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Montag, 3. Januar 2022

W3.0052V: Hallesche Bullen plätten Hammer Bären & Fairer Juniorenfußball im Duisburger Brennpunkt

Hammer Eisbären (Lippe-Hockey-Hamm) ..... 1
Mitteldeutscher EC Saale Bulls Halle .............. 8

- Datum: Sonntag, 2. Januar 2022 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Eishockey Oberliga (3. deutsche Eishockeyliga, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-8 nach 60 Minuten (3x20) – Drittel: 0-1, 0-3, 1-4
- Tore: 0-1 00:18 Niemelä, 0-2 31:16 Valasek, 0-3 37:25 Vihavainen, 0-4 39:33 Valasek, 0-5 46:55 Vihavainen, 1-5 51:02 Limböck, 1-6 54:04 Niemelä, 1-7 54:42 Stas, 1-8 58:04 Stas
- Strafen: Junge, Maaßen, Lichnovsky (Hamm = 6 Minuten); Hildebrand, Walkowiak, Gollenbeck, Fomin (Halle = 8 Minuten)
- Austragungsort: Eissporthalle Hamm (sog. Beta Finanz „Arena“, Kap.: 1.500, davon 400 Sitzplätze – heute aufgrund der Coronahysterie auf ca. 650 Sitzplätze (inkl. temporäre Bankplätze) beschränkt)
- Zuschauer: 451 (davon mind. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Fußball-Sport-Verein Duisburg 1989 (B) ....... 3
VfB Waltrop 1912 (B) ....................................... 0

- Datum: Sonntag, 2. Januar 2022 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Testspiel (B-Junioren Niederrheinliga gegen Westfalenliga, jeweils 3. Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 3-0 nach 80 Minuten (40/40) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 50. NN, 2-0 70. NN (Elfmeter), 3-0 78. NN
- Verwarnungen: 1x FSV
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Bezirkssportanlage Warbrucker Straße Duisburg-Marxloh (Kap.: 1.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon mind. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10 DuisburgPictures with English commentary:
a) Ice-Hockey 3rd Division: Hammer Eisbären vs. Saale Bulls Halle
b) Under-17 Football: FSV Duisburg vs. VfB Waltop
c) Ruhrgebiet: Duisburg (Alsum, Marxloh)

Und wieder ging es ins Ruhrgebiet. In Duisburg erstmal ein kleiner Spaziergang bei der Schwerindustrie am Rhein. Die Halde Alsum ist ein Trümmerberg – der Ortsteil Alsum wurde 1944 zerbombt – und eine Hausmülldeponie, alles schön renaturiert aber nun von Kot und Kötern verunreinigt; schöne Industriepanoramen dort aber wegen der Dreckviecher und ihrer dummen Besitzer ein wirklich abstoßender Ort. Dann noch ein bisschen durch Marxloh gefahren und gelaufen. Dort viel Müll, Leerstand, Verfall, Bruch und Bruchvolk. Überwiegend Türken, Araber und Roma. Marxloh ist einer der wenigen Orten in NRW und Deutschland, wo Deutsche wirklich in der Minderheit sind und der Islam die größte Religionsgemeinschaft. Diese Orte sind keineswegs so zahlreich, wie von vielen Deutschen behauptet. Logisch ist aber bei Marxloh, dass das markanteste und gepflegteste Gebäude die Moschee ist – die Ditib Merkez Camii (Zentralmoschee) es ist wohl nach wie vor die Größte in ganz Deutschland. FSV Duisburg 1989 B 3:0 VfB Waltrop BNicht weit von der Moschee befinden sich einige Sportanlage, so auch die BZA Warbruckerstraße, wo auf dem mittleren Kunstrasen ein U17-Testspiel des FSV 1989 Duisburg stieg. VfB Waltrop zu Gast. Von den 75 Zuschauern mindestens vier Groundhopper mit mir – so auch Tobias, Iris und Piotr. Wir alle konnten festhalten: Auch wenn Marxloh eine üble Ecke ist – das Spiel war wie erwartet fair und das Vereinsumfeld ganz sympathisch. Es ist ja auch nicht ungewöhnlich, dass die größten Asozialen und Kriminellen in solchen Brennpunktvierteln überhaupt nicht in Vereinen engagiert sind. Im FSV-Vereinsheim war es sehr entspannt und preisgünstige und sehr gute Pommes gab es auch. Außerdem konnte man Sucuk-Sandwiches oder Salep (türkisches Heißgetränk mit Milch) bekommen. Die Partie riss aber nicht so mit – nicht weil die Tumulte fehlten, sondern die Tore bis in Hälfte zwei hinein. Dann traf FSV immerhin drei Mal zum verdienten Endstand. Hammer Eisbären 1:8 Saale Bulls HalleIch fuhr dann noch nach Hamm weiter. Die Saale Bulls hatte ich ja leider seit fast 2 Jahren nicht mehr gesehen wegen der ganzen Coronahysterie. Am 5.1.2020 hatten sie in Krefeld 1:7 gewonnen, nun schossen sie die Hammer Eisbären 1:8 ab. Schon nach 18 Sekunden ein Tor, danach aber auch einiger Leerlauf bzw. mal ganz gutes Eishockey der Hammer. Im Schlussviertel traf auch der Gastgeber mal, ansonsten spielten die Hammer Scheißbären ziemlichen Eis – ähm, umgekehrt...
Es verteilten sich mit mir 10 Gästefans quer sonstewo auf der Tribüne nur nicht im eigentlichen Gästesektor. Stimmung kam nur durch einen Fanblock der Hammer auf, der links auf der Obertribüne stand. Die aufgrund der pandemischen Hysterielage zugelassene Zahl von 650 Geimpften (wenigstens ohne Testterror) wurde nicht mal erreicht. Hamm ist auch Letzter, während die Saalebulls eine echt geile Saison spielen und die Tabelle anführen.
Es war also ein sehr lohnender Spielbesuch in Hamm; Spiel gut, Stimmung OK, Halle OK, auch am Einlass z. B. sehr entspannte Ordner – allerdings muss ich sagen, dass die Kartenpreise überm Durchschnitt sind und das Catering weder von Qualität noch den Preisen zu empfehlen ist. 4€ für nen mittelmäßiges Steak ist etwas überzogen, 3€ für nen schlechten Hotdog eine Frechheit und 3€ für 0,4l Cola asozial. Richtige Scheiße ist übrigens die Website der Hammer Eisbären: inaktuell, unübersichtlich, einfach nur schlecht gemacht. Ich wusste z. B. nicht, ehe ich vor der Kasse stand und nachfragte, ob 2G oder 2G+ gilt oder wie viele Karten verkauft werden und ob überhaupt noch welche im Verkauf sind. Intelligent gelöst war an dem Punkt ja, dass Hamm viele Bierbänke auf die Stehplätze stellte, sodass die maximal erlaubte Anzahl von 650 Sitzplätzen mit Abstand geschaffen wurde. Es gibt nämlich nur so rund 400 Schalensitze fest installiert... Hammer Eisbären 1:8 Saale Bulls HalleStatistik:
- Grounds: 2.981 (2; diese Saison: 167 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.298 (2; diese Saison: 198)
- Tourkilometer: 330 (330km Auto)
- Saisonkilometer: 33.840 (24.520 Auto, davon 4.480 Mietwagen/ 7.070 Flugzeug/ 2.260 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 46, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 52 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Freitag, 9. April 2021

W3.0014.II: Mittwochsspiel in Homberg

Verein für Bewegungsspiele Homberg .................. 0
TSV Alemannia Aachen .......................................... 2

- Datum: Mittwoch, 7. April 2021 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 94 Minuten (46/48) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 34. Aydogan, 0-2 89. Seferings
- Gelbe Karten: Jafari, Kogel, Koenders (Homberg); Cebulla, Baum, Müller (Aachen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: sogenanntes PCC-Stadion (Kap.: 3.000, davon 800 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 140 (ca. 40 Offizielle innen und ca. 100 Zaungäste, darunter ca. 35 Aachener)
- Spielbewertung: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,5/10 (Sehr gute Sicht durch Zaun, gute Fotomöglichkeiten, hohe Anzahl Plätze am Zaun, wenige und völlig zurückhaltende Sicherheitskräfte) VfB Homberg 0:2 TSV Alemannia Aachen Photos with English Commentary:
4th Division in Duisburg: Homberg vs. Aachen

Am Mittwoch ging es wieder mit Bulgor und Tobias zum Fußball nach Duisburg-Homberg. Da Alemannia Aachen mit gut 30 Fans, darunter auch 20 Ultras, die supporteten und Selbstdarstellung betrieben, anreiste, wurde es ein etwas kurioseres Zaungasterlebnis. Lustig auch, dass einige Homberger Jugendliche (hier besser zu sehen als auf meinem Foto)  Support mit Pyroeinlage veranstalteten. Die Polizei nahm alles locker hin.

Das Spiel war ganz ansehnlich, Homberg anfangs aktiver und gefährlicher, doch Aachen erzielte noch vor der Pause das 0:1 und bestimmte die zweite Hälfte über weite Strecken, ehe sie mit dem 0:2 den Sack zumachten.

Am Zaun unter den vernünftigen Fans ausgetauscht wurden übrigens diese dringend notwendigen und eigentlich schon zu späten Ansätze: http://www.fussball.de/newsdetail/meyer-im-sport-von-inzidenzwerten-loesen/-/article-id/225971#!/ und https://www.fupa.net/news/bsg-chemie-kahla-chemie-kahla-fordert-sportplaetze-oeffnen-j-2764109?fbclid=IwAR2kRzFY5RjiQm2LF_RBhgcZIMJK0jViEhwyf4HSXRl77TIqBSbWZwtTWgQ
An den Spielbesuch bei Chemie Kahla erinnere ich mich gerne zurück; es ist ein herausragendes Stadion, wie man es in Deutschland auch kaum außerhalb von Thüringen findet. (Mein damaliger Bericht / Fotos) Bis ich wieder einen solchen Spielbesuch tätigen kann, werden sicherlich noch Monate vergehen – wäre dieser von Fachidioten aus medizinischen Nischenfächern befeuerte politische Irrsinn gleich im März 2020 im Keim erstickt worden, wie ich das damals vorgeschlagen habe, gäbe es jetzt nicht diese immensen Probleme. Oder um die am Tag nach dem Spiel von einem der Ober-Fachidioten kolportieren Halbwahrheiten „Jeden Tag, den wir nicht handeln [und keine noch schärferen Zwangsmaßnahmen verhängen], verlieren wir Menschenleben“ zu korrigieren: Jeden Tag, den wir die Sport- und Kultureinrichtungen weiter zwangsschließen und jeden Tag, den wir weiterhin gesunde Menschen einsperren und ihres normalen Lebens inklusive seiner Risiken berauben, verlieren wir Menschenleben. VfB Homberg 0:2 TSV Alemannia Aachen Statistik:
- Grounds: 2.778 (0; diese Saison: 120 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.042 (1; diese Saison: 159)
- Tourkilometer: 220 (220km Auto)
- Saisonkilometer: 40.410 (29.500 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.070 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 14 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 30. März 2021

W3.0012.IV: Egal ob Männer- und Frauenbundesliga – immer gewinnt der FC Bayern...

MSV Duisburg FR .................................................. 0
FC Bayern München FR ........................................ 6

- Datum: Sonntag, 28. März 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Frauenfußball-Bundesliga
- Ergebnis: 0-6 nach 91 Minuten (45/46) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 18. Magull (Elfmeter), 0-2 29. Dallmann, 0-3 56. Asseyi (Elfmeter), 0-4 61. Schüller, 0-5 86. Ilestedt, 0-6 87. Laudehr
- Gelbe Karten: Zielinski, Debitzki (MSV)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: sogenanntes PCC-Stadion (Kap.: 3.000, davon 800 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 100 (ca. 40 Offizielle innen und ca. 60 Zaungäste, darunter mind. 5 Bayern)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Einseitige aber sehr unterhaltsame Partie)
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,5/10 (Sehr gute Sicht durch Zaun, gute Fotomöglichkeiten, hohe Anzahl Plätze am Zaun, Polizei und Ordner völlig zurückhaltend) MSV Duisburg FR 0:6 FC Bayern München FR Photos with English Commentary:
a) Women’s Football Top Division: MSV Duisburg vs. Bayern Munich (Homberg Stadium)
b) Ruhrgebiet: Duisburg (Ruhrort, Laar, City)
c) Bergisches Land: Bergische Kaserne (ruined barracks near Hubbelrath)

Am Sonntag ging es mal zum Frauenfußball nach Homberg. Denn der MSV Duisburg weicht ab und an mal dahin aus, so auch günstigerweise heute beim Spiel gegen den amtierenden Meister und Spitzenreiter Bayern München. Diesmal auch eine andere Form der Anreise: Das Mountainbike ins Auto gepackt, in Erkrath vorm Toni-Turek-Stadion geparkt und ab da mit dem Rad über Ratingen, Wedau und Ruhrort nach Duisburg-Homberg. Auf dem Weg habe ich auch noch einige Fotos der Duisburger Innenstadt gemacht. Schon enorm hässlich da, aber natürlich einige interessante Gebäude. Duisburg Das Spiel war auch interessant. Nur 60 Leute am Zaun ist für Homberg wenig, aber war ja nur die MSV Frauenmannschaft, die leider Letzter in der 1. Bundesliga ist. Darunter auch 5 Münchener. Ganz stark, dass die da mit Trommel und Trikots hunderte von Kilometern und wahrscheinlich gut 6 Stunden pro Richtung gefahren sind – ohne die Möglichkeit schon Samstag anzureisen und zu übernachten, da die Hotels ja alle von der irren Politelite zwangsgeschlossen wurden für Touristen – um dieses Spiel durch den Zaun zu verfolgen. Für solche Fans ist ja mitunter noch unangenehm, wenn das asoziale Kollegen oder so mitbekommen, dass die eine der normalsten Sachen der Welt – eine kleine Reise innerhalb des eigenen Landes zum Besuch einer Sportveranstaltung – gemacht haben; Denunzianten, Covid-Hysteriker und Neider sind da genauso auf dem Posten, wie bei Mallorca-Reisenden u.a. völlig normalen Menschen. Aber für einen 0:6 Sieg seiner Mannschaft nimmt man so etwas doch hin...
Bayern dominierte die Partie, auch wenn Duisburg ab und an vorm Tor auftauchte und selten sogar die Bayern in Bedrängnis brachte. Bei Pause hieß es 0:2, am Ende wie gesagt 0:6, wobei zwei Elfmeter verwandelt und die letzten beiden Tore in Unterzahl nach einer Verletzung erzielt wurden. MSV Duisburg FR 0:6 FC Bayern München FRStatistik:
- Grounds: 2.775 (0; diese Saison: 117 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.036 (1; diese Saison: 154)
- Tourkilometer: 200 (120km Auto, 80km Rad)
- Saisonkilometer: 38.430 (27.620 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.970 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 12 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 1. März 2021

W3.0007.I: Neuer Zaungastrekord beim Derby in Homberg

Verein für Bewegungsspiele Homberg .................. 2
SC Rot-Weiß Oberhausen-Rheinland ................... 2

- Datum: Samstag, 20. Februar 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 96 Minuten (48/48) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 4. Talarski, 1-1 15. Kreyer, 1-2 35. Wellers, 2-2 69. Rankl
- Gelbe Karten: Fassnacht, Öztürk (RWO)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: sogenanntes PCC-Stadion (Kap.: 3.000, davon 800 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 130 (ca. 50 Offizielle innen, davon mind. 10 Oberhausener und ca. 80 Zaungäste, davon mind. 15 Oberhausener und ca. 10 Hopper)
- Spielbewertung: 7,5/10 (Sehr gute und spannende Partie)
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,5/10 (Sehr gute Sicht durch Zaun, gute Fotomöglichkeiten, hohe Anzahl Plätze am Zaun, Polizei und Ordner völlig zurückhaltend) VfB Homberg 2:2 Rot-Weiß OberhausenPhotos with English Commentary:
a) 4th Division: VfB Homberg vs. Rot-Weiß Oberhausen
b) Ruhrgebiet: Duisburg (Homberg), Moers (Hochstraß, Uettelsheim)

Diesen Samstag ging es mal wieder nach Duisburg-Homberg. In Zeiten, in denen irrePolitiker auf Geheiß völlig wirrer Fachidioten einen normales Freizeit- und Amateursportleben unmöglich machen, ist es mit das höchste der Gefühle, beim VfB Homberg am Zaun stehen zu können.
Vor dem Spiel wieder etwas herumgelaufen und Eindrücke aus dieser unglaublich hässlichen Ecke Deutschlands gesammelt. Die paar Kilometer nach Moers rüber gelaufen, an einer architektonisch sehr interessanten Moschee habe ich dann kehrt gemacht und bin über die verbliebenen Reste des Provinzlebens – die paar Höfe in Uettelsheim – wieder nach Duisburg zurück. MoersNicht viel weiter weg als Moers, aber in die andere Richtung, liegt Oberhausen. Es handelte sich heute also um ein Derby. Wie erwartet waren die Brandenburger Groundhopper meiner Empfehlung gefolgt und wie erwartet waren auch ein paar Oberhausener da am Zaun. Insgesamt waren es 80 (!!) Fans, die sich das Spiel von draußen ansahen!

Es lohnte auch mehr den Besuch als vor zwei Wochen: bei Frühlingswetter legten beide Teams gut los auf dem Rasen, ein Abwehr- und Torwartfehler führt zur frühen Führung der Gastgeber, nach einer viertel Stunde rutschte der Ball über die Linie zum Ausgleich und nach einer halben Stunde ein starker Schuss ins Eck zum 1:2. Homberg schien auf der Verliererstraße, doch kam in Hälfte zwei wieder zurück. Mehr als der Ausgleich war aber nicht drin und die besseren Chancen hatte insgesamt sowieso der favorisierte Gast RWO.

Immer wieder herrlich übrigens: Wenn dann nach Spielende dutzende Zaungäste mit je gut 1,5m Abstand hintereinander aus dem Gebüsch heraussteigen und ahnungslose Spaziergänger, die vom Fußball keine Ahnung haben und solchen sinnbefreiten Beschäftigungen wie Spazierengehen auf dem Rheindeich nachgehen, so dermaßen blöd aus der Wäsche gucken, dass da lauter Leute (fast ausschließlich Männer) nach und nach aus dem Gestrüpp kommen... VfB Homberg 2:2 Rot-Weiß OberhausenStatistik:
- Grounds: 2.770 (0; diese Saison: 112 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.016 (1; diese Saison: 134)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 35.500 (25.130 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.530 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 76, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 7 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 21. Dezember 2020

W0028I-W0030II: Geisterspiele im Rheinland und dem Ruhrgebiet

Bevor die Serie wieder reißt, konnte ich noch ein paar Geisterspiele in Deutschland besuchen. Bei den wenigen privilegierten Hallensportligen und in den ersten drei Männerfußballligen geht das nicht, aber bei einem Teil der Fußball-Regionalligisten sowie der Frauenbundesligisten schon. Andere Mannschaften dürfen ja wegen der geisteskranken Politiker keine Wettkämpfe bestreiten. Fazit vorab: besser als nichts, hat überwiegend gelohnt, aber die Geisterspiele an den drei Wochenenden zuvor in Polen waren zaungastfreundlicher...

Bonner SC 01/04 ..................................................... 3
Wuppertaler SV ...................................................... 3

- Datum: Samstag, 5. Dezember 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse im Fußball, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 15. Somuah, 2-0 25. Gencal, 2-1 55. Königs, 2-2 66. Ametov, 3-2 73. Schumacher (Foulelfmeter), 3-3 78. Wendel
- Gelbe Karten: Bezerra Ehret (Bonn); Salau, Ametov, Saric (Wuppertal)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion im Sportpark Nord (Kap.: 10.164, davon 2.628 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 30 (3 neutrale Zaungäste und fast 30 angeblich Offizielle innen)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Spannend und gutklassig) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 1,0/10 (Schlechte Sicht, sehr schlechte Fotomöglichkeiten, kaum Plätze am Zaun, gute potenzielle Zaunplätze abgesperrt, viele Sicherheitskräfte (allerdings keine Belästigungen durch diese)) Bonner SC 3:3 Wuppertaler SV Photos with English Commentary:
a) 4th Division Football: Bonn vs. Wuppertal
b) Cologne and Bonn: spotted on the way

Spiel 1 war ein Regionalligaspiel des Bonner SC. Ich hatte erst eine Radtour zum Franz-Kremer-Stadion zwecks Prüfung zukünftiger Besuche (Re-Visit von Außen) und dann den Umweg über den Sportpark Nord gemacht. Dort wird alles versucht, um Zaungäste abzuhalten, doch niemand wird illegal von den öffentlichen Wegen am Stadion vertrieben. Weder die Polizei noch die Ordner machen etwas anderes als zu glotzen – wohlwissend, dass sie keinerlei rechtliche Handhabe gegen Zaungäste haben, die auf der Wiese oder dem Weg bleiben.
Auf den Kanaren wäre das asoziale Verhängen des Hintereingangs mit Sichtschutz übrigens von Fans so quittiert worden, dass sie mit Leitern anrücken. Wäre eine Idee fürs nächste Mal, bis dahin muss ich aber recherchieren, ob man in Deutschland Leitern auf einem öffentlichen Weg aufstellen darf... Ansonsten gibt es nur wenige Lücken zwischen dem Gestrüpp im Hintertorbereich, durch die man sehen kann. Zaungastfreundlichkeit 1,0 von 10. Mein Vater war an dem Tag wieder bei Flota in Swinemünde (Zaungastfreundlichkeit 7,0/10).

Dafür war mein Spiel wahrscheinlich besser. Der Bonner SC in höchster Abstiegsgefahr und auch Wuppertal im hinteren Bereich. Beide haben erst kürzlich ihre Trainer gefeuert. Nun legte Bonn gut los, bestimmte das Spiel und ging 2:0 in Führung. Doch nach und nach riss Wuppertal das Spiel an sich und glich nach der Pause aus. Erst ein Elfmeter sorgte für einen erneuten Bonner Erfolg, doch bereits wenige Minuten später egalisierte Wuppertal erneut. Am Ende – trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten, in der Schlussphase wieder mehr auf Seiten der Gäste – ein packendes und wirklich gutes 3:3. Da hätte ich gerne bessere Bilder machen können!

Immerhin kam ich mit den anderen Zaungästen ins Gespräch und wenigstens war das Spiel so unterhaltsam, dass es sich lohnte, es durch das Buschwerk zu verfolgen. Auf dem Rückweg sah ich dann, wie andere Leute ihre durch kranke Politiker- und Fachidiotenhirne beschnittene Freizeit verbrachten: sie fuhren Rad. Obwohl sie es nicht konnten. Dass Rheinländer meist weder Rad- noch Autofahren, mitunter nicht einmal unfallfrei geradeaus laufen können, ist ja traurige Normalität, aber ich habe noch nie drei (drei!!!) Leute binnen einer Minute gesehen, die in meinem Alter und nicht offensichtlich behindert waren, und dann die Nordbrücke mit dem Fahrrad hochschieben mussten. Also wer diesen Anstieg nicht schafft, auch mit einem Klapprad, der sollte lieber Dreirad mit Elektroantrieb fahren... Bonner SC 3:3 Wuppertaler SV Statistik (05.12.):
- Grounds: 2.764 (0; diese Saison: 106 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.002 (1; diese Saison: 120)
- Tourkilometer: 60 (60km Rad)
- Saisonkilometer: 32.940 (22.960 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.170 Fahrrad/ 130 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 75 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 28 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. SG 99 Andernach FR 6:1 FSV Gütersloh 2009 FR 
SG 99 Andernach (FR) ........................................... 6
FSV Gütersloh 2009 (FR) ....................................... 1

- Datum: Sonntag, 6. Dezember 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Achtelfinale des DFB-Pokals der Frauen (2. Frauenfußball-Bundesliga Süd gegen Nord)
- Ergebnis: 6:1 nach 92 Minuten (47/45) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 1:0 3. Demi Pagel (Eigentor), 2:0 12. Antonia Hornberg, 3:0 26. Vanessa Zilligen, 3:1 45.+1 Pauline Berning, 4:1 54. Antonia Hornberg, 5:1 76. Kathrin Schermuly, 6:1 87. Laura Weißenfels
- Gelbe Karten: Maren Weingarz (Andernach); Celina Baum (Gütersloh)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Kunstrasenplatz Großfeld des Stadions Andernach (Kap.: 300 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 40 (ca. 20 Offizielle (davon ca. 5 von der Gastmannschaft) innen und mind. 20 Zaungäste)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Sehr starke Leistung der Gastgeberinnen in einem flottem Spiel) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,0/10 (Sehr gute Sicht durch Zaun, gute Fotomöglichkeiten, ganz gute Anzahl Plätze am Zaun, wenige und zurückhaltende Sicherheitskräfte) SG 99 Andernach FR 6:1 FSV Gütersloh 2009 FR Photos with English Commentary:
a) Women’s Football Cup: Andernach eliminate Gütersloh
b) Namedy: spotted on the way

Am Sonntag ging es zum letzten Mal auf den Sattel dieses Fehlkaufes von einem Herrenrad, dem Gudereit LC 15 Diamant. Den Rhein entlang nach Andernach. Dort fand wegen der Witterung und der Anstoßzeit (das Stadion Andernach hat kein Flutlicht) auf dem Kunstrasen eine Partie des Achtelfinales des Frauen-DFB-Pokals statt. An sich eine völlig abstruse Ansetzung: Beide Teams haben seit einem Monat kein Pflichtspiel mehr absolviert, da die 2. Frauenbundesliga im Gegensatz zur vermeintlich professionellen 1. Liga vom Amateursportverbot betroffen ist. Nun treffen hier aber, weil DFB-Pokal, zwei Zweitligisten aufeinander. Und das auf dem Nebenplatz, der auf zwei Seiten von einem öffentlichen Fußweg zwischen Pferdeweiden umschlossen ist...

So kamen mindestens noch 20 andere Fans in den Genuss dieser sehr guten Frauenfußballpartie auf dem gesichtslosen und nur wegen eines hohen Graswalles ein klein bisschen ansprechenden Plasteplatz. Die Zahl der Zaungäste mag hoch klingen, Platz wäre aber für 50 unter Beachtung von Chinagrippe-Abständen (oder bei deren Ignorierung auch 200) gewesen. Warum nur 20 Leute zuguckten, ist mir nicht ganz klar. Ich fürchte, dass die Leute im Rheinland wirklich so dumm und panisch sind und entweder nicht glauben, dass es legal ist, so ein Spiel von einem öffentlichen Weg aus durch den Zaun zu verfolgen oder das auch gar nicht wollen, weil sie sich lieber zuhause einsperren und dann nur beim Einkaufen/ Shoppen infizieren wollen. Bei fussball.de und fupa stand das Spiel ja korrekt angesetzt auf Kunstrasen, beim DFB ist der Platz wohl nicht erfasst und daher stand dort falsch „Stadion/ Rasen“. Dreist war auch die SG Andernach selbst, die auf ihrer Vereinsseite/ Facebook mal ganz früh einen Hinweis auf den Kunstrasen gab und danach immer falsch von „Stadion“ schrieb und solchen Müll wie den nachfolgend zitierten veröffentlichte: „[...] Erstes Geisterspiel in Andernach steigt in sieben Tagen / Stellt euch vor: Eine Fußballmannschaft aus Andernach erreicht zum ersten Mal überhaupt das Achtelfinale im DFB-Pokal - und kein Zuschauer darf das live vor Ort miterleben. In Zeiten wie diesen aber absolut verständlich, wir üben uns in Demut. Die Frauen der SG 99 werden am Sonntag, 6. Dezember (14 Uhr), auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit alles geben im Andernacher Stadion [...]“

Nein, Sportfreund: es ist weder verständlich, dass Sport ohne Publikum stattfinden muss (insbesondere eine so – Entschuldigung, das ist aber so bei niedrigen dreistelligen Besucherzahlen die da normalerweise kommen – unbedeutende Veranstaltung wie zweitklassiger Frauenfußball), noch ist es verständlich, dass der Sport behindert und zerstört wird und schon gar nicht ist es verständlich, dass Verbände und Vereine akzeptieren, dass sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen dürfen. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen sportliche, gesunde, kräftebescherende Betätigung zu organisieren und es ist ebenso ihre Aufgabe, öffentliche Darbietungen dieser sportlichen Aktivitäten für interessiertes Publikum zu organisieren. Vor allem mit der Durchführung von Sportaktivitäten (Training und Wettkampf für alle Altersklassen) kommt man dem Schutz des Lebens eher nach, als mit dem Einstellen und Wegsperrenlassen, was derzeit praktiziert wird. Und dafür, dass Sport uneingeschränkt für alle durchgeführt wird müssen die Vereine werben – und nicht wie ihr rheinischen Rindviecher aus Andernach für Verständnis dafür, dass der Sport nur für (pseudo-)professionelle Athleten (m/w/d) unter Ausschluss der Öffentlichkeit organisiert wird.

Nicht nur, dass erstens dieser anbiedernde Gehorsamstonfall im Artikel einen klar denkenden Menschen wütend machen muss, zweitens stößt einem Kenner der Frauenfußballszene auch sauer auf, was abschließend geschrieben wird: „Sollten unsere Bäckermädchen wirklich gewinnen, was wir uns alle wünschen: Das Viertelfinale findet am 20. oder 21. März 2021 statt. Dann hoffentlich wieder mit vielen interessierten Besuchern am Platz. Bis dahin: Bleibt gesund, noch einen schönen 1. Advent !”
1. Es wird im März keine Besucher am Platz, vielleicht auch gar kein Spiel geben, wenn ihr feigen Idioten nicht Druck auf die kranken Politiker ausübt.
2. „sollten [die Andernacherinnen] wirklich gewinnen“ – ihr haltet euch für Außenseiter? Macht euch nicht lächerlich mit dem Understatement!

Kaum ging das Spiel vor den wenigen Privilegierten wie einigen Fotojournalisten und einem Kamerateam vom SWR und den Zaungästen los, schon lag der Ball im Gütersloher Tor. Andernach dominierte völlig und ging nach 12 Minuten Dauerdruck 2:0 und nach weiterhin rasanten 26 Minuten 3:0 in Führung. Bis zur 30. kam rein gar nichts von Gütersloh und nur ein glücklicher Angriff, der gut abgeschlossen wurde, zum 3:1 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, sorgte für den Ehrentreffer. Nach dem Seitenwechsel ging es weiterhin vor allem auf ein Tor: nun auf das, wo die Zaungäste gebannt schauend dahinter standen. Nach 54 Minuten hieß es schon 4:1. In der Schlussviertelstunde zog Andernach noch mit starken Spielzügen auf 6:1 davon. Nicht nur, dass das allgemein eine sehr starke Leistung der SG 99 war – hier gab es einen Klassenunterschied! Gütersloh war in keiner Phase der Partie wirklich gleichwertig. Das kann nicht an Trainingsbeschränkungen liegen! Für einen Kenner der Ligen muss dieser Leistungsunterschied von vorneherein absehbar gewesen sein. Dass da so ein Zeug geschrieben wird, ist für mich völlig unverständlich – auch in diesen Zeiten...

Nach dem Spiel bin ich noch kurz nach Andernach Süd hoch, um dort Pizza und Pommes zu essen. Im Imbiss darf man ja leider nicht, aber 100m weiter ist eine Bushaltestelle... Dann ging es bis Bad Breisig so mehr oder weniger problemlos mit diesem scheiß Gudereit und dann – ausgerechnet in Bad Breisig, wo 2019 der erste Defekt an diesem Drecksrad auftrat: ein Sattelbruch – riss mir die Felge vom Hinterrad. Zum zweiten Mal. Diesmal kam ich auf der Felge auch nicht weit. Nur bis Kripp. Dort montierte ich brauchbare Teile mit meinem Multitool ab, packte sie in den Rucksack und lief zum Bahnhof in Remagen. Um das Rad auch tatsächlich in die Tonne zu treten, war es leider zu sperrig. Ich lehnte es unangeschlossen an einen Mülleimer – das muss reichen an Symbolik. Ich nutze jetzt sowohl für die Fahrten zur Arbeit als auch für die Touren am Wochenende mein Mountainbike und bekomme zu Weihnachten ein weiteres MTB. Und zwar wieder aus dem Internet. Denn dieses schlechteste Rad, was ich je hatte, dieses Gudereit aus Bielefeld, war von einem sogenannten Fachhändler. Und Kontakte mit „Fachhändlern“ halte ich nun noch knapper als zuvor. Wartungsarbeiten an meinen selbst zusammengebauten Rädern von Onlinehändlern – klar! Schwierigere Reparaturen – auch gerne! Dafür zahle ich ja auch entsprechend. Aber das Schlimme ist doch: kauft man ein 400-600€ Rad vom Händler, hat man damit mehr Scherereien als mit einem 300€ Onlinehändler-Bike. Und die 800€-aufwärts-Räder brauchen mehr Pflege/ Wartung/ teurere Ersatzteile. Dass die dann auch wirklich besser sind und nicht auch sehr anfällig, ist auch nicht gesagt. Zudem ist die Diebstahlgefahr bei z.B. 1.500€-Luxusmountainbikes und Ähnlichem erheblich höher. SG 99 Andernach FR 6:1 FSV Gütersloh 2009 FR Statistik (06.12.):
- Grounds: 2.765 (1; diese Saison: 107 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.003 (1; diese Saison: 121)
- Tourkilometer: 100 (70km Rad, 30km Bahn)
- Saisonkilometer: 33.040 (22.960 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.240 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 76 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 28 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. Duisburg 
Verein für Bewegungsspiele Homberg .................. 0
Borussia Dortmund II ............................................. 0

- Datum: Samstag, 12. Dezember 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-0 nach 96 Minuten (46/50) – Halbzeit: 0-0
- Tore: null
- Gelbe Karten: 2x Harris Kaltak (Homberg)
- Rote Karten: Harris Kaltak von Homberg (85. Gelb-Rot wg. wdh. Foul)
- Austragungsort: sogenanntes PCC-Stadion (Kap.: 3.000, davon 800 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 80 (ca. 35 angebliche Offizielle innen und ca. 45 Zaungäste, darunter auch einige Dortmunder)
- Spielbewertung: 3,5/10 (Flottes Spiel v.a. von Dortmund, aber zu schwacher Abschluss – daher leider torlos) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 7,5/10 (Sehr gute Sicht durch Zaun, gute Fotomöglichkeiten, hohe Anzahl Plätze am Zaun, wenige und völlig zurückhaltende Sicherheitskräfte) Duisburg Photos with English Commentary:
a) 4th Division in Duisburg: VfB Homberg vs. Borussia Dortmund Reserves
b) Sightseeing: Duisburg’s Homberg Neighbourhood

Noch so eine Story vom „Fachhändler“: Energiesparlampe im Bad ist durch. Klar, holt man mal vor der Arbeit eine neue beim Baumarkt. 11w/600lumen? „Hmm... muss die von Philipps sein?“ Nö, mir egal, Hauptsache die leuchtet, wenn ich die in die Fassung drehe – und passen muss die in die Fassung. [Lange Suchaktion] „muss Kollegen fragen“. Kollege: „Ham wa nich, kriegen wir nich mehr, da müssen Sie das leider im Internet versuchen“. Aha, also so wie jedes Mal!
Ich muss beiden Baumarktmitarbeitern aber zugutehalten: Sie haben sich bemüht und sie haben Verständnis gezeigt, dass ich mich deutlich hörbar beschwert habe, dass man nur noch im Internet kaufen kann und es zum Kotzen ist, dass man vor Ort bei den angeblichen Fachhändlern, die ständig übers Internet jammern, nicht einmal eine Energiesparlampe bekommt und diese nicht mal bestellen kann. Die geringe Leistungsfähigkeit ihres Arbeitgebers schien die beiden Mitarbeiter auch anzukotzen. Der nächste meckernde Kunde stand übrigens schon hinter mir in den Startlöchern, weil irgendwelche Dämmelemente nicht da waren...

Samstag versuche ich Einkäufe ja immer zu vermeiden, also ab zum nächsten Geisterspiel. Im Duisburger Stadtteil Homberg parkte ich schon 2 Stunden vor Anpfiff kostenfrei am Alten Friedhof. Schön und sehenswert ist was anderes, aber es gibt auch in dieser hässlichen Ecke Deutschlands interessante Fotomotive: alte Grabsteine, riesige Plattenbauten (die Weißen Riesen), Industriearchitektur oder auch Grünanlagen.

Das eigentliche Highlight ist aber das wohl zaungastfreundlichste Stadion der Regionalliga: das von der Investmentgruppe PCC – dem Hauptsponsor des VfB Homberg – getaufte Stadion am Rheindeich. Auf der kompletten Gegenseite (und hinter dem einen Tor zum Teil auch) kann man bequem stehen und 100 % des Spielfeldes sowie der Anlage einsehen. Der Zaun stört die Sicht nicht so stark, auch wenn der natürlich niedriger sein könnte... Man steht also in der letzten Reihe der Graswälle. Richtig ausgebaut sind nämlich ohnehin nur die überdachte Sitztribüne und die Stehstufen rechts und links von selbiger.

Hier sahen heute gut 45 Zaungäste und etliche Offizielle und angeblich Offizielle eine spannende aber leider torlose Partie zwischen dem im hinteren Mittelfeld stehenden VfB Homberg und dem Aufstiegsaspiranten Borussia Dortmund II. Dortmund machte auch deutlich mehr Druck, von den Gastgebern kamen nur Entlastungsangriffe und Konter, aber der Homberger Torwart machte einen prima Job und auch seine Verteidiger standen zu gut und sprangen zu beherzt rein, als dass die nicht überragend agierenden Dortmunder hier zu einem Torerfolg gekommen wären. Sehr ärgerlich, dass also nach 76 Spielen wieder ein Kick torlos endet. VfB Homberg 0:0 Borussia Dortmund II Statistik (12.12.):
- Grounds: 2.766 (1; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.004 (1; diese Saison: 122)
- Tourkilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 33.240 (23.160 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.240 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 76, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 29 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. VfB Homberg 0:0 Borussia Dortmund II 
Bayer 04 Leverkusen (FR) ..................................... 2
SC Sand 1946 (FR) .................................................. 1

- Datum: Sonntag, 13. Dezember 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Frauenfußball-Bundesliga
- Ergebnis: 2-1 nach 95 Minuten (45/50) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1:0 29. Henrietta Csiszár, 2:0 32. Milena Nikolić, 2:1 44. Chiara Loos
- Gelbe Karten: Milena Nikolić, Lilla Turányi (Leverkusen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Jugenfußballzentrum Kurtekotten (Kap.: 2.500, davon 500 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 40 (ca. 28 Offizielle (davon ca. 5 von der Gastmannschaft) innen und mind. 12 Zaungäste, davon ca. 3 von der Gastmannschaft)
- Spielbewertung: 6,5/10 (Spannendes und ganz gutes Spiel) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 6,5/10 (Gute Sicht durch Zaun, ordentliche Fotomöglichkeiten, ganz gute Anzahl Plätze am Zaun, so gut wie gar keine Sicherheitskräfte) Bayer Leverkusen FR 2:1 SC Sand FR Photos with English Commentary:
Women’s Football Top Division: Bayer Leverkusen vs. SC Sand

Am Sonntag fielen dann wieder Tore. Dafür fuhr ich auch gerne 78 km mit dem Rad über überwiegend schlechte und volle Straßen auf der rechten Rheinseite in den äußersten Nordosten Kölns. Ja, Bayer Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum, wo dankenswerterweise auch die Frauen spielen (derzeit die einzigen Spiele, die dort stattfinden), liegt gerade noch in Köln – auch wenn es direkt am Leverkusener Chemiepark liegt. Leverkusen ist halt Köln-Nord...

Die Sicht auf die Tribüne ist durch den Zaun ganz originell. Für die Privilegierten, die das Spiel von innen sehen dürfen, wurden die zu benutzenden Sitze originell markiert: nur jeder vierte Sitz ist erlaubt, daher bleibt dieser rot – alle anderen Sitze wurden mit schwarzen Müllbeuteln überzogen, sodass sich ein schönes Bild in den Vereinsfarben der Leverkusener ergib. Auch das Spielfeld sieht man gut durch den Zaun, teilweise sind aber die Wechselbänke im Weg bzw. die Fotomöglichkeiten durch den Winkel der Kamera, die durch die engen Zaunstäbe durch muss, eingeschränkt. An den Zaun grenzt eine öffentliche Wiese mit kleinem Waldstück an. Mindestens ein Dutzend Fans fand sich dort ein, darunter auch drei Anhänger des SC Sand. Vater, Sohn und ein dritter Fan haben also fast 400km einfache Strecke auf sich genommen, um am Zaun das Spiel ihrer Mannschaft zu verfolgen – Respekt! Beim SC Sand kann man aber wohl auch die Heimspiele einfach am Zaun verfolgen; ist mir aber umgekehrt dafür der Weg zu weit...

Die Partie hier lohnte aber das Kommen in jedem Fall: Beide Teams auf hohem Niveau, aber nicht besser als z. B. Andernach letzten Sonntag. Leverkusen aktiver und gefährlicher, aber es dauerte lange, ehe Tore fielen. Dann aber gleich ein Doppelschlag zum 2:0. Kurz vor der Pause kam Sand noch auf 2:1 heran. Nach der Pause gute Szenen auf beiden Seiten, aber leider kein Tor mehr. Der Sieg für Leverkusen war auch verdient. Das Schiedsrichtergespann hatte übrigens die längste Anreise. Alle kamen vom NOFV, aus dem Erzgebirge, Jena bzw. Ballenstedt-Rieder; ja, genau Schiedsrichterin war also Miriam Schwermer, geborene Schweinefuß aus der Schiedsrichterfamilie mit dem sauguten Namen...

Auf dem Rückweg holte ich mir wieder eine Pizza beim Pizzakönig in Eschmar – gegessen habe ich die in der nächsten Bushaltestelle. Anders geht es ja nicht mehr in der Coronadiktatur – bis nach Hause waren es nämlich noch über 15 Minuten mit dem Rad... Bayer Leverkusen FR 2:1 SC Sand FR Statistik (13.12.):
- Grounds: 2.766 (0; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.005 (1; diese Saison: 123)
- Tourkilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 33.320 (23.160 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.320 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 76, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 29 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. SC Fortuna Köln 3:2 SV Rödinghausen 
SC Fortuna Köln ................................................... 3
SV Rödinghausen .................................................. 2

- Datum: Samstag, 19. Dezember 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse im Fußball, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 99 Minuten (45/54) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 12. Günther-Schmidt, 1-1 35. Simakala, 1-2 37. Simakala, 2-2 82. Günther-Schmidt, 3-2 88. Owusu
- Gelbe Karten: Salman, Ubabuike, Brandenburger, Uzelac, Löhden (Fortuna); Kurzen, Flottmann, Wolf, Simakala (Rödinghausen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Südstadion (Kap.: 14.944, davon 1.918 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 60 (mind. 10 Zaungäste und fast 50 angeblich Offizielle innen)
- Spielbewertung: 7,0/10 (Spannend und gut) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 2,5/10 (Schlechte Sicht, schlechte Fotomöglichkeiten, wenige Plätze am Zaun, viele gute potenzielle Zaunplätze abgesperrt, keine lästigen Sicherheitskräfte) SC Fortuna Köln 3:2 SV Rödinghausen Photos with English Commentary:
4th Division: Fortuna Köln defeat SV Rödinghausen

Und wieder geht eine öde Woche in der deutschen Coronadiktatur dem Ende entgegen. Am Samstagmorgen der Knaller: ich wollte ja eigentlich eine Radtour im Raum Bonn machen und dann über das Stadion Nord zurückfahren, um da den Bonner SC gegen Köln II über den Zaun hinweg verlieren zu sehen, aber angeblich war (erstmals in dieser Saison in der Regionalliga West) der Platz unbespielbar. Dass die Stadt nicht richtig tickt ist klar – v.a. bei einer grünen Bürgermeisterin. Aber dass hier keine Wettbewerbsverzerrung durch den Tabellenletzten vorliegt, ist sehr unwahrscheinlich. Über die Aussagen des BSC-Trainers kann ich nur lachen: „‘Wir hätten gerne gespielt, um vielleicht mit einem Erfolgserlebnis in die Pause gehen zu können‘, sagte BSC-Cheftrainer Björn Joppe [Bonner Generalanzeiger, 19.12.20]“

Da ich mir nicht sicher war, ob sich Fortuna Köln oder Fortuna Düsseldorf mehr lohnt für einen Zaungast, fuhr ich mit dem Auto zum Südstadion Köln, um dann eventuell zum Flinger Broich Düsseldorf weiter zu fahren. War aber nicht nötig. Wenn man einen Platz an den freien Stellen am Zaun ergattern kann, kann man ungestört zugucken. Allerdings ist die Sicht nicht gut, da entweder der Verein Fortuna oder die Stadt Köln viele gute Stellen verhängt hat. Was den Wichsern dabei eigentlich abgeht, weiß ich auch nicht. Aber bei einer Stadt, die zu Silvester das Feuerwerk mit Licht-an-Licht-aus-Spielchen ersetzen will und von einer völlig abgehobenen Person, die von Frauen eine Armlänge Abstand erwartet, regiert wird, kann man nichts Gescheites erwarten. Ich bin zwar sonst absolut kein Fan von Köln, aber mehr Humor als andere Deutsche haben die dort schon: die Antwort auf den städtischen Irrsinn hat bestimmt ein Kölner Karnevalist mit IT-Kenntnissen in die Welt gesetzt...  

Zurück zum Südstadion. Das Spiel war bis auf wenige Durchhänger wirklich gut und flott. Fortuna ging früh in Führung, die quer durch NRW angereisten Gäste aus Rödinghausen kamen aber nach und nach ins Spiel und konnten mit einem Doppelschlag vor der Pause die Partie drehen. Auch nach dem Seitenwechsel war Rödinghausen stärker und gefährlicher vor dem Kasten. Im Schlussabschnitt kam jedoch der Gastgeber wieder ins Spiel und konnte auch mit zwei Treffern wiederum die Partie drehen – darunter ein Kopfballtor nach Kopfballvorlage quer durch den Strafraum. Ein spannendes Ende einer durch Zeitschinderei und Verletzungen nach Zusammenstößen auf 99 Minuten ausgedehnten Partie!

Was auch sehr unterhaltsam war: Fortuna hat sogar einige Hardcorefans, die vor den Spielen die Sichtschutze beschädigen bzw. Trittleitern anschleppen oder auf dem Zaun rumklettert. Ich kam mit welchen auch ins Gespräch, die etliche Spiele schon so verfolgt haben und sogar immer wieder Sprechchöre abließen bzw. mit Gaströten lärmten. Sehr gut so! Abstände und Mundschutz wurden sogar beachtet, um den ganzen Spatzenhirnen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die wieder Profisport verbieten wollen. Nächste Woche sollen übrigens 500 Leute zu einem Open-Air-Gottesdienst in genau diesem Stadion zusammenfinden. Wie der Fan neben mir meinte: „Wahnsinn, dat dat Virus so intellijent is, dat dat keinen Gottesdienst mit den Alte Leut angreift, aber hier nur beim Fußballll so abjeht!“
Aber solche Regeln werden von geistig minderbemittelten aufgestellt und von noch minderbemittelteren Menschen befolgt und für richtig oder nicht streng genug erachtet. Dass Covidioten meinen, dass nur weil sie krankheitsanfällig (Risikogruppenmitglied) sind, die ganze Welt wegen ihnen für alle still stehen muss, anstatt dass sie auf sich selber achten, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.
Seit etlichen Monaten sind wir schon in Phase 2 der Diktaturerrichtung: Kritiker werden noch nicht eingesperrt (das ist Phase 3 – wenn Deutschland wieder soweit herabsinken sollte, sind wir übrigens am Arsch!) aber bereits massiv in den Medien diffamiert. Ich meine damit nicht, dass Extremisten als Irre bloßgestellt werden (wer Bill Gates als Erfinder einer Pandemie darstellt ist genauso hohl wie die Merkeljünger, die sich freiwillig einsperren ohne dass sie ein erhöhtes Risiko für sich selber oder andere darstellen würden), sondern dass sich Menschen mit irgendeiner Relevanz für die öffentliche Wahrnehmung (z. B. Journalisten in Print- und Onlinemedien oder Radio- und Fernsehmoderaten) in aller Dreistigkeit und Öffentlichkeit herausnehmen, unverhohlen zu fordern, dass man doch, wenn man keine Ahnung von Genetik und Viren hat, Virologen wie Drosten oder „Gesundheitsexperten“ wie Lauterbach oder Wieler nicht kritisieren solle, da man da kein Recht oder Wissen zu habe. Das Problem ist doch für jeden halbwegs klar denkenden Menschen ersichtlich: Fachidioten wie Drosten, Wieler oder Lauterbach, die ja teilweise auch für ihren Irrsinn von breiter gebildeten Kollegen wie Streek oder Schmidt-Chanasit, die sich ja nun selbst nach diesen Maßstäben äußern dürfen, kritisiert werden, haben umgekehrt keinerlei Ahnung vom realen Leben außerhalb des Labors. Jeder Studierte muss wissen, was man von Fachidioten zu halten hat und wie man umgekehrt eben durch interdisziplinäres Arbeiten alltagstaugliche und brauchbare Resultate erzielt. Dass kranke Politiker auf virologische Fachidioten mit weltfremden mathematischen Modellen statt auf Virologen + Allgemeinmediziner und spezialisierte Mediziner + Psychologen + Wirtschaftsvertreter + Sport- und Ernährungswissenschaftler + Ingenieure + Pädagogen und weitere Fachleute hören, zeigt nur, wie überfordert diese geistigen Tiefflieger, die unsere Steuergelder verschlingen, mit der Situation sind. Wenn ein unstudierter Journalist/ Radiomoderator/ Fernsehansager so etwas nicht weiß, dann soll er sich halt von einem gebildeten Menschen mit breiter universitärer Ausbildung beraten lassen, was „Fachidioten“, „Meinungsfreiheit“, „Interdisziplinarität“ oder auch „das Konzept hirnloser Hauruck-Aktionismus“ sind, bevor er diktatorischen Müll absondert. SC Fortuna Köln 3:2 SV Rödinghausen Statistik (19.12.):
- Grounds: 2.766 (0; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.006 (1; diese Saison: 124)
- Tourkilometer: 80 (80km Auto)
- Saisonkilometer: 33.400 (23.240 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.320 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 76, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 30 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. Leverkusen 
Bayer 04 Leverkusen (FR) ..................................... 2
SC Freiburg (FR) .................................................... 1

- Datum: Sonntag, 13. Dezember 2020 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Frauenfußball-Bundesliga
- Ergebnis: 2-1 nach 92 Minuten (45/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 36. Milena Nikolić, 1-1 51. Stefanie Sanders, 2:1 61. Dóra Zeller
- Gelbe Karten: Hasret Kayikçi (Leverkusen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Jugenfußballzentrum Kurtekotten (Kap.: 2.500, davon 500 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 40 (ca. 25 Offizielle (davon ca. 3 von der Gastmannschaft) innen und mind. 15 Zaungäste, davon wohl keine von der Gastmannschaft)
- Spielbewertung: 5,5/10 (Mittelmäßiges, da recht arm an Torszenen, aber technisch gutes Spiel) 
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 6,5/10 (Gute Sicht durch Zaun, ordentliche Fotomöglichkeiten, ganz gute Anzahl Plätze am Zaun, so gut wie gar keine Sicherheitskräfte) Bayer Leverkusen FR 2:1 SC Freiburg FR Photos with English Commentary:
a) Women’s Football Top Division: Bayer Leverkusen vs. SC Freiburg
b) Leverkusen: Japanese Garden

Da auch diesen Sonntag wieder die Bayer-Leverkusenerinnen Bundesliga spielten, fuhr ich auch diesen Sonntag die hässliche Scheißstrecke durchs rechtsrheinische Köln mit dem Rad. Was für eine nervige Fahrerei von roter Ampel zu roter Ampel, ständig steht jemand im Weg rum, ständig geht es rauf auf den Radweg, runter auf die Straße, hoch über den abgesenkten Bordstein, runter über die Querung...
Rechtsrheinisch sind manche Straßen auch so schlecht wie im Osten. In Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern toppen allerdings sandige und matschige Verbindungsstraßen zwischen Dörfern oder kopfsteingepflasterte Ortsdurchfahrten noch die durch Überlastung heruntergekommenen Asphaltwege in Köln um einiges. Aber durch die viel geringere Anzahl an (inkompetenten) Verkehrsteilnehmern ist Radfahren in SAN oder MVP angenehmer als in NRW...

Dafür sieht es sportlich in NRW fast immer besser aus als in allen neuen Bundesländern zusammen. Leider! Von den 12 Teams der Frauenfußballbundesliga ist nur Turbine Potsdam aus dem Osten. Die stehen zwar als Viertplatzierte besser da als beide heutigen Kontrahentinnen, aber sind weit hinter Bayern und Wolfsburg sowie Hoffenheim zurück. Bayer Leverkusen und SC Freiburg stehen auf 5 bzw. 6 mit einigen Punkten weniger als Turbine. Beim Thema NRW muss man aber noch anfügen, dass außer Bayer 04 nur noch Essen (hinteres Mittelfeld) und Duisburger (Letzter!) in Liga 1 vertreten sind.

Bayer 04 gegen SC Freiburg also heute... Beide Teams gleichwertig, ließen technisch gut den Ball laufen, stellten sich dann aber meist zu. Die Verteidigungsreihen blockten die Stürmerinnen jeweils ab. Torszenen gab es dadurch leider nur wenige. Die besten Gelegenheiten hat die Bayer-Elf: ein Lattenknaller und dann nach weit über einer halben Stunde endlich das 1:0. Kurz nach der Pause kam Freiburg aber besser ins Spiel: Querpass der Kapitänin Hasret Kayikçi auf Stefanie Sanders und die netzte ein. Sportfreundin Kayikçi ist übrigens eine von nur zwei deutschen Nationalspielerinnen im Freiburger Kader. Auf Seiten der Heimelf ist nur die Ost-Berlinerin Isabel Kerschowski im Kader der Nationalelf. Alle drei Spielerinnen sind übrigens auch nur im erweiterten Kader und haben teils mehr als 20 Monate kein Spiel mehr bestritten, wobei Kayikçi noch die beste Bilanz (11 Einsätze, 6 Tore) vorweisen kann. Das zeigt aber v.a., wie stark die Nationalelf von Spielerinnen der völlig dominanten Spitzenteams der Bundesliga dominiert ist. Fast alle Spielerinnen sind von Bayern, Hoffenheim und Wolfsburg, danach noch Turbine. Da unterscheidet sich auch die Frauenbundesliga nicht von anderen, weniger starken oder bekannten Frauenfußballligen. Das Spiel heute war übrigens das ausgeglichenste an diesem Spieltag – sieht man vom 0:0 von Meppen und Duisburg ab. Bis zu 8 Tore Unterschied gab es auf den anderen Plätzen. Hier sorgte Dóra Zeller nach über einer Stunde aber noch für einen Siegtreffer für die Gastgeberinnen. Freiburgs Sturm war einfach zu stark abgemeldet, als dass er hier noch etwas hätte reißen können.

Diese eher mittelmäßige aber spannende Partie markiert das Ende der Spielbesuchsserie. Mindestens die nächsten beiden Wochenenden werde ich keine Möglichkeit finden, Sportveranstaltungen zu besuchen. Ende also wieder nach 30 Wochen. Mal sehen, wie beschissen 2021 wird. Frühestens ab dem 8./9./10. Januar wird es wieder Sport geben; wieder nur Fußball, wieder nur von außen. Ich würde den Lesern hier ja gerne wieder interessantere/ idyllischere/ kuriosere Bilder von den Dorffußballplätzen Deutschlands (ob Vorpommern, Südharz, Sauerland oder Vulkaneifel) und den Stadien fremder Nationen (Färöer+Island, Saudi-Arabien und Aserbaidschan + russisch besetzter Nordkausus sind derzeit ganz oben auf der Liste nächstmöglich zu besuchender Ziele) zeigen – aber dazu müssten Deutschland und die Welt ihren gesunden Menschenverstand wieder finden. Und ob das auch viele Monate nach Beginn gewaltiger Impfkampagnen „schon“ passiert sein wird, ist leider zu bezweifeln. Bayer Leverkusen FR 2:1 SC Freiburg FR Statistik (20.12.):
- Grounds: 2.766 (0; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.007 (1; diese Saison: 125)
- Tourkilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 33.480 (23.240 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 2.400 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 76, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 30 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. Bayer Leverkusen FR 2:1 SC Freiburg FR

Mittwoch, 26. Juni 2019

W673IV: Aufstiegsspiel in Duisburg

Duisburger FV 08 .............................................. 4
TV Voerde 1920 ................................................. 0
- Datum: Sonntag, 23. Juni 2019 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Aufstieg zur Bezirksliga Niederrhein (7. Liga, 3. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 4-0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 50. Secondino, 2-0 52. Ahn, 3-0 76. Düven, 4-0 89. Krasniqi
- Gelbe Karten: Sall (Duisburg); Isenberg, Fahnenbruck, Domnik (Voerde)
- Rote Karten: Kühne (Voerde, 63. wg. groben Foulspiels)
- Austragungsort: Grunewald Kampfbahn (Kap. 4.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon 1.150 zahlende und mehrere Hundert Voerder)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 Duisburger FV 4:0 TV Voerde Photos with English Commentary :
Promotion Play-off: Duisburger FV vs. Voerder TV

Am Sonntag besuchte ich nur ein Spiel: viele Pflichtspiele gibt es Ende Juni eh nicht mehr, aber noch gibt es packende Relegations- und Aufstiegsspiele in den Amateurligen. So spielten zwei Sieger der verschiedenen Kreisliga A-Staffeln um den Aufstieg in die Bezirksliga. Das Hinspiel ging 2:3 für den Duisburger Fußballverein 1908 aus. TV Voerde musste also unbedingt gewinnen in der Grunewald Kampfbahn. Dieses Stadion ist ganz ansehnlich: am auffälligen Eingangsbereich mit den Holzkassenhäuschen mit übergroßen Wimpel gab es die 4€ teuren Karten – sehr gute und schnelle Abfertigung übrigens! Dann kann man wählen, ob man eine niedrige Tribüne mit teils noch erhaltenen Bänken oder eine hohe Tribüne mit Stehstufen nimmt. Hinter den Toren kann man nur an einem Zaun bzw. auf einem unwegsamen Graswall stehen. Um den Platz herum verlaufen Bahnstrecken und Schnellstraßen. Eine Siedlung, die ebenso hässlich wie die ganzen Brücken drumherum ist, liegt auch noch um den Platz herum.

Das Spiel war sehr gut besucht. Ich hatte mit 1.000 Leuten gerechnet – es waren sogar gut 1.500! Viele waren wohl auch neutral aus anderen Teilen Duisburgs angereist, etliche Groundhopper natürlich auch da. Das Heimpublikum blieb weitestgehend stimmungsschwach. Eine größere Gruppe Gästefans pubertierte vor sich hin beim Abfeiern ihrer Truppe: „Wir kommn aus Voerde... Nordrhein-Westfalen... Und wir haben die größten Genitalien... schalalala, schalalala...“

Auf dem Feld lief für den Gast nicht viel. Duisburg die bessere Mannschaft, brauchte aber lange, ehe sie sich auf die Siegerstraße begab. Nach der Pause ein Doppelschlag, dann ein Frustfaul eines Voerders, dass als grobes und somit rotwürdiges Foul vom Schiri ausgelegt wurde. Am Ende hieß es verdientermaßen 4:0. Voerde eines Bezirskligisten überhaupt nicht würdig – vom Duisburger FV zwar auch kein herausragendes Spiel, aber souverän. Das wurde von den DFV-Anhängern auch noch gut mit Pyro gefeiert... Duisburger FV 4:0 TV Voerde Statistik:
- Grounds: 2.440 (1; diese Saison: 230 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.645 (1; diese Saison: 261)
- Tourkilometer: 180 (180km Auto)
- Saisonkilometer: 65.100 (37.170 Auto, davon 8.800 Mietwagen/ 28.830 Flugzeug/ 3.700 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35 [letzte Serie: 71, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 673

Sonntag, 9. Dezember 2018

W645II: Hansa erfolglos beim Russenverein im Stadion mit dem wohl dümmsten Namen Deutschlands

Krefelder Fußball-Club Uerdingen 05 ................ 2
F.C. Hansa Rostock ............................................... 1
- Datum: Samstag, 8. Dezember 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profifußballliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 96 (47/49) Minuten – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 27. Beister, 1-1 45.+2 Soukou, 2-1 57. Beister
- Gelbe Karten: Öztürk, Müller, Schorch, Konrad, Litka (KFC); Hildebrandt (FCH)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Wedaustadion (sogenannte „Schauinsland-Reisen-Arena“; Duisburg – Kapazität: 31.500, davon 27.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 6.000 (davon 5.614 zahlende und ca. 1.200 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 Krefelder FC Uerdingen 2:1 F.C. Hansa Rostock Photos with English Commentary :
3rd Division: KFC Uerdingen vs. Hansa Rostock (in Duisburg)

Schauinsland-Reisen-Arena. Ein derartig dummer Stadionname war selbst einem Sport1-Kommentator bei einem 2. Liga-Montagsspiel mal zu viel. Das Wedaustadion in Duisburg ist ein doppelrangiger 0815-Bau der dem Ostseestadion recht ähnlich sieht, aber durch die Doppelrängigkeit etwas attraktiver ist, der natürlich in erster Linie Heimstatt des MSV Duisburg – abstiegsbedrohter Zweitligist – ist. Doch seit sich die ehemalige Bayer Uerdingen, nun wieder KFC Uerdingen, durch einen höchst unsympathisch und fadenscheinig wirkenden russischen Geschäftsmann in den Profifußball zurückgekauft hat, wird die Grotenburg in Krefeld (die ich 2014 mal besucht habe) saniert. Da musste dann eine Lösung gefunden werden, denn der Russe, der nach dem Rücktritt eines zweifelhaften griechischen Präsidenten das Ruder mit viel Geld aber wenig Geduld übernommen hat beim KFC, drohte damit, den Klub fallen zulassen, wenn er nicht 3. Liga spielen darf. So musste ein Mietverhältnis im Wedaustadion aufgenommen werden. Also hätte die Fastfoodkette KFC den Club so übernommen wie Ponomarew als privater Geschäftsmann, hätte ich dem noch was abgewinnen können, wegen der Vereinsabkürzung – aber sich zu 97,5% von einem russischen Geschäftsmann abhängig machen. Wie dumm muss man eigentlich sein? Abgesehen davon, dass ich dafür bin, v.a. russisches Investment in Deutschland zu verbieten und besonders im Immobiliensektor mit Enteignungen sowie mit größer angelegten Ausweisungen gegen Russen vorzugehen – egal ob der Investor, der den Verein so völlig in der Hand hat, Russe oder Deutscher oder sonst was ist: wie bei fast allen anderen Vereinen auch ist in ein paar Jahren des Geld alle, das Interesse weg oder sonst ein Problem mehr oder weniger plötzlich da und dann kämpft der KFC nicht mehr um den Aufstieg in Liga 2 sondern gegen den Abstieg in die Niederrheinliga, wo der Verein auch hingehört. Krefelder FC Uerdingen 2:1 F.C. Hansa Rostock Heute kamen gerade einmal knapp 6.000 Zuschauer, davon 5.600 zahlende. Der Zuschauerrekord diese Saison lag bei 5.841 im ersten Heimspiel, ansonsten kommen 3-4.000, im schlechtesten Fall um die 2.500 – was eine Lachnummer, dieser Emporkömmlingsverein mit Tradition! Zwischen der Grotenburg und dem Wedaustadion liegen 19,5km! Wie lächerlich, dieses Krefelder Publikum! Der Russe sollte auf Ideen aus seiner Heimat zurückgreifen: mit tausenden Armeerekruten oder Schulkindern die Ränge füllen. Bringt zwar keine Ticketeinnahmen, aber sieht besser aus...

Trotz bester Voraussetzungen konnten die 1.200 Rostock-Fans diesmal das Stadion nicht rocken bzw. weigerten sich, gegen den kleinen, gut Stimmung machenden Ultrasblock der KFC-Fans anzusingen. Zwei Rostocker Busse waren falsch abgebogen oder eingewiesen worden, als ich die überteuerten Karten (21€ Oberrang, Gästesitzplätze wären noch teurer gewesen trotz schlechter Sicht) schon geholt und ins Stadion gegangen war, wobei diese Busse halt bei den Krefelder Fans landeten. Es gab eine Massenschlägerei, die Polizei griff durch und nahm etliche Hansa-Fans fest. Der Fanblock leerte sich dann verdächtig, wobei u.a. Feuer in Scheißhäusern gelegt wurde und den herbeieilenden Feuerwehrleuten hämischer Applaus geklatscht wurde. Da aber gut 60 Hansa-Fans/ Ultras verhaftet wurden, gab es einen Stimmungsboykott – keinen organisierten Support, außer einigen kurzen Schlachtrufen während des gesamten Spiels. So war die Stimmung im fast leeren Stadion sehr dürftig. Auch die niedrige dreistellige Zahl der Uerdinger konnte die viel zu große Spielstätte nur selten etwas mit Stimmung füllen – am lautesten knallten einige Böller. Dass man in Krefeld und Duisburg recht pyro-affin ist, hatte ich schon am Vortag in der Zeitung gelesen: 10jähriger sprengt Schulklo mit Polenböller... 

Auf dem Platz war der KFC die von der Anlage her eindeutig bessere Mannschaft – die Millionen, die u.a. in den überragenden Ex-HSV-Stürmer Beister gesteckt wurden, machen sich halt bezahlt – und ging erwartungsgemäß 1:0 in Führung. Zuvor verstolperte Hansa allerdings einen perfekt gespielten Konter. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte vollendete Soukou allerdings einen ebenso tollen Angriff zum erfreulichen 1:1. Doch nach der Pause war es erneut Beister, der traf und Hansa schaffte es in über 30 Minuten Restspielzeit nicht – trotz mittlerweile mehr Chancen als Uerdingen, die nun vom sehr souveränen Schiri aus Hannover dauernd gelbe Karten für taktische Fouls bekamen – den erneuten Ausgleich zu erzielen. Vor mir resümierte ein Hansa-Fan: "Lieber 3. Liga sein als das Spielzeug von nem Russenschwein". Genial gereimt, aber viel lieber wäre natürlich uns allen Hansa-Fans ein Aufstieg in Liga 2, meinetwegen auch gemeinsam mit KFC Uerdingen - nur die Liga 3 ist halt ein Millionengrab und je länger man dort mitkickt, desto gefährlicher wird es für die Vereinsfinanzen. Jede weitere Saison 3. Liga ist ein Verlustgeschäft und für alle Rostocker unschön.

Nach dem enttäuschend verlaufenen Spiel fuhr ich gleich nach Bonn zurück. Wir hatten Betriebsweihnachtsfeier, die natürlich ein sehr schöner Abschluss des ansonsten auch trotz Spielergebnis schönen Tages war. Krefelder FC Uerdingen 2:1 F.C. Hansa Rostock Statistik:
- Grounds: 2.308 (1; diese Saison: 96 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.492 (1; diese Saison: 108)
- Tourkilometer: 170 (170km Auto)
- Saisonkilometer: 39.150 (19.200 Flugzeug/ 18.460 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 1.490 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 645 Wochen.

Freitag, 1. Juli 2016

W518II: Und wieder ein Wasserballwandertag zwischen Uerdingen und Rheinhausen

Schwimmverein Rheinhausen 1913 II ......... 14
Schwimmverein Neptun 1897 Krefeld ......... 11
- Datum: Mittwoch, 29. Juni 2016 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Rhein-Wupper-Liga (5. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 14-11 nach 32 Minuten (4x8) – Viertelergebnisse: 0-3, 7-4, 3-3, 4-1
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Freibad Kruppsee (Kap. 225, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon mind. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel!) SV Rheinhausen II 14:11 Neptun Krefeld Photos with English Commentary:
Waterpolo: SV Rheinhausen Reserves v Neptun Krefeld

Wie letzten Mittwoch: Wasserball im Rhein-Wupper-Spielbezirk geguckt und dafür 8,5km gelaufen, weil die Spielleiter zu blöd sind, das Internet aktuell einzupflegen. Diesmal wollte ich gleich noch einmal nach Uerdingen, weil im See statt in der Traglufthalle gespielt werden sollte. Also zum Krefelder Hbf, bei einem Imbiss, der so schön dämlich „Ali Baba“ heißt, aber wirklich gute türkische Gerichte billig anbietet (in Bahnhofsnähe ist sowieso die Gastronomie stark: nach den alten Fußballstadien ist diese Straße das Beste an dieser mäßig attraktiven Stadt voller Asis), gegessen. Dann mit der Bahn weiter nach Uerdingen, 3km zum Vereinsbad von Bayer gelaufen, keine Sau im See, Bademeister gefragt – und der holte aus dem Intranet (nicht Internet, wo es eigentlich auch stehen sollte) die neue Ansetzung: 20.30 Halle statt 19.30 See…

Also zu Fuß 5,5km nach Rheinhausen, denn dort spielte die Reserve vom SV Rheinhausen im Freibad am Kruppsee – eine schöne Anlage mit Arkaden vorm Umkleidetrakt und verbautem Kampfrichterturm – gegen die Erste von Neptun Krefeld. Da Rheinhausen trotz schlechter Platzierung besser war als der Tabellenzweite, drängt sich der Verdacht auf, dass hier Spieler der aufgelösten Ersten Mannschaft im Becken mitwirkten. Besser waren die Gastgeber aber erst im zweiten Viertel: von 0:3 auf 5:5 und dann 7:7. Im dritten Viertel war die Partie sehr ausgeglichen, wobei Rheinhausen zwei Mal mit zwei Treffern in Führung ging. Das vierte Viertel war klar von Rheinhausen dominiert und beim 14:10 war alles entschieden. 14:11 war der Endstand, die unbeholfene Fummelei an der Anzeigetafel – aber gut, dass es überhaupt eine Tafel gab! – sorgte für ein angebliches 14:12.

Da der Krefelder Trainer einfach aus Trotz völlig sinnfreie Auszeiten nahm, wurde es noch knapp, aber ich erwischte mit kurzem Sprint zum nur 200m entfernten Bahnhof Rheinhausen noch einen gut über Krefeld und Köln mit Bonn verbundenen Zug. SV Rheinhausen II 14:11 Neptun Krefeld Statistik:
- Grounds: 1.660 (1 neuer; diese Saison: 245 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.716 (1; diese Saison: 280)
- Tageskilometer: 220 (210km Bahn,10km Rad)
- Saisonkilometer: 60.840 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.860 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.870 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 518 Wochen.

Montag, 12. Januar 2015

W441I: Füchse ballern Aliens vom Eis

EV Füchse Duisburg ................................................... 9
Ratinger Ice Aliens 1997 ............................................. 1
- Datum: Freitag, 9. Januar 2015 – Anbully: 19.30
- Wettbewerb: Eishockey Oberliga West (3. Spielklasse, Halbprofi- und Amateurliga)
- Ergebnis: 9-1 nach 60 Min. (3x20) – Drittelstände: 3-0, 4-1, 2-0
- Tore: 1-0 14. Joly, 2-0 19. Joly, 3-0 20. Grözinger, 4-0 22. Joly, 5-0 33. Schneider, 6-0 34. Erk, 61 37. Nekvinda, 7-1 39. Fröhlich, 8-1 48. Joly, 9-1 42. Huebscher
- Strafzeiten: Walkowiak (Duisburg = 2 Minuten); Licau 2+10, 2x Priebsch, Wintgen, Schumacher (Ratingen = 20 Minuten)
- Spielort: sogenannte Scania „Arena” (Kap. 4.800, davon 800 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Extrem einseitiges, von Seiten Duisburgs aber sehr gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Ice Hockey in Duisburg: Füchse Duisburg defeat Ratingen Ice Aliens

Nachdem es letzten Freitag zum Eishockey nach Polen ging und den Tag drauf zu einem Spiel der Oberliga Ost, war diesen Freitag ein Spiel der Oberliga West dran. Mit dem Zug war ich schnell von Brühl nach Duisburg Hbf. gekommen, wobei sich dort mal wieder das Auffinden vernünftiger Gastronomie – als preisgünstig aber trotzdem nicht die letzte versiffte Bude ohne Sitzgelegenheiten – nicht so einfach gestaltete. Mit der S-Bahn ging es eine Station weiter nach Duisburg-Schlenk: die Station dürfte v.a. Fußballfans bekannt sein, da sie eine gute Anbindung ans MSV-Stadion darstellt. Aber in diesem Sportpark Wedau liegt auch, direkt neben dem Fußballstadion, die Eissporthalle der Duisburger Füchse.

Die Eissporthalle ist ein kastenförmiger Bau der weder mit dem Komfort noch mit der Bauweise dem dümmlichen Namen Scania-„Arena“ gerecht wird. Es gibt nur im unteren Bereich der einen Längsseite Schalensitze, die sind mit bis zu 20€ auch völlig überteuert, v.a. wenn man bedenkt dass man dort hinter dem grobfugigen Plexiglas sitzt. Viel sinnvoller ist es, die freie Platzwahl der Stehplätze (mit 9€, ermäßigt 6€ billiger als bei den meisten Clubs der Ost-Staffel) zu nutzen. Die komplette rechte Längsseite mit dem Sprecherturm ist in zwei Etagen als Stehtribüne gebaut, der obere Bereich der linken Längsseite ist oft dürftig gefüllt und bietet somit besonders gute Sicht aufs Eis, hinter den Toren kann man auch unten am Plexiglas stehen – nur die Stehtribüne hinter dem hinteren Tor ist nicht mehr zu nutzen, da eine neue Leinwand (viel mehr als Anzeigetafel kann das Teil aber auch nicht) dort angebracht wurde.

Während die Stehplatzkarten im Preis niedriger als in der Oststaffel lagen, lag das spielerische Niveau erwartungsgemäß höher. Und zwar deutlich: Ratingen als Mittelfeldteam war schon mindestens auf dem Niveau der ostdeutschen Spitzenteams Leipzig, Halle und Erfurt – doch die Füchse aus Duisburg, ihres Zeichens Tabellenführer, schossen die Ice Aliens nach allen Regeln der Kunst ab. Dass die sich nach einer 7:1-Führung nicht mehr den Arsch aufrissen, noch unbedingt zweistellig zu gewinnen, war klar. Eigentlich war das Ergebnis von 9:1 noch viel zu niedrig nach diesem tollen Spiel der Füchse. Ratingen hatte gerade einmal vier Torchancen im gesamten Spiel, wovon eine durch einen haarsträubenden Fehlpass im Verteidigungsdrittel der Duisburger zustande kam und die zweite gleich im Anschluss und noch als direkte Folge des Fehlers zum Ehrentreffer führte. Der Staffelsieger der Ostliga weiß sicherlich, was ihn dann mit einer Mannschaft wie Duisburg in den Play-offs zur 2. Bundesliga (DEL 2) erwartet...  
Statistik:
- Grounds: 1.261 (heute 1 neuer; diese Saison: 107 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.261 (heute 1; diese Saison: 149)
- Tageskilometer: 190 (180km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 30.360 (23.220 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 2.300 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.320 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 441