Universitätssportclub „Otto von Guericke“ Magdeburg |
3 : 0 |
Chemie Volley Mitteldeutschland (Bad Dürrenberg / Spergau) |
- Datum: Samstag, 17. Januar 2026 – Beginn: 18.00 - Austragungsort: Sporthalle 3 der Otto von Guericke Universität (Kap. 300, davon 150 Sitzplätze) - Spielbewertung: 7,0/10 |
Magdeburger Leichtathletikverein Einheit |
3 : 1 |
Mansfelder SV Hettstedt |
- Datum: Samstag, 17. Januar 2026 – Beginn: 15.00 - Austragungsort: Sporthalle der Grundschule Am Kannenstieg (Kap. 100, davon 40 Sitzplätze) - Spielbewertung: 6,5/10 |
Photos with English commentary: |
Den CVM hatte ich nach seiner Rückkehr in Liga 3 diese Saison noch gar nicht gesehen, sodass mir dieses Auswärtsspiel in Magdeburg sehr gelegen kam. Zum Eingucken ins Volleyballgeschehen besuchte ich vorher noch ein zwei Ligen tiefer, in der Landesoberliga also, ausgetragenes Spiel des MLV Einheit. Die spielen in der Schulsporthalle am Kannenstieg, wo ligatypisch ein paar Turnbänke am Spielfeldrand stehen. Wenige Dutzend Zuschauer, davon etliche Wittenberger die schon fürs zweite Spiel da waren, sahen ein erfreulich gutes und sehr enges Spiel. Ab und an hatten die Ballwechsel aber schon im negativen Sinne ihre Längen. Hettstedt gewann den ersten Satz und wurde dann 31:29 niedergekämpft. Die folgenden zwei Sätze gewann der Gastgeber ebenfalls knapp zum 3:1 Sieg in über 2 Stunden. |
Für faire 4€ ging es in die kaum größere und ähnlich gebaute, außen aber auffälliger gestaltete Sporthalle 3 der Otto von Guericke Uni. Die Halle 3 liegt übrigens deutlich weiter östlich von den Hallen 1 und 2, welche näher am Bahnhof sind. Halle 3 hat zwar nur Turn- und Bierbänke zu bieten, aber hier wird sich sehr Mühe gegeben, ein Volleyballerlebnis zu bieten. Man kommt dennoch sehr ins Zweifeln, wenn man sieht, dass hier 3. Liga gespielt wird - alles andere als professionell dieses Umfeld, aber wenigstens universitär. Sehr schön auch, wie man hier fotografieren kann; ich hatte völlig freie Platzwahl. Die Spieler boten auch einige Motive, wobei der Tabellenführer CVM nicht wie einer spielte. USC Magdeburg spielte zwei Sätze über toll auf und war klar besser. Erst im dritten Satz der CVM auf Augenhöhe, aber sie schwächeln. Nach dieser 3:0 Niederlage nur noch ein Punkt Vorsprung auf den Zweiten. Ich weiß nicht, ob sie überhaupt einen Aufstieg in Liga 2 anstreben, aber wenn ja, dann wird es nun richtig eng! Sehr schön aber, dass immerhin 25 Gästefans, teils erkennbar vom TSV Leuna, mit dabei waren und Stimmung machten! Das USC Publikum war ruhiger, mobilisierte aber auch etwas über 100 Leute. |
Statistik: - Grounds: 3.935 (2; diese Saison: 93 neue) - Sportveranstaltungen: 5.562 (2; diese Saison: 137) - Tourkilometer: 110 (60km Auto, 50km Rad) - Saisonkilometer: 46.210 (27.100 Flugzeug / 17.290 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.820 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 66 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 264 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Dienstag, 20. Januar 2026
Donnerstag, 17. Juli 2025
W3.0237II-IV: Pokalwochenende der Salzlandsparkasse und Cricket im Elbauenpark
FSV Drohndorf-Mehringen 1990 |
1 : 7 (0:4) |
SV Staßfurt 1909 |
-
Datum: Freitag, 11. Juli 2025 – Beginn: 19.00 -
Tore: 0-1 2. Roldan Arias, 0-2 17. Schmidt-Daul, 0-3 34. Stollberg, 0-4 43.
Kreutzer, 1-4 63. Jahn, 1-5 66. Pumptow, 1-6 77. Pumptow, 1-7 81. Pumptow -
Verwarnungen: 1x FSV - Platzverweise:
keine -
Austragungsort: Sportplatz Drohndorf (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze) |
SSV Blau-Weiß Barby 1904 |
2 : 4 (1:0) |
SV Plötzkau 1921 |
-
Datum: Samstag, 12. Juli 2025 – Beginn: 15.00 -
Tore: 1-0 32. Friedrich, 1-1 67. Fechtner, 2-1 68. Sandring, 2-2 82.
Weirauch, 2-3 86. Fechtner, 2-4 90.+1 Döltz -
Verwarnungen: Hellige, Friedrich, Mangapa Ndhlovu, NN (Barby), Lachner
(Plötzkau) -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Barby (Kap. 1.150, davon 50 Sitzplätze) |
Universitätssportclub Magdeburg Strikers |
156/5 : 150/10 |
Sport Club Naumburg Cricket |
-
Datum: Sonntag, 13. Juli 2025 – Beginn: 11.00 - Statistik:
siehe Scorecard auf SCV! -
Austragungsort: USC Cricket Ground im Elbauenpark (Kap. 2.000 Stehplätze) |
SV Fortuna Schneidlingen 1919 |
6 : 0 (0:1) |
1. Fußball-Sport-Verein Nienburg |
-
Datum: Sonntag, 13. Juli 2025 – Beginn: 15.00 -
Tore: 0-1 40. Lietz, 0-2 53. Ebeling, 0-3 58. Lehmann, 0-4 61. Reichel, 0-5
63. Dauch, 0-6 80. Knop -
Verwarnungen: 1x Nienburg -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Schneidlingen (Kap. 750, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: a) Football in Drohndorf: D.-Mehringen vs. Stassfurt 09 b) Football in Barby: SSV BW Barby vs. SV Plötzkau c)
Football in Schneidlingen: Fortuna vs. Nienburg |
Immer wieder die beste Saisonvorbereitung: der Sparkassencup im Salzland.
Erstvertretungen von Kreisklasse bis Landesliga treten im KO-System
gegeneinander an und bestimmen binnen knapp 3 Wochen den Sieger, der zumeist
entweder Staßfurt 09 oder SC Bernburg heißt... Mit Staßfurt 09 ging es am Freitag auch gleich los. Beim FSV
Drohndorf-Mehringen, einem Absteiger aus der Landesklasse in die
Kreisoberliga, ließ der Verbandsligaabsteiger nichts anbrennen. Ein direkter
Freistoß an den Innenpfosten nach wenigen Minuten, mehrfach durch die Abwehr
durchgespielt und immerhin jede zweite, dritte Chance verwandelt und schon
stand es 0:4. Nach der Pause einer der ganz wenigen Drohndorfer Angriffe zum
Ehrentor, danach aber wieder mehrfach die Abwehr überspielt und hoch unters
Tordach eingeschossen zum 1:7 Endstand. Der einzige richtige Sportplatz in Drohndorf und Mehringen
befindet sich in Drohndorf unweit eines alten Gehöfts, dessen Taubenturm
direkt neben dem Eingang, welcher eine Brücke über einen Bach darstellt,
steht. Am Eingangstor ist zudem aus Metall eine Kuh dargestellt. Sonst ist
der Platz auch recht ländlich, von Bäumen umgeben, flaches Sportlerheim,
einige Holzbänke unter den Linden, kleiner Graswall, sogar ein kleiner
Sprecherturm mit manueller Anzeigetafel. Drohndorf hat viele ältere Häuser, im Kern auch eine alte Kirche
und mehrere schöne Gehöfte. Mehringen ist weniger sehenswert, hat aber auch
eine Kirche auf einem Hügel mit aufwändigem Kriegerdenkmal zu bieten. Immer
wieder gut ist auch der Dönerimbiss, der an einem Gehöft gutes Essen zum
Mitnehmen anbietet. |
Am Samstag stieg ich von Staßfurt aus aufs Rad, da meine
Gastgeber eine Geburtstagsfeier einer Verwandten hatten. Erst ging es den
Boderadweg via Neugattersleben bis zur Mündung in Nienburg entlang, dann dort
den Saaleradweg über Calbe, Damaschkeplan, Tornitz und Werkleitz zur
Saalemündung in die Elbe bei Barby. Barby soll vom Althochdeutschen „barer
Bogen“, ein waldloser Ort an einer Flusskrümmung, stammen. Hat jedenfalls
nichts mit Puppen zu tun... Der Ort ist wirklich sehenswert, da voller historischer Bauten,
hat sich aber seit meinem letzten Besuch nicht groß entwickelt. Ich fuhr als
recht bald zum Sportplatz, der ziemlich öde und kahl am westlichen Ortsrand
liegt. Sporthalle und Umkleiden dran, kein Sportlerheim sondern nur eine
Fresshütte wo es aber richtig schöne Vereinsbecher gab. Das Wappen zeigt einen der Türme der Stadt, das Prinzesschen. Ein paar Holzbänke gibt es, der Faustballplatz nebenan hat aber mehr und
sieht richtig gut aus (werde ich mal ein Spiel bzw. Turnier gucken
sicherlich!) Auch hier ein Spiel im Sparkassencup, und wie auch Freitag der
favorisierte und zwei Klassen höhere Gast dauernd am Drücker – doch Plötzkau
traf nicht, viel zu harmlos vorne. Barby war mit dem zweiten, dritten Angriff
nach einer halben Stunde erfolgreich. Nach der Pause das gleiche Spiel, nach
mehr als einer Stunde traf auch Plötzkau mal, doch postwendend mit der ersten
Torchance in Hälfte zwei die erneute Führung von Barby. In der Schlussphase
gaben sie jedoch das Spiel aus der Hand: zwischen der 82. und der 91. fielen
noch drei Treffer für den favorisierten Gast aus der Landesklasse. Spruch des Tages auch von Plötzkau in Richtung des bis zum 2:2
ständig Zeit schindenden Barbyer Torwarts: „Eeeyyyy, Fußball is n Bewegungsspiel,
du Spinner!!!“ |
Am Sonntag wurde mal nicht nur der Wettbewerb, sondern gleich die
Sportart gewechselt: In den letzten Jahren sind v.a. durch afghanische
Flüchtlinge und auch indische sowie pakistanische Studenten auch im Osten einige
Cricketteams gegründet worden. Als ich vor 10, 12 Jahren immer mal Ost-Regionalliga
geguckt hatte, waren außer Berlin nur Werder/Havel und Dresden Standorte. Nun
haben auch in Sachsen-Anhalt Halle, Naumburg und Magdeburg Cricket zu bieten.
Die Magdeburger Mannschaften sind dabei im USC organisiert und spielen im
Elbauenpark. Was gut klingt, ist für neutrale Besucher scheiße, da die klamme
Stadt satte 5€ für den Besuch des Parks verlangt. Man kann aber übrigens auch
unauffällig östlich vom Cricket Ground über ein knapp 2 Meter hohes Metalltor
steigen... Der Ground liegt gut an der begrünten Müllhalde zwischen einem Graben
und dem Damwildgehege hinter den Fußball- und Volleyballplätzen. Für die
Spieler ist er jedoch eine Zumutung, da zwar die Pitch gut ausgelegt wurde,
aber das Field völlig uneben ist und ein Schotterweg durch eines der
Outfields führt und zudem kleine Büsche im Bereich des Outfields stehen. Ich
fragte gleich den nächsten Spieler, der herumsaß, was passiert, wenn so ein
Busch getroffen wird – tatsächlich muss der Schiri (Umpire) einschätzen, ob
der Ball das Aus erreicht hätte (4 Punkte) oder noch gestoppt worden wäre (1
oder 2 Punkte je nach Wechsel der Batsmen)... Die Partie war durchwachsen, denn manch ein Spieler beider Teams
feuerte regelmäßig Vier- und Sechspunkteschläge ab, andere hauten Luftlöcher
oder traten vor den Ball statt zu schlagen... Leg before wicket war auch
ständig Streitpunkt, die ganzen Südasiaten waren ständig am diskutieren und
zogen so die Partie unnötig in die Länge. Die Spiele die ich 2023 mal auf
Guernsey gesehen habe, waren von der Liga nominell vergleichbar: deutlich
höheres Niveau bei den Briten und ganz andere Disziplin. Aber die neue T20
Regionalliga ist schon mal viel besser als dieses langatmige T50 was sonst
immer gespielt wurde... |
Nach dem Cricketspiel ging es zügig nach Schneidlingen, wo nun
ein drittes Sparkassencupspiel anstand. Nach schon eher zu hohen 4€ am
Freitag und fairen 3€ gestern, wollte der Vogel bei der Fortuna ernsthaft
4,50€ für den Sieger der Kreisliga gegen ein Landesklasseteam. Da er keine
Karte herausgeben konnte, reduzierte er völlig willkürlich auf 4€. Was sind
das eigentlich für Verhältnisse bei Fortuna Schneidlingen? Nirgendwo stehen
Preise (wird hier verbotenerweise nach Heim- und vermeintlichen Gästefans
unterschiedlich kassiert?!), die dann aufgerufenen Preise sind objektiv viel
zu hoch und dann wird als Zuschauerzahl 100 gemeldet, obwohl da weit über 200
vor Ort waren! Was für Zuschauer da zum Teil rumhingen, war auch nicht
feierlich, wenn man so offen seine Gesinnung oder Dummheit zur Schau
stellt... Auf dem Feld hielt der Underdog lange gut mit, kassierte kurz vor
der Pause das 0:1. Nach dem Seitenwechsel leider eine unwürdige Leistung, ist
Schneidlingen doch immerhin in die Kreisoberliga aufgestiegen und Nienburg
auch nur Landesklasse. Nienburg schoss die Gastgeber noch mit 0:6 ab. Die Sportanlage in Schneidlingen ist übrigens besuchenswert. Der
Nebenplatz, wo ich vor einigen Jahren mal die II. Mannschaft gesehen habe,
wird kaum noch genutzt, der Hauptplatz hat ein großes Sportlerheim, mit
Vereinsgraffiti verzierte Umkleidegebäude, zwei uralte Stehstufen und einige
Holzbänke in den blau-weißen Vereinsfarben. Der Sparkassencup lohnte insgesamt gesehen wieder den Besuch,
weitere Spiele dieses Wettbewerbs werde ich diese Saison aber sicherlich
nicht besuchen. |
Statistik: - Grounds: 3.845 (Fr 1, Sa 1, So 2; diese Saison: 7 neue) - Sportveranstaltungen: 5.382 (Fr 1, Sa 1, So 2; diese Saison: 8) - Tourkilometer: 430km (Fr 190km Auto, Sa 70km Rad, So 170 km
Auto) - Saisonkilometer: 730 (650 Auto, davon 0 Mietwagen/ 80 Fahrrad/ 0
Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32 [letzte
Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 237 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020] |
Dienstag, 17. November 2015
W485I: Hunderte von Landstraßen-Kilometern durch Hessen und Harz nach Magdeburg
TV „Gut Heil“ Zerbst .................................. 59
- Datum: Freitag, 13. November 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt (7. Basketballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 71-59 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 10-20, 20-7, 20-13, 21-16
- Punkte: NN
- Fouls: NN
- Austragungsort: Schulsporthalle Witzlebener-Straße/ Grundschule am Pechauer Platz (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: 6 (davon keine Gästefans und 2 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel)
Photos with English Commentary: a) Amateur Basketball in Magdeburg: University Club III v Gut Heil Zerbst
b) Ost-Harz: Elend Wooden Church, Königshütte Waterfall and Castle Ruin, Hüttenrode Church Ruin
Übers Wochenende war ich in Sachsen-Anhalt und nahm diesmal eine deutlich andere Route als sonst; so gut wie keine Autobahn, auf Landstraßen (von den 440km bis Staßfurt 400km auf Landstraßen) durchs Bergische Land, Nordhessen und den Harz. Im Harz schaute ich mir noch ein paar Sachen ab Passieren der Landesgrenze an: passenderweise betritt man, wenn man Niedersachsen nach der Durchfahrt von Braunlage verlassen hat, in einem Dorf namens Elend (der Nachbarort heißt übrigens Sorge) sachsen-anhaltischen Boden. Dort gibt es – wie in vielen Orten im Zentral-Harz – Holzhäuser wie in Skandinavien und auch entsprechende Kirchen. Von den etlichen Dutzend Holzkirchen in Deutschland soll jene in Elend die kleinste sein, wobei sie gar nicht so mickrig daher kommt. Ansonsten sieht der Ort wirklich elendig aus. In den nächsten Orten bis Blankenburg sieht es aber nicht besser aus: viel Verfall, Leerstand, kaum noch Bewohner da, fast nur alte, die Sportanlagen alle aufgegeben bzw. nur noch im Freizeitbetrieb verwendet. So auch der recht ansehnliche Platz vom TSV Königshütte. Sehenswerter sind in diesem Dorf aber noch der Wasserfall, der sich den dunklen, bewaldeten Tuffsteinfelsen hinabstürzt, und die auf einem ebensolchen massiven Bergzug gelegene Burgruine. Ruinös ist auch in Hüttenrode so einiges, der Sportplatz (Glück Auf Hüttenrode hat auch keinen Wettkampfbetrieb mehr) und die Kirche (nach einem Blitzschlag in den 70ern ausgebrannt) sind da die besten Beispiele…
Von Staßfurt aus dann noch ein Abstecher nach Magdeburg. Ich hab mal ein Spiel von Gut Heil Zerbst, damals noch eine Liga tiefer, gesehen: in Halle (also in der Halle in Halle/ Saale) waren mein Vater und ich die einzigen Zuschauer. Heute fanden sich insgesamt 6 Leute in der sanierten Schulsporthalle am Pechauer Platz ein. Das ist eine schicke aber sehr enge Tonnengewölbe-Halle ohne Tribünen oder Emporen. Das Spiel war echt nicht schlecht. Der Turnverein Gut Heil aus Zerbst erwischte den besseren Start – in den ersten zwei Minuten fiel aber überhaupt kein Punkt für keines der Teams – und zog mit 10:20 davon, doch nach der ersten Pause drehte die III. Mannschaft des Universitätssportclubs Magdeburg die Partie. Knappe Führung vorm Seitenwechsel (30:27) und dann Ausbau selbiger bis zum Ende der Partie auf 71:59 (zwischenzeitlich waren es auch mal 15 Punkte Differenz im letzten Viertel).
Statistik:- Grounds: 1.497 (1 neuer; diese Saison: 82 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.533 (1; diese Saison: 99)
- Tageskilometer: 530 (530km Auto)
- Saisonkilometer: 25.140 (15.110 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 2.280 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.130 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 485.
Dienstag, 5. März 2013
W344I: Eintritt zu hoch? Einfach zum nächsten Verein! – Und: Handball in zwei unterschiedlichen DDR-Hallentypen
Universitätssportclub Magdeburg I -------------------- 27
- Datum: Samstag, 2. März 2013 – Anwurf: 11.00
- Wettbewerb: Stadtliga Magdeburg (9. und unterste Handballliga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 11-27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 6-14
- Torfolge: 1-0, 1-5, 3-5, 3-7, 4-7, 4-9, 5-9, 5-12, 6-12, 6-14/ 6-17, 7-17, 7-19, 8-19, 8-23, 10-23, 10-27, 11-27
- Siebenmeterquote: Post 1 von 4 = 25%; USC 1 von 2 = 50%
- Gelbe Karten: Nr. 3, 28 (Post); Nr. 6, 8, 9 (USC)
- 2 Minuten: Nr. 8 (USC = 2 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle am Lorenzweg I, Halle D (BbS III, Sporthalle I; Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 17 (darunter ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Selbst für untere Amateurebene ein eher schwaches Spiel)
Roter Stern Sudenburg ------------------------------------- 2
TSV Hadmersleben von 1925 ----------------------------- 3
- Datum: Samstag, 2. März 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 2 (8. Fußballliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 2-2
- Tore: 0-1 15. Yves Reiser, 0-2 16. Patrick Darius, 1-2 19. Sebastian Preckel, 2-2 28. Daniel Tönniges, 2-3 52. Steffen Räke
- Verwarnungen: Andreas Gerlach (?), Philipp Schimmelpfennig; Kai-Oliver König, Patrick Darius
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sterne Arena, Sportplatz Dodendorfer Straße (Magdeburg, Kap. 250 Stehplätze)
- Zuschauer: 54 zahlende (insgesamt ca. 80, darunter fast 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel; erste Halbzeit besser als zweite)
SG Lok Schönebeck --------------------------------------- 28
Handballsportverein Haldensleben -------------------- 30
- Datum: Samstag, 2. März 2013 – Anwurf: 17.30
- Wettbewerb: Sachsen-Anhalt-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 28-30 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13-15
- Torfolge: 0-1, 2-1, 2-2, 3-2, 3-3, 4-3, 4-10(!), 5-10, 5-11, 6-11, 6-12, 7-12, 7-13, 11-13(!), 11-14, 13-14, 13-15/ 13-16, 14-16, 14-17, 15-17, 15-18, 16-18, 16-19, 21-19(!), 21-22, 23-22, 23-26, 24-26, 24-27, 25-27, 25-28, 26-28, 26-29, 27-29, 27-30, 28-30
- Siebenmeterquote: Lok 3 von 4 = 75%, HSV 3 von 4 = 75% - Gelbe Karten: Nr. 10, 17, 27 (Lok); Nr. 2, 21, 54 (HSV)
- 2 Minuten: Nr. 3 (Lok = 2 Minuten); Nr. 2 (HSV = 2 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Franz Vollbring (Kap. 550 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (darunter mind. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ganz gutes und in der zweiten Halbzeit auch wieder sehr spannendes Spiel)
a) Amateur Handball in Magdeburg: Postal Service IV v University
b) Amateur Football in Magdeburg: Roter Stern Sudenburg v TSV Hadmersleben
c) Amateur Handball in Schönebeck: SG Lok v Haldensleben
Eigentlich wollte ich die TSV F-Jugend gucken und danach (da die Männer zuhause zu unangemessen Eintrittspreise spielten – aber immerhin ein hervorragendes Ergebnis von 6:0 erzielten!) wie verabredet über Neuendorf und Beesenlaublingen nach Staßfurt fahren, doch wenn die Temperaturen im Saalekreis und Salzlandkreis nicht im zweistelligen Bereich liegen, dann findet so gut wie kein Fußball dort statt. Wer meint, man könne Kinder bei dem Wetter nicht kicken lassen, soll man in meine Siedlung kommen und schauen, wie die Nachbarskinder selbst bei Minusgraden noch vor dem Haus dem runden Ball hinterher jagen.
Während im südlichen Saalekreis wenigstens noch Schneereste lagen, war im Salzlandkreis und weiter nördlich eigentlich gar nichts mehr vom Winter zu sehen und jeder Platz ausnahmslos bespielbar. Dass SLK der größte Dreckskreis des ganzen Bundeslandes ist, war mir aber schon lange klar – so fanden im ganzen SLK auf Kreisebene 2 (zwei!!!) Fußballspiele von über 50 angesetzten statt.
Also Planänderung. Schon freitags nach Staßfurt, auf dem Weg dahin ein paar Sportplätze auf ihre Bespielbarkeit getestet (Tests alle bestanden) und dann Samstag nach Magdeburg. Denn in MD sah fußballmäßig alles besser aus und Handball in MD und SLK findet so wie so immer statt – wenn nicht gerade ein Defekt an der Halle vorliegt, was selbst bei dem minderwertigen Dreck, der seit den 1990ern überwiegend gebaut wird, sehr selten vorkommt.
Schon beim Thema Zuschauer fängt hier der sich aufdrängende Vergleich mit den Stadtklassen Leipzig an. Spiele in der angeblichen Handballhochburg Magdeburg scheinen auf Stadtebene nicht einmal halb so viele Zuschauer zu ziehen wie in Leipzig, wo 50-100 zuschauen. Die Schiedsrichter waren zwar auch in MD gut, aber dafür die Spieler klar schwächer als jene vergleichbarer Clubs in Leipzig. Die 4. Mannschaft vom Post SV, mit immerhin 7 Punkten aus 11 Spielen Vorletzter, so wie so. Aber selbst der USC als Dritter mit 19 Punkten aus 12 Spielen, der noch Aufstiegschancen hat, war auf ziemlich niedrigem Niveau.
Während Post SV eigentlich nur einen guten Spieler – ihren Schlussmann, der immer mal wieder gute Paraden zeigte – hatte und nur einen einzigen guten Spielzug – ein weiter Abwurf in der 52. Minute, der vom Angreifer konsequent im Tor untergebracht wurde – zeigte, konnte der Universitätsclub wenigstens alle fünf Minuten mal einen schönen Spielzug vorführen. Tore warfen sie sogar fast im Zweiminutentakt. So kam ein Ergebnis heraus, das in Leipzig und im Saalekreis meist nur in der D-Jugend oder bei den Frauen erzielt wird: 11 zu 27...
Nach einer Foto-Runde durch Magdeburg-Stadtfeld, wo im Bereich der Paulus-Kirche einige schöne Jugendstilhäuser stehen (und nebenbei bemerkt die üblichen Magdedorfer Deppen unterwegs waren: ein geistig behinderter Hundehalter stritt sich handfest mit einer kleinen Gruppe, die sich über seinen freilaufenden Drecksköter aufregte), ging es zu besagtem Verein Roter Stern. Die spielen mittlerweile Landesklasse Staffel 2 in der „Sterne Arena“, dem Sportplatz Dodendorfer Straße. Roter Stern Sudenburg ist als 12. nur 1 Punkt vor einem Abstiegsplatz, während der Gast vom TSV Hadmersleben von 1925 zwar 8. ist, aber auch noch in der Abstiegszone, die aus 10 der 16 Mannschaften besteht, zu finden ist.
2,50€ ließ ich durchgehen, da weniger teuer als Leuna (sonst wär’s zum Handball in eine 500m entfernte Halle weitergegangen) allerdings ist das für den Platz eigentlich schon zu hoch. Also bei einem alternativen Verein muss man eigentlich erwarten, dass auch ein paar Gebildete drunter sind und nicht nur Schulabbrecher mit dem Motto „Arbeit ist Scheiße“ – so wie so scheint mir RSS wenig mit dem härteren Bereich der linken Szene zu tun zu haben: keine Punks wie bei RSL(eipzig) und die schicken Fahnen sind nicht allzu provokativ, da höchstens die Flagge Nordkoreas abgewandelt wird (was aber natürlich oberkrank ist, sich auf diesen pseudolinken Faschistenstaat zu beziehen). Aber wahrscheinlich hat RSS diesen Platz nicht angelegt, sonst hätten sie die Zuschauerplätze anders platziert, als auf der Ostseite. Da die Sonne bei allem Angenehmen bei direkter Gesichts- bzw. Kameralinsenbestrahlung störte, ignorierten Anja und ich einfach die Absperrung und gingen schräg hinter das Tor auf einen Wall mit Grüntanne und Blick zum Dom. Klingt idyllisch, der Platz ansonst ist es aber nicht: 0815 ausbautenloser Kunstrasen und dahinter große Plattenbauten und Wohnruinen.
Dass wir außerhalb des eigentlichen Zuschauerbereiches standen interessierte niemanden. Das wäre auch bescheuert gewesen und bei einer Beschwerde gegen uns hätte ich gleich mal die Gästefans angeschwärzt, die mit der Kippe auf die Tartanbahn aschend vor der Reling standen. Die meinten wohl, die seien Heeme in Hadmersleben... Ohnehin konnte sich der TSV dr heeme fühlen, denn knapp die Hälfte der 80 Zuschauer kam aus dem 30km entfernten Bördedorf. Stimmung kam natürlich kaum auf und das Spiel brauchte etwas um in Gang zu kommen, aber ab der 15. Minuten war richtig was los.
Ein gut vollendeter Angriff der Gäste und es stand plötzlich 0:1. Keine 60 Sekunden später und schon wieder ein starker Lauf durch die RSS-Abwehr – 0:2. Doch die Roten Sterne kamen zurück und verkürzten wenige Minuten später. In einem mittlerweile guten Spiel konnten sie einen abgeblockten Angriff im Nachsetzen zum Ausgleich versenken. Bis zum Seitenwechsel blieb das Spiel gut, ehe es nach dem schnellen 2:3 für Hadmersleben etwas ruppiger und nach und nach schwächer wurde. Es blieb schließlich beim 2:3, was natürlich nach Meinung einiger rot-weißer Spieler am gut pfeifenden Schiri lag...
Auffällig ist auch, dass mal wieder nur ein Teil der Infos, die ich von einer Staßfurter Insiderin zur SG Lok bekommen habe zu stimmen scheinen. Wahrscheinlich hat sich der Lok-Trainer weder so schlimm benommen wie beschrieben, noch war er so im Unrecht wie behauptet – jedenfalls war da kein zweiter Merseburg99-Sachse auf der Bank... Und ob die schwache Stimmung bei Lok durch die Zusammensetzung der Mannschaft – angeblich fast nur Spieler aus Thale, Staßfurt u.a. – zusammenhängt glaube ich auch nicht. Das ist wahrscheinlich einfach nur ein typisches Handball-Schnarchnasenpublikum, nur halt ein besonders verschnarchtes.
Wie lahm jedenfalls die Fans das Comeback der Mannschaft hinnahmen, war schon dreist: wenn die Mannschaft einen Rückstand von bis zu 6 Toren nach 20 Minuten zur Pause auf 2 verkürzt und dann nach 44 Minuten auch erstmals wieder ausgleicht, gar in Führung geht und nach 45 Minuten sogar zwei Tore in Front liegt, kann man ja wohl mehr als Klatschen von zehn, zwölf Leuten und zwei, drei Trommelschläge von einem einzigen erwarten. Dass es nach einem spannenden Hin und Her mit teilweise genialen Spielzügen (weite Pässe vom Torwart an den Kreis, die vom Stürmer auch versenkt wurden) und herrlichen Toren (Tempogegenstoß mit Sprungwurf in den Winkel) doch noch für den Favorit reichte, ist ein anderes Thema. Haldensleben tat sich jedenfalls sehr schwer und gewann nicht unverdient aber etwas glücklich 28:30.
- Grounds: 871 (heute 3 neue; diese Saison: 103 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.721 (heute 3, diese Saison: 144)
- Tageskilometer: 110 (110 Auto; Freitag 100 Auto)
- Saisonkilometer: 38.180 (33.210 Auto/ 3.200 Flugzeug/ 1.600 Fahrrad/ 90 Bahn, Bus, Tram/ 80 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 344
Sonntag, 21. Februar 2010
W186I: Frauenbasketball in Halle an der Saale:
Samstag, 20. Februar 2010 – Tip-off 14.00
Oberliga Sachsen-Anhalt, Frauen (5. Basketballliga der Frauen)
Ergebnis: 59:63 nach 40 Min. – Viertelergebnisse: 16:25, 13:9, 17:15, 13:14
Punkte: weiß nicht - Fouls: weiß nicht
Spielort: Uni-Sporthalle Weinbergweg (Kap. 50, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 12 (davon vllt. 1 Gästefan)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Ganz O.K.)
SV Halle Lions 74:61 „evo“ New Basket Oberhausen
Samstag, 20. Februar 2010 – Tip-off 19.30
1. Frauen-Basketballbundesliga
Ergebnis: 74:61 nach 40 Min. – Viertelergebnisse: 22:17, 16:18, 19:18, 17:8
Punkte: Bender 18, Sterner 13, Guzmán 13, Abelova 10, Bejtic 8, Damm 7, Lackner 2, Hübner 2, Kallmann 1 (SVH); Hartill 17, Timm 9, Feike 9, Austmann 8, Almind 6, Bruns 4, Greinacher 4, Belscheid 2, Schiffer 2 (NBO)
Fouls: Sterner 4, Guzmán 3, Bender 3, Lackner 2, Bejtic 2, Abelova 2, Damm 1 (SVH); Austmann 5 (DQ), Hartill 3, Bruns 3, Almind 3, Greinacher 2, Feike 2, Thimm 2, Schiffer 1 (NBO)
Spielort: Sporthalle Burgstraße (Kap. 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 500 (davon mindestens 1 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz Gut)
Photos and English version: Ladies’ Basketball in Halle + Some Photos of the City.
Als wir an einem sonnigen Samstag mit der Straßenbahn nach Halle fuhren (es lag noch einiges an Eis auf den Straßem, deshalb keine Radtour) war eigentlich angedacht, die Zweitvertretung des größten Basketballvereins der neuen Bundesländer – dem USV Halle II – in der Männer-Landesliga gegen die Truppe von Kollege Cleau, den ungeschlagenen Tabellenführer (13:0) – die Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen Sixers II – zu sehen. Doch als wir an der kleinen Weinbergweg-Sporthalle ankamen, stellten wir fest, dass es ausfiel. Immerhin gab es ein Frauenspiel, was wir uns dann auch anschauten, obwohl es ein Spiel der zweituntersten Liga war. Aber mehr darüber konnte uns keiner der Zuschauer, die wir fragten, sagen: der eine Kerl kannte nicht einmal den Gegner namentlich.
In der Oberliga spielen gleich zwei Mannschaften des USV Halle: die II. Mannschaft, die heute wohl spielte, ist angeblich Tabellenführer, die I. Mannschaft hingegen angeblich 7. und damit letzter (wobei Bernburg zurückgezogen hat, also 8. ist). Angeblich deshalb, da die Ergebnismeldung beim Verband am Abend nach dem Spiel völlig daneben war und das möglicherweise an der Tagesordnung ist, dass da Ergebnisse völlig verquer gemeldet werden. Und wer weiß, ob das korrigiert wird. Also nach Tabellenführer gegen Tabellendritter sah das auch nicht unbedingt aus, da Magdeburg im ersten Viertel extrem überlegen war. In einem Spiel mit erwartungsgemäß vielen technischen Fehlern und schwacher Wurfquote (außer Wurfquote bei Freiwürfen: bis einschließlich drittem Viertel über 90% bei beiden Mannschaften verwandelt; das ist wirklich super!) ging Magdeburg erst deutlich in Führung, ehe es bis zur Pause enge wurde. Nach der Pause wurde Halle immer stärker, baute jedoch im letzten Viertel noch mal kräftig ab und überließ Magdeburg dann doch den Vierpunktesieg.
Nach diesem doch recht unterhaltsamen Spiel liefen wir zum Markt um etwas zu essen, wobei wir an sieben Restaurants vorbeikamen, die einen um 16.30 Uhr nicht mit essen versorgen können, sondern erst abends öffnen oder stundenlang Mittagspause machen. Wie in der hinterletzten Kleinstadt, da in Halle! Bei einem Italiener gegenüber der Händelfigur auf dem Marktplatz wurden wir dann fündig: nicht billig, aber sehr gut! Lohnt sich auf jeden Fall, wenn man bereit ist, für Pizza 6 – 9€, überbackene Nudelgerichte 7-11€ und Fleisch bis zu 18€ auszugeben – all das natürlich für sehr gute Qualität. Nur das Erscheinungsbild des Klos passte dann wieder eher in eine Dönerbude in der hinterletzten Kleinstadt, als ins teure italienische Restaurant am repräsentativsten Platz der Möchtegern-Landeshauptstadt.
Überhaupt nicht repräsentativ ist die Lage der Sporthalle Burgstraße, in einem Hinterhof am Ende eines Villenviertels, zu dessen spektakulärsten Gebäuden das Orientalische Institut der Uni Halle gehört. Die Sporthalle an sich ist aber gar nicht schlecht. Wenn man dann die 5€ bis 8€ gezahlt hat, bekommt man auf fünf Reihen Sitzbänken, die für 500 Leute reichen, auch gutes Frauenbasketball auf höchster Eben geboten. Die Frauenmannschaft des SV Halle hat als „Löwen“ bzw. da das deutsche Wort so altmodisch klingt und alles Englische ganz toll ist, als „Lions“ schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt. 12 Teams sind es in der 1. Bundesliga, die fast alle aus mittelgroßen (z.B. Halle) und kleineren Städten (z.B. Opladen, Saarlouis, Wasserburg) kommen – und Halle ist immerhin 6. (wobei sie auch schon bessere Platzierungen inne hatten) während Oberhausen sogar 4. ist. Von der Tabellenplatzierung war also ein sehr ausgeglichenes Spiel zu erwarten (wobei übrigens auch die Einwohnerzahlen beider Städte beinahe gleich sind) was auch knapp 500 Zuschauer sehen wollten. Weiß gar nicht, ob da überhaupt noch ein Platz frei war – jedenfalls saß man hinter dem Lions/ Wildcats - Fanblock sehr schön laut und stimmungsvoll, auch wenn die Trommeln kaum Platz für Sprechchöre gelassen haben. Ein großes Lob an die Fans, die wieder einmal das gute Bild von der Basketballfanszene bestätigt haben!
Zum Spiel: Halle war nach fünf Punkten für Oberhausen schnell aufgewacht und riss das Spiel an sich. Vor allem das erste Viertel war technisch topp, läuferisch gut und kämpferisch auch in Ordnung. Die Wurfquote hat man auch in der Männerbundesliga oft nicht besser. Kurz vor der Pause zogen sie ein kleines Stück davon.
Im zweiten Viertel war dann Oberhausen leicht besser – und die Schiedsrichterin zeigte, dass sie in der ersten Liga nichts verloren hat. Ihr Kollege konnte auch nicht jeden Müll von ihr korrigieren. Trotzdem führten die Lions weiter.
Das dritte Viertel war auch noch auf hohem Niveau, wobei es weiterhin sehr eng blieb. Halle konnte sich noch nicht entscheidend absetzen, obwohl sie ständig führten. Mittlerweile begann ich auch beiden Schiedsrichtern negativ anzurechnen, dass sie kein technisches Foul gegen die Oberhausener Bank verhängten, da die Trainerin der Gästemannschaft vor allem bei jedem Lions-Freiwurf dazwischen bläkte, wie die Hausfrau in der Proletensiedlung wenn der Ehemann mal wieder besoffen von der Arbeit im Stahlwerk nach Hause kommt. Das kann die ja ruhig zuhause machen, aber für weniger Geschrei hab ich schon technisches Foul plus Freiwürfe als Strafe gesehen.
Das vierte Viertel war deutlich schlechter als der Rest des Spiels, wobei sich Halle hier trotz leichtem Leistungsabfall klar absetzen konnte. Drei Minuten vor Ende der Partie musste man das Spiel als entschieden betrachten, was die Stimmung noch einmal auf einen Höhepunkt brachte. Oberhausen war im letzten Spielabschnitt wirklich ziemlich eingebrochen, was auch den am Ende noch relativ deutlichen Dreizehnpunktesieg verursachte.
Fazit: Frauenbasketball kann man sich ruhig mal angucken. Vor allem in den höheren Ligen hat es eine beachtliche sportliche Qualität, die man bei manchen Frauensportarten selbst im Spitzenfeld der höchsten Spielklasse vermissen muss.
Statistik:
Ground Nr. 392 und 393 (zwei neue Grounds; diese Saison: 62 neue)
Sportveranstaltung Nr. 955 und 956 (diese Saison: 98)
Tageskilometer: 50 (20 Bahn, 30 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 16.460 (12.120 Auto/ 2.250 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.090 Fahrrad/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 186








