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Mittwoch, 6. November 2019

W692III: Unentschieden im Topspiel in Merseburg, Sieg der Zweiten im Ortsderby, hohe Niederlage für die U11

SV 1916 Beuna E .................................................. 8
TSV Leuna 1919 E ............................................... 2
- Datum: Samstag, 2. November 2019 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis, E-Junioren, Staffel 1 (1. und einzige U11-Fußballliga)
- Ergebnis: 8-2 nach 50 (25/25) Minuten – Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0, 2-0, 3-0, 4-0, 5-0/ 5-1, 5-2, 6-2, 7-2, 8-2
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Glück-Auf-Kampfbahn, Platz 3 (Kapazität: 520, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 13 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

TSV Leuna 1919 II ............................................... 2
SV Germania Kötzschau 1932 ............................ 0
- Datum: Samstag, 2. November 2019 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 2 (10. Fußballliga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 94 (48/46) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 28. Fazliji, 2-0 54. Kokot (Eigentor)
- Gelbe Karten: Kokot (Kötzschau)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportstätte der Jugend (Kapazität: 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

1. FC Merseburg II .............................................. 1
TSV Leuna 1919 ................................................... 1
- Datum: Samstag, 2. November 2019 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 7 (8. Fußballliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 96 (48/48) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 27. Degner, 1-1 63. Deumer
- Gelbe Karten: Mittler (Merseburg); Mandache (Leuna)
- Rote Karten: Gumbrecht von Leuna (70. Min., Rot wg. angeblich groben Foulspiels)
- Austragungsort: Stadtstadion Merseburg (Kapazität: 10.000, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 100 zahlende und ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10

HSV Apolda/ Fortuna Großschwabhausen FR 25
HC Burgenland (Naumburg) FR ...................... 35
- Datum: Samstag, 2. November 2019 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: sogenannte Mitteldeutsche Oberliga der Frauen (4. Frauenhandballliga)
- Ergebnis: 25-35 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 11-18
- Statistiken: https://thv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaDokumentHBDE.woa/wa/nuDokument?dokument=meetingReportHB&meeting=6416918&etag=037e29e3-829d-4c86-aebc-f21901e11248
- Austragungsort: Sporthalle am Sportpark Apolda (Kapazität: 550, davon 450 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 1. FC Merseburg II 1:1 TSV Leuna 1919Photos with English commentary:
a) TSV Leuna Under-11: SV Beuna 8-2 TSV Leuna 1919
b) TSV Leuna Reserves: TSV Leuna 1919 Reserves 2-0 Germania Kötzschau
c) TSV Leuna First XI: 1.FC Merseburg Reserves 1-1 TSV Leuna 1919
d) Handball in Apolda: Apolda/ Großschwabhausen Women vs. Burgenland Women

Der TSV-Tag begann diesmal bei der E-Jugend, die in Beuna zu Gast war. Gespielt wurde auf dem dümmlich eingezäunten Platz 3. Leuna und Beuna sind Tabellennachbarn, aber Beuna hatte im Vorfeld die klar bessere Bilanz. Sie zeigten auch schon wirklich gute Schüsse und ein gescheites Zusammenspiel. So gab es u.a. eine Bogenlampe aus 15-20m mit dem Wind und eine Direktabnahme von der Strafraumgrenze (9-10m) ins lange Eck zu bestaunen. Drei weitere Treffer sorgten für den 5:0 Pausenstand. Nach der Pause legte Leuna los und verkürzte auf 5:2, ließ sich jedoch dann wieder von Beuna auch mit dem Wind hinten rein drücken und kassierte drei weitere Treffer zum 8:2 Endstand. SV Beuna 1916 E 8:2 TSV Leuna 1919 EDann ging es nach Leuna rüber. Es gab nur ein Heimspiel – diesmal auf der Sportstätte der Jugend. Die Zweete war letztes Wochenende nur Vorletzter, aber nur der Letzte steigt ab. Heute ist Siegen also Pflicht, da Kötzschau als Drittletzter mit einem noch schlechteren Torverhältnis nur 2 Punkte voraus ist.

Vor nur knapp 40 Zuschauern bemühten sich beide Teams im Ortsderby um Tore. Leuna hatte die gefährlicheren Chancen in diesem schon ganz flotten Spiel und ging dann mit einem tollen Weitschuss in den Winkel durch Izmet 1:0 in Führung. Schon kurz nach der Pause legte Leuna mit einem erkämpften Eigentor – ich weiß leider nicht, wer den Verteidiger so geschickt angeschossen hat, dass er den Ball ins eigene Netz lenkte – nach. Mit Chancen auf beiden Seiten – nach wie vor mehr auf Seiten der Gastgeber – ging diese mittlerweile teils etwas ruppige, aber von einem sicheren Schiri geleitete Partie zu Ende. Mit diesem Sieg und dem Sieg am Reformationstag in Spergau ist Leuna II mittlerweile auf Rang 9 mit sechs Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Tollwitz. Weiter so! TSV Leuna 1919 II 2:0 Germania KötzschauNach einem Essensstopp beim nach wie vor sehr guten Palast Döner Leuna ging es zum Merseburger Stadtstadion. 3,50€ Eintritt gezahlt und zu den Leunaern gesetzt – prima, dass mir Holger und Catrin unterm Sprecherturm was freigelassen hatten... Wettergeschützt und mit guter Sicht konnte man so das gutklassige und spannende Spitzenspiel zwischen dem souveränem Tabellenführer (7 Siege und 2 Unentschieden aus 9 Spielen/ 30:14) und dem Dritten (5 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen aus 9 Spielen/ 19:11) sehen. Zum ersten Mal sehe ich aber den 1.FC Merseburg, der ja erst im Juli diesen Jahres als Fusionsprodukt von SV Merseburg 1899 + VfB Industriemontagen Merseburg (letztere waren ja schon eine Fusion der IMO und der BSG Stahl nach der Wende) sind.

Mit Chancen auf beiden Seiten und vielen starken Laufduellen und Zweikämpfen blieb es fast eine halbe Stunde torlos, doch dann erzielte Kevin einen klasse Treffer aufs kurze Eck zum 0:1. In der zweiten Halbzeit schnürte Merseburg Leuna ziemlich ein, kam dann nach über einer Stunde auch zum Ausgleich. Richtig kritisch wurde es von Leuna, als einer der Linienrichter offenbar gewollt Einfluss aufs Spiel nahm. Billy foulte im Mittelfeld beim Versuch den Ball wegzugrätschen einen Merseburger – klare gelbe Karte, schien der nicht immer sichere und sehr junge Schiri auch zeigen zu wollen; aber der Beknackte mit der Fahne zitiert ihn zu sich und fordert rot. Der Schiri hätte diese Situation auch ohne Linienrichter sehen müssen, da er näher dran war und es bei Gelb belassen müssen – nun war Leuna in Unterzahl und Billy wird eine unberechtigte Sperre von 2 Spielen wegen eines vermeintlich groben Fouls erhalten. Dass ich da ziemlich laut wurde in der hinteren Reihe und ein anderer von unseren Leunaer Fans gleich mal zur Rufe gerufen werden musste, weil er zynisch kommentierte: „und da wundorn die sich noch wennse n poar vor de Larve grieschn“ – das konnte man dann wirklich verstehen bei so einer Entscheidung! Dennoch gelang es Leuna mit einem Mann weniger und nun sehr verunsichertem Schiedsrichter wenigstens den Punkt zu ergattern. Mehr wäre auch nicht verdient gewesen, muss ich als TSV-Anhänger leider auch zugeben. Die letzte Chance der Partie hatte allerdings unsere Mannschaft und wäre der reingegangen, hätten das alle gefeiert! So blieb es aber wie gesagt beim gerechten 1:1. Mal schauen, wie sich der TSV hier entwickelt – vor Mitte der Rückrunde werde ich wahrscheinlich nicht noch mal kommen können. 1. FC Merseburg II 1:1 TSV Leuna 1919Ich fuhr dann wegen des Hansa-Spiels am Sonntag schon nach Jena. Auf dem Weg lag noch ein Handballspiel in Apolda. Die Halle befindet sich hinterm Ernst-Greupel-Stadion (Bilder vom Stadion - der Spielbesuch blieb mir v.a. wegen der schlechtesten Roster aller Zeiten in Erinnerung...) und ist recht geräumig und ganz originell gebaut. Es gibt eine primitiv zusammengesteckte Untertribüne und eine massive Obertribüne mit toilettensitzflachen Schalensitzen sowie zwei Stehblöcken. Die Farben sind gelb, schwarz und grün für die Stadt Apolda. Für 5,50€ gab es Mitteldeutsche Oberliga der Frauen – von nur 10 Mannschaften ist die SG Apolda/ Großschwabhausen 8. und der 4. vom HC Burgenland aus Naumburg war zu Gast. Wie üblich hatte die Truppe deutlich mehr Strafen kassiert als der Gastgeber – man kann bei der MOL auch erfreulicherweise noch sehen, wer welche bekommen hat; in manchen Verbänden ist diese sinnvolle und keineswegs vertrauliche Information schon irgendwelchen Datenwahnvorstellungen zum Opfer gefallen – aber auch erwartungsgemäß mehr Tore geworfen. Besonders typisch für die Naumburgerinnen war dabei aber ein Tor: eine Naumburgerin macht einen Sprungwurf, die Apoldaer Torhüterin wehrt ab, die Naumburgerin fällt in den Kreis, bleibt angeblich verletzt liegen, die Apoldaerin kümmert sich um die Spielerin und eine weitere Naumburgerin schnappt sich währenddessen den Ball, der aus dem Wurfkreis fiel, und wirft ihn ins Tor. Meines Wissens steht dem Schiedsrichtergespann hier offen, das Tor nicht zu zählen und mit einem Freiwurf am Kreis für Naumburg weiterzumachen, weil die korrekte Weiterführung des Spiels aufgrund der Verletzungssituation nicht fair möglich war und die Torhüterin durch die Aktion im Wurfkreis unsportlich behindert wurde. Die Schiris sahen das Tor leider als regulär. Da es am Ende komfortable 10 Tore Vorsprung für den HC Burgenland waren, war diese dreiste Aktion nicht weiter bedeutend. Aber dieser Verein ist echt das Letzte – jedes Mal, wenn ich irgendeine Mannschaft von denen sehe, gibt es niveaulose Beleidigungen, grobe Fouls, unsportliche Aktionen wie dieses Tor oder fahrlässige bis mutwillige Verletzungen von Gegenspielern bis hin zum Beckenbruch...

In Jena checkte ich über einen einwandfrei funktionierenden Automaten in die Jugendherberge am Herrenberg ein. Schöne, abseitige Lage – für 30€ mit Frühstück in dieser im Hotelbereich völlig überteuerten Gegend das mit Abstand günstigste Angebot! SG Apolda/ Großschwabhausen FR 25:35 HC Burgenland FR [in Apolda]Statistik:
- Grounds: 2.523 (1; diese Saison: 80 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.760 (4; diese Saison: 111)
- Tourkilometer: 180 (180km Auto)
- Saisonkilometer: 71.230 (56.340 Flugzeug/ 13.790 Auto, davon 4.670 Mietwagen/ 1.060 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 34 [letzte Serie: 72, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 692

Samstag, 14. August 2010

W211I: 60 Minuten gut mitgehalten und dann doch das Dutzend kassiert

VfB Apolda 0:12 FC Carl Zeiss Jena
Freitag, 13. August 2010 – Anstoß 17.00
Freundschaftsspiel Regionalklasse Staffel 3 (8. Liga, 3. Amateurliga) gegen 3. Liga (3. Profiliga)
Ergebnis: 0:12 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit 0:3
Tore: 0:1 18. Truckenbrod, 0:2 39. Kurbjuweit, 0:3 42. Kurbjuweit, 0:4 61. Truckenbrod, 0:5 63. Reimann, 0:6 64. Reimann, 0:7 68. R. Schmidt, 0:8 71. Reimann, 0:9 72. R. Schmidt, 0:10 76. Truckenbrod, 0:11 77. Eigentor Nr. ??, 0:12 83. Reimann
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Hans Geupel Stadion (Kap. 2.500, davon 120 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 400
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr unterhaltsames Freundschaftsspiel)
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Photos and English version:
VfB Apolda vs. Carl Zeiss Jena (friendly match)
Older Photos of Apolda town (taken 2009)

Trotz aller Unsicherheiten fuhren wir mit dem „Hopperticket“ der DB (wird je nach Fahrterlebnis mit „Deutsche Bahn“ oder „Drecks Bahn“ übersetzt) von Merseburg nach Bad Sulza und von dort mit den Rädern ins nahe Apolda weiter. Dort kennen wir schon die Sportstätte des BSC und die im Ligabetrieb genutzte Anlage des VfB. Jugendmannschaften – und zu bestimmten Anlässen auch die Männer – des VfB, spielen allerdings im größten Stadion der Stadt: dem Hans Geupel Stadion.

Hans Geupel war ein hervorragender Sportler und Trainer im Bereich Leichtathletik und Wintersport der DDR-Zeit, stammte aus Apolda und erhielt ein Jahr nach seinem Tod im Jahr 2000 posthum die Ehre, dass das 2.500 Zuschauer fassende Stadion, was mehr für Leichtathletik als für Fußball Verwendung findet, nach ihm benannt wurde. Die Anlage ist auch entsprechend eher für Leichathletik ausgelegt: die Zuschauerränge sind durch die Aschenbahn weit vom für Amateurfußball viel zu großen Spielfeld (105x70m sollen das sein) weg. Auf der einen Längsseite findet sich die Tribüne mit vier Stehreihen, die auf einem kleinen, neben Nadelbäumen angeordneten Bereich, auch Sitzplätze (zwei Reihen Holzbänke) zu bieten hat. Ein paar Stehränge gibt es auch hinter dem einen Tor. Die andere Längsseite ist nicht ausgebaut, aber hat immerhin einen schönen Graswall. Hinter dem einen Tor weideten während des Spiels Kühe, sodass man den Eindruck hatte, in irgendeinem Dorfstadion zu sein.

Auf der Website von Jena war nicht ein Hinweis auf das Spiel – egal ob aus Sicherheitsgründen oder warum auch immer: so was ist asozial! – und ausfallgefährdet war das Spiel auch aufgrund der Regenfälle der letzten 48 Stunden – kaum hörte der Regen mal für ein paar Minuten auf, kam er umso heftiger zurück: so etwas wie die zwölf Stunden heftiger Dauerregen in Merseburg, hatte man in Apolda wohl auch erlebt. Ein wenige Wochen zuvor geplantes Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt wurde abgesetzt, da sogenannte szenekundige Beamte aus der Verbundenheit zwischen VfB Apolda und Carl Zeiss Jena sowie der Ansetzung eines Spiels von Jena gegen Cottbus II eine Gefährdung der Sicherheit in Apolda und hohes Krawallpotential erkannt haben wollten. Im Jenaer Forum hieß es dann gleich wieder, dass Jena und Apolda so wie so vieles gemeinsam hätten und die Ansetzung Apolda – Erfurt von irgendwelchen Hirnis erdacht worden sei. Allerdings kenne ich die Leute, die überall Randalegefahr sehen, nur zu gut: hinterher suchen sie dann wieder Ausflüchte, warum es doch nicht geknallt hat...
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VfB Apolda ging jedenfalls mit nur einem Saisonspiel in der Regionalklasse, der dritten Amateurliga Thüringens, einem 3:2 Sieg gegen Kromsdorf, in die Partie – und Jena mit einem kuriosen Drittligastart. Jenas zwei Siege und zwei Niederlagen bedeuten mit 4:10 Toren den 9. der 20 Plätze (ein paar Plätze hinter meinem besser gestarteten Lieblingsproficlub Hansa Rostock): ein 2:0 Sieg in Sandhausen und 2:1 gegen Heidenheim werden durch 0:2 in Dresden und das 0:7 gegen Saarbrücken ins Negative gezogen. Saarbrücken hatte zuvor zwei Spiele in Folge verloren. Dass da Fans beider Lager – die Heimfans aus Frust, die Gäste aus Übermut – hinterher der Presse Material für ihre geliebten Meldungen über Massenschlägereien lieferten, ist da nicht unnormal.

Heute tippte ich auf ein 7:0 FÜR Jena, was vom Spielverlauf bis zur 60. Minute auch so gepasst hätte: Apolda kam zwar immer wieder vors Gästetor, aber brachte kaum gefährliche Schüsse zu Stande. Ab und an jagten sie den Profis in der Verteidigung auch recht spektakulär den Ball ab – aber Jena traf in gewisser Regelmäßigkeit. Nach einer Stunde wurde die Trefferquote immer höher, sodass es schnell mehr als mein 7:0-Tipp wurde. Nach 84 Minuten war der Endstand – schon allein durch vier Treffer von Reimann und einem Hattrick von Truckenbrod – von 12:0 hergestellt. Einige der Jenaer Tore waren äußerst sehenswert, da Distanzhämmer oder sehr gut heraus gespielt. Auch sehenswert war der Apoldaer Torwart: wirkte vom Alter wie gerade aus der A-Jugend heraus gekommen und hielt trotzdem routiniert und mit starken Flugeinlagen. Mit einem schwächeren Torwart hätte Jena an die 20 Tore erzielt.

Für die ganz angemessenen 5€ Eintritt bekam man ein wirklich sehenswertes Freundschaftsspiel geboten. Was an dem Jenaer Spieler Orlando – einem Niederländer, dessen Rückkehr in Jena überschwänglich zur Kenntnis genommen wurde – so toll sein soll, habe ich im Spiel nicht gesehen. Dass er kein Tor geschossen hat, ist nicht mein Kritikpunkt. Auch hat er schöne technische Fertigkeiten gezeigt und einer, der viel mit dem Ball fummelt, aber im Abschluss versagt, hebt die Stimmung im Spiel – aber der Abschluss von ihm war für einen Stürmer wirklich auffällig schwach. Was ich sonst noch herunterzumachen habe, ist das Essen am heutigen Tage: also in Thüringen rechnet man ja mit super Bratwürsten, aber das war ja derartig schlecht! Dass eine Drittel angebrannt (nur mit viel Ketchup essbar), das andere schwammig und nicht durchgegrillt (nicht zu essen!) und nur die Mitte gut ist, ist wirklich unterstes Roster-Niveau. Und dafür hat dieser scheiß Drecksladen 1,80€ verlangt! In Bad Sulza wollte ich eigentlich noch was ordentliches Essen, aber die Bahnhofskneipe schloss gerade. In solchen Situationen (auf meine Frage, ob sie noch offen hat, meinte die Besitzerin, dass sie schon länger gemacht habe heute und jetzt Schluss macht) gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Jammern, was man für einen weiten Weg - mindestens das Doppelte von der realen Entfernung angeben! - noch vor sich habe und dass man seit heute Morgen nichts gegessen habe (Variante 1 sehr gut in Arabischen Staaten) und 2. Rummeckern, was das hier für ein scheiß Bahnhof ist, nicht mal einen Automaten haben, schlimmer als in Merseburg (oder andere kleine Stadt einsetzen - aber nicht ausfällig werden!)... Ich wählte Variante zwei, da das besser nach Deutschland passt und bekam prompt doch noch Getränke und Süßigkeiten verkauft...
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Statistik:
Ground Nr. 456 (ein neuer Ground; diese Saison: 6 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.046 (diese Saison: 8)
Tageskilometer: 120 (90 Bahn, 30 Fahrrad)
Saisonkilometer: 2.740 (2.150 Auto/ 330 Fahrrad/ 260 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 37
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 211

Montag, 21. September 2009

WE164III: Flottes Spiel in der Gartensparte und 80 Minuten Verspätung wegen Schiedsrichtermangel

BSC Apolda II 6:1 FC Auerstedt
Sonntag, 20. September 2009 - Anstoßzeit 13.00
2. Kreisklasse Weimarer Land (11. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 6:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 4:0
Tore: 1-0 14. Nr. 7, 2-0 29. Nr. 7, 3-0 40. Nr. 6. 4-0 43. Nr. 10, 5-0 64. Nr. 7 FCA (Eigentor), 6-0 70. Nr. 10, 6-1 83. Nr. 11
Verwarnungen: keine; Schiedsrichter hatte Karten vergessen
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz BSC Apolda (Kap. 1.000, davon 60 Sitzplätze)
Zuschauer: 60 (8 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gut, besonders 1. Hälfte)

VfB Apolda II 2:1 SG Moorental
Sonntag, 20. September 2009 - Anstoßzeit 16.20 (15.00)
1. Kreisklasse Weimarer Land (10. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 96 Min. (46/50) - Halbzeit 0:1
Tore: 0-1 28. Nr. 11, 1-1 60. Nr. 6, 2-1 77. Nr. 7 (Foul-Elfmeter)
Verwarnungen: Nr. 6, Nr. 14, Nr. 11, Nr. 4 (VfB), Nr. 5 (SG)
Platzverweise: Nr. 1 (VfB, Notbremse/ Nachtreten)
Spielort: Sportanlage Große Aue (Kap. 2.000)
Zuschauer: 100 (50 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Halbwegs Gut)

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Photos and English version: [LINK].

Am Sonntag war endlich wieder Hoppertickethopping ins Weimarer Land angesagt. Diesmal sollten zwei der vier Grounds der Stadt Apolda besucht werden.

Nachdem wir in Bad Sulza aus dem Zug gestiegen waren, ging es mit den Fahrrädern weiter. In Bad Sulza verschoben wir die Stadtbesichtigung wieder einmal auf einen - spätestens Mitte nächsten Jahres stattfindenden - Spielbesuch bei Medizin Bad Sulza und fotografierten nur eine verfallene Villa am Stadtrand.
In Apolda gab es ein paar Sehenswürdigkeiten, doch eine lebendige, sehenswerte und schöne Stadt sieht anders aus. Die Luther-Kirche aus dem 19. Jahrhundert und das Schloss sind noch das sehenswerteste in dem 21.000-Einwohner-Ort, wobei das Schloss architektonisch uninteressant und eigentlich nur ein besserer Bauernhof ist.

Um einen besseren Fußballplatz handelt es sich bei der Anlage des Ball-Spiel-Clubs Apolda. Da er einen winzigen Ausbau – 10 überdachte Sitzplätze – hat, kann man die Anlage noch gerade so zu den Stadien zählen. Was wir geboten bekamen, war dann überraschend gut. Von der ersten Minute an machte der Gastgeber, BSC Apolda II, in diesem Spiel der untersten Spielebene, Druck. Der FC Auerstedt, dessen Heimatort durch die Schlacht von Auerstedt (napoleonische Kriege) bekannt wurde, sah keinen Stich und kam erst gegen Mitte der ersten Halbzeit zu ersten Torgelegenheiten. Da stand es aber schon 2:0. Kurz vor der Pause wurde dann sogar noch auf 4:0 ausgebaut.
Nach einer tollen ersten Halbzeit wurde es in der zweiten Halbzeit etwas langsamer. Doch nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit, flankte einer der Apoldaer so scharf in den Strafraum, dass ein Auerstedter den Ball ins eigene Tor grätschte. Auf beiden Seiten fiel dann noch je ein Tor, ehe dieses wirklich gute Spiel mit einem deutlichen aber verdienten Resultat abgeschlossen wurde.

Wir fuhren zügig den Berg hinab zum Stadion Große Aue, wo der VfB Apolda II – die I. spielt im Hans-Greupel-Stadion – eine Spielklasse höher auf die SG Moorental, ein Stadtteil von Apolda, traf. Entsprechend der Stadtlage, war der Anteil der Gästefans bei rund 50%.
Während im ersten Spiel der Schiedsrichter pünktlich an- und abpfiff und nur dadurch negativ auffiel, dass er zum einen zu viele Kleinigkeiten zurückpfiff, zum anderen aber auch bei groben Fouls nicht einmal Gelb zeigte (der hatte wohl wirklich keine Karten mit), fiel der angesetzte Schiri bei diesem zweiten Spiel dadurch auf, dass er gar nicht erst auffallen konnte. Er war schlicht nicht da.
Es wurden in der folgenden Stunde diverse Gerüchte rumerzählt – unter anderem, dass irgendein Idiot den Schiri angerufen habe, dass Moorental nicht antreten würde, woraufhin der Unparteiische nicht angereist sei – die alle nicht nachprüfbar waren. Nach 80 Minuten (!!!) Warten, kam der Ersatzschiri. Danke fürs Einspringen! Jetzt konnte es endlich losgehen.

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Es ging leider nicht so schnell los, wie in dem Vorspiel – warum sind die höheren Amateurklassen oft unattraktiver als die niedrigeren?! – aber nachdem sich VfB Apolda II ein paar Chancen erarbeitet hatte, begann Moorental zu drängen und erzielte einen guten Treffer nach 28 Minuten.
Bis zur 60. Minute sollte dies auch der einzige Treffer der Partie bleiben, doch dann wurde – VfB mittlerweile die bessere Mannschaft – der Ausgleich heraus gespielt. Der Siegtreffer für die 2. Mannschaft des Bezirksligisten kam dann sehr unglücklich zustande. Was dieser Blindgänger im Kasten der Moorentaler sich nur dabei gedacht hat?! Der fängt den Ball im Strafraum knapp vor dem Apoldaer Stürmer, geht einen halben Schritt zur Seite und semmelt dem Stürmer dann die Beine weg. Also selten so ein unnötiges Foul gesehen! Der Elfmeter wurde sicher gegen den Ersatztorwart verwandelt. Zum Unglück für Moorental, wurden in der Zeit zwischen der 86. und der letzten Minute der Nachspielzeit fünf Chancen, davon zwei 100%ige, ihrerseits vergeben.

Da das Spiel soviel später anfing, kamen wir erst kurz vor 19.00 in Bad Sulza an und aßen dort noch in der Bahnhofskneipe prima Schnitzel. Und nicht einmal 4€ für die Portion mit großen Pommes. Wirklich preisgünstig und gut dort! Mit dem 19.41-Zug ging es dann nach Merseburg zurück.

Statistik:
Ground Nr. 357 (zwei neue Grounds; diese Saison: 26 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 889 und 890 (diese Saison: 32)
Tageskilometer: 130 (90 Eisenbahn, 40 Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.410 (9.550 Auto/ 770 Fahrrad/ 90 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 164

Fotos:
http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157622299610897/

Sonntag, 24. Mai 2009

WE147IV: Abstiegsduell im Ilmtal: Zottelstedt gegen Bad Sulza

FSV Ilmtal Zottelstedt 3:2 SG Medizin Bad Sulza
Sonntag, 24. Mai 2009 - Anstoßzeit 15.00
Kreisliga Weimarer Land (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 95 Min. (47/48) - Halbzeit 2:0
Tore: 1-0 22. Minute, 2-0 32. Minute, 2-1 49. Minute, 3-1 62. Minute, 3-2 87. Minute
Verwarnungen: Zottelstedt 3, Bad Sulza 1
Platzverweise: keine
Sportplatz: Zottelstedt (Kap. 1.000)
Zuschauer: 120 (20 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)
Tagesunterhaltungswert: 7,0/10 (gut)

Mal wieder Hopping mit dem Hopperticket: für 6€ ging es die 46km nach Bad Sulza in Thüringen. Ohne Verspätungen oder sonstige Ärgernisse. Mit den Fahrrädern fuhren wir dann eine große Runde via Auerstedt, bekannt durch die Schlacht zwischen napoleonischen und preußischen Truppen Anfang des 19. Jahrhunderts, wo wir den Gutshof und die Kirche besichtigten, über Reisdorf, Neustedt, Gebstedt, Nirmsdorf, Willerstedt, Oberreißen, Pfiffelbach und Wersdorf - in einigen der Orte gibt es ganz ansehnliche aber meist verschlossene Dorfkirchen - nach Niederroßla, wo man auch mit dem Fahrrad so schnell wie mit dem Auto in den Ort brettern kann (55 km/h). Als wir das letzte Mal dort waren (allerdings mit dem Auto) hatten wir die Burg besichtigt, die sich jetzt in einem etwas besseren Zustand, aber immer noch (also somit seit 13 Monaten) in Renovierung befindet. Übersehen hatten wir damals die nach der Kirche dritte Sehenswürdigkeit: die Elefantenstatue. Was eine Elefantenstatue in einem thüringischen Dorf zu suchen hat? Wikipedia - was sonst? - gibt Aufschluss unter http://de.wikipedia.org/wiki/Miss_Baba_(Elefant)
„Miss Baba († 1857) war eine indische Elefantenkuh, die Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Wandermenagerie im Besitz einer Familie Kreutzberg durch Mitteldeutschland getrieben und zur Schau gestellt wurde. ... Am 13. Februar 1857 kam die Menagerie nach Niederroßla an der Ilm, wo gastiert wurde und auch Vorführungen stattfanden. Der Elefant war während dieser Zeit im Stall einer Witwe Burckhardt untergebracht, in dem außerdem hinter einer Trennwand eine größere Menge Runkelrüben eingelagert war. In der Nacht zum 15. Februar drückte der Elefant unbemerkt die Trennwand ein und fraß die Rüben, die zu dieser Jahreszeit eiskalt bzw. gefroren waren. ... Der Elefant, der die kalten, zuckerhaltigen Rüben gefressen hatte, bekam Koliken und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend, so dass die Reise nicht zügig vonstatten gehen konnte. Unweit der Flurgrenze von Niederroßla brach der Elefant im Wagen zusammen, worauf der Wagen zu seiner Erleichterung abgebaut (Kreutzberg-Variante) oder vom Elefanten selbst zertrümmert wurde (Dorfbewohner-Variante). Zahlreiche Schaulustige fanden sich ein, darunter angetrunkene Mitglieder des örtlichen Gesangsvereins, die von einer Probe kamen und die den Elefanten geärgert und gepiesackt haben sollen. ... Nach dem Erscheinen von Mitgliedern des Gemeinderates kam ein weiterer Streitfall auf, denn sollte das Tier auf Niederroßlaer Flur verbleiben, sah die Rechtslage vor, dass die Gemeinde ihn auf Gemeinschaftskosten versorgen und pflegen musste. Sollte er verenden, musste der gewichtige Kadaver auf Gemeinschaftskosten beseitigt werden. Der Streit heizte die Menge weiter an, es kam zu Tumulten, in deren Verlauf der Gesangsverein das kranke Tier mit Stöcken und Stangen über die Grenze zu treiben versuchte. Auf der steiler werdenden Straße nach Wersdorf verendete der Elefant auf bislang umstrittene Weise, jedoch wenige Meter vor der Grenze.“
Alle 25 Jahre steigt in Niederroßla das Elefantenfest. Das letzte war 2007, das nächste somit 2032.

Danach ging es für uns nach Zottelstedt, wobei der Anstieg von Niederroßla heraus erst immer steiler wird, um dann in einem kräftigen Gefälle in den Ort Zottelstedt, der zur Stadt Apolda gehört, zu führen. In Zottelstedt guckten wir zuerst an der Kirche, dann am Seierturm (ein Uhrturm und ehemaliger Gerichtsort) und danach am Fußballplatz vorbei. Dort trafen wir dann einen Bekannten von meinem Vater. Dieser ist nicht nur Bibliotheksdirektor an der Jenaer Uni, sondern auch Präsident und Jugendübungsleiter des FSV Ilmtal Zottelstedt.
Von dessen Vereinsfreunden wurden wir auch gleich freundlich empfangen und auf die Frage, ob man die 2.Liga-Spielstände wüsste, wurde gleich mal der Teletext angeworfen.
Bald darauf ging auch das Spiel der Kreisliga los, in dem es für beide Mannschaften - Ilmtal Zottelstedt ebenso wie Medizin Bad Sulza - um alles ging. Wenn Zottelstedt verlieren würde, wären sie schon abgestiegen, bei Unentschieden so gut wie, aber bei einem Sieg wären sie bis auf 4 Punkte heran an Bad Sulza, die den ersten Nichtabstiegsplatz inne haben - und Zottelstedt mit einem Spiel in der Hinterhand. Zottelstedt stieg übrigens erst in der Vorsaison von der 1.Kreisklasse in die Kreisliga auf und spielt nach Auflösung ihrer A-Jugend mit fast ausschließlich 19- und 20jährigen.
Dass beide Mannschaften gegen den Abstieg kämpften, merkte man in den ersten 20 Minuten deshalb, weil das Spiel einfach nur schlecht war. Es gab ein paar Angriffe auf beiden Seiten, doch Bad Sulza semmelte immer Meter weit vorbei und Zottelstedt traf maximal die Latte. Nach 22 Minuten - ich hatte gerade leckere, extra-lange Bratwürste geholt - spielte dann ein Zottelstedter den Torwart aus und schob zum 1:0 ein. Stark gemacht! Zehn Minuten später wurde nachgelegt.
Nach der Pause - wir hatten uns mittlerweile noch mal Würstchen geholt, die Bundesligaendstände gesehen und kauften nun einen Schal des FSV Ilmtal Zottelstedt (ja, dieser Kreisligist verkauft Fanartikel! 10€ der Schal) - dann ein Weitschuss von Bad Sulza. Der Aufsetzer wird vom Torwart unterlaufen. 2:1.
Doch die Hausherren legen nach. Ein schöner Hammer aus geringer Entfernung unter die Latte. 3:1!
Kurz vor Schluss dann nur noch die Gastmannschaft am Drücker. Erwatungsgemäß fällt das 3:2. Es wird noch einmal eng und etwas härter. Aggressionen bleiben aber aus.
Ein verdienter 3:2-Sieg der Zottelstedter steht am Ende zu Buche. Vielleicht schaffen sie ja doch noch den Klassenerhalt! Den jungen Spielern wäre es genauso zu gönnen, wie den 120 Zuschauer, zumindest den rund 100 aus Zottelstedt, die auch erstaunlich jung (fast nur Freunde und Freundinnen der Spieler) waren. Aber die Stimmungskanonen waren wieder einmal die Rentner, die Schiedsrichterentscheidungen und andere Spielszenen kommentierten: „Na das kann doch wo nich sein, duuuuu! Wo wa denn das Abseits?!“
Weiter ging es nach dem Spiel via Wickerstedt, wo es einen sehr schönen Fußballplatz gibt (nächste Saison auf jeden Fall ein Ziel), nach Eberstedt. Dort gibt es zwar keinen Fußballplatz, aber im Nachbarort Niedertrebra wird gespielt (der Platz ist auch gut sichtbar von Eberstedt aus über die Ilm) und es gibt eine vor allem innen herausragende Kirche zu besichtigen. Diese ist regelmäßig geöffnet und weis mit dreistöckiger Empore, sehr schönem Altarraum und hoher Decke zu beeindrucken.
Schließlich kamen wir wieder in Bad Sulza an. Da noch genug Zeit war, fuhren wir noch die wenigen Kilometer bis Großheringen und stiegen dort in den überfüllten Zug ein.

Statistik:
Ground Nr. 315 (neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 810 (diese Saison: 177)
Tageskilometer: 145 (55 Rad, 90 Bahn)
Saisonkilometer: 24.560 (12.810 Auto/ 4.400 Öffentliche Verkehrsmittel/ 4.390 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 18
Anzahl der Wochen seit der letzten Woche ohne Sportveranstaltung (1.8.-6.8. 2006): 147

Fotos unter:
Dorfkirchen usw.