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Freitag, 6. März 2020

W710I: Spannendes Unentschieden zwischen Wahn und Wesseling am Donnerstagabend

TV Jahn Köln-Wahn III .............................. 27
TuS Wesseling ............................................... 27
- Datum: Donnerstag, 5. März 2020 – Beginn: 20.45
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Köln/ Rheinberg (9. Handballliga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 27-27 nach 60 (30/30) Minuten – Halbzeit: 12-14
- Statistik: HV Mittelrhein
- Austragungsort: Sporthalle im Schulzentrum Wahn (Kapazität: 350, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 11 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 TV Jahn Köln-Wahn III 27:27 TuS WesselingPhotos with English commentary:
Handball in Cologne: Jahn Wahn III vs. Wesseling

Seit 710 Wochen habe ich nun immer eine Sportveranstaltung pro Woche (Montag bis Sonntag) besucht und/ oder daran teilgenommen. Nicht immer aber fast immer an einem der beiden Wochenendtage, wenigstens aber immer eine Veranstaltung an einem Tag der Woche und nie lagen somit mehr als 12 Tage zwischen zwei Sportveranstaltungen. Faktisch war glaube ich sogar nur 10 Tage der größte Abstand zwischen zwei besuchten Spielen.
Wegen der grassierenden Corona-Hysterie versuche ich nun immer schnellstmöglich ein Spiel unter der Woche zu besuchen, um bei Ansetzungschaos oder kurzfristig von oben verordneten Eingriffen in die persönlichen Freiheiten (Ausgangssperren etc.) am Wochenende besser improvisieren zu können. So kann auch meinetwegen mal etwas völlig schiefgehen am Wochenende...
OK, ein Gutes hat der Corona-Wahn: wenigstens ist nun die Klima-Hysterie etwas aus den Medien verdrängt worden. Aber: die Corona-Hysterie schadet der Wirtschaft noch mehr – und sie schadet auch dem Sport. Möglicherweise werden – auch wenn die deutschen Behörden hier noch besonnener reagieren als viele deutsche Normalbürger inklusive einiger Ärzte, die mit ihren Hamsterkäufen und herbeigeredeten Weltuntergangsszenarien versuchen, eine Hysterie wie in der Schweiz, Italien oder auch Marokko zu verbreiten – bald nur noch solche Spiele wie dieses am heutigen Donnerstagabend planmäßig über die Bühne gehen. Ein Handballspiel vor 11 Zuschauern...

Passend zu dem ganzen Wahnsinn der Name der Heimseite: Gespielt wurde in der Halle des Schulzentrums Köln-Wahn, Gastgeber war der TV Jahn Wahn. Das Hallengebäude ist außen schön bunt gestaltet und befindet sich im Obergeschoss – der untere Teil mit den Fenstern ist ein Unterrichtsgebäude. Als Zuschauer kommt man bis fast unter die Hallendecke auf die vierreihige Sitztribüne. Ein sehr ansehnlicher Bau mit eindrucksvollem Treppenhaus.

Wenn der TV Wahn in der Regionalliga Nordrhein spielt, sind die 250 Sitzplätze auch mal gut belegt, doch bei einem Spiel der III. Mannschaft in der 1. Kreisklasse am Donnerstag um 20.45 Uhr kommen freilich nicht einmal so viele Zuschauer wie unten auf der Platte Spieler stehen... Keine Gästefans und übrigens nicht eine einzige Frau und wohl auch keine Minderjährigen.

Das Spiel war von Beginn an recht flott und qualitativ gut. Es gibt ja auch immerhin noch 3 Ebenen (bis 4. Kreisklasse!) unter dieser Liga. Über weite Strecken hatte der Gast aus Wesseling – der übrigens in zwei noch deutlich sehenswerteren Hallen spielt als der TV Wahn! – die Nase vorn. Richtig absetzen konnten sie sich nie, aber 3-4 Tore lagen sie bis kurz vor der Pause fast immer vorn. Bei Halbzeit hieß es 12:14. Auch nach der Pause führte der Gast meist, aber nun nie mehr als diese 2 Tore aus der Schlussphase von Halbzeit eins. Dieser Vorsprung wurde dann in der Schlussphase egalisiert. Wahn hängte sich noch mal richtig rein, Wesseling konnte nicht mehr zulegen und kassierte gut 30 Sekunden vor Abpfiff den 27:27 Ausgleich. In den folgenden Sekunden gab es noch einen vergeigten Wesselinger Angriff und einen nicht mehr erfolgreichen Abschlussversuch von Wahn. Ein wirklich packendes Ende! Ein Spiel, das das Kommen mit dem Rad nach der Arbeit durch den Dauerregen und zurück durch die Kälte wirklich lohnte! TV Jahn Köln-Wahn III 27:27 TuS WesselingBei diesem Handballspiel fiel mir übrigens ein: Während es hier in der Stadt fast nur vernünftige Leute beim Handball gibt und so auch heute der Spielverlauf ausgesprochen fair war, wenige Beschwerden über die ganz gut aber nicht fehlerfrei pfeifenden Schiris kamen und die Zuschauer trotz hohem Bierkonsum nicht rumpöbelten, ist auf manchen Dörfern beim Handball einiges los und es tummeln sich doch bei etlichen Dorfhandballvereinen in allen Bundesländern Neonaziprolls und ähnliches Gesindel. Klar ist nicht jeder, der „Yakuza“-Klamotten trägt rechtsradikal, aber der Kundenstamm von „Yakuza“ ist definitiv zu einem erheblichen Teil rechtsextrem. Da war es einfach nur passend, dass ich beim Lesen eines Artikels über einen durchgeknallten aber gerade deshalb so interessanten Handballer (Eric Sindermann aus Ost-Berlin) ausgerechnet die unten stehende Werbung angezeigt bekam! Und das in der linksgrün versifften Zeit, die ich fast gar nicht mehr lese, weil es fast nur noch um Klima,,krise“, Flugscham oder Verkehrswende geht...
Statistik:
- Grounds: 2.602 (1; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.852 (1; diese Saison: 203)
- Tourkilometer: 40km (40km Rad)
- Saisonkilometer: 86.930 (62.440 Flugzeug/ 21.980 Auto, davon 7.160 Mietwagen/ 2.470 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 710 Wochen in Folge.

Samstag, 1. Dezember 2018

W644II: Mit zweistelligem Jugend-Fußballergebnis und einstelligem Volleyball-Satzergebnis in den Dezember

FC Rheinsüd Köln U12 .......................................... 12
Horremer SV D ......................................................... 1
- Datum: Samstag, 1. Dezember 2018 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: D-9er-Junioren Sonderstaffel Rhein-Erft, Staffel 21 (3. U13-Liga)
- Ergebnis: 12-1 nach 64 (31/33) Minuten – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 1. (22), 2-0 4. (22), 3-0 9. (9), 4-0 25. (5), 5-0 28. (22), 5-1 34. (4), 6-1 38. (11), 7-1 40. (22), 8-1 50. (9), 9-1 55. (18), 10-1 57. (22), 11-1 58. (22), 12-1 63. (13)
- Gelbe Karten: Nr. 2, 7 (Horrem)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: BZA Sürther Feld, West (Kapazität: 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10

Turn- und Sportverein 1911 Wesseling FR ...... 3
TuS Schwarz Weiß Brauweiler 1951 FR .......... 1
- Datum: Samstag, 1. Dezember 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Rheinland Bezirksklasse Frauen, Staffel 4 (9. Frauenvolleyballliga, unterste Wettkampfklasse)
- Ergebnis: 3-1 nach 85 (15/25/25/20) Minuten
- Satzergebnisse: 25-9, 25-22, 18-25, 25-15 (93:71)
- Strafen: keine
- Austragungsort: Sporthalle Schillerschule Keldenich/ Friedhofsweg (Kapazität: 60, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 13 (davon 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 FC Rheinsüd Köln U12 12:1 Horremer SV D Photos with English Commentary :
a) Football: Rheinsüd Köln U12 vs. Horremer SV U13
b) Volleyball: TuS Wesseling Ladies vs. SW Brauweiler Ladies

Der letzte Monat des Jahres beginnt, sportlich hielt der erste Tag vom Dezember alles andere als Knaller bereit, da ich nur mit dem Rad fahren und nicht das Auto benutzen wollte. Das anvisierte A-Jugend-Fußballspiel in Köln-Meschenich wurde wegen Nichtantritt der Gäste von Rheinsüd III abgesetzt – am Platz traf ich nur verärgerte Meschenicher und den Schiri an. Wenn man nicht gerade eine Asitruppe ist, gibt man vorher Bescheid, wenn man nicht antritt. Aber OK, außer der Scheiß-U19-III kickten vom riesigen Verein Rheinsüd Köln noch dutzende andere Teams auf deren Sportanlage, die nur 7km entfernt liegt. Also hin da und halt die D-Jugend U12 I geguckt. Die schoss SV Horrem, streckenweise recht sehenswert, mit 12:1 zusammen, vergab sogar noch einen Strafstoß und diverse Großchancen. Die Sportanlage Sürther Feld ist übrigens eine der interessanteren in Köln: durch die Lärmschutzidiotie zu benachbarten Siedlungen mussten riesige Erdwälle ausgehoben werden – doch die machen die beiden Kunstrasenplätze mit der Stehtribüne zwischen beiden Feldern, erst interessant! Übrigens, wen die Ansetzung wundert: die Teams vom Südrand der Großstadt spielen statt in Kölner Kreisligen oft im Rhein-Erft-Kreis mit. FC Rheinsüd Köln U12 12:1 Horremer SV D Dann ging es zu einer noch nicht besuchten Halle in Wesseling. Außer der in Berzdorf habe ich jetzt wohl alle im Wettkampfbetrieb genutzten Sporthallen (Fußballplätze sowieso) der Stadt Wesseling besucht, im Januar werde ich auch mal nach Berzdorf fahren. Aber erstmal zur Halle in Keldenich. Dieser Ortsteil ist baulich der hässlichste von ganz Wesseling – und bei der Stadt will das was heißen, die Partnerstadt Leuna sieht jedenfalls um Klassen besser aus, auch wenn sie verständlicherweise auch kaum touristisches Potenzial hat – und die große, ältere Schillerschule mit ihrer modernen, kleinen, zu engen Turnhalle in ansprechenden Farben, ist da noch mit das beste Gebäude. Das Spiel zwischen Wesseling und Brauweiler war ganz OK, wobei Wesseling den ersten Satz völlig dominierte, im zweiten Satz nachließ und nur knapp gegen spielerisch und technisch deutlich schwächere Gäste gewann und dann den dritten Satz sogar verlor. Erst im vierten Satz fand der Gastgeber wieder ins Spiel, wobei mir das v.a. an der blonden 1 und der orientalischen 14 zu liegen schien – die beiden stachen doch leistungsmäßig etwas hervor. Bei Brauweiler gab es leider keine einzige Spielerin, die ich hier positiv hervorheben würde, weswegen es am Ende doch ein recht deutliches 3:1 bei 93:71 Punkten für Wesseling war.

Zwischen den beiden Spielen war ich übrigens im türkischen Imbiss Acar Grill: zwar ein unterbelichteter Typ am Tresen, aber die anderen Mitarbeiter topp und v.a. das Essen hervorragend; Pide mit Sucuk, Ayran mit Kirschsaft – preislich im unteren mittleren Segment. Und Sky Bundesliga kann man von einem Teil der bequemen Sitze auch schauen. Seit langem einer der besten Imbisse, der mir untergekommen ist. Der einzige noch bessere, der mir sofort einfällt, ist der ähnlich geartete türkische Carl Schurz Grill in Düren. TuS Wesseling FR 3:1 TuS SW Brauweiler FR Statistik:
- Grounds: 2.305 (2; diese Saison: 93 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.488 (2; diese Saison: 104)
- Tourkilometer: 50 (50km Rad)
- Saisonkilometer: 38.750 (19.200 Flugzeug/ 18.060 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 1.490 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 644 Wochen.

Montag, 29. Januar 2018

W600III-IV: Handballwochenende; Kreisklassenknaller in Kall, die Handballkängurus aus Köln und Oberliga auf der Baustelle

Kaller SC 1922 .................................................... 31
HSG Sieg II (Siegburg/ Hennef) ........................ 32
- Datum: Samstag, 27. Januar 2018 – Beginn: 18.15
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Bonn-Euskirchen-Sieg (10. Handballliga, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 31-32 nach 60 Min. (2x30) – Halbzeit: 16-15
- Tore: NN
- Gelbe Karten: 7, TW 99 (Kall); 5, 13 (Sieg)
- Zeitstrafen: 2x 3, 7, 14, 11, TW99 (Kall = 12 Minuten); 2x 10, 2x 21, 2x 15, 13 (Sieg = 14 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Hauptschule/ Sportzentrum Kall (Kap. 400, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Der Liga entsprechend sehr fehlerbehaftet und technisch schwach, aber dafür hoher Einsatz, schöne Tore und große Spannung)

HC Cologne Kangaroos II .................................. 28
Dünnwalder TV II ............................................... 22
- Datum: Sonntag, 28. Januar 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Köln (10. Handballliga, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 28-22 nach 60 Min. (2x30) – Halbzeit: 15-13
- Tore: NN
- Gelbe Karten: NN
- Zeitstrafen: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Mainstraße/ Ernst-Moritz-Arndt-Schule (Kap. 100, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes und recht spannendes Spiel)

TuS Wesseling 1911 mB ..................................... 39
TSV Bayer Dormagen mB ................................. 41
- Datum: Sonntag, 28. Januar 2018 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: B-Junioren Oberliga Mittelrhein (2. U17-Handballliga der Jungen)
- Ergebnis: 39-41 nach 50 Min. (2x25) – Halbzeit: 16-22
- Tore: NN
- Gelbe Karten: NN
- Zeitstrafen: NN
- Rote Karten: Nr. 13 von Wesseling (60. Min. wg. angeblicher Notbremse)
- Austragungsort: Sporthalle 1/2 im Schulzentrum Wesseling (Kap. 350 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannender Schlagabtausch) Kaller SC 1922 31:32 HSG Sieg II Photos with English Commentary:
a) Handball in Kall: Kaller SC vs. HSG Sieg Reserves
b) Handball in Cologne: Kangaroos Res. vs. Dünnwald Res.
c) Handball in Wesseling: TuS U17 vs. Bayer Dormagen U17

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen des Handballs. Samstag nur ein Spiel und erst abends, dafür aber eine derb lange Radtour: 112km hin und zurück, wobei zurück mit zwei stärkeren Steigungen im Vergleich zu hin mit einer extremen und mehreren langen Steigungen sehr viel einfacher ist. Es ging nach Kall: dort kenne ich beide Fußballplätze, die Bouleanlage – und dann fehlte mir halt noch die Handballhalle. Die liegt, wie alle anderen Sportanlagen auch, in der Auelstraße. Interessanterweise, ist in Kall die Halle das interessanteste Teilstück der Sportanlage. Meist sind Fußballgrounds interessanter als Hallen, doch im Vergleich zu den beiden mittelmäßigen Plätzen da, ist die symmetrische Halle mit den originellen Seitenfenster, Treppenaufgängen, plexiglasverkleideten Banden und der mit einer Art Teppich ausgelegten Stehtribüne wirklich viel sehenswerter. Man bekommt hier allerdings nur 2. Kreisklasse Handball geboten – „man“ sind hier aber eh nur 10 Zuschauer. Dafür war das Spiel richtig gut: der Tabellenfünfte, Kaller SC, war weitestgehend gleichwertig gegenüber dem Tabellenführer von der HSG Sieg (2. Mannschaft). Lange führten die Kaller auch mit ein, zwei Toren. Aber in der zweiten Hälfte zeichnete sich ab, dass der Gast hier die Partie gewinnen würde: mit 31-32 war das aber denkbar knapp. Bis auf einen Aussetzer bei einem Tor, dass der Schiri erst auf Zurufen und nach Eingeständnis des Torwarts der Gäste anerkannte – er dachte, der Pfosten und nicht die Torstange sei getroffen worden – war der Unparteiische voll auf Höhe des Spielgeschehens. HC Cologne Kangaroos II 28:22 Dünnwalder TV II Am Sonntag ging es etwas früher raus und es ließen sich zwei Spiele miteinander kombinieren. Erstemal in Köln Rodenkirchen, in einer Schulsporthalle von diesem seltsamen Kastentyp, den ich nur in NRW gesehen habe: oben geht man rein, dann sieht man die Halle schon durch Fenster ein, muss dann aber die Treppe runter und betritt die tribünenlose, primitive Halle im Erdgeschoss. Das Publikum passte gerade so auf die zwei Turnbänke: ein paar Gästefans, ein paar Juniorenspieler und eine Spielerfreundin der Heimmannschaft. Heimmannschaft sind die Cologne Kangaroos gewesen, die laut ihrer eigenen Website einfach nur einen interessanten und anderen Vereinsnamen bei der Gründung 1993 haben wollten... OK, es ist gelungen, zumal Kängurus auch sprungstärkere Tiere als Mantelpaviane oder gar Dreizehenfaultiere sind – obwohl der „HC Dreizehenfaultiere Rodenkirchen“ hätte auch etwas... Die II. Mannschaft der Beuteltiere spielte auch ziemlich gut, v.a. für 2. Kreisklasse, und konnte in einem Spiel, das zumindest bis zur 52., 53. Minute spannend war, mit 28:22 über die II. vom Dünnwalder TV triumphieren. Hier wurde es auch manchmal etwas ruppig, denn bei Dünnwald waren ein paar Stänkerer dabei und in der zweiten Hälfte hatte der Schiri sich ein paar gröbere Fehler – fast ausschließlich gegen die Gastgeber – geleistet, aber die auch die Rudelbildung nach Spielschluss ebbte schnell ab... TuS Wesseling U17 39:41 Bayer Dormagen U17 Weiter ging es nach Wesseling zurück. Es sollte eine ziemliche Sucherei auf der Baustelle werden: das Schulzentrum Wesseling hat zwei Schwimmhallen und vier Sporthallen. In der einen Schwimmhalle wird auch Wasserball gespielt, war ich auch schon. In der anderen leistet man sich offenbar den Luxus einer reinen Lehrschwimmhalle. Eine Sporthalle ist ein Ersatzbau als Traglufthalle. Und der Knaller ist das schließlich die Dreifachsporthalle, die mit einem spektakulären Übergang mit dem anderen Schulkomplex verbunden ist und von außen wie ein Fabrik- oder Lagergebäude aussieht. Im Inneren ist ein symmetrisches Labyrinth mit diversen Türen, Umkleiden, Gängen und Treppenhäusern – die freundliche Hallenverantwortliche schickte mich dann richtig, da ein Schild an einem Bauzaun falsch nach oben zeigte. Aber gut, dadurch sah ich den Baufortschritt in den im Obergeschoss liegenden Hallen 4 und 5. Halle 1, 2 und 3 ist im Prinzip eine Sporthalle, die Haupthalle. Eine völlig verbaute Obertribüne (nur Stehstufen, schlampig ausgefertigt, überall offene oder mit Spanplatten notdürftig (halb)verschlossene Kabelschächte) bietet einen teilweise brauchbaren Blick auf das großzügig angelegte Spielfeld. Jedenfalls eine sehr kuriose Halle! Es wurde auch ein kurioses Spiel: TuS Wesseling spielt mit ihren B-Junioren immerhin Oberliga Mittelrhein – also eine Liga unter den Spitzenteams wie dem Nachwuchs vom Bergischen HC oder Gummersbach – dort war dann der TSV Bayer Dormagen zu Gast. Und alle 30 Sekunden bald fiel ein Tor. Dormagen war teilweise mit 7, 8 Toren davon, doch Wesseling steckte nie auf – auch beim 16:22 zur Pause nicht. Man muss hier noch einmal bedenken, dass nur 2x25 Minuten bei der U17 gespielt wird! Am Ende scheiterte Wesseling an der schlechten Ausführung eines Angriffs beim Stand von 39:40 an eigener Unfähigkeit – das Spiel endete 39:41, wobei beim letzten Angriff ein Zwei-Minuten-würdiges Foul vom bis dahin sehr guten Schiedsrichtergespann unsinnigerweise als grobes Foul und somit Rot gewertet wurde. Da wurden die typischen Wesselinger Hilfsschüler, die Kevins, Michals und Murats auf der Matte schräg rechts von mir noch mal laut gegen den „Hurensohn, Alda“... TuS Wesseling U17 39:41 Bayer Dormagen U17 Statistik:
- Grounds: 2.100 (3; diese Saison: 119 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.254 (3; diese Saison: 149)
- Tourkilometer: 160 (110+50km Rad)
- Saisonkilometer: 31.500 (21.150 Auto, davon 4.280 Mietwagen/ 10.460 Flugzeug/ 1.680 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 54 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 600 Wochen.

Donnerstag, 19. März 2015

W451III: Aufholjagd nach 0:6 knapp fehlgeschlagen

TuS Wesseling Wasserball .................................. 9
SC Poseidon Koblenz ........................................ 10
- Datum: Donnerstag, 19. März 2015 – Beginn: 20.15
- Wettbewerb: Kreisliga Mittelrhein, Gruppe 2 (6. und unterste Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 9-10 nach 32 Minuten (4x8); Viertelergebnisse: 0-1, 2-5, 3-3, 4-1
- Tore: NN
- Hinausstellungen: NN
- Spielort: Schulbad Wesseling (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon Gästefans: keine?)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ganz gutes und v.a. spannendes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Waterpolo Regional League: TuS Wesseling lost to Poseidon Koblenz

Die Chemiestadt Wesseling leistet sich tatsächlich den Luxus zwei Schwimmhallen zu betreiben. Die eine befindet sich hinter dem Ulrike-Meyfahrt-Stadion und wird aus irgendeinem Grund nicht für Wasserball genutzt, obwohl sie offensichtlich die größere ist. Die andere steht nur ein paar hundert Meter entfernt am Kreisverkehr der L300 und sieht von außen wie ein hässlicher Schuppen aus. Innen dann das übliche Spiel in den unteren Ligen: Schuhe aus, direkt an den Beckenrand setzen (immerhin hat die Halle richtige Bänke auf einer Seite und so wenige Zuschauer wie hier leider kommen, ist immer noch was frei) und dann kriegt man immer wieder Wasser ab...

Weiter runter geht es übrigens nicht im Ligensystem, aber für Wesseling könnte es aufwärts gehen. Sie führen die Tabelle der Kreisliga Mittelrhein an, an der auch mit den Gästen eine Mannschaft aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz teilnimmt. In einem Aufstiegsspiel gegen den anderen Staffelsieger könnte sie also in die 5. Liga aufsteigen.

Heute brachten sie allerdings eine dürftige Leistung. Im extrem torarmen ersten Viertel traf nur Koblenz und das auch nur einmal, doch nach der ersten Pause zogen die Gäste plötzlich auf 0:6 davon. Erst kurz vor der Halbzeit kamen die Wesselinger mit einem Doppelschlag heran, verkürzten dann auf 3:6, doch von da an, hielt Koblenz die Wesselinger auf Vier-Tore-Distanz: 5-9 vor der letzten Pause. Im letzten Viertel wurde es noch mal spannend, da Koblenz scheinbar etwas die Kondition ausging und Wesseling jetzt auch mal endlich gut spielte. Doch zweimal verhinderte die Latte einen Erfolg, sodass Wesseling nur noch auf 9:10 herankam. Man musste auch sagen, dass Koblenz den Sieg mehr verdient hatte. So wie in den ersten beiden Vierteln hat man als Aufstiegsaspirant auch nicht zu spielen.

Interessant war übrigens noch folgendes: beide Teams hatten je eine Frau im Aufgebot, was einer Genehmigung vom Verband bedarf, wenn es nicht ausreichend Frauenmannschaften in der Gegend gibt. Die Spielerin für Wesseling wollte man wohl nicht zu dem Team in Köln schicken, allerdings sah sie trotzdem keinen Stich im Becken bzw. sie fiel mir nicht auf. Die Koblenzerin hingegen lieferte ein prima Spiel ab und trug sich zwei Mal in die Torschützenliste ein.  
Statistik:
- Grounds: 1.313 (heute 1 neuer; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.317 (heute 1; diese Saison: 205)
- Tageskilometer: 30 (30km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 45.660 (31.440 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.470 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.530 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 451