FSV Drohndorf-Mehringen 1990 |
1 : 7 (0:4) |
SV Staßfurt 1909 |
-
Datum: Freitag, 11. Juli 2025 – Beginn: 19.00 -
Tore: 0-1 2. Roldan Arias, 0-2 17. Schmidt-Daul, 0-3 34. Stollberg, 0-4 43.
Kreutzer, 1-4 63. Jahn, 1-5 66. Pumptow, 1-6 77. Pumptow, 1-7 81. Pumptow -
Verwarnungen: 1x FSV - Platzverweise:
keine -
Austragungsort: Sportplatz Drohndorf (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze) |
SSV Blau-Weiß Barby 1904 |
2 : 4 (1:0) |
SV Plötzkau 1921 |
-
Datum: Samstag, 12. Juli 2025 – Beginn: 15.00 -
Tore: 1-0 32. Friedrich, 1-1 67. Fechtner, 2-1 68. Sandring, 2-2 82.
Weirauch, 2-3 86. Fechtner, 2-4 90.+1 Döltz -
Verwarnungen: Hellige, Friedrich, Mangapa Ndhlovu, NN (Barby), Lachner
(Plötzkau) -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Barby (Kap. 1.150, davon 50 Sitzplätze) |
Universitätssportclub Magdeburg Strikers |
156/5 : 150/10 |
Sport Club Naumburg Cricket |
-
Datum: Sonntag, 13. Juli 2025 – Beginn: 11.00 - Statistik:
siehe Scorecard auf SCV! -
Austragungsort: USC Cricket Ground im Elbauenpark (Kap. 2.000 Stehplätze) |
SV Fortuna Schneidlingen 1919 |
6 : 0 (0:1) |
1. Fußball-Sport-Verein Nienburg |
-
Datum: Sonntag, 13. Juli 2025 – Beginn: 15.00 -
Tore: 0-1 40. Lietz, 0-2 53. Ebeling, 0-3 58. Lehmann, 0-4 61. Reichel, 0-5
63. Dauch, 0-6 80. Knop -
Verwarnungen: 1x Nienburg -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Schneidlingen (Kap. 750, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: a) Football in Drohndorf: D.-Mehringen vs. Stassfurt 09 b) Football in Barby: SSV BW Barby vs. SV Plötzkau c)
Football in Schneidlingen: Fortuna vs. Nienburg |
Immer wieder die beste Saisonvorbereitung: der Sparkassencup im Salzland.
Erstvertretungen von Kreisklasse bis Landesliga treten im KO-System
gegeneinander an und bestimmen binnen knapp 3 Wochen den Sieger, der zumeist
entweder Staßfurt 09 oder SC Bernburg heißt... Mit Staßfurt 09 ging es am Freitag auch gleich los. Beim FSV
Drohndorf-Mehringen, einem Absteiger aus der Landesklasse in die
Kreisoberliga, ließ der Verbandsligaabsteiger nichts anbrennen. Ein direkter
Freistoß an den Innenpfosten nach wenigen Minuten, mehrfach durch die Abwehr
durchgespielt und immerhin jede zweite, dritte Chance verwandelt und schon
stand es 0:4. Nach der Pause einer der ganz wenigen Drohndorfer Angriffe zum
Ehrentor, danach aber wieder mehrfach die Abwehr überspielt und hoch unters
Tordach eingeschossen zum 1:7 Endstand. Der einzige richtige Sportplatz in Drohndorf und Mehringen
befindet sich in Drohndorf unweit eines alten Gehöfts, dessen Taubenturm
direkt neben dem Eingang, welcher eine Brücke über einen Bach darstellt,
steht. Am Eingangstor ist zudem aus Metall eine Kuh dargestellt. Sonst ist
der Platz auch recht ländlich, von Bäumen umgeben, flaches Sportlerheim,
einige Holzbänke unter den Linden, kleiner Graswall, sogar ein kleiner
Sprecherturm mit manueller Anzeigetafel. Drohndorf hat viele ältere Häuser, im Kern auch eine alte Kirche
und mehrere schöne Gehöfte. Mehringen ist weniger sehenswert, hat aber auch
eine Kirche auf einem Hügel mit aufwändigem Kriegerdenkmal zu bieten. Immer
wieder gut ist auch der Dönerimbiss, der an einem Gehöft gutes Essen zum
Mitnehmen anbietet. |
Am Samstag stieg ich von Staßfurt aus aufs Rad, da meine
Gastgeber eine Geburtstagsfeier einer Verwandten hatten. Erst ging es den
Boderadweg via Neugattersleben bis zur Mündung in Nienburg entlang, dann dort
den Saaleradweg über Calbe, Damaschkeplan, Tornitz und Werkleitz zur
Saalemündung in die Elbe bei Barby. Barby soll vom Althochdeutschen „barer
Bogen“, ein waldloser Ort an einer Flusskrümmung, stammen. Hat jedenfalls
nichts mit Puppen zu tun... Der Ort ist wirklich sehenswert, da voller historischer Bauten,
hat sich aber seit meinem letzten Besuch nicht groß entwickelt. Ich fuhr als
recht bald zum Sportplatz, der ziemlich öde und kahl am westlichen Ortsrand
liegt. Sporthalle und Umkleiden dran, kein Sportlerheim sondern nur eine
Fresshütte wo es aber richtig schöne Vereinsbecher gab. Das Wappen zeigt einen der Türme der Stadt, das Prinzesschen. Ein paar Holzbänke gibt es, der Faustballplatz nebenan hat aber mehr und
sieht richtig gut aus (werde ich mal ein Spiel bzw. Turnier gucken
sicherlich!) Auch hier ein Spiel im Sparkassencup, und wie auch Freitag der
favorisierte und zwei Klassen höhere Gast dauernd am Drücker – doch Plötzkau
traf nicht, viel zu harmlos vorne. Barby war mit dem zweiten, dritten Angriff
nach einer halben Stunde erfolgreich. Nach der Pause das gleiche Spiel, nach
mehr als einer Stunde traf auch Plötzkau mal, doch postwendend mit der ersten
Torchance in Hälfte zwei die erneute Führung von Barby. In der Schlussphase
gaben sie jedoch das Spiel aus der Hand: zwischen der 82. und der 91. fielen
noch drei Treffer für den favorisierten Gast aus der Landesklasse. Spruch des Tages auch von Plötzkau in Richtung des bis zum 2:2
ständig Zeit schindenden Barbyer Torwarts: „Eeeyyyy, Fußball is n Bewegungsspiel,
du Spinner!!!“ |
Am Sonntag wurde mal nicht nur der Wettbewerb, sondern gleich die
Sportart gewechselt: In den letzten Jahren sind v.a. durch afghanische
Flüchtlinge und auch indische sowie pakistanische Studenten auch im Osten einige
Cricketteams gegründet worden. Als ich vor 10, 12 Jahren immer mal Ost-Regionalliga
geguckt hatte, waren außer Berlin nur Werder/Havel und Dresden Standorte. Nun
haben auch in Sachsen-Anhalt Halle, Naumburg und Magdeburg Cricket zu bieten.
Die Magdeburger Mannschaften sind dabei im USC organisiert und spielen im
Elbauenpark. Was gut klingt, ist für neutrale Besucher scheiße, da die klamme
Stadt satte 5€ für den Besuch des Parks verlangt. Man kann aber übrigens auch
unauffällig östlich vom Cricket Ground über ein knapp 2 Meter hohes Metalltor
steigen... Der Ground liegt gut an der begrünten Müllhalde zwischen einem Graben
und dem Damwildgehege hinter den Fußball- und Volleyballplätzen. Für die
Spieler ist er jedoch eine Zumutung, da zwar die Pitch gut ausgelegt wurde,
aber das Field völlig uneben ist und ein Schotterweg durch eines der
Outfields führt und zudem kleine Büsche im Bereich des Outfields stehen. Ich
fragte gleich den nächsten Spieler, der herumsaß, was passiert, wenn so ein
Busch getroffen wird – tatsächlich muss der Schiri (Umpire) einschätzen, ob
der Ball das Aus erreicht hätte (4 Punkte) oder noch gestoppt worden wäre (1
oder 2 Punkte je nach Wechsel der Batsmen)... Die Partie war durchwachsen, denn manch ein Spieler beider Teams
feuerte regelmäßig Vier- und Sechspunkteschläge ab, andere hauten Luftlöcher
oder traten vor den Ball statt zu schlagen... Leg before wicket war auch
ständig Streitpunkt, die ganzen Südasiaten waren ständig am diskutieren und
zogen so die Partie unnötig in die Länge. Die Spiele die ich 2023 mal auf
Guernsey gesehen habe, waren von der Liga nominell vergleichbar: deutlich
höheres Niveau bei den Briten und ganz andere Disziplin. Aber die neue T20
Regionalliga ist schon mal viel besser als dieses langatmige T50 was sonst
immer gespielt wurde... |
Nach dem Cricketspiel ging es zügig nach Schneidlingen, wo nun
ein drittes Sparkassencupspiel anstand. Nach schon eher zu hohen 4€ am
Freitag und fairen 3€ gestern, wollte der Vogel bei der Fortuna ernsthaft
4,50€ für den Sieger der Kreisliga gegen ein Landesklasseteam. Da er keine
Karte herausgeben konnte, reduzierte er völlig willkürlich auf 4€. Was sind
das eigentlich für Verhältnisse bei Fortuna Schneidlingen? Nirgendwo stehen
Preise (wird hier verbotenerweise nach Heim- und vermeintlichen Gästefans
unterschiedlich kassiert?!), die dann aufgerufenen Preise sind objektiv viel
zu hoch und dann wird als Zuschauerzahl 100 gemeldet, obwohl da weit über 200
vor Ort waren! Was für Zuschauer da zum Teil rumhingen, war auch nicht
feierlich, wenn man so offen seine Gesinnung oder Dummheit zur Schau
stellt... Auf dem Feld hielt der Underdog lange gut mit, kassierte kurz vor
der Pause das 0:1. Nach dem Seitenwechsel leider eine unwürdige Leistung, ist
Schneidlingen doch immerhin in die Kreisoberliga aufgestiegen und Nienburg
auch nur Landesklasse. Nienburg schoss die Gastgeber noch mit 0:6 ab. Die Sportanlage in Schneidlingen ist übrigens besuchenswert. Der
Nebenplatz, wo ich vor einigen Jahren mal die II. Mannschaft gesehen habe,
wird kaum noch genutzt, der Hauptplatz hat ein großes Sportlerheim, mit
Vereinsgraffiti verzierte Umkleidegebäude, zwei uralte Stehstufen und einige
Holzbänke in den blau-weißen Vereinsfarben. Der Sparkassencup lohnte insgesamt gesehen wieder den Besuch,
weitere Spiele dieses Wettbewerbs werde ich diese Saison aber sicherlich
nicht besuchen. |
Statistik: - Grounds: 3.845 (Fr 1, Sa 1, So 2; diese Saison: 7 neue) - Sportveranstaltungen: 5.382 (Fr 1, Sa 1, So 2; diese Saison: 8) - Tourkilometer: 430km (Fr 190km Auto, Sa 70km Rad, So 170 km
Auto) - Saisonkilometer: 730 (650 Auto, davon 0 Mietwagen/ 80 Fahrrad/ 0
Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32 [letzte
Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 237 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020] |
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Donnerstag, 17. Juli 2025
W3.0237II-IV: Pokalwochenende der Salzlandsparkasse und Cricket im Elbauenpark
Sonntag, 23. September 2012
W321III: Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn und der Schwarz-Gelb-Sportplatz
Schwarz-Gelb Bernburg/ Eintr. Blau-Gelb Peißen --- 7
TSG Unseburg-Tarthun/ SV Fortuna Schneidlingen - 0
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Salzlandkreis (5. und unterste Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 7-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 3-0
Tore: 1-0 24. (8), 2-0 29. (13), 3-0 34. (10); 4-0 41. (3), 5-0 50. (10), 6-0 57. (10), 7-0 75. (12)
Verwarnungen: (7) von Bernburg
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Schwarz-Gelb Bernburg (Kap. 1.500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Bernburgs Leistung war ja OK, aber Unseburg spielte grauenhaft – insgesamt also ein weniger attraktives Spiel)
VfB Gröbzig 1928 ------------------------------------------ 2
SV Eintracht Emseloh ------------------------------------- 3
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 14.15
Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 4 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 2-3 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-2
Tore: 0-1 30. Daniel Stephansky, 1-1 33. Simon Nagel, 1-2 36. Björn Kortung, 2-2 40. Patrick Bergmann, 2-3 89. Sebastian Dell
Verwarnungen: Thomas Hölzke, Enrico Rathmann, Christopher Stöpel, Sven Berthold (Gröbzig); Rene Ottilie, Björn Kortung, Nico Russkih, David Guba, Sebastian Pönitz (Emseloh)
Platzverweise: keine
Spielort: Thomas-Müntzer-Kampfbahn (Kap. 2.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon angeblich nur 78 zahlende; Gästefans ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und spannendes Spiel!)
Die B-Jugend von Bad Dürrenberg/ Leuna hatte dieses Wochenende spielfrei, also schauten wir mal bei einer anderen B-Jugend-Partie vorbei. Sonntagmorgen hat man ja genug Auswahl in der Hinsicht. Da Anja und ich ohnehin nach Gröbzig zum Landesklassespiel weiter wollten, bot sich das Spiel von Schwarz-Gelb Bernburg B an.
In der B-Jugend hat Schwarz-Gelb Bernburg eine Spielgemeinschaft mit Blau-Gelb Peißen. Die Trikots sind aber orange-schwarz wie die Arbeitsanzüge der Müllabfuhr. Also quasi müllabfuhrfarben... Zum Glück sieht das Stadion nicht auch noch aus wie eine Müllkippe. Es liegt am Stadtrand, von Feldern und Bäumen umgeben. Vieles ist schwarz-gelb gestrichen, die beiden Tribünenstufen leider nicht.
Die Gastmannschaft, eine Spielgemeinschaft von TSG Unseburg/ Tarthun und SV Fortuna Schneidlingen, sah leider keinen Stich gegen die nicht mehr als mittelmäßigen Hausherren. Einzelne Spieler fielen bei Bernburg/ Peißen durch sichere Ballbehandlung und gute Schüsse auf, aber gegen einen ernstzunehmenden Gegner wäre nie ein 7:0 auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel erschienen. Die gerade einmal 8 Mannschaften umfassende Salzlandliga der B-Junioren hatte nicht annähernd die Qualität wie die Saalekreisliga, was mich allerdings keineswegs wunderte. Die Disziplin der Spieler war aber auch im Salzland noch OK – ärgerlich war nur, dass die völlig chancenlose Gastmannschaft (die nicht eine einzige Torgelegenheit in den 80 Minuten erspielen konnte!) einzig durch meckern und provozieren auffiel. Doch die einzige Karte wiederum, sah ein Bernburger Spieler, der sich einfach die dummen Sprüche des sicherlich nicht nur wegen seiner Gewichtsklasse unglaublich schlecht spielenden 14ers von Unseburg nicht mehr kommentarlos anhören wollte: Bei einem solchen Spruch wie „Fick dich Junge, du verfressenes Schwein“ muss aber eben auch eine gelbe Karte gezeigt werden…
Wir fuhren nach Gröbzig, dem ersten Ort in Anhalt-Bitterfeld, weiter. Mit SLK zusammen ist ABI der touristisch unattraktivste Landkreis Sachsen-Anhalts, aber natürlich findet man auch in diesen beiden Kackkreisen schöne Orte. Bernburg im Salzlandkreis ist ja wirklich sehenswert (mit Schlossbesichtigung 2 Stunden, mit Tierpark 4h) und auch im anhaltischen Gröbzig lohnt sich ein Stopp. Dort ist man allerdings schon in 15 Minuten rum, da außer der Kirche, dem massiven Schlossturm – sonst ist von dem Bau leider nichts übriggeblieben – und der Synagoge, die aufgrund der Torbögen mit hebräischen Bibelzitaten auch als solche erkennbar ist, dann doch nichts weiter zu sehen ist.
OK, nichts weiter stimmt allerdings nicht ganz. Beim jüdischen Friedhof befinden sich die Sportanlagen – und das Stadion ist richtig klasse! Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn betritt man zu angemessenen Eintrittspreisen (3€ normal, 2€ Schüler, Studenten, Rentner, Behinderte, 1€ Mitglieder… Warum geht das eigentlich beim TSV Leuna nicht mehr so?!) durch eine von Steinstehlen flankierte Treppe. Linkerhand ist eine dreireihige, von Bäumen beschattete Stehtribüne mit vier Holzbänken, rechterhand eine solche Tribüne mit 12 Holzbänken zu finden. Ein Vereinsheim gibt es auch. Der VfB-Schriftzug an der Mauer hinter dem einen Tor fällt auch gleich ins Auge. Durch den dichten Baumbestand fallen die Flutlichtmasten allerdings nicht so ins Auge – die dürften auch wenig Licht spenden…
VfB Gröbzig und Eintracht Emseloh mussten etwas auf die halleschen Schiedsrichter warten und schenkten sich dann von Beginn an nichts. Es war ein wirklich gutes und sehenswertes Landesklassespiel. Manchmal etwas hart, aber nie unfair. Torszenen gab es reichlich. Treffer aber erst ab der 30. Minute. Dann ging es aber auch Schlag auf Schlag: 0-1 mit Schuss ins Eck aus Nahdistanz, drei Minuten später 1-1 durch Weitschuss ins Eck, dann wieder nur drei Minuten darauf 1-2 für Emseloh durch einen Freistoß und fünf Minuten vor der Pause dass 2-2 mit einem schönen Kopfball über die Torhüterarme.
Nach der Pause ging es kaum weniger interessant und rasant zu, doch Tore wollten keine mehr fallen. Erst eine Minute vor dem Ende gelang der Gastmannschaft, die zwar in der ersten Hälfte deutlich weniger, in der zweiten dafür umso mehr fürs Spiel tat, die dritte Führung in der Partie. Und dieser Flachschuss brachte die Entscheidung: Emseloh holte den dritten Sieg im vierten Spiel, Gröbzig nun leider mit der vierten Niederlage in Folge. Ein so deutlicher Unterschied, wie ihn die Tabelle anzeigt, war aber in keiner Phase auszumachen. Emseloh hatte dann nur das Glück des Geschickteren, dass diese Partie nicht 3:3 oder gar 4:3 für die Platzherren endete!
Statistik:
Grounds: 797 (heute 2 neue; diese Saison: 29 neue)
Sportveranstaltungen: 1.615 (heute 2, diese Saison: 38)
Tageskilometer: 140 (140 Auto)
Saisonkilometer: 11.390 (10.530 Auto/ 780 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [Letzte Serie = Neuer Rekord: 141!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 321
Montag, 25. Oktober 2010
W221I: Handball in Staßfurt und Fußball in Schneidlingen
SV Fortuna Schneidlingen II 2:1 SV Wacker 09 Westeregeln II
Datum: Samstag 23. Oktober 2010, Anstoß: 13.00
Liga: 2. Kreisklasse Salzland, Staffel 3 (12. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 92 Minuten (45/47), Halbzeit: 0:0
Tore: 0:1 72. Nr. 10, 1:1 80. Nr. 6, 2:1 85. Nr. 5
Verwarnungen: 1x Wacker
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportplatz Schneidlingen, Platz II (Kap.: 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (1. Halbzeit Mittelmaß, 2. Halbzeit topp!)
HV Rot-Weiß Staßfurt 32:36 LSV Ziegelheim
Datum: Samstag 23. Oktober 2010, Anwurf: 16.30
Liga: Mitteldeutsche Oberliga (4. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 32:36 nach 60 Minuten, Halbzeit: 13:18
Tore: Retting 12, Scholz 6, Jacobi 3, Bruchno 3, Lingk 3, Stolze 3, Richter 1, Schröder 1 (Staßfurt); Moritz 10, D. Heinig 9, Kley 8, Dr. Reusch 2, A. Heinig 4, Wunderlich 3 (Ziegelheim)
Zeitstrafen: Bruchnow 6, Jakobi 2, Roch 2 (Staßfurt), A. Heinig 2, D. Heinig 2, Bluding 2 (Ziegelheim)
Platzverweise: Bruchnow (Staßfurt, 44. Minute, 3. Zeitstrafe)
Sportanlage: Paul-Merkewitz-Sporthalle (Kap.: 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 275 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Staßfurt zw. 15. und 30. eingebrochen, ansonsten gleichwertiges Spiel auf ordentlichem Niveau)
Photos and English version:
Amateur Football (Reserve Teams): Fortuna Schneidlingen def. Wacker Westeregeln (+ Schneidlingen Castle)
Amateur Handball Top Flight: HV Rot-Weiß Staßfurt lt. LSV Ziegelheim
An diesem Wochenende fuhr ich mit meiner Freundin in die Salzstadt Staßfurt, ihre Heimatstadt. Samstag standen neben Verwandtenbesuch auch zwei Sportveranstaltungen auf dem Programm.
Die erste davon wurde in Schneidlingen, einem 1.300 Einwohner zählenden Dorf, das mittlerweile ein Ortsteil von Hecklingen ist und rund 12km nordwestlich von Staßfurt liegt, ausgetragen. Dort schauten wir uns zuerst das Wasserschloss an, was zwar einen schön sanierten Turm hat, aber außer dem weißen Bergfried mit dem Wappenschild inmitten des Innenhofs ist alles grau, hat vernagelte Fenster und ist absolut renovierungsbedürftig. Da mangelt es aber einfach am Geld. Die Kirche hat aber immerhin eine kürzlich sanierte Turmhaube und ist sonst durch den Baustil auch die zweite Sehenswürdigkeit im Dorf.
Der Sportplatz ist eine ganz nette Anlage, die aus Haupt- und Nebenplatz besteht. Ersterer wird durch ein Tor mit dem gusseisernen Vereinsschriftzug betreten: dort hat man Umkleiden, Vereinsheim und einen mit einer Metallreling umfriedeten und mit Bäumen umstellten Platz. Der Nebenplatz ist ebenfalls dicht mit Bäumen umstanden. Die meisten davon sind Pappeln, die bald reif zum Fällen sein dürften. Vor allem die Torräume sind uneben, doch das gehört zu einem richtigen Kreisklasse-Dorffußballplatz dazu.
Auf dem mit Laub bedeckten Rasen spielten Fortuna Schneidlingens Reserve – die sind 6. von 12 mit 13 Punkten – und die Reserve von Wacker Westeregeln. Der Gast ist als 3. mit 20 Punkten nur 4 Punkte hinter dem Spitzenreiter (einziger Aufstiegsplatz!) 1. FC Aschersleben II. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den am letzten Spieltag mit erst 21 Jahren an Herzversagen verstorbenen Spieler des VfB Glöthe. Die erste Halbzeit war durch die Anzahl vergebener Chancen – besonders der Gastgeber versemmelte etliche Dinger – und starken Zweikämpfe recht ansehnlich und auf durchschnittlichem Amateurniveau. Besser jedoch war Hälfte zwei. Dort dauerte es zwar eine Weile ehe jemand traf und dann auch noch die klar schwächeren Gäste aus Westeregeln. Die hatten zwar zuvor einmal einen Unterkantelattentreffer, aber dieses aus einem Abwehrfehler resultierende Führungstor war wirklich nicht besonders hervorhebenswert. Ganz anders der Ausgleich: 80 Minuten lang gab es nur schwache Freistöße, doch dann traf der Sechser von Schneidlingen aus 20 Metern vom linken Strafraumeck in den rechten Winkel. Herrlich! Auch das völlig verdiente 2:1 war ein klasse Treffer, der durch einen Heber aus 25 Metern über den Torwart fiel. Ein wirklich sehenswertes und spannendes Spiel ging mit einer vergebenen Doppelchance der Westeregelner zu Ende und fand so einen verdienten Sieger.
Das war das erste gute Fußballspiel im Salzlandkreis, das ich gesehen habe. Wieso man dafür aber 2€ zahlen soll – habe ich bisher noch nie für diese Spielklasse – ist mir aber schleierhaft. Da eine räumliche Trennung zum Hauptspiel um 14 Uhr auf Platz I erfolgen sollte, ist das einfache eine Frechheit, da schon den Eintritt fürs Hauptspiel zu verlangen. Im Übrigen ist ja das Spielniveau sonst nicht so gut wie in Burgenland- oder Saalekreis sowie Leipziger Land oder Halle. Was mir außer dem Spielniveau – was ja jetzt auffällig gut war – außerdem nie gefallen hat im Salzlandkreis, waren die schlechten Radwege. Mich wunderte es wirklich nicht, dass ich gerade auf dem Weg von Löderburg nach Staßfurt einen Platten in den einen der guten Reifen gefahren habe. Die Wege sind richtig schlecht...
Mit einem Kilometer schieben kam ich trotzdem noch klar vor Anwurf des Handballspiels der mitteldeutschen Liga, der höchsten Amateurhandballliga, an. Der HV Rot-Weiß Staßfurt ist ein noch junger Verein, doch er hat einen großen Vorgänger. Er ist der Nachfolger von Concordia Staßfurt, deren Handballabteilung am Halbprofibetrieb bankrott gegangen ist und aufgelöst wurde. Das zog auch die restlichen Abteilungen wie Kampfsport, Hockey u.a. in Mitleidenschaft, sodass sie sich auf andere Vereine der Umgebung wie Lok Güsten oder TSV Neundorf verteilen. Die Handballabteilung hielt sich als Neugründung aber glücklicherweise wenigstens im oberen Amateurbereich, auch wenn sie leider ein Abstiegskandidat in der höchsten Amateurspielklasse sind. Für sachsen-anhaltische Vereine ist diese Spielklasse die „Oberliga Mitteldeutschland“, geordnet nach der verqueren politischen Definition von „Mitteldeutschland“, wo neben Thüringen und Sachsen-Anhalt auch Sachsen dazu zählt: wo ist dann eigentlich Ostdeutschland? Böhmen und Schlesien?
Da ich mich noch nicht so eingehend darüber informiert habe, verzichte ich auf Bemerkungen zur Ligenneuordnung, außer: musst ihr Handballfunktionäre unbedingt die Fußballfunktionäre nachmachen?
In Staßfurt war heute der Landsportverein Ziegelheim, der aus dem ostthüringischen Wieratal – zwischen Altenburg und Zwickau gelegen – in den Salzlandkreis hochfuhr, zugast. Beide Teams waren nicht ideal gestartet, aber mit zwei Siegen + drei Niederlagen (HV) bzw. einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen (LSV) besser als Naumburg, die ihrer Rolle als Abstiegskandidat Nummer 1 mit fünf Niederlagen in Serie alle Ehre machen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe führen übrigens mit hervorragenden fünf Siegen und 165:137 Toren
Die Halle kann ich für Groundhopper, die denken, alle Sporthallen sähen gleich aus, empfehlen. Natürlich sind Fußballstadien oder andere vergleichbare Sportstätten (Rugbystadien, Cricketovale) abwechslungsreicher, aber auch manch eine Sporthalle ist mehr als nur ein gesichtsloser Kasten mit den immergleichen Bänken. Die Paul-Merkewitz-Sporthalle, nach einem Staßfurter Sportorganisator benannt, ist ein 1952 umgebauter Salzspeicher (von anderen habe ich etwas von Markthalle gehört), der mich sehr an die ehemalige Markthalle und jetzt seit Jahrzehnten schon vom SC Magdeburg für die Reservemannschaft und Jugendteams, aber auch von Basketballern und anderen Sportlern genutzte Hermann-Gieseler-Sporthalle. Diese ist die einzige Sporthalle, die von mir 10 Wertungspunkte bekommen hat. Dass die Staßfurter Halle nur 6,5 Punkte erhält, hängt damit zusammen, dass a) sie baulich nicht geschlossen ist, wie die in Magdeburg: die Hintertortribüne ist nicht im selben Baustil wie die Längsseiten: dort sind auch nur so moderne Bänke, aber wenigstens ordentlich eingepasst worden und b) die Sicht eine Katastrophe ist: und zwar auf fast allen Plätzen. Entweder sitzt man zu tief, hat aber wenigstens kein Netz und keine Balken vorm Nischel (die jeweils ersten Reihen der Längsseiten) oder man befindet sich auf besserer Höhe, jedoch unter einer mit Balken und Leitern verbauten Längstribüne oder man sitzt auf guter Höhe aber ist recht weit weg vom Feld und hat ein störendes Netz im Blick (Hintertortribüne). Schlimm ist aber vor allem, dass man dann 5€ - andererseits sind für Studenten, Schüler usw. großzügige Ermäßigungen drin: ich zahlte nur 2,50€ - zahlen muss. Leider ist der Preis aber auch mittlerweile Standard in der Liga: als Staßfurt in den letzten Saisons noch die jetzt Sachsen-Anhalt-Liga (5. Liga, 2. Amateurliga) spielenden Spergauer und Franklebener als Gegner hatte, galten 5€ Eintritt noch als unverschämt hoch, da die beiden genannten z.B. nur 3€ verlangten.
Trotz aller Mängel ist das eine sehr sehenswerte Halle, deren Besuch lohnt!
Das Spiel lohnte ebenfalls das Kommen, wobei der HV Rot-Weiß leider nach 15 guten Minuten einbrach und die Ziegelheimer mit bis zur sechs Toren davon zogen. Der Thüringer Gast gewann das Spiel durch die starke zweite Hälfte der ersten Halbzeit und durch ihr konstant gutes Spiel in der zweiten Halbzeit, in der sie Staßfurt nach bis zu neun Toren Vorsprung erst kurz vor Schluss etwas aufholen ließen. Auf beiden Seiten gab es schöne Tore zu sehen, wobei der Staßfurter Angriff mit jenem von Ziegelheim nicht mithalten konnte. Es ist auch bedenklich, wenn ein einziger Spieler mehr als ein Drittel der Tore wirft, wie das Staßfurts Retting fertig brachte.
Die Zuschauerkulisse war gar nicht schlecht. Die Heimfans klatschten und trommelten zwar sehr monoton aber wenigstens ausdauernd – ab und an gab es auch mal Zwischenrufe oder es wurde tobend aufgesprungen – und auch in den Schwächephasen ihres Teams machten sie Lärm. Doch besser war eindeutig der erstaunlich zahlreiche Gästeanhang: 50 Leute, einige mit Schals, ein Banner und mehrere Trommeln dabei und dann wirklich ausdauernd am anfeuern und dann teilweise auch noch mit Sprechchören. Ich sollte mal in den nächsten Monaten ein Heimspiel von denen besuchen...
Statistik:
Ground Nr. 488 (zwei neue Grounds; diese Saison: 38 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.163 und 1.164 (diese Saison: 51)
Tageskilometer: Freitag 70km Rad, heute 40km Fahrrad
Saisonkilometer: 11.370 (8.170 Auto/ 1.480 Fahrrad/ 920 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 221
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