Sonntag, 15. Januar 2012
W285II: Staßfurter Niederlage nach Einbruch in Hälfte zwei beim Handballduell der Bergbaustädte
HSG Freiberg 30:27 HV Rot-Weiß Staßfurt
Datum: Samstag, 14. Januar 2012 – Beginn: 20.00
Wettbewerb: Mitteldeutsche Oberliga (4. Handballliga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 30:27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12:14
Tore: Martin Kovar 11, Jan Brabec 6, Maximilian Schulz 5, Bertram Schoen 3, Karel Vit 2, Martin Steinfeld 2, Uwe Lange 1 (HSG); Christoph Frank 9, Nils Hähnl 7, Oliver Jacobi 3, Eike Rach 3, Marco Richter 2, Sebastian Scholz 2, Enrico Sonntag 1 (HV RW)
Gelbe Karten: Phillip Randt, Martin Kovar, Jan Brabec (HSG); Sebastian Retting, Eike Rach, Nils Hähnl (HV RW)
Zeitstrafen: 3x Maximilian Schulz, 3x Jan Brabec, 1x Bertram Schoen (HSG = 14 Minuten); 3x Oliver Jacobi, 1x Eike Rach, 1x Nils Hähnel (HV RW = 10 Minuten)
Disqualifikationen: 58. Maximilian Schulz (3. Zeitstrafe), 59. Jan Brabec (3. Zeitstrafe) [beide HSG]; 60. Oliver Jacobi (3. Zeitstrafe) [HV RW]
Spielort: Ernst-Grube-Halle (Kap. 624 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 624 (davon 600 zahlende und ca. 30 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Mittelmäßiges Spiel, das Staßfurt nach 30 guten Minuten völlig aus der Hand gab)
Photos and English Version:
Freiberg im Erzgebirge ist zwar mit 40.000 Einwohnern keine Großstadt, aber im Bergbau eine große Nummer. Der Rohstoffabbau ist zwar die letzten 42 Jahre nicht mehr durchgeführt worden, aber war zuvor gut 800 Jahre prägend und machte die Stadt reich. Etliche Baudenkmale wie auch der (Innen noch erheblich mehr als Außen) prunkvolle Dom, den wir zuerst ansteuerten, nachdem wir Kollege Baumann auf dem Markt trafen. Dessen Familie stammt aus Freiberg, sodass er sich als Stadtführer gut anbot. Teile des Doms sind auch nur mit einer Führung zu besichtigen, wobei diese einen reichlich schlechten Eindruck hinterließ: nicht inkompetent gemacht, aber mit einigen dümmlichen Aussagen garniert. Zum Beispiel: ein in der Denkmalpflege und Archäologie umstrittenes Thema ist ja, in wie fern man ein beschädigtes Artefakt oder Bauwerk wieder rekonstruieren sollte – wenn man allerdings davon redet, dass das Ersetzen zweier abhanden gekommener Heiligenfiguren im ehemaligen Hauptportal eine „Fälschung“ sei, hat man weder von Jura noch von Denkmalpflege Ahnung. Da fing auch prompt ein anderer Besucher mit Diskutieren an. Mit der komischen Tante an der Kasse hätte man auch diskutieren können: unheimlich pingelige Klugscheißerin – also so komische Leute wie da in Freiberg im Dom, habe ich noch in keiner Kirche erlebt...
Auf andere Art sehenswert – und Aufgrund der Verbundenheit der Stadt zum Bergbau eigentlich auch noch interessanter – sind die Mineraliensammlungen. Da das ganz ansehnliche Schloss Freudenstein noch saniert wurde, besichtigten wir die geowissenschaftliche Sammlung der Bergakademie, in der auch wohl einige Stücke der Mineraliensammlung des Schlosses ausgelagert waren. Da waren auch für den mineralogischen Laien echt interessante Sachen dabei, da die ganzen Steine doch die kuriosesten Formen- und Farbenspiele gebildet haben. Jedenfalls muss noch zur Bergakademie gesagt werden, dass sie in der Stadt fest verankert scheint – auch wenn sie mit etwas mehr als 5.000 Studierenden doch eine eher kleine Uni ist, was bei der Ausrichtung nicht verwundert: aber sie ist die älteste und vielleicht auch bekannteste und wichtigste montanwissenschaftliche Bildungseinrichtung Deutschlands – da z.B. die Öffnungszeiten von Imbissen und manchen Läden viel stärker an Studenten angepasst sind, als in anderen Kleinstädten. Zudem sind Ermäßigungen für Studenten weit verbreitet. So auch beim Handball.
Mit 5€ war auch der reguläre Eintrittspreis nicht so übermäßig hoch. 3,50€ ermäßigt ist erstrecht nicht schlecht. Was sich auch sehen lassen kann ist die Halle: eine modernisierte 70er Jahre Sporthalle, benannt nach Ernst Grube – einem von den Nationalsozialisten ermordeten kommunistischen Politiker, Arbeitersportler und Sportfunktionär – die 624 Leuten Platz bietet. So viele waren heute in etwa auch da: da war kaum einer der 624 gelben Schalensitze auf der ebenirdischen und völlig ohne Sichteinschränkungen auskommenden Tribüne, frei – und einige saßen auch da, wo eigentlich keiner sitzen sollte... Auffällig an der Halle sind noch die Glasfront und die vorm Eingang stehende Plastik eines Freiberger Künstlers, die auch gerade für seine Schaffenszeit nicht untypisch ist: aber diese ganzen DDR-Plastiken sehen so wie so alle gleich aus...
Es traf der extrem heimstarke Vierte auf den über seinen Verhältnissen spielenden Sechsten. Ein Punktgewinn der Staßfurter hätte mich zwar gefreut, aber auch sehr gewundert. Staßfurt ist Freiberg dann zwar im Handball nicht so weit unterlegen gewesen, wie sie es in Sachen Sehenswürdigkeiten und Bedeutung im Bergbauwesen (früher war Staßfurt für Kaliabbau bekannt) sind, aber mit dem obligatorischen Leistungseinbruch in Hälfte zwei war bei den Rot-Weißen aus Sachsen-Anhalt ja zu rechen gewesen.
In der ersten Hälfte hielten die Staßfurter das Spiel offen und waren sogar die etwas bessere Mannschaft: oft führten sie mit einem Treffer und konnten vor der Pause sogar den Vorsprung auf zwei Tore – 12:14 – erweitern, da die Offensive stimmte. Immer wieder setzten sich die Gäste auch gegen den starken Heimtorwart durch, sodass die Mängel in der Abwehr und die Unsicherheiten des ersten Staßfurter Torwarts nicht so stark ins Gewicht fielen. In der zweiten Hälfte rächte es sich aber, dass sie dauernd Siebenmeter gegen sich bekamen, von denen nicht einer unberechtigt war, da die Staßfurter dauernd unsauber und durch den Kreis verteidigen wollten. Denn nun lief vorne fast nichts mehr, da der zweite Torwart der Bergstädter nun im Kasten stand und enorm gut hielt! Dieser Tino Hensel hatte wirklich mehr als die Reaktionen und zeigte mehr als die Paraden, die man von einem Torwart auf dieser Spielebene erwarten muss. Andererseits muss man von den Staßfurter Torhütern – v.a. von dem erfahrenen Ex-Schönebecker, der meines Erachtens so wie so viel zu viel Einsatzzeiten gegenüber seinem jüngeren Kameraden bekommt – auch mehr Leistung erwarten, als das heute so der Fall war. Ganz zu schweigen von der Abwehr, die hauptverantwortlich dafür war, dass nach 40-45 Minuten das Spiel eigentlich entschieden war mit den teilweise 8 Toren Rückstand. Die kleine Aufholjagd ab Minute 55 fiel dann nicht mehr ins Gewicht, die Freiberger hielten die Staßfurter immer mit drei Treffern auf Distanz, sodass es am Ende 30:27 hieß.
Was auch nicht mehr ins Gewicht fiel, waren – zum Glück – die streckenweise unmöglichen Entscheidungen der beiden thüringischen Schiedsrichter. Die zwei pfiffen richtig konfusen Kram zusammen. In den ersten fünf Minuten schmissen sie derart mit gelben Karten und Zeitstrafen um sich, von denen mehrere einfach lächerlich waren, dass es am Ende drei Disqualifikationen gab. Die Hinausstellungen kamen allesamt nur deshalb zustande, da sich jeder der drei betroffenen Spieler eine überzogene Strafe in der Anfangsphase einfing. Die komischen Entscheidungen – das waren auch noch andere Sachen wie angeblich als Stürmer abgestanden oder erst nach dem Signal geworfen – waren aber so gleich auf beide Teams verteilt (und die Platzverweise in so später Phase des Spiels), dass niemand einen Nachteil erlitt. Die Entscheidungen brachten immerhin ein bisschen Emotionen in das lahme Freiberger Publikum. In der Ernst-Grube-Halle war es kaum lauter als in einem Hörsaal der Bergakademie... Leider war von Staßfurter Seite auch sehr wenig Support: sonst hätten die knapp 30 Fans die viel zu ruhige Freiberger Halle richtig rocken können!
Statistik:
Grounds: 690 (heute 1 neuer; diese Saison: 96 neue)
Sportveranstaltungen: 1.445 (heute 1, diese Saison: 131)
Tageskilometer: 290 (290 Auto)
Saisonkilometer: 26.900 (18.380 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 285
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Donnerstag, 12. Januar 2012
W285I: Nach der Uni eine halbe Stunde Hallenhockey
TSV Leuna 1919 2:5 Schweizer Nationalmannschaft
Datum: Donnerstag, 12. Januar 2012 – Beginn: 19.00
Wettbewerb: Trainingsspiel; Verein 2. Bundesliga Ost gegen Nationalmannschaft (halbe Spielzeit)
Ergebnis: 2:5 nach 31 Min. (10/ 11/ 10)
Drittelergebnisse: 0-0, 1-1, 1-4
Tore: 1-0 14. Reichardt, 1-1 19. Anonymer Schweizer (Ecke), 1-2 22. Anonymer Schweizer, 1-3 23. Anonymer Schweizer, 1-4 24. Anonymer Schweizer, 2-4 26. Schaltonat (Ecke), 2-5 29. Anonymer Schweizer
Vergebene Siebenmeter: Leunas Torwart Hochmuth wehrt Siebenmeter von einem anonymen Schweizer (10. Minute) ab
Grüne Karten: keine
Gelbe Karten (2 Minuten): keine
Rote Karten (Platzverweis): keine
Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 220 (davon Gästefans: so 2, 3)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Zu Beginn ziemliches Pillepalle, danach ganz flottes Spiel)
Photos and English Version:
Bis 18 Uhr hatte ich noch Uni, eine reichliche halbe Stunde nach dem Seminar zur Geschichte des osmanischen Reiches in Europa stand ich schon vor der Sporthalle Leuna. An diesem Donnerstagabend gab es mal internationales Flair in der überfüllten Halle. Ich hatte mich schon über nur 2€ Eintrittsgebühr gewundert – da wurde dann angesagt, dass man nur 3x10, statt wie sonst 2x30 Minuten spielt. Na ja, es war halt ein Trainingsspiel zwischen dem TSV Leuna und der Schweizer Nationalmannschaft, die sich auf die Hallenhockey-Europameisterschaft in Leipzig vorbereitete.
Die Schweizer zählen im Hallenhockey zum gehobenen Mittelmaß, sodass sie mit Leuna über weite Strecken auf Augenhöhe waren und erst kurz vor Schluss einen Sieg herausspielen konnten. Etwas albern war, dass die Schweizer in Trikots ohne Rückennummern spielten. Eigentlich halte ich das für nicht regelkonform, da es eine Zuordnung eines mit einer Karte zu ahndenden Fouls erschwert, aber immerhin beging niemand ein solches Foul. Wahrscheinlich wollten sie eventuelle Scouts verwirren, oder was weiß ich – aber ein offizielles Spiel mit einem Team ohne Rückennummern habe ich auch noch nie gesehen...
Den besseren Start erwischte Leuna, doch es fehlte der Torerfolg. Zum Ende des ersten Drittels waren es auch mal die Schweizer, die mit starken Aktionen aufwarten konnten. Eine Ecke wurde regelwidrig von einem Leunaer Abwehrspieler pariert – doch der fällige Siebenmeter wurde von Hochmuth entschärft. Besonders gut war das Spiel bis zum ersten Leunaer Treffer nicht. Nach dem 1:0 von Reichardt gab es einige gute Einschussmöglichkeiten für den TSV, doch im Zuge einer Ecke konnten die Gäste noch vor der zweiten Pause ausgleichen. Durch fehlerhafte Zeitnahme war das zweite Drittel übrigens um eine Minute verlängert worden.
Im letzten Drittel war dann am meisten los. Ein Konter des TSV wurde aus 20m Entfernung aufs Tor gebracht und Zeiger berührte den Ball noch offensichtlich im Schusskreis und lenkte ihn ins Tor – doch das 2:1 zählte aus irgendwelchen Gründen nicht. Im Gegenzug machten die Schweizer einen billigen Treffer ihrerseits zum 1:2. Nun brach Leuna kurzzeitig ein, während die Schweiz das Tempo anzog. 1:4 nach 24 Minuten. Mit einem erneuten Aufbäumen und einem Treffer nach einer Ecke konnte Leuna zwar wieder verkürzen, aber am Ende stand noch ein drittes billiges Tor der Gäste aus der Schweiz zu Buche. 2:5 war also der Endstand, der definitiv zu hoch ausgefallen ist.
Die Schweizer, bei denen Feld- und Hallenhockey sowieso nicht gerade populärer, großer Sport zu sein scheinen, schienen mir von den spielerischen Fähigkeiten – auch wenn sie nun wirklich keine schlechte Mannschaft sind – in keinster Weise fähig, gegen ihre Gruppengegner Deutschland, Spanien und Österreich zu bestehen. Aber vielleicht überschätze ich die Spanier und Ösis auch – die deutsche Nationalmannschaft dürfte jedoch keine Probleme mit den Schweizern haben.
Statistik:
Grounds: 689 (heute kein neuer; diese Saison: 95 neue)
Sportveranstaltungen: 1.444 (heute 1, diese Saison: 130)
Tageskilometer: 60 (60 Auto)
Saisonkilometer: 26.610 (18.090 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 285
W284IV: Leuna mit fünf Siegen zur Finalrunde – und: Ausgleich in Delitzsch bei 59.53!
Hallenkreismeisterschaft Saalekreis, Zwischenrunde
Datum: Sonntag, 8. Januar 2012 – Beginn: 8.00
Wettbewerb: Zwischenrunde der Hallenfußballkreismeisterschaft des Saalekreises, Turniergruppe 5
Teilnehmer aus: Landesklasse (8. Liga, 3. Amateurliga), Kreisoberliga (9. Liga), 1. Kreisklasse (11. Liga), 2. Kreisklasse (12. Liga) und 3. Kreisklasse (13. und unterste Liga)
Qualifiziert für Endrunde: TSV Leuna 1919 (Landesklasse)
Spielort: Sporthalle Querfurt (Kap. 400 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Leunaer, 10 Braunsbedraer, 10 Dürrenberger, je 3-4 Schafstädter, Barnstädter und Gatterstädter)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Seit Jahren das beste Hallenfußballturnier was ich gesehen habe! Flotte Spiele, prima Tore und die ein oder anderen Emotionen...)
Photos and English Version:
Die Tabelle:
1. TSV Leuna 1919 (Landesklasse) ...... 14:3 / 15
2. SV Braunsbedra III (2. Kreisklasse) 18:10 / 10
3. E. Bad Dürrenberg (1. Kreisklasse) .. 13:10 / 8
4. Germ. Schafstädt (Kreisoberliga) ....... 13:8 / 7
5. SV Barnstädt (Kreisoberliga) ........... 10:14 / 3
6. Gatterstädter SV (3. Kreisklasse) ....... 0:23 / 0
Die Ergebnisse:
Leuna 3:0 Gatterstädt
Barnstädt 2:3 Bad Dürrenberg
Schafstädt 1:2 Braunsbedra
Leuna 2:1 Barnstädt
Braunsbedra 8:0 Gatterstädt
Bad Dürrenberg 1:1 Schafstädt
Braunsbedra 0:3 Leuna
Gatterstädt 0:3 Bad Dürrenberg
Barnstädt 2:5 Schafstädt
Bad Dürrenberg 4:4 Braunsbedra
Gatterstädt 0:3 Barnstädt
Schafstädt 0:3 Leuna
Barnstädt 2:4 Braunsbedra
Leuna 3:2 Bad Dürrenberg
Schafstädt 6:0 Gatterstädt
Turnier-Statistik:
Anzahl der Tore: 68 in 15 Spielen
Torschnitt: 4,5 Treffer pro Spiel
Anzahl der Strafen: 10 Strafminuten, 1 Rote Karte (2 Minuten + 1 Rote Karte Schafstädt, 4 Min. Bad Dürrenberg, 2 Min. Braunsbedra, 2 Min. Barnstädt, keine Strafen für Leuna und Gatterstädt)
Torreichste Spiele: Braunsbedra 8:0 Gatterstädt und Bad Dürrenberg 4:4 Braunsbedra
Torärmstes Spiel: Schafstädt 1:1 Bad Dürrenberg
Häufigstes Ergebnis: 3-0 bzw. 0-3; 5x in 15 Spielen
Bestes Spiel: Leuna 2:1 Barnstädt (8,0/10)
Schwächstes Spiel: Gatterstädt 0:3 Barnstädt (5,0/10)
Größte Fangruppe: TSV Leuna (15 von ca. 50 Zuschauern)
Torschützen für den TSV Leuna:
3x Rene Lorber, 3x Ronny Wenzel, 3x Toni Feist, 3x Nino Hammerschmidt, 1x Jens Heinecke, 1x Christian Sporbert
Die Spiele im Einzelnen:
Insgesamt wusste das Turnier mit seinen 15 Partien (je 1x12 Minuten) durch die hohe Anzahl sehenswerter und spannender Spiele mit schönen Toren und dem nötigen Kampfgeist bei vielen Mannschaften sehr zu überzeugen. Der Status dieses Turniers ist übrigens, da sich der Sieger für die Finalrunde qualifiziert, in einem zusammengesetzten Substantiv mit acht Elementen und 62 Buchstaben zu beschreiben: es ist ein
„Hallenfußballkreismeisterschaftsfinalrundenqualifikationsturnier“ ...
„Hallenfußballkreismeisterschaftsfinalrundenqualifikationsturnier“ ...
Vorab; die Teilnehmer sind im richtigen Fußball, also auf dem Feld, folgendermaßen platziert: Leuna ist in der Landesklasse 4., Barnstädt in der Kreisoberliga 6., Schafstädt in der Kreisoberliga 12. von 16, Bad Dürrenberg ist Spitzenreiter der 1. Kreisklasse Staffel 1, Braunsbedra III alias Großkayna I Tabellenführer der 2. Kreisklasse Staffel 1 und schließlich SV Gatterstädt in der 3. Kreisklasse nur 9. von 11. Dass Gatterstädt Letzter wurde und Leuna Erster verwunderte da nicht so sehr, doch das Abschneiden der Kreisoberligisten war auffällig schwach.
TSV Leuna 1919 3:0 Gatterstädter SV 1952
(Spiel 1, Unterhaltungswert: 7,0/10)
Zusammenfassung: Leuna brauchte eine Weile um sich gegen die verständlicherweise sehr defensiv eingestellten Underdogs einzuschießen. Nach der Hälfte der Spielzeit gelang ein erster Treffer, dem zwei weitere zu einem lockeren Auftakt in einem sehenswerten Spiel folgten.
Tore: 1-0 6. Feist, 2-0 9. Heinecke, 3-0 10. Hammerschmidt
Strafen: keine
SV 46 Barnstädt 2:3 SV Eintracht Bad Dürrenberg
(Spiel 2, Unterhaltungswert: 7,5/10)
Zusammenfassung: Bad Dürrenberg ging mit dem ersten Torschuss in Führung und Barnstädt glich gleich vom Anstoßpunkt per Weitschuss aus. Was ein Beginn! Danach ließen sich die Favoriten vom SV 46 noch die Führung nehmen und verloren 2:3.
Tore: 0-1 (1.), 1-1 (1.), 2-1 (5.), 2-2 (6.), 2-3 (10.)
Strafen: keine
SV Germania Schafstädt 1:2 SV Braunsbedra III
(Spiel 3, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Trotz schneller Führung verlor auch hier der überschätzte Kreisoberligist mit einem Treffer. Großkayna I bzw. Braunsbedra III spielte einfach auch den schöneren Fußball!
Tore: 1-0 (2.), 1-1 (8.), 1-2 (10.)
Strafen: keine
TSV Leuna 1919 2:1 SV 46 Barnstädt
(Spiel 4, Unterhaltungswert: 8,0/10)
Zusammenfassung: Ein richtig schönes, schnelles und spannendes Spiel! Nach schneller Führung für den Klassentieferen, waren Sporbert und Lorber mit zwei herrlichen Treffern zur Stelle.
Tore: 0-1 2. Mikat, 1-1 5. Sporbert, 1-2 10. Lorber
Strafen: keine
SV Braunsbedra III 8:0 Gatterstädter SV 1952
(Spiel 5, Unterhaltungswert: 6,0/10)
Zusammenfassung: Braunsbedra nahm Gatterstädt nach allen Regeln der Kunst auseinander – die Tore wurde mal locker heraus gespielt, mal richtig reingezimmert. Starke Leistung der Großkaynaer!
Tore: 1-0 (1.), 2-0 (2.), 3-0 (3.), 4-0 (3.), 5-0 (7., Unterzahl), 6-0 (9.), 7-0 (9.), 8-0 (11.)
Strafen: 2 Minuten für Braunsbedra
SV Eintracht Bad Dürrenberg 1:1 SV Germania Schafstädt
(Spiel 6, Unterhaltungswert: 7,0/10)
Zusammenfassung: Ein wirklich spannendes und ausgeglichenes Spiel. Schafstädt glich in der letzten Minute noch einen 1:0-Rückstand aus, nachdem sie wenige Minuten zuvor einen klaren Handstrafstoß verweigert bekamen. Mit der Härte des Spiels hatten die Schiedsrichter – bei zwei der unparteiischen Sportkameraden wunderte mich das auch überhaupt nicht! – einige Probleme. Doch richtig Härte kam erst durch den Hammelhausener Dorfdepp mit der 10 hinein: der fing nach Abpfiff, statt sich über den späten Ausgleich zu freuen, grundlos eine zünftige Streiterei an. Für den Griff an die Gurgel, der wirklich alle Spieler beider Teams zum hektischen Aufspringen und Rudelbilden bewegte, wurde er auch mit Recht für den Rest des Turniers an die Seite verbannt. Der Tumult steigerte den Unterhaltungswert des Spiels, für das ich eigentlich nur 6,0/10 veranschlagt hatte, noch einmal ungemein – so was wollen wir doch auch sehen, auf den Sportplätzen und in den Hallen! Na... wo bleibt der MZ-Artikel, Frau Losack?!
Tore: 1-0 (4.), 1-1 (12.)
Strafen: 4 Minuten für Bad Dürrenberg, 2 Minuten und 1 Rote Karte (= Turnierausschluss für betreffenden Spieler) für Schafstädt
SV Braunsbedra III 0:3 TSV Leuna 1919
(Spiel 7, Unterhaltungswert: 7,0/10)
Zusammenfassung: Großkayna hielt lange prima mit und zwang Torwart Lenzen zu der ein oder anderen Abwehr, doch drei Tore in drei Minuten zogen Braunsbedra/ Großkayna den Nerv. Feist mit einem Doppelschlag, wobei der erste Treffer sehr billig war: Braunsbedra diskutiert über eine Freistoßentscheidung, der Schiri hat schon freigegeben und Schimpf und Feist stürmen einfach aufs Tor zu – Matti auf Toni: 1-0. Natürlich regten die Kreisklassekicker sich darüber auf, aber wenn man nur rummault anstatt aufmerksam zu spielen, braucht man sich über so billige (und auch noch völlig regelkonforme) Gegentore nicht zu wundern! Kaum eine Minute später hämmerte Feist auch einen zweiten Treffer halbhoch ins lange Eck – das war dann ein richtig herrlicher Treffer und völlig anders als das Führungstor! Hammerschmidt legte mit dem nächsten Hammer-Schuss gleich zum 3:0 nach. Die Großkaynaer maulten nach Abpfiff immer noch die nicht immer souveränen, aber nie völlig daneben liegenden Unparteiischen voll. Richtig lächerlich – insbesondere der Spieler mit der Nr. 11!
Tore: 0-1 8. Feist, 0-2 9. Feist, 0-3 10. Hammerschmidt
Strafen: keine
SV Gatterstädt 1952 0:3 SV Eintracht Bad Dürrenberg
(Spiel 8, Unterhaltungswert: 5,0/10)
Zusammenfassung: Ein souveräner aber nicht sonderlich sehenswerter Sieg des SV Eintracht.
Tore: 0-1 (6.), 0-2 (7.), 0-3 (10.)
Strafen: keine
SV Barnstädt 2:5 SV Germania Schafstädt
(Spiel 9, Unterhaltungswert: 6,0/10)
Zusammenfassung: Schafstädt hatte sich erwartungsgemäß eingekriegt und zeigte nun ein gutes Spiel gegen den nach wie vor ziemlich überforderten SV Barnstädt.
Tore: 0-1 (2.), 1-1 (2.), 1-2 (7.), 1-3 (8.), 1-4 (10.), 2-4 (10., Unterzahl), 2-5 (11., Überzahl)
Strafen: 2 Minuten SV Barnstädt
SV Eintracht Bad Dürrenberg 4:4 SV Braunsbedra III
(Spiel 10, Unterhaltungswert: 7,5/10)
Zusammenfassung: Wieder ein sehr sehenswertes Spiel der Bad Dürrenberger! Das war auch ein Spiel der Doppelschläge: auf das 1-0 folgte das Braunsbedraer 1-1 noch in derselben (ersten!) Spielminute. In der zweiten ging Braunsbedra in Führung und nur 30 Sekunden später glich Großkayna aus. So ging es munter weiter mit je zwei Treffern in der 7. und der 11. Minute, bis bei der Schlusssirene dann vier Tore bei beiden Seiten standen.
Tore: 1-0 (1.), 1-1 (1.), 1-2 (2.), 2-2 (3.), 3-2 (7.), 3-3 (7.), 4-3 (11.), 4-4 (11.)
Strafen: keine
Gatterstädter SV 1952 0:3 SV Barnstädt
(Spiel 11, Unterhaltungswert: 5,0/10)
Zusammenfassung: Gegen Gatterstädt holte selbst Barnstädt noch drei Punkte...
Tore: 0-1 (3.), 0-2 (7.), 0-3 (12.)
Strafen: keine
SV Germania Schafstädt 0:3 TSV Leuna 1919
(Spiel 12, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Ein sehr lässiger Beginn des TSV, doch ein Doppelschlag nach 4 und 5 Minuten sorgte für die Vorentscheidung. Mit diesem recht lockeren Sieg war der TSV Leuna dann auch schon für die Finalrunde qualifiziert!
Tore: 0-1 4. Lorber, 0-2 5. Wenzel, 0-3 10. Wenzel
Strafen: keine
SV 46 Barnstädt 2:4 SV Braunsbedra III
(Spiel 13, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Die beste Szene in diesem Durchschnittsspiel, das schon fast erwartungsgemäß der Kreisoberligist gegen den Tabellenführer der 2. Kreisklasse (3 Ligen tiefer!) verlor, war die direkt verwandelte Ecke des einen (ansonsten ganz schwachen!) Barnstädter Stürmers zum 2-4.
Tore: 0-1 (1.), 1-1 (3.), 1-2 (9.), 1-3 (11.), 1-4 (11.), 2-4 (12.)
Strafen: keine
TSV Leuna 1919 3:2 SV Eintracht Bad Dürrenberg
(Spiel 14, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Leuna spielte locker auf zum fünften Sieg im fünften Spiel. Nach dem 3:0 ließen sie es aber zu locker angehen und fingen noch zwei Tore.
Tore: 1-0 5. Lorber, 2-0 10. Hammerschmidt, 3-0 10. Wenzel, 3-1 11. Duarte de Jesús, 3-2 12. Heklau
Strafen: keine
SV Germania Schafstädt 6:0 Gatterstädter SV
(Spiel 15, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Zum Abschluss dieses wirklich gelungenen Turniers wurde Gatterstädt leider noch mal abgeschossen. Schafstädt ging schnell 4-0 in Führung, das 6-0 war auch in der Höhe OK. Aber ich hätte nach der Aktion nach Spiel Nr. 6 gerne mal gesehen, was los gewesen wäre, wenn Gatterstädt beim Stande von 1-0 einen unberechtigten Neunmeter zum 1-1 in der 12. Minute bejubelt hätte...
Tore: 1-0 (2.), 2-0 (4.), 3-0 (5., Neunmeter), 4-0 (6.), 5-0 (9.), 6-0 (10.)
Strafen: keine
SG DHfK Leipzig II/ NHV Concordia Delitzsch I
29:29 (15:12) SV Kondensatorenwerk Görlitz
Datum: Sonntag, 8. Januar 2012 – Anwurf: 17.00
Wettbewerb: Sachsenliga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 29:29 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 15:12
Tore: Jacob Schlichter 8, Andreas Weikert 5, Maik Wolf 5, Jens Groeschel 4, Marcel Ulrich 4, Ivo Doberenz 1 (DHfK/ NHV); Radim Vanek 11, Fabrice Türkowsky 4, Eric Besser-Wilke 4, Petr Masat 2, Marco Brendler 2, Hiroki Kuwano 2, Markus Noack 1, Danilo Krause 1 (Koweg)
Gelbe Karten: Marcel Ulrich, Eric Thomas, Maik Wolf (DHfK/ NHV); Eric Besser-Wilke, Radim Vanek, Petr Masat (Koweg)
Zeitstrafen: 2x Marcel Ulrich, 2x Jacob Schlichter, Eric Thomas, Ivo Doberenz, Christian Bräuer, Frank Bönke (DHfK/ NHV = 16 Minuten); Eric Besser-Wilke, Marc Rechner, Marco Brendler (Koweg = 6 Minuten)
Rote Karten: Maik Wolf (DHfK/ NHV, nach Spielschluss wegen Schiedsrichterbeleidigung)
Spielort: Sporthalle Artur Becker, Delitzsch (Kap. 380 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Sehr gutes und spannendes Spiel, das mit einem leistungsgerechten Unentschieden endete)
Photos and English Version:
Video:
Nachdem wir Anja noch die Querfurter Burg und Altstadt gezeigt und dort gegessen hatten, fuhren wir nach Delitzsch, wo wir nach einem Rundgang durch die Altstadt mit den Stadttürmen und dem sehenswerten Barockschloss ein sehr interessantes Handballspiel guckten.
Die Sporthalle im Kultur- und Sportzentrum, ein bunter, zusammengepfriemelter 0815-Bau, war vor allem zu Bundesligazeiten die Heimstatt des HV Concordia. Nachdem sie zum wiederholten Mal bankrott gegangen waren, hatten sie in der Sachsenliga eigentlich sportlich schon alles verloren und waren durchgereicht worden, doch eine Fusion mit der Reserve des DHfK ermöglichte den Klassenerhalt. Diese für den Handballsport in Delitzsch, dem bisher jegliche Nachhaltigkeit und Intelligenz abging (wie wenig hinter dem Verein steckt, sieht man an dem Absturz – alle Söldner weg = fast niemand mehr da – und den verhältnismäßig niedrigen Zuschauerzahlen), überlebensnotwendige Spielgemeinschaft trägt die Spiele aber (zumindest teilweise) in der schönen, alten Sporthalle der Artur-Becker-Schule aus. Das Schulgelände insgesamt ist Architektur der späteren Phase der DDR. Die Halle macht schon von außen einen tollen Eindruck mit der Mischung aus neuen Graffiti und alten DDR-Wandmalereien. Der Kasten ist innen dann noch schöner, doch für Zuschauer nur bedingt angenehm. Die Beleuchtung ist verrottet und ungleichmäßig und am besten sieht man in der ersten Reihe und auf ganz bestimmten Plätzen der weiteren Reihen ab Reihe 3, die so zu den Balken vor der mit Holzbänken bestückten Tribüne liegen, dass man an diesen vorbeigucken kann. Rechterhand der Tribüne befindet sich ein Sprecherturm, links sind die uralten Klos, die nicht etwa mit „Männer“ und „Frauen“ beschriftet sind, sondern (da diese Sporthalle v.a. für Schul- und Jugendsport gedacht war) mit „Jungen“ und „Mädchen“.
Die Spielgemeinschaft der Reservemannschaft der Handballabteilung der Deutschen Hochschule für Körperkultur Leipzig und der ersten Mannschaft des Bankrottclubs Neuer Handball Verein Concordia Delitzsch trat gegen ein anderes Team mit recht kuriosem Namen an: die ehemalige BWSG (Betriebs- und Wohnsportgemeinschaft) des Kondensatorenwerks (Koweg) der ostsächsischen Grenzstadt Görlitz. Der Vierte spielte gegen den Fünften, was eigentlich ein Spitzenspiel sein sollte und auch absolut nicht enttäuschte!
In diesem sehr sehenswerten und auch sehr spannenden Duell lieferten sich beide Teams ein schnelles Hin- und Her mit einigen recht harten Einlagen (mehr von Seiten der Delitzscher, aber nicht so viele mehr wie die Strafenverteilung meinen lässt), das nie eine Vorentscheidung durchschimmern ließ. Vor der Pause ging Delitzsch mal mit drei Toren durch geniale Gegenstöße in Führung, doch dieser Vorsprung schwand nach dem Seitenwechsel ganz schnell. Mitte der zweiten Hälfte lag sogar das Kondensatorenwerk Görlitz, das von immerhin 10 Fans mit ein paar Trommeln und regelmäßigen Zurufen unterstützt wurden, mehrfach in Führung. Aber die stets nur ein Tor betragenden Vorsprünge waren nie von langer Dauer. In der Schlussminute hieß es dann 27:26 für DHfK/ NHV und der Torwart der Heimsieben zeigte eine tolle Parade – doch dann passierte ihm ein einziger Patzer: ein Fehlabspiel und ein Wurf sieben Sekunden vor Ende der Spielzeit landete zum 27:27 Ausgleich im Tor. Da verstummten auch die eifrigen Trommler der Delitzscher, die mal etwas bessere Rhythmen als „bumm-bumm-bumm“ aufspielten und der Rest des Heimanhangs stimmte in das allgemeine „das kann doch nicht sein, ey!“ ein.
So ärgerlich diese Torwartpanne auch war, so verdient war das Unentschieden! Zudem dürfen die Heimfans nicht vergessen, dass ihr Torhüter 59 Minuten lang eine prima Leistung brachte. Viele andere Schlussmänner hätten da öfter hinter sich gegriffen und so nicht einmal einen Punkt festgehalten – das Video dieser Torszene musste ich aber trotzdem oben einstellen...
Aber die, die am lautesten meckerten, waren so wie so die ganze Zeit diese Handball-Analphabeten links neben mehr, die 90% der Spielzeit nur über Schiedsrichterentscheidungen schimpften. Mal abgesehen davon, dass die Schiedsrichter nicht schlecht (wenn auch nicht immer sicher und korrekt – also durchschnittlich) waren; wo bleibt da die Unterstützung der eigenen Mannschaft?! Aber von den „Helden“ leistete sich ja auch einer noch nach Abpfiff eine dumme Bemerkung zu den Schiedsrichtern, was ihm noch eine rote Karte einbrachte...
Jedenfalls wieder mal ein richtig lohnender Sporttag, mit zwei herrlichen Veranstaltungen in zwei sehenswerten Kleinstädten!
Statistik:
Grounds: 689 (heute 1 neuer; diese Saison: 95 neue)
Sportveranstaltungen: 1.443 (heute 2, diese Saison: 129)
Tageskilometer: 170 (170 Auto)
Saisonkilometer: 26.550 (18.030 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 284
W284III: Packendes Sachsen-Anhalt-Derby – Hallenhockey vom Feinsten!
Cöthener HC 02 9:9 TSV Leuna 1919
Datum: Samstag, 7. Januar 2012 – Beginn: 16.00
Wettbewerb: 2. Bundesliga Ost, Hallenhockey
Ergebnis: 9:9 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 5:4
Tore: 1-0 8. Franz Jirsch, 2-0 9. Max Bädelt, 3-0 11. Franz Jirsch, 4-0 14. Maximilian Keim, 4-1 18. Christian Zeiger (Ecke), 4-2 19. Christian Zeiger, 4-3 19. Christian Zeiger, 4-4 28. Christian Zeiger, 5-4 29. Franz Jirsch, 6-4 32. Martin Müller, 7-4 37. Martin Müller, 7-5 41. Nils Poczatek, 8-5 48. Maximilian Keim (Ecke), 9-5 52. Maximilan Keim (Ecke), 9-6 53. Nils Poczatek, 9-7 56. Stephan Reichardt, 9-8 59. Christian Zeiger (Ecke), 9-9 59. Christian Zeiger
Grüne Karten: 2x Max Bädelt, 1x Nr. 8 (Köthen); Stephan Reichardt (Leuna)
Gelbe Karten (2 Minuten): Max Bädelt (da 2. Grüne, Köthen)
Rote Karten (Platzverweis): keine
Spielort: Sporthalle der Dr. Samuel Hahnemann Schule (Kap. 450 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 400 (Gästefans: mind. 50)
Unterhaltungswert: 10/10 (Ein geniales Spiel! Jegliche spielerische Mängel wurden von Spannung und Dramatik wettgemacht, hinzu kommt die wirklich starke Stimmung auf den Rängen und Emotionen in der Halle – das war wirklich Hallenhockey in seiner besten Form!)
Photos and English Version:
In der sehenswerten anhaltischen Kleinstadt Köthen empfing der Tabellenführer der Oststaffel der 2. Hallenhockeybundesliga den Viertplatzierten TSV Leuna, der leider in akuter Abstiegsgefahr aufgrund der Punktgleichheit mit Berliner SC (5.) und Güstrow (Letzter und somit Absteiger) ist, zum Sachsen-Anhalt-Derby. Die meisten Derbys sind ja höchstens stimmungsvoller als normale Spiele und meistens spielerisch unterm Durchschnitt – in anderen Sportarten als Fußball und Eishockey ist meistens auch noch nicht einmal die Stimmung überdurchschnittlich – doch dieses Derby war das beste Hallenhockeyspiel - spielerisch, stimmungstechnisch und vor allen Dingen spannungsmäßig und von der Dramatik des Spielverlaufs her - das ich je gesehen habe! Und die Anzahl meiner Hallenhockeyspiele liegt mittlerweile im zweistelligen Bereich...
Wir waren zu dritt (meine Freundin – der wir erstmal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigten – , mein Vater und ich) nach Köthen gekommen und bei weitem nicht die einzigen Gästefans. Laut CHC-Website wurde extra wegen uns sogar ein Sicherheitsdienst engagiert, dessen Gage man ja gerne in die Jugendarbeit gesteckt hätte... Seltsam nur, dass die beiden Leute am Eingang (2 Sicherheitsmänner sind auch bei anderen Hockeyvereinen mittlerweile Standard) behaupteten, dass man keine Getränkeflaschen mit rein nehmen dürfe, da sie angeblich schon von Köthenern als Wurfgeschosse genutzt wurden. Bei einigen Leuten auf der Heimseite wirkte das auch nicht verwunderlich – besonders der Hosenscheißer, der in der Schlussminute eine Schubserei oder so was anfangen wollte, und der ältere Rowdy, der die Schiedsrichter nach Abpfiff beschimpfte. Ansonsten war es natürlich das übliche elitäre Publikum des Hockeysports, für das es schockierend sein muss, wenn es mal ein paar Dezibel lauter in der Halle ist, als sonst. Die Köthener jubelten zwar laut und ein paar Leute feuerten auch mal sporadisch an, aber gegen den etwa 50 Leute starken Leunaer Anhang hatten sie stimmungsmäßig keine Chance. Die Fußballer und einige Jugendhockeyspieler feuerten ununterbrochen mit Trommeln, Megaphon und Gesängen an (das alleine reicht schon locker, um eine Hockeyhalle zu rocken) – die anderen Fans gingen ab und an auch mit. Das ganze Spektakel bekam man übrigens für 3€ Eintritt (ermäßigt (Schüler, Studenten, Rentner etc.) sogar nur 1,50€) geboten. Wenn man das mit den perversen Eintrittspreisen bei unserer Abteilung Hockey – die aber bereits mehr als nur einmal auf Mitgliedsbeiträge und Eintrittspreise angesprochen wurde – vergleicht... 3,50€ sind es nämlich in Leuna (Ermäßigung erhalten nur Jugendliche unter 16 oder so was) – da merkt man sofort, dass da etwas nicht stimmen kann!
Aber lieber schnell zum Spiel: Der Favorit legte einen hervorragenden Start hin. Leuna hatten zwar die ersten Angriffe aufs Tor und einmal musste der Köthener Schlussmann auch mit einer Grätsche außerhalb des Schusskreises spektakulär wie auch regelwidrig (zudem ungestraft) klären, doch Köthen gingen mit strammen, souveränen Schüssen in Führung. Dann ein Treffer nach dem anderen! Nach 14 Minuten führten die Köthener bereits 4:0. Danach ließen die Gastgeber in ihrer üblichen Arroganz (OK, vielleicht auch, weil sie nach 15 Minuten Spitzenhockey ziemlich platt sind) das Spiel schleifen und Leunas Chance war gekommen. Einige gute Einschussmöglichkeiten ließen sie liegen, doch Zeiger machte einen Gegentreffer nach dem anderen wett. Plötzlich hieß es 4:4 und der Gästeblock, in dem es vorher ziemlich Stress gab, feierte nun geschlossen die herausragende Aufholjagd der blau-weißen Mannschaft. Vor der Pause gelang einem der besten Köthener Spieler noch mit letzter Kraft die Pausenführung zum 5:4. Das war natürlich ein starker Schlusspunkt und wer keine Ahnung vom Hockey hat, der hatte Leuna jetzt auf der Verliererstraße gesehen. Doch wer sich richtig auskennt – oder wie ich, sich wenigstens gut eingesehen hat in den Sport – der wartete auf die zweite Schwächephase der Köthener.
Wer sich jetzt über meine Anmerkung mit dem Stress im Gästeblock gewundert hat, dem sei erklärt, dass es bei verbalen (aber natürlich trotzdem unnötigen) internen Streitereien blieb. Die gab es weniger wegen des Resultats, sondern in erster Linie deshalb, weil es bei der Abteilung Hockey einige unverbesserliche Idioten gibt, die nicht wissen, was „Stimmung“ heißt. Die wären bei Spielen unserer Tischtennisabteilung vielleicht doch besser aufgehoben... Aber andererseits wäre das für diese wenigen Einzelpersonen wohl auch wieder zu primitiv, denn die, die sich am Dauersupport und den stets treffenden (nur halt nicht immer netten) Kommentaren der Fußballer und emotionaleren Hockeyfans stören, sind genau die wenigen Leute, die sich über ein paar Euro mehr auf dem Konto als die Besseren und Tolleren definieren. Aber selbst bei einer Abteilung mit derartig hohen Mitgliedsbeiträgen, durch die ein Elitengehabe schon definiert wird – die anderen Abteilungen haben schließlich durchweg Jahresbeiträge von unter 100€, nur Hockey kostet über 160€ – ist das die Ausnahme, was wieder nur umso mehr für den TSV Leuna spricht, da so ein Verhalten bei vielen anderen Hockeyvereinen die Regel und nicht die Ausnahme ist.
Zurück zum Spiel. In der zweiten Hälfte kam erstmal die zweite Druckphase der Heimelf äh... -sechs. Wieder souveräne Strafeckenverwertung, wieder einige starke Einzelleistungen und wieder vier Tore vor! 9:5 hieß es nach 52 Minuten. Jetzt schien das Spiel wirklich entschieden. In der Auszeit stellte Leunas Trainer um, während sich im Gästeblock wieder Anzeichen ausbreiteten, dass dieses Spiel ob des Rückstands sinnlos geworden sein muss: ein leichter Platzsturmversuch beim Hallenhockey noch vor Abpfiff – das kann doch nur ein Verein...
Doch dann die von mir und anderen erwartete - und so sehr erhoffte - zweite Schwächephase des CHC, kombiniert mit Leunas nächster Glanzphase. Die Mannschaft mag zwar spielerisch abgebaut haben in den letzten zwei Jahren, aber kämpferisch hat sie (v.a. im Vergleich zur letzten Saison) noch einmal klar zugelegt. Wirklich geniale – und emotionale! – 8 Minuten sicherten Leuna wenigstens einen Punkt. Wieder waren es Treffer von Zeiger – aber auch von Poczatek und Reichardt – die das von Einigen schon längst für unmöglich gehaltene schafften: ein zweites Mal wurden in diesem unglaublich spannenden und packenden Spiel, das auch etliche tolle Zweikämpfe und Tacklings zu bieten hatte, vom TSV Leuna vier Tore aufgeholt!
Allein die Schlussminute ist ein eigener MZ-Artikel wert: Leunas Christian Zeiger erzielte mit einem Flachschuss ins rechte Torwarteck den Ausgleich. Beim Stand von 9:9 greift Köthen noch einmal das Tor von Leuna an, doch kommt nicht zum Schuss, da die Abwehr zwei Mal blocken kann. Der daraus resultierende Konter wird von Zeiger nicht hart genug aufs Tor gebracht, sodass der 14er mit einem spektakulären Sprung, den er in den Holzbänken landet, für seinen geschlagenen Tormann (20cm vor der Torlinie) zur Ecke klären kann. Wieder einmal meckert ein Köthener arrogant wie unberechtigt über den Schiedsrichter – die nächste grüne Karte. Man merkte nun massiv, wie der Favorit Köthen ins Schwimmen geriet und mit Unsauberkeiten und Provokationen den Sieg festhalten wollte. Die Zeit war mittlerweile abgelaufen, sodass die Ecke mit dem ersten Schuss verwandelt werden musste. Der Eckball von Poczatek kam auf Zeiger, dem der Ball über den Schläger rutschte. Im zweiten Versuch, nur Sekundenbruchteile später, schoss er dann den Fuß eines Kötheners an. Eigentlich Strafstoß, aber Zeiger war der Ball ja wie gesagt schon über den Schläger gerutscht, sodass eine neue Spielsituation eingetreten war und mitrecht der Abpfiff ertönte. Nach diesem war es noch kurzzeitig etwas hitzig, v.a. da ein Köthener Möchtegern-Hooligan auf dem Feld war – aha, also immer nur die bösen, bösen sogenannten Leuna-„FANS“, oder was? – und die Spieler sich nach dieser tollen Schlussszene mit der Ecke erstmal beruhigen mussten –aber alle kriegten sich schnell wieder ein. Das Unentschieden (gerade dieses 9:9) war auch wirklich gerecht!
Zusammengefasst gesagt war dieses Spiel absolut genial! Deshalb ja auch die höchste Punktzahl seit langem! Leunas Mannschaft ist vor allem wegen ihres Kampfgeistes sehr zu loben – spielerisch und anfangs auch taktisch war da einiges im Argen – und Köthen kann man nur dazu gratulieren, die Tabellenführung, die zum Aufstieg berechtigt, gefestigt zu haben: besonders sympathisch treten sie zwar nicht auf und zu dem negativen Gesamtbild trägt auch der Pressewart maßgeblich bei, wenn er solche Berichte wie diesen zum Spiel gegen Leuna [ http://www.chc02.de/?m=1&p=0&s=1&id=2264 ] ins Netz stellt, in dem man Schiedsrichter (auf einer offiziellen Vereinsseite!) einer Fehlentscheidung bezichtigt, dem Gegner ein gerechter Punktgewinn abspricht, nicht nachprüfbare aber umso schwerere und zweifelhaftere Anschuldigungen gegen Gästefans (unter Verschweigen von eigenem Fehlverhalten) äußert und nicht nachvollziehbare Aussagen zum angeblich Geldaufwand für Sicherheitskräfte getätigt werden – doch man kann ihnen ja ganz fair trotzdem gönnen, den kurzzeitigen Erfolg auszukosten. Kurzzeitig? Nun, wer nicht einmal 40 Minuten durchgängig sehr gutes Hockey bieten kann, steigt sofort wieder aus der 1. Bundesliga ab!
Wichtigste Feststellungen des heutigen Spiels sind aber: 1. wer die Partie nicht gesehen hat, hat echt was verpasst, und 2. wer Leuna nach ein paar Törchen Rückstand abschreibt, hat keine Ahnung was diese klasse Mannschaft für einen Kampfgeist hat!
Statistik:
Grounds: 688 (heute 1 neuer; diese Saison: 94 neue)
Sportveranstaltungen: 1.441 (heute 1, diese Saison: 127)
Tageskilometer: 110 (110 Auto)
Saisonkilometer: 26.380 (17.860 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 284
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W284II: Hallesche Saalebulls nehmen Chemnitzer Wild Boys auseinander
MEC Saalebulls Halle 9:2 ERV Wild Boys Chemnitz
Datum: Freitag, 6. Januar 2012 – Anbully: 20.00
Wettbewerb: Oberliga Ost (3. Spielklasse, Halbprofi-/ Amateurliga)
Ergebnis: 9:2 nach 60 Min. (3x20) – Drittel: 5:0, 2:0, 2:2
Tore: 1-0 2. Glück, 2-0 8. Thiede, 3-0 9. Schubert, 4-0 13. Zille (Unterzahl), 5-0 19. Kolozvary, 6-0 29. Eichelkraut, 7-0 32. Lehmann, 7-1 41. Geier, 8-1 41. Schubert, 9-1 49. Bigam, 9-2 56. Rentzsch
Zeitstrafen: Veltwisch, Bigam (MEC = 4 Minuten); 2x Vymazal, Schümann (ERV = 6 Minuten)
Spielort: Eissporthalle Halle, sogenannte „Volksbank Arena“ (Kap. 4.000, davon 2.000 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 2.500 (davon 1.100 zahlende und ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Seit langem das beste Spiel der Saalebulls, das ich angesehen habe)
Photos and English Version:
Wenigstens ein Spielbesuch bei den Saalebulls aus Halle muss doch immer sein in jeder Saison. In der vergangenen Spielzeit hatten sie die Liga dominiert – da sie die am wenigsten schwächsten waren – und blamierten sich in den Play-offs gegen die weit besseren Teams aus NRW u.a.; und auch in der Saison davor war es kaum mit anzusehen, was für ein Schrott da gespielt wurde. Auch in diesem Spiel hatte ich nichts anderes erwartet, als minderwertiges Eishockey zu enormen Preisen (7,50€ für einen ermäßigten Stehplatz – bei den Eisbären zahlt man kaum mehr) weswegen ich meiner Freundin auch abgeraten hatte mitzukommen, da sie bisher noch kein Eishockey gesehen hatte – doch sie konnte nach dem Spielbesuch sehr zufrieden sein, denn die Bulls lieferten das beste Spiel, das ich seit langem von ihnen gesehen habe!
So sollte es ja eigentlich auch sein, denn sie haben zwei Spiele und zwei Punkte weniger als Tabellenführer Erfurt und Chemnitz, der heutige Gegner, ist 5. von 9 und hat nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun. Mit einem Sieg wollten sie gleich die Tabellenführung übernehmen und bereits nach zwei Minuten sah es nach einem solchen aus: ein Blitzstart mit einem verdeckten Schuss im Getümmel zum 1:0. Kurz danach bereits ein Doppelschlag zum 2:0 und 3:0. Ehe das Drittel zu Ende ist, legen die Bulls mit zwei weiteren klasse Treffern zum 5:0 nach. Im zweiten Spielabschnitt lassen sie es zwar ruhiger angehen, doch ein Flachschuss ins Eck und ein Heber am Torwart vorbei sorgen zum 7:0 Zwischenstand nach 40 Minuten. Die Chemnitzer, die spielerisch nicht so sehr unterlegen waren, wie das 7:0 vorgibt, erzielten nach 41 Minuten endlich auch einmal einen Treffer. Doch sofort war es ein genialer Weitschuss in den langen Winkel, der den Abstand von sieben Treffern wiederherstellte. Der einzige nicht-europäische Ausländer im halleschen Team, ein Kanadier der allerdings schon seit über 10 Jahren in Deutschland lebt (und vor allem Eishockey spielt), setzte noch einen drauf: 9-1 kurz vor Schluss. Nach einem weiteren Treffer – ein Abpraller von der Latte vor die Kelle eines Chemnitzers – hieß es 9:2, was der Endstand sein sollte. Ein 10:2 war dann nicht mehr drin, auch wenn es schon auf den Stehrängen gefordert wurde. Irgendwie traute sich dann doch keiner, es zweistellig zu machen. Für die 20 mitgereisten Chemnitzer Fans war dieses Resultat schon ärgerlich genug...
Die gerade in dieser Saison so zahlreich wie schon lange nicht mehr erscheinenden Hallenser Fans feierten ihre Mannschaft natürlich noch gebührend. Nach dieser Leistung der Mannschaft kann man auch nur sagen: weiter so!
Statistik:
Grounds: 687 (heute kein neuer; diese Saison: 93 neue)
Sportveranstaltungen: 1.440 (heute 1, diese Saison: 126)
Tageskilometer: 50 (50 Auto)
Saisonkilometer: 26.270 (17.750 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 284
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W284I: Unentschieden in letzter Minute
HC Leipzig 29:29 TSV Bayer 04 Leverkusen FR
Datum: Mittwoch, 4. Januar 2012 – Anwurf: 19.30
Wettbewerb: 1. Frauen-Handball-Bundesliga (Profi-/ Halbprofiliga)
Ergebnis: 29:29 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13:15
Tore: 7x Visser, 4x Hubinger, Lang, 3x Müller, Augsburg, Schulze, Ommundsen, 2x Rösler (HCL); 12x Steinbach, 5x Zapf, 3x Egger, Glankovicova, Jochin, 2x Krause, 1x García Almendarís (TSV)
Gelbe Karten: Visser, Augsburg, Lyksborg (HCL); Steinbach, Egger, García Almendarís (TSV)
Zeitstrafen: 1x Müller, Schulze (HCL); 1x Egger, García Almendarís (TSV)
Disqualifikationen: keine
Spielort: Arena Leipzig (Kap. 8.000 Sitzplätze, heute auf 6.000 reduziert)
Zuschauer: mind. 2.500 (davon zahlende: 2.137, Gästefans: ca. 4)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Beide Mannschaften blieben in einem fehlerbehafteten und langsamen Spiel hinter den Ansprüchen und Erwartungen zurück)
Photos and English Version:
Am Mittwochabend schafften wir es nach etlichen Jahren mal wieder in die Arena Leipzig, die zu keiner Sportveranstaltung auch nur annährend ihre Kapazitäten ausschöpft. Den zwischen 6.000 und 12.000 Zuschauer fassenden Bau hatten wir vor etlichen Jahren, als ich noch keine Fotos gemacht habe, zu einem Basketballspiel des Mitteldeutschen BC aufgesucht. Jetzt spielte der HC Leipzig, die Zweitplatzierter in der 1. Frauenhandballbundesliga sind, gegen den 5. aus Leverkusen. Nur der Thüringer HC ist übrigens vor den Leipzigerinnen.
Wie die Preislage für die Zuschauer im Vergleich zu den anderen Vereinen ist kann ich nicht beurteilen, aber wenn 14€ Eintritt und 5€ Parkgebühren (so was Asoziales wie der HCL ist mir in Sachen Parkplatzbenutzung noch nie untergekommen!) normal sind, dann ist die ganze Liga ihr Geld nicht wert. Immerhin bekommt man als Student viel Ermäßigung: nur noch 8€ kostete dann die Karte.
In der ziemlich leeren „Arena“ zeigten beide Mannschaften dann ab der 20. Minute, wie heruntergekommen der deutsche Frauenhandball mittlerweile ist: der Start war ja sehr ansehnlich und der HCL erwischte auch einen besseren Beginn, aber kaum brachen die Leipzigerinnen ein, schon wurde das Spiel richtig schlecht. Da war kein Spielaufbau mehr da und schon gar keine Passgenauigkeit. Unglaublich, wie viele Fehlabspiele da passierten! Das Spiel dieser Pseudo-Profis habe ich nur deshalb noch so hoch mit 4,5/10 bewertet, da zum einen der ein oder andere Lichtblick – vor allem durch die One-Man-Show (die meisten Frauen würden wohl eher von „One-Woman-Show“ reden) von Leverkusens Steinbach, die die mit weitem Abstand beste Spielerin der Gäste war und eine hervorragende Rückraumschützin – während des gesamten Spiels zu sehen war und zum anderen die Schlussminuten noch sehr spannend waren und Leipzig tatsächlich noch zum Ausgleich kam, nachdem Leipzig durch Unvermögen ohne Ende Chancen liegen ließ und die schwachen Torhüterinnen ein ums andere Mal hinter sich greifen mussten, wodurch die Heimmannschaft teilweise vier Tore hinten lag.
Am Ende also ein versöhnliches 29:29. Aber überzeugend war heute wirklich niemand: weder HC Leipzig, noch Bayer Leverkusen, auch nicht die beiden Unparteiischen mit etlichen falschen Entscheidungen (v.a. gegen Leipzig – aber was will man bei Schwaben erwarten?) und schon gar nicht das lahme Publikum oder das abgehobene Umfeld in dieser sogenannten „Arena“.
Statistik:
Grounds: 687 (heute kein neuer; diese Saison: 93 neue)
Sportveranstaltungen: 1.439 (heute 1, diese Saison: 125)
Tageskilometer: 60 (60 Auto)
Saisonkilometer: 26.220 (17.700 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 284
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