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Mittwoch, 10. Dezember 2025

W3.0258Ia: Turniersieg für Mücheln 3 in Olvenstedt

 

1. Spieltag der Radball-Verbandsliga Sachsen-Anhalt in Magdeburg

- Datum: Samstag, 6. Dezember 2025 – Beginn: 10.00

- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt (4. und unterste Spielklasse im Radball)

- Turniertabelle: 1. Verein für Hallenradsport Mücheln 1951 III (25:6, 16), 2. Post SV Magdeburg IV (27:8, 15), 3. Heidesportverein Colbitz II (21:18, 10), 4. Post SV Magdeburg III (16:11, 8), 5. SG Wolmirsleben/ Unseburg/ Tarthun I (20:16, 8), 6. SG Wolmirsleben/ Unseburg/ Tarthun II und Heidesportverein Colbitz I (jeweils 0:30, 0 durch Nichtantritt)
- Spielergebnisse: Magdeburg III 1:3 Magdeburg IV, Mücheln III 7:2 Colbitz II, W.U.T. I 2:4 Colbitz II, Magdeburg III 0:3 Mücheln III, W.U.T. I 3:7 Magdeburg IV, Magdeburg IV 6:2 Colbitz II, W.U.T. I 3:3 Mücheln III, W.U.T. I 2:2 Magdeburg III, Mücheln III 2:1 Magdeburg IV, Magdeburg III 3:3 Colbitz II (zzgl. 5:0-Wertungen gegen o. g. nicht angetretene Mannschaften)

- Strafen im Spiel: Müller von Colbitz II (1x Gelb wg. Reklamierens), Kallmeyer von Colbitz II (1x Gelb wg. Reklamierens)

- Austragungsort: Turnhalle der Grundschule Fliederhof, Gneisenaustr. 34 (Kap. 100, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon 15 Zuschauer und 10 pausierende Spieler und Offizielle)
- Spielbewertung: 6,0/10

VfH Mücheln 3 2:1 Post SV Magdeburg 4

Photos with English commentary:

Cycle Ball Tournament in Magdeburg (with VfH Mücheln 3 and more)

Das gesamte Wochenende über gab es mehrere Radballturniere in der architektonisch ansprechenden, aber kalten und außen zugesprayten Schulturnhalle Fliederhof im Magdeburger Stadtteil Olvenstedt, unweit der mittlerweile teilsanierten Windmühle. Ich suchte das 10-Uhr-Turnier am Samstag aus, da dort mit Mücheln 3 mit Karsten Hartwich und Gerd Heimbach spielte, von denen ich auch gleich freundlich begrüßt wurde. Ich hatte wohl den weitesten Weg mit dem Rad zurückgelegt, das ich aufgrund fehlender Radständer und schlechten Rufs des Viertels im Gang aufstellen durfte... 

Von den angesetzten sieben Mannschaften erschienen nur fünf, sodass ich abends noch ein Handballspiel in Weferlingen schauen konnte (dazu nächster Bericht; W3.0258Ib).

Mücheln 3 hatte zwar einen schweren Start ins Turnier und war mit dem Gezeigten da auch nicht zufrieden, doch konnte immerhin 3:3 gegen Wolmirsleben/ Unseburg/ Tartun spielen. Danach dominierten sie die Partie gegen Colbitz II mit einem eindrucksvollen 7:2. Gegen den stärksten Gegner, die noch sehr junge IV. Mannschaft von Post Magdeburg siegte die Erfahrung mit Geschick, Technik und Taktik: nach langem 0:1-Rückstand, gelang noch ein 2:1 kurz vor Schluss. Auch gegen die III. Mannschaft von Magdeburg gewann Mücheln; nach klarer Überlegenheit bei Halbzeit (3:0), muckte Gerds Fahrrad auf und das Spiel plätscherte ohne weitere Tore zu Ende. Mit dieser insgesamt starken und sehenswerten Turnierleistung gelang Mücheln der Sieg vor Post Magdeburg IV, die als aufstrebende Mannschaft ein sehr gutes Turnier ablieferte. Nicht gefallen hat mir Colbitz II, die teils mehr mit (zumeist ungerechtfertigtem) Reklamieren als Spielen befasst waren... 

Auch wenn die Verbandsliga schon die unterste Liga ist: Gerne besuche ich noch einen der weiteren Spieltage, da man auch auf dieser 4. Ebene noch schönen Hallenradsport in familiärer Atmosphäre geboten bekommt und auch die Oberliga-Mannschaften von Mücheln wären für mich endlich mal wieder einen Besuch wert. Also spätestens im Frühjahr gibt es wieder einen Bericht mit Bilderserie vom Radball in der Region! 

VfH Mücheln 3 2:1 Post SV Magdeburg 4

Statistik (6.12.):

- Grounds: 3.915 (1; diese Saison: 75 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.488 (2; diese Saison: 112)

- Tourkilometer: 90 km Rad

- Saisonkilometer: 35.330 (21.500 Flugzeug / 12.160 Auto, davon 1.320 Mietwagen/ 1.670 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 50 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 258 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]


Montag, 28. April 2025

W3.0226III: Fußball und Handball von Weferlingen bis Wolfsburg

MTV Weferlingen von 1881

24 : 28 (15:13)

Post SV Magdeburg 1926

- Datum: Samstag, 26. April 2025 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Bezirksoberliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Spielklasse, 4. Amateurebene)
- Ergebnis: 24-28 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 15-13

- Statistiken: siehe Verbandswebsite! 

- Austragungsort: Allertalhalle (Kap. 150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon Gästefans: ca. 12)
- Spielbewertung: 6,0/10

MTV Weferlingen von 1881

3 : 0 (1:0)

SV Grün-Weiß Süplingen 1928

- Datum: Samstag, 26. April 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Bördeliga (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 95 (45/50) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 44. Hirche, 2-0 77. Berndt, 3-0 89. Berndt

- Verwarnungen: Berndt (Weferlingen); NN, NN, NN (Süplingen)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 1.250, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (zahlende: 75, Gästefans: ca. 20)
- Spielbewertung: 5,5/10

JSG Kickers Wolfsburg (SV Barnstorf 1967 / SV Nordsteimke 1946 / TSV Hehlingen 1959) – B-Jugend

11 : 0 (4:0)

JSG Nordkreis 2010 (TSV Grafhorst von 1912 / Velpker SV / SuS Wahrstedt 1946) – B-Jugend

- Datum: Samstag, 26. April 2025 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: B-Junioren Kreisliga Wolfsburg-Helmstedt (6. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 11-0 nach 80 (40/40) Minuten – Halbzeit: 4-0

- Tore: 1-0 11. Geißler, 2-0 21. Khawatmi (Elfmeter), 3-0 29. Nordhaus, 4-0 30. Nordhaus, 5-0 45. Khawatmi, 6-0 48. Barisic, 7-0 61. Nordhaus, 8-0 66. Nordhaus, 9-0 67. Schlabitz, 10-0 72. Nordhaus, 11-0 76. Nordhaus

- Verwarnungen: 1x Nordkreis

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Woltorf (Kap. 530, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 17 (davon Gästefans: ca. 7)
- Spielbewertung: 6,5/10

JSG Kickers Wolfsburg B 11:0 JSG Nordkreis B

Photos with English commentary:

a) Under-17 Football in Nordsteimke: Kickers vs. Nordkreis

b) Football in Weferlingen vs. Grün-Weiß Süplingen

c) Handball in Weferlingen vs. Post Magdeburg Reserves

d) Wolfsburg District: Nordsteimke

e) Weferlingen: Pumpmühle, Neue Mühle etc.

Die Weferlinger Fußballer und Handballer hatten Heimspiele. Vorher machte ich aber einen Abstecher nach Nordsteimke im Landkreis Wolfsburg, damit ich noch eine vernünftige Radtour machen konnte. Nordsteimke hat ein ganz ansehnliches Gut, eine ältere Kirche, ein paar historische Häuser und ein mickriges aber wohl 5-6.000 Jahre altes Großsteingrab. Es gibt deutlich sehenswertere Orte im Landkreis Wolfsburg, als diesen. Der Platz ist aber einer der besseren: Neben der Sporthalle geht es durch, dann steht man auf eine Hintertorwall mit ein paar Stufen und Bänken und blickt in die Landschaft. Nur eine weitere Längsseite hat Stehplätze, auf den beiden anderen Seiten befinden sich gar keine Zuschauerplätze.

Das Spiel der B-Jugendspielgemeinschaften Kickers Wolfsburg und Nordkreis war von Beginn an sehr einseitig. Die Gastgeber spielten einen wirklich guten Ball, der Gast war überfordert und hatte kaum Entlastungsangriffe. Unter unsicherer Spielleitung gewann der Gastgeber nach 4:0 Pausenführung gar mit 11:0!

MTV Weferlingen von 1881 3:0 Grün-Weiß Süplingen 1928

Ich kam noch rechtzeitig zu den Fußballern von MTV Weferlingen. Die hatten Grün-Weiß Süplingen zu Gast. Ein tolles Hinspiel, das 2:2 endete. Heute leider viel Standfußball. Kurz vorm Pausenpfiff endlich das schön herausgespielte 1:0 für Weferlingen. Nach der Pause Süplingen am Drücker. Als Weferlingen in die Partie zurückkam, wurden die Torszenen sehenswerter. In der Schlussphase gelangen noch zwei Treffer zum 3:0 Endstand.

MTV Weferlingen 1881 24:28 Post SV Magdeburg II

Nach kurzem Herumfahren bei den Mühlen im Südwesten des Ortes und späten Mittagessen beim Döner, ging es in die Allertalhalle. Weferlingen begrüßte die Magdeburger Postsportler (Zweite Mannschaft). Auch hier leider Standhandball über weite Strecken. Es war auch nicht nachvollziehbar, warum immer schubweise gute Spielzüge kamen und Weferlingen sich dann phasenweise immer wieder Rückstände einfing. Zum Beispiel 1:4, 6:6 nach 15 Minuten, 6:9, 9:12, 11:13, aber Halbzeit 15:13. Nach der Pause kippte die Partie spätestens nach dem 17:19, zwischenzeitlich 18:24, Endstand 24:28. Die Stimmung kippte auch noch, da beim Post SV das übliche Handballpublikum mit blöden Weibern, die ständig dumm rumkrakeelen obwohl sie selber überhaupt nicht gescheit Handball spielen können, und bierbäuchigen Provinzidioten nach dem Sieg provozierte. Der dämliche Ersatztorwart (kann ja anscheinend sonst nichts, sonst wäre er Stammtorhüter) und der unsympathische Trainer reklamierten und provozierten auch ständig, sodass es nach Abpfiff keine Shakehands, sondern eine Rangelei gab, bei der auch die Weferlinger Ordner eingreifen mussten. Zu den aufgeheizten Gemütern trug leider auch das schwache Schiedsrichtergespann bei; insbesondere der junge Schiedsrichter traf derbe Fehlentscheidungen – mehr gegen Weferlingen, aber andererseits wurde z. B. auch direkt vor seinen Augen ein durchgebrochener Post-Spieler vorm Wurfkreis beim Wurfversuch unsauber zu Fall gebracht und es gab keine Hinausstellung und nur Freiwurf...

Weferlingen

Statistik:

- Grounds: 3.788 (1; diese Saison: 149 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.335 (3; diese Saison: 210)

- Tourkilometer: 50km Rad

- Saisonkilometer: 91.000 (53.460 Flugzeug/ 34.910 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 2.400 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 0, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 226 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Samstag, 26. Oktober 2024

W3.0200II: Handball beim Postsportverein, Fußball im Kuhstall von Dahlenwarsleben

SG Grün-Weiß Dahlenwarsleben

0 : 4 (0:2)

MTV Weferlingen 1881

- Datum: Samstag, 26. Oktober 2024 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Bördeliga (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 100 Minuten (50/50) – Halbzeit: 0-2

- Tore: 0-1 26. Malicke, 0-2 33. Gahl (Elfmeter), 0-3 70. Gahl, 0-4 89. Gahl

- Verwarnungen: 3 Spieler, Trainer, Co-Trainer (Dahlenwarsleben); 1 Spieler (Weferlingen)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Kuhstall-Stadion (Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon 95 zahlende und ca. 35 Gästefans)

- Spielbewertung: 6,5/10

Postsportverein Magdeburg (Frauen)

32 : 19 (14:7)

MTV Weferlingen 1881

- Datum: Samstag, 26. Oktober 2024 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Bezirksoberliga Sachsen-Anhalt Nord (6. Spielklasse im Frauenhandball)
- Ergebnis: 32-19 nach 60 Minuten (30/30) – Halbzeit: 14-7

- Statistiken: siehe Verbandswebsite 

- Austragungsort: Sporthalle D im Lorenzweg (Kap. 100, davon 80 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 12 Gästefans)

- Spielbewertung: 5,5/10

Post SV Magdeburg 32:19 MTV Weferlingen 1881

Photos with English commentary:

a) 10th Division Football: Dahlenwarsleben vs. Weferlingen

b) Women’s Handball: Post Magdeburg vs. Weferlingen

c) Sightseeing Börde: Dahlenwarsleben

Am Samstag mal wieder zwei Spiele von MTV-Mannschaften aus Weferlingen. Der erste Spielort war mir bereits bekannt, der zweite war mit Dahlenwarsleben ein ganz ansehnliches Dorf mit alter Architektur, insbesondere einer Kirche und einiger Gehöfte sowie bördetypischer Jugendstilvillen.

Post SV Magdeburg 32:19 MTV Weferlingen 1881

Die Handballhalle vom Post SV in Magdeburg ist mir eigentlich auch schon bekannt gewesen, war aber innen aufgrund der Sanierung 2022 kaum noch wieder zu erkennen. Da der Baukörper nicht angetastet wurde, kann man aber nach wie vor nur auf Turnbänken am Rand sitzen. Das Spiel der Bezirksoberliga zwischen den Frauen von Post SV und MTV Weferlingen war anfangs ausgeglichen. Leider verloren Weferlingen nach dem 7:7 völlig den Faden und geriet mit sieben Toren in Rückstand. Nach der Pause wurde der Rückstand nur noch größer, sodass am Ende ein klares 32:19 stand.

Grün-Weiß Dahlenwarsleben 0:4 MTV Weferlingen 1881

Die Fußballer vom MTV Weferlingen machten es viel besser als die Handballfrauen. Dahlenwarsleben kam zwar auch zu ein paar Chancen, auch einem Lattentreffer, doch Weferlingen spielte geschickt die Führung Mitte der ersten Hälfte heraus und verwandelte einwandfrei einen Elfer mit Innenpfostentreffer. So klar das Foul auch war, so viel Geschrei gab es dennoch von den Gastgebern. Dass der ländlich gelegene Fußballplatz ohne Ausbauten als „Kuhstall-Stadion“  bezeichnet wird, ist sehr passend, bei den Rindviechern die da zugegen sind. Ich hoffe, dass die beiden völlig verblödeten Trainer von Grün-Weiß nicht noch die Wänster trainieren, so wie die sich aufführten. Das mittelmäßige Schiedsrichtergespann ließ sich vom den Gebläke beeindrucken und gab das 0:3 kurz darauf wegen angeblichen Stürmerfouls nicht. Nach der Pause hatten sie es etwas leichter, da von Dahlenwarsleben überhaupt nichts mehr kam – nur noch Getrete halt, aber keine einzige Torchance mehr. Weferlingen traf zwei weitere Male zum verdienten 0:4 Endstand.

Grün-Weiß Dahlenwarsleben 0:4 MTV Weferlingen 1881

Statistik:

- Grounds: 3.722 (1 neuer; diese Saison: 62 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.225 (2; diese Saison: 100)

- Tourkilometer: 110 (110km Rad)

- Saisonkilometer: 12.500 (11.240 Auto, davon 0 Mietwagen/ 1.260 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 200 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Sonntag, 8. September 2013

W371IV: Pokalsamstag – Erfolglose Magdeburger Postler und Underdog-Sieg in Wolmirstedt

SV Kali Wolmirstedt ----------------------------------------- 3
Oscherslebener Sportclub 1990 ---------------------------- 2
- Datum: Samstag, 7. September 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 1. Runde Landespokal Sachsen-Anhalt (Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 2; 8. Liga, 3. Amateurliga gegen Verbandsliga Sachsen-Anhalt; 6. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 21. Christian Schütze, 0-2 52. Sebastian Huth, 1-2 60. Hannes Krüger, 2-2 77. Benjamin Schwanz, 3-2 93. Steffen Wegener (Eigentor)
- Verwarnungen: 1x Oschersleben
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 2.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon 49 zahlende, ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Niedriges Niveau aber packende Schlussphase)

Post Sportverein Magdeburg von 1926 AH ------------ 2
SV Fortuna Magdeburg AH ------------------------------- 4
- Datum: Samstag, 7. September 2013 – Anstoß: 12.00
- Wettbewerb: 1. Runde Stadtpokal Alte Herren, Magdeburg (Kreisliga Alte Herren, 1. Ü35-Spielklasse Magdeburg gegen Kreisklasse Alte Herren, 2. und unterste Ü35-Spielklasse Magdeburg)
- Ergebnis: 2-4 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 6. Sven Warmbold, 1-1 15. Oliver Pfister, 1-2 41. Marco Grun, 1-3 56. Marco Grun, 2-3 78. Ingo Stern, 2-4 Mike Moras
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Post SV Sportplatz, Spielhagenstraße (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (gemeldet 20, keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Bis zum 1:3 ein gutes Spiel)

Magdeburger Leichtathletik Verein Einheit KF ------ 2
Post Sportverein Magdeburg von 1926 KF ------------ 1
- Datum: Samstag, 7. September 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: 1. Runde Stadtpokal Kleinfeld, Magdeburg (beide Teams Kleinfeld-Stadtliga Magdeburg, 1. Freizeitfußballliga MD)
- Ergebnis: 2-1 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 7. (15), 1-1 15 (15), 2-1 20. (15)
- Verwarnungen: Nr. 5 (MLV Einheit)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage MLV Einheit, Neuer Sülzeweg MD-Kannenstieg (Kap. 1.300, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (6 Postler, 3 MLVer, 3 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Gute erste Halbzeit, eng bis zum Schluss) Sportanlage MLV Einheit/ MD-Kannenstieg Photos with English Commentary:
a) Cup of Saxony-Anhalt County: Wolmirstedt defeat Oschersleben at Stadion des Friedens (Including Pictures of Wolmirstedt Town)
b) Magdeburg City Veterans Cup: Post v Fortuna
c) Magdeburg City 7-a-side Cup: MLV Einheit v Post

Ein Pokal-Triple in der Börde: in Magdeburg wurden diverse Pokalwettbewerbe schon vormittags ausgetragen und im benachbarten Wolmirstedt gab es als Highlight ein Landespokalspiel. Das letzteres eigentlich das langweiligste Spiel der drei war und zudem auch der einzige stressige Spielbesuch werden sollte, war nur mal wieder typisch.

Wir holten Anja in Staßfurt ab und kamen dann ganz knapp nach dem Anpfiff um10 Uhr an der MLV Sportanlage im Kannenstieg an. Die Freizeit- oder Volkssportligen in Magdeburg heißen hier Stadtliga bzw. Stadtklasse Kleinfeld und werden entsprechend auch mit anderem Format als z.B. in Leipzig ausgetragen: 7 gegen 7, 2x30 Minuten. Der Leichtathletikverein ist einer der ganz wenigen Clubs, der nur eine solche Kleinfeldmannschaft hat. Zugast war der Post SV.

Auf dem Kleinfeld ging es entsprechend flott hin und her und in einer guten ersten Hälfte entschied MLV nach frühem Rückstand das Spiel mit zwei sauberen Treffern für sich. Die wenigen Zuschauer waren zum Großteil nicht sonderlich begeistert, da sie es mit den Postsportlern hielten, die trotz größerer Mannschaftsstärke und etlichen Torchancen den Leichtathleten in der zweiten Hälfte keinen Treffer mehr einschenken konnten.

Die Idee mit der Kleinfeldliga finde ich übrigens gut. Scheint alles etwas ungezwungener zu sein, als in der Großfeldliga aber hat trotzdem ein ansprechendes sportliches Niveau und einen hohen Grad an Organisiertheit. Da mich mein Studium möglicherweise nächstes Jahr nach Magdeburg führt, wüsste ich schon, wo ich wieder in den Spielbetrieb eingreife nachdem ich in den letzten Jahren immer noch selten an Freizeitturnieren teilnahm… Post-Sportplatz Magdeburg Noch schnell bei einem Netto mit Hund günstig den Picknickkorb gefüllt und weiter zum nächsten Platz: der Post-Sportplatz in der Spielhagenstraße. Die Alten Herren von Post, die in der Stadtliga mit einer 5:0 Niederlage gestartet sind, trafen auf die mit einem Sieg gestarteten Fortunen aus der Stadtklasse. Der Post Sportplatz ist von etlichen größeren Gebäuden wie Wohnblocks und einer Schule umgeben, auch eine kleine Stehtribüne und ein Sportlerheim gibt es – aber der Kunstrasenbelag will mir nicht so recht gefallen…

Das Spiel wusste aber mal wieder zu gefallen. Die Alten Herren in Magdeburg spielen 2x40 Minuten auf ordentlichem bis sehr guten Liganiveau. Nachdem Post in Führung ging, entwickelte sich ein flottes und technisch gutes Spiel, das sich nach und nach zugunsten der Fortuna entwickelte. Erst ein toller Kopfball aus spitzem Winkel, dann direkt nach der Pause das 1:2. Nach dem 1:3 schlief das Spiel leider ziemlich ein. Kurz vor dem Abpfiff traf Post noch mal aus Nahdistanz und nach einem Schlussspurt wurden sie geschickt mit 2:4 ausgekontert.

Es ging dann gleich nach Wolmirstedt weiter. Massig Zeit für eine Stadtbesichtigung. Der Zentrale Platz war erstmal eine tolle Überraschung: zehngeschossige, chaotisch gestellte, unsanierte Plattenbauten. Dahinter dann eine Kirche in Renovierung. Vereinzelt sind auch ältere Häuser mit attraktiven Fassaden zu sehen, aber städtebaulich ist Wolmirstedt ziemlich hässlich. Wirklich gut und sehenswert ist nur die Schlossdomäne mit der backsteingotischen Kapelle und den Resten der Burg. Wolmirstedt town centre Am Rande der Stadt, im Busch sozusagen, befindet sich ein richtig schönes Stadion – das wohl schönste der Börde. Wenn dann dort ein Spiel um 15 Uhr angesetzt, aber 14.30 kein Mensch unterwegs und das Tor verschlossen ist, kriege ich meine Wut! Ich vergewisserte mich mit etwas sportlicher Betätigung, dass 1. tatsächlich kein Spiel auf dem vorbereiteten Platz stattfinden wird und 2. sich ein weiterer Besuch – ob Ende dieser oder Anfang nächster sei mal dahingestellt – wirklich lohnt. Kaum war ich wieder auf dem Parkplatz, schon waren auch ein paar Oscherslebener da, die einen Spaziergänger fragten, der wiederum uns alle in den Norden der Stadt schickte. Dort kamen wir auch rechtzeitig zum gewünschten Spiel an, parkten die Einfahrt halb zu da das Arschloch mit dem Golf aus MD zwei Parklücken nutzte und kamen für noch gemäßigte 3€ (weitreichende Ermäßigungen: 2€) in ein Stadion rein das keineswegs so schlecht war wie befürchtet.

Nach dem Reinfall mit dem Glück-Auf-Stadion wollte ich am Stadion des Friedens eigentlich den Eintritt prellen, aber da es ein ähnlicher Baustil mit Ausbauten auf beiden Längsseiten ist, lohnte sich der Kartenkauf. Die eine Längsseite hat nur alte Stehstufen bis zur Mittellinie, wo sich ein Sprecherturm – der mangels Lautsprecher aber eher ungenutzt scheint – anschließt. Rechts davon ist ein einfacher Graswall. Gegenüber sind auf vielen der Stehstufen noch Holzbänke auf Metallrahmen geschraubt. Einige sind aber nicht mehr benutzbar und auch die Wellblechhütten für die Wechselspieler sind nicht mehr taufrisch.

Alles andere als taufrisch ist in Wolmirstedt auch das Publikum: 90% Meckerrentner und das bei gerade einmal 40 Heimfans. Mehr als ein Drittel der Anhänger war aus Oschersleben. So langweilig wie die Atmosphäre war aber auch das Spiel. Wolmirstedt war ja ganz schlecht in die Landesklasse gestartet und Oschersleben startete mit einem Punkt aus drei Spielen in die Verbandsliga, aber hier schienen zwei Kreisligamannschaften gegen den Abstieg zu spielen. Mit einer Billigaktion holte der Gast einen Elfer raus, nach der Pause nutzten sie einen Torwartfehler zum 0:2 aus. Bei der strittigen Szene konnte der gute Schiedsrichter mal seine Souveränität beweisen.

Dann war aber die große Phase der Heimelf. Aus dem nichts erzielten sie das 1:2, rissen das Spiel an sich, glichen aus und erzielten in der Nachspielzeit – nach der Abwehr mehrerer Chancen der Gäste – das 3:2. Ein Querschläger unter die eigene Latte, aber egal. Hier hat schließlich die weniger schlechte Mannschaft gewonnen. Also wenn das die I. Mannschaft von Oschersleben war, weiß ich nicht wie die in der Verbandsliga auch nur Vorletzter werden wollen!

In Magdeburg gingen wir noch gut essen und fuhren dann nach Hause. Die letzte Groundhoppingtour, die ich fürs erste in Deutschland mache, zog mich mal wieder nach Berlin. Stadion des Friedens, Wolmirstedt Statistik:
- Grounds: 1.003 (3 neue; diese Saison: 32 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.898 (heute 3, diese Saison: 42)
- Tageskilometer: 310 (310km Auto)
- Saisonkilometer: 8.710 (7.950 Auto/ 760 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 168 [letzte Serie: 6, Rekordserie: diese; davor 141, 106 und 101]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 371

Dienstag, 5. März 2013

W344I: Eintritt zu hoch? Einfach zum nächsten Verein! – Und: Handball in zwei unterschiedlichen DDR-Hallentypen

Postsportverein Magdeburg IV ------------------------- 11
Universitätssportclub Magdeburg I -------------------- 27
- Datum: Samstag, 2. März 2013 – Anwurf: 11.00
- Wettbewerb: Stadtliga Magdeburg (9. und unterste Handballliga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 11-27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 6-14
- Torfolge: 1-0, 1-5, 3-5, 3-7, 4-7, 4-9, 5-9, 5-12, 6-12, 6-14/ 6-17, 7-17, 7-19, 8-19, 8-23, 10-23, 10-27, 11-27
- Siebenmeterquote: Post 1 von 4 = 25%; USC 1 von 2 = 50%
- Gelbe Karten: Nr. 3, 28 (Post); Nr. 6, 8, 9 (USC)
- 2 Minuten: Nr. 8 (USC = 2 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle am Lorenzweg I, Halle D (BbS III, Sporthalle I; Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 17 (darunter ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Selbst für untere Amateurebene ein eher schwaches Spiel)

Roter Stern Sudenburg ------------------------------------- 2
TSV Hadmersleben von 1925 ----------------------------- 3
- Datum: Samstag, 2. März 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 2 (8. Fußballliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 2-2
- Tore: 0-1 15. Yves Reiser, 0-2 16. Patrick Darius, 1-2 19. Sebastian Preckel, 2-2 28. Daniel Tönniges, 2-3 52. Steffen Räke
- Verwarnungen: Andreas Gerlach (?), Philipp Schimmelpfennig; Kai-Oliver König, Patrick Darius
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sterne Arena, Sportplatz Dodendorfer Straße (Magdeburg, Kap. 250 Stehplätze)
- Zuschauer: 54 zahlende (insgesamt ca. 80, darunter fast 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel; erste Halbzeit besser als zweite)

SG Lok Schönebeck --------------------------------------- 28
Handballsportverein Haldensleben -------------------- 30
- Datum: Samstag, 2. März 2013 – Anwurf: 17.30
- Wettbewerb: Sachsen-Anhalt-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 28-30 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13-15
- Torfolge: 0-1, 2-1, 2-2, 3-2, 3-3, 4-3, 4-10(!), 5-10, 5-11, 6-11, 6-12, 7-12, 7-13, 11-13(!), 11-14, 13-14, 13-15/ 13-16, 14-16, 14-17, 15-17, 15-18, 16-18, 16-19, 21-19(!), 21-22, 23-22, 23-26, 24-26, 24-27, 25-27, 25-28, 26-28, 26-29, 27-29, 27-30, 28-30
- Siebenmeterquote: Lok 3 von 4 = 75%, HSV 3 von 4 = 75% - Gelbe Karten: Nr. 10, 17, 27 (Lok); Nr. 2, 21, 54 (HSV)
- 2 Minuten: Nr. 3 (Lok = 2 Minuten); Nr. 2 (HSV = 2 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Franz Vollbring (Kap. 550 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (darunter mind. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ganz gutes und in der zweiten Halbzeit auch wieder sehr spannendes Spiel)
DSC06222 Photos with English Commentary:
a) Amateur Handball in Magdeburg: Postal Service IV v University
b) Amateur Football in Magdeburg: Roter Stern Sudenburg v TSV Hadmersleben
c) Amateur Handball in Schönebeck: SG Lok v Haldensleben

Eigentlich wollte ich die TSV F-Jugend gucken und danach (da die Männer zuhause zu unangemessen Eintrittspreise spielten – aber immerhin ein hervorragendes Ergebnis von 6:0 erzielten!) wie verabredet über Neuendorf und Beesenlaublingen nach Staßfurt fahren, doch wenn die Temperaturen im Saalekreis und Salzlandkreis nicht im zweistelligen Bereich liegen, dann findet so gut wie kein Fußball dort statt. Wer meint, man könne Kinder bei dem Wetter nicht kicken lassen, soll man in meine Siedlung kommen und schauen, wie die Nachbarskinder selbst bei Minusgraden noch vor dem Haus dem runden Ball hinterher jagen.
Während im südlichen Saalekreis wenigstens noch Schneereste lagen, war im Salzlandkreis und weiter nördlich eigentlich gar nichts mehr vom Winter zu sehen und jeder Platz ausnahmslos bespielbar. Dass SLK der größte Dreckskreis des ganzen Bundeslandes ist, war mir aber schon lange klar – so fanden im ganzen SLK auf Kreisebene 2 (zwei!!!) Fußballspiele von über 50 angesetzten statt.

Also Planänderung. Schon freitags nach Staßfurt, auf dem Weg dahin ein paar Sportplätze auf ihre Bespielbarkeit getestet (Tests alle bestanden) und dann Samstag nach Magdeburg. Denn in MD sah fußballmäßig alles besser aus und Handball in MD und SLK findet so wie so immer statt – wenn nicht gerade ein Defekt an der Halle vorliegt, was selbst bei dem minderwertigen Dreck, der seit den 1990ern überwiegend gebaut wird, sehr selten vorkommt. DSC06168 Mit minderwertigem Dreck zum Glück nichts zu tun hat die Sporthalle I der Berufsbildenden Schule III im Nordwesten der Landeshauptstadt. Zwei fast baugleiche Hallen stehen da hinter dem Baudezernat herum: kastenförmig, mit halbhohem Vorbau, so etwa 1960er Jahre gebaut, innen feines Parkett (erneuert, aber nicht durch den üblichen Kunststoffbelag ersetzt), Zwischendecke mit Dämmung, milchige Fenster, schlechte Beleuchtung und ein paar Turnbänke für die wenigen Zuschauer.

Schon beim Thema Zuschauer fängt hier der sich aufdrängende Vergleich mit den Stadtklassen Leipzig an. Spiele in der angeblichen Handballhochburg Magdeburg scheinen auf Stadtebene nicht einmal halb so viele Zuschauer zu ziehen wie in Leipzig, wo 50-100 zuschauen. Die Schiedsrichter waren zwar auch in MD gut, aber dafür die Spieler klar schwächer als jene vergleichbarer Clubs in Leipzig. Die 4. Mannschaft vom Post SV, mit immerhin 7 Punkten aus 11 Spielen Vorletzter, so wie so. Aber selbst der USC als Dritter mit 19 Punkten aus 12 Spielen, der noch Aufstiegschancen hat, war auf ziemlich niedrigem Niveau.

Während Post SV eigentlich nur einen guten Spieler – ihren Schlussmann, der immer mal wieder gute Paraden zeigte – hatte und nur einen einzigen guten Spielzug – ein weiter Abwurf in der 52. Minute, der vom Angreifer konsequent im Tor untergebracht wurde – zeigte, konnte der Universitätsclub wenigstens alle fünf Minuten mal einen schönen Spielzug vorführen. Tore warfen sie sogar fast im Zweiminutentakt. So kam ein Ergebnis heraus, das in Leipzig und im Saalekreis meist nur in der D-Jugend oder bei den Frauen erzielt wird: 11 zu 27... DSC06257 Die nächste Planänderung folgte nach dem Essen im „Bingöl Grill“. Eigentlich war ja Landesliga Nord geplant: Magdeburger Sportverein Börde 1949 gegen VfB Ottersleben im GutsMuths-Stadion in der Harsdorfer Straße. Wenn allerdings auf dem hässlichen Kunstrasennebenplatz gekickt wird und dann auch noch statt der auf der Website angegebenen Eintrittspreise von 2,50€ (ermäßigt 1,00€) Einheitspreise von 3,50€ erhoben werden, kann ich als Neutraler auch ganz cool dem Kassenwart und dem Ordner daneben sagen: „Nö, dann guck ich hier nicht, sondern bei Roter Stern.“ Selten so einen blöden Blick gesehen, wie von den beiden, denen ihre unverdienten 7€ durch die Lappen gegangen sind...

Nach einer Foto-Runde durch Magdeburg-Stadtfeld, wo im Bereich der Paulus-Kirche einige schöne Jugendstilhäuser stehen (und nebenbei bemerkt die üblichen Magdedorfer Deppen unterwegs waren: ein geistig behinderter Hundehalter stritt sich handfest mit einer kleinen Gruppe, die sich über seinen freilaufenden Drecksköter aufregte), ging es zu besagtem Verein Roter Stern. Die spielen mittlerweile Landesklasse Staffel 2 in der „Sterne Arena“, dem Sportplatz Dodendorfer Straße. Roter Stern Sudenburg ist als 12. nur 1 Punkt vor einem Abstiegsplatz, während der Gast vom TSV Hadmersleben von 1925 zwar 8. ist, aber auch noch in der Abstiegszone, die aus 10 der 16 Mannschaften besteht, zu finden ist.

2,50€ ließ ich durchgehen, da weniger teuer als Leuna (sonst wär’s zum Handball in eine 500m entfernte Halle weitergegangen) allerdings ist das für den Platz eigentlich schon zu hoch. Also bei einem alternativen Verein muss man eigentlich erwarten, dass auch ein paar Gebildete drunter sind und nicht nur Schulabbrecher mit dem Motto „Arbeit ist Scheiße“ – so wie so scheint mir RSS wenig mit dem härteren Bereich der linken Szene zu tun zu haben: keine Punks wie bei RSL(eipzig) und die schicken Fahnen sind nicht allzu provokativ, da höchstens die Flagge Nordkoreas abgewandelt wird (was aber natürlich oberkrank ist, sich auf diesen pseudolinken Faschistenstaat zu beziehen). Aber wahrscheinlich hat RSS diesen Platz nicht angelegt, sonst hätten sie die Zuschauerplätze anders platziert, als auf der Ostseite. Da die Sonne bei allem Angenehmen bei direkter Gesichts- bzw. Kameralinsenbestrahlung störte, ignorierten Anja und ich einfach die Absperrung und gingen schräg hinter das Tor auf einen Wall mit Grüntanne und Blick zum Dom. Klingt idyllisch, der Platz ansonst ist es aber nicht: 0815 ausbautenloser Kunstrasen und dahinter große Plattenbauten und Wohnruinen.

Dass wir außerhalb des eigentlichen Zuschauerbereiches standen interessierte niemanden. Das wäre auch bescheuert gewesen und bei einer Beschwerde gegen uns hätte ich gleich mal die Gästefans angeschwärzt, die mit der Kippe auf die Tartanbahn aschend vor der Reling standen. Die meinten wohl, die seien Heeme in Hadmersleben... Ohnehin konnte sich der TSV dr heeme fühlen, denn knapp die Hälfte der 80 Zuschauer kam aus dem 30km entfernten Bördedorf. Stimmung kam natürlich kaum auf und das Spiel brauchte etwas um in Gang zu kommen, aber ab der 15. Minuten war richtig was los.

Ein gut vollendeter Angriff der Gäste und es stand plötzlich 0:1. Keine 60 Sekunden später und schon wieder ein starker Lauf durch die RSS-Abwehr – 0:2. Doch die Roten Sterne kamen zurück und verkürzten wenige Minuten später. In einem mittlerweile guten Spiel konnten sie einen abgeblockten Angriff im Nachsetzen zum Ausgleich versenken. Bis zum Seitenwechsel blieb das Spiel gut, ehe es nach dem schnellen 2:3 für Hadmersleben etwas ruppiger und nach und nach schwächer wurde. Es blieb schließlich beim 2:3, was natürlich nach Meinung einiger rot-weißer Spieler am gut pfeifenden Schiri lag... DSC06279 Schließlich ging es noch nach Schönebeck, zur SG Lok. Für 4€ (erm. 2€) beim unfreundlichen wie auch schwerhörigen Kassenwart – auch hier mal wieder nur per Nachfrage die Preise zu erfahren, was den Verdacht aufkommen lässt, dass Vereinsfremde höhere Preise zahlen sollen – kann man eine interessante aber unpraktische Halle betreten. Eine interessante DDR-Bauweise, die außen an die Halle Brüderstraße in Leipzig und innen an die Arthur Becker Halle in Delitzsch erinnert. Unpraktisch sind die vielen Träger vor der Tribüne, interessant und schön anzusehen die Betontribüne mit den grünen und weißen Holzbänken. Kleine Details im Foyer wie Sportpiktogramme im gusseisernen Geländer und breitblättrige Gummibäume fallen auch auf.

Auffällig ist auch, dass mal wieder nur ein Teil der Infos, die ich von einer Staßfurter Insiderin zur SG Lok bekommen habe zu stimmen scheinen. Wahrscheinlich hat sich der Lok-Trainer weder so schlimm benommen wie beschrieben, noch war er so im Unrecht wie behauptet – jedenfalls war da kein zweiter Merseburg99-Sachse auf der Bank... Und ob die schwache Stimmung bei Lok durch die Zusammensetzung der Mannschaft – angeblich fast nur Spieler aus Thale, Staßfurt u.a. – zusammenhängt glaube ich auch nicht. Das ist wahrscheinlich einfach nur ein typisches Handball-Schnarchnasenpublikum, nur halt ein besonders verschnarchtes.

Wie lahm jedenfalls die Fans das Comeback der Mannschaft hinnahmen, war schon dreist: wenn die Mannschaft einen Rückstand von bis zu 6 Toren nach 20 Minuten zur Pause auf 2 verkürzt und dann nach 44 Minuten auch erstmals wieder ausgleicht, gar in Führung geht und nach 45 Minuten sogar zwei Tore in Front liegt, kann man ja wohl mehr als Klatschen von zehn, zwölf Leuten und zwei, drei Trommelschläge von einem einzigen erwarten. Dass es nach einem spannenden Hin und Her mit teilweise genialen Spielzügen (weite Pässe vom Torwart an den Kreis, die vom Stürmer auch versenkt wurden) und herrlichen Toren (Tempogegenstoß mit Sprungwurf in den Winkel) doch noch für den Favorit reichte, ist ein anderes Thema. Haldensleben tat sich jedenfalls sehr schwer und gewann nicht unverdient aber etwas glücklich 28:30. DSC06324 Statistik:
- Grounds: 871 (heute 3 neue; diese Saison: 103 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.721 (heute 3, diese Saison: 144)
- Tageskilometer: 110 (110 Auto; Freitag 100 Auto)
- Saisonkilometer: 38.180 (33.210 Auto/ 3.200 Flugzeug/ 1.600 Fahrrad/ 90 Bahn, Bus, Tram/ 80 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 344