Freitag, 8. Mai 2015

W458I-III: Kreisliga C einmal mit Raffinerie-Panorama und einmal mit Kapelle und Rheinlandschaft im Hintergrund

VfB 1920 Linz am Rhein III ................................... 3
SV Rengsdorf 1926 II .............................................. 0
- Datum: Donnerstag, 7. Mai 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Kreisliga C, Westerwald/ Wied, Nord-Ost (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 2-0
- Tore: 1-0 14. (11), 2-0 19. (6), 3-0 56. (11?)
- Verwarnungen: Nr. 6, 11, 14, TW1 (Linz); Nr. 6, 14 (Rengsdorf)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Kaiserbergstadion (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 21 (je ca. ein Drittel Heimfans, Gästefans und Neutrale)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmaß)

JSG Beuel B-Md. ..................................................... 0
SV Ennert-Küdinghoven 1911 B-Md. .................... 2
- Datum: Mittwoch, 6. Mai 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: B-Juniorinnen Kreisklasse Bonn (5. und unterste Liga der U17-Mädchen)
- Ergebnis: 0-2 nach 80 Minuten (40/40); Halbzeitstand: 0-2
- Tore: 0-1 64. (10), 0-2 77. (6)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Franz-Elbern-Stadion (Kap. 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,0/10 (Was soll man bei einem Spiel Letzter gegen Vorletzter in dieser Spielklasse auch erwarten...)

SV Godorf 1956 ....................................................... 7
FV Hellas Frechen ................................................... 3
- Datum: Dienstag, 5. Mai 2015 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Kreisliga B, Köln/ Staffel 3 (9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-3 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 4-1
- Tore: 1-0 9. Sven Lambertz, 2-0 36. Andreas Jaehnsch, 2-1 41. Yannick Zander (Elfmeter), 3-1 42. Ugur Ayas (Elfmeter), 4-1 Marcel Hilgers, 5-1 50. Alexander Esch, 5-2 54. Kevin Ehwald, 5-3 76. Pietro Spinosa, 6-3 84. Marco Klein, 7-3 88. Marco Klein
- Verwarnungen: Alexander Esch?, Ugur Ayas (Godorf); Antonios Marinidis (Frechen)
- Platzverweise: Danny Schütz von Frechen (26. Min. wg. Schiedsrichterbeleidigung)
- Spielort: Sportplatz Godorf (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Schön offensives und sehr torreiches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football, Cologne: SV Godorf v Hellas Frechen
b) U17 Girls Football, Bonn: JSG Beuel v SV Ennert
c) Amateur Football, Linz am Rhein: VfB Third XI v Rengsdorf Reserves
d) Rhineland-Palatinate: Erpel Old Town, Linz am Rhein Castle and Old Town

Das asoziale Lokführer-Pack streikt mal wieder, da ihre sicheren Gehälter für einen im Vergleich zu anderen Berufsfahrern simplen Job angeblich nicht genug sind, obwohl sie faktisch höher sind als die vieler anderer Berufsfahrer. Typisch deutsch nimmt man das hin, mault lautstark rum – bis auf die paar Deppen, die diese Sabotageaktionen verteidigen, weil sie starke Gewerkschaften begrüßen (was bei zu starken Gewerkschaften passiert, sieht man ja in Spanien und Griechenland) – aber unternimmt nichts dagegen. Frei nach Lenin kaufen sich deutsche Revolutionäre halt erst einmal ihre Bahnsteigkarte vorm Erstürmen des Bahnhofs – so kommen Streikbetroffene auch nicht auf solche Ideen, wie ich das z.B. von einem Groundhoppingkollegen in seinem Argentinienbericht gelesen habe, das Bahnhofsgebäude zu verwüsten, die Eisenbahnerkantine zu plündern und Streikbanner der Lokführer in Brand zu stecken. Wenig verwunderlich: nach wenigen Stunden wurde der für den ganzen Tag geplante Streik abgebrochen...

Da die gierigen Typen von der GDL aber keine solche Gegenwehr der deutschen Kunden befürchten muss, können sie munter bis zum Sonntag den Bahnverkehr behindern. Das führte bei uns an der Uni dazu, dass Dienstag nicht mal die Hälfte der Kommilitonen und auch nur ein Teil der Dozenten erscheinen konnte, weswegen am Institut entschieden wurde, dass die Aufgaben von zuhause aus erledigt werden und die Studenten in Gruppen per Email und Chat ihre Sachen machen, anstatt im Institut. Da das alles schneller ging als sonst, war abends stets Zeit für die v.a. in NRW so häufigen Wochentagsspiele der unteren Fußballligen.  
Am Dienstagabend ging es in den südlichen Kölner Stadtteil Godorf, der direkt an Wesseling grenzt und genauso von Industrie geprägt ist. Die Industrieanlagen Wesselings setzen sich quasi in Godorf direkt am Rhein fort. Der Platz liegt herrlich vor der Raffinerie – ein Tank direkt links der Mittellinie, dahinter fünf Schornsteine, eine Fackel, zwei Kühltürme... Ansonsten wäre der auf den anderen drei Seiten von Bäumen umgebene Aschenplatz, der an vielen Stellen bewachsen ist, sehr unspektakulär.

In entspannter Atmosphäre ging das Spiel der Kreisliga B zwischen dem SV Godorf und Hellas Frechen mit einer frühen Führung von Godorf – ein Flankenball rutschte dem Griechenschlussmann durch die Hände und fiel einem Stürmer der Heimelf vor die Füße – los. Dann viel Leerlauf, ehe ein Spieler der Gäste den Schiri irgendwie anpöbelte und vom Platz musste und Godorf dann auf 2:0 erhöhte. Dann gab es innerhalb von zwei Minuten zwei Elfmeter – erst einer für Frechen, dann für Godorf und schon stand es 3:1 – und kurz vor der Pause noch das vierte Godorfer Tor. Nach dem Seitenwechsel war mit dem 5:1 alles gelaufen, doch Godorf hatte wieder einen Durchhänger und Frechen wusste ihn diesmal zu nutzen: 5-3 nach 76 Minuten. In der Schlussphase traf dann ein Godorfer Spieler noch zwei Mal, wobei auf fussball.de ihm der Schiri mit dem sehr zum Äußeren passenden Namen Yakub Kasapoğlu (Jakob Fleischersohn) den ersten Treffer aberkannte und ihn als Eigentor eines Hellas-Spielers wertete. Jedenfalls war 7:3 der spektakuläre Endstand der sehenswerten Partie!  
Am Mittwoch ging es nur mal kurz auf die andere Rheinseite Bonns. Das beste rechtsrheinische Stadion ist das Franz-Elbern-Stadion. Ein Bericht im Bonner Generalanzeiger vom letzten Jahr http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/beuel/rost-schimmel-und-stolperfallen-article1317213.html legt einen nahe, dass das ganze Stadion in einem Zustand ist, der einen Spielbetrieb nahezu unmöglich macht. Dass dort jedes Wochenende um die 10 Spiele – mal auf dem Rasenplatz, mal auf dem Ascheplatz (Nebenplatz) – ausgetragen werden lässt den Sportexperten schon richtig vermuten: wieder einmal Jammern auf hohem Niveau, was man v.a. im Westen Deutschlands ganz hervorragend kann und ausgesprochen gerne macht... Allerdings glaube ich den Beuelern schon, dass ihre Kabinen verschimmeln. Nur dann muss man halt zur Not drei Bauwagen mit Toiletten mieten – hab ich im Burgenlandkreis schon gesehen... Was das andere Gejammer angeht: die Mauer mit dem Vereinsschriftzug schimmelt – na und? Die Kassenhäuschen stehen leer – dafür sehen die aber nicht mal verfallen aus! Die Stehränge (sieben Stufen auf der einen Längsseite und zwei Stufen auf der anderen bzw. hinter dem einen Tor) sind stark bewachsen – habt ihr doch prima gemäht und jetzt kann man ordentlich drauf sitzen oder stehen, was wollt ihr denn nur? Der Plattenweg ist uneben und birgt Stolpergefahr – legt mal ein paar Schaumstoffmatten aus! Der Rasen ist uneben und Spieler haben sich dadurch schon verletzt – also das ist natürlich der Gipfel; in NRW verletzt man sich durch die Unfairness vieler Gegenspieler, aber nicht durch einen durchschnittlich holprigen Rasen! Mann, Mann, Mann – was ein Gesülze...

Das Stadion war heute aber echt das interessanteste – das Spiel zwischen den U17-Juniorinnen der JSG Beuel und des SV Ennert war absolut langweilig. Schön, dass Eltern, Betreuer und Spielerinnen so begeistert bei der Sache waren, aber mehr als zwei Stolpertore aus Nahdistanz für den Gast waren nicht erwähnenswert – und das nach vollen 80 Minuten auf Kleinfeld. Wenn ich das mit dem Spiel des FV Endenich (Tabellenzweiter) vergleiche, das ich mal im Februar gesehen habe, liegen da mehr als nur ein paar Tabellenplätze im Niveau dazwischen.  
Donnerstag wurde die längste der drei Radtouren: Immer das rechte Rheinufer entlang, 35km bis Linz in Rheinland-Pfalz. Auf dem Weg schaute ich mir die Reste der Lufendorff-Brücke, als Brücke von Remagen bekannt, und zuvor noch ein Dorf mit dem schönen Namen Erpel, kurz hinter der Landesgrenze von NRW zu RPL gelegen, an, da es dort einen markanten Stadttorturm und einige Fachwerkhäuser gibt. Auch in Linz am Rhein sieht es so aus: Fachwerkhäuser und gleich mehrere gemauerte Türme. Auch eine Burg gibt es, die ist aber eine umbaute Niederungenburg und recht unspektakulär. Spektakulär ist hingegen der Blick auf den Rhein und die ihn umgebende Landschaft vom Kaiserbergstadion aus.

Der Blick ist wirklich majestätisch und auch von der Tribüne, einer achtstufigen Betonkonstruktion, aus sieht man in schöne, grüne Landschaft hinaus. Gegenüber auf den Stehplätzen an der Reling hat man ein interessantes Panorama: Tribüne, Vereinsheim, Kreuz auf dem Aussichtspunkt und Kapelle. Interessant war auch die Musikauswahl: die Spieler ließen zünftigen Rap und harten Rock über die Anlagen dröhnen, während im Vereinsheim live Blasmusik gespielt wurde.

Das Spiel zwischen der Dritten von Linz und der Zweiten von Rengsdorf war das fairste, was ich je in Rheinland-Pfalz gesehen habe. Der sehr langsame und gemächliche, mehrfach offensichtlich auf Zurufe reagierende Schiedsrichter hätte auch ein, zwei Gelbe stecken lassen können. Nur in der Schlussphase, als das Spiel nach drei Treffern der Linzer mit 3:0 entschieden war, wurde mal ein bisschen geholzt. Besonders sehenswert war das Spiel insgesamt gesehen nicht, aber kurios war noch der Umstand, dass der Kassierer mich beim Eintritt einsammeln vergaß, weil ich neben einer Gruppe von Spielern eines anderen Vereins saß, die die 1,50€ mit faulen Ausreden (kein Geld dabei, weil man nur beim Training probehalber vorbeischauen wollte) nicht zahlen wollten...  
Statistik:
- Grounds: 1.359 (Di 1 neuer, Mi 1, Do 1; diese Saison: 204 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.369 (Di 1, Mi 1, Do 1; diese Saison: 257)
- Tageskilometer: 120 (Di 40km Fahrrad, Mi 10km Fahrrad, Do 70km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 52.090 (37.070 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.970 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 64 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 458

Montag, 4. Mai 2015

W457I-IV: Erstes Maiwochenende in Sachsen-Anhalt

SV Wacker Wallhausen .......................................... 0
Spielgemeinschaft SpVgg 1931 Osterhausen I/
Ball- und Spielgemeinschaft Aufbau Eisleben II .. 2
- Datum: Sonntag, 3. Mai 2015 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, West (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 94 Minuten (45/49); Halbzeitstand: 0-0
- Tore: 0-1 59. Martin Merkel (Eigentor), 0-2 70. Florian Burghardt
- Verwarnungen: Christian Hüttl, Markus Hoffmann, NN (Wallhausen); 2x Oliver Kirsten, Riccardo Schneider, Christian Ehring, Christian Bock (Osterhausen)
- Platzverweise: Oliver Kirstenn von Osterhausen (75. wg. wdh. Fouls)
- Spielort: Sportzentrum Wallhausen (Kap. 1.106, davon 106 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon 50 zahlende und ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Spannendes und umkämpftes Spiel)

TSV Leuna 1919 ...................................................... 1
TSV Eintracht Lützen ............................................ 1
- Datum: Samstag, 2. Mai 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 92 Minuten (45/47); Halbzeitstand: 0-1
- Tore: 0-1 9. David Hübner, 1-1 65. Ronny Schwerdtfeger
- Verwarnungen: Ronny Schwerdtfeger? (Leuna); Marcel Richter, Christian Neef (Lützen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 59 zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Schwache Vorstellung des TSV – ein Punkt ist viel zu wenig, aber bei der Einstellung war nicht mehr zu holen)

TSV Leuna 1919 II ................................................. 1
SpVgg Weißenschirmbach/ Vitzenburg 1999 ...... 0
- Datum: Samstag, 2. Mai 2015 – Beginn: 12.50
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 92 Minuten (45/47); Halbzeitstand: 0-0
- Tore: 1-0 55. Rene Schmidt
- Verwarnungen: Michael Stützer, Carsten Franke (Leuna); Eric Weller, Dominik Elste (Schirmbach)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Nicht unbedingt gutes Spiel, ein viel zu niedriger Sieg – aber Leuna spielte unermüdlich nach vorne und gewann völlig verdient)

SV Germania Gernrode .......................................... 1
SV Blau-Weiß Hausneindorf .................................. 1
- Datum: Freitag, 1. Mai 2015 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Harzoberliga (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 92 Minuten (45/47); Halbzeitstand: 0-0
- Tore: 0-1 61. Ramon Jobst, 1-1 75. Tony Steiner
- Verwarnungen: Rick-Paul Bunzel, Dimitri Klimow (Gernrode); 2x Sebastian Henze, Rene Adelberg (Hausneindorf)
- Platzverweise: Sebastian Henze von Hausneindorf (77. wg. wdh. Fouls)
- Spielort: Sportanlage am Hagental (Kap. 700, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 145 (davon 123 zahlende und ca. 45 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt)

1. FC Weißenfels AH ............................................... 2
TSV Leuna 1919 AH ................................................ 3
- Datum: Donnerstag, 30. April 2015 – Beginn: 18.50
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 2-3 nach 57 Minuten (30/27); Halbzeitstand: 1-0
- Tore: 1-0 7. Nr. 14, 1-1 40. Freddy Kamenica, 1-2 44. Rene Schmidt, 2-2 50. Nr. 6, 2-3 51. Freddy Kamenica
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadtstadion Weißenfels, Nebenplatz (Kap. 1.100 Stehplätze)
- Zuschauer: max. 15 (davon 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Mangelhaftes aber torreiches und spannendes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Veterans Football: 1.FC Weißenfels v TSV Leuna 1919
b) Amateur Football: Germania Gernrode v BW Hausneindorf
c) Amateur Football: TSV Leuna v Eintracht Lützen, TSV Leuna Reserves v Weißenschirmbach
d) Amateur Football: Wacker Wallhausen v Osterhausen/ Aufbau II
e) Eastern Harz Mountains: Rockformations Teufelsmauer and Gegensteine, Gatersleben Medieval Tower Ruin, Gernrode Church, Selketal Landscape, Anhalt Castle Ruin
f) Südharz/ Goldene Aue: Großleinungen Landscape, Drebsdorf Estate, Kaiser-Otto-Höhenweg Medieval Road, Wallhausen Palace

Das verlängerte erste Maiwochenende nutzte ich um nach Sachsen-Anhalt zu fahren, um mich mit Freunden in Halle und Staßfurt zu treffen und natürlich auch um Fußball, v.a. Spiele des TSV Leuna, zu gucken. Direkt nach der Uni am Donnerstag ging es auf die Piste. Drei Unfälle, sechs Baustellen und zehntausende, zum Teil zum Autofahren zu blöde Leute gab es auf der Strecke, die ich sonst in weniger als fünf Stunden schaffe. Heute waren es sechseinhalb, sodass ich direkt zum Spiel von Leunas Alten Herren in Weißenfels ankam.

Das fing aber nicht gerade pünktlich an. Weißenfels bekam gerade so elf Leute zusammen, da zwei angeschlagen waren, wurde phasenweise in Überzahl gespielt. Weißenfels ging trotzdem mit ihrem technisch guten Kombinationsfußball in Führung. Doch nach der kurzen Halbzeitpause änderten sich die Verhältnisse auf dem Nebenplatz des Stadtstadions: während eine Regenfront aufzog, schloss Freddy Kamenica einen Sturmlauf hervorragend zum 1:1 ab und kurz darauf netzte Rene Schmidt aus 12, 13 Metern zum 1:2 ein. Der Ausgleich per Kopf nutzte Weißenfels dann auch nichts. Leuna, das in der gesamten ersten Halbzeit nicht einen guten Angriff aufs Tor der Gastgeber gebracht hatte, ging durch einen erneuten Treffer von Kamenica 3:2 in Front. Das war zwar nicht gerade das beste Spiel der Alten Herren des TSV das ich je gesehen habe, aber es war ein zufriedenstellender Sieg!  
Zum Maifeiertag ging es in den Harz, wo man natürlich nicht gerade in Einsamkeit unterwegs ist. Straßensperrungen und Baustellen, Sonntagsfahrer, Ausflüglerkolonnen, Wanderer die die falsche Straßenseite benutzen... Sowas hat man natürlich gerne! Das Sightseeingprogramm fiel trotzdem nicht zu kurz aus: die spektakulären Felsformationen aus Vulkangestein namens Teufelsmauer (bei Weddersleben) und Gegensteine (bei Ballenstedt, einem Ort der sonst v.a. durch sein Schloss punktet) wurden ebenso angesteuert, wie die kurios verfallene Warte bei Gatersleben direkt an der Landstraße und die Burgruine Anhalt. Diese spärlichen Mauerreste auf einem dicht bewaldeten Berg bei Mägdesprung sind der Namensgeber des Landes Anhalt. Außer dem Bergfriedstumpf (also der untere Teil von einem Turm) stehen nur noch wenige, niedrige Ziegelmauern.

Gernrode hat auch einiges Architektonisches zu bieten, doch da war ich erst vor zwei Jahren. Also gleich zum Sportplatz. Die Sportanlage Hagental liegt am Fuße eines eindrucksvollen, dicht bewaldeten Berges am Rande des Ortes. Der Wall unterhalb des Berges ist mit einigen Holzbänken bestückt. Hinter dem einen Tor fließt ein Bach entlang, der in den größeren, an der offenen Längsseite des Platzes vorbeifließenden Bach mündet. Hinter dem anderen Tor befinden sich Vereinsheim und Trainingsplatz. Auf der Längsseite mit dem Bach geht man rein. Am Kassenhaus werden wie im Westen für die Kreisoberliga 3€ verlangt. Wenigstens steht das ganz korrekt dran, sonst hätte ich gefragt ob das der Touristenpreis ist. Also 3€ habe ich in Sachsen-Anhalt echt noch nie für diese Liga gezahlt.

Wenigstens haben bis zu 100 Leute bequeme Sitzplätze und man sieht von den meisten Stellen des Platzes auch gut. Nur war das Spiel jetzt nicht so überragend. Der Gast aus Hausneindorf war deutlich weiter hinter dem Gastgeber Gernrode platziert und entsprechend defensiver eingestellt, aber Gernrode zeigte nichts Vernünftiges bis weit in die zweite Hälfte hinein. Nach einer Stunde ging dann sogar Hausneindorf in Führung. Erst nach einem Standard gelang den Gastgebern der Ausgleich. Dabei spielte der Gast nach einer berechtigten gelb-roten Karte fast 15 Minuten in Unterzahl. Ansonsten war das Spiel aber gar nicht so ruppig. In Sachsen-Anhalt geht halt alles disziplinierter ab als in NRW... Aber immerhin konnte der Hausneindorfer Anhang gut pöbeln. Die Mutter neben mir wollte schon ihre Kinder wegschicken, weil sie noch nicht so früh die wichtigen Redewendungen wie „so ein Fuck, Alter“ oder „was pfeifst du für ne Scheiße du Votze“ lernen sollten...  
Samstag ging es zum Heimspieltag des TSV Leuna. Leider gab es kein Jugendspiel, aber die II. und I. Männer reichen ja auch mal. Zuerst trat die Zweite Mannschaft gegen die Spielvereinigung Weißenschirmbach/ Vitzenburg an. Weißenschirmbach in akuter Abstiegsgefahr und entsprechend traten sie auch auf: Leuna II ist zwar auch im hinteren Tabellenbereich, aber schon fast gesichert – und Weißenschirmbach zeigte nach einer einzigen frühen Torchance fast gar nichts mehr. Leuna bestimmte das Spiel, vergab aber bis zur 55. Minute alle ihre Torchancen. Erst ein Freistoß von Rene Schmidt aus etwa 30m ging an allen vorbei ins lange Eck. Der hochverdiente Führungstreffer war Renes zweites Tor im zweiten Spiel innerhalb von drei Tagen. Die letzten 35 Minuten waren ebenfalls von Leuna bestimmt, doch beim Versuch mit einem zweiten Tor alles klar zu machen, handelte sich Leuna zwei gefährliche Konter ein, die ans Torgestänge gingen. Der nach einem Foul angeschlagene Torwart Patrick Lenzen musste dann auch noch gegen Toni Fiebig, der vorher die ganze Zeit im Feld gespielt hatte, ausgetauscht werden. Fiebig zeigte noch eine Parade, ehe der sichere Schiedsrichter die Partie beendete.

Auch die Partie zwischen der Ersten Mannschaft des TSV Leuna und dem fast schon abgestiegenen TSV Lützen war sehr torarm. Nach einem lächerlichen Freistoß an der Mittellinie (der Lützener stützt sich auf und bekommt dafür einen Freistoß geschenkt) landet der Ball nach nur zwei Stationen mit viel Glück für den Gast im Tor. Diese Freistoßentscheidungen sollte aber einer der ganz wenigen Fehler des hallenser Schiris Ußfeller bleiben, der ansonsten immer wieder bei von mir besuchten Spielen verschiedener Mannschaften durch grobe Fehlentscheidungen parteiisch aufs Spielgeschehen eingewirkt hatte. Dass Leuna hier nicht über ein 1:1 – Ronny Schwerdtfeger erzielte in der zweiten Halbzeit gegen die Laufrichtung des Torwarts den verdienten Ausgleich – hinauskam, lag aber keineswegs am Schiri und anderen Einflüssen Dritter; wenn hier etliche Spieler lustlos auftreten, wenig Bewegung ins Spiel bringen, eine harte Gangart scheuen oder einfach offenbar grobe Defizite im Torschuss haben, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man nach so einem schwachen Unentschieden wieder auf einem Abstiegsplatz steht. Wenn da nicht immer wieder die tollen Punktgewinne wie letzte Woche beim Tabellenzweiten in Landsberg wären, könnte man die Mannschaft schon längst in Richtung Kreisoberliga verabschieden. Zum einen würde mich ein Erfolg in der kommenden Woche beim Tabellenführer im Affengehege nicht wundern, zum anderen befürchte ich aber, dass es in jedem Falle bis zum letzten Spieltag in Spora zittern heißt...

Auch wenn nur eines der beiden Ergebnisse zufriedenstellend war, war es wieder schön beim TSV Leuna gewesen zu sein!  
Am Sonntag fuhr ich nach einem Spielbesuch im Südharz nach Bonn zurück. Das Kreisligaspiel in Wallhausen/ Helme, zwischen Wacker Wallhausen und der Spielgemeinschaft SpVgg Osterhausen I und Aufbau Eisleben II, lag prima auf dem Weg. Ich fuhr erstmal noch den Höhenzug nördlich von Wallhausen, einen Harz-Ausläufer, ab. In Drebsdorf schaute ich mir das Rittergut mit dem markanten Taubenturm an und fuhr den direkt dahinter auf den Höhenweg führenden Schotterweg hoch. Der ist teilweise sehr steil, sehr ausgewaschen mit tiefen Querrinnen und Schlaglöchern, führt mitunter über Grashänge und ist ohne Allrad und viel Bodenfreiheit eigentlich nicht machbar. Die Landschaft ist aber richtig schön – blühende Obstbäume in sanfter Berglandschaft mit Nadel- und Laubbäumen bewachsen – und das Fahrerlebnis lässt sich auch sehen. Der eigentliche Höhenweg, eine mittelalterliche Wegstrecke von Bennungen nach Sangerhausen, lässt sich wohl auch überall ohne Allrad (nur eben mit vernünftiger Bodenfreiheit) fahren. In Wallhausen selbst schaute ich mir noch das Renaissanceschloss an, das ein paar schöne Wappensteine hat, aber eine recht unschöne Farbgebung.

In Sichtweite des Schlosses befindet sich das sehr schöne Sportzentrum mit topp saniertem Vereinsheim mit Kegelbahn und nicht wirklich sanierter Tribüne am engen Fußballplatz. Die Tribüne ist originell konstruiert: drei Betonplattenreihen, die unterste mit teils sehr morschen Holzbänken mit Kunststoffüberzug, auf der obersten noch vier einzelne Holzbänke und an den Außenbereichen noch je ein Wellblechhäuschen mit einer Sitzbank für nur je drei Personen darunter...

Das Spiel war eng umkämpft und der Gast hatte die größeren Spielanteile. Allerdings kam auch Wallhausen, die schon mehrere Spielzeiten Landesklasse spielten, zu Möglichkeiten. Es ging torlos in die Kabinen, doch nach weniger als einer Stunde Spielzeit grätschte ein Wallhausener Verteidiger eine scharfe Hereingabe von links aus 5m Entfernung ins eigene Tor. Elf Minuten später landete ein Kopfball aus ähnlich kurzer Distanz im selben vom Schützen aus linken Toreck. Danach wurde die Partie noch umkämpfter, Osterhausen schund dreist Zeit und verlor noch einen Mann mit Gelb-Rot – doch Wallhausen kam zu keinem einzigen Treffer, was nicht zuletzt an ihrem sehr guten Gästeschlussmann lag.

Auf dem Rückweg verließ ich die Autobahn 38 um dem Verkehrschaos um Kassel herum zu entgehen bereits in Arenshausen/ Thüringen. Dann ging es über teils völlig leere Landstraßen in nur wenig mehr als vier Stunden via Hessisch-Lichtenau, Frankenberg/ Eder (hab für die nächste Sonntagstour auch einige interessante Orte gefunden) und Bad Laasphe auf die A4 und dann via Much nach Bonn.  
Statistik:
- Grounds: 1.356 (Fr 1 neuer, So 1 neuer; diese Saison: 201 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.366 (Do 1, Fr 1, Sa 2, So 1; diese Saison: 254)
- Tageskilometer: 1.360 (Do 580km Auto, Fr 150km Auto, Sa 180km Auto, So 450km Auto)
- Saisonkilometer: 51.970 (37.070 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.850 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 61 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 457

Montag, 27. April 2015

W456IV: Internationaler Wasserball in Diekirch, 3. Liga im Prinz-Henri-Stadion und Abstiegskampf in Hueschtert

Union Sportive 1946 Hostert ................................... 2
US Mondorf-Les-Bains 1915 ................................... 1
- Datum: Sonntag, 26. April 2015 – Beginn: 18.15
- Wettbewerb: Nationaldivisioun, sogenannte BGL Ligue (1. Spielklasse im luxemburger Fußball, Halbprofliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 94 Minuten (45/49); Halbzeitstand: 1-1
- Tore: 1-0 13. Nomel, 1-1 44. NN, 2-1 47. Mura
- Verwarnungen: 2x Adler, Nr. 7, 22, 25, 27 (Hueschtert); Nr. 4, 9 (Munneref)
- Platzverweise: Adler von Hueschert (Gelb-Rot in 68. Min. wg. wdh. Foulspiels)
- Spielort: Stade Jos Becker (Kap. 2.200, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (davon ca. 100 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Was für ein Kampfspiel v.a. in Hälfte zwei!)

FC Résidence Walfer ............................................... 3
AS Wincrange 1975 .................................................. 1
- Datum: Sonntag, 26. April 2015 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Division 1, Série 1 (3. Spielklasse im luxemburger Fußball, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 92 Minuten (45/47); Halbzeitstand: 2-0
- Tore: 1-0 42. (11), 2-0 45. (8), 3-0 59. (8), 3-1 77. Nr. 10 (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: Nr. 12 (Walfer); Nr. 1, 16, 17 (Wincrange)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stade Prince Henri (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ganz schlechte erste, ganz gute zweite Hälfte)

Cercle de Natation Diekirch ................................... 9
Schwimmsportverein Trier .................................... 7
- Datum: Sonntag, 26. April 2015 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Interregionale Luxemburgische Wasserballmeisterschaft (Amateurliga für luxemburgische, deutsche und französische Teams)
- Ergebnis: 9-7 nach 32 Minuten (4x8); Viertel: 2-0, 3-4, 2-2, 2-1
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Hall Sportif Diekirch; Piscine (Kap. 180 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 16 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Spannendes, ansonsten eher mittelmäßiges Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) International Waterpolo Luxembourg: CN Diekirch def. SSV Trier
b) Amateur Football Luxembourg: Residence Walfer def. AS Wincrange
c) Football Top Tier Luxembourg: US Hostert def. US Mondorf-Les-Bains
d) LUXEMBOURG: Brandenbourg Castle Ruin, Diekirch Churches, Baastenduerf Church, Bettenduerf Palace, ECHTERNACH WOLVES CANYON
e) Rhineland-Palatinate: Prümzurlay (Prümer Burg) Castle Ruin, Weilerbach Palace 
  
Sonntag ging es mal wieder nach Luxemburg. Zuerst ein bisschen Sightseeing in Rheinland-Pfalz – in der Südeifel im Dorf Prümzurlay steht die Ruine der Prümer Burg auf bewaldeten Felsen und in Weilerbach steht eine recht großzügige barocke Schlossanlage mit Garten und den Ruinen einer Industrieanlage – und dann Sightseeing in Luxemburg: bei Echternach kann man schön vom Aussichtspunkt Troskneppchen in die Wolfschlucht wandern, wo es sehenswerte Felsformationen gibt. In Bettendorf fiel mir das sehr dunkle aber gut verzierte Schloss auf, in Bastendorf gibt es eine ansehnliche Kirche. Danach ging es nach Brandenbourg (Branebuerg) wo eine tolle Burgruine, die mittlerweile kostenlos zugänglich ist und komplett erschlossen wurde, steht. In Diekirch schaute ich mir die Altstadt an, die eine große, jüngere Kirche und eine kleine, romanische Kirche mit Wandmalereien zu bieten hat und ging bei einem Portugiesen essen (Menü mit Getränk 10€ ist für Luxemburg wirklich preisgünstig).  
In Diekirch stand dann auch das erste Match auf dem Programm. In der interregionalen Luxemburger Wasserballmeisterschaft treten Teams aus Luxemburg-Stadt, Diekirch, Longwy (Frankreich) sowie Saarbrücken und Trier an. Trier war heute zugast in Diekirch. Erwartungsgemäß sah es schon beim Einspielen im modern gestalteten 180 Zuschauer fassenden Hallenbad (befindet sich in der Sporthalle hinter dem Stadion) wenig nach internationalem Niveau aus, aber der Cercle de Natation Diekirch schreibt auch recht passend auf seiner Seite: „Eis Träininger sin Dënschdes a Freides vun 21:00 bis 22:30 Auer. Et geet op der Säit vun der Piscine eran, d'Haapt Entrée ass zou. Jiddereen ass Wëllkomm, just schwammen solls de kënnen... Den Niveau ass net mam Ausland vergläichbar, mee trotzdem net ze ënnerschätzen.“...

Das Spiel war nämlich gar nicht so schlecht und die Spieler konnten in der Tat alle noch außer Schwimmen auch Bälle gezielt werfen und stark in die Zweikämpfe gehen, was man ja bei dem Text auf der Diekircher Website fast nicht erwarten konnte... Auffällig war bei dem Gast aus Rheinland-Pfalz auch hier wieder, dass wie z.B. bei Koblenz in der Mittelrheinliga auch Frauen in der Mannschaft waren, da es offensichtlich keine eigene Frauenliga in Rheinland-Pfalz gibt. Von den Damen spielte zumindest die Nummer 7 auf gutem Niveau – die schien mir allerdings auch aus dem Mittelmeerraum zu kommen, wo es mehr gute Wasserballvereine gibt als hier in Deutschland. Ansonsten waren auch die Luxemburger auf allen Positionen etwas besser vertreten als Trier. Nach mehreren Führungen drehte Trier das Spiel im Verlauf des dritten Viertels auf ein Unentschieden. Erst in der Schlussphase gelang es Diekirch sich entscheidend abzusetzen, was mit einem 9:7 auch recht knapp geschah.  
Nach dem Wasserball ging es gleich weiter zum Fußball: genau zum Anstoß stand ich vor dem Eingangstor des Stade Prince Henri in Walferdange mit seinem gusseisernen Schriftzug. Das Areal ist recht weitläufig und hat auch eine große Sporthalle zu bieten. Die Stadiontribüne ist recht dürftig mit zwei Reihen Granitstufen – das dahinter aufgebaute Zeltdach ist aber ein kurioser Blickfang und auf der anderen Seite sieht man die neobarocke Kirche und das Schloss in dem eine Einrichtung der Uni Luxemburg untergebracht ist, direkt am Stadion.

Das Spiel zwischen Résidence Walfer und AS Wincrange (Wëntger oder Wintger) war die erste halbe Stunde ein langweiliger Dreckskick, doch nach und nach kam Walfer in Fahrt und schaffte mit einem Doppelschlag vor der Pause die Vorentscheidung. Wincrange kam nie ins Spiel und kassierte nach der Pause das schön herausgespielte 3:0. Erst mit einem Foulelfmeter gelang den Gästen aus dem Norden Luxemburgs der Ehrentreffer.  
Ich fuhr sofort nach dem Abpfiff ins 8km entfernte Hueschtert (Hostert, ein Ortsteil von Niederanven/ Nidderaanwen) weiter, wo es ein Spiel der 1. Liga (Nationaldivisioun oder BGL Ligue) zu sehen gab. Sowohl US Hostert als auch der Gast vom US Mondorf-Les-Bains zählen zu den kleineren Teams, spielen gegen den Abstieg, aber lockten doch immerhin gut 400 Zuschauer ins kleine Stade Jos Becker, dass wie so viele luxemburgische Stadien außer einer kleinen, überdachten Tribüne (hier mit vier Reihen Holzbänke die nur 200 Leuten Platz bieten) und einer Stehtribüne gegenüber (hier fünf Reihen für etwa 1.000 Leute), nur ebenirdische Stehplätze direkt am engen, vom vielen Regen matschigen Spielfeld zu bieten haben. Hier ist die landschaftliche Lage auch nicht schlecht: außerhalb des Ortes an einen bewaldeten Hang geklatscht...

Heute war der Regen aber erstmal selbst für luxemburger Verhältnisse zu derb: kaum kamen die Teams zum Anstoß raus, schon ging ein Gewitter los, sodass sich der Beginn um 15 Minuten verzögerte. Einen Platz auf der Tribüne bekam ich durch beim knappes Erscheinen erst in der zweiten Halbzeit. Bis dahin sah ich von der Gegentribüne aus den Führungstreffer für den Gastgeber und den sehr glücklichen Ausgleich für den mit knapp 100 Fans nach Hueschtert gereisten Gast. Munneref bekam irgendwie kaum etwas auf die Reihe, kassierte auch sofort nach dem Seitenwechsel das 2:1 per Kopf und ließ sich dann auf ein immer härteres Spiel ein. Das war Abstiegskampf vom Feinsten ab der 46. Minute: hier wurde von beiden Seiten wild reingegrätscht und mit Unsauberkeiten gearbeitet. Auf der Tribüne wurde es auch mit jedem Foul immer unruhiger. Irgendwann war dann mal ein Hosterter fällig und musste Gelb-Rot vom Platz – zwei Minuten nachdem er von einem Munnerefer ungestraft geschlagen wurde. Der Spieler von Hostert ließ es sich dann auch nicht nehmen, Gästefans anzupöbeln und auf die Tribüne hochzukommen. Einige Minuten später löste dann scheinbar ein Betreuer oder Wechselspieler des US Hostert einen weiteren Tumult vor der Tribüne aus... Munneref traf noch aus Abseitsposition, was dementsprechend nicht zählte, und verlor verdient mit 2:1.  
Statistik:
- Grounds: 1.354 (3 neue; diese Saison: 199 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.361 (3; diese Saison: 249)
- Tageskilometer: 420 (420km Auto)
- Saisonkilometer: 50.510 (35.710 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.850 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 456

W456III: Softballmeister Wesseling und Jugendfußball im rechtsrheinischen Bonn

Sportfreunde Rot-Weiß Beuel 1989 A ................... 1
SV Ennert-Küdinghoven 1911 A ........................... 5
- Datum: Samstag, 25. April 2015 – Beginn: 17.15
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse A-Jugend, Bonn/ Staffel 2 (7. und unterste Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 1-5 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 1-1
- Tore: 1-0 x. XY, 1-1 23. NN, 1-2 50. NN, 1-3 63. NN, 1-4 68. NN, 1-5 83. NN
- Verwarnungen: Nr. 15 (Beuel); Nr. 7, 9, 10, 11 (Ennert)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Tennenplatz Gesamtschule Beuel-Ost (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel)

Bonner SV Roleber 1919 B II ................................. 8
FC Hertha Bonn 1918 B .......................................... 1
- Datum: Samstag, 25. April 2015 – Beginn: 15.45
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse B-Jugend, Bonn/ Staffel 3 (7. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 8-1 nach 82 Minuten (40/42); Halbzeitstand: 3-1
- Tore: 1-0 3. NN, 2-0 13. NN, 3-0 18. NN, 3-1 24. XY, 4-1 42. NN, 5-1 48. NN, 6-1 66. NN, 7-1 77. NN, 8-1 79. NN
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Roleber (Kap. 1.200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr gutes Spiel der Gastgeber)

Wesseling Vermins ................................................ 11
Hamburg Knights ................................................... 1
- Datum: Samstag, 25. April 2015 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: 1. Bundesliga Softball (Höchste Spielklasse im [Frauen-]Softball)
- Ergebnis: 11-1 für Wesseling nach 9 Innings, 2. Spiel: 9-2 für Wesseling
- Statistiken: siehe http://vermins.de/
- Spielort: Sportplatz Berzdorf, Baseball- und Softballanlage (Kap. 220, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (War nicht so langweilig wie bei der Baseballabteilung, aber wenn das die besten Mannschaften Deutschlands waren...)  
Photos with English Commentary:
a) German Softball League: Wesseling Vermins v Hamburg Knights
b) U17 Football in Bonn: BSV Roleber Reserves v Hertha Bonn
c) U19 Football in Bonn: Sportfreunde RW Beuel v SV Ennert

Wenn schon um die Ecke der deutsche Meister spielt, kann man ihn ja mal aufsuchen – auch wenn es nur im Softball, quasi Frauen-Baseball, das allerdings mit abgewandelter Ausrüstung und veränderten Regeln gespielt wird, sodass von einer anderen Sportart (mittlerweile die 80. Sportart die ich mir anschaue) gesprochen werden muss, ist. In Wesseling, im Ortsteil Berzdorf, traten heute zur Saisoneröffnung die Vermins (Ungeziefer) gegen die Hamburg Knights (Ritter) an. Anders als man vermuten könnte, spielten auch bei diesem beiden besten Teams Deutschlands (Hamburg war Vizemeister in der letzten Saison) kaum Amerikanerinnen oder US-Deutsche. Bei Hamburg spielte eine Deutsch-Iranerin und der Trainer ist Kroate, aber von reinem Ami-Sport keine Spur.

Der Bürgermeister von Wesseling eröffnete das Spiel und in den ersten beiden Innings sammelte Wesseling sieben Runs während Hamburg trotz noch lauterer rhythmischer Anfeuerungen von der Bank keinen auf die Reihe bekam. Im dritten Inning wurde das Spiel aufgrund des starken Regens unterbrochen. Das war mir eigentlich auch ganz recht, denn bei so einer langweiligen Sportart auf so einem Scheißplatz wie in Berzdorf ohne Regenschutz zu stehen, ist schon zum Kotzen. Also zurück nach Bonn und dann vom Fahrrad aufs Auto umgestiegen.  
Im Ortsteil Roleber gab es ein ganz ansehnliches B-Jugendspiel zwischen der Zweiten vom BSV Roleber und der Ersten von Hertha Bonn. Als ich durch das schön besprayte Eingangstor trat und den Kunstrasen, der von Bäumen und auf zwei Seiten auch von drei Stehstufen eingerahmt wird, in den Blick bekam, ging Roleber auch prompt in Führung. Zur Pause lagen sie u.a. durch einen Treffer mit der Brust aus einem Meter Entfernung 3:1 vorne, wobei das Gegentor ein Torwartfehler war. Nach der Pause schraubten sie das Ergebnis nach und nach auf 8:1, was der Tabellensituation auch entsprach.  
Das kleine Stadion von Roleber ist ja schon nicht schlecht, aber der Sportplatz von Rot-Weiß Beuel hinter der Gesamtschule in Beuel-Ost ist ein richtiger Knaller! Auch der Rasenplatz um die Ecke, wo nur einige Teams der JSG Beuel kicken, lohnt sich, doch der Tennenplatz der Sportfreunde Rot-Weiß ist noch spektakulärer: auf drei Seiten Graswälle von mehreren Metern Höhe und auf der vierten eine richtige Halde mit schönen Bäumen drauf, von der man auch in sechs, sieben Metern Höhe das Spiel verfolgen kann! Die A-Jugend von Rot-Weiß ging zwar schnell in Führung, doch noch weit vor der Pause glich der Gast vom SV Ennert-Küdinghoven aus. Nach der Pause bestimmten sie das Spiel, bekamen vom arroganten Schiedsrichter noch ein Tor zu Unrecht aberkannt (war ein Loch im Netz) und drehten es auf ein sehr hohes 1:5.  
Statistik:
- Grounds: 1.351 (2 neue; diese Saison: 196 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.358 (3; diese Saison: 246)
- Tageskilometer: 60 (40km Fahrrad, 20km Auto)
- Saisonkilometer: 50.090 (35.290 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.850 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 54 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 456

Freitag, 24. April 2015

W456II: Hin und Her zum Abpfiff; erst 2:3, dann doch 2:2

SV Sinzenich 1920 ................................................... 2
Bliesheimer BC 1927 III ......................................... 2
- Datum: Freitag, 24. April 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Kreisliga C, Euskirchen Staffel 6 (10. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 92 Minuten (45/47); Halbzeitstand: 0-2
- Tore: 0-1 35. Yanik Rachwal, 0-2 43. Sebastian Beier, 1-2 70. Nr. 22, 2-2 77. Nr. 13 oder 18
- Verwarnungen: Nr. 10, 13 (Sinzenich); Nr. 6 (Bliesheim)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Aschenplatz Sinzenich (Kap. 515, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Bis zur 70. ein richtig langweiliges Spiel, doch dann gab es eine wirklich packende Schlussphase)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: Sinzenich v Bliesheim Third XI
b) Rureifel: Dürscheven Church, Zülpich Old Town, Hergarten Landscape, Berg/ Mechernich Palace, Eicks Palace

Der Freitagnachmittag und -abend konnte wieder für eine Tour in die Rureifel bzw. deren Vorland genutzt werden. Als Sehenswürdigkeiten steuerte ich die Kirche in Dürscheven mit ihrer ungewöhnlichen Turmform, die Zülpicher Altstadt mit mehreren Stadttoren und einer massiven Backsteinburg in sanfter Hügellandschaft (leider sind die historischen Bauten alle so wiederaufgebaut, dass man sofort sieht wie stark die Bausubstanz verändert wurde und die neuen Bauten im Stadtzentrum sind extrem hässlich), das eher unspektakuläre Schloss in Berg bei Mechernich und das Wasserschloss Eicks, was wohl zwischen Bonn und der Eifel der größte und prunkvollste Bau seiner Art ist (aber leider wie üblich in Privatbesitz und nicht zugänglich, nicht mal in den Innenhof darf man). Als Spiel hatte ich einen Kick der Kreisliga C in Sinzenich ausgesucht. Der Sportplatz liegt deutlich außerhalb des von Silos geprägten Dorfs. In sattgrünen Wiesen, vor saftig grünen Hügeln, am Rande eines ekelhaft sumpfigen Waldstücks – da liegt ein staubiger, enger Aschenplatz mit kleinem Vereinsheim. Schon ein recht ansehnlicher Platz, aber weiter drinnen in der Eifel gibt es bessere Grounds.  
Auch das Spiel hätte besser sein können: bis zur 70. Minute war das das stinklangweilige Ergebnisverwalten der unattraktiv spielenden Gastmannschaft aus Bliesheim, die die scheinbar völlig überforderte Heimmannschaft, die ihre erste Torchance erst nach einer knappen Stunde verzeichnen konnte, kurz vor der Pause mit 0:2 in die Schranken gewiesen hatte. Bliesheim hatte in der Hinserie ohnehin schon viel mehr Punkte als Sinzenich gesammelt und nun, so erklärte mir der Sinzenicher Trainer, hatten in der Winterpause auch noch sieben Spieler den Verein verlassen, sodass sie hier mit einer Altherrenmannschaft, die von den übriggebliebenen I. Mannschaft Kickern verstärkt wurde, angetreten. Diese Alte Truppe kam 20 Minuten vor dem Ende plötzlich in Fahrt und erzielte nach einer Ecke den Anschlußtreffer. 13 Minuten vor dem Ende war es dann der 13er (oder doch der 18er?), der mit dem Kopf genau richtig stand, als ein 50m-Freistoß mit Aufsetzer und an die Latte und in den Fünfmeterraum zurück sprang. Nach dem 2:2 Ausgleich war nun Bliesheim III noch einmal gefragt, doch die machten nichts aus der Favoritenrolle. Nach 92 Minuten pfiff der bis dahin sichere Schiedsrichter ab, doch kaum hatte er den ersten Pfiff gemacht, feuerte ein Bliesheimer den Ball aus 30m aufs Sinzenicher Tor ab – und traf per Aufsetzer ins lange Eck gegen den ohnehin wohl sonst im Feld spielenden Schlussmann des Gastgebers. Riesiger Jubel der Gäste, als der Schiri auf den Mittelpunkt deutet. Dass die Geste heißen sollte, dass jetzt Schluss ist und nicht Anstoß gemacht werden soll, verstanden auch die Sinzenicher nicht. Die liefen jetzt mit Betreuern auf den Platz und belegten den Schiri, was er für eine feige Sau sei, hier den Treffer für Bliesheim anzuerkennen. Folgerichtig bekräftigte er aber noch einmal, dass das vermeintliche 2:3 nicht zählt und pfiff die Partie mit dem offiziellen Spielstand von 2:2 ab. Nun folgte natürlich eine Rudelbildung der Bliesheimer, die sich zu früh gefreut hatten. Das Ganze beruhigte sich aber schnell wieder – in der Eifel ist man halt, obwohl das Spielniveau im Landkreis Euskirchen erschreckend schlecht ist, vernünftiger auf dem Platz als in angrenzenden Provinzen wie dem Bonner Vorgebirge oder der Pfalz – und auch bei fussball.de stand hinterher korrekt 2:2 drin...  
Statistik:
- Grounds: 1.349 (1 neuer; diese Saison: 194 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.355 (1; diese Saison: 243)
- Tageskilometer: 110 (110km Auto)
- Saisonkilometer: 50.030 (35.270 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.810 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 52 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 456

Donnerstag, 23. April 2015

W456I: 10:1-Sieg im Spitzenspiel

Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 ............ 10
SGW Rhenania/ Poseidon Köln III ........................ 1
- Datum: Donnerstag, 23. April 2015 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Mittelrheinliga (5. Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 10-1 nach 32 Minuten (4x8); Viertelstände: 4-1, 2-0, 1-0, 3-0
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Schwimmbad im Sportpark Nord (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Einseitiges aber ganz gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Waterpolo: Bonn defeat Rhenania/Poseidon Cologne III

Zu Fuß war ich nur ein paar Minuten unterwegs: günstige Wohnlage halt, da in Stadionnähe... Unter der sehr schönen Sporthalle direkt hinter der einen Kurve des Sportparks Nord befindet sich eine Schwimmhalle. Das ist allerdings wieder so ein unsägliches Mickerbad wo nur 100 Zuschauer Platz haben, die direkt am Beckenrand rumstehen oder sitzen müssen. Das Spiel zwischen dem 1. (SSF Bonn) und dem 2. (Rhenania/ Poseidon Köln III) fing mit einem Treffer für den Gast an, der dann in der Folgezeit allerdings völlig unterlegen war und Tor um Tor kassierte. Mit 4:1 ging das erste Viertel ab, zur Pause stand es 6:1. Dann hatte das Spiel einen fürchterlichen Durchhänger und mit 7:1 ging es ins letzte Viertel. Der letzte Spielabschnitt war wieder gut und Bonn legte noch drei Tore nach zum 10:1 Sieg. Wenn die Aufstiegsregelung nicht noch irgendwelchen Blödsinn vorsieht, müsste Bonn jetzt den Aufstiegsplatz in die Verbandsliga NRW besetzen.  
Statistik:
- Grounds: 1.348 (1 neuer; diese Saison: 193 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.354 (1; diese Saison: 242)
- Tageskilometer: - (-)
- Saisonkilometer: 49.920 (35.160 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.810 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 51 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 456

Sonntag, 19. April 2015

W455IV: Zwei der landschaftlich schönsten Sportplätze Bonns; Dransdorf und Hardtberg

1. FC Hardtberg 1920 III ........................................ 3
SV Ennert-Küdinghoven 1911 III .......................... 2
- Datum: Sonntag, 19. April 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Bonn/ Staffel 2 (11. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 91 Minuten (45/46); Halbzeitstand: 0-0
- Tore: 1-0 56. Simo Mousstafa, 2-0 66. Daniel Hemmer, 2-1 71. Michael Becker, 3-1 76. Daniel Hemmer, 3-2 84. NN
- Verwarnungen: Lukas Grabski? (Hardtberg)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Wesselheideweg (Kap. 3.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 11 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Nach absolut beschissener erster Hälfte entwickelte sich noch ein halbwegs vernünftiges Spiel)

FV Arriba Perú Bonn ............................................. 7
TuS Pützchen 1905 III ............................................. 1
- Datum: Sonntag, 19. April 2015 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga D, Bonn/ Staffel 2 (11. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-1 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 4-1
- Tore: 1-0 15. Jose Gutierrez Tupia, 2-0 Josue Candiotti Gutierrez, 2-1 31. Wolfgang Kolz, 3-1 35. Christel Abe’e Evina, 4-1 38. Victor Diaz Garcia, 5-1 59. Josue Candiotti Gutierrez, 6-1 71. Eric Bejarano Vargas, 7-1 77. Oliver Isaac Tambaco Morillo
- Verwarnungen: Christian Burgardt, Wolfgang Kolz, NN, NN, NN (alle Pützchen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Andreas-Schönmüller-Sportanlage (Kap. 2.020, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 9 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sehr einseitiges Spiel mit teilweise spektakulären Treffern)  
Photos with English Commentary:
a) 11th Division (1): Arriba Perú v Pützchen III
b) 11th Division (2): Hardtberg III v Ennert III

Sonntag fuhr ich mit dem Rad zu zwei Kreisliga D-Spielen in Bonn. Beide Spiele waren übrigens von der Staffel 2. Zuerst trat in Dransdorf der einzige peruanische Club Deutschlands vor den Ball. Warum die Jungs wirklich nur Peruaner zu haben scheinen – bis auf einen einzigen Deutschen und einen einzigen Schwarzafrika – frage ich mich schon. Warum die neben dem Marokkanischen SV die meisten Platzverweise haben – und das, obwohl die Tabellenzweiter sind – frag ich mich bei Südamerika nicht... Heute hatten die aber ihren ganz disziplinierten Tag und nahmen die III. Mannschaft von Pützchen recht sehenswert auseinander. Schon bei Pause stand es 4:1 und nach und nach schraubten die Peruaner das Ergebnis auf 7:1.

Gespielt wurde auf der idyllisch ganz am westlichen Stadtrand gelegenen Andreas-Schönmüller-Sportanlage, die auf einer Längsseite fünf Stehstufen hat und auf allen Seiten von begrünten Graswällen umgeben ist. Der Aschenplatz ist allerdings überhaupt nicht grün...  

Auch in der Wesselheidestraße auf dem Hardtberg gibt es einen furchtbaren Hartplatz, der auf einer Längsseite fünf Stehstufen zu bieten hat. Diese Stufen sind allerdings sehr überwuchert und am Fuße eines teils mit Bäumen bewachsenen Graswalls von gut 10m Höhe gelegen. Der Graswall wird mit dem Gefälle des Berghanges niedriger, das Sportlerheim auf der anderen Längsseite liegt schon wieder höher als das Hanggefälle. So in den Berghang gebaut, mit baumverhangenen Blick auf die Stadt und der verfallenen Stehtribüne ist die Anlage im Wesselheideweg das schönste Stadion der Stadt Bonn. Das landschaftlich schönste ist es auf jeden Fall.

Was auf dem Feld ablief, war gar nicht schön: Hardtberg III und Ennert III spielten 45 Minuten lang nur Scheiße, aber schafften es dann nach 55 Minuten in ihr Spiel zu finden. Kaum ging Hardtberg in Führung, wurden beide Teams besser und es gab etliche Torszenen und andere sehenswerte Aktionen. Am Ende siegte Hardtberg mit 3:2.  
Statistik:
- Grounds: 1.347 (2 neue; diese Saison: 192 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.353 (2; diese Saison: 241)
- Tageskilometer: 20 (20km Rad)
- Saisonkilometer: 49.920 (35.160 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.810 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 51 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 455

W455III: Hockey auf Irisch in den Niederlanden – oder: der vielleicht älteste Mannschaftssport der Welt

European Hurling and Camogie Championships, Round 1 in The Hague
- Datum: Samstag, 18. April 2015 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Internationale Meisterschaft im Hurling und Camogie, 1. Spieltag in Den Haag
- Ergebnisse Hurling: Den Haag 0.4:0.2 Belgium, Viking Gaels Copenhagen 5.11:2.1 Dresden/ Köln, Amsterdam 2.8:0.6 Viking Gaels, Belgium 4.8:1.4 Dresden/ Köln, Den Haag 1.4:0.4 Amsterdam, Belgium 4.8:0.6 Viking Gaels, Den Haag 6.7:1.3 Dresden/ Köln, Amsterdam 1.6:0.6 Belgium, Den Haag 7.11:3.6 Viking Gaels, Amsterdam def. Dresden/ Köln; Platz 3: Belgium 8.6:2.1 Viking Gaels, Finale: Den Haag 1.10:0.11 Amsterdam
- Ergebnisse Camogie: Netherlands 1.2:4.7 Belgium, Belgium def. Netherlands
- Spielort: Sportkomplex Beresteinlaan (beide Plätze Kap. je 500 Stehplätze)
- Zuschauer: je nach Spiel zwischen 5 und 20
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spektakulärer Sport, der allerdings bei diesem Turnier bis auf die beiden niederländischen Hurling-Teams von niedrigem Niveau war)  
Photos with English Commentary:
Hurling & Camogie: European Championships, Tournament in The Hague

Also eine Hochkultur waren die Kelten nicht unbedingt, Architektur oder Erfindungen wie so viele – oftmals noch viel ältere – Völkerschaften des Nahen Ostens, von Babyloniern bis Ägyptern, haben die Kelten jedenfalls nicht der Nachwelt überlassen. Aber dafür einen Mannschaftssport, der mit über 3.000 Jahren der wohl älteste der Welt ist. Und ob er nur zufällig mehreren anderen Sportarten (Lacrosse, Hockey) ähnelt oder tatsächlich mehrfach adaptiert wurde, ist nicht klar. Jedenfalls wurde Hurling (laut Wikipedia, wobei deren Artikel gängige irische Quellen zitiert) „das erste Mal in einer Beschreibung der Schlacht von Moytura erwähnt, die im 14. vorchristlichen Jahrhundert stattgefunden haben soll. Damals besiegten die Túatha Dé Danann die Firbolg erst in einem Spiel und später in einer Schlacht. Auch der altirische Sagenkreis um Cúchulainn liefert die Beschreibung eines Hurlingspiels. Das Spiel findet auch in vielen anderen irischen Quellen Erwähnung, was seine Popularität über die Jahrhunderte beweist. So sahen die Brehon Laws Strafen für das Verletzen oder Töten von Personen durch Hurleys [die Schläger sind aus Holz und kürzer aber viel breiter als Feldhockeyschläger] oder Hurlingbälle [die sehen heutzutage aus wie ein Baseball, nur kleiner und auch leichter] vor. Nach der Ankunft der Engländer im 12. Jahrhundert gab es mehrfach Versuche, das Spiel zu unterdrücken und zu verbieten. So verbot das Parlament von Kilkenny im Jahre 1367 Hurling mit der Begründung, es würde zur Vernachlässigung der militärischen Pflichten führen. Die Statuten von Galway im Jahre 1527 erneuerten dieses Verbot. All diese Verbote taten der Popularität von Hurling aber keinen Abbruch. Aus dem 18. Jahrhundert sind Berichte aus 21 Counties über Hurling-Spiele erhalten. Insbesondere in den ländlichen Regionen Munster und Leinster war Hurling weit verbreitet. Die große Hungersnot in den 1840er Jahren brachte schwere Erschütterungen für die sozialen Strukturen auf dem Land und damit auch für die Verbreitung des Spiels. Dennoch sah der spätere Gründer der Gaelic Athletic Association (GAA), Michael Cusack, in den 1850er Jahren Hurling-Spiele in seiner Heimat Clare. Mit dem aufkommenden Nationalismus in den 1880er Jahren besann man sich in Irland auch wieder mehr auf die traditionellen Sportarten, und mit der Gründung der GAA im Jahre 1884 war auch das Überleben von Hurling als populärer Sportart gesichert.“

Der internationale Arm der GAA, GAA Europe, hatte heute ein Turnier in Den Haag angesetzt: und zwar im Hurling und der Frauenvariante Camogie, deren Regeln sich v.a. im Bereich erlaubter Körperkontakt (eigentlich gar keiner bei den Frauen) so unterscheidet, dass man von zwei unterschiedlichen Sportarten sprechen muss – auch wenn die Ausrüstung die gleiche ist. Ausgetragen wurde es dann zwischen 10.30 und 18 Uhr an der Beresteinlaan, wo zwischen Wasserkanälen und Bäumen vier Wiesen (drei für Fußball, eine für Rugby) und ein Kunstrasenplatz (Fußball) liegen. Alles ausbautenlos, an den beiden Enden der Anlage gibt es Vereinsheime und Umkleiden, aber alles ziemlich primitiv. Fürs Turnier wurden der Fußballplatz Nr. 2 und der Rugbyplatz genutzt, was zur Folge hatte, dass die Tore je nach Platz unterschiedlich groß waren. Aber man musste eh immer variieren: mal wurde 11 gegen 11 gespielt, mal nur 8 gegen 8 oder 10 gegen 10. Manchesmal wurden Spieler untereinander getauscht, die dann als Gastspieler bei den schwach besetzten Teams (v.a. aus Deutschland und Dänemark, die Niederländer und Belgier waren viel besser besetzt) aushalfen. Und eigentlich spielt man ja Hurling wie auch Gaelic Football auf einer etwa 135x80m großen Wiese und zwar mit 15 Leuten pro Team – doch im unteren Amateurbereich, v.a. außerhalb Irlands, muss man halt die Mannschaftsstärke und Spielfeldabmessungen ab und an mal adaptieren...  
In jedem Fall lohnte es sich aber, dieses Turnier besucht zu haben: Hurling ist ein wirklich sehenswerter da spektakulärer Sport mit rasanten Zweikämpfe, eindrucksvoller Ballbehandlung und Schlagtechnik, sowie kuriosen Torszenen. Ist schon sehr viel packender als Feldhockey oder auch Hallenhockey. Nur ob Inlinehockey oder Hurling packender ist, will ich nicht festlegen...

Bei den Männern lief es jedenfalls schon in der Gruppenphase auf ein niederländisches Finale hinaus: die deutsche Spielgemeinschaft aus Dresden und Köln sah erwartungsgemäß keinen Stich, auch die Dänen hatten kaum eine Chance, Belgien gewann zwar gegen diese beiden schwächeren Gegner klar, unterlag dann aber den Teams aus Amsterdam und Den Haag ebenso klar. So gewann Belgien auch das Spiel um Platz 3 gegen Kopenhagen und Den Haag und Amsterdam bestritten ein würdiges Finale. Dieses sollte quasi durch das frühe Tor, dem einzigen Goal der Partie, für Den Haag entschieden werden: außer nach drei Minuten zappelte kein Ball mehr im engmaschigen Netz, nur beim dynamischen Hin und Her fanden viele Bälle ihre Wege über die Latte zwischen die Stangen. Teilweise konnte Amsterdam ausgleichen, doch Den Haag setzte sich dann immer wieder mit ein paar Punkten ab. Am Ende waren es zwei Punkte Unterschied: 1.10 zu 0.11, das heißt 13:11 für Den Haag!

Den regelmäßigen Leser wird es wundern, dass ich nur zwei Sehenswürdigkeitenfotos hochgeladen haben: es war einfach so, dass ich in der Turnierpause (und ich war schon extra noch früher gegangen und habe dadurch drei Spiele versäumt), zwar durch das Verkehrschaos in diese Stadtmitte Den Haags vorgedrungen bin, mir zu Essen gekauft, die internationalen Geschäfte – Marokkaner, Surinamesen, Kariben, Indonesier etc. – ebenso wie die wenige historischen Bauten im Vorbeifahren begutachtet habe; aber dann in Den Haag den Parkplatz nur mit Karte bezahlen konnte, die dann allerdings der scheiß Automat nicht genommen hat. Genau darum gibt es in zivilisierten Ländern die Optionen Karten- UND Barzahlung an Parkscheinautomaten! Aber die Niederlande kotzen mich so wie so an; nicht nur wegen ihrer schwachsinnigen Kartenmaschen, sondern auch wegen schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis, hässlicher Sprache (aber zum Glück können die meisten richtig gut Englisch), eintöniger Landschaft (bis auf Zuid-Limburg flache Ebene die mit Kanälen, auch als Mückenzuchtbecken bekannt, durchzogen ist) und größtenteils hässlicher, zubetonierter Städte.  
Statistik:
- Grounds: 1.345 (2 neue; diese Saison: 190 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.351 (2; diese Saison: 239)
- Tageskilometer: 660 (660km Auto)
- Saisonkilometer: 49.900 (35.160 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.790 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 49 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 455

Freitag, 17. April 2015

W455II: Kurzbesuch beim Langstreckenschwimmen

31. Internationale Deutsche Meisterschaften der Masters "Lange Strecken" im Schwimmen
- Datum: Freitag, 17. April 2015 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Deutsche Meisterschaft im Langstreckenschwimmen aller Altersklassen mit internationalen Teilnehmern
- Ergebnisse: siehe DSV-Website 
- Austragungsort: Landesleistungszentrum Köln-Müngersdorf (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 überwiegend pausierende Aktive
- Unterhaltungswert: 2,0/10 (Schwimmsport macht nur dann Spaß für Zuschauer, wenn noch zwei Tore und ein Ball im Wasser sind...)  
Photos with English Commentary:
Cologne: German Championship in Swimming, Long Tracks

Wenn man schon so oft Wasserball gesehen hat, kann man sich ja auch mal die Grundlage dieser sehenswerten Sportart anschauen: Schwimmen. Es gibt Kurzbahn, Langstrecke, Freiwasser und noch andere Wettbewerbe. Am interessantesten ist wohl noch die Kurzbahn, da dort richtig gesprintet wird, während es bei der Langstrecke (ab 800m, d.h. in den meisten Schwimmhallen 16 Bahnen) so auf Ausdauer und geschickte Krafteinteilung ankommt, dass es für den Zuschauer sehr langatmig wird. Für eine körperlich so anstrengende und anspruchsvolle Sportart ist Schwimmen so wie so unglaublich langweilig zum Zuschauen, am besten guckt man also nur zu, wenn noch ein Ball und zwei Tore im Becken sind...  
Statistik:
- Grounds: 1.343 (kein neuer; diese Saison: 188 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.349 (1; diese Saison: 237)
- Tageskilometer: 90 (80km Bahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 49.240 (34.500 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 4.760 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.790 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 49 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 455