielen, was ich den Fans normalerweise nicht vorwerfen würde; aber wenn man zu 75% am Meckern ist und nur zu 25% am Applaudieren nach Toren, dann ist das einfach nur lächerlich. Man kann auch mal mit Sprechchören anfeuern: die Akustik in einer solchen Schwimmhalle ist schließlich richtig stark! Trotz allem muss man sagen, dass die Leistung des SV Halle – sie haben schließlich zu einem insgesamt guten Spiel beigetragen, auch wenn sie völlig verdient verloren haben – wieder Hoffnung macht. Die letzten drei Spielzeiten habe ich nicht ein Spiel auf diesem Niveau vom SVH gesehen!
DSCF4567
Statistik:
Ground Nr. 388 (ein neuer Ground; diese Saison: 57 neue)
Sportveranstaltung Nr. 947 (diese Saison: 89)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 16.060 (12.120 Auto/ 2.000 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.940 Fahrrad/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 182