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Dienstag, 8. Januar 2019

W649III: Die Antarktis besiegt die Arktis mit 6 zu 2

Krefeld Pinguine ................................................... 6
Eisbären Berlin ..................................................... 2
- Datum: Sonntag, 6. Januar 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Deutsche Eishockey Liga (DEL, 1. Profi-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 6-2 nach 60 (3x20 Min.) – Drittel: 2-0, 1-1, 3-1
- Tore: 1-0 4. Pietta (+1), 2-0 14. Hanson, 3-0 28. Bruggisser, 3-1 40. Hördler, 3-2 41. Aubry, 4-2 52. Riefers, 5-2 56. Bettauer (+1), 6-2 59. Schymainski (+1)
- Strafen: Berglund, Miller 2/2, Costello, Bettauer 2+2, Mahbod 2 (Krefeld = 14 Minuten); Hördler 2/2, Smith 2/2, Backman, Aubry, Adam, Baxmann, Buchwieser, Richmond 2+2, Sheppard 2+2 (Berlin = 26 Minuten)
- Austragungsort: sogenannte Yayla Arena (Kapazität: 8.029, davon 5.339 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 7.100 (davon ca. 1.500 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 Krefeld Pinguine 6:2 Eisbären Berlin Photos with English Commentary :
German 1st Division Ice-Hockey: Krefeld Pinguine vs Eisbären Berlin

Die Eisbären Berlin hatte ich schon lange nicht mehr gesehen, also besuchte ich mal ein Auswärtsspiel von denen bei den Krefelder Pinguinen. Antarktis gegen die Arktis sozusagen...

Vor der Saison gab es Theater bei den Krefelder Pinguinen, da einige Fans dieser Viecher dem neuen Hauptsponsor Recht antarktisch kühl begegneten oder anderweitig ihre kulturellen Probleme hatten: https://rp-online.de/sport/eishockey/kev/krefeld-pinguine-hetze-gegen-yayla-arena-del-verein-droht-hetzenden-fans-mit-dauerkarten-kuendigung_aid-32342979 Die neue Krefelder Eissporthalle, die seit 2003 die genau gegenüberliegende historische Halle (Rheinlandhalle, nach wie vor von den Jugendteams genutzt) aus den 30ern als DEL-Spielort ersetzte, war als sogenannter Königpalast nach einheimischem Bier benannt worden. Nun heißt die Hütte Yayla (dt.: „Hochland“ oder „Alm“) Arena. Die in Krefeld ansässige Firma vertreibt türkische Lebensmittel, v.a. Spezialitäten aus Anatolien – deswegen auch der gebirgig-bäuerliche Name... Man muss hier aber klar festhalten, dass es nur ein paar der typischen NRW-Extremisten sind, die da Stunk gemacht haben – keine größere Bewegung aus der aktiven Fanszene oder so etwas. Es gibt z.B. bei den Google-Bewertungen für Yayla auch nur eine Hass-Bewertung: ein Gehirnamputierter behauptet wahrheitswidrig, die Website des deutschen Unternehmens http://www.yaylaonline.de/ gäbe es nicht auf Deutsch (oder nur auf Türkisch) – ist halt schon scheiße, wenn man zu behindert ist, um zu erkennen, dass oben rechts drei Kürzel für die drei Websitesprachen stehen; TR DE und EN. So als Tipp an solche Spacken: das DE ist keine direkte Anrede an euch – es steht nicht für „DEPP“!
Mehrheitlich stört die Krefelder weder das Unternehmen, noch die Namensnennung – es gibt ja auch immer noch Bier (und das ist nicht von Efes) und nicht oder nicht nur Halal-Ware von Yayla an den Essensständen... Krefeld Pinguine 6:2 Eisbären Berlin Baulich ist die Halle an sich auch nicht schlecht. Die Sicht ist aber stark durch Netze hinter den Toren eingeschränkt. Teilweise sind die Geländer an den Aufgängen auch störend. Die Bushaltestellen-Metallsitze sind eine Frechheit. Aber farblich und baulich mit den Logen doch ganz gut gelungen.

Das Spiel, was mich auf Plätzen der mittleren Kategorie überzogene 33,50€ (32€+1,50€ print at home) kostete und somit eher teurer als vergleichbare Bundesligakarten wie z.B. beim Nachbarn in Mönchengladbach war, sollte leider sehr einseitig sein. Im ersten Drittel war Berlin ganz schwach, lag schnell 2-0 hinten. Nach dem 3-0 im Mitteldrittel erzielte Berlin mit der fast einzigen Chance in den zweiten 20 Minuten den ganz wichtigen Anschlusstreffer Sekunden vor der Pause. Nur eine Minute nach Wiederbeginn keimte bei den 1.500 (!) stimmgewaltigen Gästen Hoffnung auf, da die Eisbären auf 3:2 verkürzten, aber am Ende gingen sie sang und klanglos mit 6:2 unter. Dabei wurde noch aus fadenscheinigen Gründen den Krefeldern ein Tor aberkannt. Nur, damit postwendend doch die Pinguine noch mal treffen. Sehr schade für die vielen Gästefans, die hier stimmungsmäßig gegen das schwache Krefelder Publikum (selbst die Fahnen- und Schalchoreo war besser als bei den zahlreicheren Heimfans) überwiegend dominierten! Krefeld Pinguine 6:2 Eisbären Berlin Statistik:
- Grounds: 2.323 (1; diese Saison: 111 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.508 (1; diese Saison: 124)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 42.590 (21.810 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 649 Wochen.

Dienstag, 7. März 2017

W553IIIa: Noch eine Zu-Null-Niederlage zum Abschied

SC Bayer 05 Uerdingen ...................................... 0
Sport Club Aachen .............................................. 6
- Datum: Samstag, 4. März 2017 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Futsal Regionalliga West (1. deutsche Futsalliga)
- Ergebnis: 0-6 nach 40 Min. (2x20) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 7.26 (10), 0-2 10.43 Eigentor, 0-3 18.36 (10), 0-4 20.08 (5), 0-5 29.20 (4), 0-6 38.46 Nenad Gavran
- Fouls: 5:7 (3:5/ 2:2)
- Gelbe Karten: Assad Assad (Uerdingen)
- Rote Karten: Nikola Karanovic (Uerdingen: 11.02 Gelb-Rot wg. Meckern und angeblicher Bedrohung)
- Austragungsort: Sporthalle Bayer Uerdingen (Kap. 400, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Durchschnittsspiel) Bayer Uerdingen 0:6 SC Aachen Photos with English Commentary:
Futsal in Krefeld: Bayer Uerdingen v SC Aachen

Der Samstag begann diesmal recht spät für mich. Erstmal noch in Krefeld bei einem der Türken in Bahnhofsnähe schön gegessen. Dann in den Stadtteil Uerdingen, wo im Löschhofenweg nicht nur ein schönes Stadion sondern auch eine ganz ansehnliche Sporthalle steht. Also eigentlich stehen da drei und es gibt auch noch mehrere andere Fußballplätze, aber die Haupthalle ist die Heimstätte für Handball und Futsal von SC Bayer 05. Die Sporthalle ist grau von außen, aber innen – sieht man mal von der penetranten Bayer-Werbung ab – echt gut gemacht mit den Bänken und dem großen Essbereich im Foyer.

Das bedeutungslose Spiel zwischen dem Absteiger von Bayer Uerdingen und dem im hinteren Mittelfeld gesicherten Sport Club Aachen war nicht so herausragend: ein schönes Tor zum 0:1, dann grober Torwartfehler (unter der Sohle durchgerutscht), grobe Fehlentscheidungen von einem der beiden Schiedsrichter – ein Südosteuropäer, der das bestimmt nicht so böse gemeint hatte, sagte ihm, dass man sich ja nach dem Spiel noch sieht: Rote Karte und Tumult... Irgendwann das 0:3 und nach der Pause mit vollem Schwung das 0:4. Am Ende 0:6. Uerdingen hatte kaum Torchancen. Bayer Uerdingen 0:6 SC Aachen Statistik:
- Grounds: 1.865 (1; diese Saison: 186 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.972 (2; diese Saison: 232)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 39.980 (37.600 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.720 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 75, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 553 Wochen.

Montag, 30. Januar 2017

W548III: Große Sportauswahl am Niederrhein

Hülser SV Krefeld ...................................... 5
RHC Recklinghausen ............................... 10
- Datum: Samstag, 28. Januar 2017 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: 1. Rollhockey-Bundesliga
- Ergebnis: 5-10 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 0-5
- Tore: 0-1 4. NN, 0-2 22. Rindfleisch, 0-3 18. Nohlen, 0-4 22. Rindfleisch, 0-5 24. Rindfleisch (Penalty), 0-6 28. Wagner, 1-6 30. Breitenstein, 1-7 30. Rindfleisch (Penalty), 2-7 33. Breitenstein, 3-7 35. Hausch (Penalty), 4-7 38. Gluschweski, 4-8 38. Wagner, 4-9 47. Rindfleisch, 4-10 49. Paape, 5-10 50. Sippelkamp (Penalty)
- Blaue Karten: Horchmer, Nr. 48 (Krefeld = 4 Strafminuten); Rindfleisch (Recklinghausen = 2 Strafminuten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Bonhoefferstraße (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, wenn auch eher einseitiges Rollhockeyspiel)

Düsseldorfer TSV Fortuna 1895 U23 ....... 2
Bonner SC 1901/2004 ................................. 3
- Datum: Samstag, 28. Januar 2017 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel (beide Teams Regionalliga West, 4. Liga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 15. Anonymer Japaner, 1-1 21. Ricardo Retterath, 1-2 24. Lucas Musculus (?), 1-3 66. Kevin Lunga, 2-3 90. Sebastian van Santen
- Gelbe Karten: Anonymer Japaner? (Düsseldorf)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Trainingsgelände Fortuna Düsseldorf, Platz 3 (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Testspiel mit schönen Toren)

TSV Kenten 1951 ........................................ 6
Atlético Köln ................................................ 1
- Datum: Samstag, 28. Januar 2017 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Futsal Mittelrheinliga (2. und unterste Futsalliga)
- Ergebnis: 6-1 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0, 1-1/ 2-1, 3-1, 4-1, 5-1, 6-1
- Gelbe Karten: Nr. 6 (Kenten); Nr. 68 (Köln)
- Zeitstrafen: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Herbergerstraße Quadrath-Ichendorf (Kap. 50, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 11 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Passables Spiel mit einigen spektakulären Toren) TSV Kenten 6:1 Atlético Köln Photos with English Commentary:
a) Futsal: TSV Kenten v Atlético Köln
b) Football: Fortuna Düsseldorf U23 v Bonner SC
c) Roller Hockey: HSV Krefeld v RHC Recklinghausen
d) Sightseeing: Bergheim, Schloss Frens

Für den Samstag hatte ich mir ein abwechslungsreiches Sportprogramm in der Region Niederrhein zusammengestellt. Es begann mit den üblichen Besichtigungen: im sonst total hässlichen Quadrath-Ichendorf (gesprochen: Kwattraht-Ischendorf, nicht Quadrat...) steht ein ansehnlicher Schlosskomplex, der auch farblich mal nicht so öde ist, wie viele andere in der Gegend, aber ein Privatmann betreibt seine zweifelhaften Geschäfte damit und sperrt Besucher aus. http://www.ksta.de/die-glaeubiger-gehen-fast-leer-aus-13269330 Fortuna Düsseldorf U23 2:3 Bonner SC Beim Futsal war ich auch erstmal ausgesperrt. Aber wenn man klingelt, bekommt man von einem freundlichen Wechselspieler einen Platz zugewiesen. Da man nur im Geräteraum auf Turnbänken sitzen oder ganz an der Seite stehen kann, muss man sagen, dass die Sporthalle in der Herbergerstraße gegenüber der Kampfbahn Quadrath-Ichendorf viel zu eng gebaut ist. Intelligent ist nur das Oberlicht gemacht – formschön, ansonsten auch praktisch, aber eben viel zu klein und zudem auch abgenutzt.

So ein Futsal-Mittelrheinligaspiel findet aber auch selten vor mehr als 10 Zuschauern statt, also reichte es grade so heute. TSV Kenten (ein Ortsteil von Bergheim, der unweit von Quadrath-Ichendorf liegt) und Atlético Köln waren lange gleichwertig, aber das ganz ansehnliche Spiel wurde dann durch teils geniale Tore (Heber aus 20m und Volley aus 8m) insgesamt gesehen zu hoch mit 6:1 in der zweiten Hälfte für die Gastgeber entschieden. Fortuna Düsseldorf U23 2:3 Bonner SC Dann ging es nach Düsseldorf, wo leider auf dem beschissenen Kunstrasen im Trainingsgelände – freie Sicht auf das große Stadion und einfliegende Flugzeuge, dicht am Spielfeld, aber eben keinerlei Ausbauten – und nicht wie angesetzt in der Kleinen Kampfbahn gekickt wurde. Zwei Regionalligisten gegeneinander: Fortuna Düsseldorf II (U23) gegen Bonner SC.

Das Spiel war über weite Strecken flott und sehenswert, ein nicht im Spielberichtsbogen erwähnter Japaner schoss ein schönes Tor auf den kurzen Winkel zum 1:0, Bonn drehte dann innerhalb von drei Minuten das Spiel auf 1:2 und köpfte nach der Pause das 1:3. Erst in der Schlussminute gelang Düsseldorf in einem dann etwas abgeebbten Spiel das 2:3 zu erzielen. HSV Krefeld 5:10 RHC Recklinghausen Danach ging es nach Krefeld, in einem der kleinen türkischen Restaurants am Bahnhof Essen und dann in die bescheuert verbaute Sporthalle Bonhoefferstraße für 5€ Rollhockey-Bundesliga gucken. Durch die Balken und die nicht bis an die Seitenwände gezogene Tribüne hat man nur in der ersten Reihe freie Sicht aufs Feld. Die Wandbilder vom Rollhockey sind wenigstens originell.

Die Rollhockeybundesliga ist völlig von NRW dominiert: 12 Teams, davon 9 aus NRW, 1 aus Hessen, 1 aus Niedersachsen und 1 aus den Niederlanden. So trafen heute mit dem letzten aus Krefeld-Hüls und dem 8. aus Recklinghausen auch mal wieder zwei Teams aus NRW aufeinander. Das Spiel war gut und sehenswert, wurde anfangs völlig von den Gästen dominiert. 0-5 bei Pause. Erst nach 30 Minuten, mittlerweile stand es 0-6, gelang Krefeld ein Tor. Nach und nach kamen sie noch mal ran. Am Ende hieß es 5:10. Der Hülser SV Krefeld wird wohl sicher absteigen – Recklinghausen war in allen Belangen besser, auch bei den Fans, die gut mitgingen. Frens palace Statistik:
- Grounds: 1.832 (3; diese Saison: 153 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.937 (3; diese Saison: 197)
- Tourkilometer: 230 (230km Auto)
- Saisonkilometer: 37.740 (35.550 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.320 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 61 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 548 Wochen.

Freitag, 1. Juli 2016

W518II: Und wieder ein Wasserballwandertag zwischen Uerdingen und Rheinhausen

Schwimmverein Rheinhausen 1913 II ......... 14
Schwimmverein Neptun 1897 Krefeld ......... 11
- Datum: Mittwoch, 29. Juni 2016 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Rhein-Wupper-Liga (5. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 14-11 nach 32 Minuten (4x8) – Viertelergebnisse: 0-3, 7-4, 3-3, 4-1
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Freibad Kruppsee (Kap. 225, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon mind. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel!) SV Rheinhausen II 14:11 Neptun Krefeld Photos with English Commentary:
Waterpolo: SV Rheinhausen Reserves v Neptun Krefeld

Wie letzten Mittwoch: Wasserball im Rhein-Wupper-Spielbezirk geguckt und dafür 8,5km gelaufen, weil die Spielleiter zu blöd sind, das Internet aktuell einzupflegen. Diesmal wollte ich gleich noch einmal nach Uerdingen, weil im See statt in der Traglufthalle gespielt werden sollte. Also zum Krefelder Hbf, bei einem Imbiss, der so schön dämlich „Ali Baba“ heißt, aber wirklich gute türkische Gerichte billig anbietet (in Bahnhofsnähe ist sowieso die Gastronomie stark: nach den alten Fußballstadien ist diese Straße das Beste an dieser mäßig attraktiven Stadt voller Asis), gegessen. Dann mit der Bahn weiter nach Uerdingen, 3km zum Vereinsbad von Bayer gelaufen, keine Sau im See, Bademeister gefragt – und der holte aus dem Intranet (nicht Internet, wo es eigentlich auch stehen sollte) die neue Ansetzung: 20.30 Halle statt 19.30 See…

Also zu Fuß 5,5km nach Rheinhausen, denn dort spielte die Reserve vom SV Rheinhausen im Freibad am Kruppsee – eine schöne Anlage mit Arkaden vorm Umkleidetrakt und verbautem Kampfrichterturm – gegen die Erste von Neptun Krefeld. Da Rheinhausen trotz schlechter Platzierung besser war als der Tabellenzweite, drängt sich der Verdacht auf, dass hier Spieler der aufgelösten Ersten Mannschaft im Becken mitwirkten. Besser waren die Gastgeber aber erst im zweiten Viertel: von 0:3 auf 5:5 und dann 7:7. Im dritten Viertel war die Partie sehr ausgeglichen, wobei Rheinhausen zwei Mal mit zwei Treffern in Führung ging. Das vierte Viertel war klar von Rheinhausen dominiert und beim 14:10 war alles entschieden. 14:11 war der Endstand, die unbeholfene Fummelei an der Anzeigetafel – aber gut, dass es überhaupt eine Tafel gab! – sorgte für ein angebliches 14:12.

Da der Krefelder Trainer einfach aus Trotz völlig sinnfreie Auszeiten nahm, wurde es noch knapp, aber ich erwischte mit kurzem Sprint zum nur 200m entfernten Bahnhof Rheinhausen noch einen gut über Krefeld und Köln mit Bonn verbundenen Zug. SV Rheinhausen II 14:11 Neptun Krefeld Statistik:
- Grounds: 1.660 (1 neuer; diese Saison: 245 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.716 (1; diese Saison: 280)
- Tageskilometer: 220 (210km Bahn,10km Rad)
- Saisonkilometer: 60.840 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.860 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.870 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 518 Wochen.

Donnerstag, 23. Juni 2016

W517I: Wandertag zum Wasserball

SV Bayer Uerdingen III ................................. 10
Stolberger Schwimm-Verein ......................... 13
- Datum: Mittwoch, 22. Juni 2016 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Wasserball Verbandsliga Nordrhein-Westfalen (4. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 11-13 nach 32 Minuten (4x8) beim Stand von 11-13 – Viertelergebnisse: 2-3, 2-2, 3-3, 3-5
- Tore: 0-1 1., 0-2 2., 0-3 3., 1-3 4., 2-3 6.; 2-4 9., 2-5 10., 3-5 12., 4-5 16.; 4-6 18., 4-7 19., 5-7 20., 6-7 21., 7-7 22., 7-8 23.; 7-9 26., 7-10 27., 8-10 28., 9-10 29., 9-11 30., 9-12 30., 10-12 32., 10-13 32.
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Bayer-Vereinsbad Am Waldsee/ Traglufthalle (Kap. 350 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (2 Heimfans, 1 Neutraler und 9 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel!) Photos with English Commentary:
Water-Polo: Bayer Uerdingen III v SV Stolberg (4th Division)

Da die Mechanik meiner Sony DSC HX50 nicht mehr die beste ist und das hoch besprochene zweite Nachfolgemodell (DSC HX90) bei Amazon zu reduzierten Preisen um die 330€ statt 449€ angeboten wurde, griff ich zu. Ich brauchte so wie so mehrere andere Sachen bei Amazon…

Und kaum kam die Kamera heute Mittag, probierte ich sie bei einem nicht so einfach zu fotografierenden Sport erfolgreich aus: beim Wasserball. Problem dabei war aber nicht das Anfokussieren im bewegten Wasser wie sonst oft, sondern dass, als ich 19h am Kruppsee in Duisburg-Rheinhausen war, ein Juniorentraining im Freibecken vorfand. Der Bademeister war sehr freundlich und erklärte mir, dass nach bereits zweimaligem Nichtantreten und nur einem Sieg in der Zweitligasaison der SC Rheinhausen zu diesem letzten Spiel nun auch nicht mehr antritt und dass die Entscheidung leider so kurzfristig war, dass sie noch nicht ins Internet gestellt wurde. Nur weil die Leute dort so freundlich waren, sparte ich mir Bemerkungen gegen die Mannschaft, die aber anscheinend a) nichts kann und b) keinen Charakter hat…

Aufgrund der beschissenen Bahnzeiten lief ich die 5,5km nach Uerdingen zu Fuß. Zum Glück gibt es so viel Wasserball in NRW, dass ich einfach in die Nachbarstadt laufen und dort ein Verbandsligaspiel sehen konnte! Auch dort ist die Anlage an einem See gelegen (wenn ein Spiel im Waldsee ausgetragen wird, fahre ich da noch mal hin) und ein Freibecken neben dem Naturbad gibt es auch. Hier ist es sogar mit einer Traglufthülle umschlossen, belüftet und mit einer dreistufigen, modernen Obertribüne versehen. Echt nicht schlecht!

Bis auf ein Pärchen interessierte sich aber niemand für die III. Mannschaft von Bayer Uerdingen – fast alle Fans waren für Stolberg da. Die spielten, soweit ich das gehört habe, noch um den Aufstieg in die Oberliga mit. Ein Sieg sollte da schon sein und sie legten auch entsprechend los: keine drei Minuten gespielt und schon stand es 0:3. Uerdingen kam bis zur ersten Pause auf 2:3 ran. Bis zur Halbzeit kamen sie – nach erneutem schnellen Drei-Tore-Rückstand – auf 4:5 heran. Das dritte Viertel war dann so ausgeglichen, dass es mit 7:8 in den entscheidenden Spielabschnitt ging. Dort holte Uerdingen wieder einen Rückstand auf, doch spätestens mit dem 9:12 war die Partie entschieden. In der Schlussminute trafen beide Teams noch je einmal, sodass die Partie 10:13 endete. Mehrere Leute nannten aber übrigens variierende Ergebnisse: 11:13 oder 11:14. Ich hatte auch erst 11:13 gedacht, da ein Tor von Uerdingen im zweiten Viertel (oder was das vllt. doch eins im ersten?) aus zweifelhaften Gründen aberkannt wurde und das nicht gleich ersichtlich war. Völlig unprofessionell, dass die Anzeigetafel nicht angeschaltet wurde und das Kampfgericht unter der Tribüne saß! Bayer Uerdingen III 10:13 Stolberger SV Statistik:
- Grounds: 1.656 (1 neuer; diese Saison: 241 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.712 (1; diese Saison: 276)
- Tageskilometer: 220 (210km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 60.310 (39.590 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.440 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.760 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 54 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 517 Wochen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

W514I: Wasserball im Regen

Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972 II ......... 6
SGW Rhenania/ Blau-Weiß Poseidon Köln ... 7
- Datum: Mittwoch, 1. Juni 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 2. Wasserballliga West (2. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: Spielabbruch wegen Gewitters nach 24 Minuten (8/8/8/0) beim Stand von 6-7 – Viertelergebnisse: 2-3, 4-2, 0-2, x-x
- Tore: 1-0 2., 2-0 3., 2-1 4., 2-2 5., 2-3 8.; 3-3 9., 4-3 10., 5-3 11., 6-3 12., 6-4 13., 6-5 13.; 6-6 20., 6-7 20.
- Gelbe Karten: Trainer SVK
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Vereinsbad SVK (Kap. 200, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Mäßiges Spielniveau, dafür eng und spannend – aber dann so ein scheiß Ende!) Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972 II v SG Rhenania/ BW Poseidon KölnPhotos with English Commentary:
Water Polo 2nd Division: https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/albums/72157669115950606SV Krefeld Reserves v SG Wasserball Köln (match abandoned after three quarters due to lightning storm)

Hinter der Hubert Houben Kampfbahn, wo ich Sonntag beim Fußball war, befindet sich das Vereinsbad der Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972. Die Erste Mannschaft spielt in der Bundesliga, ist dort eine der schwächeren Teams, die Zweite Mannschaft spielt – ebenfalls im hinteren Mittelfeld – 2. Liga. Im ebenfalls wie das Stadion bereits seit 1925 bestehenden Vereinsbad, das aber modernisiert wurde und nichts besonderes darstellt – sieht man mal davon ab, dass man von der Terrasse der Sportlergaststätte zugucken kann und es Flutlicht gibt – spielten heute die II. Mannschaft und die SG Wasserball Köln (bestehend aus Rhenania und Blau-Weiß Neptun).

Es regnete bereits den ganzen Tag und auch wenn es bis zum dritten Drittel nur einen schweren Schauer gab – es kam, wie ich es befürchtet hatte: nachdem Krefeld in Führung ging (2:0), bis zum Ende der ersten acht Minuten in Rückstand geriet (2:3), dann wieder die Führung ergriff (6:3) um durch einen Doppelschlag kurz vorm Seitenwechsel nur mit einem Treffer noch zu führen (6:5) und schließlich in einem schwachen dritten Viertel durch einen weiteren Doppelschlag mit 6:7 in Rückstand geriet, ging in einiger Entfernung ein Blitz nieder und die Badeaufsicht und die Schiedsrichter – die eine teils dürftige Darbietung lieferten (u.a. Schlag ins Gesicht über Wasser nicht geahndet und dafür den sehr zurückhaltend den Sachverhalt anmerkenden Krefelder Coach verwarnt) – unterbrachen das Spiel. Als sie dann nach etlichen Minuten merkten, dass der Gewitterschauer genau über dem Bad runterging, brachen sie die Partie ganz ab. Wäre am Anfang nicht gebummelt und nicht schon vorm Schauer das Becken geräumt worden, wäre das Spiel ohne Abbruch über die Bühne gegangen und nicht seiner spannendsten Phase beraut worden.

Andersartig spannend war die Rückfahrt. Für dieses scheiß Wasserballspiel hatte ich ja schon einen Hinweg seit 16.20 Uhr hingelegt – aber nachdem ich den ganzen Tag heeme an der Abschlussarbeit gesessen habe, war ein kurzer Fußmarsch zur Straßenbahn und eine Fahrt von Bonn Hbf via Köln nach Krefeld Hbf und von dort 35 Minuten Fußweg zum SVK-Vereinsbad, wo ich 19.10 Uhr ankam eine willkommene Abwechslung. Der Rückweg toppte das ganze aber noch: 35 Minuten zurück zum Hauptbahnhof, dann dort 30 Minuten gewartet, ehe der scheiß Zug nach Köln mit 30 Minuten Verspätung angekündigt wird. Als der Alternativzug nach Düsseldorf abgefahren ist, werden 60 Minuten angezeigt. Danach Zugausfall wegen „Personen im Gleis“ (d.h.: ein asozialer Wichser hat sich vor den Zug geschmissen) und ich bin schnell in den 22.26 Zug nach Düsseldorf, von dort mit einem RE nach Köln und dann mit der 0.07 Stadtbahn nach Bonn zurück – mit 15 Minuten laufen war ich dann auch „schon“ um 1.30h zurück. Fast 3 Stunden hin und über 5 Stunden zurück – und die Kölner Weicheier haben rumgejammert, weil sie auf dem Weg zum Spiel durch den dichten Verkehr mussten. Hätte ich das Auto genommen, wäre ich sicherheitshalber schon 17.30 los und in jedem Fall 21.30h zurück gewesen – und nicht 1.30h… Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972 II v SG Rhenania/ BW Poseidon KölnStatistik:
- Grounds: 1.641 (1 neuer; diese Saison: 226 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.693 (1; diese Saison: 257)
- Tageskilometer: 220 (220km Bahn und Straßenbahn)
- Saisonkilometer: 57.530 (37.330 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.030 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.650 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 514 Wochen.

Sonntag, 29. Mai 2016

W513V: 4 Tore, 3 Platzverweise in der Hubert-Houben-Kampfbahn

Krefelder TSV Preussen 1855 ........................ 1
TSV Kaldenkirchen 1885/1907 ....................... 3
- Datum: Sonntag, 29. Mai 2016 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga A, Kempen-Krefeld (8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 0-1 46. Jendrik Norbert Schwanitz, 0-2 59. Noel Müllers, 0-3 61. Yannik Gurrath, 1-3 91. Roman Wutke (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: 2x Maximilian Wolters, 2x Dennis Förster, Fabian Kempkens, Stefan Hanrath (KTSV); Roy Schneider, NN (Kaldenkirchen)
- Platzverweise: Maximilian Wolters in der 64. Gelb-Rot wegen Foul und später angeblichen Reklamierens, Dennis Förster in der 75. Gelb-Rot wegen Fouls und später angeblichen Meckerns (KTSV); Yannick Gurrath in der 87. Rot wohl wegen Schiedsrichterbeleidigung (Kaldenkirchen)
- Austragungsort: Hubert-Houben-Kampfbahn (Kap. 2.550, davon 550 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 50 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Kein besonders gutes, aber ein unterhaltsames Spiel) Krefelder TSV Preußen 1:3 TSV Kaldenkirchen (Kreisliga A) Photos with English Commentary:
Amateur Football: Preussen Krefeld v TSV Kaldenkirchen

Neben Marathon Krefelds Edelstahlkampfbahn gibt es mit der Hubert Houben Kampfbahn ein zweites spektakuläres 20er-Jahre-Stadion in Krefeld. Besonders das als Vereinsheim genutzte Platzwarthaus in einem renaissancemäßig angehauchten Backsteinstil und die Tribüne mit den Holzbänken mit Lehnen und der Überdachung sind ästhetische und zugleich architektonisch hochwertige Gebäude. Die drei anderen Seiten sind ausbautenlos und nur von ein paar Parkbänken und Bäumen flankiert. Interessant sind noch die für Stadien aus den 1920ern typische Bronzefiguren – Sportler, die wie im antiken Griechenland nackt und sehr plakativ dargestellt werden – rechts und links zwischen Eingang und Spielfeld. Dass eine Infotafel zur Historie der Anlage am Sportlerheim angebracht wurde, ist nur konsequent und richtig!

Der Gastgeber ist einer der älteste Sportvereine in Deutschland – der älteste ist ja aus Friedland in Mecklenburg – und wurde 1855 neugegründet (ein Vorläufer von 1851 wegen revolutionärer Tendenzen aufgelöst). Seit wann der Krefelder Turn- und Sportverein Preussen 1855 auch Fußball betreibt, weiß ich nicht – vor 1900 aber bestimmt nicht… Die aktuelle Erste Mannschaft betreibt ihren Sport in der Kreisliga A, hat dort das Problem, gewinnen zu müssen, um vom Abstiegsplatz weg zu kommen. Für den Gast aus Nettetal, den TSV Kaldenkirchen, geht es um nichts mehr.

So verlief auch das Spiel: der Vierte lies den Viertzehnten kommen und konterte nur ab und an mal. Es gab je einen Lattentreffer für jede Seite und ansonsten v.a. von den Gästen viele Fouls zu sehen. Sofort nach der Pause nahmen die Kaldenkirchener aber das Heft in die Hand und erzielten das 0:1. Nach einer Stunde folgte ein Doppelschlag. Nach dem 0:3 ebbte die Stimmung, die die Zweite Mannschaft (?) und eine Handvoll anderer Krefelder verbreitet, auch merklich ab. Gepöbelt wurde aber weiterhin, v.a. als der mitunter sehr zweifelhaft agierende Schiedsrichter eine fragwürdige gelb-rote Karte gegen Preussen verhängte. Ab der 75. war Preussen dann nach einem genauso zweifelhaften Gelb-Rot nur noch zu neunt, ehe 12 Minuten später auch ein Kaldenkirchener – war wohl Schiedsrichterbeleidung, hab es aber nicht gehört – vom Feld geschickt wurde. Kurz vor Abpfiff bekam Preussen noch einen eindeutigen Elfer zugesprochen, den sie mit Glück (Torwart war mit der Hand am Ball) verwandelten.

Für akzeptable 3€ (mit Ermäßigung 2€) bekam man also ein nicht uninteressantes Spiel geboten. Preussen hat am letzten Spieltag noch mal ein Heimspiel und kann die Klasse trotzdem noch halten – der 13. darf aber nicht gewinnen. Direkt hinter dem Stadion befindet sich übrigens – ebenfalls seit 1925 – ein Freibad. Da dort Mittwoch 2. Wasserballliga gespielt wird, bin ich eventuell noch mal dort… Krefelder TSV Preußen 1:3 TSV Kaldenkirchen (Kreisliga A) Statistik:
- Grounds: 1.640 (1 neuer; diese Saison: 225 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.692 (1; diese Saison: 256)
- Tageskilometer: 210 (200km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 57.310 (37.330 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 7.810 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.650 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 513 Wochen.

Montag, 11. Januar 2016

W493III-IV: Düsseldorfer Eishockey-Wochenende; vier Siege in vier Spielen für die Teams der DEG

Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft ............. 4
EHC Red Bull München ............................... 1
- Datum: Sonntag, 10. Januar 2016 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: Deutsche Eishockey Liga (1. Deutsche Profi-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 2-0, 1-1, 1-0
- Tore: 1-0 12.58 Norman Milley (PP1), 2-0 18.21 Alexander Preibisch, 3-0 29.10 Manuel Strodel (PP1), 3-1 37.32 Tobias Wörle, 4-1 59.27 Eduard Lewandowski (Empty Net)
- Strafen: Bernhard Ebner 14 [2+2+10], Daniel Kreutzer 4, Robert Collins 2, Marcel Brandt 2, Stephan Daschner 2, Alexi Dmitriev 2, Manuel Strodel 2 (DEG = 28 Minuten); Daniel Sparre 14 [2+2+10], Michael Wolf 4, Steve Pinizzotto 4, Richard Regehr 2, Florian Kettemer 2, Ulrich Maurer 2, Mads Christensen 2 (München = 30 Minuten)
- Austragungsort: sogenannter ISS Dome (Kap. 13.400, davon 9.400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 7.000 (davon 6.894 zahlende und ca. 400 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nicht immer gutes Spiel, aber sehr hart und schnell geführt)

Krefelder EV Pinguine U19 .......................... 2
Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft U19 ...... 3
- Datum: Sonntag, 10. Januar 2016 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Deutsche Nachwuchs Liga (1. Deutsche U19-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 1-0, 0-3, 1-0
- Tore: 1-0 13.40 Valentin Pfeifer (PP1), 1-1 34.11 Daniel Reichert, 1-2 36.24 Daniel Reichert (PP1), 1-3 38.22 Julian Lautenschläger (PP2), 2-3 51.59 Peter Balasz-Szabolcs
- Strafen: Tom Schmitz 31 [2, 5+20+SD, 2+2], Elmar Schmitz 2, Niclas Lahme 2, Peter Balasz-Szabolcs 2 (KEV = 37 Minuten); Leon Fern 4 [2+2], Lennart Stanschweski 2, Maximilian Stein 2, Christian Schmidt 2, Erik Keresztury 2, Noah Müller 2, Alexander Korolev 2 (DEG = 16 Minuten)
- Austragungsort: Rheinlandhalle (Kap. 6.714, davon 2.783 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon nur 44 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Über weite Strecken gutes Spiel mit einigen Durchhängern)

Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft U19 ...... 2
EC Bad Tölzer Löwen U19 ............................ 1
- Datum: Samstag, 9. Januar 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Deutsche Nachwuchs Liga (1. Deutsche U19-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 1-0, 0-1, 1-0
- Tore: 1-0 8.04 Moriz Kircher, 1-1 37.50 Gams Timo, 2-1 58-24 Erik Keresztury
- Strafminuten: Julian Lautenschläger 6, Noah Müller 2 (DEG = 8 Minuten); Tom Horschel 12 [10, 2], Horka Sekesi 4, Leo Allgaier 4, Kristic 4, Michael Grabmaier 2, Michael Hoelz 2, Michael Thomas Gauch 2 (Tölz = 30 Minuten)
- Austragungsort: Eisstadion Brehmstraße (Kap. 10.285, davon 3.363 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 97 zahlende und ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr gutes 1. Drittel, dann teilweise zähes Spiel, aber stets spannend und mit packender Schlussphase)

Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft/ Schüler 7
Kölner EC – Die Haie/ Schüler ..................... 4
- Datum: Samstag, 9. Januar 2015 – Beginn: 16.15
- Wettbewerb: Schüler Bundesliga A/ Nord (1. Deutsche U17-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 7-4 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 2-1, 2-1, 3-2
- Tore: 1:0 5.54 Lukas Friedrich, 2-0 10.20 Tom Lorer (PP1), 2-1 2-1 18.28 Nick Aichinger (PP1), 3-1 25.33 Ties van Soest (SH1), 4-1 28.46 Daniel Bartuli (SH1), 4-2 38.29 Adam Kiedewicz (SH1), 4-3 41.47 Lukas Ribarik, 5-3 44.48 Ties van Soest (PP1), 6-3 50.14 Lennart Otten (PP2), 7-3 57.49 Marc Stähle (SH1), 7-4 58.55 Manuel Ahlberg
- Strafminuten: Dennis König 25 [5+20+SD], Marc Stähle 6, Tom Lorer 2, Philipp Seckel 2, Jan Wrede 2, Lennart Otten 2, Ties van Soest 2 (DEG = 41 Minuten); Kevin Pfeiffer 10+SD, Manuel Ahlberg 6, Michael Schaaf 4, Lukas Ribarik 4, Dennis Lobach 4, Tommy Pasanen 4, Nick Aichinger 2, Adam Kiedewicz 2, Trainer 2 (Haie = 38 Minuten)
- Austragungsort: Trainingshalle Brehmstraße (Kap. 300 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und torreiches Spiel) DEG U19 2:1 Bad Tölz U19 at Eisstadion Brehmstraße Photos with English Commentary:
a) Youth Ice Hockey in Dusseldorf: DEG U17 v Kölner Haie & DEG U19 v Bad Tölz
b) Youth Ice Hockey in Krefeld: Krefeld Pinguine v Düsseldorfer EG
c) Professional Ice Hockey in Dusseldorf: Düsseldorfer EG v Red Bull München
d) Niederrhein Sightseeing: Krefeld Town Centre

Ein richtiges Eishockeywochenende stand an – und das nur mit Spielen der Düsseldorfer EG. Zuerst hatte ich irrtümlich das Spiel der U17 Liga (Schülerbundesliga) herausgesucht. Wenn die DEG auf der scheiß Website mal den Belegungsplan der Hallen ins Netz gestellt hätte, hätte ich einen Zug später nehmen können, die PEGIDA-Randale in Köln anschauen und einen weiteren Zug später gen Düsseldorf fahren können. So bekam ich wenigstens ein sehenswertes U17-Eishockeyspiel zwischen Düsseldorf und Köln geboten, das teilweise auch etwas Derbycharakter hatte vom harten Einsteigen her, aber v.a. wegen der vielen und teils spektakulären Tore das Kommen lohnte. Düsseldorf bestimmte weitestgehend das Spiel, Köln kam erst kurz vor der Pausensirene auf 2:1 ran. Das gleiche im zweiten Drittel, nach dem es 4:2 stand. Im Schlussdrittel führte Düsseldorf die Haie phasenweise vor, sodass es mit 7:4 vom Eis ging.

Den oben erwähnten Belegungsplan hatte ich deshalb vorher sehen wollen, da ich befürchtete, dass das Eisstadion Brehmstraße nicht genutzt werden würde: zu Recht hatte ich es befürchtet: es finden nur noch selten Eishockeyspiele dort statt, nämlich nur Partien der DNL (U19) und auch nur die Samstagabendheimspiele. Echt krank: diese riesige, historische Sportanlage – und diese scheiß Dusseldorfer nutzen die fast nur zum öffentlichen Eislaufen! Diese Lutscher von Hobbyschlitterern können ihre Runden mit ihren 2km/h auch in der Trainingshalle austragen, in der fast alle Jugendspiele der DEG stattfinden: die nicht vorhandenen Tribünen und das verschlissene Plexiglas sind eine absolute Zumutung für die Fans und bei meinem zweiten unfreiwilligen Besuch in dieser Kackhalle habe ich auch zum zweiten Mal Gemurre der Eltern über die Halle gehört. Asozial, da auch nur Kleinstschüler spielen zu lassen! Wettkampfspiele gehören auf die Eisfläche des Eisstadions Brehmstraße - Training und öffentliches Laufen in die Trainingshalle! DEG U17 7:4 Kölner Haie U17 at Trainingshalle Brehmstraße Ich musste also noch lange in Düsseldorf bleiben um endlich das Eisstadion Brehmstraße betreten zu dürfen. Die 75 Minuten zwischen den beiden Spielen gingen aber gut in einer relativ preisgünstigen und qualitativ ordentlichen Pizzeria am Brehmplatz rum. Dann für 3€ in die weitläufige Halle. Tolle Kunststoffbänke auf der einen Längsseite, gegenüber riesige Stehränge, hinter dem einen Tor unterhalb der Anzeigetafel ebenfalls, hinter dem anderen gibt es unpassende orange Schalensitze, die es auch am Plexiglas unten gibt. Spektakulär sind die Logen oberhalb der Stehplätze und der Hintertorsektoren – leider waren die gesperrt…

Das Spiel zwischen der DEG und Bad Tölz fing hochklassig an, die Düsseldorfer gingen in Führung – doch dann ebbte die Partie etwas ab und Bad Tölz konnte etwas glücklich ausgleichen. Kurz vor Schluss gelang Düsseldorf im letzten Drittel jedoch der Siegtreffer – wenigstens nicht noch Verlängerung, wenn man durch die scheiß Planung schon erst nach Mitternacht zurück in Bonn ist, obwohl man am nächsten Morgen schon wieder 7.40 Uhr aus dem Haus muss. Under-19: Krefeld Pinguine 2:3 Düsseldorfer EG Die Jugendligen, ins besondere die DNL (bei Dusseldorf ja zumindest Samstagabend), spielt ja v.a. in alten Stadien, in denen früher mal die Profiteams spielten, bevor sie in neue Luxus-Arenen gezogen sind – also ideal für Icehopper! So machte ich mich am Sonntagmorgen schon wieder zur DNL auf, schon wieder spielte die DEG – aber diesmal in Krefeld, wo in der Rheinlandhalle direkt neben dem neuen Königpalast gespielt wurde. Ich war kostensparend von der eigentlichen Hauptseite hereingegangen (wieso kassiert man auch nur am Hintereingang?) und von der Gaststätte aus auf die mit Holzbänken bestückte Hintertorseite gelangt. Die rechte Längsseite mit ihren Holzbänken mit Lehne bietet die freieste Sicht aufs Eis, doch die ist gesperrt. Die ebenfalls sehr engen und altmodischen Holzbänke mit Lehne auf der Gegenseite sind mit Fangnetzen verhangen, sodass man sich am besten auf die vielen Stehränge verzieht. Allerdings sind auch die sehr zugebaut. Die Halle ist absolut Kult und ein Pflichtbesuch – keine Frage – aber intelligent geplant und gebaut ist was anderes…

Das Spiel hatte so seine Durchhänger, die DEG spielte lange nicht so gut wie gestern, Krefeld ging auch in Führung. Dann wurde die Partie zunehmend härter und die teils dummen und groben Fouls der Pinguine führten zu langen Hinausstellungen (ein gehirnamputierter Pinguin schaffte es innerhalb von zwei Minuten für drei Vergehen 31 Strafminuten inklusive Spieldauer zu bekommen) und dadurch wiederum zu mehreren Gegentoren. Es gelang zwar noch der Anschlusstreffer, aber am Ende siegte die DEG 2:3. Under-19: Krefeld Pinguine 2:3 Düsseldorfer EG Eigentlich hatte die Planung aus der Vorwoche dann den Besuch der Profimannschaft in der benachbarten modernen Halle „Königpalast“ (heißt wohl nach den Königspinguinen, obwohl die eher Eselspinguine sind beim KEV…) – aber da ich da schnell 20€ für den Tabellenletzten im Spiel gegen den Tabellenvorletzten losgeworden wäre, der KEV ohnehin mit der teuerste Club der DEL ist (schon in der zugebauten Rheinlandhalle sollen die stolze 25DM für Steh- und 45DM für Sitzplätze, auch solche mit starken Sichtbeeinträchtigungen, verlangt haben), bestellte ich Anfang der Woche Karten für die DEG, die gerade erst von Platz 1 auf Platz 4 gefallen ist und gegen den 3. (München) spielte. 16,50€ (ermäßigt 12€) für einen Stehplatz ist im mittleren Preisbereich – im Übrigen gibt es keinerlei Vorverkaufs- oder Print-at-Home-Gebühren oder derlei Aufpreisfallen.

Der ISS Dome heißt nicht nach der Raumstation und schon gar nicht nach irgendwelchen islamistischen Terroristen, die ohnehin viel zu oft in der Presse stehen während keine deutsche Zeitung außer der „Bild“ und seltener noch der „Zeit“ die viel zahlreicheren und nicht minder schweren Verbrechen von Assad-Leuten und ihren Verbündeten (Hisbollah, Mullahs und nicht zuletzt Russland) ausreichend meldet und beleuchtet – ISS steht hier für „Integrated Service Solutions“ und meint einen dänischen Gebäudedienstleister. Architektonisch ist die Halle v.a. außen mit ihrer UFO-Form sehr gelungen; innen sind die Stehplätze Marke Baugerüst, aber ein netter Gefallen an die Fans der Brehmstraße. Die Sitze sind etwas öde, aber offenbar gut gepolstert. Die runde Form innen wird durch die spektakuläre Logenfront gebrochen. Was an der Halle blöd ist: sie liegt am Arsch der Stadt und die Anbindung an den Bahnverkehr ist nicht so toll.

Die Stimmung war nicht schlecht: ich war vom Bahnhof Rath hinter den 400 Münchener Fans hergelaufen, die grölend und singend zur Halle zogen. Recht strenge Kontrollen – bei den Chaoten, die da teils v.a. aus München rumliefen, war das aber auch kein Wunder… – aber freundlich. Innen trotz halbleerer Halle gute Stimmung auf den Stehplätzen, die sich gegenseitig niedersangen und v.a. bepöbelten. Nach dem Spiel gab es noch Ansätze einer Auseinandersetzung, da ein Münchener einen Düsseldorfer Fan über das Flatterband zwischen zwei Blöcken hinweg schubste, sodass ein Ordner den Münchener recht deutlich zum Gehen aufforderte…

Die Münchener hatten auch Grund für Frust: drückend überlegen in weiten Teilen des 1. Drittels, doch nach dem ersten Gegentor kaum noch etwas gezeigt. 2:0 hinten vor der ersten Pause. Dann 3:0 nach dem Seitenwechsel, irgendwie das 3:1 reingemacht, aber dann nur noch auf Schlägereien eingelassen (und von denen gab es etliche und auch eine, aus der insgesamt 28 Strafminuten resultierten) und beim verzweifelten Powerplay in der Schlussphase noch das 4:1 als Empty Net kassiert. Düsseldorfer EG 4:1 Red Bull München Statistik:
- Grounds: 1.529 (Sa 1 neue, So 2 neue; diese Saison: 114 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.571 (Sa 2, So 2; diese Saison: 135)
- Tageskilometer: 370 (Sa 150km Bahn, 10km Rad; So 200km Bahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 35.060 (23.280 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 3.820 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.240 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 82 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 493.

Montag, 27. Oktober 2014

W430III: Die Radrennbahn vom Polizei SV und die Edelstahlkampfbahn von Marathon

Crefelder SV Marathon 1910 ............................................ 5
Hülser Sportverein II ......................................................... 3
- Datum: Sonntag, 26. Oktober 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga B Kempen-Krefeld, Staffel 2 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-3 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 3. Eyüb Balaban, 1-1 16. Peter Hoebertz, 2-1 40. Dennis Eschenbach, 3-1 50. Sebastian Skoruppa (Eigentor), 3-2 60. Peter Hoebertz, 3-3 69. Peter Hoebertz, 4-3 72. Eyüb Balaban oder Kevin Eschweiler, 5-3 88. Ümit Özkaya
- Verwarnungen: Alen Zahirovic (Marathon); Niklas Diesfeld, Fabia Perreira?, Luigi di Gregorio
- Platzverweise: keine
- Spielort: Edelstahlkampfbahn der Bezirkssportanlage Stahldorf Krefeld (Kap. 5.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und sehenswertes Spiel)

Crefelder SV Marathon 1910 II ........................................ 1
Verein für Spiel und Sport 1908 Krefeld III .................... 3
- Datum: Sonntag, 26. Oktober 2014 – Anstoß: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga C Kempen-Krefeld, Staffel 3 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 88 Min. (44/44) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 21. Ercan Avci, 0-2 26. Sergej Nisgodinski, 1-2 50. Marcel Eifler, 1-3 82. Mehmet Övelik (indirekter 11m)
- Verwarnungen: Marcel Eifler (Marathon); Rene Kugelmann, Niko Papkonstantinov, Sergej Nisgodinski? (SuS)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Edelstahlkampfbahn der Bezirkssportanlage Stahldorf Krefeld, Hartplatz (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 8 (keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Über weite Strecken dürftiges Gekicke)

Polizeisportverein Mönchengladbach 1926 III ................ 4
SV Rot-Weiß Hockstein 1914 III ....................................... 1
- Datum: Sonntag, 26. Oktober 2014 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: Kreisliga C Mönchengladbach-Viersen, Gruppe 3 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 89 Min. (44/45) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 55. Dominik Lutter, 1-1 70. Fabian Hausrichter, 2-1 75. Patrick Lipps, 3-1 88. Zouhair El Boudali, 4-1 90. Michel Gartlieb
- Verwarnungen: Benedikt Weber (Hockstein)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Radrennbahn Carl-Diem-Straße (Kap. 3.500, davon 700 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Kam lange nicht in Fahrt, war dann aber in der 2. Hälfte ein gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football in Mönchengladbach: Police Third XI v RW Hockstein Third XI
b) Amateur Football in Krefeld: Marathon Krefeld v Hüls Reserves, and Marathon Krefeld Reserves v SuS Krefeld Third XI
c) Palaces in Niederrhein Region: Linn Castle in Krefeld

Nachdem es am Samstag durch die Dummheit mindestens einer beteiligten Mannschaft oder des Staffelleiters schief gegangen war, schaffte ich es am Sonntagmorgen den wohl besten Ground Mönchengladbachs zu kreuzen. Die Radrennbahn in der Carl-Diem-Straße. Das Viertel ist anscheinend ziemlich asi – da beschmissen sich jedenfalls hinter dem Parkplatz Dreckwänster mit Müll der irgendwo einfach am Straßenrand abgelagert wurde, Hakenkreuze und normale Graffiti findet man auch an die Wände geschmiert – und dementsprechend sieht auch das Stadion aus. Besonders die Haupttribüne ist völlig zugesprayt, Holzbänke sind teilweise zertrümmert, Müll liegt im Stadion rum. Die Kurven sind zugewuchert. Die Radrennbahn ist noch erkennbar aber keinesfalls benutzbar. Die Gegentribüne scheint mal ein Marathontor gehabt zu haben, jetzt ist aber nichts mehr zwischen den beiden Stehtribünen. Die besagte Sitztribüne wurde übrigens von kaum einem Zuschauer genutzt: viele der 25 bis 30 Zuschauer schienen Angst vor einem Einsturz des Daches gehabt zu haben...

Das Spiel zwischen den Dritten Mannschaften des Polizei SV und Rot-Weiß Hockstein fing langsam an und war lange arm an Chancen. Nur Verletzungsausfälle (z.B. nach nur zwei Spielminuten der PSV-Keeper nach einem Pressschlag) und Beschwerden über ganz normale Zweikämpfe waren zahlreich. Erst nach der Pause entwickelte sich ein richtig gutes Spiel, v.a. durch die Führung von Hockstein nach einem prima vorgetragenen Konter. Der PSV drehte das Spiel mit zwei gut herausgespielten Treffern, einer tollen Bogenlampe ihres arabischen Goalgetters und einem Stochertor in der Schlussminute.  
Eine andere herausragende Sportanlage steht im Stahldorf Krefeld. Das Spiel der Reserve auf dem Hartplatz nahm ich dann auch noch mit, wobei dieser Hartplatz im Rücken der Gegentribüne wenig attraktiv da ausbautenlos ist.

Marathon II ist Letzer mit 0 Punkten aus 9 Spielen, SuS III aber auch nur Vierter von hinten mit 6 Punkten. Das Spiel sah auch entsprechend aus, wobei es ab und an mal tolle Szenen wie eine Serie von Querschlägern die dreimal auf der Linie abgewehrt wurden oder eben zwei Treffer für SuS, davon einer per Direktabnahme volley aus 10m, gab.

Nach der Pause kam Marathon durch einen Schuss ins Eck noch mal ins Spiel, doch ein zweifelhafter indirekter Elfmeter – das soll kontrolliert zurückgespielt gewesen sein? – führte zur endgültigen Entscheidung in diesem Spiel vor nicht einmal 10 Zuschauern: 1-3 für Spiel und Sport III. Mannschaft.  
Herausragend an der Anlage ist der Hauptplatz, der 1937-38 vom Schwelmer Architekten Hans Mehrtens erbaut wurde. Mehrtens disqualifizierte sich übrigens in der Zeit des Stadionbaus menschlich – er wurde ein engagiertes NSDAP-Mitglied und in faschistischen, hitlertreuen Geheimbünden tätig – und nach dem Krieg architektonisch, da er einer der bedeutenden Architekten war, die die Verschandelung der zerstörten Städte durch hässliche Betonbauten anstelle der noch rekonstruierbaren historischen Bausubstanz vorantrieb. Das Stadion für die Arbeiter des Edelstahlwerkes Krefeld war wohl sein bestes Werk: Stehränge mit bruchsteingemauerten Aufgängen die von Nadelbäumen flankiert sind, halbrunde Kurven mit rechtwinkligen Ecken, eine Haupttribüne mit Holzbänken und Stehrängen, dahinter ein symmetrisches Vereinsheim mit Anlehnungen an Fachwerkarchitektur und einem Dachfirst, wie man ihn eher in England findet. Wie viel besser die Qualität im Stadionbau der 30er Jahre im Vergleich zu heute war, sieht man auch an den Banden bzw. der Tribünenreling: nicht billig und egal ob es scheiße aussieht wie die Aluminiumbande auf dem Nebenplatz, sondern eine schicke Metallreling mit verzierten Streben gibt es da auf dem Hauptplatz! Verzierungen gegen die Eintönigkeit waren v.a. vor und teilweise auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg üblich: so gibt es auch eine Athletenstatue aus Bronze.

Auch hier fand sich nur eine niedrige zweistellige Zahl an Zuschauern ein und ein beachtlicher Teil davon unterstützte die Gastmannschaft. Die Zweite Mannschaft von Hüls hatte aber einen denkbar schlechten Start als sie nach nur drei Minuten durch einen Schuss aus spitzem Winkel in Rückstand geriet. Der Ausgleich wurde von den Marathon-Kickern noch vor der Pause mit einem schönen Weitschuss egalisiert. Nach der Pause schien das 3:1 – ein unglücklich per Kopf genommener Ball, der im eigenen Netz landete – die Entscheidung des Spiels gewesen zu sein. Doch dann nahm die Partie noch mal richtig Fahrt auf und der beste Spieler der Gäste machte seinen Hattrick durch zwei Treffer in nur 10 Minuten perfekt: 3-3. Das dritte Tor war allerdings irregulär: weder war das ein Freistoß (Pressschlag und zudem im Strafraum, nicht außerhalb), noch schien der Abstauber sauber erzielt worden zu sein (Handspiel). Kurz darauf fiel jedoch das leicht umstrittene Kontertor (Abseits?) zum 4:3. In der Schlussphase gelang Marathon Krefeld schließlich noch das nicht unverdiente 5:3, was der türkische Torschütze mit der bei vielen muslimischen Spielern üblichen Niederwerfungsgeste feierte.

Hinterher guckte ich mir doch mal die Burg Linn an, eine historistisch überformte Wasserburg am Rande von Krefeld. Der Bau ist leider in hässlichem dunklem Backstein gehalten und die (neo)barocken und historistischen Nebengebäude sind nicht unbedingt gelungen, aber die Anlage ist vom Baukörper her sehenswert, da hier auf einer engen Fläche sehr hoch und mit verschiedenen Turmformen gebaut wurde. Lustig war übrigens, die dummen Kinder aus der Siedlung hinter der Burg zu beobachten: in dem weitläufigen Park versuchten ein paar Mittelschüler eine Feuerwerksrakete zu zünden, die allerdings zu tief mit dem Stock im matschigen Boden steckte und deshalb nicht abhob und auf Kniehöhe explodierte. Zitat eines Schülers: „Wooooaaahhh, fuck, Alta, ey!“  
Statistik:
- Grounds: 1.213 (heute 3 neue; diese Saison: 59 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.198 (heute 3; diese Saison: 86)
- Tageskilometer: 160 (160km Auto)
- Saisonkilometer: 17.750 (12.950 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.100 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 165 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 430