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Donnerstag, 17. Juli 2025

W3.0237II-IV: Pokalwochenende der Salzlandsparkasse und Cricket im Elbauenpark

FSV Drohndorf-Mehringen 1990

1 : 7 (0:4)

SV Staßfurt 1909

- Datum: Freitag, 11. Juli 2025 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: 1. Runde des 23. Sparkassen Cups (Saisonvorbereitungspokalturnier: Salzlandoberliga, 9. Spielklasse, 4. Amateurliga (Absteiger aus der Landesklasse) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt Nord, 7. Spielklasse, 2. Amateurliga (Absteiger aus der Verbandsliga))
- Ergebnis: 1-7 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-4

- Tore: 0-1 2. Roldan Arias, 0-2 17. Schmidt-Daul, 0-3 34. Stollberg, 0-4 43. Kreutzer, 1-4 63. Jahn, 1-5 66. Pumptow, 1-6 77. Pumptow, 1-7 81. Pumptow

- Verwarnungen: 1x FSV

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Drohndorf (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 230 (davon 190 zahlende und mind. 30 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

SSV Blau-Weiß Barby 1904

2 : 4 (1:0)

SV Plötzkau 1921

- Datum: Samstag, 12. Juli 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: 1. Runde des 23. Sparkassen Cups (Saisonvorbereitungspokalturnier: Kreisliga Salzland, 10. Spielklasse, 5. Amateurliga gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt Nord Staffel 3, 8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 99 (49/50) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 32. Friedrich, 1-1 67. Fechtner, 2-1 68. Sandring, 2-2 82. Weirauch, 2-3 86. Fechtner, 2-4 90.+1 Döltz

- Verwarnungen: Hellige, Friedrich, Mangapa Ndhlovu, NN (Barby), Lachner (Plötzkau)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Barby (Kap. 1.150, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon 50 zahlende und ca. 40 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Universitätssportclub Magdeburg Strikers

156/5 : 150/10

Sport Club Naumburg Cricket

- Datum: Sonntag, 13. Juli 2025 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Sächsischer Cricket Verbands T20 Regionalliga (2. und unterste Spielklasse im deutschen Cricket, Spielvariante Twenty20)
- Ergebnis: USC Magdeburg Strikers gewinnen mit 5 Wickets nach 20 bzw. 19.2 Overs nach ca. 240 Minuten

- Statistik: siehe Scorecard auf SCV! 

- Austragungsort: USC Cricket Ground im Elbauenpark (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: 2 Neutrale
- Spielbewertung: 4,5/10

SV Fortuna Schneidlingen 1919

6 : 0 (0:1)

1. Fußball-Sport-Verein Nienburg

- Datum: Sonntag, 13. Juli 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: 1. Runde des 23. Sparkassen Cups (Saisonvorbereitungspokalturnier: Salzlandliga, 9. Spielklasse, 4. Amateurliga (Aufsteiger aus der Kreisliga) gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt Nord Staffel 3, 8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-6 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 40. Lietz, 0-2 53. Ebeling, 0-3 58. Lehmann, 0-4 61. Reichel, 0-5 63. Dauch, 0-6 80. Knop

- Verwarnungen: 1x Nienburg

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportplatz Schneidlingen (Kap. 750, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 230 (davon angeblich nur 100 zahlende und ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Werkleitz

Photos with English commentary:

a) Football in Drohndorf: D.-Mehringen vs. Stassfurt 09

b) Football in Barby: SSV BW Barby vs. SV Plötzkau

c) Football in Schneidlingen: Fortuna vs. Nienburg

d) Cricket in Magdeburg: USC Strikers vs. SC Naumburg

e) Sightseeing Salzlandkreis: Drohndorf, Mehringen, Staßfurt, Hohenerxleben, Nienburg, Jesarbruch, Damaschkeplan, Tornitz, Werkleitz, Barby, Schneidlingen

f) Older pictures from Barby near Stassfurt 

Immer wieder die beste Saisonvorbereitung: der Sparkassencup im Salzland. Erstvertretungen von Kreisklasse bis Landesliga treten im KO-System gegeneinander an und bestimmen binnen knapp 3 Wochen den Sieger, der zumeist entweder Staßfurt 09 oder SC Bernburg heißt...

Mit Staßfurt 09 ging es am Freitag auch gleich los. Beim FSV Drohndorf-Mehringen, einem Absteiger aus der Landesklasse in die Kreisoberliga, ließ der Verbandsligaabsteiger nichts anbrennen. Ein direkter Freistoß an den Innenpfosten nach wenigen Minuten, mehrfach durch die Abwehr durchgespielt und immerhin jede zweite, dritte Chance verwandelt und schon stand es 0:4. Nach der Pause einer der ganz wenigen Drohndorfer Angriffe zum Ehrentor, danach aber wieder mehrfach die Abwehr überspielt und hoch unters Tordach eingeschossen zum 1:7 Endstand.

Der einzige richtige Sportplatz in Drohndorf und Mehringen befindet sich in Drohndorf unweit eines alten Gehöfts, dessen Taubenturm direkt neben dem Eingang, welcher eine Brücke über einen Bach darstellt, steht. Am Eingangstor ist zudem aus Metall eine Kuh dargestellt. Sonst ist der Platz auch recht ländlich, von Bäumen umgeben, flaches Sportlerheim, einige Holzbänke unter den Linden, kleiner Graswall, sogar ein kleiner Sprecherturm mit manueller Anzeigetafel.

Drohndorf hat viele ältere Häuser, im Kern auch eine alte Kirche und mehrere schöne Gehöfte. Mehringen ist weniger sehenswert, hat aber auch eine Kirche auf einem Hügel mit aufwändigem Kriegerdenkmal zu bieten. Immer wieder gut ist auch der Dönerimbiss, der an einem Gehöft gutes Essen zum Mitnehmen anbietet.

FSV Drohndorf-Mehringen 1:7 SV 09 Staßfurt

Am Samstag stieg ich von Staßfurt aus aufs Rad, da meine Gastgeber eine Geburtstagsfeier einer Verwandten hatten. Erst ging es den Boderadweg via Neugattersleben bis zur Mündung in Nienburg entlang, dann dort den Saaleradweg über Calbe, Damaschkeplan, Tornitz und Werkleitz zur Saalemündung in die Elbe bei Barby. Barby soll vom Althochdeutschen „barer Bogen“, ein waldloser Ort an einer Flusskrümmung, stammen. Hat jedenfalls nichts mit Puppen zu tun...

Der Ort ist wirklich sehenswert, da voller historischer Bauten, hat sich aber seit meinem letzten Besuch nicht groß entwickelt. Ich fuhr als recht bald zum Sportplatz, der ziemlich öde und kahl am westlichen Ortsrand liegt. Sporthalle und Umkleiden dran, kein Sportlerheim sondern nur eine Fresshütte wo es aber richtig schöne Vereinsbecher gab. Das Wappen zeigt einen der Türme der Stadt, das Prinzesschen. Ein paar Holzbänke gibt es, der Faustballplatz nebenan hat aber mehr und sieht richtig gut aus (werde ich mal ein Spiel bzw. Turnier gucken sicherlich!)

Auch hier ein Spiel im Sparkassencup, und wie auch Freitag der favorisierte und zwei Klassen höhere Gast dauernd am Drücker – doch Plötzkau traf nicht, viel zu harmlos vorne. Barby war mit dem zweiten, dritten Angriff nach einer halben Stunde erfolgreich. Nach der Pause das gleiche Spiel, nach mehr als einer Stunde traf auch Plötzkau mal, doch postwendend mit der ersten Torchance in Hälfte zwei die erneute Führung von Barby. In der Schlussphase gaben sie jedoch das Spiel aus der Hand: zwischen der 82. und der 91. fielen noch drei Treffer für den favorisierten Gast aus der Landesklasse.

Spruch des Tages auch von Plötzkau in Richtung des bis zum 2:2 ständig Zeit schindenden Barbyer Torwarts: „Eeeyyyy, Fußball is n Bewegungsspiel, du Spinner!!!“

SSV Blau-Weiß Barby 2:4 SV Plötzkau 1921

Am Sonntag wurde mal nicht nur der Wettbewerb, sondern gleich die Sportart gewechselt: In den letzten Jahren sind v.a. durch afghanische Flüchtlinge und auch indische sowie pakistanische Studenten auch im Osten einige Cricketteams gegründet worden. Als ich vor 10, 12 Jahren immer mal Ost-Regionalliga geguckt hatte, waren außer Berlin nur Werder/Havel und Dresden Standorte. Nun haben auch in Sachsen-Anhalt Halle, Naumburg und Magdeburg Cricket zu bieten. Die Magdeburger Mannschaften sind dabei im USC organisiert und spielen im Elbauenpark. Was gut klingt, ist für neutrale Besucher scheiße, da die klamme Stadt satte 5€ für den Besuch des Parks verlangt. Man kann aber übrigens auch unauffällig östlich vom Cricket Ground über ein knapp 2 Meter hohes Metalltor steigen...

Der Ground liegt gut an der begrünten Müllhalde zwischen einem Graben und dem Damwildgehege hinter den Fußball- und Volleyballplätzen. Für die Spieler ist er jedoch eine Zumutung, da zwar die Pitch gut ausgelegt wurde, aber das Field völlig uneben ist und ein Schotterweg durch eines der Outfields führt und zudem kleine Büsche im Bereich des Outfields stehen. Ich fragte gleich den nächsten Spieler, der herumsaß, was passiert, wenn so ein Busch getroffen wird – tatsächlich muss der Schiri (Umpire) einschätzen, ob der Ball das Aus erreicht hätte (4 Punkte) oder noch gestoppt worden wäre (1 oder 2 Punkte je nach Wechsel der Batsmen)...

Die Partie war durchwachsen, denn manch ein Spieler beider Teams feuerte regelmäßig Vier- und Sechspunkteschläge ab, andere hauten Luftlöcher oder traten vor den Ball statt zu schlagen... Leg before wicket war auch ständig Streitpunkt, die ganzen Südasiaten waren ständig am diskutieren und zogen so die Partie unnötig in die Länge. Die Spiele die ich 2023 mal auf Guernsey gesehen habe, waren von der Liga nominell vergleichbar: deutlich höheres Niveau bei den Briten und ganz andere Disziplin. Aber die neue T20 Regionalliga ist schon mal viel besser als dieses langatmige T50 was sonst immer gespielt wurde...

USC Magdeburg Strikers 156/5:150/10 SC Naumburg

Nach dem Cricketspiel ging es zügig nach Schneidlingen, wo nun ein drittes Sparkassencupspiel anstand. Nach schon eher zu hohen 4€ am Freitag und fairen 3€ gestern, wollte der Vogel bei der Fortuna ernsthaft 4,50€ für den Sieger der Kreisliga gegen ein Landesklasseteam. Da er keine Karte herausgeben konnte, reduzierte er völlig willkürlich auf 4€. Was sind das eigentlich für Verhältnisse bei Fortuna Schneidlingen? Nirgendwo stehen Preise (wird hier verbotenerweise nach Heim- und vermeintlichen Gästefans unterschiedlich kassiert?!), die dann aufgerufenen Preise sind objektiv viel zu hoch und dann wird als Zuschauerzahl 100 gemeldet, obwohl da weit über 200 vor Ort waren! Was für Zuschauer da zum Teil rumhingen, war auch nicht feierlich, wenn man so offen seine Gesinnung oder Dummheit zur Schau stellt...

Auf dem Feld hielt der Underdog lange gut mit, kassierte kurz vor der Pause das 0:1. Nach dem Seitenwechsel leider eine unwürdige Leistung, ist Schneidlingen doch immerhin in die Kreisoberliga aufgestiegen und Nienburg auch nur Landesklasse. Nienburg schoss die Gastgeber noch mit 0:6 ab.

Die Sportanlage in Schneidlingen ist übrigens besuchenswert. Der Nebenplatz, wo ich vor einigen Jahren mal die II. Mannschaft gesehen habe, wird kaum noch genutzt, der Hauptplatz hat ein großes Sportlerheim, mit Vereinsgraffiti verzierte Umkleidegebäude, zwei uralte Stehstufen und einige Holzbänke in den blau-weißen Vereinsfarben.

Der Sparkassencup lohnte insgesamt gesehen wieder den Besuch, weitere Spiele dieses Wettbewerbs werde ich diese Saison aber sicherlich nicht besuchen.

SV Fortuna Schneidlingen 0:6 1.FSV Nienburg

Statistik:

- Grounds: 3.845 (Fr 1, Sa 1, So 2; diese Saison: 7 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.382 (Fr 1, Sa 1, So 2; diese Saison: 8)

- Tourkilometer: 430km (Fr 190km Auto, Sa 70km Rad, So 170 km Auto)

- Saisonkilometer: 730 (650 Auto, davon 0 Mietwagen/ 80 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 32 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 237 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Freitag, 24. Februar 2012

W291III: Harter 5:3-Sieg auf dem Hartplatz

Schönebecker SV 1861 5:3 SG Gnadau 1973
Datum: Donnerstag, 23. Februar 2011 – Anstoß: 18.30
Wettbewerb: Testspiel Landesliga Nord gegen Salzlandliga (7. Liga, 2. Amateurliga gegen 9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 5:3 nach 86 Min. (43/43) – Halbzeit: 2:1
Tore: 1-0 18. (Nr. 7), 1-1 32. Oppelt, 2-1 39. (Nr. 17), 2-2 53. Feickert, 3-2 69. (Nr. 11), 3-3 79. Frauendorf (Elfmeter), 4-3 80. (Nr. 7), 5-3 83. (Nr. 13)
Vergebener Elfmeter: 76. Gnadau-Torwart Merker wehrt Strafstoß von Schönebecks Nr. 10 ab
Verwarnungen: Nr. 6 (SSV); Frauendorf (Gnadau)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportforum Schönebeck, Platz 3/ Hartplatz (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 15 (davon 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Richtig gutes Testspiel, bei dem sich der haushohe Favorit reichlich schwer tat gegen starke Gäste, sodass ein spannendes Spiel zustande kam)
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Photos and English Version:

Nach einer Trainingseinheit in Schneidlingen zur Mittagszeit wollten wir auch noch beim Fußball zuschauen. Dazu bot sich das Testspiel in Schönebeck einfach zu sehr an. Auf dem Hartplatz des Sportforums, einer wirklich schönen Anlage (aufgrund des Hauptstadions), trafen der Schönebecker SV, in der Landesliga Nord auf Platz 3 hinter dem Stadtrivalen SSC, und die SG Gnadau, 11. in der Kreisoberliga Salzland, aufeinander.

Der Hartplatz ist über einen Weg, der an der KFV-Geschäftstelle links vorbeiführt, erreichbar und bietet locker 1.000 Stehplätze an einer in den Vereinsfarben rot und weiß gestrichenen Metallreling sowie auf dem niedrigen Graswall hinter dem einen Tor und teilweise auch auf den höheren, aber teils zugewucherten Graswall auf der einen Längsseite. Kurioserweise befinden sich die Wechselbänke rechts und links des einen Tores.

Vor 15 Zuschauern legten beide Teams ein gutes Spiel hin. Es dauerte erstmal eine Weile, bis die beiden Mannschaften in Fahrt kamen, doch nach dem 1:0 aus spitzem Winkel von Schönebeck nach 18 Minuten, wurde das Spiel stetig besser. 2:1 stand es bei Halbzeit. Nach der Pause wurde das Spiel noch besser und Gnadau erreichte den Ausgleich nach einem harten Zweikampf zwischen dem Schönebecker Torwart und einem Gnadauer Stürmer. Nach der erneuten Führung hatte der Gastgeber die Chance mit dem 4:2 die Entscheidung zu erzwingen, doch der zweifelhafte Foulelfmeter wurde vom Torwart der Gnadauer pariert. Fast im Gegenzug gab es ein eindeutigeres Foul im Strafraum, das zu Recht zu einem weiteren Elfmeter führte. Diesmal halt für den Gast aus dem nahe Schönebeck gelegenen Dorf das zur Gemeinde Barby zählt. Dieser Strafstoß wurde souverän im unteren linken Eck untergebracht. Doch beim Unentscheiden blieb es nicht: ein Torwartfehler und ein Abstauber aus 5cm Entfernung und schon stand es doch noch 5-3.

Wie gesagt: ein wirklich sehenswertes Spiel da auf dem Ascheplatz und der Kreisoberligist hat toll mitgehalten!
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Statistik:
Grounds: 706 (heute 1 neuer; diese Saison: 112 neue)
Sportveranstaltungen: 1.471 (heute 1, diese Saison: 157)
Tageskilometer: 100 (100 Auto)
Saisonkilometer: 31.360 (22.790 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.960 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 291

Montag, 25. Oktober 2010

W221I: Handball in Staßfurt und Fußball in Schneidlingen

SV Fortuna Schneidlingen II 2:1 SV Wacker 09 Westeregeln II Datum: Samstag 23. Oktober 2010, Anstoß: 13.00 Liga: 2. Kreisklasse Salzland, Staffel 3 (12. Liga, 7. und unterste Amateurliga) Ergebnis: 2:1 nach 92 Minuten (45/47), Halbzeit: 0:0 Tore: 0:1 72. Nr. 10, 1:1 80. Nr. 6, 2:1 85. Nr. 5 Verwarnungen: 1x Wacker Platzverweise: keine Sportanlage: Sportplatz Schneidlingen, Platz II (Kap.: 1.000 Stehplätze) Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans) Unterhaltungswert: 7,0/10 (1. Halbzeit Mittelmaß, 2. Halbzeit topp!) HV Rot-Weiß Staßfurt 32:36 LSV Ziegelheim Datum: Samstag 23. Oktober 2010, Anwurf: 16.30 Liga: Mitteldeutsche Oberliga (4. Liga, 1. Amateurliga) Ergebnis: 32:36 nach 60 Minuten, Halbzeit: 13:18 Tore: Retting 12, Scholz 6, Jacobi 3, Bruchno 3, Lingk 3, Stolze 3, Richter 1, Schröder 1 (Staßfurt); Moritz 10, D. Heinig 9, Kley 8, Dr. Reusch 2, A. Heinig 4, Wunderlich 3 (Ziegelheim) Zeitstrafen: Bruchnow 6, Jakobi 2, Roch 2 (Staßfurt), A. Heinig 2, D. Heinig 2, Bluding 2 (Ziegelheim) Platzverweise: Bruchnow (Staßfurt, 44. Minute, 3. Zeitstrafe) Sportanlage: Paul-Merkewitz-Sporthalle (Kap.: 500 Sitzplätze) Zuschauer: ca. 275 (davon ca. 50 Gästefans) Unterhaltungswert: 6,5/10 (Staßfurt zw. 15. und 30. eingebrochen, ansonsten gleichwertiges Spiel auf ordentlichem Niveau) IMG_8632 Photos and English version: Amateur Football (Reserve Teams): Fortuna Schneidlingen def. Wacker Westeregeln (+ Schneidlingen Castle) Amateur Handball Top Flight: HV Rot-Weiß Staßfurt lt. LSV Ziegelheim An diesem Wochenende fuhr ich mit meiner Freundin in die Salzstadt Staßfurt, ihre Heimatstadt. Samstag standen neben Verwandtenbesuch auch zwei Sportveranstaltungen auf dem Programm. Die erste davon wurde in Schneidlingen, einem 1.300 Einwohner zählenden Dorf, das mittlerweile ein Ortsteil von Hecklingen ist und rund 12km nordwestlich von Staßfurt liegt, ausgetragen. Dort schauten wir uns zuerst das Wasserschloss an, was zwar einen schön sanierten Turm hat, aber außer dem weißen Bergfried mit dem Wappenschild inmitten des Innenhofs ist alles grau, hat vernagelte Fenster und ist absolut renovierungsbedürftig. Da mangelt es aber einfach am Geld. Die Kirche hat aber immerhin eine kürzlich sanierte Turmhaube und ist sonst durch den Baustil auch die zweite Sehenswürdigkeit im Dorf. Der Sportplatz ist eine ganz nette Anlage, die aus Haupt- und Nebenplatz besteht. Ersterer wird durch ein Tor mit dem gusseisernen Vereinsschriftzug betreten: dort hat man Umkleiden, Vereinsheim und einen mit einer Metallreling umfriedeten und mit Bäumen umstellten Platz. Der Nebenplatz ist ebenfalls dicht mit Bäumen umstanden. Die meisten davon sind Pappeln, die bald reif zum Fällen sein dürften. Vor allem die Torräume sind uneben, doch das gehört zu einem richtigen Kreisklasse-Dorffußballplatz dazu. Auf dem mit Laub bedeckten Rasen spielten Fortuna Schneidlingens Reserve – die sind 6. von 12 mit 13 Punkten – und die Reserve von Wacker Westeregeln. Der Gast ist als 3. mit 20 Punkten nur 4 Punkte hinter dem Spitzenreiter (einziger Aufstiegsplatz!) 1. FC Aschersleben II. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den am letzten Spieltag mit erst 21 Jahren an Herzversagen verstorbenen Spieler des VfB Glöthe. Die erste Halbzeit war durch die Anzahl vergebener Chancen – besonders der Gastgeber versemmelte etliche Dinger – und starken Zweikämpfe recht ansehnlich und auf durchschnittlichem Amateurniveau. Besser jedoch war Hälfte zwei. Dort dauerte es zwar eine Weile ehe jemand traf und dann auch noch die klar schwächeren Gäste aus Westeregeln. Die hatten zwar zuvor einmal einen Unterkantelattentreffer, aber dieses aus einem Abwehrfehler resultierende Führungstor war wirklich nicht besonders hervorhebenswert. Ganz anders der Ausgleich: 80 Minuten lang gab es nur schwache Freistöße, doch dann traf der Sechser von Schneidlingen aus 20 Metern vom linken Strafraumeck in den rechten Winkel. Herrlich! Auch das völlig verdiente 2:1 war ein klasse Treffer, der durch einen Heber aus 25 Metern über den Torwart fiel. Ein wirklich sehenswertes und spannendes Spiel ging mit einer vergebenen Doppelchance der Westeregelner zu Ende und fand so einen verdienten Sieger. IMG_8672 Das war das erste gute Fußballspiel im Salzlandkreis, das ich gesehen habe. Wieso man dafür aber 2€ zahlen soll – habe ich bisher noch nie für diese Spielklasse – ist mir aber schleierhaft. Da eine räumliche Trennung zum Hauptspiel um 14 Uhr auf Platz I erfolgen sollte, ist das einfache eine Frechheit, da schon den Eintritt fürs Hauptspiel zu verlangen. Im Übrigen ist ja das Spielniveau sonst nicht so gut wie in Burgenland- oder Saalekreis sowie Leipziger Land oder Halle. Was mir außer dem Spielniveau – was ja jetzt auffällig gut war – außerdem nie gefallen hat im Salzlandkreis, waren die schlechten Radwege. Mich wunderte es wirklich nicht, dass ich gerade auf dem Weg von Löderburg nach Staßfurt einen Platten in den einen der guten Reifen gefahren habe. Die Wege sind richtig schlecht... Mit einem Kilometer schieben kam ich trotzdem noch klar vor Anwurf des Handballspiels der mitteldeutschen Liga, der höchsten Amateurhandballliga, an. Der HV Rot-Weiß Staßfurt ist ein noch junger Verein, doch er hat einen großen Vorgänger. Er ist der Nachfolger von Concordia Staßfurt, deren Handballabteilung am Halbprofibetrieb bankrott gegangen ist und aufgelöst wurde. Das zog auch die restlichen Abteilungen wie Kampfsport, Hockey u.a. in Mitleidenschaft, sodass sie sich auf andere Vereine der Umgebung wie Lok Güsten oder TSV Neundorf verteilen. Die Handballabteilung hielt sich als Neugründung aber glücklicherweise wenigstens im oberen Amateurbereich, auch wenn sie leider ein Abstiegskandidat in der höchsten Amateurspielklasse sind. Für sachsen-anhaltische Vereine ist diese Spielklasse die „Oberliga Mitteldeutschland“, geordnet nach der verqueren politischen Definition von „Mitteldeutschland“, wo neben Thüringen und Sachsen-Anhalt auch Sachsen dazu zählt: wo ist dann eigentlich Ostdeutschland? Böhmen und Schlesien? Da ich mich noch nicht so eingehend darüber informiert habe, verzichte ich auf Bemerkungen zur Ligenneuordnung, außer: musst ihr Handballfunktionäre unbedingt die Fußballfunktionäre nachmachen? IMG_8682 In Staßfurt war heute der Landsportverein Ziegelheim, der aus dem ostthüringischen Wieratal – zwischen Altenburg und Zwickau gelegen – in den Salzlandkreis hochfuhr, zugast. Beide Teams waren nicht ideal gestartet, aber mit zwei Siegen + drei Niederlagen (HV) bzw. einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen (LSV) besser als Naumburg, die ihrer Rolle als Abstiegskandidat Nummer 1 mit fünf Niederlagen in Serie alle Ehre machen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe führen übrigens mit hervorragenden fünf Siegen und 165:137 Toren Die Halle kann ich für Groundhopper, die denken, alle Sporthallen sähen gleich aus, empfehlen. Natürlich sind Fußballstadien oder andere vergleichbare Sportstätten (Rugbystadien, Cricketovale) abwechslungsreicher, aber auch manch eine Sporthalle ist mehr als nur ein gesichtsloser Kasten mit den immergleichen Bänken. Die Paul-Merkewitz-Sporthalle, nach einem Staßfurter Sportorganisator benannt, ist ein 1952 umgebauter Salzspeicher (von anderen habe ich etwas von Markthalle gehört), der mich sehr an die ehemalige Markthalle und jetzt seit Jahrzehnten schon vom SC Magdeburg für die Reservemannschaft und Jugendteams, aber auch von Basketballern und anderen Sportlern genutzte Hermann-Gieseler-Sporthalle. Diese ist die einzige Sporthalle, die von mir 10 Wertungspunkte bekommen hat. Dass die Staßfurter Halle nur 6,5 Punkte erhält, hängt damit zusammen, dass a) sie baulich nicht geschlossen ist, wie die in Magdeburg: die Hintertortribüne ist nicht im selben Baustil wie die Längsseiten: dort sind auch nur so moderne Bänke, aber wenigstens ordentlich eingepasst worden und b) die Sicht eine Katastrophe ist: und zwar auf fast allen Plätzen. Entweder sitzt man zu tief, hat aber wenigstens kein Netz und keine Balken vorm Nischel (die jeweils ersten Reihen der Längsseiten) oder man befindet sich auf besserer Höhe, jedoch unter einer mit Balken und Leitern verbauten Längstribüne oder man sitzt auf guter Höhe aber ist recht weit weg vom Feld und hat ein störendes Netz im Blick (Hintertortribüne). Schlimm ist aber vor allem, dass man dann 5€ - andererseits sind für Studenten, Schüler usw. großzügige Ermäßigungen drin: ich zahlte nur 2,50€ - zahlen muss. Leider ist der Preis aber auch mittlerweile Standard in der Liga: als Staßfurt in den letzten Saisons noch die jetzt Sachsen-Anhalt-Liga (5. Liga, 2. Amateurliga) spielenden Spergauer und Franklebener als Gegner hatte, galten 5€ Eintritt noch als unverschämt hoch, da die beiden genannten z.B. nur 3€ verlangten. Trotz aller Mängel ist das eine sehr sehenswerte Halle, deren Besuch lohnt! Das Spiel lohnte ebenfalls das Kommen, wobei der HV Rot-Weiß leider nach 15 guten Minuten einbrach und die Ziegelheimer mit bis zur sechs Toren davon zogen. Der Thüringer Gast gewann das Spiel durch die starke zweite Hälfte der ersten Halbzeit und durch ihr konstant gutes Spiel in der zweiten Halbzeit, in der sie Staßfurt nach bis zu neun Toren Vorsprung erst kurz vor Schluss etwas aufholen ließen. Auf beiden Seiten gab es schöne Tore zu sehen, wobei der Staßfurter Angriff mit jenem von Ziegelheim nicht mithalten konnte. Es ist auch bedenklich, wenn ein einziger Spieler mehr als ein Drittel der Tore wirft, wie das Staßfurts Retting fertig brachte. Die Zuschauerkulisse war gar nicht schlecht. Die Heimfans klatschten und trommelten zwar sehr monoton aber wenigstens ausdauernd – ab und an gab es auch mal Zwischenrufe oder es wurde tobend aufgesprungen – und auch in den Schwächephasen ihres Teams machten sie Lärm. Doch besser war eindeutig der erstaunlich zahlreiche Gästeanhang: 50 Leute, einige mit Schals, ein Banner und mehrere Trommeln dabei und dann wirklich ausdauernd am anfeuern und dann teilweise auch noch mit Sprechchören. Ich sollte mal in den nächsten Monaten ein Heimspiel von denen besuchen... IMG_8730 Statistik: Ground Nr. 488 (zwei neue Grounds; diese Saison: 38 neue) Sportveranstaltungen Nr. 1.163 und 1.164 (diese Saison: 51) Tageskilometer: Freitag 70km Rad, heute 40km Fahrrad Saisonkilometer: 11.370 (8.170 Auto/ 1.480 Fahrrad/ 920 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72 Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 221