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Dienstag, 20. Januar 2026

W3.0264I: Volleyball-Doppler in Magdeburg

Universitätssportclub „Otto von Guericke“ Magdeburg

3 : 0

Chemie Volley Mitteldeutschland (Bad Dürrenberg / Spergau)

- Datum: Samstag, 17. Januar 2026 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: 3. Liga Nord (3. Spielklasse im Volleyball, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-0 nach Sätzen, 75-51 nach Punkten, Spielzeit: 73 Minuten, Satzergebnisse: 25-15, 25-15, 25-21

- Austragungsort: Sporthalle 3 der Otto von Guericke Universität (Kap. 300, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 140 (davon ca. 25 Gästefans, zahlende Zuschauer gemeldet: 100)

- Spielbewertung: 7,0/10

Magdeburger Leichtathletikverein Einheit

3 : 1

Mansfelder SV Hettstedt

- Datum: Samstag, 17. Januar 2026 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesoberliga Sachsen-Anhalt (5. Spielklasse im Volleyball, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach Sätzen, 103-97 nach Punkten, Spielzeit: 127 Minuten, Satzergebnisse: 22-25, 31-29, 25-21, 25-22

- Austragungsort: Sporthalle der Grundschule Am Kannenstieg (Kap. 100, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 7 Hettstedter und 15 Wittenberger Spieler und Fans)

- Spielbewertung: 6,5/10

Magdeburger Leichtathletikverein Einheit 3:1 Mansfelder SV Hettstedt

Photos with English commentary: 

  1. 5th Division Volleyball: MLV Einheit vs. MSV Hettstedt

  2. 3rd Division Volleyball: USC Magdeburg vs. CVM Bad Dürrenberg / Spergau

Den CVM hatte ich nach seiner Rückkehr in Liga 3 diese Saison noch gar nicht gesehen, sodass mir dieses Auswärtsspiel in Magdeburg sehr gelegen kam. Zum Eingucken ins Volleyballgeschehen besuchte ich vorher noch ein zwei Ligen tiefer, in der Landesoberliga also, ausgetragenes Spiel des MLV Einheit. Die spielen in der Schulsporthalle am Kannenstieg, wo ligatypisch ein paar Turnbänke am Spielfeldrand stehen. Wenige Dutzend Zuschauer, davon etliche Wittenberger die schon fürs zweite Spiel da waren, sahen ein erfreulich gutes und sehr enges Spiel. Ab und an hatten die Ballwechsel aber schon im negativen Sinne ihre Längen. Hettstedt gewann den ersten Satz und wurde dann 31:29 niedergekämpft. Die folgenden zwei Sätze gewann der Gastgeber ebenfalls knapp zum 3:1 Sieg in über 2 Stunden. 

Universitätssportclub Magdeburg 3:0 Chemie Volley Mitteldeutschland

Für faire 4€ ging es in die kaum größere und ähnlich gebaute, außen aber auffälliger gestaltete Sporthalle 3 der Otto von Guericke Uni. Die Halle 3 liegt übrigens deutlich weiter östlich von den Hallen 1 und 2, welche näher am Bahnhof sind. Halle 3 hat zwar nur Turn- und Bierbänke zu bieten, aber hier wird sich sehr Mühe gegeben, ein Volleyballerlebnis zu bieten. Man kommt dennoch sehr ins Zweifeln, wenn man sieht, dass hier 3. Liga gespielt wird - alles andere als professionell dieses Umfeld, aber wenigstens universitär. Sehr schön auch, wie man hier fotografieren kann; ich hatte völlig freie Platzwahl. Die Spieler boten auch einige Motive, wobei der Tabellenführer CVM nicht wie einer spielte. USC Magdeburg spielte zwei Sätze über toll auf und war klar besser. Erst im dritten Satz der CVM auf Augenhöhe, aber sie schwächeln. Nach dieser 3:0 Niederlage nur noch ein Punkt Vorsprung auf den Zweiten. Ich weiß nicht, ob sie überhaupt einen Aufstieg in Liga 2 anstreben, aber wenn ja, dann wird es nun richtig eng! Sehr schön aber, dass immerhin 25 Gästefans, teils erkennbar vom TSV Leuna, mit dabei waren und Stimmung machten! Das USC Publikum war ruhiger, mobilisierte aber auch etwas über 100 Leute.

Universitätssportclub Magdeburg 3:0 Chemie Volley Mitteldeutschland

Statistik:

- Grounds: 3.935 (2; diese Saison: 93 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.562 (2; diese Saison: 137) 

- Tourkilometer: 110 (60km Auto, 50km Rad)

- Saisonkilometer: 46.210 (27.100 Flugzeug / 17.290 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 1.820 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 66 [letzte Serie: 57, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 264 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Donnerstag, 30. Oktober 2014

W431I: Kurze Auswärtsfahrt für ein Spiel des CVM

„SWD powervolleys“ Düren .............................................. 3
Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna OT Spergau) . 1
- Datum: Mittwoch, 29. Oktober 2014 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Volleyball Bundesliga (1. Spielklasse im Volleyball, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-1 nach Sätzen (94-81 nach Spielen) nach 112 Min. (29/28/30/25)
- Satzergebnisse: 25-22, 19-25, 25-21, 25-13
- Strafen: Gelbe Karte für Ruben Schott vom CVM (Reklamieren)
- Spielort: Arena Kreis Düren (Kap. 2.600, davon 2.300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.300 (davon 1.180 Zahlende und ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Weitestgehend gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Volleyball Bundesliga: My First Away Game with CVM Bad Dürrenberg/ Spergau, 3:1 at Düren

Nach der Uni am Mittwoch fuhr ich aufgrund dessen, dass der CVM dort gastierte, am Abend noch zum Volleyball im 40km westlich von Wesseling bzw. Köln/ Bonn gelegenen Düren. Zur Hässlichkeit dieser Stadt meinte eine Bekannte meines Vaters einmal, in Anbetracht dessen, dass ihr Mann von dort stammt: „Ein Umzug nach Düren wäre ein Scheidungsgrund“...

Die Sporthalle ist nicht ganz so hässlich wie das meiste andere im Ort. Der blechkastenartige Bau ist mit einem glaskastenartigen Schwimmbadgebäude zusammengebaut. In der Sporthalle hat man symmetrische Tribünen mit je 11 Reihen rotgepolsterter Sitze, dahinter eine Reling für Stehplätze – außer vor der Presse- und VIP-Tribüne, deren Sitze sich nicht von den anderen Unterscheiden aber in einer Art Loge abgegrenzt sind – bzw. auf einer Seite eine rote Sprecherkabine. Die Eintrittspreise sind Ligadurchschnitt – die Preisspanne scheint beim Volleyball eh nicht so schlimm wie bei Fußball oder Handball zu sein. Da ich seit dem Vortag auch endlich den Studentenausweis der Uni Bonn habe, konnte ich auch für nur 5€ rein, während der Normalpreis ja bei 9€ liegt. Die Kassierer sind übrigens sehr unhöflich, kennen weder Gruß- noch Verabschiedungsformeln; Danke, Bitte und „viel Spaß beim Spiel“ schon gar nicht. Aber das ist in dieser unsympathischen Drecksstadt Düren auch der Normalfall.

Die Parksituation um die Halle herum ist übrigens schlecht, da man dreist Parkgebühren (wohl die Stadt und nicht der Verein) erhebt; ich parkte daher kostenlos in der Nippesstraße auf dem Gehweg, wie die Einheimischen auch. Aber zum Parken in NRW muss eh mal ein Dialog aus der Uni zitiert werden:
Kommilitonin: „Boah, ich musste gestern 12€ bezahlen, da ich nur im Parkhaus noch einen Platz gekriegt habe und dort halt die ganzen 8 Stunden während unserer Seminare geparkt hatte und bei Plätzen mit Parkschein wäre es sogar noch teurer gewesen.“
Ich: „Naja, ich kann ja jetzt endlich mit dem Ausweis die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Aber ansonsten: mach es wie ich es in den letzten beiden Wochen gemacht habe; ohne Parkschein irgendwo auf dem Seitenstreifen zwischen den anderen Autos parken. Drei Tage konnte ich das je 6 bis 8 Stunden kostenlos machen, am vierten wurde ich erwischt und hatte dann nur 10€ Strafe zu zahlen, obwohl ich dort 8 Stunden stand...“

Zurück nach Düren: Die SWDpowervolleys Düren sind mit einem knappen Sieg und einer klaren Niederlage in die Saison gestartet. Da nun endlich auch die Volleyballbundesliga die sehr sinnvolle neue Punkteregelung (3 Punkte für 3:0 oder 3:1 Sieg, 2 Punkte für ein 3:2 und 1 Punkt für eine 2:3-Tiebreak-Niederlage, 0 für 1:3 bzw. 0:3 nach Sätzen) eingeführt hat, stehen sie nur mit 2 Punkten auf Platz 7 von (noch) 12 Teams. Die 2 Punkte kommen allerdings aus Friedrichshafen! Die Chemie Volleys Mitteldeutschland, die in der Jahrhunderthalle im Leunaer Ortsteil Spergau spielen, haben bisher nur bei einem vermeidbaren 2:3 gegen Coburg einen einzigen Punkt geholt.
Also die Namen sind ja an Peinlichkeit eigentlich nicht zu überbieten. Die Stadtwerke Düren mit ihren „SWDpowervolleys“ – Englischsprachige lachen über bescheuerte Scheinanglizismen wie powervolleys und wenn man SWD googelt, wird man erstmal nach Düsseldorf und Delmenhorst geschickt oder bekommt Wärmepumpen, Wachdienste und gar russische Scharfschützengewehre angeboten – und der VC Bad Dürrenberg/ Spergau mit ihrem Chemie Volley Mitteldeutschland – als ob Spergau irgendetwas für die Leuna-Werke tun würde; aber Hauptsache sich „Mitteldeutsch“ nennen wenn man aus dem Osten ist. Aber das Spiel, was die beiden da boten, war überhaupt nicht peinlich!

Der erste Satz begann furios für die Chemie Volleys. Nach zweieinhalb Spielminuten stand es 1:5 und Düren nahm die erste Auszeit. Nach dieser Auszeit drehten sie auf (von 2:6 auf 8:6). Nachdem auch CVM eine Auszeit nahm, stabilisierte sich das Spiel. Erst kurz vor Ende des Satzes betrug die Differenz mal mehr als ein oder zwei Punkte. CVM wehrte noch zwei Satzbälle ab, verlor aber mit 25:22.

Der zweite Satz begann wieder mit knappen Vorsprüngen für die Gastmannschaft. Nach der ersten Technischen Auszeit lieferten die Chemie Volleys wirklich so gutes Volleyball ab, dass sie auf 6:12 und nach der Team-Auszeit gar auf 7:16 davon zogen. Düren verkürzte noch, wehrte aber nur einen Satzball ab und verlor somit 19:25. Es fiel im Übrigen auf, dass der Hallensprecher sehr fair war und nicht nur jede Aktion der Dürener feierte, sondern auch hervorragende CVM-Aktionen kurz lobte: das ist bei dem Clown, der beim CVM Sprecher ist, nicht üblich.

Satz drei war der spannendste und beste der Partie. Hier gab es auch zuungunsten beider Teams mehrere Fehlentscheidungen des ansonsten unerwartet guten und unparteiischen Gespannes aus NRW. Hab ich allerdings in Spergau noch nicht erlebt, dass das komplette Gespann aus Sachsen-Anhalt kommt...
Jedenfalls waren hier auch die Rettungsaktionen auf beiden Seiten, insbesondere bei Düren, die verloren geglaubte Bälle doch noch übers Netz brachten, sehr eindrucksvoll. Am Ende waren solche technischen und athletischen Fertigkeiten ausschlaggebend für den im Ergebnis zu sehenden Unterschied zwischen vermutlichem Playoff-Teilnehmer und Abstiegskandidat dem es eigentlich nur um den Klassenerhalt gehen darf. Bei diesem dritten Satz, der 25:21 an Düren ging, war der Leistungsunterscheid zwischen Favorit und Underdog aber noch nicht so deutlich.

Was dann im vierten Satz ablief war sehr schade: der CVM ging nicht nur erstmals in diesem Spiel nicht in Führung beim Satzbeginn, sondern wurden heftig abgeschossen. Nach 3:0 schon eine hektische Auszeit. Erst nach dem 6:0 erstmals gepunktet. Bis zu 12 Punkte Unterschied: 19-7 bzw. 20-8. Und schon ab dem 12:3 hatte sich der CVM aufgegeben. Dieses 25:13 im vierten Satz war ein für den CVM unwürdiger Abschluss einer ansonsten akzeptablen Leistung, die gegen die anderen Abstiegskandidaten für Siege reichen muss und generell natürlich steigerungsfähig ist.  
Statistik:
- Grounds: 1.214 (heute 1 neuer; diese Saison: 60 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.199 (heute 1; diese Saison: 87)
- Tageskilometer: 80 (80km Auto)
- Saisonkilometer: 17.830 (13.030 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.100 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 165 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 431

Montag, 31. März 2014

W400III: Knappe Niederlage in Reußen (TSV) und erwartetes Ausscheiden aus den Play-Offs (CVM)

Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna-Spergau) 0
Berlin „Recycling Volleys” (SC Charlottenburg) .... 3
- Datum: Samstag, 29. März 2014 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 1. Volleyball-Bundesliga (1. deutsche Volleyballliga, Profi-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-3 nach Sätzen
- Satzresultate: 21-25, 20-25, 11-25
- Spielzeit: 65 (23, 22, 20) Minuten
- Besondere Vorkommnisse: Verwarnung (Gelbe Karte) wegen Reklamierens für CVM
- Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 800 (davon ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Bis auf den extrem einseitigen dritten Satz zeigten beide Teams gutes Volleyball)

Sport-Gemeinschaft Reußen 1:0 TSV Leuna 1919
- Datum: Samstag, 29. März 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 1-0
- Tor: 1-0 14. Thomas Spors
- Verwarnungen: Thomas Spors, Thomas Dietsch (Reußen); 2x Michael Stützer, Stefan Motz, Nino Hammerschmidt, Marius Meier
- Platzverweise: 85. Leunas Michael Stützer (wiederholtes Foulspiel)
- Spielort: Sportplatz Reußen (Kap. 700, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon angeblich nur 36 Zahlende, Gästefans: ca. 15)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Eher mittelmäßiges aber bis zum Ende wirklich spannendes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Amateur Football: SG Reußen defeat TSV Leuna 1-0
Volleyball Top-Flight: CV Mitteldeutschland v Berlin RV

In meiner sechsmonatigen Abwesenheit hat sich im Saalekreisfußball nicht allzu viel getan: Leunas Zweite hält sich gut in der Kreisliga, die Jugend (F und E) gewinnt die Mehrheit ihrer Spiele, die Frauen ganz im Gegenteil, die Erste Mannschaft ist immer für ein tolles Spiel (3:1 gegen VfL Halle) oder auch eine blamable Leistung (Niederlage bei Seeben) gut. Günthersdorf kämpft weiterhin zusammen mit u.a. der Reserve von Merseburg 99 um den Aufstieg in die Liga von Leuna, Mannschaften wie Teutschenthal, Gimritz und Knapendorf spielen leider so schwach wie eh und je und während Buna Schkopau endlich aus dem Spielbetrieb genommen wurde, sind die Großgräfendorfer Schlägertypen (obwohl diesmal ein Schiri umgeboxt wurde und nicht „nur“ ein Gegenspieler) immer noch dabei. Ungewöhnlich ist nur, wie gut sich SG Reußen gemacht hat; die sind erstmals wieder in der Spitzengruppe der Landesklasse zu finden, auch wenn der Rückstand auf Platz 1 und den 1. FC Zeitz aussichtslos ist.

Unter diesen Voraussetzungen war nicht zu viel zu erwarten, als wir in das sehr hässliche und öde Dorf bei Landsberg nach einer unerwartet flotten Radtour einfuhren. Erstmal den gut sortierten Imbissstand belagert, was andere Leunaer auch machten da die Spieler auch ewig auf Einlass in eine der beiden Kabinen warten mussten, und dann einen der begehrten 50 Sitzplätze gesichert…

Der idyllische Dorfacker ließ ein ganz ordentliches Spiel zu: durch die geringen Maße ging es flott hin und her zwischen den Toren – und wenn der Ball mal versprang, konnte man es schön auf die Unebenheit des Platzes schieben. Was man nicht auf die Unebenheiten schieben konnte, waren Fehler wie jener Ballverlust von Carsten Arndt, der zum 1:0 für Reußen führte: der Stürmer nahm ihm den Ball einfach 20 Meter vorm Kasten ab und schob ihn ins lange Eck.

In der Folgezeit gab es Chancen auf beiden Seiten, die spektakulär oder kläglich, knapp oder deutlich vergeben wurden. Es ging also mit 1:0 in die Pause. Leider sollte das auch unerwartet der Endstand bleiben, da Reußen nach dem Seitenwechsel mit Ergebnisverwalten anfing: Leuna war unfähig den Ball im Tor unterzubringen und Reußen zeigte sich nicht gerade in Form einer Spitzenmannschaft; denn eine Spitzenmannschaft kontert dann erfolgreicher.

Dass es nicht zu einem deutlicheren Sieg der Reußener kam, ist dem wohl heute besten Spieler, Torwart Ronny Goloiuch, zu verdanken gewesen: mit mehreren Glanzparaden verhinderte er weitere Gegentreffer. Auf andere Art auffällig war leider Michael Stützer, der mehrfach übertrieben einstieg, bereits nach einer Viertelstunde die erste gelbe Karte der Partie sah und aus mir unerfindlichen Gründen bis zur 85. durchspielen durfte. Dann war mit Gelb-Rot Ende Gelände. Drei Spieler auf der Wechselbank, zwei Spieler auch eingewechselt – aber statt gegen den trotz Vorbelastung drei Mal grenzwertig einsteigenden Stützer, werden Shoshi und Meier gegen den halbwegs ordentlich spielenden Hähnel und den wirklich solide auftretenden Franz Motz eingewechselt. So Entscheidungen muss man nicht verstehen…

Entscheidungen, die man verstehen muss, waren heute jene vom Sportfreund Michael Kopp von Elbe Aken: der machte einen sehr souveränen und sicheren Eindruck. Nur seine Assistenten, insbesondere der jüngere Linienrichter, winkten mehrfach offensichtlich falsch Abseits und sinnlos Foul.  
Kurz nach Abpfiff fuhren wir auch schon wieder zurück nach Süden, doch an Merseburg vorbei und über Bad Dürrenberg nach Spergau. Der Verein heißt zwar nicht mehr VC Bad Dürrenberg/ Spergau, sondern schon eine ganze Weile Chemie Volley Mitteldeutschland, was ein wirklich mehr als zweifelhafter Marketing,,gag“ ist, aber Volleyball kann man sich trotzdem nach wie vor auf höchster Ebene angucken. Aufgrund der kranken Lizenzauflagen der DVL aber möglicherweise nicht mehr lange.

Zum Ende dieser Saison waren noch einmal die Titelverteidiger von der Berliner Müllabfuhr – der Marketingname ist natürlich noch kranker: Berlin Recycling Volleys statt SC Charlottenburg, unglaublich was sich manche Nicht-Sportler in den Chefetagen da einfallen lassen – zu Gast. Ich war zum ersten Mal in dieser Saison zu Gast, was erfreut zur Kenntnis genommen wurde im VIP-Raum.

Leider war es für diese Saison auch das letzte Mal, denn erwartungsgemäß hieß es nach einer reichlichen Stunde ansehnlichen Volleyballs 0:3 für Berlin und somit 0:2 in der Best-of-Three Serie des Viertelfinals der Meisterrunde. War bei einigen Spielen der Volleyballbundesliga das Buffet des Skyhotels Merseburg so ziemlich das Beste, konnte man das heute trotz wirklich hervorragendem Buffet nicht sagen: in den ersten beiden Sätzen spielten die Spergauer, die aufgrund der somalischen Zustände auf der Saale oder warum auch immer auch als „Pirates“ bezeichnet werden, richtig gutes Volleyball. Dass sie auf Augenhöhe waren, konnte man zwar nicht sagen – Berlin machte halt das Nötige um einen soliden Satzgewinn verbuchen zu können – aber was es für Schmetterbälle und teilweise sogar Finten zu sehen gab… das war schon fast auf dem Niveau der Charlottenburger!

Der dritte Satz war denn einfach nur eine Demontage, die einen standesgemäßen Sieg der diesmal in schwarzen statt in müllabfuhrfarbenen Trikots spielenden Berliner festigte. Auch wenn viele der Spiele der Jungs aus dem Leunaer Ortsteil Spergau eher enttäuschend verliefen, ist es doch sehr zu hoffen, dass dieser Verein weiterhin als Erstligist die Sportlandschaft von Ostdeutschland (aus politischen Gründen auch als „Mittel“deutschland bezeichnet), speziell die ansonsten eher dürftige Sportlandschaft Sachsen-Anhalts und ins Besondere die sehr dürftige Sportlandschaft des Saalekreises, bereichern würde!  
Statistik:
- Grounds: 1.091 (heute: kein neuer; diese Saison: 120 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.010 (heute: 2; diese Saison: 154)
- Tageskilometer: 70 (70km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 51.130 (49.870 Auto/ 1.170 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 400

Donnerstag, 13. Dezember 2012

W333I: Hauptsache Zwei Punkte – Aber Ein „Peinlicher” Sieg War Es Schon...

Chemie Volley Mitteldeutschland (Leuna) ------------ 3
„Zurich Team” VC Olympia 93 Berlin ----------------- 2
Datum: Mittwoch, 12. Dezember 2012 – Beginn: 19.30
Wettbewerb: 1. Volleyballbundesliga (Halbprofiliga)
Ergebnis: 3-2 nach 125 Min.
Satzergebnisse: 25:22, 26:28, 23:25, 25:19, 15:12 (= 114:106)
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.700 Sitzplätze)
Zuschauer: Gemeldet; 295 – Tatsächliche Zahl; ca. 170 – Davon Gästefans: 0
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Spannendes und unterhaltsames Spiel, aber eine erbärmliche Leistung der Heimmannschaft)
IMG_5600 Photos with English Commentary:

Von Leuten, die sich nicht so mit Sport beschäftigen oder nur sehr einseitig mit ein, zwei Sportarten, bekommt man bei mancher Sportveranstaltung oder zu manchem Spielbericht teilweise die tollsten Fragen gestellt. So was wie: „Wie steht’s denn?“ – „1:1“ – „Äh, OK… Für wen?“ … Aber Gar nicht so doof war die Frage einer Mitschülerin, die mich vor einigen Jahren mal gefragt hat, ob es auch Siege gibt, über die man sich ärgern muss als Anhänger der Siegerseite. Vor dieser Frage hatte ich erst ein, zwei – zwischen der Fragestellung und heute aber mittlerweile eine ganze Reihe solcher Siege gesehen. So auch heute, als in der 1. Volleyballbundesliga der mit 6 Pluspunkten auf dem 8. Rang stehende CVM aus dem Leunaer Ortsteil Spergau auf den sieglosen Tabellenletzten VCO Berlin traf. Man sollte zwar bei dieser Fragestellung nicht die sogenannten nutzlosen Siege wie ein 2:1 nach einer Hinspielniederlage von 1:3 in einem Fußballpokalwettbewerb oder ein Sieg, der trotzdem den Abstieg bedeutet, da die einen Punkt vor dem Sieger stehende Mannschaft zeitgleich auch gewinnen konnte – vergessen, aber in erster Linie sind die „ärgerlichen“ Siege jene, bei denen man sich blamiert, da man trotz schlechter Leistung gewinnt oder einen völlig unterlegenen Gegner auf die leichte Schulter nimmt und entsprechend ins Schwimmen gerät. Diese Siege kann man dann auch getrost als „peinlich“ abstempeln.

Da ich es mit der Bundesligamannschaft aus Sachsen-Anhalt halte, freute ich mich zwar über die beiden Pluspunkte, doch ärgerte mich in erster Linie darüber, wie peinlich diese zustande kamen. Nämlich in einem spannenden und unterhaltsamen, aber weder spielerisch sonderlich guten, noch von CVM auch nur ansatzweise überzeugend geführten Spiel. Wenn man gegen den Berliner VCO – das ist die deutsche Olympiamannschaft, die sich außer Konkurrenz (also ohne den Druck absteigen zu können) von den Bundesligisten zu Übungszwecken abschießen lassen darf, wobei sie natürlich nicht als Aufbaugegner für die Profi- und Halbprofiteams gedacht sind, sondern die Mannschaft selbst soll außerhalb der Länderspiele Übung im gemeinsamen Zusammenspiel haben – nur 3:2 gewinnt, dann ist das einfach lächerlich. Diese Olympiamannschaften im Ligenspielbetrieb sind natürlich keine so blöde Idee: Die Methode ist in manchen Ländern selbst im Fußball normal, wobei in den wenigstens Fällen eine solche Olympiaauswahl derartig unfähig ist, auf Augenhöhe mitzuspielen, wie es der VCO im deutschen Volleyball ist. Doch peinlich war für die Spergauer bereits das Hinspiel, da sie auch in Berlin zum Saisonauftakt ganze fünf Sätze benötigten, um die U19-Mannschaft zu besiegen. Nur zwei weitere Satzgewinne gelangen den Berlinern in 8 weiteren Spielen – immerhin besser als ihr Pendant in der Frauenliga, das in den 9 Spielen nicht einen einzigen Satz gewann, sodass die Spiele der VCO-Frauen auch selten mehr als 65 Minuten dauern. IMG_5620 Dieses Spiel heute dauerte dann unglaubliche 125 Minuten und fünf Sätze. Zwischenzeitlich sah es sogar nach einem Gästesieg aus, da die Profis und Halbprofis reihenweise Fehler produzierten und die Jugendlichen frei aufspielen ließen. Satz eins wurde mit Hängen und Würgen gewonnen. Satz zwei durch peinliche Fehler der Mannschaft und einzelne Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, die alle zugunsten der Berliner ausfielen, verloren. Satz drei war eine unfassbar peinliche Vorführung der Profi- und Halbprofimannschaft, wobei insbesondere die US-amerikanischen Profispieler unterirdisch die Bälle durch die Gegend hauten, sodass VCO mit 23:25 gewann. Der vierte Satz war phasenweise stark vom CVM mit präzisen Aufschlägen und starken Ballwechseln beachtlicher Länge, die die Sachsen-Anhalter für sich entschieden, geprägt, was einen Tiebreak nötig werden ließ. Dieser war durch Fehler und Durchhänger noch einmal eng geworden, nachdem CVM mit bis zu 6 Punkten führte, was aber auch an der Undiszipliniertheit der Gastmannschaft lag. Von den Jungs sind wohl noch einige nicht aus der Pubertät heraus, und meinen, dauernd die Schiedsrichter zulabern zu müssen. Diesen einen Strafpunkt im Tiebreak hätten die schon spätestens Mitte des vierten Satzes bekommen müssen. Über Schiedsrichterentscheidungen brauchten die Olympioniken sich nie aufzuregen bei einem Hauptschiedsrichter, der aus Berlin kam. Ich dachte, ich sehe nicht richtig, als ich die Ansetzung gelesen habe – das ist ja wie beim Handballverband Sachsen-Anhalt...

Wofür ich dann aber Verständnis hatte, war das Vollmaulen des hyperaktiven Hallensprechers. Der geht mir so wie so mit jedem Spiel mehr auf den Sack, weil er mit seiner dauernden hysterischen Rumplärrerei und scheiß Musikeinspielerei jegliche Stimmung auf den Rängen tötet. Wer mal hören will, wie schön Stimmung beim Volleyball seien kann, wenn man nicht alle 10 Sekunden Musikeinspielungen und Geplärre hat, kann ja mal dieses Video aus Griechenland anschauen. Und wenn man nicht auf Show verzichten will, kann man es auch so machen wie in Marokko: Volleyballvideo Tanger.
Jedenfalls: Schlimm war die Bemerkung des Sprechers nach Spielschluss; da wird keine Zuschauerzahl genannt, nicht auf die Spieldauer eingegangen und auch keine anderen spielstatistischen Daten genannt, sondern von einem „Weihnachtsgeschenk“ an die Berliner in Form der beiden Sätze gefaselt. Der VCO hat zwar vor allem durch die fast durchweg schlechte Leistung des Gastgebers und nicht durch eigene Spitzenleistungen die zwei Sätze geholt, aber unsportliche Bemerkungen wie diese hat ein Hallensprecher generell zu unterlassen. Leider ist es aber bei einigen Sportarten in Deutschland beliebter, anstelle eines seriösen Mannes oder einer seriösen Frau, einen dauerkrakeelenden Clown ans Mikro zu setzen. IMG_5655 Statistik:
Grounds: 833 (heute kein neuer; diese Saison: 65 neue)
Sportveranstaltungen: 1.673 (heute 1, diese Saison: 96)
Tageskilometer: 20 (20 Auto)
Saisonkilometer: 22.370 (20.730 Auto/ 1.410 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 333

Montag, 27. Februar 2012

W291IV: Gleich zwei Spiele der Marke „spannend aber nicht gut“

Bornaer HV 09 32:32 SG Lok Wurzen
Datum: Samstag, 25. Februar 2012 – Anwurf: 15.55
Wettbewerb: Bezirksklasse Leipzig (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 32:32 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13:11
Torfolge: 0-1, 2-1, 2-2, 3-2, 3-3, 4-3, 4-5, 5-5, 5-7, 7-7, 7-9, 10-9, 10-10, 12-10, 12-11, 13-11; 13-12, 14-12, 14-13, 15-13, 15-15, 16-15, 16-16, 17-16, 17-17, 18-17, 18-19, 19-19, 19-20, 20-20, 20-21, 21-21, 21-22, 22-22, 22-23, 23-23, 23-26, 24-26, 24-29, 25-29, 25-30, 29-30, 29-31, 30-31, 31-32, 32-32
Gelbe Karten: Nr. 9, 10, 17 (Borna); Nr. 4, 10, 11 (Wurzen)
Zeitstrafen: 2x Nr. 9, 6, 1x Nr. 3, 4, 11 (Borna = 14 Minuten); 2x Nr. 8, 13, 2, 1x Nr. 9 (Wurzen = 14 Minuten)
Disqualifikationen: keine
Spielort: Sporthalle Borna-Ost (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 55 (Gästefans: ca. 6)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Lange Zeit schwaches, aber bis zum Abpfiff spannendes Spiel)
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Photos and English Version:

Kaum waren wir aus Staßfurt zurückgekommen, ging es auch schon weiter ins Leipziger Umland. Borna ist eine sogenannte Große Kreisstadt und wegen gewisser politischer Umtriebe berüchtigt. Kaum war man in der Nähe der Halle, wurde man auch an diese Umstände erinnert: massenhaft Graffitis gegen israelische Gewalt gegen Palästina. An sich sind die Aussagen an den Wänden des abgewohnten Plattenbauviertels ja völlig OK – gerade in Deutschland täte es gut, wenn notwendige Kritik an Israel und seiner verkommenen Politik mal geäußert werden dürfte ohne gleich als „Antisemit“ bepöbelt zu werden: schließlich ist der Begriff „Antisemitismus“ in seiner Verengung auf Judenhass auch Blödsinn – aber man brauchte nur die versteckt liegende Sporthalle zu betreten und schon sah man, aus welcher Richtung die Leute kommen, die unter dem Gedanken „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ diese Graffitis in Borna anbringen.

In einer Ecke der dreireihigen Tribüne ballten sich Neonazis mit Thor-Steinar-Klamotten und sogar Jacken mit Aufnähern wie „Nationale Sozialisten Borna“. Der Rest des Publikums war freilich völlig normal und auch die Rechtsextremen fielen weder durch Sprüche noch irgendwelche anderen Dinge negativ auf – aber bei so einem Publikum kann man Leuten, die das Feindbild dieser Gestalten erfüllen, nur raten, diesem Verein namens Bornaer HV 09 fern zu bleiben. Besonders besuchenswert ist die Halle auch nicht, wobei so eine Teilsanierung, wie sie in der Sporthalle Borna-Ost, die hinter der Neuseenland Grundschule liegt, betrieben wurde, schon kurios anzusehen ist. Die Sicht von der modernisierten Tribüne (drei Reihen rote Schalensitze) ist allerdings durch schon länger vorhandene Stahlträger eingeschränkt. Die Kastenform wurde beibehalten und auch die Decke mit den erbärmlichen Funseln nicht saniert. Im Übrigen parkt man am besten auf dem 300m entfernten Supermarktparkplatz: das ist eine ziemliche Sucherei mit dem Auto nach der Halle bei den engen Sackgassenstraßen...

Zum Spiel: der Bezirksligaabsteiger Lok Wurzen liegt abgeschlagen hinter Tabellenführer Waldheim auf Platz 3 und Borna ein ganzes Stück dahinter auf Rang 5, sodass von einem guten und ausgeglichenen Spiel auszugehen war. Ausgeglichen war es auch, allerdings begann es völlig zerfahren und wurde erst ganz langsam, knapp vor der Pause, besser. Borna führte durch konzentrierteres Auftreten in der Schlussphase der Hälfte 1 mit zwei Treffern nach den ersten 30 Minuten. Nach der Pause wurde die Partie kontinuierlich besser und schien fünf Minuten vor dem Ende erstmals entschieden. Wurzen hatte eine richtig starke Phase und Borna schienen die Nerven zu versagen: Zwei Mal fünf Tore Führung für den Gast aus Wurzen, doch dann ein 4:0-Lauf und eine eng umkämpfte Schlussphase mit ein paar Emotionen auf der Platte und im kleinen Wurzener Fanblock. In der Schlussminute gelang Borna auch noch der Punktgewinn mit einem 32:32, in dem sie erst einen Angriff lange wie auch geschickt ausspielten und dieses Resultat auch schließlich mit guter Defensivarbeit hielten.

Alles in allem ein verdientes Unentschieden in einem ansehnlichen aber nicht guten Spiel, das sich nach und nach in allen Belangen gesteigert hat.
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Chemie Volleys Mitteldeutschland 3:2 VfB Friedrichshafen
Datum: Samstag, 25. Februar 2012 – Beginn: 20.00
Wettbewerb: 1. Volleyball-Bundesliga (1. Profiliga)
Ergebnis: 3-2 Sätze nach 120 Min.
Satzresultate: 26-28, 25-21, 25-18, 22-25, 15-11
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 950 (davon 912 zahlende und ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Absolut unterirdisches Spielniveau, über weite Strecken nicht mit anzusehen was da für eine Scheiße geboten wurde – aber wenigstens ein Sieg für den Außenseiter)
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Photos and English Version:

Noch ein Zwischenstopp zu Hause und Umsteigen auf die Räder. Der letzte Spieltag in der 1. Volleyballbundesliga vor den Play-offs stand an. Nach dem ersten Essenfassen im VIP-Raum habe ich auch verstanden, warum die CVM-Verantwortlichen immer noch stur daran festhielten, dass die Play-offs erreichbar seien: Friedrichshafen war durch Championsleague- und Pokalspiele so belastet, dass sie mit 6 Spielern (ohne auch nur einen einzigen Einwechsler) aufkreuzten. Man stelle sich mal vor, der FC Bayern würde zum 1. FC Kaiserslautern (so sind etwa die Niveauverhältnisse zwischen diesen Volleyballteams) mit 11 Mann und ohne Wechselspieler anreisen. So viel zur Professionalität dieser Volleyballvereine...

Allerdings waren auch die 6 Bodenseevolleyballer für die Mittel- (oder vielmehr Ost-) Deutschen kaum zu schlagen. In einem kaum mit anzusehenden ersten Satz verfeuerte der Gastgeber drei Satzbälle, um den ersten Satzball gegen sich nicht parieren zu können: 26-28 in einem unterirdischen, da von Fehlern gespickten, ersten Satz. Der zweite war kaum besser: Friedrichshafen brach ein und der CVM zog bis auf 7 Punkte weg. Diesen Riesen-Vorsprung verspalten sie aber noch fast, kassierten den Ausgleich! Unglaubliche Abstimmungsfehler, technische Aussetzer übelster Sorte! Bei beiden Teams wurden andauernd unsaubere Ballannahmen, Netzberührungen etc. (die alle durch sauschlechte Zuspiele zustanden kamen) abgepfiffen. Irgendwie gewann CVM doch noch den zweiten Satz. Dieses Spiel hatte auch in Satz drei, den die Gastgeber sogar mit 7 Punkten Vorsprung holten, nicht annähernd Erstliganiveau.

Im vierten Satz wäre ich fast eingeschlafen, wobei nun wenigstens die Fehlerquote etwas sank. Leider holte der Rekordmeister vom Bodensee diesen vierten Satz, sodass sich das Spiel unnötig in die Länge zog und der Hallensprecher mir immer mehr auf die Nerven ging: sonst ist das ja noch OK, wie der mit seiner Moderation künstlich Stimmung erzeugen will – aber heute waren das Geplärre, die dummen Bemerkungen und hyperaktiven Anfeuerungsversuche echt grauenhaft und unerträglich!

Im Tiebreak gelang dem Gastgeber, der weniger schlechten zweier schlechter Mannschaften, schließlich und endlich der dritte Satzgewinn. 15:11 – passenderweise mit einem unmotivierten Aufschlag ins Netz besiegelt. So kommt CV Mitteldeutschland noch in die Play-offs und kann sich da die zwei 3:0-Niederlagen gegen Haching abholen. Wenn man sachlich die ganze Saison betrachtet, dann ist das eigentlich ein schlechter Witz, dass eine Mannschaft wie die Chemie Volleys die Play-offs erreichen. Bei aller Sympathie für die Mannschaft aus dem Leunaer Ortsteil – aber die Leistungskurve und die Entwicklung deuten nach unten. Eine sportliche Weiterentwicklung war in dieser Saison überhaupt nicht auszumachen.

Die Play-offs hätte ich mir wohl auch dann nicht angetan, wenn ich nicht im März in Indien arbeiten würde. Ich hoffe, nächste Saison besseres über diese sympathische Mannschaft schreiben zu können. Es wäre auch schön, wenn der Vereinsname so bliebe (so blöd er auch ist – aber noch eine Umbenennung wäre auch Scheiße). Hoffentlich ist die Saison 2012/ 2013 sportlich wertvoller und anspruchsvoller – und zwar am besten durch einen positiven Beitrag in Form einer Niveausteigerung der Chemie Volley Mitteldeutschland! Wenn sie öfter mit dem erfahrenen 15er spielen, würden es vielleicht gelingen, 2012/13 zu überzeugen!
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Statistik:
Grounds: 707 (heute 1 neuer; diese Saison: 113 neue)
Sportveranstaltungen: 1.473 (heute 2, diese Saison: 159)
Tageskilometer: 240 (220 Auto, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 31.600 (23.010 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.980 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 291

Donnerstag, 16. Februar 2012

W290I: Berliner Müllabfuhr räumt in Spergau auf

Chemie Volleys Mitteldeutschland (Leuna)
0:3
Berlin Recycling Volleys (SC Charlottenburg)
Datum: Mittwoch, 15. Februar 2012 – Beginn: 19.30
Wettbewerb: 1. Volleyball-Bundesliga (1. Profiliga)
Ergebnis: 0:3 Sätze nach 68 Min.
Satzresultate: 23:25, 12:25, 22:25
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 600 (davon 517 zahlende und ca. 12 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchwachsenes Spiel beider Teams, Gästemannschaft erwartungsgemäß besser)
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Photos and English Version:

In diesem Mittwochsspiel der Volleyballbundesliga erwartete jeder einen glatten Drei-Satz-Sieg des SC Charlottenburg, der seit dieser Spielzeit unter dem saublöden Namen „Berlin Recycling Volleys“ aufläuft. Die Müllabfuhrmannschaft ist stark wie eh und je und wird selbst mittwochs bei einem Auswärtsspiel von einem guten Dutzend Anhänger unterstützt. Ganz helle sind die aber nicht, wenn die auf ihren Bannern „BR Volleys“ samt Sponsorennamen schreiben: wie man sich da statt mit dem SCC mit der Recyclingfirma identifizieren kann, ist mir völlig schleierhaft. Wenn die Fans wenigstens bei der Müllabfuhr arbeiten würden... oder noch besser die Spieler! Mit so einem Werksteam kann man sich ja eher anfreunden, als mit dieser Söldnertruppe.

Überraschend war dann, dass die im Leunaer Ortsteil Spergau heimischen CVM so einen guten ersten Satz hinlegten. Bis zur Mitte des ersten Durchgangs lagen sie dauernd vorne. Danach hielten sie wenigstens gut mit und stemmten sich kräftig gegen die Niederlage. Aber am Ende war es ein 23:25. Schlimm war aber der Leistungsabfall nach dem wirklich guten ersten Satz: CVM wurde völlig abgeschossen von einer nicht überragend spielenden Berliner Mannschaft. Die Truppe in den hässlichen orangen Trikots gewann auch den dritten Satz, doch auch hier wieder mit mehr Mühe als erwartet, sodass eine für dieses Duell recht lange Spielzeit von 68 Minuten zu Buche stand. Die Berliner machten komischerweise ähnlich viele Fehler beim Aufschlagsspiel, aber der Block und der Angriff holten es dann raus. So stand am Ende ein glanzloser Pflichtsieg vor einem wenig begeisterungsfähigen Publikum in Spergau.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Heimspiel des CVM am 25.2. und –
Orange trägt nur die Müllabfuhr...
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Statistik:
Grounds: 701 (heute kein neuer; diese Saison: 107 neue)
Sportveranstaltungen: 1.464 (heute 1, diese Saison: 150)
Tageskilometer: 20 (20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 30.210 (21.640 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.960 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 31
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 290

Mittwoch, 7. Dezember 2011

W280I: Besseres Trainingsspiel für Haching in Spergau

Chemie Volley Mitteldeutschland
0:3 TSV „Generali“ Haching
Datum: Mittwoch, 7. Dezember 2011 – Beginn: 19.30
Wettbewerb: 1. Volleyballbundesliga (Profi-/ Halbprofiliga)
Ergebnis: 0:3 Sätze nach 69 Min.
Satzresultate: 12:25, 15:25, 22:25
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.600 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 300 (davon ca. 4 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Bis zum dritten Satz extrem einseitig, da CVM völlig überfordert mit dem Spitzenvolleyball der Gäste)
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Photos and English Version:

Diesen Mittwoch guckte ich mir zum ersten Mal in dieser Saison wieder Volleyball an. Bad Dürrenberg/ Spergau, mal wieder am unteren Ende der Tabelle zu finden, spielte gegen die Spitzenmannschaft aus Unterhaching. Einerseits eine Pflichtaufgabe für die favorisierten Gäste, aber andererseits wäre es eine prima Chance gewesen, um als Außenseiter von sich Reden zu machen, wo doch die Spiele der Mannschaften des zweiten und dritten Drittels der Tabelle kaum noch sportlichen Wert besitzen, da der abgeschlagene und punktlose Tabellenletzte Bottrop wohl aus finanziellen Gründen vor dem Aus (möglicherweise noch in der laufenden Saison) steht und auch Gotha auf der Kippe ist – keine Überraschung bei der hirnlosen Einkaufspolitik der Thüringer.

Leider entwickelte sich nur ein besseres Trainingsspiel für die Hachinger, da die junge Mannschaft der Mitteldeutschen völlig überfordert war. Die Spielzüge der Hachinger waren fast ausnahmslos sicher, sehenswert wie auch erfolgreich vorgetragen. Auch im zweiten Satz dasselbe Bild: CVM überfordert, Haching sicher und fast immer mit 10 Punkten in front. Erst der dritte Satz war spannender; da konnte der Gastgeber endlich etwas mithalten. Die Fehlerquote der Gäste stieg auch etwas und CVM gab noch mal alles. Zu einem Satzgewinn reichte es leider nicht, aber nachdem man nur 12 bzw. 15 Punkte erzielen konnte, waren jetzt wenigstens 22 drin.

Nach diesem einseitigen Spiel widmeten sich natürlich wieder die Offiziellen der Wahl des besten Spielers jeder Mannschaft, der dann ein kleines Präsent bekam. Da diese Ehrung „bester Spieler des Spiels“ sehr einen Spieler aus dem Mannschaftskollektiv hervorhebt, bin ich sowieso nicht besonders begeistert von dieser vor allem im Eishockey praktizierten Auszeichnung – aber wenn man wie heute aus einer Mannschaft mit lauter gleich starken und aus einer mit lauter gleichermaßen überforderten Spielern je einen Besten auswählen muss, wird diese Auszeichnung zur totalen Farce: bei Haching wurde einer von fünf absolut gleichwertigen Spielern ausgewählt – aber dann den, der am lautesten über die zwei, drei Schiedsrichterentscheidungen gegen Haching meckerte – und beim CVM derjenige, der in den ersten beiden Sätzen am schlechtesten spielte und dann im dritten Satz mal zwei, drei gute Aktionen brachte.
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Statistik:
Grounds: 675 (heute kein neuer; diese Saison: 81 neue)
Sportveranstaltungen: 1.424 (heute 1, diese Saison: 110)
Tageskilometer: 20 (20 Auto)
Saisonkilometer: 14.120 (12.220 Auto/ 1.890 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 20
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 280

Mittwoch, 16. Februar 2011

W238I: Spergauer Seeräuber kentern am Mittwochsspieltag

Chemie Volley Mitteldeutschland (Spergau) 0:3 VC Gotha
Datum: Mittwoch, 16. Februar 2011 – Erste Angabe 19.30
Liga: 1. Bundesliga (Profiliga)
Ergebnis: 0:3 nach 68 Min.
Sätze: 15:25, 21:25, 23:25
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: 750 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (CVM ganz schwach, für Gotha reichte eine mittelmäßige Leistung zum Sieg)

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Duell am Netz.

Photos and English version:
Chemie Volley Mitteldeutschland crushed by Volleyball Club Gotha

In der 1. Volleyballbundesliga gab es einen Mittwochsspieltag, an dem u.a. auch ein Heimspiel des CV Mitteldeutschland, also ex-VC Bad Dürrenberg/ Spergau, stattfand. In der Jahrhunderthalle hatten sich 750 Zuschauer eingefunden, von denen rund 50 aus Gotha hochgefahren kamen. Mag zwar in manchen anderen Sportarten Standard sein, wenn die Strecke nur 150km beträgt, auch an einem Mittwochabend mit einem solchen Gästemob aufzukreuzen, dass 15% der Zuschauer Gästefans sind – aber beim Volleyball ist das stark: Vereine wie VCO Berlin haben kaum so viele Heimfans, wie Gotha Gästefans heute!

Die Stimmung war auch dem Spielverlauf entsprechend von den Gothaern dominiert. Auch wenn die Trommler des Spergauer Fanclubs sich rätlich mühten und auch der ein oder andere Sprechchor zustande kam – die Gäste waren auf der Tribüne wie auch dem Spielfeld überlegen; obwohl sie in beiden Beziehungen auch nicht viel mehr als Mittelmaß zeigten.

Was sich die sogenannten „Pirates“ des CV Mitteldeutschland da jedenfalls auf der Platte leisteten, war eines Bundesligisten nicht würdig. Da hätten die auch ihre zweite Mannschaft oder gleich den Nachbarverein TSV Leuna Volleyball schicken können: wenn ich sehe, wie da CVM-Spieler weggehen, wenn der Ball auf sie zukommt; die Angaben sonst wo, nur nicht im Feld des Gegners, landen; da wachsweiche Eierbälle direkt auf den schmetterbereiten Gegner gespielt oder einem leichten Ball der Gothaer nachgeguckt wird, bis er einen halben Meter vor der Auslinie im Feld landet (den müsste jeder Landesligavolleyballer noch retten können), frag ich mich echt, ob die noch 1. Bundesliga spielen wollen.

VC Gotha will das bei ihren irrwitzigen Investitionen ganz bestimmt und nach Spitzeninvestitionen einen Mittelfeldplatz zu belegen, da man auch nicht mehr als dieses Niveau hat, ist zwar alles andere als lobenswert, aber mit ganz guten Blocks und ein paar Schmetterbällen war das Spiel dann auch schon nach drei Sätzen zugunsten der Thüringer verlaufen.

Bei CVM kann es eigentlich nur besser werden: den Tiefpunkt haben die Jungs hoffentlich mit dieser Leistung erreicht.

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Gästefans und Spieler feiern nach dem glatten Sieg.

Statistik:
Grounds: 526 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 76 neue)
Sportveranstaltungen: 1.226 (heute 1, diese Saison: 113)
Tageskilometer: 30 (30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 19.020 (12.070 Auto/ 3.610 Bahn, Bus, Tram/ 2.540 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 87
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 238